Vorab: wer den Reisebricht ohne Kommentare lesen will, bitte oben rechts auf die Sonne klicken, dann kann man den Bericht in einem Rutsch lesen.
Bilder: wer "große" Bilder sehen will, dem empfehle ich ausdrücklich das 4er Format, unten links auf "next" klicken, dann erscheinen die Bilder in großem Format.
Es hat diesmal etwas gedauert, aber jetzt soll´s losgehen! Ich freue mich auf´s Schreiben und genau so freue ich mich über jeden Kommentar. 🙂
Also dann:
Anreise 01.April 2014
Endlich, endlich ..... die Warterei hat ein Ende und unsere immerhin schon fünfte Reise ins südliche Afrika steht unmittelbar bevor. Viel Arbeit und Zeit haben wir in unsere Planung gesteckt, vor langer Zeit wurden die ersten Buchungen gemacht, und nun ist es endlich so weit, der Nachtflug von München nach Johannesburg, den wir schon vor knapp einem Jahr mit 681 Euro p.P. gebucht haben, wartet auf uns.
2x Air Berlin, South-African-Airways, Air-Namibia - meistens hat´s (außer mit der SAA) irgendwas gegeben, diesmal sollte es die Lufthansa sein. Wobei wir ganz ehrlich sein wollen: der Grund für die Lufthansa-Buchung war nicht die Airline - es war der Preis. Und um ein Haar hätte es auch dieses Jahr wieder Schwierigkeiten gegeben. Wären wir auch nur einen Tag später abgeflogen, dann wären wir mitten im Pilotenstreik der Lufthansa (die armen Piloten, sie verdienen einfach zu wenig ... ) steckengeblieben. Aber diesmal hatten wir das Glück auf unserer Seite und zwei Stunden (!!!) vor Streikbeginn heben wir ab.
Der Flug im doppelstöckigen Airbus der Lufthansa verläuft völlig problemlos, der Service ist aus unserer Sicht sehr gut und die netten Stewardessen sind nicht nur hübsch, sondern auch sehr freundlich. Das Unterhaltungsprogramm ist vielfältig, hält uns aber nicht lange wach und schon bald nach dem guten Abendessen schlafen und schnarchen wir um die Wette.
Pünktlich landen wir frühmorgens in Johannesburg, den Anschlussflug nach Maun erreichen wir trotz des relativ langen Laufweges ohne Problem (wir sind ja Sportler ...) und ich sag dem guten Mann beim check in, er soll mir ja aufpassen, dass unsere Koffer verladen werden." Don´t worry", so meinte er, schließlich ist man ja hier bei "Air-Botswana". Na ja ...
Die Propellermaschine der "Air-Botswana" sieht nicht schlecht aus, das könnte passen:
Propellermaschine der Air-Botswana
und nach rund 1 1/2 Stunden landen wir relativ pünktlich in Maun / Botswana.
Hintergrundinfos:
1. Der Titel des Reiseberichtes ist "geklaut". Und zwar von unserer Forumsfreundin Bele, die diesen Titel vorschlug, nachdem sie von unseren Plänen bezüglich Okavango-Delta hörte. Und weil wir die Idee von Bele gut fanden, nahmen wir den Vorschlag gerne auf und irgendwie stimmt es ja auch: wir hatten in diesem Urlaub viele "Schnäppchen", dazu aber später mehr. Und an Bele vielen Dank für diese nette Idee.
2. Anflug München / Joburg / Maun: da kann man sich zu Recht fragen, was den bayern schorsch dazu bewegt, solch eine Anreisestrategie zu wählen. Zwei Gründe: zum Ersten wollten wir nicht die Strecke von Joburg über Martins-Drift und dann weiter nach Maun fahren, (und das Ganze ja auch wieder zurück) und zum Zweiten stellte sich heraus, dass unter dem Strich diese Variante für unsere Reiseplanung genau stimmig war. Auch dazu später mehr.
Wo waren wir stehen geblieben? Ah ja, wir landen relativ pünktlich in Maun. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir noch die Hoffnung, dass wir unser erstes Etappenziel, das Guma Lagoon Camp im Panhandle noch am gleichen Tag erreichen müssten.
Aber weit gefehlt. Air-Botswana hat unsere Koffer dummerweise in Johannesburg vergessen. Diese Stümper! 😈 Und dann muss man sich denken, dass ich den Mann am check in Schalter ausdrücklich gebeten habe, doch ja unsere Koffer zu verladen. Von wegen "don´t worry" - jetzt sind wir am überlegen, wie wir das heute, an unserem ersten Urlaubstag in Afrika, alles hinbekommen sollen. 🙁
Die Dame von Air-Botswana im Flughafen meinte aber zuversichtlich, die Koffer kommen mit dem nächsten Flug von Johannesburg mit. Das wäre so gegen 17.00 Uhr. Für uns auf alle Fälle zu spät, na, mal schauen ...
Teil 220. Mai 2014
Wir sind immer noch in Maun, 02. April 2014
Natürlich waren die Koffer auch mit der zweiten Maschine nicht dabei. 😈 😈 😈 Es ist zum Heulen und man kann sich da schon berechtigterweise die Haare raufen. Denn ganz so easy ist das ja alles nicht, da man nicht weiß, wann die Koffer letztendlich eintreffen. Die Dame vertröstet uns auf den nächsten Morgen: "Mister, don´t worry, tomorrow ... be sure ...". Oh ja, da kann man "sure" sein. So ein Mist, aber kurz und knapp: die Koffer kamen tatsächlich am nächsten Morgen. Hätten wir das "sure" gewusst, dann wären wir beruhigter gewesen.
Unter´m Strich war es aber wohl ein Wink des Schicksals und wir haben wieder was dazugelernt. Am ersten Tag soll man ganz einfach keine weiten Strecken mehr fahren wollen. Da meint man zwar, die paar 100 km, die sind schon zu schaffen, aber am nächsten Tag haben wir sehr wohl gesehen, dass das am Nachmittag zuvor nicht mehr geklappt hätte. Und die Anfahrt zum Guma-Lagoon-Camp war ohnehin was ganz Spezielles. Wer schon mal vor Ort im Panhandle war weiß, von was ich spreche. 😕
Also hatten wir am Nachmittag unserer Anreise genügende Zeit, in Maun das Auto zu übernehmen. Ein Wort gleich hier zu unserem Autoverleiher: wir haben gebucht bei
www.africa4x4rentals.co.za
Die Firma hat ihren Sitz in Windhoek und trotz der Bring- und Abholkosten Windhoek - Maun und zurück hatten wir einen Preis, der deutlich unter den botswanischen Anbietern lag. Für einen Toyota-Hilux double cub 4x4 zahlten wir für knapp drei Wochen unter 1.000 Euro. Mit includiert waren die Grenzübertritte nach Namibia und Zimbabwe, das Auto war in einem superguten Zustand und hatte nicht eine einzige Macke. Die Reifen fast neuwertig, die Kiste rund 50.000 km auf dem Buckel, da gab´s nichts auszusetzen. "Africa 4x4 rentals" ist eine klare Empfehlung unsererseits.
Insgesamt sind wir 2.680 km gefahren und ich hab zweimal nachgerechnet: der durchschnittliche Verbrauch war exakt 10 Ltr pro 100 km, ein Spitzenwert.
Und dann hatten wir auch noch Zeit, im Reisebüro in Maun, wo wir von zu Hause aus schon unser "last-minute-Schnäppchen" angeleiert haben, vorbeizuschauen und zu fragen, wie´s denn nun aussieht mit einem Schnäppchenangebot für´s Delta. Die Adresse hatten wir aus dem Namibia-Forum (vielen Dank an die poster) und bei Frau Ananda Short von www.botswanaholidays.com wurden wir dann letztendlich auch fündig.
Hier ein Bild vom Reisebüro in Maun:
Und hier ein Bild von Ananda im Reisebüro. Ananda hat sich für uns mächtig ins Zeug gelegt.
Bei Ananda haben wir dann auch die erste Nacht in Maun gebucht, und dass sie uns die "Thamalkane-River-Lodge" empfahl, war uns eigentlich nur recht, ist es doch nach wie vor eine der schönsten Unterkünfte in Maun.
Eine durchaus schöne Unterkunft, die Thamalakane-River-Lodge in Maun, mit einem zum Glück ganz hervorragendem und sehr bequemen kingsize-bed.
Die Außenanlage, bestens gepflegt, und zum Pool muss man sagen, dass im Gegensatz zu vor zwei Jahren, wo das Wasser milchig und grünlich verfärbt war, die Leute gut dazugelernt haben. Der ph-Wert hat anscheinend gepasst, die Pool war kristallklar, da konnte man´s gut aushalten.
Ja so war das: ein Auftakt, absolut nach Maß, genau so haben wir uns das NICHT vorgestellt. Aber was soll man machen. Die Thamalakane- River- Lodge war gut, wir haben hier 114 Euro für das Zimmer bezahlt incl. Frühstück, die Lage am River (wir hatten Bungalow Nr 5 ganz vorne) ist sehr schön, das Abendessen war (zumindest bei uns) das Geld nicht wert, aber wahrscheinlich hätte man uns an diesem Abend eh nichts mehr Recht machen können. 🙁 Wir waren schon arg angefressen, schließlich wussten wir zu diesem Zeitpunkt nicht, dass unsere Koffer tatsächlich am nächsten Morgen "pünktlich" am Airport zur Abholung bereit standen.
Und das sind sie: unsere zwei Koffer, eigentlich doch ganz durchschnittlich dreinschauende, völlig normale luggage-Stücke. Oder nicht ???
Teil 321. Mai 2014
2. Tag, es ist der 03.April 2014
Frühmorgens, aber nach einem guten und ordentlichen Frühstück in der Tham.River Lodge sind wir voller Spannung und der nötigen Skepsis Richtung Airport Maun unterwegs. Schließlich wussten wir ja nicht, ob die Koffer nun da sind oder nicht. Aber da standen sie in der Halle, wie hingemalen. Unsere schönen Koffer !!! Was sind wir froh, denn noch länger zu warten hätte unsere Planung ja völlig über den Haufen geschmissen.
Apropos Planung: zwei Nächte im Guma-Lagoon-Camp im Panhandle in Botswana und dann die nächsten vier Nächte im Caprivi in Namibia, so war der ursprüngliche Plan. Durch die eine zusätzliche Nacht in Maun mussten wir das Guma-Lagoon-Camp um einen Tag verschieben (was problemlos ging), und die vier Nächte in Namibia kürzten wir einfach auf drei Nächte, dann war wieder alles in der Reihe.
Die Strecke zog sich ganz schon hin. Immerhin sind es ab Airport Maun bis zum Guma Lagoon Camp exakt 301 km, Google Maps gibt um die 4 Stunden Fahrzeit vor. Das haben wir auch locker geschafft, und die Landschaft ist hier auf dieser Strecke ganz anders als z.B. zwischen Maun und Nata. Jede Menge Esel (fast noch mehr als auf der Maun-Nata-Strecke), beschauliches Leben entlang der Straße, es ist so richtig afrikanisch hier.
Auf der A3 bis nach Sehitwa sind es knapp 100 km, danach geht es Richtung Norden auf der A35 für runde 200 km weiter. Vielleicht hätten wir den Lake Ngami bei Sehitwa besuchen sollen. Das Wasser war zu unserer Reisezeit sehr viel, vielleicht hätte sich der Abstecher gelohnt. Wir sind aber zu diesem Zeitpunkt noch viel zu hektisch, die Urlaubsstimmung wollte sich nach der anfänglichen Hektik und unserer Kofferpanne noch nicht so recht einstellen. 🙁
Bei Gumare wird nochmal vollgetankt, wobei das bei unserem 140 Liter Tank gar nicht nötig gewesen wäre, und kurz vor Etsha 13 verlassen wir die Teerstraße, wir fahren auf Gravel bis zum Dorf und dann haben wir noch runde 15 Kilometer vor uns, die es in der Tat in sich hatten.
Der gute Schorsch aus Bayern, daneben dran seine Schorschine, noch nie mit einem 4x4 unterwegs, noch nie auf Tiefsand gefahren, und dann so was.
