Namibia – Ersttäter – 10.04. - 05.05.24

Reisebericht 45 Antworten · 8'007 Aufrufe · gestartet 06. Mai 2024 von TheHaegar
Themenstarter37 Beiträge · seit 202406. Mai 2024 · #1
Da ich durch das Lesen hier im Forum sehr viel nützliche Informationen für unsere Reise bekommen habe, war mir klar das ich unsere Reise hier auch kommentieren möchte.
In der Hoffnung, das es für andere hilfreich sein könnte.
Ich schreibe das erste mal einen Bericht und hoffe, den richtigen Ton und Ausführlichkeit zu treffen



Wer sind wir?
Astrid (54) und Helge (53)


Wie waren unsere letzten Urlaube:
3 x Schottland mit T4 VW Bulli, überhaupt eher Skandinavien aber ein USA Roadtripp war auch schon dabei

Wie kam es zu Namibia: Ich wollte mal über den Äquator und dort mal einen Cache machen. Wir sind Geocacher, so nebenbei.

Anfang Februar 2023 sind wir über die Reisemesse in Hamburg und haben nach Ständen zum Thema Namibia gesucht. Der erste hörte sich schon ganz gut an, kleine Gruppe, Wanderungen, Zelten usw.

Der zweite Stand war, Lodge hier Lodge dort, da ein Sundowner hier ein Pool usw. - nix für uns.

Der dritte Stand bestand aus zwei schönen Frauen und einem Hintergrundbanner mit „Luxuriöses Namibia“, angelächelt und weiter.

Vor dem dritten Stand haben wir uns beraten und wurden belauscht. Nachdem die Dame vom Stand ihr Essen nahezu fertig vertilgt hatte, sprach sie uns an und gestand uns belauscht zu haben.
Wir wären dort sehr richtig und sobald ihr Partner das Beratungsgespräch beendet hätte, würde sie uns ihm vorstellen.
Was folgte war ein nettes Gespräch, eine Landkarte wurde mit einer Route erstellt, Kontaktdaten getauscht und Tracks4Africa hatte uns schon fast am Haken.
Von uns aus hätte es am Abend gleich losgehen können, wir waren heiß!!

Es folgte ein Jahr des Wartens, der Vorbereitung, Lesen im Forum, Youtubevideos über Namibia, Gespräche mit Tracks4Africa und das Einholen der Drohnengenehmigung.

Technische Daten:
Nikon D5000 mit Nikon DX18-105 für die Landschaftsaufnahmen
Nikon D300s mit Sigma DG 150-500 für Tierbilder
GoPro 12 für Zeitraffer und Actionaufnahmen
DJI Spark für Luftaufnahmen
Samsung Galaxy 22 Ultra für alles

Schonmal ein Fazit zur Technik:
Die D5000 hätte ich zu Hause lassen können.
Die Drohne kam sehr spärlich zum Einsatz und erzeugte meistens nur hohen Puls + Blutdruck
Mit der D300s meines Vaters hätte ich zu Hause mehr üben müssen.
Die GoPro war neu und hat sich wirklich gut bewährt.
Das Galaxy 22, ist für mich einfach nur gut...mehr brauche ich in einem ganz normalen Urlaub nicht mehr.

Geplante Route:

Galton House -Windhoek
Ababis Guestfarm - Namib
Sesriem Oshana Campsite - Sesriem
Mirabib Campsite - Namib-Naukluft National Park
Meike's Guesthouse - Swakopmund
Spitzkoppe Rest Camp - Spitzkoppe
Messum Crater - Damaraland
Brandberg West Wild Camping - Brandberg
Mowani Campsite - Twyfelfontein
Hein's Campsite - Palmwag
Palmwag Concession - Palmwag
Hoada Campsite - Damaraland
Hobatere Lodge - Etosha West
Olifantsrus Campsite - Etosha West
Okaukuejo Camp - Etosha South
Namutoni Camp - Etosha East
Frans Indongo Lodge - Otjiwarongo
Waterberg Plateau Campsite - Waterberg Plateau National Park
Omaruru Game Lodge - Erongo Mountains
zuletzt bearbeitet 06. Mai 2024
Themenstarter37 Beiträge · seit 202407. Mai 2024 · #2
Mi. 10.04.
Endlich geht es los, mit Öffis erreichen wir pünktlich den Flughafen in Hamburg, ein kleines Wunder 😉

Bis auf das ich im Fotorucksacks einen Zimmermannsnagel hatte, verläuft die Sicherheitskontrolle ereignislos.
Flieger startet um 19 Uhr von Hamburg nach Frankfurt
Weiter geht es um 22 Uhr nach Windhoek.
Erwähnenswert, wie auch im Buch Hummeldumm, bekommen wir in der letzten Reihe kein Hühnchen mehr.... 😉
Themenstarter37 Beiträge · seit 202407. Mai 2024 · #3
Do. 11.04.

