100 Tage quer durch das Südliche Afrika

Reisebericht 394 Antworten · 43,5k Aufrufe · gestartet 05. Jan. 2022 von Luigi15
423 Beiträge · seit 201325. Mai 2022 · #321
Hallo Peter
jetzt habe ich auch wieder einmal Zeit, dir für den so spannenden Bericht und die wunderschönen Bilder von deiner aussergewöhnlichen Reise zu danken. Die Geschichte mit dem Grenzübergang ist ja eine ungeheuerliche Erfahrung. Da wären meine Nerven nicht stark genug gewesen... 🙁 Zum Glück hat es schlussendlich doch geklappt. Die Canyon Lodge hat uns auch sehr gut gefallen und weckt in mir wieder Sehnsucht nach dem südlichen Afrika. Ich freue mich über die Fortsetzung. 🙂
Liebe Grüsse
Regina
Reiseberichte: 2015 - von Kapstadt nach Windhoek durch den KTP 2017 - der Leopard kommt nur am Sonntag... 2019 - Namibia Nov.2019 - auf der Suche der Lone Men 2021 - vom Winde verweht - Skeleton Coast Campingtour
Themenstarter411 Beiträge · seit 201925. Mai 2022 · #322
Hallo Konni, dein Wortspiel mit "Grenzerfahrung" trifft da sehr gut zu - das war sicher einer der spannendsten Momente dieser Reise 🙁
Jetzt können wir darüber lachen, aber das hat uns lange beschäftigt!
glG Peter
Themenstarter411 Beiträge · seit 201925. Mai 2022 · #323
Hallo Regina, vielen Dank für deine Rückmeldung zu Bericht und Bildern 🙂 das freut mich!
Der Grenzübertritt hatte auch meine Nerven ziemlich strapaziert, ich habe schon daran gedacht, die beiden allein loszuschicken... absolut unnötiger Nervenkitzel!
Beste Grüße, Peter
Themenstarter411 Beiträge · seit 201925. Mai 2022 · #324
Reisetage 79 und 80 (19. und 20. Oktober 2021) – Fishriver Canyon – Bagadelle Lodge

Die Nacht war einigermaßen gut, der Schock des gestrigen Tages annähernd verdaut, wir sind ja jetzt gemeinsam in Namibia, also was solls. Ich denke nur bereits an die kommenden Grenzübertritte und hoffe, dass nicht wieder so ein Theater auf uns zukommt. Wir genießen das Frühstück, denn zum Fisch-Fluss-Canyon haben wir nur eine kurze Strecke vor uns und zu früh dort anzukommen macht auch nicht unbedingt Sinn.

Fazit Gondwana Canyon Lodge: Der Standard der Gondwana-Lodge ist an sich immer sehr zufriedenstellen, hier wird guter Service geboten. Wir werden auf unserer Reise weitere Quartiere dieses Unternehmens aufsuchen – auch bei den Besuchen bisher war ich immer sehr zufrieden. Die Canyon Lodge besticht durch ihre großartige Lage inmitten der wunderbaren Granitlandschaft, hier könnte man es durchaus eine weitere Nacht aushalten, aber leider fehlt uns dazu etwas die Zeit… wie man es fast überall länger aushalten könnte in diesem wunderbaren Land!

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Wir fotografieren noch schnell den Eingangsbereich der Lodge und dann geht es auch schon wieder weiter.
Von der Canyon Lodge geht es also zunächst zum Canyon, das heißt zu den Lookout-Points am Canyon-Rand. Die Piste ist in einem guten Zustand, nur der letzte Teil ist wie immer sehr holprig und ausgefahren.

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Der Blick in diese gewaltige Schluchtenlandschaft ist immer wieder atemberaubend, es ist schwer vorstellbar welch erodierende Kraft Wasser im Laufe von Jahrmillionen haben kann. Jede einzelne Schicht entlang des Canyons kann Geschichten erzählen, Geschichten über die Entstehung des Afrikanischen Kontinents. Geologie kann also durchaus spannend sein…
Wir spazieren ein wenig am Canyon Rand entlang, genießen die Aussicht und die wärmenden Sonnenstrahlen, denn der Morgen war ziemlich kalt.
Vom Canyon fahren wir dann weiter zum Canyon Roadhouse, wobei wir entlang der Strecke einige Male halten, um die Straßenschilder zu fotografieren. Einmal steht sogar ein „richtiger“ Strauß in der Landschaft…

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Im Canyon Roadhouse halten wir ebenfalls kurz an, die Autosammlung davor ist jedenfalls sehenswert.

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Auch bei einem der alten Ziegelöfen kommen wir am Weg Richtung Keetmanshoop vorbei. Der nächste Stopp ist dann bei Naute Damm, wo wir uns Gin mitnehmen, der neben zahlreichen anderen Schnäpsen verkauft wird. Die Brennerei hat sehr gute und interessante Produkte, leider darf ich nicht verkosten, denn ich bin schließlich der Fahrer für die kommenden Kilometer…
Kurz vor Keetmanshoop erreichen wir die B4 und wenig später dann die aus dem Süden kommende B1, der wir bis nach Mariental folgen.
In Mariental füllen wir unseren tank wieder an, dann biegen wir bei Hardap auf die C20 ab. Wir folgen dann noch der D1268 bis zum Gate der Bagadelle Kalahari Game Ranch, wo wir für zwei Nächte einchecken werden. Schon seit Mariental verdunkelt sich der Himmel merklich, langsam setzt Regen ein. Ich habe überall mit Regen gerechnet, jedoch nicht hier in der Kalahari!

Wir checken in der Lodge ein und inzwischen schüttet es wie aus Kübeln, sogar Hagelkörner sind darunter… die Gepardenfütterung, die für den Nachmittag vereinbart hatten, können wir uns aufzeichnen, daran ist nicht zu denken. Da wir im Farmhouse nächtigen, können wir auch nicht gleich zu den etwas entfernt gelegenen Häusern aufbrechen, da wir unmöglich durch den Tiefsand fahren könnten, denn da würden wir eine Schlammschlacht veranstalten. So sitzen wir den restlichen Nachmittag im Hauptgebäude der Lodge, wo durch alle möglichen und unmöglichen Stellen Wasser eindringt. Auf der einen Seite ist das verstörend, auf der anderen Seite ist es für mich aber extrem interessant, welche Naturgewalt hier im wahrsten Sinn des Wortes über uns herzieht!
Erst kurz vor dem Abendessen lässt der Regen etwas nach und wir werden zum Farmhouse gebracht, wo wir unsere beiden Zimmer beziehen. Die großartige, schön gelegene, neue Anlage ist im bleiernen Grau des Spätnachmittagshimmels aber leider nicht sonderlich fotogen. Zum Abendessen müssen wir in das Restaurant im Hauptgebäude zurück, weil wir die einzigen Gäste im Farmhouse sind. Die Fahrt gestaltet sich – da es zurück meist bergab geht – sehr unterhaltsam…

Wir haben inzwischen unsere Aktivitäten getauscht und werden die Gepardenfütterung – so es das Wetter zulässt – am nächsten Morgen machen. Das bedeutet aber auch, dass wir den restlichen Tag über Freizeit haben werden, den Bushman-Walk haben wir gecancelt.
Das Abendessen schmeckt ausgezeichnet, leider weht ein sehr kalter Wind und so frieren wir, denn Teile unserer Hosen sind immer noch etwas nass… Nach dem Abendessen überkommt mich ein Anflug von Selbstüberschätzung, denn wir entscheiden, mit dem eigenen Auto zu den Chalets zurückzufahren… Wer immer die Gegebenheiten vor Ort kennt, der weiß, dass es relativ tiefsandig ist. Das ist kein Problem, wenn die Bedingungen „normal“ sind. Bis zum Gate ist die Spur ausgefahren, da hat der heftige Regen zwar dazu geführt, dass es tiefe Pfützen gibt, aber mit Allrad ist die Piste befahrbar. Das Problem folgt jedoch auf der „anderen Seite“ des Gates, wo man eine Art Düne hochfahren muss, um zum neuen Farmhouse zu gelangen… Nach mehreren Versuchen – ich habe inzwischen alles umgeackert… - kommen wir am letzten Drücker den Hügel hoch. Das ist sicher die schlimmste Piste, die ich bisher gefahren bin und ich habe im Delta schon einige Furten gequert!
Erleichtert stellen wir das Auto ab und laufen im inzwischen wieder einsetzenden Regen zu den Zimmern. Die Leute, die hinter uns putzen müssen, tun uns leid, denn wir tragen Unmengen klebrigen, roten Lehm auf unseren Schuhsohlen mit. Obwohl wir aufpassen, können wir nicht verhindern, dass hinter uns ordentlich geputzt werden muss!

