NAM mit zwei Kleinkindern im Dachzelt (März 2025)

Reisebericht 32 Antworten · 4'411 Aufrufe · gestartet 24. März 2025 von madmaddin
Themenstarter153 Beiträge · seit 201124. März 2025 · #1
Liebe Fomis,

auch Dank Eurem Input hier haben wir drei wundervolle Ersttäter-Wochen mit unseren Jungs (3 und 5 Jahre) in Namibia erlebt.
Wir möchten Euch und allen Neuen ein wenig zurückgeben und vor allem mit Blick auf unsere Jungs unsere Erfahrungen teilen.
Wir haben alles in Eigenregie ohne Agentur oder Reisebüro recherchiert und gebucht.

Vorab:
Wir wissen, dass jeder Mensch, aber vor allem Kinder ganz unterschiedliche Charaktere sind, daher sind unsere Erfahrungen sicherlich nicht 1:1 auf jede Familie zu übertragen. Unser Feedback kann aber zumindest die ein oder andere Hilfe sein, wenn man mit jüngeren Kindern in NAM unterwegs ist.

Zur besseren Einordnung folgt ein kurzer Charakterabriss unseres Nachwuchses:
Unsere Jungs sind sehr gute „Autofahrer“. Sie beschäftigen sich während der Fahrt eigenständig oder schlafen. Außerdem haben sie (derzeit) sehr ähnliche Interessen und spielen daher sowohl zuhause als auch unterwegs immer ausgiebig miteinander. Diese beiden Eigenschaften machen einen Roadtrip durch Namibia wirklich einfacher.

Ansonsten zu unserer Reise:
Wir waren rund 3 Wochen im März (2025) mit zwei Dachzelten unterwegs und haben auf eine ausgewogene Mischungen zwischen Fahrzeiten, Anzahl Übernachtungen an einem Ort und tagen „ohne Programm“ geachtet. Das sollte aus unserer Sicht bei einer Tour durch Namibia mit Kindern in unserem Alter an oberster Stelle stehen.

Die Airline:
Wir sind mit Ethiopian (ET) von Frankfurt über Addis Ababa nach Windhoek geflogen.
Für ET haben wir uns vor allem wegen der Unzuverlässigkeit von DISCOVER aber vor allem wegen dem Preisunterschied entschieden. Wir haben pP rund 800,00 € bezahlt. Bei DISCOVER wären es knapp 1200,00 € pP gewesen.
Bei ET bekommt man zudem 40kg Freigepäck pP…das braucht man nie und nimmer und war auch kein Kriterieum pro ET / contra DISCOVER, hat uns aber ein besseres Gefühl gegeben, weil wir zudem auch unsere beiden Kindersitze mitgenommen haben.
Bzgl. Check-In, Personal im Flieger, Beinfreiheit, Verpflegung, Gepäck durchchecken, etc. hat alles reibungslos geklappt bzw. war einwandfrei.
Der Stopover in ADD war beim Hinflug völlig ausreichend und gleichzeitig nicht zu lang.
Beim Rückflug war der Stopover mit ca. 3 Std. etwas länger und recht spät, was es am Airport Bole (ADD) mit den Jungs etwas anstrengend hat werden lassen. Aber alles absolut im Rahmen.
Eine klare Empfehlung also für ET und den Stopover in ADD.

Das Auto / der Vermieter:
Wir haben einen Toyota Hilux 4x4 mit zwei normalen Dachzelten bei Africar gemietet.
Dabei haben wir uns bei der Fahrzeugkategorie für die Budgetvariante entschieden (da guckt man bei der Rückgabe nicht auf jeden kleinen Kratzer) und einen Toyota mit rund 100.000km bekommen, der abgesehen von ein paar kleinen Macken hier und da prima in Schuss war.
Die Kommunikation im Vorfeld war zügig, unkompliziert und daher völlig prima (Emails auf Deutsch, Unterlagen in Englisch). Eine Anzahlung war nicht fällig.
Wir haben uns für den vollen Versicherungsschutz entschieden.
Der Wagen war mit ISOFIX hinten ausgestattet, was das Handling mit den Kindersitzen einfacher macht und die Sicherheit erhöht. Hinweis: Eigentlich sollte jeder Hilux, den man aktuell mieten kann, mit ISOFIX ausgestattet sein, auch wenn die Vermieter das teilweise verneinen, weil sie schlichtweg kein ISOFIX kennen oder nutzen. Echte Kindersitze (nicht die Unterlegschalen) sind in Namibia eher exotisch.
Vor Ort haben wir nach der Abholung am Flughafern eine ca. einstündige Einweisung bekommen, die völlig ausgereicht hat. Auch eine kleine „Reparatur“ (es klapperte irgendwas im Kofferraum sehr laut) wurde zügig erledigt. Ansonsten ist alles an Campingequipment im Wagen was man so benötigt. Stühle, Tisch, Besteck, Teller, Tassen, Becher, Gas, Gaskocher, Schlafsäcke und Kissen, Bettbezüge. Es hat an nichts gefehlt.
Erwähnenswertes zum Auto:
zwei Ersatzreifen, Doppeltank, Multimediasystem mit AppleCarPlay / GoogleCarPlay, USB Ladedose, Kühlschrank mit Zusatz-Batterie und Kabel (falls man Strom auf dem Campingplatz hat), normale Kühlbox, Verbrauch um 11 L / 100km