Gegen 8 Uhr landen wir, nach einem ereignislosem Flug, in Windhoek.
Warme und trockene Luft erwartet uns als wir über die Runway in Richtung Flughafengebäude gehen. WIR SIND IN AFRIKA !!!!
Die Einreisekontrolle zieht sich ziemlich lange hin, es muss eben das gesamte Formular ausgefüllt werden, was einige wohl nicht gemacht haben.....
Die Drohne wird überhaupt nicht beachtet und ich werde gefragt, was ich denn alles in meinem Koffer habe. Ich muss dumm ausgesehen habe, weil ich nicht wusste was sie jetzt genau wollte.....ich habe zig Sachen im Koffer ....das in Weihnachtspapier eingepackte Geschenk hatte wohl die Aufmerksamkeit erregt. Was da denn der Inhalt sei und wie teuer das Geschenk denn wohl sei.
Kurz geklärt und es ging weiter.
Der Fahrer von Safari Car Rental wartete schon auf uns.
Wir waren dann kurz Geld abheben und haben uns drei MTC Karten in dem lokalen Shop geholt. Das hat wirklich Zeit und Nerven gekostet
a) war vor mir eine deutsche Truppe im Rentenalter, welche nicht technikaffin war
b) weil sich eine, vielleicht einheimische, Frau mit einem kleinen Problem vordrängelte und das gesamte Personal gebunden hat

Irgendwann war ich durch und wir konnten weiter, leider mußte auch eine andere Gruppe warten und war etwas genervt, sorry.
Bei Verladen des Gepäcks hilft ein zweiter Mann, welcher gar nicht zum Fahrer gehörte (was uns irgendwie befremdlich vorkam), erstes Trinkgeld wird fällig
Transfer zur Autovermietung, erste Tiersichtung => Pavian
Bei der Autovermietung eine schöne ausführliche Einweisung bekommen.
Da wir noch ein Bodenzelt zum Dachzelt hatten, ist der Kofferraum ganz schön voll.
Der Toyota Hilux 2.4 macht einen guten Eindruck. Wir sind wegen der Reifen etwas besorgt, aber es wird uns versichert das es sehr gute Reifen wären. Wir haben ja zwei Ersatzreifen.

Das Navi bauen wir gleich ab, wir navigieren grundsätzlich mit der OsmAnd+ App, welche sich ein weiters mal bewährt hat, aber man muss sie bedienen können 🙂

Erstes Ziel Galton House, keine Probleme mit Linksverkehr und dem Auto....kennen wir aus Schottland.
Galton House => nette Anlage, wir fühlen uns gut aufgehoben.
Gerade das erste Bier am Pool geöffnet, wird uns mitgeteilt das der Führer für die Stadtrundfahrt auf uns wartet. Was? Das ist doch erst in einer Stunde......kräftiger Schluck und noch einer und wir sind soweit.
Die Stadtrundfahrt dauert 3 Std., uns werden alle wichtigen Gebäude gezeigt, Geschichte, Fragen beantwortet und eine Fahrt durch Katutura. Das was wir aus dem Auto heraus sehen, lässt besonders mich ruhig und nachdenklich werden.
Wir lassen uns bei Joe's Bierhaus absetzen, da es in der Nähe unserer Unterkunft liegt....irgendwie landen wohl alle deutschen da.
Fleischspiess mit den üblichen Fleischsorten, naja bis auf Krokodil wohl.
Das Taxishuttle wird für uns gerufen und schon wir wieder im Galton House.
19 Uhr Licht aus => Feierabend
Themenstarter37 Beiträge · seit 202408. Mai 2024 · #4
Fr. 12.04.

Gegen 7:30 Uhr schön gefrühstückt, es fehlte nichts. Es ist ein komisches Gefühl, so bedient zu werden, das sind wir nicht gewohnt und so ist es uns etwas unangenehm.
8Uhr, ich komme das erste mal hinters Lenkrad. Wir haben beschlossen, in Rehoboth einzukaufen und nicht in Windhoek, da wir der Meinung waren, das es dort ggf. entspannter ist und wird ja die ersten Tage auch nichts brauchen.

Der erste Stopp war dann am Heldenacker, einem Denkmal welches von Nordkorea gebaut worden ist. So sieht das auch aus, eine riesige Anlage. Wir fragten uns, ob diese denn jemals richtig mit Besuchern gefüllt würde. Ja, soll wohl mal vorkommen wurde uns später gesagt.
Es musste Eintritt entrichtet werden und die Dame war nicht wirklich erfreut Wechselgeld herauszugeben. Es war aber ja auch noch früh am Tag. Ich wurde darauf hingewiesen, dass das Grab von Staatspräsident Hage Geingob mit einer besonders feinen Alarmanlage ausgestattet sei und wir bitte Abstand halten mögen. Kein Problem.

Wir waren alleine vor Ort haben uns umgesehen und dieses riesige pompöse Denkmal umwandert.

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Weiter ging die Fahrt die B1 nach Süden, schon nach kurzer Fahrt der nächste Stopp. Im Forum hier hatte ich den "Bilderrahmen" entdeckt und wir wollten uns auch schön in den "Rahmen" stellen und knipsen. Das war dann wegen der Verkehrssituation leider nicht möglich. Aber den Rahmen haben wir trotzdem für unsere Zwecke benutzt.

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In Rehoboth beim Volkswinkel Spar tätigten wir unseren ersten Einkauf, ist wie zu Hause nur das der Alkohol nebenan gekauft werden mußte. Auf das Auto wurde aufgepasst und der Tipp, wo wir denn Alkohol bekommen würden hat dann, zusätzlich zum Trinkgeld, eine kühle Cola gekostet.
Lief alles prima.
Vor Ort haben wir unsere Bargeldreserven aufgefüllt und uns auf dem Weg zum Geldautomaten mal eben kurz verfahren, was die ersten tieferen Einblicke lieferte. Es war schon alles sehr zugemüllt.....und wir fanden es nicht gerade ansprechend. So wurde der dortige Cache auch nicht mehr aufgesucht.

Kurz noch weiter Richtung Süden, das erste "Tropic of Capricorn" Schild ist dort zu finden. Die erste Auftragsarbeit für einen Kollegen sollte erledigt werden. 😉


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Dann ging es das erste mal auf eine Schotterpiste, vorbei an Strassenbauarbeiten und wir näherten uns langsam dem Spreetshoogte-Pass. Die Landschaft war schon nett, aber mir war klar, das ich hier nicht unbedingt Wanderungen machen wollen würde.

