Zweimal Gabun - das erste und das letzte Mal

84 Antworten · 35,6k Aufrufe · gestartet 22. Juni 2012 von Kiboko
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983 Beiträge · seit 201124. Juni 2012 · #21
Freue mich auf die Fortsetzung des Reiseberichts! War unterhaltsam zu lesen.

Dass das alles subjektiv ist, ist doch klar!
Und wenn einem die Reise nicht gefallen hat, dann kann er das auch schön blumig ausdrücken.

Das hier sind doch keine offiziellen Statements einer deutschen Behörde, die dem politisch korrekten Gesülze folgen muss.

Weichgespülte Reiseberichte lese ich im übrigen nicht. Sind mir zu langweilig.

Wie schon von Pascalinah gesagt, die Überschrift könnte ich auch für mich in Anspruch nehmen - bei mir sind es Indien und China - trotzdem haben diese Länder Vorzüge 😗 vielleicht 😕 na ja, wenn man lange genug sucht 😈
Beste Grüße rhh64
zuletzt bearbeitet 24. Juni 2012
236 Beiträge · seit 200724. Juni 2012 · #22
Ralf, Du sprichst mir mit dem 2. letzten Absatz aus der Seele!!

Ich bin fassungslos - mal wieder! Ohne Worte Carmen und Christian (Otji)!!!
Mal wieder werden kritische und sehr humorvolle (ich kenne Bernds Berichte und sie sind voller Ironie) Berichte von einigen wenigen mit haltlosen Unterstellungen zerrissen und machen so den subjektiv erlebten Bericht dadurch kaputt! Leider !!! Es ist doch wohl für alle hier ersichtlich, dass Bernd durch seine Schreibweise kein Ignorant ist und sehr wohl auch Land und Leute positiv kennengelernt hat.
Aber was soll er schreiben: "Auf einem bunten Markt habe ich eine sehr nette Marktfrau kennengelernt!?!" (Achtung und Vorsicht: Ironie) Herrje... 😈

Bernd, bleib wie Du bist und schreibe weiter in diesem Stil! Es wäre ein Verlust für dieses Forum, wenn Du es durch solche Kommentare lassen würdest!

Du kannst mir auch gerne den Reisebericht als PM schicken!!! 🤩 (Achtung und Vorsicht: Ironie!)

Nachdenkliche Grüße
Chris
Tiefsandtaucher: Unser privater Reise- und Abenteuerblog für Individualreisende und Selbstfahrer mit vielen Reiseberichten aus dem südlichen und östlichen Afrika Blog: https://www.tiefsandtaucher.de Facebook: https://www.facebook.com/tiefsandtaucher/
zuletzt bearbeitet 24. Juni 2012
842 Beiträge · seit 201024. Juni 2012 · #23
@Bernd:
Wann geht es bitte endlich weiter ?
Freue mich auf die Fortsetzung !!!
Und ich bin sehr gespannt, was Ihr noch erlebt und gesehen habt !
LG Antje 🙂
119 Beiträge · seit 201024. Juni 2012 · #24
Pascalinah schrieb:Carmen,

das sind Bernds Empfindungen, na und? Fühlst du Dich persönlich auf den Schlips getreten... so macht es für mich den Anschein 😉

Pascalinah
... kann sein, da kommt noch etwas mein „Senegal Nationalstolz“ durch und ich mag die Leute dort unten , wie auch diejenigen in Gabun 😄
359 Beiträge · seit 201024. Juni 2012 · #25
Carmen schrieb:
.. kann sein, da kommt noch etwas mein „Senegal Nationalstolz“ durch und ich mag die Leute dort unten , wie auch diejenigen in Gabun
kannst du nem Blöden mal erklären was den Senegal und Gabun verbindet, ausser "da unten" zu sein? Sind ja nur zigtausend Kilometer und ne Menge anderer Staaten dazwischen.

Also mein "Nationalstolz" würde irgendwie nich angekrazt wenn die Malteser "da oben" mal wieder nur durch einen Reisebericht oder Ihre Playmobilproduktion in die Schlagzeilen kommen würden.

