Abzocke Simbabwe

118 Antworten · 26,3k Aufrufe · gestartet 18. Juli 2012 von Haiko
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Themenstarter29 Beiträge · seit 201118. Juli 2012 · #1
Hi Leute,

wir sind gerade von unserem Trip Namibia, Botswana und Simbabwe zurück. Alles war super, bis auf die Einreise nach Simbabwe.

Wir sind über Kazungula gefahren.
Gelöhnt haben wir:
Visum 30,00 US$ pro P, Auto (Carbon-Tax, Versicherung und Straßengebühr) für einen Landrover 55,00 US $ zusammen. Bis dahin alles okay.
Dann wollte einer, der im Abfertigungshäuschen in zivil am Ausgabg saß, nochmal 120 US$ haben, weil wir Ausländer sind und mit einem kommerziellen Auto (Vermieter: Asco Car Hire) einreisen. Weil wir nicht zahlen wollten, zeigte er uns ein Büchlein, das vor uns schon andere die Summe gezahlt haben, die mit einem Mietauto unterwegs waren.
Wir wollten aber nicht zahlen unh hatten nach langem Hinn und Her das Glück auf unserer Seite.
Danach und auch bei der Ausreise gab es keine Probleme mehr wegen dieser Sache. Bei allen Kontrollen - wir sind zwischen VicFalls, Bulawayo, Matobo NP und Grenze Plumtree auf 14 gekommen - wurden wir nie nach diesem Schriftstück gefragt.
Unser Eindruck: Ahnungslose Urlauber sollen gerade in Kazungula abgezockt werden, weil da die meisten passieren. Besser ist wohl, einen der kleineren Übergänge zu nutzen.
Bei den anderen Kontrollen ging es übrigens freundlich zur Sache. Und die Menschen, denen wir begegneten, waren sehr aufgeschlossen. Am Sambesi-Ufer hatten wir zwei tolle Tage, der Hwange-Park hat uns ebenfalls sehr gut gefallen: Landschaft, Tierwelt, vergleichsweise wenig Touristen und daher keine Probleme in den größeren Camps unterzukommen.
Eine gute Zeit
Haiko
1'155 Beiträge · seit 200619. Juli 2012 · #2
Haiko schrieb:
Dann wollte einer, der im Abfertigungshäuschen in zivil am Ausgabg saß, nochmal 120 US$ haben, weil wir Ausländer sind und mit einem kommerziellen Auto (Vermieter: Asco Car Hire) einreisen. Weil wir nicht zahlen wollten, zeigte er uns ein Büchlein, das vor uns schon andere die Summe gezahlt haben, die mit einem Mietauto unterwegs waren.
Wir wollten aber nicht zahlen unh hatten nach langem Hinn und Her das Glück auf unserer Seite.
Das ist die Touri Grenze Nr1.

Einfach nicht bezahlen. Diese Gebühr gibt es nicht und ein offizielles Formular hat er auch nicht! 😛

An keinem anderen Übergang wird so eine Gebühr verlangt.

Wegelagerer gibt es leider immer wieder. In Zambia zum Beispiel ist es ganz schlimm geworden.

Gruss Tom
1'287 Beiträge · seit 200619. Juli 2012 · #3
Na ja, zwischen Abzocke ahnungsloser Urlauber und Ignoranz ahnungsloser Urlauber ist ja ein Unterschied.

Der Kazangula Grenzübergang ist einer der am Wenigsten korrupten Grenzübergänge Afrikas die ich in den letzten 28 Jahren erlebt habe, und ich habe so 400 Grenzübergänge in Afrika gehabt. Ich bewundere eher die Geduld und den Großmut der Simbabwischen Grenzbeamten dort, nichtsahnende, englischstammelnde Touristen und zum Teil echte Herrenmenschen überwiegend freundlich ( verglichen mit namibischen Grenzern )den Übergang über ein der ( hier ) wichtigsten Landesgrenzen zu gestalten.