Oben am Pass dann unser erster Cache in Namibia. Die Aussicht ist schon beeindruckend gewesen und die anschließende Abfahrt hätten wir uns aber spektakulärer vorgestellt.


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Weiter ging es auf der D1275 nach Solitaire. Die C14 war übrigens nicht in einem guten Zustand.
Vor Ort natürlich den Apfelkuchen probiert und wie sich herausstellte bekam ich ein extra großes Stück, es war ja kurz vor Feierabend. Wir haben uns etwas umgesehen, den Cache vor Ort leider nicht gefunden, getankt und nach etwas Suchen haben wir auch die Erdhörnchen gefunden und uns mit ihnen etwas beschäftigt.

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Gegen 17 Uhr haben wir unser heutiges Ziel die Ababis Guest Farm erreicht. Die Begrüßung durch Kathrin & Uwe war herzlich und so nahmen wir unsere Unterkunft ein.
Gegen 20 Uhr dann das Abendessen, auf der Veranda des Hauses, mit den Gastgebern und Handyverbot am Tisch. Wir kamen uns erst etwas komisch vor, da wir nicht wussten wie das Essen nun abläuft. Setzt man sich schon vor dem Gastgeber hin? Auf welchen Platz? Alles easy ... es folgte ein sehr gutes Essen und total interessante Gespräche über Farm, das Leben vor Ort, die Angestellten usw. usw.

Irgendwann ging es dann ins Bett.
zuletzt bearbeitet 10. Mai 2024
Themenstarter37 Beiträge · seit 202410. Mai 2024 · #5
Sa. 13.04.

Der Tag fing um 8 Uhr mit einem leckeren Frühstück an.
Gegen 9 Uhr startete Uwe mit dem Theorieteil des von uns gebuchten 4x4 Offroadtrainings.
Von 9:30 Uhr bis 16:30 Uhr ging dann der praktische Teil. Was soll ich sagen, es war einfach nur super!!!!
Div. Szenarien wurden durchlaufen, besonders das von uns gefürchtete Festfahren im Sand war einfach nur super klasse.

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Was dieses Auto alles kann!!!!

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Die Abschlussprüfung war dann die Fahrt auf eine steile Anhöhe und natürlich auch wieder runter.
Uwe hat das einfach super mit uns gemacht, da gab es nix negatives.....nur zu empfehlen.

Unsere ersten Giraffen sahen wir dann auch während des Trainings.....Uwe wies uns auch auf andere Tiere hin....da müssen unsere Augen erst noch für geschärft werden 😉

Von 17:15 - 20:00 Uhr genossen wir dann die Sundownertour, sahen nochmal eine Giraffe sehr nah, Warzenschwein, Löffelhund, Oryx und einen wohl selteneren Erdwolf. Insgesamt alles etwas sehr weit weg, aber der Sonnenuntergang war schön und das Getränk auch.

Gegen 20 Uhr dann Abendessen, hmmmmm das war wieder lecker.
Meine anschließende Suche nach Skorpionen war ergebnislos, trotz UV Lampe und Hinweisen.
Glück gehabt, die erste Begegnung mit den Dornen vor Ort hat nur knapp meinen Fuss verfehlt.....so ein Crock ist leider überhaupt kein Hindernis für diese Dornen! Muss vorsichtiger sein!

Gegen 22 Uhr war noch Bilder sichten und dann ging auch schon das Licht aus.
zuletzt bearbeitet 10. Mai 2024
86 Beiträge · seit 202310. Mai 2024 · #6
Hallo, ich begleite euch gerne auf eurer Tour. Einen Teil der Stationen kennen wir schon, andere werden wir im November besuchen, da bin ich gespannt. Das Fahrtraining mit Uwe haben wir auch als gut empfunden. Hat Spaß gemacht und war sehr hilfreich für folgende Sandfahrten.
Themenstarter37 Beiträge · seit 202411. Mai 2024 · #7
Mo. 14.04.

Nach dem Frühstück, Wanderung zum Köcherbaum. 20 Min. hin und wieder zurück, es ist schon viel zu warm und die Fliegen nerven total!!

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Uwe hat netterweise unseren Ölstand kontrolliert, wir waren zu blind!!! Das Öl ist dermaßen durchsichtig, das man den Stand am Ölstab fühlen muss!
Übrigens war Uwe vollen Lobes über unser Fahrzeug (Safari Car Rental), muss wohl gute Reifen und eine andere Federung haben.
Seine Aussagen freuten uns natürlich und gab uns ein noch besseres Gefühl.

Verabschiedung, noch Fleisch gekauft und da los.
Richtung Süden die C14 und anschließend auf die D854 Richtung Westen.

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Gegen 13 Uhr erscheint unser Tagesziel am Horizont, die Sandünen bei Sesriem.

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Wir erreichen die Oshana Campsite gegen 13:30 Uhr, stellen kurz Stühle und Tisch auf und beschließen einfach mal in den Park reinzufahren und schonmal zu schauen. Permit kaufen usw. alles kein Problem und es ist auch schon nicht mehr viel los.
Wir fahren also ganz gemütlich die Straße Richtung Westen und sind schon bald beeindruckt von der Szenerie.

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Unser erster Stopp ist an der Düne 40, welche wir für Düne 45 hielten. Ein toller Ort, Fotos werden gemacht und wir begeben uns weiter ins Tal.

