Abzocke Simbabwe

118 Antworten · 26,3k Aufrufe · gestartet 18. Juli 2012 von Haiko
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Themenstarter29 Beiträge · seit 201122. Juli 2012 · #41
Hallo,

wenn es geht, würde ich den Grenzübergang Pandamatenga wählen. Von da geht es auch prima in den Hwange NP, der absolut top ist, weil nicht so überlaufen wie Chobe.
Für die Maut von VicFalls nach Bulawayo haben wir 1 US$ bezahlt.
An sämtlichen Kontrollen wurden wir - wenn überhaupt, nach Fahrerlaubnis, Feuerlöscher und den Standardgebühren (siehe Hupe-Reiseführer) gefragt, aber nie nach dieser ominösen Zusatzversicherung für Mietwagen. Ich bin nach wie vor nicht überzeugt, dass diese sein muss, da diese offenbar an anderen Grenzübergängen nicht gefordert wird. Bei uns wollten sie im Juli 120 US$ abkassieren. Die Diskussion hat mir gezeigt, dass die Lage in diesem Punkt reichlich verworren ist.
Wie auch immer: Simbabwe war ein tolles Erlebnis.
Gruß Haiko
319 Beiträge · seit 201222. Juli 2012 · #42
Hier meine Erfahrung gemacht am Übergang Beitbridge mit einem Nissan DCE gemietet von Kea
Road Access Fee: 84 Rand
Carbon Tax: 126 Rand
Versicherung: 252 Rand
Dort wird aber, weil der Wagen ein Mietfahrzeug ist auch eine CVG verlangt (Commercial Vehicle Guarantee). Der Grenzbeamte sagte mir, daß offizielle Leute mit einer Ausweiskarte das mir besorgen. Einer kam gleich und verlangte 100 US$. Ich wusste aber, daß die nicht soviel kostet - also kleine Diskussion, am Ende besorgte er sie mir für 50US$. Ich gehe aber davon aus, daß sie direkt billiger zu haben ist (schätze so um 30US$). An den Grenzübergängen gibt es kleine Verschläge mit Versicherungsagenten - dahin hätte ich mich wenden müssen. Später habe ich sogar gesehen, daß dies in meinem Reiseführer (Footprint) sogar erklärt war. Die CVG ist wohl der etwas unklare Punkt bei den Gebühren.
Ich gehe davon aus, daß die Grenzbeamten und die offiziellen Leute sich den "Gewinn" teilen und man deshalb an die offiziellen Leute verwiesen wird. Bis auf diese Sache, war aber alles sehr korrekt, wenn auch langwierig.
Im Land dann immer wieder Roadblocks, wo Feuerlöscher, Reflektoren etc. geprüft und kontrolliert wurde - aber immer korrekt die Beamten - einfach auch freundlich bleiben. Übrigens wird öfters auch die Geschwindigkeit mit Laserpistolen kontrolliert - also immer die Geschwindigkeiten einhalten.

Holger
zuletzt bearbeitet 22. Juli 2012
328 Beiträge · seit 200923. Juli 2012 · #43
Welche Simbabwe Grenzübergänge

sind nun aus der Diskussion zu empfehlen und welche möglich zu meiden ?
106 Beiträge · seit 200823. Juli 2012 · #44
Hallo zusammen,

ich habe nun immer noch nicht herausgefunden, ob man über Pandamatenga nach Vicfalls oder Bulawayo reisen kann, ohne im Hwange Station zu machen. Sind dann die NP Gebühren fällig?? Wie lange benötigt man für die Strecke Pandamatenga -- Hauptstraße VIc-Falls - Bulawayo??

Wir wollen uns nämlich nicht tagelang ärgern über diese Gebühr und auch nicht mit den Leuten streiten. Dafür haben wir in ZIM zuviel positives erlebt.

Angelika
2'338 Beiträge · seit 200723. Juli 2012 · #45
Hallo Angelika

Aufgrund deiner Frage muss ich annehmen, dass du Zimbabwe ohne richtiges Kartenmaterial bereisen möchtest 😐 . Das finde ich sehr mutig 😵 .

