Tansania als Selbstfahrer

90 Antworten · 25,1k Aufrufe · gestartet 02. Okt. 2011 von beate
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Themenstarter1'450 Beiträge · seit 200602. Okt. 2011 · #1
Hallo,

als wir letztes Jahr im Oktober von unserem Urlaub in Malawi/Samba zurückkamen, erklärte mir mein Mann, dass dies der letzte Afrika-Urlaub für ihn gewesen wäre. Er hätte genug von schlechten Strassen, Staub, und korrupten Menschen. Na ja, was sollte ich dazu sagen.:(
Wir sind ja unterdessen auch nicht mehr die Jüngsten und so eine Afrika-Reise ist ja auch noch anstrengend.

Jetzt, gestern, überraschte er mich, dass er unbedingt noch die Serengeti sehen will.!!!

Da für die Planung uns Organisation immer ich zuständig bin, fange ich einfach mal an:

Ich habe heute den ganzen Nachmittag im Netz verbracht, habe gegoogelt und u.a. in diesem Forum hier gelesen, was ich gefunden habe. Trotzdem habe ich für den Anfang noch viele Fragen:

1. Was ist die beste Reisezeit, wenn man viele Tiere sehen will. Für uns kommt nur der Herbst/Winter/Frühling infrage, also frühestens ab September bis ca. Ende März. Allerdings wollen wir nicht in die Regenzeit kommen.

2. Ich lese so viel Unterschiedliches, ob es möglich ist, als Selbstfahrer mit 4x4 und Dachzelt dieses Land zu bereisen. Teilweise heisst es, ja , es geht, und dann wieder nein, zumindest in den NP muss man einen Führer haben.

Wenn es irgendwie möglich ist, würden wir lieber auf eigene Faust fahren. Ich stelle es mir furchtbar vor, 4 Wochen lang mit einem fremden Menschen im Auto zu sitzen, Tag für Tag Konversation zu machen, für jeden Stop erstmal fragen (Was sagt man eigentlich, wenn man nur mal pinkeln muss??)

Und die Erklärung, dass man ohen Führer die Tiere nicht findet, die stimmt auch nicht. Das einzige Mal, wo wir mit einem Führer unterwegs waren (Sambia, North Luangwa NP, dort liessen sie uns ohne Führer nicht fahren) haben wir uns glatt verfahren und kein einziges Tier gesehen!!

3. Was wäre dann der ideale Anflugs-Airport. Wäre Arusha ok?

4. Wie sieht überhaupt die Sicherheitslage momentan in Tansania aus? Gibts da irgendwelche Bedenken?

Ich wäre wirklich glücklich, wenn ich hier ein bischen Unterstützung bekommen könnte.

Danke
Beate
303 Beiträge · seit 200803. Okt. 2011 · #2
Hallo Beate,

zu 1). Die Gnu- und Zebraherden wandern gegen den Uhrzeigersinn von der Serengeti in die Masai Mara und dann wieder zurück. Generell kann man sagen dass sie im Dezember in den Serengeti Plains ihre Jungtiere zur Welt bringen. Im Sommer bis ca. Ende August stehen sie in der Masai Mara und wandern dann zurück. Das heisst aber nicht dass in den anderen Jahreszeiten keine Tiersichtungen möglich sind. Sondern lediglich, dass die grossen Gnu- und Zebraherden nicht anwesend sind. Man kann also immer Tiere sehen, wir begegneten "quasi ausserhalb der Saison" dem ganzen Spektrum inkl. Elefanten, Löwen, Leoparden, Geparden, Hyänen, Büffel, etc. Im übrigen ist der Ngorongoro Krater ganz in der Nähe der ja gar keine Migration kennt.

zu 2. Selbstfahren soll möglich sein. Ich habe unseren Guide explizit danach gefragt. Allerdings habe ich in der Serengeti in mehr als einer Woche keinen einzigen Selbstfahrer gesehen. Und mit Dachzelt schon gar nicht. Ausgenommen von der Hauptpiste durch die Serengeti und der Zufahrt von Aruhsa her kann ich aufgrund der Verhältnisse auch keinen Reiz darin erkennen.