Wir entscheiden und gleich bis zum, Dead Vlei durchzufahren.
Reifendruck runter? Pffft....2000 Umdrehungen/pro Min. und wir schlingern durch den Sand, das erste Springböckchen kann nicht fotografiert werden, da ein Halt uns dann doch etwas zu gewagt vorkommt.
Eine ziemliche Holperrei die letzten 5km.
Angekommen fotografiere ich noch das Oryx was schön unter dem Baum posiert und dann geht es in Richtung Dead Vlei.
Barfuss? Mit Crocks? Was ist denn nun besser, beides lässt mich nicht wirklich schneller vorwärts kommen.
Puuuuh heiß und ganz schön anstrengend für mich mal wieder.
Am Ziel sind wir dafür fast ganz alleine und können schöne Fotos schießen, ich stelle mir das ein oder andere schon im Wohnzimmer an der Wand vor.

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Den Rückweg muss ich schon mit mehreren Pausen unterbrechen, tja das Training für diese Sache und Big Daddy mußte ich ja aus gesundheitlichen Gründen aussetzen, das merke ich jetzt. Big Daddy streiche ich von meiner ToDo Liste, ich warte dann lieber morgen im Schatten der Bäume auf Astrid und konzentriere mich auf Motivsuche am Parkplatz.

Wir sind an dem Tag das letzte Auto auf dem Parkplatz und schlingern wieder zurück. Die Farben der Düne sind der Hammer!!!
Genau die richtige Entscheidung gewesen noch reingefahren zu sein. Auch Astrid streicht Big Daddy, sie möchte dem Wagen die letzten 5km wohl nicht nochmal zumuten. Es soll die Düne 40 werden, welche morgen erklommen wird.
Fein! So bleibt morgen mehr Zeit für die Weiterfahrt.
Wir essen noch was im Restaurant vor Ort, ich habe Oryx während 50m weiter so ein Tier steht. Fühlt sich etwas komisch an.

Im Dunklen bauen wir zum ersten mal unser Dachzelt auf, läuft aber ziemlich gut. Schnell sind wir fertig, noch ein Kaltgetränk und dann gute Nacht.


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zuletzt bearbeitet 11. Mai 2024
1'003 Beiträge · seit 200812. Mai 2024 · #8
Hallo Helge,

ich springe auch noch auf. Bin gespannt, was Ihr so alles erlebt habt und wie es Euch gefallen hat. Wie ist Euer Eidruck von der Oshana Camp Site? Manche sagen, man hört die Straße? Super, dass Ihr den Park mit wenig Menschen genießen konntet.

Das Fahrertraining haben wir noch nie gemacht, ist aber eine super Idee für Anfänger. Wir sind dieses Jahr auch mit ein paar Ersttäter unterwegs, vielleicht sollte ich das noch einplanen...
Warum willst Du am Spreetshoogte-Pass nicht wandern, zu heiß?

Viele Grüße
Doro
zuletzt bearbeitet 12. Mai 2024
Themenstarter37 Beiträge · seit 202413. Mai 2024 · #9
"Warum willst Du am Spreetshoogte-Pass nicht wandern, zu heiß?"
Ja, es wäre mir zu heiß gewesen und mir fehlte (wie so häufig dort) auch einfach schattenspende Elemente, also Bäume usw.

"Wie ist Euer Eidruck von der Oshana Camp Site?"
- Strom, eigene Dusche und WC
- also wir haben von der Strasse nichts gehört, aber auch nicht drauf geachtet, da wir ja erst ca. 22 Uhr am Platz waren und dann morgens um 5:30 Uhr geht sowieso die Abreise der Leute los, welche in den Park wollen.....wir ja auch.
Da ist das mit Schlafen dann eher schwierig, wenn man morgens noch mit den Töpfen klappert. 😉
Themenstarter37 Beiträge · seit 202413. Mai 2024 · #10
Mo. 15.04.

5:30 Uhr Abbau (so leise wie möglich)
6:20 Uhr fahren wir in den Park
6:50 Uhr Düne 40, wir sind die ersten.....und erfreuen uns kurz an der Stille des frühen Tages, als das erste Auto in Richtung der Düne einbiegt sage ich sinngemäß zu Astrid "Du musst jetzt los! Kümmere dich nicht um mich!!! Ich halte sie auf ;-)"
Auf der falschen Seite, der windzugewandten Seite startet sie dann und erzeugt die ersten Spuren im Sand.
Ich versuche ihr zu folgen, aber ehrlich nach 100-200m resigniere ich einfach und beschließe einfach nur zu genießen.
Da ich direkt auf dem Kamm sitze unterhalte ich mich immer mal wieder kurz mit den nachfolgenden Personen, einige tun es mir gleich. Wir genießen den Blick nach Osten und als die ersten Sonnenstrahlen direkt über die Berge kommen, wende ich meinen Blick nach Westen und erfreue mich an den schwindenden Schatten und der breiten Farbpallette welche die Natur mir dann bietet.

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Immer mehr Windschutzscheiben blitzen im Osten auf. Ich denke mir nur, ALLES richtig gemacht.


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Nun wurde mir das zu viel und ich räume die Düne uns begebe mich auf Spurensuche am Fuße der Düne....interessant aber nichts konkretes gefunden.

Der kleine Punkt am Horizont wird größer und ja, da ist sie wieder, glücklich über die Wanderung und das sie die erste war.....können wir uns auf den Weg aus dem NP machen.

Wir fahren die C27 zur C19, beobachten Strauße und mehrere Oryx. Schon schön die von der Strasse aus zusehen.
In Solitaire halten wir nochmal kurz um Brennholz und Sprit zu kaufen. Die Erdhörnchen hätte ich gerne nochmal etwas besser fotografiert, aber ein Fuchs oder ähnliches streift genau bei deren "Wohnungen" rum und daher sind sie sehr rar gesät.
Einen Kaffee gönnen wir uns aber noch, beobachten einen "Hummeldumm-Gruppe", schmunzeln über eine Frau die reden kann ohne Luft zu holen und über die rollenden Augen der "Begleiter". Erfreuen uns dann noch an einer Manguste(?) oder wie heißt das Tier.

