na das ist ja ein Service - gerade habe ich Deinen tollen Tansania-Reisebericht durch und schon geht es nahtlos weiter mit Namibia. Diesmal würde ich gerne auch mitfahren, in Tansania war ich leider zu spät dran 🤪
Bericht ist abonniert - es dürfen ruhig wieder gaaaanz viele Photos sein 😄 😄 😄
Liebe Grüße Kerstin
chrissie2'460 Beiträge · seit 200623. Juni 2012 · #24
Hallo Steffi und Gabi, es fängt schon mal so vielversprechend an, da will ich nicht fehlen. Ich springe noch schnell auf, nun kann es weitergehen.😄 LG Chrissie
Steffi82Themenstarter672 Beiträge · seit 201124. Juni 2012 · #25
Hallo zusammen,
uih, wir werden ja immer mehr 🙂 . Schön, dass ihr alle mit dabei seid!
Heute geht die Fahrt dann auch endlich richtig los. 🙂
Alles bitte auf die Plätze, wir starten!
10. Mai 2012 Windhoek - Frans Indongo Lodge (Otjiwarongo) oder auch: "Es hintert" 😎
Ich mag Reisen! Nicht nur, wenn ich mittendrin bin (da sowieso 😉 ) – nein, auch schon im Vorfeld plane ich alles recht akribisch, wälze alles Mögliche an Informationsmaterial und habe dabei tierisch viel Spaß! Auch hierzu kann Gabi wieder ein Lied singen 😗 !
Interessanterweise hat mir unser erster Urlaubstag tatsächlich bei der Planung am meisten Kopfzerbrechen gemacht. Wir wollten nämlich nach unserer Ankunft am Flughafen in Windhoek gleich das Auto übernehmen und noch zur Frans Indongo Lodge fahren.
Dies hatte folgende Gründe:
- wir hatten nur 16 Tage Zeit für unsere Reise und mussten diese so geschickt verplanen, dass wir all das sehen konnten, was wir uns vorstellten, aber gleichzeitig uns nicht wie auf der Flucht fühlten und an manchen Punkten ein bisschen Verweilen konnten,
- wir sind beide keine wirklichen Fans von Städten,
und so fiel die erste Übernachtung in Windhoek unserer Planung zum Opfer.
Voraussetzung war allerdings, dass an diesem ersten Fahrtag nach dem Nachtflug nur Teer gefahren wird. Verspätung des Flugs, Probleme bei der Wagenübernahme und eine ausgiebige Super-Spar-Shoppingaktion in Otjiwarongo mit eingeplant, trauten wir es uns zu an diesem ersten Tag noch bis zur Frans Indongo Lodge ca. 40 Kilometer außerhalb von Otjiwarongo zu fahren.
Meine größte Befürchtung war ehrlich gesagt, dass der ganze Flug ausfällt 😣 – denn dann wären wir mit unserer Planung für den ersten Tag baden gegangen. Meine zweite große Befürchtung war, dass neben mir im Flugzeug jemand sitzen könnte, der die ganze Zeit über quasselt oder laut Musik hört 😵 . Denn ich gehöre zu den glücklichen Menschen, die, wenn ungestört, bei einem Nachtflug tatsächlich und ohne große Probleme mehrere Stunden schlafen können (irgendwo müssen die 1,59 Meter Körper ja auch von Vorteil sein… 😄 ).
