Nach dem Mittagessen bleiben wir noch am Pool sitzen und genießen die herrliche Aussicht auf den Chobe-Fluss. Die Chobe Safari Lodge ist sehr schön gelegen, im Schatten der hohen Bäume zu sitzen und auf den Fluss zu starren, kann durchaus entspannend, zumindest jedoch entschleunigend sein. Hin und wieder stakst ein Mokoro vorbei, gelegentlich springt ein Fisch auf oder ein Graufischer stößt ins Wasser. Wir trinken unseren obligaten Cafe und schmieden Pläne für die kommenden Tage. Das PCR-Testergebnis ist ebenfalls schon eingetroffen, wir haben das direkt an die Rezeption des Hotels schicken lassen. Das hat gut funktioniert, wir haben die entsprechenden Ausdrucke bereits behoben, einer Rückkehr nach Namibia steht soweit nichts im Wege. Die Lodge ist bei weitem nicht voll belegt, es sind zwar doch einige kleinere Gruppen und einige Pärchen unterwegs, aber von der Hektik der Vor-COVID-Zeit sind wir noch weit entfernt. Auf dem Fluss sieht man zudem kaum Boote. Kurz nach 14:00 Uhr gehen wir zurück zu unseren Rondavells, um die Kamera-Taschen zu holen. Wir wollen schließlich den Nachmittag im Chobe NP entlang der Riverfront verbringen.
Die Fahrt von der Lodge hoch zum Parkeingang dauert nur wenige Minuten, wir füllen das obligate Buch aus und dann können wir auch schon loslegen, wir sind sehr darauf gespannt, was uns vor die Linsen kommen wird… Im östlichen Bereich des Chobe NPs gibt es ein „Einbahnsystem“, man fährt also zunächst kurz nach dem Parkeingang direkt hinunter zum Chobe-Fluss, um diesem ein längeres Stück zu folgen. Eine kleinere Gruppe Elefanten kommt da schon vom Wasser entgegen.
In der Flussniederung weiden Impala und eine Giraffe trinkt aus einem kleinen Tümpel.
Das Licht ist leider noch sehr grell, aber das wird nun sicher von Minute zu Minute besser werden. Außerdem sind sehr wenige Autos unterwegs, am Eingang war nur ein weiterer Landcruiser. Wir kommen dann auch schon zu den nächsten Elefanten, diese stehen im Wasser und saufen. Auf der gegenüberliegenden Insel sind viele Flusspferde zu erkennen. Langsam zieht die kleine Herde wieder vom Wasser ab, die Tiere spazieren friedlich an uns vorbei.
An einer Schlammpfütze wird ein Stopp eingelegt, Kosmetik ist angesagt!
Dann geht es aber interessanterweise wieder zurück zum Wasser…
Wir fahren dem Fluss ein kurzes Stück entlang, da sehen wir eine Rappenantilope, die ebenfalls aus einer kleinen Pfütze trinkt.
Als wir stoppen, scheut das stattliche Tier aber auf und läuft Richtung Fluss davon.
Gleich darauf treffen wir auch die nächste Herde von Elefanten, auch diese Tiere sind mit Hautpflege beschäftigt.
Ein Elefant kühlt sich im Wasser ab, gelegentlich ist er vollständig untergetaucht.
Die Zahl der Elefanten in der Flussniederung ist sehr hoch, es gibt kaum einen Platz, wo nicht einige zusammenstehen. Wir können die Tiere sehr gut beobachten.
In einem Baum sitzt ein mächtiger Schreiseeadler (African Fish Eagle).
Zwei Rotschnabelfrankoline (Red-billed Spurfowl) stochern in den Dungballen der Elefanten herum.
Ein Stück fahren wir nun direkt am Fluss entlang, dabei sehen wir einen weiteren Klaffschnabel und einen Nimmersatt.
Zudem sehen wir ein Krokodil recht nahe an der Pad. Das geöffnete Maul wir sofort wieder geschlossen, als wir stehenbleiben.
Ein Blaustirn-Blatthühnchen (African Jacana) huscht ebenfalls vorbei.
Etwas weiter entfernt tauchen ein paar Büffel auf, Flusspferde weiden und ein weiterer Nimmersatt fliegt über uns hinweg.
Weiter am Fluss entlang treffen wir nochmals auf Giraffen: Eine Gruppe dieser Tiere marschiert den Fluss entlang an uns vorbei und wir können sie gut beobachten.
Ein Graufischer (Pied Kingfisher) sitzt auf einer Wurzel am Wasser.
Für uns geht es nun noch ein kurzes Stück parallel zum Fluss, ehe der Weg wieder hoch in den Park führt. Genau an dieser Stelle stehen einige Büsche und in diesen entdecken wir – zu unserer Freude – einige Löwen. Wir bewerken wie Katzen eigentlich nur, weil wir unsere Aufmerksamkeit auf eine Gabelracke (Lilac-breasted Roller) richten, die in einem der Büsche sitzt. Zudem liegt eine Schlankmanguste auf einem umgekippten Baumstamm.
Schon wieder Löwen – wir haben tatsächlich unverschämtes Glück. Bei einigen meiner Reisen in das Südliche Afrika habe ich bis zum letzten Tag gezittert, um überhaupt eine dieser wunderschönen Katzen sehen zu können, diesmal tauchen die Tiere fast schon inflationär auf. Was jetzt folgt, gehört zu den schönsten Momenten, die ich in Afrika jemals erleben durfte – alles läuft wie in einem Film ab. Die Straße führt von dieser Kreuzung noch ein Stück weiter, doch dann muss man umdrehen, es handelt sich sozusagen um eine Sackgasse. Wir fahren genau dorthin, denn vielleicht gibt es noch weitere Katzen unter einem der Büsche… Wir müssen nicht suchen, denn direkt neben uns liegen zwei Löwen auf der Pad.
Wir parken unser Auto ein und scannen die Gegend – bisher haben wir nur auf die beiden Katzen geachtet. In der Flussniederung liegen noch weitere Tiere…
Ich wende meine Aufmerksamkeit wieder den beiden zu, die praktisch direkt vor meinem Fenster liegen.
Jetzt ist Fellpflege und Kuscheln angesagt… Von der anderen Seite trotten plötzlich aber weitere Löwen heran, zunächst aus westlicher Richtung, dann kommen auch die, die bisher am Fluss gelegen hatten…
„Unser“ junger Löwe neben dem Auto findet das alles zum Gähnen…
Wir sind schon wieder inmitten einer Vollversammlung der Löwen und teilen uns unseren Logenplatz mit einem einzigen weiteren Auto, das inzwischen eingetroffen ist. Die Rangerin der Chobe Game Lodge parkt ihren Landcruiser mit vier Gästen im Font aber sehr kollegial, wir haben alle gute Sicht.
Fortsetzung folgt!