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Über die C19 geht es dann auf die C14, streckenweise sind die Straßen wirklich nicht gut, aber das war uns bewusst und Alternativen gibt es ja jetzt nicht wirklich.
Den Cache am Gaub Pass können wir nicht anfahren, weil genau dort im Schatten Muggel stehen und auch nur für ein Fahrzeug Platz gewesen wäre. Es geht also ohne Pause auf der C14 Richtung Westen. Die Landschaft besteht eigentlich nur noch aus Steinen.....Mondlandschaft. Sieht nicht schlecht aus, aber wir wissen, sowas kannst du auf einem Foto nicht wirklich rüberbringen.
Teilweise Asphalt, aber meistens Schotterpiste. Wir passieren den Kuiseb Pass, 11 Tage später kommt es hier zu einem Unfall mit zwei Toten 🙁

Kurz nach dem Pass, links auf die D2186 und nach etwas über einer Stunde erreichen wir gegen 15:30 Uhr die Mirabib Campsite. Einmal rumgefahren, ein weiterer Gast auf der Südseite, wir haben dann auf der Nordseite Position bezogen.
Ein toller Platz, einsam, schön....so gefällt uns das!
Die Sache mit Feuer machen und Grillen muss unbedingt noch verfeinert werden 😉

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Es kamen noch drei andere vorbeigefahren. Also frühes erscheinen lohnt sich.
zuletzt bearbeitet 13. Mai 2024
16,9k Beiträge · seit 201213. Mai 2024 · #11
Fuchsmanguste heißt dieses Tier.

LG
Logi
Themenstarter37 Beiträge · seit 202415. Mai 2024 · #12
Di. 16.04.

6:30 Uhr wach - Warten auf den Sonnenaufgang
Nach dem Abbauen kurz noch um die "Ecke" gefahren und an der Westseite den Cache geloggt. Er liegt an der Stelle, welche wohl am meisten von den Leuten besucht wird um den Sonnenuntergang zu beobachten. Ist aber auch ein guter Platz dafür.

Wir fahren die D2186 weiter Richtung Gobabeb Research Station und erledigen den Cache direkt vor dem Haupttor.
Weiter über die D1983, die Beschaffenheit der Straße ist unterschiedlich, wir passieren auch Arbeiter, welche sich um die Strassenoberfläche kümmern, es geht.
Die Landschaft gleicht auch hier einer Mondlandschaft, wo nicht irgendwann einmal Wasser floss ist es auch nicht grün. Links von uns sehen wir die Dünen, dann kommt der Kuiseb Trockenfluss, die Strasse und dann nichts.

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Wir passieren mehrere kleine Ansammlungen von Unterkünften der Einheimischen und schauen einmal kurz in die Kirche von Rooibank, bevor wir auf die C14 nach Walvis Bay fahren. Die Düne 7 lassen wir aus, da wir ja schon bei Düne 40 waren 😉
Die Anfahrt geschieht zwischen LKW's, deutlich wird das es sich hier wohl um einen Industriestandort handelt. Flamingos stehen in sumpfartigem Gebiet links von der Strasse. Wir biegen auf die B1, vorbei an für uns wenig einladender Umgebung, verlassen wir den Ort nach Norden Richtung Swakopmund.
Später lese ich in einer Zeitung, das demnächst die Kreuzfahrtschiffe (also mehrere als jetzt) in Walvis Bay vor Anker gehen können. Kann ich verstehen, bringt Geld, aber ich stelle mir das wie woanders gruselig vor, wenn sich die Massen in den Ort ergießen und alles verstopfen. Düne 7 wird dann überlaufen und schnell mal durch die Wüste geheizt oder was?

Nach der Ankunft in Meike´s Gästehaus ging es erstmal in den SPAR zum Einkaufen, fast gegenüber in der Schlachterei haben wir für den nächsten Tag Fleisch bestellt. Nachdem wir alles im Auto verstaut hatten, zurück zum Gästehaus, Auto abgestellt und unsere Hobby gefrönt.
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Da es in Swakopmund drei Adventure Lab Caches gibt, haben wir eine komplette Stadtführung gemacht. Die Temperatur war noch angenehm und es schien die Sonne, aber deutlich frischer als die letzten Stunden.
Wir sind also kreuz und quer durch den Innenstadtbereich der Stadt (schöne Häuser und überhaupt machte die Stadt keinen schlechten Eindruck) und sind dann irgendwann auch zwei Makalani-Schnitzern in die Arme gelaufen. Ja dann mach halt und schwups hatten wir zwei Nüsse und mein Name musste noch schnell korrigiert werden.
Schnell die Nüsse auffällig an die Kleidung montiert und schon war auf dem Weg zur Jetty einigermaßen Ruhe. Einmal die Jetty rauf und runter, wobei ich mir dachte...komm lass dir noch vier Makalani-Nüsse als Mitbringsel schnitzen. Vier Namen auf einen Zettel geschrieben und einem der Händler gegeben.
Was soll ich sagen, dieser hat uns preislich über's Ohr gehauen. Wir uns aber auch hauen lassen 🙁 Egal, das war es dann für jeden der uns noch was verkaufen will.

Gegessen haben wir im Old Steamer, urig, gibt was zu schauen und das Buffet ist gut. Den Weg nach Hause haben wir zu Fuß gemacht, obwohl es schon dunkel wurde.

Meike´s Gästehaus ist gut gelegen, es gab eine freundliche Begrüßung, kurze Erklärung und das Apartment war für uns zwei viel zu groß. Wir hatten aber auch von zwei auf eine Nacht verkürzt. Sind nicht so die Stadtleute und ein zweiter Tag? Was hätten wir da machen sollen? 😉
zuletzt bearbeitet 15. Mai 2024
Themenstarter37 Beiträge · seit 202417. Mai 2024 · #13
Mi. 17.04.

