Zweimal Gabun - das erste und das letzte Mal

84 Antworten · 35,6k Aufrufe · gestartet 22. Juni 2012 von Kiboko
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119 Beiträge · seit 201025. Juni 2012 · #41
Na ja eine positive Seite hat es schon, es gibt Schwarzwäldertorte in Swakop und man kann sie bei der schwarzen Bedienung sogar auf Deutsch bestellen 😎


eg001.jpg
2'462 Beiträge · seit 200625. Juni 2012 · #42
Hallo Bernd,

lieben Dank für den sehr interessanten Reisebericht - ich hoffe, Du findest GANZ VIEL Zeit, ihn schnell fortzuführen. Es war schon in Kronau unglaublich kurzweilig, an Deinen Erfahrungen und Reisen teilzuhaben 🙂

Und vielleicht finden Schwarzwälder Kirsch & Co. in einem anderen Thread ein würdiges Zuhause??😗

Viele Grüße
Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
1'920 Beiträge · seit 200825. Juni 2012 · #43
Sanne schrieb:
Und vielleicht finden Schwarzwälder Kirsch & Co. in einem anderen Thread ein würdiges Zuhause??😗

Viele Grüße
Sanne
Hallo Sanne

Das ist ja mal ein sehr höflicher rausschmiss 😗

und im übrigen habe ich nichts gegen Black Forest cake 😉

LG Bloke
541 Beiträge · seit 200725. Juni 2012 · #44
Carmen on tour schrieb:Na ja eine positive Seite hat es schon, es gibt Schwarzwäldertorte in Swakop und man kann sie bei der schwarzen Bedienung sogar auf Deutsch bestellen 😎


Carmen,

mach doch bitte einen Threat auf in dem Du deine sicher sehr wertvollen Beiträge über Kolonialzeiten, Leute woauchimmer und deutsches Gebäck usw. verbreiten kannst. In diesem Threat wollen die User Bernds Geschichte lesen. Wenn sie Dir nicht gefällt, dann klick einfach nicht mehr auf den Beitrag.

Gruß
Anja
Intelligent people discuss ideas. Fools discuss how people should behave. (Paulo Coelho)
Themenstarter1'250 Beiträge · seit 200925. Juni 2012 · #45
Gabun, Reisebericht Teil 3

Mit zweistündiger Verspätung erreichen wir Moanda. Wenig später geht es mit einem Kleinbus nach Bakoumba. Hier war früher der Hauptsitz einer 76 km Seilbahn, die Manganerz von der Grube in Moanda in den Kongo transportiert hat. Seit 1986 wird das Erz mit der Bahn nach Libreville transportiert. Die Seilbahn wurde abgebaut. Um die Menschen weiter zu beschäftigen wurde der Lekedi Park gegründet. Der ehemalige Hauptsitz ist eine weitläufige parkähnliche Anlage mit Villen und Häusern mit mehreren Zimmern, ein Haupthaus mit Restaurant, Bar und Andenkenladen, sowie Schwimmbad, Tennisplatz, Squashplatz, Terrarium. Den ganzen Komplex sieht man an, dass er schon bessere Tage gesehen hat. Vom Veranstalter wurde ein „Paar“ angemeldet, obwohl wir Einzelzimmer gebucht hatten. Folglich wurde uns ein kleines Zimmer zugwiesen. Ich war zwar mehrfach mit Axel in Afrika unterwegs, trotzdem habe ich kein Verlangen mit ihm das Bett zu teilen. Nach Protest und Diskussion haben wir dann eine „Villa“ bekommen.

