ErikaThemenstarter2'338 Beiträge · seit 200704. Apr. 2013 · #1
Hallo zusammen
Nach über 20 Jahren Namibia haben wir uns dazu entschlossen, unser Fahrzeug nach Tansania zu fahren und es in Arusha zu stationieren. Irgendwann hat man das südliche Afrika gesehen, schließlich gibt es in Ostafrika auch viel Schönes zu entdecken.
Da wir ja jeweils für unsere Afrikareisen pro Jahr vier Monate Zeit haben, konnten wir es ruhig angehen. Die Route führte uns ab Windhoek über Botswana nach Zimbabwe, wo wir bei Mutare nach Mosambik einreisten. Dort ging es weiter nach Beira, Caia, Quelimane, Gurue, Nampula, Ilha de Moçambique, Pemba, Marrupa, Lichinga. Nach der Überquerung der Unity2 Brücke reisten wir in Tansania ein.
Trotz Warnungen in meinen Reiseführern hab ich jahrelang davon geträumt, einmal die Strecke Tunduma - Nyakanzi am Tanganyikasee entlang zu fahren. Kürzlich ist mein Traum in Erfüllung gegangen, Ja, wir haben es vollbracht 😄 !
Da ich ja nicht die grosse Schreiberin bin, möchte ich mich nur auf diesen einen Streckenabschnitt beschränken. Die Route wird von Touristen wohl wenig gefahren, da sie sehr zeitaufwändig ist. Soviel ich weiss, wurde sie hier im Forum noch nie beschrieben. Trotzdem könnte es ja sein, dass es einige von euch interessiert 😎 .
Leider hab ich das Bild nicht besser hingekriegt, aber ganz unten rechts ist Tunduma und oben Nyakanzi. Die Strecke dazwischen war unsere Route.
Hey ihr zwei Namibia wird euch seeeeeeeehr vermissen Aber du hast recht Ostafrika muss auch entdeckt werden Wir freuen und auf die reise mit dir - mach mal los Anita &Anette
ich bin sehr an der Beschreibung dieser Teilstrecke interessiert. Wir entwickeln gerade ein paar Ideen für eine längere Reise die uns ggf. auch in diese Gegend führen soll und dies wäre ein sehr passender Input.
Danke und Gruss Carl
Madam und Boss Unterwegs (2014/15)
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lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200804. Apr. 2013 · #5
Hallo, Erika!
Oh, wie schön dass ihr wieder munter zurück seid, hoffentlich gesund und munter!
Die Strecke sieht ja schon auf der Michelin-Karte ziemlich spannend aus, besonders die beiden gelb-weißen Strecken – und das Stückchen mit den fiesen kleinen blauen Balken: Ich ahne „böse“ Schlammschlachten...
Wir freuen uns auf euren Streckenbericht!
Grüßle von uns an euch
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
Fleur de Cap1'409 Beiträge · seit 201004. Apr. 2013 · #6
Butterblume3'700 Beiträge · seit 200904. Apr. 2013 · #7
Hallo Erika,
wie schön ist das denn? Du haust ja schon in die Tasten! 🤩 Freue mich aufs Mitreisen.
schließlich gibt es in Ostafrika auch viel Schönes zu entdecken.
Jawohl! 😁
Trotzdem könnte es ja sein, dass es einige von euch interessiert
Ja, uns interessiert das sehr! 😎
Dank Deines Tipps von vor zwei Jahren haben wir fünf Tage Lake Shore Lodge am Tanganjika in unsere Tour eingebaut und freuen und schon wie wahnsinnig auf dieses kleine Paradies.
Mit herzlichen Grüßen und vielen Dank für Deine Mühe Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheitwww.butterblume-in-afrika.de
nun habe ich ja ein Appetithäppchen Tansania erleben dürfen und warte geduldig auf deinen Bericht. Eine wage Vorahnung habe ich schon. Wahrscheinlich wird es aufregender als ich es mir vorstellen kann.
