100 Tage quer durch das Südliche Afrika

Reisebericht 394 Antworten · 43,5k Aufrufe · gestartet 05. Jan. 2022 von Luigi15
Themenstarter411 Beiträge · seit 201910. Juni 2022 · #361
Fortsetzung Reisetage 93 bis 95 (2. November bis 4. November 2021) – Etosha NP (rund um Namutoni)

Nach diesem grandiosen Vormittag, der ohnehin schwer zu toppen sein wird – und wo es gelungen ist, dass auch meine beiden Reisefreunde einen Leoparden sehen – entschließe ich mich, den Nachmittag über in der Lodge zu bleiben. Meine Freunde wollen nämlich ohnedies einmal einen Gamedrive mit den Fahrzeugen der Lodge und mit deren Guides bestreiten. Da Gamedrives im Preis inklusive sind, ist das selbstverständliche eine gute Idee. Ich breite mich also im Zimmer und im Restaurant aus, während die beiden wieder loslegen. Sie sehen einiges an diesem Nachmittag, aber keine Katzen – das wundert mich irgendwie, denn eigentlich bin ich mir ziemlich sicher, dass die Löwen, die in der Nacht gekillt hatten, sicher nicht verschwunden sein werden…

So legen wir gemeinsam erst am nächsten Morgen wieder los. Pünktlich um 6:15 Uhr stehen wir wieder vor dem Von Lindequist Gate und fahren in den Nationalpark. Es steht nur ein weiteres Auto von einer umliegenden Lodge da, ansonsten wieder einmal gähnende Leere – das ist insofern interessant, als wir im Camp Namutoni keine Zimmer bekommen hatten – „ausgebucht“ war uns mitgeteilt worden. Jetzt bin ich mir sicher, dass das Camp maximal zu einem Viertel gefüllt ist… Aber egal, wir sind nun auch so hier und freuen uns über die grandiose Tierwelt in diesem Park.

Bereits auf dem Weg Richtung Namutoni stoppen wir bei einigen Damara-Dikdiks, diese kleinen Antilopen haben hier ihren Lebensraum.

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Auch heute treffen wir wieder auf eine Hyäne, diese ist aber rasch auch wieder verschwunden.

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Die erste Zeit gestaltet sich überhaupt sehr zäh, es sind kaum Tiere auszumachen. Wir fahren zum Wasserloch von Koinachas – nichts, wir fahren die Schleife bei Doringdraai – nichts und auch in Klein Okevi – Fehlanzeige. Wenn wir wenigstens ein paar Vögel sehen würden… Aber die Tiere, die wir entdecken, sind recht weit entfernt und Fotos lohen sich wirklich. Man merkt einfach, dass wir schon viele gute Bilder haben, wir werden wählerischer!
Die Stimmung im Auto ist trotzdem gut, wir haben uns eigentlich die gesamte Zeit über hervorragend verstanden, Dissonanzen gab es praktisch nicht.

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Ein Gnu trottet neben der Pad und ein Schakal steht recht gut im Licht. Das ist für längere Zeit unsere gesamte Ausbeute.
An der Fisher’s Pan grasen einige Zebras und Gnus und wir sehen eine schöne Gabelracke (Lilac-breasted Roller).

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Hier sehen wir zudem ein Steinböckchen und einige Rußnektarvögel (Dusky Sunbird).

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Am Wasserloch von Chudop, das wir schließlich ebenfalls noch besuchen, sind ebenfalls kaum Tiere zu sehen. Dafür hat sich ein Filmteam ausgebreitet. Ich versuche mit den Damen und Herren ins Gespräch zu kommen, diese sind aber sehr abweisend. Wenigstens gelingt es uns, einige Impala-Böcke und eine Riesentrappe abzulichten.

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Die heiße Mittagszeit verbringen wir heute wieder am Pool in der Lodge und wir kehren erst am Nachmittag wieder in den Nationalpark zurück. Am Vormittag haben wir doch recht viele Kilometer für verhältnismäßig wenig Ausbeute zurückgelegt. Auch das zeigt, wie viel Glück wir bisher bei unseren Gamesdrives hatten!
Den nachmittag starten wir in Klein Namutoni, wo eine Gruppe Weißrückengeier (White-backed Vulture) zusammenkauert. Zudem sind etliche Giraffen am Wasserloch.

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Die Giraffen ziehen sich ein wenig zurück, als eine Hyäne erscheint und direkt auf das Wasser zusteuert.

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Es dauert aber nicht lange, dann wagen sich auch die anderen Tiere wieder heran. Zudem sitzen zwei Raubadler (Tawny Eagle).

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Anschließend fahren wir über Koinachas zurück nach Doringdraai, wo wir zunächst bei einem Springbock und einigen Sträußen anhalten.

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Wir fahren diesen kurzen Loop und sehen tatsächlich einen Löwenkater, der aus dem Busch in die offene Fläche tritt.

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Wir starren nur auf ihn hin und übersehen dabei fast einen zweiten Kater, der sich von der anderen Seite dem Auto nähert.

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Der Kerl tritt direkt an unser Auto heran und schüttelt unmittelbar vor uns seine Mähne…

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Anschließend marschiert er auf den anderen Pascha zu.

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Zusammen lassen sie sich nieder.