Luigi15Themenstarter411 Beiträge · seit 201902. Juni 2022 · #342
Fortsetzung der Fortsetzung Reisetag 88 (28. Oktober 2021) – Kasane – Chobe NP (Riverfront)
Das war es aber noch nicht ganz, denn plötzlich taucht entlang des Weges wie aus dem Nichts ein mächtiger Löwen-Pascha auf. Das heißt, er erscheint…
Direkt vor uns reißt er sein gewaltiges Maul auf…
Jetzt sind wir umringt von Löwen – man weiß nicht wohin man genau schauen soll. Zudem wissen wir auch nicht, ob die Löwen, die zuvor unter dem Busch lagen, inzwischen ebenfalls aufgetaucht sind.
Eine der Löwinnen streckt plötzlich ihren Hals und beginnt zu rufen, helle, ganz eigenartige Töne, die entweichen… Der Hals wird dabei immer länger.
Auf diesen Ruf reagieren offenbar drei „Jungster“, die aus dem Gebüsch auf uns zumarschieren.
Sie stecken ihre Köpfe zusammen und gehen eng an eng.
Unter einem Mopane-Busch kippen sie schließlich um…
Langsam kehrt Ruhe ein, auch der Pascha hat sich inzwischen in das Gebüsch zurückgezogen. Wir sind uns sicher, dass die große Gruppe – wir wissen bis heute nicht, wie viele Tiere tatsächlich gemeinsam unterwegs waren – in der kommenden Nacht gemeinsam jagen wird… Das bedeutet für uns, dass wir auch am nächsten Tag nochmals zumindest kurz hierher zurück wollen… Wir müssen uns nun leider trennen, denn die Zeit vergeht wie im Flug und wir müssen zurück zum Ausgang…
Wir wenden unser Auto und fahren keine dreihundert Meter, da sehen wir eine Löwin mit zwei Babys am Fluss entlangmarschieren. Da muss zumindest ein kurzer Stopp noch möglich sein!
Die Jungen biegen direkt zum Wasser ab…
Die Löwin selbst versucht immer zwischen uns und ihren Jungen zu sein – es ist nicht einfach mit dem Fotografieren…
Als sie jedoch selbst zum Trinken schreitet, gelingen uns auch einige Bilder von den niedlichen Kleinen…
Im Hintergrund marschieren noch einige Elefanten vorbei, aber wir müssen jetzt rasch zurück zum Ausgang…
Ein grandioser Tag neigt sich dem Ende zu, wir kommen überglücklich zurück zur Lodge, wo wir uns zum Abendessen zur Feier des Tages wieder ein gutes Glas Wein gönnen.
Wunderbare Sichtungen! Da war ja viel los bei Euch im Oktober. Mal sehen, wie es jetzt im Juni ist. Seid Ihr nachmittags selbst in Eurem Auto gefahren, oder habt Ihr den Game Drive der Lodge genutzt? Sind die Game Drives nicht automatisch im Preis mit drin? Besten Gruß NASA
Hallo Peter - die Anhäufung von gähnenden Löwen in Deinem RB finde ich schon seeeehr bedenklich 😗 😗
Wie schade, daß Ihr so ein Pech mit der Bootstour in Kasane hattet. Wir waren ja im August 22 dort und hatten ein kleineres Boot, einen "Kapitän" und einen Guide ganz für uns alleine, die beide hervorragend waren, sowohl was das "Navigieren" in günstige Fotografierpositionen als auch das Spotten betraf. Organisiert wurde das von der Kubu-Lodge/Kazungula, die uns auch an die Anlegestelle hinter dem Sparladen gefahren und wieder abgeholt haben. Aber Du hast mit Deinen wechselnden Begleitern schon so viel unendlich Schönes erlebt und gesehen - da kann man das eine Mal Pech bestimmt verkraften 😎 Schöne Grüße Friederike
Luigi15Themenstarter411 Beiträge · seit 201902. Juni 2022 · #345
Hallo NASA, super, dass du weiter mit dabei bist! In den Packages der Lodge ist tatsächlich ein Gamedrive inkludiert - wir haben den für die Bootsmiete (4-stündig und alleine) verbraten... Ich fahre im Chobe NP immer selbst mit dem eigenen Auto und wir hätten das sicher auch so gemacht, wenn wir den Gamedrive inkludiert gehabt hätten. Ich bin einfach lieber unabhängig und kann fahren wohin ich glaube, dass es Sinn macht. Der Vorteil mit einem Guide: Die haben immer Funk an Bord und teilen sich gegenseitig die Sichtungen mit... Beste Grüße, Peter
Luigi15Themenstarter411 Beiträge · seit 201902. Juni 2022 · #346
Danke, Friederike! Das freut mich für euch, dass es gelungen ist, ein eigenes, kleines Boot zu benutzen... Das war so auch mein Plan 😄 aber die Chobe Safari Lodge, wo wir bisher immer waren, hat das ordentlich verbockt... du weißt ja, dass es schwer ist, die großen Boote zu steuern, vor allem war im Oktober sehr wenig Wasser im Fluss und da können größere Boote ohnehin nicht überall ranfahren... das war schon sehr schade, aber wir haben dennoch einiges gesehen, wir dürfen nicht klagen. Aber es geht ja auch um meine Nerven, ich rege mich da leider leicht auf, wenn etwas nicht passt 😉 Wir müssen da wohl auch langsam die Lodge wechseln, die Chobe Safari Lodge ist einfach schon zu groß und nur mehr auf Masse aus... glG Peter
Luigi15Themenstarter411 Beiträge · seit 201903. Juni 2022 · #347
Das Abendessen gestern war leider ein Reinfall, aufgrund der wenigen Besucher in der Lodge gibt es kein Buffet, lediglich die Salate und die Nachspeise können selbst genommen werden. Es gibt vielmehr fünf Speisen, aus denen man auswählen kann – das ist an sich eine feine Sache und kein Problem, doch von den fünf Wahlmöglichkeiten waren drei nicht verfügbar… Also blieb mir nur das Hühnchen, das aber vermutlich bei einem Verkehrsunfall zu Tode gekommen war – wie sonst wären die zahllosen feinsten Knochensplitter erklärbar, die in den Fleischresten steckten… Auch da ist leider das Preis-/Leistungsverhältnis in schwere Schieflage geraten!
Wir sind aber nicht (nur) zum Essen hier, wir genießen die geniale Natur und aufgrund von COVID müssen wir diese auch mit viel weniger Menschen teilen. Da trinken wir eben das eine oder andere Glas Wein mehr und lassen es uns dennoch gut gehen! Wir stehen heute sehr früh auf, denn um 5:30 Uhr öffnet der Chobe NP und wir wollen nichts verpassen. Nach den genialen Sichtungen des gestrigen Tages wollen wir sehen, was aus „unseren“ Löwen wurde, vielleicht können wir die Meute bei einem Kill sehen… Erst nach der Pirschfahrt wollen wir hierher zurückkommen um zu frühstücken und auszuchecken, ehe wir wieder über die Grenze nach Namibia zurückfahren. Wir hätten auch durch den Park zur Grenze fahren können, aber das wollten wir aus Zeitgründen dann doch nicht…
Pünktlich zur Öffnung des Schrankens geht es auch für uns wieder los – neuer Tag, neues Glück. Gemeinsam mit drei anderen Autos rollen wir los – kein Vergleich zum Verkehrschaos, das ich an dieser Stelle auch schon erlebt hatte! Wir fahren wieder hinunter zum Fluss, wo wir zunächst bei einer Gruppe Paviane halten. Die Sonne ist dabei, die ersten Strahlen zu senden, wir genießen den Morgen.