Nachmittags haben wir dann die erste Tour unternommen. Es geht zu den Mandrills. Leider müssen wir die winzige Fläche auf den Pickup mit vier weiteren Gästen Teilen. Mithilfe einer Antenne sucht der Guides nach den Mandrills. Zwei Mandrilldamen tragen ein totschickes Halsband mit Sender. Somit sind die Affen schnell gefunden. Der Guide läuft mit der Antenne voran und die Äffchen hüpfen hinter ihm her. Irgenwie erinnert mich das Bild an die Geschichte vom Rattenfänger von Hameln. Der Guide holt eine Tüte Bananen und wirft sie in die wilde Affenmeute. Nach 4 Minuten und 30 Sekunden, sowie 180 Bilder später, ist der Bananenbeutel leer und die Affen verschwinden wieder zurück in den Urwald. Irgenwie ging alles viel zu schnell für mich. Auf den meißten Bildern sind Äffchen zu sehen, aus deren Mund mindestens eine halbe Banane schaut. Wir hoffen auf eine zweite Chance.

Am Folgetag geht es morgens zu den Schimpansen. Auf dem Weg treffen wir auf ein paar Impalas. Im Park wurden ca. 300 Impala aus Südafrika angesiedelt. Leider vertragen sie das Klima (Huffäule) nicht und es haben nur 6 Stück überlebt. Ein paar Sitatungas flüchten, bevor ein Foto gelingen kann. Dann treffen wir noch auf eine Büffelherde. Die Waldbüffel sind kleiner als die bekannten Büffel. Sie sind rotbraun und erinnern mehr an Kühe. Leider fährt der Guide trotz lauter Stop Rufe mitten in die Herde. Die schießt sternförmig auseinander. Somit kann ich meine riesige Sammlung von Tierarschfotots erweitern.

Auf einer Urwaldinsel in der Savanne ist eine Drahtbrücke gespannt. Die Brücke ist rund 300m lang. Sie besteht aus 4 dünnen Drahtseilen als Lauffläche, zwei dicken Stahlseilen als Tragseil an den Seiten, zwei dünnen Drahtseilen auf halber Höhe und zwei dünne Drahtzeile als Geländer. Bis zu den Drahtseilen auf halber Höhe ist ein dünner Maschendraht, wie wir sie von Zäunen kennen, der keine hohen Kräfte aufnehmen kann. Als zusätzliche Schikane sind alle 15m Querverbindungen eingebaut, durch die man drunterdurchkriechen muss. Die ganze Brücke schaukelt wie verrückt. Mit jeweils zwei Kameras und großen Objektiven am Hals kämpfen wir uns auf der Brücke voran. Jetzt weiss ich, wo der Ausdruck "schwer auf Draht" seinen Ursprung hat.

Ganz am anderen Ende treffen wir auf die Affenbande. Nur aus der Hocke kann man auf der schwingenden Drahtbrücke die Schimpansen fotografieren. Dabei fotografieren wir nur abwechselnd. Sonst schwankt die Brücke zu stark. Es ist ein wahrer Drahtseilakt. Glücklicherweise sind wir alleine und brauchen die Brücke nicht mit Otto-Normal-Touristen zu teilen. Da der Guide glücklicherweise nicht mitgekommen ist, gibt es keinen
Zeitdruck und es gelingen ein paar nette Fotos.

Nachmittags fahren wir zu den Gorillas. Sie leben auf einer Insel in einen See. Vom Boot aus können wir die Gorillas beobachten. Leider sind ein Teil der Gorillas verstorben, so dass es dort nur zwei Jungtiere (ca. 6 und 4 Jahre alt) zu sehen gibt. Diese tollen am Ufer entlang, klettern auf Bäume und schwingen mit Lianen umher. Es hat aber schon ein wenig Zoo-Charakter. Auf dem Rückweg besuchen wir nochmal die Büffel und fahren dann an eine Reihe Teichen für die Fischzucht entlang. Dort gibt es auch ein paar Vögel zu sehen. Leider ist auch hier die Fluchtdistanz sehr groß. Anscheinend sind Reiher und Koromoran keine geliebten Gäste bei den Fischzüchtern.