Ich denke gerade wenn man etwas älter ist, gestaltet sich so eine Fahrt zu zweit mit einem privaten Guide und dessen Fahrzeug wesentlich einfacher und stressfreier. Die generelle Art des Reisens spricht man mit ihm vorher ab. Ich zB. fotografiere sehr ausgiebig, also hielt er ab dem 2. Tag bei schönen Hotspots automatisch an. Und den Umfang der Konversation bestimmst du selbst. wir jedenfalls haben viel zu Land, Leuten und Tierwelt erfahren.

Zu 3). Für eine Rundreise in die Serengeti, den Ngorongoro Krater und den Lake Manyara NP ist Arusha der Ausgangsort schlechthin. Es gibt da auch internationale Flüge. Bei vier Wochen Dauer lässt sich alternativ natürlich eine Rundreise ausgehend von Nairobi planen. Mit Besuch des Nordens von Kenia, der Masai Mara und des Viktoriasees.

Zu 4). Da sehe ich keine Bedenken, vergleichbar mit den umliegenden Ländern. Auch in Kenia dürfte mit Ausnahme des Nordostens weiterhin sicher sein.

LG Walter
zuletzt bearbeitet 03. Okt. 2011
2'338 Beiträge · seit 200703. Okt. 2011 · #3
Hallo Beate
Viel Wissenswertes inkl. Preise für Nationalparks findest du unter folgender Seite:

http://www.tanzaniaparks.com/de/index.html

Wir bereisten anfangs des Jahres 7 Wochen lang Tansania und waren restlos begeistert. Allerdings ist die Gegend um Arusha, wo die meisten Parks sind, sehr touristisch. Um dem Rummel zu entgehen, haben wir Serengeti und Ngorongoro bewusst ausgelassen. Viel einsamer sind Selous, Ruaha usw. Es ist kein Problem, mit einem Mietwagen die Parks zu besuchen. Mit tansanischen Nummernschildern fährst du am billigsten. Wir mussten mit unseren Schweizer Nummernschildern sehr viel mehr Gebühren bezahlen. Es ist nicht nötig und auch nicht vorgeschrieben, einen Guide mitzunehmen. Auf“ tracks4africa“ sind praktisch alle Wege eingezeichnet.

Die Regenzeit um Arusha beginnt ca. Mitte bis Ende März. Ausserhalb eines jeden Nationalparks gibt es nette, preiswerte Campingplätze. Wir bezahlten nie mehr als 10 U$ pro Person. Sie sind eine gute Alternative zu den teuren Camps in Ngorongoro, Lake Manyara oder Tarangire usw.

Das Land ist relativ einfach zu bereisen und bestimmt nicht unsicherer als z.B. Namibia. Ich würde nach Arusha fliegen und mich dort im Shoprite mit dem Wichtigsten eindecken. In anderen Städten (ausser Dar) gibt es keine Supermärkte.

Besucht haben wir:
Selous = hat uns am besten gefallen. Ausgesprochen viele Tiere im südlichen, wasserreichen Teil. Sehr wenige Touristen.

Lake Manyara = sehr viele Touristen, muss nicht nochmals sein.

Tarangire = grosser, landschaftlich sehr schöner Park, die Touristen verteilen sich. Abnormal viele TseTse-Fliegen.

Mikumi = nur Transit

Ruaha = hat uns am zweitbesten gefallen. Landschaftlich sehr schön. Einige Tsetse-Fliegen, aber nur am Gate. Viele Tiere, wenig Touristen.

Die Wege in den Parks waren durchwegs gut befahrbar.

Grüessli
Erika
Meine Reiseberichte: 1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/197270-unterwegs-in-den-1970er-jahren.html?start=120 2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle) http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/278559-am-anfang-war-die-huelle.htm 2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania http://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/279223-reisebericht-nordmosambik-mal-schoen-mal-haesslich.html 2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html 2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia http://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/285693-eine-reise-wird-zum-alptraum.html
Themenstarter1'450 Beiträge · seit 200603. Okt. 2011 · #4
Hallo Walwol,

danke für die ausführliche Antwort. Das klingt schon mal sehr gut.

Nur noch zum selberfahren: für mich/uns ist es stressiger, mit Fahrer unterwegs zu sein. Z.B. weiss ich genau, dass mein Mann sehr defensiv fährt (weil ich sonst von einer Ohnmacht in die nächste falle). Aber das einem Fahrer zu vermitteln? Da sehe ich Schwierigkeiten. Deshalb ist für uns Selbstfahren wesentlich einfacher als mit Fahrer und wir sind mit Selbstfahren schon um die halbe Welt gekommen. Auch in Ländern, wo es nicht üblich und auch nicht empfohlen ist. Und ja, wir gehören unterdessen auch zur "älteren Generation".

Der Reiz des Selberfahrens ist auch nicht unbedingt das Fahren, sondern der Abend danach. Schön gemütlich am Feuer/Grill zu sitzen, zu essen was und wann man will, ins Bett gehen wann man will, aufstehen, ohne vorher zu vereinbaren, wanns früh wieder weitergehen soll. Und das alles ohne Konversation. Da verzichte ich lieber auf jeden Komfort.

Aber ich verstehe ja, das ist absolut Ansichtssache. Unsere Bekannten schauen uns oft an, als ob wir vom Mond kämen, wenn wir von unseren Reisen erzählen.😂


Hallo Erika,

danke für den Link. Den werde ich mir in den nächsten Tagen mal ausgiebig anschauen.

Ich habe Deine Beiträge hier in diesem Forum schon lange verfolgt, Du scheinst öfter mal in Afrika unterwegs zu sein.😁
Und wenn Du sagst, das Land wäre einfach zu bereisen, dann bin ich ganz begeistert. Das nimmt mir einige Sorgen ab.

Deine Tipps werde ich in den nächsten Tagen mal "abarbeiten" um zu sehen, was da für uns wichtiges dabei ist.

Zum Glück haben wir ja noch etwas Zeit. Wir hatten schon überlegt, diesen Urlaub gleich 2012 im Januar zu machen, aber ich glaube es wird besser sein, das auf 2012 zu verschieben, da kann ich mich intensiver damit beschäftigen. Und nachdem die Regenzeit so spät (bzw. früh) im Jahr ist, sind wir jetzt schon am überlegen, ob wir nicht anstatt von 4 Wochen gleich 6 Wochen fahren. Denn im Winter haben wir jede Menge Zeit.

Also vielen Dank vorerst. Ich werde bestimmt noch mit einigen Fragen kommen.

Beate
5'479 Beiträge · seit 200904. Okt. 2011 · #5
Wir waren bislang immer über den Jahreswechsel in Ostafrika und fanden diese Zeit ideal. Zum Jahreswechsel 2012/2013 werden wir auch wieder in Tanzania unterwegs sein. Wir fahren immer als Selbstfahrer, ist überhaupt kein Problem.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
148 Beiträge · seit 201104. Okt. 2011 · #6
Hallo,
wir waren im März 2010 mit einer Privat geführten Tour incl. Fahrer in der Serengeti unterwegs von Arusha am Lake Natron vorbei an eine Campingplatz. als Reisezeit war dies nicht die Beste, da die Regenzeit schon begonnen hatte. Wir hatten auf der Rückfahrt 4* solche Probleme, und beim letzten lag unser Auto auf dem Seitenspiegel...
tansania_20100414_1948979828.jpg


Aber dafür gabs auch eine Tolle Landschaft mit unvergesslichen Tierbegegnungen:
tansania_20100414_1093643349.jpg
www.moessthaler.de
5'479 Beiträge · seit 200904. Okt. 2011 · #7
Weil ich gerade in Ostafrika genau solche Szenen schon öfters gesehen habe, fahre ich lieber selbst.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
273 Beiträge · seit 200904. Okt. 2011 · #8
Erika schrieb:
Ausserhalb eines jeden Nationalparks gibt es nette, preiswerte Campingplätze. Wir bezahlten nie mehr als 10 U$ pro Person. Sie sind eine gute Alternative zu den teuren Camps in Ngorongoro, Lake Manyara oder Tarangire usw.

