Steffi82Themenstarter672 Beiträge · seit 201105. März 2012 · #1
… oder auch: Gnuuö! Moöh! Gnöö! Brrr! 😛
Herzlich willkommen zu unserem Reisebericht „Go visit Tanzania!“, der – ihr werdet es wahrscheinlich schon erraten haben - von unserer Tansania Reise Mitte Januar bis Anfang Februar diesen Jahres handelt.
Insgesamt waren wir mit An- und Abreise 16 Tage unterwegs und haben die klassische Nordroute „abgegrast“. Dieses Mal sind wir nicht selber gefahren (das war uns für das erste Mal Ostafrika dann doch zu heikel), sondern haben uns fahren lassen. Neben uns beide – Christian und Steffi – begleitet ihr dieses Mal also auch Godfrey und Komba auf die Reise mit.
Nichtsdestotrotz: In unserem Land Rover ist noch genug Platz, ihr könnt also gerne zusteigen! 🙂
Warum gerade Tansania? Nun eigentlich haben wir das Reiseziel einem lustigen Gästebucheintrag im Okaukuejo-Camp im Etosha Nationalpark im Januar 2011 zu verdanken. Dort ließ sich damals eine Amerikanerin lang und breit darüber aus, dass es im Etosha ja gar keine Tiere zu sehen gäbe (was wir nun wirklich nicht bestätigen konnten!) Ihre Ausführungen beendete die Dame mit einem riesengroßem Aufruf: „Go visit Tanzania!“ Unsere Neugier war geweckt! 😄
Doch schnell stellten wir fest, dass so eine Tansania-Reise – auch oder vielleicht gerade, wenn man sich entschließt nicht selbst zu fahren – eine Wissenschaft für sich ist. Die meisten Anbieter kombinieren nämlich 3-8 Tage Safari mit Baden am Meer. Nun finde ich das Meer zwar toll, mein Göttergatte weigert sich aber standhaft mit etwas schwimmen zu gehen, was lebt und kein Mensch ist. 😗 Hinzu kommt, dass es uns am Strand immer fürchterlich schnell langweilig wird …
Einen Anbieter zu finden, der zwei Wochen Safari – noch dazu, wie wir sie uns vorstellten, d.h. mit eher weniger kulturtouristischen Elementen - und das auch noch zu einem bezahlbaren Preis anbietet war deshalb gar nicht mal so einfach. Aber wir sind letzten Endes fündig geworden! 🙂
Unsere Route sah dann letzten Endes folgendermaßen aus: Tag 0: Abflug Tag 1: Ankunft – Arusha Tag 2: Arusha – Lake Manyara NP Tag 3: Lake Manyara NP – Karatu Tag 4: Karatu – Ngorongoro Krater Tag 5: Ngorongoro Krater – Serengeti (Ndutu) Tag 6: Serengeti (Ndutu) Tag 7: Serengeti (Seronera) Tag 8: Serengeti – Lake Eyasi Tag 9: Lake Eyasi („Spaziergang“ mit den Hazabe-Buschmännern) Tag 10: Lake Eyasi – Tarangire NP Tag 11: Tarangire NP Tag 12: Tarangire NP – Arusha Tag 13: Arusha NP Tag 14: Arusha (Besuch eines Dorfes in der Nähe von Arusha) Tag 15: Arusha - zuhause
Achja, falls es in diesem Reisebericht öfter mal „Gnuuöt!“ bitte nicht wundern – nach drei Tagen Serengeti während der Migration und der entsprechenden Geräuschkulisse fängt jeder irgendwann an, ein bisschen Gnu zu sein. 😉
In diesem Sinne… bitte einsteigen, bald geht es los!
Alle Nachzügler und Neuzugänge können zur besseren Lesbarkeit oben rechts in der Titelleiste auf die Sonne klicken und landen dann bei den gesammelten Reiseberichtsteilen ohne Kommentare!
das hört sich ja schon nach sehr viel Erlebnis an und ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, was du zu berichten hast und freue mich schon darauf, dass es bald los geht! Habe das Thema natürlich gleich mal abonniert, damit mir auch nichts entgeht.