Beides klappte aber hervorragend 🙂 und so landeten wir am Morgen des 10. Mais tatsächlich überpünktlich in Windhoek am Flughafen. Dann allerdings stellten wir uns reichlich dämlich an und schafften es irgendwie uns
a) nicht nur an der längsten Einreiseschlange, sondern
b) auch an der langsamsten anzustellen. 😎
Egal – wir waren im Urlaub und durch die überpünktliche Ankunft hatten wir nun ja auch genügend Zeit. Die Zeit des Schlangestehens verwendeten wir zum Gespräch mit zwei netten Rentnerehepaaren, die eine 2-wöchige Rundreise bei einem großen Reiseveranstalter gebucht hatten und uns begeistert davon erzählten, dass sie nun mit 35 anderen Leuten erst eine Woche in Namibia unterwegs seien und dann eine Woche in Südafrika 🤩 . Puh, … das löste bei uns nur durchs Zuhören schon einen kleinen Stressanfall aus 🙄 . Die vier schauten uns dann auch etwas ungläubig an, als wir leise einwarfen, dass uns ein derartiges Programm selbst fast zu stressig wäre …hhhmmmm … ich glaube, dass wirklich viele die Dimensionen dieses Landes völlig unterschätzen…! Jedenfalls waren wir nach diesem Gespräch recht froh allein unterwegs zu sein und für die Tour, die vor uns lag 14 Tage Zeit zu haben und nicht nur 6! 🙂
Während wir auf das Schrumpfen der Menschenschlange vor uns Warteten, schauten wir zudem neugierig dem Treiben am Waffendeklarationsschalter zu. Sehr zu empfehlen, kann ich nur sagen 🙂 ! Nicht nur, weil es fürchterlich interessant ist, was da an Waffen über den Schalter geht, sondern auch wer die da an- und abschleppt. Vielleicht sollte irgendwer mal ein Buch über die Typologisierung des Jägers schreiben – wir hatten nach 10 Minuten Begutachtung schon mehrere Typen ausfindig gemacht: den Anzug-Jäger, den Hippie-Jäger (mit FlipFlops) und nicht zu vergessen den darin aufgehenden „Ich reise bereits im Jagdmontur“-Jäger. 😄
Letzten Endes hatten wir dann aber auch unseren Stempel im Reisepass, fischten unser Gepäck vom Gepäckband, wackelten damit zum Geldwechselschalter und dann standen wir auch schon vor dem Europcar-Schalter und wurden sofort bedient! Hey, mit einem solch problemlosen Durchkommen hatten wir nun wirklich nicht gerechnet. 🙂
Auf dem Parkplatz von Europcar stand sie dann auch schon: Unsere Peggy! (zu diesem Zeitpunkt aber noch namenslos). Unser fahrbarer Untersatz für die nächsten zwei Wochen stellte mich aber sogleich vor eine kaum zu lösende Aufgabe: Wie bitte soll ein 1,59-Meter-Mensch seine 80cm hohe Tasche in dieses Auto kriegen, wenn die Laderampe gefühlte 1,80m hoch ist? 🙄 Tatsächlich sind’s wahrscheinlich nur 1,10m oder so … aber mein etwas pikierter Blick 😵 , der zwischen Laderaum und Reisetasche hin und her schweifte sorgte bei Gabi für den ersten Lachanfall des Urlaubs 😄 . Gabi ernannte sich so zwangsläufig zum Gepäckkaptain des Urlaubs und war fortan dafür zuständig das Gepäck ins Auto zu befördern und wieder heraus (ich hab’s einmal versucht, aber es war weder elegant noch zweckmäßig 😗 und wurde dann unter schallendem Gelächter des Gepäckraums verwiesen)…
Der Europcar-Mensch fand uns zu diesem Zeitpunkt schon reichlich seltsam, glaube ich! 😉 Nach einer Einweisung zum Reifenwechseln, in den Allrad und zu sonstigen Autofunktionen tuckerten wir um kurz nach sieben Uhr morgens vom Flughafenparkplatz und standen sogleich vor der ersten Herausforderung: Ein Kreisverkehr! 🤩
Ich muss ja sagen: Linksverkehr mit anderen Autos zur Orientierung finde ich recht simpel. Linksverkehr ohne andere Autos zur Orientierung lässt zuweilen mein Hirn rauchen – so auch hier. Also erst einmal den Scheibenwischer eingeschalten 😗 – was liegt auch näher? (ich weiß, selbst in Deutschland blinkt man nicht, wenn man in einen Kreisverkehr einfährt, aber wenn frau nicht weiß was sie tun soll, dann blinkt sie halt… 😉 ). Unter leichtem hysterischen Gekreische von Fahrerin und Beifahrerin manövrierte uns Peggy aber problemlos in den Kreisverkehr hinein und wieder heraus. Noch einmal Abbiegen und Scheibenwischen später waren wir auf dem Weg nach Windhoek… Yeah! 🙂
So ein Toyota Hilux ist im Übrigen ein echt schönes Auto und fährt sich echt klasse! Ich würde Namibia nie wieder ohne einen bereisen wollen.