Jeder, der hier schon mal aufgeschlagen ist wird bestätigen, wie schwierig und gleichzeitig so schön diese Strecke ist. Extremster Tiefsand, so wurden wir bereits im Vorfeld vorgewarnt, ohne 4x4 gar kein Drandenken, das Camp jemals zu erreichen, sensationelle Wasserdurchfahrten usw. usw.
Per e-mail wurde mit dem Camp geklärt: " können wir selber fahren oder müssen wir unser Auto in Etsha 13 einparken, um abgeholt zu werden? " Die Antwort: "Yes, you can, the road is half a tire under high water ..."
Aha, "half a tire under high water"!!! Na dann schau ma doch mal, ob das alles so klappen kann.
Und zum Beweis, dass es geklappt hat, hier ein kleines Video.
Das Camp entpuppt sich als absolutes Juwel. Was für ein Glück, und was für ein Schnäppchen. Bei "DER TOUR" im Afrika-Katalog ist diese accomodation für sage und schreibe 718 Euro die Nacht für zwei Personen incl. Vollpension und einer Bootsfahrt angeboten. Wir haben für Halbpension einen Preis von 114 Euro für zwei Personen bezahlt, ein Preisunterschied, den man nicht erklären kann. Hier ein paar Bilder von dieser traumhaften Unterkunft:
Wunderbarer Blick über die große Lagune:
Bevor wir am Nachmittag zu einer Bootstour starten, gibt´s noch einen kleinen Nachmittagssnack, dazu ein Flascherl Chardonnay, schön langsam aber sicher kommen wir im Urlaub an. 🙂
Die Bootstour war schön, aber keine Sensation. Eigentlich hätten wir uns etwas mehr Vögel gewünscht, aber mit der Ausbeute unseres Trips waren wir trotzdem zufrieden:
Das Abendessen war gut, wenngleich wir uns schon gewünscht hätten, dass es im Guma -Camp Fisch zu essen gibt. Gesehen haben wir in der Lagune jede Menge Fische, der Weg bis auf unser Teller war anscheinend zu weit. Macht aber nichts, denn das Dinner war wirklich gut, die Getränkepreise mehr als günstig, hier kann man´s aushalten, hier ist eine tolle Stimmung.
Wir waren übrigens am ersten Abend die einzigen Gäste, am zweiten Abend kam noch ein Paar aus Gabarone hinzu, es waren Freunde der Lodgebesitzer.
Und so geht unser erster "richtiger" Urlaubstag zu Ende. Nach der ersten Aufregung bei der Ankunft am Flughafen in Maun kommen wir wieder runter. Die Gemüter sind beruhigt, und während des Einschlafens das unglaublich laute Froschgeklicke vor unserem Bungalow zu hören, das hat schon was. Diese kleinen Bell Frogs, grad mal um die 1,5 bis 2 cm groß, machen einen Höllenlärm. Uns ist schleierhaft, wie so kleine Viecher einen derartigen Krach machen können. Und wenn dann noch zwischendrin die Hippos grunzen, dann bist Du mit Sicherheit in Afrika angekommen.
Teil 422. Mai 2014
Zweiter Tag im Guma-Lagoon-Camp
Sonnenaufgang ist um knapp vor 6.00 Uhr. Und was für ein Sonnenaufgang - seht selbst:
Bei dieser Stimmung fällt es sogar uns schwer, aus den Federn zu kommen. Ganz klasse Stimmung ist das hier an der Lagune: 😘
Nach einem gemütlichen Frühstück machen wir nochmal eine vierstündige Bootstour. Mit unserem Guide sind wir auch heute allein, es ist einfach toll, durch die Lagune zu kurven und die Landschaft zu genießen. Auch heute sehen wir wieder (zumindest nach unserer Meinung) nicht allzu viele Tiere, aber schön ist es allemal. Hier das Camp vom Boot aus:
Tolle Landschaften:
und es gibt nur zufriedene Gesichter:
Als höchst unerfahrene Birder versuchen wir hier einen Greifvogel im Flug zu fotografieren, was natürlich ein ganz misslungener Akt wird:
Na ja, so ganz große Klasse war die Bootstour nicht, aber es war trotzdem schön. Den Nachmittag verbringen wir mit relaxen auf der wunderschönen Terrasse, der Pool gehört uns ganz allein (der ist im Übrigen picco bello sauber), und zum Sundowner fahren wir mit unserem Hillux raus zu den Sandpisten, eine tolle Sundowner-Fahrt, die wir da machen:
Zurück zum Dinner gibt es heute Pumpkinsuppe, Hühnchen mit Karotten + Kartoffelpuffer + Broccoliauflauf, dazu einen griechischen Salat und als Nachspeise Mousse au Chocolat. An sich gibt´s da nichts zu meckern, trotzdem wäre so ein feiner Okavangofisch schon was Gutes gewesen. 😎
Fazit Guma Lagoon Camp:
Eine super Unterkunft, hier würden wir jederzeit wieder herkommen, es hat uns ausnehmend gut gefallen. Das Preis-Leistungsverhältnis ist sehr gut, die beiden Bootstouren, die zusammen rund 6 Stunden dauerten, schlugen mit insgesamt 110 Euro inclusive Sprit zu Buche.
Morgen geht es weiter in den Caprivi. Wir freuen uns schon sehr und werden sehen, ob die Mobola-Lodge das hält, was wir uns vorstellen.
Teil 523. Mai 2014
Tag 4 vom Guma-Lagoon-Camp in Botswana zur Mobola-Lodge im Caprivi
Früh aufstehen ist wieder angesagt, man will ja vom Tag nichts versäumen. Trotzdem stärken wir uns am reichlich gedeckten Frühstückstisch, es schmeckt sehr gut und herzlich verabschieden wir uns von den Leuten hier in dieser tollen Unterkunft im Panhandle. Die heutige Tagesetappe bis nach Namibia ist nicht allzu weit. Bis zum Grenzübergang von Botswana nach Namibia bei der Mohembo-Border
sind es 90 Kilometer, von dort nochmal 30 Kilometer nach Divundu (davon 20 km über die Transitstrecke des Magangu-Nationalparks), den Affen haben wir irgendwo zwischendrin entdeckt,
und schließlich rund 20 Kilometer bis zu unserer nächsten Unterkunft in Namibia, also insgesamt runde 140 Kilometer.
Unterwegs machen wir immer wieder interessante Beobachtungen, man kann mit den Einheimischen guten Kontakt halten, die Leute sind sehr freundlich. Solche Trödeleien, wie wir sie hier an den Tag legten, gehen natürlich nur dann, wenn man genügend Zeit hat. Und die hatten wir, denn unsere Kofferstory ist schon längst verdaut und wir merken stündlich, wie wir immer mehr "ankommen", hier in diesem herrlichen Teil Afrikas, wo es für uns immer wieder erstaunlich ist, welch positive Auswirkung dieser Kontinent auf uns hat.
Von zu Hause aus haben wir via e-mail mit Alexander, dem Inhaber der Mobola-Lodge, geklärt, wie denn das so ist mit dem Einkaufen im Supermarkt, ob´s da in Divundu doch einen Spar oder so was ähnliches gibt. Ja ja, so wurde uns geschrieben, alles kein Problem, wir sollen in Divundu das kaufen, was wir bekommen, den Rest hat er.
Also wir nichts wie rein in den ersten Supermarkt (natürlich der bei der Tankstelle, denn Tanken ist ja immer die erste Anlaufstation), allerdings wurde dieser Spar seinem Namen mehr als gerecht, hier waren alle Lebensmittel sehr sparsam vertreten. Leere Regale, gut ausgestattet will was anderes heißen. Und wie wir da so stehen und drüber nachdenken, dass es hier eigentlich überhaupt nicht das gibt, was wir uns so vorstellen, spricht uns die Dame an der Kasse an und empfiehlt uns doch tatsächlich, zur Konkurrenz um die Ecke zu gehen. Dort wäre das Angebot deutlich besser und wir finden bestimmt die Dinge, die wir brauchen. Also wir rüber zum anderen Supermarkt, und siehe da, alles in (fast) bester Ordnung. Die Auswahl war zwar immer noch nicht so berauschend, aber zumindest konnten wir (viiiiieeele) Getränke und ein paar andere Kleinigkeiten kaufen.
2 Kid´s aus dem Nachbarauto schauen uns ganz begeistert beim "einladen" zu:
Eine superfreundliche Chefin hat dieser Supermarkt. Auf unsere Bemerkung, dass der Feta schon um 8 Tage über dem Datum sei meinte Sie (was sonst?:): "Don´t worry ......". Als sie aber unsere doch eher besorgten Gesichter gesehen hat und ihr Blick über unseren mehr als vollen Einkaufswagen schweift, nimmt die gute Frau den Feta, trägt ihn vor zu Kasse und sagt der Kassiererin, die beiden Touris da vorne (damit meint sie uns) brauchen für den Feta nichts zahlen, lacht sich dabei einen ab und wir stehen mal wieder da wie die letzten .... Na ja, so macht man ein "Mini-Schnäppchen". 🤩 🙂 🤩 Zu unserer Ehrenrettung sei gesagt, dass wir den Feta natürlich bezahlen wollten, aber die Supermarktchefin ließ sich´s nicht mehr nehmen ...
Jetzt aber zur Mobola Lodge:
Grad da oben im Caprivigebiet, in der Nähe der Popa-Falls, dort gibt es eine große Anzahl von Unterkünften in allen möglich Preisklassen. Von schweineteuer bis zu supergünstig. Wir haben uns, um auch in diesem Punkt unserem Reisetitel gerecht zu werden, für die supergünstige Variante entschieden. Mit der Mobola-Lodge haben wir aber nicht nur eine außergewöhnlich günstige, sondern auch außergewöhnlich reizende und schöne Unterkunft gewählt.
www.mobola-lodge.com
Die Mobola Lodge ist für uns das, was man sich unter Luxus-self-catering vorstellt. Hier ist alles da, was man sich nur denken kann. Ich darf mal aufzählen: Feuerholz, Anzünder, Kaffeepulver, Creamer, Zucker, Salz, Gewürze, Trinkwasser in 5 Ltr Kanister, Streichhölzer, Windlicher, jede Menge Geschirr, jede Menge Töpfe, einfach alles, was man sich nur erträumen kann. Und dabei sei gesagt, dass die Küche in einem top-sauberen Zustand war. Und zwar wirklich top-sauber. Es hat an nichts gefehlt, und die Lage direkt am Okavango River sucht seinesgleichen. Zu den weiteren highlights gehört eine Outdoor-Dusche, ein toller Grillplatz, eine wunderbare Terrasse unmittelbar am River und zur Krönung war dann noch um die Ecke ein Felsenpool. Auch der Felsenpool tiptop sauber, eine sehr angenehme Angelegenheit.
Die Inhaber, zwei deutsche Landsleute, kümmern sich hervorragend um das Wohl der Gäste. Völlig unaufdringlich, aber trotzdem immer da, wenn man sie braucht. Genau so, wie wir uns das wünschen. Wir mögen es nämlich gar nicht, von den Gastgebern "zugetextet" zu werden. Hier hat das gepasst, es war einfach nur Klasse. 🙂
Zum Preis: Wir haben hier pro Nacht 60 Euro für den Bungalow bezahlt, ein Preis, der absolut unschlagbar ist. Unser Fleisch für die drei Nächte haben wir von Alexander gekauft - wir haben selten so gutes Oryx- und Kudufilet gegessen. Für über ein Kilo Kudufilet knapp unter 10 Euro bezahlt, das ist schon sensationell, noch dazu, wenn die Qualität passt. Und die hat gepasst. So gut, dass wir uns bei der Abfahrt noch für die nächsten Tage inclusive Zimbabwe eingedeckt haben. 😉
Nachdem wir´s uns häuslich eingerichtet haben, machen wir noch eine 1 1/2 stündige Bootstour auf dem Okavango. Mit dabei eine Familie aus Kapstadt, sehr angenehme Leute. Am ersten Abend waren hier auf der Mobola-Lodge 2 von insgesamt 4 Bungalows belegt, am zweiten und dritten Abend waren wir wieder mal die einzigen Gäste.
