Die nachfolgend zu beschreibende Reise ist eigentlich nur Gabis Schuld. Die Verfasserin dieser Zeilen ist daran völlig unschuldig (vööööllllig…), … nein, anders formuliert … ihr blieb gar nichts anderes übrig, als Gabi auf eine Reise nach Namibia zu begleiten … 😗
Aber von Anfang an: Alles fing eigentlich damit an, dass mein Göttergatte und ich im Januar 2011 zwei Wochen lang durch Namibia reisten und schwerst begeistert davon zurückkamen. Wenige Zeit später bereiste meine Freundin Gabi für zwei Wochen den nördlichen Teil von Südafrika. Irgendwann saßen wir beieinander, tauschten Urlaubserlebnisse aus und seufzten uns in Erinnerungen schwelgend durch die Fotos, als meinem Mann und mir etwas Schockierendes auffiel:
Gabi kann keine Antilope! 🤩
Kein Quatsch, das ist mein völliger Ernst. Die liebe Gabi konnte keine Antilope. D.h. eine Antilope konnte sie schon: Sie konnte Impala! Aber nur Impala! 🙄
Das Ganze wurde natürlich einem ausgiebigen Test unterzogen. Aber egal welches Foto wir Gabi, egal von welcher hübschen Antilope vorlegten, die Antwort war immer dieselbe: „Impala!“ 😵 ... wahlweise auch gefolgt von: „Die sehen doch eh alle gleich putzig aus!“ 🤩 ... oder auch „Egal, Hauptsache sie schmeckt lecker als Steak!“ 😣
Das konnten wir so nicht natürlich nicht durchgehen lassen. Und so keimte in mir die Idee, mit Gabi Antilopen üben zu gehen. Liegt ja auch nahe, oder? 😄 Der Übungsort war schnell gefunden: Namibia bot sich an, konnte man Gabi, die bekennende Wüstenliebhaberin ist, doch hervorragend einfach von diesem Land überzeugen! 😎
Alles völlig nachvollziehbar bis hierhin, gell? 😄
Gabis Widerstand war dann auch verschwindend gering … also eigentlich gar nicht vorhanden …eher im Gegenteil 🙂 ! Der beste Ehemann überhaupt willigte zähneknirschend irgendwann auch ein 🤩 , mich ohne ihn alleine in den Urlaub (ja eigentlich Bildungsreise *hust* 😗 ) zu lassen: Der Weiberreise nach Namibia stand also nichts mehr im Weg! 🤩
Und so kam es, dass die Welt Anfang September um zwei Grinsekuchenpferdegesichter reicher war, als Gabi und Steffi ihre gemeinsame Weiberreise nach Namibia geplant und gebucht hatten. 🙂
Gabi wird das alles wahrscheinlich gaaaanz anders sehen und euch irgendetwas von Afrikareisesucht meiner Person erzählen 😗 … was auch nicht so ganz von der Hand zu weisen ist ... trotzdem finde ich meine Version in der Gabi ganz alleine Schuld ist schöner … 😎
In den nachfolgenden Beiträgen werde ich also den Text und die Fotos liefern und Gabi (die genötigt wurde, sich hier auch anzumelden 😉 ) die Meinung und evtl. die verwackelten Dokumentationsvideos (wobei das Verwackeln nicht Gabis schuld ist, sondern eher meiner Unfähigkeit zu Filmen geschuldet ist 😊 ).
Bevor wir aber loslegen unsere Reiseroute zur besseren Nachverfolgung:
(Neuzugänge und Nachzügler können einfach auf die Sonne rechts oben klicken und landen dann bei den Reiseberichtsteilen ohne Kommentare:) )
Was erwartet euch also in den nächsten Tagen und Wochen in diesem Reisebericht?
- Viel Gequake von zwei lustigen Weibern, die eine bekennender Morgenmuffel (Gabi), die andere ein angebliches „Frühmorgens-Ritalin-Männchen“ (das wäre dann ich), die mit ihrem „Peggy“ getauften Toyota Hillux die Pisten Namibias unsicher machen
- Wunderschöne Landschaften und tolle Tiererlebnisse
- Viel zuviele Fotos davon 😗
- Natürlich: Gabi lernt Antilope 😄
- Außerdem: Steffi lernt Federvieh 😄 (ich hab mich ja in meinem Tansania-Reisebericht was Vogelerkennung angeht nicht wirklich mit Ruhm bekleckert 😊 und gelobe für den nachfolgenden Reisebericht Besserung!)
- Und: Wir alle lernen Dieselwasserfilterpumpe! 😎
Da wir völlig diszipliniert bis auf zwei Tage frühmorgens den Sonnenaufgang „mitgenommen“ haben und die Tage wirklich bis zum letzten Sonnenstrahl ausgenutzt und genossen haben,entstand die Idee zum Titel dieses Reiseberichts.
Euch laden wir ganz herzlich ein, uns nun zu begleiten und unsere Reise noch einmal mit uns zu erleben!
Bitte alle Aufsitzen: Peggy fährt bald los! 🙂
LG Steffi
Teil 221. Juni 2012
Hallo zusammen,
schön, dass ihr alle mitfahrt - und natürlich dürfen auch Männer mitfahren 🙂 - ein bisschen ausgleichendes Moment ist immer gut 😉 !
Heute müsst ihr noch auf Bebilderung verzichten, aber ab dem nächsten Teil, gibt's dann auch wieder Fotos 🙂 !
Und natürlich wird es spannend werden ... und wie: Wir werden uns verfahren, werden ausgeraubt, von Elefanten umzingelt und von Löwen angegähnt. Außerdem werden wir in luftige Höhen aufsteigen, uns auf Dünen einen abfrieren und an der "Missing-People-Tour" teilnehmen! 😎 Volles Programm also (Gabi musste ja ausgiebig belehrt und gequält werden 😉 )
In diesem Sinne: Los geht's! 🙂
LG Steffi
9. Mai 2012 - Urlaub wir kommen! oder auch: Achtung Löwe auf der Autobahn! 😎
Vorurlaubsstimmung ist ja immer so eine Sache. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich grinse mir immer Monate vorher beim Gedanken an anstehende Reisen einen ab. So drei Monate vorher lässt das bei mir jedoch schlagartig nach und der Alltag überholt mich. Und das bleibt dann tatsächlich bis kurz vor dem Abflug so.
Und so prallte die arme Gabi – bei der die Urlaubsvorfreude einige Tage vorher einsetzte – in den Tagen vor der Reise kolossal an mir ab, wenn auf einen begeisterten „Wir fahren nach Namibia!“-Gabiausruf ein lethargisches „Boh, und es ist noch soviel bis dahin zu tun. Bin ja noch so gar nicht in Stimmung! Und Packen muss ich ja auch noch!“ zurückkam. 🙄
Dann aber zwei Tage vor Abfahrt war es soweit. Beim Blumengießen kam es: Das Reisevorfieber! 🤩 Irgendwie ist es ja gut, dass es so spät erst einsetzte, denn ich dürfte in den nächsten zwei Tagen so ziemlich jeden leicht grenzdebil angegrinst haben und mich Dingen zugebrabbelt haben, die kaum einer verstanden hat … das Vorurlaubs-Ritalin-Männchen zuzusagen! 😄
Während dieses Euphorieschubs fand ich dann auch endlich die Muße zum Packen und weil mir der Gedanke, so gut gefiel, dass endlich ich einmal mit dem großen Koffer unterwegs sein könnte, schnappte ich mir die schöne große Reisetasche des Göttergatten und befüllte sie vergnügt 🙂 (… wie sich im Laufe der Reise noch herausstellen sollte, eine nicht ganz durchdachte Idee angesichts von gut 80cm „Größe“ der aufgestellten Reisetasche bei nur 1,59m Körpergröße der Befüllerin 😗 … Gabi kann ein Lied davon singen … aber hey, wenigstens war die Tasche verhältnismässig leicht mit 17 Kilo! 😛 ).
Dann noch schnell dem Göttergatten versucht zu erklären, dass auch Pflanzen ein Recht auf Leben haben und in meinen 16-Tagen Abwesenheit nicht nur einmal sondern gleich mehrmals gegossen werden möchten 😗 . Gleiches versucht ihm in Bezug auf die vier Kater zu vermitteln, mich im Geiste schon von meinen Kräutern verabschiedet (bei den Katern war ich mir sicher, dass die irgendwann lautstark auf sich aufmerksam machen, aber beim Basilikum sah ich ehrlich gesagt zappenduster 😵 …) … und los konnte es gehen… 🙂
Am Morgen des 9. Mai verabschiedete ich mich also mit leicht schlechtem Gewissen von Mann und Katern und tuckerte zu Gabi. Bepackt mit einer Reisetasche die halb so groß war wie ich und meinem sechs Kilo Fotorucksack stand ich gegen Mittag vor ihrer Tür und wurde erst einmal ungläubig gefragt, ob ich das mit den Taschen ernst meine 🙄 (ich muss wohl etwas untergegangen sein zwischen den Taschen 😎 …). War es natürlich 😛 … und bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich ja auch keine Probleme mit dem Gepäck gehabt, aus meinem Fiesta ging es noch problemlos heraus 😗 . Gabi lud mich und das Gepäck dann in ihr Auto um und los ging es in Richtung Frankfurt.
Die Fahrt zum Flughafen war wenig spektakulär … bis ich plötzlich den Löwen sah! 🤩 Ich muss gestehen, es war vielleicht nicht die beste Idee mitten auf der A3 als Beifahrerin plötzlich laut loszuquäken: „Da, ein Löwe!“ Gabi aber reagierte, wie man sich das von einer langjährigen Freundin vorstellt: Sie vollführte keine Vollbremsung, sondern sah mich stattdessen mit einem entrückten Gesichtsausdruck an, der gleich zweierlei zum Ausdruck brachte 🙄 :
1. Ist die liebe Steffi jetzt völlig gaga? 🙄
und
2. Will ich mit sowas wirklich die nächsten zwei Wochen verbringen? 😵
Viel zielführender wäre es jedoch gewesen, wenn Gabi sich auf die Straße konzentriert hätte 😉 , denn dann hätte sie auch gesehen, dass uns tatsächlich soeben ein LOE-WE überholt hatte, weiß und ein Audi und wie wir später recherchierten im Kreis Lörrach in Baden-Württemberg zuhause 🙂 . Das dürfte damit dann wohl das Fleckchen in Deutschland sein mit der größten Wahrscheinlichkeit Löwen auf der Straße zu sehen. 😉
Gabi brauchte allerdings etwas um die Signifikanz dessen, was da vor ihr fuhr zu erkennen. Dann war sie aber genauso begeistert wie ich! 🤩 Auch wenn sie natürlich noch getadelt wurde, weil sie den Löwen so spät erst erkannte … da müssen wir im Etosha wirklich dran arbeiten … 😉
Und so hatten wir unsere erste Löwensichtung in diesem Urlaub tatsächlich Stunden bevor wir überhaupt in den Flieger gestiegen sind.
Viel zu früh waren wir dann am Flughafen, wo Gabi beim Ausladen des Wagens behauptete, dass ich beim Versuch meine Reisetasche aus ihrem Wagen zu wuchten zu Gefahr für Auto, Leib und Leben werden würde (gar nicht waaaahr… 😗 ) … und mir wurde kurzerhand die Kompetenz entzog die Tasche irgendwohin zu wuchten, bevor ich nicht mindestens 10 Zentimeter gewachsen oder aber die Tasche 10 Zentimeter geschrumpft sei. (...menno... 😕 ). Die Stunden bis zum Einchecken und danach bis zum Abflug verbrachten wir dann mit Lesen, Frauengesprächen und allgemeiner Vorfreude und um viertel nach acht Uhr abends hob unsere Maschine pünktlich gen Namibia ab!