Unsere Locations im Überblick:
2 Nächte im Chameleon Backpackers (Family Room)
2 Nächte Bagatelle Kalahari Campsite
1 Nacht Little Sossus Campsite
1 Nacht CampGecko „Eagle“ Campsite
3 Nächte FeWo „by Ilse“ mit 2 SZ via AirBnB
1 Nacht Erongo Rocks Campsite „DikDik“
3 Nächte Vreugde Guest Farm (Family Room inkl. F & Dinner)
1 Nacht Onguma Tamboti Campsite
2 Nächte Okonjima Campsite
2 Nächte Farm Godeis (Khomas Hochland) „Mountain“ Campsite
2 Nächte Chameleon Backpackers (Family Room)

Kurzfazit zu den Locations / unserer Route:
„Chameleon Backpackers“
Uneingeschränkte Empfehlung zum Ankommen/Abreisen. Preis Leistung top. Zimmer mit Doppelbett und Hochbett. Kein Luxus, aber alles voll im Rahmen. Für ein Hostel und die zentrale Lage sehr leise. Eigener Parkplatz auf dem Gelände. Kleiner Pool zum Abkühlen. Einfaches Frühstück inklusive.

„Bagatelle Kalahari“
Uneingeschränkte Empfehlung. Preisniveau etwas höher. Kaffee & Kuchen nachmittags und die Nutzung des Pools auch für Camper inklusive. Frühstück & Dinner in der Lodge buchbar. Extrem netter Empfang. Sundowner Tour mit Cheetah Besichtigung auch für Kinder möglich. Campsite mit eigenem Häuschen (WC, Dusche, Spüle) und Strom. Alles sauber. In jedem Fall mit ordentlich Vorlauf buchen.

„Little Sossus Campsite“
Für den Ausflug ins Sossusvlei evtl. etwas zu weit weg. Wir sind um 5.15 Uhr aufgestanden und waren dann nach dem Zusammenpacken und ca. 30 Min. Fahrt erst um 7.30 Uhr am ersten Gate. Man kann natürlich auch noch früher aufstehen, aber hier würde ich evtl. etwas näher Richtung Gate nach einer Alternative schauen, gerade wenn man auf die Dune 45 will.
Ansonsten alles fein. Kleiner Shop für die nötigsten Einkäufe. Schöner Pool. Die Campsites sind recht nah beieinander, was wir bei einer Vollbelegung nicht so toll gefunden hätten. Alles sauber. Kleines Häuschen je Campsite mit Dusche, WC, Spülen, Strom. Alles sauber.

„CampGecko“
Die Eagle Campsite ist ein traumhafter Campspot mit Weitblick ohne Ende. Freiluft WC / Dusche / Spüle. Unterstand mit Sonnenschutz (wir hätten Regenschutz gebraucht). BBQ Paket vorab gebucht und liebevoll mit lokalen bzw. eigenen Zutaten zusammengestellt. Eine klare Empfehlung. 4x4 only!

Swakop „AirBnB by Ilse“
Eine tolle, große und saubere Fewo mit zwei Schlafzimmern (1x Doppelbett, 1x mit zwei Einzelbetten), zwei Bäder, Küche mit allem was man braucht, TV, ordentlichem WIFI und vor allem mit einer WASCHMASCHINE!
Lage top. Parken in der eigenen Garage nur für KfZ ohne Dachzelt. Wir haben einfach an der Straße geparkt, es gibt aber auch bewachte Parkplätze direkt in der Nähe. Klare Empfehlung.

„Erongo Rocks“ (Camp DikDik)
Liebevoller Empfang von Didi und Terry. Kleiner Shop mit dem allernötigsten. Traumhafte Campsite integriert in die Steinwelt des Erongo. Freiluft WC & Dusche. Kein Strom. Tische und Stühle vor Ort (muss man also nicht auspacken). 4x4 only!
Möglichkeit eigenständig eine Tour über das Gelände zu fahren oder zu wandern. Rhinos auf dem Gelände möglich. Living Museum der San kurz vor dem Camp.

