100 Tage quer durch das Südliche Afrika

Reisebericht 394 Antworten · 43,5k Aufrufe · gestartet 05. Jan. 2022 von Luigi15
423 Beiträge · seit 201329. März 2022 · #161
Hallo Peter

Es freut mich, dass deine Reise hier wieder weiter geht 🙂 - ich bin schnell wieder dazu gestiegen - , da ich Südafrika auf einer weiteren Reise besser kennen lernen möchte, sind deine ausführlichen Beschreibungen mit den tollen Bilder sehr hilfreich für die Planung.

Liebe Grüsse Regina
Reiseberichte: 2015 - von Kapstadt nach Windhoek durch den KTP 2017 - der Leopard kommt nur am Sonntag... 2019 - Namibia Nov.2019 - auf der Suche der Lone Men 2021 - vom Winde verweht - Skeleton Coast Campingtour
Themenstarter411 Beiträge · seit 201929. März 2022 · #162
Wunderbar, Regina, dass du wieder mit dabei bist - ich hoffe es gibt noch viele interessante Dinge für dich, die du in eine deiner nächsten Reisen in dieses wunderbare Land einbauen kannst. Danke nochmals für die Rückmeldung zu den Bildern 🙂
Beste Grüße, Peter
Themenstarter411 Beiträge · seit 201929. März 2022 · #163
Reisetage 33 (3. September 2021) – Kruger NP (rund um Letaba)

Die Vorfreude ist groß! Wir waren alle drei schon mehrfach im Kruger Nationalpark, aber irgendwie hat dieses Naturschutzgebiet für mich (für uns) eine ganz besondere Bedeutung. Die ersten Besuche hier waren „durchwachsen“ und nicht immer sonderlich von Erfolg gekrönt, es gab immer wieder Tage, an denen ich wenig bis kaum etwas vor die Linse bekommen habe… Mit der Zeit kommt aber die Erfahrung bei der Tierbeobachtung dazu (zu welcher Zeit ist es sinnvoll, wo zu warten, welche Wege lohnen sich besonders,…) und seit einigen Jahren habe ich meinen Frieden mit diesem Park geschlossen – viel mehr noch, ich bin jedes Mal ganz enthusiastisch wieder hier sein dürfen und freue mich über wirklich jedes Tier, das wir zu Gesicht bekommen. Ich hechle nicht mehr hinter jedem Löwen her, ein Vogel oder ein Impala sind ebenso faszinierend – vielleicht ist es genau dieser „Druck“, den man sich selbst auferlegt, immer mehr immer besser sehen zu müssen, der dann auch „Misserfolge“ zur Folge haben kann, wenn die Erwartungen nicht erfüllt wurden.

Nach einem zeitigen Frühstück brechen wir auf, um die relativ kurze Strecke zum Phalaborwa-Gate zurückzulegen (es sind rund 100 km zwischen Lodge und Parkeingang).

Fazit Tzaneen Country Lodge: Das nahezu unüberbietbare Preis-/Leistungsverhältnis macht diese Unterkunft zu einer wirklichen Alternative. Natürlich liegen die Lodges am Parkeingang günstiger, aber dafür haben diese mitunter auch wirklich stolze Preise. Wenn man mehrere Tage im Park verbringt, dann ist es meiner Meinung nach relativ egal, einen etwas längeren Anfahrtsweg in Kauf zu nehmen. Die Zimmer sind komfortabel eingerichtet, alles ist sehr sauber und der parkähnliche Garten ein kleines Vogelparadies. Das Restaurant bietet vorzügliche Speisen zu sehr moderaten Preisen.

Wir werden also die kommenden neun Nächte im Nationalpark in SAN-Parks-Quartieren verbringen und von Letaba aus (hauptsächlich) Richtung Süden fahren. Ohne Zweifel ist auch der äußerste Norden des Nationalparks ein lohnendes Ziel, aber dafür reicht die Zeit dann doch nicht aus. Wir konzentrieren uns bei diesem Besuch also auf den zentralen und südlichen Bereich des Parks, dort wo meiner Einschätzung nach auch die Tierdichte am höchsten ist. Bei der Beschreibung der Reisetage in diesem Bericht fasse ich die Tage jeweils so zusammen, dass ich ausgehend von den jeweiligen Quartieren beschreiben werde.
Die Zahl der Besucher im Park ist sehr überschaubar, selbst weiter im Süden, rund um Lower Sabie, wo es manchmal ganz schön hektisch werden kann, hält sich das Gedränge bei den Sichtungen sehr in Grenzen… oft haben wir gute Sichtungen sogar ganz für uns allein. Deshalb haben wir auch das Gate rasch passiert, der administrative Aufwand ist ja nicht so groß und es gibt keinen Stau!
Kurz nach dem Gate besuchen wir den Sable Damm, wo wir kaum Tiere antreffen, rundum ist es sehr still an diesem Tag. Einzig ein junger Sattelstorch (Saddle-billed Stork) steht entfernt am Ufer und lauert auf ein verspätetes Frühstück. Direkt beim Auto spaziert eine Witwenstelze (African Pied Wagtail) auf und ab.