Urlaub wir kommen! 🙂 - und es stellt sich die Frage: Wir sind auf den Urlaub vorbereitet, aber ist der Urlaub auch auf uns vorbereitet? 😈
Teil 324. Juni 2012
Hallo zusammen,
uih, wir werden ja immer mehr 🙂 . Schön, dass ihr alle mit dabei seid!
Heute geht die Fahrt dann auch endlich richtig los. 🙂
Alles bitte auf die Plätze, wir starten!
10. Mai 2012 Windhoek - Frans Indongo Lodge (Otjiwarongo) oder auch: "Es hintert" 😎
Ich mag Reisen! Nicht nur, wenn ich mittendrin bin (da sowieso 😉 ) – nein, auch schon im Vorfeld plane ich alles recht akribisch, wälze alles Mögliche an Informationsmaterial und habe dabei tierisch viel Spaß! Auch hierzu kann Gabi wieder ein Lied singen 😗 !
Interessanterweise hat mir unser erster Urlaubstag tatsächlich bei der Planung am meisten Kopfzerbrechen gemacht. Wir wollten nämlich nach unserer Ankunft am Flughafen in Windhoek gleich das Auto übernehmen und noch zur Frans Indongo Lodge fahren.
Dies hatte folgende Gründe:
- wir hatten nur 16 Tage Zeit für unsere Reise und mussten diese so geschickt verplanen, dass wir all das sehen konnten, was wir uns vorstellten, aber gleichzeitig uns nicht wie auf der Flucht fühlten und an manchen Punkten ein bisschen Verweilen konnten,
- wir sind beide keine wirklichen Fans von Städten,
und so fiel die erste Übernachtung in Windhoek unserer Planung zum Opfer.
Voraussetzung war allerdings, dass an diesem ersten Fahrtag nach dem Nachtflug nur Teer gefahren wird. Verspätung des Flugs, Probleme bei der Wagenübernahme und eine ausgiebige Super-Spar-Shoppingaktion in Otjiwarongo mit eingeplant, trauten wir es uns zu an diesem ersten Tag noch bis zur Frans Indongo Lodge ca. 40 Kilometer außerhalb von Otjiwarongo zu fahren.
Meine größte Befürchtung war ehrlich gesagt, dass der ganze Flug ausfällt 😣 – denn dann wären wir mit unserer Planung für den ersten Tag baden gegangen. Meine zweite große Befürchtung war, dass neben mir im Flugzeug jemand sitzen könnte, der die ganze Zeit über quasselt oder laut Musik hört 😵 . Denn ich gehöre zu den glücklichen Menschen, die, wenn ungestört, bei einem Nachtflug tatsächlich und ohne große Probleme mehrere Stunden schlafen können (irgendwo müssen die 1,59 Meter Körper ja auch von Vorteil sein… 😄 ).
Beides klappte aber hervorragend 🙂 und so landeten wir am Morgen des 10. Mais tatsächlich überpünktlich in Windhoek am Flughafen. Dann allerdings stellten wir uns reichlich dämlich an und schafften es irgendwie uns
a) nicht nur an der längsten Einreiseschlange, sondern
b) auch an der langsamsten anzustellen. 😎
Egal – wir waren im Urlaub und durch die überpünktliche Ankunft hatten wir nun ja auch genügend Zeit. Die Zeit des Schlangestehens verwendeten wir zum Gespräch mit zwei netten Rentnerehepaaren, die eine 2-wöchige Rundreise bei einem großen Reiseveranstalter gebucht hatten und uns begeistert davon erzählten, dass sie nun mit 35 anderen Leuten erst eine Woche in Namibia unterwegs seien und dann eine Woche in Südafrika 🤩 . Puh, … das löste bei uns nur durchs Zuhören schon einen kleinen Stressanfall aus 🙄 . Die vier schauten uns dann auch etwas ungläubig an, als wir leise einwarfen, dass uns ein derartiges Programm selbst fast zu stressig wäre …hhhmmmm … ich glaube, dass wirklich viele die Dimensionen dieses Landes völlig unterschätzen…! Jedenfalls waren wir nach diesem Gespräch recht froh allein unterwegs zu sein und für die Tour, die vor uns lag 14 Tage Zeit zu haben und nicht nur 6! 🙂
Während wir auf das Schrumpfen der Menschenschlange vor uns Warteten, schauten wir zudem neugierig dem Treiben am Waffendeklarationsschalter zu. Sehr zu empfehlen, kann ich nur sagen 🙂 ! Nicht nur, weil es fürchterlich interessant ist, was da an Waffen über den Schalter geht, sondern auch wer die da an- und abschleppt. Vielleicht sollte irgendwer mal ein Buch über die Typologisierung des Jägers schreiben – wir hatten nach 10 Minuten Begutachtung schon mehrere Typen ausfindig gemacht: den Anzug-Jäger, den Hippie-Jäger (mit FlipFlops) und nicht zu vergessen den darin aufgehenden „Ich reise bereits im Jagdmontur“-Jäger. 😄
Letzten Endes hatten wir dann aber auch unseren Stempel im Reisepass, fischten unser Gepäck vom Gepäckband, wackelten damit zum Geldwechselschalter und dann standen wir auch schon vor dem Europcar-Schalter und wurden sofort bedient! Hey, mit einem solch problemlosen Durchkommen hatten wir nun wirklich nicht gerechnet. 🙂
Auf dem Parkplatz von Europcar stand sie dann auch schon: Unsere Peggy! (zu diesem Zeitpunkt aber noch namenslos). Unser fahrbarer Untersatz für die nächsten zwei Wochen stellte mich aber sogleich vor eine kaum zu lösende Aufgabe: Wie bitte soll ein 1,59-Meter-Mensch seine 80cm hohe Tasche in dieses Auto kriegen, wenn die Laderampe gefühlte 1,80m hoch ist? 🙄 Tatsächlich sind’s wahrscheinlich nur 1,10m oder so … aber mein etwas pikierter Blick 😵 , der zwischen Laderaum und Reisetasche hin und her schweifte sorgte bei Gabi für den ersten Lachanfall des Urlaubs 😄 . Gabi ernannte sich so zwangsläufig zum Gepäckkaptain des Urlaubs und war fortan dafür zuständig das Gepäck ins Auto zu befördern und wieder heraus (ich hab’s einmal versucht, aber es war weder elegant noch zweckmäßig 😗 und wurde dann unter schallendem Gelächter des Gepäckraums verwiesen)…
Der Europcar-Mensch fand uns zu diesem Zeitpunkt schon reichlich seltsam, glaube ich! 😉 Nach einer Einweisung zum Reifenwechseln, in den Allrad und zu sonstigen Autofunktionen tuckerten wir um kurz nach sieben Uhr morgens vom Flughafenparkplatz und standen sogleich vor der ersten Herausforderung: Ein Kreisverkehr! 🤩
Ich muss ja sagen: Linksverkehr mit anderen Autos zur Orientierung finde ich recht simpel. Linksverkehr ohne andere Autos zur Orientierung lässt zuweilen mein Hirn rauchen – so auch hier. Also erst einmal den Scheibenwischer eingeschalten 😗 – was liegt auch näher? (ich weiß, selbst in Deutschland blinkt man nicht, wenn man in einen Kreisverkehr einfährt, aber wenn frau nicht weiß was sie tun soll, dann blinkt sie halt… 😉 ). Unter leichtem hysterischen Gekreische von Fahrerin und Beifahrerin manövrierte uns Peggy aber problemlos in den Kreisverkehr hinein und wieder heraus. Noch einmal Abbiegen und Scheibenwischen später waren wir auf dem Weg nach Windhoek… Yeah! 🙂
So ein Toyota Hilux ist im Übrigen ein echt schönes Auto und fährt sich echt klasse! Ich würde Namibia nie wieder ohne einen bereisen wollen.
Vor Windhek bzw. unsere Durchfahrt durch Windhoek hatten wir ziemlichen Respekt. Aber auch die war problemloser als angenommen. Dank Gabis guter Navigation waren wir um kurz vor acht Uhr auf der B1 Richtung Otjiwarong unterwegs … irgendwie doof … kaum hatte ich das mit dem Blinken und Scheibenwischer etwas im Griff, geht’s nur noch gerade aus… 😉
Einige kleine Pausen später waren wir zur Mittagszeit in Otjiwarongo angekommen. Hier enterten wir den Super Spar und kauften Proviant für die nächsten Tage ein. Auf das Einkaufen will ich nicht näher eingehen … nur soviel: Wenn ich müde bin, bin ich absolut entscheidungsunfähig und tendiere ohne festgelegtes Ziel orientierungslos umherzuwandern 😐 . Ist in einem Supermarkt eher schlecht… 😗 . So viel uns dann später im Auto auch auf, dass wir zwar jede Menge Sachen zum Essen gekauft hatten, aber dummerweise die Pappteller vergessen hatten *uups*…
Bevor wir aber weiterfuhren genehmigten wir uns bei Wimpys noch eine große Cola und ein Mittagessen. Danach ging es uns beiden wieder viel besser – ich war auch wieder wach und die letzten 40 Kilometer konnten in Angriff genommen werden. 🙂
Auf den letzten paar Kilometern Farmpad zur Frans Indong Lodge kam dann auch endlich richtiges Afrika-Urlaubs-Feeling auf: Neben der Straße sahen wir unzählige Warzenschweine mit Nachwuchs, Perlhühner und eine Horde Zebramangusten wuselte direkt vor uns über die Straße. Schöööööön! 🙂
Um 14 Uhr waren wir an der Lodge angekommen und wurden supernett mit einem Glas frischen, kalten Minzetee begrüßt! Die Zimmer der Frans Indongo Lodge sind wirklich sehr schön, überhaupt ist die ganze Anlage mit viel Liebe zum Detail angelegt. Hat uns sehr, sehr gut gefallen.
Unser Zimmer:
Über einen Steg gelangt man dann zu einer Aussichtsplattform mit Sicht auf ein Wasserloch hinter dem sich einige Antilopen tummelten. Was uns etwas wunderte: Man hält hier eher untypische Antilopenarten bzw. Antilopenarten, die ich hier eher nicht verortet hätte: Blesböcke, schwarze Springböcke, Roan- und Säbleantilopen und Wasserböcke. Schön anzusehen waren sie aber allemal.
Nachdem wir uns etwas auf der Aussichtsterrasse und im Zimmer entspannt hatten, buchten wir (um nicht aus Versehen vor dem Abendessen einzuschlafen 😉 ) die Farmrundfahrt am Abend.
Das Wild hier hatte tatsächlich eine Recht hohe Fluchtdistanz, nichtsdestotrotz sahen wir doch recht viele Tiere – wenn auch viele nur von hinten. 😎
Neben vielen Oryx- und Kuduhintern sahen wir
Steinböckchen…
…. ein paar Kapgeier im Abendlicht … (ich hoffe meine Vogelidentifikation ist richtig… 😉 )
…. Weißschwanzgnus, auch eine Tierart, die ich hier nicht verortet hätte, die aber eine ganz tolle Nasenfrisur hat 😄 …
…tatsächlich auch mal einen Kuduhintern mit Gesicht 😄 …
… und diese hübsche Gabelracke:
Mit Versinken der Sonne hinter dem Horizont wurde es recht schnell frisch. Ziemlich frisch sogar. Wir hatten zwar alle dicke Jacken dabei, trotzdem war es auch dem Wagen recht frostelig. Glücklicherweise machte sich unser Guide mit Sonnenuntergang aber auch auf dem Rückweg zur Lodge … bis … ja, bis wir den Nashornhintern sahen 🤩 .
