Luigi15Themenstarter411 Beiträge · seit 201905. Apr. 2022 · #181
Hallo Maddy - Sabota oder Flappet? Ich habs leider nicht so mit den Lerchen... Bitte um Unterstützung! Vielen Dank... glG Peter
pleinete49 Beiträge · seit 201806. Apr. 2022 · #182
Auf Satara bin ich auch extrem gespannt. In dem Gebiet war ich nur vor vielen Jahren einmal, seither waren wir jeweils nur südlich von Skukuza und im Sabi Sands Gebiet. Diesmal sollen es aber 3 Nächte Satara sein. Sicher nicht so gute Möglichkeiten, da wir ja Ende April/ Mai unterwegs sind ....und vielleicht sollte ich an einem Photoworkshop teilnehmen 🙁
10/25 Masai Mara/ Naboisho; 8/25 KNP/Sabi Sands; 9/24 KNP, 2/24 Western Cape, 9/23 Kenia, Meru, Samburu/ Masai Mara; 4/22 KNP/ Sabi Sand, 9/21 Namibia; 11/20 KNP/Sabi Sands und Kapstadt; 1/20 Gardenroute; 10/19 Hluhluwe, KNP, Sabi Sands und KTP; 9/18 Simbabwe; 09/17 Tansania; 09/16 Uganda/Masai Mara; 12/14 Gardenroute mit Freunden; 1/14 Gardenroute; 9/13 Botswana/Sambia; 10/12 SA NorthernCape und KTP, 09/11 Kenia, 11/10 Krüger und Kapstadt, 10/08 Namibia, 11/06 Krüger, Eastern Cape und Kapstadt,
Luigi15Themenstarter411 Beiträge · seit 201906. Apr. 2022 · #183
Schönen Abend! Auf Satara kannst du dich sicher freuen - da ist immer etwas los! Es gibt rundum die großen Weiten, da sind viele Büffel und Antilopen unterwegs und damit natürlich auch Katzen im Gefolge. Vor allem entlang der S100 gibts sicher etwas, da sind zwei oder drei Reviere von Leoparden. Am liebsten würde ich sofort wieder fahren! Viel Spaß, glG Peter
casimodo4'528 Beiträge · seit 200706. Apr. 2022 · #184
Hallo Peter,
ich habe gerade mal hinterher gelesen. DAS ist ja ein Feuerwerk, was Du hier ablieferst 😎 Ganz interessant fand ich auch den Teil über die Moffat Mission. Da waren wir vor einigen Jahren. Leider scheint Kuruman inzwischen ein recht gefährliches Pflaster zu sein.
Herzlichen dank für den überragenden Bericht ! Casimodo
Luigi15Themenstarter411 Beiträge · seit 201906. Apr. 2022 · #185
Guten Abend, Casimodo! Da muss ich dir das Kompliment mal zurückgeben - ich bin ja auch begeisterter Leser deiner Berichte und habe daraus viele nützliche Tipps bekommen - vielen Dank dafür! Tatsächlich ist Kuruman eine etwas eigenartige Angelegenheit und ich fühle mich im Zentrum nicht unbedingt wohl - die Missionsstation ist aber etwas außerhalb und da hatte ich noch nie ein schlechtes Gefühl. Bitte schreib weiter deine großartigen Beiträge und unterlege sie mit ebensolchen Bildern - ich bin sofort wieder dabei. glG Peter
maddy2'167 Beiträge · seit 200906. Apr. 2022 · #186
Hallo Peter, Richtig, ein Sabota Lark! 😁
Vor allem entlang der S100 gibts sicher etwas, da sind zwei oder drei Reviere von Leoparden.
Da bin ich ja gespannt was ihr dort gesehen habt! In meinem Reisebericht vom November 2020 schrieb ich:
Das Wetter hat sich zusehens gebessert, und der Nachmittagsdrive fuehrte uns nochmals auf die N’wanetsi River Road (die S100), da wir uns nun etwas mehr Zeit nehmen koennen als gestern. Landschaftlich schoen, aber tiermaessig total leer. Wer hat wohl das Geruecht verbreitet, dass es dort so vele Katzen haben soll?? Ach, keine Katzen waere ja noch egal, aber ueberhaupt kein einziges Tier??