Ein Nimmersatt nähert sich einem im Wasser ruhenden Krokodil. Unser Hauptaugenmerk gilt aber weiter den Primaten und einem Graufischer, der direkt am Fluss auf einem Baumstumpf thront.
Wir fahren ein Stück weiter und sehen den Kadaver eines Elefanten – den haben wir vermutlich am Vortag übersehen, was uns natürlich komisch vorkommt, andererseits scheint der aber nicht ganz frisch zu sein… oder war hier doch die „Löwenbande“ verantwortlich?! Jetzt sitzen jedenfalls einige Weißrückengeier (White-backed Vulture) am Kadaver.
Auch in den Bäumen rundum sitzen Geier und Marabus.
Parallel zum Fluss, aber nicht direkt in der Flussniederung, stoßen wir dann auch schon wieder auf Löwen. Wir wissen nicht, ob es sich um die handelt, die wir gestern gesehen haben… Wir sind mehr als happy, die wunderbaren Katzen auch heute wieder zu finden! Zunächst sehen wir zwei Tiere, die spielend die Pad entlangmarschieren. Ihnen folgen wir nun einfach…
Von der Seite kommen noch zwei weitere Katzen dazu…
Wir fahren direkt hinter den grazilen Raubtieren her, die offenbar sehr relaxed im schönsten Morgenlicht dahintrotten. Einer der großen Bäume dient offenbar für Markierungen und als Kratzbaum…
Plötzlich läuft eine der Löwinnen vor zur Abbruchkante Richtung Fluss und starrt hinunter – dann verschwinden alle vier Katzen in eben dieser Richtung. Was ist jetzt zu tun? Hier können wir nicht runterfahren, wir müssen also einen Weg suchen, um wieder in die Flussniederung zu gelangen…
Wir werden nun ein ganzes Stück weiterfahren, vorbei an der Chobe Game Lodge, das dauert und wir wissen natürlich auch nicht, ob die Löwen tatsächlich zum Fluss marschieren, beziehungsweise wo der andere Teil der Meute steckt, falls es diesen überhaupt gibt… zu viele Fragezeichen, zu viele Möglichkeiten. Da wir ohnedies bereits viele Löwen im Laufe unserer Reise gesehen haben, machen wir uns keinen Stress – wir sind auch mit jedem anderen Tier, das uns begegnet, glücklich. Zurück in der Flussniederung treffen wir zunächst auf eine Gruppe Impala.
Auch ein Weißrückengeier marschiert am Fluss entlang.
Dazu stoppen wir bei einigen Nilgänsen (Egyptian Goose).
Auf einer gegenüberliegenden Sandbank haben eben einige Krokodile Stellung bezogen.
Wir fahren weiter ein Stück den Fluss entlang und sehen eigentlich eher zufällig weit entfernt eine Löwin im Wasser. Sie versucht offensichtlich den Fluss den queren, um auf eine der Inseln zu gelangen… Leider sind die Bilder nicht sonderlich gut, weil die Entfernung doch recht groß ist… Wir beobachten das Tier eine Weile und bemerken, dass zwei weitere Löwinnen am Wasser aufgetaucht sind. Eine der Löwinnen geht immer wieder in den Fluss hinein…
Ein Stück weiter im Osten kommt offenbar eine Löwin von der Insel in unsere Richtung geschwommen, eine weitere wartet bereits… das ist eine unglaubliche Erstsichtung für uns. Löwinnen im Wasser durften wir bisher noch nie beobachten.
Die beiden Katzen legen sich daraufhin in die Sonne, eine ist von unserem Standpunkt aus bald nicht mehr zu sehen, die andere beobachten wir noch eine Weile, aber sie sitzt sehr statisch und schaut entweder zum Fluss oder in unsere Richtung…
Wir müssen nun aber die Rückfahrt antreten, obwohl es uns auch hier sehr gut gefallen würde… Aber wir wollen noch frühstücken und vor allem müssen wir auch noch zeitgerecht auschecken. Auch ein Stück Weg bis zur nächsten Lodge liegt vor uns! Auf der Rückfahrt sehen wir noch eine weitere Löwin, diese sitzt wieder direkt an der Pad und starrt auf vier Gamedrive Autos, die sich rundherum aufgestellt haben. Wir sollen nicht daran denken, was den anderen entgangen ist… andererseits könnten aber auch wir hier etwas verpasst haben – aber so ist das Leben! Wir machen einige wenige Fotos und fahren dann auch gleich wieder weiter.
Entlang des Weges halten wir noch kurz bei einem einzelnen Elefanten, der neben uns marschiert und bei einem Kudubullen, der offenbar Salz aus dem Boden leckt…
Nach einem eher kurzen Frühstück brechen wir Richtung Grenze auf. Diesmal entfällt die Eintragung im Buch bei der Durchfahrt durch den Chobe NP – wir werden einfach durchgewunken… Entlang der Strecke sind keine Tiere zu sehen, selbst Elefanten queren die Straße nicht, wir kommen also rasch voran. Die Grenze in Ngoma ist auf Botswana Seite rasch überquert, wir sind die einzigen „Gäste“. Auf namibischer Seite müssen wir kurz warten, aber dann geht es auch recht zügig voran, sodass wir von der Chobe Safari Lodge nur rund 70 Minuten benötigen, um in Namibia eingereist zu sein. Das ist natürlich sehr gut für uns, denn wir wollen, falls das möglich sein sollte, heute noch eine Bootstour am Zambezi-Fluss unternehmen. Nach weiteren 45 Minzuten sind wir an der Abzweigung von der B8 zur Zambezi Mubala Lodge. Ich bin positiv überrascht, dass wir auf einer ganz neuen Teerstraße bis zum Campingplatz der Lodge fahren können. An der Rezeption des Campingplatzes wird das Auto geparkt und von hier weg gibt es einen kurzen Bootstransfer zur Lodge! Als Bootsführer und Guide stellt sich uns „Harrison“ vor – er sagt „Harrison like Harrison Ford – I am his brother, but from another mother…“. Mit Harrison werden wir also die nächsten beiden Tage hier bestreiten, wir freuen uns darauf, er macht einen sehr sympathischen Eindruck. Die Bootsfahrt vom Camp zur Lodge dauert nur rund 15 Minuten, wir benötigen etwas mehr Zeit, weil wir natürlich schon wieder unsere Fotoapparate gezückt haben… Ein Flusspferd reagiert sauer auf uns, der mächtige Zambezi, der jetzt im Oktober nicht so mächtig ist, bietet aber Platz für alle…
Entlang der Ufer sehen wir immer wieder Rinder stehen, an einer Sandbank läuft ein Weißscheitelkiebitz entlang (White-crowned Lapwing).
