TheHaegarThemenstarter37 Beiträge · seit 202414. Nov. 2024 · #41Mo. 29.04.24
Richtung Halali, von dort zum Lookoutplatz. Vorsicht nicht in das Zentrum vom Lopp gehen und schon gar nicht fahren!
Es hat lange gedauert die Schuhe wieder sauber zu bekommen.
Das Wasserloch was uns am besten gefallen hat, auf dem Weg nach Namutomi war das Loch mit dem Namen Kalkheuwel.
Der Weg zu diesem Wasserloch war allerdings echt schlecht zu fahren, überhaupt sind manche Wege in einem NP schon nicht wirklich gut gepflegt. Aber wenn die Strassen besser wären, dann würde sicherlich zu sehr gerast.
Kurz mal eine Notiz zur Campsite Namutomi. Die Stellplätze sind eigentlich nicht schlecht, teilweise Rasen und Bäume um die Hängematte aufzuhängen. Wasser und Strom direkt am Platz. Soweit alles ok. Die Sanitären Einrichtungen entsprechen so etwa dem Stand von 1915 als die Deutschen abziehen mussten. Kasernenflair!
Das Wasserloch ist sehr gross und nicht komplett einsehbar, Sitzbänke sind toll und bequem...eine gute Anlage.
ABER wenn das Dinner vorbei ist, kommen die Menschen angeströmt und unterhalten sich angeregt....andere sitzen da seit Stunden und verkneifen sich jeden Furz um bloss kein Tier abzuschrecken und dann kommen so Trampel mit Weinflaschen und Gläsern...da sind Scherben ja vorprogrammiert.
Mich hat aber am meisten das Getöse angenervt, ich wanke doch auch nicht in eine Andacht setze mich lautstark hin und rede dann mit meinen Leuten weiter.
7 Elefanten waren am Loch....danach lange nix... einer ist von rechts nach links im Stechschritt durchs Bild gelaufen... keine Ahnung was den geritten hat....als dann so ein Honk auch noch mit Blitzlicht ZWEIMAL fotografiert, habe ich kurz überlegt, wie es wie ein Unfall aussehen könnte ... und bin zurück zum Zelt gegangen.
TheHaegarThemenstarter37 Beiträge · seit 202414. Nov. 2024 · #42Di. 30.04.24
Wir haben uns entschieden den Etosha Park schon einen Tag früher zu verlassen. Es ist interessant in dem Park, aber wir denken, das wir unsere Zeit woanders besser verbringen können. Es sind hauptsächlich die Campingplätze die uns einfach nicht so gut gefallen, wir mögen es ja gerne einsamer.
Die Umorganisation hat per Mail und Telefon gut geklappt. So ziehen wir die Franz Indongo Lodge einen Tag vor und verlängern einen Tag am Waterberg.
Wir fahren am Morgen noch mal zum Wasserloch Okerfontain, wären wir wieder zum Kalkheuwel Wasserloch gefahren, hätten wir wohl doll was zu sehen bekommen....so hatten wir eine echt schüterne Giraffe....welche als sie endlich um unser Auto herumgegangen war und im Sucherbild auftauchte ... von einem anderen Fahrzeug verscheuchte wurde....welches auch gleich weiterfuhr.
Das war unser Zeichen zum Aufbruch und wir sind Richtung Namutomi gefahren. Dort haben wir ganz knapp die riesige Elefantenherde verpasst die dort wohl jeden Mittag zum Wasserloch kommt. Eine sehr große Herde !
Die Franz Indongo Lodge ist sehr schön eingerichtet und das Essen ist sehr zu empfehlen. Ich hab die meiste Zeit im Pool verbracht, das Zimmer war sehr nett eingerichtet und für zwei Personen einfach sehr sehr groß. Die Einrichtung war für unsere Verhältnisse schon fast zu luxuriös.
TheHaegarThemenstarter37 Beiträge · seit 202418. Nov. 2024 · #43Mi. 01.05.24
5:30 Uhr, was sind das für komische Geräusche? Astrids Wecker beendet die Nacht.
Ich hatte mich so sehr auf ein Frühstück gefreut, aber dann würden wir es nicht mehr rechtzeitig zum CCF ( Cheetah Conservation Fund) schaffen.
Gegen 6 Uhr gleiten wir über die kalaharirote Oberfläche der Strasse Richtung Otjiwarongo.
LKW's und PKW's kommen uns entgegen und am Strassenrand Silhouette von Menschen....die wohl irgendwo hinwollen.
An der ersten Tankstelle lassen wir unsere Mitfahrerin, eine Angestellte der Lodge raus, wenden und kehren zurück auf eine dieser tollen roten Str.
Die Sonne steigt hinter dem Waterberg hervor...immer wieder toll diese Sonnenauf- und -untergänge.
Wenn man nicht gerade in deren Richtung fährt.
Links und rechts kniehohes Gras und dann jeweils ein Zaun...also kann doch eigentlich kein Tier auf dem Weg sein...zwei Kudumännchen zeigen uns alsbald, was ein Zaun für sie bedeutet....nämlich nix.
7:30 Uhr wir erreichen den CCF ( Cheetah Conservation Fund).
Hier werden Geparden aufgepäppel, gehegt und gepflegt.
Wir haben ein Ticket für den Cheetha run und schauen uns die sprintenden Schönheiten einmal an.
Das Schnurren und Miauen der Tiere .... da bin ich froh das Astrid von denen durch einen Zaun getrennt ist....sonst würde sie wohl aufdringlich.
Zwischen 113 und 120 km/h im Sprint, auf kurzen Strecken von 300 bis 600 Metern, schafft der Gepard. In 3 Sekunden ist er von 0 auf 100 km/h.
Der Cheetha run hat uns nicht so beeindruckt, die anschließende Rundfahrt im Gehege fanden wir interessanter. Wir hatten aber auch Glück, das der Fahrer das mit der Zeit nicht genau nahm und eine andere Gruppe noch die Behind the scene Tour gebucht hatte und wir so einen Teil dieser Tour im Gehege mit beobachten konnten.
Das Frühstückspaket der Franz Indongo Lodge war übrigens sehr gut.
Insgesamt war der Besuch des CCF recht informativ.
Weiter Richtung Waterberg, der Zugang zum Friedhof und dem dortigen Cache hätte eine Gebühr gekostet, dann eben nicht.
Nachdem wir unsere Campsite gewechselt hatten, waren wir mit dem Platz für die kommenden zwei Nächte wirklich sehr zufrieden.
Schade, das man das WLAN an der Rezeption nicht nutzen darf, da stellen die sich wirklich an.
Den Rest des Tages verbringen wir im Pool oder in der Hängematte. Am Pool finde ich übrigens dann meinen ersten Skorpion 🙂
Wir melden uns für die Wanderung auf das Plateau. Oh man und das bei der Hitze, ob das eine gute Entscheidung sein wird.
Wir haben noch soviel Fleisch, das es die nächsten Abende wohl nur Steak gibt. Diese Fleischqualität vermisse ich schon jetzt. 🙁
Mitten in der Nacht oder war es erst Anfang der Nacht, ich weiss es nicht mehr, werden wir von Blechklappern geweckt. Horchen? Was ist das? Die Paviane vor denen hier gewarnt wurde? Unheimlich? Ganz vorsichtig öffnen wir unser Zelt und leuchten in die Dunkelheit......da war das was? ....da ein Schatten, oder nicht?.....ich horche noch eine Weile und da.....weiter weg von uns das gleiche Geräusch.
Am Morgen sehen wir das irgendwas unseren Deckel von der Blechtonne geworfen hat, aber was?
TheHaegarThemenstarter37 Beiträge · seit 202413. Dez. 2024 · #44Do. 02.05.24
Guten Morgen!
Heute geht es auf den Waterberg, wir treffen uns mit weiteren Interessenten an der Rezeption und erfahren, das die Nacht ein Stachelschwein über den Campground ging und Mülltonnen inspizierte. Rätsel gelöst 🙂
Der erste Abschnitt geht die "Strasse" rauf, oben treffen wir dann noch einige verspätete Teilnehmer und erhalten die Instruktionen für den Aufstieg, besonders was Schlangen (schwarze Mambas) angeht. Beim Motorradfahren, sollte in der Gruppe der langsamste möglichst weit vorne, am besten hinter dem Guide fahren. Das beherzige ich und positioniere ich mich direkt hinter dem Guide.