Wer sich vorher informiert hat, welche Gebühren zu zahlen sind, ist von den verschiedenen offiziellen Gebühren - da sind die richtig kreativ - nicht überrascht. Ahnungslosigkeit war eigentlich noch nie eine Tugend.

Schwankungen in den Angaben kommen überwiegend durch Währungsschwankungen zustande. Im Allgemeinen bekommt man mit Rand den günstigsten Preis.
Die verschiedenen Gebühren, oftmals mit Anzahl Sitzplätze, Einstufung als LKW oder PKW und Hubraum als Kriterium, sollten auf Nachfrage vor Ort von den Beamten vorgezeigt werden. Oft hängt auch öffentlich eine Währungsumrechnungstabelle aus.

Für Victoria Falls – Simbabwe - muss an der Grenze eine Zusatzversicherung für ca. 450 Rand / 50 US$ abgeschlossen werden, da ausländische Versicherungen generell nicht akzeptiert werden. Zusätzlich 140 Rand Carbon Tax und 450 Rand / 50 US$ Zollgebühren Fahrzeug ( Commercial Vehicle Guarantee ) bzw. 1 % vom Fahrzeugwert und 60 Rand Zollgebühren allgemein.
Mit dieser Gebühr wird abgeschöpft, dass die Autoverleiher in Simbabwe ja keine Steuern zahlen, aber mit Ihrem Auto durch den Verleih und die Freigabe nach Simababe auch Geld verdienen. Eigentlich sind die Autoverleiher gehalten, Ihre Fahrzeuge, die für Simbabwe genutzt werden, vorab beim Simbabwezoll anzumelden und die Gebühr zu bezahlen. Das das lebensfremd ist, da der Autoverleiher nicht auf Verdacht alle Fahrzeuge für Simbabwe registrieren kann, ist uns klar.

Eine Gebühr von 120 US$ für einen neuen Landrover 110 Defender kann also durchaus sein.

Und noch einmal 20 Pula bei Rückkehr nach Botswana auf der botswanesischen Seite. Zusätzlich muss Ihr Leihfahrzeug über Folgendes verfügen: Katzenaugen - Strips an Front und Heckseite, 2 Warndreiecke und Feuerlöscher.

Der Grenzübergang nach Sambia ist noch einmal eine härtere Nummer.
Abzocker sind hier die "Geschäftsbesorger" vor Ort, die mit falschen Kursversprechen ihre Dienste anbieten und nach erfolgtem durchlotsen eine Mega-Dienstleisterrechnung präsentieren.
Die Unübersichtlichkeit am Kazangula Grenzübergang scheint von den Sambischen Zöllnern ein wenig gewollt zu sein. Da ist in der Tat ein Umfeld für Korupption.

Livingstone – Sambia – liegt außerhalb der Zollunion. Neben der Freigabe durch den Autoverleiher muss bei der Einreise ein Temporary Export Permit vor Ort ausgefüllt werden. Zusätzlich muss Ihr Leihfahrzeug über Folgendes verfügen: Katzenaugen - Strips an Front und Heckseite, 2 Warndreiecke und Feuerlöscher. Eine Warnweste muss im Fahrzeug vorhanden sein. Es muss eine Zusatzversicherung in Höhe von ca. 25 US$ / 250 Rand abgeschlossen werden und eine Allgemeine Strassennutzungsgebühr ( Road Levy Toll Fee ) in Höhe von 20 US$. Die verschiedenen Regionen nehmen zusätzlich noch Gebühren ( Council Levy ) in Höhe von 4-6 US$ pro Fahrzeug. Die Carbon Tax für ein normales Allradfahrzeug ist ca. 350 Rand / 50 US$
Die Kazungula-Fähre bei Kasane zwischen Sambia und Botswana kostet jetzt: Pkws und Minivans: 21 US$, Minibusse, Geländewagen und Pickups: 28 US$, Lkws bis 5t: 35 US$.