In einem Busch sitzt eine Riedscharbe (Reed Cormorant). Dann sehen wir bereits die ersten Chalets der Lodge vor uns, in der wir kommenden beiden Nächte verbringen werden.
Selbst auf dem Weg vom Bootssteg zur Rezeption muss ich noch einmal kurz anhalten, denn ein Graufischer sitzt auf einem Ast in unmittelbarer Nähe.
Inzwischen ist es richtig heiß geworden, wesentlich wärmer als in den letzten Tagen. Nach dem Check-in führt uns der erste Weg sofort an die Bar, wo wir einen kühlen Rock-Shandy zu uns nehmen. Da stapfen wir zu unseren Chalets weiter, die wunderschön oberhalb des Flusses liegen. Wir sind begeistert, diese Lodge ist auch für mich Neuland! Wir ruhen uns ein wenig aus und um 15:00 Uhr brechen wir mit Harrison zu einer kurzen Bootstour auf! Darauf freuen wir uns, denn diesmal haben wir ein kleines Boot…
Fortsetzung folgt!
Luigi15Themenstarter411 Beiträge · seit 201903. Juni 2022 · #348
Am Nachmittag unternehmen wir eine Bootsfahrt am mächtigen Zambezi-Fluss, einem der größten Flüsse Afrikas. Träge wälzen sich die Wassermassen tief eingeschnitten im Flussbett dahin. Man kann sich nicht vorstellen, dass dieses Gewässer das viertlängste des gesamten afrikanischen Kontinents ist und dass in der Regenzeit rundum alles überflutet ist… Momentan umspülen seine Fluten das Bootsdock der Lodge eher gemächlich. Die am Ufer aufgestapelten Sandsäcke zeugen aber davon, dass dieser Fluss durchaus gefährlich werden kann…
Unser Boot mit Harrison am Steuer tuckert langsam los, wir haben uns in Klappstühlen auf der Plattform niedergelassen, alles wirkt etwas improvisiert. Vorbei geht es zunächst an einigen am Ufer dösenden Krokodilen, auch ein Nilwaran ist zu sehen.
Wir können mit diesem kleinen Gefährt nahe an die Ufer heranfahren, das ist sicher ein Vorteil. So sehen wir dort im Gras auch einen Waffenkiebitz (Blacksmith Lapwing), einen Hammerkopf (Hamerkop) und einen weiteren Klaffschnabel (African Openbill).
Auch ein Schlangenhalsvogel (African Darter) trocknet am Ufer seine Federn.
Wir sehen während unserer Bootsfahrt immer mal wieder ein Mokoro am Ufer vertäut, gelegentlich sind sogar Fischer in den knorrigen Einbaumbooten zu sehen. Interessant wir auch, dass wir immer wieder die Gelegenheit haben zu sehen, wie die Fischer entlang des Flusses wohnen. Fisch ist zum Trocknen auf den Strohdächern ausgebreitet…
An den Ufern stehen auch immer wieder Kühe. Dass sich die Kühe so weit an das Wasser wagen ist vielleicht noch verständlich, dass aber die Kinder am Wasser spielen irritiert… denn immer wieder sehen wir teils mächtige Krokodile fast lautlos ins Wasser gleiten…
Im Schilf sehen wir einen Rallenreiher (Squacco Heron), der seine Beute in Sicherheit bringt.
Ein Seitenarm des Flusses ist von Wasserlilien überzogen – dies ist das Reich der Blaustirn-Blatthühnchen (African Jacana), die über die Blätter dieser Wasserpflanzen marschieren.
Während wir mit dem Boot hier stehen und die grazilen Vögel beobachten, fliegen ein Klaffschnabel und ein Rallenreiher über uns hinweg.
Auf der Weiterfahrt nähern wir uns einem Purpurreiher an, dieser hebt aber ebenfalls sofort ab…
Wir sehen weitere Krokodile, die auf den Sandbänken dösen. Das Ziel unserer Bootsfahrt ist aber ganz eindeutig die große Kolonie der Karminspinte (Southern Carmine Bee-eater), für die die Mubala Lodge inzwischen bekannt ist. Die Kolonie liegt nicht weit von der Lodge entfernt und ist eine der größten überhaupt. Tausende dieser wunderschönen roten Vögel leben hier zusammen und brüten in den Sandböden über dem Zambezi-Fluss.
Wir steigen eben aus dem Boot aus, als sich ein Schreiseeadler näher, je direkt auf uns zusteuert. Gott sei Dank habe ich die Kamera bereits im Anschlag, denn ich will natürlich sofort Bilder der Bienenfresser knipsen…
Der riesige Raubvogel jagt mit weit ausgebreiteten Schwingen direkt auf uns zu, ändert akrobatisch das eine oder andere Mal kurz die Flugrichtung.
Schließlich schießt er direkt neben dem Boot ins Wasser – wir sind verblüfft und begeistert gleichzeitig – so etwas habe ich so noch nie erlebt… Der Vogel taucht tief in die Fluten des Zambezi ein
und fliegt mit einem Fisch zwischen seinen Krallen sofort wieder davon – welch ein grandioses Schauspiel, für mich ein ganz eindrückliches Erlebnis.
Wir marschieren nun das kurze Stück weiter zur Kolonie der Karminspinte, denn schließlich ist der Tag schon weit fortgeschritten! Hier wartet tatsächlich das nächste Erlebnis der Sonderklasse auf uns. Man weiß überhaupt nicht, wohin man zuerst schauen soll… Deshalb an dieser Stelle einige der Bilder, die an diesem Spätnachmittag entstanden sind!
Auf dem Weg zurück begegnen wir noch einem Flusspferd, das aber lediglich grunzt, ansonsten aber keinerlei Probleme bereitet. Nach einer kurzen Erfrischung in den Zimmern gehen wir zurück an die wunderbar gelegene Bar und genießen bei einem Rock-Shandy den ausklingenden Abend, horchen den zahllosen Grillen, Kröten oder Fröschen und sind einfach nur glücklich, an diesem grandiosen Ort sein zu dürfen!
Gefahrene Tageskilometer: 185
Gabi-Muc2'191 Beiträge · seit 201603. Juni 2022 · #349
Hallo Luigi,
zwischendrin ein dickes Dankeschön für Deinen tollen Reisebericht und die super schönen Fotos. Schön, dass Ihr soviel Glück mit den Löwen, aber auch den vielen anderen Tieren hattet.
In welcher Zeit sind denn die Karminspinte vor Ort? Soweit ich mich erinnere, sind sie nicht das ganze Jahr dort.
Etwas Wehmut überkommt mich, dass wir in 11 Tagen Dein Reisemobil verlassen müssen. 🙁 Ich könnte noch weitere 100 Tage mit Dir reisen.