Auch während der Nacht hämmert der Regen auf das Dach, erst in den Morgenstunden wird es plötzlich ruhig. Als wir am Morgen die Köpfe ins Freie strecken, weht uns kräftiger Wind entgegen, dafür ist es jetzt trocken. Wir fahren zurück zum Haupthaus, stellenweise ist die Piste auch jetzt noch extrem tief. Auf der anderen Seite ist es unglaublich, wie rasch Sand auftrocknet, an der Oberfläche sind bald erste trockene Stellen zu sehen. Nach dem ausgezeichneten Frühstück hoffen wir natürlich alle, dass wir zu den Geparden können…
Hier auf der Bagadelle Ranch werden in mehreren riesigen Freianlagen Geparde gehalten, die man mit Rangern besuchen kann. Speziell die Fütterungen dieser Tiere sind sehr interessant, weil man unglaublich viel über die in freier Natur nur selten aus nächster Nähe anzutreffenden Katzen erfahren kann. Als Partner im Cheetah Conservation Fund wird auf eine artgerechte Haltung der Tiere geachtet.
Da im Moment kein weiterer Regen einsetzt, fahren wir nach dem Frühstück mit den Jeeps der Lodge in die drei Gehege. Dabei entstehen die folgenden Bilder:

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Sobald die Tiere die Autos hören, kommen sie angerannt…

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Geparde trifft man heute auf einigen Farmen in Namibia an. Die Geparde auf Bagadelle haben ein riesiges Areal zur Verfügung, müssen aber dennoch gefüttert werden.

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Man kommt sehr nahe an die Tiere heran, darf in den Gehegen die Autos mit dem Guide auch verlassen.

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In den drei durch hohe Zäune getrennten Arealen sind während unserer Anwesenheit sieben Geparde, ein Jungtier lebt noch zusätzlich auf der Farm bei den Guides.

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Wir sehen die grazilen Katzen aber auch durch ihr Territorium streifen, wo sie – wie in der Wildnis – Bäume markieren. Eine der Katzen spitzt sich die Krallen und springt plötzlich auf den Baum – Gepard am Baum, ein Bild, das man nicht alle Tage sieht…

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Wir schauen den Tieren lange Zeit zu und bewundern, wie schnell sie hintereinander herjagen, welche Lebensfreude sie versprühen.

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Für einen kurzen Moment bricht sogar die Sonne durch, doch dann ziehen die nächsten Regenwolken auf – wir haben gerade zur rechten zeit einen „trockenen Slot“ erwischt.

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Auf Bagadelle gibt es eine Reihe anderer Wildtiere, rund um die Lodge sehen wir vorwiegend Springböcke und Eland-Antilopen.

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Wir fahren dann die kurze Strecke zurück zum Hauptgebäude der Lodge, wo wir auf unser eigenes Gefährt umsteigen, das uns wieder zu den wunderschönen Chalets bringt, in denen wir in trauter Dreisamkeit den Rest des Tages verbringen. Zum Abendessen müssen wir wieder retour zum Restaurant im Hauptgebäude – heute lassen wir uns wieder abholen und zurückbringen – der Mensch ist lernfähig…

Gefahrene Tageskilometer: 494 / 8
zuletzt bearbeitet 25. Mai 2022
1'523 Beiträge · seit 201125. Mai 2022 · #325
Guten Tag Peter,

...verfolge gerne Deinen Langzeitbericht....hätte schon längst "Ferien" von den Ferien benötigt... 😄 😄 😄

....brauchst Du einen Schlüssel um für zum Farmhaus (auf der westlichen Seite der Pad) zu kommen?

Kannst Du das Procedere etwas erklären....diesen März war das NEUE Farmhouse nämlich wegen

"Renovation" bereits wieder "closed"...............?

LG..........................BMW
zuletzt bearbeitet 25. Mai 2022
Themenstarter411 Beiträge · seit 201925. Mai 2022 · #326
Hallo BMW!
Als wir dort waren, brauchte man keinen Schlüssel, um zum Farmhouse zu gelangen, das Tor auf der anderen Straßenseite war offen bzw. wurde geöffnet, sobald man dort rein wollte. Da inzwischen aber angeblich mehr Tiere dort angesiedelt wurden, wird das Tor nicht geöffnet sein... Der Plan ist, dass man als Gast des Farmhouses dort auch die Rezeption hat und das Restaurant (beides gab es schon, war nur noch nicht besetzt). Die Renovierungsarbeiten kann ich mir vorstellen, denn während des heftigen Gewitters lief Wasser aus allen Poren... 🙁 - sicher auch aus Löchern, wo es nie hätte rein sollen... Das Gebäude ist unglaublich schön angelegt, man sieht in eine Salzpfanne hinunter und Dünen sind rundum, einzigartige Kalahari-Landschaft; auch die Zimmer sind sehr schön, luxuriös eingerichtet - der Bau ist mMn etwas filigran - so werden etwa die Bodenfliesen bei Feuchtigkeit zu einem Eislaufplatz...
Ich brauche jetzt bald Ferien vom Schreiben... hoffe ich habe deine Fragen beantwortet, sonst melde dich einfach!
lG Peter
zuletzt bearbeitet 25. Mai 2022
Themenstarter411 Beiträge · seit 201926. Mai 2022 · #327
Reisetage 81 bis 83 (21. und 23. Oktober 2021) – Bagadelle Lodge – Windhoek – Ghanzi – Maun

An dieser Stelle muss ich mich kurz entschuldigen, denn für die in diesem Berichtsteil beschriebenen Reisetage wird aus meinem „Bilderbuch“ ein „Lesebuch“. Die Strecke zwischen Mariental und Maun birgt sicher einige attraktive Teilabschnitte, für uns ist sie aber mehr Mittel zum Zweck… Natürlich haben meine Reisefreunde das ein oder andere Bild geschossen, etwa auch in Windhoek, ich habe aber in dieser Zeit eigentlich nicht zur Kamera gegriffen – zu oft habe ich diese Strecke bereits zurückgelegt, ich ruhe meine Finger und Datenspeicher für die kommenden Tage aus!

Ich werde aus diesem Grund die folgenden Reisetage auch nur knapp umreißen, möchte Energie und Zeit sparen – bei mir und bei den Leser*innen dieser Zeilen. Ich kann aber versprechen, dass in diesem Reisebericht noch viele weitere Bilder folgen werden.
Während des gestrigen Nachmittags hat sich die Wettersituation langsam wieder eingekriegt, mit wem immer wir gesprochen haben, alle waren erstaunt, dass es derartig heftige Niederschläge zu dieser Jahreszeit in der Kalahari gibt – Gewitter sind immer wieder möglich, lediglich die Regenmenge sei weit weg von gewöhnlichen Niederschlägen… Man muss nicht überall dabei sein, wir hätten uns das so sicher nicht gewünscht.

Fazit Bagadelle Kalahari Game Ranch: Sehr schöne Unterkunft inmitten der Dünenlandschaft der Kalahari. Die Chalets des Hauptgebäudes liegen entlang eines Dünenkammes, wir sind aber im neuen Farmhouse untergebracht, das mit dem Auto erreichbar ist, aber ein Stück entfernt ebenfalls in den Dünen liegt. Die neue Anlage ist sehr geschmackvoll eingerichtet, wie wir gesehen haben, aber nur für das trockene Wetter in der Wüste oder Halbwüste ausgelegt. Vor allem die Aktivitäten, die hier angeboten werden (u.a. Bushman-Walk oder Gepardenfütterung) machen die Lodge zusätzlich attraktiv.

Am heutigen Reisetag legen wir gleich nach dem Frühstück los, denn wir müssen in Windhoek wieder zu einem PCR-Test antreten, denn sonst dürfen wir die Grenze zu Botswana nicht passieren. Also geht es flott von der Bagadelle-Lodge zurück nach Mariental – das ist die sichere Variante, denn der Regen hat angeblich auch Straßen unterspühlt. Kurz vor Mariental erreichen wir wieder die B1, nicht ohne vorher immer wieder durch sehr tiefe und große Pfützen gefahren zu sein. Der B1 folgen wir schließlich nach Windhoek, wo wir sofort zur Casa Piccola fahren, wo bereits wieder die Unterlagen zum PCR-Test ausgefüllt bereitliegen… Auch an dieser Stelle nochmals vielen Dank für diesen großartigen Service an Claudia und ihr Team. Der Test selbst ist wieder rasch erledigt, dann haben wir genügend Freizeit am Nachmittag. Das Wetter ist nach wie vor etwas stürmisch und als wir zur Heinitzburg hochmarschieren, werden uns die Regenschirme, die uns der Pförtner zur Verfügung stellt, aus der Hand gerissen… Wir fahren anschließend kurz zum Bushlore-Depot, denn der Kühlschrank im Auto ist so blöd montiert, dass er sich selbst das Kabel, das zur Batterie führt, durchscheuert… Wir stehen eben unter dem zeltähnlichen Dach im Depot, als starker Hagel einsetzt – die großen Hagelkörner bleiben auf den Planen liegen und die Arbeiter stürmen heraus, um mit den kleinen Bällen zu spielen… Hagelkörner etwa halb so groß wie Golfbälle – Windhoek im Oktober!

