Reisebericht

100 Tage quer durch das Südliche Afrika

von Luigi15 · begonnen 05. Jan. 2022 · 88 Teile

Teil 105. Jan. 2022
100 Tage quer durch das Südliche Afrika – Erinnerungen an eine außergewöhnliche Reise

Nach einem Jahr COVID-bedingter Zwangspause war ich fest entschlossen, den Sommer 2021 wieder im Südlichen Afrika zu verbringen. Die Planungen für diese Reise ließen die Vorfreude monatlich größer werden, Zimbabwe und Sambia waren als Hauptziel bald auserkoren. Außerdem sollte – nach unserer wunderbaren Lodgetour im Sommer 2019 – diesmal wieder ein Auto mit Dachzelt zum Einsatz kommen. Soweit die Theorie…
In der Praxis hielt dieses Ansinnen nicht lange stand, denn die Covid-Zahlen stiegen im Frühsommer deutlich an, viele Länder des Südlichen Afrika wurden zu Virus-Variantengebieten ernannt und unsere Reisepläne schmolzen wie der Schnee im Spätfrühling dahin, jeden Tag ein merkliches Stück. Das Unbehagen stieg und irgendwann im April zog ich die Reißleine…
Da mit Juli 2021 mein Sabbatical starten sollte, war ich aber fest entschlossen nach Afrika zu reisen, Inzidenzen und Grenzschließungen hin oder her – ich wollte mich keineswegs fünf Jahre auf etwas freuen, das dann nicht stattfinden sollte. Wann gibt es schon während des Berufslebens die Möglichkeit einmal länger als drei oder vier Wochen am Stück zu verreisen? Zu dieser Zeit war ich ständiger Gast im Forum und folgte dem angeregten Meinungsaustausch – vielen Dank für die wirklich hilfreichen Beiträge und Informationen. Anfang Mai war es dann so weit, ich hatte ein komplett neues Konzept erarbeitet, aus einer Campingtour wurde wieder eine Lodgetour, außerdem wollte ich nicht zu oft über Landesgrenzen hinaus, sodass letztendlich Südafrika zum Hauptziel erklärt wurde.
Die neue Routenwahl und die Umstellung auf Lodges war auch der Tatsache geschuldet, dass mich neben Frau und Tochter auch gute Freunde begleiten wollten, die natürlich jeweils auch Vorstellungen miteinbrachten, was genau sie sehen wollten. Auch für mich war es wichtig, Neues einzubauen, oder zumindest jene Regionen wieder aufzusuchen, die ich letztmalig in der „Film-Ära“ besucht hatte und von wo ich dementsprechend noch keine digitalen Fotos zu Hause hatte. Der langen Rede kurzer Sinn: Aus einer durchgängigen Rundreise wurden vier Reiseabschnitte, zwischen denen ich jeweils nach Johannesburg zurückkehrte, um dort jemanden zu verabschieden und neue Begleiter aufzunehmen… Diese „außergewöhnliche“ Reise, die zwischen 2. August und 10. November 2021 stattfand, gliedert sich in folgende Abschnitte:

Teil A (gemeinsam mit einem Freund):
• Thabazimbi, Marula Cottage (2 Nächte)
• Pilanesberg, Bakubung Bush Lodge (2 N)
• Kimberley, Agros Guest House (1 N)
• Mokala NP, Mosu Lodge (2 N)
• Britstown, Sweetfontein Farm (1 N)
• Graaff-Reinet, Mt. Camdeboo Game Reserve (2 N)
• Addo, Camp Figtree (1 N)
• Addo, Gorah Elephant Camp (1 N)
• Knysna, Head over Hills (1 N)
• Oudtshoorn, Protea Hotel (1 N)
• Kagga Kamma NR (2 N)
• Cederberge, Sanddrif Resort (2 N)
• Lamberts Bay, Lamberts Bay Hotel (1 N)
• Kamieskroon, Verbe Farm (2 N)
• Springbok, Apollis Cottage (1 N)
• Augrabies Falls NP (1 N)
• Kgalakgadi NP, Twee Rivieren (3 N)
• Kuruman, Red Sands Country Lodge (1 N)
• Johannesburg, Garden Court OR Tambo (1 N)

Teil B (gemeinsam mit Frau und Tochter):
• Middelburg, Lamor Guest House (1 N)
• Graskop, Panorama Chalets (1 N)
• Tzaneen, Country Lodge (1 N)
• Kruger NP, Letaba (2 N), Olifants (2 N), Satara (2 N), Lower Sabie (2 N), Berg-en-Dal (1 N)
• Nelspruit, Loeries Call GH (1 N)
• Pongola, Nkwazi Lake Lodge (1 N)
• Manguzi, Cinderera Eco Lodge (3 N)
• Hluhluwe, Nibela Lake Lodge (2 N)
• Hluhluwe, Anew Hotel (2 N)
• Umfolozi NP, Mpila Camp (2 N)
• St. Lucia, Kingfisher Lodge (3 N)
• Durban, The Edward (1 N)
• Drakensberge Süd (2 N)
• Drakensberge Mitte, Cathedral Peak Hotel (2 N)
• Drakensberge Nord, Witsishoek Mt. Lodge (2 N)
• Clarens, Il Castello (1 N)
• Johannesburg, Garden Court OR Tambo (1 N)

Teil C (allein):
• Namibia, Waterberg, NWR Waterberg Lodge (1 N)
• Etosha NP, NWR Namutoni (2 N)
• Etosha NP, NWR Halali (1 N)
• Etosha NP, Etosha Oberland Lodge (1 N)
• Fingerklip Lodge (2 N)
• Brandberg, White Lady Lodge (1 N)
• Windhoek, Casa Piccolo (1 N)
• Johannesburg, Garden Court OR Tambo (1 N)

Teil D (gemeinsam mit zwei Freunden):
• Sun City, Cabanas (2 N)
• Upington, Waterfront GH (1 N)
• Namibia, Canyon Lodge (1 N)
• Namibia, Bagadelle Lodge (2 N)
• Namibia, Windhoek, Casa Piccolo (1 N)
• Botswana, Ghanzi, Kalahari Arms (1 N)
• Botswana, Maun, Quennes Inn (1 N)
• Botswana, Mogothlo Safari Lodge (3 N)
• Botswana, Kasane, Chobe Safari Lodge (2 N)
• Namibia, Katima, Zambezi River Lodge (2 N)
• Namibia, Kazile Island Lodge (1 N)
• Namibia, Rundu, Hakusembe River Lodge (1 N)
• Namibia, Mushara Lodge (3 N)
• Namibia, Etosha Safari Lodge (1 N)
• Namibia, Windhoek, Casa Piccolo (1 N)
• Namibia, Kalahari Game Lodge (2 N)
• Upington, Waterfront GH (1 N)
• Vryburg, Morakane Safari Lodge (1 N)

Für die Reise buchten wir als fahrbaren Untersatz einen Toyota Hilux für Teile A und B bzw. einen Landcruiser für Teil D jeweils bei Bushlore. In Namibia war ich für die wenigen Tage allein mit einem Renault Duster unterwegs, den ich über Sunny Cars bestellt hatte. Zu den jeweiligen Autos schreibe ich dann – ebenso wie zu den Hotels – im Zuge der Routenbeschreibung.
Ich hoffe, dass sich einige wieder für die Bilder und ausformulierten Eindrücke, die während dieser außergewöhnlichen Reise entstanden sind, interessieren werden und mich / uns in den kommenden Wochen begleiten…

Beste Grüße, Peter
Teil 208. Jan. 2022
Reisetage 1 und 2 (2. und 3. August 2021) – Afrika, wir kommen

Christian ist ein Technik-Freak. Anders kann man das nicht nennen, denn schon Wochen vor dem Start unserer Reise berichtet er mir in kürzeren Abständen, welche GPS Tracker, welche Ladekabel, welche LED-Lampen und vor allem welche Objektive unbedingt mit in das Gepäck müssen. Er plant alles bis ins letzte Detail. Wir fotografieren beide seit Jahren mit einer Canon-Ausrüstung, können also im Notfall gegenseitig Hilfestellung geben – ein nicht zu unterschätzender Vorteil während einer Reise. Zudem ist Christian gelernter Auto-Elektriker – sein Wissen und seine Tatkraft diesbezüglich hat er schon mehrfach unter Beweis gestellt, auch einem meiner Autos hatte er auf einer gemeinsamen Reise durch Island schon einmal Leben eingehaucht…

Es sind aber weder die Fotoausrüstung noch sein Talent, Autos wieder in Gang zu setzen, die mich dazu bewogen haben, ihn zu fragen, ob er einen Teil meiner diesjährigen Afrika-Reise mit mir bestreiten will – vielmehr ist es eine jahrzehntelange Freundschaft, die uns irgendwie zusammengeschweißt hat. Seit Jahren unternehmen wir gemeinsame Wanderungen und Reisen, zwei Mal war er auch schon mit mir in Namibia und Botswana unterwegs – Südafrika ist aber (ausgenommen die Panorama-Route, Pilanesberg und der Kruger NP) bisher ein weißer Fleck auf seiner Landkarte. Das ist ein Grund, weshalb wir gemeinsam die Route ausgearbeitet haben, die unter „Teil A“ angeführt ist.

Das Hauptaugenmerk dieser Reise wurde – neben der Tierwelt – auf die unterschiedlichen Landschaften gelegt und dabei wieder auf Regionen, in denen auch Wanderungen möglich sind. Es war also bald klar, dass die Karoo, die Cederberge und die Wildblumenblüte im Namaqualand zentrale Themen sein sollten. Für mich war wichtig, den Marakele NP und den Mokala NP zu besuchen, Nationalparks, in denen ich bisher noch nicht war. Den Großraum Kapstadt haben wir bewusst weggelassen – einerseits, weil der August nicht der ideale Reisemonat dafür ist, andererseits wollten wir Menschenansammlungen möglichst meiden…
Die Tage vor unserer Abreise waren geprägt von den schrecklichen Bildern der Ausschreitungen in Südafrika, neben den COVID-Zahlen ein Grund, weshalb bei mir irgendwie keine wirkliche Reiselust aufkommen wollte. Ich rechnete bis zuletzt damit, diese Reise nicht antreten zu können und damit eine gewaltige Enttäuschung zu erleben.
Wir hatten nach Johannesburg einen Flug mit Lufthansa in der Premium Economy gebucht. Da es von Wien keine Direktflüge zu dieser Destination gibt, war eine Umsteigeverbindung ohnedies unumgänglich. Kurz vor Reiseantritt wurden Namibia, Botswana und Südafrika vom RKI zu „Virus-Variantengebieten“ ernannt und die Rückreise über Frankfurt somit merklich erschwert (Stichwort „Transportverbot“). Für mich sah ich kein Problem, denn mein Rückflug sollte erst Mitte November stattfinden – genügend Zeit, nicht nur dem Virus eine neue Mutation zuzugestehen, sondern auch den Politikern und/oder Virologen, die COVID-Regeln zwischenzeitlich mehrmals zu adaptieren…
Wir ersuchten trotzdem beide um eine Umbuchung des Rückfluges auf die SWISS über Zürich, was auch anstandslos durchgeführt wurde!

Am 2. August ist es schlussendlich so weit – um 15:00 Uhr treffen wir uns am Flughafen, um einzuchecken. Am Schalter der Austrian gilt es gleich eine erste Hürde zu überwinden – ich reise ohne Visum für Südafrika, habe meinen Rückflug aber mehr als 90 Tage nach Einreise… Ich zeige mein Flugticket für den Flug nach Namibia vor, das ich für Teil C meiner Reise im Vorfeld gebucht hatte und erkläre, dass ich in Summe nicht länger als 80 Tage in Südafrika bleiben werde – trotzdem ist ein Anruf bei Lufthansa in Frankfurt nötig, um eine Bordkarte zu bekommen. Nach einer längeren Wartezeit ist es dann geschafft, wir erhalten die Bordkarten für Flug OS 125 von Wien nach Frankfurt und gleich auch die für den Weiterflug mit LH 572 aus Frankfurt nach Johannesburg.
Zur Beruhigung nach diesem ersten Schockmoment gönnen wir uns ein kleines Bier…
Der kurze Flug von Wien nach Frankfurt verläuft ohne Probleme, wir landen überpünktlich in der Main-Metropole. Wir haben mehr als ausreichend Zeit, denn der Weg zu Gate Z 54 ist kurz, es gibt dazwischen auch keine weiteren Kontrollen.
Vor dem Boarding für den Langstreckenflug müssen alle Passagiere ihre PCR-Tests vorweisen – schon dabei fällt uns auf, dass wir heute keinen Platzmangel in der riesigen Maschine haben werden. Während das Flugzeug aus Wien noch fast bis auf den letzten Platz gefüllt war, befinden sich in der Boing 748 nach Johannesburg laut Durchsage der Purserin lediglich 149 Personen, zwei weitere teilen sich mit uns beiden die Premium Economy Sitze…

Der Flug ist aufgrund des erhöhten Sitzkomforts gut zu ertragen, nach etwas mehr als 10 Stunden landen wir (gut gekühlt) um 8:28 Uhr morgens in Joburg – endlich wieder zurück in Afrika, es kommt bei mir erstmals so richtig Vorfreude auf die Reise auf.
Die Einreise verläuft rekordverdächtig schnell: Vom Flugzeug geht es den langen Gang entlang zur Immigration, wo die „Gesundheitsfragebögen“ abgesammelt werden. Wir haben das A4-Blatt bereits zuhause ausgedruckt, eine Fleißaufgabe, denn es wurde auch im Flugzeug nochmals verteilt. Das Blatt wird zwar abgesammelt, aber defacto ignoriert und auf einen Stapel anderer Formulare gelegt. Da nur wenige Passagiere in der Maschine sitzen und wir offenbar die einzigen sind, die eben eingetroffen sind, gibt es keine Wartezeiten. Obwohl nur drei Officer in ihren Kojen sitzen, erhalten wir umgehend den Stempel in den Pass – nun sind wir wirklich angekommen…
Jetzt noch die wenigen Meter zu den Gepäcksbändern und auch hier geht alles glatt: Unsere Koffer sind bei den ersten, die hinter dem Plastikvorhang auftauchen! 22 Minuten, vom Ausstieg aus dem Flugzeug bis zum Betreten der Ankunftshalle – und das inklusive dringend nötigem Boxenstopp – das kann sich sehen lassen. Der Flughafen in Johannesburg wirkt auf uns heute wie ein kleiner Provinzflughafen, es sind kaum Passagiere da, dementsprechend natürlich auch wenige Personen, die sich rund um die riesige Statue von Oliver Reginald Tambo (nach ihm ist der Flughafen benannt) gruppieren, um jemanden abzuholen. Das wiederum hilft uns, den Fahrer von Bushlore leichter zu finden, der uns zu unserem vorreservierten Leihauto nach Midrand bringen wird.
Wir laufen noch kurz in den ersten Stock hinauf, wo wir etwas Bargeld aus einem der Automaten ziehen – hier ist es noch ruhiger als auf der Ankunftsebene und ich habe immer ein besseres Gefühl, wenn nicht so viele Menschen rumstehen, wenn ich Geld ziehe. Dabei fallen mir auch die aufgestellten Boxen auf, in denen Antigen- und PCR-Tests abgenommen werden – gut zu wissen, denn ich werde später wieder hierherkommen.

Ausgestattet mit Bargeld bringen wir unser Gepäck zum Transferauto. Nach rund 30 minütiger Fahrt auf der R24 und M39 erreichen wir die Zentrale von Bushlore im Johannesburger Stadtteil Midrand. Wir erledigen die notwendigen Formalitäten und stehen wenig später vor „unserem“ Auto, einem Toyota Hilux, der exakt 73608 km auf dem Tacho aufweist – ein „gut eingefahrenes Auto, das uns keine Probleme bereiten wird“, wie wir erfahren können.
Christian wirft sofort einen Blick unter die Motorhaube, ich kontrolliere, ob gröbere Lackschäden oder Dellen zu sehen sind, kleinere Kratzer werden hier ja nicht beachtet – „this is a car for the bush…“ ok, dieser Satz wird auch uns in den Nationalparks helfen! Wir haben bereits im Vorfeld eine Kühlbox geordert und kontrollieren, ob die Anschlüsse passen. Da wir keine Mängel erkennen können, verlassen wir um 10:40 Uhr das Gelände von Bushlore – natürlich nicht, bevor Christian auch sein aus Wien mitgebrachtes Navi angeschlossen hatte, in dem er schon zuhause alle GPS-Koordinaten unserer Unterkünfte eingespeichert hatte. Da im Hilux aber ohnehin ein Navi fix eingebaut ist, bin ich sehr zuversichtlich, dass wir nicht verloren gehen werden…

Um 13:40 Uhr fahren wir nach einer unspektakulären Fahrt über Brits und die R511 in Thabazimbi ein. Die Sonne strahlt mit uns um die Wette und taucht die Abraumhalden der ehemaligen Eisenminen in ein ganz eigenartiges Licht. Wir stoppen an der Thaba-Mall, um uns mit Getränken einzudecken, zudem trinken wir im „Cappuccinos“ einen hervorragenden Cafe und lassen die besondere Stimmung auf uns einwirken. Angekommen in Südafrika, endlich wieder zurück, müde, aber voller Vorfreude! Wir sind erstaunt, dass bei Betreten des Lokals die Körpertemperatur gemessen wird, zudem müssen wir uns registrieren. Dieses Prozedere werden wir in den nächsten Wochen noch oft erleben – wir sind irgendwie beruhigt, dass auch hier Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, wir wussten nämlich nicht, was uns diesbezüglich erwarten würde… Erstaunt sehe ich, dass die meisten Personen sogar auf der Straße Maske tragen, oft auch dann, wenn sie nur zu zweit unterwegs sind.
Ich werde in weiterer Folge das Thema COVID in meinem Bericht aber ausklammern – es beherrscht ohnedies unser aller Leben seit viel zu langer Zeit!