Das Land ist relativ einfach zu bereisen und bestimmt nicht unsicherer als z.B. Namibia. Ich würde nach Arusha fliegen und mich dort im Shoprite mit dem Wichtigsten eindecken. In anderen Städten (ausser Dar) gibt es keine Supermärkte.

Besucht haben wir:
Selous = hat uns am besten gefallen. Ausgesprochen viele Tiere im südlichen, wasserreichen Teil. Sehr wenige Touristen.

Lake Manyara = sehr viele Touristen, muss nicht nochmals sein.

Tarangire = grosser, landschaftlich sehr schöner Park, die Touristen verteilen sich. Abnormal viele TseTse-Fliegen.

Mikumi = nur Transit

Ruaha = hat uns am zweitbesten gefallen. Landschaftlich sehr schön. Einige Tsetse-Fliegen, aber nur am Gate. Viele Tiere, wenig Touristen.

Die Wege in den Parks waren durchwegs gut befahrbar.

Grüessli
Erika
Meine Meinung:

Lake Manyara - eine wahnsinnige Artenvielfalt - der beste Park Tansanias, kommt bei mir noch vor der Serengeti und dirket nach Kenias Masai Mara, campen im Panorama Camp, von da aus kann man auch gut in den Ngorongoro Krater fahren.
Tarangire - tausende Ellies - phanstastisch, aber TseTses Camping 5 km vor dem Park in Kwa Kuchina
Mikumi - Geheimtipp, unbedingt drin campen oder in die Lodge am Gate
Ruaha - toll, viele Tiere, keine Menschen wenig TseTse, unbedingt am Ruaha River campen, die Camps außerhalb sind zu weit weg. New Campsite Nr. 1

Im Ngorongoro versucht man, dir einen Guide aufzudrängen, Tipp, ganz früh rein (6 Uhr am Gate, 7 Uhr am Abstieg) und außerhalb der Saison, nicht am WE. Wenns nicht anders geht, frech lügen (Mein Guide sitzt am Steuer). Man kann sich nicht verfahren.

Viele Grüße,


Hans
Reisen können, ist eine der schwierigsten Künste. Eigentlich müßte man es im Hauptberuf betreiben.
6'369 Beiträge · seit 201104. Okt. 2011 · #9
Hoi Beate

Das Meiste wurde ja schon geschrieben...vieleicht hilft Dir mein Reisebericht vom Februar 2011 weiter: Klick mich! 🙂
Meine persönliche Reihenfolge der Erlebnisse und Parks in Kenya und Tansania:
1: Wanderung vom Empakai-Krater (östlich des Ngorongoro) zum Lake Natron
2: Massai Mara
3: Lake Manyara
4: Serengeti
5: Tarangire
6: Ngorongoro
7: Nairoby NP
8: Amboseli
9: Arusha NP
Ab dem 20. Oktober gehts in den Süden von Tansania, werde dann auch einen Bericht schreiben...
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
Themenstarter1'450 Beiträge · seit 200604. Okt. 2011 · #10
Hallo,

Du meine Güte, so viele Antworten. Ihr macht mir richtig Lust, am liebsten würde ich die Buchung gleich in die Hand nehmen. Das klingt alles so richtig vielversprechend.

In den nächsten 2 Wochen bin ich in Italien. Da habe ich dann genügend Zeit, den Link von Erika und den Reisebericht von Picco (vielen Dank:) ) in Ruhe durchzulesen.

Unterdessen habe ich auch schon einiges gegoogelt wg. Autovermietung. Bin aber noch nicht so recht weitergekommen. Aber wir haben ja noch Zeit.