Vor Windhek bzw. unsere Durchfahrt durch Windhoek hatten wir ziemlichen Respekt. Aber auch die war problemloser als angenommen. Dank Gabis guter Navigation waren wir um kurz vor acht Uhr auf der B1 Richtung Otjiwarong unterwegs … irgendwie doof … kaum hatte ich das mit dem Blinken und Scheibenwischer etwas im Griff, geht’s nur noch gerade aus… 😉
Einige kleine Pausen später waren wir zur Mittagszeit in Otjiwarongo angekommen. Hier enterten wir den Super Spar und kauften Proviant für die nächsten Tage ein. Auf das Einkaufen will ich nicht näher eingehen … nur soviel: Wenn ich müde bin, bin ich absolut entscheidungsunfähig und tendiere ohne festgelegtes Ziel orientierungslos umherzuwandern 😐 . Ist in einem Supermarkt eher schlecht… 😗 . So viel uns dann später im Auto auch auf, dass wir zwar jede Menge Sachen zum Essen gekauft hatten, aber dummerweise die Pappteller vergessen hatten *uups*…
Bevor wir aber weiterfuhren genehmigten wir uns bei Wimpys noch eine große Cola und ein Mittagessen. Danach ging es uns beiden wieder viel besser – ich war auch wieder wach und die letzten 40 Kilometer konnten in Angriff genommen werden. 🙂
Auf den letzten paar Kilometern Farmpad zur Frans Indong Lodge kam dann auch endlich richtiges Afrika-Urlaubs-Feeling auf: Neben der Straße sahen wir unzählige Warzenschweine mit Nachwuchs, Perlhühner und eine Horde Zebramangusten wuselte direkt vor uns über die Straße. Schöööööön! 🙂
Um 14 Uhr waren wir an der Lodge angekommen und wurden supernett mit einem Glas frischen, kalten Minzetee begrüßt! Die Zimmer der Frans Indongo Lodge sind wirklich sehr schön, überhaupt ist die ganze Anlage mit viel Liebe zum Detail angelegt. Hat uns sehr, sehr gut gefallen.
Unser Zimmer:
Über einen Steg gelangt man dann zu einer Aussichtsplattform mit Sicht auf ein Wasserloch hinter dem sich einige Antilopen tummelten. Was uns etwas wunderte: Man hält hier eher untypische Antilopenarten bzw. Antilopenarten, die ich hier eher nicht verortet hätte: Blesböcke, schwarze Springböcke, Roan- und Säbleantilopen und Wasserböcke. Schön anzusehen waren sie aber allemal.
Nachdem wir uns etwas auf der Aussichtsterrasse und im Zimmer entspannt hatten, buchten wir (um nicht aus Versehen vor dem Abendessen einzuschlafen 😉 ) die Farmrundfahrt am Abend.
Das Wild hier hatte tatsächlich eine Recht hohe Fluchtdistanz, nichtsdestotrotz sahen wir doch recht viele Tiere – wenn auch viele nur von hinten. 😎
Neben vielen Oryx- und Kuduhintern sahen wir
Steinböckchen…
…. ein paar Kapgeier im Abendlicht … (ich hoffe meine Vogelidentifikation ist richtig… 😉 )
…. Weißschwanzgnus, auch eine Tierart, die ich hier nicht verortet hätte, die aber eine ganz tolle Nasenfrisur hat 😄 …
…tatsächlich auch mal einen Kuduhintern mit Gesicht 😄 …
… und diese hübsche Gabelracke:
Mit Versinken der Sonne hinter dem Horizont wurde es recht schnell frisch. Ziemlich frisch sogar. Wir hatten zwar alle dicke Jacken dabei, trotzdem war es auch dem Wagen recht frostelig. Glücklicherweise machte sich unser Guide mit Sonnenuntergang aber auch auf dem Rückweg zur Lodge … bis … ja, bis wir den Nashornhintern sahen 🤩 .
