Ich lese auch sehr gerne mit… Wir waren fast zur gleichen Zeit in Namibia unterwegs, auch als Ersttäter. Bis jetzt habe ich mich aber noch nicht an einen Reisebericht getraut, umso mehr freue ich mich über Deinen Bericht. Ein schönes Wochenende Susanne
D und M435 Beiträge · seit 201214. Juni 2024 · #22
Ich lese auch.
Ich kenne das. Man schreibt und hat sehr wenig Feedback. Aber bei den Aufrufen siehst du schon, wie viele Interessierte mitlesen. Das meiste Feedback kriegen diejenigen, die von den diversen Treffen einige persönlich kennen.
Hallöle 🙂 ich lese auch eifrig mit und freue mich über jeden neuen Tagesbericht, Vielen Dank für Deine Mühe und die tollen Fotos 🤩
Aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir: "Lächle und sei froh, denn es könnte schlimmer kommen!" Und ich lächelte und war froh.... und es kam schlimmer....
CLClausinho12 Beiträge · seit 201416. Juni 2024 · #26
Super, Ich finde Deinen Bericht toll. War mit meinem Sohn vor 2 Jahren unterwegs. Haben ua auch den Messum Crater , die Stille und die Einsamkeit in unvergesslicher Erinnerung. Die Wüstenelefanten wurden im Hoanib entdeckt. Freue mich auf die Fortsetzung! HG aus MUC Klaus
TheHaegarThemenstarter37 Beiträge · seit 202419. Juni 2024 · #28
Di. 22.04.
Nachdem Platten gestern, starten wir den Tag mit WOLKE (Wasser Oel Luft Kraftstoff Elektrik).
Ok, da wir wohl die nächsten Tage im Nichts sind, tanken wir alles nochmal schön voll. Anschließend auf die D2612 und die C39 und ab Palmwag auf die C43, alles ohne besondere Vorkommnisse.
Am Veterinärzaun verdaddel ich mich total mit den Orten wo wir hinwollen und der Kontrolleur besteht drauf, das ich ihm unser Ziel auf der Karte zeige 😉 wir sollen volltanken da es dort keine weitere Tankstelle gibt. Wir sind aber quasi noch randvoll. Ich bin mir sicher das dieser Mann zu seinem Kollegen sowas wie "Diese dämlichen Deutschen oder so gesagt hat." Zu recht, ich war irgendwie total verpeilt.
Wir steuern die Palmwag Lodge an um die Permit für die Fahrt zu Hein's Camp und am Folgetag für den Crowther's 4x4 Trail zu bekommen. Wir haben zwar noch genug Wasser aber irgendwie wollten wir auch noch etwas Lebensmittel einkaufen.....auf dem Weg zur Lodge war aber nichts was uns direkt dazu eingeladen hätte und hier gab es jetzt für uns nur noch begrenzt die Möglichkeit. Heimlich rechnete ich nach, ob der Biervorrat denn für drei Nächte reichen würde....wird knapp 😉
Lustig fand ich dieses Schild.
Ein kurzes Stück noch auf der C43 und dann links zum Entrance Gate Palmwag. Dort haben wir uns noch nach den Verhaltensweisen wegen der Löwen erkundigt und sind dann rein.
Wir sind also schön langsam in Richtung Hein's Camp gefahren und haben uns wirklich Mühe gegeben Tiere zu sichten. Nichts, wir haben nichts entdecken können, es war aber auch wieder sehr heiss. Mit Fernglas die Gegend abgesucht, nichts es war nichts zu entdecken.
Bei Hein's Camp angekommen, habe ich die direkte Umgebung nach Spuren untersucht. Menschliche waren leicht zu finden, tierische auch aber ich konnte die Trittsiegel nicht deuten. Dazu fehlte dann doch das KnowHow...hab mich später total mit Spuren von Nashörnern vertan....
Wenn man da so alleine steht, ist das schon schön. Außer Abendessen gab es nicht viel zu tun und das Fleisch muss ja weg, mit in den Süden dürfen wir es ja nicht nehmen.
Was soll ich sagen, Chrigu hatte Recht, es gibt dort Empfang!!! In der Nacht hatte ich im Dachzelt E !!! Wie in aller Welt kommt da ein Netz hin? Da is nichts !!!!
Ach ja, für die Gegend sollte man wirklich seine digitalen Karten auf dem Handy offline haben, is aber ja eigentlich klar oder? Wir gehen früh ins Zelt und beschließen morgen früh aufzubrechen, ich hoffe in den Morgenstunden noch auf Tiere und es ist bis zum nächsten Zielpunkt im Hoanib ist es auch eine ganz schöne Strecke und wir wissen nicht, wie wir auf dem Crowther's 4x4 Trail vorankommen. Wir sind wirklich sehr gespannt.
Daxiang5'049 Beiträge · seit 201419. Juni 2024 · #29
Hi Helge,
ich oute mich als stiller Mitleser. Obwohl ich nicht zur Camping-Fraktion gehöre, macht es Spass euch auf eurer Ersttäter Tour zu begleiten.
Ich lese auch immer ein bisschen mit, bin ich doch neugierig, wie unterschiedlich unsere Ersttäter-Touren sind. Wir liebäugeln inzwischen auch ein bisschen mit dem Dachzelt. Bis zur nächsten Tour haben wir aber noch ein bisschen Zeit 🙂
Lg, Melanie
TheHaegarThemenstarter37 Beiträge · seit 202430. Juli 2024 · #31
Di. 23.04.
Wieder früh morgens los, denn die Strecke schien uns sehr lang und wir wollten nicht zu spät im Hoanib River ankommen. Was sollen wir sagen? Warum um alles in der Welt sollte man den Crowthers 4x4 Trail fahren? Wir fanden es absolut langweilig und außer Steinen in allen Farben und Formen, meistens spitz und scharfkantig gab es kaum Vegetation.
Tiere waren eh Fehlanzeige, bis auf ganz wenige kleiner hühnerartige Vögel 8-9 Std. sind wir dem Track gefolgt, es gab einmal so etwas wie eine Oase....lag aber nicht direkt am Weg und wir waren schon genervt von der Strecke. Auf dieser Strecke haben sich bestimmt schon Scheidungen angebahnt. Fahr mehr links, hast du die Lunke nicht gesehen, laangsamer....denk an die Reifen usw. Ich bin als Beifahrer derjenige welcher scharf Luft zwischen den Zähnen einzieht und meine Freundin macht das gleiche durch die Nase um den Fahrer zu kritisieren. Nachdem wir das angesprochen hatten, war es lustig.
Mich würden Nachrichten interessieren, wer die Strecke ähnlich sieht oder es anders erfahren hat. Anhalten und aussteigen? Bei 40°C Außentemperatur, nein danke.
Irgendwann wurde die Steine weniger und uns kam tatsächlich ein Fahrzeug mit zwei Schweizern entgegen. Sie hatten eine sündhaft teure Nacht im Camp, nahe des Hoanib verbracht und garantierten uns mehrere Tiere wenn wir weiterfahren. Na das hört sich doch gut an. Wir haben uns dann entschieden an dem Tag nicht mehr in den Hoanib einzufahren, es war einfach zu spät und wir beide genervt.
Dort wo Mudorib und Hoanib zusammentreffen fanden wir ein kleines Wasserloch, da stehen aus zwei Gebäude. Das sah doch interessant aus. Wir suchten uns eine erhöhte Position um das Wasserloch gut im Blick zu haben, mit der Hoffnung das der Wind wie immer am Abend nachlässt.
Tisch, Stühle, Getränke, Kamera und Fernglas raus. Affen machen einen Heidenlärm an der Südflanke eines Hanges im Norden. Was bewegt sich denn da aus der Ecke in Richtung Wasserloch, tatsächlich eine Löwin. Trinken, Markieren und den gleichen Weg zurück.
Hat nicht einmal zu uns geschaut, mußte sie auch nicht wir müssen direkt vor ihr gewendet haben. Sie lag wahrscheinlich in den Büschen. Ab dem Zeitpunkt hat sich meine Freundin leider sehr laut verhalten....klappern...Türen lauter als notwendig zuschlagen....sie behauptet das nicht extra gemacht zu haben, aber man hat uns ja auch gesagt uns auffällig zu verhalten, wegen Löwen. Naja dann kamen noch drei Giraffen, aber sowas von vorsichtig das wir nicht mehr genug Licht hatten um zu sehen, ob sie das Loch noch erreicht haben. Leider hatte ich auch mit der Sonnenbrille auf dem Tisch geklappert, da wurden sie eh zur Salzsäule.
Waren etwas früher im Zelt, ich war mir auch nicht ganz sicher was wir durch den Krach angelockt hatten. Spolier: nix, die Wildtierkamera hatte nichts zu tun
Chrigu7'263 Beiträge · seit 200631. Juli 2024 · #32
TheHaegar schrieb: Mich würden Nachrichten interessieren, wer die Strecke ähnlich sieht oder es anders erfahren hat. Anhalten und aussteigen? Bei 40°C Außentemperatur, nein danke.
Ich mag die Palmwag Konzession. Ich bin sogar ein sehr grosser Fan davon. Die Kargheit und die Einsamkeit, die steinige Strecke um dann nach Stunden wieder in hüglige Landschaft und das Gebiet des Hoanibs zu kommen finde ich persönlich grossartig. Ich bin jedes Jahr ein, zwei Mal in der Palmwag Konzession. Für mich immer wieder ein grandioses Stück einer Namibia Reise.
Herzliche Grüsse Chrigu
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Liebe Astrid und Helge, ich sitze auch mit im Fahrzeug. Wir haben teilweise ähnliche Ziele wie ihr in unserer Mai- Route nächstes Jahr. Die Palmwag Konzession ist auch dabei. Ihr schildert eure Eindrücke ehrlich und das gefällt mir. Ob ich der Gegend etwas abgewinnen kann, werde ich im Mai merken. Das kann ich Null einschätzen. Eure Eindrücke lassen Bedenken bei mir aufkommen. Aber das Schöne an Namibia ist ja gerade der Abwechslungsreichtum. Es freut mich, dass ihr die Löwin doch noch gesehen habt. Ich war nur verwundert darüber, dass ihr sie mit Lautsein vertreiben wolltet, während andere stundenlang fahren und warten um welche zu finden. Aber das ist wahrscheinlich der Tatsache geschuldet, dass ihr Camper wart und allein. Da fühlt sich die Nähe zum Tier gleich ganz anders an als in einer festen Unterkunft.
Ich lese euren Bericht sehr gerne mit. Kann nur mit meinem Handy aus unerfindlichen Gründen meistens nicht antworten.
dergnagflow2'534 Beiträge · seit 200701. Aug. 2024 · #34
Hi,
TheHaegar schrieb: Mich würden Nachrichten interessieren, wer die Strecke ähnlich sieht oder es anders erfahren hat. Anhalten und aussteigen? Bei 40°C Außentemperatur, nein danke.
ich *liebe* den Crowtherstrail. Eben weil dort meistens nichts ist. Aber ich habe einmal auf dem Motorrad und einmal mit dem Auto jeweils ein Nashorn gesehen und egal, in welche Richtung man ihn fährt, man muss sich das Ziel "erfahren". Wir bleiben auch immer eine Nacht auf einer der Campsites, dort ist absolute Ruhe und niemand anderer weit und breit. Zumindest immer dann, wenn wir ihn fahren (Jänner/Februar). Der Sternenhimmel in der Ebene ist fantastisch.
chriboehm126 Beiträge · seit 202401. Aug. 2024 · #35
Habe den Bericht bis jetzt gelesen und danke dir vielmals für deine Ausführungen. ich bleibe gerne dabei, da wir kommendes Jahr als Ersttäter unterwegs sein werden und jeder Tipp bei der Planung hilft.
TheHaegarThemenstarter37 Beiträge · seit 202429. Okt. 2024 · #36
Mi. 24.0424
Morgens fahren wir in Richtung der Affen, die wollte ich mir doch nochmal anschauen. Doch bevor wir sie erreichen, stoßen wir auf Elefanten, welche sich langsam in Richtung Wasserloch bewegen. Wir haben ganz alleine Elefanten gefunden!!! 😉 Also Rückwärtsgang rein und Richtung Wasserloch....Sonnenstand berücksichtigen....Abstand zum Wasserloch halten und dann begann das Warten. Einer Safaritour welche aus dem Flussbett kommt, sagen wir noch Bescheid. Der Guide hat sich sichtlich gefreut, vielleicht kommen die Elefanten hier nicht so reglmäßig.
Nach dem Trinken, wandern sie ins Flussbett und wir zockeln hinterher ... die lassen sich Zeit und Elefanten müssen für ihre Geschäft (beides gleichzeitig) nicht anhalten, gut das wir doch nicht sooooo nah dran waren. Wir trauen uns irgendwann doch zum Überholvorgang anzusetzen.
Die Fahrt im Flussbett ist bis auf zwei drei Stellen wirklich problemlos möglich. Es ist wirklich eine ganz tolle Gegend und wir sehen wirklich ganz viele unterschiedliche Tiere. Rückblickend war diese Strecke DAS Highlight unserer Tour!!!
Unterwegs kommen uns immer mehr Touren entgegen geheizt, die müssen wohl alle von dieser sehr teuren Lodge am Fluss kommen.
Sesfontain ist wirklich nicht einladend, hier sieht man direkt die Armut und das erste mal werde ich von Kindern umzingelt und angebettelt. Das macht einen schon betroffen.
Wieder Richtung Süden, am Vetärinärzaun verschenken wir die ersten Sachen, welche wir nicht mehr benötigen.
FAZIT: Da wir vom 4x4 Trail echt enttäuscht waren, würden wir empfehlen, bis zur Heins Camp Site zu fahren, dort zu nächtigen und dann wieder auf der Strasse nach Sesfontain zu fahren und von dort aus in das Flussbett zu fahren. Dann am Fluss zu übernachten und den Weg im Flussbett wieder zurückzufahren. Ja, man fährt eine Strecke zweimal, aber es war so interessant dort und so viele Tiere vor Ort, das sich das definitiv lohnt.
Richtung Osten über den Grootbergpass, hier sieht es ausnahmsweise mal etwas grüner aus, was gleich viel einladender wirkt.
Auf der Hoadacampsite lassen wir und inmitten von Steinen nieder. Poll und Sunsetbar bleiben ungenutzt. Wir genießen den Abend am Grill bei Wein und dem Schein unserer Lampen.
Die Campsite ist doch ganz gut besucht, aber wir sind im äußersten Winkel untergebracht. Geweckt wurden wir leider durch die Person, welche den Ofen entfacht, damit man warmes Wasser hat. Haben uns wohl nicht verstanden, das wir das gar nicht gewünscht hatten.
TheHaegarThemenstarter37 Beiträge · seit 202429. Okt. 2024 · #37
Do. 25.04.24
In Kamanjab hat der Fleischladen, welcher uns so empfohlen worden ist wohl für immer geschlossen. Die Besitzerin hatte wohl einen tödlichen Autounfall. In dem Ort gibt es direkt daneben einen Markt....puuh das was dort im Tiefkühler lag, war so gar nicht das was wir suchten....bzw. was ich suchte. Der Ort selber ist auch wieder nicht so der Hit, also fahren wir weiter Richtung Etosha Park.
Wir bleiben draußen auf der Hobatere Lodge, sehr nett, sehr angenehm, es waren kaum Touris da und wir springen erstmal in den Pool und unterhalten uns mit einem Pärchen über dies und das. Der Gamedrive mit anderen Gästen brachte uns einer Gruppe Löwen ziemlich nahe, alle anderen Tiere hatten wir schon sehen können...ach ne Zebras hatten wir ja noch nicht. Uns wurde dann gleich mal gesagt, wie man die beiden Arten unterscheiden kann.
Das Essen war wirklich gut, schön draussen auf der Terrasse, sehr zu empfehlen. Ich war der einzige Gast auf dem Nightdrive und die beiden Guides haben sich sehr sehr bemüht mir einen Leoparden zu zeigen. Wir haben auch ein paar Tiere gesehen, aber ein Leopard war leider nicht dabei. Die Suche war aber intensiv und da ich alleine war konnte ich viele Fragen platzieren und bekam wissenswerte Antworten.
TheHaegarThemenstarter37 Beiträge · seit 202414. Nov. 2024 · #38
Fr. 26.04.24
Rein in den Etosha NP über Dolomite nach Olifantrus, die ersten beiden künstlichen Wasserlöcher bringen schon viele Tiersichtungen. Das Camp Olifantrus ist gut gefüllt und nicht gerade sehr schön. Am Wasserloch sehen wir leider heute nichts.
TheHaegarThemenstarter37 Beiträge · seit 202414. Nov. 2024 · #39
Sa. 27.04.24
Wir starten um 7 Uhr und fahren von Wasserloch zu Wasserloch, mal mehr mal weniger Tiere. Olifandsbad => Elefanten, top!!! Sehr zu empfehlen. Der Platz im Okaukuejo Camp ist jetzt auch nicht so der Brüller, wir benutzen mal kurz den Pool und schauen uns die Anlage an. Die gesamte Anlage hat echt schon bessere Tage gesehen. ABER das Wasserloch ist definitiv einen oder mehrere Besuche wert. Elefanten, Nashörner, Hyänen und Giraffen erscheinen aus der Dunkelheit, Trinken und verschwinden wieder. 5 Uhr => Rappmusik !!!
TheHaegarThemenstarter37 Beiträge · seit 202414. Nov. 2024 · #40
So. 28.04.24
Olofandsbad => 7:50 Uhr 3 Löwinnen, danach ist da nichts mehr los. Gegen Mittag waren wir ja in Halali (haben die Deutschen gegeben den Namen...Jäger usw.) wir haben da mal so 2 1/2 Std. die Anlage genutzt, aber den Pool nicht. Dann wieder zurück Richtung Okaukuejo Camp. Wie geplant, weil wir morgens den Platz schon ausbaldowerdt hatten, direkt zum Wasserloch Olifantsbad. Nun stand die Sonne richtig, wir waren um 16 Uhr vor Ort. Da war der erste Elefant schon da, es folgten dann vier weitere. Wenn wir etwa 10 Minuten später gekommen wären, wären wir denen direkt auf der Strasse begegnet. Abends wieder am Wasserloch...den Abend in die Nacht übergehen lassen.