BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200618. Nov. 2013 · #21helliulli schrieb:du nimmst es damit auf dich, als quasi unerfahren dahin gestellt zu werden. sicher nicht angenehm, schon gar nicht, wenn man so oft in diversen afrik. ländern unterwegs war, wie du. aber besserwisser gibt's leider überall: negieren!
... möglicherweise meinst du auch mich mit den sog. "Besserwissern".
Macht aber nichts.
Mir hat mein Verhalten Geld gespart und die entsprechenden Tipps wollte ich weitergeben. Muss aber niemand so machen.
@Treaderstellerin
Ist ziemlich scheiße gelaufen und ich kenne das aus der ehemaligen Tschechoslowakei. Da habe ich auch bezahlt, als eine entsicherte Maschinenpistole an meinen Kopf gehalten wurde.
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
VOVolker2'612 Beiträge · seit 200718. Nov. 2013 · #22Hallo Alina,
auch wenn es Euch nicht hilft und Du es nicht hören magst: wie Tom und Sanne schon geschrieben haben, was hinderte Euch, nach Masvingo zurückzufahren? Das hätten sie garantiert nicht mit Euch gemacht, ich hätte es an Eurer Stelle geradezu eingefordert. Sie hätten keine Beweise gehabt und auch nichts vom "Bussgeld" gesehen und Euch mit max. 20 USD Strafe weiterfahren lassen, wie es der offizielle Bussgeldkatalog vorsieht (irgendwo im Forumsnirvana schwirrt der auch rum).
Gerds Hinweis mit dem Navi ist übrigens eine sehr gute Idee, ich hatte den Polizisten beim Speeding das auch vorgehalten und so den Preis auf 10 USD problemlos runterhandeln können.
Viele Grüße,
Volker
helliulli142 Beiträge · seit 201118. Nov. 2013 · #23@wolfgang
ich meine in keinster weise dich! sorry, wenn es so verstanden werden konnte. gerade deine radl stories liebe ich!
lbg ulli
VOVolker2'612 Beiträge · seit 200718. Nov. 2013 · #24helliulli schrieb:...aber besserwisser gibt's leider überall: negieren!
ich persönlich schätze es sehr, wenn jemand hier auch seine nicht so erfreulichen erlebnisse postet. heile welt berichte finden sich zu hauf und schließlich hat jeder von uns vergleichbare diesbezügl. erfahrungen wahrscheinlich bereits selber gemacht und wenn nicht, kann er aus den schilderungen nur lernen.
Zum Lernen gehört auch dazu, über mögliche Alternativen zu diskutieren. Mit einer reinen Schilderung kann man nicht immer etwas anfangen...
Butterblume3'700 Beiträge · seit 200918. Nov. 2013 · #25Hallo Volker,
Gerds Hinweis mit dem Navi ist übrigens eine sehr gute Idee, ich hatte den Polizisten beim Speeding das auch vorgehalten und so den Preis auf 10 USD problemlos runterhandeln können.
Ähm, wo findet man denn die gefahrene Geschwindigkeit im Nüvi? Während wir so dahin fahren wird sie natürlich angezeigt, aber lassen sich die Wegpunkte auch aktuelle im Nüvi auslesen? In Basecamp habe ich das natürlich schon gesehen.
Herzliche Grüße
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit
www.butterblume-in-afrika.de VOVolker2'612 Beiträge · seit 200718. Nov. 2013 · #26Butterblume schrieb:Hallo Volker,Gerds Hinweis mit dem Navi ist übrigens eine sehr gute Idee, ich hatte den Polizisten beim Speeding das auch vorgehalten und so den Preis auf 10 USD problemlos runterhandeln können.
Ähm, wo findet man denn die gefahrene Geschwindigkeit im Nüvi? Während wir so dahin fahren wird sie natürlich angezeigt, aber lassen sich die Wegpunkte auch aktuelle im Nüvi auslesen? In Basecamp habe ich das natürlich schon gesehen.
Herzliche Grüße
Marina
Hallo Marina,
es reichte die "Drohung" mit dem GPS 😉 Die gefahrene Geschwindigkeit sieht man tatsächlich nur in Mapsource/Basecamp - aber wir hatten einen Laptop dabei und hätten denen das bei weiterer Diskussion auch "vorgeführt", war aber nicht nötig.