Nach diesem ersten Einkaufsstopp fahren wir direkt zur nur wenige Kilometer außerhalb der Stadt gelegenen ersten Unterkunft, zum Marula Cottage. Wir finden das kleine, rote Schild, das auf das Guest-House hinweist und biegen von der Hauptstraße auf einen Schotterweg ab, der bald zu einer Sandpiste wird, wo eine gewisse Bodenfreit von großem Vorteil ist. Man benötigt zur Zufahrt kein Allrad-Fahrzeug, aber die Piste ist doch einigermaßen holprig! Bald stehen wir vor dem Gittertor und werden von Monika eingelassen, die das Auto natürlich wahrgenommen hat – rundherum ist nämlich nichts, nur Stille…

Achtung: Ich werde in meinem Bericht die von mir / uns besuchten Unterkünfte natürlich kurz vorstellen. Ich lege aber Wert darauf, dass ich hier keine Werbung für irgendwen/irgendwas mache. Ich bin kein Influencer, der auch nur in eine der gebuchten Unterkünfte eingeladen wurde. Ich werde die Hotels, Gästehäuser oder Lodges so beschreiben, wie ich sie wahrgenommen habe – Positives ebenso wie Negatives erwähnen. Es ist mir durchaus bewusst, dass andere Reisende ein komplett konträres Bild einer Unterkunft haben können!

Das Marula Cottage ist ein kleines Guest-House, das nur über wenige Zimmer verfügt. Es liegt ziemlich genau in der Mitte zwischen Thabazimbi und dem wenige Kilometer entfernt gelegenen Marakele Nationalpark. Für mich stellt es eine ideale Unterkunft dar, wenn man nicht in einem der Parkcamps übernachten kann/will. Das Guest-House wird von Monika (einer ausgewanderten Deutschen) und ihrem Mann Dave geführt.


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Neben dem Frühstück kann man bei Monika auch Abendessen ordern – sie bereitet die Speisen frisch zu und achtet streng auf gesunde, frische Zutaten. Die Zimmer sind zweckmäßig eingerichtet, man findet keinen Luxus vor, aber durchaus Behaglichkeit. Auf der Terrasse vor dem Haus gibt es einen kleinen Pool, im August war das Wasser aber zu kalt… Der große Marula Baum gibt dem aus Steinen erbauten und mit Reet eingedeckten Gebäude seinen Namen. Neben drei Hunden (inzwischen sind es sogar fünf) gibt es hier nach Einbruch der Dämmerung eine große Zahl an Buschbabies, die von Dave mit Bananen gefüttert werden. Es ist wirklich ein Highlight, diese putzigen Primaten aus nächster Nähe beobachten zu können… Sie bewegen sich enorm schnell zwischen den Ästen – deshalb gibt es leider kein gutes Bild… Von der Terrasse aus sieht man wunderschön das Ziel des kommenden Tages, die Berg-Silhouette des Marakele Nationalparks!

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Den restlichen Nachmittag und den Abend verbringen wir im Guest-House, unterhalten uns mit Monika und Dave und gönnen uns das ein oder andere Bierchen - langsam realisieren wir, dass eine Nacht im Flugzeug ein Bett nicht ersetzen kann. Wir genießen noch ein leichtes Abendessen und beobachten dabei die Galagos, die über uns turnen. Bald fallen wir jedoch todmüde in unsere Betten.
Gefahrene Tageskilometer: 274

Im nächsten Teil des Reiseberichts erwarten euch die Bilder unseres Aufenthalts im Marakele NP
Teil 310. Jan. 2022
Reisetag 3 (4. August 2021) – Marakele NP

Da wir die einzigen Gäste im Guest-House sind, vereinbarten wir mit Monika, um 6:30 Uhr unser Frühstück einnehmen zu dürfen. Es gibt Joghurt mit frisch geschnittenem Obstsalat und ein Omelett mit Kräutern… auch der Cafe schmeck vorzüglich, ist er doch wohltuend erwärmend – nicht nur für das Herz, sondern vor allem auch für die klammen Finger. Der Morgen bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt ist, wenn man aus dem europäischen Sommer kommt, immer wieder ein kleines Problemchen in den ersten Tagen auf der Südhalbkugel. Aber sobald die Sonne den Horizont erreicht, ist wieder alles gut, ein neuer, strahlend schöner Tag steht bevor!

Wir fahren um 7:20 weg und erreichen um 7:30 pünktlich zur Gate-Öffnung den Eingang zum Marakele Nationalpark. Dieser Park, der wunderschön in die umgebenden Waterberge eingebettet ist, ist Neuland für mich. Wir hatten uns gestern Abend lange mit Dave unterhalten, der oft mit Gästen in den Park kommt. Er gab uns wichtige Tipps, die wir natürlich annehmen wollten.
Wir sind die Einzigen am Gate, also sind wir innerhalb kürzester Zeit im Park. Jetzt beginnt also für uns das Safari-Abenteuer, auf das wir uns so lange gefreut hatten.

Der Nationalpark ist berühmt für die hier brütende Kapgeier-Kolonie, die größte Brutkolonie dieser stattlichen Tiere weltweit. Diesem Vogel ist sogar eine Ausstellung am Parkeingang gewidmet. Dave hatte uns jedoch geraten, möglichst direkt zum Lenong Aussichtspunkt hochzufahren, der unmittelbar neben den weithin sichtbaren Sendemasten liegt.
Der Marakele NP ist in zwei Sektoren gegliedert: Im ersten Sektor, der das Gate umgibt, leben ausschließlich „harmlose Tiere“ wie Antilopen, Zebras oder Giraffen. Um in den zweiten Sektor zu gelangen, der auch als „Big 5 Sektor“ bezeichnet wird und wo auch der Aussichtspunkt liegt, muss man einen kurzen Tunnel passieren, der durch den Damm einer Fernstraße hindurchführt. Dazu öffnet man per Knopfdruck ein elektrisches Tor. Unmittelbar hinter dem Tor beginnt die Straße, der Ndlophu Drive, langsam anzusteigen.
Dieser Nationalpark liegt im Übergangsbereich zwischen dem humideren Osten des Landes und dem trockenen Zentrum. Dementsprechend vielfältig sind Fauna und Flora.
Eine schmale und sehr enge, aber geteerte Straße, der Lenong Drive, windet sich zum Gipfel des Waterbergmassivs hinauf. Hier befindet man sich in etwa auf 2050 müNN am Kransberg, der die Umgebung überragt und von wo man dementsprechend einen wunderbaren Blick auf die Umgebung genießen kann. Vom Gate bis zum Aussichtspunkt überwindet man mehr als 600 Höhenmeter!
Wir parken unser Auto und gehen wenige Schritte, um direkt vor diesem herrlichen Panorama zu stehen:

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Die Vegetation erinnert irgendwie an den Fynbos der Kapregion, jedenfalls muss man beim Herumspazieren achtgeben, denn es gibt überall Dornen.

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Ein schmaler Pfad führt zu einer Steinbank, wo wir Platz nehmen, um die wunderbare Umgebung auf uns wirken zu lassen. Inzwischen hat die Sonne die Temperaturen zumindest so weit ansteigen lassen, dass man nicht ständig in Bewegung sein muss… Vor uns breitet sich das weite Tal aus, das wir eben noch passiert hatten, um hierher zu gelangen. Der Lenon Drive ist auf der linken Bildseite auch gut zu erkennen.

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Es dauert nicht lange und wir sehen hier die ersten Kapgeier über dem Kransberg kreisen. Dave hatte darauf hingewiesen, dass die Tiere die am Morgen besonders günstige Thermik nützen, um sich in die Höhe treiben zu lassen. Bis zu 20 Tiere sind gleichzeitig in der Luft zu sehen – leider in großer Entfernung. Aber es ist dennoch ein tolles Erlebnis, die Gleitfähigkeit dieser riesigen Vögel zu beobachten.

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Irgendwann wird es dann doch frisch und wir gehen zurück Richtung Parkplatz, wo inzwischen ein weiterer Wagen eingetroffen ist – das einzige Auto, das wir an diesem Tag sehen werden…
Auf einer Infotafel neben den Autos hat sich ein Rotbauchschmätzer (Mocking Cliff Chat) niedergelassen. Er ist überhaupt nicht scheu und wir können uns gut annähern.

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Es dauert nicht lange und es kommen weitere Exemplare angeflogen… Männchen und Weibchen unterscheiden sich stark im Aussehen.

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Auf einem Busch in unmittelbarer Nähe können wir zudem eine Kaprötel (Cape Robin Chat) ausmachen.

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Eine Kapfelsdrossel (Cape Rock Thrush) wartet ebenfalls auf Futter. Diese Tiere sind sehr neugierig und fliegen sogar zum Autofenster.

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Inzwischen hat sich unsere Aufmerksamkeit aber auf einen kleinen Nager gerichtet, der ebenfalls zwischen den Felsbrocken neben dem Parkplatz herumtollt. Die Maus – so nehmen wir das zumindest zunächst wahr – ist aber so schnell und scheu, dass es keine Möglichkeit zu einem Foto gibt. Ich mag es überhaupt nicht, Tiere mit Keksen oder Brot anzulocken. Aber in diesem Fall kann Wasser den Unterschied ausmachen: Ich nehme eine Trinkflasche und leere ein wenig Wasser in eine Vertiefung eines Steinblocks und wir setzen uns ruhig in angemessener Enterfernung hin und warten. Es dauert nicht lange, und eine niedliche Kurznasen-Elefantenspitzmaus kann nicht widerstehen:

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Dass es etwas zu Trinken gibt, geht auch an den Vögeln nicht spurlos vorüber. Neben einem Rotbauchschmätzer findet auch eine Kapammer (Cape Bunting) Gefallen an den Wassertropfen.

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Wir beobachten die Tiere eine lange Zeit, denn das ist für mich einer der Gründe, weshalb mich Afrika so sehr in seinen Bann gezogen hat. Auch Christian ist mit Begeisterung am Fotografieren.
Irgendwann sollten wir aber doch wieder die Fahrt ins Tal antreten, vielleicht gibt es ja auch dort noch etwas für uns zu sehen. Nur wenige hundert Meter talwärts müssen wir den Wagen aber bereits wieder stoppen, denn ein Klippspringer steht malerisch wie ausgestopft auf einem Felsen und sondiert die Umgebung. Er ist aber nicht allein, denn weitere Tiere stehen direkt an der Straße, eines ist so nahe, dass sich sogar das Auto in seiner Pupille spiegelt:

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Langsam geht es talwärts, denn diese Straße ist tatsächlich steil, eng und vor allem nicht gut einsehbar; ich will mir nicht ausmalen, wenn es hier Gegenverkehr gibt… In der Ebene stoppen wir nochmals, um einen Blick zurück zum Kransberg zu werfen.

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Fortsetzung folgt
Teil 411. Jan. 2022
Fortsetzung Reisetag 3

Obwohl wir die Augen offenhalten, sind hier keine Tiere auszumachen. Wir haben bereits bei der Vorbereitung im Netz gelesen, dass es etwas schwieriger ist, im Marakele NP Großtierarten anzutreffen. Das stellt für uns aber kein Problem dar, denn wir haben auf dieser Reise ja noch genügend Möglichkeiten. Kurz vor der Abzweigung vom Lenong Drive in den Ndlopfu Drive sehen wir neben uns zu unserer Überraschung ein Breitmaulnashorn mit gekappten Hörnern, das auch so nicht unbedingt den gesündesten Eindruck vermittelt – vielleicht war es aber auch einfach nur in eine Rauferei mit einem Artgenossen verwickelt. Wir haben mit allem gerechnet, aber sicher nicht damit, dass ein Nashorn das erste größere Tier sein würde, das wir auf unserer Reise sehen werden. Ich hätte da schon eher auf Impala oder Zebra gewettet…

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Das Nashorn trottet weiter und interessiert sich nicht für uns, so setzen auch wir etwas ratlos die Fahrt fort. Wir beschließen noch im kleineren Sektor, wo das Wegenetz dichter ist, ein wenig herumzufahren. Durch den Verbindungstunnel geht es nun also wieder retour und dann halten wir uns nach rechts, um Richtung Bollonoto Birdhide zu fahren. Hier werden wir auch relativ rasch fündig und wir stehen direkt vor unserem ersten Impala. Wenn das Licht passt, dann werde ich auch nach 100 Tagen noch anhalten, vielleicht nicht zum Fotografieren, aber diese grazilen Tiere haben es mir einfach angetan.

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Auch die ersten Gnus und Zebras werden abgelichtet… Da wir bereits Mittag haben, ist das Fotolicht natürlich alles andere als optimal – aber die ersten Tiere sind immer etwas Besonderes, da gibt es kein Pardon…

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Hier im Park wurde an einigen Stellen das dürre Gras abgebrannt, ein Anblick, an den wir uns gewöhnen müssen, denn in vielen Parks wird so Platz für neues Grün geschaffen. Zumindest die Perlhühner sind so leichter auszumachen…

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Der Bollonoto Birdhide ist sehr schön angelegt. Wir freuen uns, hier einige Vogelarten anzutreffen: So sehen wir hier eine Goldbauchammer (Golden-breasted Bunting), den wunderschönen Granat-Astrild (Violet-eared Waxbill) sowie einen Rotschwanz-Steinschmätzer (Familiar Chat).

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Da keine Säugetiere zum Wasser kommen, fahren wir nach einiger Zeit wieder weiter. Wir haben uns dazu entschlossen, den heutigen Safaritag etwas früher zu beenden, da wir in den kommenden Tagen ohnehin ausreichend Gelegenheit haben werden, Tiere zu stalken.
Am Weg Richtung Gate halten wir nochmals bei Zebras und freuen uns über die Sichtung von Strauß, Kudu und vor allem dem Eland. Diese größte Antilope mit ihren gedrehten, geraden Hörern ist besonders faszinierend.

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Kurz vor 15:00 Uhr rollen wir wieder durch das Gate Richtung Thabazimbi. Wir fahren noch kurz in die Stadt, um den Tank aufzufüllen, denn morgen geht es direkt in der Früh in den Pilanespark, auf den ich mich schon wieder sehr freue. Danach fahren wir wieder zurück in unser Guest House, wo wir auch heute wieder das Abendessen einnehmen werden. Es sind wieder keine zusätzlichen Gäste vor Ort, das gibt nochmals ausreichend Gelegenheit mit Monika und Dave zu plaudern. Im Garten des Hotels entstehen noch zwei Vogelbilder: Bei einem Würgerschnäpper (Fiscal Flycatcher) und einem Nektarvogel, der im Begriff ist sein Gefieder zu wechseln, kann ich nicht widerstehen…

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Obwohl die Zeit im Park nicht vollständig ausgeschöpft wurde, fallen wir nach dem Abendessen wieder todmüde in die Federn. Ich bin aber sicher, dass wir in kürzester Zeit die Kondition und vor allem Konzentration aufgebaut haben werden, die es uns erlaubt, auch die schönen Nachmittagsstunden noch voll zu nützen!

Gefahrene Tageskilometer: 148
Teil 512. Jan. 2022
Reisetag 4 (5. August 2021) – Pilanesberg NP

Heute heißt es zunächst Abschied nehmen. Unmittelbar nach unserem Frühstück, das wir wieder um 6:30 Uhr bei klirrender Kälte eingenommen haben, sagen wir Monika und Dave sowie ihren drei Hunden good bye. Es war ein schöner Aufenthalt, das Marula Guest House ist wirklich zu empfehlen, wenn man nicht im Nationalpark schlafen will oder es dort keinen Platz mehr gibt.
Von Thabazimbi nach Moruleng, wo sich das nächstgelegene Eingangstor zum Pilanesberg Nationalpark befindet, sind nur knapp 80 km zurückzulegen. Christian und ich haben uns darauf geeinigt, das Fahrzeug tageweise abwechselnd zu steuern, sollten an einem Tag längere Fahrstrecken zu absolvieren sein, wechseln wir alle zwei Stunden…
Nach nur 70 Minuten Fahrzeit stehen wir bereits am Manyane Gate, wo neben uns nur noch ein weiterer Wagen auf Einlass wartet. In diesem Nationalpark müssen auch wir Eintritt bezahlen, hier wird die Wildcard, die wir beide im Vorfeld gelöst hatten, nicht akzeptiert.

Ich weiß, dass das Pilanesberg Reservat nicht bei allen Formis gut ankommt, manche sprechen in diesem Zusammenhang ja sogar von Zoo. Auch die Nähe zu Johannesburg und Pretoria ist natürlich ein Grund dafür, dass speziell an den Wochenenden mit einem Besucheransturm gerechnet werden muss – nicht aber in diesem besonderen Jahr und schon gar nicht an einem Donnerstag…
Ich habe diesen Park schon mehrfach besucht und mir gefällt es hier sehr gut: Zunächst ist es einmal die Lage inmitten dieser einzigartigen geologischen Formationen, die mich fasziniert. Bereits vor rund 1300 Millionen Jahren gab es hier Vulkanismus, dabei entstanden auch die Hügel, die den zentralen Mankwe Damm umgeben. Außerdem ist der Pilanesberg NP mit einem guten Wegenetz hervorragend erschlossen, man erreicht die meisten Teile recht problemlos. Zu guter letzt ist aber auch die Tierwelt extrem faszinierend: Mehr als 7000 Tiere wurden im Zuge der „Operation Genesis“ 1979 aus allen Landesteilen hierher umgesiedelt, um so das heute anzutreffende Artenspektrum zu ermöglichen. Im Park leben neben den „Big 5“ auch 360 Vogelarten… Es gibt also genug zu tun und ich freue mich auf den neuerlichen Besuch.
Wir starten ein Spiel, das uns auf dieser Reise begleiten wird: Wir wetten um ein Glas Gin Tonic, welches Tier wir zuerst vor die Linse bekommen. Christian tippt auf ein Gnu, ich bleibe meiner Einschätzung treu, dass ein Impala zuerst auftauchen wird…
Vom Gate rollen wir zunächst langsam in westliche Richtung, um wenig später auf den Nkakane Drive Richtung Süden abzuzweigen. Hier soll, so unsere Information, gestern ein Leopard ein Impala gerissen haben. Obwohl es mehr als unwahrscheinlich ist, hier noch etwas zu „erben“, fahren wir zumindest in diese Richtung. Wir treffen zunächst aber auf ein Warzenschwein – damit muss ich meinen Gin Tonic heute Abend wohl selbst bezahlen!

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Auch hier sind Teile des Parks wieder abgebrannt worden, in einigen Bereichen ist das dürre Gras dafür noch sehr hoch, was Sichtungen sicher auch erschweren wird. Die weitere Fahrtroute führt uns an diesem Vormittag weiter über den Tshepe-Drive vorbei am Twin Damm zum Mankwe Damm, wo wir natürlich den Birdhide aufsuchen wollen. Entlang dieser Strecke gibt es dann doch auch einige gute Sichtungen, darunter eine ganze Gruppe Paviane, denen wir längere Zeit über die Schulter blicken:

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Von Süden her sehen wir zu unserer Freude die ersten Elefanten, die gemächlich durch das hohe Gras stapfen.