Irgendwie ein krönender Abschluss des Tages, dass nach unzähligen Oryx- und Kuduhintern auch noch ein Nashornhintern vor uns davonläuft 😣 – dummerweise weckte besagter Hintern jedoch den Ehrgeiz des Guides, der uns nun noch ein ganzes Nashorn zeigen wollte. Und so spähten wir schlotternd ins Gestrüpp. Mit viel Fantasie konnte man dort auch drei Nashörner ausfindig machen – allerdings hatten die keinerlei Interesse daran uns noch einmal ihren Hintern zu zeigen, geschweige denn sich ganz zu zeigen. Und so froren wir und spähten in die einsetzende Dämmerung, bis unser Guide irgendwann auch die Segel strich …. Wärme wir kommen! 🙂
Das Essen war sehr lecker (es gab ein dickes, saftiges Gnu-Steak 🙂 ) – allerdings waren wir nach diesem langen Tag zum Umfallen müde, sodass wir zielgerichtet nach dem Essen ins Bett fielen.
Alles in allem ein sehr schönes ereignisreicher erster Tag in Namibia! 🙂
Ziel für den morgigen ersten Tag im Etosha: Oryx auch mal von vorne sehen! 😎 Und achja, Gabi wünscht sich Elefanten! 🙂 (und wir werden lernen, was sich Gabi wünscht, geht tatsächlich auch meist in Erfüllung 🙂 )
LG Steffi
Teil 425. Juni 2012
Guten Abend liebe Mitreisende, 🙂
@ina: Schön, dass du zu uns gefunden hast 🙂 . Den Linksverkehr in Namibia finde ich recht harmlos, da meistens eh kaum Verkehr ist und man sich eher wie ein freischaffender Künstler im Auto vorkommt - immer auf der Suche nach der Seite der Pad, die am Besten zu befahren ist 😉 . Und was Pannen angeht ... dazu werden wir im Laufe ds Reiseberichts noch ausführlich kommen 😎 !
@otji: Jetzt nimm doch nicht alles vorweg *psssst* 😉 !
Nun aber geht's weiter ... alle ab in die Peggy, wir fahren in den Etosha! 🙂
11. Mai 2012 Frans Indongo Lodge – Etosha Nationalpark (Namutoni) oder auch: „Willkommen zu Gabis rüsselndem Wunschkonzert!“ Teil 1: „Töröööö!“
Der 11. Mai war ein sehr besonderer Tag in unserem Urlaub! Denn es war der einzige, ja wirklich der einzige Tag, an dem wir mit voller Absicht den Sonnenaufgang verschliefen! Das sollte so in den kommenden Tagen nicht mehr vorkommen (absichtlich wie unabsichtlich 😉 ), an diesem ersten vollen Urlaubstag in Namibia genehmigten wir uns aber bis kurz nach sieben Uhr zu schlafen (gell, wir sind schon Langschläfer! 😗 ).
Unser Morgenprozedere sah an diesem Tag jedoch genauso aus wie an den nachfolgenden. Ich beschreibe es einmal exemplarisch 😉 : Ich sprang höchstmotiviert noch vor Klingeln des Weckers aus dem Bett, ließ Gabi erst einmal links liegen und wuselte ins Bad. 15 Minuten später wuselte ich zurück ins Zimmer und fand dort entweder
a) eine grimmig grunzende Gabi, die vor sich hin grummelnd durchs Zimmer schlürfte oder b) eine grimmig grunzende Gabi, die vor sich hin grummelnd noch im Bett lag
Variante a) war recht harmlos 😉 , Variante b) aber war so eine Art Selbstmordkommando, denn auf motivierte „Guten Morgen! Es ist Aufstehzeit!“-Grüße meinerseits erntete ich meist einen totesverachtenden Blick 😠 , gefolgt von einer Grummeltirade, wie man den mitten in der Nacht schon so gut drauf sein könne 😠 , während Grummelgabi sich langsam des Bettes erhob und ins Bad schlürfte. 😛
An diesem schönen Morgen durfte uns, wie gesagt, die Sonne aber erst ein wenig später anlachen. Nachdem auch Gabi so langsam aber sicher wach war, saßen wir kurz vor acht Uhr beim Frühstück, sattelten dann unsere Peggy und machten uns auf Richtung Etosha.
Unterwegs übte sich diesmal auch Gabi fleißig im Scheibenwischen 😄 und wir stellten fest, dass die Polizei in Namibia ziemlich perfide Überwachungsmethoden zur Einhaltung von Stoppschildern einsetzt.
Ich darf vorstellen: Der neue Hilfssheriff 🤩
(das tolle Etosha-Tierbestimmungsheft sagt im Übrigen, dass das ein Weißbürzel Singhabicht ist 🙂 )
Die Fahrt zum Etosha verbrachten wir gut gelaunt damit laut und extrem falsch Beatles-Lieder mitzusingen 😎 . Achja, und Gabi verbrachte einen Teil der Zeit auch noch mit Wünschen.
Nachdem Gabi bei ihrem Besuch 2011 im Krüger NP gefühlte 20 Leoparde in 2 Tagen gesehen hatte (tatsächlich waren es wohl „nur“ 5 oder 6 🤩 😣 🤩 ), aber nur einen Löwen von hinten, war einer von Gabis Wünschen: - ein Löwe von vorne 😄 Dazu wünschte sie sich für den heutigen Tag ein paar Elefanten (sozusagen als Garnierung 😉 ). Ich hatte da ja wesentlich bescheidenere Wünsche für unsere Namibia-Reise 😗 : - einen fotogenen Leoparden - ein fotogenes Eland - überhaupt einmal einen Klippspringer sehen; Ich nehm’s gleich einmal vorweg: Ich hab nichts davon bekommen! 😵 Scheinbar war die Tiersichtungsglücksfee zu sehr mit Gabis Wünschen beschäftigt, um sich auch noch um meine Wünsche kümmern zu können. 😉
Gegen Mittag waren wir dann auch endlich im Etosha angekommen. Da unser Zimmer noch nicht frei war, beschlossen wir eine erste Runde um die Fisher’s Pan zu drehen. Gabi übernahm damit das Kommando als erste Peggy-Lenkerin, während ich meine zu vorderste Zuständigkeit als Dokumentatörin mit der Kamera in der Hand nachging und für die nächsten paar Tage nur noch nebenberuflich an Peggys Lenkrad durfte. 😉
An der Fisher’s Pan konnten wir dann gleich einmal mit der ersten Lehrstunde von „Gabi lernt Antilope“ loslegen, denn neben einigen Zebras, konnten wir auch Springböcke, Oryx-Antilopen und vereinzelte Impalas sehen. Da man ja immer konstruktiv Kritik äußern soll, fangen wir mal mit dem Positiven an: 🙂
Gabi erkannte das Impala richtig! 🤩 Und: Gabi erkannte auch, dass die anderen keine Impalas sind. 🤩
Allerdings sah sie nach 10 Minuten an der Fisher’s Pan plötzlich überall Steinböcke! 😵 Hhhmm ja 🙄 … 20 weitere Steinböcke weiter, einigten wir uns darauf die lieben Springböcke zukünftig nur noch Bockis zu nennen 😄 – das war ein Kompromiss, der uns beiden entgegenkam!
In diesem Sinne: Ein Bocki...
Für den Oryx war uns bisher noch keine Lösung eingefallen – zu diesem Zeitpunkt lief er noch unter „großes hübsches Tier mit Hörnern“. 😎
Und dann waren da noch die Giraffen. Uns ist immer noch ein gewisses Rätsel, woran es lag, aber an diesem 11. Mai wimmelte es um Namutoni herum nur so vor Giraffen.
Interessant ist, dass auch die Giraffen scheinbar das Problem haben, dass das was besonders lecker ist, immer genau da hängt, wo Giraffe schwer hinkommt… 😄
Einige Marabus, Zebras, Gabelracken (die schienen sich mit den Giraffen verabredet zu haben und saßen an diesem Tag auf jedem zweiten Strauch! 😉 ) waren wir mit unserer Runde um die Fisher’s Pan fertig. Da unser Zimmer erst nach zwei Uhr fertig sein sollte, wir aber immer noch zu früh dran waren, beschlossen wir zum Wasserloch Tsumcor zu fahren – dort soll es ja häufig Elefanten zu sehen geben und Gabi hatte sich ja Elefanten gewünscht…
Gemütlich tuckerten wir also dorthin, als wir einige hundert Meter hinter der nördlichen Einfahrt zum Wasserloch Klein Okevi zwei Autos am Rand stehen sahen. Wir stellten uns flugs daneben und spähten angestrengt in die Büsche – und tatsächlich: Gaaaanz weit hinten erkannte man mit viel Fantasie einen der großen Dickhäuter. 🤩 Und – nochmaliges angestrengtes Spähen später –sogar einen kleinen Baby-Elefanten! 🤩 Während die beiden Wägen vor uns in Richtung Tsumcor weiterfuhren, grübelten wir, was wir nun tun sollten. Die beiden Elefanten-Schemen in den Büschen gingen definitiv in die Gegenrichtung, also Richtung Groot bzw. Klein Okevi. Allerdings waren sie natürlich tief im Buschwerk versteckt, und ob sie sich in absehbarer Zeit in Richtung Straße kommen würden – großes Fragezeichen! Wir beschlossen jedoch dass ein echter Elefant im Busch besser ist als „vielleicht“-Elefant am Tsumcor-Wasserloch, und dass besagter Elefant im Busch ganz sicher auf dem Weg zu einem erfrischenden Bad an einem der Okevi Wasserlöcher sei. 😄 Was sollte so ein Elefant an diesem schönen Nachmittag auch sonst im Sinn haben? 😎
Wir drehten also um und beschlossen die kleine Runde zum Wasserloch Klein Okevi zu fahren. Am Wasserloch angekommen, gegrüßten uns einige Giraffen und eine kleine Herde weiblicher Kudus (oder in Gabis Worten: große hübsche Antilope ohne Hörner), aber keine Elefanten.
Also wieder zurück an die Stelle, wo wir den Elefant mit Baby im Busch gesehen hatten – aber: Kein Elefant mehr! Das konnte nun aber wirklich nicht sein! 😣 Also noch einmal kehrtgemacht (ich glaube wenn man unsere Route an diesem Nachmittag mit einem bunten Stift auf der Etosha-Karte aufmalt, sähe das bestimmt lustig aus 😉 ) und ganz, ganz langsam zur Einfahrt Groot Okevi zurückgefahren – irgendwo musste der doofe Elefant ja sein!
Als wir langsam in die Einfahrt Groot Okevi einrollten, überrollten wir vor lauter Spähen ins Gebüsch fast einen einsamen Springbock, der schmatzend mitten auf der Straße stand. 🤩 Oops! Das Kerlchen nahm es uns aber nicht übel, sondern schmatzte fröhlich neben unserem Auto weiter. Und siehe da: Der Elefant war wieder aufgetaucht und hatte sich tatsächlich genähert. Hurra –das machte doch Mut. 😄 Wir beschlossen an Ort und Stelle unser Lager aufzuschlagen und abzuwarten. Wobei, doch nicht ganz an Ort und Stelle – denn wie wir feststellten, parkten wir gerade auf einem recht breiten Elefantenpfad 🤨 – dort wollten wir dann doch nicht stehen, sollte der Elefant entscheiden, in unsere Richtung zu kommen.