Du musst nicht durch den Hwange NP fahren, wenn du von Pandamantenga kommend auf die A8 (Teerstrasse Vic Falls – Bulawayo) möchtest! Eine ca. 70 - 80 km lange Piste führt vom Zoll nördlich vom Park vorbei über Matetsi direkt zur A8. Ab dort sind es noch ca. 50 km Teerstrasse bis Vic Falls. Die Fahrzeit weiss ich nicht mehr, aber ich würde schon mindestens 2 bis 3 Stunden für die Piste einplanen, da die Nebenstrecken in Zimbabwe teilweise sehr ungepflegt und während der Regenzeit oft sogar unpassierbar sind.

Wenn du aber von Panda aus übers Robins Camp in den Hwange fährst und denselben z.B. beim Hauptcamp wieder verlässt, sind selbstverständlich Eintrittsgebühren fällig, auch wenn es nur ein Transit ist.

Falls man dir am Zimbabwe-Zoll in Panda keine Third Party Versicherung fürs Fahrzeug ausstellen kann, solltest du, um Schwierigkeiten zu vermeiden, dieselbe schnellstmöglich in der nächstgrösseren Stadt besorgen.

Erika
Meine Reiseberichte: 1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/197270-unterwegs-in-den-1970er-jahren.html?start=120 2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle) http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/278559-am-anfang-war-die-huelle.htm 2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania http://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/279223-reisebericht-nordmosambik-mal-schoen-mal-haesslich.html 2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html 2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia http://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/285693-eine-reise-wird-zum-alptraum.html
3'383 Beiträge · seit 200923. Juli 2012 · #46
Hallo zusammen,

Herr Möhle schreibt:
Na ja, zwischen Abzocke ahnungsloser Urlauber und Ignoranz ahnungsloser Urlauber ist ja ein Unterschied.
Auch im Nachhinein frage ich mich, zu welcher Kategorie ich eigentlich gehöre. Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Aber wenn man mal "mit dem Rücken zur Wand" steht, dann sieht die Welt ganz anders aus.

Bloke hat damals richtig gehandelt. Wir nicht, gar keine Frage.
Darum hier nochmal unsere Story, wie sich das "Drama" abgespielt hat. Vielleicht kann der Eine oder Andere etwas rauslesen, was von Nutzen sein könnte.

Ich verweise auf meinen Reisebericht:

http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/208844-der-qbayern-schorschq-auf-afrika-tour.html#208844
Zur Grenze nach Zimbabwe ist´s nicht weit, vielleicht so 12 oder 15 km. Wir sind bald da und groß ist unsere Anspannung, als wir unser Auto einparken und zum Grenzhäuschen gehen.

Es ist punkt 9:05 Uhr.
Vor uns schätzungsweise 10 bis 12 Leute, alles Individuelle, also keine Reisegruppe. Lockere Atmosphäre, es werden die üblichen Witzchen gerissen.

Die ersten in der Schlange sind schon im Haus, die haben Glück, wir stehen nämlich noch vor dem Häuschen in sengender Hitze. Geschätzte 30 Grad, und das um 9:00 Uhr früh. Aber auch wir schaffen es, zumindest von der Sonne wegzukommen.

Als Erstes gibt man die Pässe für´s Visa ab, das dauert, und dann steht man an der Kasse an, das dauert. Und dann dürfen wir die erste Teilzahlung für unseren Trip vornehmen. 60 USD für Zwei Visen, und schon hat man Teil eins gemeistert.

Es ist punkt 9:35 Uhr, eigentlich ging das ratz fatz, und eigentlich, wären wir mit einem Shuttle da, könnten wir schon weiterreisen.

Für uns Selbstfahrer kommt aber noch Teil 2: wir müssen uns am "Customs Payment Receipt" Schalter anstellen.

So freundlich die beiden Beamten für das Visa waren, so unfreundlich ist der Mann an diesem Schalter. Nicht ein Lächeln, aber auch wirklich gar keins. Der Mann hat viel zu ertragen mit sich und seiner Laune.
Trotzdem schaffen wir auch diese Hürde und bezahlen für Road Access Fee, Carbon Foreign und Insurance 66 USD, das war für uns in Ordnung.

So - bisher lief das ja alles wie nach Plan. Schließlich macht man sich hier im Forum schlau und so wussten wir, dass wir für die beiden Visen die 60 USD und für das "Customs Receipt" 66 USD löhnen mussten.