Irgendwie ein krönender Abschluss des Tages, dass nach unzähligen Oryx- und Kuduhintern auch noch ein Nashornhintern vor uns davonläuft 😣 – dummerweise weckte besagter Hintern jedoch den Ehrgeiz des Guides, der uns nun noch ein ganzes Nashorn zeigen wollte. Und so spähten wir schlotternd ins Gestrüpp. Mit viel Fantasie konnte man dort auch drei Nashörner ausfindig machen – allerdings hatten die keinerlei Interesse daran uns noch einmal ihren Hintern zu zeigen, geschweige denn sich ganz zu zeigen. Und so froren wir und spähten in die einsetzende Dämmerung, bis unser Guide irgendwann auch die Segel strich …. Wärme wir kommen! 🙂
Das Essen war sehr lecker (es gab ein dickes, saftiges Gnu-Steak 🙂 ) – allerdings waren wir nach diesem langen Tag zum Umfallen müde, sodass wir zielgerichtet nach dem Essen ins Bett fielen.
Alles in allem ein sehr schönes ereignisreicher erster Tag in Namibia! 🙂
Ziel für den morgigen ersten Tag im Etosha: Oryx auch mal von vorne sehen! 😎 Und achja, Gabi wünscht sich Elefanten! 🙂 (und wir werden lernen, was sich Gabi wünscht, geht tatsächlich auch meist in Erfüllung 🙂 )
casimodo4'528 Beiträge · seit 200724. Juni 2012 · #26
Hi Steffi,
Ich muss ja sagen: Linksverkehr mit anderen Autos zur Orientierung finde ich recht simpel. Linksverkehr ohne andere Autos zur Orientierung lässt zuweilen mein Hirn rauchen – so auch hier. Also erst einmal den Scheibenwischer eingeschalten
Haahaah.... das hast Du geil beschrieben 😛 Also ich bin jetzt so in ca. 15 Selbstfahrerurlauben links gefahren und habe mit Abbiegen etc.überhaupt keine Probleme mehr. Aber das mit Blinker und Scheibenwischer macht mich inzwischen sogar hier zu Hause konfus !
Du schreibst echt witzig. Nach meinem Geschmack dürften es ein paar Fotos mehr sein 😉
Steffi82Themenstarter672 Beiträge · seit 201125. Juni 2012 · #29
Hallo ihr,
@lil, Nadja + Marco: Schön, dass ihr auch noch mit dabei seid! 🙂
@casimodo: Höre ich da leise Kritik bez. zuwenig Fotos 😉 ? Dem kann ich gerne Abhilfe schaffen 😈 - wehe, es beschwert sich dann aber einer, dass er keine Giraffen, Elefanten oder gar zum Schluß keinen Sand oder tote Bäume mehr sehen kann 😗 ! (Die Sache mit den wenigen Fotos lag im Übrigen bisher daran, dass die Kameras bis zur Frans Indongo Lodge noch in ihrem Rucksack geschlummert haben!)
Ihr seid mir ja zwei! 😄 Schade dass ich Euch verpasse.
In Etosha gibt es einige Wasserlöcher die man bevorzugt anfahren sollte, Gembsbokvlakte und Olifantsbad (der Name sagt es schon) sind meiner Erfahrung nach besonders gut um viele Tiere respektive Elefanten zu sehen.
Ich wünsche Euche gute Pad bis Etosha und freue mich schon auf den nächsten Bericht mit Fotos. 🙂
Übrigens, in Etosha gibt es auch viele Elefanten, die einfach so über die Straße watscheln und kein Problem mit Autos haben... sofern man sich anständig verhält. 😉
LG
Otji
Schläft ein Lied in allen Dingen,
Die da träumen fort und fort,
Und die Welt hebt an zu singen,
Triffst Du nur das Zauberwort.