Am nächsten Tag fahren wir in Modul3, dem größten Teil des Parks. Die Fahrt endet an einen Stausee mit vielen abgestorbenen Bäumen. Mit dem Boot geht es zu einer Insel. Auch hier leben ein paar Schimpansen und ein Büffel. Als wir kommen vertreiben die Schimpansen erst einmal den Büffel. Dann wirft unsere Guide vom Boot aus Bananen zu den Schimpansen rüber. Die kommen angelaufen, schnappen sich die Bananen, stopfen sie sich ins Maul, tollen dabei noch etwas umher und verschwinden wieder. Der Büffel schaut aus sicherer Distanz zu. Nach wenigen Minuten ist alles vorbei und wir fahren wieder zurück.

Am Nachmittag soll es nochmal zu den Mandrills gehen. Der Guide kann die Äffchen orten. Sie haben sich aber in einer Urwaldinsel zurückgezogen und wollen einfach nicht rauskommen. Somit müssen wir die Bananen selber essen.

Der nächste Tag führt uns außerhalb des Parks zu einem Wasserfall in der Nähe von Francisville. Dort gibt es bereits ein Wasserkraftwerk und ein noch größeres wird von den Chinesen gebaut. Somit ist der Wasserfall bald Geschichte. Auf dem Weg zum Wasserfall wird der Fluß auf einer Lianenbrücke überwunden. Wieder eine höchst schwankende und spannende Angelegenheit. Den Wasserfall selber fand ich weniger spannend.

Am letzten Tag haben wir nochmals die Gorillas besucht. Auf dem Weg dorthin sind wir an einen Stall mit Pinselohrschweinen vorbeigefahren. Nachmittags sollte es nochmal zu den Mandrills gehen. Leider haben die inzwischen den Park verlassen und wir sind dafür nochmal auf die Drahtbrücke zu den Schimpansen gefahren. Die waren aber bereits am Zaun, so dass keine tollen Fotos zu erwarten waren. Leider sind die Schimpansen uns nicht zur Drahtbrücke gefolgt. Ein einzelner Schimpanse saß fotogen im Baum, jedoch war es bereits so dunkel, dass das Fotografieren von der schwankenden Brücke sehr schwierig war. Auf dem Weg hat uns der Guide noch zu einen Gehege mit einem einsamen kleinen grauen Äffchen geführt, dass aus einer Versuchsanstalt aus dem Kongo stammen sollte. Das arme Tier war total verstört und schlich in Zeitlupe durch das Gehege.

Fazit Lekedi. Hier sind eine Reihe schöner Bilder von Tieren entstanden, die wir in den anderen Nationalparks nicht gesehen oder nur ganz schwer fotografieren konnten. Der Park liegt in der Grauzone zwischen Wildlife und Zoo. Leider sind die Wege zwischen Unterkunft und Park sehr weit und man fährt sie mehrfach am Tag hin- und her. Im Gegensatz dazu sind die Aktivitäten oft nur von sehr kurzer Dauer.

Abends ging es im Kühlwagen von Moanda zurück nach Libreville. Dort wurden wir von unseren Fahrer erwartet. Da wir noch bei der Post ein paar Postkarten abschicken wollten, machte er noch einen Umweg durch die Innenstadt von Libreville und wir hatten somit noch eine Stadtrundfahrt. Dann setzte er uns am Hotel ab. Wir waren dann noch am menschenleeren Strand der Hauptstadt. Die restlichen Stunden schlugen wir dann in der Umgebung des Hotels tot. Pünktlich um 18 Uhr holten uns der Fahrer und Paul mit zwei kleinen Kindern vom Hotel ab. Am Flughafen wurde kurz im Halteverbot angehalten. Wir sind aus dem Auto gesprungen. Unser Gepäck kam gleich hinterher und schon war unsere Reiseleitung abgebraust.