Und so standen wir da und warteten. Und warteten. Die Elefantendame stand derweil hinter ihrem Busch und tat augenscheinlich gar nichts. Irgendwann jedoch sahen wir hinter ihr im Gebüsch weitere Elefanten schemenhaft umherstreifen. Woah – das waren sogar gleich viele Elefanten. 🤩 Und Gabi war sich sicher: Die wollen Baden! 😎
Während sich Gabi also in Sachen Fernhypnose an den Elefanten versuchte, schauten wir gebannt die Elefantenkuh in der Ferne an und die Elefantenkuh in der Ferne sah gelangweilt uns an, oder vielleicht auch den Strauch vor sich 😉 … das war so genau nicht zu erkennen. Dann plötzlich setzte sie sich in Bewegung – und zwar in unsere Richtung. Und mit ihr der ganze Busch hinter ihr … nicht ein, nicht zwei, nicht drei Elefanten schoben sich aus dem Dickicht auf die freie Ebene vor uns, sondern eine ganze Herde mit mindestens 30 Tieren und die liefen alle genau auf uns zu! 🤩
Während wir und unser einsamer Springbock gebannt dem Schauspiel vor unseren Augen folgten, näherte sich die Elefantentruppe uns immer mehr.
...
Teil 525. Juni 2012
...
Sicherheitshalber legten wir schon einmal den Rückwärtsgang ein – aber die Elefanten störten sich kein bisschen an uns und überquerten tatsächlich direkt vor unserem Auto die Straße. 🙂
Nicht nur dass: Scheinbar war das Gras an dieser Stelle sehr saftig und die generelle Lage so schön, denn ein Teil der Herde verweilte ein bisschen bei uns, mampfte Gras und säugte die Jungtiere. 🙂
(für alle die sich wundern - yap, das schwarze Teil da auf der rechten Seite ist unser Außenspiegel 😉 )
Das Ganze sah im Auto dann so aus:
Und vor uns auf der Straße so:
Dann schob sich die Elefantenpopokarawane irgendwann weiter ins Gestrüpp auf der anderen Seite!
Wow! So viele Elefanten mit Babys und das gleich am ersten Tag! 🤩
Allerdings: Wollten die Elefanten nicht eigentlich baden? 🤨 Und hatte sich Gabi nicht auch noch einen Löwen gewünscht? 😗
Die Antwort auf diese Fragen gibt es in Teil zwei des Berichts dieses Tages 😉 !
LG Steffi
Teil 626. Juni 2012
Guten Abend,
alle an Bord? Dann kann es ja weiter gehen 🙂 !
@uschisiggi: Willkommen auf der Peggy! Schön, dass du auch mit vn der Partie bist! 🙂
11. Mai 2012 Frans Indongo Lodge – Etosha Nationalpark (Namutoni) oder auch: „Willkommen zu Gabis rüsselndem Wunschkonzert!“ Teil 2: „Plansch!“
Als auch der letzte Elefantenpopo im Gestrüpp verschwunden war, grinsten wir uns ersteinmal wie zwei kleine Honigkuchenpferde an. Das war schööööön gewesen! 😄 Und wir hatten uns die Elefanten ja auch nur mit unserem einsamen Springböck teilen müssen… 🙂
Aber was nun? Noch ans Tsumcor Wasserloch fahren? Oder nach Namutoni zurück und einchecken? Wir entschieden uns für Variante drei 😉 : Wir fuhren einfach kurz auf die Hauptstraße zurück, fuhren dann bis zur Abzweigung Groot Okevi, bogen dort ab und beschlossen am Wasserloch unsere verspätete Mittagspause zu verbringen. Ob dort oder in Namutoni war ja egal und vielleicht, vielleicht wollten die Elefanten ja wirklich noch Baden. Die Wahrscheinlichkeit hielten wir zwar für recht gering, aber wir hatten mittlerweile richtig Hunger – daher gab’s jetzt erst einmal Thunfisch-Keks-Picknick im Auto 😁 . Am Groot Okevi Wasserloch war derweil gar nichts los. So richtig gar nichts! Nur Vogelgezwitscher begleitete uns während unseres Picknicks – von Elefanten und sonstigem Getier weit und breit nichts zu sehen … oder anders formuliert: Von Elefanten und sonstigem Getier konnten wir weit und breit nichts sehen… 😗
So saßen wir in unserer Peggy, mampften vor uns hin und ließen unsere tolle Elefantenbegegnung von eben noch einmal Revue passieren. Als wir fertig mit Essen und Quasseln waren, meinte Gabi halb Spaß, halb Ernst, dass wir doch auch mal hinter dem Auto Ausschau halten sollten, nicht dass sich zum Schluss die Elefanten an uns anpirschen… Also beide Köpfe zum Fenster rausgestreckt und nach hinten geguckt 😎 .... – und wie bestellt marschierte in diesem Moment eine Elefantenkuh 30 Meter hinter uns aus dem Busch 🤩 !
Das Bild wie wir verdutzt die Elefantenkuh und die Elefantenkuh verdutzt uns ansah, war wahrscheinlich zum Brüllen komisch 🙄 . Nach wenigen Sekunden war die Überraschung auf beiden Seiten aber verarbeitet: Während wir innerlich vor Begeisterung überquellten, ließ uns die Elefantenkuh im wahrsten Sinne des Wortes links liegen und trabte beschwingt zum Wasserloch und hinter ihr folgte – tatatata: die ganze Herde. 🤩
Und dann folgten 30 Minuten exklusives Elefantenbaden live am Groot Okevi Wasserloch 🙂 , denn obwohl wir keine 300 Meter von der Hauptstraße entfernt waren, gesellte sich abermals niemand anderes zu uns. Wir hatten unsere Elefanten ganz für uns alleine!
Ehrlich gesagt, ich kann euch nicht sagen, wieviele Elefanten es insgesamt waren – nur, dass es immer mehr wurden und die Tiere irgendwann links und rechts und hinter uns aus dem Busch brachen und allesamt vergnügt an uns vorbei zum Wasserloch schlenderten. Was für ein Erlebnis! 🤩
Nachdem der erste Durst gestillt war, erlaubten die Mütter ihren kleinen Kälbern auch ein bisschen abseits von Mami umherzutollen. So ein kleiner Elefant ist ja sowas von niedlich!
Noch ein paar Impressionen gefällig? 😉
Gerüssel 😎
und vom Auto aus gesehen 🙂 ...
...
Teil 726. Juni 2012
...
Und während wir im Auto sitzend unsere Elefanten bestaunten, stellten wir fest, dass wir nicht alleine dem Spektakel beiwohnten. Wir dürften an diesem Punkt sicherlich schon gut eine dreiviertel Stunde mit dem Auto an dieser Stelle gestanden haben … aber erst in diesem Moment entdeckten wir, dass auf der anderen Seite des Wasserlochs neben einem Busch ein Löwe interessiert das Schauspiel ebenfalls verfolgte. 🤩
Zugegebenermassen: Wir hätten ihn wohl weiterhin völlig übersehen vor lauter Elefanten, wäre da nicht eine Elefantenkuh auf die Idee gekommen den Löwen wild schnaubend von dannen zu jagen. 😊
In diesem Sinne hier ein schlechtes Löwen.Dokumentationsfoto (war leider zu weit weg… 😕 )
Das wirklich Lustige an der Angelegenheit ist aber, dass der Löwe die ganze Zeit über schon da gewesen war 😗 🤩 😵 . Denn bei Sichtung unserer Fotos und Videos stellten wir fest, dass das Kerlchen von Anfang an immer mal wieder hinter seinem Busch vorguckte, ja sogar mehrmals zwischen Busch A und B hin- und herlief 😗 ! Oops! Da hatten wir wohl etwas übersehen! 🙄 😊
Und nun kennt ihr die Geschichte, wie Gabi und Steffi ihren ersten Löwen im Etosha zwar ausführlich dokumentierten, ihn aber trotzdem fast übersehen hätten! Muss man auch erst einmal hinbekommen. 😎
Hier noch ein lustiges Löwensuchspiel:
Leider verabschiedeten sich die Elefanten irgendwann und verschwanden wieder im Gestrüpp. Aber, hach, war das schön gewesen. 🙂
Beschwingt führen wir zurück nach Namutoni, checkten ein und beschlossen das verbleibende Tageslicht mit zum Chudop und Klein Namutoni Wasserloch zu verbringen.
Am Chudop Wasserloch stillten gerade ein paar Giraffen ihren Durst. Einige Gnus und Imapalas waren auch zu sehen.
Westlich vom Chudop Wasserloch platzten wir dann gefühltermassen in eine riesige Giraffenparty 🙂 ! Soviele Giraffen auch einen Haufen, hatte noch keine von uns auf einen Haufen gesehen. Die waren links von der Straße, rechts von der Straße, auf der Straße, hinter der nächsten Kurve, vor dem Auto, hinter dem Auto. 🙄
Und als Garnierung: Auf jeden zweiten Strauch eine Gabelracke. 😄
Nach 20 Minuten vollem „Giraffe mit Gabelracke“-Programm beschlossen wir kehrt zu machen und zum Klein Namutoni Wasserloch zu fahren. Giraffen sind zwar echt tolle Tiere, aber irgendwann reicht’s dann auch! 😉
Nunja, eine Horde Zebramangusten später ...
... was begrüßte uns am Klein Namutoni Wasserloch? Ihr dürft dreimal raten! – Ja, genau: GIRAFFEN! 😎
Okay, hier aber wenigstens in Begleitung von einer kleinen Herde Gnus und einigen Impalas. Wir beschlossen hier ein bisschen zu verweilen.
Eine gute Entscheidung! Denn keine fünf Minuten später marschierte ein großer Elefantenbulle heran, an den Giraffen vorbei und ab ins Wasserloch, wo er seinen Durst stillte! 😄
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Teil 826. Juni 2012
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Zur Abwechslung noch ein junger Impalabock im Abendlicht...
Nachdem der Elefant wieder von dannen gezogen war, entschlossen wir uns noch dazu, den Dikdik-Drive abzufahren. Wir hatten zwar keine große Erwartungen daran, dort wirklich Dikdiks zu sehen, aber auch sonst nichts Besseres zu tun.
Und was soll ich sagen: Direkt vor der Abzweigung zum Dikdik-Drive standen zwei Dikdiks 🤩 . Was für ein Service 😄 ! Auf dem Dikdik-Drive dafür allerdings gähnende Leere 🙄 – bis auf zwei Gelbschnabeltokos, sehen wir nur vier Hörnchen über die Straße wuseln und naja – was sonst? – eine Giraffe 😉 ! Als wir allerdings aus dem Dikdik-Drive wieder hinaus fahren, stehen da wieder zwei Dikdiks direkt neben der Straße! Sehr freundlich! 😄
Wir genehmigten uns schnell einen nochmaligen Abstecher zum Klein Namutino Wasserloch, wo es mittlerweile, schöne Giraffenspiegelungen im Wasser zu sehen gab...
... und tuckerten dann glücklich und zufrieden ins Camp, wo wir unser Zimmer bezogen und dann im Restaurant über unser leckeres Eland-Steak herfielen. 🙂
Beim Essen trafen wir dann zwei Camper auf Männerurlaub, die uns eindrücklich zeigten, dass man auch noch chaotischer als wir beide untewegs sein konnte 😎 . U.a. war einer der beiden an diesem Tag von einer Zebramanguste vor dem Informationszentrum im Namutonicamp in den Arm gebissen worden! 🙄 😵 🤩
Die Zimmer in Namutoni sind eigentlich recht hübsch, allerdings schwer zu lüften. Kein Problem – man hat ja eigentlich eine Klimanalage. Dummerweise sorgte unsere Klimanalage aber dafür, dass es in unserem Zimmer die Sicherung rausknallte. Hmpf! 😵 So passiert um 20:30 Uhr an diesem Abend, woraufhin uns – die nun im Dunkeln saßen – nichts anderes übrig blieb, als im stickigen Zimmer Schlafen zu gehen. 😕
Vor dem Einschlafen aber schnell noch Gabis Wünsche an die Tiersichtungsfee losgeschickt! 😉 Was sich Gabi für den nächsten Tag wünscht?