Gruß auch von "da unten" (oder "da oben" je nachdem wie rum du dich auf deinem Stuhl drehst)
Kowo
zuletzt bearbeitet 24. Juni 2012
6'152 Beiträge · seit 200624. Juni 2012 · #26
Hallo,

Bernd wollte niemand auf den Schlips treten--- er berichtet - wie er ein
Reiseland erlebt hat --- da steht doch jedem zu ---- wenn die Personen die durch
Familieenverbunden das persönlich nehmen-- das ist eurer Problem.
Ein Forum ist dazu da --- Reiseeindrücke die man erlebt weiterzuleiten und
nicht dazu die dort mal gelebt haben zu verteidigen.
Dann muss man keine Reiseberichte schreiben- oder Eindrücke von Unterkünften
preisgeben--- jeder ist nur Mensch-- ob hier oder sonstwo auf der Welt -
was ich heute erlebe , empfinde , hier niederschreibe--- morgen ist ein anderer
Tag für jeden von uns.
Was ich schade finde, wenn man was positives schreibt wird angenommen alles ist
ok. wenn man was negavits von sich gibt- ist ja nicht böse --- dannn wird drauf rumgehämmert....
Ach ja ich vergess nicht den Gruss
Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
8'055 Beiträge · seit 200824. Juni 2012 · #27
Hallo Bernd,

Wo bleibt die Fortsetzung?B)

Lass uns nicht zu lange zappeln, Mensch!!!!😖

Es grüsst
Annick
Südafrika 2014 http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/281763-miam-miam-und-mamamia.html Namibia 2014 [http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283810/-die-frenchies-in-namibia.html] Tansania 2015 [http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285247-tansania-auf-jeden-fall-wieder.html] Uganda/Ruanda 2015 {http://namibia-forum.ch/forum/160-diverses/286948-uga,html} Tanzania 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/288428-rei,html} Südafrika/Simbabwe 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/290185.html} Südafrika Garden Road 2018 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/295032-the-garden-road-ein-bisschen-anders.html Malawi 2018{http://namibia-forum.ch/forum/154-diverses/296097-reisebericht-malawi-august-2018.html}
388 Beiträge · seit 201224. Juni 2012 · #28
Hallo Bernd,

bitte lass Dich nicht durch die Kommentare vom Weiterschreiben abhalten.
Wer Dich kennengelernt hat, weiß Deinen Bericht durchaus einzuordnen. 😉 🙂

Nicht nur ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

Inzwischen habe ich mir auch Deinen Sambia-Bericht durchgelesen und muss schon sagen, dass mich so ein Pech mit der Photoausrüstung auf die Palme gebracht hätte. Die Bilder dort sind aber wieder ein Hochgenuß, schade dass es sie erst ab der zweiten Hälfte des Urlaubs gibt. 😕

Viele Grüße
Kerstin
50 Beiträge · seit 201225. Juni 2012 · #29
Hallo Kiboko, hi Bernd!