Unabhängig davon hilft ein Späßchen oft weiter, ich frage schon mal nach, ob ich das Spielzeug (Radarpistole) auch mal benutzen darf 🙂
Viele Grüße,
Volker
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200818. Nov. 2013 · #27Hallo, Alina!
Danke für deine weiteren Erläuterungen!
Ich meinte eigentlich die Deutsche Botschaft in Zimbabwe umgehend zu informieren. Aber jetzt im Nachhinein würde ich es auch der Botschaft Zimbabwes in Deutschland senden. Natürlich, auch wenn es „nichts nützt“. Denn wenn nie Einer was sagt, weil es ja „nix nützt“, kriegen die ja nie was mit. Deshalb schreiben wir bei ernsten Vorkommnissen grundsätzlich eine Note. – Und dies war offensichtlich ein sehr ernstes Vorkommnis!
Ich hätte nicht gedacht, dass sie derart dreist sind.
Und genau darum geht es ja: Es passiert eben doch.
Und bei denjenigen, die sich verunsichern lassen, eher mit fatalen Folgen. Ist sowas denn schon ein Makel?
Es gibt natürlich immer Helden, die alles im Griff haben, von denen rede ich nicht.
Es passiert auch vielen Anderen, nur nicht in der Größenordnung. Da wird dann leider nur all zu oft generös drüber hinweggesehn (man kann die "armen Leute ja verstehn, sie haben ja so wenig"...) und die kleinen Sümmchen gezahlt. Das ist ein Fehler.
Genau all die Beschreibungen und Verhaltenstipps der erfahrenen Reisenden zeigen ja, dass sie diese Situationen kennen und es ohne entsprechendes „antrainiertes“ Verhalten schlechter geht und man sonst ziemlich schnell abgezogen wird, – überall, nicht nur bei irgendwelchen Officers...
Darf man denn nur noch dorthin fahren, wenn man „mit allen Wassern gewaschen ist“ und so erfahren und cool, dass man all den Pappenheimern dementsprechend begegnen kann? Und selbst dann ist man in gewissen Situationen immer der Verlierer.
Unsere Erfahrungen mit den Menschen in Zim sind gute, wir mögen die Zimbabwer sehr, aber es gibt eben nicht nur Gute.
Bei uns gab es bei jeder Reise einen Versuch/zwei Versuche an einem Vormittag, die etwas Geschick und „Know-How“ nötig machten, um sie wirkungslos zu machen. Letztendlich trennt man sich mit der Faust in der Tasche.
Wir erwarten allerdings auch nicht anderes, ehrlich gesagt, merken wir uns solche Situationen kaum, denn es sind die üblichen Spielchen.
Gekriegt haben sie noch nie was, außer die 1Dollar Noten gegen Quittung am Roadblock.
Eine widerliche Situation, in der ihr wart. Es tut mir echt leid!
Wir haben zweimal so was erlebt, wo wir nichts mehr machen konnten, weil man uns mit Waffengewalt festgesetzt hatte (Zentralafrika) – kannst dir denken, wo wir nie wieder hinfahren? ... – Die Arschlöcher waren bekannt dafür! Das stand damals sogar im Reiseführer!! Aber man hatte keine Wahl, denn man musste durch die beiden Orte...
Es ist eine ekelhafte Erfahrung.
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
Erika2'338 Beiträge · seit 200718. Nov. 2013 · #28Hallo zusammen
Diese Diskussion kommt mir vor, wie diejenige über die Sicherheit in Namibia. Man kann schon gross pupen, solange man selbst noch nie betroffen war.
Tatsache ist doch, dass hier hinterhältige Wegelagerer am Werk waren und es sich schlicht und ergreifend um einen Raubüberfall gehandelt hat. Dass man nach solch einem Erlebnis keinen Bock mehr auf ein Land hat, ist sehr verständlich.
Gebrauchsanweisungen, wie man in so einer Situation reagieren soll, bringen gar nichts mehr und sind eher verletzend. Es ist zu spät und ob es was genutzt hätte, weiss hier keiner.