Insgeheim verbuchte ich schon einen gewaltigen persönlichen Triumph. Hat doch fast jeder davor gewarnt, selbst zu fahren. Die Empfehlungen waren ziemlich einstimmig: fahr doch mit dem Shuttle.

Aber da macht der bayern schorsch natürlich nicht mit. Denn fahren lassen, das ist ja easy, aber selber fahren, das ist schon was ganz was Anderes.

Also ging´s mit stolzgeschwellter Brust Richtung Auto, na - das ist doch super gelaufen.

Aber da haben wir die Rechnung ohne dem Wirt (in diesem Fall dieser übelst gelaunte Officer) gemacht. Grad als wir aus dem Grenzhäuschen rausgehen wollten kam, wie aus der Pistole geschossen , die eindeutige und nicht miss zu verstehende Ansage:

"STOP, you have to wait for the Man Freight Revenue Authority."
Wie bitte für was sollen wir "waiten"??? Der Mann wiederholt seine Forderung und nun kommt das, was uns den Spass aber ganz gewaltig verdorben hat:

Man hat nämlich hier an der Grenze ganz willkürlich ein weiteres Papier "aufgelegt", das "Zimbabwe-Revenue-Authority", und dieser Wisch kostet uns nochmals satte

100 USD

Und weil ich schließlich der "bayern schorsch" bin, hab ich mich so was von aufgeregt, was aber alles nichts brachte.

Selbst ein Rückruf bei unserem Autoverleiher Savanna Car brachte nichts ein (... you have to pay ...), und letztendlich blieb uns gar nichts anderes übrig, also auch diese 100 USD zu bezahlen.

Und wir haben wirklich alles versucht, um um die 100 USD rumzukommen, aber das war halt immer noch zu wenig.

In einem anderen Thread hat "Bloke" hier gepostet, dass er diese 100 USD nicht bezahlt hat. Da war er schlauer (oder sturer) als wir. Wir hatten den Nerv nicht, aber in Anbetracht der Situation und auch rückschauend war uns in diesem Moment nichts anderes übrig geblieben, als zu zahlen. Oder halt einfach umzukehren, was wir aber auch nicht wollten.

Wir haben uns dort sehr geärgert. Man hat uns betrogen.

Heute, mit dem nötigen Abstand und ohne Emotionen sehen wir es immer noch so. Vom Gefühl her ist es so, als hätte man sich an uns bereichert. Was man ja auch hat, und zwar unerlaubt!

Zwar bringen uns die 100 USD nicht um, und es gibt weiß Gott Schlimmeres zu ertragen, aber wir meinen, dass das JEDER, der sich auf eine Reise in dieses Land einlässt, diese Machenschaften wissen muss. Dann kann er sich zumindest drauf einstellen, was ihn dort erwartet.

Wir haben uns noch vor Ort vorgenommen, diesen Vorfall an die Botschaft Zimbabwes in Berlin zu berichten.
Das haben wir mittlerweile auch getan, natürlich ohne irgendeiner Forderung unsererseits. Aber wir meinen, dass die Damen und Herren der Botschaft von diesen Betrügereien in Kenntnis gesetzt werden müssen. Ob´s allerdings irgendetwas bringt, kann man bezweifeln.
Übrigens hat uns der Botschafter sehr freundlich zurückgeschrieben. Wir haben sogar zusammen telefoniert und der gute Mann meinte, dass er diese Angelegenheit auf alle Fälle und unbedingt bei seiner Regierung vorbringt.

Anscheinend hat er es nicht getan, sonst würde so was wie im Eingangspost nicht immer wieder passieren.

LG
der bayern schorsch
Link zu allen Reiseberichten: Reiseberichte Bayern Schorsch
2'462 Beiträge · seit 200623. Juli 2012 · #47
Danke für Dein Posting. Entgegen hier oft landläufiger Meinung reicht es nicht immer, alles ganz locker zu sehen und mal einen Witz zu machen... und nicht jeder, der dann in der Situation erschöpft nachgibt, schwankt zwischen Dummheit und mit Geld um sich werfen...