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Ein weiteres Helmperlhuhn (Helmeted Guineafowl) lässt sich ablichten, ohne sofort das Weite zu suchen. Eine Detailaufnahme zeigt, wie eigenartig diese Vögel gebaut sind. Manche sagen sicher hässlich dazu, ich finde sie vor allem interessant!

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Bevor wir zum Mankwe See kommen, stoßen wir auf eine Gruppe Gnus. Einzelne Tiere grasen verstreut an den letzten vorhandenen Halmen, andere liegen in einer Gruppe zusammen. Da der Mankwe Damm mit den umliegenden Hügelketten dahinter bereits zu sehen ist, finde ich, dass dieses Gesamtensemble den Nationalpark am besten beschreibt: Tiere in einer bezaubernden Umgebung.

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Als wir die Stelle erreichen, an der der Hippo Loop vom Tshwene Drive abzweigt, sehen wir zwei Autos stehen – das ist in diesem Jahr offenbar bereits eine große Menschenansammlung. Noch bevor wir zum Stehen kommen, sehen wir ihn, den ersten Löwen-Kater unserer Reise. Malerisch liegt er in der Vormittagssonne

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Ein zweites Löwenmännchen liegt etwas abseits und ist sehr gut getarnt. Obwohl wir einige Zeit stehen bleiben, machen die beiden keine Anstalten sich zu bewegen.

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Deshalb fahren wir wieder ein Stück weiter und besuchen zunächst den Mankwe Birdhide, der nicht weit entfernt liegt. Im Park gibt es insgesamt sieben Hides – ich bin davon schwer begeistert, denn ich interessiere mich sehr für die kleinen gefiederten Freunde und die kann man da meist sehr gut beobachten.
Der Mankwe Hide ist so ausgerichtet, dass man hier eigentlich zu jeder Tageszeit gutes Foto-Licht hat, da er durch seine Bauform in zwei Richtungen blicken lässt. Tatsächlich ist das Licht aber am Nachmittag am besten. Vom Parkplatz geht man dazu hinter einem Gittertor zwischen zwei Holz-Zäunen hindurch, sodass man als Besucher gut geschützt ist. Dieser schmale Gang führt dann zu einer in den See hinein gebauten, überdachten Tribüne, von der aus man die Umgebung wunderbar überblicken kann.
Schon entlang des Weges gelingt der Blick auf einen Waffenkiebitz (Blacksmith Lapwing) und auf eine Witwenstelze (African Pied Wagtail).

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Im See schwimmen ein paar Gelbschnabelenten (Yellow-billed Duck) und am Rand, in etwas größerer Entfernung grast eine kleinere Gruppe Wasserböcke.

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Außerdem beobachten wir einen Schlangenhalsvogel (African Darter), der nach dem Tauchgang sein Gefieder trocknet und eine weitere Witwenstelze, die sogar auf der Brüstung des Hides direkt neben uns Platz genommen hat.

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Wir sitzen hier einige Zeit, inzwischen ist es auch schon wieder sehr warm geworden, die Sonne strahlt aus einem wolkenlosen Himmel, wir genießen den Schatten. Die Mittagszeit werden wir in unserem nächsten Quartier, der Bakubung Lodge verbringen, die direkt am gleichnamigen Gate am Südrand des Parks liegt.
Am Weg zurück zum Auto sehen wir noch einen Graufischer (Pied Kingfisher), mehrere Hagedasch-Ibisse (Hadada Ibis) sowie eine kleine Herde Zebra, die ihren Durst stillt.

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Am Weg zur Bakubung Lodge gibt es keine weiteren Sichtungen, die hier erwähnenswert wären oder die uns so fasziniert hätten, dass Fotos entstanden sind. Um 12:15 Uhr erreichen wir schließlich unser Quartier für die kommenden beiden Nächte. Hier werden wir, da wir das Zimmer noch nicht sofort beziehen können, zunächst einen Cafe trinken. Auch im Bericht gibt es nun eine Mittagspause – Fortsetzung folgt am Nachmittag!
Teil 612. Jan. 2022
Fortsetzung Reisetag 4

Die Cafe-Pause in der Lodge gestaltete sich etwas länger als ursprünglich geplant, denn wir mussten bis nach 14:00 Uhr warten, um das Zimmer beziehen zu dürfen. Das wäre eigentlich überhaupt kein Dilemma, aber auch diese Unterkunft war zu maximal 30 Prozent belegt und daher war es für mich etwas unverständlich, dass kein Zimmer verfügbar sein würde. Wir hatten hier Halbpension vorgebucht, denn abends würden wir ohnehin hier bleiben. Es werden von der Lodge aus auch geführte Gamedrives angeboten, davon nahmen wir aber Abstand, nachdem wir erfahren hatten, dass die Autos mit etwa 15 Personen belegt sein werden… Ich wäre persönlich ohnehin nie auf die Idee gekommen, an einer geführten Pirschfahrt teilzunehmen, aber Christian hatte sich mit dem Gedanken getragen und diese Ausfahrten wären in unserem Arrangement inkludiert gewesen.
Kurz vor 15:00 Uhr ist es endlich soweit, wir sind wieder startklar… Auf dem Weg zurück Richtung Mankwe Damm treffen wir in der Nähe des Noga Lookouts auf unser erstes Breitmaulnashorn in diesem Park, auch diesem Tier waren beide Hörner gekappt worden.

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Zudem verschwindet der Bulle innerhalb kürzester Zeit, sodass kein besseres Foto möglich ist. Unser erstes Ziel ist der Bathlako Damm im westlichen Teil des Nationalparks. Vor der Abzweigung auf den Tshukudu e Ntsho Drive fallen uns die wunderschön im Nachmittagslicht leuchtenden Farben der Felsen auf.

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Kurz vor dem Makorwane Damm kreuzt wie aus dem Nichts ein Leopard die Straße, damit haben wir natürlich nicht gerechnet; der Wagen muss gestoppt werden und die Fotoapparate sind natürlich auch nicht sofort einsatztauglich – hier müssen wir uns noch etwas besser organisieren… Dennoch gelingt zumindest ein Erinnerungsfoto unseres erstens Leos im Zuge dieser Reise. Leider ist die Katze aber bereits hinter einer ersten Reihe von Büschen verschwunden.

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Am Makorwane Damm sind wir wieder die einzigen Besucher – hier ist aber auch relativ wenig los. Einige Flusspferde grunzen im Wasser vor sich hin, auf einem hat es sich eine Gezähnelte Pelomeduse gemütlich gemacht.

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In den umliegenden Bäumen fressen zwei Halsbandbartvögel (Black-collared Barbet) von den feigenähnlichen Früchten. Ein Braunkopfliest (Brown-hooded Kingfisher) ist ebenso zu entdecken wie ein Weißstirnspint (White-fronted Bee-Eater). Außerdem meint es eine Gelbschnabelente (Yellow-billed Duck) sehr gut mit uns, sie schwimmt sehr nahe an den Hide heran und lässt sich ebenso gut fotografieren wie der Rußkopfbülbül (Dark-capped Bulbul).

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Wir sind inzwischen doch einige Zeit hier sitzen geblieben und die Zeit schreitet natürlich voran – daher entscheiden wir uns, die längere Runde über den Batlhako Damm und den Moloto Drive auf den kommenden Tag zu verschieben. Heute geht es direkt über den Tlou Drive retour Richtung Mankwe Damm, den wir mit Sicherheit nochmals aufsuchen wollen.
Wenige hundert Meter später stoppen wir nochmals, um einen Blick auf den Makorwane Damm und den Hide zu genießen, dabei entdecken wir nicht nur interessante Büsche, sondern auch einen Wasserwaran, der sich in der Sonne aalt.

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Auch entlang des Tlou Drives gibt es einiges zu sehen, so halten wir kurz bei einer Giraffe, die aber so nahe an der Straße steht, dass ich mich auf ein „Portrait“ festlege. Die violette Zunge scheint äußerst beweglich zu sein…

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Es wäre interessant, sich einmal in eine Giraffe hineinfühlen zu können – wie schaffen es dieses Tiere das feinfiedrige Grün von den Akazien zu zupfen, ohne sich zu stechen; oder verspüren diese Tiere einfach keinen Schmerz?
Zurück an der Hauptstraße kreuzen nochmals zwei Breitmaulnashörner den Weg – diesmal ist die Sicht frei – das ist eine wahre Freude, diese Kolosse zu nahe erleben zu können.

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Bevor wir uns zum Abschluss dieses wunderbaren Tages in den Hide setzen, fahren wir noch die kleine Runde um den Hippo Loop, wo die beiden Löwen-Männchen inzwischen natürlich nicht mehr zu sehen sind. Dafür gelingt ein interessantes Foto eines Flusspferdes…

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Am Zufahrtsweg zum Hide stoßen wir noch auf ein Coqui-Frankolin, das aber hurtig das Weite sucht.

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Der Mankwe Hide entpuppt sich auch heute in den späten Nachmittagsstunden wieder als sehr lohnender Ort, speziell Wasservögel kann man auf den abgestorbenen Bäumen, die aus dem See ragen, wunderbar beobachten. Ein Graufischer (Pied Kingfisher) lässt sich durch uns nicht stören und wartet geduldig auf Beute.

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Einen großen Baum teilen sich offenbar Weißbrustkormorane (White-breasted Cormorant) und Schlangenhalsvögel (African Darter). Lediglich eine einzelne Riedscharbe (Reed Cormorant) stört dieses Meeting.

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In einiger Entfernung bezieht schließlich auch noch ein Riesenfischer (Giant Kingfisher) seinen Ausguck, ein Schreiseeadler war dagegen bereits erfolgreich und zupft an seiner Beute herum.

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Auch wir sind mit der (fotografischen) Ausbeute des heutigen Tages sehr zufrieden und treten damit den Heimweg an. Wir haben noch einen kompletten Tag hier im Park, an dem wir auch wieder die Morgen- und Abendstunden nützen wollen, diesmal müssen wir ja nicht auf die Zimmerkarte warten…
Fast direkt neben dem Parkplatz stehen einige Autos und auch wir stoppen wieder den Wagen. Es ist kaum zu glauben, da spaziert doch tatsächlich ein Gepard durch das von der Abendsonne angestrahlte Gras. Der einzige Schönheitsfehler: Dieser Gepard trägt ein Halsband. Ich weiß nicht warum, aber damit habe ich beim Fotografieren so meine Probleme. Gekappte Hörner bei den Nashörnern und Halsbänder mit Sendern bei den Raubkatzen machen nicht wirklich glücklich – obwohl ich den Sinn natürlich absolut verstehen kann…

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Wir beobachten das Tier, das offensichtlich alleine unterwegs ist einige Zeit und rollen dann langsam Richtung Bakubung Gate, wo sich unser Quartier befindet. Entlang dieser Strecke stoppen wir noch zwei Mal, zunächst sehen wir am Lengau Damm einige Nashörner, leider bereits im Schatten der umliegenden Hügel.

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Zudem freuen wir uns auch noch auf eine spezielle Sichtung, die ich bisher noch nicht oft genießen durfte: Bergriedböcke grasen in unmittelbarer Straßennähe. Diese Fotos stellen für mich ein absolutes Highlight dar, von denen hatte ich bisher keine in dieser Qualität…

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Der heutige, wunderbare Safari-Tag wird mit einem ausgesprochen reichlichen Abendessen abgeschlossen. Auch für die relativ wenigen Gäste der Bakubung Lodge wurde ein riesiges Buffet aufgebaut – ich hoffe, dass davon auch die zahlreichen Angestellten der Lodge etwas abbekommen, denn es bleiben Unmengen an Nahrungsmitteln zurück. Das ist natürlich eine absolute Verschwendung und in dieser Form sicher nicht nötig…
Wir holen uns nach dem Essen noch unseren mitgebrachten Gin und einige Tonic-Dosen aus dem Auto, wo sie gut gekühlt bereits auf uns warten… Wir lassen den Abend gemütlich ausklingen, sichten die Bilder und freuen uns auf den nächsten Morgen!
Beste Grüße, bis bald!

Gefahrene Tageskilometer: 185
Teil 713. Jan. 2022
Reisetag 5 (6. August 2021) – Pilanesberg NP

Nach einer durchwachsenen Nacht läutet um 6:00 Uhr der Wecker, denn wir wollen die schönen Morgenstunden natürlich nutzen, dafür eine längere Mittagspause in der Lodge einlegen um dann am Nachmittag nochmals zu einem Gamedrive aufzubrechen. Das ist der große Vorteil einer Unterkunft im Park, man ist zur Gate-Öffnung bereits mitten im Geschehen.
Um 6:30 Uhr sind wir startklar und rollen den Hügel hinunter zum geteerten Kubu Drive. Vorbei am Lengau Damm, der jetzt noch im Schatten liegt, geht es zum Ntshwe Drive, den wir nordwärts fahren. Das erste Licht des Tages beleuchtet die Landschaft und bringt wunderbare Farben hervor.

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Ein Gelbschnabeltoko (Southern Yellow Hornbill) sitzt auf einem Baum und scannt die Umgebung. Zwei Swainson-Frankoline (Swainson’s Spurfowl) plustern ihr Gefieder auf, um besser gegen die unwirtlichen Morgentemperaturen, die uns auch heute wieder zusetzen, gewappnet zu sein.

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Ein junger Kudu-Bulle giert ebenso nach den erwärmenden Sonnenstrahlen und blickt nur kurz von seinem Frühstück auf.

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Zu unserer Überraschung ist an der Kreuzung zwischen Ntshwe- und Tlou-Drive ein Checkpoint eingerichtet, hier werden die Ausweise und Fahrzeugpapiere kontrolliert und auf Nachfrage gibt einer der drei im Tarnanzug gekleideten Soldaten an, der „poaching force“ anzugehören. Hätten wir auf das Dienstfahrzeug der Herren geachtet, wäre diese Frage obsolet gewesen…
Wir fahren von hier aus über den Nare Link weiter zum Sefara Drive. Entlang der Strecke sehen wir die nächsten Nashörner, eine Kuh mit einem relativ kleinen Baby. Zu unserer Überraschung wurden diesem Muttertier die Hörner noch nicht gekappt – ein seltener Anblick.

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Da die Kuh sich durch unsere Anwesenheit offensichtlich gestört fühlt, suchen wir nach einem kurzen Halt das Weite, nicht ohne zuvor auch noch eine Sabotalerche (Sabota Lark) abgelichtet zu haben.

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Wir fahren aber nicht besonders weit, denn wenig später sehen wir etwas von der Straße entfernt, aber zum Glück auf der richtigen Seite, einen jungen Löwenkater, der mit einem Gnu Kadaver beschäftigt ist. Begeistert beobachten wir das wunderschöne Tier.

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Immer wieder zieht er unter größter Anstrengung Fleischfetzen aus dem Tier, an dem sich aber offenbar bereits einige andere Artgenossen satt gefressen hatten, denn der Kadaver wirkt bereits sehr eingefallen. Von anderen Löwen ist aber nichts zu sehen, was bei dem hier vorherrschenden hohen Gras aber auch nicht verwundert.
Nach einiger Zeit geht es für uns weiter, auch weil der Löwe mit dem Gnu-Rest immer weiter ins Gebüsch verschwindet.
Entlang des Sefara Drives genießen wir die nächste tolle Tiersichtung. Es sind wieder zwei Nashörner, die uns begeistern. Das Licht ist immer noch hervorragend, die umgebende Landschaft glänzt in wunderbaren Gelbtönen. Zwei Nashörner, die sich zunächst unmittelbar am Straßenrand aufhalten, um dann allmählich im hohen Gras zu verschwinden, lassen unsere Kameras auf Hochdruck klicken…

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Da die Tiere Straßenparallel wandern, können wir sie einige Zeit begleiten, erst als zwei weitere Autos entgegen kommen, verabschieden wir uns von den beiden Kolossen. Unser nächstes Ziel ist der Ratlhogo Hide, der aufgrund seiner Ausrichtung besser am Vormittag aufgesucht wird.
Auch diesen Hide betritt man über einen langen Gang, in den sogar Toiletten eingegliedert sind – diese kommen zur rechten Zeit, denn obwohl wir noch kein Frühstück eingenommen haben, sind wir doch schon einige Zeit im Auto gesessen…
Erleichtert nehmen wir im Hide Platz und beobachten einige Impalas, die gerade eben zum Trinken erschienen sind.

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Mir gefällt dieser Hide speziell aber auch deshalb, weil man vor allem auf der linken Seite hervorragend kleinere Vögel beobachten kann, die auf den hier herumliegenden Pflanzenresten sitzen um ebenfalls zu trinken oder ihr Gefieder zu reinigen. Auch diesmal gibt es wieder einige gefiederte Kameraden zu beobachten: Neben einem weiteren Braunkopfliest (Brown-hooded Kingfisher), einer Rotschnabeldrossel (Kurrichane Thrush) sowie einem Flötenwürger (Southern Boubou), ist auch ein Natalfrankolin (Natal Spurfowl) vor Ort.

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Zudem sehen wir Granatastrilde (Violet-eared Waxbill), Angola Schmetterlingsfinken (Blue Waxbill), Rosenamaranten (Jameson’s Firefinch), Buntastrilde (Green-winged Pytilia), einen Weißstrichel-Drosselhäherling (Arrow-marked Babbler), oder Gelbbauchammern (Golden-breasted Bunting). Zwischenzeitlich mischen sich auch noch einige Oranjebrillenvögel (Cape White-eye) ins Getümmel.

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Fast hätte ich den Rußkopfbülbül übersehen, aber soeben hat eine kleinere Herde Elefanten die Impala vertrieben, um deren Platz einzunehmen.

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Für uns heißt es dennoch Abschied nehmen, denn wir wollen zurück in unsere Lodge, um vielleicht gerade noch ein Frühstück zu ergattern, das bis 10:30 Uhr serviert wird…
Wir kommen gut voran, ehe wir uns aber kurz vor dem Pilanesberg-Visitor Center wieder einbremsen, da bereits zum zweiten Mal seit wir in diesem Park sind ein Leopard den Weg kreuzt. Auch diesmal heißt es auf die Bremse treten und Fotoapparate in den Anschlag. Da die Fenster bereits geöffnet sind und vor allem, weil auch die Landschaft hier wesentlich besser einzusehen ist, gelingen diesmal einige ganz gute Bilder:

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Wir sind total glücklich über diese wunderbare Sichtung, gleichzeitig wissen wir nun aber auch, dass wir uns für das Frühstück nicht mehr beeilen müssen…
Wir fahren vorbei am Besucherzentrum und an der Abzweigung zum Mankwe Damm weiter in südliche Richtung. Für diejenigen, die den Park noch nicht kennen, hier ein Bild unserer Fahrtrichtung:

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Zudem halten wir auch noch bei einer kleinen Gruppe von Giraffen, ehe wir auch am Lengau Damm einen Stopp einlegen. Auch aus diesem Wasserreservoir ragen einige alte Baumstämmen, auf denen Vögel ihre teils riesigen Nester errichtet haben. Dabei beobachten wir ein ganz eigenartiges Brutpaar.