Vielleicht war das ja die Ausnahme, wir werden das im kommenden November nochmals ueberpruefen! 🤩 Trotzdem gefaellt mir die Satara Gegend auch sehr gut! Bin gespannt auf die Fortsetzung!
Luigi15Themenstarter411 Beiträge · seit 201906. Apr. 2022 · #187
Guten Morgen, Maddy - vielen Dank für deine tolle Unterstützung! glG Peter
franzicke2'085 Beiträge · seit 201206. Apr. 2022 · #188
Guten Morgen Peter, im zweiten Teil deiner Reise hab ich mich bisher still und leise verhalten, aber das geht natürlich nicht auf Dauer ... das sind wirklich Hammer-Bilder von unglaublich tollen Sichtungen und Momenten. Man mag es kaum glauben, was ihr bei einem einzigen Drive so gesehen habt. Eine Sache macht mir allerdings jetzt schon Sorgen ... eine gewisse Enttäuschung beim nächsten eigenen Besuch wird sich wohl nicht vermeiden lassen 😗 Begeisterte Grüße Ingrid
Luigi15Themenstarter411 Beiträge · seit 201906. Apr. 2022 · #189
Vielen Dank, liebe Ingrid für deinen Beitrag. Es freut mich sehr, dass du vom Reisebericht begeistert bist. Ich sage immer "das Glück ist ein Vogerl" - manchmal sind die Sichtungen super, dann sind sie wieder einmal überschaubar. Im vergangenen Sommer (Winter der Südhalbkugel) waren aber extrem viele Katzen zu sehen. Ich weiß nicht woran das liegt, aber allein im Kruger NP hatten wir an den 10 Tagen im Park über 140 Löwen. Andere Reisende, mit denen ich in den Camps gesprochen habe, hatten oft noch mehr zu berichten... Vielleicht war das Corona-Jahr davor, als kaum Touristen in den Parks waren, dafür verantwortlich... Aber auch ich hatte schon Reisen durch den Kruger NP, da wäre ich beinahe verzweifelt... Es ist übrigens nie enttäuschend, diese wunderschönen Parks und dieses herrliche Land besuchen zu dürfen - egal, was man sieht oder eben auch nicht - zumindest Vögel und Impala gibts ja immer 😄 Ich wünsche euch jedenfalls eine gute Zeit bei eurem nächsten Besuch - ich bin mir sicher, ihr werdet unvergessliche Tage genießen! Beste Grüße, Peter
Luigi15Themenstarter411 Beiträge · seit 201906. Apr. 2022 · #190
Reisetag 38 (8. September 2021) – Kruger NP (rund um Satara)
Die Nacht im Camp war ereignisreich, denn immer wieder wurden wir durch sehr nahes Löwengebrüll geweckt. Die Tiere dürften nicht weit vom Camp ein Meeting gehabt haben. Auch der eigenwillige Ruf der Hyänen war zwischendurch immer wieder zu vernehmen. Wir freuen uns also bereits auf den neuen Tag, als wir mit der Gateöffnung wieder auf Piste sind. Die Fahrt führt uns zunächst in südlicher Richtung zur H7 und dort dann weiter Richtung Orpen Gate. Vor allem die Gegend rund kleinen See, der sich dort ausbreitet und dem wir gestern zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt haben, wollen wir erkunden. Anschließend soll es über die S100 in östliche Richtung gehen – eine meiner Lieblingsstrecken im gesamten Park. Der Morgen beginnt etwas wolkenverhangen, die Sonne blinzelt nur zwischenzeitlich etwas durch. Die Stimmung mit den vielen knorrigen Bäumen südlich von Satara ist aber ganz wunderbar.
Ein Waffenkiebitz (Blacksmith Lapwing) ist bereits unterwegs, ein Perlkauz (Pearl-spotted Owlet) dreht uns seinen Kopf zu und öffnet die großen Augen. Ein Kudu schreckt auf und zieht sich zurück.