Mit sonnigen Grüßen aus Windhoek
Carsten Möhle
1'155 Beiträge · seit 200619. Juli 2012 · #4
Carsten Möhle schrieb:
Mit dieser Gebühr wird abgeschöpft, dass die Autoverleiher in Simbabwe ja keine Steuern zahlen, aber mit Ihrem Auto durch den Verleih und die Freigabe nach Simababe auch Geld verdienen. Eigentlich sind die Autoverleiher gehalten, Ihre Fahrzeuge, die für Simbabwe genutzt werden, vorab beim Simbabwezoll anzumelden und die Gebühr zu bezahlen. Das das lebensfremd ist, da der Autoverleiher nicht auf Verdacht alle Fahrzeuge für Simbabwe registrieren kann, ist uns klar.

Eine Gebühr von 120 US$ für einen neuen Landrover 110 Defender kann also durchaus sein.


Carsten Möhle
Hallo Carsten

Dann müsste diese Gebühr für Mietwagen ja auch an den anderen Übergängen nach Zimbabwe erhoben werden. Das ist aber nicht der Fall, soviel mir bekannt ist...

Gruss Tom
7'296 Beiträge · seit 200619. Juli 2012 · #5
Haiko schrieb:Weil wir nicht zahlen wollten, zeigte er uns ein Büchlein, das vor uns schon andere die Summe gezahlt haben, die mit einem Mietauto unterwegs waren.
... das ist eine in ganz Afrika weit verbreitete Methode, um Geld zu kassieren. Meist geht es dabei um Spenden für eine Schule oder irgendeinen "Schwerkranken". Und als Legitimation bekommt man einen Zettel vorgehalten, auf dem alle brav unterschrieben haben, die zuvor reingelegt wurden. Nur weil auf einer Liste Leute stehen, die einen Betrag X bezahlt haben, bedeutet ja noch lange nicht, dass man den Betrag bezahlen muss.

Danke, dass Du hier andere Leser davor warnst.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
143 Beiträge · seit 200719. Juli 2012 · #6
Für alle mit weniger Lust auf Abenteuer, die nur zu den Falls wollen, empfehle ich seit langem eine Tour mit einem Hotelbus von Kasane aus.

Im Übrigen: Vermutet nicht hinter jedem Uniformierten einen Abzocker. Selbst wenn der Grenzbeamte wie ein böser Diktator in einem alten Afrika-Action-Film aussieht: Meistens ist es ein freundlicher Mensch, der noch freundlicher wird, wenn man ihn mit einem kleinen Scherz zum Lachen bringt.

Und wenn man sich wirklich gegen Abzocke wehren muß: Freundlich bleiben, auf Augenhöhe mit den Leuten reden. Ein Hinweis auf deutsche Rechtsnormen ist da nicht hilfreich 🙂.
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1'287 Beiträge · seit 200619. Juli 2012 · #7
Hallo Tomcat,

Beitbridge von Südafrika Seite ist ebenfalls notorisch in den negativen Schlagzeilen. Dort überqueren allerdings meistens Südafrikaner mit Eigentumsfahrzeugen den Grenzübergang. Die Südafrikaner sind allerdings auch traditionell sehr schlecht informiert über Grenzübertrittsformalien.

Dass Hauptproblem bei Simbabwe ist, dass man nicht weiß, ob die Prozenteregelung oder die Hubraumregelung bei der Berechnung der Zollgebühr zum Tragen kommt. Ich kann zur Zeit nicht sagen, ob es dabei Ermessensspielraum gibt.

Mysterien gibt es ja immer wieder bei afrikanischen Grenzübergängen. Klein Dobe von Namibia-Buschmannland vergibt auf der Botswanaseite keine zwingend vorgeschriebenen Straßenbenutzungsplaketten. Kassiert fairerweise auch nicht dafür. Ein Verweis auf den Eingangsstempel Grenzübergang Klein Dobe reicht dann bei Kontrollen im Land aus.