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Doch bald kommt ein zweiter Weißbrustkormoran (White-breasted Cormorant) angeflogen und vertreibt den Eindringling, einen Heiligen Ibis (African Sacred Ibis)…

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Um etwa 11:30 Uhr erreichen wir wieder die Bakubung Lodge, legen die Fotoausrüstung ab und begeben uns zum Restaurant, um einen Brunch zu ordern. Diesen haben wir uns nach dem überragenden Vormittag wohl mehr als verdient!

Fortsetzung folgt
Teil 814. Jan. 2022
Fortsetzung Reisetag 5

Der Pilanesberg Nationalpark hat sich am Vormittag wieder einmal von seiner schönsten Seite präsentiert, es gab überhaupt noch nie einen Aufenthalt hier, der sichtungstechnisch nicht zur vollsten Zufriedenheit verlaufen wäre. Der Park ist mit einer Größe von nur 55 ha auch recht gut überschaubar, speziell auch deshalb, weil er defacto mit einem Ring aus Bergen umgeben ist und so eigentlich einen großen Trichter darstellt – der Park wird nicht umsonst immer wieder auch mit dem Ngorongoro Krater in Tansania verglichen. Da Pilanesberg nur rund 150 km von Johannesburg entfernt ist und zudem an Sun City grenzt, ist an den Wochenenden immer mit starkem Besucheraufkommen zu rechnen. Auch am heutigen Freitag merken wir deutlich, dass wesentlich mehr Gäste die Lodge bevölkern als am Tag zuvor. Ich kann daher nur jedem raten, der einen Aufenthalt hier plant, auch auf die Wochentage zu achten…
Kurz vor 15:00 Uhr geht es wieder den Berg hinter zum Kubu Drive, dem wir Richtung Norden folgen. Daraufhin biegen wir in den Ntshwe und Kukuma Drive ab, der uns zum Ruighoek Damm führt, wo es einen weiteren Birdhide gibt. Leider ist es hier sehr ruhig, auch entlang der Strecke sind nahezu keine Tiere zu sehen. Lediglich einen Rotschwanzsteinschmätzer (Familiar Chat), eine paar Grüne Meerkatzen und einen weiteren Würgerschnäpper (Fiscal Flycatcher) dürfen wir fotografieren. Einzig ein paar Gezähnte Pelomedusen verharren völlig bewegungslos in der Nachmittagssonne.

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Am nahen Batlhako Damm gibt es etwas mehr zu sehen, hier sind zumindest die immer hier verweilenden Flusspferde zumindest teilweise an Land, ein paar wenige dieser mächtigen Tiere grunzen uns auch aus dem Wasser entgegen.

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Irgendwie ist dieser Nachmittag wirklich ruhig und wir entschließen uns, über den Tlou Drive wieder langsam zurückzufahren. Am Mankwe Damm sind ebenfalls nur die üblichen Verdächtigen zu sehen, also keine weitere Tiere im Vergleich zum vorangegangenen Tag. Erst als wir auf dem Rückweg noch einen Abstecher über den Letsha Drive machen, werden wir fündig. Hier treffen wir auf eine kleine Gruppe Elefanten.

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Gerade als wir wieder weiterfahren wollen, erkennen wir eine Schlange auf einem der Büsche, eine sehr gefährliche Afrikanische Baumschlange, aufgrund der Färbung leicht als männliches Tier zu bestimmen:

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Das Reptil ist bestens der Farbe der Zweige angepasst und zudem natürlich völlig geräuschlos. Das ist eine Erstsichtung für uns beide, dementsprechend freuen wir uns.
Als wir eigentlich mit nichts mehr rechnen und lediglich nur noch den Parkausgang anvisieren, taucht doch noch ein Büffel auf, ein einzelner Bulle, der vom Leben offensichtlich gezeichnet ist, grast vor sich hin, blickt aber auf, als wir neben ihm zum Stehen kommen.

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Büffel hatten wir sonst ja nur nahe der Parkeinfahrt und dort auch nur in sehr großer Entfernung gesehen. Mit dem Büffel ist es nun tatsächlich gelungen, bereits im Pilanesberg NP die „Big 5“ abzustauben… Das ist natürlich eine sehr erfreuliche Sache, aber ich habe ja noch weitere 95 Reisetage vor mir, die sicher auch noch den einen oder anderen Büffel hervorzaubern werden.
Das war es dann aber wohl endgültig, wir fahren nun ohne weiteren Stopp zurück zu unserer Lodge, wo wir wieder das Abendessen einnehmen werden.

An diesem Tag sind viele Gäste hier, die Lodge ist also gut gebucht und dementsprechend voll ist es auch am Buffet, wo sich bald eine lange Schlange gebildet hat. Die Menschen tragen zwar alle Masken, aber mir ist es dennoch nicht ganz geheuer, irgendwie fühle ich mich da nicht so wohl. Wir beziehen einen Tisch im Freien, aber die Temperaturen sinken relativ rasch und es wird ungemütlich. Die Qualität der Speisen ist hervorragend, die Auswahl fast schon unübersichtlich. Wir genießen einen großen Salatteller mit frittierten Calamari und gönnen uns eine Schnitte eines Kudubratens, der von einem Koch frisch abgeschnitten wird. Zum Nachtisch gibt es dann noch einen Fruchtsalat mit einem kleinen Stück Malva-Pudding, einer der Spezialitäten dieses Landes.
Morgen werden wir versuchen möglichst bald zu frühstücken, denn auf uns wartet eine relative lange Autofahrt nach Kimberley, wo wir natürlich noch das „Big Hole“ besuchen möchten. Ein Besuch ist aber dort unbedingt in den frühen Nachmittagsstunden einzuplanen, wenn die Sonne noch hoch genug steht, um das riesige Loch voll auszuleuchten. Auch hier hatte ich diesbezüglich bereits so meine Erfahrungen gesammelt…
Christian speichert noch seine Bilder am Laptop ab, eine allabendliche Routine und spielt die Tracks ein, damit wir zuhause genau nachvollziehen können, wo wir uns aufgehalten haben.

Gefahrene Tageskilometer: 126
Teil 916. Jan. 2022
Reisetag 6 (7. August 2021) – Bakubung Lodge – Kimberley

Um 07:00 Uhr stehen wir reisefertig vor dem Restaurant, gerade rechtzeitig, um bei den ersten zu sein, die das Frühstück einnehmen. Jetzt sind noch nicht viele Gäste anwesend, ein Teil ist sicher bereits auf Pirsch und die anderen werden sich nochmals in ihren Betten umdrehen. Wir ordern beide ein köstliches Egg Royale, wir brauchen ja ausreichend Kraft, um den Fahrtag bewältigen zu können… Um 7:45 haben wir ausgescheckt und sind startklar!

Fazit Bakubung Lodge: Beginnen wir beim größten Vorteil, der da wäre, dass die Lodge sich im Nationalpark befindet, dass man also in der Mittagspause, wenn man denn eine einlegen will, den Park nicht verlassen muss; auch erspart man sich bei der Einfahrt eine eventuelle Warteschlange. Die Lodge ist relativ groß und die Unterkünfte sind wie Wohnblöcke platziert, doppelstöckig und mit langen Gangfluchten. An den Zimmern ist soweit nichts verkehrt, es ist alles und mehr vorhanden, auf der anderen Seite ist die Verweildauer in den Zimmern ja ohnedies begrenzt. Die Küche ist – was die Qualität der Speisen anlangt – ausgezeichnet, wie bereits im Bericht erwähnt sind die Buffets am Morgen und am Abend riesig. Was mich persönlich gestört hat ist, dass sich alles irgendwie nach Massenabfertigung anfühlt, so sind auch die Gamedrive-Autos richtige Lastwägen (zumindest die, die wir während unseres Aufenthaltes gesehen haben). Dass diese Lodge auch sehr stark auf Familien mit Kindern ausgerichtet ist, war in unserem Fall kein Problem, da das Hotel auch am Freitag maximal zur Hälfte belegt war. Man sollte das aber zumindest wissen, um vielleicht in Ferienzeiten keine bösen Überraschungen zu erleben. Dass zum Wasserloch vor dem Restaurant (eigentlich ein kleiner See) nicht viele Tiere kommen werden ist klar, weil sich direkt daneben der Spielplatz befindet… Ich würde bei einem weiteren Besuch des Parks vermutlich eine andere Lodge ausprobieren oder – wie bereits zuvor – außerhalb des Parks nächtigen, denn die Bakubung Lodge ist ja auch nicht gerade günstig.

Am Bakubung Gate zeigen wir die Quittung vor und fahren weiter über Ledig und Mabiskraal auf der R52 nach Koster. In der Gegend gibt es mehrere Platinminen, ein Mineral, das ebenfalls während der vulkanischen Aktivitäten gebildet wurde, die für die Formgebung des Pilanesberg Nationalparks verantwortlich zeichneten.
In Koster füllen wir den Tank auf, um die knapp 500 Kilometer weiter bis zu unserem Tagesziel gut schaffen zu können. Heute ist tatsächlich eine längere Fahretappe eingeplant. Wir kommen gut voran und sind bereits um 10:30 Uhr in Ottosdal und wenig später in Wolmaransstad, wo wir die N12 erreichen, die uns direkt nach Kimberley bringt. Wir wechseln einmal den Platz hinter dem Lenkrad, unternehmen ansonsten aber keine Stopps, sodass wir bereits um kurz nach 13:00 Uhr in Kimberley aufschlagen… Hier geht es direkt zur nächsten Tankstelle, denn für die kommenden beiden Tage muss genügend Sprit vorhanden sein, im Mokala NP gibt es keine Tankmöglichkeit und unser Auto ist durstig…

Anschließend geht es für uns direkt in den Stadtteil Hadison Park, wo sich die Unterkunft für die nächste Nacht befindet, das Agros Guesthouse. Wir erhalten Zimmer Nummer 5 mit einem gesicherten Parkplatz unmittelbar vor der Türe. Nachdem wir die Zimmer bezogen und ein wenig mit den sehr netten Gastgebern geplaudert hatten, geht es auch schon weiter zur Kimberley Mine, wo sich auch das legendäre „Big Hole“ befindet.

In unmittelbarer Nähe des „Big Hole“, das vermutlich die größte Attraktion der mit ihren rund 100.000 Einwohnern größten Stadt der Provinz Nordkap darstellt, gibt es einen großen, bewachten Parkplatz und ein Besucherzentrum.
Die 1869 gegründete Ansiedlung liegt auf einer Meereshöhe von 1229 müNN, also bereits deutlich tiefer als die Agglomeration rund um Johannesburg und Pretoria. Direkt in der Stadt mündet der Vaal in den Oranje, es treffen sich hier also zwei der mächtigsten Flüsse des Landes. 1866 konnten in der Stadt Diamanten entdeckt werden und damit begann der Auftstieg des heutigen Kimberley. Durch die Suche stellte sich heraus, dass drei Jahre später, also 1869, Diamanten auch im Muttergestein entdeckt werden konnten – dieses Datum wurde zum Gründungsdatum der Stadt. Der Zustrom hierher war gewaltig, es ist von einem Diamantenrausch die Rede. Der Siedlungsname lautete damals dementsprechend auch New Rush, er wurde erst einige später in das heute noch gebräuchliche Kimberley umbenannt.
Als nach wenigen Jahren der Tagebau immer schwieriger wurde, weil auch das Loch, um das herum man geschürft hatte, bereits sehr tief war, zogen viele Glücksritter wieder ab – nicht ohne zuvor ihre Claims verkauft zu haben. Cecil Rhodes kaufte die Schürfrechte auf und gründete die Firma De Beers, die bis heute den weltweiten Diamantenhandel bestimmt… - aber das ist bereits eine andere Geschichte!

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Einmal vor diesem riesigen Loch zu stehen und darüber nachzudenken, wie viele Schicksale damit verbunden waren und was es heißt, dass daraus mehr als 2,7 Tonnen Diamanten (14,5 Mio. Karat) gefördert worden waren, ist ein spezielles Gefühl. Der Mensch war in der Lage 22,5 Mio. Tonnen Gestein mehr oder weniger mit den Händen umzugraben und bis in eine Tiefe von 215 m vorzustoßen – wobei das Loch heute „nur“ noch 174 m tief ist, denn inzwischen ist das Grundwasser eingedrungen und hat einen Teil aufgefüllt…

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Darunter wurde zudem bis zu knapp 1200 m Tiefe ein Schachtsystem angelegt, das man heute in einer kleinen Schaumine besichtigen kann. (Zahlen / Fakten gem. Infoboard an der Aussichtsplattform)

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Entlang des riesigen Schachtes, der auch als das größte von Menschenhand geschaffene Loch der Erde bezeichnet wird, sieht man gut die verschiedenen geologischen Schichten, durch die sich die zahllosen Diamantenschürfer buddeln mussten.

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Rund um das „Big Hole“ ist heute ein großes Freilichtmuseum zu bestaunen, wo nicht nur die Gerätschaften zu bestaunen sind, die von den Minenarbeitern verwendet wurden, sondern wo man auch einen Eindruck vom Leben in einer Bergbaustadt des 19. Jahrhunderts gewinnen kann. Wir schlendern durch die Gassen und werfen auch einen Blick in die offenen Gebäude (Innenaufnahmen habe ich schwarz-weiß fotografiert). Auch einige Hütten der Minenarbeiter sind zu sehen:

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Auch eine Straßenbahn ist ausgestellt, die noch heute vom Freilichtmuseum ins Stadtzentrum von Kimberley verkehrt. Die Eisenbahn, die hier seit 1889 durch Kimberley verlief, geht ebenfalls auf Pläne von Cecil Rhodes zurück, der eine Bahnlinie zwischen Kapstadt und Kairo angestrebt hatte.

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Wir verbringen mehr als drei Stunden am Gelände, ehe wir uns zur North Cape Mall aufmachen, um uns mit Lebensmitteln für die kommenden beiden Tage einzudecken, denn im Mokala Nationalpark werden wir Selbstversorger sein. Wir kaufen dementsprechend für das Frühstück und das Abendessen ein, zudem müssen wir natürlich auch für die entsprechenden Getränke sorgen. In diesem großen Einkaufszentrum gibt es dafür einen großen Woolworths, wo wir alles bekommen. Für Zwischendurch nehmen wir auch noch etwas Biltong vom „Driet Fruit und Nut-Shop“ mit.
Auch das Abendessen nehmen wir gleich hier in der Mall zu uns, dazu gehen wir ins Restaurant „John Dory’s“, wo wir Calamari und Sushi ordern, etwas, das wir in den nächsten Tagen nicht erhalten werden. Das Essen schmeckt ausgezeichnet, die Preise sind sehr moderat – das Restaurant ist also tatsächlich eine Empfehlung wert!
Nach dem Abendessen fahren wir zurück zu unserem Guest House und setzen uns vor dem Zimmer auf eine kleine Gartenbank. Zusammen mit unseren Quartiergebern trinken wir zwei Gin-Tonic und vereinbaren schließlich noch, morgens das Frühstück um 7:00 Uhr einnehmen zu dürfen. Bald wird es jedoch so kalt, dass wir ins Zimmer flüchten.

Gefahrene Tageskilometer: 531
Teil 1017. Jan. 2022
Reisetage 7 und 8 (8. und 9. August 2021) – Aufenthalt im Mokala NP

Pünktlich um 7:00 Uhr öffnet der kleine Speiseraum, in dem das Frühstück eingenommen wird. Es stehen Cerealien und Joghurt bereit, auf einem Teller gibt es Schinken und Käse, verschiedene Arten von Eigerichten, mit oder ohne Speck, Bohnen oder Würstchen können geordert werden. Uns geht es also wieder einmal sehr gut an einem weiteren sehr frischen Morgen. Das Thermometer überklettert einmal mehr die 3 Grad Marke nicht, die Autofenster waren angelaufen und wurden von Christian bereits vor dem Frühstück trocken gewischt, zudem fegt er jeden Morgen mit einem kleinen Besen, den wir extra eingekauft haben, den Innenraum… ich kann mich nicht beklagen, ich werde verwöhnt!

Fazit Agros Guesthouse: Einfaches, aber sehr sauberes Guesthouse, das von einem älteren Ehepaar geführt wird. Die Zimmer sind in die Jahre gekommen, es fehlt aber an nichts. Die Sanitäreinrichtungen sind in gut instandgehalten. Ein großer Vorteil ist sicher auch die gute Lage, unweit des Stadtzentrums, aber doch in einem ruhigen, grünen Wohnviertel, wo auch Sportplätze und Schulen liegen. Die North Cape Mall mit einer großen Auswahl an Geschäften und Restaurants ist praktisch um die Ecke, ebenso das „Big Hole“. Ich würde bei einem erneuten Aufenthalt sicher wieder ein Zimmer hier buchen, das Preis-/Leistungsverhältnis ist nahezu unüberbietbar!

Nach dem guten Frühstück wird noch das Gästezimmer bezahlt und dann sind wir um 7:30 Uhr auch schon wieder auf der Straße – die R31 ist am Sonntagmorgen verwaist, wir kommen mehr als zügig voran und benötigen nur 45 Minuten zur Abzweigung von der N12 Richtung Hayfield, von wo wiederum die Pad in den Nationalpark abzweigt. Die Schotterpiste abseits der N12 ist leider eine sehr rumpelige Angelegenheit und hat stellenweise übles Wellblech. Hier ist Vorsicht geboten. Um 8:35 Uhr sind wir am Eingangstor in den Mokala Nationalpark, wir waren also vom Guesthouse weg ziemlich genau eine Stunde unterwegs.

Natürlich wollen wir sofort einen Gamedrive unternehmen, denn unsere Zimmer können wir ohnedies frühestens in der Mittagspause beziehen. Wir sind erstmals in diesem Nationalpark unterwegs und bereits der erste Eindruck ist überwältigend: Die Landschaft erweist sich im südlichen Parkteil als hügelig, Dolorit-Gänge bilden schwarze Barrieren und heben sich markant aus den umliegenden flachwelligen Graslandschaften ab. Dazwischen zeigt sich stellenweise auch bereits tiefer, roter Kalaharisand. Sofort weiß ich: „Hier bin ich richtig“! Das ist Liebe auf den ersten Blick.