„Vreugde Guestfarm“
Lage ca. 30 Min. zum Anderson Gate ist spitze. Schönes, bezahlbares Familienzimmer mit Doppelbett und zwei Einzelbetten. Kein Luxus aber alles absolut in Ordnung und sauber. Inkl. reichhaltigem F und Abendessen aus eigenen oder lokalen Produkten. Sehr lecker. Farmbetrieb mit Schafen, Rindern und Hühnern. Liebevolle und stets hilfsbereite Gastgeber. Kleiner, extrem sauberer Pool. WiFi. Gamedrives in den Etosha Park mit Kleinkindern nicht möglich…das muss man in Eigenregie machen.
Wir sind einen Tag selbst reingefahren, haben einen Tag auf der Farm entspannt und dann den EP von West nach Ost durchquert.

„Onguma Tamboti Campsite“
Schöne Anlage mit kleinem Pool und Wasserloch direkt links hinter dem Namutoni Gate. Dinner und F zusätzlich buchbar. Kleiner Shop mit dem wichtigsten Zeugs (auch Zahnbürsten). Campsite mit eigenem Häuschen mit Dusche, WC, Spüle. Sauber. Recht zahme Mangusten besuchen die Campsite ab und an. Kein Essen liegen lassen!

„Okonjima“ Omboroko Campsite (Site: "Kendi2")
Zu Okonjima muss man eigentlich nichts mehr sagen. Africat ist eine Institution!
Must-Spot aus unserer Sicht. GameDrives (abgesehen von einem kleinen Ausflug zu den Schulungsräumen und 5 Cheetas) für Kids bis 6 Jahren nicht buchbar. Hochpreisig, aber alles top. Häuschen mit riesiger überdachter Veranda, Toiletten, Duschen, schnellem WIFI auf der Campsite, Feuerholz. Eigener Pool der Campsites in 3 Min. zu Fuß erreichbar. Entfernung zum Plainscamp (Reception) ca. 15 Min. mit dem Auto. Wir haben je einen GameDrive ohne Kinder gebucht und waren begeistert. Personal auf 5***** Niveau. Campsite und weitere Unterkünfte hochpreisig aber absolut zu empfehlen. In jedem Fall mit ordentlich Vorlauf buchen. Ohne 4x4 wird es tricky.

„Farm Godeis“ (Khomas Hochland)
Familienbetrieb mit wenigen Campsites. Wir hatten das abgelegene Mountain Camp und es war ein Traum. 4x4 only! Wir wurden von Gesa, Ihrer Mutter und den beiden Mädels (3 und 6 Jahre, deutschsprachig und damit ein „perfect match“ für unserer Jungs) mega liebevoll empfangen und abends zum Sundowner abgeholt. Den Sundowner Spot kann man auch eigenständig in 10 Minuten erwandern. Zusätzlich gibt es Wanderrouten auf dem Gelände. Lage: knapp 1 Std. von Windhoek, knapp 2 Std. vom Airport
Wir haben uns nach unserer Abreise noch mit Gesa und ihren Mädels in Windhoek getroffen und verabredet. Das sagt sicherlich alles.

Tipps , Infos und sonstige Unternehmungen / Locations für Kinder, die wir besucht haben:
Windhoek - Joes Beerhouse
Ausreichend Platz zum Rumlaufen und Spielen bei angenehmer Atmosphäre

Windhoek – Indoor Spielplatz in der Maerua Mall
Sauber und sicher mit ordentlichem Essen. Vor allem bei großer Hitze oder Regen sehr zu empfehlen.

Windhoek – Nico‘s Pub
südliches Ende von Windhoek, Sportsbar mit eher einfachem aber ordentlichem Essen und kleinem Indoor Spielplatz

Windhoek – Blue Berry Bistro im Gartengeschäft Ferreira (Nähe Eros Airport)
Großes Gartencenter mit Café und Spielplatz. Falls man mal was anderes sehen will.

Windhoek – Spielplatz im Zoo Park
Den Weg kann man sich sparen. Alles kaputt. Das Drumherum wird als Pinkelecke genutzt.

Sossusvlei – Elim Dune
Wir haben uns Dune45, BigDaddy und Deadvlei geklemmt. Dafür war es um 07.45 Uhr schon zu warm. Außerdem ist es für unsere Kids egal, ob sie eine 10, 25, 50 oder 300 Meter hohe Düne erklettern. Hauptsache Sand zum runterrutschen. Das Deadvlei hätten wir Erwachsene uns sicherlich gern angesehen, aber für unsere Jungs wäre das ein „Gähn- und Schwitzausflug“ geworden. An der Elim waren wir zudem komplett allein.

Solitaire – der berühmte Apfelkuchen
Sagen wir mal so…der Kuchen war wirklich lecker und die kleine Oase im Nichts hat ihren Charme…zudem muss man ja auch mal Tanken. Von daher lohnt sich der Stopp dort schon. In der Mittagshitze wird es aber schnell unangenehm und abgesehen von den alten Autowracks gibt es für Kinder hier auch nichts zu sehen.