Also herzliche Grüße oder besser Gnuuö! Moöh! Gnöö! Brrr! Birgitt
uschisiggi160 Beiträge · seit 200905. März 2012 · #3
Hallo Steffi, für uns geht es im September 2012 zwar wieder mal nach Namibia, das wir unseren erwachsenen Kindern zeigen wollen, aber Tansania stand/steht eigentlich auch immer noch auf unserer Wunschliste. Und das, was Du in Deinem Vorwort schreibst, habe ich bislang bei allen möglichen Anbietern eben auch gefunden, Safari und Sansibar und dann an Tag 13 wieder nach Hause. Aber das wäre eben auch nicht mein/unser Ding. Insofern verfolgen wir jetzt erst einmal Deinen Reisebericht und fragen parallel mal danach, ob Du uns wohl den Anbieter Eurer Reise nennst??
Gruß uschisiggi
Mein Motto: Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen. (Hermann Hesse)
Meine nächste Reise in den Caprivi-Zipfel ist schon geplant - leider steht das Reisedatum noch nicht fest! Aber da kann man dann ja durchaus auch schon mal Anregungen für die übernächste Reise sammeln - udn da bin ich bei Dir/Euch sicherlich gut aufgehoben !!! 🙂 😗
Ich freue mich schon auf die gemeinsame Reise - und Landy fahre ich ja besonders gerne :-))
Also dann los - ich bin schon ganz neugierig !!!!
Liebe Grüße Antje - noch immer im Namibiafieber ! 😛
der Einstieg ist ja schon mal klasse! Freu mich darauf, mit euch auf die Reise zu gehen. Tansania zur Migration, dass steht auch noch auf meinem Wunschzettel. Im September geht´s bei uns aber erst mal wieder in den KTP und zum ersten Mal in den Moremi. Trotzdem freue ich mich sehr auf den Bericht!
Also ich bin bereit! Von mir aus kann´s losgehen! 🤩
AfricaDirect1'271 Beiträge · seit 200705. März 2012 · #6
Hallo Steffi,
da bist Du aber sehr schnell mit Deinem Bericht. Da ziehe ich ganz tief meinen Hut. Denn ich habe über ein Jahr gebraucht, einen Reisebericht anzufangen. Aber auch wenn es aufwändig ist, macht es Spass, denn man reist quasi noch einmal.
Werde weiterhin gespannt Deinen Bericht verfolgen. Wir waren im November in Tansania und ein Februar-Besuch steht definitiv ganz oben auf der Wunschliste.
KarstenB2'396 Beiträge · seit 201106. März 2012 · #7
Hallo Steffi,
habe gerade Deinen Bericht abonniert, um nur ja nichts zu verpassen. Wir haben 1994/95 fast die gleiche Rundreise gemacht (bis auf Lake Eyasi). Wir hatten gezwungenermaßen (es gab damals noch keine Möglichkeit, ein safaritaugliches Auto ohne Fahrer zu mieten) eine Tour mit Guide/Fahrer gemacht (Thomas, der beste Guide Afrikas!). Es war toll! Dennoch waren wir dann später als Selbstfahrer unterwegs (erst mit Mietwagen von Nairobi aus), und das war toller! (Ein selbst entdeckter Löwe wiegt 10 auf, den dir der Guide zeigt.) 😄 Und bis auf den Verkehr 🤢 ist es auch nicht schwieriger als in NamBots. Also, hau rein, ich freu mich auf die Fahrt!
Liebe Grüße aus dem sonnigen Hamburg,
Karsten Die Organisation war damals allerdings völlig problemlos: ich habe mir unter den örtlichen Anbietern in Arusha einen günstigen ausgesucht und dem meine Wünsche gemailt. Die haben dann Korrekturen vorgeschlagen, weil eine Teilstrecke zu lang war, und das war es. Für diejenigen, die es interessiert: Roy Safaris. Ihr Motto: "We go thru ev'ry measure to give you wild pleasure!" machen sie wirklich wahr: Wir kamen damals ohne Gepäck an (KLM 😠 ), und sie haben dafür gesorgt, dass es uns auf unserer Tour hinterhergefahren wurde!