Gesetzeskraft hat die vorgeschriebene 2 Wochen gültige "police clearance" für namibische Fahrzeuge bei Grenzübertritten. Das wurde bei Ngoma Bridge mal zwei Wochen kontrolliert, dann hat man die Kontrollen abgebrochen,da keiner der Grenzgänger darüber verfügte und die Beamten dann keine Lust mehr hatten, das zu ahnden oder die Leute nach Katima Mulilo zurückzuschicken.

African Magic: Man darf keine Sambia Kwatscha ausführen, muß aber bereits an der Grenze fast alles damit bezahlen.

Mit sonnigen Grüßen aus Windhoek
Carsten Möhle
7'296 Beiträge · seit 200619. Juli 2012 · #8
Carsten Möhle schrieb:African Magic: Man darf keine Sambia Kwatscha ausführen, muß aber bereits an der Grenze fast alles damit bezahlen.
... Kwatscha ... sehr schönes Wortspiel ... 😉
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
1'155 Beiträge · seit 200619. Juli 2012 · #9
Carsten Möhle schrieb:Hallo Tomcat,

Die Südafrikaner sind allerdings auch traditionell sehr schlecht informiert über Grenzübertrittsformalien.

Carsten Möhle
Da hast Du Recht, die Springbocks haben selten allzu viel Ahnung von irgendwas ausserhalb RSA.😄

Aber auch der AA in RSA hat nichts gewusst von einer extra Gebühr für Meitwagen…

Das ganze scheint (noch) nicht sehr durchdacht und ausgereift. Wenn jemand die Gebühr nicht zahlen will, muss er sie anscheinend auch nicht, wenn er nur hartnäckig genug bleibt scheint es ....

Gruss, Tom
359 Beiträge · seit 201019. Juli 2012 · #10
Gesetzeskraft hat die vorgeschriebene 2 Wochen gültige "police clearance" für namibische Fahrzeuge bei Grenzübertritten. Das wurde bei Ngoma Bridge mal zwei Wochen kontrolliert, dann hat man die Kontrollen abgebrochen,da keiner der Grenzgänger darüber verfügte und die Beamten dann keine Lust mehr hatten, das zu ahnden oder die Leute nach Katima Mulilo zurückzuschicken.

Da hat Carsten zwar vollkommen recht, aber ich würde mich nicht drauf verlassen. Wir haben über ein Jahr in Katima gewohnt und sind häufiger rübergefahren. Mal wollte man sie sehen, mal nicht. Das kommt auf den Mann am zweiten Schlagbaum an. Und wenn man keine haben sollte, bekommt man sie in der Regel nicht so schnell in Katima. Die gute Dame ist mit dem Ausfüllen der 10 Clearance-Zettel pro Woche nämlich arg überarbeitet. Da konnten wir auch mal fünf Tage warten. Zur Not kann man aber auch sagen, dass man nur auf die Brücke zum Angeln will.

Abgesehen davon kann ich Carsten zu dem Verhalten der Grenzer in Zimbabwe, Zambia und Botswana nur zustimmen. Gerade Botswana ist ein Traum an Effizienz und Freundlichkeit sogar mit der Bitte um Bewertung der Arbeit. Da könne sich die Namibischen Grenzer hundert Scheiben abschneiden.

Gruß aus Windhoek Kowo
zuletzt bearbeitet 19. Juli 2012
1'920 Beiträge · seit 200819. Juli 2012 · #11
Immer wieder die selbe MASCHE

und das obwohl sich der Bayern Schorsch direkt bei der Botschaft in Berlin beschwert hat


LG Bloke
zuletzt bearbeitet 19. Juli 2012
2'349 Beiträge · seit 200919. Juli 2012 · #12
Habe Mitte Mai 2012 beim Grenzübergang Kazungula 43 Euro für die Einfuhr meines T5 VW-Buses TDI (7-Sitzer) nach Zimbabwe gezahlt. Und keinen Cent mehr.

Abwicklung war problemlos, freundlich und relativ schnell. Die zimbabwischen Beamten bei Kazungula sind ja fast schon legendär für Ihre Freundlichkeit und lockere Art.

Beschweren nützt nichts, wenn die Regelungen existieren und man sich vorher nicht informiert...