Hier sieht man den Bootssteg
an der anderen Uferböschung mal ein Krokodil
und die Stimmung war wunderbar. Der Mann aus Kapstadt meinte dann zu uns - nirgendwo auf der Welt können wir schönere Himmelsstimmungen und Sonnenuntergänge sehen wie in Afrika. Wir glauben ihm das gerne und können uns selbst davon überzeugen. Nach der Bootstour lädt uns die freundliche Familie aus Kapstadt noch auf ein Glaserl Wein auf deren Terrasse ein, und nach einer Stunde "Weinverkostung" haben wir zu tun, damit wir noch zu unserem Bungalow finden. 🤢 🤪
Kosten für die Bootstour inclusive sundowner -Getränke satt für uns zwei: 150 ND pro Pers, also grad mal um die 10 Euro, das ist "nix".
Teil 625. Mai 2014
der zweite Tag in der Mobola-Lodge
Zugegeben - die Wege in die Nationalparks sind von hier aus schon weit. Der Bwabwata Nationalpark ist knapp 50 km entfernt, der Mahangu Nationalpark knapp 35 km. Das ist schon eine Strecke, eigentlich zu lang, aber wenn man mit der richtigen Einstellung an die Sache rangeht, dann werden auch solche Fahrten zu einem (kleinen) Erlebnis.
Zuerst gibt´s mal einen Fleischer, bei dem könnte man einkaufen.
Das lassen wir aber mal lieber bleiben, man weiß ja nie.
Dann läuft uns dieser Gemischtwarenladen über den Weg. Auch hier kaufen wir nichts, wir sind nur neugierig und fragen den Mann, ob wir von ihm und seinem Laden ein Foto machen dürfen. Er schaut zwar auf dem Bild ziemlich ernst drein, hat sich aber richtig gefreut, dass er Model stehen sollte:
Dann geht´s weiter, wir überholen die für den Caprivi so typischen "Fuhrwerke"
und für heute haben wir uns vorgenommen, den Mahango-Park nahe der Popafälle zu besuchen. Die Popafälle hatten wir schon mal vor zwei Jahren, so dass wir uns diesen Schlenker sparen.
Der Eintritt zum Park kostet für zwei Erwachsene und das Auto grad mal 90 Namibische Dollar, d.h. um die 6 bis 7 Euro, das ist geschenkt. Geschenkt. Vor allem deshalb, weil der Mahangopark für uns zu den schönsten Nationalparks im südlichen Afrika zählt. 🙂 Wir würden sogar so weit gehen, dass der Park aus unserer Sicht regelrecht ein Geheimtipp ist. Die Tiere laufen bald wie im Zoo vor die Kamera, da hat´s der Fotograf leicht, ein paar schöne Bilder zu machen. Schade, dass der Mahangopark zum Beispiel im Reiseführer Loose kaum Erwähnung findet.
Übrigens haben wir uns angewöhnt, bei längeren Fahrten grundsätzlich eine Thermoskanne mit Kaffee sowie ein paar belegte Brote mitzunehmen. Über die Savanna´s und Windhoek Lager, die wir in der Coolerbox dabei haben, reden wir mal nicht ...
Ah ja, Bilder haben wir natürlich auch gemacht, das hilft jetzt alles nichts, da müsst Ihr durch: (am besten eine Tasse Kaffee, zurücklehnen und Bilder mit anschließendem Video schauen ...) 😉 🙂 😉
Hier wieder mal der Versuch eines schönes Birderfotos. Total misslungen, aber irgendwie gefällt uns Bild, sieht fast aus, als würde der Vogel Ballett tanzen:
Dann noch einige "schönere" und bessere Bilder:
Sodalla, das war jetzt ein Haufen an pics, und wem das immer noch nicht genug ist, wir haben noch einen kleinen clip vom Mahango-Park gedreht. Wem´s zu viel wird, einfach wegklicken. 😈
Voller Eindrücke fahren wir wieder "nach Hause". Die Mobola-Lodge ist schon am zweiten Tag wie "heimkommen", der Grill wird startklar gemacht, und mit dem Okavango-River vor der Nase lässt sich´s hier gut aushalten.
Teil 726. Mai 2014
Tag 3 in der Mobolo - Lodge, der 07. April 2014
Wir lassen´s heute so richtig locker angehen. Als erstes ist mal eine Runde Schwimmen im Felsenpool angesagt,
danach gibt´s lecker Frühstück mit Spiegeleier und allem Drum und Dran. Auf dem Plan haben wir für diesen Tag den Bwabwata-Nationalpark, immerhin 50 km weit entfernt, aber das wird schon.
Am Gate vom Bwabwata ist kein Mensch im Büro, wo die Permits ausgestellt werden. Aber meistens schlendern ja an den NP-Gates immer ein paar Einheimische rum. Die Frau Officer ist nicht da, so wird uns erklärt und ich soll warten. Also warte ich 5 Minuten, die Frau Officer ist immer noch nicht da. Ich schau ins Visitor-book und sehe, dass hier seit zwei Tagen keine Gäste mehr waren. Kein Wunder, dass die Kassiererin nicht da ist.
Ich lege 90 Namibische Dollar auf den Tresen (das ist das, was auch die letzten Gäste vor ein paar Tagen bezahlten) und ermahne die Einheimischen, das Geld auch ja der Kassiererin zu geben, und wir machen uns ohne Permit auf den Weg.
Der Bwabwata NP war für uns von der Tiersichtung her eine Enttäuschung. 😈 Aber ist ja auch kein Wunder, wenn wir schon ohne Permit unterwegs sind. Da wären wir leichter in den Mahango gefahren. Grad mal ein einziger Elefant hat uns seinen Allerwertesten gezeigt, aber nicht mal lange genug, um von seinem Arsch ein Foto zu machen. Und auch sonst: im Vergleich zu vor zwei Jahren ist das heute gar nichts. Ein paar wenige Vögel, ein paar Kudus, das war´s dann schon.
Am besten haben uns die Impalas gefallen. Immer fotogen, einfach schöne Tiere:
Und soll ich Euch was sagen? Es war trotzdem schön! Die Landschaft, das Fahren - oh ja, wir lieben das.
Irgendwo machen wir unser zweites Frühstück. Es gibt zunächst noch ein Tasserl Kaffee, danach einen gepflegten Frühschoppen mit Windhoek Lager und Savanna. Ein Weizen wär jetzt noch recht, aber so was gibt´s hier nicht. Nicht mal während des Frühstücks kommt irgendein Tier vorbei, na ja, der Bwabwata hat´s heute nicht gut gemeint mit uns.
Nach 4 oder 5 Stunden verlassen wir den Park, hat halt heute einfach "nicht sollen sein". Wir hätten gerne schöne Sichtungen gehabt, aber leider Fehlanzeige. Bestimmt war´s u.a. auch daran gelegen, dass man auf Grund des Wasserstandes nicht am Wasser entlang fahren durfte. Aber wie gut, dass wir den Bwabwata NP auch schon an besseren Tagen erlebt haben.
Zu Hause in der Mobola-Lodge angekommen relaxen wir, wir genießen die Ruhe, den träge dahinfließenden Fluß - es ist schon recht schön hier.
Auf dem nächsten Bild sieht man die Brücke, welche das Festland mit einer kleinen vorgelagerten Insel im Okavango verbindet.
und hier zum Abschluss der Mobola-Tage noch ein paar Bilder vom Innenbereich des Bungalows:
Was uns hier auf Mobola besonders gut gefallen hat war die absolute Ruhe und Beschaulichkeit. Das plätschern des Okavangos war außer Vogelgezwitscher das Einzige, was man hier gehört hat. Ganz klasse war, dass man in der Nacht bei offener Schiebetüre schlafen konnte. Die Fliegengitter waren ohne Löcher, das sagt schon mal Einiges über den Allgemeinzustand. Bleibt zu hoffen, dass das hier auch so bleibt, es wäre wirklich wünschenswert, denn in diese Lodge würden wir, sollte es irgendwann mal wieder passen, bestimmt gern wiederkehren.
Morgen geht´s dann weiter durch den Caprivi. Kasane im bzw. am Chobe Nationalpark ist unser Ziel, wir werden das Senyati-Camp ansteuern.
Teil 827. Mai 2014
08.April 2014
Nach einem schnellen breakfast packen wir unsere Sachen und werfen auf unsere Koffer immer ein sehr wachsames Auge. Wir sind froh, dass die Koffer an Bord sind, und deshalb bekommen sie auch einen "Ehrenplatz" in unserem Hillux, ein mächtiges Auto mit einem mächtig großen Kofferraum.
Wir verabschieden uns noch von Alexander und versichern ihm, dass wir bestimmt irgendwann mal wiederkommen und decken uns mit Fleisch für die nächsten Tage ein. Oryx- und Kudufilet, sehr sehr lecker! Bald sind wir wieder vorne am Abzweig zur B8, von der es auf fast schnurgerader Straße runde 450 Kilometer durch den Caprivi geht. Wir waren hier ja schon mal vor 2 Jahren, und während wir unterwegs die kleine Ansiedlung Kongola kreuzen, denken wir gerne an die schönen Tage hier im Kamp Kwando zurück. Da hat´s uns sehr gut gefallen, das waren wunderschöne Tage.
Zwischendrin wird mal wieder getankt, wir haben zwar mit dem 140 Ltr Tank einen großen Spritvorrat, aber man weiß ja nie. Zu frisch ist noch die Erinnerung an das Erlebnis im letzten Afrikaurlaub, wo uns um ein Haar der Sprit ausgegangen wäre. Man lernt ja dazu. 😉
Es ist ein langer Weg, der heute vor uns liegt, und trotzdem wollen wir unbedingt dem relativ neuen
www.campchobe.com
an der Ngomo Bridge einen Besuch abstatten. Unsere Forumsfreundin Hanne 🙂 hat uns schon vorgeschwärmt, wie toll es dort sei, also wollen wir uns selbst ein Bild davon machen. Die Lodge liegt vier oder fünf Kilometer von der Ngomo Bridge entfernt Richtung Kachikau, von wo es dann weitergehen würde nach Savuti.
Auf dem Weg zum Camp läuft uns diese nette Familie über den Weg, und weil ja bald Ostern ist, haben wir dem kleinen Mädchen eines der Kuscheltiere unserer Kinder geschenkt. Die Kleine hat sich unglaublich gefreut.
... und als dann noch diese ältere Frau auf uns zukam und wir ihr ein paar unserer mitgebrachten Altkleider schenkten, dann war die Freude bald noch größer!
Im Camp Chobe gönnten wir uns ein Gläschen Wein, dazu einen schmackhaften Lunch und wir konnten uns überzeugen, dass uns unsere Freundin Hanne nicht angeschwindelt hat. Hier würde es uns auch gut gefallen, die Lage am Chobe River ist einzigartig, das gesamte Erscheinungsbild dieser accomodation macht auf uns einen sehr sehr guten Eindruck. Zwar ist jetzt dieses main-building von außen optisch nicht grad der Brüller,
... aber von innen wirkt die ganze Sache schon sehr luxuriös und elegant:
Natürlich werfen wir auch einen Blick in die Tents, hier ließe sich´s gut aushalten: 🙂
Das Mittagessen war gut, die Leute sehr bemüht und sie meinten, wir sollten doch gleich bleiben, sie würden uns einen guten Preis machen. Ich wittere natürlich ein Schnäppchen, aber das gebuchte Senyati Camp bei Kasane wartet auf uns, und wir freuen uns schon sehr darauf.
Nach den Grenzformalitäten an der Ngomo Bridge, die im Übrigen an allen Übergängen mehr als "Ratz-Fatz" gingen,
(man sieht, wer bei uns die niederen Arbeiten erledigt ...) 😉
gibt´s zur Abwechslung mal eine Veterinärskontrolle. In unseren Augen ein Witz, aber das muss wohl so sein. Die Coolerbox wird grundsätzlich inspiziert, aber das eingeschweißte Fleisch haben wir vorsorglich in der Schmutzwäsche "versteckt". Ein wenig hat der Mann schon mit der Stirn gerunzelt, als er unsere Weinvorräte entdeckte, aber mit einem Packerl Haribo war er zufriedengestellt.