Herzlich willkommen in Ostafrika! 😎 Und jetzt her mit den Bildern und Texten, hopp-hopp! Nicht dass ich Dich hetzten würde, aber nun mach schon endlich weiter!!! 😗 😉 😄
ErikaThemenstarter2'338 Beiträge · seit 200704. Apr. 2013 · #10
Hallo zusammen
Herzlichen Dank für eure zahlreichen Antworten, welche mich sehr gefreut haben 🙂 . Nächstens werde ich wieder eine Etappe reinstellen. Ich hab nämlich lange überlegt, ob ich das Erlebte überhaupt hier niederschreiben soll, aber nun kann ich natürlich nicht mehr klemmen 😉 .
take off1'674 Beiträge · seit 201204. Apr. 2013 · #11
Hallo Erika,
eigentlich dürfte man gar nicht mehr arbeiten gehen. Jedesmal wenn ich von der Arbeit zurückkomme ist schon wieder ein neuer Reisebericht gestartet und ich verpasse die Abfahrt 😮
Hab mir jetzt aber trotzdem mal noch ein Plätzchen gesichert (quetsch,quetsch)
TANSANIA - da wollte ich schon immer einmal hin 😄
Jetzt bitte gleich losfahren und viele Bilder mit einfügen
ErikaThemenstarter2'338 Beiträge · seit 200705. Apr. 2013 · #14
Weiter geht's:
Zum Einfädeln fange ich mit meinem Bericht in Mbeya an: Wir verbrachten dort vier Tage auf dem Campingplatz der Utengule Coffee Lodge ein wenig außerhalb mit toller Aussicht auf die umliegenden Hügel.
Campingplatz Utengule
Das Essen ist recht gut, und die gesamte Anlage sehr ansprechend.
Treppe vom Camp zur Lodge
Pool
Restaurant
Das südafrikanische Managerehepaar scheint sich aber nicht sehr für Camper zu interessieren. Trotzdem für uns die beste und ruhigste Unterkunft in dieser Gegend. Kosten: 10 U$ pro Pers. inkl. Strom
Mbeya - Sumbawanga
10. Februar 2013: Bei schönstem Wetter verließen wir heute Utengule. Bis Tunduma, der Grenzstadt nach Zamibia hatten wir gut 100 km Teerstrasse. Vor dem Zoll stauten sich die Lastwagen über viele Kilometer.
die Grenzstadt Tunduma
Wir schlängelten uns mühsam an den vielen Fahrzeugen vorbei und es dauerte lange, bis wir endlich rechts auf die Schotterstrasse in Richtung Sumbawanga abbiegen konnten. Die Schotterstrasse war anfänglich voller Löcher, wurde aber mit der Zeit etwas besser, aber nie wirklich gut.
Strasse nach Sumbawanga
Ausnahme: Im Gegensatz zu vor zwei Jahren sind nun sogar zwei Stellen von total 70 km geteert. Der Strassenbau geht hier sehr langsam voran. Wegen der vielen Speed Humps sind wir aber trotzdem nicht sehr schnell vorangekommen. Die Gegend ist stark besiedelt, auffallend sind die relativ grossen Felder, wo hauptsächlich Mais angebaut wird. Die Leute scheinen sehr fleißig zu sein. Nach 7 Stunden Fahrzeit kamen wir im auf 1’900 m Höhe gelegenen Sumbawanga an, wo wir im Garten des Forest Way Country Clubs auf dem Parkplatz campten. Zum Duschen usw. wurde uns ein Zimmer zur Verfügung gestellt. Die Dusche (warm und sauber) funktioniert übrigens einwandfrei. Sehr nettes Management und Personal. Kosten: 6 U$ pro Pers. inkl. Strom für den Kühlschrank und Frühstück. Tageskilometer: 338, wovon ca. 145 km Schotter Fahrzeit: 7 Std. (wegen dem langen Stau vor der Grenzstadt Tunduma)
ErikaThemenstarter2'338 Beiträge · seit 200705. Apr. 2013 · #16
Hallo, bitte einsteigen
Sumbawanga - Kipili
11. Februar 2013: Am Morgen kauften wir in Sumbawanga verschiedene Sachen ein. Wir lieben diese mikroskopisch kleinen Läden, in denen man doch so manch Brauchbares entdeckt.