Wer nicht freundlich bleibt und gegenüber den Beamten laut wird, hat Afrika nicht verstanden und fällt nur sehr unangenehm auf.

Keep smiling and be nice! Dann klappt's auch problemlos.

Schwieriger und teurer ist es meines Erachtens nach Zambia (das ist eher "Abzocke"), wobei man auch Glück haben kann und man kommt dort billig "rüber".

Lg, Otji!
zuletzt bearbeitet 19. Juli 2012
1'723 Beiträge · seit 200920. Juli 2012 · #13
hallo

zimbabwe steht uns dieses jahr noch bevor aber zum grenzuebergang kazungula / sambia kann ich auch nur sagen "man o mann" ...

Abgesehen von den zahlreichen scheinbar offiziellen fees and taxes wollte dann der typ der sich an unser auto geheftet hat von uns geld fuers managen ... ??? !! gemanaged hat der gar nix hat uns nur am rocksaum geklebt wie pattex .. haben wir auch nicht bezahlt .. war dann ziehmlich penible weil die auf einmal zu fuenft um unser auto standen und uns nicht fahren lassen wollten...

ausserdme muss man bei der versicherungs policy aufpassen.. die wollten uns gleich fuer 3 monate verkaufen und wir haben auf 1 monat bestanden.. nach langem hin und her und gezeter haben die das dann auch akzeptiert ...

ach ja und der kurs der kwatscha ist ein traum .. (lol !!!!) das ist geplante abzocke weil die wissen das man ohne kommt und eben nur in kwatscha bezahlen darf... immer nur genau so viel wechseln wie noetig.. uns hat man dann erzaehlt, dass wir in livingstone nirgentwo kwatscha bekaemen und nur in kwatscha bezahlen duerfen etc.. wenn man das erste mal kommt und nicht informiert ist, kann man schon unsicher werden... aber natuerlich alles bleodsinn ..


freundlichkeit an dieser grenze ist sehr relativ .. die im buero fuer customers etc war recht "maessig" freundlich, dahin gegen der polizei beamte bei dem man auch irgentwie 10 USD zahlen muss war recht witzig .. aber das kann natuerlich alles tagesform sein..

bin mal gespannt wie es in zimbabwe laufen wird .. vielen dank auf jeden fall fuer den hinweis ..

viele gruesse
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
116 Beiträge · seit 200920. Juli 2012 · #14
Morgen gehts endlich los. Na da bin ich mal gespannt was uns in Kazangula erwarten wird.

Unter uns gesagt, ich zahle lieber die 100$ als 4 Stunden an der Grenze zu schmoren, lange zu diskutieren und unnötig Zeit zu verlieren.
Habe das Geld auch schon für dümmeres ausgegeben.

Gruss Daniel
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1'287 Beiträge · seit 200820. Juli 2012 · #15
Gawan schrieb:
Unter uns gesagt, ich zahle lieber die 100$ als 4 Stunden an der Grenze zu schmoren, lange zu diskutieren und unnötig Zeit zu verlieren.
Habe das Geld auch schon für dümmeres ausgegeben.
Hallo Daniel,

leider tust Du mit dieser Haltung nachfolgenden Reisenden keinen Gefallen, da so mal wieder demonstriert wird, dass wir eben so reich sind, dass uns 100US$ fast schon ein bisschen egal sind. Hier wird dann eben eine entsprechende Erwartungshaltung geweckt.
Besser finde ich die hier u.a. durch Carsten gemachten Vorschläge, sich vorher über die zu erwartenden Gebühren (z.B. hier im Forum) zu informieren und dann nur diese Gebühren zu bezahlen. Meine Erfahrungen an den Grenzübergängen, welche ich bisher passiert habe, ist, dass sich mit diesem Wissen und dem damit verbundenen sicheren (aber natürlich freundlichen) Auftritt die Angelegenheit schnell und zur Zufriedenheit aller erledigen lässt.