Anschließend fahren wir direkt zu Joes Beerhouse, wo wir das Abendessen einnehmen. Ich habe bei meinem letzten Besuch vor wenigen Tagen einen Tisch reserviert und so ist es diesmal etwas weniger hektisch. Anschließend geht es zurück zur Casa.
Auch diesmal liegen die Testergebnisse bereit als wir zum Frühstück kommen – Magda hat alles ausgedruckt und für uns bereitgelegt. Wir genießen das Frühstück und plaudern mit vier (?) Deutschen, die mit einer kleinen Reisegruppe unterwegs sind. Anschließend verstauen wir unser Gepäck im Auto und schon heißt es wieder Abschied nehmen – wir werden hierher aber nochmals zurückkommen…

Vorbei geht es am Flughafen Richtung Grenze. Die Fahrt entlang der B6 ist nicht sonderlich spannend, es sind hier sehr viele LKW’s unterwegs, außerdem ist relativ viel Gegenverkehr. Wir kommen aber gut voran und erreichen bald den Grenzübergang bei Buitepos. Die Überquerung der Grenze ist hier absolut kein Problem, innerhalb kürzester Zeit sind wir aus- und schon wieder eingereist. Mir fällt ein Stein vom Herzen, keiner sagt etwas wegen meines vollgestempelten Passes… Insgesamt benötigen wir nur 30 Minuten für den Grenzübertritt, wir haben extra auf die Uhr geachtet! In Botswana wird die Landschaft nicht spannender, wir fahren die langgezogenen Dünenrücken der Kalahari auf und ab, es geht zügig vorwärts.

In Ghanzi angekommen, geht es direkt zum Kalahari Arms Hotel, das sehr zentral inmitten der Stadt liegt. Das Hotel besteht aus einem Haupthaus und zahlreichen Chalets, die im dahinterliegenden, großen Garten rund um einen Swimmingpool angelegt sind. Vom Hotel marschieren wir zu Fuß zum Einkaufszentrum, wo wir uns für die kommenden Tage eindecken. Wir kaufen neue Getränke und Snacks, die wir im Delta benötigen. Das Abendessen nehmen wir im Restaurant des Hotels ein und sind begeistert – es ist völlig unerwartet mit Sicherheit eines der besten Essen während dieser Reise.

Fazit Kalahari Arms Hotel: Das zentral in der Stadt gelegene Hotel ist sehr ordentlich, die Garten-Chalets, die wir bewohnt haben, sind zweckmäßig eingerichtet und sauber. Die gesamte Anlage machten einen guten Eindruck, außer der Teich mit den Kois – diese armen Fische schwimmen scheinbar auch in knapp vor dem Siedepunkt stehendem Wasser… Das Hotel ist für einen Zwischenstopp jedenfalls zweckmäßig, das Essen - wie erwähnt - ausgezeichnet!

Wir machen uns am Morgen bald wieder auf, wollen auch die Morgenstunden zur Fahrt nutzen. Inzwischen ist es wieder ordentlich warm, die Sonne strahlt aus einem wolkenlosen Himmel, während wir auf der A3 dahingleiten – diesmal ist es tatsächlich mehr ein gleiten, denn die vielen Schlaglöcher, die diese Strecke auch schon hatte, sind recht gut ausgebessert. Ein Problem in Botswana sind die vielen Haustiere, vor allem die zahllosen Esel, die oft unvermittelt die Straße queren. Hier ist definitiv Achtsamkeit geboten. Zwischen Ghanzi und Maun liegen kaum 300 km, sodass wir schon vor Mittag in der „Metropole des Okavango-Deltas eintreffen.
Unser erster Weg führt uns zum Cafe „Dusty Donkey“, wo ich fast immer einkehre, wenn ich in die Stadt komme. Nach einer Pause in diesem kleinen, aber sehr netten Cafe fahren wir zum Spar, um die letzten Besorgungen zu erledigen. Anschließend kaufen wir im Wildlife Department die Eintrittstickets für das Moremi-Reservat und den Chobe-Nationalpark. Jetzt müssen wir nur noch bei Riley’s das Auto startklar machen, also den Tank und die Zusatzkanister auffüllen, dann haben wir alles erledigt. Wir fahren dann weiter zu unserem Quartier, dem Queness Inn-Hotel, wo ich ebenfalls schon öfter genächtigt habe. Das Hotel liegt bereits an der Ausfahrtsstraße Richtung Moremi, das ist gut, dann müssen wir am Morgen nicht wieder durch die Stadt.

Das Abendessen nehmen wir in einem kleinen Restaurant in der Nähe des Flughafens ein, da habe ich aber den Namen verdrängt – es ist aber ohnehin kein Platz, den ich weiterempfehlen würde – vielleicht das schlechteste Essen während unserer Reise. Als man direkt neben unserem Tisch auch noch eine riesige Verstärkerbox aufbaut und den „Soundcheck“ absolviert, verlassen wir das Lokal, schließlich wollen wir auch in den nächsten Tagen ohne Kopfschmerzen reisen…

Mit den kommenden Zeilen wird aus dem Lesebuch wieder ein Bilderbuch…

Gefahrene Tageskilometer: 328 / 491 / 320
zuletzt bearbeitet 26. Mai 2022
Themenstarter411 Beiträge · seit 201927. Mai 2022 · #328
Reisetag 84 (24. Oktober 2021) – Maun – Moremi – Mogothlo Safari Lodge

Auf den heutigen Tag und vor allem auch auf die kommenden Tage freuen wir uns. Endlich gibt es wieder Safari. Meine beiden Freunde waren bisher jeweils im Chobe NP, aber im Gebiet des Moremi Reservates und im Delta waren beide noch nicht. Im Vorfeld der reise haben wir lange überlegt, wie wir das anstellen sollen, ein Besuch im Delta ist schließlich auch immer eine Preisfrage. Da für die beiden eine Reise im Dachzelt nicht infrage kommt, haben wir uns schließlich auf einen Kompromiss geeinigt und dieser lautet eben Mogothlo Safari Lodge. Für mich war immer wichtig, dass wir uns zumindest zwei oder drei Tage am Khwai Fluss aufhalten und mit dem von uns ausgewählten Quartier haben wir eine preislich gerade noch akzeptable Lösung gefunden… Außerdem kenne ich diese Lodge aus den Jahren vor COVID und mir hat es dort jeweils sehr gut gefallen.

Wir fahren heute schon in der Dämmerung los, schließlich wollen wir durch das Moremi-Reservat fahren, also nicht die direkte Route zum Quartier nehmen. Von Maun geht es dazu bis nach Shorobe, wo dann die Piste beginnt. Die Straße bis Maun ist in einem akzeptablen Zustand, natürlich gibt es einige größere Schlaglöcher, aber wir müssen ohnehin auf die Tiere am Straßenrand achten und können nicht allzu schnell fahren. Ab Shorobe wird es gewöhnungsbedürftig. Für mich ist diese Piste ganz schlimm, denn der Sand ist durch den relativ dichten Verkehr längst zu feinstem Puder geworden und dieser Staub dringt einfach durch alle Ritzen ins Auto. Jedes Fahrzeug zieht eine gewaltige Staubwolke hinter sich her, da der Staub so fein ist, dauert es ewig, bis er sich wieder legt… Ich bewundere die Gäste, die in den offenen Jeeps sitzen und in die sündteuren Lodges transportiert werden. Spätestens wenn man das einmal live gesehen hat, versteht man jeden, der es sich leisten kann mit dem Flugzeug direkt anzureisen. Ich weiß nicht, ob ich mir das nur einbilde, aber mir erscheint es so, als würde diese Strecke immer schlechter werden. Vielleicht verdränge ich den Zustand aber einfach nur und bin dann bei der nächsten Fahrt wieder so schockiert…

Wir fallen von einem Loch ins andere, sind froh, mit dem Landcruiser einen guten fahrbaren Untersatz zu haben. Die Autos werden hier sicher stark beansprucht. Auch die Strecke vorbei an Kaziikini bis zum South Gate ist in einem sehr schlechten Zustand.
Direkt am Gate machen wir, völlig durchgerüttelt, eine Pause – wir haben noch nicht gefrühstückt und hier gibt es einige Tische, aber auch zahlreiche sehr neugierige Vögel. Vor allem ein Gelbschnabeltoko (Southern Yellow-billed Hornbill) und einige Braundrosslinge (Arrow-marked Babbler) nähern sich verdächtig an, um uns unser Frühstück abspenstig zu machen.