Viele Grüße
Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
119 Beiträge · seit 201023. Juli 2012 · #48
Carsten Möhle schrieb:

Eigentlich sind die Autoverleiher gehalten, Ihre Fahrzeuge, die für Simbabwe genutzt werden, vorab beim Simbabwezoll anzumelden und die Gebühr zu bezahlen. Das das lebensfremd ist, da der Autoverleiher nicht auf Verdacht alle Fahrzeuge für Simbabwe registrieren kann, ist uns klar.

Eine Gebühr von 120 US$ für einen neuen Landrover 110 Defender kann also durchaus sein.

Hallo Carsten ... Ich finde das nicht so klar und vor allem nicht sehr kundenfreundlich!

Ist diese Gebühr ( Commercial Vehicle Guarantee ) bei jeder Einreise von neuem zu entrichten,oder hat sie eine gewisse Gültigkeit wie das Visum? Es kann ja vorkommen, dass ein und dasselbe Fahrzeug mehrmals pro Jahr nach Zimbabwe einreisst und die Touristen jedes Mal zur Kasse gebeten werden ...

Wieso kann ein Vermieter nicht einige Fahrzeuge für Zimbabwe einlösen und den entsprechenden Touristen aushändigen? Der Vermieter muss ja auch die Erlaubnis geben, dass mit dem Fahrzeug überhaupt nach Zimbabwe eingereist werden darf. Er weiss also Bescheid, welche Fahrzeuge nach Zimbabwe gehen. Den ahnungslosen Touristen einfach ins Messer laufen zu lassen ist wohl auch nicht die feine Art...

Lg Carmen
zuletzt bearbeitet 23. Juli 2012
2 Beiträge · seit 201226. Sept. 2012 · #49
Carmen on tour schrieb:
Carsten Möhle schrieb:

Eigentlich sind die Autoverleiher gehalten, Ihre Fahrzeuge, die für Simbabwe genutzt werden, vorab beim Simbabwezoll anzumelden und die Gebühr zu bezahlen. Das das lebensfremd ist, da der Autoverleiher nicht auf Verdacht alle Fahrzeuge für Simbabwe registrieren kann, ist uns klar.

Eine Gebühr von 120 US$ für einen neuen Landrover 110 Defender kann also durchaus sein.

Hallo Carsten ... Ich finde das nicht so klar und vor allem nicht sehr kundenfreundlich!

Ist diese Gebühr ( Commercial Vehicle Guarantee ) bei jeder Einreise von neuem zu entrichten,oder hat sie eine gewisse Gültigkeit wie das Visum?
Lg Carmen
Warum wird dieser Blödsinn jetzt auch noch zitiert?

Diese "Gebühr" ist frei erfunden. Und sie ist definitiv - laut Aussage der Zimbabwe Revenue Authority - KEINE von Staat verlangte Voraussetzung für die Einreise mit einem Mietwagen!!

Was man benötigt ist hier einzusehen: http://www.zimra.co.zw/index.php?option=com_content&view=article&id=1237&Itemid=149

Hinzu kommt eine Insurance von aktuell (September 2012) 20 USD, da, wie hier richtig bemerkt wurde, ausländische Versicherungen in ZIM nicht anerkannt werden.

Sämtliche Gebühren hängen offiziell und gut sichtbar am Schalter im Office aus und werden von uniformierten Grenzbeamten hinter dem Schalter erhoben!

Das ergab in unserem Fall (Toyota Hilux 2,5l D) Grenzübergang Kazungula:

ROAD ACCESS FEE: 20 USD
CARBON TAX : 15 USD
INSURANCE : 20 USD
------------------------
Gesamt 55 USD

Diese "Commercial Vehicle Guarantee" ist reine Abzocke und davon abgesehen wertlos.
Und nochmal ganz deutlich: Sie ist KEINE Einreisevorraussetzung!!

Im Vorraum des Office lungern dann 1-2, für ZIM-Verhältnisse schon fast dekadent gekleidete Gestalten herum. Natürlich in zivil, mit selbstgebastelten Plastikausweisen an der Hemdtasche.
Versicherungsgeber ist angeblich eine Ltd. aus Harare, die überhaupt nicht existiert.

Das einzige Problem war bei uns, das wir nach Erledigung der Grenz- und Visaformalitäten von dem offiziellen Bürogrenzer mit den Worten "This man can help you" richtung Versicherungsvertreter bedeutet wurden.