- einen männlichen Löwen näher als heute
- ein Nashorn
- und mehr Elefanten
Und wir wissen ja – was sich Gabi wünscht, das bekommt sie auch! 🙂
LG Steffi
Teil 929. Juni 2012
Hallo zusammen,
es geht weiter und in Rücksichtsnahme auf Bele im heutigen Teil ohne Elefanten (ansonsten muss ich dich leider enttäuschen, Bele, wir sind noch drei ganze Tage im Etosha 😗 ).
12. Mai 2012 Etoscha Nationalpark: Von Namutoni nach Halali oder auch: Gabi und Steffi pirschen sich durch den Busch! Teil 1: Wo nichts ist, da ist nichts!
Zugegeben: Die Nacht war reichlich schwitzig und eher unruhig, dank ausgefallener Klimaanlage. Oder genauer gesagt: Dank Klimaanlage, die tags zuvor die Sicherung herausspringen hat lassen, sodass wir uns frühmorgens mit Taschenlampe durchs Zimmer leuchten durften und dabei versuchten keinem Stolperunfall zum Opfer zu fallen 😵 .
Nachdem wir dies erfolgreich geschafft hatten, frühstückten wir und schauten schnell noch am Wasserloch im Camp vorbei. Dort allerdings: Nichts los!
Also ab in die Peggy und schnell ausgecheckt, damit wir zur Toröffnung pünktlich in den Park kamen. Das blutrünstige Zebramangustenmonster und seine Freunde, vor denen uns am Vorabend in schillernden Farben erzählt worden war, konnten wir allerdings nirgends sehen (auch blutrünstige afrikanische Wildbestien brauchen scheinbar ihren Schönheitsschlaf 😄 ).
Um kurz vor halb sieben rollte Peggy aus dem Camp hinaus und in den Park hinein. Unser erstes Ziel: das Klein Namutoni Wasserloch. Dort angekommen begrüßte uns gähnende Leere. Naja, gähnende Leere war es nicht, denn das Autofahrer-Nervkommando in Gestalt von mindestens 50 Perlhühnern war schon vor uns eingetroffen. 😵
Auch wenn Gabi jetzt vehement widersprechen wird - sie liebt diese Viehcher – bei mir lösen diese Hühner immer einen kleinen bis mittelschweren Anfall aus, wenn sie meinen, dass sie gefühlte Jahrhunderte aufgeregt schnatternd und wild mit den Flügeln flatternd direkt vor dem Auto kreuz und quer herlaufen müssen, obwohl sie jederzeit problemlos zur Seite ausweichen könnten 😣 . Haben diese Hühner im Unterbewusststein eine fatale Sehnsucht danach überfahren zu werden 🙄 ? Seit unserer ersten Begegnung mit diesen nervigen Tierchen nennen der Göttergatte und ich die Perlhühner deswegen nur noch „Selbstmordhuhn“ … 😎
Jedenfalls: Am Klein Namutoni war nichts los außer einer Gruppe gackernder Selbstmordhühner 😉 . Auch egal: Schauten wir uns den Sonnenaufgang einfach ohne Tiere an – auch nicht schlimm. Es gibt allerdings tatsächlich doch noch Vögel die mitdenken – nein, nicht die Selbstmordhühner – bei denen ist Hopfen und Malz verloren 😉 – nein, … freundlicherweise landete, gerade als die Sonne aufging ein Geier auf einem Baum und stellte seine Silouette vor der aufgehenden Sonne für ein Foto zur Verfügung. 🙂
Als wir gerade fahren wollte, kreuzte dann noch dieser nette Geselle hier mit zwei Freunden auf 🙂 :
Verweilen wollten die drei Hyänen allerdings nicht: Nachdem der erste Durst am Wasserloch gestillt war, trollten sie sich wieder in den Wald. Wir trollten uns mit ihnen – allerdings zum Chudop Wasserloch. Auf den Weg dorthin trafen wir eine Herde Gnus, die ihrer morgendlichen Gnu-Beschäftigung nachgingen, also dumm schauen, fressen und „gnuöh“en 😉 .
Am Chudop Wasserloch angekommen warteten zwei Zebras auf uns. Durch die gerade aufgegangene Sonne ergaben sich wunderschöne Spiegelungen im Wasser…
Und dieser kleine Geselle übte sich in Selbstmordhuhn-Hypnose (ich glaube das Ziel war, die Hühner vom Selbstmordmodus „Lauf dem Touri vors Auto!“ in den Selbstmordmodus „Flieg dem Schakal ins Maul!“ umzuprogrammieren 😄 ).
Interessanterweise waren an diesem Morgen die Giraffen, die wir gestern auf dieser Strecke so zahlreich gesehen haben, wie vom Erdboden verschluckt 🤨 . Wo am Tag zuvor noch ungefähr hundert Tiere insgesamt gewesen war an diesem Morgen keine einzige zu sehen. Erst als wir auf der Hauptstraße langsam in Richtung Halali fuhren, begegeneten wir drei Übriggebliebenen, von denen wir aber auch nur den Hintern zu sehen bekamen 🙂 .
Dafür durften wir aber eine Herde Springböcken mit Oryxe ganz nahe betrachten. Insofern schnell ein Gabi lernt Antilope-Test 🙂 : Wie heißen denn die netten Tiere? Wie aus der Pistole geschossen kam von Gabi: Steinbock! 😵
Ein zweites Mal einigten wir uns darauf, Springböcke fortan nur noch als Bockis zu bezeichnen 😎 . Der Oryx wurde weiterhin als große Antilope mit langen Hörnern umschrieben. Hhhm, da hatte ich die tolle Idee Gabi eines Eselsbrücke zu bauen: die Oryx Antilope wird auch Spießbock genannt – also denken wir doch einfach an Schaschlickspieß – Spieß – Spießbock – Oryx 🙂 ! Ich nehme es mal vorweg: Die Eselsbrücke hat hervorragend geklappt – sah man davon ab, dass Gabi fortan bei jedem Oryx begeistert rief „Schaschlikantilope“ 🤩 und danach meist ein „Ich hab Hunger!“ hinterherschob! 😗
In diesem Sinne eine Schaschlikantilope … äh Oryx … 😉
Auf der Hauptstraße zwischen Namutoni und Halali herrschte am frühen Morgen gähnende Leere. Nach unserer Begenenung mit den Springböcken und Oryxen sahen wir kein Tier mehr. 🤨 Gar keins! Nicht einmal eine Gabelracke saß auf einem Baum, kein Springbock oder Zebra wollte sich sehen lassen – nichts! 😐
An den Wasserlöchern auch gähnende Leere: Kalkheuwel war wegen Bauarbeiten gesperrt, am Wasserloch Springbokfontein war abermals kein einziges Tier zu sehen. So beschlossen wir von der Hauptstraße abzufahren und auf den Nebenstrecken Richtung Halali unser Glück zu versuchen. Aber: Das Glück wollte uns nicht finden! 🤨
Vielleicht hatten wir ja auch die Tiersichtungs-Fee verärgert, weil wir gestern nicht dankbar genug waren … hmmm … wir bedankten uns noch einmal nachträglich, gelobten Besserung und versprachen uns ab jetzt und für immer über jede Giraffe zu freuen, die unseren Weg kreuzen sollte. Zur Belohnung gab’s dann gleich zwei Kudus – ein Tier was sogar Gabi richtig erkannte.:)
Und diese lustigen Gesellen wuselten über die Straße … ich glaube, es dürften Zwergmangusten sein – weiß das jemand genau?
Dann allerdings wieder lange, lange nichts … naja, außer freilich schnatternde Selbstmordhühner, bevorzugt panisch flatternd vor Peggy herrennend 😉 . Hier einmal unpanisch auf Ast:
Wir beschloßen aufgrund des eher mauen Tiersichtungsglücks in diesem Gebiet früher geplant nach Halali zu fahren und ein verfrühtes Mittagspicknick einzulegen. Ausgestattet mit kühlen Getränken stattete wir dann dem Moringa-Wasserloch einen ersten Besuch ab – aber: Nichts los! 🤨
Dann brachen wir erneut auf: Irgendwo müssen die ganzen Tiere ja wohl sein! Außerdem stehen Gabis drei Wünsche – wir erinnern uns: männlicher Löwe näher als gestern, ein Nashorn und weitere Elefanten – noch unerfüllt im Raum!
Mehr dann morgen!
LG Steffi
Teil 1030. Juni 2012
Hallo ihr,
@ Fleur de Cap: Schön zu lesen, dass nicht nur wir, die Perlhühner so bekloppt finden 🙂 !
@ esmeralda: Uh, ich glaub, die Gabi lässt sich gerne buchen, wenn sie dafür wieder nach Afrika darf 😄 .Bist du dir sicher, dass das auf dem Bild Fuchsmangusten sind? - ich dachte nämlich immer, die wären größer und vor allem heller. Unsere beiden was-auch-immer-Magusten hatten eine komplett schwarze Schwanzspitze...
Im Nachklang zu gestrigen Teil und bevor es weiter geht noch ein paar Fotos, die ich euch nicht vorenthalten wollte - außerdem hattet ihr ja Fotos bestellt, gell? 😉
Zebraspiegelungen im Wasser:
Aus der Rubrik: "Wenn's juckt dann juckt's!" oder auch: "Wozu ein Schaschlikspieß auch gut sein kann!" 😄
Bitte recht freundlich 🙂 :
Und hier: Selbstmordhühner im Selbstmordmodus 😎
LG Steffi
Teil 1130. Juni 2012
Huhu,
@kerstin: Dank dir 🙂 ! Hmmm ... ich hatte ja eher an die hier gedacht:
aber, die haben auf den Fotos im Internet nicht die buschigen schwarzen Schwänze wie meine zwei 😕 . Zebramagusten dürften es eher nicht gewesen sein, die haben wir einen Tag zuvor gesehen und die waren wesentlich größer und von der Fellfarbe ganz anders... *grübel*
@Bele: Ich melde elefantenfreie Zone für den folgenden Beitrag. 🙂 Deine starken Nerven solltest du aber trotzdem nicht wegpacken 😗 ...
12. Mai 2012 Etoscha Nationalpark: Von Namutoni nach Halali oder auch: Gabi und Steffi pirschen sich durch den Busch! Teil 2: Wanted: Tiere! Irgendwelche! Nehmen auch Giraffen!
Nach unserem Mittagspicknick entschlossen wir uns wieder in den Park zu fahren. Da die Gegend südlich von Halali sich vormittags eher tierarm gezeigt hatte, fuhren wir nördlich Richtung Etosha Pfanne. Auf den Weg dorthin: Nichts! 😵
Okay, man muss es den Tierchen ja auch mal gönnen, Mittagspause zu machen - ist ja auch eher eine schlechte Tierbeobachtungszeit, aber dass wir gar nichts sahen, fanden wir schon irgendwie gemein 😠 !
Nungut, wir vertrieben uns die Zeit damit innovative noch zu erfindende Safariwerkzeuge herbeizuwünschen 😎 - die "Busch-weg-Brille" etwa, die beim Aufsetzen alle Büsche wegzaubert und die Tiere "nackt" auf dem Feld stehen lässt. Denn gefühlt waren wir an diesem Tag schon an mindestens 10 Leoparden und 30 Nashörnern vorbeigefahren, ohne sie im Busch sehen zu können.