Swakop – Tiger & Reef Beachbar
Strandbar mit Schaukel Richtung Atlantik und großem Spielbereich mit Hüpfburg, Essen einfach aber in Ordnung. Wir haben hier direkt am ersten Abend Bekanntschaft mit gleichaltrigen Kids gemacht und mussten uns für alle drei Tage dort verabreden. Daher haben wir eigentlich keine anderen Restaurants gesehen.

Swakop – Ice & Spice
Eine der wenigen richtigen Eisdielen in Namibia. Lecker und mit kleiner Spielecke super für Kids.

Swakop – Dolphin Tour mit Levotours
Absolut empfehlenswerte Tour für Kinder auf relativ kleinem aber sehr zügigem Boot.
Die Anfahrt zum Office / Startpunkt ist etwas tricky, aber ansonsten alles spitze.

Swakop – Living Desert Tour „Little5“
Hier gibt es unterschiedliche Anbieter. Wir waren beim „Original“ www.livingdesertnamibia.com und hatten mit Guide Jürgen und den anderen Mitfahrern eine rein deutschsprachige Tour, was natürlich deutlich einfacher ist als ein paralleles Übersetzen für die Kids.

Erongo – Living Museum
Ein tolles Erlebnis vor allem für die Kids. Sollte man einplanen, wenn man dort vorbeikommt.

Omaruru – Ongwari Café
Ein schönes Café mit kleinem Spielplatz in einem schnuckeligen Garten. Parken mit „Aufpassern“ direkt davor. Gegenüber Einkaufsmöglichkeit im SPAR. Apotheke.

WAS WÜRDEN WIR ANDERS MACHEN? SONSTIGE TIPPS!

Hardtop Dachzelte
Wir würden beim nächsten mal in jedem Fall Hardtop Zelte nehmen wollen. Ein sekundenschneller Auf- und Abbau ermöglicht es auch mal von der Campsite zu fahren, wenn man mehrere Übernachtungen hat.

Weitere Nacht zwischen Swakop und Etosha
Wir würden empfehlen eine weitere Nacht zwischen Swakop und Etosha einzuplanen.
Es war alles absolut machbar und überhaupt nicht stressig, aber mit einer zusätzlichen Nacht ist es für Kinder einfach entspannter.
Grundsätzlich sollte man überlegen, ob man überhaupt irgendwo nur eine einzelne Nacht campt. Aufbau, Abbau, Kochen, Aufräumen, ggf. Waschen nimmt schon Zeit in Anspruch. Von Ausflügen kann man bei einer einzelnen Nacht sowieso absehen, wenn man sich nicht stressen will.
Eine einzelne Nach in einer festen Unterkunft ist da schon was anderes. Das ist generell weniger ein Problem.

Übernachtungen nach Ankunft
Was wir in jedem Fall empfehlen, ist es mindestens eine Nacht, besser zwei Nächte nach der Ankunft in WDH einzuplanen. Jede kleine Komplikation nach der Ankunft kann ansonsten einen ganzen Urlaub zerstören, gerade wenn man alles oder einiges vorgebucht hat.
Koffer kommen nicht an, Probleme mit dem Auto, Flugverspätung…um nur eine Auswahl zu geben.
Wir hatten bspw. eine Tasche am Airport vergessen. Nach der Autoübernahme sind dadurch mal eben 2,5 Stunden draufgegangen, die für andere Dinge gefehlt haben.
Außerdem hat sich unser Großer am zweiten Tag eine Platzwunde zugezogen, die genäht werden musste. Da waren auch mal fix 3 Stunden weg.
Ankommen und Orientieren, der erste Einkauf, alles ordentlich verstauen, Geldabheben, Sim-Karte holen, usw. sollte auch in Ruhe erledigt werden können und dann hat man noch nichts von der Stadt gesehen.

Apropos Stadtbummel / Sightseeing
Windhoek hat aus unserer Sicht nicht viel zu bieten…erst recht nicht für Kinder. Daher würden wir im Rahmen der Abreise nur noch eine Nacht in der Hauptstadt oder drumherum für Packen, Autorückgabe und Co. einplanen.

So…wir hoffen, dass wir Euch einige Tipps für eine Reise mit jüngeren Kindern geben konnten.
Bei Fragen könnt Ihr gern hier posten…wir haben den Thread abonniert und werden entsprechend benachrichtigt.

Nach und nach stelle ich noch ein paar Fotos ein. Dabei immer den Fokus auf die Kinder und weniger auf Landschaft oder bekannte Sehenswürdigkeiten...davon gibt es genug Fotos hier und in den Reisekatalogen.

Viel Spaß beim Planen oder Anpassen Eurer Reise.