Auf meine Frage, warum er diese "Abgabe" kassiert und nicht jemand offizielles in Uniform hinter der Scheibe (ist ja auch bei der richtigen Insurance der Fall),
fiel ihm dann auch nicht viel mehr ein, als uns sein Heft zu zeigen, in dass er seine bisherigen Opfer fein säuberlich eingetragen hatte. Frei nach dem Motto: Die haben ja auch bezahlt. Wurde ja hier auch schon beschrieben.
Scheinbar ist der Grenzer hinter dem Schalter auch an dem Geschäft beteiligt, denn unser Versicherungsvertreter verwies immer wieder auf ihn als Autorität, allerdings hütete sich dieser davor zu bestätigen, das es sich bei den geforderten 60 Dollar um eine von der Regierung offiziell festgelegte Gebühr handelte. Es kam nur unverständliches Gebrummel.

Folgender Tip zur Vorgehensweise:
Zunächst das Auto nicht direkt vor dem Fenster des Office parken, sondern ein gutes Stück davor, sollte kein Problem sein da meist viel los ist an dem Übergang)
Zuerst sicherstellen, dass man seine Papiere hat (Reisepass mit Visum darin, Nachweis das Carbon Tax, Insurance, Road Fee bezahlt wurden)Zunächst das Auto nicht direkt vor dem Fenster des Office parken.
Versicherung freundlich ablehnen. Der "Versicherungsvertreter" wird dann diskutieren wollen.
Freundlich aber standhaft bleiben. Dann behaupten, erst mit seinem Autovermieter telefonieren zu müssen oder ihn anderweitig vertrösten. Am besten dann, wenn gerade eine der laufend dort ankommenden Reisegruppen seine Aufmerksamkeit beansprucht.
Gemütlich ins Auto steigen, zum Schlagbaum vorfahren, dem Bewaffneten Grenzer dort Visa und Nachweise vorzeigen - passieren.
Kein Mensch fordert diese Commercial Vehicle Guarantee oder will sie sehen. Weder bei der Einreise, noch bei der Ausreise, und auch keine der Polizeikontrollen die es im Land gab.

Diese - in unserem Fall 60 verlangten - Dollar kann man sich wirklich sparen, auch wenn es einem vielleicht nicht weh tut. In ZIM ist das Geld jedoch ein kleines Vermögen.
Man rechne sich nur mal aus wieviel Geld dieser schmierige Typ macht, wenn er pessimistisch geschätzt nur 20 Autos jeden Tag abkassiert.

Die Alternative ist, man diskutiert das aus. Dazu kann ich keinerlei Erfahrungswerte beisteuern, allerdings dürfte das einige Zeit beanspruchen. Man kennt ja die typische Sturheit und Penetranz solcher gestalten.

Der eigentlich Grenzer am Schlagbaum war übrigens super freundlich.
Er wollte lediglich die Nachweise für Carbon Tax, Road Fee und Insurance sehen.
Auf meine ausdrückliche Frage: "You need anything else" kam als Antwort: "No, nothing, except you wannna buy me a cold drink". Das war als Scherz gemeint, und als ich dann tatsächlich 2 Cokes in der Baracke gleich hinter der Grenze für ihn gekauft habe hat er nicht schlecht geguckt und sich überschwänglich bedankt...

Und jetzt ein für alle mal die Gebühren:

Visum: 30 USD/Person

Auto:
ROAD ACCESS FEE: 20 USD
CARBON TAX : 6-30 USD (je nach Hubraum)
INSURANCE : 20 USD

Wer mehr bezahlt ist definitiv selbst Schuld, unterstützt zudem eine ziemlich plumpe Form von Korruption, und ermuntert solche findigen Geschäftsleute, die "Gebühren" künftig noch anzuheben.
Wo lässt sich sonst so leicht und schnell soviel Geld verdienen? Es kann sich ja mal jede(r) hier fragen, was sie/er so am Tag verdient...;)
zuletzt bearbeitet 26. Sept. 2012
1'003 Beiträge · seit 200826. Sept. 2012 · #50
@Dirk
sehr schön geschrieben.
Das ganze nennt sich dann Temporary Import Permit also TIP und das ist das, was immer wieder kontrolliert wird, also nicht verlieren! Außerdem sollte das netter Weise bei der Ausreise wieder abgegeben werden, sonnst kommen die mit ihren Unterlagen durcheinander.
Grüsse
Christian
119 Beiträge · seit 201026. Sept. 2012 · #51
Dirk76 schrieb:
Carmen on tour schrieb:
Carsten Möhle schrieb:

Eigentlich sind die Autoverleiher gehalten, Ihre Fahrzeuge, die für Simbabwe genutzt werden, vorab beim Simbabwezoll anzumelden und die Gebühr zu bezahlen. Das das lebensfremd ist, da der Autoverleiher nicht auf Verdacht alle Fahrzeuge für Simbabwe registrieren kann, ist uns klar.

Eine Gebühr von 120 US$ für einen neuen Landrover 110 Defender kann also durchaus sein.

Hallo Carsten ... Ich finde das nicht so klar und vor allem nicht sehr kundenfreundlich!

Ist diese Gebühr ( Commercial Vehicle Guarantee ) bei jeder Einreise von neuem zu entrichten,oder hat sie eine gewisse Gültigkeit wie das Visum?
Lg Carmen
Warum wird dieser Blödsinn jetzt auch noch zitiert?

Warum ?... lieber charmanter Schattenmann ...

Weil jeder Turi am Ende in Vic Falls diese offizielle (nach Carsten Möhle) Gebühr bezahlt ... Das sind unbedarfte Touristen, die oft nicht wissen wie Afrika funktioniert und nur die Wasserfälle sehen wollen, zu jedem Preis scheinbar ... das kann wunderbar inoffiziell oder offiziell zu Geld gemacht werden.

Gruss Carmen
2 Beiträge · seit 201226. Sept. 2012 · #52
Liebste Carmen!

Es lag und liegt mir fern uncharmant zu sein!

Aber es kann ja wohl nicht sein das jemand, der für sich eine gewisse Expertise in Anspruch nimmt (die ich ihm im Übrigen auch nicht absprechen möchte) hier so einen - Entschuldigung -
Schmuss verbreitet, und er dann auch noch als "offiziell" angesehen wird.
Offizielle Auskünfte werden nun mal ausschliesslich von offiziellen Stellen erteilt.;)

Und ich verwette meine beiden Ersatzreifen, das Carsten diese Auskunft und Erklärung für die Gebühr nicht von irgendeiner offiziellen Stelle hat, sondern sie so - 1 zu 1 inklusive der Begründung (die schlimmer Weise ja auch noch halbwegs logisch klingt) - ungeprüft von dem Hansel übernommen hat, der dort eben jene Gebühr versucht zu kassieren.

Davon abgesehen bin ich genauso ein Tourist wie wohl nahezu alle hier.
Mich ärgert nur, dass so eine "Info" gleich am Anfang dieses Themas zu finden ist, und mit Sicherheit genug Leute daraufhin anstandslos bezahlen. Was sicher auch damit zu tun hat, dass sich viele nicht die Mühe machen werden alle Seiten hier zu lesen.

Es sei nochmal gesagt:
Diese Gebühr ist frei erfunden. Sie wird nirgends benötigt. Man muss sie auch nicht später in VicFalls bezahlen.
Man benötigt einzig und allein das "Temporary Import Permit" (danke fordfahrer - mir war die genaue Bezeichnung entfallen).
Dieses sollte man gut aufheben und bei der Ausreise wieder vorweisen können, sonst gibt es uU ein Problem.
Und das erhält man, nachdem man die von mir oben aufgezählten und in der Tat offiziellen Gebühren entrichtet hat.
Der Eintritt zu den VicFalls selbst kostet dann übrigens aktuell 30 USD für Ausländer, bei Vollmond und abends/nachts 60 USD pro Person.

Wer allerdings gerne einen zwei- bis dreistelligen Dollarbetrag an einen einfach nur dreisten Zeitgenossen verschenken möchte, der kann auch auf Anfrage meine Kontonummer bekommen!😄

Nix für ungut!

Gruß, Dirk
Gast16. Feb. 2013 · #53
Hallo an Alle,

gibt es denn bezüglich der Kosten neue Erfahrungen? Danke für eine Aktualisierung an alle, die hoffentlich einen tollen Urlaub hatten!