Rund um den See ist noch sehr ruhig, die Bäume spiegeln sich im glatten Wasser – eine wunderbare Idylle, die sich hier ausbreitet.
Es ist tatsächlich wie im Traum – wir parken unweit des Wassers und sind begeistert von diesem herrlichen Morgen, als unmittelbar vor unserem Auto eine Löwin die Straße quert – sie spaziert direkt an uns vorbei. Kurz hinter ihr folgt eine zweite Katze, beide verschwinden sie Richtung Satara im hohen Gras… Die Sonne ist eben damit beschäftigt, sich durch ein Nebelband zu fressen und beginnt die Szenerie auszuleuchten – schöner geht nicht!
Wir werfen einen Blick zurück und fahren dann weiter in östliche Richtung zur S100.
Wir beobachten eine Giraffe beim Fressen und sind fasziniert, wie viele Madenhacker sich auf ihrem Rücken befinden.
Die S100 folgt einem kleinen Flussarm und ist meist eine „Bank“ wenn es um Tiersichtungen geht – viele bezeichnen sie sogar als die beste Straße im gesamten Kruger Nationalpark. Diese Wertung überlasse ich anderen, ich weiß aber, dass es hier landschaftlich sehr schön ist! Wir sind noch nicht weit gefahren und steuern auf eine kleine Einbuchtung zu, wo bereits ein Auto steht – der Fahrer zeigt ganz nervös nach unten und da sehen wir ihn – ein Leopard liegt am Ufer auf einer Steinplatte und schläft. Wir parken das Auto ein und stellen den Motor ab… Ich wage es nicht zu reversieren – deshalb bleibt leider ein Grashalm in den Bildern bestehen.
Bald darauf hebt die wunderschöne Katze ihren Kopf, erhebt sich und schlendert gemächlich davon… nicht ohne vorher noch kräftig zu gähnen.
Wir sind heute noch keine Stunde unterwegs und eigentlich ist auch dieser Tag schon wieder einer, über den man viel berichten kann. Wenig später begegnen wir einem Kuckuck (Burchell’s Coucal), der sich ebenfalls gut ablichten lässt. Meistens sind diese Tiere sehr scheu und wollen keine Bilder. Daneben sehen wir noch einen Rotscheitel Zistensänger (Rattling Cisticola) - danke Maddy!
Im Verlauf des weiteren Vormittags sehen wir entlang der Piste ein paar Nilgänse und große Gruppen von Wasserböcken und Zebras.
Sogar ein Flussuferläufer (Common Sandpiper) kommt uns vor die Linse.
An einem kleinen Tümpel stehen einige Impala und Warzenschweine zusammen, als plötzlich eines der Schweine ins Wasser springt und mittendurch läuft.
Ein Buschbock liegt am Rand einer kleinen Einbuchtung und genießt den Schatten.
Mehrere Hornraben spazieren durch das hohe Gras, darunter diesmal wieder einige Jungtiere. Die beiden Steinböckchen übersehen wir beinahe, denn das Gras ist deutlich höher und sie können sich gut verstecken.
Bevor wir wieder nach Satara zurückkommen, wo wir unsere Mittagspause genießen wollen, stoßen wir noch eine riesige Gruppe von Büffeln, die Kolonne scheint überhaupt nicht enden zu wollen und es dauert, bevor uns der Weg freigegeben wird.
Wenig später stoßen wir auch noch auf die Reste eines Büffelkadavers. So enden viele dieser Tiere rund um Satara, wo es offensichtlich vor Löwen nur so wimmelt…
Eine Gruppe Giraffen wandert zu einem kleinen Wasserloch, dort trinken die Tiere abwechselnd, aber bereits nach kurzer Zeit sind sie auch schon wieder weg.