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Wir sitzen hier ein wenig herum und essen die Brote, die wir aus Maun mitgebracht haben, dazu gibt es leider nur noch lauwarmen Tee, denn das Wasser, das wir im Queness Inn, wo jedes Zimmer auch eine kleine Kochzeile hat, aufgekocht hatten, war inzwischen schon sehr ausgekühlt. Ein karges Mal in einer wunderbaren Natur…

Wir fahren zunächst Richtung Black Pools, am Gate hatte uns ein Ranger geraten, in dieser Gegend einen kurzen Gamedrive zu machen und anschließend auf direktem Weg nach Xakanaxa weiterzufahren, da Third Bridge in Trümmern liegt.
Wir sehen einige Elsterdrosslinge (Southern Pied Babbler) sowie eine wunderbare Gabelracke ((Lilac-breasted Roller), die im schönen Morgenlicht vor uns sitzt.

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Zunächst ist die Landschaft relativ trostlos, es sind außer den Vögeln eigentlich kaum Tiere zu sehen. Wir kurven zwischen den Termitentürmen herum, kommen aber gut vorwärts und erst als wir in die Gegend der Black Pools gelangen, sind in der Nähe des Wassers auch Säugetiere auszumachen. Wir fahren über die Tsessebe Alley, wo wir auf die ersten Zebras treffen.

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Im seichten Wasser tummeln sich einige Braune Sichler (Glossy Ibis) und ein paar Nilgänse (Egyptian Goose).

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In etwas größerer Entfernung sind Letschwe-Antilopen auszumachen, die von Kuhreihern begleitet werden. Hinter einem kleinen Teich liegt in mächtiges Krokodil, vor dem sich einige Schlangenhalsvögel (African Darter) versammelt haben.

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Auch einige Hippos grunzen herum, diese sind aber sehr friedlich.

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Entlang der Marakanelo Road, die uns wieder zurück Richtung South Gate bringt, treffen wir schließlich auf die ersten Elefanten.

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Auch ein Wasserwaran kreuzt unsere Pad.

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Ansonsten ist es relativ ruhig in dieser Gegend und wir beschließen vom South Gate auf der direkten Verbindung nach Xakanaxa zu fahren. Sicherlich würden wir noch viel lieber zu den Xini-Lagoons fahren, aber dazu haben wir heute sicher keine Zeit – schon gar nicht, wenn der Weg über Third Bridge gesperrt ist.

Entlang der Hauptpiste treffen wir bis zum Xakanaxa Gate nicht wirklich auf Tiere, es ist wie ausgestorben und wir machen uns schon Sorgen. Wir erhalten aber den Tipp, dass sich kurz nördlich des Gates ein Rudel Wildhunde aufhalten würde. Wir passieren das Gate in Richtung Lagune und müssen nicht lange suchen, da haben wir diese Tiere auch schon aufgespürt.

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Immer wieder stoßen verstreute Tiere zum Rudel und lassen sich in unmittelbarer Nähe zum Auto nieder, manche tauchen auch nur ganz unvermittelt hinter abgestorbenen Baumstämmen auf. Insgesamt zählen wir etwa knapp 20 dieser ausdauernden Jäger.

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Wir halten uns hier eine Weile bei den Tieren auf und kehren schließlich wieder zurück zum Gate. Von hier unternehmen wir einen Abstecher zu den Paradise Pools, ein Gebiet, das mir immer besonders gefällt. Die abgestorbenen Bäume inmitten der kleineren und größeren Wasserstraßen machen einen besonderen Reiz aus.

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Je weiter wir in dieses Gebiet eindringen, desto schöner wird es. Man muss nur die Orientierung beibehalten, denn es sind immer wieder kleinere Flussläufe, die Landzungen umgeben. An einigen Stellen müssen sogar umkehren, das Wasser steht doch relativ hoch…

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Wir sehen neben den allgegenwärtigen Impala vor allem auch eine relativ große Zahl an Letschwe-Antilopen.

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Wir können uns hier leider nicht so lange aufhalten, wie wir das alle gerne würden, denn wir haben immer noch eine relativ lange Fahrstrecke vor uns und niemand weiß, was wir noch sehen werden.

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Am Dombo Hippo Pool stoppen wir ebenfalls kurz, auch dieser ist heuer gut gefüllt, kein Vergleich zum Jahr 2019, damals war weit und breit kein Wasser zu sehen. Wir beobachten einen Nimmersatt (Yellow-billed Stork), der nahe des Ufers herumstochert.

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Die Hippos sind zwar in großer Zahl vorhanden, aber diese sind doch einigermaßen weit entfernt. Dafür sitzt ein Rotbauchwürger (Crimson-breasted Shrike) in unmittelbarer Nähe des Aussichtsturmes.

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Unterwegs sehen wir noch eine Gruppe Kudus und einige Giraffen. Auch einen Senegal-Kiebitz (African Wattled Lapwing) können wir entdecken.

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Kurz vor dem North Gate stoppen wir noch für einige Sporengänse (Spur-winged Goose), die in einiger Entfernung schnattern. Auch einige Hippos sind auszunehmen.

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Wir verlassen das Moremi Reservat durch das North Gate und fahren dann über Khwai weiter zu unserem Quartier, der Mogothlo Safari Lodge. Wir werden aber wieder hierher zum North Gate kommen, um nach weiteren Tieren Ausschau zu halten. Der Anfang war schon einmal sehr vielversprechend.
Ich habe eingangs über den Zustand der Pad zwischen Shorobe und Moremi South Gate geschimpft, aber das ist eine Autobahn im Gegensatz zur Piste vom North Gate nach Mogothlo. Vor allem die ausgeschwemmten Stufen vor den betonierten Wasserdurchläufen unter der Straße sind gemeingefährlich. Wenn man nicht aufpasst, kann leicht eine Achse abgerissen werden… Die „Schlaglöcher“ sind an einigen Stellen extrem tief, hier ist höchste Vorsicht geboten.
Kurz vor Sonnenuntergang kommen wir in der Mogothlo Safari Lodge an. Seit meinem letzten Aufenthalt hat sich einiges getan, die Wasserversorgung soll nun „Elefantensicher“ sein, rund um das Camp wurde ein Elektrozaun verlegt, der Elefanten daran hindern soll, direkt vor die Zelte zu kommen. Außerdem wurde in die Terrasse vor dem Restaurant ein Pool integriert. Die Safari-Zelte haben neue Türen, die schon sehr schadhaften Reißverschlusssysteme haben ausgedient.

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Hier sitzen wir auf der Terrasse direkt am Khwai Fluss und beobachten einige Büffel, die unter das Grünzeug aus dem Wasser abweiden. Dieser Platz ist tatsächlich wunderschön, uns gefällt es sehr gut.

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Kurz nach Sonnenuntergang verfärbt sich der Abendhimmel besonders schön. Die letzten Sonnenstrahlen dringen durch sich auftürmende Wolken.

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Wir sind heute am Abend die einzigen Gäste in der Lodge und die Aufmerksamkeit des Personals ist ausschließlich auf uns gerichtet. Es ist schon komisch, wenn man so einsam in einer Lodge sitzt… Für die kommenden Tage sind aber einige Gäste angesagt!

Gefahrene Tageskilometer: 312
zuletzt bearbeitet 27. Mai 2022
Themenstarter411 Beiträge · seit 201928. Mai 2022 · #329
Reisetag 85 (25. Oktober 2021) – Mogothlo Safari Lodge – Khwai – Moremi North Gate

Das Frühstück nehmen wir heute wieder als abgepackt mit – wir wollen keineswegs herumsitzen und dann die schönsten Stunden des Tages vergeuden. Der Nachteil an der Mogothlo Safari Lodge ist sicherlich, dass man eine knappe Stunde Anfahrt zum North Gate einplanen muss. Wie bereits erwähnt, ist die Piste in einem ganz schlimmen Zustand, da ist an ein zügiges Weiterkommen nicht zu denken. Die Nacht war sehr gut, in den zelten schläft man hervorragend, denn es kühlt gut ab und die Rufe der Hyänen vermitteln das Gefühl, mitten im Busch zu sein.
Wir sind ziemlich genau bei Sonnenaufgang auf der Piste und wollen also zurück in das Moremi Reservat, um auf der Südseite des Khwai nach Tieren zu suchen. Diese Ecke hatte schon bei meinen letzten Besuchen einiges zu bieten und natürlich hoffe ich, dass wir auch diesmal gute Sichtungen haben werden.