LG Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
Luigi15Themenstarter411 Beiträge · seit 201905. Juni 2022 · #350
Hallo Gabi, super, dass du nach vor mit dabei bist und dass dir die Bilder gefallen! Wir hatten tatsächlich extremes Glück mit vielen Tieren, vor allem Löwen waren fast überall... Die Karminspinte sind sicher ab Ende August bis in den November hin vor Ort, manchmal auch bis in den Dezember hinein, das ist dann aber nicht mehr so sicher. Von der Lodge wurde uns mitgeteilt, dass ab Mitte August die ersten Tiere ankommen... Schade, dass du unser Reisemobil verlassen musst, aber ich möchte den Bericht ohnehin bis 11.6. ziemlich abgeschlossen haben, denn dann geht es auch für mich wieder ein paar Tage in den Süden! Ich wünsch euch jedenfalls eine gute Reise, noch ein erholsames Pfingstwochenende Peter
Luigi15Themenstarter411 Beiträge · seit 201906. Juni 2022 · #352
Reisetag 90 (30. Oktober 2021) – Katima (Zambezi Mubala Lodge)
Den heutigen Tag werden wir noch am Zambezi verbringen. Nach den wunderbaren Vogel-Sichtungen des gestrigen Tages haben wir für den heutigen Vormittag ebenfalls das Boot vorreserviert. Wir wollen unbedingt nochmals zur Kolonie der Karmin-Spinte und dann den Rest des Tages in der Lodge verbringen, um wieder einmal etwas zu entspannen. Wir benötigen einfach wieder einmal einen halben Tag Erholung, die Reise hinterlässt doch langsam ihre Spuren…
Träge rinnt der Zambezi an der Lodge vorbei, als wir kurz bevor die Sonne ihre ersten Strahlen sendet, Richtung Boot schlendern. Beinahe wie ein Meer an Quecksilber liegen die Fluten vor uns, kein bisschen Wind weht, es ist schon am frühen Morgen sehr schwül…
Eine Rotkappenschwalbe (Wire-tailed Swollow) sitzt im Bott, als wir unsere drei Sessel zurechtrücken wollen, am Dach hat sich ein Riesenfischer (Giant Kingfischer) niedergelassen, der eben noch an uns vorbeigeflogen war.
Wir tuckern mit Harrison am Steuer wieder der Vogel-Kolonie entgegen. Die ersten Sonnenstrahlen erreichen uns, als wir die kurze Strecke zu den Bruthöhlen zurücklegen. Die Büsche rundum sind schon über und über voll mit den grell leuchtenden und heftig zwitschernden bunten Gesellen – welch ein Schauspiel.
Am Morgen tragen viele der Spinte Futter zum Bau, Käser, Libellen und andere Insekten werden herbeigeschafft und abgeladen.
Wir setzen uns auf den Boden und beobachten das Treiben, die Vögel gewöhnen sich rasch an unsere Anwesenheit und kommen mitunter sehr nahe…
Manchmal kommt es mir vor, die Vögel zeugen mir stolze ihre Beute, bevor siediese in der Nesthöhle abliefern.
Schweren Herzens schlendern wir nach eineinhalb Stunden wieder Richtung Boot zurück, nicht, ohne uns das eine oder andere Mal umzudrehen und noch rasch ein Foto zu schießen. Diese Brutkolonie ist etwas ganz Spezielles, die Fahrt hierher hat sich mehr als gelohnt. Mit dem Boot fahren wir nun wieder ein Stück den Zambezi entlang, sehen einen jungen Schreiseeadler (African Fish Eagle), der sein Frühstück jagt.
Er muss noch etwas üben, den immer wieder kehrt er ohne Beute zurück zu seinem Baum. Nicht weit davon entfernt sitzt ein ausgewachsener Schreiseeadler auf einem abgestorbenen Stamm. Wir versuchen uns etwas anzunähern…
Besonders nahe kommen wir nicht und da hebt er auch schon ab. Diese Raubvögel sind tatsächlich sehr majestätisch. Wir sehen Marabus am Ufer und ein Klaffschnabel landet.
Braunkehlschwalben (Brown-throated Martin) sitzen in den Büschen über dem Wasser und ein Schlangenhalsvogel streckt sich nach allen Seiten.
An einer Sandbank halten wir bei einer Kolonie Scherenschnäbel (African Skimmer), die uns ihre Flugkünste vorführen. Auch ein Stelzenläufer (Black-winged Stilt) ist zu beobachten.
Vorbei geht es an einer riesigen Kolonie Witwenpfeifgänse (White-faced Whistling Duck) langsam wieder zurück zu unserer Lodge.
Von der Lodge genießen wir einen herrlichen Blick zurück auf den Zambezi, bevor wir nun zu einem Brunch ins Restaurant marschieren.
Den Nachmittag verbringen wir heute gemütlich in der Lodge, ich liege im Zimmer und halte ein Mittagsschläfchen. Das kühle Zimmer ist eine Wohltat, um der Schwüle der Mittagshitze zu entfliehen.
Ich gehe zwischenzeitlich auch kurz zum Swimmingpool, kann mich aber nicht dazu durchringen, ins Wasser zu springen. Gegen Abend schnappe ich nochmals meine Kamera und setze mich auf die Terrasse unseres Chalets. Es kommen doch einige Vögel vorbei, auch ein Wasserwaran spaziert Richtung Fluss…
Ein Braunkopfliest (Brown-hooded Kingfisher) lässt sich am Geländer der Terrasse nieder, zudem sehe ich einen Halsbandbartvogel (Black-collared Barbet), eine Weißbrauenrötel (White-browed Robin Chat), einen Braunkehlweber (Southern brown-throated Weaver), einen Grünmantel-Bogenflügel (Grey-backed Camaroptera) und einen Kardinalspecht (Cardinal Woodpecker).
Außerdem lässt sich auch noch ein Trauerdrongo (Fork-tailed Drongo) blicken.
Am späteren Nachmittag treffe ich mich mit meinen Freunden an der Bar und wir lassen den entspannten Tag bei einem Bier und Rock-Shandy ausklingen. Auch das Abendessen schmeckt wieder sehr gut, wir stellen fest, dass wir noch gerne ein paar Tage hier anhängen würden. Doch morgen müssen wir wieder weiterziehen, in zehn Tagen ist der Urlaub auch schon wieder Geschichte, jetzt geht es dann Schlag auf Schlag…
Gabi-Muc2'191 Beiträge · seit 201606. Juni 2022 · #353
Hallo Luigi,
Schade, dass du unser Reisemobil verlassen musst, aber ich möchte den Bericht ohnehin bis 11.6. ziemlich abgeschlossen haben, denn dann geht es auch für mich wieder ein paar Tage in den Süden!
Mit den 11 Tagen hatte ich das so gemeint, dass Du nur noch 11 Reisetage beschreibst (Tag 89 - Tag 100).
Die Karminspinte stehen auch noch auf meiner "Das-möchte-ich-gerne-sehen"-Liste.
LG
Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
Luigi15Themenstarter411 Beiträge · seit 201906. Juni 2022 · #354
😄 aha, verstehe.... mein Reisemobil benötigt dringend ein Service... Ich möchte auch niemanden langweilen, die Reise dauert schon lange genug... lG Peter
Gabi-Muc2'191 Beiträge · seit 201606. Juni 2022 · #355
Kein Problem, eine Woche kann es gerne in die Werkstatt, auch zwei Wochen sind okay. Wenn es dann wieder weitergeht 🙂
Ich glaube langeweilen tut sich niemand. Und wen es nicht interessiert, der liest nicht mit.