Auf dem Weg zum Eier-Franz Schalter drängte sich ein Typ auf, der uns unbedingt den Weg zeigen wollte. Nachdem wir unser Gepäck aufgegeben hatte, wollte er uns unbedingt den Weg zur Sicherheitskontrolle zeigen und uns noch ins Flughafenkaffee bugsieren, was wir aber nicht wollten. Anschließend wollte er für seine „Dienste“ jeweils 10000 CFA haben und herzte den zufällig vorbeikommenden Polizisten. Der meinte auch, dass wir den Gepäckträger, der kein Gepäck getragen hat, entlohnen müssten. Axel hat ihm 1000 CFA gegeben, was ich schon für viel zu viel empfand. Als der lautstark rumzeterte und mehr verlangte, sind wir einfach durch die Auswanderung gegangen und der Typ war nicht mehr gesehen. Ich hatte jetzt ein ungutes Gefühl, dass vielleicht unser bereits aufgegebenes Gepäck aufgebrochen wird. Aber es ist alles gut gegangen.
Auf viel zu unbequemen Sitzen ging es dann wieder mit einer B777 von Eier-Franz nach Paris. Um kurz nach 11 Uhr war ich am nächsten Tag wieder zu Hause. Ich bin um eine weitere Reiseerfahrung reicher und
weitere 11300 Bilder stapeln sich auf meiner Festplatte.

Fazit: Es war schon lange mein Wunsch Gabun zu bereisen. Es war eine erlebnisreiche Reise. Aber ich hatte andere Erwartungen. Nicht immer klappt alles auf einer Reise optimal. Gerade bei wilden Tieren kann man keine Tiersichtung garantieren. Auch auf anderen Reisen gab es mal einen Tag, wo es nur wenige Tiere zu sehen gab. In Gabun gab es aber durchweg nur sehr wenige Tiere zu sehen. Am Ende war ich froh, wenn ein gutes Bild pro Tag gelang.
Die große Fluchtdistanz, Guides die mit Fotografen nur bedingt etwas anfangen konnten, schlechte Information über den Ablauf und den zu erwartenden Abenteuern (z.B. Ausbooten) , unfähige Hotelmanager und effizienter Reiseleiter vor Ort, viel Warterei. Jedes Detail ist für sich kein Problem.
Es ist halt Afrika. Aber in der Summe bleibt eben doch etwas Enttäuschung bei mir zurück. Positiv zu vermerken sind das gute Essen und die eher zurückhaltenden Menschen (keine Bettelei und Verkauf, etc.). Ich möchte die Erfahrungen der Gabunreise nicht missen. Aber ich habe kein Verlangen da nochmal hinzufahren. Somit war ich gleich zweimal da, das erste und das letzte Mal. Ambitionierten Fotografen kann ich dieses Land auch nicht wirklich weiterempfehlen.

Einen Detaillierten Reisebericht mit Bildern gibt es im Nikon-Forum, wenn ich die Berichte aus Ghana/Togo/Benin und Guyana fertiggestellt habe.
Ich hoffe, dass ich das bis Weihnachten schaffe.
Nächstes Jahr geht gibt es neuen Urlaub ...

Gruss Bernd
Äthiopien, Benin, Botswana, Elfenbeinküste, Eritrea, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Kenia (2x), Madagaskar, Malawi, Marokko, Mauretanien, Namibia, Niger, Ruanda, Sambia, Senegal, Simbabwe (2x), Sudan, Tansania (3x), Togo, Tschad, Uganda (2x) Fotoreportagen und Bildgalerien aus aller Welt: foto-kiboko.de
2'398 Beiträge · seit 201125. Juni 2012 · #47
Hallo Bernd,

ich habe Deinen Bericht (trotz oder gerade wegen der Misslichkeiten) mit großem Vergnügen gelesen und gedacht: TAB. Aber bei:
Somit müssen wir die Bananen selber essen.
habe ich mich weggeschmissen! 😄