Gruß
Carl
Madam und Boss Unterwegs (2014/15) "Bacon and Eggs - A day's work for a chicken; A lifetime commitment for a pig." (Anon) "I will go anywhere, provided it be forward" (David Livingston)
116 Beiträge · seit 200920. Juli 2012 · #16
Hallo Carl

Ich verstehe deinen Einwand schon. aber wie soll ich wissen wieviel ich nun genau bezahlen muss ?

Carsten beschreibt ja, dass er selber nicht genau sagen kann wie sich die diversen Gebühren je nach Gewicht, Hubraum, Baujahr etc im Einzelfall berechnen lassen.

Es kommt mir echt nicht drauf an ob der Grenzübertritt nun 50$ mehr oder weniger kostet. Ich bin eben der Meinung, dass man nicht um jeden $ feilschen soll, wenn man sich eine Afrikareise leisten kann. Wir sind eben wirklich so reich !

Genauso sehe ich es auch mit den Trinkgeldern. Zuviel T£rinkgeld ist nie falsch ! Dies ist auch eine Möglickkeit etwas zurückzugeben von unserem Reichtum unserer industrialisierten Welt. Es kann ja niemand etwas dafür wo er geboren wurde.

Das meiste Geld, dass ich für die Reise ausgebe kommt ja nicht den einfachen Einheimischen zu gute, sondern v.a. den Zwischenhändler.

Gruss Daniel
0
zuletzt bearbeitet 20. Juli 2012
1'155 Beiträge · seit 200620. Juli 2012 · #17
Gawan schrieb:Hallo Carl

Es kommt mir echt nicht drauf an ob der Grenzübertritt nun 50$ mehr oder weniger kostet. Ich bin eben der Meinung, dass man nicht um jeden $ feilschen soll, wenn man sich eine Afrikareise leisten kann. Wir sind eben wirklich so reich !

Hallo Daniel

An der Zimbabwe Grenze wirst du sehr korrekt und freundlich behandelt. Keine Sorge. Aber "Wir sind reich also zahlen wir halt" ist keine gute Einstellung.

Unklar ist die Gebühr für Mietwagen die anscheinend nur in Kazangula erhoben wird .

Du zahlst also ...

30 U$ pp für Visa
50-120 U$ Roadtax und Insurance je nach Hubraum
(Ein 4.2 Liter Landruiser kostet 120U$)

120 U$ Wenn du mit dem Mietwagen einreisen willst, aber nur in
Kazangula sonst an keine anderen Übergang in ZIM und das
ist etwas seltsam

Gruss Tom
zuletzt bearbeitet 20. Juli 2012
359 Beiträge · seit 201020. Juli 2012 · #18
daniel schrieb:
Es kommt mir echt nicht drauf an ob der Grenzübertritt nun 50$ mehr oder weniger kostet. Ich bin eben der Meinung, dass man nicht um jeden $ feilschen soll, wenn man sich eine Afrikareise leisten kann. Wir sind eben wirklich so reich !

Genauso sehe ich es auch mit den Trinkgeldern. Zuviel T£rinkgeld ist nie falsch ! Dies ist auch eine Möglickkeit etwas zurückzugeben von unserem Reichtum unserer industrialisierten Welt. Es kann ja niemand etwas dafür wo er geboren wurde.
denkst du dabei auch an Leute wie uns, die hier wohnen und sich normalerweise nicht mal locker ein "Afrika Urlaub" leisten könnten? Die Grenzer unterscheiden da nämlich nicht.

Ist ja auch nicht so toll, wenn die reichen Russen und Araber den Deutschen Mallorca vermiesen, oder?

Abgesehen davon gibt es nach meiner Erfahrung eigentlich gar kein "Spielraum" sowohl in Zambia als auch Zimbabwe. Je nach Hubraum ist das klar geregelt bei normalen PKW und du bekommst deine offizielles Customs Payment Receipt (und da vor und hinter dir im Regelfall auch Touristen sind kann man im Zweifelsfall ja mal bei denen Nachfragen) mit Namen des Kassierenden.