Gruss Beate
7'296 Beiträge · seit 200605. Okt. 2011 · #11
mosmax schrieb:Wir hatten auf der Rückfahrt 4* solche Probleme, und beim letzten lag unser Auto auf dem Seitenspiegel...
tansania_20100414_1948979828.jpg
... da hat euch der Fahrer wohl was zeigen wollen und nicht gekonnt. Rechts davon läuft parallel 'ne trockene Piste. 😉

Und für richtigen Dreck sehen alle noch sehr sauber aus. 😎
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
zuletzt bearbeitet 05. Okt. 2011
273 Beiträge · seit 200905. Okt. 2011 · #12
Na das kann auch täuschen und wenn ein schwerer Wagen mit 6 Leuten drin da ein bischen zu schnell fährt, ist man schnell abgerutscht. Außerdem siesht du nicht genau, wie tief das Loch zwischen den Fahrspuren ist.
Reisen können, ist eine der schwierigsten Künste. Eigentlich müßte man es im Hauptberuf betreiben.
148 Beiträge · seit 201125. Okt. 2011 · #13
BikeAfrica schrieb:
mosmax schrieb:Wir hatten auf der Rückfahrt 4* solche Probleme, und beim letzten lag unser Auto auf dem Seitenspiegel...
📎 tansania_20100414_1948979828.jpg
... da hat euch der Fahrer wohl was zeigen wollen und nicht gekonnt. Rechts davon läuft parallel 'ne trockene Piste. 😉

Und für richtigen Dreck sehen alle noch sehr sauber aus. 😎
Da war nirgens eine trockene Piste. Beim versuch den Fahrrillen auszuweichen gings wieder in eine solche wegen dem schlamm und matsch. Es lag sicher nicht am Fahrer, eher am Fahrzeug bei dem dann der Allrad kaputt ging.
www.moessthaler.de
2'338 Beiträge · seit 200725. Okt. 2011 · #14
Hallo mosmax

Wenn Beate z.B. zwischen Dezember/ Januar/Februar Tansania bereisen wird, sind die Wege noch alle gut befahrbar. Da hätte ich überhaupt keine Bedenken. Es gibt wirklich gewisse Strecken, die bereits nach dem ersten starken Regen dermassen verschlammen, dass ein Durchkommen kritisch wird. So auch im nördlichen Teil des Selous NP. Aber das ist ja der Vorteil, wenn man individuell unterwegs ist, kann man sich im Zweifelsfall vorher über den Strassenzustand erkundigen und gegebenenfalls umplanen. Die organisierten Safaritouren sind an einen Plan gebunden und gehen deswegen eher ein Risiko ein, da die Kunden ja die fest geplante Route mit allen Unterkünften bereits im Voraus bezahlt haben.

Übrigens, auf deinem Bild sind so dicke Äste zu sehen, die vermutlich zum Unterlegen der Räder verwendet wurden. Das ist für die nachfolgenden Fahrzeuge gar nicht lustig, da sich die Dinger oft unter den Autos verkeilen und Bremsleitungen etc. beschädigen können.

@beate
Wir waren dieses Jahr vom 19.1. Bis 10.3. in Tansania und fanden diese Reisezeit genial. Geregnet hat es zum ersten Mal ganz kurz in Mbeya anfangs März, aber die Stadt hat eh die höchsten Niederschläge von ganz Tansania. Ansonsten war es überall sehr trocken. Naja, ganz so braun und ausgedörrt, wie im südlichen Afrika ist es schon nicht, da es ja noch die kleine Regenzeit vom November/Dezember gibt.

Hier ein Bild vom Ruaha NP aufgenommen am 25. Februar 2011. Schön grün und trotzdem sehr gut befahrbar:


DSCN8430.JPG


Ausgehöhlter Baobab.

Erika
Meine Reiseberichte: 1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/197270-unterwegs-in-den-1970er-jahren.html?start=120 2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle) http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/278559-am-anfang-war-die-huelle.htm 2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania http://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/279223-reisebericht-nordmosambik-mal-schoen-mal-haesslich.html 2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html 2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia http://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/285693-eine-reise-wird-zum-alptraum.html
Themenstarter1'450 Beiträge · seit 200625. Okt. 2011 · #15
Hallo Erika,

danke für Deine Angaben. Unterdessen ist für uns ziemlich klar, dass wir 2013 im Januar nach Tansania fliegen und als Selbstfahrer unterwegs sein werden. Für 2012 war mir die Zeit zu knapp, um das alles zu planen und zu buchen. So haben wir jetzt noch schön Zeit, uns zu informieren.