Martin, Katrin, Philip und Florian
https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/305899-nam-mit-zwei-kleinkindern-im-dachzelt-maerz-2025.html
zuletzt bearbeitet 24. März 2025
Themenstarter153 Beiträge · seit 201124. März 2025 · #6
Swakop

Leider habe ich keine Fotos der FeWo in Swakop gemacht.
Daher hier der Link. https://www.airbnb.de/rooms/734652389461659911
Die Fotos spiegeln 1:1 zu den Ist-Zustand wieder.

Ansonsten noch ein paar Eindrücke mit Blick auf die Kinderaktivitäten.

Schaukel der Tiger & Reef Bar
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Spielplatz Tiger & Reef Bar
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Little Five Tour
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Chamäleon bei der Little Five Tour
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Pelikan Besuch auf dem Boot bei Levo Tours
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Robben Besuch auf dem Boot bei Levo Tours
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https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/305899-nam-mit-zwei-kleinkindern-im-dachzelt-maerz-2025.html
Themenstarter153 Beiträge · seit 201124. März 2025 · #7
Erongo Rocks

Die Fotos des Besuches bei den San lassen wir mal mit Blick auf die Privatsphäre weg.
Nackte oder wenig bekleidete Kinder haben aus unserer Sicht im Internet nichts verloren.
Nur soviel: Unsere Jungs wurden von den 15 San Kindern direkt zum Klettern und Spielen eingebunden. Es war sooooo schön zu sehen, wie sich Kinder ohne ein Wort voneinander zu verstehen verständigen können.

"Reception" bei Erongo Rocks
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Campsite DikDik
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Family Sundowner
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Klo Foto 😎
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https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/305899-nam-mit-zwei-kleinkindern-im-dachzelt-maerz-2025.html
2'779 Beiträge · seit 200724. März 2025 · #8
@Madmaddin
Vielen Dank für deinen Super Bericht!
Prallvoll, aber lang und knapp genug, sachlich und persönlich zugleich, mit präzisen wertvollen Tipps und Erfahrungen nicht nur für Familien mit kleinen Kindern geeignet.
Die sehr guten Fotos ergänzen alles sehr gut!
Tolle Erlebnisse!!
Gruss Leona
Themenstarter153 Beiträge · seit 201125. März 2025 · #10
Onguma Tamboti Campsite

Wenig Fotos, da eigentlich nur ein Stopover für uns.
Eigentlich aber eine sehr schöne und gepflegte Campsite, wenn auch nicht ganz so einsam gelegen, wie die meisten anderen, die wir besucht haben.

halb-zahme Mangusten auf Tuchfühlung zu Besuch...
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Campsite Überblick
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https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/305899-nam-mit-zwei-kleinkindern-im-dachzelt-maerz-2025.html
zuletzt bearbeitet 25. März 2025
Themenstarter153 Beiträge · seit 201125. März 2025 · #11
Okonjima

Kendi2 ist ein riesiger Bereich, der locker für 4 Autos und 8 - 10 Personen ausreichend ist.
2 WCs, 2 Duschen, überdachter Bereich zum Kochen (Gas und Gaskocher 2-flammig vorhanden), WiFi, wenige Minuten zu Fuß zum Campsite Pool.
Abends und morgens kommen DikDiks zu Besuch 🤩

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Kleiner, kurzer 1,5 Std. Game-Drive mit kindgerechten Infos zu Africat
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In diesem Rahmen auch Besuch der Cheetahs, die nicht ausgewildert werden können
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https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/305899-nam-mit-zwei-kleinkindern-im-dachzelt-maerz-2025.html
zuletzt bearbeitet 25. März 2025
Themenstarter153 Beiträge · seit 201125. März 2025 · #12
Farm Godeis (Khomas Hochland) Mountain Camp

Sundowner View (in 10 Min. zu Fuß auch für kleinere Kids erreichbar)
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Eigener Damm mit Kanus (nur mit Auto erreichbar)
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Blick mit der Drohne auf die Campsite Lage
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Kleiner Damm direkt gegenüber der Campsite
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Blick vom Sundowner Hill auf die Campsite
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Toilletenbesucher 😉
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https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/305899-nam-mit-zwei-kleinkindern-im-dachzelt-maerz-2025.html
111 Beiträge · seit 202426. März 2025 · #13
Hallo und vielen dank für diesen Beitrag bzw. den Reisebericht. Gerne mehr davon!

Wir reisen im November / Dezember für fast 6 Wochen durchs Land und unsere Kids sind dann 1,5 und 5 Jahre alt, daher lese ich besonders aufmerksam mit. Wir sind zwar keine Ersttäter, dafür aber das erste mal mit Kindern. Umso wertvoller für uns, wenn ihr das aus dieser Sicht beschreibt.
925 Beiträge · seit 201626. März 2025 · #15
Hi,

danke für deine Erfahrungen und Tipps. Da wir dasselbe auch (mit noch Kleineren) hinter uns haben, würde mich deine ehrliche Einschätzung interessieren - inwiefern ist das noch Urlaub bzw. was kann/sollte man machen, damit es trotz des Camping-Alltags und zwei kleinen Kindern noch Urlaub ist?