Die Mittagspause verbringen wir heute im Camp. Hier haben wir die Möglichkeit uns auch ein wenig auszustrecken und wir beschließen, dass wir erst später gegen Abend wieder aufbrechen wollen. Wir haben am Vormittag wahnsinnig viel gesehen und sind inzwischen auch schon etwas müde. Außerdem wollen wir den Salat zubereiten, den wir am Abend zum selbst gegrillten Steak essen wollen. Zunächst trinken wir aber einen Cafe. Den Nachmittag, der sich nun etwas kürzer gestalten wird, starten wir mit Kudu und Elefant, wobei der riesige Elefantenbulle auf der Straße ordentlich mächtig auf uns zukommt. Da weiß ich nie, wie ich richtig reagieren soll – langsam fahren und auf eine Reaktion warten, das ist mein Zugang – diesmal kommt aber keine Reaktion und so fährt unsere Tochter mit Sicherheitsabstand an ihm vorbei, während ich noch schnell ein Foto schieße…
Wir sehen weitere Steinböckchen und einen Gelbschanbeltoko (Southern Yellow-billed Hornbill)
Der Nachmittag verläuft etwas weniger aufregend, die Tiere sind nur vereinzelt und dann auch nur in größerer Entfernung auszumachen. Umso mehr freuen wir uns über eine Schildkröte, die direkt neben der Straße liegt.
Daneben gelingen noch Bilder eines Cabaniswebers (Lesser Masked Weaver) und von einer kleinen Gruppe mächtiger Elefanten. Im Unterholz rund um den Nsemani-Damm sind einige Nyala im Unterholz.
Für uns geht es zurück ins Camp, wir hatten einen wunderbaren Tag und nun müssen wir nur noch das Holz anzünden, mit dem Bier in der Hand ein wenig warten und schließlich das Fleisch auflegen, das wir mittags bereits mariniert haben. Einem guten Ausklang dieses Abends steht nichts mehr im Weg…
Gefahrene Tageskilometer: 116
Netcat135 Beiträge · seit 202207. Apr. 2022 · #191
Hallo Peter, Vielen Dank für deinen tollen Bericht. Die Bilder sind herausragend toll!
Kleine Korrektur: du meintest bestimmt Wasserböcke und nicht - büffel im einen Abschnitt?
Darf ich fragen, ob du deine Bilder bearbeitet? LG, Katharina
Strelitzie2'845 Beiträge · seit 201107. Apr. 2022 · #192
Hallo Peter,
bei diesem Kapitel dachte ich nur: na, wie und wo trifft er auf die Löwen? Und nein, nicht nur Löwen, auch noch einen wunderschönen Leoparden. Und nein, ich bin gaaar nicht neidisch….. 🤩 (Bitte per PN mitteilen, womit Du das Auto einsprühst…. 😗 ) Traumhafte Begegnungen durftet ihr erleben! Und wie schön, dass Du sie mit uns teilst. Danke!
Viele Grüße Strelitzie
Luigi15Themenstarter411 Beiträge · seit 201907. Apr. 2022 · #193
Liebe Katharina, besten Dank für die Korrektur - natürlich Wasserböcke... wenn man so dahinschreibt, dann passieren manchmal kleinere Schnitzer (vor allem, wenn man daneben die Champions-League horcht...). Zu den Bildern (danke für das Lob!): Ich fotografiere im RAW-Format und muss dann natürlich die Bilder bearbeiten, dies geschieht mit Photoshop-Elements; ich versuche möglichst wenig zu machen, ich kenne mich da ehrlich gesagt auch nicht so wirklich top aus... der Lichtwert wird natürlich angepasst, auch ggf. nachgeschärft und gezoomt, wenn rundum zu viel Landschaft ist. Ich wünsche dir einen schönen Abend, glG Peter
Luigi15Themenstarter411 Beiträge · seit 201907. Apr. 2022 · #194
Danke, Strelitzie - das mit dem Spray kann ich dir leider nicht schreiben, ich darf hier keine Werbung machen... Wie schon geschrieben, es gab immer wieder Tage im Park, da war ich auf der Suche und wurde nicht fündig (im Etosha habe ich bei Regen im März einmal praktisch überhaupt nichts gesehen)... Ich wünsche dir einen schönen Abend, lG Peter
maddy2'167 Beiträge · seit 200907. Apr. 2022 · #195
Hallo Peter,
Okay, das haette ich mir ja denken koennen dass ihr auf der S100 nicht nur viele Tiere, sondern sogar einen Leopard sehen konnten!! 😛 Toll, die Fotos, danke!