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Die ersten Tiere, die wir hier antreffen, hat natürlich keiner von uns erraten, es handelt sich um Kuhantilopen, eigentlich die Südliche Kuhantilope, denn es gibt verschiedene Unterarten, die über Afrika verteilt leben.

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Zwei Tiere sind in einem Infight und wirbeln mächtig Staub auf.

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Der Mokala Nationalpark wurde erst 2007 eingeweiht und ist damit der jüngste Nationalpark in Südafrika. Im Park, der sich um Übergangsbereich zwischen Kalahari und Karoo befindet, gibt es keine Raubtiere, dafür beinahe alle Arten von Antilopen, sowie Giraffen, Zebras, Gnus, Büffel und Breit- und Spitzmaulnashörner. Im Mokala Nationalpark gibt es ein gut ausgebautes Straßennetz, das in sogenannten Loops aufgebaut ist.

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Als Unterkünfte gibt es im südlichen Parkteil die Mosu Lodge, in der auch wir gebucht haben, sowie im nördlichen Parkteil das Lilydale Restcamp. Daneben gibt es einige Campsides sowie die kleinere, sehr einfache Mofele Lodge, die für Teambuilding Seminare und dergleichen genutzt wird.
Der Weg führt uns zunächst vorbei an der Mosu Lodge zum Stofdam Birdhide, den wir uns natürlich unbedingt ansehen wollen. Er ist im Netzt sehr positiv beschrieben und wir wollen natürlich nichts unversucht lassen, möglichst viele Tiere zu sehen.
Unterwegs sehen wir Springböcke, Kudus, einen einsamen, weidenden Büffel, Strauße und Oryxantilopen.

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Im Stofdam Birdhide angekommen sehen wir gerade noch eine kleinere Gruppe an Elen-Antilopen, die aber die Wasserstelle eben verlassen wollen. Dafür biegen aber bereits die ersten Zebras um die Ecke. Auch Warenschweine kommen wieder kurz vorbei.

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Aber es gibt auch eine ganze Reihe Vögel zu bewundern. Ein Rotschwanzsteinschmätzer (Familiar Chat) turnt bereits am Parkplatz vor dem Birdhide herum, er lässt sich von uns nicht stören und wartet vermutlich auf Futter.

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Daneben tollen auch ein Bergsteinschmätzer (Mountain Wheatear), eine Kapstelze (Cape Wagtail) sowie eine Meisengrasmücke (Chestnut-vented Warbler) herum. Die Tiere lassen sich gut beobachten.

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Es ist nun langsam an der Zeit ins Camp zu fahren, um das Zimmer zu beziehen, denn wir wollen natürlich auch am Nachmittag nochmals hierher zurückkehren und auch andere Teile des Parks kennenlernen. Der Anfang war schon vielversprechend, wir fühlen uns rundum wohl.
Im Camp parken wir direkt vor dem Rezeptionsgebäude und erhalten dort unsere Hütte mit der Bezeichnung „Hartebeest“ – also Kuhantilope, genau jene Tiere, die uns am Parkeingang bereits begrüßt hatten. Zusätzlich gibt es auch noch eine Nummernbeschilderung und Hartebeest entspricht hier der Nummer 9. Wir verladen das Gepäck auf einen kleinen Trolley, der seine besten Zeiten schon gehabt hat, denn er lässt sich nur schwer Richtung Bungalow schieben. Ich finde das System grundsätzlich gut, dass man die Autos an zentraler Stelle parken muss und dann von dort weg nur noch zu Fuß weiter kann. Dadurch wird das Camp stark beruhigt, umherfahrende Autos gibt es praktisch nicht. Die Bungalows sind ordentlich eingerichtet, sauber und vor allem sehr geräumig. Der Kühlschrank funktioniert und die Küche ist in einem guten Zustand. Alles ist also angerichtet für einen angenehmen Aufenthalt.

Wir verbringen hier die Mittagszeit an beiden Tagen im Schatten unter dem einem Kameldornbaum und lassen die Seele baumeln. Einige Mangusten huschen herum, auch Vogelgezwitscher ist zu hören. Außer eines weiteren Rotschwanzschmätzers und eines jungen Flötenwürgers lassen sich die kleinen Biester in der Mittagszeit aber nicht wirklich sehen.

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Natürlich kehren wir während unseres Aufenthaltes in diesem Nationalpark noch mehrfach zum Stofdam Birdhide zurück, wo es immer etwas zu sehen gibt. Wir könnten hier Stunden verbringen (und tun es in Summe auch). Besonders angetan haben es mir auch die Blutschnabelweber (Red-billed Quelea), die auf den umliegenden Bäumen sitzen und immer wieder wie in Stürmen zum Wasser stoßen, um dort zu trinken oder zu baden. Diese Tiere verbreiten eine gewaltige Hektik. Interessant ist zudem auch, dass es sich dabei um die am häufigsten auf der Erde vorkommende Vogelart handelt – die Gesamtpopulation wird auf mehr als 1,5 Milliarden Exemplare geschätzt.

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Sie treten hier sehr häufig gemeinsam mit den Granatastrilden (Violet-eared Waxbill) auf.

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Zudem sehen wir hier Senegalamaranten (Red-billed Firefinch), Maskenbülbül (African Red-eyed Bulbul), Rotstirn Bartvogel (African Pied Barbet) und einige Exemplare juveniler bzw. weiblicher Maskenweber (Southern Masked Weaver).

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Fortsetzung folgt
Teil 1118. Jan. 2022
Fortsetzung Reisetage 7 und 8

Aber auch Säugetiere erscheinen immer wieder am Wasser, um ihren Durst zu stillen, oder das Fell zu pflegen. Dabei beobachten wir Gnus und Leierantilopen (Tsessebes), die mit ihren Hörnern durch den Schlamm pflügen.

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Die Zebras bevorzugen für ihre Fellpflege offenbar den staubtrockenen Boden, auf dem sie sich lange wälzen.

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Wieder andere Tiere, wie Kudus, Springböcke oder Impalas kommen nur kurz zum Trinken vorbei:

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Eine ganze Familie von Warzenschweinen stellt sich ebenfalls ein und schließlich können wir hier am Stofdam auch noch zwei Paviane beobachten, die aber auch uns genau beäugen.

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Während unserer beiden Tage in diesem wunderschönen Nationalpark fahren wir aber natürlich auch die verschiedenen Loops ab. Dabei erleben wir immer wieder wunderbare Tiersichtungen. So treffen wir auf eine Giraffe, die die Flexibilität ihrer langen Zunge vorführt:

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Im nördlichen Parkbereich, wo es mir besonders gut gefällt, erleben wir ein Meer aus sich wiegenden gelben Grashalmen. An dem Vormittag, an dem wir hier durchfahren, lässt der Wind Wellen darüber tanzen. Zwischen den Gräsern können wir eine ganze Reihe verschiedener Antilopen ausmachen: Springböcke, Rappenantilopen, Elenantilopen, Pferdeantilopen. Daneben weiden aber auch Gnus in diesem Parkteil.

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Wir schaffen es kaum, uns hier loszueisen, denn die Szenerie ist beinahe schon magisch. Auf dem Weg zurück treffen wir ebenfalls immer wieder verschiedene Säugetiere an, wir fotografieren Kudus, Oryxantilopen, Büffel, Leierantilopen, weitere Pferdeantilopen und Zebras.

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Unterwegs stoßen wir aber auch noch auf einige weitere Vögel, wiewohl es natürlich sehr viel schwerer ist, diese vom Auto aus gut in Szene zu setzen. Wir sehen Buntastrilde (Green-winged Pytilia), einen Kapsperling (Cape Sparrow), eine Kaprötel (Cape Robin Chat) und einen Kalahari-Heckensänger (Kalahari Scrub Robin) - Danke, Maddy!

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Im Park leben neben den gewöhnlichen Springböcken auch Tiere, die eine schwarze Farbvariante aufweisen. Für mich ist dies eine Erstsichtung, wiewohl ich gelesen habe, dass diese Tiere auf entsprechenden Farmen besonders gerne bejagt werden.

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Gegend Abend taucht die untergehende Sonne den Mokala Nationalpark in faszinierendes Licht. Wir können unser Glück überhaupt nicht fassen, als ein Breitmaulnashorn vor uns den Weg kreuzt.

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Wir sind tatsächlich überwältigt von diesem eindrucksvollen Erlebnis. Wir hätten nicht im Traum daran gedacht, hier ein Nashorn anzutreffen, obwohl wir während unserer Fahrten durch den Park den ein oder anderen Dung dieser Tiere sehen konnten. Je weiter sich die Sonne dem Horizont nähert, desto imposanter werden die Lichtstimmungen, die Tiere, die von den letzten Sonnenstrahlen angeschienen werden, glühen beinahe.

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Aber auch die Landschaft selbst erstrahlt in den schönsten Rot-, Braun- und Ockertönen:

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In der Mosu Lodge ist das Restaurant angeblich bereits seit längerer Zeit außer Betrieb – aus diesem Grund sind wir hier im Park zur Selbstversorgung gezwungen. Wir haben dazu aus Kimberley reichlich Essen mitgebracht und genießen an beiden Abenden einen kleinen Braai vor unserem Bungalow. Dazu kochen wir Erdäpfel und bereiten einen Tomatensalat zu. Wir haben uns auch mit Rotwein (Pinotage – was sonst?) eingedeckt und auch Gin Tonic ist noch vorhanden. Rund um uns ist nur ein weiteres Chalet belegt, wir genießen hier also die totale Stille, leider ziemlich ohne Sterne, denn am Abend ziehen jeweils dichtere Wolken durch.

Fazit Mokala NP: Für mich einer der schönsten Parks, die ich in Südafrika besuchen durfte – nicht spektakulär, aber in sich extrem harmonisch. Landschaftlich entspricht dieses Gebiet allen Klischees von Savannenlandschaft. Die Möglichkeiten zur Tierbeobachtung sind erstklassig – also: Jederzeit wieder!

Gefahrene Tageskilometer: 168 bzw. 137
Teil 1219. Jan. 2022
Reisetag 9 (10. August 2021) – Mokala NP – Britstown

Heute ist es irgendwie noch kälter als an den vergangenen, ohnedies bereits sehr frostigen Morgenstunden. Bereits gestern Abend tauchten die typischen Wolken einer Kaltfront auf, die uns nun wohl völlig erreicht haben musste. Da es auch im Chalet nicht unbedingt kuschelig ist, sind wir bereits um kurz nach 7:00 Uhr startklar. Wir werfen den Schlüssel ein und rollen durch das „Gate“ zurück in den Park. Da wir heute nur rund 200 km zurückzulegen haben, fahren wir noch etwas durch den südlichen Teil des Nationalparks und genießen das an sich angenehme Licht der hinter den Wolkenfetzen aufsteigenden Sonne. Die Strahlen werfen, wenn sie durchdringen, wieder ein wunderbares Licht auf die Tiere und Pflanzen.
Wir fotografieren nochmals die „üblichen Verdächtigen“, Kuhantilopen und Spießböcke.

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Als wir eben dabei sind, einige weitere Kuhantilopen abzulichten, nehmen wir wahr, dass aus einem nahen Gebüsch eine Breitmaul-Nashornkuh mit ihrem Jungen heraustreten will. Durch die Anwesenheit des Autos drehen die beiden aber sofort wieder ab und verschwinden im Dickicht, wir können die beiden nur fragmentarisch erahnen…

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Gegen 9:00 Uhr stoppen wir kurz, da die Sonne inzwischen die Temperaturen wieder etwas angehoben hat. Wir haben schließlich heute noch kein Frühstück zu uns genommen und langsam knurrt der Magen. Es gibt Bananen und Kekse, dazu Wasser mit etwas Orangensaft. Das spartanische Mahl mundet in dieser herrlichen Landschaft. Auf einem Baum verfolgt ein Rotbauchwürger (Crimson-breasted Shrike) jede unserer Bewegungen.

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Beim Verlassen des Picknickplatzes wird mir leider ein fix montierter Griller zum Verhängnis – ich touchiere das verrostete Ding mit der rechten Vorderseite des Autos, das Blechteil hinter dem Rad ist bis zur Fahrertüre leicht verbeult… eine völlig unnötige Aktion, wenn man bedenkt, wie viel Platz rundum frei ist… Aber damit müssen wir nun leben, beziehungsweise weiterfahren…
Wir rollen nun langsam dem Parkausgang entgegen, die Motivation für weitere Bilder fehlt mir im Moment. Gegen 11:00 Uhr verlassen wir diesen wunderbaren Flecken Erde und fahren zurück über die Rumpelpiste zur N12, der wir knapp 200 km bis kurz vor Britstown folgen. Bevor wir die Kleinstadt erreichen, zweigen wir Richtung Osten auf die N10 ab. Rund 20 km weiter ist auch schon die nächste Unterkunft für die kommende Nacht erreicht.

Die Sweetfontein Farm liegt sehr schön einige Kilometer südlich der N10, der Autolärm, den es hier ohnedies kaum gibt, ist in der Unterkunft überhaupt nicht wahrzunehmen. Es handelt sich hier um eine typische Farm, wo auch zahlreiche Tiere gehalten werden. Eine kleinere Herde Pferdeantilopen ist immer rund um die Farmgebäude auszumachen. Daneben gibt es Zebras, Springböcke und viele Schafe.
Die Farm, die als „Boutique-Farm“ firmiert, ist teilweise durchaus stylisch gestaltet, die überall herumstehenden und vor allem herabhängenden Vogelbrutkästen sind mir bis heute in Erinnerung, die Beulen davon aber inzwischen wieder abgeklungen…
Vor unserem Zimmer (Nummer 6) gibt es einen überdachten Sitzbereich, der überaus nett gestaltet ist. Auch die Zimmer haben auf den ersten Blick durchaus Flair.

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Zwischen den einzelnen Gebäuden für die Hotelgäste gibt es einen größeren Hof, auf dem ein riesiger Pfefferbaum steht. Darin tummeln sich, ebenso wie in den umliegenden Büschen, die Weißrücken-Mausvögel (White-backed Mousebird).

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Am Boden sammelt ein Mahaliweber (White-browed Sparrow Weaver) Material für den Nestbau.

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Wir verbringen einen gemütlichen Nachmittag bei Cafe und Kuchen und Christian ist wieder damit beschäftigt, seine Bilder abzuspeichern. Seine Aussage „Bei mir schauts aus wie beim Media-Markt“ hat durchaus einen wahren Kern…
Schon am Abend wird uns bewusst, dass die kommende Nacht klirrend kalt werden wird. Die letzten Wolken haben sich verzogen, aber die Temperatur sinkt merklich ab. Die Räume sind hier vermutlich nur auf Sommer ausgelegt, denn die Heizung ist nur über die Klimaanlage möglich, doch die gibt bald ihren Geist auf… ich stapfe zur Rezeption und stehe vor einer ratlosen Dame, die uns weitere Decken zur Verfügung stellt. Letztendlich kommt auch noch die Besitzerin mit einem Retro-Ofen (ein uralter Ölradiator) angestapft, den wir im Zimmer aufstellen sollten. Alle sind extrem bemüht, doch die Temperatur im Zimmer will und will nicht steigen. Wir drehen den Ofen voll auf und damit sorgen wir für eine Überlastung in den Stromleitungen, der Schutzmechanismus quittiert den Dienst und nun ist es nicht nur kalt, sondern auch noch finster…
Vor dem Zimmer hüllen die letzten Sonnenstrahlen (die leider auch nicht mehr wärmen) die Landschaft in magisches Licht:

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Ein Techniker wird gerufen, der während unseres Aufenthalts beim Abendessen die Funktionstüchtigkeit von Klimaanlage und Radiator wieder herstellen soll. Wir marschieren zum Restaurant, das in einem „Glashaus“ untergebracht ist. Außer uns sind noch sechs weitere Gäste anwesend, die bei unserer Ankunft bereits unter einem gasbetriebenen „Wärmepilz“ sitzen. Wir nehmen neben dem offenen Kamin Platz und können uns dort langsam aber sicher wieder etwas erwärmen. Zum Essen werden uns Lammkoteletts gereicht, die uns gut schmecken. Dazu trinken wir heute Rooibos-Tee…
Nach dem Essen geht es zurück in das Zimmer, wo der Techniker unterdessen erfolgreich seine Arbeit beendet hat. Wir können also doch noch an Nachtruhe denken.

Gefahrene Tageskilometer: 278
Teil 1319. Jan. 2022
Reisetag 10 (11. August 2021) – Britstown – Graaff-Reinet

Heute kommt zur allmorgendlichen Autopflege eine weitere Tätigkeit hinzu: Eis von der Windschutzscheibe abkratzen… Das Thermometer ist bei -3°C stecken geblieben und spätestens jetzt haben wir den Beweis, dass wir nicht zu unrecht gefroren haben. Das war sicher die unangenehmste Nacht, die ich in Südafrika jemals erlebt habe. Der Weg vom Bett zur Dusche geht gerade noch, aber im Duschraum selbst steppt der Eisbär…
Es gibt aber nichts Schlechtes, das nicht auch etwas Gutes hat: Die Lichtstimmung ist fantastisch: Nebel liegen über den angefrorenen Halmen, es ist gespenstisch still, selbst die Vögel scheinen sich verkrochen zu haben. Langsam wird der Himmel über uns gelb-orange, die Kälte ist faktisch sichtbar.

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Langsam wird das Haus angestrahlt und wir hoffen darauf, dass diese ersten Sonnenstrahlen die Temperatur möglichst rasch ansteigen lassen würden.

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Die kleine Herde Pferdeantilopen drängt zum Haus und selbst die Schafe stehen in kleinen Gruppen beisammen. Wir hätten wenigstens die Möglichkeit, uns bei einem Cafe etwas aufzuwärmen, doch die Restauranttüre sollte sich erst um 8:00 Uhr öffnen – eine ewig lange Zeit, wenn man schon frühmorgens herumläuft.

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Um 8:00 ist es dann so weit, wir werden eingelassen und können uns die klammen Hände an den Kaffeetassen wärmen. Wir haben heute keinen besonders langen Fahrtag, bis Graaff-Reinet sind knapp 300 Kilometer zurückzulegen. Um 8:45 geht’s los und wir verlassen das Farmgelände.