Viele Grüße
fidel
Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025
243 Beiträge · seit 202126. März 2025 · #16
Hallo Katrin, danke für Deine informative Zusammenfassung. Viele Campsites kenne ich aber Farm Godeis hatte ich ni´cht auf dem Schirm. Das sieht auch klasse aus.
Liebe Grüße Kirsten
Themenstarter153 Beiträge · seit 201126. März 2025 · #17
Moin Fidel,

puh....das kann man gar nicht pauschal sagen bzw. ist eine total individuelle Sache, abhängig von den Charaktereigenschaften und Interessen Kindern.

Unsere Jungs waren die gesamten drei Wochen total entspannt, hatten gleiche Interessen und haben auf den Campsites eigentlich den ganzen Tag zusammen oder nebeneinander im Sand gespielt bzw. sind rumgeklettert. Die wilden 3 x 5 Minuten / Tag (Streit um den einen, besonderen Stock/Stein, o.ä.) lasse ich jetzt mal unter den Tisch fallen. 😎

Für uns Erwachsene war es also tatsächlich auch Urlaub mit gewisser Entspannung.

Unabhängig davon würde ich aber folgende Tipps zusammenfassen:
1) nicht zu viel Zeit im Auto verbringen
Wir sind max. 4 Std. an Fahrtagen gefahren.

2) Hardtopzelt anstatt normalem Dachzelt
Das spart enorm Zeit, die man den Kindern an Aufmerksamkeit schenken kann.

3) Locationwechsel reduzieren / lieber zwei Tage an einem Ort bleiben als täglich zu wechseln.
So können sich die Kinder auch mal etwas intensiver auf eine Örtlichkeit einlassen.
Das wird mit Blick auf das was man sehen will und die Zeit, die man dafür hat nicht immer klappen, aber am Ende ist auch bei einer so "großen" Reise weniger einfach mehr.
Siehe unsere Tour dazu im ersten Posting.

4) Gelegenheiten nutzen, mit anderen Kindern zu spielen.
Wir hatten Glück, dass zum einen sich unsere Jungs untereinander hatten und sie dann auch noch zwischendurch mal mit anderen Kids im ähnlichen Alter spielen konnten.
Das lässt sich sicherlich nicht planen, aber Spots wie das "Tiger & Reef" in Swakop wirst Du bspw. nie besuchen können ohne das da andere Kinder spielen.

5) überschaubare "Kinderauszeiten" einbauen
Beispiele:
Meine Frau hat morgens regelmäßig Yoga gemacht, während ich dann voll bei den Kindern war.
Auch haben wir beide uns jeweils einen Game Drive alleine gegönnt, während die andere Hälfte auf die Jungs aufgepasst hat.
Wenn man sich dabei über den Tag immer mal wieder abwechselt, so dass der/die andere dann mal eine halbe Stunde oder so für sich hat, nimmt das eine Menge "Druck vom Kessel". 😎


6) alles möglichst einfach und ohne Termindruck halten
Uns war es prinzipiell egal, ob wir um 08.00 Uhr zum nächsten Camp aufbrechen oder erst um 10.00 Uhr losfahren.
Klar, wenn man einen Ausflug um 08.00 Uhr gebucht hat, ist das was anderes, grundsätzlich aber ohne sich selbst stressen zu müssen in den Tag zu starten, ist sicherlich ein Schlüssel zu einem "Urlaub".

Und abschließend...Was uns im Nachhinein noch mal total klar geworden ist:
Was wir Erwachsene glauben, was Kinder "flashen" wird, ist oft etwas gaaaaaanz anderes.

Beispiel: Die Giraffe, die morgens vor unserem Zelt auftauchte, war maximal 2 Minuten spannend.
Danach wollten die Jungs lieber ein Müsli essen und im Sand spielen während der Langhals neben den beiden am Baum geknabbert hat und nicht mehr beachtet wurde. 😐
Tiersichtungen sind aus unserer Sicht dennoch prinzipiell toll und schaffen Erinnerungen. In die Länge darf man sie aber nicht ziehen. Etosha zB halte ich daher für einen, maximal zwei Tage (inkl. Durchquerung) völlig ausreichend.

Oder zB die Little5 Tour, von der wir überzeugt waren, dass das genau das richtige Programm für unserer Kids sei, mutierten am Ende zu Spielen im Sand, während vor unseren Augen das Chamäleon die Farbe wechselt.