Auf der Weiterfahrt machen wir mit diesen Kid´s noch ein wenig Blödsinn
und auf der Transitroute durch den Chobe Nationalpark laufen uns auch schon die ersten Elefanten, Rappenantilopen und Warzenschweine über den Weg:
Und dann sind wir nach langer Fahrt endlich da:
Senyati Safari Camp, nahe Kasane, von vielen Forumsmitgliedern und auch Forumsfreunden als das Maß aller Elefantensichtungen hochgelobt und gepriesen. Wir haben bereits vor knapp einem Jahr bei der Tochter des Besitzers, Juanita, gebucht. Drei Nächte sollen hier mit einen Höhepunkt unserer Reise darstellen, gebucht und natürlich auch schriftlich bestätigt, Chalet Nummer 2, das "new building", das wird für drei Nächte das Zuhause vom Bayern schorsch und seiner Schorschine.
Und weil wir ja besonders gewitzte Menschen sind und schauen, wie man auch die Bürokratieregeln in solchen Ländern am besten "umgehen" kann, haben wir Freunde von uns mit der Vorauszahlung von 50 % = 850 Pula beauftragt. Für uns eine gute Sache, damit konnte man nicht nur den Überweisungsgebühren "entkommen", sondern man hatte nochmals die Möglichkeit, sich das Chalet Nummer 2 auch definitiv und schriftlich bestätigen zu lassen. Ganz so nach dem Motto: doppelt gemoppelt hält besser, dann kann nämlich nichts schief gehen. Groß war die Freude, als uns unsere Freunde die Vorauszahlungsquittung und die Buchungsbestätigung für Chalet Nummer 2 überreichten.
Und dann ist alles ganz anders gekommen, 🙁 🙁 🙁 als wir uns das so schön ausgemalt haben:
Senyati Camp, die neue Bude Nr. 2, der Schorsch sitzt auf der Terrasse mit seinem Foto-Stativ, lehnt sich zurück und genießt großes Elefantenkino, während seine Schorschine ein Gläschen Wein bringt, der Grill brutzelt ....
wie´s wirklich war, darüber berichte in der nächsten Fortsetzung .....
Teil 928. Mai 2014
Wie versprochen, hier kommt der "wirkliche" Ablauf, wie sich das auf Senyati alles abgespielt hat:
Wir kommen im Senyati Camp gegen 16.00 - 16.30 Uhr an, der Feldweg zum Camp, von vielen Leuten als "tiefsandig" bezeichnet, entlockt dem bayern schorsch maximal ein müdes Lächeln. Wer einmal im Guma-Lagon-Camp war, den kann nichts mehr schrecken. Also fahren wir vor, linkerhand ist die Rezeption. Hinter dem Tresen erscheint nach ein paar Minuten eine Frau:
Hallo, good afternoon, haben Sie eine Reservierung?
Ja, natürlich, haben wir, sie lautet auf ...
Ah, könnte ich die Reservierung mal sehen?
Ja klar, können sie gerne.
Kann ich mir die Reservierung mal kopieren?
Ja klar, können sie gerne machen, kein Problem.
Die Frau verschwindet (wahrscheinlich im Büro) und wir fragen uns, wieso sie eine Kopie braucht. Aber egal, das wird schon seinen Grund haben. Zwischenzeitlich vertret ich mir die Füße und sehe, oh, da sind ja schon die ersten Elefanten da. Klasse, was für ein Blick. Und ich spitz auch auf die Terrasse rüber von Chalet Nummer 2. (als fleißiger Namibia-Forums-Leser kennt man die Örtlichkeiten). Sieht ebenso klasse aus, das lässt sich ja alles recht gut an.
Die Frau kommt wieder zurück, ich bin auch wieder in bzw. an der Rezeption, dann wird der zweite Teil (nochmals 850 Pula) kassiert. Die Quittung wird ausgestellt, da gibt´s nichts zu kritisieren.
Dann: wollen sie morgen eine Bootsfahrt machen?
Wir: ja schon, aber wenn´s geht nur mit einem Boot von einem gewissen Mr. Moses oder so ähnlich, Freunde von uns haben das schon mal gemacht und waren begeistert, weil das Bötchen exklusiv nur für die Beiden war.
Frau: nein nein, das geht nicht, es ist zwar ein kleines Boot, aber wir müssten schon mit mind. 6 - 8 Personen rechnen.
Wir: nun ja, macht auch nichts, was kostet denn das Boot?
Frau: 650 Pula für zwei Personen, aber nur, wenn wir schon das Permit für den Nationalpark gelöst haben, und bezahlen sollen wir das gleich jetzt mit der "Zimmer"- bzw. Bungalowrechnung.
Ich mal jetzt mal ne Pause, schließlich muss man sich die Situation ja nochmal vor das geistige Auge rufen. Also wir bezahlen natürlich, so wie sich´s gehört, die 850 Pula für den room und die 650 Pula für das Boot, zusammen also 1.500 Pula. Alles in Ordnung, und jetzt bräuchten wir eigentlich nur noch den Schlüssel, dann passt das ja alles.
Die Frau drückt meiner Schorschine den Schlüssel in die Hand, d.h. Schlüssel ist eigentlich untertrieben, der hängt nämlich an einem relativ großem Brett, so groß, dass man jemand damit erschlagen könnte. Und auf diesem Brett steht in roter und fetter Schrift die Zahl: 3
Wie bitte, Nr. 3, entschuldigen sie, aber wir haben doch eine Reservierung für die Nummer 2. Oder nicht?!?!?!?
Tja, und dann war natürlich Schluss mit Lustig.
Die Frau meinte, Nummer 2, das neue Haus, sei belegt, wir sollen halt zumindest mal Nummer 3 anschauen, schließlich sei das auch eine sehr nette und angenehme Unterkunft usw. usw. Und außerdem brauchen wir überhaupt nicht murren, denn wir haben ja eh kaum was bezahlt für das Senyati-Camp, denn heute wären die Preise für die Übernachtung ungefähr das doppelte, also ich bzw. wir sollen uns da nicht so anstellen. Aha, da wussten wir´s ... 😈 🤩 🙁
Nun - mit solchen Statements seitens der Inhaberin wird die Stimmung natürlich auch nicht grad besser, aber wir wollen dem ganzen trotzdem eine Chance geben.
Und dann haben wir uns das Chalet angeschaut, denn auf Senyati wollten wir unbedingt bleiben, zu groß waren die Lobeshymnen über dieses Elefantenparadies hier. Wir also rüber zum Chalet Nummer 3, und was soll ich sagen:
Es war ohne zu übertreiben die versiffteste und schmuddeligste Bude, die wir jemals gesehen haben. Ein Loch, das übler nicht hätte sein können. Der Weg ins WC und ein Blick dorthin, und für uns war klar, hier bleiben wir ganz sicher nicht. 🙁
Ich will Euch jetzt die komplette Story ersparen und entsprechend abkürzen:
nachdem ganz einfach mit dieser Dame nicht zu reden war und auch ein Umzug am nächsten Tag nicht möglich war, habe ich Louve sprechen wollen. Schließlich ist Louve der Besitzer und die Dame ja "nur" seine "neue" Frau. Und außerdem, so dachten wir, sollte der Inhaber für diesen Mist hier auch grad stehen.
Louve hat uns dann angeboten, wir sollen die drei Nächte in Chalet 3 bleiben, bezahlen brauchen wir dafür nichts. Wir haben das aber abgelehnt, nicht mal geschenkt wollten wir diese accomodation.
Irgendjemand hat hier im Forum mal geschrieben, wenn er Besitzer von Senyati wäre, er würde weinen bei all den schlechten reviews, die in der letzten Zeit von Gästen geschrieben werden. Ich kann nur sagen, dass von "hätte" und "würde" weinen keine Rede war. Louve hat geweint. Und zwar später, als ich mit Louve ein Glas Wein am Wasserloch getrunken haben.
Er hat mir unter Tränen von seinem ganzen Dilemma erzählt. Von seiner Tochter Juanita, die bis vor kurzer Zeit die Reservierungen vorgenommen hat, von seiner jetzigen neuen Frau, die er anscheinend erst vor kurzer Zeit kennengelernt hat. Von seinen 4 Kindern hat er erzählt, von denen kein Einziges da ist, und dass er mehr als traurig ist, weil er sieht, wie sein "Lebenswerk" den Bach runtergeht. Er hat sich vielmals entschuldigt und uns dann später das gesamte Geld inclusive der Vorauszahlung zurückgegeben.
Die eine Nacht sind wir geblieben, weil es mittlerweile schon zu spät war, sich in Kasane nach einer anderen Unterkunft umzusehen. Etwa eine halbe Stunde, nachdem mir Louve das Geld zurückgegeben hat, hat es einen massiven Krach zwischen ihm und seiner neuen Frau gegeben. Die Beiden waren sehr laut (sie noch etwas mehr als er), und die Angstellten haben sich vor unseren Augen die Hände gerieben und schadenfroh über die Senyati-Besitzer gelästert. Eine Situation, die an Peinlichkeit nicht zu überbieten war. Wir waren regelrecht fassungslos ... 😐
Unterm Strich bleibt festzuhalten: Chalet 2 war von anderen Gästen belegt, die Sauberkeit dort können wir nicht beurteilen. Sehr wohl aber können wir das Chalet 3 beurteilen. Das was sich dort abspielt, sucht seinesgleichen. Für uns sah es so aus, als wäre das Chalet seit Wochen nicht mehr gereinigt und auch nicht mehr bewohnt worden. Mäusedreck auf den Betten, zerschlissene Lacken, kaum Geschirr, Dreck überall, sowohl in den Schränken als auch im gesamten Bungalow, eine sanitäre Einrichtung, die dieses Wort nicht mal verdient ... 😈
Ich könnt noch einiges dazu sagen, aber es soll genug sein. Eine Empfehlung können wir nicht geben, wir würden nach Senyati nie mehr fahren.
Und um hier ja keinen falschen Eindruck zu erwecken: Fehlbuchungen und verschlampte Reservierungsbestätigungen können immer mal passieren. Damit haben wir kein Problem. Es ist nur die Frage, wie mit solchen Problemen seitens der Lodgebesitzer umgegangen wird. Hätten wir zumindest den Hauch des Bedauerns über die verschlampte Reservierung erkennen können, dann hätte das alles ganz anders ausgeschaut. Oder hätte man eine Putztruppe in das Chalet 3 geschickt, vielleicht wär dann alles anders gewesen. Aber so ....
Und dabei hatten wir uns so auf Senyati gefreut ..... 😐
Hier nur ein Bild zu Chalet Nr. 3, weitere wollen wir dem Forum hier nicht antun:
Und hier ein paar Bilder von diesem tollen Wasserloch, das wir wirklich gerne erlebt hätten.
Ja, so war das mit dem Senyati-Camp. Eine schlechte Erfahrung, die wir dort leider machen mussten. Ich weiß, der Berichtsablauf ist etwas lang geraten, aber ich wollte es möglichst offen und wahrheitsgetreu rüberbringen.
Teil 1030. Mai 2014
Kasane, der 09.April 2014
Es ist 5.00 Uhr morgens, draußen ist stockfinstere Nacht und wir liegen angezogen bis auf die Schuhe in unserer Traumunterkunft "Senyati-Camp". Nicht mal unsere Trekkinghosen haben wir ausgezogen, so schmuddelig ist das alles hier. Ein schöner Mist, aber was willst Du machen. Wir wissen, dass wir heute eine andere Unterkunft brauchen und sind uns auch einig darüber, dass wir keine der großen Lodgen in Kasane ansteuern werden. Schließlich warten in diesem Urlaub noch außerordentlich schöne Unterkünfte auf uns, wobei es bestimmt interessant gewesen wäre, mal bei der Chobe Safari Lodge als "last-minute-booker" anzufragen. Ein Schnäppchen hätt ´ich da schon gewittert ... 😉
Schon vor 6.00 Uhr stehen wir auf, die Koffer haben wir eh nicht ausgepackt, also sind wir in weniger als 15 Minuten startklar. Wir fahren rüber vom Senyati zum Chobe Nationalpark an das Sedudu-Gate. Ganz nach dem Motto, wir lassen uns nicht aus der Ruhe bringen, machen wir erst mal einen gepflegten Game-Drive und dann ist immer noch Zeit, eine passende Unterkunft in Kasane zu suchen.