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Wir fahren nun nochmals den kurzen Loop ab, in der Hoffnung weitere Raubkatzen ausfindig machen zu können. Wir sehen aber keine Löwinnen oder Jungtiere, wobei wir aber sicher sind, dass es sich um die Gruppe handelt, die zwei Tage zuvor hier ein Gnus gerissen hatte.
Als wir jedoch zu den beiden Löwenkatern zurückkommen, sehen wir, dass sich eine Löwin zu ihnen gesellt hat…

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Die Drei bleiben aber ganz ruhig liegen, wir stehen einige Zeit neben ihnen, aber es tut sich weiter nichts. Vermutlich werden sie hier auf den Einbruch der Nacht warten, um dann wieder zu jagen. So lange können wir aber nicht warten, wir müssen schließlich den Park verlassen. Also fahren wir langsam Richtung Gate zurück, ohne entlang der Strecke weitere wesentliche Sichtungen zu verzeichnen. Wir stoppen lediglich bei einer größeren Gnu-Herde, die sich weiter weg in der Ebene versammelt hat.

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Wir genießen den letzten Abend in der Lodge bei einem guten Glas Wein und freuen uns auf den folgenden Tag im Park, wenn wir von Namutoni über Halali bis nach Okaukuejo fahren werden. Diese Bilder werde ich aber erst in etwa einer Woche posten, denn ich brauche jetzt wieder einmal kurz Urlaub vom Urlaub… Bis bald!
zuletzt bearbeitet 10. Juni 2022
895 Beiträge · seit 201710. Juni 2022 · #362
Dann wünsche ich einen schönen und erholsamen Urlaub und freue mich schon, wenn es weiter geht
Liebe Grüße Makra
Themenstarter411 Beiträge · seit 201910. Juni 2022 · #363
Besten Dank, Makra!
glG und ein erholsames WE
42 Beiträge · seit 202111. Juni 2022 · #364
Auch an dieser Stelle nochmals meinen Dank für deinen wundervollen Bericht.

Umso spannender wenn man manche Tiere wiedererkennt, wie das Mating couple in der Andoni-Ebene. Das haben wir 3 Tage vorher fleißig in Aktion gesehen 😉

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Wir hatten über die Nichte der Filmcrew einen netten Austausch und darüber unser bestes Cheetah Sighting des Etoshas.
109 Beiträge · seit 201623. Juni 2022 · #365
Danke Luigi15,
die Mogothlo Lodge hat uns sehr gut gefallen. Die Gegend ist schön grün und abwechselungsreich. Die Zelte sind in sehr gutem Zustand und abends am Lagerfeuer zu sitzen und den Elefanten, Waterbucks und Vervets am Fluss zuzuschauen war großartig. Am Vortag kam sogar ein Löwenpäarchen vorbei, das wir aber leider verpasst haben.
Zwischen dort und Savuti haben wir auch die Marsh Route genommen und ebenso wenig gesehen wir ihr. Die Strecke ist inzwischen völlig trocken. Allerdings war sie durch die Spurrillen und von Elefanten getretenen Löcher sehr bumpy und wir kamen nur langsam voran. Aber so konnten wir durchgängig im normalen 2x4 Modus sehr spritsparend fahren.
Gruß, NASA
Themenstarter411 Beiträge · seit 201924. Juni 2022 · #366
Hallo Steffen, ich bin jetzt wieder zurück - daher die verspätete Antwort! Das ist immer schön, wenn man in den Reiseberichten Tiere sieht, die man "zuordnen" kann... Freut mich für euch, dass ihr die beiden "in action" gesehen habt, bei uns hat nicht viel gefehlt... Super, dass du dem Bericht folgst!
Beste Grüße, Peter
Themenstarter411 Beiträge · seit 201924. Juni 2022 · #367
Hallo NASA, freut mich, dass es euch in Botswana gut geht - die Mogothlo Lodge und ihre Umgebung sind tatsächlich sehr schön... Weiterhin eine gute Reise, viele tolle Eindrücke, Gruß Peter
Themenstarter411 Beiträge · seit 201924. Juni 2022 · #368
Reisetage 96 und 97 (5. und 6. November 2021) – Etosha NP (Namutoni – Okaukuejo) – Windhoek

Es ist kaum vorstellbar, aber heute steht der letzte „Safaritag“ auf dem Programm – ich habe nicht nachgerechnet, aber es gab bisher eine große Zahl an Tagen in diversen Nationalparks eine unglaubliche Fülle begeisternder Sichtungen. Erst die Aufarbeitung des „Fotoertrages“ bringt ans Licht, wie viele Tiere ich in den letzten Wochen vor die Linse bekommen habe. Natürlich ist auch schon etwas Müdigkeit dabei, wir halten nicht mehr an jedem Tier an – aber dennoch hält auch dieser Tag wieder einige sehr schöne Erlebnisse für uns bereit…

Von der Mushara Lodge, in der es uns übrigens sehr gut gefallen hat, geht es frühmorgens wieder zum Von Lindequist Gate, wo wir wieder die ersten sind, die in den Park rollen. Auch heute hält sich der Ansturm in Grenzen, zwei weitere Autos wollen mit uns in den Park. Westlich von Namutoni sehen wir an der Pfanne eine Vielzahl an Gnus und Zebras. Eine sabbernde Hyäne kreuzt die Pad.

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Wenig später sehen wir zwei Spitzmaulnashörner aus der Pfanne in unsere Richtung marschieren. Diese treffen nun auf zwei Breitmaulnashörner, die Richtung Osten unterwegs sind. Wir sind gespannt, wie sich dieses Nashornmeeting „gestalten“ wird… Auch eine Hyäne schaut den vier Kolossen zu.