Für unsere Jungs war das alles eher wie im Zoo, denn die Besonderheit, dass die Tiere, die man gerade gesehen hat in der freien Wildbahn leben, vom Aussterben bedroht sind, usw. begreifen so junge Kinder halt noch nicht.
https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/305899-nam-mit-zwei-kleinkindern-im-dachzelt-maerz-2025.html
925 Beiträge · seit 201626. März 2025 · #18
Hallo,

vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Ich sehe vieles ähnlich - ich glaube es steht und fällt auch viel mit der eigenen Erwartungshaltung an einen derartigen Urlaub. Mutmaßlich ist es mit Kindern der in dem Alter auch deutlich einfacher als wenn sie noch kleiner sind (unsere Kleinste wurde in Namibia 1 Jahr). Unter drei Jahren macht m.m.N. nur in größerer Gruppe/Familie Sinn, wo man sich Betreuungsaufgaben etwas teilen kann. Aber auch älter ist es denke ich eine deutliche Erleichterung, wenn man sich mit anderen zusammenschließt.

Eure Tipps hatten wir größtenteils auch beherzigt. Das mit den "Kinderauszeiten" haben wir bisher noch nicht so gut hingekriegt.

Zudem ist da vermutlich auchtatsächlich jedes Kind anders. Planbar ist es ohnehin nicht, da sich in dem Alter die Vorlieben etc. ja alle paar Monate ändern.

Ich wage zu behaupten, dass ein solcher Urlaub nicht von vielen Leuten als "Urlaub" wahrgenommen werden wird. In jedem Fall kann Camping in Namibia für viele Interessen von Kindern jeden Alters einiges bieten, stellt aber an die Eltern gewisse Anforderungen 🙂

Viele Grüße

fidel
Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025
111 Beiträge · seit 202428. März 2025 · #19
"Außerdem hat sich unser Großer am zweiten Tag eine Platzwunde zugezogen, die genäht werden musste. Da waren auch mal fix 3 Stunden weg."

Kannst du darauf nochmal genauer eingehen? Vermutlich war vieles nicht sehr viel anders als in Deutschland oder anderswo aber wie war das mit der Versicherung usw.? Viel Bürokratie? Wie lief das mit der Kommunikation während der Behandlung? Wie habt ihr es mit der Nachbehandlung und Wundversorgung gehandhabt?


Bei uns ist es so, dass wir unseren Jungs jetzt schon durch YouTube Videos und Livecams, Bücher usw. zeigen, was sie erwartet und so diese völlige Erschlagenheit durch neue Eindrücke nehmen wollen, da die wissen und hoffentlich verstehen(soweit es der Jüngere mit 1 1/2 schon versteht), was auf sie zukommt und nicht plötzlich komplett unvorbereitet in einer ganz anderen Welt zurechtkommen müssen. Ich glaube man kann da viel Druck raus nehmen. Außerdem lernt man so nebenbei auch die Tierwelt oder Reiseziele kennen.

Mit dem Großen waren wir damals auf Martinique und sind teilweise stundenlang durch den Regenwald gewandert, für ihn war es in seiner Kraxe sehr unspektakulär und er hat es eben so hingenommen wie es ist. Ich denke das kann man auch dadurch erwirken, wenn man selbst Ruhe und Gelassenheit ausstrahlt. Das fängt ja schon am Flughafen oder im Flugzeug an... Viele Eltern übertragen die Nervosität auf die Kids und wundern sich dann, wenn es laut und hektisch wird.

Nach der Landung haben wir auch eine Nacht in Windhoek eingeplant zum Ankommen, Dinge erledigen, Einkaufen, ... Bei unserer Streckenplanung haben wir nur wenige lange Strecken, was aber auch mal drin sein muss. Wir haben z.B. die Strecke runter zum "Quivertree Forest Rest Camp" als erste Etappe, welche schon ziemlich lang ist. Dazwischen wollen wir eben in jedem Ort eine Pause machen, ein Eis kaufen, etwas essen oder einfach nur in einem Sandhaufen spielen... Dadurch zieht es sich zwar noch länger aber man hat Unterbrechungen drin und letztendlich ja auch den ganzen Tag Zeit dafür. In Lüderitz bleiben wir dafür dann 4 Tage im Hotel.

Mit meiner Frau habe ich viele Berichte gelesen, wo die Familien völlig überfordert waren, was das "Leben aus dem Auto" angeht oder das Schlafen im Dachzelt mit den Kids... Aber man weiss doch eigentlich auf was man sich einlässt und für unsere Kids wird das ein riesiges Abenteuer und gerade das Dachzelt macht den Reiz aus. Bei uns in der Nähe ist ein Decathlon, welcher zeitweise Dachzelte ausstellt, könnte vielleicht praktisch sein, sich das vorab mal anzusehen!?