Es ist jetzt nicht richtig klettern, aber man muss schon seine Hände mitbenutzen, also kein ausgetretener Weg oder sowas.
Ich verlasse mich darauf, das da wo ich reingreife schon nichts ist 🙂
Oben angekommen halten wir ein zwei drei Stellen und genießen den Ausblick. Wir erfahren interessante Dinge über Geschichte, Kultur und Tiere, das war wirklich sehr informativ und genug Freiraum für Fragen.
Nach einer Weile geht es noch etwas über das "Oberland", Spuren werden gesichtet und besprochen und dann geht es denselben Weg wieder runter.
Kurz bevor wir unten sind, sammeln wir uns nochmal alle und erfahren, das zu dieser Jahreszeit die Mambas Paarungszeit haben und den Weg nach oben nehmen, sobald dieser in den Schatten fällt.
Aus diesem Grund ist die Sache mit dem Honneymoon - Sundowner, bin mir nicht ganz sicher ob das so heisst, im Moment eher nicht machbar. Stelle ich mir auch komisch vor, wenn in der romantischen Szenerie einem gesagt, wird "Sie müssen jetzt den Weg runter, da wir sonst an den Schlangen schlecht vorbeikommen." Da ist die Romantik vielleicht etwas angekratzt.
Paviane haben wir gesehen, aber sie haben uns in Ruhe gelassen, auch auf der Campsite.
Wir können die Tour empfehlen. Den Rest des Tages haben wir im Pool (ja der ist nicht geheizt) verbracht oder in der Hängematte, bevor der Grill wieder gestartet worden ist.
Mir wurde berichtet, das es in der Nacht doch den ein oder anderen Skorpion auf den Wegen gibt.
Da ich eh noch Startrailbilder machen wollte, blieb ich eben wach und begab mich in der Dunkelheit mit UV Lampe auf die Suche.
Wow! Wie die Tiere in dem Licht fluoreszieren, das ist echt toll. Es waren keine großen Tiere aber hier und dort war ein Exemplar.
Als ich dann in der stockdunklen Umgebung mit dem Stativ und der GoPro kämpfte, näherte sich ein Tier in der Dunkelheit.
Ich hab mich dann in Ruhe auf den Stuhl gesetzt, gehorcht und einfach mal geschaut, wie lange ich es aushalte ohne die Kopflampe einzuschalten. Puuuh das war schon spannend. Licht an und dann standen wir uns gegenüber, das Stachelschwein und ich. Hatte ich mir kleiner vorgestellt, schnell wieder Licht aus und hinsetzen. Es umkreiste uns Camp und verschwand.
Schnell die Kamera programmieren und die Wildtierkamera aufstellen. Ich liess es mir nicht nehmen eine kleine künstliche Wasserstelle zu schaffen. Drei Tiere besuchten dieser während der Nacht, ein katzenartiges, ein Dachs und eben das Stachelschwein.
TheHaegarThemenstarter37 Beiträge · seit 202413. Dez. 2024 · #45Fr. 03.05.24
Heute stand vor der Abreise das Nashorn trekking auf dem Programm. Ich wollte dieses unbedingt zu Fuss machen und es war auch toll.
Auch hier wurde doch einiges zu den Spuren und Tieren erklärt, was ich ja immer sehr interessant finde.
Ich fand den Weg zu den Nashörnern etwas verschlungen. Die Tiere müssen doch nicht gesucht werden, die Aufpasser sind ja mit Funk ausgestattet. Naja, war nicht schlimm.
So vor den Tieren zu stehen, ist schon beeindruckend. Klar, die Menschengruppe war nicht gerade klein und auch Kinder dabei, da war es nicht gerade ruhig und nicht so einfach passende Fotos zu schiessen. So entfernte sich Astrid auch von der Gruppe und näherte sich einem separat stehendem Tier. Welches plötzlich und unerwartet klar machte, das sie dann doch zu nahe sei.
Der Guide wurde dann auch wach und rief Warnungen. Fazit, sie war danach nur noch in der zweiten oder dritten Reihe 🙂
Auch diese Tour kann ich empfehlen, die Gruppe hätte etwas kleiner (ruhiger) sein können und die Spurensuche hätte für mich etwas intensiver sein können.
Weiter ging es zu unserer letzten Unterkunft, der Omaruru Game Lodge.
