PKPapa KeniaThemenstarter541 Beiträge · seit 201229. Jan. 2025 · #41
Dann fuhren wir eine gute Stunde weiter bis Sigtuna.
Sigtuna ist ein typischer Touristenort und liegt rund 50 km vor Stockholm. Angeblich ist es die älteste Stadt Schwedens. Vermutlich steht dieser Besuch auf jedem Plan bei Rundreiseprogrammen.
Das Erste, was man sah, war das Rathaus. Es soll das kleinste Rathaus Schwedens sein.
Zugegeben, der Ort hat was. Schnuckelige Häuschen und enge Gassen. An den Wänden der Holzhäuser wehten kleine Fähnchen und Wimpel.
Aber auch hier herrschte schlechtes Wetter und drückte unsere Stimmung.
Nachdem ich den Ort mehr oder weniger trocken in voller Länge abgeschritten und einige Souvenirshops durchstöbert hatte, kehrte ich am anderen Ortsausgang in ein kleines gemütliches Café ein. Vermutlich wegen des miesen Wetters war das Café gut besucht. Ich ergatterte trotzdem einen Einzelplatz am Fenster. Hier bekam ich sehr guten Kuchen und leckeren Kaffee serviert. Einige Reiseteilnehmer sahen mich durch die Fenster und winkten herüber.
Der Regen hatte zwischenzeitlich nachgelassen.
Guter Dinge fuhren wir am Nachmittag nach Schloss Drottningholm. Drottningholm ist der ständige Wohnsitz der schwedischen Königsfamilie. Früher war es eine Sommerresidenz der regierenden Könige.
Wir konnten an einem Rundgang durch das Schloss teilnehmen. Einige Räume sind für die Öffentlichkeit freigegeben und können besichtigt werden. Die restlichen Zimmer werden von der Königsfamilie bewohnt und sind daher nicht zugänglich.
Nach der Schlossbesichtigung fuhren wir zu unserer nächsten Unterkunft nach Stockholm, zum Clarion Hotel. Wo wir die nächsten vier Nächte bleiben würden.
Es verging schon einige Zeit, bis die komplette Reisegruppe die Formalitäten an der Rezeption erledigt hatte. Wir konnten nun die Zimmer beziehen und uns ein wenig frisch machen. Danach war erneuter Treffpunkt vor dem Hotel.
Das Abendessen sollte es in einem nahegelegenen Restaurant geben. Daher fuhren wir mit dem Bus zum Restaurant Pavillion, welches direkt am Wasser liegt. Es gab ein Einheitsessen mit Vorspeise und Nachtisch. Auch das Ambiente in diesem Lokal mit seiner großen Terrasse war nett.
Gegen 21 Uhr ging es zurück zum Hotel.
Viele Grüße Dieter
Dandelion547 Beiträge · seit 201729. Jan. 2025 · #42
Guten Abend Dieter,
heute melde ich mich auch mal zu Wort. Gerne verfolge ich auch in diesem Jahr deinen aktuellen Skandinavienbericht. Schöne Bilder sind dir wieder gelungen und nette Stationen standen auf eurem Programm. Mit Freude lese ich weiter mit.
Hallo Dieter, die Grubenbesucher konnte ich mir richtig gut vorstellen. Herrlich 😄 Dazu hatten sie gleich mehrere Tage was davon.....da muss ich schon ein bisschen lachen. Deine Fotos sind übrigens fantastisch. Danke für diese tollen Impressionen.
PKPapa KeniaThemenstarter541 Beiträge · seit 201230. Jan. 2025 · #44
@Dandelion Hallo Kordula , schön, dass Du dabei bist. Und dann bleibe es bitte auch, es kommen ja noch neun Tage! Vielen Dank auch für Dein Lob!
@Nacho Hallo Silvia, auch Dir vielen Dank für die anerkennenden Worte! Ich werde versuchen, heute noch weiterzuschreiben!
Alles Gute für Euch beide und viele Grüße Dieter
PKPapa KeniaThemenstarter541 Beiträge · seit 201231. Jan. 2025 · #45
Tag 9 Heute wir würden mehrere Stunden an Bord von Fähren verbringen. Den Ausblick auf vorbeiziehende, teilweise kaum besiedelte Inseln genießen. Zwischendurch mal eine Kleinigkeit essen und trinken. Ansonsten alles entspannt angehen lassen! Das war so ganz nach meinem Geschmack.
Bereits gestern hatte uns Jonas mitgeteilt, dass er den geplanten Tagesablauf über den Haufen werfen würde. Jonas hatte manchmal seine eigene Vorstellung davon, wie man den Tagesablauf besser gestalten konnte als im Buchungsprogramm stand. Wir sind ja flexibel und niemand hatte Einwände. Stressig wurde es heute nicht. Nur die Zeit bis zur Abfahrt des Busses musste im Schweinsgalopp überbrückt werden.
Bereits um kurz nach sechs Uhr machte ich die ersten Aufnahmen.
Ab 6.30 Uhr war der Speisesaal geöffnet. Viel Zeit für das Frühstück hatten wir aber nicht. Ist das eine Hetzerei!! Urlaub sieht anders aus!
Kurz vor sieben Uhr saßen wir reisefertig im Bus und fuhren auf direktem Weg zum Hafen. Bereits eine halbe Stunde später gingen wir an Bord einer Fähre. Die M/S Viking Grace sollte uns zur Inselgruppe Åland bringen Das Wetter war gut. Die Stimmung war gut. Die Sonne im Gesicht zu spüren, tat auch richtig gut. Was will man mehr? Es waren nicht allzu viele Wolken am Himmel.
Da unser Frühstück heute Morgen im Hotel sehr unter Zeitdruck oder auch gar nicht eingenommen wurde, hatten wir hier an Bord nun Gelegenheit zu einem zweiten Frühstück.
Auf unserer gut fünfstündigen Fahrt bot sich ein schönes Landschaftsbild.
PKPapa KeniaThemenstarter541 Beiträge · seit 201231. Jan. 2025 · #46
Man achte auf die Feinheiten: Åland gehört zu Finnland. Trotzdem gibt es auf Åland nur eine einzige Amtssprache: Schwedisch. Da Åland zu Finnland gehört, gehen hier auch die Uhren anders. Åland ist der Zeit eine Stunde voraus. Die Uhren ticken hier wie in Finnland.
So erklärt sich auch, dass auf dieser Fähre zwei Uhren mit zwei unterschiedlichen Zeiten tickten.
Ankunft der Fähre in Mariehamn war gegen 14:15 Uhr Ortszeit! Danach begannen wir sofort mit einer Inselrundfahrt. Nach rund einer Stunde Fahrzeit hielt unser Bus an einem schönen Plätzchen und wir wurden wieder vom Fahrer und Reiseleitung aus der Busküche bewirtet. Die kulinarische Delikatesse, bestehend aus Würstchen und Weißbrot, garniert mit Ketchup oder Senf schmeckte ausgezeichnet. Danach gab es noch einen Kaffee oder kalte Getränke. Und die obligatorischen Schokis! Lecker!! Gut gesättigt, hätten einige von uns bestimmt gerne ein Nickerchen einlegen wollen.
PKPapa KeniaThemenstarter541 Beiträge · seit 201231. Jan. 2025 · #47
Nickerchen standen aber nicht im Programm.
Stattdessen stand zunächst ein Abstecher zur Sankt Mikaels-kyrka in Finström auf dem Plan.
Der zweite Stopp war beim Freiluftmuseum Jan Karlsgården in Kastelholm. Hier stehen einige Bauernhäuser und Schuppen, eine Schmiede und ein paar Windmühlen. Alle Gebäude konnten auch innen besichtigt werden. Die Einrichtungen sollen weitgehend im Originalzustand sein. Das Areal ist nicht allzu groß, sodass wir ausgiebig Zeit hatten, uns in Ruhe alles anzusehen. Man muss auch nicht in jedes Gebäude! Der Gesamteindruck vom Anwesen war gut genug!
Außerdem war es heute wieder richtig heiß!
Abschließend statteten wir der alten Festung Notvikstornet noch einen Besuch ab. Gegen 18.30 Uhr (Aland-Zeit) traten wir die Heimreise zum Festland an. Diese Fähre fuhr ungefähr 2,5 Stunden bis zum Fährhafen Kapellskär. Unterwegs wurden wenig Fotos geschossen, denn die Reisegruppe war zu sehr mit dem Abendessen beschäftigt, das es heute ausnahmsweise an Bord gab. Und da für uns sogar zwei alkoholische Getränke inklusive waren, blieben einige doch ein wenig länger an ihrem Tisch sitzen 😊
Die Rückfahrt vom Hafen Kapellskär verlief unspektakulär. Rückkunft am Hotel war gegen 21.30 Uhr.
In kleiner Runde saßen wir heute Abend trotzdem noch auf einen Absacker zusammen. Relativ früh riefen unsere Betten nach uns. Auch wenn wir heute nicht viel gelaufen sind, solche Tage können ganz schön anstrengend sein.
Viele Grüße Dieter
PKPapa KeniaThemenstarter541 Beiträge · seit 201203. Feb. 2025 · #48
Tag 10
Nach dem Badbesuch zu früher Stunde nahm ich den Fahrstuhl, um zum Speisesaal zu gelangen. Dieser war bereits erneut ab 6.30 Uhr geöffnet.
Ich hatte die Köstlichkeiten am Buffett noch nicht ganz abgeschritten, da ging es wieder los. ‚Miep, miep, miep, miep!‘ Wieder Feueralarm? Bitte nicht noch mal!
Die Angestellten fuchtelten ganz wild mit den Armen und baten alle Gäste nach draußen vor die Tür zu gehen.
Ich stand am Buffet genau da, wo drei oder vier Toaster aufgebaut waren. Ein Gast hatte wohl seinen Toast vergessen. Denn in einem dieser Toaster steckte eine Toastscheibe, die sich beim Rausspringen völlig verkantet hatte. Der Toaster gab trotzdem sein Bestes und glühte so vor sich hin. Die Scheibe Toast war schon verkokelt und qualmte, was das Zeug hergab. Ich zog den Stecker vom Toaster aus der Steckdose. Winkte einem Bediensteten und zeigte auf den Toaster.
Es half nichts. Trotzdem wurde der Speisesaal einschließlich meiner Person evakuiert.
Keine vier oder fünf Minuten später tauchte die Feuerwehr auf. Nachdem sich zwei Feuerwehrmänner davon überzeugt hatten, dass der Qualm tatsächlich aus dem Speisesaal kam und dort aber keine Flammen loderten und nichts brannte, gab es sofort Entwarnung.
Nach dieser Aufregung hatten wir reichlich Zeit für ein ausgiebiges Frühstück. Es war super!
Koffer oder Taschen brauchte niemand in den Bus laden. Wir würden heute Abend wiederkommen und in diesem Hotel noch eine letzte Nacht verbringen.
Bei durchwachsenem Wetter nahmen wir anschließend das erste Tagesziel in Angriff.
Wir starteten Richtung Mariefred am Mälarsee. Der deutsche Schriftsteller Kurt Tucholsky wurde hier in Mariefred begraben. Aber Tucholsky interessierte uns heute nicht. Wir konzentrierten uns auf Schloss Gripsbolm, wo Tucholsky während der Nazizeit gelebt hat.
PKPapa KeniaThemenstarter541 Beiträge · seit 201203. Feb. 2025 · #49
Gegen halb elf kamen wir in Mariefred an. Dieses Wasserschloss wurde im 16. Jahrhundert gebaut.
Zunächst erklärte uns Jonas den Runenstein.
Dies ist einer der berühmtesten Schwedens und steht nah beim Schloss. Er zeigt einen ungewöhnlich langen Vers in Form einer Schlange. Wobei angeblich nach Fertigstellung aufgefallen ist, dass sich dort Fehler eingeschlichen hatten. Die zwei Zeichen neben der Schlange wurden erst später reingeritzt. Ob das alles so stimmt??
Das Schloss war bereits bei meiner Tour im Jahre 2018 mit im Programm. Damals hatte ich einige Räume begutachtet und ausführlich Fotos geschossen. Das wollte ich mir heute schenken und verblieb in den Außenanlagen, zumal die Temperaturen inzwischen richtig angenehm waren.
Ich inspizierte den Innenhof und machte in den Gärten noch einige Aufnahmen. Später ging ich wie vereinbart Richtung Ortskern. Dort würde uns unser Bus am Parkplatz wieder einsammeln.
Vor drei Jahren hatte ich bereits entdeckt, dass hier in Mariefred ein Verein eine Schmalspurbahn betreibt und als Touristenmagnet hergibt. Heute hätte jedermann mit diesem Zug fahren können. Ich schaute mir die Waggons, die Loks, den Bahnhof und die Außenanlagen an. Es war eine nette Abwechslung. Den Weg in den Ort ersparte ich mir jedoch. Zuviel Lauferei ist nichts für mich.
Kurz vor der Rückfahrt nahm ich am vereinbarten Treffpunkt am Kiosk noch eine Waffel und einen Kaffee zu mir. Die Idee hatten auch noch weitere Mitfahrer.
PKPapa KeniaThemenstarter541 Beiträge · seit 201203. Feb. 2025 · #50
Gut gestärkt ging es danach um die Mittagszeit zum Kuchenschloss (taxinge näxby), wie es im Volksmund genannt wird.
Dieses Schloss kennt in Schweden jeder. Nicht des Schlosses wegen, sondern weil hier im Café angeblich täglich rund 60 bis 100 (die Zahlen schwanken da ganz gewaltig) verschiedene Kuchen angeboten werden.
Auf Kuchen hatte von uns niemand Hunger. Oder auch keine Lust, sich in die Schlange einzureihen. Als wir zurückfuhren, meinte Jonas, dass die Letzten in der Schlange (die in der Zwischenzeit immer länger geworden ist) schätzungsweise in einer Stunde ihren Kuchen vor sich stehen hätten. Eine Stunde Wartezeit für Kuchen? Für ein Bier könnte ich verstehen.😊 Aber nicht für Kuchen!
Also begutachteten die meisten von uns die nur Außenanlagen.
Es folgte der Besuch des Wasa Museums. Auf dem Weg dorthin fuhr Herbert einen ziemlichen Schlenker über Strandvägen, Nobelgatan, Djurgårdsbrunnsbron und Djurgårdsvägen. So kamen wir durch das Diplomatenviertel, sahen nette typische Schwedensiedlungen und hatten Blick auf Jachthäfen, bis wir zu guter Letzt am ABBA-Museum vorbeikamen und irgendwann vor dem Wasa Museum standen. Die Wasa war ein Kriegsschiff, welches unter der Regentschaft von König Gustav II Adolf gebaut worden war. Bereits beim Stapellauf im August 1628 versank dieses Schiff allerdings. Nachdem das Wrack etliche Jahre auf dem Meeresboden gelegen hatte, wurde es 1961 geborgen und kann nun im gleichnamigen Museum besichtigt werden.
Schon bei meiner Rundreise, wo ich Sören als Reiseführer hatte, hatte ich mich gefragt, ob das den Aufwand lohnt, für ein einziges Schiff ein Museum zu bauen.
Ich fand den Besuch, obwohl ich nun auch hier zum dritten Male war, immer noch sehr informativ und auch unterhaltsam. Im TV habe ich letztens noch eine Doku über das Museum gesehen. Angeblich wird es pro Jahr von 1,5 Millionen Besuchern besichtigt.
Nach der Wasa-Besichtigung brachte uns unser Fahrer zum Schloss, von wo aus wir Richtung Gamla Stan liefen, um zum Abendessen in ein Lokal einzukehren. Es war eine urige Kneipe. Man ging drei Stockwerke hinunter in die Kellergewölbe. Hier war an einer riesigen Tafel für uns eingedeckt.
Aber wer hat dieses Lokal ausgesucht? Weiß der Planer nicht, dass bei so einer Oldie-Truppe wie der unseren auch Fußkranke dabei sein können? Oder Leute mit Luftnot? Mit Bandscheibe oder Hüfte? Ich war nicht der Einzige, der stöhnte, als es zwischendurch mal Richtung Toilette ging. Und dementsprechend geschätzte 60 Stufen hoch und danach wieder runter bewältigt werden mussten. Die Örtlichkeiten waren jedenfalls am Eingang. Grrrr! Ich hasse so eine Planung! Wir sind doch nicht mehr die Jüngsten!
Das Essen war vorbestellt. Es gab zwei Hauptgerichte zur Auswahl. Außerdem Salat, Kaffee und Kuchen. Alles war lecker und reichlich.
Zu vorgerückter Stunde kehrten wir zum Hotel zurück.
Treffpunkt für den harten Kern war heute Abend im Hotel wieder die Bar, wo wir noch geraume Zeit zusammensaßen.
Gegen 23 Uhr löste sich die Gruppe auf und jeder steuerte zielstrebig sein Bett an.
Viele Grüße Dieter
PKPapa KeniaThemenstarter541 Beiträge · seit 201206. Feb. 2025 · #51
Tag 11 Nach einem guten Frühstück – heute ohne Feueralarm – brachte uns unser Reisebus zum königlichen Schloss. Bereits um kurz nach neun Uhr machten wir den ersten Fotostopp. Der Bus hielt für rund 20 Minuten am Aussichtspunkt Fjällgatan.
Auf dem Weg zum Schloss machten wir allerdings einen riesigen Schlenker, um noch etwas von Stockholm zu sehen. So sahen wir noch mal das Wasa-Museum, die Kunstgalerie, das Wikingermuseum, nicht zu vergessen das ABBA-Museum und in unmittelbarer Nähe den Vergnügungspark Gröna-Lund.
Vorgestern waren wir an Bord der M/S Viking Grace noch näher am Vergnügungspark vorbeigekommen.
Es herrschten zu dieser Morgenstunde angenehme Temperaturen. Die Sonne blickte hin und wieder durch die Wolkenlücken.
Am Schloss angekommen, hieß es für uns Endstation. Wir durften aussteigen und hatten die nächsten Stunden zur freien Verfügung.
Ich schaute mir zunächst die Wachablösung an.
PKPapa KeniaThemenstarter541 Beiträge · seit 201206. Feb. 2025 · #52
Die übrigen Reiseteilnehmer hatte ich irgendwann aus den Augen verloren. Alles halb so wild. Ich komme auch gut allein klar. Gegen Mittag setzte nicht nur Hunger, sondern auch Regen ein. Das war ganz und gar nicht schön.
Ich blieb unter einem Vordach geraume Zeit stehen. Es hörte aber nicht auf zu regnen. So begab ich mich auf die Suche nach etwas Essbarem.
In einer Snackbar konnte ich einen Tisch ergattern. Burger, Pommes, Bier. Was will man mehr? Als ich zu Ende gespeist hatte regnete es immer noch.
Mutig stapfte ich vor die Tür und ging, immer Vordächer oder sonstigen Regenschutz suchend, Richtung vereinbartem Treffpunkt für die Rückfahrt.
Natürlich mussten auch die Souvenirläden inspiziert werden. Hier gab es alles war das Touristenherz begehrt, aber eigentlich gar nicht braucht.
Zum verabredeten Zeitpunkt trudelten alle Urlauber wieder pünktlich da ein, wo uns der Fahrer gut 5 Stunden vorher hat aussteigen lassen.
Wir fuhren jetzt noch mal zum Hotel zurück, um eine Stunde später nach Waxholm zu fahren. Diese Tour habe ich mir geklemmt. Noch ein Schloss brauche ich heute nicht. Genau wie ich dachten noch zwei Paare und wir meldeten uns bei Jonas ab. Wir wollten die Beine hochlegen. Auch der Einwand von Jonas, dass wir das heutige inkludierte Abendessen auf Waxholm bekommen würden, stimmte uns nicht um. Ich verzog mich zunächst auf mein Zimmer und inspizierte die Minibar. Das Bier sah sehr appetitlich aus und so genoss ich beim Sichern meiner Fotos erst mal ein Schlückchen.
Die Reiseteilnehmer, die die Möglichkeit Waxholm genutzt hatten, kamen gegen 22.30 Uhr zurück. Diese sah ich aber erst am nächsten Morgen wieder. Ich wollte am heutigen Tage intensive Augenpflege betreiben.
Grüße Dieter
freshy3'883 Beiträge · seit 201106. Feb. 2025 · #53
Hej Dieter, trotz oder vielleicht weil es regnete, hast du sehr stimmungsvolle Fotos geschossen. Ich bin eigentlich mehr für Natur als für Gebäudeansammlungen, seien sie noch so berühmt, aber gegen die Fotos kann ich nicht anmeckern! Das mit dem Beine-hoch-legen, in Ruhe Tagesausbeute der Fotos sichten, kenne ich gut!
Hallo Dieter, deine Fotos sind wirklich wunderschön. Da kann ich mich freshy nur anschließen. Trotz Regen. Hast Recht damit, dich ab und zu abzumelden wenn dein Bedarf an Schlössern gedeckt ist. Dein fotografisches Auge findet immer ein schönes Motiv.
Ich muss zugeben, dass ich Schweden immer mit Seen und Elchen verbunden habe. Ist das eher eine Städtereiße? Oder kommt die idyllische, eher unberührte Natur noch? Aber Wasser sieht man ja durchaus auf deinen Fotos, von oben wie von unten 🙂 Liebe Grüße, ich bleibe dabei, auch wenn ich nicht immer reagiere, Silvia
H.Badger1'824 Beiträge · seit 201606. Feb. 2025 · #55
Hallo Dieter, Stockholm ist eine so schöne Stadt! Ich verbringe ja meine Ferien auch gern in der Natur, aber wenn ich in Städten bin, dann gern in solchen wie Stockholm oder Oslo. So schön entspannt, gepflegt und mit tollem kulturellen Angebot bei wundervoller Lage. Da sind die skandinavischen Hauptstädte wirklich top. Und du hast das schön eingefangen! Herzlich Sascha
PKPapa KeniaThemenstarter541 Beiträge · seit 201207. Feb. 2025 · #56
@freshy, Wenn man im Pulk unterwegs ist, hat man meistens nicht die Zeit, sich Fotomotive in Ruhe auszusuchen. Da ich viel allein unternommen habe und mein Tempo selbst bestimmen konnte, habe ich, so glaube ich, ein paar ganz gute Aufnahmen dabei. Danke für Deinen Eintrag.
@Nacho Unberührte Natur kommt nicht mehr. Das ist was für Urlaub mit „Runterkommen und entspannen.“ Dieses war eine reine Sightseeingtour. Ging ja auch nur 2 Wochen. Daher habe ich keinen einzigen Elch gesehen. Auf meiner ersten Skandinavienrundreise über Finnland und Norwegen habe ich mehr Elche gesehen. Bericht hier. Elchfotos habe ich aber trotzdem keine😊 Schön, dass Du noch dabei bist.
@H.Badger Hallo Sascha, Da bin ich voll bei Dir, dass Stockholm und Oslo wunderschöne Städte sind, wobei mir persönlich Oslo besser gefällt.
Leider habe ich bisher die U-Bahn-Stationen in Stockholm noch nicht gesehen. Wird mir wg. meiner Krankheit auch wohl nicht mehr gelingen, diese zu sehen. Das steht noch ganz oben auf meiner Wunschliste.
Allen Dreien ein schönes Wochenende! Grüße Dieter
PKPapa KeniaThemenstarter541 Beiträge · seit 201210. Feb. 2025 · #57
Tag 12
Frühes Aufstehen gehört bei diesem Reiseveranstalter einfach dazu. Also raus aus den Federn, rein ins Bad und anschließend mit dem Fahrstuhl Richtung Speisesaal zum Frühstück.
Heute hieß es wieder alle Habseligkeiten mitnehmen und im Bus verstauen. Das war unsere letzte Nacht in Stockholm.
Bereits um 8:30 Uhr saß die Reisegruppe im Bus. Wir machten zunächst eine kleine, letzte Stadtrundfahrt und landeten irgendwann am sehenswerten Stadthaus. Eine gute Stunde hatten wir Zeit, dieses Gebäude auf einem Rundgang zu erkunden.
Es ist der Sitz der Stadtregierung. Hier werden alljährlich durch den amtierenden König die Nobelpreise für die verschiedenen Sparten verliehen.
PKPapa KeniaThemenstarter541 Beiträge · seit 201210. Feb. 2025 · #58
Für das Drumherum blieb auch noch ein wenig Zeit. Kurz vor elf Uhr setzte sich unser Bus wieder in Bewegung. Wir fuhren in die nahe gelegene Hafenstadt Nynäshamn.
Da war sie wieder! Ich sah sie bereits von weitem. Eine dieser nicht enden wollende Gangways. Allmählich begann ich diese Dinger zu hassen.
Was solls. Raus aus dem Bus und rein ins Hafengebäude. Rolltreppe? Fehlanzeige! Stufen! Jede Menge! Stufensteigen ohne Ende und dann immer bis zum Horizont usw., usw. Ihr kennt das ja schon.
Halb taumelnd, halb fallend, nutzte ich die erste Chance und schmiss mich an Bord der Fähre in eine Ledergarnitur. Dass diese Erlebnistouren hart waren, war mir bekannt. Aber dass es an Selbstzerfleischung ran reicht, hätte ich nie gedacht.
Es gab auch noch andere ältere Herrschaften, die röchelnd an Bord robbten. Diese Gangway hatte es in sich!
Als ich nach einigen Minuten endlich vernünftig durchatmen konnte und auch Herr über meine Gliedmaßen war, sah ich erstmal, wie toll diese Fähre war. Es schien ein niegelnagelneues Teil zu sein. Außer unserer Gruppe waren geschätzt nicht mal 30 Leute mit an Bord.
Um einige Minuten vor 13 Uhr legte die Fähre ab. Wir waren nun für die nächsten drei Stunden auf dem Weg nach Gotland.
Bevor die Fähre ablegte, war ich aber an Oberdeck und genoss den Fahrtwind und den herrlichen Sonnenschein.
Hunger trieb mich und auch andere Gäste zwischendurch unter Deck. Ich genehmigte mir ein hervorragenden Köttbullar mit Salat. Der Preis für die Mahlzeit war in Ordnung. Geschmacklich war es sehr gut!
PKPapa KeniaThemenstarter541 Beiträge · seit 201212. Feb. 2025 · #59
Gegen 16 Uhr legte die Fähre in Visby an.
Wir fuhren mit unserem Bus bis vor die Stadtmauern. Innerhalb der Stadtmauern war Fahrverbot.
Das fiel natürlich genau in die Rubrik ‚Momente, die Dieter nicht braucht‘.
Herbert sah, wie ich mit meinem Gepäck am Rumhampeln war. „Beim letzten Mal als ich hier, durfte ich mit dem Bus noch bis vor das Hotel fahren.“
‚Danke Häbbät! Das baut auf! Kannst du nicht einfach die Klappe halten?‘
Da wir hier in Visby zwei Übernachtungen hatten, lohnte es sich, Reisetaschen oder Koffer mitzunehmen. Also quälte ich mich mit meiner Tasche und dem Kamerarucksack ab und versuchte erfolglos, mit den anderen mitzuhalten. Keine Chance! Meine Lunge streikte und ich musste wohl oder übel eine Pause einlegen. Setzte mich auf ein Mäuerchen und atmete die nächsten fünf Minuten erst mal gut durch.
Am Ende der Straße sah ich unsere Gruppe nach links in ein Hotel schwenken. Auf jeden Fall wusste ich jetzt, dass wir in Sichtweite untergebracht sind und ich in einiger Entfernung alle wiedersehen würde. Vermutlich stehen noch welche an der Rezeption, wenn ich auftauche. Genau so war es. Jonas war mit dem Verteilen der Zimmerschlüssel beschäftigt, als ich im Hotel eintraf und mich von der erstbesten Sitzgelegenheit magnetisch angezogen fühlte.
Wer für einen Rundgang mitgehen wollte, der sollte sich in 50 Minuten hier unten im Foyer einfinden. Die Führung würde Jonas übernehmen.
So lange wollte ich nicht warten. Ich ging auf mein Zimmer. Gott sei Dank brauchte ich hier keine Treppen steigen. Mein Zimmer lag ebenerdig. Es war nett und meinen Vorstellungen entsprechend. Groß genug und sauber.
Die Reisetasche stelle ich in die Ecke, schnappte erst mal Luft und dann meine Sony mit nur einem Objektiv. Ich nahm nur das Lieblingsobjektiv 18-200 mm mit und stiefelte lange vor den anderen schon mal los. Alles natürlich in gemäßigtem Tempo.
Ich hatte den richtigen Riecher und auf Anhieb das gefunden, was Touristen eigentlich suchen. Hübsche, bunte Holzhäuschen. Angeblich wurden in diesen Gassen auch einige Szenen von Pipi Langstrumpf gedreht. Wer allerdings die Villa Kunterbunt hier vermutet hat, der war auf dem Holzweg, die steht in einem Freizeitpark in Kneippbyn.
PKPapa KeniaThemenstarter541 Beiträge · seit 201212. Feb. 2025 · #60
In meinem eigenen Tempo wanderte ich durch die schmalen Gassen.
Irgendwann holt mich dann aber doch unsere Reisegruppe unter der Führung von Jonas ein. Ich hörte, wie er seiner Nebenfrau sagte: „Wo kommt Dieter denn her? Ich denke, der kriegt keine Luft und kann nicht gut laufen?“
„Jonas? Ich habe zwar eine kaputte Lunge. Aber ich höre sehr gut! Wir sprechen uns noch!“ Und grinste ihn an. Er grinste zurück und hob den Daumen. Damit war klar, dass er mich nicht falsch verstanden hat. Mit solchen Sprüchen kann ich humorvoll umgehen! Für seinen Ausspruch war ich ihm natürlich nicht böse.