Ich will auch noch einsteigen!!!B) Habs schon mal abboniert, ist ja schon ewig her seit ich in Tanzania war... (November 2011...aber im Süden, im Norden Februar 2011 🤩 ) Ich kann die Abfahrt schon nicht mehr erwarten...los, mach!😄
Steffi82Themenstarter672 Beiträge · seit 201106. März 2012 · #9
Hallo zusammen,
abgefahren - d.h. eigentlich müssen wir ja erst einmal landen 😄 - wird heute nicht mehr. Wir kriegen heute abend Besuch und daher werde ich eher nicht dazu kommen, den Reisebericht richtig zu starten. Dafür gibt's dann aber am Mittwoch zwei Teile - versprochen!
@ uschisiggi: Ich habe euch eine Nachricht geschrieben!
@ nicole (africadirect): *hust* Bitte nicht zuviel des Lobes wegen der Geschwindigkeit. Bei meinem letzten Reisebericht habe ich eine einjährige Pause eingelegt 😊 - also lobe nicht den Tag vor dem Abend. Allerdings habe ich diesmal schon vieles vorgeschrieben und die Fotos sind auch schon alle aussortiert und verkleinert ... ich bin also zuversichtlich, dass ich diesmal nicht ganz so lange mit der Fertigstellung brauche 😉 .
Nane421'362 Beiträge · seit 201106. März 2012 · #10
Hallo Steffi,
Bin auch schon sehr !! Gespannt, wie es weitergeht !! Unser erstes Mal Afrika/Namibia beginnt in knapp 6 Wochen und deswegen habe ich schon Deinen Ersten Bericht verschlungen... Und war sooo froh, dass man auch in der Regenzeit Tiere finden kann... Wir hatten nämlich tatsächlich auch erst mit Kenia oder Tansania wegen des Tierreichtums geliebäugelt, aber genau aus den gleichen Gründen wie ihr (Ungleichgewicht Badeurlaub/Safari) es wieder sein lassen. und als Selbstfahrer hätten wir uns dort nicht hingetraut... Ich bin daher auch sehr an Deinem Reiseanbieter interessiert, gerne auch als PN.
Ganz liebe Grüße, habt einen schönen Abend.
Nane ( die sich schon auf die Fortsetzung morgen freut) 😁
Alex0807351 Beiträge · seit 201007. März 2012 · #11
Gnuöööööööööö
Hi Steffi,
ich weiß zwar nicht, ob ich im wahren Leben jemals nach Tansania komme, aber mit Dir komm´ich mit. Allein schon wegen dem unglaublichen Unterhaltungswert Deines Schreibstils! Ich freu´mich.... ...und bitte bitte nicht wie beim letzten Mal kurz vor dem Ende aufhören 😄 🤪
LG Alex
Steffi82Themenstarter672 Beiträge · seit 201107. März 2012 · #12
Hallo zusammen,
wie versprochen - los geht's!
Tag 1
Kurz vor sieben geht mit Blick auf den Kilimanjaro und die umliegende Gebirgskette die Sonne auf. Nach gut acht Stunden Nachtflug sind wir fast am Ziel – keine Stunde später landen wir am Kilimanjaro Airport in Tansania.
Hurra, wir sind im Urlaub! 😄
Bzw. wir sind fast im Urlaub - noch haben wir ja das Einreiseprozedere vor uns. Der Flughafen Kilimanjaro Airport besticht durch eine gewisse Übersichtlichkeit und 70er Jahre Bausündencharm 😄. Das wichtigste hier: Bloss nicht den Flughafen fotografieren, dass wird in Tansania scheinbar nicht gerne gesehen . Nun gut, hatten wir auch nicht vor, so hübsch ist er wirklich nicht 😗.
Im Flughafen teilen sich die Ankommenden in zwei Schlangen: Die, die bereits ein Visum haben und die, die sich dieses noch holen müssen. Wir haben unsere bereits in Deutschland beantragt und können uns daher gleich bei den Einreiseschaltern anstellen – und sind tatsächlich die Ersten 🤩 . Die Dame hinter dem Schalter begrüßt uns sehr freundlich und arbeitet uns richtig schnell ab 🙄 . Und das Gepäck ist tatsächlich auch schon da 🤩 ! Wir sind verblüfft – so schnell sind wir noch nie im Urlaub durch das Einreiseprozedere gekommen – und das in Afrika 🙂 ! Da fängt der Urlaub ja schon super an!