- Joseph von Eichendorff
baobab2195 Beiträge · seit 200925. Juni 2012 · #32
Hallo Steffi und Gabi,
Namibia steht auf meiner Wunschliste auch ganz weit oben und wir wollen in Familie als Selbstfahrer hin. Die Männer müssen leider mit 😉, weil ich zwar Auto fahren kann, aber ansonsten nichts mit Auto am Hut habe, was den technischen Kram betrifft - dann auch noch Linksverkehr. Ich hätte die ganze Zeit Schiss, mit einer Panne liegen zu bleiben. Der Beginn liest sich mal wieder überaus vielversprechend, die ersten Fotos - dito. Also schnell weiter schreiben. LG Ina
Steffi82Themenstarter672 Beiträge · seit 201125. Juni 2012 · #33
Guten Abend liebe Mitreisende, 🙂
@ina: Schön, dass du zu uns gefunden hast 🙂 . Den Linksverkehr in Namibia finde ich recht harmlos, da meistens eh kaum Verkehr ist und man sich eher wie ein freischaffender Künstler im Auto vorkommt - immer auf der Suche nach der Seite der Pad, die am Besten zu befahren ist 😉 . Und was Pannen angeht ... dazu werden wir im Laufe ds Reiseberichts noch ausführlich kommen 😎 !
@otji: Jetzt nimm doch nicht alles vorweg *psssst* 😉 !
Nun aber geht's weiter ... alle ab in die Peggy, wir fahren in den Etosha! 🙂
11. Mai 2012 Frans Indongo Lodge – Etosha Nationalpark (Namutoni) oder auch: „Willkommen zu Gabis rüsselndem Wunschkonzert!“ Teil 1: „Töröööö!“
Der 11. Mai war ein sehr besonderer Tag in unserem Urlaub! Denn es war der einzige, ja wirklich der einzige Tag, an dem wir mit voller Absicht den Sonnenaufgang verschliefen! Das sollte so in den kommenden Tagen nicht mehr vorkommen (absichtlich wie unabsichtlich 😉 ), an diesem ersten vollen Urlaubstag in Namibia genehmigten wir uns aber bis kurz nach sieben Uhr zu schlafen (gell, wir sind schon Langschläfer! 😗 ).
Unser Morgenprozedere sah an diesem Tag jedoch genauso aus wie an den nachfolgenden. Ich beschreibe es einmal exemplarisch 😉 : Ich sprang höchstmotiviert noch vor Klingeln des Weckers aus dem Bett, ließ Gabi erst einmal links liegen und wuselte ins Bad. 15 Minuten später wuselte ich zurück ins Zimmer und fand dort entweder
a) eine grimmig grunzende Gabi, die vor sich hin grummelnd durchs Zimmer schlürfte oder b) eine grimmig grunzende Gabi, die vor sich hin grummelnd noch im Bett lag
Variante a) war recht harmlos 😉 , Variante b) aber war so eine Art Selbstmordkommando, denn auf motivierte „Guten Morgen! Es ist Aufstehzeit!“-Grüße meinerseits erntete ich meist einen totesverachtenden Blick 😠 , gefolgt von einer Grummeltirade, wie man den mitten in der Nacht schon so gut drauf sein könne 😠 , während Grummelgabi sich langsam des Bettes erhob und ins Bad schlürfte. 😛
An diesem schönen Morgen durfte uns, wie gesagt, die Sonne aber erst ein wenig später anlachen. Nachdem auch Gabi so langsam aber sicher wach war, saßen wir kurz vor acht Uhr beim Frühstück, sattelten dann unsere Peggy und machten uns auf Richtung Etosha.
Unterwegs übte sich diesmal auch Gabi fleißig im Scheibenwischen 😄 und wir stellten fest, dass die Polizei in Namibia ziemlich perfide Überwachungsmethoden zur Einhaltung von Stoppschildern einsetzt.
Ich darf vorstellen: Der neue Hilfssheriff 🤩
(das tolle Etosha-Tierbestimmungsheft sagt im Übrigen, dass das ein Weißbürzel Singhabicht ist 🙂 )
Die Fahrt zum Etosha verbrachten wir gut gelaunt damit laut und extrem falsch Beatles-Lieder mitzusingen 😎 . Achja, und Gabi verbrachte einen Teil der Zeit auch noch mit Wünschen.