Wie schon oft geschrieben, ist jedes Kind anders und jedes Kind nimmt diese Reise anders an, man kann aber die Kinder auch schon vor der Reise ganz viel auf das Kommende vorbereiten finde ich. Gerade da würde interessieren wie das andere Eltern hier handhaben oder gehandhabt haben?
Themenstarter153 Beiträge · seit 201128. März 2025 · #20
Moin Phili,

Thema Platzwunde:
Da das Malheur in Windhoek passiert ist, gab es ausreichend Optionen zur Versorgung der Wunde.
Uns wurde das Roman Catholic Hospital empfohlen, wo wir zügig, sauber und absolut professionell behandelt wurden.
In Gänze waren wir von Ankunft bis Abfahrt maximal 45 Minuten im Hospital.
Die Kommunikation lief komplett auf Englisch. Wenn man Probleme mit den Fachbegriffen hat, kann man mit Online-Übersetzern (daher macht eine MTC Sim Karte auch in jedem Fall Sinn) schnell und zügig nachschlagen.

Bezahlt habe ich per Kreditkarte. Kostenpunkt ca. 2200 NAM$. Die Rechnungen (alles ausführlich aufgelistet) habe ich letzte Woche bei meiner Auslandskrankenversicherung eingereicht. Mal sehen, wann ich dazu eine Rückmeldung erhalte. Bürokratie vor Ort gab es keine.

Da ich selbst vor 20 Jahren im Rettungsdienst gearbeitet habe (was ich dem Personal vor Ort auch mitgeteilt habe), hat man mir erlaubt die weitere Wundversorgung ohne weiteren Arztblick zu übernehmen. Andernfalls hätten wir am nächsten Tag noch mal vorstellig werden sollen.

Thema Wunderversorgung während der Reise:
Mit dem ganzen Sand ist natürlich schwierig gewesen alles "steril" bzw. richtig sauber zu halten.
Da muss man schon ab und an mal vorsichtig reinigen und vor allem ein Blick drauf haben, dass sich nichts enzündet.

Das Fädenziehen (7-10 Tage nach der Naht) war dann eher eine Herausforderung.
Gut war, dass wir am 7./8. Tag in Swakop waren...
Man hatte uns gesagt, dass man die Fäden in einer Apotheke ziehen lassen kann. Falsch gedacht!
Alle Apotheker haben uns ins Hospital geschickt.
Ohne jetzt hier auszuschweifen: Im State Hospital braucht man nicht vorstellig werden!
Im Fall der Fälle direkt in eine "Private Clinic" gehen. Alles andere macht im Urlaub absolut keinen Sinn.
Ich hätte die Fäden auch selbst entfernt, wenn man mir gesagt hätte: "Sieht alles gut aus, aber warte noch 3 Tage mit dem Entfernen der Fäden." Ich wollte aber zumindest noch mal eine fachliche Einschätzung einholen.
Am Ende hat man die Fäden kostenlos in einer Privat Clinic entfernt. 100NAM$ Kaffekassengeld habe dann noch da gelassen.


Fahrt:
Von Windhoek bis Keetmanshoop ist schon ordentlich Strecke. Vertut Euch da nicht. 😕
Wenn Ihr bspw. viele LKW auf der B1 habt, tuckert Ihr mit maximal 90 anstatt mit 120 km/h Richtung Süden. Das kann schnell richtig Zeit kosten, zumal man sich auf die Googlemaps Zeiten nicht verlassen kann.
Meine Einschätzung: Asphalt +5-10 Min pro Stunde, guter Gravel +15-20 Min. pro Stunde
Bei schlechten Verhältnissen und/oder vielen LKWs und Gegenverkehr wird es entsprechend mehr Extratime.

Zwischendurch in jedem Ort halten macht zudem wenig bis keinen Sinn. Da ist i.d.R. nicht viel zum Gucken, geschweige denn zum Spielen für die Kids.
Ich würde an Eurer Stelle eher versuchen (sofern die Kids das mitmachen) die wirklich langweilige B1 möglichst zügig durchzufahren, um dann mehr Zeit im Camp zu haben.
Ankommen, Einchecken, Campsite anfahren, Aufbauen, usw. verschlingt oft mehr Zeit als man denkt. Und dann habt Ihr noch nicht angefangen zu kochen.

Vorbereiten auf die Reise:
Videos zeigen, Fotos gucken, usw. haben wir auch alles gemacht.
Vor allem was Auto und Dachzelt angeht, haben wir sehr häufig versucht den Jungs klar zu machen, dass so unser Zuhause für die Zeit in Namibia aussieht. Ich habe auch noch im Vorfeld Malvorlagen mit den Tieren und der Landesflagge gedruckt,
Sich dann auch mal ein Dachzelt bei Decathlon anzusehen kann sicherlich auch nicht schaden.

Last-but-not-least: Lasst Euch nicht stressen. Bleibt entspannt, wenn es doch mal tricky wird. Plant nicht zu viel Programm. Holt Euch eine MTC Sim, um unnötige Roamingkosten zu sparen. Nehmt nicht zu viele Klamotten mit. 😉
https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/305899-nam-mit-zwei-kleinkindern-im-dachzelt-maerz-2025.html