Fazit Sweetfontein Boutique Guestfarm: Vielleicht etwas mehr Schein als Sein… Die viele Dekoration täuscht etwas über die baulichen Mängel (undichte Türen und Fenster, in die Tage gekommene Sanitäranlagen und eine ineffektive Aircondition) hinweg. Nichts desto trotz war das anwesende Personal sehr bemüht und „opferte“ sogar den eigenen alten Ölradiator, um uns das Leben leichter zu machen. Dass wir die vielleicht kälteste Nacht des Jahres erwischen, ist einfach auch Pech. Das Essen würde ich als durchschnittlich bezeichnen. Die Lage der Farm ist sehr gut, etwas außerhalb der Stadt und sehr nahe an der N10, aber weit genug weg, um völlig ungestört zu sein.

Der erste Stopp wird in Hannover eingelegt, wo wir den Tank unseres Autos wieder auffüllen. Kurz vor Middelburg vereinen sich N10 und N9 und die Straße beginnt langsam zu steigen, um letztlich in Serpentinen einen steilen Berg hinaufzuklettern, auf dem auch um 11:00 Uhr noch Schneereste auf der Fahrbahn liegen. Ein Hinweisschild zeigt immerhin 1646 müNN an. Aber das war es für heute noch nicht, noch wartet der 1791 m hohe Lootsberg-Pass auf uns, wo aber zumindest die Straße wieder trocken ist. Inzwischen hat sich auch die morgens zwischen Hannover und Middelburg sehr dichte Wolkendecke wieder verzogen und wir genießen einen wunderbaren Blick in den Süden Richtung Graaff-Reinet.

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Es ist immer noch sehr kalt und vor allem windig hier oben auf der Passhöhe. Die Straße fällt von hier weg bis Graaf-Reinet, das wir exakt zu Mittag erreichen. Wir sind überrascht vom schönen Ortsbild, hier gibt es eine Reihe wunderbar erhaltener Bauten im kapholländischen Stil, einige sogar mit Reetdächern. Wir sind uns beide sicher, dass wir von unserem nächsten Quartier, dem Mount Camdeboo Game Reserve, hierher zurückkehren werden, um uns etwas umzusehen. Eines vorweg: Dazu kam es leider nicht, denn wir fühlten uns dort viel zu wohl…

Von Graaff-Reinet sind nochmals rund 60 km zurückzulegen, um unser heutiges Tagesziel zu erreichen, der größte Teil davon auf einer recht gut ausgebauten Schotterstraße. Es müssen mehrfach Gittertore durchquert werden, denn die Zufahrt zum Game Reserve teilt sich Mt. Camdeboo mit dem etwas bekannteren Samara Game Reserve. Diese Tore schließen automatisch, man muss lediglich einen Code eingeben, den wir vorab erhalten hatten…
Um 13:15 Uhr ist unser Ziel erreicht, wir stehen vor einer wunderschönen Lodge in einer noch viel schöneren Umgebung. Das Hauptgebäude ist annähernd im Kolonialstil gehalten und mit stilvollen Möbeln eingerichtet.

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Wir sind völlig perplex, als uns mitgeteilt wird, dass wir die einzigen Gäste sind, die die kommenden beiden Nächte hier im Haus sein werden. COVID lässt grüßen… Das Resümee folgt eigentlich immer erst nach dem Aufenthalt, aber hier kann ich bereits jetzt vorwegschicken, dass uns jeder Wunsch von den Augen abgelesen wird. Wir erhalten unser Zimmer im Haupthaus, in dem neben drei weiteren Gästezimmern auch die Küche, der Speiseraum und eine Lounge untergebracht sind, wo den ganzen Tag über Snacks und Cafe, Tee oder Wasser zur Verfügung stehen.
Nachdem wir unser Gepäck im Zimmer verstaut haben, lernen wir Trish kennen, die mit uns die Gamedrives im Reserve unternehmen wird. Sie wird von einer weiteren jungen Dame begleitet, deren Namen ich mir leider nicht aufgeschrieben habe, die aber erst kürzlich hier als Guide zu arbeiten begonnen hat und derzeit in Ausbildung ist. Mit den beiden vereinbaren wir, um 15:00 Uhr zu unserer ersten Erkundungsfahrt durch das Reservat aufbrechen zu wollen.
Wir trinken Cafe und spazieren ein wenig durch den umliegenden Garten, wo die Sonnenstrahlen inzwischen dafür sorgen, dass es wieder angenehm warm geworden ist. Dabei stolpern wir beinahe über dieses grüne Ungetüm (eine Riesenheuschrecke mit dem lateinischen Namen Phymateus leprosus)

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Wir beobachten die beiden und kriechen mit dem Makroobjektiv neben ihnen über den Boden – hoffentlich hat uns dabei niemand beobachtet…
Um 15:00 Uhr geht es dann los, wir fahren durch das private Game Reserve, das von einem etwa 62 km langen Zaun umschlossen wird. Auf einer Fläche von 12.000 ha leben hier neben den Big 5 auch zahlreiche weitere Säugetiere. Heute bleiben wir im Talbereich, während wir für den kommenden Tag mit Trish vereinbart haben, zum Sonnenaufgang in die Berge fahren zu wollen.

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Bereits noch kürzerer Zeit begegnen wir einer Gruppe Elefanten. Da die Tiere an die Anwesenheit von Menschen gewöhnt sind, können wir sehr nahe heranfahren um sie wirklich gut beobachten zu können. Wir haben ausreichend Zeit und bestaunen das Sozialverhalten in der Gruppe.

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Irgendwann reißen wir uns dann aber doch los und fahren weiter durch die interessante Landschaft. Ein Blick auf die Umgebung löst bereits jetzt Freude aus, weil wir morgen hoch in die Berge fahren werden…
Wir treffen auch noch auf drei Breitmaulnashörner, darunter ein etwa einjähriges Jungtier, die wir ein Stück begleiten können.

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Eine uralte Schildkröte, von der wir zunächst annehmen, dass nur der langsam verwitternde Panzer herumliegt, bewegt sich doch langsam vorwärts. Zudem begegnen wir auch noch einer Gruppe Kudus.

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Auf dem Rückweg zur Lodge stoßen wir nochmals auf Elefanten, nicht ohne auch bei diesen Dickhäutern noch zu stoppen.

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Das Haupthaus der Lodge liegt bereits im Schatten und langsam wird es dunkel, als wir zurück zu unserem Quartier gelangen. Der kurze Weg vom Parkplatz zum Haus ist mit brennenden Fackeln ausgeleuchtet, warme Erfrischungstücher werden gereicht…

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Nach einer Erfrischung im Zimmer treffen wir uns in der Lounge, wo das Holz im Kamin inzwischen entzündet worden war. Das Abendessen – es wird ein Set Menu angeboten – findet als „Candle-light Dinner“ statt; nichts gegen meinen tollen Reisebegleiter, aber romantische Stimmung kommt nicht wirklich auf, dennoch genießen wir die Atmosphäre. Wir sind vielmehr froh, als sich der einzige noch anwesende Mann zu uns gesellt. Es stellt sich heraus, dass es sich dabei um einen Bankdirektor aus der Nähe von Kapstadt handelt, der in seinem Urlaub hier in der Lodge kleinere handwerkliche Reparaturarbeiten durchführt, „just for fun“ wie er betont. Er erzählt uns viele Geschichten über das „daily life“ hier in Südafrika und wir trinken gemeinsam mit ihm ein paar Bierchen. Welch ein netter Ausklang eines weiteren sehr schönen Tages!

Gefahrene Tageskilometer: 349
Teil 1420. Jan. 2022
Reisetag 11 (12. August 2021) – Mt. Camdeboo Game Reserve

Um 6:00 Uhr läutet der Wecker, um 6:30 Uhr soll es auch schon losgehen… Wir haben eine gute Nacht verbracht, herrlich geschlafen. Im ganzen Haus sorgt eine Fußbodenheizung für wohlige Wärme, auch das Badezimmer lädt zum Duschen und nicht zum Eislaufen ein…
Wir suchen unsere wärmsten Klamotten raus, denn die Fahrt hinauf in die Berge im offenen Jeep verspricht dennoch eine frische Angelegenheit zu werden. Dann stapfen wir in die Lounge, wo bereits ein heißer Kakao oder Cafe vorbereitet wurde. Dazu werden Peanut-Butter Cookies gereicht.

Wenig später haben wir es uns auch schon auf unserem Gamedrive-Fahrzeug bequem gemacht, jeder mit einer zusätzlichen Decke am Schoß. Der Jeep brummt durch die Stille des anbrechenden Morgens, die langsam verblassenden Sterne am wolkenlosen Himmel zeigen, dass wir einen wunderbaren Sonnenaufgang erleben werden.
Langsam tuckert der Landcruiser die steile, teils grob ausgeschwemmte Piste bergwärts, Kehre um Kehre klettern wir immer ein paar Meter höher. Das Panorama, das uns umgibt wird minütlich atemberaubender – welch ein schöner Flecken Erde!
Nach einer schier endlosen Fahrt sind wir am Hochplateau angelangt und blicken auf die Berge des Camdeboo Nationalparks vor uns, die bis zu knapp 1500 müNN aufragen. Die Spitzen sind noch immer leicht angezuckert und verleihen dem Ganzen ein ganz besonderes Flair. Als Trish merkt, dass wir immer unruhiger werden, stoppt sie den Wagen und wir steigen aus, um die Magie des Morgens hautnah zu erleben.

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Langsam werden nicht nur die Spitzen der Berge, sondern auch die umliegenden Hügel vom Licht der aufgehenden Sonne erfasst…

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Rund um uns absolute Stille, wir haben die unglaubliche Szenerie nur für uns. Auch Trish und ihre „Beifahrerin“ bestaunen die ihnen vertraute Umgebung.

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An einer wunderbaren Stelle, mit unglaublichem Ausblick in östliche Richtung, wurde ein kleiner Hideaway errichtet, eine völlig isoliert liegende Unterkunft, die man anmieten kann und wo man in totaler Abgeschiedenheit den einen oder anderen Tag verbringen kann. Zu den Annehmlichkeiten gehören ein Jacuzzi, eine gut gefüllte Weinbar, die unter dem Bett versteckt ist und natürlich der Blick in die Umgebung:

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Das Essen wird aus dem Tal angeliefert. Man darf aber natürlich keine weiten Spaziergänge einplanen, denn man ist immerhin in einem Big 5 Reservat…
Inzwischen bestrahlt die Sonne die komplette Umgebung und die Temperatur beginnt langsam zu steigen. Wir stoppen an einem Platz mit schöner Aussicht und nehmen einen Cafe zu uns – wer will, mit einem Schuss Amarula. Dazu werden verschiedene Cookies gereicht.

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Wir spazieren auch ein wenig herum und fotografieren den Blick hinunter ins Tal, das sich immer noch teilweise im Schatten der umliegenden Berge befindet.

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Plötzlich zieht ein einsames Weißschwanzgnu in angemessener Entfernung durch die Szenerie. In großer Entfernung ist nun auch die Lodge im Morgenlicht auszumachen.

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Wir packen die Cafe-Tassen wieder weg und fahren weiter über die Hochebene, wo wir nun eine größere Herde Weißschwanzgnus ausmachen, die uns ihr ganz eigenes Fluchtverhalten demonstriert, als wir uns zu weit angenähert haben: Die Herde setzt sich gleichzeitig in Bewegung und die Tiere laufen dabei kreisförmig durcheinander. Auf diese Weise versuchen sie, angreifende Raubkatzen zu verwirren.

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Neben den Weißschwanzgnus sind in großer Entfernung auch noch Buntböcke und Zebras auszumachen.

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Wir fahren nun wieder langsam talwärts, bewundern dabei aber nochmals die vulkanischen Gesteine, die hier einen Teil der Großen Randstufe markieren, wo das südafrikanische Binnenhochland abrupt zur Küstenebene abfällt.

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Wir sehen die kläglichen Reste eines Kudus und merken erst jetzt, wie steil wir heute am Morgen hochgeklettert sind. Die Piste ist tatsächlich abenteuerlich und stellenweise extrem ausgesetzt, sodass wir nur sehr langsam vorankommen.
Plötzlich tauchen vor uns zwei Geparde auf, die über die Ebene spazieren.

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Wir nähern uns langsam an und steigen dann vom Auto aus, um die letzten Schritte zu den Tieren hin, die sich inzwischen ins Gras gelegt haben, zu gehen. Die Geparde hier sind, wie auch in anderen privaten Reservaten, an die Menschen gewöhnt und haben offensichtlich kein Problem mit dieser Störung. Trish spricht auf sie ein und ihre Stimme scheint eine beruhigende Wirkung auf die wunderschönen Großkatzen auszuüben. Wir stehen bald direkt vor den beiden, einer Mutter mit ihrem Jungtier. Das Junge steht immer wieder auf und läuft mehrmals unmittelbar an uns vorbei, ein etwas mulmiges Gefühl überkommt mich…

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Wird sind hier über eine Stunde und inzwischen haben sich die Tiere so an unsere Anwesenheit gewöhnt, dass wir praktisch neben ihnen am Boden sitzen. Auch das Jungtier hat das Interesse an uns verloren und schließt zwischendurch immer mal wieder die Augen.

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Ein letzter Blick zurück und wir fahren zurück zur Lodge, wo wir einen Brunch serviert bekommen, denn es ist inzwischen 11:00 Uhr… die Zeist ist rasend schnell vergangen, wir haben aber auch sehr viel gesehen.
Nach dem Essen legen wir eine Pause ein, das Nickerchen der Geparde ist ansteckend…
Irgendwann entschließe ich mich dazu, mir ein wenig die Füße zu vertreten und stapfe zu den umliegenden Gebäuden, die auch Gäste beherbergen könnten. Auch dabei verzichte ich natürlich nicht auf meine Kamera. Es stehen auch einige alte Kutschen herum.

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Um 15:00 Uhr treffen wir uns schließlich wieder mit Trish, es geht heute noch auf die andere Seite des Tales, auch dort wollen wir wieder in die Berge hinauffahren.
Unterwegs sehen wir eine Elenantilopen, die die steilen Hänge hinaufklettern, über uns zieht ein Raubvogel seine Kreise.

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Von hier oben erhält man auch einen guten Überblick über das Areal der Lodge.

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Als die umliegenden Berge immer mehr in einer Art Dunst verschwinden und eigentlich nur noch die Silhouetten sichtbar sind, beschließen wir, wieder talwärts zu fahren. Wir wollten hier heroben eigentlich eine Büffelherde aufstöbern, aber dieses Unterfangen lassen wir nun lieber.

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Am Weg zurück ins Tal sehen wir einen Klippspringer und ein paar Spießböcke, die ebenfalls talwärts wandern.

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Der Weg ins Tal hat sich absolut gelohnt, denn hier treffen wir bald auf zwei Löwenkater, ein ziemlich ausgewachsenes Männchen, das mit seinem Sohn herumstreift. Die beiden liegen in der Ebene und tun das, was Löwen am liebsten tun: Schlafen. Als wir uns neben ihnen einparken, heben sie zumindest die Köpfe, wirkliches Interesse zeigen sie aber nicht:

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Der jüngere der beiden ist etwas agiler und gähnt wenigstens zwischendurch…

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Aber bald hat auch er genug von uns legt sich zum Schlafen nieder.

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Wir brechen nun auf und fahren zurück zu unserem Quartier, die Sonne ist längst hinter den Bergen verschwunden. Am Rückweg treffen wir jedoch noch auf eine Gruppe von Breitmaulnashörnern, darunter befindet sich ein ganz junges Tier, das auch Trish bisher noch nicht gesehen hatte und das sogar noch leicht rosa gefärbt ist. Die Ranger haben für die Mutter Luzerne ausgelegt, um sie bei Kräften zu halten. Diese Luzerne zieht aber natürlich auch die anderen Nashörner magisch an…

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Wir halten uns hier nicht zu lange auf, wir wollen die Kuh und ihr Junges nicht unnötig stressen, auch der Bulle, der sich inzwischen zu den beiden gesellt hat, scheint nicht viel Freude mit uns zu haben.
In der Lodge genießen wir wieder die Annehmlichkeiten, mit denen wir hier verwöhnt werden. Auch heute ist das Abendessen köstlich und wir trinken dazu – zur Feier des Tages – eine Flasche guten Pinotage. Unsere Bekanntschaft von gestern gesellt sich wieder zu uns und es wird ein ganz netter Abend mit viel Gelächter… die Eindrücke haben uns aber derartig mitgenommen, dass wir bald in die Horizontale wechseln, das Bett hat eine magische Anziehungskraft.
Morgen haben wir keinen Stress, es erwartet uns ein kürzerer Fahrtag, da müssen wir nichts überstürzen!

Gefahrene Tageskilometer: ?? – lediglich im Landy der Lodge, unser Auto steht still
Teil 1521. Jan. 2022
Reisetag 12 (13. August 2021) – Graaff-Reinet – Addo

Heute müssen wir unsere liebgewonnene Komfortzone wieder verlassen. Nach einer angenehmen Nacht stapfen wir um 8:00 Uhr zum reichgedeckten Frühstückstisch, wo wir etwas länger als ursprünglich eingeplant sitzen bleiben. Auf den morgendlichen Gamedrive haben wir verzichtet, wir hatten bereits so viele wunderbare Erlebnisse, die auch verarbeitet werden müssen. Speziell wenn man so lange unterwegs ist wie in diesem Fall, dann sind auch Pausen zwischendurch sehr wichtig, denn die Aufnahmefähigkeit ist nicht unendlich.

Wir unterhalten uns lange mit Trish über Tierfotografie, sie hat als Guide bereits in einigen sehr renommierten Lodges entlang des Kruger Nationalparks gearbeitet und ich versuche natürlich, möglichst viele Tipps für meinen späteren Aufenthalt dort zu entlocken. Die Zeit verfliegt und so fahren wir erst um 10:45 Uhr von Mt. Camdeboo ab.

Fazit Mount Camdeboo PGR: Wie aus den vorangegangenen Zwischentönen leicht interpretiert werden kann, war der Aufenthalt ein voller Erfolg, es hat wirklich alles gepasst. Wir hatten sicherlich den enormen Vorteil, die Lodge und damit die ungeteilte Aufmerksamkeit auf unserer Seite zu haben. Wenn die Lodge voll besetzt ist, ist die Angelegenheit sicher differenzierter. Eines bleibt aber auch dann: Die Landschaft hier in diesem Tal ist unglaublich schön und allein das lohnt den Aufenthalt. Ich würde wieder kommen, zwei Nächte sind aber ausreichend. Sowohl die Qualität der Zimmer als auch jene der Verpflegung ist sehr gut, die Preise befinden sich aber auch im gehobenen Bereich.