Nachdem Gabi bei ihrem Besuch 2011 im Krüger NP gefühlte 20 Leoparde in 2 Tagen gesehen hatte (tatsächlich waren es wohl „nur“ 5 oder 6 🤩 😣 🤩 ), aber nur einen Löwen von hinten, war einer von Gabis Wünschen: - ein Löwe von vorne 😄 Dazu wünschte sie sich für den heutigen Tag ein paar Elefanten (sozusagen als Garnierung 😉 ). Ich hatte da ja wesentlich bescheidenere Wünsche für unsere Namibia-Reise 😗 : - einen fotogenen Leoparden - ein fotogenes Eland - überhaupt einmal einen Klippspringer sehen; Ich nehm’s gleich einmal vorweg: Ich hab nichts davon bekommen! 😵 Scheinbar war die Tiersichtungsglücksfee zu sehr mit Gabis Wünschen beschäftigt, um sich auch noch um meine Wünsche kümmern zu können. 😉
Gegen Mittag waren wir dann auch endlich im Etosha angekommen. Da unser Zimmer noch nicht frei war, beschlossen wir eine erste Runde um die Fisher’s Pan zu drehen. Gabi übernahm damit das Kommando als erste Peggy-Lenkerin, während ich meine zu vorderste Zuständigkeit als Dokumentatörin mit der Kamera in der Hand nachging und für die nächsten paar Tage nur noch nebenberuflich an Peggys Lenkrad durfte. 😉
An der Fisher’s Pan konnten wir dann gleich einmal mit der ersten Lehrstunde von „Gabi lernt Antilope“ loslegen, denn neben einigen Zebras, konnten wir auch Springböcke, Oryx-Antilopen und vereinzelte Impalas sehen. Da man ja immer konstruktiv Kritik äußern soll, fangen wir mal mit dem Positiven an: 🙂
Gabi erkannte das Impala richtig! 🤩 Und: Gabi erkannte auch, dass die anderen keine Impalas sind. 🤩
Allerdings sah sie nach 10 Minuten an der Fisher’s Pan plötzlich überall Steinböcke! 😵 Hhhmm ja 🙄 … 20 weitere Steinböcke weiter, einigten wir uns darauf die lieben Springböcke zukünftig nur noch Bockis zu nennen 😄 – das war ein Kompromiss, der uns beiden entgegenkam!
In diesem Sinne: Ein Bocki...
Für den Oryx war uns bisher noch keine Lösung eingefallen – zu diesem Zeitpunkt lief er noch unter „großes hübsches Tier mit Hörnern“. 😎
Und dann waren da noch die Giraffen. Uns ist immer noch ein gewisses Rätsel, woran es lag, aber an diesem 11. Mai wimmelte es um Namutoni herum nur so vor Giraffen.
Interessant ist, dass auch die Giraffen scheinbar das Problem haben, dass das was besonders lecker ist, immer genau da hängt, wo Giraffe schwer hinkommt… 😄
Einige Marabus, Zebras, Gabelracken (die schienen sich mit den Giraffen verabredet zu haben und saßen an diesem Tag auf jedem zweiten Strauch! 😉 ) waren wir mit unserer Runde um die Fisher’s Pan fertig. Da unser Zimmer erst nach zwei Uhr fertig sein sollte, wir aber immer noch zu früh dran waren, beschlossen wir zum Wasserloch Tsumcor zu fahren – dort soll es ja häufig Elefanten zu sehen geben und Gabi hatte sich ja Elefanten gewünscht…
Gemütlich tuckerten wir also dorthin, als wir einige hundert Meter hinter der nördlichen Einfahrt zum Wasserloch Klein Okevi zwei Autos am Rand stehen sahen. Wir stellten uns flugs daneben und spähten angestrengt in die Büsche – und tatsächlich: Gaaaanz weit hinten erkannte man mit viel Fantasie einen der großen Dickhäuter. 🤩 Und – nochmaliges angestrengtes Spähen später –sogar einen kleinen Baby-Elefanten! 🤩 Während die beiden Wägen vor uns in Richtung Tsumcor weiterfuhren, grübelten wir, was wir nun tun sollten. Die beiden Elefanten-Schemen in den Büschen gingen definitiv in die Gegenrichtung, also Richtung Groot bzw. Klein Okevi. Allerdings waren sie natürlich tief im Buschwerk versteckt, und ob sie sich in absehbarer Zeit in Richtung Straße kommen würden – großes Fragezeichen! Wir beschlossen jedoch dass ein echter Elefant im Busch besser ist als „vielleicht“-Elefant am Tsumcor-Wasserloch, und dass besagter Elefant im Busch ganz sicher auf dem Weg zu einem erfrischenden Bad an einem der Okevi Wasserlöcher sei. 😄 Was sollte so ein Elefant an diesem schönen Nachmittag auch sonst im Sinn haben? 😎
Wir drehten also um und beschlossen die kleine Runde zum Wasserloch Klein Okevi zu fahren. Am Wasserloch angekommen, gegrüßten uns einige Giraffen und eine kleine Herde weiblicher Kudus (oder in Gabis Worten: große hübsche Antilope ohne Hörner), aber keine Elefanten.