Etwa auf halber Strecke müssen wir aber bereits anhalten, denn ein Rudel Wildhunde quert die Pad – das fängt genau so an, wie wir uns das vorgestellt haben. Besser geht kaum.

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Die Hunde sind völlig entspannt, sind aber offenbar auf dem Weg Richtung Fluss. Wir haben Glück, dass es genau hier eine die Hauptstraße querende Piste gibt, der wir weiter folgen können.
Einer der Hunde trägt einen Vogel mit sich herum… Im Gegensatz zu gestern haben wir nun tolles Licht, ein Vorteil eben, wenn man zeitig unterwegs ist.

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Einige Tiere legen sich neben uns auf die Straße, wir sind hier das einzige Auto weit und breit.

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Wir folgen dem Rudel, aus allen Richtungen kommen weitere Hunde herbeigeeilt.

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Als schließlich doch ein Safari Auto einbiegt, lassen wir die Hunde zurück und fahren weiter Richtung North Gate.
Da wir die Eintrittstickets schon in Maun gekauft hatten, müssen wir nun nur noch das obligate Buch befüllen und dann können wir tatsächlich loslegen. Dafür fahren wir durch das North Gate Camp, wo wir auch noch rasch die Toiletten benutzen.
Der Weg führt uns parallel zum Fluss in östliche Richtung. Wir treffen zunächst auf eine große Herde Impala, die von einigen Wasserböcken begleitet wird.

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Wir sehen auch die ersten Vögel, darunter einen Flussuferläufer (Common Sandpiper).

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Auf einer Sandbank liegt ein Krokodil, auch die Flusspferde machen schon ordentlich Betrieb.

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Denen ist unsere Anwesenheit nicht recht, sie fühlen sich offensichtlich gestört. Auch die ersten Letschwe-Antilopen lassen sich nicht lange bitten.

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Ein Riedbock ist da schon wesentlich schwerer auszumachen.

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Impala sind auch heute wieder sehr viele unterwegs, die sich tatsächlich überall in diesem Park. Zebras zeigen sich dagegen nur vereinzelt.

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Wir sehen weiters einen Graureiher (Grey Heron), einige Witwenpfeifgänse (White-faced Whistling Duck) und weitere Krokodile und einen Klaffschnabel (African Openbill).

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Die Letsche-Antilopen sind ebenfalls entlang des Wassers überall anzutreffen.

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Es gibt einen Bereich, wo ich schon mehrfach einen Leoparden angetroffen habe und natürlich führt unser Weg auch heute dort vorbei. Der Weg windet sich entlang einer der Flussniederung mit den charakteristischen Termitenhügeln, auf der anderen Seite befindet sich ein lichter Wald. Völlig unvermittelt stehen wir plötzlich vor Löwen.

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Einige der Großkatzen liegen im Gras neben dem Fluss, andere stecken unter einem Mopane-Busch zusammen.

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Es sind insgesamt acht Raubkatzen, einige ausgewachsene Weibchen und männliche Jungtiere, die noch keine ausgeprägte Mähne besitzen.

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Sie gehen sehr zärtlich miteinander um, gegenseitige Fellpflege steht am Programm…

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Wir stehen direkt neben den Tieren, diese lassen sich durch uns aber auch nicht stören. Es ist einfach unglaublich schön, derartige Sichtungen für sich allein zu haben, weit und breit ist kein anderes Auto zu sehen.

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Die Löwen haben sich bald an uns gewöhnt und legen sich wieder zum Schlafen, sie haben das Interesse an uns verloren. Lediglich eine Löwin wacht und ist etwas unruhiger.

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Aber schließlich fallen auch ihr die Augen immer wieder zu… Erst als wir unser Auto wieder starten, finden wir wieder Beachtung.

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Wir fahren von hier aus wieder zurück Richtung North Gate, wir suchen uns nun einen gut einsehbaren Platz, wo wir unser Frühstück auspacken können. Schließlich dürfen wir die schwere Box, die jeder von uns in die Hand gedrückt bekommen hat, nicht wieder voll zurückbringen. Wir sehen ein Rotschnabelfrankolin (Red-billed Spurfowl) und einige Büffel, die aus dem Wald auf die freie Fläche am Wasser getrottet waren. Hier bleiben wir wohl besser nicht stehen, um das Frühstück einzunehmen…

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Es geht also noch ein Stück weiter, wo wir dann auch einen umgestürzten Baumstamm finden, auf den wir uns setzen können. In dieser großartigen Landschaft schmeckt ein Frühstück einfach noch einmal besser. Man muss jetzt aber eher schon von Brunch reden, denn es ist inzwischen bereits nach elf Uhr…
Auf der Weiterfahrt stoppen wir bei einem Silberreiher (Great Egret), der einen ganze Schar Witwenpfeifgänse anzuführen scheint.

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Versteckt stehen auch zwei Wassertriele (Water Thick-knee) am Fluss, während ein Goliath-Reiher (Goliath Heron) weiter entfernt auf Beute lauert.

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Auch die obligaten Letschwe-Antilopen sind immer noch vor Ort.

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Wir sehen schließlich auch noch Sporengänse (Spur-winged Goose) bevor wir zum Camp am North Gate gelangen.

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Wir haben inzwischen tatsächlich schon wieder wunderbare Sichtungen genossen und so entscheiden wir uns, zu unserer Lodge zurückzufahren. Wir sind doch etwas müde und wir müssen uns nichts beweisen. So fahren wir langsam zurück, der Weg ist ohnedies nochmals eine Herausforderung – auch, wenn ich nun als Beifahrer daneben sitze…
In der Mogothlo Safari Lodge genießen wir zunächst kalte Getränke, ehe wir uns noch einen Cafe holen, der am Nachmittag mit Kuchen serviert wird. Wir sprechen natürlich über unsere Sichtungen und schmieden Pläne für den neuen Tag. Außerdem führt eine frische Schlangenspur direkt unter der Plattform unseres Zeltes hindurch… die Angestellten schwärmen aus und bringen wenig später in einem Kübel eine Puffotter zurück, die sie dann etwas weiter vom Camp entfernt wieder in die Natur entlassen. Also auch vor Ort ist für Aufregung gesorgt. Wir haben uns darauf geeinigt, am nächsten Tag direkt von der Lodge weg dem Khwai Fluss Richtung Moremi zu folgen – auch dieses Gebiet ist immer für Überraschungen gut!

Gefahrene Tageskilometer: 131
zuletzt bearbeitet 28. Mai 2022
4'382 Beiträge · seit 201528. Mai 2022 · #330
Hallo Peter - hier noch ein geschriebener und nicht nur gedrückter Dank - vor allem für die Wildhundefotos. Sie im Moremigebiet zu erleben war auch für uns immer ein ganz besonders schönes Erlebnis.
Gruß + schönes Wochenende
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
608 Beiträge · seit 202028. Mai 2022 · #331
Hallo Peter,