Kazungula; Zimbabwe mit 2,5 L. Road Access Fee 10,00 $, Carbon Tax 15,00 $, INS-PVT 30,00 $. Fertig.

Da einzige was dann noch passieren kann und meist tut, ist das der Typ am Schlagbaum was zu trinken will. Würde ich auch sein lassen.

Ach so und die CVG (applies to all hire vehicle) beträgt eigentlich 400 Nam $ (aktuell am besten bei Tutwa Tourism&Travel in Katima nachfragen, die Wissen Bescheid)

Gruß aus Windhoek
Kowo
zuletzt bearbeitet 20. Juli 2012
2'338 Beiträge · seit 200720. Juli 2012 · #19
Carl schrieb:
Hallo Daniel,

leider tust Du mit dieser Haltung nachfolgenden Reisenden keinen Gefallen, da so mal wieder demonstriert wird, dass wir eben so reich sind, dass uns 100US$ fast schon ein bisschen egal sind. Hier wird dann eben eine entsprechende Erwartungshaltung geweckt.
Bin zu 100 % deiner Meinung, Carl

Hallo Daniel

Ich bin auch dafür, dass man für eine Dienstleistung Trinkgeld geben soll, aber was an dem Grenzposten zu Vic Falls gemacht wird, ist reine Willkür. Dort wird abkassiert, weil man rausgefunden hat, dass die zahlreichen Touris zwar strohdumm, aber unendlich reich und grosszügig sind. Vor einigen Jahren hab ich hier im Forum sogar mal den Aufruf gelesen, dass man den armen Zimbabwe- Zöllnern doch bitte alles verschenken soll, was man nicht mehr unbedingt benötigt. Bist du daheim auch so grosszügig mit euren Beamten? Du würdest dich bei euch doch bestimmt wehren, wenn du merken würdest, dass du abgezockt wirst, oder? Warum in Afrika eine Ausnahme machen?

Naja, wir sind mit unserem eigenen Fahrzeug ja nicht betroffen, da nur die Mietwagenfahrer zur Kasse gebeten werden, aber trotzdem finde ich es sehr seltsam, dass diejenigen, welche sich zu wehren wissen (Bloke usw.) schlussendlich nichts bezahlen müssen. Wenn das eine offizielle Gebühr wäre, würde doch mindestens irgendwo ein Zettel mit den Preisen hängen.

Wir zählen uns mit 4 Monaten Afrika pro Jahr zu den Langzeitreisenden und da spielt es schon eine Rolle, was wo bezahlt werden muss und zudem halte ich es nicht für nötig, dass man in Afrika immer den grosszügigen Krösus raushängen muss.

Erika
Meine Reiseberichte: 1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/197270-unterwegs-in-den-1970er-jahren.html?start=120 2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle) http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/278559-am-anfang-war-die-huelle.htm 2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania http://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/279223-reisebericht-nordmosambik-mal-schoen-mal-haesslich.html 2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html 2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia http://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/285693-eine-reise-wird-zum-alptraum.html
1'723 Beiträge · seit 200920. Juli 2012 · #20
ach ja .. das beliebte thema mit den armen menschen in afrika (gleiches gilt auch fuer asien)

ich habe einen super horror vor leuten, die mit geld, sei es in unseren augen auch noch so wenig, oder mit geschenken um sich schmeissen.. das verdirbt.. dabei hat das bei mir nix mit geiz oder wie auch immer zu tun, sondern mit der erkenntnis, dass menschen lernen..

leben wir nunmehr den leuten da unten vor, dass trinkgelder fliessen und das es dem reichen touri eigentlich auch egal ist ob er jetzt an der grenze 100 taken mehr oder weniger bezahlt, dann muessen wir uns ueber steigende preise und immer unverschaemtere arten von abzocke und geldeinkassieren echt nicht wundern..

so kommt es dann, dass es irgentwann in touri-centren fuer kinder lukrativer ist auf dem parkplatz des zupermarktes zu betteln als in die schule zu gehen ..

just saying..
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss