Topobär5'479 Beiträge · seit 200922. Aug. 2011 · #61
Beate2 schrieb: Ganz übles Wellblech mit viel losem Sand und Steinen obenauf. 😠 Wir schleichen mit 40-50 km h dahin und fluchen.
Das war ca. 20km/h zu langsam. Ab ca. 60-70km/h fährt der Wagen die Wellen nicht mehr aus, sondern nur noch über die Kuppen, was die Fahrt wesentlich angenehmer macht.
da kann ich Topobär nur beipflichten. Ein häufiges Problem der Unerfahrenen ist, dass sie bei Wellblech versuchen langsam zu fahren umd Fahrzeug (und Insassen) zu schützen. Das ist nicht optimal, denn bei flotterer Geschwindigkeit fliegt man praktisch drüber hinweg und es ist für alle(s) angenehmer. Heftige Lenkbewegungen sollte man natürlich, wie immer auf Sandpads, vermeiden.
Sonnige Grüße Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Beate2Themenstarter1'117 Beiträge · seit 201022. Aug. 2011 · #63
Hi Topobär, hi Christian,
da habt ihr sicher Recht. Wir hatten halt noch das Handicap des instabilen und krampfenden Magens und mein Schatz hat sich einfach nicht mehr zugetraut... 🤨
Nächstes Mal wird Alles anders und besser 😗
LG Beate
Beate2Themenstarter1'117 Beiträge · seit 201023. Aug. 2011 · #64
19. Juni 2011 Fortsetzung
Wir werden freundlich empfangen, unser Gepäck wird uns abgenommen und in der Lounge bekommen wir feuchte Tücher und einen Drink gereicht. Andrew, der Manager, zeigt uns die Lounge, das Restaurant und die Küche.
Wir erledigen die Formalitäten und Andrew erklärt uns die Aktivitäten, die möglich sind. Ich bin etwas verwirrt, denn das hört sich alles ganz anders an, als geplant und gebucht. 🤨 Ich sage ihm erst einmal, dass wir das später genauer besprechen möchten. Dabei leistet uns Alex, ein African Wild Cat Kater, Gesellschaft. Was für ein Hübscher, den könnten wir glatt mitnehmen! Er wurde als junges Tier auf dem Lodgegelände gefunden und groß gezogen. So ist er zwar an Menschen gewöhnt - das Wilde ist ihm aber geblieben. Was er uns mit einigen schnellen Pfotenhieben zeigt. 😣 Leider habe ich in dem Moment nicht an ein Foto gedacht und zu den späteren Terminen kam er nicht mehr...
Unser Zimmer Nr 6 liegt ganz am Ende der Anlage, mit einem wunderbaren Blick in die Ebene.
Die Igluform ist ungewöhnlich, und es ist innen recht geräumig, schlicht aber nett eingerichtet.
Allerdings würde ein Eimer Farbe nicht schaden. 😐 Zuerst dachte ich, es wären Wasserflecken nach den heftigen Regenfällen der letzten Monate. Aber auf viel älteren Bildern sehen die Zimmer auch schon so aus. Das macht dann doch einen ungepflegten Eindruck.
Beate2Themenstarter1'117 Beiträge · seit 201023. Aug. 2011 · #65
19. Juni 2011 Fortsetzung-2
Das offene Bad zwischen den Granitkugeln gefällt uns gut. Warmwasser macht 3 mal täglich der donkey geyser.
Wir packen nur die wichtigsten Sachen aus und setzen uns dann erst einmal zu Kaffee und leckerem Kuchen in die Lounge. Die Angestellten sind ausgesprochen freundlich und hilfsbereit und strahlen um die Wette. 🙂 Mit Andrew klären wir nun unsere Aktivitäten: In der ausliegenden Camp Information ist von dem in unserem D,B&B-Preis eingeschlossenen "guided walk" keine Rede. Und bei unserem All Inclusive Paket für den nächsten Tag ist nur 1 Aktivität mit drin, der Besuch von Twyfelfontein. Wir haben aber den Drive zu den Wüstenelefanten und Twyfelfontein auch gebucht und bezahlt. 😵 Davon weiss Andrew nichts und kann es sich nicht erklären, denn das wäre nicht üblich... Das muss er mit dem office absprechen. Ich bitte doch sehr darum, denn solch ein Chaos mag ich nicht! Freundlicherweise will er unsere Wäsche ins Mowani Camp schicken, denn auf Kipwe gibt es keinen Wäscheservice.
Wir ordern unseren Sundowner, nehmen noch eine schnelle, erfrischende Dusche und gehen dann schon auf den Berg hinauf. Wow - was für eine Stille, was für eine Aussicht!
Ein herrlicher Platz und wir sind ganz alleine dort! 😁 Unsere Getränke werden gebracht, dazu ein großes Tablett mit Snacks: Samoosas, Springrolls und Dips... Köstlich! Aber das kann nicht nur für uns sein, dann schaffen wir das Dinner nicht mehr... Und schon kommen die anderen Gäste: 5 junge Asiaten mit ihrer guide. Und vorbei ist es mit der Ruhe. 🙁 In typisch asiatischer Manier muss Jeder mit Jedem auf allen Kameras verewigt werden. 😗 Das Ganze passiert natürlich unter lautem Gejohle und Gekreisch. 😠 Die anschließenden Gespräche werden ebenfalls in voller Lautstärke geführt: Über ein Mädchen auf der Party bei X in Shanghai... Dieses total hässliche Mädchen... Aber ihre schicke Handtasche von Y - so eine brauche ich auch... 🤢 Himmel, Hilfe!!! 🤩 Die kriegen von der Stimmung und der Natur nichts mit. Wir versuchen, die Truppe aus zu blenden, das ist aber leichter gehofft als getan. Dazu bräuchten wir noch diverse Brandy Coke... 😗 Dennoch - der Sonnenuntergang ist gigantisch! 🙂 Und wir verschwinden mit der Sonne, es reicht...
Unser Tisch für das Dinner ist auf der Veranda gedeckt. Es ist windgeschützt und die Felsen geben noch eine angenehme Wärme ab. Heute gibt es Gemüsesuppe, Rinderfilet in Rotweinsauce, Kartoffelgratin und Gemüse. Klingt gut! Leider ist das Essen komplett versalzen und ungenießbar. 🤢 Die Sauce hat auch noch den unangenehmen Beigeschmack von Geschmacksverstärkern. 🙁 Das monieren auch die Asiaten und dies ist der einzige Moment, in dem sie mir sympathisch sind. Wir informieren Jeffrey, unseren waiter, und Andrew und bitten um eine minimale Gabe an Salz für die nächsten Essen. Alle entschuldigen sich und wollen es an den Koch Henri weiter geben. In diesem Urlaub ist es uns mehrmals aufgefallen, dass das Essen recht salzig zubereitet wird. Als Dessert wird Ananas aus der Dose mit Honig-Orangen-Sauce serviert. Auch nicht der Hit... 😵
Sehr gut gefällt uns der aufmerksame Service. Die Mitarbeiter haben Spass an ihrer Arbeit, sie lachen und schwatzen mit uns und sind gut ausgebildet. 🙂 Unpassend für eine Lodge dieser Klasse finden wir aber die Tischdecken und Servietten, die alle an den Säumen auseinander fallen. Ebenso die Bettwäsche, die zwar gewaschen, aber so fleckig ist, dass ich da doch drei mal hingegucke. Hier gibt es eindeutig Verbesserungspotential. 🙁
Bald nach dem Essen fallen wir in die Betten und schlafen schnell ein.
madmaddin153 Beiträge · seit 201124. Aug. 2011 · #66
Hallo Beate,
zunächst mal Danke für die netten Berichte und Eindrücke. Wir sind letzte Woche zurück aus NAM und immer noch total beeindruckt. Ich muss gleich erst mal alles von Dir vom Start an lesen, um zu sehen, wo Ihr denn noch überall wart, wo es uns auch hingezogen hat.
Im Camp Kipwe ist aber eines schon mal klar: Ihr hattet die gleiche "Hütte" wie wir. 🙂 Uns hat es allerdings deutlich besser gefallen, als Euch im bisherigen Verlauf dort. Wir konnten uns weder beim Essen noch bei den Servietten beschweren. Aber vielleicht hat Euer Hinweis mit dem Salz da ja schon eine Menge ausgemacht. 😉 Den Ansatz mit den Flecken im Raum teilen wir dann aber wieder. Alles in allem war Kipwe für uns aber eines DER Highlights unserer Honeymoon-Reise, denn nirgends haben sich die Mitarbeiter so rührend, individuell und eingehend um uns gekümmert wie dort. Perfekt ausgebildet, stets enorm aufmerksam aber immer unaufdringlich! So muss es sein und im Service sind die "nur" drei Sterne sicherlich nicht erkennbar.
Jetzt bin ich aber noch gespannt, wie es mit dem geplanten Ausflug zu den Wüstenelefanten weitergeht! 😉 Wir hatten das Glück ein Neugeborenes aus der Vornacht bewundern zu können...und das dann auch noch ganz allein mit unserem Guide.
Beate2Themenstarter1'117 Beiträge · seit 201024. Aug. 2011 · #67
Hallo Martin,
erst mal einen herzlichen Glückwunsch an euch! 😁 Honeymoon in Namibia ist sicher klasse!
Kipwe haben wir gemischt empfunden: Die Mitarbeiter waren für uns auch ein Highlight - in unseren 5 Wochen haben wir wenig so gut ausgebildetes, freundliches und unaufdringlich aufmerksames Personal getroffen. Das gab auch ein gutes Trinkgeld!
Dort legt man im Prinzip viel Wert auf schöne Kleinigkeiten und Hingucker - die Spiegelrahmen, die Seifen und Lotionen, die Steine als Klopapierbeschwerer, schön gedeckte Tische, silberne Butterdosen, gutes Besteck… Daneben sind dann die fleckigen Zimmer und ausgefransten Servietten ein absoluter Stilbruch. Aber vielleicht gab es ja in der Zwischenzeit "Neuzugang"… Und unsere Beschwerde über das Essen kam größtenteils an! 😉
Bei den drives haben wir dann Alles bekommen wie gebucht. Nur so ein Durcheinander zu Beginn ist überflüssig und passt nicht zu dem Rest. So viel Glück mit den Wüstenelefanten hatten wir nicht, aber wir haben sie gesehen. Näheres kommt im Bericht.
Ansonsten gibt es bei der Anlage an sich, der Sauberkeit in der Wüste und prinzipiell auch beim Management nichts zu meckern. Und für rüpelige Asiaten kann niemand etwas... 😵
Unter dem Strich ist Kipwe auch mit eine unserer schönsten Lodges. Aber so ganz stimmte das Preis-Leistungs-Verhältnis für uns dort nicht. Vielleicht auch, weil wir direkt davor in unserer Top-Lodge waren...
Liebe Grüße Beate
Beate2Themenstarter1'117 Beiträge · seit 201028. Aug. 2011 · #68
20. Juni 2011
Die Betten im Camp Kipwe sind gut und lang, wir schlafen tief und fest. In unserem Zimmer hält sich die Wärme des Tages sehr lange. Das merken wir, als wir hinaus ins Bad gehen. Die Dusche ist klasse, ein breiter Strahl prasselt auf mich hinab.
Um 6.30 sind wir beim Frühstück. Das Buffet bietet eine gute Auswahl und es schmeckt uns. Andrew teilt uns mit, dass alle Aktivitäten, wie gebucht, bestätigt wurden und um 7.30 geht es los auf der Suche nach den Wüstenelefanten. Mit uns fahren 2 Paare von der Mowani Lodge, meine asiatischen Freunde machen ihr eigenes Ding 😉 Unser driver Stewart ist ein echter Scherzkeks. Typ Roberto Blanco in jungen Jahren - was für ein strahlendes Lachen! 😄 Wir werden viel Spass heute mit ihm haben. 😄 😄 Das Morgenlicht ist weich und warm. Die Jacken ziehen wir bald aus.
Es geht über Stock und Stein querfeldein und wir werden ordentlich durchgeschüttelt. In der Ebene sehen wir einige Tiere: Oryx, Strauße, 2 Steenbok.
Ebenso Yellow-billed Hornbill, Rock Kestrel, Lilac-breasted Roller, Purple Roller. Stewart erklärt uns Büsche und Bäume.
Flaschenbaum
Nur von den Elefanten sehen wir lediglich ihre Spuren. Das war heue Nacht ein ziemlicher Verkehr im weichen Sand. Wir fahren hier hin, gucken und Stewart beratschlagt über Funk - nein, hier nicht, vielleicht dort. 😕 Also wenden, und den nächsten Spuren folgen... Das geht etliche Male hin und her. Manche Büsche und Spuren erkenne ich mittlerweile wieder. 😐 Nach knapp 2 Stunden sehen wir sie dann endlich: Weit weg und hoch auf einem Hügel frühstückt eine Gruppe von 9 Elefanten. 😁 😁
Wir halten am Fuß des Hügels und haben trotz der Entfernung eine gute Sicht auf die Gruppe. Die Sonne steht günstig für uns, nur mit den Fotos ist es grenzwertig.
45 Minuten verbringen wir hier mit 2-3 Wagen. Die Elefanten machen sich genüsslich über Bäume und Büsche her und bewegen sich kaum von der Stelle. Für uns gibt es zwischendrin Kaffee, Tee, Cooldrinks und Muffins.
Auf dem Rückweg quakt es plötzlich laut im Gras. Es sind 3 „Frogs on Wings“. Die Rüppel‘s Korhaan machen ihrem Namen alle Ehre! Sie hören sich wirklich wie Frösche an und rennen aufgeregt neben uns hin und her.
An einem dam ist die Luft von Vogelgezwitscher erfüllt. Hier sitzen Tausende Red-billed Quelea im Reet und in den Bäumen. Wenn man in die Hände klatscht fliegen sie in großen Wolken und mit viel Gezwitscher auf, um sich wenige Meter weiter wieder nieder zu lassen.
Gegen 11.30 sind wir wieder in der Lodge und ich setze mich mit meinem Tagebuch und der Kamera in die Lounge. Bei einer Tasse Tee beobachte ich das Treiben am Wasserspiel. Hier ist Hochbetrieb! Glossy Starling, Red-eyed Bulbul, Bokmakierie, Pale-winged Starling, Tauben, Weber, Red-headed Finch, Red-billed Quelea und andere baden und trinken
Eidechsen und Agamen sonnen sich
Mit meinem Tagebuch komme ich nicht weit...
Beate2Themenstarter1'117 Beiträge · seit 201028. Aug. 2011 · #69
20. Juni 2011 Fortsetzung
Beim Lunch sind wir heute die einzigen Gäste. Es gibt gemischten Salat mit wahlweise geräucherter Hähnchenbrust oder geräuchertem Kudu, dazu ein Honig-Senf-Dressing. Und als Desert Eis. Hmmm, alles ist sehr lecker und Henri bekommt ein großes Lob! 😁 Jeffrey ist wieder unser waiter und strahlt über das ganze Gesicht, dass es uns schmeckt. Sein Kommentar: „I will take care for every piece of your dinner!“ 🙂 Gerne! 😁 Mein Schatz horcht noch einmal kurz ins Kopfkissen, ich mache es mir mit einem Kaffee wieder in der Lounge gemütlich. Leckeren Kuchen gibt es auch schon wieder... Die Angestellten haben Zeit und wir unterhalten uns über alles Mögliche. Sie sind sehr interessiert daran, woher wir kommen, was wir uns Alles in Namibia ansehen wollen und erzählen von ihren Plänen. Es ist schön, auf so offene und lebendige Mitarbeiter zu treffen.
Um 14.30 geht es schon wieder los nach Twyfelfontein. Stewart ist wieder unser guide und mit und fährt ein weiteres Paar von der Mowani Lodge. Es ist sehr warm jetzt, der Fahrtwind trifft als heiße Luft auf uns. Anfangs sind wir die einzigen Besucher bei Twyfelfontein, später kommen noch 3 kleine Gruppen dazu. Es ist angenehm leer und entspannt. Stewart erklärt uns auf dem „Lion Man Walk“ die Geschichte der Quelle und der Gravuren.
Mittlerweile läuft bei der Kraxelei den Berg hinauf der Schweiss in Bächen. Die Hitze steht, es geht kein Luftzug. Im Sommer muss es hier heftig sein! Dafür haben wir jetzt am Nachmittag wunderschönes Licht. Die Gravuren sind sehr interessant und Stewart kann gut erklären. Alle anderen Gruppen, die nach uns ankamen sind schon wieder weg, als wir uns auf den Rückweg machen. Wozu die Eile? 😐
Wir fahren noch zu den Organ Pipes
Und zum Burnt Mountain
Na, das muss man heute aber auch dazu sagen, dass dieser Berg im grünen Kleid der Burnt Mountain ist. Aber auch ganz in Rot würde er mich nicht vom Hocker reissen...
Dann geht es im heißen Fahrtwind zurück zur Lodge. Meine Haare stehen zu Berge und fühlen sich wie Stroh an. Ich muss wohl vor dem Dinner noch mal an meinem Hairstyling arbeiten... 😗 Unterwegs sehen wir nochmals Oryx, Springböcke, Dassie Rats, Lilac-breasted Roller und einen Brown Snake Eagle.
Pünktlich zum sundowner sind wir zurück und wir erklimmen gleich den Hügel. Heute Abend sind alle Gäste hier versammelt. Die Asiaten sind, wie schon bekannt, laut. 😣 Mich beschleicht einmal mehr der Verdacht, dass viele Menschen Stille um sich herum nicht mehr kennen und auch nicht ertragen können. Warum sonst müssen sie immer und überall so laut sein?! 😠 Und das Handy funktioniert auch heute nicht, da können sie noch so viel auf den Knöpfen herum drücken und es in alle Himmelsrichtungen halten... 😗
Unser Brandy-Coke kommt gut jetzt. Dazu gibt es wieder leckere Snacks. 🙂 Allerdings mit völlig versalzenem Dip... 😮
Der Sonnenuntergang selbst ist wieder wunderschön.
In unserem Freiluftbad ist es noch mollig warm und die Dusche tut gut nach der Hitze und dem Staub. Bis zum Dinner packen wir die Koffer und schreiben Tagebuch. Es ist auch noch Zeit für einen Schwatz mit 2 neuen Gästen. Zum Dinner gibt es heute Thunfisch-Gemüse-Salat, Oryx-Gulasch mit Pasta und Gemüse und Ingwer-Käsekuchen. Alles ist sehr lecker, das Fleisch zart und auch das Salz ist gut dosiert. Alle bekommen wieder ein großes Lob und strahlen um die Wette. 🙂 Na, es geht doch! 😘
In unserem Zimmer ist es noch sehr warm, da brauchen wir heute wohl mal keinen Schlafanzug. Die Bettschwere senkt sich schon wieder früh über uns und wir fallen geschafft ins Bett.
Danke Beate, für deinen überaus interessanten RB und die gelungenen Fotos! Wir sind auch weiterhin sehr gespannt, was ihr erlebt habt. HG von Inka und Frank
Beate2Themenstarter1'117 Beiträge · seit 201009. Sept. 2011 · #71
Ihr Lieben, das schlechte Wetter macht's möglich: Ich komme wieder dazu, den Reisebericht fortzusetzen 🙂 Viel Spass weiterhin Beate
21. Juni 2011 Die Nacht war sehr warm und mir tut das Knie weh. Das habe ich gestern bei der Kletterei wohl überanstrengt. Ich hoffe, dass Gelenkschmiere innen und aussen schnelle Besserung bringen wird. In unserem Außenbad empfängt uns ein kalter Wind und die Dusche macht heute Morgen nicht ganz so viel Spass. 😵 Alles, was nicht vom Wasserstrahl getroffen wird, wird Schock gefroren! 😵 😵 Dabei fällt mir ein, dass ich gestern bei mehreren Gelgenheiten den Satz „a coldfront is coming...“ gehört habe. Die ist nun wohl hier angekommen! 🤩 Um 8.00 frühstücken wir wieder lecker und ausgiebig. Um 9.00 starten wir bei 16°.
Auch wenn es bei einigen Dingen auf Camp Kipwe Verbesserungspotential gibt - es ist eine unserer schönsten Lodges in diesem Urlaub. Insbesondere die Lage und die Landschaft gefallen uns sehr. Und bei der Personalführung können etliche andere Lodges sich hier einiges abgucken.
Auf der D2612 fahren wir weiter über Wellblech in Richtung C35. Im Morgendunst leuchtet das Gras, die hinteren Bergketten sind manchmal nur zu ahnen. Die Gegend um Camp Kipwe ist für uns die bisher schönste Landschaft.
An der Abzweigung in die D2628 tritt mein Schatz heftig auf die Bremse: Tiefsand! So weit das Auge reicht... 🤨 Da wir nicht wissen, was uns auf der Strecke noch erwarten wird und weit und breit keine Menschenseele zu sehen ist, beschließen wir weiter auf der D2612 zu fahren und über die C35 nach Khorixas. Das ist eine gute Entscheidung, denn die D2612 wird jetzt sehr viel besser und auf der C35 können wir mit 90 km/h fahren. 🙂 Ich bin froh, dass wir die D2628 neulich nicht von Norden kommend genommen haben, denn dann hätten wir den Tiefsand am Ende gehabt!
Auf der pad ist wie üblich nichts los, wir sehen kaum Tiere. Nur diese Puffotter kreuzt den Weg.
Auch in dieser Gegend muss es in letzter Zeit Nachtfrost gegeben haben: Die Mopanebäume sind wieder braun. In Khorixas machen wir nur kurz Boxenstop, tanken und kaufen Obst. Auch unter der Woche ist hier wenig mehr Betrieb als am Sonntag. Auf der C39 geht es weiter bis zur östlichen Abfahrt der D2743. Diese pad ist wieder mit viel losem Schotter bedeckt, teilweise mit großen Steinen, insbesondere in den Revieren. Nicht schön, aber machbar.
Dann tauchen vor uns die imposanten Ugab Terrassen auf. Die Ugab Lodge oben auf dem Rand der Terrassen ist toll gelegen. Leider ist es wieder diesig und die Sonne steht für Fotos ungünstig. Und dann kommt er: Der Vingerklip
Was für eine einmalige Felsformation! Wir biegen kurz von der pad ab zur Vingerklip
und fahren dann weiter zu unserer Unterkunft für heute, der Vingerklip Lodge. Nach 188km kommen wir um 12.35 bei 28° an. Die Lodge wird von einer riesigen Felsnase überragt.
Na, hier gefällt es uns auf Anhieb! Die Lodge ist gut in die Natur integriert: Die einzelnen Gebäude liegen weit verteilt an den Hang gebaut und sind meist nur teilweise sichtbar. Verbunden sind sie mit einem gepflasterten Weg - was für eine Wohltat, mal keinen Sand in den Schlappen zu haben! Unterwegs gibt es viele schöne Aussichtspunkte und Sitzecken.
Unser Zimmer 2B liegt ganz am Ende der Anlage und hat einen tollen Blick auf die südlichen Felsformationen. Auf dem Bild das linke Haus, rechtes Zimmer. Es ist nett eingerichtet, leider etwas eng, aber für eine Nacht OK. Dafür sind die Terrasse und der Sonnenschirm groß und die Aussicht entschädigt!
Beate2Themenstarter1'117 Beiträge · seit 201009. Sept. 2011 · #72
Das war Murks...
Beate2Themenstarter1'117 Beiträge · seit 201009. Sept. 2011 · #73
21. Juni 2011 Fortsetzung
Wir richten uns schnell ein und setzten uns dann für einen Snack auf unsere Terrasse. Was für eine Stille! Zwei Pale-winged Starling rücken uns auf die Pelle und möchten partizipieren. In den Büschen direkt neben uns turnen einige Rosy-faced Lovebirds. Endlich sind sie mal nah genug für gescheite Fotos! 🙂 🙂
Nach einer Siesta und Kaffee mit leckerem Kuchen in der Lounge sehen wir uns noch einmal genauer um. Die Sitzecken sind mit vielen hübschen Gegenständen dekoriert. Büsche und Blumen locken Insekten und Vögel an. Die beiden pools sind im Sommer sicher Gold wert!
Mein Schatz erklimmt die Stufen auf die Felsnase über der Lodge. Mein Knie sagt leider Nein dazu, 🙁 also mache ich es mir unten an verschiedenen Plätzen gemütlich. Oben muss es klasse sein, mit einem genialem Blick über die Landschaft. Das Zimmer „Heavens Gate“ auf dem Felsen ist sehr schön gelegen und ausgestattet - er hat mal durch die Fenster gelinst, da es nicht bewohnt war. Und auch das Restaurant da oben muss abends ein Traum sein. Wir werden unten essen... 🙁
Den Sundowner nehmen wir auf unserer Terrasse, denn die beiden 10er Busladungen sind uns zu laut. Aber bei uns können wir einen stillen und wunderschönen Sonnenuntergang genießen
In der Dämmerung ist nur das Vogelgezwitscher zu hören und es herrscht völlige Windstille.
Dinner wird von 19.00 - 21.00 serviert. Als wir um 19.20 ankommen sind die beiden Busgruppen schon mit ihrem Hauptgang fertig. Haben die heute noch was vor? 😐 Freundlicherweise wurde für uns ein Tisch in der anderen Restauranthälfte gedeckt, so hält sich die Lautstärke in Grenzen. Und beim Hauptgang haben wir das Restaurant schon für uns! Es gibt Buffet: Gemischte Gemüsesuppe, 2 Salate, Hähnchen vom Grill, Oryxfilet mit Sauce, Reis, Nudeln, Kartoffeln, verschiedene Gemüse, Käse, Cräcker und Eierkuchen. Es schmeckt sehr gut, das Fleisch ist zart, auch die Sauce ist OK. Ein gutes Abendessen soweit. Bald nach dem Essen gehen wir auf unser Zimmer uns schreiben Tagebuch.
Beate2Themenstarter1'117 Beiträge · seit 201013. Sept. 2011 · #74
22. Juni 2011
Die Nacht war schrecklich, denn die Suppe und die Sauce fuhren ständig Fahrstuhl. Immer wieder schmeckte ich Salz und Geschmacksverstärker. Ihhh, bah! 🤢 Ich hatte schlechte Laune 😠 und beschloss, in diesem Urlaub keine undefinierbaren Saucen mehr zu essen und mich von Geschmacksverstärkern möglichst fern zu halten. Die standen noch nie oben auf meiner Hitliste, aber ich bin nicht allergisch dagegen und habe bisher auch nie so heftig darauf reagiert. Um 8.10 sind wir beim Frühstück wieder die Letzten. Das Buffet sieht ziemlich abgegessen aus, es klaffen etliche, bekleckerte Lücken: Müsli gibt es nicht, nur Cornflakes. Joghurt fehlt ebenfalls, der Obstsalat kommt aus der Dose. 😵 Na, ja, das hatten wir schon erheblich besser... Entsprechend schnell sind wir fertig und fahren bereits um kurz vor 9.00 bei 16° los.
Fazit zur Vingerklip Lodge: Eine sehr schöne, gepflegte Anlage mit guten Zimmern. 🙂 Kulinarisch leider ein Flop. 🙁
Unser heutiges Ziel ist die Erongo Wilderness Lodge. Freundlicherweise macht uns die Managerin der Vingerklip Lodge darauf aufmerksam, dass es am Abzweig D2752 - D 2351 kein Hinweisschild gibt. Das ist gut so, denn da hätten wir sonst ziemlich dumm geguckt... Die pad ist glatt und sehr gut zu fahren. Das Schild an der D2417 fehlt auch.... Nur eine breite und sehr sandige Flussdurchfahrt ist etwas schwieriger. Im Fall der Fälle wäre aber direkt daneben eine Farm. Die D2344 ist ziemliches Wellblech, die C36 ist wieder gut zu fahren.
Heute komme ich meinem Diplom als Farmtoröffnerin ein großes Stück näher. 😗 Auf der D2351 gilt es 13 Farmtore zu öffnen und zu schliessen. Irgendwann schaffe ich es auch, mir das Tor nicht mehr in die Hacken zu rammen. Und ich erkenne die unterschiedlichsten Schließmechanismen. Neuer Verschluss - neue Farm! An Tieren sehen wir heute etliche Rinder und Ziegen, Mangusten, Goshawk, Roller, Korhaan und Hornbill. White-tailed Shrike stürzen sich als Kamikaze-Flieger immer wieder direkt vor das Auto. Die Fahrt geht heute durch den namibischen Schilderwald:
In Omaruru stehen wieder Boxenstop und tanken an. Bei SPAR gibt es ein Leckerchen: Das Eis „Heaven Hazelnut“ - oh, wie gut! 🙂
Beate2Themenstarter1'117 Beiträge · seit 201013. Sept. 2011 · #76
22. Juni 2011 Fortsetzung
Die wenigen Kilometer auf der D2315 sind schnell gefahren und so kommen wir um 12.30 nach 170km bei 28° an unserem Ziel, der Erongo WIlderness Lodge, an. Unser Auto bleibt unten auf dem Parkplatz stehen und wir lassen uns die steile Zufahrt hinauf schaukeln.
Die Lodge liegt wunderschön zwischen den Granitfelsen. Die großen, mit Reet gedeckten Zelte sind mit hölzernen Boardwalks verbunden. Klasse!
Der Manager Robert begrüßt uns und erklärt uns die Lodge. Als die Sprache auf das Essen kommt, erwähne ich Geschmacksverstärker, Fertigsaucen etc. Robert guckt mich groß an, davon hat er offensichtlich noch nie etwas gehört... „No, we don‘t use that...“ Na, mal sehen...
Dann führt er uns zu unserem Zelt Nr. 9. Es ist schön groß und schlicht, aber ausreichend möbliert.
Das Bad hinter dem Zelt ist halb offen und in die Felsen integriert, sehr schön angelegt und mit viel Augenmerk für nette Kleinigkeiten ausgestattet.
Robert zeigt uns, wie die Lampen eingeschaltet werden - und scheitert bei der Lampe über dem Badspiegel. Die leuchtet nur solange, wie er auf den Schalter drückt. Lässt er los, geht sie aus. 😵 Das probiert er einige Male, dann kratzt er sich am Kopf. Ich denke: Jetzt sagt er bestimmt „we have to make a plan...“?! Nein, weit gefehlt! Robert zeigt auf die einige Meter entfernt hängende Deckenlampe und verkündet: „Ah, that one should fit...“ 😮 😵 🙁 Wir stehen da mit offenen Mündern und gucken uns an. Solch ein Kommentar vom Management, wenn etwas nicht funktioniert (ohne Entschuldigung oder Reparaturversuch) ist doch eine außergewöhnliche Leistung. 🤢 Mein Schatz hatte vorher schon überlegt, ob er das Rasieren im Urlaub nicht einstellen sollte. Vielleicht ist der Zeitpunkt jetzt ja gekommen? 😗 Wir sind jedenfalls so perplex, dass wir nicht angemessen reagieren und Robert ungeschoren davon kommt. 😠
Bis zur Teatime um 15.00 machen wir eine Pause. Dann gehen wir hinauf zum halb offenen Lounge - Restaurant.
Es gibt Kaffee, Tee, Saft, Schokoladenkuchen und Käse-Schinken-Blätterteig Röllchen. Lecker und frisch! 🙂 Mit Kules, unserem guide für die nächsten Tage, besprechen wir unsere Aktivitäten. Heute starten wir um 16.30 zu einem Sundownerwalk auf einen Felsen in der Nähe der Lodge. Mein Knie beschwert sich immer noch über die Steigungen, es geht aber. Mit von der Partie sind 3 weitere Gäste (2 kennen wir schon von der Fahrt nach Twyfelfontein) sowie ein weiterer Mitarbeiter der Lodge. Von oben haben wir eine schöne Aussicht über die Umgebung. Leider ist es wieder sehr diesig. Aber die Stimmung ist gut, es gibt cooldrinks und Knabbereien und die untergehende Sonne verfärbt die Felsen und das Gras sehr schön.
Kaum ist die Sonne weg wird der Wind empfindlich kalt und wir beeilen uns, wieder hinunter in die Lodge zu kommen. Wir genießen eine gute und heiße Dusche und gehen schon kurz nach 18.00 zum Essen. Beim Aperitif am Kaminfeuer unterhalten wir uns gut mit einem Gast aus Südafrika. Robert kommt und fragt, ob Alles in Ordnung sei. Nein, an unserem Zelt können wir die Reißverschlüsse nicht richtig schliessen. 🙁 Es ist so viel Spannung auf dem Zelt, dass irgendetwas reissen würde, wenn wir das versuchen würden. Robert sagt „oh“ und macht ein nachdenkliches Gesicht... 😵
Dann lassen wir es uns schmecken: Pfannkuchen mit Thunfisch, gemischter Salat, Oryxsteak mit Pfeffersauce oder Hähnchenbrust mit Erdnusssauce, Möhren, Brokkoli und Reis. Als Dessert gibt es Apfelstrudel mit Vanillesauce. Oryxsteak scheint gerade Hochsaison zu haben - das gibt es fast jeden zweiten Abend. Aber es ist zart und lecker heute. Und kein Geschmacksverstärker am Essen! Dies ist das bisher feinste Essen auf der Reise. 😁 Dazu ein sehr freundlicher und aufmerksamer Service und eine gute Weinauswahl. Geht‘s uns gut! 😁
Plötzlich rennen Robert und einige andere hinaus. Das sieht nach Alarm aus! Kurz darauf kommt Robert zurück - und um seinen Arm windet sich eine Schlange! 🤩 Er zeigt sie uns und erklärt es handele sich um eine Angola File Snake, die völlig harmlos sei. Sie ist offensichtlich auf der Suche nach einem warmen Plätzchen, denn sie versucht ständig bei Robert in den Kragen oder die Ärmel zu schlüpfen. Nach anfänglicher Skepsis trauen wir uns, sie anzufassen: Warm und auf der Unterseite ganz weich. Auf der Oberseite ist sie ganz rau und die Schuppen haben kleine erhabene Spitzen an den Enden, wie Widerhaken. Sie ist ca. 1m lang, der Bauch ist cremeweiß, oben ist sie grau bis blass purpur. Sie windet sich um meine Hände und Arme und ich kann sie mir genau ansehen. Ein tolles Erlebnis! 🙂 🙂 Ich habe ja riesigen Respekt vor Schlangen und versuche, genügend Abstand zu ihnen zu halten. Wenn sie aber harmlos sind, dann traue ich mich auch, sie anzufassen. Denn sie fassen sich gut an, das hätte ich mir früher nie vorstellen können!
Im Restaurant wird es kühl, durch die glaslosen Fensteröffnungen kriecht die Kälte herein und die 2 Holzscheite im Kamin verbreiten nicht allzu viel Wärme. Also gehen wir früh in unser Zelt, erledigen Post und schreiben Tagebuch. Die Reißverschlüsse lassen sich nicht weiter schließen als zuvor. Da hat sich niemand dran versucht. 😠 Drinnen wird es kalt. Draußen schreien die Rock Dassies. Was für ein grausamer Ton! Es klingt, als ob ein Kind gequält wird. Scheinbar haben die Tiere bestimmte Zeiten, an denen sie schreien: 2 Stunden schreien, 3 Stunden Ruhe, 3 Stunden schreien... Im Bett finden wir jeder eine Wärmflasche, ich nehme noch unsere beiden Wärmflaschen mit dazu und wickele mich in alle vorhandenen Decken. Na, dann Gute Nacht! 😕
madmaddin153 Beiträge · seit 201113. Sept. 2011 · #77
Ich hätte auch noch ein paar tolle Schilder anzubieten! 🙂 Bin gespannt, wie es bei Euch weiter geht...
Beate2Themenstarter1'117 Beiträge · seit 201013. Sept. 2011 · #78
Hallo Martin, Elefant und Hyäne hatten wir an anderer Stelle. Und noch mehr...
Liebe Grüße Beate
Sanne2'462 Beiträge · seit 200613. Sept. 2011 · #79
Hallo Beate,
danke, dass es weitergeht. Über Deine Farmtorproblematik mit den Hacken musste ich schmunzeln, ich dachte, nur mir passiert das immer 😗
Besonders über Bilder von Erongo habe ich mich gefreut, wir waren da schon zweimal und jedes Mal war es top. Auch technische Probleme wurden sofort behoben, allerdings waren wir auch zu Zeiten des alten Managements da. Hoffentlich war das bei Euch eine Ausnahme, ich will da doch so gern noch mal hin 😐
Liebe Grüße Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
Topobär5'479 Beiträge · seit 200913. Sept. 2011 · #80
Mit Kules waren wir auch unterwegs. Ein sehr engagierter und einfühlsamer Guide.