Dandelion547 Beiträge · seit 201707. Apr. 2022 · #196
Guten Morgen Peter,
es wird Zeit, sich aus der Deckung des stillen Mitlesens zu wagen. Hab vielen Dank für den tollen Bericht und die schönen Fotos 😘 Da habt ihr wirklich an einem einzigen Tag mehr Sichtungen zu verzeichnen als andere im ganzen Urlaub 🤩 Wenn alles klappt, dürfen wir im August endlich unsere mehrfach verschobene Reise in den Kruger nachholen. Hoffentlich ist uns die Sichtungsfee dann ebenfalls so wohlgesonnen 😉 In der Zwischenzeit lese ich weiter begeistert mit.
Liebe Grüße Kordula 🙂
Luigi15Themenstarter411 Beiträge · seit 201907. Apr. 2022 · #197
Guten Morgen! @ Maddy - vielen Dank für deine Vogelbestimmung, ist einfach großartig, wie du dich da auskennst; eine unbezahlbare Hilfe!! @ Kordula - vielen Dank für deine tolle Rückmeldung, freut mich, dass dich die Bilder ansprechen! Du kannst dich sicher auf August freuen, wird bestimmt eine ganz tolle Reise mit vielen fantastischen Sichtungen! glG Peter
Luigi15Themenstarter411 Beiträge · seit 201908. Apr. 2022 · #198
Reisetag 39 (9. September 2021) – Kruger NP (rund um Lower Sabie)
Diese Nacht verläuft völlig ruhig, nicht ein einziges Mal werden wir durch ein Geräusch geweckt, das ist vielleicht auch der Grund, dass wir heute nicht bei den Ersten sind, die am Morgen auf Pirsch fahren… Es wird der einzige Tag sein, an dem wir nicht pünktlich mit Gateöffnung loslegen, aber bis wir unser Gepäck im Auto haben dauert es doch ein wenig. Zudem hatten wir gestern am Abend keine Gedanken mehr daran verschwendet, für einen Vormittagssnack etwas herzurichten. Egal – wir sind hier auf Urlaub und nicht auf der Flucht. Gegen 8:00 Uhr legen wir los, geben den Schlüssel unseres Chalets retour und rollen auf die H1-3 in südlicher Richtung. Wir werden bis Tshokwane durchfahren, dort dann eine Pause einlegen, da gibt es dann auch Cafe.
Die Sichtungen sind zunächst etwas rar, aber einen Raubadler (Tawny Eagle) können wir dabei beobachten, wie er einen kleinen Vogel zerlegt.
Vermutlich am Kumana-Damm stoßen wir auf eine Gruppe Giraffen, die hier ihren Durst stillt. Es ist immer wieder lustig, diesen Tieren beim Trinken zuzusehen. Auch ein einzelnes Gnu steht am Wasser.
Auf einem Baum in unmittelbarer Nähe zur Tränke sitzen zwei Afrikanische Habichts-Adler (African Hawk Eagle).
Als wir weiterfahren wollen, biegt ein anderes Auto zum Parkplatz ein und der Fahrer erklärt uns, dass etwas weiter südlich, in unmittelbarer Nähe zum „südlichsten Baobab-Baum“ Löwen an einem Büffel-Kadaver fressen. Natürlich wollen wir uns das nicht entgehen lassen… Die Fahrstrecke zu diesem Platz ist nicht sonderlich weit, wenige Minuten später sind wir auch schon dort angekommen – nur leider sind weit und breit keine Löwen zu sehen, zumindest nicht „links der Straße“, so wie uns mitgeteilt worden war. Wir fahren mehrfach auf und ab, fahren auch den kleinen Loop zum großen Baobab-Baum, finden aber nichts. Wir sind gerade dabei die Segel zu streichen und weiterzufahren, als uns die zahlreichen Geier auffallen, die sich plötzlich hier einfinden – wir haben so etwas noch nie zuvor gesehen: Aus allen Richtungen trudeln wie auf Kommando die großen Vögel ein und setzen sich in die umliegenden Bäume. Wir werden hier mehr als eine Stunde verbringen… Die Löwen dürften sich offenbar von ihrer Beute zurückgezogen haben, denn nun treffen auch immer mehr Hyänen ein, die sich mit den Geiern um die Reste des Büffels streiten. Hier einige der Fotos die dabei entstanden sind:
An ein und demselben Platz sehen wir hier Weißrückengeier (White-backed Vulture), Kapgeier (Cape Vulture), Kappengeier (Hooded Vulture), Wollkopfgeier (White-headed Vulture) und Ohrengeier (Lappet-faced Vulture) – wir sind echt überwältigt! Da stört es uns überhaupt nicht, dass die Löwen vermutlich irgendwo unter einem Baum liegen… Auf der Fahrt von hier nach Tshokwane sehen wir noch einige Elefanten, ein Steinböckchen und eine ganze Reihe Vögel, darunter Nachtflughühner (Double-banded Sandgrouse), einen Rotschnabeltoko (Southern Red-billed Hornbill), einen Riesenglanzstar (Burchell’s Starling) und Maidschwalben (Lesser Striped Swallow).