Unser erster Stopp führte uns zum Wasserloch Rietfontein und endlich: Tiere! 😁 Zwar "nur" Zebras und Springböcke - aber hey, Tiere! 🙂 Und es war sogar eine recht große Zebraherde, die zu Teilen in Richtung Pfanne weiterzog. Wir schlossen uns an und fuhren zu unserer linken von Zebras und Springböcken begleitet in Richtung des Wasserlochs Salvadora. Und dort sichteten wir: Andere Touris! 🙂
Andere Touris mögen zwar manchmal etwas nerven, wenn sie mit ihrem Wagen im Weg rumstehen, aber eine gewisse Anzahl anderer Touris heißt auch: Da gibt's was zu sehen. 🙂
Zu sehen gab's dann in flimmernder Mittagshitze diese nette Dame hier:
Die Dame war so nett, als wir kamen kurz aufzustehen - denn sonst hätten wir sie im hohen Gras nie und nimmer entdeckt. (nächste noch zu erfindende wünschenswerte Safariausstattung: die "Hohes-Gras-weg-Brille 😎 )
Dadurch dass sie aufstand und einige Meter lief, entdeckten wir auch noch weitere Löwen - allerdings alle recht weit weg und mit der Standard-Löwenbeschäftigung beschäftigt: Schlafen 😉 .
Insgesamt konnten wir fünf Löwen entdecken, aber alle im hohen Gras versteckt. So entschlossen wir uns nach einiger Zeit, dass Löwen beim Schlafen zusehen zwar ganz nett ist, aber wir unser Glück lieber noch woanders versuchen wollen um dann später noch einmal nach Salvadora zu fahren.
Allerdings: Woanders war nicht wirklich viel los! Zumindest nicht soviel los wie im Salvadora...
Wir trafen ein paar Vogelstrauße...
... und noch ein paar Zebras und Bockis...
und beschlossen dann wieder zu den Löwen zurückzufahren...
Und - große Freude - die Löwen waren aufgewacht ... bzw. hatten sich umgebettet und zwar näher an die Straße heran. 🤩
Jetzt konnten wir auch sehen, dass das Rudel größer war als wir gedacht hatten: Wir zählten drei erwachsene Löwinnen und vier halbstarke Joungsters... 🙂
Und erkennt ihr etwas?
Zwei der Joungsters waren definitiv männlich! Liebe Tiersichtungsglücksfee wir danken dir 😄 ! Wobei: Gabi war nichts ganz zufrieden: Sie hatte sich unter männlichem LÖwen näher etwas mehr Mähne vorgestellt 😵 - daher gleich der Folgewunsch: Gabi will einen Mähnenlöwen! 😉
...
Teil 1230. Juni 2012
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Bis die Tiersichtungsglücksfee den Mähnenlöwen bereit stellen würde, wollten wir aber unsere Löwen beobachten. Die machten zwar - Löwen wir sie waren - nichts wirklich viel (außer sich von Schlafposition rechts nach Schlafposition links zu drehen 😉 - aber hey: Ein Rudel Löwen 🙂 !
Kurz täuschten die Herrschaften dann aber dch Aktion an, als eine der ausgewachsenen Löwinnen - scheinbar mit der Gesamtsituation unzufrieden - aufstand und die restliche Bande anmaulte 🙄 .
Der Löwenhaufen erhob sich daraufhin teilweise, beschloss aber dann kollektiv, dass Bewegung zu anstrengend wäre und sackte wieder in sich zusammen 😣 . Die Jugend verdrehte auch noch passenderweise die Augen 😄 - immer diese meckernden Erwachsenen...
Mehr war aus unserem Löwenrudel an diesem Nachmittag dann auch nicht mehr herauszuholen - außer vielleicht noch innovative Löwenschlafpositionen 🙂
Irgendwann lösten wir uns vor der schlummernden Bande, versprachen morgen früh wieder zu kommen und fuhren mit Peggy Richtung Halali. Unterwegs beschlossen wir noch den Rhino-Drive mitzunehmen - genug Zeit hatten wir und außerdem hatte sich Gabi für heute ja noch ein Nashorn gewünscht.
Rhino-Drive - Nashornwunsch - das passt doch! 🙂 Dachten wir...
Mehr dazu dann im nächsten Teil 🙂 !
LG Steffi
Teil 1302. Juli 2012
Hallo zusammen,
es geht weiter 🙂 -
und @Bele: Achtung Elefanten! 😎
12. Mai 2012 Etoscha Nationalpark: Von Namutoni nach Halali oder auch: Gabi und Steffi pirschen sich durch den Busch! Teil 3: Vom Beinahe-Crash und der Wunscherfüllung!
Irgendwie ist der Rhino-Drive für mich Sinnbild dessen, was eine Safari auch sein kann bzw. stellenweise wohl auch immer ist: Nämlich, tote Hose! 😎
Hat irgendjemand auf dem Rhino-Drive schon einmal ein Nashorn gesehen? Oder irgendwelche anderen Tiere in größerer Anzahl?
Dass es sie dort gibt, ist keine Frage! Das macht den Rhino-Drive ja so gemein! Wer einmal eine riesige Anzahl verdauter Hinterlassenschaften von Elefanten und Nashörnern begutachten möchte: Der Rhino-Drive ist das Ziel der Wahl! 😎 Denn die gibt es hier zuhauf, in rauhen Mengen, überall! Die Verursacher? Keine Ahnung - die liegen wahrscheinlich schadenfroh grinsend irgendwo im Busch und lachen sich über die dumm aus ihrem Auto rausguckenden Touris schlapp 😎 .
Als ich mit dem Göttergatten im Januar 2011 den Rhino-Drive das erste Mal abfuhr, sahen wir auf 22 Kilometern kein einziges Tier. Insofern bedachte die Tiersichtungsfee Gabi und mich diesmal mit einer Steigerung von 200 Prozent: Wir sahen nämlich genau 2 Tiere!
Und das kam so! 🙂
Wir fuhren also den Rhino-Drive entlang, angestrengt in den Busch spähend als Gabi plötzlich bremste. Unser erstes Tier lag nämlich auf der Straße - nein, genauer gesagt: Es querte gerade schlängerlnderweise die Straße: eine große Schlange! Nun haben Gabi und ich einen recht großen Respekt vor Schlangen - aber im Auto und wenn so ein riesiges Exemplar sich gerade vor einem über die Straße bequemt ... wir rollten also langsam näher, neugierig aus dem Auto spitzend. Hhhmm, wir hatten nur nicht mit der schlechten Laune der schwarzen Mamba gerechnet, die als wir gerade auf Kopfhöhe an ihr vorbeirollten (und eigentlich stehen bleiben wollten), sich aufrichtete und ... 🤩
... und gab's nicht mehr, denn so schnell wie hier haben wir im ganzen Etosha nicht mehr Gas gegeben 😗 . Vielleicht waren wir da ein bisschen zu hysterisch, aber wenn sich so ein Riesevieh keinen Meter von deinem Auto entfernt aufrichtet ... 😵 ...
Nach überstandener Flucht vor der bösen Schlange sprach Gabi das Verbot aus, jemals wieder daran zu denken, für eine Schlange zu bremsen! 😎
Ja und Tier No. 2? Das war ein kapitaler Kudu, der keine 50cm vor uns in einem Affentempo aus dem Gebüsch brach und wie ein Irrer über die Straße raste 🤩 . Ich weiß nicht, ob das eine Bewerbung als Kühlerfigur für Peggy anzusehen war, aber fast hätte er sich bei uns auf die Motorhaube setzen dürfen 😵 . Glücklicherweise waren wir an dieser Stelle wegen der schlechten Straße gerade nur sehr langsam unterwegs und konnten es noch abbremsen - aber wären wir schneller gewesen ... 😵 ...!
Uns so gibt es von unseren zwei Tieren auf dem Rhino-Drive dann auch keine Fotos - ich hoffe, ihr verzeiht!
Um Viertel vor fünf Uhr waren wir wieder im Camp, checkten schnell ein (die Zimmer in Halali sind zwar nicht die Größten, aber wir empfanden sie als völlig angemessen und abslut sauber - da gab es also gar nichts auszusetzen!) und fuhren dann zum Moringa-Wasserloch (jap, wir waren welche von den Faulen, die die laufende Bevölkerung vom Weg gescheucht haben, nur um sich ein paar Meter Fußweg zu ersparen 😗 😊 😗 !
Am Wasserloch angekommen: Hurra! Tiere! Und dann auch noch von Gabis Wunschliste 🙂 !
Um das Wasserloch versammelten sich etwa 15 Elefanten mit Nachwuchs ... zwar im Gegenlicht, was für nicht gar so schöne Fotos sorgte, aber soviel Niedlichkeit musste einfach dokumentiert werden 🙂 ...
Prost! ... äh ... Prust! 😎
... und mal das ganze Szenario:
Und das Tollste: Im Hintergrund schlich tatsächlich ein Nashorn umher 🤩 ! Der "Kleine" traute sich allerdings nicht ans Wasserloch, weil ihn die Elefanten immer wieder scheuchten... erst als die Sonne unterging und die Elefanten langsam ihres Weges zogen...
... traute sich unser Nashorn aus dem Gebüsch!
Hurra! Ein Nashorn! 🤩 Da hat die Tiersichtungsglücksfee wieder ganze Arbeit geleistet! 🙂
Wo allerdings die Ohren bei unserem Nashorn hin sind, ist mir ein Rätsel 🙄 ?
Hier noch Nashorn mit Elefanten 🙂 !
Leider verschwand das Nashorn recht schnell wieder, dafür tauchten aber noch zwei Elefantenbullen auf, die vor dem Wasserloch zuschauerfreundlich miteinander rangelten 🙂 .
Als die beiden dann schließlich ebenfalls von dannen zogen, lösten auch wir uns vom Wasserloch und zogen zum Essen. Und ich muss sagen: Das a-la-carte Essen in Halali hat uns wirklich positiv überrascht. Waren wir am vorhergehenden Tag in Namutoni schon angenehm überrascht gewesen vom Essen - das Impala-Steak in Halali war auf den Punkt gebraten und einfach nur saulecker! 🙂
Und so fielen wir gut gesättigt und zufrieden ins Bett.
Was sich Gabi für den nächsten Tag wünschte:
- einen männlichen Löwen mit Mähne - mal wieder Giraffen 😉 - und eine Wolke (wir hatten bisher nämlich keine einzige davon gesehen 😄 )
LG Steffi
Teil 1403. Juli 2012
Guten Abend,
ganz vergessen: @uschisiggi: Also, ich würde gerne sofort wieder losziehen und Gabi wahrscheinlich auch. Problem ist nur: Mein Göttergatte ist derzeit der Meinung, ich dürfe erst wieder alleine mit Gabi Weiberurlaub machen, wenn ich 40 wäre 🙄 ! Menno! 😎
So und jetzt bitte alle aufsteigen: Ein neuer Tag Etosha bricht an! 🙂
13. Mai 2012 Etoscha Nationalpark: Halali oder auch: Löwe, Zebra, Warzenschwein - alle pirscht das Gabilein 😎! Teil 1: .. und Steffi pirscht derweilen Schlaglöcher 😗 ...
Nach drei vollen Urlaubstagen wachten wir gestählt und putzmunter noch vor dem Klingeln des Weckers am Morgen auf! D.h. ich wachte putzmunter auf, Gabi zog ihr frühmorgendliches Grummeln vor 😉 . Das Grummeln war aber zwecklos: Auch die Gabi musste aufstehen - immerhin wollten wir mit Sonnenaufgang schon wieder im Park unterwegs sein.