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Plötzlich sprinten die Breitmaulnashörner los und jagen auf uns zu – ich starte hektisch das Auto, will sicher nicht der „Stolperstein“ der beiden werden… Diese bremsen sich vor uns ein und jagen in wildem Galopp parallel zur Pad weiter…

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Wir beobachten die beiden einige Zeit und fahren schließlich weiter Richtung Halali, wo wir auf das schwanz- und ohrlose Spitzmaulnashorn stoßen, das schon mehrfach in diesem Forum beschrieben wurde…

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Wir beschließen, die Runde über „Helio“ zu fahren, weil ich dort vermutlich noch nie gestoppt hatte. Diesen Platz zwischen den Bergkuppen unweit von Halali habe ich bisher im links liegen gelassen. Diese Idee entpuppt sich als nicht schlecht, denn dort treffen wir auf ein großes Rudel Löwinnen – zwölf dieser Raubkatzen liegen dort dicht an dicht… Lediglich ein weiteres Auto steht noch herum, sodass wir alle Zeit und Freiheiten haben, diesen Anblick zu genießen…

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Wir sehen uns ein wenig um und entdecken immer mehr Katzen im Gras rundherum.

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Die Tiere sind völlig entspannt und dösen vor sich hin, nur gelegentlich wird der Kopf gehoben…

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Grundsätzlich wird jedoch geschlafen…

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Nachdem wir relativ lange hier stehen, machen wir uns doch auf Richtung Okaukuejo, an Halali fahren wir einfach vorbei.
Wir stoppen kurz bei zwei Riesentrappen (Kori Bustard) und fahren dann weiter an den Pfannenrand bei Salvadora und Sueda, wo wie immer zahlreiche Zebras zur Tränke kommen.

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Der Anblick der zahllosen Streifen vor der unendlichen Weite der Pfanne ist für mich so etwas wie ein Synonym dieses Nationalparks…

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Wir werfen einen letzten Blick zurück auf die Etosha Pfanne und ich weiß, dass ich wieder hierher zurückkehren werde – vielleicht nicht in den nächsten ein, zwei Jahren, aber sicher irgendwann in der Zukunft! Auch eine weitere Hyäne, die wie aus dem Nichtsauftaucht, starrt Richtung Pfanne.

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Wir haben tatsächlich schon so viele Löwen gesehen während unserer Reise, doch an diesem Tag wird das alles nochmals getoppt… unweit des Picknickplatzes treffen wir auf die nächste Gruppe: Vier Löwinnen marschieren neben der Pad dahin… im Hintergrund flimmert das unendliche Weiß der Pfanne.

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Die Löwinnen sind sehr nahe am Auto, trotten neben uns her.

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Sie verschwinden aber schließlich in einem Wasserdurchlass unterhalb der Pad – von der Straße aus sind so unmöglich zu sehen… Mit ein Grund, in diesem Park nie und nimmer das Auto zu verlassen… Da kann es tatsächlich sehr schnell gehen!
Damit lassen wir es bewenden, wir haben im wahrsten Sinn des Wortes „genug gesehen“. Die letzten Tage waren anstrengend, wir wollen in die Lodge fahren und uns dort ein wenig ausruhen. So verlassen wir am frühen Nachmittag durch das Anderson Gate den Park und fahren weiter in die wenig entfernte Gondwana Etosha Safari Lodge, die sich malerisch auf einem Hügel ausbreitet. Von hier aus genießt man den Blick über die großartige Savannenlandschaft südlich des Nationalparks.

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Wir ruhen uns aus und sortieren unsere Ausrüstung, den Abend verbringen wir auf der Terrasse vor dem Restaurant gemeinsam mit einer lärmenden Gruppe Franzosen… Einige der Reisenden legen ihre verschwitzten Füße auf den Tisch, dazu wird mächtig getrunken und laut diskutiert – wir halten es nicht lange aus und verzichten auf Bilder vom Sonnenuntergang…
Am nächsten Morgen verlassen wir nach dem guten Frühstück die Lodge, wir haben einen langen Fahrtag vor uns. Wir müssen zurück nach Windhoek, um dort einen weiteren PCR-Test für die darauffolgende Ausreise nach Südafrika abzulegen…

Fazit Gondwana Etosha Safari Lodge: Bei einem Aufenthalt in dieser Lodge macht man nichts verkehrt. Der solide Service der Gondwana-Lodges ist auch hier gegeben, die Zimmer sind geräumig und sauber, alle Chalets entlang eines Hügelkammes angeordnet. Zwei Pools bieten Abkühlung, das Restaurant ist schmucklos und eher „hallenartig“, das Essen dafür sehr lecker. Wenn man im Park keinen Platz findet, oder vielleicht am Vorabend nicht mehr direkt in den Nationalpark fahren möchte, dann ist nichts verkehrt, hier zu nächtigen…

Über Outjo und Otjiwarongo fahren wir auf der sehr langweiligen B1 immer in südliche Richtung. In Okahandja stoppen wir kurz im Cafe am Holzschnitzermarkt, aber wir wollen alle drei die Strecke möglichst rasch hinter uns bringen, sodass wir bald wieder aufbrechen. Kurz vor 14:00 Uhr sind wir zurück in Windhoek, wo wir direkt zur Casa Piccolo fahren, die uns inzwischen bereits vertraut ist. Dort beheben wir die bereits vorbereiteten Papiere für die Testung und fahren gleich anschließend in die Independence Avenue, um uns dort dem Test zu unterziehen. Alles läuft schon sehr routinemäßig ab.

Nach der Testung fahren wir nochmals zur Heinitzburg, um dort einen abschließenden Cafe zu trinken. Beim letzten Besuch hat uns der Starkregen mit Hagel vertrieben, diesmal sitzen wir auf der Terrasse und genießen den Blick über die Stadt.