Bis 7 Uhr war alles verpackt und pünktlich um 7:15 Uhr ging es zum Frühstück. Echt lecker 😛
Das Frühstück könnte etwas früher starten, wenn um 7:45 Uhr sehr pünktlich schon die Abholer zu diversen Aktivitäten an der Tür klopfen. Wir waren auf der Katamarantour gebucht, was dann etwas zu Verwirrung führte.
Schnell fanden wir uns aber auf einem der Fahrzeuge für die Living Desert Tour wieder. Wenn man mit zwei Fahrzeugen unterwegs ist, dann hat das einen wirklichen Vorteil. Einer erklärt der Gruppe etwas und der andere sucht derweilen die Gegend nach Tieren ab.
Es ist echt der Hammer, was die Guides so mal eben im Vorbeifahren alles sehen!
Die Erklärungen waren auf deutsch und wurden verständlich und unterhaltsam rübergebracht.
Es fing mit dem Suchbild der Sandviper an und ging dann über Chamäleon, Gecko und Echse.

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Alles wurde sehr verständlich erklärt und es hat Spaß gemacht zuzuhören.
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Die Tour von 8 - 12 Uhr ist wirklich sehr sehr zu empfehlen!


Den Besuch bei Bull's Party haben wir uns aus Zeitgründen gespart und uns entschieden direkt zur Spitzkoppe zu fahren.
Wir sind dann von Swakopmund Richtung Henties Bay gefahren und dann über die D1918 Richtung Spitzkoppe.
Gegen 15:30 Uhr erreichten wir dann die Spitzkoppe, die Stellplätze waren schon gut belegt.
Tipp: Besser früh als spät hinfahren!!!
Im Osten fanden wir dann noch ein schönes Plätzchen.
Hier kam dann zum ersten mal die Hängematte zum Einsatz 😉

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Wir entschieden uns dann noch für einen Besuch beim Arch.
Leider war dort eine Frauengruppe (entweder ukrainisch oder russisch), welche den Bogen belegten und in verschiedensten Outfits, Winkeln und Posen Foto um Foto schossen.
Wir sind dann irgendwann einfach in Bild, die Sonne stand auch schon sehr tief. Ein paar Fotos wurden uns dann gewährt, aber war eine eher verkrampfte Nummer.

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Das Spektakel schauten wir uns dann noch etwas an, bis ein rüstiger Renter kam, tacheles sprach und die Sache zu eskalieren drohte.

Der Sonnenuntergang dort ist wirklich spektakulär.

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Wir schmissen dann den Grill an und es gelang uns schon besser 😉 Der zunehmende Mond leuchtete und dann noch eine ganze Zeit die Umgebung aus.

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zuletzt bearbeitet 22. Mai 2024
Themenstarter37 Beiträge · seit 202422. Mai 2024 · #14
Do. 18.04.

Nach einer geruhsamen Nacht nochmals zum Arch um den Sonnenaufgang vielleicht noch zu bekommen, zu spät 😉
Wieder über die D1918 zurück nach Hanties Bay.
Hier hätten wir einfach am Vortag anders fahren sollen, von Swakopmund die B2, um nicht dieselbe Strasse zweimal zu fahren.
Von Henties Bay über die C34 zu Cape Cross.

Cape Cross: Also wer noch keine Seelöwen gesehen hat, ok - aber wir hätten uns das sparen können. Aber es lag halt auf der Strecke.
Lustig fand ich die Bemerkung am Eingang: "Wenn Tiere auf dem Rundweg liegen, dann vorsichtig mit ihnen umgehen."
Es war überhaupt kein Hinkommen zu dem Rundweg, braucht man aber auch nicht.


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Ja, wer eine empfindliche Nase hat....ja den mag das dort stören. Es liegen halt einige gerissene, getötete und gestorbene Tiere dort rum. Zu unserer Zeit war kein Schakal oder Hyäne dort tätig und nach 15 Min. waren auch wir wieder auf dem Rückweg.

Von der C34 ging es dann auf die D2303, wo uns gleich zu Anfang ein Chamäleon über den Weg lief, es war dann aber auch für lange Zeit das einzige Tier welches wir sehen sollten.

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Das Ziel war ein Punkt mitten im Messum Crater, die Fahrt dauerte schon recht lang.
Hier war es dann an der ein oder anderen Ecke schonmal ganz gut einfach dem roten Pfad auf der OSM+ App zu folgen. Tracks4Africa hatte uns unsere Route als GPX Datei zur Verfügung gestellt, importiert und und schon konnten wir sehen, wann wir uns zu weit von der Route entfernten.


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Teilweise ging es durch den Messum River, aber alles ohne Probleme.
Den Weg begleiten zahlreiche Welwitschie Pflanzen.

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Am Zentrum angekommen, sind wir einmal komplett um die Bakkrans Historical Site herumgefahren um einen möglichst windgeschützten Platz zu finden.

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Also außer Landschaft gibt es hier nicht viel zu sehen.
Wir waren ganz alleine in der Gegend und haben tagsüber auch kein anderes Fahrzeug gesehen.
Landschaft, karg, steinig, offen ..... aber schon beeindruckend.
Der Sonnenuntergang war wieder sehr schön.

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Am Abend bzw. in der Nacht war ich wie schon an der Spitzkoppe wieder zu faul um nach Skorpionen zu suchen.
Abends hat der Wind nachgelassen und wir haben im Licht des Mondes doch recht lange draußen gesessen, die Nacht im Dachzelt war herrlich ruhig.