Danke Alina, dass du dieses Erlebnis geschildert hast. Ich kann sehr nachfühlen, wie wütend und enttäuscht du bist.
Viele Grüsse
Erika
Butterblume3'700 Beiträge · seit 200918. Nov. 2013 · #29Hallo Volker,
Die gefahrene Geschwindigkeit sind man tatsächlich nur in Mapsource/Basecamp - aber wir hatten einen Laptop
😛 Ich dachte schon das ich zu blond bin...
Hallo Alina,
wir haben im Juni 2013 auch - Gott sei Dank - keinerlei negative Erfahrungen in Simbabwe gemacht. Vielen Dank, dass Du berichtet hast.
Herzliche Grüße und Dank
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit
www.butterblume-in-afrika.de AUaustria174 Beiträge · seit 201218. Nov. 2013 · #30Hallo Alina ,
nach deinem Schreiben vergeht mir gleich das Interesse an Zimbabwe .
Schade, dass ihr so negative Erfahrungen machen musstet.
Uns ist so was ähnliches letztes Jahr in Südafrika passiert. Nur nicht so krass.
Leider habe ich mich als Selbstfahrer Neuling einschüchtern lassen.
Wir wurden von 2 Polizisten mit Blaulicht und tatü tatü angehalten und es wurde behauptet wir hätten ein stop sign übersehen . Er meinte das kostet 150,-€ er holte extra aus dem Polizeiwagen einen dicken Ordner in dem das Vergehen mit Leuchtstift
markiert war. Das selbe Vorgehen - wir müssten auf die Polizeistation mitkommen, Bericht schreiben usw. Ich natürlich eingeschüchtert ,jammerte eher herum - ich würde lieber gleich bezahlen. Ich konnte dann auf 50,- € runter handeln. Es gab natürlich keine Quittung dafür und da wusste ich auch, dass ich denen auf den Leim gegangen bin. Doch es war zu spät. Allerdings waren die Polizisten sehr freundlich
Im Laufe unseres Urlaubes habe ich durch Plauderei mit einem Safari Guide erfahren, dass 20,-€ genug gewesen wären. Ich habe mich nur über mich selbst geärgert , dass ich so dumm war.
Bei euch ist es aber wesentlich schlimmer gewesen.
LG austria
VOVolker2'612 Beiträge · seit 200718. Nov. 2013 · #31Erika schrieb:Hallo zusammen
Diese Diskussion kommt mir vor, wie diejenige über die Sicherheit in Namibia. Man kann schon gross pupen, solange man selbst noch nie betroffen war.
Tatsache ist doch, dass hier hinterhältige Wegelagerer am Werk waren und es sich schlicht und ergreifend um einen Raubüberfall gehandelt hat. Dass man nach solch einem Erlebnis keinen Bock mehr auf ein Land hat, ist sehr verständlich.
Gebrauchsanweisungen, wie man in so einer Situation reagieren soll, bringen gar nichts mehr und sind eher verletzend. Es ist zu spät und ob es was genutzt hätte, weiss hier keiner.
Danke Alina, dass du dieses Erlebnis geschildert hast. Ich kann sehr nachfühlen, wie wütend und enttäuscht du bist.
Viele Grüsse
Erika
Hallo Erika,
oft teile ich Deine Meinung - bei diesem speziellen Thema aber nicht. Hier berichten Fomis von ihren erfolgreichen, selbst erprobten "Strategien". Das hilft zwar Alina nicht, aber vielleicht anderen Reisenden.
@Alina,
in keinster Weise möchte ich Dich verletzen, habe es vermutlich aber bereits getan. Ich frage nach, um - vielleicht - Alternativen aufzuzeigen. Ich möchte auch nicht den Helden markieren, wir haben uns im September/Oktober wegen der prekären Sicherheitslage bewusst gegen eine Einreise nach Mozambique entschieden, ohne Not würde ich auch nicht in den Kongo einreisen oder jetzt eine Transafrika-Tour durchführen - egal, ob Ost- oder Westroute.
Hattet Ihr denn keine schönen Begegnungen in Zimbabwe?