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Von hier aus erkennt man sehr gut die Beckenlage der Stadt, man sieht aber auch, dass die Besiedelung rasant zunimmt und immer mehr Hügel verbaut werden. Auf einen Besuch im Stadtzentrum verzichten wir, wir genießen die Ruhe in unserem Quartier.
Am Abend fahren wir in das nahegelegene Restaurant „Stellenbosch“ wo wir vorzüglich speisen. Dieses Restaurant ist tatsächlich ausgezeichnet und hält den guten Kritiken im Internet stand.

Gefahrene Tageskilometer: 216 / 407
zuletzt bearbeitet 24. Juni 2022
Themenstarter411 Beiträge · seit 201928. Juni 2022 · #369
Reisetage 98 und 99 (7. und 8. November 2021) – Windhoek – Kalahari Game Lodge

Nach dem Frühstück, das auch heute wieder hervorragend schmeckt, brechen wir auf Richtung Rehoboth. Wir verabschieden uns von Claudia und ihrem Team, das uns mehrfach in dieser Zeit hervorragend betreut hat. Nicht nur die nette, preisgünstige Pension, die sie sehr umsichtig betreibt, sondern vor allem auch die außergewöhnliche Unterstützung bei der Administration unserer PCR-Tests möchte ich explizit nochmals hervorheben. Wir haben uns sehr wohl gefühlt und ich werde gerne wieder kommen…

Für uns steht heute ein langer Fahrtag an, wir wollen uns beim Fahren wieder abwechseln und die Strecke einfach „hinter uns bringen“. Wir fahren dazu zunächst auf die B1, der wir über Rehoboth und Kalkrand bis nach Mariental folgen. Hier betanken wir das Auto nochmals, ehe es über die Pad weiter geht. Die Landschaft ist ausgebrochen schön und ich frage mich eben, weshalb es davon kein Foto gibt – vermutlich ist bereits eine Art Sättigung eingetreten… Jedenfalls sind wir sehr angetan vom Rundherum, meine beiden Freunde stoppen auch das eine oder andere Mal. Ich gehe dabei immer rund um das Auto – das habe ich mir einfach angewöhnt… Bei einem dieser Stopps erkenne ich, dass das rechte Vorderrad etwas weniger Reifendruck haben dürfte. Zur Vorsicht nehme ich den Kompressor heraus und prüfe den Druck. Wie sich herausstellt, fehlt doch einiges, also wird der Reifen zunächst aufgepumpt. Wir fahren rund 15 km weiter und ich stoppe, um den Reifen ein weiteres Mal zu kontrollieren, mir gefällt auch das Fahrverhalten des Autos nicht… Der langen Rede kurzer Sinn: Wir müssen den ersten (und letzten) Reifenwechsel durchführen. Das Prozedere ist ja nicht so ganz einfach, denn ein Landcruiser ist doch schwer, auch der Reifen, der neu aufgezogen wird, hat ein ordentliches Gewicht. Da müssen wir nun Schwerarbeit in der Hitze des frühen Nachmittags verrichten.

Eigentlich hätten wir einen Gamedrive für den späteren Nachmittag in der Lodge vorreserviert gehabt – daraus dürfte nun aber nichts werden…. Das Rad ist nach einer guten halben Stunde gewechselt, alles wieder im Kofferraum verstaut. Die Arbeitshandschuhe, die ich extra für diesen Zweck mitgenommen hatte, habe ich nicht übergestreift – warum, weiß ich bis heute nicht…

Wir fahren also nun weiter zur Lodge und beziehen die beiden Chalets „Steenbock A und Steenbock B“, die etwas abseits des Restaurants und der daran angeschlossenen Rezeption liegen. Wir sind zusammen mit einem deutschen Pärchen die einzigen Gäste, lediglich zum kleinen Swimmingpool kommen am späteren Nachmittag zwei Familien aus dem etwas entfernt gelegenen Campingplatz angetrabt. Die Kinder haben ihren Spaß, wir sitzen dagegen im Schatten und schlürfen Rock Shandy. Den Gamedrive sagen wir ab, das stellt aber kein Problem dar…

Die Landschaft rund um die Lodge ist beeindruckend, ständig kommen Springböcke oder Oryx-Antilopen zur Tränke. Die malerische Landschaft der Kalahari mit ihren roten Sanddünen und den großen Akazien entlang der Trockenflüsse bestimmt das Bild. Gelegentlich huscht ein Buschhörnchen vorbei. Auch die Mahali-Weber (White-browed Sparrow Weaver) sind allgegenwärtig.

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Lange Zeit beobachte ich einen Wiedehopf (African Hoopoe), der in einem Baum vor der Rezeption seine Jungen füttert. Ständig flattert er vorbei, um neues Futter anzuschleppen.

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Gegen Abend marschiere ich nochmals zurück zu unserem Chalet, denn mit der sinkenden Sonne wird es bald recht kühl, ich hole mir einen Pullover. Die Lichtstimmung ist inzwischen sehr schön, ich bin begeistert vom Zauber der Landschaft.

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Unter dem Dach unserer Chalets brüten einige Schwalben (?).

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Das Abendessen schmeckt vorzüglich und danach tauschen wir uns noch kurz mit dem deutschen Ehepaar aus, das am darauffolgenden Morgen auch am angebotenen Gamedrive der Lodge teilnehmen wird. Nach einem schnellen „Absacker“ marschieren wir zurück zu unserer Unterkunft und verbringen eine herrliche Nacht mit angenehmen Temperaturen und absoluter Stille…

Der Gamedrive führt uns noch vor dem Frühstück in ein abgeschlossenes Revier, das durch einen hohen, gesicherten Zaun vom Rest der Lodge getrennt ist. Gewaltige Webervogelnester hängen an den Bäumen und hin und wieder sehen wir Oryx-Antilopen.