Nach der obligatorischen Stadtrundfahrt machten wir uns auf den Weg zur Lake Shore Lodge in Kipili. Die Strasse war teils löcherig, teils akzeptabel. In Chala bogen wir links ab und dann wurde es ab Namanyere einsamer. Wir fuhren einige Zeit auf 1’600 m Höhe, bis es dann aber merklich Stufe um Stufe durch einen wunderschönen Wald zum Tanganyikasee runter ging.
Das Dorf Kipili ist sehr armselig, besitzt aber immerhin einen kleinen Hafen mit einem vergammelten, deutschen Kriegsschiff. Zur Lodge geht es durchs Dorf und dann zum Schluss über ein holperiges, steiles Weglein über einen Hügel und dann ist man endlich angekommen.
Kipili
Wir wurden überaus herzlich von Louise und Chris empfangen und freuten uns riesig, wieder hier zu sein. Wie vor zwei Jahren, stellten wir uns mit unserem Fahrzeug unter den grossen Mangobaum und schlugen dort unser Dachzelt auf.
Acht Tage genossen wir die herrliche Ruhe, den glasklaren ca. 26 Grad warmen See, eine spannende Sundowner-Bootstour mit Louise und Chris, das ausgezeichnete Essen, welches jeweils direkt am Strand bei Kerzenlicht serviert wurde, die Aussicht auf die vorgelagerten Inseln bis hin zum Kongo und das Nichtstun. Einfach nur dasitzen, auf den See schauen und zwischendurch mal ins Wasser hüpfen, ja, das gefällt uns.
Wegen Gerüttel ein wenig unscharf
Bungalows
Nachmittags um 5 Uhr kam jeweils der Kellner zu uns um bei Toni Deutschunterricht zu nehmen. Er wollte unbedingt ein paar Brocken lernen, z.B. “wie geht es“, “guten Tag” oder “war das Essen gut?” Toni lehrte den aufgeweckten Burschen geduldig, aber er hat ihm doch ein Ei gelegt. Die Frage “war das Essen gut?” übersetzte er mit “vollgefressen”. So kam es, dass der Kellner uns nach jedem Essen strahlend fragte: “vollgefressen?”
Dann war da noch die Geschichte mit dem Krokodil, welches vor zwei Wochen ein Mädchen angefallen und getötet hatte. Man sah das Tier ab und zu in der Nähe des Strandes vorbeischwimmen, was uns veranlasste, beim Baden immer die Augen offen zu haben. Zusammen mit der Polizei wurde die ganze Gegend abgesucht, aber vergebens. So wurde am hintersten Ende des Strandes ein vergammeltes Stück stinkende Ziege als Köder an einen Galgen gehängt, an welchem leere Plastikkanister befestigt waren, in der Hoffnung, dass das Tier zubeisst, und sich dann mitsamt den gut sichtbaren schwimmenden Kanistern davon macht und so sein Versteck verrät.
Ich bin noch nicht fertig mit der Lake Shore Lodge, Fortsetzung folgt.
sammy1'009 Beiträge · seit 200706. Apr. 2013 · #19
Hallo Erika,
hat Toni nicht bei einer Eurer letzten Reisen einem Kellner so was ähnliches beigebracht ? Ich denke da an "dicka Ranza". Die zukünftigen Gäste wird es erfreuen mit "vollgefressen?" angesprochen zu werden nach dem Essen. Da wäre ich zu gerne dabei 🤩
Gott gab den Europäern die Uhr und den Afrikanern die Zeit
unsere Website: SAMMY FAMILY
Butterblume3'700 Beiträge · seit 200906. Apr. 2013 · #20
Liebe Erika,
ganz lieben Dank für die wunderbaren Eindrücke! Die Vorfreude steigt immer mehr. In der Utengele Coffee Lodge haben wir jeweils auf der Hin- und Rückreise zur Zeit auch noch eine Nacht eingeplant. Das schaut ja sehr einladend aus. Es kann aber sein, da die ja ca. 20 km entfernt von Mebya liegen, dass wir gegen das Karibuni Center direkt in Mebya tauschen werden.
“vollgefressen”
Wir werden den Lernfortschritt überprüfen und berichten. Mal schauen, welche "sinnvollen" Vokabeln Jochen dazu noch einfallen. Vielen Dank für die Warnung! 🤩
Mit herzlichen Grüßen und Dank Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheitwww.butterblume-in-afrika.de