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zuletzt bearbeitet 22. Mai 2024
Themenstarter37 Beiträge · seit 202407. Juni 2024 · #15
Fr. 19.04.

Nach einer herrlichen Nacht in der Einsamkeit des Kraters machen wir uns morgens auf um den Cache (Ancient "Blubb" - GC44K7W) zu suchen. Wir fahren um die Anhöhe und beginnen den Aufstieg, war nicht schwierig aber von der nördlichen Seite wäre es wahrscheinlich einfacher gewesen.

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Ernsthaft, wer hinterlässt sowas ???
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Ich bin die nördliche Seite runter, erschien mir einfacher.
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Wir fahren Richtung Osten im Flussbett, was auch wirklich gut ging.
Temperatur ürbrigens so um und bei 40°C.

Also wir auf die D2342 stossen, versuchen wir einen Frühstücksplatz im Schatten zu finden, ohne Erfolg. Also wird im Auto das Müsli vertilgt und ein Kaffee hinterhergegossen. Das sollte auch die nächsten Tage so weitergehen.

Auf der D2342 ging es dann weiter bis zu D2303, die Landschaft ist schon sehenswert, wenn sie auch nur aus Steinen besteht.
Die Brandberg West Mine haben wir kurz angefahren, aber uns dann doch an die Schilder gehalten. Dort darf man laut Schildern nämlich gar nicht reinfahren.

Die restliche Strecke zum Ugab Save the Rhino Trust Camp ist schon recht abenteuerlich gewesen. Die Steine dort sind nicht freundlich zu den Reifen und irgendwie fühlten wir uns am Ende der Welt. Wenn hier jetzt was mit dem Auto passiert, was dann? (Spolier: zwei/drei Tage weiter wird das noch viel krasser.)

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Wir waren froh, als das Camp vor uns auftauchte. Recht...hmmm... abenteuerliches Camp. Wir wurden nett empfangen und konnten uns den Platz aussuchen, war niemand anderes da. Schatten? Wo ist Schatten? Also unter einen Baum mit Felswand im Rücken.

Diese Hitze! Ich brauchte erstmal ein Bier. Zwei Dosen geangelt und zu dem netten Mann wieder zurück. Bei einem Bierchen hat er mir dann vieles über das Camp usw. erzählt, seine Hunde vorgestellt. Haben nett über die Strecke vor uns gesprochen und über das Wetter.....wir haben aus Deutschland immer Regen und Gewitter in dieser Gegend gesehen.....im wirklichen Leben hat es dort gar nicht geregnet.

Uns gefällt es definitiv hier. Kein Netz hier, die Affen lassen sich hören aber nicht sehen, war schon zu spät für sie, im Flussbett überall Tierspuren, aber eben nur Spuren.
Fotografiere ein paar Vögel, gehe Duschen, dann wird das Feuer entfacht und wieder geduscht 😉
Das Grillen muss noch etwas verbessert werden, is etwas zäh geraten.

Wir genießen den Abend und diesen irgendwie tollen Ort.

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Morgen geht es dann 120km in Richtung Twelvfontane.
zuletzt bearbeitet 07. Juni 2024
Themenstarter37 Beiträge · seit 202410. Juni 2024 · #16
Sa. 20.04.

Wieder früh auf den Beinen und als erstes mal einen Kaffee vor dem Start.

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Anschließend verabschieden wir uns von der Campcrew, leider haben sie nicht die passende T-Shirtgröße, so bleibt es bei einem Aufkleber.
120km 4x4 liegen vor uns und wir freuen uns das wir so früh unterwegs sind und auch das wir wissen, das heute noch jemand den Weg fährt, nämlich das Pärchen was gestern Abend noch im Camp ankam.

Auf den ersten km gibt es eine Passage die etwas anspruchsvoller ist, aber auch nicht wirklich ein Problem darstellt.
Der Weg ist viel schmaler als gestern, rechts und links Felswände. Zum Frühstück suchen wir ein Schattenplätzchen, welches sich wieder als schwierig erweist. Wir finden einen Platz, aber es ist schon wieder so heiß das wir im Auto das Frühstück genießen.

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Nachdem wir aus der felsigen Gegend herauskommen öffnet sich die Landschaft wieder und wir gelangen in den Aba-Huab River, erste Hinterlassenschaften von Elefanten werden sichtbar. Die Tiere aber sehen wir nicht.

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Unser heutiges Ziel ist die Mowani Campsite, welche wir am Nachmittag erreichen. Dusche & WC, Feuerstelle, schöne Sicht, Nachbarn relativ nah, viele Eidechsen und Vögel.
An diesem Ort haben wir jetzt das erste Mal unser Bodenzelt aufgebaut, was auch recht zügig ging.
Nervig waren die Fliegen bzw. die Insekten vor Ort, welche aber gegen Abend verschwunden waren. Die Hängematten sind montiert und wir freuen uns über diese Idee.

Da es so warm ist, verbringen wir einen großen Teil der Nacht in den Hängematten.

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Morgen stehen die Wüstenelefanten, Organ Pipes, Burnt Mountain und das Damara Living Museum auf dem Programm.
Themenstarter37 Beiträge · seit 202414. Juni 2024 · #17
Mo. 21.04.

Heute dann mal nicht das Dachzelt einpacken, wach werden, aufstehen usw.
Gegen 8 Uhr sind wir an der Country Lodge, melden uns an und warten darauf das die Wüstenelefantentour losgeht. Während wir so warten, bekommen wir so einige Leute zu sehen, welche wohl in der Lodge übernachten. Es ist ein bisschen wie gesehen und gesehen werden, oder eine Fashionshow .... irgendwie passen wir da nicht rein. Meine Vorbehalte gegen Lodges und deren Wasserverschwendung für Rasen und Pool bestätigen sich hier auf jeden Fall.