Viele Grüße,
Volker
GUGuido.Gast18. Nov. 2013 · #32Hallo,
richtig mies gelaufen. Objektivität hin oder her: ich hätte sicher für die nächsten Jahre auch keine Lust mehr auf das Land. Es ist einfach mein Urlaub und da habe ich nur wenig Lust, mir für viel Geld solche Erlebnisse zu erkaufen.
Eskalieren, Aussitzen, nix Verstehen, sind häufig funktionierende Strategien. Hat mich in diversen Ländern auch schon vor Abkassieren durch korrupte Polizisten bewahrt. Funktioniert aber sicher auch nicht immer. Wenn man auf dem Rückweg ist und in 2-3 Tagen den Rückflug antreten will, hat man vielleicht auch nicht die Nerven für "Spielchen".
Wir durften dieses Jahr in Zimbabwe auch Strafe zahlen (zu schnell). Nachdem die Strafgelder alle in der Hosentasche des Polizisten verwaltet wurde, habe ich auf eine Quittung bestanden und auch bekommen. Ansonsten hatte ich im Vorfeld auch ein mulmiges Gefühl, weil es zum Beispiel recht viele Berichte über Abkassieren bei nicht normgerechten Feuerlöschern gab und unser Feuerlöscher von Bushlore ein Witz war. Sämtliche Polizeikontrollen liefen aber korrekt und in der Regel wurden wir durchgewunken. Das die Infrastruktur im Hwange NP zum Teil desolat ist, war vorher bekannt. Wir werden Zimbabwe sicher wieder bereisen.
Wie auch immer: Ich bin dankbar für solche Berichte und auch für Berichte, wie andere das handhaben. Es kann sich dann jeder seine eigenen Erkenntnisse daraus ziehen.
Beste Grüße
Guido
Erika2'338 Beiträge · seit 200719. Nov. 2013 · #33Hallo
Wenn ich alles zusammenzähle, hab ich neun Jahre meines Lebens in Afrika verbracht, wovon ich acht Jahre als Selbstfahrerin in zwölf verschiedenen Ländern unterwegs war. Ich darf also von mir behaupten, dass ich kein Afrika-Greenhorn mehr bin, oder?
Während dieser langen Zeit waren die zahlreichen Erlebnisse mit der Polizei, welche uns immer wieder mal abzocken wollte so unterschiedlich und vielfältig, dass ich darüber viele Seiten füllen könnte. Das ging über ganz normale Gespräche, flirten, auslachen, drohen, handgreiflich werden, beharrlich warten, einfach davon fahren, lügen, verarschen, zurechtweisen, Gummischlange zeigen (sehr wirksam!) etc.
Wir mussten bis jetzt ein einziges Mal bezahlen, das war in Tete/Mosambik und ist schon etliche Jahre her. Damals hat die Polizei bei einer Kontrolle ganz freundlich unser Carnet angeschaut, plötzlich beschlagnahmt und erst wieder rausgerückt, nachdem wir umgerechnet ca. 60 Euro bezahlt hatten. Für mich war das sowas von ärgerlich, dass ich Wochen brauchte, bis ich mich wieder beruhigt hatte. 😈 🤢
Ich möchte damit sagen, dass es einfach kein Rezept gibt, wie man sich in diesen brenzligen Situationen verhalten soll, sondern muss instinktiv von Fall zu Fall richtig zu reagieren versuchen, da gibt es ganz bestimmt keine allgemeingültigen Verhaltensregeln. Natürlich immer vorausgesetzt, dass man sich nichts hat zu Schulden kommen lassen und es sich wirklich um Abzocke handelt
.
Viele Grüsse
Erika
Barth_Wolfgang201 Beiträge · seit 200819. Nov. 2013 · #34Hallo
Wir waren geschätzt bald 2 Dutzend mal in den letzten 10 Jahren im südlichen Afrika und haben unzählige Polizeikontrollen erlebt - in Zimbabwe natürlich am häufigsten, das letzte Mal im Oktober diesen Jahres.
Wir wurden immer freundlich behandelt und wenn man was von uns wollte , haben wir einen Smalltalk gestartet, so dass sich dann das Begehren irgendwann in Luft auflöste. Westliche Arroganz ist total fehl am Platz und auch die kleinen Dinge sind bei einer Kontrolle wichtig.