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Wir durchfahren Salzpfannen, die zwischen den Dünenkämmen eingeschlossen sind und stoppen bei einer kleinen Leopardschildkröte.

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Auch eine riesige schwarze Schlange sehen wir gerade noch, doch das Reptil zieht sich sofort zurück, sodass wir den Kopf nicht erkennen können.

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Unser Hauptaugenmerk gilt aber nochmals den Löwen, denn im Revier sind zwei Rudel dieser Raubkatzen unterwegs. Nach längerer Suche treffen wir tatsächlich auf einen Löwenkater, der mit fünf Löwinnen umherstreift. Es ist ein besonderes Erlebnis, diese Großkatzen in dieser Landschaft zu sehen.

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Eine Löwin ist sehr aktiv, sie läuft ständig die Dünen rauf und runter.

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Der Rest des Rudels hat sich inzwischen einen Schattenplatz gesucht.

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Der mächtige Kalahari-Löwe mit seiner schwarzen Mähne döst ebenfalls vor sich hin.

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Als wir uns weiter annähern, heben die Katzen wenigstens die Köpfe.

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Lange sind wir aber nicht interessant, dann senkt auch der Kater an Ort und Stelle wieder sein mächtiges Haupt.

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Wir stoppen hier eine Weile und beobachten die wunderschönen Tiere aus nächster Nähe – mit Sicherheit unsere letzten Löwen in diesem Urlaub…
Auf der Rückfahrt zur Lodge fotografieren wir noch ein Steinböckchen und einige Giraffen, die ein Neugeborenes in ihrer Gruppe mitführen.

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Den Rest des Tages verbringen wir nochmals rund um die Lodge, wir genießen es, einfach auch mal wieder ein Buch zu lesen oder mit einem Cafe oder einem Rock-Shandy im Schatten zu sitzen. Nach der langen Fahrt des Vortages ist es wichtig, einen Tag der Erholung einzustreuen.

Gefahrene Tageskilometer: 566 / 0
zuletzt bearbeitet 28. Juni 2022
Themenstarter411 Beiträge · seit 201929. Juni 2022 · #370
Reisetage 100 bis 103 (9. bis 12. November 2021) – Kalahari Game Lodge – Upington – Vryburg – Wien

Wir wissen, jetzt wird es schnell gehen. Im Endeffekt steht lediglich noch die Rückfahrt nach Johannesburg am Programm. Dafür liegt aber noch eine relativ lange Wegstrecke vor uns, die wir in drei Etappen zurücklegen wollen. Die erste Hürde müssen wir gleich am heutigen Tag nehmen: Bis 12:10 Uhr müssen wir den Grenzübergang in Ariamsvlei zu Südafrika passiert haben, denn dann läuft (strenggenommen – und wir wissen natürlich nicht, wie streng das genommen wird) unser in Südafrika 72 Stunden lang gültiger PCR-Test aus Windhoek ab. Das bedeutet für uns, dass wir bereits kurz vor 5:00 Uhr morgens zurück auf der Pad sind. Wir planen zeitlich einen Reifenwechsel ein, man kann ja nie wissen…

Wir bekommen an diesem Tag also auch kein Frühstück, haben uns gestern nach dem Abendessen aber einige Kleinigkeiten für Zwischendurch aus der Küche mitgenommen.

Fazit Kalahari Game Lodge: Die Lodge liegt in einer traumhaft schönen Landschaft – genau so stellt man sich die Kalahari vor. Leider ist hier – wenn der Grenzübergang bei Mata Mata in den Kgalagadi NP geschlossen ist – eine Sackgasse, die es der Lodge auch schwer machen dürfte, überhaupt zu überleben, sollte dieser Umstand beibehalten werden. Wir haben uns hier sehr wohl gefühlt, das Essen ist vorzüglich, die Chalets sind geräumig und sehr sauber. Der Gamedrive war gut, aber einen zweiten würden wir nicht unbedingt machen wollen.

Wir folgen zunächst dem Auobrivier in nordwestlicher Richtung. In diesem Streckenabschnitt kommen wir nur relativ langsam voran, denn es sind sehr viele Tiere auf der Straße: Steinböckchen, Löffelhunde und sogar ein Pangolin können wir ausmachen. Leider gibt es keine Möglichkeit für ein Foto… Langsam beginnt die Dämmerung einzusetzen und mit jeder Minute wird die Sicht besser! Wir tasten uns also vorwärts, machen aber doch etwas Strecke. Über die D511 geht es weiter Richtung C17, die uns nach Koes bringt, von wo wir weiter nach Keetmanshoop fahren. Die Pads, die wir auswählen, sind in einem erstaunlich guten Zustand, das hilft natürlich.
Kurz vor Keetmanshoop fahren wir am Spielplatz der Riesen und am Köcherbaumwald vorbei – hier müssen wir kurz anhalten, das Morgenlicht ist einfach zu schön, um nur durchzurasen, außerdem tut es gut, sich die Beine ein wenig zu vertreten.