In der kleinen Empfangshalle werden wir auch schon empfangen. Neben Godfrey unserem Guide wird uns auch noch unser Fahrer Komba auf die Reise begleiten. Warum wir gleich zwei Guides abbekommen haben, ist uns nach wie vor ein gewisses Rätsel, scheint aber manchmal zu passieren, wenn gerade einer übrig ist und die örtliche Agentur einem etwas Gutes tun will (oder vielleicht auch nur einen Guide beschäftigen will ;)).
An diesem ersten Tag fahren die beiden uns nur nach Arusha ins Hotel. EIn Programm hatten wir für diesen ersten Tag nicht vorgebucht, weil wir uns nicht sicher waren wg. Verspätung etc. Dies wollten wir ggf. vor Ort noch angehen. Allerdings war diesmal der Vorurlaubsstress zuhause derart übel, sodass wir in Kombination mit dem NAchtflug ziemlich gerädert ankamen. Insofern unsere Entscheidung den Tag ruhig anzugehen und uns nur ein bisschen vom Nachtflug zu erholen und die Seele baumeln zu lassen. 🙂
Auf der Fahrt vom Flughafen nach Arusha haben wir auch gleich einen guten Ausblick auf den Kilimanjaro. Unsere beiden Guides sind recht begeistert – so klar ist die Sicht wohl nicht allzu oft. Und eines merken wir bereits auf der dreiviertelstündigen Fahrt zum Hotel ganz klar: Hier staubt's! Und wie! Man liest ja immer davon, aber in echt vor Ort, steht man dann doch mit einer gewissen Faszination vor diesem unglaublich feinem Staub, der hier überall ist und durch alle Ritzen kriecht. Der Staub sollte dann auch für die nächsten 14 Tage unser treuer Begleiter werden 😉, mal mehr mal weniger, aber da war er eigentlich immer.
Unser Hotel für die erste Nacht, das African Tulip liegt direkt in Arusha in einer kleinen Seitenstraße.
Es ist eine kleine Anlage, aber sehr gepflegt, mit sehr schönen Zimmern und sehr engagiertem Personal. Der Manager ist ein Inder, der sich zuallererst entschuldigt, dass unsere Zimmer noch nicht bezugsfrei sind. Huh? 🙄 Es ist erst kurz nach 9.30 Uhr morgens – mit bezugsfertigen Zimmern hatten wir echt noch nicht gerechnet. Dem Manager scheint das aber sehr peinlich zu sein – er entschuldigt sich gefühlte 1000x und bugsiert uns in die Bar, wo wir Getränke aufs Haus bekommen 😁 . Keine 15 Minuten später ist dann auch unser Zimmer bezugsfertig. Das ging doch nun wirklich einmal schnell. Wir verabschieden uns von Godfrey und Komba und verabreden uns für den nächsten um neun Uhr zum Start unserer Tour.
Dann holen wir ein bisschen Schlaf nach und genießen den Rest des Tages im kleinen Garten der Anlage bei Vogelgezwitscher und lecker indischem Essen.
Achja, Gnus haben wir an diesem ersten Tag gesehen – die hingen nämlich über unserem Bett 😄 !
Fazit: African Tulip - Arusha Als erste der letzte Übernachtung ist das kleine aber feine Hotel wirklich perfekt. Es liegt einigermassen ruhig, ist sehr gepflegt, der Manager liest einem wahrscheinlich auch wirklich jeden Wunsch von den Lippen ab 😉 und das Essen ist auch sehr schmackhaft.
Steffi82Themenstarter672 Beiträge · seit 201107. März 2012 · #13
und wie versprochen, hier auch noch der zweite Tag!