Du hast mal geschrieben, dass Du auch Reiseleiter bist, machst Du das nebenbei oder hauptberuflich?
LG
Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
Luigi15Themenstarter411 Beiträge · seit 201906. Juni 2022 · #356
Liebe Gabi, ich bin hauptberuflich Lehrer... Reiseleitungen sind dann in den Sommermonaten - früher mehr, inzwischen nur noch gelegentlich 😉 glG
Luigi15Themenstarter411 Beiträge · seit 201907. Juni 2022 · #357
Reisetage 91 und 92 (31. Oktober und 1. November 2021) – Katima – Kazile Island Lodge – Rundu
Wir genießen den Morgen in der Lodge, vereinbaren den Rücktransfer mit dem Boot um 11:00 Uhr. Das gibt uns genügend Zeit, einmal nett zu frühstücken und uns auszuschlafen. Das Frühstück wird serviert, aber es gibt genügend Auswahlmöglichkeit und alles schmeckt außerordentlich gut. Es wird der eine oder andere Cafe getrunken, auch die frisch gepressten Säfte können wir genießen. Anschließend gehen wir zur Rezeption und begleichen die Rechnung, ehe wir die Koffer zum Boot bringen. Der Aufenthalt in dieser Lodge war einfach ein Gedicht, hier fehlt es an nichts und auch die landschaftliche Umgebung ist genial. Die Zeit am Zambezi verging wie im Flug, endlich konnte ich mir auch den langgehegten Wunsch nach einem Besuch der Karminspinte erfüllen, die haben mir in Namibia noch gefehlt.
Das Boot ist schon für uns hergerichtet, als wir noch einen Riesenfischer am Abgang zur Rampe entdecken. Der prächtige Kerl sitzt direkt vor uns.
Als wir uns mit Sack und Pack nähern, fliegt er ein kleines Stück weiter, wir können ihn aber immer noch gut beobachten.
Offensichtlich ist er dabei, sein Frühstück zu fischen. Er dreht sich hin und her und starrt gebannt Richtung Fluss.
Direkt am Wasser befindet sich ein alter Wurzelstock, auf dem er sich nun niederlässt. Plötzlich ist er verschwunden und setzt sich mit einer Krabbe im Schnabel wieder neben uns…
Das Problem dabei ist, dass er zusammen mit der Krabbe auch ein Blatt aufgespießt hat, das ihn offensichtlich stört. Er versucht verzweifelt, dieses Ding loszuwerden… Bei einem der Versuche macht sich nun aber die Krabbe wieder selbstständig – da hat der Vogel letztendlich nur das Nachsehen…
Solch wunderbare Beobachtungen sind es, die eine Reise zur Tierwelt im Südlichen Afrika immer spannend machen, es wiederholt sich nichts, immer gibt es Neues zu entdecken.
Wir fahren nun mit dem Boot zurück zum Camp, wo wir unser Gepäck wieder in das Auto verladen. Dann geht es los, wir fahren zurück auf die B8 und von dort weiter auf dieser Hauptstraße nach Westen, bis nach Kongola. In Kongola zweigen wir auf die C49 ab, die uns direkt zum Parkplatz für die Kazile Island Lodge führt, in der wir die kommende Nacht verbringen werden. Am Parkplatz laden wir wieder unser Gepäck aus und dabei fällt mir auf, dass sich mein Mobiltelefon verabschiedet hat – es ist nirgendwo zu finden, auch Anrufe meiner Freunde verhallen ungehört… Ab diesem Moment bin ich unerreichbar und ziemlich unpässlich, ich ärgere mich über dieses Missgeschick…
Ein Boot der Lodge holt uns ab und wir fahren durch einen engen Kanal dem nächsten Quartier entgegen.
Bei der Kazile Island Lodge handelt es sich um eine Zeltlodge, die wunderschön zwischen riesigen Bäumen direkt am Kwando liegt. Vor allem der gewaltige Leberwurstbaum hat es uns angetan. Die langen, schweren Früchte hängen herunter.
Im Schatten dieser mächtigen Bäume lässt es sich aushalten, wir trinken einen Cafe und uns wird mitgeteilt, dass wir die ersten Gäste seit der Schließung der Lodge im März 2020 sind, die Lodge praktisch erst jetzt wieder ihre Tore öffnet. Es kommen auch noch sechs weitere Gäste, zwei Frauen und eine Familie mit zwei Kindern aus Frankreich. Neun Gäste seit März 2020, wir können uns das nicht vorstellen. Inzwischen wurden einige Ausbesserungsarbeiten durchgeführt und wir fühlen uns auf Anhieb wohl. Anschließend beziehen wir unsere Zimmer und nehmen eine Dusche, denn es ist sehr schwül und drückend heiß… Am späteren Nachmittag brechen wir schließlich zu einem Gamedrive auf – zunächst per Boot und anschließend fahren wir mit einem Jeep der Lodge…
Während der Bootsfahrt sehen wir Krokodile und einige Weißstirnbienenfresser (White-fronted Bee-eater), sowie zahlreiche Wasserlilien. Auch eine mit einem Ring markierte Weißbrauenrötel (White-browed Robin-Chat) können wir ausmachen.
Der Kanal windet sich von der Lodge weg stark mäandrierend dahin, eine eindeutige Fließrichtung ist nicht festzustellen.
Wir sehen sogar einige Klunkerkraniche (Wattled Crane) über uns hinwegfliegen. Die mächtigen Vögel verursachen eigenartige Geräusche.
Etwas später sehen wir zudem zwei dieser großen Vögel in etwas größerer Entfernung am Wasser stehen.
Mit dem Auto treffen wir auf dem Weg zum Horseshoe, einer großen Flussschlinge im Kwando auf einige Tiere, so erspähen wir einige Büffel, die sich ihren Weg durch das hohe Gras bahnen, einen Riedbock und Paviane. Auch einige Impala können wir aufstöbern, ansonsten bleibt es aber sehr ruhig.
Direkt am Kwando sehen wir Kuhreiher (Western Cattle Egret), Witwenpfeifgänse (White-faced Whistling Duck) und einen einsamen Letchwe Bock.
Als wir am Horseshoe parken, steigt im Hintergrund ein mächtiger Gewitterturm auf.
Hier nehmen wir auch den Sundowner zu uns, es gibt eine Auswahl an Getränken sowie Trockenwürste und Biltung, Nüsse und andere Knabbereien. Wir warten und warten und warten…
Die Lichtstimmungen werden immer schöner, im Hintergrund taucht auch eine kleine Herde Elefanten auf, nur rund um uns tut sich nicht viel…
Natürlich weiß ich, dass genau an dieser Stelle normalerweise am Abend viele Elefanten zum Trinken erscheinen – nicht so an diesem Tag! Lediglich zwei Dickhäuter erscheinen und geben ein wenig ein Bild von dem ab, wie es sein könnte…
Langsam aber sicher müssen wir die Rückfahrt antreten. Schließlich wollen wir das Stück mit dem Boot nicht bei völliger Dunkelheit zurücklegen. Erst auf der Rückfahrt sehen wir wieder eine kleinere Elefantenherde, die Richtung Kwando spaziert…
Auch einige Rappenantilopen können wir noch erhaschen, dann wird es aber rasch zu dunkel, um weitere Fotos zu ergattern.