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In Keetmanshoop erreichen wir wieder die Asphaltstraße und von da weg geht es dann zügig voran. Wir erreichen die Grenze in Nakop um kurz vor 11:00 Uhr, wir haben also ausreichend Zeit. Der Übertritt nach Südafrika verläuft unproblematisch, es sind zudem kaum Autos oder LKWs vor Ort, sodass wir sofort abgefertigt werden. Das Theater bei der Einreise nach Namibia an diesem Grenzübergang ist aber selbstverständlich nochmals Gesprächsthema…

Der rasche Grenzübertritt bedeutet andererseits aber auch, dass wir kurz nach Mittag in Upington, unserem heutigen Tagesziel, eintreffen. Wir fahren zunächst in die Mall, um uns dort ein „verspätetes Frühstück“ zu gönnen. Die Kalahari-Mall ist sehr gut sortiert, hier kann man alles einkaufen und es gibt auch einige nette Cafes und Restaurants, zumeist jedoch fast Food Läden… Wir bleiben etwas sitzen, es gibt keinen Grund mehr zur Hektik, denn wir haben schon viel geschafft, wir sind zumindest wieder zurück in dem Land, aus dem wir abfliegen werden…

Anschließend geht es wieder zum Waterfront Guesthouse, wo wir bereits auf der Hinfahrt Station gemacht haben. Sieglinda und ihr Mann sind gute Gastgeber und ein Aufenthalt am Ufer des Oranje immer sehr nett. Fotos fehlen diesmal, die wurden von mir bereits auf der Hinfahrt eingestellt.
Am Abend gibt es einen wunderbaren Braai und wir fallen vollgegessen und glücklich in die Federn… Das böse Erwachen folgt aber auf den Fuß…

Am nächsten Morgen möchte ich unseren Kühlschrank im Autos ausräumen und betrete mit dem Parkplatz ein Schlachtfeld. Während der Nacht haben Diebe alle Autos aufgebrochen. Eines dieser Autos hatte IT-Zubehör geladen und der gesamte Wageninhalt ist quer über den Platz verstreut. Hier hatte jemand tatsächlich gewütet. Auch zwei Polizisten sind bereits vor Ort und beginnen damit, die Daten aufzunehmen. An unserem Auto ist Gott sei Dank kein nennenswerter Schaden entstanden, lediglich das Vorhängeschloss an der hinteren Türe ist aufgebrochen und der Kühlschrank im Wageninneren ist leer – eine halbe Flasche Whiskey und eine große Flasche Cola sind weg, das können wir verschmerzen. Das Bier haben wir am letzten Abend ja noch selbst getrunken… ansonsten sind auch – im Gegensatz zu den anderen Autos – die Fenster nicht eingeschlagen. Wir hatten wohl Glück im Unglück…
Während des Frühstücks werden unsere Daten erhoben und man verspricht uns, den Unfallbericht zukommen zu lassen – bis heute habe ich keinerlei Unterlagen erhalten!

Anschließend geht es für uns zurück Richtung Johannesburg, wir fahren zunächst nach Kathu, wo wir im Mugg & Bean wieder eine kurze Pause einlegen. Zudem wollen meine beiden Freunde die riesigen Bulldozer sehen, die in der Kupfermine arbeiten. Einiger der gewaltigen Fahrzeuge sind ausgestellt. Anschließend geht es weiter nach Kuruman und von dort nach Vryburg, wo wir das Auto nochmals auftanken.
Wir nächtigen außerhalb von Vryburg in der Morakane Safari Lodge, wo wir die einzigen Gäste sind.
In der Lodge gibt es ein schön angelegtes Wasserloch, an dem sich den ganzen Nachmittag über immer wieder Tiere zum Trinken versammeln. Hier beobachten wir Elenantilopen, Büffel und Nyala.

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Darüber hinaus sind auch viele Vögel anzutreffen.

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Das Abendessen, das ausgezeichnet schmeckt, nehmen wir direkt in der Lodge ein. Die Lodge erweist sich als gut geeigneter Platz für einen Zwischenstopp, die Chalets sind sehr geräumig und sauber. Wir fühlen uns sehr wohl. Dass es sich eigentlich auch um eine Jagdfarm handelt, merkt man dagegen an den vielen ausgestopften Tieren im Restaurantbereich – dieser Anblick ist doch etwas gewöhnungsbedürftig…

Nach dem Frühstück verlassen wir unser letztes Quartier und fahren schließlich über Klerksdorp und Wolmaransstad weiter nach Johannesburg, wo wir direkt bei Bushlore unser Auto zurückgeben. Da das Bushlore Depot nördlich der Stadt liegt, werden wir von einem Fahrer zum Flughafen gebracht. Jetzt geht alles sehr schnell, wir trennen uns von unserem liebgewordenen fahrbaren Untersatz, der sich wieder als sehr zuverlässig herausgestellt hat. Ich bin froh, wieder unfallfrei durch die wunderbaren Länder im Süden Afrikas gereist zu sein. In der Lounge genießen wir noch das ein oder andere Glas Wein, ehe wir dann am Abend mit Swiss nach Zürich abheben. Der Anschlussflug am nächsten Morgen verläuft ebenso pünktlich wie der Langstreckenflug, sodass wir pünktlich in Wien landen.
Aufgrund des günstigen Upgrades in die Business-Class wird der lange Flug auch etwas angenehmer, ich habe genügend Platz und vor allem auch die Gelegenheit, zwischen Zürich und Wien die wunderbaren schneebedeckten Alpengipfel zu bestaunen. Zum Landeanflug nach Wien nehme ich nochmals meine Kamera zur Hand und knipse einige Bilder zwischen dem Stift Melk, das sehr schön an der Donau liegt und Wien. Da der Landeanflug direkt über die Wiener Innenstadt erfolgt, gibt’s auch davon einige Bilder!