Kann mich nur anschließen, bin auch gespannt auf die nächsten Tage in deinem Urlaub. Insgeamt doch aber auch eine spannende Erfahrung meine ich; Schicksal der Pauschaltouristen ist doch, dass sie schon schon vorab wissen, wo sie denn was genau erwartet - gähn 🙁 - das wäre ja auch etwas zu langweilig. Schreib mal bitte weiter... wäre Klasse!
5'479 Beiträge · seit 200925. Juni 2012 · #31
Carmen on tour schrieb:
... kann sein, da kommt noch etwas mein „Senegal Nationalstolz“ durch und ich mag die Leute dort unten , wie auch diejenigen in Gabun 😄
Oh weh! Das ist ja mal sehr weit hergeholt. Senegal und Gabun liegen weiter auseinander als Deutschland und Griechenland. Also alle mal bitte etwas mehr Nationalstolz für unsere abgebrannten Brüder und Schwestern im Süden.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
Themenstarter1'250 Beiträge · seit 200925. Juni 2012 · #32
Danke für Eure vielen Kommentare. Die Fortsetzung folgt noch.
Einen bebilderten Reisebericht werde ich wieder im Nikon-Forum (Sorry) schreiben. Dort schreibe ich gerade schon an zwei Berichten simultan (Ghana/Togo/Benin) und Guyana. Erst wenn die beiden Fertiggestellt sind, werde ich mich um Gabun kümmern können. Bitte noch etwas Geduld.
Joerg schrieb: Was veranlasst einen denn ueberhaupt eine Reise nach Gabun zu machen, sprich durch was bist du auf die Idee gekommen dahinzu fliegen????
Vor meiner ersten Afrikareise war ich in Heidelberg im Tropeninstitut wegen der Gelbfieberimpfung. Die junge Ärztin stammt aus Gabun. Ich habe ihr versprochen, eines Tages auch mal nach Gabun zu fahren.
Carmen on tour schrieb: Ich finde es nicht richtig, dass Du ein Land nur darauf reduzierst wie man Deine Kameraausrüstung behandelt und wie viele Tiere Du in möglichst kurzer Zeit vor die Linse bekommst. Unter diesen Gesichtspunkten ist Gabun sicherlich nicht das richtige Land, wie es Sambia anscheinend auch nicht war „Trauerspiel mit Happy End“ war dort der Titel Deines Reiseberichts.
Wie bereits im Sambia-Thread beschrieben sind Reisen und Fotografieren für mich untrennbar miteinander verbunden. Andere reisen zum Biertrinken nach Malle, zum Meditieren nach Indien oder zum Vögeln nach Thailand. Bitte akzeptiert einfach, dass für mich die Fotografie im Vordergrund steht. Ich bin zufrieden, wenn ich von einer Reise 150-200 gute Fotos mitbringe. Mehr kann man kaum jemanden zum Anschauen zumuten. Das ist in Gabun und auch in Sambia gelungen.
Carmen on tour schrieb: Gabun ist ein Land der Hügel und der Hochebenen, fast vollständig mit dichtem Regenwald bewachsen. Dass dort ein Vorwärtskommen nicht so einfach ist sollte eigentlich von beginn weg klar sein. Auch ist es sicher nicht so einfach im dichten Regenwald Tier vor die Linse zu bekommen.
Otji schrieb: mir scheint dass Du Dich nicht ausreichend über Land und Begebenheiten informiert hast, und ich muss daher Carmen und ihrem Beitrag vollumfänglich zustimmen.
Das ist mir bekannt. Ich war bereits in Uganda, Madagaskar und Guyana im Regenwald unterwegs. Als Zeitpunkt habe ich bewusst den Juni ausgewählt, da zu Beginn der Trockenzeit die Tiere noch am ehesten in den Savannengebieten – es gibt nicht nur Urwald in Gabun – anzutreffen sind. Außerdem ist es dann kühler. Es gibt weniger Regen und weniger Moskitos.
Leider gibt es nur wenige Informationen aus Gabun. Es gibt ein paar Reiseberichte von Fotografen. Somit wusste ich vorher, dass es mit der Tierfotografie schwierig werden würde. Ein Schweizer Veranstalter bietet sogar geführte Touren für Fotografen an. Die Bilder im Internet waren so schlecht, dass die eher abschrecken als anziehen. Somit war ich auch in dieser Hinsicht vorgewarnt.
Carmen on tour schrieb: Die Amtssprache in Gabun ist Französisch. Mit Englisch geht es dann halt nicht so einfach. Jedenfalls leben in Gabun, wie in Sambia neben den Tieren auch Menschen und die sind durchaus sehr freundlich, habe aber sicherlich kein einfaches Leben. Das in diese Ländern vieles improvisiert ist und ein Zug auch einmal an Stationen hält, die nicht vorgesehen waren ist halt so. Dies sollte man sich immer vor Augen halten und bewusst sein wenn man solche Länder bereist.