In der Lodge machen wir uns kurz frisch und dann geht es auch schon zum Abendessen. Das Essen schmeckt mir an diesem Abend nicht so besonders, das kann aber durchaus auch damit zusammenhängen, dass ich den Verlust des Handys erst verdauen muss. Heute trinken wir wieder einmal eine Flasche Rotwein, der ist aber vorzüglich. Die Geräusche der Nacht sind überragend, wir hören verschiedene Frösche, das Grunzen der Hippos und auch vereinzelte Rufe von Hyänen können wir ausnehmen. Es ist aber leider immer noch sehr warm und stickig, sodass zumindest ich immer wieder kurz munter bin…
So sitze ich auch schon kurz vor Sonnenaufgang auf der Terrasse unseres Chalets und genieße die Lichtstimmungen des Morgens. Sogar einen Sitatunga-Bock kann ich ausmachen, doch leider ist das Licht noch nicht gut genug für ein Foto. Mit den ersten Sonnenstrahlen schlendere ich weiter zur Hauptterrasse der Lodge und organisiere mir einen Cafe. Hier ist es tatsächlich wunderschön…
Kurz nach 10:00 Uhr werden wir wieder mit dem Boot zurück zum Auto gebracht und wir treten unsere Rückreise durch den Caprivi-Streifen an. Da wir heute keine Besichtigungen eingeplant haben, steht uns ein reiner Fahrtag nach Rundu bevor. Entlang der gesamten Strecke queren immer wieder Esel die Straße, Wildtiere sind jedoch keine zu sehen. Wir fahren gemütlich dahin, wechseln uns beim Fahren aber ab, denn diese ewige Gerade ist doch etwas einschläfernd. Am Nachmittag erreichen wir schließlich die Hakusembe River Lodge westlich von Rundu. Aus dieser Lodge habe ich schon mehrfach Bilder gepostet, sodass ich diesmal meine Kamera und die Speicherkarten schone. Erst am Abend drücke ich einige Male auf den Auslöser, denn die Lichtstimmungen sind sehr schön.
Gott sei Dank ist es hier nicht mehr ganz so heiß, außerdem schafft auch die Klimaanlage Abhilfe, sodass wir diese Nacht wieder durchschlafen können. Wir müssen schließlich ausgeruht sein, denn wir brauchen die Energie für den Etosha Nationalpark!
Gefahrene Tageskilometer: 155 / 442
Daxiang5'049 Beiträge · seit 201407. Juni 2022 · #358
Hi Peter,
da zeigst du uns ja ein wahres Vogel-Feuerwerk! Wenn ich mir die Bilder so anschaue, bekomme ich direkt Fernweh!
Freue mich auf die Fortsetzung und bin gespannt, mit was für tollen Sichtungen du uns in Etosha überraschst!
Luigi15Themenstarter411 Beiträge · seit 201908. Juni 2022 · #359
Guten Morgen, Konni! Fernweh ist der einzige Schmerz, den ich gerne ertrage, denn dann weiß ich, dass ich wieder verreisen sollte... Mich zieht es ja auch schon wieder nach Afrika... Freut mich, dass du weiter dabei bist und ich hoffe, dir werden die Bilder aus Etosha gefallen... glG Peter
Luigi15Themenstarter411 Beiträge · seit 201909. Juni 2022 · #360
Reisetage 93 bis 95 (2. November bis 4. November 2021) – Rundu – Etosha NP (rund um Namutoni)
Das Vogelgezwitscher am Okawango weckt uns früh, ich trete vor unser Chalet und sehr, dass der Cafe eben angeliefert wird. Das ist ein sehr netter Service der Hakusembe River Lodge, dass frühmorgens Cafe und heißes Wasser zu den Hüttchen gebracht wird. Meist sind auch einige Cookies dabei… so kann ein neuer Tag beginnen.
Heute fällt das Frühstück bei mir etwas spartanischer aus, denn das Abendgestern war sehr lecker und reichlich, es wurde wieder ein wunderbares Buffet kredenzt und ich habe vermutlich zu oft zugelangt… Anschließend schleppen wir die Koffer zum Auto und schon sind wir auch schon wieder unterwegs Richtung Süden.
Die Fahrt von Rundu nach Grootfontein verläuft eher eintönig, zunächst sind noch viele Dörfer neben der Straße zu sehen, auch Holzschnitzereien und Tonwaren werden da und dort angeboten. Da wir aber nichts einkaufen wollen, halten wir auch nicht an. Meine beiden Freunde wollen lediglich eines der zahllosen Autowracks fotografieren, die ebenfalls die Straße säumen. Je weiter wir Richtung Süden vorstoßen, desto trockener wird die Landschaft, die Makalani Palmen, die im Norden fast überall zu sehen sind, verschwinden zusehends, Schirmakazien dominieren das Landschaftsbild. Gelegentlich sieht man den Abzweig zu einer Farm, ansonsten ist die Landschaft südlich des Veterinär-Zaunes fast unbewohnt. Wir werden an dieser Kontrollstelle durchgewunken, stoppen aber dennoch kurz an der Toilettenanlage.
Von hier weg fahren wir die restlichen gut 100 km bis nach Grootfontein zügig durch, es gibt nichts Besonders zu sehen. In Grootfontein stoppen wir im Purple Figtree Cafe, einem sehr netten Lokal mit guten Kuchen, Toasts und einem hervorragenden Cafe. Zudem gibt es natürlich alle Arten gekühlter Getränke. In diesem Cafe stoppe ich meistens, wenn ich in diese Stadt komme. Für uns geht es anschließend weiter nach Tsumeb, wo wir kurz außerhalb der Stadt an der Puma-Tankstelle den Tank auffüllen. Von hier ist es nur noch ein relativ kurzes Stück zur Mushara Lodge, wo wir für die kommenden drei Nächte einchecken. Wir haben damit drei volle Tage im Etosha Nationalpark, das sollte reichen, um auch hier nochmals die Tierwelt erleben zu können.