LG aus dem nächtlichen Hamburg,

Karsten

PS: Komisch, zitieren klappt nicht!? 😕
[size =3] Infos NordTZ 22 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301813-infos-nordtansania-juni-juli-22.html?start=0 RB Kenia 2020 https://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/299653-kurzer-rb-kenia-sept-2020.html?start=0 Reisebericht Südtanzania 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282710-tanzanias-sueden-daumendruecken-hilft-nicht-immer.html Kurzbericht 7 Wochen Nam-Bots 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/16-unterkuenfte/254072-kurzbericht-7-wochen-nam-bots.html Bericht Zimbabwe 1995: ... 30 Tage Gefängnis http://www.namibia-forum.ch/forum/139-off-topic/241529--30-tage-gefaengnis.html Reisebericht 2008: 18 Nights in the Bush - ha-ha-ha http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/263931-18-nights-in-the-bush-ha-ha-ha.html Nordtansania Feb. 2015 - Kein RB http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285690-tansania-februar-2015-kein-reisebericht.html?limitstart=0&start=12] Walking Safari Zimbabwe 97 https://www.namibia-forum.ch/forum/148-diverses/287052-walking-safari.html?limitstart=0
zuletzt bearbeitet 25. Juni 2012
Gast26. Juni 2012 · #49
Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben.
Wir durften miterleben, ohne die anstrengende Reise zu machen.
Danke dafür und stör Dich nicht am Gemecker Anderer.
Du kennst sicher selbst den Spruch:
Jedem Menschen Recht getan, ist eine Kunst die Niemand kann
zuletzt bearbeitet 26. Juni 2012
Themenstarter1'250 Beiträge · seit 200926. Juni 2012 · #50
Danke für Eure netten Kommentare.
janet schrieb:Bin schon sehr auf die Fotos im anderen Forum gespannt, auch wenns noch dauert ^^
Ich habe nicht nur Kloschüsseln 🤢 fotografiert.
Ein paar Bilder von Spinnen 🤩 sind auch dabei.

Leider habe ich noch keine Spinne auf einer Kloschüssel fotografiert.
Ob ich diese Lücke in der Tierfotografie schliessen kann,
wenn ich nochmal nach Gabun fahre? 🤪 😵 😈

Das nächste Forumtreffen in Kronau wird voraussichtlich im März 2013 sein.
Da gibt es dann einen Vortrag über Gabun zu sehen.

Gruss Bernd
Äthiopien, Benin, Botswana, Elfenbeinküste, Eritrea, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Kenia (2x), Madagaskar, Malawi, Marokko, Mauretanien, Namibia, Niger, Ruanda, Sambia, Senegal, Simbabwe (2x), Sudan, Tansania (3x), Togo, Tschad, Uganda (2x) Fotoreportagen und Bildgalerien aus aller Welt: foto-kiboko.de
911 Beiträge · seit 200726. Juni 2012 · #51
Hallo,
Kiboko schrieb:
Leider habe ich noch keine Spinne auf einer Kloschüssel fotografiert.
Da müssten wohl Annik und Uli.S zusammen auf die Reise gehen 😗 😄 🙂

Diesen meinen Senf musste ich nun dazu geben 😉 , weil das hier nun mein 500. Beitrag ist 😛 🤩

Aber das ist - off topic - Grund genug, mal allen zu sagen, wie gerne ich hier mitmache und mitlese, es macht viel Spaß in diesem Forum.

Herzliche Grüße
Helgi
Reisebericht 2012: 8 Löwen und ein Oryx
1'271 Beiträge · seit 200726. Juni 2012 · #52
Kiboko schrieb:Gabun Reisebericht, Teil 2

Nach wenigen hundert Metern höre ich ein Rauschen, dass ich schon aus Guyana kenne. Also ganz schnell die wasserdichten Beutel rausgeholt und über die Kameras gestülpt. Das Rauschen kommt näher und entwickelt sich zum prasselnden Inferno. Während ich versuche mir den Poncho überzustreifen kommen bereits die ersten Tropfen vom Himmel und drei Sekunden später hat man das Gefühl, das der ganze Atlantik über mich ausgeschüttet wird. Das Wasser fällt vom Himmel. Der Waldweg wird zum Fluss. Die Schuhe sind sofort durchnässt. Zwar hält der Poncho das Wasser von außen ab, jedoch schwitzt man darunter so doll, dass man ebenfalls durchnässt ist. Wir treten den Rückweg an. Nach einer Stunde hört der Regen auf. Es gibt dann nur noch den Sekundärregen von den Bäumen.