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Ich möchte mich an dieser Stelle bei den zahlreichen Leserinnen und Lesern dieser Zeilen bedanken – ich hoffe, dass ich einige Anregungen geben konnte und dass es nicht langweilig war, mich auf dieser langen Bilderreise zu begleiten! Vielleicht gibt es wieder einmal einen Reisebericht – für den kommenden Sommer ist eine Reise durch Uganda geplant, der afrikanische Kontinent lässt mich ja nicht los… Alles Gute, bleibt gesund, Peter

Gefahrene Tageskilometer: 710 / 439 / 382
zuletzt bearbeitet 29. Juni 2022
2'191 Beiträge · seit 201629. Juni 2022 · #371
Hallo Peter,

och, jetzt sind die 100 Tage vorbei. Gerne wäre ich weitere 100 Tage mit Dir gereist.

Aufgebrochene Auto's sind sicherlich ein Schock. Die Einbrecher hätten ja auch in Eure Zimmer einbrechen können. Das mag man sich gar nicht vorstellen.

Es freut mich, dass Du im Sommer Uganda bereisen willst. Wir waren letztes Jahr dort. Und über einen Reisebericht freue ich mich umso mehr.

LG

Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
6'152 Beiträge · seit 200629. Juni 2022 · #372
hallo Peter,
ja auch 100 Tage gehen einmal zu Ende - ich bin sehr gerne mitgereist , Du hast Einblicke gewährt in Familie und Freunde, das war sehr spannend, hast Dir tolle Unterkünfte gegönnt, viel Abwechslung durch verschiedene Länder und Landschaften, na ja ich kann ja gönne, die tollen Tiererlebnisse - Katzen in jeglicher Form ohne Ende - unvergesslich die traumhaften Tierbilder 😛 wie sagt man so schön es war einfach Spitze - und grosses Kino. Geniese den Sommer in Wien, bleib gesund bis zum nächsten Reisebericht grüsst sehr herzlich
Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
zuletzt bearbeitet 29. Juni 2022
2'844 Beiträge · seit 201129. Juni 2022 · #373
Hallo Peter,

ganz herzlichen Dank für die Mitnahme auf 100 Tagen durch Afrika.
Und ja - Deine Reise hat mich doch gleich inspiriert… Danke für die Anregungen und Hilfe.
Wie schade, dass auf der Zielgeraden noch etwas passiert, muss man nicht haben.
Aber - mir fehlt ein Fazit: hast Du die Sichtungen in einer Statistik erfasst,
wie empfandest Du die laaange Safari-Zeit? Kommt nicht irgendwann ein “ Sättigungsgefühl”?
Meine Bewunderung übrigens für die stete frühmorgendliche Abfahrt- ich liebe Lodge-Frühstück….
Und- gibt es einen Sichtungs-“ Magneten”? Den musst Du dabei gehabt haben…. unglaublich viele, schöne, Begegnungen hattest Du.

Dann also auf zu neuen Regionen- ich bin gespannt.
Sonnige Grüße aus dem Norden
Christina
547 Beiträge · seit 201729. Juni 2022 · #374
Hallo Peter,

ich möchte dir ebenfalls für deinen Bericht und die wunderschönen Fotos danken 😘

Es hat mir viel Freude bereitet, dich auf deiner außergewöhnlichen Reise begleiten zu dürfen, wie du bereits erwähntest, wann hat man schon die Gelegenheit 100 Tage am Stück als Berufstätiger verreisen zu können. Ganz sicher werde ich deine Tour für mich abspeichern in der Hoffnung, mir hier in einigen Jahren Anregungen holen zu können, wenn auch wir endlich mal länger als 2 1/2 Wochen am Stück unsere Köfferchen packen können 😉

In der Zwischenzeit freue ich mich auf weitere Reiseberichte aus deiner Feder. Nochmals vielen Dank und liebe Grüße