Allerdings reichlich "Gnuuööh"-los 🙁 - dafür hab ich als Entschädigung für euch aber ein paar "Törööös" zu bieten! 😉
Ich hoffe außerdem, ihr habt nichts gegen Fotos - davon kommen in den nächsten Beiträgen nämlich jetzt einige 😗 !
Tag 2
Nach einer erholsamen Nacht blicken wir am nächsten Morgen froh und munter unserer ersten Safari entgegen. Das Frühstück ist gut und reichhaltig und es gibt ANANAS – echte, frische Ananas 🤩 . Ehrlich gesagt: Ich könnte mich in frischen Ananas baden, so gut sind sie 😊 ! Kein Vergleich zu den Ananas zuhause.
Nachdem Frühstück packen wir unser Sachen und marschieren zur Lobby, wo wir schon erwartet werden. Heute soll es in den Lake Manyara Park gehen. Godfrey fragt uns, welche Tiere wir uns heute wünschen! Uih - wir dürfen Wünsche äußern 😁 - dann wünschen wir uns doch mal einen Elefanten. 😄
Zuvor geht’s aber noch zum Wasserkaufen und Geldwechseln. Die damit verbundene Tour durch Arusha ist sehr interessant. Neben dem leicht chaotischen Verkehr beeindrucken uns am meisten die sehr langgezogenen, direkt an den Straßen liegenden Gärtnereien. Die ein oder andere dort strauch- oder baumartig groß gewachsene Pflanze, steht bei uns in klein auf der Fensterbank. Dass die Pflanzen in ihren Heimatgefilden größer werden, war uns ja bewusst, es dann aber tatsächlich zu sehen, ist ein Augenöffner. Aus diesem Grund rufen wir während der Stadtfahrt mindestens zwanzigmal überrascht. „Uh, so groß werden die eigentlich!“ aus. Unsere Guides finden das ziemlich witzig: Da kommen die deutschen Touris und flippen bereits bei den Pflanzen in den Gärtnereien voll aus! 😄
Und überhaupt scheint sich das Geschäftsleben hier hauptsächlich entlang der Hauptstraßen abzuspielen, was für uns jede Menge erste Eindrücke vom Land bedeutet. Den Verkehr an sich finden wir zwar etwas kreativ chaotisch mit einer gehörigen Portion „Survival oft he Fittest!“, aber noch so, dass man sich wahrscheinlich schnell daran gewöhnen kann.
Nachdem wir fertig sind, geht es los Richtung Lake Manyara Nationalpark. In Mto Wa Mbu einem kleinen quirligen Städtchen vor den Toren des Nationalparks gibt es noch schnell ein kleines Mittagspicknick. Und unsere erste am Strauch gereifte Banane. Was für ein Genuss! Wenn ich neben den Tieren das Beste unserer Reise benennen müsste, dann wäre es ganz klar das frische Obst. Es ist unglaublich wie toll auf unserer Reise die Ananas, Bananen, Mango und auch Avocado geschmeckt haben. 🙂
Bei unserem kurzen Picknick fliegen dann auch schon die ersten Marabus über unseren Köpfen hinweg. Hurra – wir sehen Tiere (wir freuen uns ja grundsätzlich mal über alles – nicht nur über Pflanzen). 😉
Dann geht es ab in den Nationalpark.
Der Lake Manyara Nationalpark ist ein recht kleiner Nationalpark mit nur etwa 330 Quadratkilometern. Davon umfasst aber der Lake Manyara je nach Ausdehnung rund 230 Quadratkilometer. Dadurch, dass hier das ganze Jahr über Wasser vorhanden ist, soll es hier viele Tiere geben. Schauen wir mal!
Der Park begrüßt uns grün – richtig grün! Man fährt nämlich direkt durch den dort wachsenden Grundwasserregenwald. Passend zum Dschungel laufen uns auch sofort Affen über den Weg. Paviane belagern die Straße, so ganz ohne Scheu vor den neugierigen Touris.
Ich muss zugeben, mit Affen und Pavianen im Speziellen konnte ich bisher nicht wirklich viel anfangen – aber unser Besuch im Lake Manyara NP hat das geändert. Irgendwie sind sie doch ziemlich faszinierende Tiere, wenn man ihnen mal etwas länger zusieht.