Zunächst geht es zurück über die Schotterstraße auf die R63, der wir ein kurzes Stück bis zur Einmündung in die R75 folgen, um dann nach Süden, Richtung Jansenville, abzuzweigen. Weiter geht es über Kirkwood nach Addo. Rund um Kirkwood setzen die unendlichen Plantagen für Zitrusfrüchte ein. Immer wieder begegnen uns Traktoren mit riesigen Anhängern voller Orangen und Zitronen.

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Uralte Schulbusse karren reihenweise Erntehelfer auf die Felder, es herrscht rundum hektische Betriebsamkeit. Um 14:00 Uhr haben wir unser Tagesziel auch schon erreicht, wir klettern die letzten Kurven hinauf zum Gate von Camp Figtree.

Camp Figtree liegt auf einem Bergkamm, abseits der R335 in geringer räumlicher Distanz zum Haupteingang in den Addo Nationalpark, inmitten der Zuurberge. Wir beziehen unsere Zimmer und genießen die Aussicht auf die wunderbare Umgebung.
Die Zimmer liegen etwas abseits des Hauptgebäudes, in dem neben der Reception auch das Restaurant integriert ist.

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Wir beschließen kurzfristig, heute nicht mehr in den Addo Nationalpark zu fahren, sondern hier vor Ort zu bleiben, wo es uns tatsächlich sehr gut gefällt. Wir setzten uns auf die Terrasse oberhalb des Swimmingpools und ich schaffe es endlich wieder einmal, ein paar Seiten in meinem e-Book zu lesen. Christian marschiert ein wenig durch die Landschaft. Gegen Abend werden die Lichtverhältnisse etwas besser, die dunklen Wolken geben den Sonnenstrahlen wieder mehr Chancen durchzubrechen.

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Der gigantische Feigenbaum, von dem das Hotel seinen Namen ableitet, wird wunderbar angestrahlt. Der Baum muss uralt sein…

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Ich hole meine Kamera aus dem Zimmer und so entstehen einige Bilder dieser wirklich sehr gepflegten und netten Unterkunft.

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Auch hier sind außer uns nur zwei weitere Personen zu Gast. Zusammen nehmen wir ein ausgezeichnetes Abendessen ein; heute gönne ich mir wieder einmal ein Kudufilet, das hervorragend zubereitet auf den Teller kommt.

Es werden sich einige LeserInnen sicher fragen, weshalb wir hier in Addo die Unterkunft wechseln, was ja überhaupt nicht nötig wäre, denn der Addo Nationalpark ist ja auch von Camp Figtree außerordentlich gut erreichbar. Das liegt einerseits daran, dass ich auf der Suche nach einem Hotel außerhalb des Parks war und dabei wurde mir Camp Figtree von einigen Seiten als hervorragende Alternative genannt. Rund um den Addo Nationalpark gibt es unzählige Nächtigungsmöglichkeiten. Andererseits wollte ich Christian eines meiner absoluten Lieblingsquartiere in Südafrika zeigen, das Gorah Elephant Camp. So haben wir uns dazu durchgerungen, hier das Hotel nach nur einer Nacht zu wechseln.
Um die Kälte der Nacht besser überstehen zu können, wird in jedes Bett, während wir beim Abendessen sitzen, eine Thermosflasche mit heißem Wasser gelegt, sodass wir bereits in ein wohlig vorgewärmtes Bett steigen können.

Gefahrene Tageskilometer: 243
Teil 1621. Jan. 2022
Reisetag 13 (14. August 2021) – Addo Elephant Nationalpark

Heute legen wir wieder früh los, denn wir wollen den Tag im Addo Nationalpark nutzen. Da wir das Frühstück aber erst um 7:30 Uhr erhalten, bringen wir unser Gepäck bereits zuvor zum Auto und machen uns startklar. Um 8:00 rollen wir auch schon durch das Tor und weiter talwärts durch die Orangenhaine von San Miguel Richtung Main Gate des Nationalparks, der nur 14 km entfernt ist.

Fazit Camp Figtree: Gepflegte Unterkunft in herrlicher Berglage unweit des Addo Nationalparks. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist hervorragend. Die Zimmer sind sehr geräumig, es sind jedoch einige Treppen zwischen Hauptgebäude und Zimmern zu bezwingen. Sehr schöner Pool mit Panoramablick in die umliegenden Zuurberge, gemütliches Restaurant mit sehr schmackhaftem Essen. Eine super Alternative zu einer Nächtigung im Park.

Am Parkeingang tanken wir nochmals das Auto auf und schon sind wir heute wieder auf Pirsch. Der Addo Elephant Nationalpark ist wunderbar grün, ein e Wohltat für die Augen. Natürlich sind die Büsche hier üppiger, Tiere dadurch auch etwas schwerer auszumachen. Wir planen am Vormittag im nördlichen Parkteil rund Gwarrie Pan und Domkrag Dam zu bleiben, ehe wir gegen Mittag zum Gorah Elephant Camp aufbrechen wollen, um dort am Game Drive am Nachmittag teilnehmen zu können.
Durch das Main Camp rollen wir in den Park, der etwas ausgestorben wirkt. Zunächst treffen wir weder auf andere Fahrzeuge noch auf irgendwelche Tiere. Es dauert, bis wir den ersten Dickhäuter erblicken, der aus dem dichten Gebüsch direkt auf uns zusteuert.

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Kurz bevor er die Straße erreicht und ich schon den Rückzug einleiten will, dreht der Kerl um und zeigt uns seinen faltenreichen Allerwertesten…

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Auch einige Warzenschweine können wir beobachten, alle haben ausladende Hauer und grasen friedlich vor sich hin, ohne sofort zu flüchten.

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Ein einsamer Büffel trottet auf der Straße entlang, erst als wir uns nähern macht er Platz; er bleibt aber direkt neben uns stehen, sodass wir die Rotschnabel-Madenhacker (Red-billed Oxpecker), die sich über seine Ohren und seinen Rücken hermachen, gut beobachten können.

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Es gibt eine ganze Reihe Vögel, die wir hier vor die Linse bekommen: Ein farbenprächtiger Bokmakiriwürger (Bokmakierie), ein Kaptriel (Spotted Thick-knee), eine Perlbrustschwalbe (Pearl-breasted Swallow), ein Flötenwürger (Southern Boubou), einen Fiskalwürger (Southern Fiscal), einen Lappenstar (Wattled Starling) oder einen Gelbbauchgirlitz (Yellow Canary) können wir ausmachen.

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Unterwegs stoßen wir auch auf Kuhantilopen und eine ganze Reihe Zebras.

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An der Gwarrie Pan tummeln sich einige Oryxweber (Southern Red Bishop), Nilgänse (Egyptian Goose) sowie ein Wiedehopf (African Hoopoe).

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Am Spekboom Hide steigen wir aus und beobachten eine kleinere Gruppe Elefanten, leider ist inzwischen das Licht aber nicht mehr wirklich gut. Wolken wechseln mit Sonnenschein und die Sonnenstrahlen haben bereits einen steilen Einfallswinkel.

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Langsam trottet die Gruppe dann aber auch schon wieder weiter.

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Grüne Meerkatzen spielen in den umliegenden Büschen.

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Um zum Gorah Elephant Camp zu gelangen, müssen wir noch ein Stück weiter in den Süden fahren. Da wir noch etwas Zeit haben, fahren wir am Gate vorbei weiter Richtung Arizona Dam. Dabei können wir in sehr großer Entfernung zwei Geparde ausmachen, die gerade eben eine Antilope erlegt haben müssen, denn das Tier scheint noch relativ unversehrt zu sein. Die Distanz ist jedoch selbst für eine 600mm Linse zu groß…

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Direkt am Eingang zum Camp, wo wir einchecken und uns die Einfahrtgenehmigung holen, sitzt ein wunderschöner Felsenbussard auf einem Zaunpfahl. Er lässt uns etwas Zeit, bevor er wegschwebt…

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Wir folgen dem Pfad hin zur Lodge, die in einem kleinen Tal, eingebettet in die umliegenden Hügel, bald vor uns liegt. Es handelt sich dabei um ein gemauertes Hauptgebäude, die Gästezimmer sind als Zelte auf Holzplattformen angelegt; die Einrichtung und das Ambiente lassen wirklich keine Wünsche offen, es wird auch auf Details geachtet.

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Einer der große Vorteil dieser Lodge ist das eigene Wasserloch, das sich unmittelbar vor dem Hauptgebäude ausbreitet. Wenn man hier auf dem Sofa unter einem großen Baum sitzt, dann kann man die Seele tatsächlich baumeln lassen. (Bild von einem Aufenthalt aus 2018)

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Am Gelände der Lodge laufen einige große Pantherschildkröten herum. Aber auch die für diesen Park so typischen flugunfähigen Mistkäfer sind überall anzutreffen.

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Sie rollen teils riesige Dungbälle vor sich her, in denen sie auch ihre Eier ablegen.

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Bevor wir zu unserem Nachmittagsgamedrive aufbrechen, gelingt auch noch ein Bild eines Braunflügel-Mausvogels (Speckled Mousebird).

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Für die Ausfahrt mit den hauseigenen Jeeps stehen heute sieben Personen bereit, Christian und ich teilen uns das Fahrzeug mit einem Briten, der sich sofort in die letzte flüchtet und die gesamte Fahrt weder mit uns noch mit dem Guide, dessen Namen ich leider nicht notiert habe, sprechen wird. Er hat auch keinen Fotoapparat mitgebracht…
Wir fahren zunächst wieder ein Stück in Richtung Gate, ehe wir nach Osten abzweigen. Wir sehen zunächst wieder einige Kuhantilopen und etwas weiter entfernt einen alten Eland-Bullen.

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Das Wetter ist weiter wechselhaft, die Sonne kann sich nur zwischenzeitig einen Weg durch die dicke Wolkendecke bannen. Wir beobachten ein Straußenpaar bei Liebesspiel, die Federn des Männchens flattern dabei im Wind…

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Leider ist die Entfernung sehr groß, wir wollen uns aber natürlich nicht weiter nähern und die beiden dadurch vielleicht stören.
Auf einem Hügel stehen zwei Paradieskraniche (Blue Crane), weitere Kuhantilopen und Zebras.

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Wir verlassen nun langsam die Hochebene und gelangen in ein dichter bewaldetes Tal nahe der Ostgrenze des Parks. Auch hier finden wir zunächst wieder einige Elefanten.

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Der Jeep bahnt sich seinen Weg über teils sehr unwegsame und ausgeschwemmte Pisten und plötzlich stehen wir, ohne jede Vorahnung, vor zwei wunderschönen Löwen-Katern. Das Auto kommt in unmittelbarer Nähe der beiden zum Stehen und die Tiere liegen völlig entspannt vor uns.

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Ich könnte hier ewig stehen und die beiden beobachten, so nahe hatte ich mich bisher noch nie diesen Katzen angenähert. Einem der beiden fehlt ein großer Reißzahn… dennoch ist es ein mulmiges Gefühl, in einem offenen Jeep direkt neben ihnen zu sitzen.
Wir entfernen uns ein gutes Stück von den beiden und stoppen dann bei einem Wasserloch, wo ein einsamer Elefant am Trinken ist. Das Wasser rinnt ihm aus dem Maul, er schüttet aber immer wieder kräftig nach…

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Etwas abseits bleiben wir stehen, um einen Sundowner einzunehmen, der heute aber ohne Sonne über die Bühne geht, denn diese versteckt sich inzwischen wieder hinter den Wolken. Wir stoßen mit einem Glas Sekt an und freuen uns über die wundervollen Sichtungen, die unser dieser Park wieder ermöglicht hat.

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Am Rückweg zur Lodge stoppen wir noch kurz bei einigen äsenden Kudus.

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Völlig unverhofft stoßen wir schließlich auch noch auf ein Spitzmaulnashorn, das es gar nicht gut mit uns meint, sodass wir rasch das Weite suchen…

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In der Lodge machen wir uns frisch, ehe wir uns zum Abendessen treffen. Auch hier wird ein Set Menu gereicht, der Fisch und auch die Beilagen sind köstlich gewürzt. Dazu trinken wir heute ein Glas Chardonnay. Leider können wir hier nur eine Nacht bleiben, aber morgen geht es dann schon weiter an die Südküste dieses wunderbaren Landes. Wir werden nach dem Essen zu unserem Zelt begleitet und entschlummern bald, die Eindrücke müssen verarbeitet werden…

Gefahrene Tageskilometer: 116
Teil 1724. Jan. 2022
Reisetag 14 (15. August 2021) – Addo Elephant Nationalpark – Knysna

Jetzt sind wir bereits 14 Tage unterwegs und heute ist der erste Morgen, an dem es angenehme Temperaturen gibt; während der Nacht war es etwas windig, immer wieder sind Böen über die Zeltplanen hinweggefegt. Eine Wolkendecke gibt der Sonne zunächst keine Chance. Das stellt soweit natürlich kein Problem dar, solange es trocken bleibt, sind wir zufrieden. Auch bei den Planungen zu dieser Reise war uns klar, dass das Wetter hier an der Südküste ein Spielverderber sein könnte, aber momentan ist noch alles im "grünen Bereich".
Wir gehen wieder über die Holztreppelwege zum Restaurant, um dort unser Frühstück einzunehmen. Wir sitzen noch nicht einmal richtig an den Tischen, da sehen wir bereits, dass Elefanten zum Wasserloch kommen – nun muss unser Essen warten. Wir gehen auf die Veranda – „nur nicht zu weit nach vorne“ werden wir ermahnt. Wir sind froh, dass wir unsere Fototaschen mitgeschleppt haben, aber die sind ja fast immer dabei, denn dort sind ja auch unsere Wertgegenstände deponiert…
Dieser „Aufmarsch der Giganten“ ist es, den ich eigentlich bereits gestern in der Mittagspause gerne gesehen hätte, der dazu beiträgt, dass der Aufenthalt hier noch einmal schöner ist. Immer wieder kommen während eines Tages Tiere hierher, um ihren Durst zu stillen, mal sind es Zebras, mal Büffel, häufig aber auch die Elefanten.

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Ein Graureiher räumt das Feld und immer mehr Dickhäuter biegen um die Ecke. Welch ein Schauspiel und noch dazu so nah…

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Groß und Klein sind angetreten, um ihre Körper mit Wasser zu füllen, es wird herumgespritzt, herumgetollt, geschupst und getrötet.

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Die Kleinen stehen nie isoliert, immer sind sie zwischen den großen Tieren eingekeilt. Sie stehen unter besonderer Obacht und werden auch zurechtgewiesen, wenn sie einen Schritt zu viel zur Seite machen.

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Sie bleiben nicht allzu lange und wie sie gekommen sind, so schleichen sie auf leisen Sohlen auch wieder von dannen…

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Nun ist es auch für uns Zeit, endlich das Frühstück zu vollenden und dann von hier aufzubrechen. Im Nachhinein muss ich sagen, dass es eher suboptimal ist, hier nur eine Nacht zu bleiben, denn irgendwie gibt es so immer Stress und man kommt überhaupt nicht dazu, die Zeit hier zu genießen… Natürlich geht man Kompromisse ein, weil der Preis hier doch sehr hoch angesetzt ist.
Wir packen unsere Sachen fertig und verlassen diesen schönen Flecken Erde, denn heute liegt doch noch etwas an Fahrstrecke vor uns. Zunächst geht es zum südlichen Parkausgang, das rund eine Stunde vom Gorah Camp entfernt ist. Natürlich sind unterwegs wieder einige Tiere zu sehen, darunter auch ein Elefant, der unweit des Weges einem Busch schwer zusetzt.

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Es wäre schön gewesen, hier etwas länger bleiben zu können, aber die Zeit drängt doch einigermaßen. Stress im Urlaub ist etwas, das ich überhaupt nicht mag, aber wenn die Unterkünfte vorreserviert sind, dann kann das doch passieren. Eigentlich wollte ich heute Vormittag zum Cape Recife Lighthouse, diesen Plan verwerfen wir aber, denn Christian möchte unbedingt zumindest für zwei, drei Stunden in den Tsitsikamma Nationalpark, wo ich ihm von den Hängebrücken über den Stormsrivier vorgeschwärmt hatte.
Über Uitenhage und die R334 geht es zunächst vorbei an Port Elizabeth und dann direkt weiter auf die N2, der wir über Humansdorp direkt zum Tsitsikamma Nationalpark folgen. Zwischendurch gibt es immer wieder kurze Schauer, vom Meer her ziehen fette Wolken ins Landesinnere.

Wir queren die Stormsrivier-Brücke und wenig später biegen wir in die Stichstraße Richtung Meer ab, wo wir etwa um 13:30 Uhr ankommen. Die kurze Wanderung vom Parkplatz zu den Hängebrücken ist landschaftlich sehr eindrucksvoll und kann, wenn man darauf achtet, dass es mitunter etwas rutschig sein kann, von jedermann bewältigt werden. Lediglich das ständige Rauf und Runter über zahllosen Stufen kann vielleicht etwas anstrengend werden. Wir genießen diesen Spaziergang, denn er stellt eine gute Abwechslung an diesem Fahrtag dar.

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Hier steigen die Berge fast direkt aus dem Meer auf und bilden so eine große Barriere ins Landesinnere. Während sich landeinwärts mit der Karoo eine Halbwüstenlandschaft ausbreitet, werden die Wolken hier an der Vorderseits aufgestaut und dementsprechend gibt es hier das ganze Jahr über vergleichsweise hohen Niederschlag. Der Regen trägt dazu bei, dass ein schmaler Streifen üppigen Waldes – einer der letzten „Urwälder Südafrikas“ – entstehen konnte.

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Aus den Bergen fließen zudem einige Flüsse zum Meer, einer davon der Stormsrivier, zu dem wir heute wandern. Die Mündung dieses Flusses ist mit einer langen Hängebrücke überspannt, von der aus man wunderbare Blicke genießen kann.

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Interessant sind auch die von üppigem Grün überwucherten Gesteinsformationen.

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Daneben wurden aber auch noch zwei weitere derartige Brücken errichtet.

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Von den gesicherten Wegen blickt man immer wieder in kleinere Buchten, in denen teils große Schwemmholzmengen liegen, die zeigen, welche Gewalt die Wellen haben, die hier an die Küste treffen…

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Hier gedeihen viele Farne und eine große Zahl verschiedenster Wildblumen. Leider sehen wir heute kaum Vögel, die haben sich aufgrund der Regenfälle wohl tiefer in den Wald verkrochen.

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Direkt vom Parkplatz aus beobachten wir die gewaltige Brandung und die hoch aufspritzende Gischt, während wir an einem Müsliriegel knappern und Wasser trinken – unser heutiges Mittagsmahl.