Wir haben Glück, wir werden einem Fahrzeug zugeordnet welches mit zwei sympathischen Pärchen besetzt ist. Stanley fährt uns dann ins Flussbett und wir Touris entdecken dann sogar vor ihm die Elefanten. Ein tolles Gefühl sie zu entdecken!!!! Die laufen da einfach so rum ..... Hammer !!! 🙂
Gute zwei Stunden positioniert Stanley unser Fahrzeug immer nahezu perfekt zu den Tieren, welche auf dem Weg zum Wasser sind.
Er war immer eine Kleinigkeit schneller als die anderen Autofahrer, sehr guten Job gemacht!
Bei der ersten nahen Begegnung mit den Elefanten dachte ich nur: "Ich möchte die Tiere sehen und nicht anfassen können."

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Das war schon sehr beeindruckend.

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Man muss dazu wissen, das die Elefanten wohl jeden Tag zu den gleichen Zielen laufen, was es einfach macht sie zu finden. Aber wir empfehlen trotzdem die Tour zu machen.

Zurück an der Lodge steigen wir bei fast 40°C wieder in unser Auto und fahren zu den Organ Pipes, der Cache dort und am Burnt Mountain stehen vor dem Museum auf dem Tagesplan.

Als wir den Platz am Eingang zu den Pipes erreichen, weist uns der junge Mann darauf hin, das wir hinten links wohl langsam einen Platten bekommen. Was? Quatsch! Etwas Wasser über den Reifen und schon sehen wir kleine Bläschen 🙁
Wir konnten gar nicht so schnell das Werkzeug rausholen, wie der junge Mann schon unter dem Auto lag ...... Werkzeug und kaltes Wasser konnten wir gar nicht so schnell liefern....wir waren aber auch etwas überrollt von der Situation.
Ich hatte noch im Ohr, bevor etwas am Auto gemacht wird, sollten wir erstmal den Vermieter anrufen. Wir hatten Netz und schon hatte ich jemanden am Ohr, Da wir weiter nach Norden Richtung Palmwag concession wollten und der Vertragsreifenhändler in die entgegengesetzte Richtung war, wäre es ok wenn wir in die Werkstatt vor Ort fahren würden.

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Ersatzrad raus, im Auto umpacken und schon fuhren wir zu dritt in Richtung Werkstatt....naja erstmal in sein Dorf....warum wissen wir bis heute nicht. Im Dorf sprang er aus dem Auto und lief zu zwei drei Behausungen. Wir sitzen im Auto und werden begutachtet...komisches Gefühl... wir sind etwas schockiert von dem ganzen Unrat und das die Kinder darin barfuß herumlaufen.
Ja, wir sind verunsichert wie wir uns verhalten sollen. Nun, wir hatten das war uns da schon klar zu viel Toilettenpapier, welches hinten im Fussraum lag. Wir haben einfach die Rollen an die Kinder verteilt, welche dann wie kleine Raketen damit winkend in den Hütten verschwunden sind. Eine Welt, welche wir nicht kennen/kannten.
Irgendwann waren wir dann wieder zu dritt und es ging zur Werkstatt der Lodge, hier wird noch richtig geschraubt und geschweisst!
Wir bekamen einen neuen Reifen, ich hatte das Handy dem Meister gegeben....mögen Vermieter und Meister sich doch direkt austauschen. Ok, ich hatte ca. 200€ zu zahlen und keinen Plan, ob ich davon was erstattet bekommen würde.
Was soll's, zwei Ersatzreifen sollte man in der Palmwag Concession schon dabei haben.

Auf dem Weg zurück zu den Organ Pipes haben wir uns dann mit David gut unterhalten können, auf meine Frage hin, was er denn von der Wasserverschwendung der Lodges hält usw. meinte er nur das sie zu 100% von den Lodges abhängig sind und von diesen auch täglich mit Wasser versorgt werden. Von ihm aus, könnten es ruhig mehr Lodges in der Gegend sein.
Unsere Meinung von den Lodges wurde also in ein anderes Licht gerückt. Corona war für sie lebensbedrohend, was wir nachvollziehen konnten. Das ist übrigens auch der Grund, warum die Wilderei und die Beschaffungskriminalität zugenommen haben.
David, super Typ!
Bei 40°C sind wir dann noch durch die Organ Pipes, haben den Cache nicht gefunden und haben uns bei Burnt Mountain gefragt, was wir dort eigentlich sehen sollen.


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Wenn man aus dem Mesum Crater dorthin fährt, hat man zwangsläufig beides schon gesehen.
Es ist einfach so schweineheiss das wir das Museum rechts liegen lassen und zur Campsite fahren.
Ab unter die Dusche, Essen machen und chillen in der Hängematte.
Wieder Eidechsen und Vögel fotografiert.

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Bei den Temperaturen abends in der Hängematte, einfach traumhaft.

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FAZIT:
Wüstenelefanten => top!!
Hilfsbereitschaft von David => mega !!!!! top !!!!
Temperatur => mit 40°C einfach zu heiss
Campsite => gut

ich frage mich gerade, ob das hier überhaupt jemand liest und ob es hilfreich, unterhaltsam oder sinnvoll ist. 😉
zuletzt bearbeitet 14. Juni 2024
7'251 Beiträge · seit 200614. Juni 2024 · #18
Ich lese. Danke fürs schreiben 🙂

Herzliche Grüsse
Chrigu
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24 Beiträge · seit 202214. Juni 2024 · #19
Ich lese auch, toll die Beschreibungen, danke schon mal.

Gruß
Rudi
23 Beiträge · seit 202114. Juni 2024 · #20
Toller Bericht, bitte weiter so .