Gruss Bernd
Hallo Bernd,

vielen Dank für Deinen sehr interessanten Reisebericht aus diesem eher unbekannten Reiseland. Das hat sich wohl auch bei Eurer Reise wieder gespiegelt. Ihr hattet ja ein bisschen Pech mit Euren Reiseveranstaltern und ich drücke die Daumen, dass die zukünftigen Reisen unter einem besseren Stern stehen. Es gibt halt manchmal so Reisen, wo trotz super Vorbereitung einige Sachen schief laufen. Wir hatten es damals in Botswana, aber trotz allem denken wir inzwischen lachend an die Reise zurück, obwohl mit vor Ort eher zum Weinen und Wutschnauben zu Mute war.

Ich hätte mal eine Frage bezüglich Deiner Kameraausrüstung bzw. des Regenschutzes. Du schreibst in obigem Abschnitt Deines Berichtes, dass Du die "wasserdichten Beutel" über die Kameras gestülpt hast. Welche "wasserdichten Beutel" verwendest Du denn? Ich bin gerade auf der Suche für unsere Reise nach Uganda und wäre für jeden Erfahrungsbericht in dieser HInsicht extrem dankbar.

Sorry, ist ein bisschen off-topic, aber vielleicht interessiert es ja den ein oder anderen Hobbyfotografen hier im Forum auch.

Vielen Dank nochmals für Deinen Bericht. Ich habe auch gestern mal in Deinen Ghanabericht geschaut und gestöbert. Macht immer wieder viel Spass von Deinen Reise- und Fotografie-Erfahrungen zu lesen.

Liebe Grüße aus dem Frankenland,

Nicole
Reisebericht Tansania 2010 Reisebericht Südafrika 2011 Reisebericht Uganda 2012 Reisebericht Kenia 2013
Themenstarter1'250 Beiträge · seit 200926. Juni 2012 · #53
Hallo Nicole,

für den Regenwald und den Bootstransfer habe ich einen Ortlieb-Beutel.
Die Öffnung kann man einrollen. Die ist dann nicht 100% wasserdicht,
also nicht tauchfähig. Aber einen tropischen Regenguss halten sie aus.
In den 59l Beutel passen die D300 mit 500/4.0 mit Geli rein.

Für den Transport im Flieger habe ich einen Beutel von
"Sea-to-Summit" mit 20 liter. Der besteht aus dünneren Stoff.
Der soll ebenfalls wasserdicht sein. Ein paar Tropfen hält er aber
sicher ab. Sicherheitshalber habe ich den dann noch in ein Müllbeutel
gesteckt.
Den Beutel verwende ich im Flieger für die D300 mit 500/4.0
und Elefantenkondom. Es ist in erster Linie ein Schutz vor
ausgeschütteten Kaffee, Rotwein, etc. im Flieger und ein
Sichtschutz für neugiereige sambische Zollbeamten und
Gesindel am Zielflughafen.

Ein zwei Müllbeutel sollte man ebenfalls immer dabei haben.
Man kann im Regenwald zu jeder Zeit von schweren Regengüssen überrascht werden.
Einen hatte ich immer in der Hosentasche, einen weiteren in der Fototasche.

Gruss Bernd
Äthiopien, Benin, Botswana, Elfenbeinküste, Eritrea, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Kenia (2x), Madagaskar, Malawi, Marokko, Mauretanien, Namibia, Niger, Ruanda, Sambia, Senegal, Simbabwe (2x), Sudan, Tansania (3x), Togo, Tschad, Uganda (2x) Fotoreportagen und Bildgalerien aus aller Welt: foto-kiboko.de
1'271 Beiträge · seit 200726. Juni 2012 · #54
Hallo Bernd,

vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich hatte mir bisher auch die Ortlieb und die Sea to Summit Beutel angeschaut.

Bei mir muss höchstwahrscheinlich nur die Canon 50d mit dem 70-200 mm 2.8 hineinpassen. Mein Rucksack hat zwar ein Regencape, das auch relativ dicht ist, trotzdem ist auf der letzten Bergtour bei einem ordentlichen Regenguss Wasser von oben hereingekommen.