Die Tages- Eintrittspreise für den Chobe Nationalpark sind 120 Pula p.P. + 50 Pula für das Auto = zusammen 290 Pula, also knapp 25 Euro. Mit diesem Permit kann man den ganzen Tag über im Park bleiben oder man kann, wenn man will, auch öfters am Tag in den Park reinfahren. Das Permit gilt als "Ganztagespermit" sowohl für Game-Drives als auch für Bootstouren, die man abends mit ins Programm aufnehmen könnte. Irgendwelche Nummern, so wie hier im Forum schon öfters zu lesen war, hat´s nicht gegeben. Kein Wunder, wir waren an diesem 09.April neben den Safariautos der Lodges ja auch nur 10 private Autos, die in den Park reinfuhren. Es ist die Nebensaison klar zu erkennen.
Also fahren wir rein in den Park, das ein und andere Foto wird geschossen,
aber irgendwie kommt bei uns heute keine Stimmung auf. Das Senyati-Camp und die Erlebnisse dort, das liegt uns schon sehr im Magen. Wir hatten uns so sehr auf Senyati gefreut und wurden mehr als "kalt erwischt". Das sitzt, solche Pannen braucht man nicht allzu oft, denn das kann dir den Urlaub ganz schön versauen.
Den Game-Drive brechen wir dann doch früher ab als gedacht, denn ganz so cool und easy sehen wir das nicht, schließlich braucht´s jetzt schauen, dass wir eine vernünftige Unterkunft finden.
Zuerst steuern wir die "Chobe-River-Cottages" an, es soll in Kasane mit eine der ersten Adressen für self-catering sein. Leider ist dort nur eine Nacht frei, also geht´s ein paar Meter weiter ins "Kasane-self-catering-guesthouse".
Auch hier das gleiche Ergebnis: nur eine Nacht frei. Übrigens hätten uns beide Accomodations gut gefallen, die Preise wären bei rund 900 Pula für die Nacht gelegen.
Langsam macht sich bei uns Unmut breit. 🙁 😠 Wir wollen nicht den halben Tag mit Unterkunftssuche verbringen, eine der großen Lodges wollten wir nicht nehmen und so fällt uns noch ein, dass von Senyati kommend auf der rechten Seite an der Straße ein total neues Gebäude steht. Häßlich von außen, aber man kann´s ja mal versuchen. Die "Bridgetown-Lodge", ganz sicher bei Schönheitswettbewerben nicht unter den Siegern, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als durchaus - na ja, sagen wir mal "interessante" Alternative.
www.brigdetownbw.com
Na ja - so landen wir also im "Bridgetown", wer hätte das gedacht. 😄 Der Preis ist incl. Frühstück 1.000 Pula, das sind gute 80 Euro für das Zimmer pro Nacht. Nicht teuer, die Unterkunft ist sehr sehr sauber, aber ein "Afrika-feeling" stellt sich hier nicht ein. Das Haus wirkt irgenwie "kalt", um nicht zu sagen, etwas steril. Wir sind für die beiden Tage die einzigen Gäste, das Personal ist aber außerordentlich nett und zuvorkommend, da gibt´s nichts zu kritisieren. Die Zimmer sind für unseren Geschmack um bald die Hälfte zu groß, man könnte sich beinahe verlaufen. Den Laundry Service haben wir gern in Anspruch genommen, der Pool war nicht nur sauber sondern auch einigermaßen warm und für uns war ein besonderer Vorteil, dass im Zimmer ein großer Kühlschrank mit eigenem Gefrierschrank war. Dort konnten wir unser Kudu- und Oryxfilet, das wir auf der Mobola-Lodge gekauft haben, zwischenlagern, bevor es dann in zwei Tagen nach Zimbabwe weiterging.
Und dann haben wir am Abend noch eine Bootstour unternommen. Von verschiedenen "post´s" hier im Forum wissen wir, dass die "Water-Lilly-Lodge" sehr schöne und günstige Bootstouren anbietet. Während Schorschine ein wohlverdientes Nachmittagsschläfchen absolviert fahre ich zur "Water-Lily-Lodge" und siehe da, Bootsmann John von der Water-Lilly bietet sich für den Abend an, mit uns eine Sundowner-Tour auf dem Chobe zu machen. Wir werden die einzigen Gäste sein, und das zu einem Preis von 450 Pula für das Boot.
Wer aufgepasst hat: Senyati wollte 650 Pula für ein "etwas größeres" Boot mit "etwas" mehr Menschen drauf. Na ja, das braucht man nicht weiter zu kommentieren. Wir haben die Preisdifferenz in eine Flasche Chardonnay für uns und ein paar Coladosen für unseren Bootsmann investiert, und um 16.00 Uhr beginnt dann unsere Tour auf dem River.
Viele Tiere sieht man hier auf dem Chobe River, wenngleich es kein Vergleich zu 2012 ist, aber da waren wir ja auch im Oktober unterwegs. Trotzdem ist es ein Genuß, auf dem Chobe dahinzugleiten, John hat alles, aber auch wirklich alles unternommen, um mit dem kleinen Bötchen möglichst nah an die Tiere ranzukommen. Das war schon toll, so ein Boot ganz für uns allein, grad wenn man dann daneben die "Massen-Dampfer" der großen Lodgen sieht.
Dieser Elefant, dem´s im Wasser ausgesprchen gut gefallen hat - der war an diesem Abend unser Lieblingsmotiv:
Der Bildermarathon ist noch nicht ganz zu Ende, einige pics folgen noch: 😉
(der Sonnenuntergang war leider nicht ganz sooooo der Brüller, trotzdem war dort alles sehr stimmungsvoll)
Abends nach der Bootstour gehen wir ins "Old House" zum Abendessen. Wir hatten einen schönen Tisch reserviert und das Essen schmeckte sehr gut. 🙂 Die Stimmung bei uns wurde auch wieder besser, denn ändern können wir ja eh nichts an diesem Reinfall mit dem Senyati-Camp.
Mit unserem Bootsmann John vereinbaren wir für den nächsten Tag zur gleichen Zeit eine weitere Cruise. Wir waren von der Tour so begeistert, das wollen wir morgen unbedingt nochmal machen.
Teil 1101. Juni 2014
unser zweiter Tag im Chobe NP, 10. April 2014
Nach einer geruhsamen Nacht hier in der "Bridgetown-Lodge" (ich glaub wir haben von Elefanten am Wasserloch in Senyati geträumt) 😛 starten wir sehr früh zu einem Game-Drive in den Chobe Nationalpark. Am Gate die selbe Prozedur wie am Vortag, und beim Einschreiben ins Visitor-book sehen wir, dass gestern genau 10 private Autos im Park waren.
Mit Fotos wird heute in diesem Teil des Berichts gespart, dafür hab ich ein kleines Video von unseren schönsten Tiersichtungen im Chobe Nationalpark hier reingestellt. Wem´s zu lange ist (8 Minuten), der braucht´s ja nur wegzuklicken. Bei der jetzigen "Nachbetrachtung" hab ich auch gesehen, dass der eine oder andere überflüssige Schlenker noch rauszuschneiden wäre, aber das geht sich zeitlich nicht aus.
Ich hoffe, dass es Euch trotzdem Spaß macht und wahrscheinlich werden bei vielen Forumsfreunden schöne Erinnerungen an Botswana wach.
Am Abend sind wir dann wieder ins "Old House" zum Abendessen gegangen. Pizza war angesagt, ist zwar nicht grad afrikanisch, aber uns hat´s gut geschmeckt.
Ja und morgen geht´s dann rüber nach Zimbabwe in den Hwange-Nationalpark. Darauf freuen wir uns sehr, es soll mit eines unserer highlights in diesem Urlaub werden.
Teil 1202. Juni 2014
11.April 2014 - wir fahren nach Zimbabwe
Heute gibt´s ein ganz schnelles Frühstück, denn wir haben eine weite Strecke vor uns.
Dem Hwange Nationalpark wollen wir einen dreitägigen Besuch abstatten, wobei die anfängliche Planung war, insgesamt 6 Nächte in Zimbabwe zu bleiben, nämlich 3 Nächte im Hwange und 3 Nächte im Matopos-Nationalpark. Durch unsere last-minute-Bucherei in Maun haben wir letztendlich die 3 Nächte Matopos gekürzt, so dass wir wirklich nur eine klitzekleine Stipvisite in Zimbabwe machten.
Über Zimbabwe, dem ehemaligen Rhodesien, kann man in Wikipedia nachlesen, dass heute Hunger, Arbeitslosigkeit, Energieknappheit und Binnenflucht weit verbreitet ist, die ehemalige Kornkammer Afrikas belegt im Human Development Index der Vereinten Nationen im Jahr 2012 den 172. Platz von 187 ein.
Ein armes Land, in dem natürlich auch Aids eine große Rolle spielt. 🙁
Weltweit gehört Simbabwe zu den von HIV und AIDS am stärksten betroffenen Ländern. Rund ein Fünftel der erwachsenen Bevölkerung ist nach offiziellen Angaben von der Krankheit betroffen. Bei einer Gesamtbevölkerung von rund zehn Millionen gibt es über 100.000 Menschen pro Jahr, die an AIDS sterben. Da vor allem die 20-40-Jährigen betroffen sind, sind gewachsene Bevölkerungsstrukturen und die Altersstruktur des Landes aus dem Gleichgewicht geraten. Fast 80 Prozent aller mit HIV infizierten Jugendlichen sind Frauen. Eine neue soziale Randgruppe sind die sogenannten AIDS-Waisen, deren Zahl bei etwa 1,6 Millionen liegt.
Wenn man dann noch liest, dass die durchschnittliche Lebenserwartung heute zu den weltweit niedrigsten gehört, dann wird man schon sehr nachdenklich. Die Menschen in diesem Land werden durchschnittlich grad mal 44 Jahre. Das ist unglaublich.
Und gerade auch deshalb ist Zimbabwe jeden Cent wert, den wir Touristen dort ausgeben. Wir haben ja nun in der Tat nur ein klein wenig reingeschnuppert, das was wir aber gesehen und erlebt haben, hat uns sehr gut gefallen. Und von all den Problemen, die im Land herrschen, haben wir als Touris im Hwange Nationalpark natürlich nichts mitbekommen.
Zurück zur Reise - von Kasane aus sind es grad mal knapp 100 Kilometer bis zum Grenzübergang Pandamatenga. Eine Information zum Straßenzustand: die Strecke von Kasane bis nach Nata ist nun durchwegs geteert, die ewig langen Baustellen gehören der Vergangenheit an.
Nach einer guten Stunde sind wir dann an der Grenze Pandamatenga.
Viel haben wir gelesen über die Grenzübertritte in Zimbabwe, von stundenlangen Wartereien, von korrupten Beamten und Zöllnern. Wir haben von all dem nichts mitbekommen, der Grenzübertritt von Botswana nach Zimbabwe war eine Sache von einer guten halben Stunde, und zwar für beide Grenzen.
Aber wir waren ja auch gut vorbereitet: unsere Forumsfreundin Marina Butterblume hat uns das beste "Schmiermittel" mitgegeben, das man sich vorstellen kann. Mehrere Din A4 große Farbfotos, von Marina und Jochen bei ihrem letzten Besuch hier an der Grenze "geschossen", und dann noch die Grenzer selbst auf den Gruppenfotos, das hat den Leuten natürlich gut gefallen. Alle liefen zusammen, alle wollten die Bilder sehen, und als wir ihnen dann klarmachten, dass sie die Bilder behalten können, haben sie sich sehr gefreut.