Dein Bericht begeistert mich weiterhin! So tolle Fotos von wunderbaren Landschaften und Tieren! Danke auch für die ausführlichen Infos!
1'835 Beiträge · seit 201528. Mai 2022 · #332
Vielen Dank, Peter, für deinen wundervollen Bericht vom Moremi. Auch wir lieben die Khwai Gegend über alles und hatten dort in der Vergangenheit sehr gute Sichtungen. Wir lieben es auch einfach eine offene Stelle zu finden und umgeben von Tieren zu essen. Hoffentlich wird mein Traum diese Gegend zum vierten Mal zu besuchen bald wahr.
Wir ging es euch mit der Hitze im October? War es nicht drückend heiss im Zelt?
Ich möchte auf der Maghoto Campsite übernachten und dann auf der Nordseite des Khwai Game drives machen. Nun schreibst du dass die Strasse so fürchterlich ist. Dann vielleicht doch eher im Khwai Northgate Camp übernachten?
Danke dass du uns in den Moremi mitnimmst!
LG von Katrin
If life is a journey be sure to take the scenic road! Expedition Antarktis: https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299327-expedition-antarktis-mit-falklands-und-s-georgia.html Island In Herbstfarben https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299288-island-in-herbstfarben-september-2018.html Nordamerikanische Safari und Landschaften May Till October 2019 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/weitere-laender/299141-nordamerikanische-safari-und-landschaft-2019.html Zweite Selbst Fahrer Tour in Tansania. Same same but different. Juni 2018 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/tansania/295665-zweite-selbst-fahrer-tour-in-tansania-same-same-but-different.html Trip reports in English: Namibia and KTP 2016 http://safaritalk.net/topic/16959-self-drive-safari-tr-nam-sa-bots-nam/ Botswana 2016: http://safaritalk.net/topic/16985-self-drive-safari-tr-bots-nam-sa/ Tanzania 2015: http://safaritalk.net/topic/15256-self-drive-safari-through-northern-tz-parks-of-mara-crossings-and-lions-in-camp/ Nam-SA-Bots 2014: http://safaritalk.net/topic/14669-self-drive-safari-in-botswana-south-africa-and-namibiab/page
Themenstarter411 Beiträge · seit 201928. Mai 2022 · #333
Liebe Friederike, schön von dir zu lesen! Wildhunde sind einfach im Morgen- oder Abendlicht eine ganz andere Nummer... Natürlich haben uns die Tiere, die wir in Xakanaxa mittags gesehen haben, auch fasziniert - aber wie du richtig schreibst (und an den Bildern kann man das auch gut erkennen) sind die Farben einfach gänzlich verschieden... Freut mich, dass ihr das auch schon so erlebt habt! Danke, dass du weiter mit dabei bist, auch dir ein schönes WE!
glG Peter
Themenstarter411 Beiträge · seit 201928. Mai 2022 · #334
Vielen Dank, rik m. für deine positive Rückmeldung - ich werde mich weiter bemühen... 😄 es gibt Kraft nach so vielen Tagen, wenn man zwischendurch gelobt wird! Ich wünsche dir ein gutes WE, glG Peter
zuletzt bearbeitet 28. Mai 2022
Themenstarter411 Beiträge · seit 201928. Mai 2022 · #335
Hallo Katrin, freut mich, dass du meinen Bericht mitverfolgst! Vielen Dank für die tolle Rückmeldung.
Ihr solltet unbedingt hierher zurückkehren, auch Magotho Camp ist einfach genial, die kommenden Bilder sind aus dieser Ecke... Ich hoffe nur, dass die Gegend rund um Khwai (sie ist extrem tierreich) nicht bald zu einem Chobe Riverfront II wird - ich habe da so meine Befürchtungen. Die Straße ist schlecht, aber es lohnt sich allemal! Die Temperaturen waren im Oktober natürlich recht hoch, in den Zelten haben wir in der Nacht aber alle Fenster aufgerissen (es gibt ja Netze) und so waren die Nächte gut erträglich! Das war während unserer Anwesenheit nicht das Problem. Auch ich weiß, dass ich bald wieder hierher zurückkehren werde. Wir haben 2017 in Khwai North (2 Nächte) und in Magotho (auch 2 Nächte) im Zelt verbracht - einfach genial die Ecke!
Ich wünsche dir ein erholsames WE, glG Peter
Themenstarter411 Beiträge · seit 201930. Mai 2022 · #336
Reisetag 86 (26. Oktober 2021) – Mogothlo Safari Lodge – Khwai

Auch die letzte Nacht war recht angenehm, an den Zelten im Camp kann man die „Fenster“ öffnen, das heißt man rollt die Planen hoch und hat dann Fliegengitter, die in der Nacht die kühlere Luft in den Raum lassen. Wenn man das auf allen Seiten macht, zieht es einigermaßen durch und auch im Oktober ist es in den zelten recht angenehm. Außerdem gibt es einen Ventilator, der die Luft auch in Bewegung versetzt.
Auch heute nehmen wir das Frühstück wieder in einer Box mit, es hat uns gestern sehr gut gefallen, mitten in der Natur zu stehen und die Köstlichkeiten zu genießen.

Wir fahren zunächst vom Mogothlo Safari Camp, das direkt am Mababe Fluss liegt, zurück auf die Hauptverbindung, die uns weiter durch den kleinen Ort Mababe bringt. Hier gibt es einige kleinere Tümpel mit knorrigen Bäumen, an denen man vorbeifährt und wo wir kurz anhalten, um Höckerglanzgänse (Knob-billed Duck) zu fotografieren. Sie ziehen hier gemeinsam mit Sporengänsen (Spur-winged Goose) und Witwenpfeifgänsen (White-faced Whistling Duck) herum.

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In einem Baum sitzt ein Rotschnabeltoko (Southern Red-billed Hornbill) und putzt in den ersten Sonnenstrahlen sein Gefieder. Auf einem Dunghaufen am Rand sitzt eine Gabelracke (Lilac-breasted Roller)

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Wir beobachten zudem einen weiteren Klaffschnabel (African Openbill).

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Von hier fahren wir noch ein kurzes Stück weiter Richtung Moremi North gate und biegen dann endgültig zu Khwai Fluss ab, dem wir in weiterer Folge entlangfahren werden. Dabei gelangen wir in das landschaftlich wunderschöne Gebiet rund um das Magotho Camp, wo wir bereits 2017 im Dachzelt genächtigt hatten.
Die Stimmungen in den Morgenstunden sind dramatisch schön und zeigen die Wunderwelt des Deltas.

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Termitenhügel sind in dieser Gegend überall zu sehen, sie bilden auch das Rückgrat dieser Sumpflandschaft.

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Wir sehen die ersten Giraffen.

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Überall entlang des Flusses sehen wir viele Vögel, aber die Elefanten sind da schon leichter zu sehen…

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Seerosen blühen und ein Schlangenhalsvogel (African Darter) wartet geduldig auf das Frühstück.

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Aus dem Papyrus-Dickicht am Fluss tritt plötzlich ein großer Elefant hervor, er kommt uns bedrohlich nahe.

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Der Weg schlängelt sich immer flussparallel dahin, manchmal entfernt er sich wieder ein Stück, dann fahren wir aber sogar auch wieder durch die Ausläufer des Wassers. Diese Strecke ist einmalig schön. Ein Waffenkiebitz (Blacksmith Lapwing) marschiert durch das Wasser.

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Wir beobachten immer wieder Elefanten, die sich mal näher, dann wieder weiter entfernt am Fluss aufhalten.

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Auf der gegenüberliegenden Flussseite befindet sich das Moremi Reservat, dort wo wir gestern unseren erfolgreichen Gamedrive unternommen haben.

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Die Elefanten marschieren einfach durch den Fluss, sie können beliebig herumziehen.

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Wir fahren hier ein gutes Stück des Weges, aber da wird es natürlich nie langweilig, ständig gibt es Neues zu entdecken.

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Sei es ein Warzenschwein, Steinböckchen oder das ein oder andere Impala.

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Ein Flusspferd versteht keinen Spaß, als wir ihm zu nahekommen. Vermutlich ist der Koloss eben erst ins Wasser gelaufen.

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Kurz nach dem Magotho Camp treffen wir auf einen Marabu, der am Ufer entlang marschiert. Es ist aber nicht der einzige Aasfresser, den wir hier sehen – auch einige Weißrückengeier (White-backed Vulture) sitzen herum. Auch ein Kappengeier (Hooded Vulture) hat sich dazugesellt.

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Es stinkt ziemlich bestialisch, hier liegt sicher irgendwo ein Kadaver herum… Die Reste eine Flusspferdes sind deutlich erkennbar.

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Auch einige Schwarzmilane sitzen rundum, manche sind auch zum Trinken ans Wasser geflogen.

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Dann sehen wir sie aber schon, eine riesige Meute Löwen liegt direkt vor uns auf der Piste.

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Sie sind alle fettgefressen, kaum einer regt sich. Gelegentlich steht ein jüngeres Tier auf, scheint sich aber auch nur umzubetten…

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Wir sind fürs Erste einmal mit Zählen beschäftigt… 19 Löwen liegen hier dicht an dicht, einige weniges sind auch noch unter einem Busch in der Nähe zu sehen.

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Einige größere Knochenstücke des Hippos sind auch bereits zwischen den Raubkatzen auszumachen.

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Wir versuchen unser Auto bestmöglich abzustellen, denn das Licht ist inzwischen nicht mehr ganz ideal, es ist doch schon sehr grell… Da außer uns nur noch ein weiteres Auto vor Ort ist, haben wir diesbezüglich alle Freiheiten.

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Eine der Löwinnen hat sich offenbar schwer an der rechten Vorderpfode verletzt, sie humpelt zwischenzeitlich zum Kadaver, scheint aber bereits etwas abgemagert und insgesamt schwer gezeichnet.

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Wir stehen lange Zeit bei dieser unglaublichen Sichtung und die Tiere beachten uns überhaupt nicht.