Man kommt auch in Gabun mit Englisch durch. Viele Menschen sprechen wenigstens ein paar Brocken Englisch. Man trifft sogar auf Leute, die ein paar Worte Deutsch können. Allerdings sind die Leute nicht so freundlich, wie z.B. in Malawi. Eher habe ich den Eindruck, dass die Menschen etwas „muffelig“ sind. Ähnlich wie die Norddeutschen braucht es ein paar Tage bis sie auftauen. Sehr positiv ist es, dass man dort als Tourist in Ruhe gelassen wird. Man wird nicht von bettelnden Kindern umringt oder von Händlern umlagert.
Der Lebensstandard ist höher, als in vielen anderen Afrikanischen Ländern. Es sind viele moderne Autos unterwegs. Nur wenige Menschen tragen noch traditionelle Kleidung. Eigentlich ist es schon fast wie bei uns.
Champagner schrieb: das klingt nach dem reinsten Horrorurlaub (übrigens toller Threadtitel!!!!).
Nein, es war kein Horrorurlaub. Wir sind beide unversehrt wieder angekommen. Auch das Fotogeraffel hat es überlebt. Es ist nur so, dass ich mir eine Spezialreise für Fotografen anders vorgestellt habe. Es war bewusst keine Reise von der Stange mit Otto-Normal-Touristen. Folglich habe ich an den Fotomöglichkeiten andere Ansprüche, als wenn ich mit 2 Portugiesen, 2 Russen und 11 Italienern durch Westafrika düse.
ANNICK schrieb:Wenn Du nicht viele Tiere abfotografiert hast, gibt es wenigstens einige Kloschüssel???:P
Ich habe an Dich gedacht und auch die Kloschüsseln fotografiert. Vermutlich werde ich die Klo-Bilder aber nicht im Nikon-Forum bringen. In einer Audiovision über die Gabunreise werde ich zumindest ein paar davon mit einstreuen.
La Leona schrieb:Reisende haben oft einen unheilbaren Optimismus - vor der Reise. Und vernachlässigen ob der blauäugigen Vorfreude ihre Pflicht die gebuchten Leistungen genauestens zu prüfen. Diese Kontrolle ist dann vorallem wichtig, wenn man sich die Reise selber zusammenstellt.
Die Reise habe ich mir von einem Reiseveranstalter ausarbeiten lassen. Allerdings war es ein anderer Veranstalter als bei meinen bisherigen Spezial-Fotoreisen. Nach mehreren Iterationsschritten hat dann die Reise meinen Vorstellungen entsprochen. Ich bin sicher, dass die nette Dame vom Reisebüro meine Vorstellungen verstanden hat. Jedoch geht die Buchung über ein Büro in Mali (!) und den Veranstalter in Libreville. Das war eine Ich-bin-ganz-wichtig-Manager-Type mit ständig Telefon-am-Ohr. Vermutlich war er noch nie an den Orten in Gabun gewesen, die wir besucht haben. Ich habe den Eindruck, dass der Typ keine Ahnung hatte und eher das Bestreben mit minimalsten Einsatz das maximale Geschäft zu machen. Das trifft auch auf einige der besuchten Lodges zu. Das ist keine gute Basis, den Tourismus in Gabun anzukurbeln. Ich werde den deutschen Reiseveranstalter klarmachen, dass sie sich eine andere Agentur vor Ort suchen sollen – ohne den Umweg über Mali.
Ich habe den teuren Weg über einen Reiseveranstalter gewählt, damit ich mich nicht mit jedem Reisedetail auseinandersetzen muss. Nach meinen Erfahrungen der letzten 4 Reisen tendiere ich dazu doch mehr Dinge selbst in die Hand zu nehmen, also mit Mietwagen oder noch besser mit eigenem Auto durch Afrika zu reisen.
namibiafieber schrieb:Ich hoffe, dass Du/Ihr doch noch eine schöne Reise hattet - und dass der Titel einfach darauf schließen lässt, dass Du/Ihr Dich/Euch nun weiteren bzw. anderen nicht-touristischen Destinantionen widmen wirst/werdet ! 🙂
An Gabun habe ich einen dicken Haken gesetzt. Ich habe einen Eindruck von Gabun bekommen. Ich muss nicht nochmal dort hinfahren. Auch sind die Nachbarländer (Kamerun, Zentralafrikanische Republik (Dzanga-Sangha), Kongo) auf meiner imaginären Liste der Traumziele weit nach hinten gerutscht. Für 2013 stehen momentan Kuba (Februar), Grönland oder Spitzbergen (Juli), Zimbabwe oder Botswana (Mai oder August) und der Zweitversuch Südsudan (November) auf meiner Wunschliste ganz oben.
Otji schrieb: Für Dich wäre ein Land wie Namibia oder Südafrika, indem es viele Tiere zu fotografieren gibt und Dir, auf deutsch gesagt, der Arsch hinterhergetragen wird, glaube ich angebrachter.
Frei nach Sasowewi: Vielleicht sollte ich doch lieber das nächste Mal nach Südtirol fahren …
… die wilden Tiere knipse ich dann im Heidelberger Zoo.
Gruss Bernd
Äthiopien, Benin, Botswana, Elfenbeinküste, Eritrea, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Kenia (2x), Madagaskar, Malawi, Marokko, Mauretanien, Namibia, Niger, Ruanda, Sambia, Senegal, Simbabwe (2x), Sudan, Tansania (3x), Togo, Tschad, Uganda (2x) Fotoreportagen und Bildgalerien aus aller Welt: foto-kiboko.de
911 Beiträge · seit 200725. Juni 2012 · #33
Hallo Bernd,