Wir wundern uns immer wieder über die Menschen hier. Nicht nur jetzt hier an der Grenze, sondern überhaupt. Man kann mit so kleinen Mitteln so große Freude machen, das ist unglaublich. Ob das Fotos sind, ob das ein paar Pullover sind, von mir aus auch mal einen Osterhasen als Kuscheltier - man glaubt es nicht, wie sich die Menschen über so kleine Dinge freuen.
Bedauert haben wir, dass wir vergessen haben, den Grenzern eine Tageszeitung in Kasane zu kaufen. Allein die Idee, so was zu machen, kommt einem ja schon etwas eigenartig vor. 🤨 Ist man dann aber vor Ort an der Grenze und sieht, wie langweilig es diesen Leuten ist, dann bedauert man, dass man nicht bis zum Ende gedacht hat . Wir waren in den drei Tagen exakt vier Autos, die die Grenze passierten. Das ist so gut wie "nix".
Ja, so war das an der Grenze. Durch die Bilder von Marina war uns der Weg geebnet, wir wurden mehr als freundlich und zuvorkommend bedient. Marina - auf diesem Wege ein ganz dickes 😘 😘 😘 für Dich !!!
Zu den Kosten: wir haben an der Grenze 2 x 30 Dollar für das Visum und zusätzlich 55 Dollar für die "Revenue Authority (Motor Insurance) bezahlt, insgesamt also 115 USD, und schon gings weiter, rund 30 Kilometer bis zum "Knotenpunkt" Vic-Falls / Bulawayo
An diesem "Knotenpunkt" biegt man rechts ab und dann sind´s nochmals knapp 30 Kilometer bis zum Robin´s Camp. Hier bezahlt man den Eintritt für den Hwange Nationalpark. Robin´s Camp hatte keine Gäste, es sah alles ziemlich verwaist aus und machte einen etwas trostlosen Eindruck.
Also marschier ich mal in das Office, wo für die nächsten drei Tage folgende Kosten für die Parkgebühren zu bezahlen sind:
3 Tage á 10 USD p.P. + 15 USD für das Auto, insgesamt 75 Dollar für diese drei Tage.
Die Frau Officer ist sehr nett und freundlich, da wird sofort Spaß und Gaudi gemacht, so mögen wir das, da kommt Stimmung auf. Wie oft hatten wir es schon zu tun mit so richtig muffligen Leuten, hier im Robin´s Camp passt das, sie erklärt uns noch, wo wir langfahren müssen und wir versprechen ihr, dass wenn wir in drei Tagen wieder zurück sind, ihr genau Bericht erstatten, was wir alles im Hwangepark gesehen haben. Überlegt haben wir uns noch, ob wir im Robin´s Camp ein kleines Mittagessen zu uns nehmen sollten. Aber ich glaube, dass, falls es ein Restaurant gegeben hätte, wir bestimmt nichts bekommen hätten. Vielleicht täuscht man sich aber, das kann schon sein.
Es liegen nochmal gute 40 Kilometer Strecke vor uns. Die Straßen sind für unsere Begriffe in Ordnung, zwar gibt´s mal hier oder da ein anständiges Pothole, aber man ist ja eh nicht zu schnell unterwegs, schließlich ist man mitten im Nationalpark. Ob man ohne 4x4 fahren kann? Wir denken schon, wenngleich mit einen Allrad die Sache deutlich angenehmer zu fahren ist. Von den Tiersichtungen reißt´s uns im ersten Moment nicht grad vom Hocker, verteilt über ein paar Stunden sehen wir grad mal einen Wasserbock und eine Giraffe, das ist auch schon alles. 🤩 🙁
Nicht mal die Antilopen, auf die sonst immer Verlass ist, lassen sich sehen, nun ja, das sieht uns alles ein bisschen "mau" aus. Was uns auch nicht so recht gefällt, das Wetter wird immer schlechter, es ist zwar schwülheiß, aber der Himmel bedeckt sich immer mehr, es sieht sehr nach Regen aus.
Und dann sind wir da, das
ist für die nächsten drei Nächte unser "Zu Hause", und ein Blick in die Tent´s zeigt uns, dass wir eine gute Wahl getroffen haben.
www.kapulacamp.com
Und die ganze Nacht regnet es in Strömen. Eine unglaubliche Geräuschkulisse ist das hier im Camp. Durch die Zeltwände hört man nicht nur den Regen, sondern auch sämtliche andere "Urwald"-Geräusche. Unbeschreiblich, und spätestens beim Brüllen der Löwen kuscheln wir uns noch ein bisschen enger zusammen, was bei diesem tollen kingsize-Bett mit "nur" einer Zudecke kein Problem ist.
Teil 1303. Juni 2014
Hwange Nationalpark, Tag 2 und 3, der 12. + 13. April 2014
So ein Mistwetter, schon beim Aufwachen hören wir, es regnet, und das anständig. 🙁 Also nochmal rein in die Federn, nichts ist los von wegen Sonnenaufgang auf der Terrasse. Und so wird es fast 8.00 Uhr, bis wir mal rüber zum Küchenzelt gehen.
Aber das mit dem Versorgungs- bzw. Küchenzelt muss erklärt werden: Kapula Privat Camp besteht aus zwei Unterkunftsarten. Einmal das South-Camp, das ist mehr für kleinere Gruppen und Guides bestimmt, wir haben uns das South-Camp natürlich angeschaut. Es ist schön, aber nicht so luxuriös wie das North-Camp. Dort im North-Camp haben wir gebucht. Vier Tents gibt es, eines schöner wie das andere. Unser Tent war die Nummer 3 mit schönem Blick zum Wasserloch. Mit Outdoordusche, Innendusche, Spül-WC, tolles Kuschelbett mit funktionierendem Moskitonetz (wobei wir nicht einen Moskito gesehen haben) und einer durchaus luxuriösen Einrichtung. Das Tent war picco-bello sauber, es gab nicht das Geringste zu kritisieren.
Und zwischen den 4 Tents gibt es ein sogenanntes Küchenzelt, dort wird gekocht und gebruzelt, hinter dem Küchenzelt steht ein megagroßer Grill für das tägliche Braai. Dass das Feuer jeden Tag brennt, wenn man von den nachmittäglichen Game-Drives heimkommt, ist Ehrensache. Darum kümmert sich Paul, ein junger und sehr aufmerksamer Angestellter, der hier für das Wohl der Gäste verantwortlich ist. Und Paul gibt sich auch alle Mühe, der Donkey wird immer für heißes Wasser geheizt, bereits zum Frühstück wird man gefragt, ob man ein Braaifeuer braucht, und so richtig nett finden wir, dass er immer wartet bis wir zum Frühstück da sind und dann gefragt werden, ob´s uns jetzt recht wäre, wenn er während des Frühstücks den Roomservice im Zelt macht. Wirklich ein klasse Service, den jungen Paul haben wir richtig gern gehabt, weil er einfach superfreundlich war. 🙂
Und gestritten haben wir uns auch mit ihm. 😉 Er hat es nämlich gar nicht gern gesehen, wenn wir unser Geschirr abspülten. Das sei seine Arbeit und nicht die unsere, denn er ist für uns da und nicht umgekehrt.
Bis wir ihm dann klargemacht haben, dass wir das mal vom Grundsatz her schon total bescheiden finden und wir auf alle Fälle unseren Abwasch selbst erledigen, das hat gedauert. Letztendlich haben wir dann aber eine Einigung erzielen können. Wir haben abgespült, er hat´s aufgeräumt, so war´s dann für jeden recht.
Über dieses Küchenzelt habe ich mir zu Hause schon so meine Gedanken gemacht:
Gemeinschaftsküche, Gemeinschaftskühlschrank, alle in einer Küche, der eine kocht dies, der andere kocht das - hmmmm.... irgendwie war mir da gar nicht so wohl bei dem Gedanken.
Aber es hat alles supergut funktioniert. Im Gegenteil: eines der Zelte war von Schweizern belegt, die mit zwei südafrikanischen älteren Damen eine Kleingruppenreise machten. Und die Kleingruppe hat sich so vereinbart, dass die beiden Damen für die Küche zuständig waren. Na ja, und wer den bayern schorsch kennt 😉 - wir hatten mit den beiden Damen eine Riesengaudi, wir haben der einen Frau etwas von unserem Kudufilet abgetreten, dafür wurde für uns Gemüse, Butternuts und Kartoffeln gekocht, das hat hervorragend gepasst.
Und wir haben von den südafrikanischen Frauen auch etliches gelernt. Ich sage nur: Braai-Technik, und das vom Feinsten ! Dagegen sind wir regelrechte Waisenknaben. Die Südafrikanerinnen haben uns mal gezeigt, wie sowas "wirklich" geht.
Im Versorgungzelt gab es neben der Küche auch so eine Art Wohnzimmer, das als Aufenthaltsraum gedacht war. Hier konnte man sich zusätzlich ausbreiten, das Essen zu sich nehmen und vor dem Wohnzimmer war noch eine ewig große möblierte Terrasse, bestimmt um die 70 oder 80 qm groß. Von überall einen schönen Blick zum Wasserloch, hier lässt sich´s aushalten.
Ranger Paul hat uns erzählt, dass die beste Reisezeit der September sei, von ihm aus auch noch anfangs Oktober. Er meinte, dann braucht niemand mehr einen Game-Drive machen, das Wasserloch vom Kapula-Privat-Camp wäre mehr als gut besucht. Und zwar nicht nur von Antilopen, sondern Elefanten im Überfluss, Giraffen, Löwen ....
Ich glaub, man sollte hier nochmal herfahren.
Der Preis: 140 USD für das Tent, da gibt´s nichts zu meckern, das sind grad mal 100 Euro für die Übernachtung. Wir empfinden Kapula als "Schnäppchen", grad wenn man bedenkt, was andere, gleichwertige Unterkünfte im Hwange Nationalpark kosten. 🙂
Man wohnt mitten im Park , die Wege zu den einzelnen Dams sind nicht weit, und die Unterkunft hat in unseren Augen alles, was wir wollen. Sauberkeit, ein klein wenig Luxus, hier könnte man wirklich nochmal herfahren.
Und Game-Drives haben wir natürlich auch gemacht. Wir besuchen alle Dam´s die hier in der Nähe sind. Den Masuma-Dam (der ist grad mal 2 km vom Kapula-Camp entfernt), den Mandavu-Dam, die verschiedenen Pans, usw. usw.
Uns gefällt´s gut im Park, die Landschaft ist schön, und wir sind so gut wie das einzige Auto, das hier unterwegs ist.
Zufrieden sind wir mit unseren Sichtungen nur bedingt, hat´s doch geheißen, dass hier im Hwange auch jede Menge Elefanten unterwegs sein sollen. Eli-Haufen haben wir genug gesehen, also können sie doch nicht weit sein:
Na ja, auch heute keine Elefanten, 😕 wir verschieben das einfach auf morgen und sind guter Hoffnung, dass das hier schon noch was wird. Man braucht halt Geduld.
So fahren wir nochmal zum Masuma-Dam und der freundliche Mann, der auf die Campsites aufpasst und alles sauber hält, freut sich über meine alte Lederjacke. Da strahlt er übers ganze Gesicht und im Nu hab ich wieder einen neuen Freund:
Der Masuma Dam hat uns besonders gut gefallen. Um die 25 Hippos, 4 oder 5 Kroks, und das in einer bezaubernden Landschaft. Ganz nah an unserem Camp, hier hätte man ruhig mal einen ausgiebigen sundowner machen können. Auch zum Frühstücken wär das ein toller Platz, es ist wunderschön und im Wasser ist eigentlich den ganzen Tag über was los:
Abends sind wir dann wieder im Camp, es wird gekocht und gebraait, mit "unseren" südafrikanischen Damen unterhalten wir uns bestens, die Schweizer hocken wie schon gestern irgendwo im Eck und sind unter sich.