Nach einem schnellen Frühstück, saßen wir also wieder mehr (ich 🙂 ) oder weniger (Gabi 😛 ) wach in der Peggy und harrten der Dinge die heute auf uns zukommen würden.
Noch vor Sonnenaufgang erfüllte sich tatsächlich unser erster Wunsch vom vorherigen Abend: Wir hatten heute tatsächlich ein paar kleine Wolken am Himmel 🙂 !
Schnell die Sonne begrüßt...
... schnell einen zusätzlichen Wunsch an die Tiersichtungsglücksfee geschickt (ein Nashrn bei Tageslicht wäre doch auch noch sooo schön 🙂 )...
...und dann schnell in Richtung Rietfontein und Salvadora gefahren, wo wir gestern die große Herde Zebras und nicht zu vergessen die Löwen gesehen hatten. Nur: Von den vielen Zebras war nichts mehr zu sehen! 🙄
Werden im Etosha die Tiere über Nacht weggebeamt? Zuerst die Giraffen bei Namutoni, jetzt die Zebras... 🤨 ... alle weg!
Naja, ein paar Zebras waren uns dann doch geblieben und spielten brav Fotomodell im schönen Morgenlicht 😁 ...
... ein paar Steinböcke ... äh ... Springböcke, ach egal BOCKIS 😉 später ...
... gab's dann doch noch ein paar mehr Zebras...
Allerdings: Am Wasserloch Savadora und rings herum keine Spur von unseren Löwen! 🙁 Ganz langsam fuhren wir den Weg ab, doch an diesem Morgen war das Gebiet wie verwaist. Dafür konnten wir allerdings einen schönen Blick in die Etosha-Pfanne erhaschen...
... Als wir schon wieder auf die Hauptstraße abgebogen waren, entdeckte ich recht weit draußen eine einsame Löwin umherstreifen 🙂 ...
Die Löwin führt bei uns zu kollektivem Gegrummel: Bei Gabi, weil LöwIN und kein LöwE 😉 und bei mir, weil sich die Dame genau in die falsche Richtung bewegte: Nämlich von uns weg! Sauerei - überhaupt nicht touristenfreundlich diese Großkatzen! 😛
Gut, wenn uns die große Mietzkatze nicht mag, dann mögen wir die große Mietzekatze auch nicht 😉 - wir beschlossen also weiterzufahren in Richtung Okaukuejo. Auf den Weg dorthin wollten wir die Wasserlöcher Aus, Olifantsbad und Gemsbkvlakte mitnehmen.
Gesagt getan - und direkt wieder in tierloses Gebiet geraten 🙄 ! Die nächsten anderthalb Stunden hüpfte und rückelte uns Peggy bei schlechter Straße in Richtung Wasserlöcher und das einzige Tier, das wir sahen war der hier:
Wobei dieser Sekretär durchaus ein lustiges Entertainmentprogramm auf Lager hatte: Er sah es nämlich nicht ein die Straße zu verlassen! 🙄
Das muss man sich so vorstellen:
Wir tuckern mit Peggy langsam näher, Sekretär schreitet langsamen Schrittes voran, wir tuckern mit Peggy noch näher, Sekretär schreitet etwas schnelleren Schrittes voran, wir tuckern richtig nah heran, Sekretär setzt zu Rennen an, er rennt und rennt, er hebt ab, schlägt zwei Mal mit seinen Schwingen, ... und ... landet 15 Meter weiter wieder mitten auf der Straße! 🤩 🙄
Dieses "Spiel" durften wir mit dem doofen Vogel ganze 7 Mal spielen, bis wir kurz vor einem Vogelmord standen 😗 und der Sekretär es sich doch anders überlegte und kurz und bündig im Büsch rechterhand verschwand! Herzlichen Dank auch - nun wussten wir, dass es noch bekloppter als Selbstmordhühner geht! 😎
In Aus und Olifantsbad begrüßte uns dann gähnende Tierleere. Also kurzer Fahrerwechsel (heute durfte ich mal wieder ans Lenkrad 😁) und auf nach Gemsbkvlakte. Gabi stellte sich an diesem Tag allerdings als sehr kritische Beifahrerin heraus 🙄 : Sie warf mir doch tatsächlich vor, jedes Schlagloch zu pirschen, was des Weges lag! 🤩
Hah, aber wenigstens pirschte ich etwas! 😎 ... und wenn's nur Schlaglöcher waren... 😛
Am Wasserloh Gemsbokvlakte dann endlich wieder: Tiere 🙂
Neben Zebras und Bockis waren auch einige Geier und Schakale hier anzutreffen...
Etwas weiter entfernt sammelten sich die Schakale und die Geier um einen kleinen Riß, was dort allerdings als Mahlzeit herhalten musste, konnten wir nicht erkennen, da wir zu weit entfernt waren
...
Teil 1503. Juli 2012
...
hier noch ein Fall von "schwer schwanger" 😄
Auf dem Weg Richtung Okaukuejo begleiteten uns noch eine Reihe Zebras und Springböcke.
Etwas weiter entfernt im Busch entdeckten wie außerdem den hier (Achtung Bele: Augen zu 😉 !)
Ehrlich gesagt: Wir sind uns bis heute nicht sicher, ob das Kerlchen echt war oder nicht: Denn er bewegte sich gefühlt keinen Zentimeter. Und zwar den ganzen Tag nicht. Als wir am späten Nachmittag auf gleichem Wege wieder zurückfuhren, stand er noch genauso da, wie Stunden zuvor! 🙄 Unsere Theorien: 1. Hier lebt jemand ein sehr minimalistisches Bewegungskonzept aus 😉 oder 2. Das ist eine lebensechte Attrappe aus Karton, die die Parkverwaltung dort aufgestellt hatte, damit jeder Touri behaupten kann, er habe einen Elefanten gesehen 😎 !
Und wie es rund um Okaukuejo weiterging, erfahrt ihr im nächsten Teil 🙂 !
LG Steffi
Teil 1604. Juli 2012
Guten Abend,
und weiter im Text ... 🙂
13. Mai 2012 Etoscha Nationalpark: Halali oder auch: Löwe, Zebra, Warzenschwein - alle pirscht das Gabilein 😎 ! Teil 2: ... Thunfisch? 😗
In Okaukuejo angekommen, fielen wir erst einmal über den Kiosk her und rüsteten uns mit kalten Getränken und ein paar Nüssen zum Knabbern aus. Damit ausgestattet ging es dann zum Wasserloch.
Unterwegs mussten wir aber für diese lustigen Gesellen kurz stoppen 🙂 ...
Wir müssen ja zugeben: Nach der Geschichte vom Magustenbiss in Namutoni hatten wir vor der kleinen Erdhörnchenhorde einen gewissen Respekt. Die Erdhörnchenhorde allerdings vor uns nicht - die hatte nämlich sofort Gabis Nüsse erspäht 🤩 ! So schnell wie sie uns belagerten, zogen die kleinen Kerlchen aber auch wieder von dannen, als sie neue Opfer erspähten, die mehr Aussicht auf Leckerchen versprachen (Gabi bewachte ihre Nüsse nämlich sehr vehement 😄 ).
Also weiter zum Wasserloch!
Mit dem Wasserloch in Okaukuejo stehe ich ja so ein bisschen auf Kriegsfuss. Als wir im Januar 2011 da waren sahen wir an zwei Tagen dort nur ein Gnu und vielleicht zwei Impalas. Ansonsten gähnende Leere! 😠
Da hatte das Wasserloch also einiges wett zu machen - und für den Start waren wir außerordentlich zufrieden 🙂
Neben vielen Springböcken...
... kam soeben auch eine Herde Zebras an, die sich sofort ins Wasser stürzte...
Eine ganze Weile saßen wir da, genossen den Anblick und schlürften unsere kalte Cola. So stellt man sich seinen Urlaub vor 🙂 !
Dann ging es wieder zurück zu Peggy und vorbei an den aufdringlichen Erdhörnchen...
Sind sie nicht niedlich? (wenn auch nicht ganz geheuer 😉 )
Wir beschlossen noch ein wenig in Richtung Okondeka-Wasserloch zu fahren. Unterwegs sahen wir einige Zebras, die obligatorischen Springböcke, ein paar Vogelsträße in der Ferne und einige Schakale...
Je näher wir dem Wasserloch Okondeka kamen, desto höher wurde die Tierdichte 🙂 . Am Wasserloch dann dieser Anblick (sorry, ist wegen der Mittagshitze recht verflimmert, aber es zeigt so schön die Menge an Tieren, die wir dort antrafen ... und da ging es ja rechts und links noch weiter 🙂 ...)
...
Teil 1704. Juli 2012
...
Das Wasserloch in Okondeka erschien für uns irgendwie "out of space", so mitten im Nichts, in diese endlos flimmernde Ebene dahinter blickend, umgeben von so vielen Gnus, Springböcken und Oryx - einfach nur toll! 🙂
In seiner Unwirtlichkeit empfand ich es als eines der schönsten Wasserlöcher im Etosha! 🙂
Auf den Grasebenen westlich des Wasserlochs grasten zudem Unmengen an Springböcken...
Wir beschlossen hier unser obligatorisches Mittagspicknick einzulegen... und wer sich schon immer einmal fragte, was man denn so Gespräche führt, während man am Wasserloch mit dem Auto steht, die Szenerie beobachtet und der Magen knurrt, dem empfehle ich nachfolgendes Video 😎 ...
13. Mai 2012 Etoscha Nationalpark: Halali oder auch: Löwe, Zebra, Warzenschwein - alle pirscht das Gabilein 😎 ! Teil 3: ...wenn frau vor lauter Schackal den Elefant nicht sieht...😗
Gut gesättigt verabschiedeten wir uns nach einer Weile vom Wasserloch. Auf dem Rückweg nach Okaukuejo pirschte ich abermals fleissig Schlaglöcher 😉 . Hab ich schon erwähnt, dass mit Peggy auf Schotterpisten zu fahren, echt Spaß gemacht hat? 😁
In Okaukuejo legten wir sodann nocheinmal eine „Kühle-Cola-Pause“ am Wasserloch ein. Das Wasserloch war mittlereile ringsum gut mit Menschen befüllt, nur die Tiere hatten sich alle in Luft aufgelöst. Gut, wollen wir auch den Zebras ihren Mittagsschlaf gönnen.
Und der lustige Kerl flatterte mit Beute noch umher (der Vogel ist ein Gelbschnabeltoko, bei der Spinne habe ich keinen blassen Schimmer 😉 )...