Respekt!
So sachlich freundlich kann man auch auf andere Beiträge antworten, die teilweise die Kritik oder Meinung schon etwas tendenziös vorbrachten.

Grüße
Helgi
Reisebericht 2012: 8 Löwen und ein Oryx
zuletzt bearbeitet 25. Juni 2012
409 Beiträge · seit 200725. Juni 2012 · #35
chapeau Bernd,

so klasse ich deine Reiseberichte finde, so souverain auch die Antworten auf Kritiker 😎

Freue mich auf die Fortsetzung deines Berichtes.

Gruß

Uli
Das Leben wird nicht gemessen an der Zahl unserer Atemzüge, sondern an den Orten und Momenten, die uns den Atem rauben.
238 Beiträge · seit 201125. Juni 2012 · #36
Hallo Kiboko alias Bernd 🙂

ich schließe mich den meisten hier an und möchte weiterlesen!
Schön geschrieben. Macht Spaß.

Beste Grüße

Sven
206 Beiträge · seit 201125. Juni 2012 · #37
Hallo Bernd,

Schön, dass ihr gesund zurück seid!
"Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen".
Es fängt sehr spannend an. Atlantik bringe ich immer mit Seekrankheit in Verbindung, das offene Meer mit Riesenwellen meide ich seit dem generell.
Es ist immer wieder schade, dass man bei einer Tour über einen
Veranstalter, den Guides dermaßen ausgeliefert ist. Es scheint dort noch kein geschultes Personal zu geben und nur der materielle Aspekt im Vodergrund zu stehen. Diese globale Verallgemeinerung stellt sich unweigerlich, schade.
Doppelt ärgerlich ist es, dass du den Ablauf selbst vorgegeben hast.
Ganz klar, dass man dann zu dem Entschluss kommt, den Rest das nächste mal auch alleine machen zu wollen.
Freue mich auf Fotos und deinen weiteren Bericht.

VG
Marion
Alexander von Humboldt "Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung der Leute, die die Welt nie angeschaut haben."
119 Beiträge · seit 201025. Juni 2012 · #38
Topobär schrieb:
Carmen on tour schrieb:
... kann sein, da kommt noch etwas mein „Senegal Nationalstolz“ durch und ich mag die Leute dort unten , wie auch diejenigen in Gabun 😄
Oh weh! Das ist ja mal sehr weit hergeholt. Senegal und Gabun liegen weiter auseinander als Deutschland und Griechenland. Also alle mal bitte etwas mehr Nationalstolz für unsere abgebrannten Brüder und Schwestern im Süden.
Ein paar tausend Kilometer in Afrika werfen niemanden aus der Bahn.

Dann nennen wir es besser historische französische Kolonial Solidarität (Schlimmer Ausdruck 😉 ) oder „moderner“ Schwarzafrikanische französisch sprechende Verbundenheit.. ist das dem analytisch und sachlichem deutschen Denkvermögen genehm ? 😁
Themenstarter1'250 Beiträge · seit 200925. Juni 2012 · #39
Gabun Reisebericht, Teil 2