Wie ein Forumsteilnehmer sehr zutreffend beschrieb: " Sonnenbrille absetzen .. " Genau das ist auch unsere Erfahrung.
In den ganzen Jahren habe ich nur ein einziges Mal 10 Dollar (Wollte am Anfang 50 Dollar) bezahlt und das war ca. 20 km vor Vic Falls in einer Kontrolle "- die leidigen Reflektoren eben" Aber alles mit Quittung!!
Unsere Erfahrung mit uniformierten Polizisten in ZIM: Immer nettes Durchwinken oder kurzer Smalltalk. Ein einziges Mal am 23.12. des Jahres eine Polizistin sehr nett: " Do you have something for the Christmas Box?" Das wars aber auch.
Unsere Erfahrung auch: die nicht-uniformierten Polizisten in ZIM bei einer Kontrolle sind doch etwas forscher. Das sind nämlich die Detectives oder Criminal Investigators. Aber auch hier gab es nie ein ernsthaftes Problem.
Mein credo: keep smiling, small-talk, Verständnis für Land und Leute zeigen, and you'll be o.k.!
Zim ist für uns nach wie vor ein tolles Land und im Juli August nächsten Jahres fahren wir wieder hin.
rhh64983 Beiträge · seit 201119. Nov. 2013 · #35Vielen Dank für den Bericht! Ich hätte genau so reagiert.
Ich unterscheide Länder in "Selbstfahrer" - "Fahren lassen" - "Kein Interesse".
Bisher hatte ich Zim auf der Skala zwischen "Selbstfahrer" und "Fahren lassen". Jetzt ist Zim klar "Fahren lassen".
Überflüssigen Stress oder Ärger sollte man vermeiden.
Manaslu232 Beiträge · seit 200619. Nov. 2013 · #36rhh64 schrieb: Jetzt ist Zim klar "Fahren lassen".
.
Hallo Ralf
Verstehe dich nicht, dass du wegen eines einzigen schlimmen Vorkomnisses, das dich nicht mal persönlich betrifft, dieses Land nun meiden willst. Warst du noch nie in Südafrika? Da ist die Kriminalität, eingeschlossen Korruption, nämlich wesentlich höher als in Zimbabwe. Hat das DEZA gerade letzthin veröffentlicht.
Wir wurden 1997 in Bulawayo ausgeraubt, bzw. unser Auto aufgebrochen und schwupps waren alle Rucksäcke weg. Tia, was solls. Wir fuhren dann trotzdem wieder hin, immer wieder. Das letzte Mal im Oktober, das nächste Mal im Juli 2014.
Ich finde einfach, die Zimbos haben es nicht verdient, dass man sie und ihr wunderschönes Land meidet, nur wegen ein paar solcher Vollidioten von Polizisten 😈
an Alina: Es tut mir sehr, sehr leid für dich und ich hoffe sehr, dass dir nach ein paar Wochen doch noch ein paar schöne Erlebnisse in den Sinn kommen. Ich weiss noch, damals im 1997 war ich soooo wütend auf die Zimbabwer, weil sie mir ein paar Dinge, die mir wertvoll waren (nicht teuer, aber mit Andenken verbunden) geklaut hatten.
Grüessli, Manaslu
Tuffi108 Beiträge · seit 201019. Nov. 2013 · #37Hallo
Tut mir leid, dass ihr solch eine Erfahrung gemacht habt. Aber man muss ganz klar sagen, dass es sich hier um eine absolute Ausnahme handelt. Es wird überall in Afrika immer Offizielle geben, die dreist versuchen Touristen abzuzocken.
Wir waren mehrere Jahre in Afrika unterwegs. Unter anderem von Zürich bis Kapstadt gefahren in 2 1/2 Jahren.
Man hat auch uns mehrmals versucht auf diese Weise um hunderte von Dollar zu erleichtern. Aber niemals haben wir das gewünschte, oder auch nur annähernd soviel gezahlt. Braucht halt viel Geduld und Nerven, wenn Smalltalk nix nützt. Aber es geht...