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Erst als wir unser Auto wieder starten, werden die Köpfe gehoben – oder zumindest die Augen geöffnet…

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Wir fahren nun langsam wieder zurück in unser Camp, wir haben doch noch ein gutes Stück Weg vor uns. Bevor wir durch das Magotho Camp Richtung Hauptstraße fahren, beobachten wir aber noch eine Giraffe beim Trinken und einige Elefanten beim Baden.

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Den restlichen Nachmittag verbringen wir wieder in der Mogothlo Safari Lodge. Nach dem Nachmittagscafe füllen wir den Tank mit dem Diesel aus den Kanistern auf, denn morgen steht wieder eine etwas längere Fahrt bevor. Auch dieser Tag hatte wieder ein ganz tolles Erlebnis für uns parat – ein Grund mehr, wieder hierher zurückzukehren, wo sich meiner Meinung nach einer der schönsten Orte des Deltas befindet.

Gefahrene Tageskilometer: 97
zuletzt bearbeitet 30. Mai 2022
Themenstarter411 Beiträge · seit 201931. Mai 2022 · #337
Reisetag 87 (27. Oktober 2021) – Mogothlo Safari Lodge – Savuti – Kasane

Der heutige Tag wird wieder ein „Fahrtag“ sein, schließlich wollen wir von Mogothlo in nördliche Richtung bis nach Kasane. Dazu haben wir uns darauf geeinigt, den Weg über Savuti zu nehmen. Wir könnten natürlich auch die Hauptstraße wählen, aber das wollen wir nicht unbedingt, denn der Weg über Savuti ist zwar weiter, aber dafür haben wir doch die Möglichkeit, wenigstens einige Tiere zu sehen.
Wir machen uns keinen Stress und nehmen das Frühstück in der Lodge ein, die letzten beiden Tage haben wir ohnedies von Frühstücksboxen gelebt. Das Frühstück können wir ab 7:00 Uhr einnehmen, das sollte passen. Unsere Getränke haben wir bereits am Vorabend bezahlt, also können wir jederzeit aufbrechen. Noch einmal riskieren wir einen Blick von der Terrasse auf das Paradies am Mababe-Fluss…

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Fazit Mogothlo Safari Lodge: Die Preise der Lodges in Botswana sind wahre Spielverderber, auch Mogothlo ist nicht unbedingt günstig, aber im vergleich zu anderen Plätzen wenigstens noch finanzierbar. Die Safari-Zelte auf den Holzplattformen haben ein Liftup erhalten und sind jetzt wirklich komfortabel, es fehlt eigentlich nichts mehr. Dusche und WC sind in einem guten Zustand, alles ist auch sehr sauber. Der Blick von der Terrasse, in die nun auch ein kleiner Pool integriert ist, ist fantastisch, die Abende am offenen Feuer inmitten der Natur und mit den entsprechenden Hintergrundgeräuschen sind einfach himmlisch.
Wir brechen nun auf und fahren über die Ortschaft Mababe, wo die Kinder in ihren blauen Schuluniformen am Weg zur Schule sind, dem Mababe Gate entgegen. Hier entscheiden wir uns dafür, über die Marsh-Route zu fahren, eine Entscheidung, die wir nicht bereuen, denn obwohl der Boden sehr hart ist – nur an ganz wenigen Stellen kommt Sand durch – kommen wir gut vorwärts. Der Tierreichtum hält sich in Grenzen, wir sehen eigentlich überhaupt keine Tiere, nur einige Zebras und Gnus, aber in großer Entfernung weit im Osten.
Die Piste wird erst kurz vor Savuti wieder etwas tiefer… Wir fahren aber ohnedies seit dem Eintritt in das Moremi-Reservat am South Gate mit vermindertem Reifendruck, das hilft natürlich hervorragend.

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Kurz vor Savuti sehen wir auch einen jungen Raubadler (Tawny Eagle) in einem Baum sitzen. Leider habe ich vermutlich am Vorabend beim Putzen meiner Kamera am Einstellungsrad gedreht – jedenfalls merke ich erst bei der Durchsicht meiner Bilder, dass die Einstellung der Zeit-Automatik verstellt ist und die ersten Bilder eine relative Unschärfe aufweisen… Das hätte auch ganz anders ausgehen können. In Zukunft werde ich sicher wieder vermehrt darauf achten.

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Südlich von Savuti begegnen wir zunächst einigen Giraffen. Diese Tiere sind uns auch in Moremi immer wieder untergekommen, von denen dürfte es eine große Zahl in den Reservaten geben.

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Eine Gruppe Elefanten steht in der Ebene, wobei unser Hauptaugenmerk auf ein Jungtier fällt, das offensichtlich seinen Spaß mit den Tauben hat. Sobald sich ein Vogel niedersetzt, stürmt der Kleine los…

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Ein Elsterwürger (Magpie Shrike) sitzt in einem Mopane-Busch, während ein Schopffrankolin (Crested Francolin) über die Pad stürmt.

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Wir wollen in Savuti keinen wirklichen Gamedrive unternehmen, vielmehr alles mitnehmen, „das uns über wen Weg läuft“. Da wir bisher gut vorangekommen sind, ist auch nicht wirklich zeitlicher Druck vorhanden. Selbstverständlich muss man eine Reifenpanne immer einkalkulieren.
Weiters sehen wir eine Riesentrappe (Kori Bustard) und eine kleine Gruppe Paviane mit einigen Jungtieren.

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In der Nähe vom Leopard Rock treffen wir auf zwei völlig vollgefressene Löwinnen, die von einem jungen Löwen und einem starken Männchen begleitet werden. Mit dieser Sichtung haben wir nie und nimmer gerechnet, denn ohne richtigen Gamedrive ist das nur ein Glückstreffer… Die beiden Löwinnen liegen wie vollgefüllte Säcke neben uns.

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Bei genauerem Hinsehen ist noch die rote Farbe des Blutes im Fell zu erkennen. Der Kill dürfte wohl während der Nacht passiert sein. Jetzt ist erst mal Ruhe angesagt. Wir sind da sicherlich ein Störfaktor.

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Das Männchen ist da schon wesentlich weniger entspannt, steht aber auch nicht auf. Eine der Löwinnen findet uns wohl eher nur langweilig…

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Da wollen wir natürlich auch nicht länger stören, Löwen haben wir in den vergangenen Tagen tatsächlich sehr viele gesehen.
Wir sehen in Savuti aber auch noch den ein oder anderen Elefanten, von denen dürften doch einige in der Gegend sein. Es sind jedoch keine Gruppen unterwegs, sondern lediglich einzelne Tiere.

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Zudem beobachten wir einen schönen Kudu-Bullen und große Gruppen von Impala.

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Besonders freuen wir uns über den Anblick einiger Tsessebe-Antilopen, die habe ich bisher in der Gegend noch nie gesehen.

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Im Savuti Camp machen wir eine kurze Pause, leider habe ich es verabsäumt, ein Bild des Rangers zu knipsen, der die ganze Zeit über auf einem Elefantenkopf hockend auf seinem Handy gespielt hat. Das war doch ein einigermaßen skurriles Bild. Wir trinken etwas und tauschen uns mit einem belgischen Pärchen aus, das von Norden angereist ist und große Probleme bei der Passage einiger Streckenabschnitte hatte. Die beiden sehen einigermaßen gezeichnet aus.
Von Savuti weg folgen wir der Piste entlang des Flugfeldes, die in einem guten Zustand ist, während die eigentliche Strecke durch einige Starkregen angeblich sehr stark ausgeschwemmt wurde. Wir sind mit der Routenwahl zufrieden, denn außer einigen kleineren Tümpeln nördlich des Savuti-Camps, die wir jedoch umfahren können, geht es wieder sehr gut vorwärts. Auch den sandigen Abschnitt die letzten Dünen hinauf Richtung Kichikau meistern wir ohne Probleme.

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Entlang der Ghoha-Road geht es nun weiter über Kichikau nach Kasane. In Kichikau, wo wir auch wieder die Asphalt-Straße erreichen, pumpen wir die Reifen wieder auf, dann dann sind wir auch schon wieder auf Achse.

Kurz nach 16:00 Uhr erreichen wir Kasane, wo wir sofort zum Flughafen fahren, um uns einem weiteren PCR-Test zu unterziehen. Wir wollen das so schnell wie möglich erledigt haben. Außerdem haben wir so – sollte der Test verloren gehen – eine weitere Testmöglichkeit. Wir füllen die Fragebögen aus und sind sehr überrascht, dass hier bei einem Test sowohl Nasen- als auch Rachenabstrich genommen werden. Das haben wir so bisher noch nicht erlebt.
Anschließend fahren wir zur Chobe Safari Lodge, wo wir für die kommenden beiden Nächte einchecken. Damit haben wir auch diesen etwas längeren Fahrtag gut hinter uns gebracht.