Am nächsten Tag soll es dann zum Mikongo Conservation Centre gehen. Dort soll es eine habituierte Gorillagruppe geben. Mit dem Manager wurde das nochmal abgestimmt. Um 07:30 soll es dann losgehen. Pünktlich um 07:25 sind wir bereit. Um 07:40 kommt unser Guide mit dem Safarifahrzeug. Wie ihr wollt nicht in die Savanne fahren? Nach Mikongo ist es weit, das macht ein anderer Guide. Schon war der Guide mit seinem Auto wieder weg. Dann haben wir beim Hotel-Manager nachgehakt. Der sagte uns, dass wir das Auto nach Mikongo bestellen müssen, damit hat er nix zu tun. Daraufhin haben wir die Agentur in Libreville angerufen, die dann das Auto nach Mikongo organisiert hat. Nach über einer Stunde Warten kam dann ein Pick-Up angeschraddelt. Nach einer Stadtrundfahrt durch Lope, mit Besuch bei diversen Läden und Werkstätten und wechselnden Mitfahrern auf der Ladefläche ging es dann nach Mikongo. An der Straße wurden wir dann mit einem Guide abgesetzt. Die folgenden 3,5 h sind wir auf einen Waldweg durch den Urwald gestapft. Fotografische Höhepunkte waren ein Ducker auf dem Weg sowie zwei wunderschöne Schmetterlinge, die auf einen frischen Haufen Leopardenkacke für uns posierten. Ein schwarzer Colobusaffe ließ sich fotografieren. Alle anderen Affen, darunter auch ein paar Schimpansen haben sich durch wilde Flucht unseren Kameras entzogen. Die Fluchtdistanz ist sehr groß. Erspäht man einen Affen hoch im Baum und legt die Kamera an, dann lässt er sich sofort fallen und verschwindet 10-15m tiefer in der Kone eines kleineren Baumes. Seine weitere Flucht kann man dann nur noch an den sich bewegenden Blättern und Ästen verfolgen. Nach einem Picknick im Wald setzen wir unseren Weg fort. Nach wenigen hundert Metern höre ich ein Rauschen, dass ich schon aus Guyana kenne. Also ganz schnell die wasserdichten Beutel rausgeholt und über die Kameras gestülpt. Das Rauschen kommt näher und entwickelt sich zum prasselnden Inferno. Während ich versuche mir den Poncho überzustreifen kommen bereits die ersten Tropfen vom Himmel und drei Sekunden später hat man das Gefühl, das der ganze Atlantik über mich ausgeschüttet wird. Das Wasser fällt vom Himmel. Der Waldweg wird zum Fluss. Die Schuhe sind sofort durchnässt. Zwar hält der Poncho das Wasser von außen ab, jedoch schwitzt man darunter so doll, dass man ebenfalls durchnässt ist. Wir treten den Rückweg an. Nach einer Stunde hört der Regen auf. Es gibt dann nur noch den Sekundärregen von den Bäumen. Nach weiteren dreieinhalb Stunden sind wir wieder an der Straße angekommen. Das Mikongo Camp oder gar Gorillas haben wir nicht gesehen.

Da die morgendliche Savannen-Tour nur wenig gebracht hat, wollen wir am nächsten Tag mit der Piroge auf dem Fluss fahren. Vielleicht sieht man ja ein paar Vögel oder gar Krokodile. Mit dem Manager haben wir wieder alles klar gemacht. Am nächsten Morgen kommt mit der obligatorischen 10 minütiger Verspätung wieder der Guide mit dem Auto, um uns in die Savanne zu fahren. Nein wir wollen Boot fahren! Da musste erst der Kapitän geweckt werden, dann musste das Boot seeklar und betankt werden. Nach über eine Stunde Warterei – wir sind ja in Afrika - ging es endlich los. Mit hoher Geschwindigkeit jagte der Kapitän das Boot über den Fluss, also wollte er die verlorene Zeit wieder reinholen. Vorbei an unzähligen Felsen, Stromschnellen und Untiefen. Vögel und Krokodile haben wir nicht gesehen. Mit Mühe entstanden ein paar Bilder von zwei vorbeifliegenden Ibissen. Dann wurde angelandet und wir durften ein paar Gravuren in Felsen bewundern, die angeblich viele Tausend Jahre alt waren. Dann ging die wilde Fahrt wieder zurück zur Lodge. Das Beste an der Tour war, das sie schnell wieder vorbei war. Den Tag über haben wir dann ein paar Vögel in der Lodge geknipst. Hier sind die meisten und besten Bilder entstanden. Abends ging es dann nochmal mit dem Auto in die Savanne. Ein weiterer Gast wurde eingeladen. Dreimal sind wir auf eine kleine Herde Elefanten gestoßen. Die Waldelefanten sind aber recht klein und das Elefantengras ist sehr hoch. Folglich sieht man nur den Rücken aus dem Gras herausragen. In Ostafrika hätte ich dafür meine Kamera nicht bemüht. Aber in Gabun freut man sich über so eine Sichtung, wie ein kleines Kind. Die Fluchtdistanz beträgt mehrere hundert Meter. Zum Abschluss gibt es noch eine Büffelherde zu sehen. Bei Belichtungszeiten mit 1/10s und ISOs in astronomische Höhe sind aber keine Superbilder zu erwarten.