Dann fahren wir aus dem Wald heraus in Richtung See, wo sich auf den freien Flächen Zebras und Büffel tummeln. Leider alle sehr weit weg von der Straße, sodass wir durch die hohe Luftfeuchtigkeit und Wärme nur Zebrapunkte flimmern sehen. Ein Stückchen weiter sehen wir verflimmert einen Elefanten aus dem Wald kommen.
Einer? Nein eine ganze Herde von ca. 40 Tieren versammelt sich auf einer Lichtung und marschiert umgeben von einer Staubwolke dann in aller Seelenruhe in unsere Richtung. 🤩
Wir sind baff. 🙄 Die Herde wandert wirklich genau aus uns zu. 20 Meter vor unserem Auto kommt die Truppe zu einem abrupten Stopp – die Leitkuh muss sich ihren Bauch an einem Termitenhügel reiben. Hinter ihr stoppt alles! So ein bisschen stellt sich Dschungelbuchatmosphäre ein, den zwanzig Elefanten, die abrupt abbremsen, sehen einfach nur zum Quietschen komisch aus! 🙂
Steffi82Themenstarter672 Beiträge · seit 201107. März 2012 · #14
Tag 2 - Fortsetzung
Nachdem sich die Dame den Bauch fertig geschrubbt hat, stampft die Herde völlig unbeeindruckt an uns vorbei zum Tümpel auf der anderen Seite der Straße.
Während sich die Großen so gar nicht um uns kümmern, finden die kleinen Elefanten die Autos teils doch sehr interessant uns starten äußert putzig anzusehende Scheinangriffe auf unser Auto.
Und zum Schluss wird dann auch noch ein ganz kleiner Babyelefant von seiner Mutter an uns vorbeigeschoben. Wir sind begeistert. 😄
Irgendwann verschwinden die Elefanten dann wieder im Gestrüpp und wir pirschen mit einem verzückt-grenzdebilen Grinsen im Gesicht weiter durch den Park. Wir sehen Giraffen, Zebras, Paviane, Meerkatzen, einen Wasserbock von hinten und an den Hippo-Pools auch ein paar Flusspferde.
Dann treffen wir noch auf eine kleine Impalaherde, die uns aber nicht so toll findet was eine Impaladame auch recht deutlich zum Ausdruck bringt. 😎
Um kurz nach sechs verlassen wir den Park und machen uns auf zu unserer Unterkunft, der Kirurumu Tented Lodge- Die Anfahrt ist reichlich abenteuerlich und schon fast ein Highlight für sich selbst. 🙂 Die Lodge liegt am Rande des Grabenbruchs mit einem eigentlich fantastischen Blick ins Tal und auf den Lake Manyara. Heute Abend ist es aber sehr schwül und diesig und als wir ankommen auch schon dämmrig, sodass wir die Aussicht nicht wirklich zu sehen bekommen. Aber vielleicht morgen.
Nachdem wir uns kurz in unseren sehr schönen, geräumigen Zelten frisch gemacht haben, geht es ab zum Essen. Das Essen hier ist gut, wenn auch etwas zu ambitioniert – was es eigentlich gar nicht nötig hätte. Gut gesättigt fallen wir schon recht bald müde von unserem ersten Safaritag ins Bett – mal sehen, was der nächste Tag so bringt….:)
eine Elefantenherde mit so kleinen Elefantenfanten könnte ich auch immer stundenlang beobachten. Erstens ist es doch imer schön anzusehen, wie unbeholfen und tapsig die Kleinen noch sind und zweitens finde ich es besonders spannend zu sehen, wie die Herde sich um die Jungtiere kümmert, sie abschirmt, wenn notwendig ihnen aber auch mal freieren Lauf lässt und dann aber wieder bestimmt mitteilt, wann, wie und wo es weiter geht auf ihrer Wanderung.
picco6'369 Beiträge · seit 201107. März 2012 · #17
Hoi Steffi
Herzlichen Dank für Deinen Bericht! Die Bilder (und Geschmäcker der Früchte) meiner Februar-Reise durch die nördlichen Parks in Tansania schwirren wieder vor meinem geistigen Auge...😃