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Kurz nach 15:00 Uhr fahren wir wieder hoch zur N2 und stoppen dann noch bei der Engen-Tsitsikamma-Tankstelle, um dort einen Cafe-Stopp einzulegen und das Auto wieder aufzutanken. Von hier bis zu unserem Tagesziel Knysna haben wir noch eine knappe Stunde zu fahren.
In Knysna geht es dann noch ein kurzes Stück hinaus zu den Heads, wo unser heutiges Tagesziel, das „Head over Hills“ liegt. Wir haben schon im Vorfeld vereinbart, dass wir dort auch unser Abendessen einnehmen werden. Die Unterkunft liegt wunderschön auf dem östlichen der beiden Felsen, die das Ende der Lagune von Knysna zum Meer hin markieren.

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Gefahrene Tageskilometer: 345
Teil 1824. Jan. 2022
Reisetag 15 (16. August 2021) – Knysna – Oudtshoorn

Die letzte Nacht war perfekt, wir hatten die Türe zur Terrasse geöffnet und das Rauschen des Indischen Ozeans bildete einen gleichmäßigen, dezenten Geräuschpegel im Hintergrund. Die dicke Wolkendecke, die uns gestern durch den Tag begleitet hatte, ist zumindest im Moment wieder aufgelockert, die Temperatur liegt etwas über 10 Grad.
Nach einem ausgiebigen Frühstück wollen wir heute zunächst nach Wilderness weiterfahren, um dort eine kleine Wanderung einzustreuen. Am Nachmittag soll es dann weiter nach Oudtshoorn gehen. Die Fahrtetappe ist heute wieder kurz, sodass wir überall ausreichend Zeit haben werden.

Fazit Head over Hills: Wunderschön gelegenes Hotel auf dem östlichen der beiden „Heads“, jener Berge, die den Eingang zur Lagune von Knysna vom Meer her markieren. Rundum gibt es eine ganze Reihe weiterer Unterkünfte, die über eine steile Auffahrt erreicht werden. Sowohl das Abendessen wie auch das Frühstück sind sehr gut, das Quartier ist akribisch sauber gehalten und bietet viele Annehmlichkeiten (u.a. einen Jacuzzi mit Traumaussicht). Ich habe es leider verabsäumt, diesmal weitere Bilder von der Aussicht vom Hotel zu schießen, sodass ich hier auf zwei „Archivbilder“ zurückgreifen muss… Der Besitzer des Hotels, ein früherer Golfprofi, ist ein großer Weinliebhaber mit einem wunderbaren Weinkeller…

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Am Weg zurück Richtung N2 passiert man ein Marschland, wo man immer mal wieder ganz gut Wasservögel beobachten kann. Wir stoppen hier natürlich und beobachten einen Graureiher (Grey Heron), einen Heiligen Ibis (African Sacred Ibis), einen Löffler (African Spoonbill), einen Säbelschnäbler (Pied Avocet) und einen Stelzenläufer (Black-winged Stilt)

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An der „Waterfront“ halten wir heute nicht, denn am Morgen ist hier ohnehin kaum ein Geschäft offen (und Souvenirs wollen wir keine erstehen) und wir kommen ja geradewegs vom Frühstück, daher ist eine Cafe-Pause auch wenig sinnvoll. Generell ist dies aber ein sehr netter Ort, speziell wenn man im Freien in der Sonne sitzen kann… Damit sich Leser, die Knysna nicht kennen, etwas darunter vorstellen können, zeige ich auch an dieser Stelle zwei „Archivbilder“:

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Über die N2 fahren wir nun weiter in das nur 50 km entfernte Wilderness. Hier gibt es nördlich der Hauptstraße einige größere und kleiner Seen, die sich aus ehemaligen Lagunen gebildet haben. Das Svartvlei ist heute immer noch mit dem Meer verbunden. Wir stoppen jedoch am Birdhide vom Rondevlei, wo die folgenden Bilder entstehen:

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Außer diesem Weißbrustkormoran (White-breasted Cormorant) sehen wir noch eine Teichralle (Common Moorhen) und ein Kammblässhuhn (Red-knobbed Coot).

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Entlang der zahlreichen Wasserläufe gibt es in Wilderness eine ganze Reihe längerer und kürzerer Trails, die durch teils sehr dichte Wälder führen, wo es wiederum einiges zu entdecken gibt.

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Einen Fluss quert man dabei sogar mittels eines interessant konstruierten Flosses. In einem Baum können wir einen Federhelmturako (Knysna Turaco) ausmachen (leider wird das Bild nicht gänzlich scharf…).

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Wir wandern zu einem kleinen Wasserfall, als wie aus dem Nichts die nächste Regenfront heranzieht. Wir treten eilends den Rückzug zum Auto an.

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Leider regnet es sich völlig ein und mit einer Besserung ist auch für die nächsten Stunden nicht zu rechnen. Wir beschließen deshalb direkt nach Oudtshoorn weiter zu fahren, da wir auch hoffen, im Windschatten den Berge wieder mit ruhigerem Wetter rechnen zu können. Bis George folgen wir dazu der N2, um dann auf die N12 abzuzweigen. Die landschaftlich an sich schöne Strecke zeigt sich heute in verschiedenen Grautönen. Kurz vor Oudtshoorn, das rund 70 km nördlich von George liegt, gibt es zumindest eine kurze Regenpause, die wir dazu nützen, einige der schönen Blumen zu fotografieren, die wir neben der Straße schon eine ganze Weile bewundern.

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In Oudtshoorn fahren wir direkt zum Protea Hotel, um dort einzuchecken. Bei diesem Hotel handelt es sich um eine weitläufige Anlage mit einem großen Garten, wo die einzelnen Chalets stehen. Wir erhalten das Häuschen mit der Nummer 6 und können mit dem Auto direkt davor halten – das erweist sich als Glücksfall, denn inzwischen schüttet es wieder wie aus Kübeln…
Wir verbringen eine knappe Stunde im Zimmer, ehe wir zum Checkers fahren, um für die kommenden Tage, an denen wir keine Einkaufsmöglichkeit haben werden, Getränke und Obst einzukaufen. Das Abendessen nehmen wir im Anschluss in der „Grill Factory“ ein, das uns von der Dame an der Rezeption empfohlen worden war. Das Essen schmeckt sehr gut und ist auch extrem günstig. Wir essen Beef-Steak und Salat, dazu trinken wir heute wieder einmal Bier. Auch hier ist es wirklich gespenstisch, wir sind den ganzen Abend über die einzigen beiden Gäste…

Gefahrene Tageskilometer: 164
Teil 1925. Jan. 2022
Reisetag 16 (17. August 2021) – Oudtshoorn – Kagga Kamma

Noch gestern Abend haben wir die Nachricht bekommen, dass unsere vorausgebuchte Erdmännchen-Tour leider entfallen muss, da diese possierlichen Tierchen bei Regenwetter und nassem Boden lieber in ihren Höhlen bleiben… Das bedeutet für uns, dass wir erst um 7:30 Uhr zum Frühstück im Hotel stapfen, immer noch bei Nieselregen und kühlen 4 Grad Celsius. Das Frühstück gestaltet sich eher einfach, aber es ist trotzdem für jeden etwas zu finden.

Fazit Protea Hotel Oudtshoorn: Gut gelegenes Mittelklassehotel; die Chalets sind in einem nett gestalteten Park verstreut und zweckmäßig eingerichtet. Das Preis-Leistungsverhältnis ist sehr gut und für einen Zwischenstopp ist das Hotel daher bestens geeignet. Die Anlage an sich ist sehr sauber.

Von Oudtshoorn geht es bei uns heute zunächst in westlicher Richtung auf der R62 bis nach Calitzdorp. Kurz nach diesem Ort zweigen wir Richtung Norden auf die R323 ab. Ich habe mich während der Vorbereitung zu dieser Reise leider kaum mit dieser Strecke beschäftigt, aber die Fahrt an diesem Tag – auch wenn das Wetter nicht wirklich mitspielte – war eine der ganz großen positiven Überraschungen unserer Reise. Die Landschaft, die uns nördlich des Seweweekspoort Passes plötzlich umgab, ist unglaublich schön. Hier einige der Impressionen – wie bereits erwähnt, leider bei nicht wirklich guten äußeren Bedingungen. Dafür wirken die Formationen umso mystischer...

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Mächtige Felswände ragen links und rechts der Straße auf, dazwischen das satte Grün.

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Die enormen Kräfte der Gebirgsfaltung sind hautnah zu erleben.

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Überall sind in verschiedenen Gelbtönen blühende Pflanzen angesiedelt.

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Die erdige Piste wird immer tiefer und schmieriger, der Allrad unseres Autos ist eine willkommene Unterstützung, andere Fahrzeuge schlittern uns bisweilen entgegen. Als für einen kurzen Moment die Wolkendecke etwas aufbricht, fahren wir auf einen wunderschönen Regenbogen zu…

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Aus den steil aufragenden Felswänden der Swartberge donnern in der Zwischenzeit kleinere Wasserfälle in die Tiefe.

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Gegen 11:20 Uhr haben wir Laingsburg und damit die N1 erreicht, der wir bis Touwsrivier folgen, wo wir unseren Wagen nochmals auftanken und beim Mugg&Bean eine kurze Pause einlegen.
Kurz nach der Ortschaft verlassen wir die N1 wieder in nördliche Richtung auf der R46. Schließlich geht es dann auch noch über die R355 unserem Ziel entgegen. Inzwischen hat auch der Regen geendet und zaghaft versucht die Sonne die Wolkendecke zu durchbrechen.

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Die Schotterpiste Richtung Kagga Kamma, unserem heutigen Tagesziel steigt nun immer steiler an, wir genießen die Aussicht auf die umliegenden Berge.

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Bald setzen die ersten Kalksteinriffe ein und wir stoppen, denn hier kann man nicht einfach vorbeifahren…

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Auch die Blütenpflanzen werden nun immer mehr, unglaubliche Stimmungen, die uns hier geboten werden.

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Wir können es nicht erwarten, Kagga Kamma zu erreichen, denn die Felsformationen werden tatsächlich mit jedem Kilometer, den wir uns annähern noch imposanter.
Kurz nach 15:00 Uhr erreichen wir mit Kagga Kamma jene Unterkunft, in der wir die nächsten beiden Nächte verbringen werden. Für mich wir ein kleiner Traum wahr, denn ich hatte vor vielen Jahren Bilder der Landschaft hier gesehen und mir geschworen, einmal hier herumwandern zu wollen. Nun ist es so weit…
Wir beziehen unser Chalet mit der Nummer 5 und stellen die Koffer ab; länger hält es uns aber nicht im Häuschen. Wir spazieren ein wenig herum, um uns mit der Anlage vertraut zu machen. Direkt hinter unserem Chalet führt ein schön angelegter Pfad zum Swimming Pool, der ebenfalls in dieses Felslabyrinth integriert ist…

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Neben den freistehenden Chalets, die wir gebucht haben, gibt es auch Häuschen, die direkt in die Felsen integriert sind.

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Bald jedoch schnappen wir uns unsere Fotorucksäcke und fahren ein kurzes Stück auf jener Piste retour, auf der wir das Quartier erreicht haben. Hier haben wir bei der Durchfahrt bereits einen imposanten Felsengarten gesehen, wo wir herumspazieren wollen. Obwohl es bereits relativ kühl und vor allem sehr windig ist, sind wir nahezu bis Sonnenuntergang beschäftigt, hier Fotos zu schießen… Die Bögen und Säulen sind einfach nur gigantisch.

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Zwischen den schroffen Felsformationen gibt es eine ganze Reihe wunderbar blühender Pflanzen.

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Erst als die Finger klamm sind und die Sonne langsam aber sicher am Horizont verschwindet, fahren wir zurück zum Hotel. Es ist inzwischen bereits 18:20 Uhr.
Nach dem Abendessen, das wir im Restaurant einnehmen – die Speisen haben wir unmittelbar nach der Ankunft bereits ausgewählt und vorbestellt – unterhalten wir uns noch mit einem deutschen Pärchen, das nach Kapstadt ausgewandert ist und immer wieder im Urlaub hierher in die Berge kommt. Das ist für uns wieder eine nette Abwechslung…

Gefahrene Tageskilometer: 398
Teil 2025. Jan. 2022
Reisetag 17 (18. August 2021) – Kagga Kamma

Als wir aufstehen und einen Blick aus dem Fenster werfen, werden wir mit einer wunderbaren Lichtstimmung begrüßt, die Berge im Westen sind teilweise in Nebel gehüllt, aber auch die Wolkenfetzen der vorbeigezogenen Kaltfront zeichnen dafür verantwortlich.

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Heute bleibt das Auto am Parkplatz stehen, wir werden zu Fuß rund um unsere Unterkunft unterwegs sein… Nach einem guten Frühstück ziehen wir getrennt los – Christian erkundet den 7 km langen Klipbakke Trail und ich halte mich an den 4 km langen Klipspringer Trail. Von der Lodge aus werden zahlreiche Möglichkeiten zu Aktivitäten angeboten, darunter auch Quad Bike Touren, doch die verabscheue ich… mit den lauten, stinkenden Dingern durch die Landschaft, dem kann ich nichts abgewinnen. Ich weiß, das ist Ansichtssache, aber da bin ich schwer zu bekehren… Mir ist ein Fußmarsch alleine immer noch am liebsten.
Dass wir heute getrennt losstapfen, liegt vermutlich auch daran, dass wir nun bereits einige Zeit gemeinsam unterwegs sind – da verspüre ich immer den Drang nach etwas Einsamkeit.
Bereits direkt am Hotel gibt es eine Reihe imposanter Felsformationen und heute kommt hinzu, dass auch Vögel wieder aus ihrem Versteck gekrochen sind. Ein Bokmakiriwürger (Bokmakierie) und eine Kapammer (Cape Bunting) zwitschern munter vor sich hin.

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Der Weg zum Klipspringer Trail führt zunächst quer durch das riesige Hotelareal. Der Einstieg in den Wanderweg ist gut markiert. Von einer Anhöhe geht es zunächst immer leicht bergab in eine Schlucht. Die Felsen sind an einigen Stellen vom Wasser bereits stark abgeschliffen.

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Ein Karoo Heckensänger (Karoo Scrub Robin) zieht meine Aufmerksamkeit auf sich.

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Da es hier in den Swartruggens-Bergen auch zahlreiche Buschmann-Felszeichnungen gibt, bin ich bei höhlenartigen Vertiefungen besonders aufmerksam. Ich möchte ja nichts versäumen…

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Immer wieder sind im Felslabyrinth auch blühende Pflanzen aufzufinden.

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Die Wegmarkierung wird im Laufe der zeit immer lückenhafter und viele Menschen dürften in letzter Zeit hier nicht unterwegs gewesen sein – immer wieder muss ich auch ein kurzes Stück zurücklaufen… langsam aber sicher überkommt mich ein mulmiges Gefühl und stelle mir die Frage, wie sinnvoll dieser Egotrip hier ist.

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Über Stock und Stein und vorbei an Schachtelhalmen führt mich der Weg in eine immer enger werdende Schlucht.

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Nur gelegentlich gibt es die Chance, einen Blick zwischen den Felsen hindurch auf die Umgebung zu erhaschen, um zumindest die Laufrichtung einigermaßen einschätzen zu können…

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Die Felszeichnungen, die ich finde, sind bereits sehr stark ausgebleicht.

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Nach einer gefühlten halben Ewigkeit weitet sich das Tal wieder langsam und ich beschließe hier eine kurze Pause einzulegen. Dazu setze ich mich auf einen kleinen Felsvorsprung und nehme einen Müsliriegel aus der Fototasche, auch ein Schluck Wasser zwischendurch kann sicher nicht schaden.

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Durch „mein Fenster“ genieße ich den Blick auf die bizarre Umgebung. Eine Vierstreifen-Grasmaus (auch Feuchtgebiets-Striemengrasmaus) flitzt zwischen den Steinen umher.

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Auch ein weiterer Bokmakiriwürger lässt sich blicken.

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Auf dem Weg zurück zum Chalet stoße ich noch auf eine ganze Reihe Sukkulenten. Da der immer noch schwer auszumachende Pfad stetig bergauf führt, komme ich nur langsam voran.

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Zurück im Zimmer stelle ich fest, dass Christian noch unterwegs ist – das ist kaum verwunderlich, denn sein Weg ist bedeutend länger und ich habe für meine „4 Kilometer“ ( 🤩 ) schon etwas mehr als drei Stunden benötigt… Wäre interessant, wer diesen Weg ausgemessen hat, oder: Ich war zu blöd den Weg zu finden…
Ich nehme mir einen Stuhl aus dem Zimmer und setze mich vor das Chalet und lasse die Seele baumeln – ein wunderbares Gefühl, das in einer derartig schönen Umgebung tun zu dürfen! Mein e-Reeder kommt ebenfalls zum Einsatz und zwischendurch dürfte ich auch mal kurz entschlummert sein.
Auch vor unserem Chalet tummeln sich einige gefiederte Freunde, vor allem über die Sichtung eines Grünmantel-Bogenflügels (Grey-backed Camarooptera) freue ich mich sehr, denn der ist gewöhnlich eher weiter nördlich zu finden…

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Zudem schwirren Gelbbauchprinien (Karoo Prinia), Bergsteinschmätzer (Mountain Wheatear) und eine weitere Kapammer (Cape Bunting) herum.

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Gegen 15:00 Uhr trifft auch Christian wieder bei Chalet ein, auch er hat ein paar Extrakilometer hingelegt. Wir beschließen nun, den restlichen Nachmittag hier vor Ort zu bleiben, denn auch die kommenden Tage werden wieder mit Wanderungen gefüllt sein…
Im Restaurant trinken wir Cafe und bestellen das Abendessen vor. Am späteren Nachmittag nehmen wir nochmals die Fotoapparate zur Hand, denn die Felsen im Camp werden wunderbar von der Sonne angestrahlt, zudem dürften wir ziemlich Vollmond haben…

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Auch die Linsen des Fotoapparates und das Gehäuse selbst bedürfen mal wieder etwas Pflege, sodass der restliche Nachmittag rasch verstreicht. Um 19:00 Uhr schlendern wir zum Abendessen und genießen die Köstlichkeiten, die der Chef auf den Tisch zaubert. So geht ein weiterer wunderbarer Tag mit eindrücklichen Erlebnissen und Sichtungen zu Ende. Wir freuen uns aber schon auf die Cederberge, die wir morgen erreichen werden…

Gefahrene Tageskilometer: ---

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