Also wieder zurück an die Stelle, wo wir den Elefant mit Baby im Busch gesehen hatten – aber: Kein Elefant mehr! Das konnte nun aber wirklich nicht sein! 😣 Also noch einmal kehrtgemacht (ich glaube wenn man unsere Route an diesem Nachmittag mit einem bunten Stift auf der Etosha-Karte aufmalt, sähe das bestimmt lustig aus 😉 ) und ganz, ganz langsam zur Einfahrt Groot Okevi zurückgefahren – irgendwo musste der doofe Elefant ja sein!
Als wir langsam in die Einfahrt Groot Okevi einrollten, überrollten wir vor lauter Spähen ins Gebüsch fast einen einsamen Springbock, der schmatzend mitten auf der Straße stand. 🤩 Oops! Das Kerlchen nahm es uns aber nicht übel, sondern schmatzte fröhlich neben unserem Auto weiter. Und siehe da: Der Elefant war wieder aufgetaucht und hatte sich tatsächlich genähert. Hurra –das machte doch Mut. 😄 Wir beschlossen an Ort und Stelle unser Lager aufzuschlagen und abzuwarten. Wobei, doch nicht ganz an Ort und Stelle – denn wie wir feststellten, parkten wir gerade auf einem recht breiten Elefantenpfad 🤨 – dort wollten wir dann doch nicht stehen, sollte der Elefant entscheiden, in unsere Richtung zu kommen.
Und so standen wir da und warteten. Und warteten. Die Elefantendame stand derweil hinter ihrem Busch und tat augenscheinlich gar nichts. Irgendwann jedoch sahen wir hinter ihr im Gebüsch weitere Elefanten schemenhaft umherstreifen. Woah – das waren sogar gleich viele Elefanten. 🤩 Und Gabi war sich sicher: Die wollen Baden! 😎
Während sich Gabi also in Sachen Fernhypnose an den Elefanten versuchte, schauten wir gebannt die Elefantenkuh in der Ferne an und die Elefantenkuh in der Ferne sah gelangweilt uns an, oder vielleicht auch den Strauch vor sich 😉 … das war so genau nicht zu erkennen. Dann plötzlich setzte sie sich in Bewegung – und zwar in unsere Richtung. Und mit ihr der ganze Busch hinter ihr … nicht ein, nicht zwei, nicht drei Elefanten schoben sich aus dem Dickicht auf die freie Ebene vor uns, sondern eine ganze Herde mit mindestens 30 Tieren und die liefen alle genau auf uns zu! 🤩
Während wir und unser einsamer Springbock gebannt dem Schauspiel vor unseren Augen folgten, näherte sich die Elefantentruppe uns immer mehr.
Steffi82Themenstarter672 Beiträge · seit 201125. Juni 2012 · #34
...
Sicherheitshalber legten wir schon einmal den Rückwärtsgang ein – aber die Elefanten störten sich kein bisschen an uns und überquerten tatsächlich direkt vor unserem Auto die Straße. 🙂
Nicht nur dass: Scheinbar war das Gras an dieser Stelle sehr saftig und die generelle Lage so schön, denn ein Teil der Herde verweilte ein bisschen bei uns, mampfte Gras und säugte die Jungtiere. 🙂
(für alle die sich wundern - yap, das schwarze Teil da auf der rechten Seite ist unser Außenspiegel 😉 )
Das Ganze sah im Auto dann so aus:
Und vor uns auf der Straße so:
Dann schob sich die Elefantenpopokarawane irgendwann weiter ins Gestrüpp auf der anderen Seite!