Am Wasserloch sitzend muss man ja nicht zwingend Tiere beobachten – manchmal ist es fast interessanter seine Mitreisenden zu beobachten. 😉
Überhaupt hatten wir das Gefühl, dass wir beide als alleinreisende junge Frauen im Etoscha eine magische Anziehungskraft auf die Generation 60+ ausübten 🙄 . Vor allem die Damen waren immer recht umsorgt um uns … und teilweise auch schrecklich schockiert, dass wir die Reise ganz alleine machten. 🤩
Wie wir also gemütlich am Wasserloch unsere Cola schlürften, kamen von hinten zwei ältere Damen an, die ihre Enttäuschung keine Tiere sehen zu können, laut kund taten. Da die beiden recht zerknirscht wirkten, warfen wir ein, dass sich das auch schnell wieder ändern könne und wir am Morgen schon viele Tiere hier gesehen hätten, sie als nur ein bisschen Geduld mitbringen müssten. Und dann klagten uns die beiden Damen ihr Leid: Die beiden waren Bestandteil einer 28-köpfigen Busrundreisengruppe mit einem Fahrer/Guide und hatten sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, in 2 Wochen ganz Namibia zu sehen. Das Ergebnis bis hierhin wäre wohl gewesen, dass sie zwar wirklich viel von Namibia gesehen hätten, aber eben nur aus dem Bus heraus 🙄 . Und jetzt müssten sie auch gleich wieder los, weil es noch bis zum Halali-Camp gehe. Ah, da konnten wir helfen 😁 ! Wir empfahlen den Damen unbedingt zum Sonnenuntergang zum Moringa-Wasserloch zu gehen, nachdem wir dort gestern die Elefanten und ein Nashorn gesehen hätten. Ja, ein Nashorn, das wäre es … und Elefanten … die beiden bedankten sich und meinten, dass sie dem Rat auf jeden Fall folgen würden. 🙂
Wenig später beim zigsten obligatorischen Erdhörnchenstopp 😎 lief uns dann auch noch der Rest der Truppe über den Weg. Nachdem wir mal wieder unabsichtlich Aufmerksamkeit auf uns zogen – wir sind da echt gut drin, 😗 …. aber kann mir einer mal erklären, warum der Toyota Hilux ein markerschütterndes „Tröööt“ ausstößt, wenn man ihn zuschließen will, wenn nicht alle 4 Türen schon zu sind 😵 ? Das ginge doch auch leiser 😊 !
Unser trötender Hilux sorgte jedenfalls dafür, dass uns nun die ganze Reisegruppe kannte und lustig herüberwinkte 😊 😗 😣 (und alle sich wahrscheinlich dabei dachten: „Und die wollen hier wirklich alleine rumfahren?" 🤨 ).
Ja, wollten wir 😎 . Ja, taten wir auch 😛 ! Und außerdem möchte ich einwerfen, dass die Peggy, wenn sie mal mit uns befüllt war, ja ganz brav war (bis dahin… 😗 ) und dann ja auch nicht trötete (also abgesehen davon, wenn frau aus Versehen mit dem Ellenbogen beim Aussteigen auf die Hupe kommt… *hust* … was uns natürlich nie, nie, niemals oft passiert ist... 😗 ).
Wir ließen also den Bus hinter uns und Peggy fuhr uns wieder in Richtung Halali. Unser Elefant vom Vormittag stand noch immer brav im Dickicht und bewegte sich nicht. Ansonsten sahen wir Zebras und Springböcke und am Wasserloch Olifantsbad ein paar Giraffen und Impala.
Weil wir immer noch nicht die Hoffnung nach einem männlichen Löwen mit Mähne aufgegeben hatten, schauten wir auch noch einmal am Wasserloch in Salvadora vorbei. Ich nehm’s gleich vorweg: Löwen – männlich wie weiblich – sahen wir dort nicht. Dafür etwas anderes … 🙂
Als wir auf den Aussichtspunkt für das Wasserloch langsam zurollten, kam es zu folgendem Dialog im Auto:
Steffi: „Och, schau mal!“ 🤩
Gabi: „Ah, schöönn!“ 😁
Steffi: „Ist zwar kein Löwe, aber …
Gabi: „… besser als gar nichts und hatten wir heute nicht allzu oft!“
Steffi: „Und schau mal wie niedlich er Wasser schlappert!“
Gabi: „Huh?“ 🤨
Steffi: „Ja, guck … also ich finde das niedlich… der kleine Schakal … schlappernd…“
Gabi: „Steffi?“ 🤨
Steffi: (sehr verzückt ihren Schakal anschauend): „Hhhmm..ja?“
Gabi: „Den Elefanten siehst du aber schon, oder?“ 🤨
Steffi: 🙄 🤩 😗 😣
Hier das Foto zum oben wiedergegebenen Gespräch 😎 :
Und ihr müsst doch alle zugeben, dass das erste, was einem bei dieser Szenerie ins Auge springt, der niedliche Schakal ist, gell? 😎
Nachdem das schallende Gelächter im Auto abgeklungen war, bewunderten wir noch eine zeitlang Schakal UND Elefant und immer noch höchst amüsiert (… ich konzentrier mich halt gerne auf die kleinen Dinge im Leben 😛 …) entschlossen wir so langsam aber sicher wieder Richtung Halali zu ziehen. Unterwegs trafen wir am Wasserloch Rietfontein abermals eine große Herde Zebras…
Ich muss zugeben, ich finde es immer wieder toll, wenn man sich einfach Mal für ein paar Minuten in so eine große Herde Tiere stellt und darauf wartet, dass die Tiere um einen herumfließen. Zebras sind da erfahrungsgemäß sehr touristenfreundlich – sie beeilen sich zwar nie damit von der Straße zu kommen, wenn man mit seinem Auto angefahren kommt, dafür tolerieren sie die Autos aber auch sehr nach bei sich. 🙂
Und so gesellten wir uns noch eine Weile zur Zebraherde und ließen das bedächtige Schmatzen der Tiere auf uns wirken.
Irgendwann rissen wir uns los – wir wollten ja dem Moringa Wasserloch in Halali noch vor Sonnenuntergang einen Besuch abstatten.
...
Teil 1906. Juli 2012
...
Zwei Frauen – ein Ziel 😎 , was zur Folge hatte, dass sogar ich für kurze Zeit einmal vergaß die Schlaglöcher zu pirschen (okay, aber auf der Hauptstraße im Etosha ist das auch schwierig mit der Schlaglochpirsch 😎 …). Wir fuhren also gemütlich gen Camp, also Gabi plötzlich meinte: „Steffi, da war ein Vogel!“
Nun, müsst ihr wissen: Kommandos an den Fahrer wurden bei uns meist vehement, manchmal auch leicht quietschend, aber auf jeden Fall immer recht laut in Form von: „Daaaa!“ „Stopp!“, „Halt sofort an!“ oder wahlweise auch gemixt „Da, da, da, DAAAAA! Stopp! Halt! Sofort!“ meist begleitet vom hektischen Armfuchteln hervorgebracht. 😉
„Steffi, da war ein Vogel!“ in etwas verblüfft hervorgetragener Tonart – nein, das klang nicht nach einem Aufruf zum Bremsen. 🙄
Ich dachte an:
und fuhr weiter.
Von Gabi kam nun: „Steffi, da war ein großer Vogel!“ 🤨
Steffi dachte an
… fragte sich, wieso wir für einen Vogel zu unserer Verabredung mit dem Moringa-Wasserloch zu spät kommen sollten 🙄 , bremste aber.
Gabi sah mich daraufhin mit leicht verzücktem Gesicht an und wiederholte: „Da war ein echt großer Vogel direkt neben der Straße. Ich glaub das war ein Adler!“ 🤩
Okay, wenn Gabi fassungslos-verzückt-still ist, dann muss das einen Grund haben, also umgedreht und langsam wieder zurückgefahren. Vor meinem innerlichen Auge sah ich unsere 200ste Gabelracke umherfliegen 😗 , als auf der gegenüberliegenden Straßenseite plötzlich der hier saß:
Liebe Peggy-Mitinsaßen, ich präsentiere die Sichtung im Etosha auf die wir irgendwie am Stolzesten von allen waren 🙂 :
Tata-Taaaaa: ein Kampfadler!
DAS war mal ein großer Vogel! (da vergaß die Gabi auch fast, dass sie sich ja eigentlich einen Mähnenlöwen gewünscht hatte! 😉 )
Anfangs sind wir etwas erschrocken, weil soviele Federn ringsum lagen und unser Adler recht aufgeplüstert vor uns saß – dann aber sahen wir, dass die Federn von einem anderen Vogel stammten und unser Adler nur seine Beute schützen wolle. 🙂
Überhaupt war der Raubvogel mit der Gesamtsituation ziemlich unzufrieden – seine Beute hatte sich nämlich aus Adlersicht (wie sahen das freilich völlig anders 🙂 ) einen echt blöden Platz ausgesucht um vom Himmel zu fallen. Denn jedesmal, wenn ein Auto vorbeifuhr, wurde der Adler mächtig zugestaubt und hüpfte erbost weg.
Wir erlaubten uns einzuwerfen, dass er sowieso fotografisch auf der falschen Seite und damit im Gegenlicht säße und empfahlen ihm, mit Beute an uns vorbeizuhopsen, ins bessere Licht und in staubfreieres Gebiet 😗 – ernteten für unseren Vorschlag aber nur einen echt bösen Blick! 😎
Nachdem wir das schöne Tier ausgiebigst bestaunt hatten, ließen wir ihm seine Ruhe und rollten beglückt Richtung Camp.
Direkt vor der Zufahrt nach Halali begrüßte uns noch eine mampfende Herde Elefanten. Allerdings hatte sich durch die vielen Autos mit ins Camp Zurückkehrenden ein derartiges Autogewühl gebildet, dass wir recht schnell Reißaus nahmen.
Also ab zum Moringa-Wasserloch!
Und was soll ich sagen: Zwar hat die Tiersichtungsfee Gabi den Wunsch mit dem Mähnenlöwen an diesem Tag nicht erfüllt … ABER … dafür tauchte kurz bevor die Sonne hinter dem Horizont verschwand bei Tageslicht ein Nashorn auf 🤩 (diesmal sogar mit Ohren 😉 ).
Wie schöööön! Zufrieden dachten wir an unsere zwei Damen aus der Reisegruppe von heute Nachmittag, die jetzt auch ein Nashorn gesehen hatten … Wobei? 🙄 Moment einmal? 🤨 Von den beiden Damen war keine am Wasserloch – überhaupt keiner aus der Reisegruppe war – soweit wir das erkennen konnten - am Wasserloch! Und das obwohl der Reisebus unten am Camp parkte. 🙄 Wo waren die Leute? Jetzt hatten wir Nashorn bestellt, geliefert wurde es auch – was war los?
Nun, was los war, bekamen wir keine Minute später lautstark zu hören 😣 . Irgendwer schien nämlich für die Busreisegruppe einen Willkommens-Ständchen organisiert haben, den plötzlich schallte lauter afrikanischer Gesang und der Beifall einer deutschen Touristengruppe zum Wasserloch herüber 🙄 . Durch die Menschenreihen am Wasserloch fuhr ein kollektives Schmunzel-Stöhnen 😎 – das Nashorn nahm’s gelassen und schlürfte fröhlich weiter Wasser!
Hier noch ein Bild von zwei Sichtungswünschen auf einmal: Nashorn mit Wolken 😄
Nachdem sich das Nashorn getrollt hatte und die Sonne untergegangen war, ...
...machten wir uns auf zum Abendessen. Heute gab es – dank unserer Reisegruppe 😉 – leider kein à la carte Essen, sodern Buffett. Wobei das Buffett immer noch erstaunlich gut war 🙂 . Nach drei guten Abendessen in den staatlichen Camps in Folge glaubte mir Gabi nun auch nicht mehr die Horrorgeschichten vom Essen in Okaukuejo, die ich ihr erzählt hatte. Nun, sie sollte am nächsten Tag eines Besseren belehrt werden…😗
An diesem Abend aber fiehlen wir abermals gut gesättigt und zufrieden in unser Bett. 🙂
Was bleibt nach drei ereignisreichen Tagen an Wünschen für die Tiersichtungsglücksfee im Hinblick auf den letzten Tag Etosha?
- wenn kein Mähnenlöwe, dann vielleicht noch einmal weibliche Löwen näher?
Weiter geht es im nächsten Teil mit den vierten und letzten Tag im Etosha, in dem bewiesen wird, dass manche Wünsche einfach ein bisschen länger in der Erfüllung brauchen und der mich bis in alle Zeiten mit dem Wasserloch in Okaukuejo versöhnte! 🙂