Wir halten dann auch noch an einem weiteren kleinen Wasserloch (Mazithi-Dam ?), dessen Namen ich mir leider nicht notiert habe und sehen hier Gnus, Nyala, Impala und zwei Warzenschweine, die sich mächtig in die Haare kriegen und dabei offenbar vergessen, dass ein Krokodil beträchtlich nahe rückt…
Auch einige weitere Hornraben und eine Bronzeflecktaube (Emerald-spotted Wood Dove) können wir noch vor die Linse bekommen, ehe wir nach Tshokwane gelangen.
In Tshokwane haben wir ein etwas skurriles Erlebnis: Ich bestelle Cafe und einen Toast und erhalte dafür ein Plastikteil mit einer Nummer in die Hand gedrückt. Damit gehen wir zu unserem Tisch und warten. Plötzlich beginnt das Plastikteil zu blinken und zu vibrieren – ich glaube ich bin im falschen Film: Diese Technik inmitten des Nirgendwo?! Von Tshokwane weg entscheiden wir uns über die H10 direkt nach Lower Sabie zu fahren – das stellt sich als nicht sonderlich gute Wahl heraus, denn die Tiere sind vielleicht auf der H1-2 unterwegs, aber sicher nicht auf unserer Seite. So freuen wir uns, eine Pavian-Familie beobachten zu können, vor allem das Verhalten der Jungen ist einzigartig. Ein sehr junges Affenbaby sitzt zunächst bei seiner Mutter und beobachtet etwas ältere Tiere beim Spielen – irgendwann will es offenbar mit den anderen herumtollen, wird von den „Spielgefährten“ aber nur geärgert und flüchtet schließlich wieder zurück in die Arme der Mutter – auch hier sind zutiefst menschliche Züge erkennbar…
Schließlich kommen wir an den Sabie Fluss und überqueren ihn auf der Brücke, auf deren Geländer ein Schwarzmilan (Yellow-billed Kite) sitzt. Dazu sitzt im Bachbett ein Wollhalsstorch (Woolly-necked Stork). In etwas größerer Entfernung sitzt ein Schreiseeadler (African Fish Eagle) im trockenen Flussbett.
Von hier fahren wir nun direkt in das Camp, holen uns den Schlüssel von der Rezeption und machen zunächst einmal eine Pause. Wir beschließen, eine gute Stunde hier zu bleiben, um anschließend noch einen kurzen Ausflug entlang des Sabie-Flusses Richtung Skukuza zu unternehmen. Lower Sabie ist natürlich auch eines meiner Lieblingscamps – na klar, von wem auch nicht? Im Camp sehen wir direkt vor unserem Chalet einen Halsband-Bartvogel (Black-collared Barbet) und einige Buschböcke, die das dürre Laub fressen, das hier noch am Boden liegt. Ein Graufischer (Pied Kingfisher) sitzt auf einer Brüstung.
Am späteren Nachmittag fahren wir zunächst zum Sunset Damm, wo wie immer einige Krokodile in der Sonne liegen, auch im Wasser tummeln sich einige der teils riesigen Echsen.