Wow! So viele Elefanten mit Babys und das gleich am ersten Tag! 🤩
Allerdings: Wollten die Elefanten nicht eigentlich baden? 🤨 Und hatte sich Gabi nicht auch noch einen Löwen gewünscht? 😗
Die Antwort auf diese Fragen gibt es in Teil zwei des Berichts dieses Tages 😉 !
Champagner8'672 Beiträge · seit 201025. Juni 2012 · #35
Steffi82 schrieb:
Die Antwort auf diese Fragen gibt es in Teil zwei des Berichts dieses Tages 😉 !
Und der wäre wo??? 😗
Bitte schnell weiterschreiben - ich bin grad etwas gehandicapt (Hand geprellt - arbeiten im Haushalt nahezu unmöglich - wie schööööön 😉 - nur dumm, dass es auch niemand anderes macht....😠 ) - also was bleibt mir Armen anderes übrig als hier zu sitzen und zu lesen (tippen geht auch soweit...). Wobei ich ja eigentlich Etosha-Berichte mit Tiersichtungen aus Prinzip nicht lesen will - aber bei Euch beiden mach ich aus Frauensolidaritätsgründen mal eine Ausnahme 🤪 !
Ich habs ja gesagt - die Elefanten kommen auch ganz nah wenn man lieb ist. 🙂
Klasse, die Nahaufnahmen. 🙂
Freue mich schon auf die nächste Episode.
LG
Otji
Schläft ein Lied in allen Dingen,
Die da träumen fort und fort,
Und die Welt hebt an zu singen,
Triffst Du nur das Zauberwort.
- Joseph von Eichendorff
Linksfahren: Ist in Namibia kein Problem - ziemlich einfach sogar - ist ja sonst keiner unterwegs. Probleme kriegt man erst, wenn man wieder in Deutschland ist - hab mich letztes Wochenende gewundert, dass mir plötzlich einer auf meiner Seite entgegenkommt... 😗
Grummeliger Morgen: Halllooooo! Wer von uns beiden hat denn die Morgendämmerung für den Vollmond am Horizont gehalten???😃
Tja ansonsten - das mit dem Wünsch_dir_Was_Mit_Gabi klappt immer!! Lalalalala!
herrlich 🤩 eure Elefantenbegegnung und tolle Fotos 🙂 🙂 🙂 . Mir wäre, so nah an den Elis, aber wahrscheinlich das Herz in die Hose gerutscht, weil man ja nie weiss ob man sie stört oder nicht.
Steffi82Themenstarter672 Beiträge · seit 201125. Juni 2012 · #39
Huhu,
@ Gabi aka werte Reisebegleiterin: Hah, aber wenigstens war ich voll begeistert, als sich der vermeintliche Vollmond als Sonne rausstellte 😎 !
@ Lil: Also zugegebenermassen, wir waren in der ein oder anderen Sekunde auch sehr still, vor allem als sich ein Elefantenjoungster neugierig immer näher ans Auto heranrüsselte. Ich mein, was machen, wenn der seinen Rüssel zum Fenster hineinstecken will 🙄 ? Aber der Fluchtweg war ja frei und der Rückwärtsgang für den Fall des Falles eingelegt und die Elefanten waren hier wirklich sehr entspannt - die hatten ja ein Ziel 🙂 - die wollten Baden 😎 .
@Bele: Der zweite Teil kommt morgen - versprochen! 🙂 Und der Hand gute Besserung!
schöner Bericht und tolle Fotos. Abonniert. Welches L-Objektiv hast du denn auf der Canon? Ward ihr länger in Namutoni? Wir waren am 12.5 dort. Siehe mein Reisebericht. Vielleicht sind wir uns ja irgendwo begegnet.
Bin schon gespannt wie es bei euch weitergeht. Ich muss noch 5 Tage schreiben und einstellen.
LG Uli
@Bele: Du hast ja offensichtlich meinen Etosha-Bericht auch gelesen-Danke 🙂
Big 5 Africa Tours
Reiseberichte:
Namibia's Süden 2017, Uganda's Norden 2016 , Uganda Juli 2015 , Namibia Mai 2013 ,Namibia Mai 2012