Die Mushara Lodge liegt wenige Kilometer östlich des Von Lindequist Tores im äußersten Osten des Etosha Nationalparks. In den namibischen Wintermonaten bevorzuge ich diesen Teil des Nationalparks. Es handelt sich aber natürlich um eine rein persönliche Einschätzung, dass die Tierdichte um diese Jahreszeit dort besonders hoch ist. Vor allem die Wasserstellen Tsumcor, Klein Namutoni, Chudop oder Klein Okevi gefallen mir sehr gut, dort hatte ich auch bisher immer sehr gute Sichtungen. Leider ist das Wasserloch von Chudop diesmal durch ein Filmteam „blockiert“ – man kann zwar ungehindert zugfahren, das dort aufgebaute Zelt trägt aber sicher nicht dazu bei, dass mehr Tiere angezogen werden. Bereits bei meinem Besuch wenige Wochen zuvor (siehe Reisebericht, Teil C) war diese Filmcrew anwesend und es waren kaum Tiere zu sehen, sodass wir diesmal auf einen Besuch dort verzichtet haben. Wir unternehmen jeweils halbtägige Pirschfahrten mit dem eigenen Auto, fahren in den doch sehr heißen Mittagsstunden zurück in die Lodge, um dort am Pool oder in den kühleren Zimmern zu entspannen. Das sind einige Mehrkilometer, aber die nehmen wir bewusst in Kauf. Die erste Pirschfahrt führt uns in die Ebene nördlich von Chudop, wo wir rund um Doringdraai unser Glück versuchen wollen. Hier sehen wir gleich mehrere Hyänen, ansonsten aber kaum Tiere, was uns stark verwundert.
Wir sehen aber bald den Grund dafür, dass sich die Grasfresser nicht zeigen: Mehrere Löwinnen, darunter auch einige sehr junge Raubkatzen, sitzen rund um einen Kill. Auch weitere Hyänen und vor allem Schakale sind zu sehen.
Wir versuchen eine Stelle zu finden, die uns näher an das Geschehen bringt, das ist aber aussichtslos, denn der Kadaver liegt weit weg von jeder Verbindungsstraße. Dennoch beobachten wir das Geschehen einige Zeit, inzwischen ändern sich auch die Lichtverhältnisse deutlich, die Sonne leuchtet die Szenerie nun schon gut aus.
Plötzlich erhebt sich ein Löwenmännchen, das wir zuvor überhaupt nicht sehen konnten, und trottet langsam Richtung Namutoni davon. Sofort ist mir bewusst, dass wir dieses Prachtexemplar an einer der umliegenden Wasserstellen aufspüren könnten. So fahren wir nach Koinachas und es dauert nicht lange…
Der völlig vollgefressene Kerl trabt gemächlich zum Wasser und lässt sich dort nieder – wir sind begeistert, denn die Szenerie ist am Morgen besonders schön, die Raubkatze spiegelt sich im Wasser. Wir sind zudem das einzige Auto weit und breit und können uns damit gut so aufstellen, dass wir einen hervorragenden Blick genießen.
Er schlürft das Wasser in sich hinein, wir hören die gurgelnden Laute deutlich durch die offenen Autofenster.
Wir hoffen, dass es vielleicht weitere Löwinnen gibt, die es ihm gleichtun, aber es passiert ansonsten rein gar nichts. Letztendlich zieht sich auch der Löwen-Pascha zurück und legt sich in den Schatten eines Baumes, wir können ihn nicht mehr ausnehmen. Schließlich brechen wir auf und fahren vorbei an Namutoni in nördliche Richtung zur Andoni-Ebene. In dieser unendlichen Weite, die nur von Gras bewachsen ist, hatte ich zuvor auch schon sehr schöne Sichtungen. Wir müssen uns ein wenig beeilen, denn die Zeit schreitet voran und das Licht wird nicht besser. Entlang des Weges sind kaum Tiere zu sehen, jedenfalls keine, die wir nicht auch später noch sehen könnten. Wir stoppen nur kurz bei einer kleinen Herde Gnus und einer Giraffe, die vor uns den Weg gekreuzt hat.
Auch am Wasserloch Klein Okevi stoppen wir kurz, hier sitzt eine Riesentrappe (Kori Bustard) und ein Hase hockt unter einem Busch.
In der Andoni-Ebene angekommen, fahren wir sofort in östliche Richtung, hier führt ein kleiner Loop zur großen Wasserstelle. Diesen Weg wähle ich, weil ein Auto gut sichtbar dort herumsteht – das kann ein gutes Zeichen sein… Wir sehen auch bald die nächsten Löwen, sie liegen direkt neben der Pad: Ein weiteres Männchen und eine Löwin.
Natürlich hoffen wir, dass sich die beiden paaren könnten, das Männchen erhebt sich auch einige Male, sinkt aber jeweils sofort wieder zu Boden.
Plötzlich hören wir ohrenbetäubende Geräusche und eine Staffel Militärhubschrauber fliegt über uns hinweg – die Löwen schauen auf und flüchten sich in die Büsche… damit war es das auch schon, eine Paarung werden wir hier nicht mehr sehen… Wir fahren weiter zur Andoni-Wasserstelle, wo sich viele Zebras, Gnus und Springböcke versammelt haben. Unterwegs stoppen wir bei einem Termitenhügel, auf dem sich ein Termitenschmätzer (Ant-eating Chat) niedergelassen hat.
Auch einige Paradieskraniche (Blue Crane) haben sich dort versammelt.
Nach einiger Zeit treten wir den Rückzug an und machen uns auf den Weg Richtung Namutoni. Wir fahren dabei aber nicht entlang der Hauptroute, sondern über die Pad bei Stinkwater. Entlang dieser Strecke ist es wieder recht ruhig, wir stoppen lediglich bei einem Steinböckchen und etwas später bei einer Gruppe Springböcke, die von der Pfanne heranzieht.
Das ist ein guter Platz, um die unendliche Weite dieser Ebene zu erleben… Anschließend geht es für uns noch zum Wasserloch von Tsumcor, einem meiner liebsten Plätze im Nationalpark. Es ist inzwischen knapp nach Mittag, aber hier kann ich einfach nicht vorbeifahren… Obwohl das Fotolicht nicht sonderlich gut ist, bleiben wir länger stehen, um Kudus, Giraffen und auch eine kleinere Herde Elefanten zu beobachten.
Ein Fahlregenpfeifer (Chestnut-banded Plover) sitzt lange neben uns auf einem Stein und beobachtet die Szenerie ebenso…
Erst als eine größere Gruppe Elefanten daherstürmt, zeiht sich der Vogel zurück…
Ich habe im letzten Teil meines Berichtes sehr viele Bilder von Elefanten an diesem Wasserloch gezeigt, so verzichte ich bei den nicht optimalen Lichtbedingungen auf weitere Fotos. Jetzt geht es aber endgültig zurück über Namutoni zu unserer Lodge. Unterwegs zeige ich meinen beiden Freunden noch kurz die Stelle am Beginn des Fisher’s Pan Drives, wo ich den frisch gerissenen Kadaver eines Springbockes fotografiert hatte… Ich traue meinen Augen nicht, denn am Kalkriff oberhalb des Weges sitzt der Leopard, den ich aufgrund seines eingerissenen rechten Ohres sofort wieder erkenne…
Der Kerl starrt uns an, bleibt aber völlig gelassen – welch großes Glück, der erste Leo für meine beiden Freunde. Auch ich bin begeistert, die beiden vermutlich ein Stück mehr…
Auch diesmal gibt es also wieder eine Raubkatze im Etosha Nationalpark zur Mittagszeit! Wir fahren nun endgültig zurück zur Mushara Lodge und genießen die Pause nach diesem ereignisreichen Halbtag – dann wird der Gamedrive am Nachmittag wohl etwas kürzer ausfallen müssen…