Hinweis: diese Lodge wurde von Tracks4Africa nicht gerade empfohlen, nur war uns die empfohlene Lodge einfach zu teuer.
Ja, die Anlage ist wirklich eher ein Zoo. Ich habe dann an dem GameDrive noch teilgenommen und das war auch nicht schlecht, leider haben wir den Leoparden nicht gefunden, haben aber eine Phyton gesehen, welche gerade einen kleinen Springbock getötet hatte.
Mit den Elefanten wird sehr nah und lange "gespielt". Das ist sehr sehr touristisch aufgezogen und für Kinder bestimmt sehr aufregend. Auch die Begegnung mit Sam der Giraffe ist schon imposant, im Gegensatz zu den Nilpferden, welche wirklich wie im Zoo gehalten werden.
Man sieht ziemlich viele Tierarten, ob das am Ende oder am Anfang einer Reise gut ist?
Das Essen war ok, wenn auch inmitten einer osteuropäischen Busreisegruppe. Teilnehmer dieser Gruppe hatten sich bei den Nilpferden auf unserer Motorhaube positioniert und waren nicht amüsiert, als wir wieder die Fahrzeuge bestiegen und sie mit ihren Posingfotos noch nicht fertig waren. Leute gibt's denen möchte ich im Urlaub nicht begegnen.
FAZIT: Ja, man kann da eine Nacht verbringen, muss aber wissen das man in einem Zoo ist.
Wenn wir heute vor der Entscheidung stehen würden, wo wir unsere letzte Nacht verbringen wollten, dann würden wir und eine Guestfarm in der Gegend suchen um einen eher ruhigen letzten Abend zu haben.
TheHaegarThemenstarter37 Beiträge · seit 202413. Dez. 2024 · #46Sa. 04.05.24
Abreisetag!
Ich hatte hier irgendwo gelesen, das die D2110 ein sehr schöner Weg sein sollte.
Diesen haben wir dann auch genommen um über Okahandja nach Windhoek zu fahren.
Wir hatten ja genug Zeit und haben also diesen Weg gewählt, es war jetzt nicht megaschön aber doch besser als auf den Hauptstrassen zu fahren. An einem Tor war es mir dann aber doch unheimlich, die beiden Wächter sahen aus wie Söldner mit scharfem Hund, welcher um unser Fahrzeug geführt wurde während wir Auskunft über Ziel usw. gaben.
In Windhoek dann noch schnell den Wagen gewaschen und getankt und zurück zu Safari Car Rental.
Super empfangen worden, Zeit gehabt das Fahrzeug auszuladen, das mit dem Reifen wurde geklärt und wir haben das komplette Geld problemlos wiederbekommen. Nette Gespräche über die Tour und überhaupt über das Land überbrückte die Wartezeit auf den Transfer zum Flughafen.
Safari Car Rental bekommt von uns 5 Sterne!
Am Flughafen, dann das übliche Prozedere und dann warten wir am Gate.
Der Bereich ist gut gefüllt und wir sitzen da so rum, kommen zwei Frauen mit ihren Errungenschaften beim Einkauf und die eine legt den Müll einfach zwischen zwei Stühle. Empörung bei den Wartenden, Hinweis auf die Mülleimer an der anderen Seite.....waren wohl zu weit weg .... unglaublich das die sich nicht schämen.
Der anschließende Flug über Frankfurt nach Hamburg verlief reibungslos.
Tja da waren wir wieder.
FAZIT: Uns hat das Afrikafieber nicht gepackt. Mit einem halben Jahr Abstand und dem Schreiben hier habe ich aber alles nochmal "durchlebt" und hätte schon Lust Afrika nochmal zu besuchen. Die einsamen Plätze haben mir sehr gefallen, das 4x4 auch .... vielleicht in einer kleinen Gruppe Botswana .... näher an die Tiere ran mit einem Guide und Zelt oder so.
Für Astrid war es einfach zu wenig Bewegung, was bei den Temperaturen aber auch einfach kein Spass ist.
Nächstes Ziel ist somit Island 🙂
Nach langer Zeit endet nun der Bericht hier. Sorry das es so lange gedauert hat und es die letzten Tage auch keine Bilder mehr gab, ich wollte fertig werden, die Informationen/Erfahrungen noch teilen und Weihnachten steht vor der Tür.