Abends müssen wir die Rechnung mit dem Wirt machen. Nun ja, der hat viel mehr Biere aufgeschrieben, als wir jemals getrunken haben. Es folgten endlose Diskussionen, bis wir die richtige Stückzahl ermittelt hatten. Dann stimmte die Rechnung nicht. Ein Bier, Cola oder Wasser hat jeweils 2000 CFA gekostet. Bei diesen großen Zahlen ist schon höhere Mathematik erforderlich, die nur durch die Unterstützung einer Rechenmaschine bewältigt werden kann, dessen Ergebnis nicht nur zweifelhaft, sondern schlichtweg falsch war. Nach längeren Diskussionen mit dem Manager, Barkeeper und Wirt konnte dann doch tatsächlich das richtige Ergebnis, das der blöde Tourist in Sekundenschnelle ermittelt hatte, bestätigt werden. Für die leistungsfähige Management im Hotel Lope gab es dann auch ein angemessenes Trinkgeld in der Höhe von Null CFA.

01:15 ist die planmäßige Abfahrtszeit unseres Zuges nach Moanda. Um 01:00 sollen wir zum Bahnhof gebracht werden. Wir warten auf unser Auto. Nix passiert. Wir hören einen Zug kommen und sehen das Spitzensignal. Nix passiert. Hoffentlich ist es ein Güterzug. Um 01:15 kommt unser Auto und wir machen nach einer Stadtrundfahrt durch Lope halt am Bahnhof. Dort wartet bereits eine Menschenmenge auf den Zug. Unser Guide setzt uns aus und verschwindet. Der Schalter hat geschlossen. Nach etwa 2 Stunden Warterei kommt die Bahnpolizei vorbei und fragt die Leute nach ihren Reiseziel. Wir sollen warten. Erst kommt der Gegenzug. Die Menschenmassen dürfen auf den Bahnsteig gehen. Wir sollen in der Vorhalle warten. Nach ein paar Minuten kommt mir das komisch vor. Ich wage mich vorsichtig auf dem Bahnsteig vor. Sofort kommt der Bahnpolizist auf mich zu und fragt mich nochmal wo ich hin will. Moanda! Plötzlich hat er die Panik im Gesicht. Er schnappt sich meinen Rucksack und läuft davon. Wir hinterher. Kurz vor dem einfahrenden Zug nach Libreville flitzen wir über die Gleise. Da kommt auch schon unser Zug nach Franzisville (Moanda). Der hält nur kurz. Wir sind drin. Glück gehabt! Weiter geht die Fahrt im rollenden Eisschrank erster Klasse. Der Schaffner kennt uns bereits.

Fortsetzung folgt

Gruss Bernd
Äthiopien, Benin, Botswana, Elfenbeinküste, Eritrea, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Kenia (2x), Madagaskar, Malawi, Marokko, Mauretanien, Namibia, Niger, Ruanda, Sambia, Senegal, Simbabwe (2x), Sudan, Tansania (3x), Togo, Tschad, Uganda (2x) Fotoreportagen und Bildgalerien aus aller Welt: foto-kiboko.de
5'479 Beiträge · seit 200925. Juni 2012 · #40
Carmen on tour schrieb:
Topobär schrieb:
Carmen on tour schrieb:
... kann sein, da kommt noch etwas mein „Senegal Nationalstolz“ durch und ich mag die Leute dort unten , wie auch diejenigen in Gabun 😄
Oh weh! Das ist ja mal sehr weit hergeholt. Senegal und Gabun liegen weiter auseinander als Deutschland und Griechenland. Also alle mal bitte etwas mehr Nationalstolz für unsere abgebrannten Brüder und Schwestern im Süden.
Ein paar tausend Kilometer in Afrika werfen niemanden aus der Bahn.

Dann nennen wir es besser historische französische Kolonial Solidarität (Schlimmer Ausdruck 😉 ) oder „moderner“ Schwarzafrikanische französisch sprechende Verbundenheit.. ist das dem analytisch und sachlichem deutschen Denkvermögen genehm ? 😁
Klar doch. Ich kann mich auch vor Nationalstolz kaum beherrschen, wenn ich an unsere ruhmreiche Kolonialzeit in Südwest denke.:S
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