Für Uganda habe ich halt ein bisschen Sorgen beim Gorilla- und Schimpansen-Trecking. Da regnet es ja schon öfter mal, nach allem was man liest und da brauche ich also schon etwas wasserfestes. Das einzig blöde ist, dass man die Säcke halt blöd tragen kann. So werden wir dann einfach einen normalen Rucksack mitnehmen und die Kameras mit Beuteln im Zweifelsfall dort hineinpacken. Ich hoffe, das wird funktionieren.

Gibt es eigentlich von Deiner Uganda-Reise irgendwo einen Bericht bzw. Fotos? Sorry, ist wieder off-topic, aber bot sich gerade so an.

Vielen Dank noch einmal und liebe Grüße,

Nicole
Reisebericht Tansania 2010 Reisebericht Südafrika 2011 Reisebericht Uganda 2012 Reisebericht Kenia 2013
Themenstarter1'250 Beiträge · seit 200926. Juni 2012 · #55
Hallo Nicole,

Da das Gorillatrecking sehr teuer ist, und man jede Minute nutzen möchte,
muss man gegebenenfalls auch im Regen fotografieren.

Für das 70-200 reicht natürlich ein kleinerer Beutel aus.
Es gibt auch wasserdichte "Überzieher". Das ist quasi ein Beutel mit zwei Öffnungen. Vorn ist ein Gummizug drin, der sich um die Gegegnlichtblende schmiegt. Hinten ist eine größere Öffnung, durch die man gegenbenfalls Sucher und Display ansauchen kann. Das hilft bei leichtem Regen.
Eventuell hilft auch eine Plastiktüte. Unten ein Loch reinschneiden,
mit Klebeband an die Geli pappen.

Beim Gorillatrecking darf man zu den Gorillas keine Taschen mitnehmen.
Folglich sollte es ein eher kleiener Beutel sein, der in die Hosentasche passt.

Von Uganda/Ruanda gibt es leider noch keinen Reisebericht und
nur wenige Bilder im Internet. Meine Alben im Nikon-Forum gibt es hier:
http://www.nikon-fotografie.de/vbulletin/album.php?u=63036
Uganda ist auf Seite 2, Ruanda auf Seite 4.

Gruss Bernd
Äthiopien, Benin, Botswana, Elfenbeinküste, Eritrea, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Kenia (2x), Madagaskar, Malawi, Marokko, Mauretanien, Namibia, Niger, Ruanda, Sambia, Senegal, Simbabwe (2x), Sudan, Tansania (3x), Togo, Tschad, Uganda (2x) Fotoreportagen und Bildgalerien aus aller Welt: foto-kiboko.de
1'271 Beiträge · seit 200726. Juni 2012 · #56
Hallo Bernd,

vielen Dank für Deine Antwort. Da man die Bilder nur als Forum-Teilnehmer lesen kann, habe ich mich einfach schnell angemeldet, auch wenn ich mit der Konkurrenz unterwegs bin.

Sehr schöne Gorilla Bilder hast Du da. Mal schauen, wie es bei uns wird.

Vielen Dank noch einmal für Deine Tipps. Und jetzt genug "off topic" und wieder zurück zu Deinem Gabun-Bericht.

LG

Nicole
Reisebericht Tansania 2010 Reisebericht Südafrika 2011 Reisebericht Uganda 2012 Reisebericht Kenia 2013
8'054 Beiträge · seit 200826. Juni 2012 · #57
Hallo Bernd,

Eine Kloschüssel mit Spinne werde ich bestimmt demnächst vor die Linse bekommen!!!:P
Werde dich nicht vergessen...😘


@Helgi

Annick und Uli S zusammen auf die Reise.......Why not?B)
Mamamia der arme Uli.........😃
Zum Glück kann Ihn nichts mehr erschüttern....😄