Grüße baboon
328 Beiträge · seit 200917. Feb. 2013 · #54
Wir haben gerade einen 4x4 in Johannesburg fix für Simbabwe gebucht

Die Route geht über Südafrika, Botswana für knapp 4 Wochen nach Simbabwe (Schwerpunkt Hwange & Mana Pools)

Damit wir das noch einmal ganz klar verstehen

Welche Gebühr müssen wir an der Simbabwe Grenze beim ein- oder ausreisen max. selbst und zusätzlich bezahlen ?

Und welchen zusätzlichen Link sollte man noch im Zugriff haben:
http://www.zimra.co.zw/index.php?option=com_content&view=article&id=1237&Itemid=149
zuletzt bearbeitet 17. Feb. 2013
4'129 Beiträge · seit 200817. Feb. 2013 · #55
Hallo, mafrot!

Scroll doch mal 5 Beiträge hoch...


und die entscheidede Info der ZIMRA über die Commercial Vehicle Guarantee steht hier:
http://www.zimra.co.zw/index.php?option=com_content&view=article&id=1885:understanding-temporary-importation-permit-for-visitors-vehicles&catid=21:did-you-know&Itemid=91

Besonders zu beachten:
"Types of vehicles eligible for temporary import permit (TIP)

Passenger type motor vehicles commonly known as saloon cars or sedans and station wagons
Goods carrying motor- vehicles with a gross vehicle weight not exceeding 5 tonnes such as pick-ups and double cabs
Passenger carrying motor vehicles with a seating capacity not exceeding 15 people including the driver
Trailers and caravans pulled by the above vehicles
NB: Please note that any other vehicles which do not fit the above descriptions, for example a passenger carrying vehicle with seating capacity exceeding 15 people, would require a Commercial Temporary Import Permit (CTIP) covered by a Commercial Vehicle Guarantee obtainable from a Zimbabwean registered clearing agent with the relevant bond."
Vielleicht klärt das ja einiges.

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 17. Feb. 2013
4'129 Beiträge · seit 200817. Feb. 2013 · #56
Ich nochmal...

Langsam wundert mich das schon, was hier so alles steht.

Dirk76 schrieb:
Diese "Gebühr" ... "ist definitiv - laut Aussage der Zimbabwe Revenue Authority - KEINE von Staat verlangte Voraussetzung für die Einreise mit einem Mietwagen!!“
Das ist, so pauschal gesagt richtig und im Besonderen falsch.
Ist ein Mietfahrzeug als Commercial Vehicle registriert oder erfüllt es eine der oben von der ZIMRA zitierten Bedingungen – dann ist diese unangenehme Abgabe berechtigt, wie anfänglich schon Carsten Möhle schrieb und ausführlich erklärte.


Nun berichtest du, Dirk76, dass die ZIM Custom Officers an folgende Personen verweisen:
„Im Vorraum des Office lungern dann ... Gestalten herum. Natürlich in zivil, mit selbstgebastelten Plastikausweisen an der Hemdtasche.
Versicherungsgeber ist angeblich eine Ltd. aus Harare, die überhaupt nicht existiert.“
Was mir nun auch nicht ganz klar ist, hier wird nun plötzlich über eine Versicherung gesprochen, eigentlich geht es um eine Zoll-Angelegenheit.
Was sind denn das nun für Leute, von denen du da sprichst? Und welche „nicht existierende“ Versicherung steht denn auf ihren „Plastikausweisen“?
Das wäre schon wichtig zu erfahren, bei einem so schwerwiegenden Vorwurf von kriminellen Machenschaften.

Hat denn mal Jemand eine Quittung dieser abgeführten CVG – dann könnte man diese Behauptung ja mal nachprüfen. Denn wenn das stimmen sollte, dann wäre es wichtig, solche Nachweise gebündelt an die Botschaft zu schicken.


Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 18. Feb. 2013
4'129 Beiträge · seit 200817. Feb. 2013 · #58
Danke, Butterblume, für den Hinweis!