Die haben´s aber auch nicht leicht, der ungefähr 50jährige Mann aus Basel (?) mit seinen zwei halbwüchsigen und pubertären Jungs, dazu seine viel zu junge Freundin, eine eigenartige Konstellation. Ich an seiner Stelle hätte die junge Freundin mal in die Küche zum aufräumen geschickt. Am besten die Kid´s dazu.
Aber so sind wir unter uns beim Küchendienst mit den südafrikanischen Damen und später am Lagerfeuer wird noch die eine oder andere Story zum Besten gegeben.
Am nächsten Tag "grasen" wir wieder die umliegenden Dam´s ab. Und siehe da, die Elefanten haben ein Einsehen mit uns und lassen sich blicken:
Ein Afrikaurlaub ist so schön!!!
Und verstehen kann das eh keiner, der nicht schon mal so einen Urlaub gemacht hat. Wir können davon gar nicht genug bekommen, es ist ein regelrechter Virus, aber ein guter Virus. Der schadet nicht und wir freuen uns jeden Tag auf die neuen Abenteuer, die auf uns zukommen. Jeder Tag ist wie ein Geschenk, man weiß ja nie, was morgen ist.
Aber einen Plan hat man ja immer. Und unser Plan ist morgen die Rückreise aus Zimbabwe, was werden wohl die Grenzer sagen, wenn sie uns wieder sehen? Wir nehmen uns fest vor, in Pandamatenga auch ein paar Fotos mit den Beamten zu machen. Und dann soll´s weiter gehen nach Nata, mal schauen, ob wir eine Unterkunft bekommen.
Teil 1405. Juni 2014
Rückreise aus Zimbabwe und Unterkunftssuche, 14. + 15.April 2014
Herzlich verabschieden wir uns von Ranger Paul. Der junge Mann hängt regelrecht an uns dran (an Schorschine mehr noch als an mir) und wir kommen hier nicht weg, bevor wir nicht ganz fest versprechen, im nächsten Jahr wiederzukommen. Aber dann unbedingt im September, denn das ist die beste Zeit. (wenn Paul wüsste, dass die nächsten 5 Jahre schon verplant sind ...)
Und weil er gar so nett ist, der Paul, schenk ich ihm zum Abschied meine zweite alte Lederjacke, eine recht warme Jacke. Ich kann das gar nicht beschreiben, wie sehr sich Paul gefreut hat. Er hatte richtig feuchte Augen und er meinte, jetzt kann der Winter kommen, jetzt wird´s ihm nie mehr kalt sein. Oh ja, der hat sich gar nicht mehr beruhigt - was für ein schönes Erlebnis.
Das gleich nette Erlebnis hatten wir ein paar Stunden später am Gate zum Hwange. Wenn der Mann keine Ohren hätte, er hätte ringsrum gegrinst, so hat der sich gefreut über die paar T-Shirts, die wir ihm geschenkt haben. Mensch, was sind das für liebe Leute.
Bevor wir ans Hwange-Gate kommen, sind wir natürlich noch beim Masuma-Dam vorbeigefahren. Die Kronenkraniche geben sich wieder ein Stelldichein, aber sie sind weit weg. Zumindest ein paar einigermaßen vernünftige Fotos gelingen:
Unterwegs laufen uns noch diese Gesellen über den Weg
und schon bald sind wir an der Grenze. Natürlich ein großes "Hallo", ist ja auch kein Wunder bei dem Andrang dort. 😉 Die Ausreiseformalitäten in Zim und die Einreiseformalitäten auf Botswana-Seite sind sehr schnell erledigt, es wird weder auf der einen Seite noch auf der anderen Seite irgendetwas kontrolliert, wir haben hier regelrechte Narrenfreiheit. Selbstverständlich machen wir an der Border einige Bilder, die können wir bestimmt mal wieder brauchen.
Dann geht´s weiter von Pandamatenga nach Nata, 200 Kilometer öde Strecke liegen vor uns, der Straßenzustand ist perfekt und wir denken an die Zeit vor zwei Jahren, als wir auf dieser Strecke eine Baustelle von bald 100 km (!!!) hatten. Da lässt sich´s heutzutage wirklich gut fahren, nur "stören" uns zum Glück immer wieder mal kreuzende Elefanten.
Wir drosseln natürlich unser Tempo, fahren im Schritt an den Elis vorbei, man möchte ja das eine oder andere Foto machen. Ein wenig Angst wird´s einem da schon wenn man sieht, wie rücksichtlos die meisten LKW-Fahrer durchdonnern. Grad mal 5 Meter am Eli vorbei, und das mit 100 km/h. Nicht auszudenken was wäre wenn .... 😈
Nach gut zwei Stunden sind wir in Nata und steuern die Nata-Lodge an. In Maun hätte uns Ananda vom Reisebüro www.botswanaholidays.com noch eine Buchung für die Nata-Lodge machen wollen, der superschlaue Schorsch hat das abgelehnt.
Flexibel sein, mit der Lodge "direkt" verhandeln, dann gibt´s mal wieder ein Schnäppchen.
Von wegen, die Nata-Lodge war ausgebucht, da wären wir nur zu gern geblieben, denn wir meinen, dass das für eine Zwischenübernachtung wirklich eine sehr nette Unterkunft gewesen wäre. Ich mag gar nicht an vor zwei Jahren denken, dieser schöne Bungi mit Kuschelbett, Outdoor-Dusche, Badewanne .... 😐 Aber was hilfts - dann fahren wir halt in die Pelikan Lodge, ist doch alles kein Problem.
Nur dass diese Pelikanlodge halt so gar nicht das ist, was man sich unter "schön und nett" vorstellt. Nett waren nur die Frauen an der Rezeption, wir haben auch hart verhandelt (der Preis für den Superior-Bungi wäre 700 Pula + 2x110 Pula für das Frühstück = gesamt 920 Pula, also nicht mal 80 Euro per unit ), aber nachdem wir einen Blick in einen der Bungalows werfen wollen wir nichts als weiter. Der Bungi ist zwar innen ganz ordentlich eingerichtet (sogar mit einem kingsize-bed), aber das einzige Fenster im Bungalow war eine Öffnung von max. 80 x 80 cm. Ein dunkles und trübes Loch, da wollen wir nicht rein.
So - jetzt stehen wir natürlich einigermaßen blöd da. Eine andere Unterkunft in Nata kennen wir nicht, und während ich mit mir und der Welt als solches fix und fertig bin, sieht man mal wieder, welch Glück es ist, einen Partner wie die Schorschine neben sich zu haben. Während ich also zum gefühlten hundertsten Mal grad noch "so ein Sch...." und "hätten wir doch ...." rausbring, schnappt Schorschine sich den Schlüssel, setzt sich hinters Lenkrad unseres Hillux, hupt und gibt mir zu verstehen, "auf geht´s, wir fahren heute noch nach Maun".
Ja toll, heute noch nach Maun. 🤩 Man muss sich mal die Strecken zusammenrechnen:
Abfahrt Kapula Privat Camp bis Robins Camp knapp 30 km, 1 Stunde Robins Camp bis Pandamatenga knapp 30 km, 1 Stunde Rumkaspern mit den Grenzern, Grenzformalitäten 1 Stunde Pinkelpause und Fotopause 1/2 Stunde Pandamatenga bis Nata 200 km 2 1/2 Stunden
Gibt in der Summe bis jetzt schon eine Fahrzeit von gesamt 6 Stunden, und nach Maun sind´s ja nochmal 300 km. Oh je, aber wenn Schorschine sich das in den Kopf setzt, hat der Schorsch zu folgen. Und er folgt, ist ja logisch, und tatsächlich sind wir nach nicht mal drei Stunden in Maun. Unterwegs überlegen wir, in welche Unterkunft wir gehen sollen und malen uns schon aus, wenn die "Thamalakane" .... und wenn "The Kraal" .... belegt sind, was dann .....
Nun ja, letztendlich sind wir in der Thamalakane River Lodge abgestiegen. Da weiß man, was man hat, und den heutigen Tag hacken wir mal einfach ab als "reinen Fahrtag".
Wir haben uns das schon überlegt, eventuell im "Planet Baobab" abzusteigen, aber wir wussten ja, dass wir die letzte Nacht, bevor unser absolutes Urlaubs-Highlight auf uns zukommt, sowieso in Maun schlafen müssten. Also war´s im Nachhinein die bessere Entscheidung, gleich zwei Nächte in Maun zu bleiben.
Dort genießen wir den nächsten Tag, es ist wie ein "freier" Tag, denn es steht nichts auf dem Programm außer Tickets in Maun abholen, Auto zurückgeben, relaxen, gut Essen ....
Ah ja, ein bisschen was müssen wir schon noch tun, wir müssen unsere Reisetaschen packen, die uns "Mack Air" freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat:
Und weil wir diesmal gar so wenig Fotos haben, hier ein ganz kurzer Clip:
"Abschied vom Hwange, Elefanten auf der Straße und ein paar nette Szenen in der Thamalakane River Lodge"
Und ich sag Euch, das tut schon mal gut, gar nichts zu tun. Einfach zu faulenzen und nicht wie sonst von einem Highlight zum anderen Highlight zu jagen. So ein Afrika-Urlaub kann ganz schön anstrengend sein und wir nutzen die freie Zeit hier in der Tat, um Kräfte zu sammeln. Schließlich wartet auf uns ein Traum der Extraklasse, ein Superschnäppchen, mehr dazu aber im nächsten Teil.
Teil 1508. Juni 2014
Pom Pom Camp, unsere ersten Eindrücke, eine kurzer Zusammenschnitt von ein paar wenigen Szenen:
Viel Spass beim anschauen, ich hoffe, der kurze Clip gefällt Euch.
Beste Grüße
der bayern schorsch
Teil 1610. Juni 2014
Unsere Tage im Pom-Pom-Camp
Ein paar Fakten zu Pom-Pom:
das Camp: Vor zwei Jahren grundsaniert, bietet sich heute dem Besucher eine Lodge der absoluten Extraklasse. Insgesamt 9 Tents stehen für die Gäste bereit, nur ein Zelt nennt sich das Honey-mooner-tent, wobei wir glauben, dass auch alle anderen Zelte mit Sicherheit gleich gut ausgestattet sind. Bei jedem Zelt gibt es so eine Art Vorzelt mit Schreibtisch und Coach, wir haben dort unser Fotoequipment und Kleidung untergebracht, die Größe des Vorzeltes mag um die 8 - 10 qm sein.
Von dort betritt man das Hauptzelt, geschätzte 50 - 60 qm, im Honeymoonertent steht mittig ein richtig großes, schönes und bequemes Kingsize-Bett, die Einrichtung ist alles vom Allerfeinsten. Dass es ein Spül-WC gibt ist Standard und in der Außendusche hätte bald eine Fußballmannschaft Platz.
Beim Honeymooner Tent gibt es zusätzlich noch eine Badewanne, das macht schon was her, bei Vollmond unterm Sternenhimmel ein Bad zu nehmen, den Champagner dabei und den Lauten des Deltas zu lauschen. 😉 Das Hippo haben wir jeden Abend gehört, die Klickfrösche sowieso, das war immer ein Konzert der "upperclass".
Der "Wake-up-Call" sieht dann morgens um 6.30 Uhr so aus:
nur muss man aufpassen, dass nicht einer dieser besonderen Freunde die Kaffeetassen stibitzt. 😉
die Lage: Die Lodge befindet sich auf Pom Pom Island im Herzen des Okavango-Deltas. Aufgrund seiner einzigartigen Lage direkt an der mit Schilf bewachsenen Lagune, bietet das Camp unvergleichliche Möglichkeiten, Flusspferde und eine große Zahl Wildtiere und Vögel zu beobachten. Der Blick zur Lagune des Camps ist atemberaubend.
die Anreise: Ab Maun Airport ca. 75 km in 30 Minuten mit dem Kleinflugzeug oder ab Kasane ca. 300 km in gut 2 Stunden, Zielflughafen Pom-Pom Airstrip, von dort nochmal 5 Minuten mit dem Safariwagen. Mit dem Auto kann man unseres Wissens das Camp nicht erreichen.