Es grüsst
Annick
Südafrika 2014 http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/281763-miam-miam-und-mamamia.html Namibia 2014 [http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283810/-die-frenchies-in-namibia.html] Tansania 2015 [http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285247-tansania-auf-jeden-fall-wieder.html] Uganda/Ruanda 2015 {http://namibia-forum.ch/forum/160-diverses/286948-uga,html} Tanzania 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/288428-rei,html} Südafrika/Simbabwe 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/290185.html} Südafrika Garden Road 2018 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/295032-the-garden-road-ein-bisschen-anders.html Malawi 2018{http://namibia-forum.ch/forum/154-diverses/296097-reisebericht-malawi-august-2018.html}
911 Beiträge · seit 200726. Juni 2012 · #58
Hallo Annick,

ich hab' da was durcheinander geschmissen 😗 - das kommt davon, wenn man mehrere Reiseberichte parallel liest.

Ich wollte Dich nicht mit Uli.S verkuppeln 😕 , sondern eine Reise mit Alex0807 vorschlagen, die in Ihrem netten Buch sich sehr langsam mit Spinnen anfreundet http://namibia-forum.ch/forum/139-off-topic/239329-in-eigener-sache-mein-buch-vorsicht-im-busch.html.

Grüße
Helgi
Reisebericht 2012: 8 Löwen und ein Oryx
2'779 Beiträge · seit 200726. Juni 2012 · #59
hallo Kiboko
Teil 2 und 3 deines Berichts habe ich mit Interesse und Genuss schmunzelnd gelesen. Danke für die vielen eingeflochtenen Infos. Die oft grosse Geduld welche du und dein Reisebegleiter jeden Tag mehrmals aufbringen musstet ist deutlich nachvollziehbar.
Dass Teil 1 eine etwas andere Dynamik und Schreibstil aufweiste ist mir nun klar, Ventil öffnen war dringend notwenig, wie du selber am Anfang schreibst, es war brühwarm nach der Landung.

Betreffend Reiseagentur ist es ein weit verbreitetes Problem dass man zwar zB in der Schweiz oder in Deutschland kompetent und geduldig vom Spezialisten beraten wird, es dann aber im Reiseland mit der lokalen Agentur nicht stimmt. Lange nicht alle requests und Fragen aus Europa werden von dem Incoming Tour Operator vor Ort an die jeweilige lokale regionale Agentur, bzw Leistungserbringer weitergeleitet. Vorallem so "unwichtige" requests wie Doppelbett/Einzelbetten, Raucher/Nichtraucher, Erdgeschoss/hohes Stockwerk, Meersicht/Gartensicht, Dusche/Badewanne, Vegetarier/Diabetiker Spezialmenu, 2. Reserverad, Automatik/Manuelles Getriebe, etc etc werden leider zu oft ignoriert. Es würde den Rahmen sprengen hier weiter auszuführen. aber ich könnte aus meiner beruflichen Erfahrung ein Buch schreiben.

Auch ich werde mich im Nikon Forum anmelden um die Fotos sehen zu können!;)
Gruss Leona
56 Beiträge · seit 200726. Juni 2012 · #60
Hallo,

Wiedereinmal ein Reflex der politisch Korrekten mit Migrationshintergrund.
Da stellt jemand einen tollen und nachvollziehbaren Reisebericht ins Forum und selbstverständlich dauert es nicht lange und der[ die erste Nörglerin] meldet sich zu Wort mit zweifelhaften Einwänden. Warum ist es so schwer einfach mal den Mund zu halten und einen tollen subjektiven Eindruck aus einem fremden Land zu ertragen?
Mit diesen ständigen, unter dem Vorwand des politischen Korekten, Genörgel, wird dieses Forum auf Dauer langweilig und arm.
Der gesunde Menschenverstand bleibt auf der Strecke.
Aus meiner Sicht ein ganz eindeutiges Danke für diesen Bericht, hoffentlich folgen weitere. Leute lasst euch bloß nich von diesen selbsternannten Gutmenschen wntmutigen und vorallem nicht entmündigen.
Viele liebe Grüße Paul