In den nächsten 6 Wochen werde ich nicht in Deutschland sein: am Wochenende gehts nach Argentinien. Auch als Selbstfahrer und selbst organisiert.

Gruss Beate
Themenstarter1'450 Beiträge · seit 200619. Juni 2012 · #16
Hallo Zusammen,

nach langer Zeit kann ich mich hier mal wieder melden. In der Zwischenzeit hat sich einiges getan.
Ersteinmal hatten wir entschieden, Tansania zu vergessen, nachdem uns das Preis-Leistungsverhältnis äusserst schlecht vorkam. Also haben wir kurzentschlossen für jsanaur/Februar eine Camper-Tour in Patagonien gebucht.

Aber Afrika lässt uns nicht los. Also haben wir uns informiert, evtl. im November von Johannesburg durch die Kalahari bis Kapstadt zufahren. Aber immer hatten wir im Hintergrund im Hirn die Serengeti. Deshalb liefen parallal dazu immesr wieder die Suche nach einem 4x4 Pickup mit Dachzelt ab Arusha. Allerdings konnte ich dazu nichts wirklich überzeugendes finden.

Jetzt waren wir heute bei einem Spezial-Veranstalter für Ostafrika. Der bietet durchorganisierte Safari-Reisen in ganz Ostafrika an, u.a. auch in Tanzania. Falls jemand damit was anfangen kann: Globetrotter select.
Da erhielten wir nun die Auskunft, dass man privat mit einem Mietauto, welcher Art áuch immer, nicht in einen Nationalpark fahren darf. Man müsste immer einen Parkrancher an Bord nehmen. Auch auf den Campingplätzen in den NP wären nur Gäste mit Guide/Fahrer. Alle anderen Touristen müssten draussen übernachten.
Stimmt das??
Ausserdem würde mich interéssieren, wie es sich mit diesen special campgrounds verhält. Soviel ich bisher erfahren konnte, kann man die vorher buchen und hat dann die Gewissheit, dass man dort allein ist. Allerdings gibts dort keinerlei Infrasstruktur. Kann man das wirklich als Privat-Tourist buchen?

Ich würde unheimlich gerne eine Safari-Tour auf diesen special campgrounds machen, allerdings über den Veranstalter ist das unwahrscheinlich teuer.

Gruss Beate
5'479 Beiträge · seit 200920. Juni 2012 · #17
Ich staune immer wieder, welch dreiste Lügen die Tourveranstalter erzählen, um die Reisenden davon abzuhalten, als Selbstfahrer das Land zu bereisen. Da fragt man sich doch, wo die einen später noch bescheißen werden.

Mit einem tansanischen Mietwagen ist es überhaupt kein Problem, in die Nationalparks zu fahren. Da gibt es keinerlei Restriktionen. Ein Verbot besteht lediglich für kenianische Mietwagen. Einen Parkranger benötigt man lediglich, wenn man in den Ngorongoro Crater hinunter fahren will und selbst das wird recht locker gehandhabt, wenn man den passenden Wagen und Safari-Erfahrung hat. Wir sind jedenfalls immer ohne Ranger hinunter gelassen worden. Selbstverständlich darf man auf den NP-Campingplätzen ohne Guide übernachten.

Special Campgrounds müssen im Gegensatz zu public Campgrounds im voraus gebucht werden. Dies geht aber auch als Privatperson. Allerdings sind die special Campgrounds fast doppelt so teuer, wie die public Campgrounds.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
672 Beiträge · seit 201120. Juni 2012 · #18
Hallo Beate,

ich kann dir jetzt nur von unseren Beobachtungen und Gesprächen vom Januar 2012 berichten - aber vielleicht hilft es:

Wir waren zwar mit Guide unterwegs, hatten aber ein Auge offen für die Selbstfahrerlage, weil wir Tansania irgendwann auch noch einmal auf eigene Faust gerne besuchen würden.