Essen und Getränke: Fangen wir mit den Getränken an: da hat´s an nichts gefehlt, sämtliche gängigen Alkoholika waren vorhanden, alle möglichen Biersorten, Weißwein und Rotwein von guter Qualität, auch mit "härteren" Sachen war die Bar gut bestückt: Amarula, Gin Tonic, Whisky, eigentlich alles da, was das Herz begehrt.
Das Essen war uns zu üppig und vor allem zu deftig. Wir hätten uns gewünscht, dass es öfter Game oder Fisch vom Grill gibt. Das hätte unserer Linie gut getan. Wobei das Essen als solches sehr gut war, nur war es nicht unbedingt die Richtung, die wir bevorzugen. Aber es gab nichts zu kritisieren.
Aktivitäten: Es werden täglich zwei Game-Drives angeboten, je nach Lust und Laune kann man wählen zwischen Game-Drives "über Land" mit Safariautos, Mokorotouren oder Bootsfahrten auf der Lagune und in die Sümpfe. Uns haben die Game-Drives über Land am besten gefallen, Leoparden und Löwenfamilien gehörten mit zu den täglichen Highlights. Unser Auto war zum Glück immer sehr "schwach" besetzt. Neben Guide Max und Tracker Elmo noch ein weiteres Paar, das hat super gepasst.
Die Mokorotour war schön, aber nicht sensationell. Ein paar Frösche, etliche Vögel, das war´s dann. Da hatten wir vielleicht ein klein wenig Pech, trotzdem würden wir eine Mokoro-Tour immer wieder machen. Der Bootstrip in die Ausläufer der Lagune war eher schwach - vielleicht lag´s am Bootsführer, wir wissen es nicht. Es könnte aber auch sein, dass ganz einfach zu viel Wasser da war. Dadurch kam es zu keinen "tollen" Tiersichtungen.
Es ist ganz schwierig, eine vernünftige Auswahl der Bilder zu treffen. Wir stellen einfach mal ein paar unserer "Favoriten" rein, das Ganze aber ohne weiteren Kommentare:
Puh, ganz schön Arbeit !!! Und dass mir ja niemand auf die Idee kommt zu behaupten, wir würden nur Löwenfotos machen, kommt hier der Beweis - wir versuchen zwischendrin, auch mal ein paar interessante Vögel zu "schießen":
der Tagesablauf: Wenn da jemand meint, so ein "All-inclusive- Safariurlaub" wär´ ein Erholungsurlaub, der täuscht sich gewaltig. Wir wissen von unserer "anderen" Art des Reisens (self catering + self-driving) sehr wohl, was da so ungefähr auf uns zukommt, und auch in den letzten Jahren hatten wir immer wieder mal so ein Schmankerl a la Pom-Pom, aber das was hier im Camp geboten war, das war wirklich aller Ehren wert:
06.30 Uhr Wake up Call mit Kaffee, serviert auf der Terrasse 07.00 Uhr Light Breakfast 07.30 Uhr - ca. 10.45 Uhr Game Drive 11.00 Uhr Lunch 15.30 Uhr Kaffee, Kuchen und light snacks 16.00 Uhr - ca. 19.30 Uhr Game-Drive mit sundowner 20.00 Uhr Dinner, anschließend Lagerfeuer und Campromantik
Die Menschen im Pom-Pom-Camp: Das Managerpaar Dineo und Andy, zwei absolut freundliche und herzliche Menschen. Drei Kinder, die aber sind bei Opa und Oma in Maun, da hat uns Dineo gern davon erzählt und man merkte, dass es ihr dabei nicht unbedingt gut ging. Die Beiden waren für jeden Spaß zu haben und trotzdem hatten wir den Eindruck, dass das Camp mit der nötigen Ernsthaftigkeit geführt wird.
Die Gäste werden je nach Dauer der Tage, die im Camp verbracht werden, den einzelnen Guides zugeteilt. Wir hatten mit Max einen supernetten Typen. Seit vielen Jahren ist er hier beschäftigt und er macht auch heute seine Arbeit immer noch gerne. Das merkt man ihm an. Er will´s den Gästen recht machen und dazu unternimmt er alles, was ihm möglich ist. Max war sozusagen unser persönlicher "Betreuer", begleitet vom second Guide Elmo, der gleichzeitig bei den Game-Drives unser Tracker war. Die Beiden waren eingespielt, das merkte man und so kamen wir auch in den Genuß, bei jedem Game-Drive Löwen oder Leoparden zu sehen, ohne dass dabei der Blick für die vielen anderen schönen Dinge, die ein Game-Drive bietet, verloren ging.
Da hat die Chemie zu 100 % gestimmt:
Das war "unsere" Gruppe, wir hatten sehr viel Spaß miteinander:
Kosten: Pom-Pom ist ein "all-inclusive" Camp, sehr luxuriös aber auch sehr teuer. Dafür wird´s einem auch hinten und vorne reingeblasen, was aber trotz aller Exklusivität diesen hohen Preis, der hier in der Hauptsaison verlangt wird, nicht rechtfertigt. Da sind wir der Meinung, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht stimmt.
Wir waren hier auf Pom-Pom in der Zwischensaison und durch die einmalige Gelegenheit, ein "last-minute" Angebot zu ergattern haben wir grad mal 1/3 des regulären Hochsaisonpreises bezahlt. Immer noch sehr viel Geld, aber mit der ermäßigten Rate waren wir der Meinung, dass wir uns das leisten wollen. Das hat gepasst und das würden wir so jederzeit wieder machen.
Wir haben die Tage im Pom-Pom-Camp sehr genossen, es war ein unglaubliches Erlebnis. 🙂
Zum Schluss von Pom Pom noch ein paar sundowner-Bilder:
... und das sind unsere ganz persönlichen Lieblingsfotos:
So, das war jetzt wohl zu viel des Guten. Viel zu viele Bilder, sorry!
Ein klitzekleiner Vidoe-Clip ist noch in Bearbeitung, d.h. er lädt bereits hoch, vielleicht wird das heute noch was.
In diesem Sinne, der bayern schorsch
Teil 1711. Juni 2014
Schön waren die Tage auf Pom-Pom, man könnte es glatt noch ein paar Tage aushalten. Aber es hilft ja nichts, wir waren hier 4 Tage und das ist schon mal ziemlich was, es war ein krönender Abschluss einer tollen Afrika-Reise.
Rückfahrt / Rückflug: 🙁
20./21.April 2014
"Unser" Max hat uns natürlich persönlich zum Airstrip gebracht. Das ist schon ein ganz eigenartiges Gefühl, wenn man hier wieder wegfährt. Großes Abschieds-Prozedere schon in der Lodge, man wird gedrückt und geherzt, man hatte wirklich das Gefühl, dass die Leute uns gern gehabt haben.
Das ist schön, und wenn Dir dann der Max am Airstrip noch hinterherwinkt, da kann man das eine oder andere Tränchen nicht ganz zurückhalten. 😐
In Maun sind wir in 30 Minuten, wir holen unsere Koffer im Büro der "Mack Air" ab, packen noch entsprechend um und schauen auch rüber zu Ananda ins Reisebüro, das gleich nebenan ist. Ebenso ein großes Hallo, wie´s denn war, ob´s uns gefallen hat, nun - was soll man zu so viel Herzlichkeit sagen?
Auf unsere Koffer passen wir ganz genau auf, wir haben ja dazugelernt. Wobei der Mauner Airport so klein ist, da ist es schier unmöglich, die Koffer irgendwo stehen zu lassen. Bald geht´s los nach Joburg und von dort dann weiter nach Deutschland. Es gibt von keinen weiteren Vorkommnissen zu berichten, alles verlief reibungslos, keine Verspätung, keine Turbulenzen, ja eigentlich schon fast langweilig.
Bilder waren es im letzten Teil bald zu viel, darum diesmal keine pic´s sondern nochmal zum Abschluss einen kleinen Videoclip, ich hoffe, das "Filmchen" gefällt Euch.
In ein paar Tagen möche ich dann noch gern ein kurzes Fazit zur Reise ziehen, dann habt´s den bayern schorsch wieder los 😉 und wir planen unseren nächsten Afrikaurlaub, der aller Voraussicht nach in das nördliche SA geht.
Bis dann, der bayern schorsch
Teil 1815. Juni 2014
Guten Morgen zusammen,
also ich muss schon ehrlich sagen, bei so viel Zuspruch und Lobeshymnen wird man eindeutig um ein paar Zentimeter "größer".
Vielen Dank für Eure Post´s, mich hat das sehr gefreut, dass Euch der Reisebericht so gut gefallen hat. Man macht ja Reiseberichte in erster Linie für sich selbst, aber wenn´s dann hier im Forum so positiv aufgenommen wird, dann ist das wirklich schön. Nochmal vielen Dank an Alle und an alle Damen drei ganz liebe 😘 😘 😘 und an die Männer drei ganz kräftige 🙂 🙂 🙂
Ein Fazit möchte ich schreiben, weil ich finde, dass es trotz alledem immer gut und wichtig ist, auch im Anschluss an so einen Reisebericht und mit einem bisschen Abstand zur Reise alles nochmals Revue passieren zu lassen.
Aber keine Angst, es wird kein Roman sondern nur ganz ganz kurz zusammengefasst unsere Meinung. Und damit man sich leichter tut, die Strecke gedanklich nochmal "abzufahren", hier eine Karte mit unserer Tour:
Auto: perfekt, sehr günstig, sehr fair (auch die Abwicklung zum Schluss bezüglich Pom-Pom), bei diesem Autoverleiher würden wir jederzeit wieder buchen.
Flug: der Langstreckenflug mit Lufthansa war völlig o.k., der Anschlussflug in Afrika auch, dass die Koffer nicht da waren war im ersten Moment mehr als bescheiden, im Nachhinein hat sich´s aber als glücklicher Zufall rausgestellt
Unterkünfte:
Guma Lagoon Lodge: "gut", tolle Lage, zu unserer Zeit etwas wenig Tiere
Mobola Lodge: ideale G´schichte zum selfcatern, neue Häuschen direkt am Fluss, wir würden hier sagen "sehr gut"
Senyati: der Reinfall des Jahres, dort würden wir nie mehr hinfahren 😠
Bridgestone Guesthouse Kasane: "befriedigend", mehr nicht, von Afrika-Feeling weit entfernt, aber es war ja auch nur eine Ersatz-Unterkunft für Senyati
Hwange Kapula Private Camp: jederzeit wieder, ganz schicke Unterkunft, mitten im Park, self catering "leicht gemacht", dort würden wir gerne wieder hinfahren, Note "sehr gut".
Maun, Thamalkane River Lodge: als Zwischenübernachtung sehr ordentlich, schöne Lage am River, unsere Benotung wäre "grad noch gut".
Pom-Pom-Camp: wie schon geschrieben und lang und breit geschildert: eine Unterkunft der absoluten Extraklasse, können wir nur empfehlen und vielleicht gelingt´s dem Einen oder Anderen, dort ein "last-minute-Angebot" zu bekommen. Benotung: noch viel besser als sehr gut, also "sehr sehr gut".
Wir waren insgesamt 18 Nächte im Ziel, dazu kommen noch 2 Nächte im Flieger, also insgesamt drei Wochen Afrikaurlaub, aus unserer Sicht ein Urlaub vom Allerfeinsten. Für uns ist immer wichtig, eine gesunde Mischung aus günstigen self-catering-Accomodations gemixt mit tollen Lodgen zu vereinen, das ist uns gut gelungen.
Glück hatten wir auch, denn keiner von uns Beiden ist krank geworden, nicht mal ein Husten oder ähnliche Dinge, es hat super gepasst 🙂
Die nächste Afrika-Reise wird höchstwahrscheinlich nach Südafrika gehen, die Route könnte ungefähr wie folgt aussehen:
Marakele - Mapungubwe - Leshiba - nördlicher Krügerpark - und zum Schluss noch ein Private Game Reserve für 4 Nächte.
Mal schauen, ob wir speziell für die letzten Highlight-Tage in einem Private Game Reserve unserem Namen als "Schnäppchenjäger" wieder gerecht werden.