Am Ufer laufen einige Vögel auf uns ab, aber da andere Autos herumstehen, ist es für uns schwer, einen guten Blickwinkel zu ergattern. Schließlich geht es ein kurzes Stück in westliche Richtung, wo am Straßenrand bereits einige Wagen stehen. Auf der gegenüberliegenden Flussseite haben einige Löwinnen ein Flusspferd gekillt, das bereits leicht aufgebrochen in der Sonne liegt.
Aber auch auf „unserer“ Flussseite liegen einige Löwen herum, teilweise auch schwer erkennbar unter den Büschen, jedenfalls aber sehr entspannt…
Da zahlreiche Autos rundherum aufgereiht stehen, entscheiden wir uns noch ein Stück weiter zu fahren. Dabei entdecken wir einen Milchuhu (Verreaux’s Eagle-Owl) in einem Baum, der aber leider gegen die Sonne sitzt, sodass Bilder sehr schwer zu knipsen sind.
Ein Weißscheitelkiebitz (White-crowned Lapwing) ist da schon netter zu uns.
In der Nähe vom Picknickplatz Nkuhlu gibt es auf der südlichen Straßenseite einen kleinen See, in dem sich zahlreiche Flusspferde tummeln. Hier stehen keine weiteren Autos und so parken wir uns ein. Es ist lustig diesen Tieren zuzusehen, die irgendwie immer Stress in ihren Clans haben. Im Hintergrund kommen zahlreiche andere Tiere zur Tränke. Ein Silberreiher (Great Egret) fürchtet um seine „Insel“, die unterzugehen droht…
Wir fahren von hier aus wieder zurück nach Lower Sabie – schließlich werden wir auch am nächsten Tag hier nochmals vorbeikommen, denn die Strecke H4-1 entlang des Sabie-Flusses ist natürlich prädestiniert, um hier Tiere zu sehen. Wir stoppen noch kurz bei einem Kudu.
Als wir schon mehr an das bevorstehende Abendessen als an Tiere denken, kriecht plötzlich eine große Schlange vor uns über die Straße. Das heißt, sie will über die Straße, stoppt aber, als wir uns nähern…
Ich habe inzwischen mehrere Personen – darunter auch zwei Ranger im Park selbst – gefragt, um welche Schlange es sich hier handelt – die Antworten waren sehr unterschiedlich… Vielleicht gibt es hier im Forum eine schlüssige Einschätzung… Mit gezückter Kamera lichten wir schließlich auch noch einen Pavian ab, der sich auf der Straße breit gemacht hat, eine Halbmondtaube (Red-eyed Dove) und einen weiteren Gaukler (Bateleur),
Unmittelbar vor Lower Sabie legt sich auch noch ein Leopard auf einen Ast – leider etwas im Verborgenen und nur schwer sichtbar – und genießt die Abendsonne… Wir sind wahre Glückskinder auch an diesem Tag!
Heute essen wir wieder im Restaurant auf der Terrasse zum Fluss – leider wieder ziemlich im Dunkel, aber Service und Speisen sind in Ordnung. Dazu genehmigen wir uns das eine oder andere kühle Bier.
Gefahrene Tageskilometer: 152 km
maddy2'167 Beiträge · seit 200908. Apr. 2022 · #199
Hallo Peter, Nein, aber nicht schon wieder Leoparden und Loewen!! 🤩 Hoffentlich hast du die uns nicht alle weggeguckt!
Bei der Schlange wuerde ich mal auf Olive Whip Snake - Psammophis mossambicus - tippen.
Luigi15Themenstarter411 Beiträge · seit 201908. Apr. 2022 · #200
Danke, Maddy für die Rückmeldung bzgl. der Schlange - ich habe mich inzwischen mit Bildern im Netz schlau gemacht und eine Expertise klingt extrem gut... Hinsichtlich "weggucken": ich denke, da ist noch genügend da - obwohl der kommende Tag, den ich heute noch vorstellen werden, natürlich wieder ein wenig weggenommen hat vom großen Kuchen... 😉 glG und einen schönen Abend, Peter