Kordula 🙂
102 Beiträge · seit 201829. Juni 2022 · #375
Hallo Peter,
wow! Das war ja ein Marathon der Bilder und Erlebnisse.
Ich kann nur einen ganz lieben Dank an dich senden dafür, dass du diese vielen Eindrücke mit uns geteilt hast.
Ich habe deinen Bericht jederzeit gerne verfolgt!
Liebe Grüße
Birgit
Reisebericht 2019: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298848-namibias-trockener-sueden-april-2019.html Instagram: https://Instagram.com/leo19.62
Themenstarter411 Beiträge · seit 201930. Juni 2022 · #376
Hallo Gabi, vielen Dank für die Rückmeldung! Weitere 100 Tage reisen wäre schwierig gewesen - es kehrt dann doch ein gewisses Sättigungsgefühl ein! Die Situation mit dem aufgebrochenen Auto will ich gar nicht weiterdenken - aber wir müssen uns als Reisende immer bewusst sein, dass so etwas passieren kann - leider (und ggf. auch bei uns zuhause).
Ich freue mich inzwischen auch schon auf Uganda - vielleicht folgt dazu auch ein Bericht, jetzt ist aber erst einmal Schluss mit Schreiben! Dir auch einen schönen Sommer, alles Liebe, Peter
Themenstarter411 Beiträge · seit 201930. Juni 2022 · #377
Guten Morgen, Hanne! Vielen Dank auch dir für deine tolle Rückmeldung und dafür, dass du mitgereist bist. Die Eindrücke sind es, die so nachhaltig wirken und die zahlreichen Erlebnisse, die man dann vielleicht nie mehr vergisst. Reisen ist eine Passion und wenn man einmal infiziert ist, kann man auch schwer loslassen. Uns alle hier im Forum vereint die Leidenschaft, diese unglaublich facettenreichen Landschaften im Südlichen Afrika erleben zu dürfen... Katzen gab es diesmal tatsächlich sehr viele, ich habe keine genaue Aufstellung darüber gemacht, aber es waren sicher über 200 Löwen... Glück gehört da eben auch immer dazu.
Ich wünsche auch dir einen wunderbaren Sommer, alles Gute, Peter
Themenstarter411 Beiträge · seit 201930. Juni 2022 · #378
Guten Morgen, Christina!
Zunächst auch dir persönlich nochmals vielen Dank für deine Kommentare, die du zwischenzeitlich eingeworfen hast u nd es freut mich, dass ich Anregungen für eure Reisen liefern konnte - so soll es sein...
Du fragst mich nach einem Fazit - das ist nicht ganz so leicht, vielleicht habe ich mich deshalb darum gedrückt und "vergessen" eines anzufügen!
Nun ja, mehr als 100 Tage unterwegs zu sein - das ist eine lange Zeit. Zunächst hatte ich wahnsinnig viel Glück, denn ich hatte (bis auf eine leichte Schürfwunde) keinerlei gesundheitliche Probleme - das ist am wichtigsten, wenn man im Ausland unterwegs ist. Wer will schon bei Ärzten sitzen oder gar im Krankenhaus... Auch mit den Autos hatten wir unglaubliches Glück, keine Panne in all der Zeit und nur einen kleinen Crash zwischendurch, der sich aber amikal lösen ließ...
Während dieser langen zeit gibt es zwangsläufig Gemütsschwankungen, man kann nicht jeden Tag lustig und heiter durch die Welt laufen - das ist dann mitunter schwierig für die jeweils Mitreisenden... Ich war aber immer mit Personen unterwegs, die mich gut kennen, die mich in manchen Situationen also auch richtig einschätzen... Es ist lange her, dass ich eine so lange Zeit am Stück unterwegs war, dementsprechend ist zwischenzeitlich auch durchaus so etwas wie "Reisemüdigkeit" aufgetreten - aber ich habe mich dann durchgekämpft und letztendlich jeden einzelnen Tag auch sehr genossen.
Anfangs habe ich eine Statistik geführt, wie viele Tiere ich gesehen habe - irgendwann ist mir das dann aber "belanglos" vorgekommen - denn es zählt mMn nicht die Häufigkeit der Sichtung, vielmehr ist die Qualität dafür verantwortlich - was helfen mir fünf Leoparden hinter einem Busch? Gut für die Statistik, aber im Endeffekt sinnlos... Ich hatte einige Erlebnisse, die ich im Bericht nicht erwähnt habe, vor allem auch in Zusammenhang mit Tieren, Situationen, die ich "versemmelt" habe. Ein Beispiel: Drei Autos stehen im Kruger NP bei einer Hyäne und beobachten das Tier (das noch dazu relativ schwer zu sehen war) beim Fressen. Ich komme vorbei und denke mir, was müssen die bei dieser Hyäne stehen - das ist doch sinnlos... wenig später läuft genau diese Hyäne mit einem toten Leoparden im Maul über die Straße... großes Kino, nur ich war nur am Rand dabei. Daraus habe ich viel gelernt (Arroganz ist im Busch nicht angebracht)... Ja, es gab viele Momente, die sehr speziell waren - erst mit einer gewissen Distanz kann ich alles richtig einschätzen.
Dass ich (nahezu) jeden tag schon früh auf war, das ist für mich kein Problem, ich bin das gewohnt, das ist der Alltag im Berufsleben, weil ich eine relativ lange Anfahrt zu meinem Job habe. Außerdem habe ich immer eine gewisse "Angst" etwas zu versäumen... Ich sollte es aber langsam lernen, sitzen zu bleiben und in Ruhe zu frühstücken - das mache ich übrigens sehr gerne in Italien, dort bin ich ja auch häufig unterwegs.... also ich kann das, wenn es sein soll 😄
Einen "Sichtungsmagneten" hatte ich nicht im Gepäck - vielleicht hat den aber jemand dazugeschummelt und ich wusste nichts davon - Fakt ist, ich hatte extrem viel Glück - ich weiß das durchaus einzuschätzen und dafür bin ich auch sehr dankbar. Ich bin mir inzwischen aber auch ziemlich sicher, dass es so etwas wie "einen flow" durchaus gibt - im Negativen wie im Positiven. Ich war die meiste Zeit in einem positiven flow und bin dadurch von einer tollen Sichtung in die nächste gestolpert. Ich hatte aber auch schon das Gegenteil - Besuche im Etosha Np oder im Kruger NP mit kaum Sichtungen... Ich kenne auch das andere Extrem!
Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich die Erfahrung nicht missen möchte, ich mich jetzt aber auch schon wieder auf meine "ganz normale" Arbeit freue, freue, wieder ins Büro zu den Kolleg*innen zu können - ein Jahr Auszeit ist genug!
Ich wünsche dir einen wunderschönen Sommer, alles Liebe, Peter
608 Beiträge · seit 202030. Juni 2022 · #379
Hallo Peter!

Wann immer es meine Zeit erlaubt habt, habe ich hier hereingeschaut und voll Interesse Deinen Bericht gelesen und mit großer Begeisterung Deine Fotos angesehen! Viele tolle Anregungen nehme ich für mich mit und sage daher: vielen, vielen Dank für die vielen Infos und die wundervollen Bilder!

LG!
5'049 Beiträge · seit 201430. Juni 2022 · #380
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Die Auswahl für das Danke-Bild ist mir unheimlich schwer gefallen – eigentlich hätte ich für jeden Reiseabschnitt eins machen müssen. Stellvertretend für all die genialen Tier- und Landschaftsaufnahmen, hat es letztendlich die Elefantenspitzmaus geschafft.

Ich freue mich jetzt schon auf deinen Bericht über Uganda!

Liebe Grüße
Konni
Link zu Reiseberichten: http://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/286619-reiseberichte-linksammlung-daxiang.html