Gefahrene Tageskilometer: 254
zuletzt bearbeitet 31. Mai 2022
109 Beiträge · seit 201631. Mai 2022 · #338
Danke Luigi15 für den sehr ausführliche Bericht. Wir freuen uns auch schon sehr auf die Gegend um Khwai, Moremi, Savuti und die Mogothlo Lodge.
Beste Grüße
NASA
Themenstarter411 Beiträge · seit 201931. Mai 2022 · #339
Hallo NASA, freut mich, wenn du aus dem Bericht für euren Aufenthalt ein wenig Nutzen ziehen kannst! Ihr könnt euch wirklich auf euren Urlaub freuen, ihr werdet begeistert sein von dieser Ecke! Wenn du Fragen hast - jederzeit bitte melden!
Beste Grüße, Peter
Themenstarter411 Beiträge · seit 201901. Juni 2022 · #340
Reisetag 88 (28. Oktober 2021) – Kasane – Chobe NP (Riverfront)

Heute verbringen wir den gesamten Tag im Chobe Nationalpark und werden von Kasane aus am Morgen eine Bootsfahrt am Chobe Fluss unternehmen, am Nachmittag folgt dann ein Gamedrive mit dem eigenen Auto. Darauf freuen wir uns schon alle, denn eine Bootsfahrt bringt dann doch eine andere Perspektive. Dass wir die Bootsfahrt am Morgen unternehmen hat den Grund, dass wir alle drei schon Bootsfahrten zum Sonnenuntergang am Chobe mitgemacht haben. Wir wollen deshalb einmal etwas anderes erleben. Außerdem haben wir ein privates Boot vorreserviert, um ganz nach unseren Vorstellungen fotografieren zu können…

Die erste Diskussion erfolgte schon am Vorabend, als man uns erklärte, dass die Bootsfahrten – auch die mit privatem Boot – um 10:00 Uhr starten… So weit, so schlecht – das kommt natürlich so überhaupt nicht infrage, denn wir haben das Boot für vier Stunden reserviert und würden dann nur in der Mittagssonne unterwegs sein, der Alptraum für jeden Fotografen. Also wird nach langer Verhandlung eine Abfahrt um 08:00 Uhr fixiert – dazu muss aber auch noch eine Frühstücksbox organisiert werden, denn Frühstück startet erst um 09:00 Uhr, weil die Gäste bis knapp vor 11:00 Uhr dort sitzen dürfen, damit die, die vom Morgengamedrive kommen, auch noch Frühstück erhalten. Also dann auch noch in der Küche Bescheid gegeben und Frühstück organisiert.

Als wir am Morgen zum Boot kommen, folgt die zweite negative Überraschung: Wir haben zwar ein Boot für uns, aber darauf haben sicher 50 Personen Platz – also ein Boot, wie es für die „normalen“ Touren verwendet wird. Wieder folgt eine lange Diskussion, denn schließlich haben wir das Boot ein dreiviertel Jahr vorher reserviert… Übrig bleibt, die beiden kleinen Boote sind kaputt, wir müssen mit dem großen fahren – der Service ist hier tatsächlich so schlecht wie schon lange nicht. Ich besuche die Lodge seit vielen Jahren, aber in letzter Zeit geht es eigentlich ziemlich bergab. Das hängt nicht nur mit dieser Groteske zusammen.

Wir sitzen zu viert mit unserem charmanten Guide, einer jungen Dame, die sich das vermutlich auch anders vorgestellt hat, im großen Boot und starten in den Tag. Um es auf den Punkt zu bringen: Die Rangerin ist extrem bemüht, ihr ist die Sache selbst mehr als peinlich, sie erklärt uns, dass die Motoren der Boote „seit Monaten“ nicht gewartet sind und heute deshalb auch nicht gestartet werden konnten… Preis-/Leistung passt hier (vorsichtig formuliert) nicht ganz zusammen.

Wir fahren nun flussaufwärts und versuchen, dennoch das Beste aus der Sache zu machen. Nach den ersten Sichtungen schwindet der Frust, kommt zwischenzeitlich aber wieder kurz, als wir eine Gruppe Fotografen mit einem kleinen Boot ganz nahe an das Ufer fahren sehen… So in etwa war das auch unser Plan.
Auf dem Weg in den Park passieren wir ein Mokoro mit Einheimischen, für mich ist das immer schwer vorstellbar, in einem Fluss zu staksen, der nur so wimmelt von Flusspferden… Aber früh übt sich und die Leute wissen damit umzugehen.

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Wir folgen zunächst dem Ufer der Hauptrinne und sehen einige Weißscheitelkiebitze (White-crowned Lapwing).

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Dann drehen wir doch Richtung Flussinseln und stoßen dort gleich auf einen Silberreiher (Great Egret), den wir einige Zeit beobachten.

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Über die Sichtung eines Langzehenkiebitz (Long-toed Lapwing) freue ich mich besonders, denn den habe ich noch nicht so oft gut vor die Linse bekommen. Etwas weiter entfernt steht ein Purpurreiher (Purple Heron).

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Bald sehen wir auch die ersten Krokodile, von denen gibt es auf den Inseln reichlich. Als wir mit dem Boot stoppen, fliegt ein Schlangenhalsvogel (African Darter) auf.

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Wir erspähen dann auch einen Rallenreiher (Squacco Heron), der aber sofort wieder verschwindet.

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Ein Nilwaran schlängelt sich durch das hohe Gras und ein Klaffschnabel (African Openbill) lässt uns näher herangleiten, ehe er es dann doch vorzieht zu flüchten.

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Dann taucht ein Brauner Sichler (Glossy Ibis) auf, auch er ist uns wohlgesonnen.

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Am Morgen sind viele Krokodile auf den Sandbänken, denn sie wärmen sich in der Sonne auf – das ist natürlich ganz nach unserem Geschmack.

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Auf einer der Inseln sehen wir eine große Herde Wasserböcke, auch da versucht unser Guide möglichst nahe ranzufahren.

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Ein Nimmersatt (Yellow-billed Stork) lässt uns relative nahe heran, zieht es dann aber doch vor zu fliehen und sich in die Lüfte zu erheben.

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Wir stoßen dann auch noch auf eine große Herde Impala.

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Auf der anderen Seite einer Insel ist eine riesige Herde Büffel zu sehen. Wir müssen dazu einen kurzen Umweg nehmen, um mit unserem großen Boot etwas näher zu kommen.

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Mitten unter den Büffeln taucht plötzlich ein Lappenstar (Wattled Starling), auch diesen Vogel habe ich noch nicht allzu oft gesehen. Zudem sind auch weitere Weißscheitelkiebitze zu sehen.

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Wir fahren dann auch noch zu „Skimmer Island“ einer kleinen Sandbank, auf der die Scherenschnäbel (African Skimmer) brüten. Auch einige Wassertriele (Water Thick-knee) sind dort zu sehen.

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Bei der Rückfahrt zur Lodge sehen wir noch einige sehr große Krokodile

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Während wir fotografieren, fliegt ein Klaffschnabel an uns vorbei.

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Als wir neben diesem „Monster“ stehen, ist dies der einzige Augenblick während der Bootsfahrt, an dem ich mich am großen Boot wohler fühle…

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Weiters sehen wir noch eine Familie Nilgänse (Egyptian Goose), einen Nilwaran und einen weiteren Purpurreiher, dem wir sehr nahe kommen.

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Von weitem sehen wir auf der Rückfahrt auch noch eine Herde Elefanten, doch da sind wir uns ziemlich sicher, dass wir diese Tiere am Nachmittag auch noch sehen werden…

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Zurück in der Lodge stürzen wir uns auf unser „Frühstückspacket“, denn inzwischen sind wir doch einigermaßen hungrig. Die knapp 4-stündige Bootsfahrt hat uns doch geschafft. Doch dieses „Frühstück“ ist ein einziger Krampf, da wurde alles reingeworfen, was an Süßigkeiten in den letzten Wochen zurückblieb in der Lodge. Wer isst Schokolade und Bonbons zum Frühstück… Ich sammle die drei Boxen ein und bringe sie in die Küche retour – der Küchenchef ist entsetzt (oder spielt es jedenfalls gut)… Er nimmt die Boxen und entsorgt sie – wir werden dafür zu einem Mittagessen eingeladen… diese Stärkung brauchen wir auch, denn am Nachmittag wartet ein Gamedrive auf uns…

Fortsetzung folgt!
zuletzt bearbeitet 01. Juni 2022