Im Serengeti NP, dem Tarangire NP und dem Lake Manyara NP ist es meines Erachtens nach mit ein bisschen Allraderfahrung überhaupt kein Problem als Selbstfahrer umherzufahren. Weder was den Zugang angeht, noch was die Pistenzustand und die Beschilderung angeht. Uns sind gerade im Tarangire einige Selbstfahrer begegnet, alle ohne Guide und auch in der Seregeti ,im Lake Manyara NP und auch in der Ngorongoro Censervation Area (Ndutu-Gebiet) haben wir welche gesehen.

Das mit dem Ngorongoro-Crater, wie es Topobär geschildert hat, haben uns unsere Guides auch erzählt, meinten aber dass nur wenige und nur die, die unsympathisch wären (was immer das bedeutet 🙄 ), einen Guide zugeteilt bekämen. Und auch nur wenn gerade jemand Zeit und Lust hätte Guide zu spielen 😉 . Das scheint ein bisschen so zu sein, wie die 6-Stundenregelung die eigentlich einzuhalten ist, faktisch am Kraterrand auch laut Aussage der Guides so gut wie nie überprüft wird...

Liebe Grüße
Steffi
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2'397 Beiträge · seit 201121. Juni 2012 · #19
Hallo Beate,

meine Tanzaniaerfahrungen sind leider nicht die neusten, ich kann die Vorschreiber aber bestätigen. Im Ngorongoro haben wir an der Schranke, wo die Abwärtspiste startet, auf die Frage, warum wir denn keinen Guide dabei hätten, geantwortet, dass wir früher ohne Guide* in den Krater gefahren seien, ob wir das denn nicht ... und wir durften 🙂 .

* War nicht gelogen, aber das war nicht entscheidend 😉 .

LG von Karsten, der sich freut, wieder im wohltemperierten Hamburg zu sein. (Heute hatten wir in Budapest 36° bei starkem Wind, ein Gefühl wie im Umluftbackofen - nehme ich an 😄 .)
[size =3] Infos NordTZ 22 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301813-infos-nordtansania-juni-juli-22.html?start=0 RB Kenia 2020 https://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/299653-kurzer-rb-kenia-sept-2020.html?start=0 Reisebericht Südtanzania 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282710-tanzanias-sueden-daumendruecken-hilft-nicht-immer.html Kurzbericht 7 Wochen Nam-Bots 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/16-unterkuenfte/254072-kurzbericht-7-wochen-nam-bots.html Bericht Zimbabwe 1995: ... 30 Tage Gefängnis http://www.namibia-forum.ch/forum/139-off-topic/241529--30-tage-gefaengnis.html Reisebericht 2008: 18 Nights in the Bush - ha-ha-ha http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/263931-18-nights-in-the-bush-ha-ha-ha.html Nordtansania Feb. 2015 - Kein RB http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285690-tansania-februar-2015-kein-reisebericht.html?limitstart=0&start=12] Walking Safari Zimbabwe 97 https://www.namibia-forum.ch/forum/148-diverses/287052-walking-safari.html?limitstart=0
Themenstarter1'450 Beiträge · seit 200621. Juni 2012 · #20
Hallo,

Eure Antworten machen mir ja wiedermal Mut, auf der anderen Seite frage ich mich wirklich, warum die Veranstalter so einen sch.... erzählen. Die/oder in diesem Fall "der" könnte doch ein genauso gutes Geschäft machen, wenn er das Auto mit Dachzelt vermietet/vermittelt und die Flüge besorgt etc.etc.

Also, wenn wir uns jetzt doch entschliesen würden, selbst zu fahren, könnt Ihr mit dann gute Autovermieter empfehlen? Also für möglichst robuste 4x4 mit Dachzelt und aller Campingausstattung?

Das war nämlich auch eine Aussage eines (anderen) Veranstalters, dass man ja ein 4x4 mit Dachzelt buchen könnte und wenn man dann ankommt, dann wäre das ein Uralt-Auto und vom Dachzelt keine Spur!

Ich habe jetzt in den letzten Tagen ziemlich viel Zeit im Netz verbracht und habe zwei Autovermieter angemailt und um Angebot gebeten, gekommen ist bisher nichts.

Gruss Beate