Bin vor 4 Wochen nach 1 Monat Zimbabwe zurück gekommen. Abolutions im Main Camp, Kennedy Picnic Site, Ngweshla Site tip top. Inkl. warm Wasser zum duschen. Im Mana Pools ging manchmal halt das Wasser auf den WC's für einige Stunden nicht. Aber dafür haben sie dort nun einen Wasserfilter, so dass man das Wasser vom Hahn trinken kann. Was ich und meine Freunde ohne Probleme gemacht haben. Tiere plenty beim Game Count gesehen, Kontrollen im Land waren im Rahmen und Problemlos. Viel, viel weniger als letztes Jahr.
Meine Freunde aus Harare haben mir gesagt, dass die Regierung den Polizisten ganz klar durchgegeben hat, Touristen nicht mehr zu behelligen, da dies in den letzten Jahren überhand genommen hatte. Auch bei der Bevölkerung übrigens. Die Situation hat sich hier massiv gebessert.
Zimbabwe ist für mich von der Bevölkerung her das angenehmste Land Afrikas und ich habe 23 Länder bereist.
Werde in ca. 7 Jahren auch dorthin auswandern.
Vielleicht gebt ihr Land und Leuten ja nochmal eine Chance. Es wäre schade, wenn ihr euch von so einem Vorkommnis davon abhalten lassen würdet. Denn Zimbabwe ist wirklich etwas ganz Besonderes... 🙂
Herzliche Grüsse
Silvi
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200819. Nov. 2013 · #38Alina hat eine Begebenheit (zwei!) von übelster Korruption beschrieben, aus denen sie nicht mehr rauskam, außer zu zahlen.
Da nützen ihr die vielen gut gemeinten Verhaltens-Tipps vor Ort nix – und auch denen nicht, die in Zukunft ggf. in eine solche Klemme von Staatsgewalt und Kriminellem Verhalten geraten werden!
Das war nicht das Geplänkel und das lockere Spielchen am Road-Block oder am VetFence.
Das ist ne ganz andere Schublade! Da sollte man, auch als noch so erfahrener Reisender, sich nicht überschätzen in seinen Möglichkeiten!
Es ist im Reisealltag eine Binsenweisheit, dass man sich mit entsprechendem Verhalten „Freunde“ oder „Feinde“ machen kann... Hier aber ging es ernsthaft zur Sache und da hört das übliche Repertoire ganz schnell auf zu funktionieren. Da weiß man nie, wie es ausgehen wird!
Wir können Alina nur zu gut verstehen.
Auch wenn wir weiter dorthin reisen werden.
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
giraffenmog649 Beiträge · seit 200719. Nov. 2013 · #39Hallo Alina!
danke, daß Du Deine erfahrung hier in dem Forum mitgeteilt hast.
Möglicherweise gibt es in so einem Fall Strategien der "real Africa"-Experten, mit denen man aus so einer Situation besser wieder rauskommt - aber das ist doch gar nicht der Punkt.
1. Keiner hier war mit Euch in der Situation. Aus meiner sicht ist es sehr gut möglich, daß Ihr genau das Richtige gemacht habt und mit Diskussionen o.ä. die Situation für Euch nur noch verschlimmert hättet.
2. Auch wenn man sich aus sowas rausquatscht: Wer braucht das denn in seinem Urlaub? Letzt endlich geht einem nach sowas immer die Muffe und man hat die Faust in der Hosentasche. Diese Auszeit ist dazu da, sich von den Problemen des Alltags zu erholen - und nicht, sich noch mehr Stress auszusetzen. Raus aus dem Land und nie wieder Zim - genauso hätte ich es auch an Euerer Stelle gemacht!
LG elli
rhh64983 Beiträge · seit 201119. Nov. 2013 · #40Manaslu schrieb:rhh64 schrieb: Jetzt ist Zim klar "Fahren lassen".
.
Hallo Ralf
Verstehe dich nicht, dass du wegen eines einzigen schlimmen Vorkomnisses, das dich nicht mal persönlich betrifft, dieses Land nun meiden willst. ...
Grüessli, Manaslu
Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Von "meiden" war bei mir nie die Rede. Ich rede von "Fahren lassen".
Und wer mit Unterstellungen argumentiert, baut sich einen Strohmann auf und freut sich, wenn der schön brennt. 😎