Nach Ansicht des Dokumentes (mit dem Vergrößerungsglas, damit ich auch alles lesen kann... 😗 ) kann ich nichts anderes darin sehen, als dass dieses von einem Agenten ausgefüllt wurde, der von der ZIMRA dazu autorisiert wurde. Es enthält alle wichtigen Indizien eines regulären Dokuments, inklusive des Stempels von der ZIMRA. Ich kann nichts entdecken, dass die unterzeichnende Person nicht berechtigt war für die ZIMRA zu handeln.
Offensichtlich wurde das Mietfahrzeug als Commercial Vehicle eingestuft.

Ich möchte hier nicht missverstanden werden und klarstellen, dass ich es für eine völlig dämliche Situation halte, wenn Autovermieter in SA und NAM, deren Fahrzeuge als Commercial Car klassifiziert sind, ihre Kunden mit dem TIP (für nicht kommerzielle Fahrzeuge) nach ZIM fahren lassen ohne sie darüber aufzuklären, was das für einen Grenzübergang nach ZIM bedeutet.
Mit der Schelte nach Zimbabwe hängt man da nicht unbedingt an der richtigen Stelle der unschönen Angelegenheit.

Es mag sein, dass die Kazungula Custom Offizier die einzigen sind, die so verfahren, deshalb muss das noch lange nicht „unkorrekt“ sein – und es mag sein, dass die anderen Grenzen nur Alle-Fünfe-grade-sein-lassen... - weil man weiß, dass es den Aufwand nicht lohnt
– und so kann es sein, dass ZIMRA nur für Kasane die Agentur Manfreight ZM verpflichtet, weil hier am meisten reinkommt!

Was allerdings eindeutig zu klären sein müsste, ist die Höhe des Fee. Denn da scheint es ja deutliche Unterschiede zu geben und es scheint verhandelbar zu sein und manch einer konnte auch schon "überzeugen", dass er nicht zahlen muss...

Vielleicht noch andere Dokumente in Sicht?

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
3'700 Beiträge · seit 200917. Feb. 2013 · #59
Hallo Lilytrotter,

die CVG fällt auch nicht nur in Kazungula an. Hier mindestens ein Post, dass sie auch in Beitbridge erhoben wird. Vermutlich lassen sich in den Tiefen des Internets auch noch mehr Berichte darüber finden.
Und hier noch jemand.

Mit herzlichen Grüßen
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
zuletzt bearbeitet 17. Feb. 2013
4'129 Beiträge · seit 200818. Feb. 2013 · #60
Vielen Dank, Butterblume, für die weiteren links!

Diese Infos zeigen doch alle in die gleiche Richtung und bestätigen ganz einfach, dass die Commercial Vehicle Guarantee eine ganz reguläre Angelegenheit und keine Abzocke willfähriger Touristen-Opfer oder gar die kriminellen Machenschaften irgendwelcher „schmieriger Typen“(Dirk76) sind.
toumtoum schrieb in Bezug auf die Berechnungsgrundlage:
„ 450 Rand / 50US$ Zollgebühren Fahrzeug (Commercial Vehicle Guarantee ) bzw. 1 % vom Fahrzeugwert“
- und somit haben wir auch eine Erklärung für die unterschiedlichen Summen, die da verlangt werden.
Führt man ein Commercial Vehicle, wird man sich ohne CTIP wohl kaum der Zahlung der Gebühr entziehen können. Warum auch, denn es ist eine offizielle Zoll-Vorschrift in Zimbabwe! Ob es einem nun passt oder nicht.

Kleine Liste zur persönlichen Klärung auf der Reise:
1. Fahrzeugpapiere kontrollieren
2. Vermieter auf das CTIP ansprechen (TIP reicht bei Commercial Vehicle nicht)
3. Berechnungsgrundlage prüfen und ggf. bei fehlerhafter Berechnung diskutieren - und
4. sich dann der Zahlung "hingeben"... 😉

Ich hoffe, dieser Klärungsversuch hilft dem einen oder Anderen, sich von dem Gespenst der angeblichen „Abzocker“ an der Zimbabwe-Grenze zu befreien.
Dieser Versuch erhebt keinen Anspruch auf absolute Richtigkeit und wenn jemand gegenteilige Informationen geben kann – jedoch keine Räuberpistolen! – dann immer her damit. Wir alle brauchen Klarheit.

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 18. Feb. 2013