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Die Landschaft entlang der H-9 ist geprägt von Granitkuppen, die aus dem Mopane-Busch aufragen. Auf dem Weg Richtung Osten stoppen wir noch kurz als ein paar Hornraben (Southern Ground Hornbill) dabei sind die Straße zu kreuzen. Diese großen Vögel mit ihren knallroten Kehlsäcken sind immer ein schöner Farbtupfen in dieser an sich trockenen Landschaft.

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Kurz vor Letaba verlassen wir die Hauptstraße und fahren weiter über die S96 und S131 Richtung Camp. An der Mündung dieser beiden Schotterpisten sehen wir dann die ersten Säugetiere, die sich etwas näher präsentieren: Drei junge Löwenkater und eine Löwin liegen im hohen Gras und strecken sich in der Sonne, die sich eben ihren Weg durch eine morgendliche Wolkenschicht bannt.

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Obwohl die Katzen relativ unruhig sind und abwechselnd aufstehen, bleiben sie schlussendlich doch an Ort und Stelle. Wir warten eine ganze Weile und als sie sich flach ins Gras kauern, sind sie plötzlich fast unsichtbar. Wir freuen uns über die erste Begegnung und sehen es als gutes Zeichen, dass die erste gute Tiersichtung im Park gleich eine mit Raubkatzen war…
Weiter geht es also die letzten Kilometer nach Letaba, wo wir unmittelbar vor dem Camp noch auf eine Tüpfelhyänen-Familie treffen, die offenbar in einem der Abwasserrohre, die unter der Hauptstraße durchführen, ihren Bau eingerichtet hat. Wir sind richtig verwundert, dass kein weiteres Auto weit und breit zu sehen ist – vermutlich liegen die Tiere den ganzen Tag hier an der Straße. Diese Einschätzung ist aber nicht zutreffend, wie sich später herausstellt, denn wir sehen sie, obwohl wir öfter diese Stelle passieren, nur diese eine Mal.

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Im Camp angekommen, erhalten wir, obwohl es gerade erst Mittag ist, anstandslos unseren Zimmerschlüssel. Da unsere Tochter erst sehr spät entschieden hat, uns auf dieser Reise zu begleiten, zahlen wir hier im Park jeweils erst an der Rezeption den Aufpreis für die zusätzliche Person. Es stellt sich nun als Glücksfall heraus, dass ich in den Camps jeweils Bungalows mit einer Dreier- oder gar Viererbelegung gebucht hatte – die Doppelzimmer sind ja leider oft als Blockbuchungen von Reisebüros rasch vergriffen…
Wir beziehen das Cottage mit der Nummer 70, das sehr zentral gelegen ist. Direkt vor der Terrasse stehen einige Bäume, auf denen ich natürlich sofort Vögel ausmache. Ich setze mich ruhig auf den etwas in die Jahre gekommenen Gartenstuhl und muss nicht lange warten, um einen Haubenbartvogel (Crested Barbet), einen Rotschulter-Glanzstar (Glossy Starling), eine Brillentaube (Mourning Collared Dove) und eine Palmtaube (Laughing Dove) vor der Linse zu haben.

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Langsam werden die Damen ungeduldig, denn wir wollen kurz zum Restaurant, um einen Cafe oder einen Appletiser zu ordern. Langsam wird es warm, die Temperaturen im Lowveld erreichen zumeist die 30-Grad-Marke um diese Jahreszeit, zudem ist es doch einigermaßen schwül.
Vom Restaurant genießt man einen guten Blick auf den Letaba-Fluss, wo entlang der Flusskanäle einige Vögel auszumachen sind (hauptsächlich Wollhalsstörche und Nilgänse), im Hintergrund sind Wasserböcke zu erkennen – aber es sind derzeit eben keine Tiere näher am Camp, sodass nur dieses Überblicksfoto entsteht. Im Camp selbst fallen die vielen blühenden Impala Lily’s (Adenium multiflorum) auf.

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Ich bin etwas unruhig und kann den Stopp im Restaurant nicht wirklich genießen – nicht weit entfernt am Fluss habe ich einen blühenden Baum ausfindig gemacht, der voll mit Vögeln scheint – zumindest ist das Zwitschern des Federviehs weithin zu vernehmen.
Bei diesem üppig blühenden Baum handelt es sich um eine Südafrikanische Baumfuchsie (Schotia brachypetala), die Vögel offenbar magisch anzieht. Zunächst faszinieren mich einige Baumhopfe (Green Wood Hoopoe), die am Stamm herumturnen. Anfangs sind die Vögel durchaus scheu, langsam gewöhnen sie sich aber an meine Anwesenheit… Akrobatisch turnen sie den Stamm auf und ab und suchen mit dem langen, gebogenen Schnabel die Rinde ab.

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Die Jungtiere haben dabei noch einen schwarzen Schnabel, der dementsprechend weniger auffällt.

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Im Baum selbst steppt auch der Vogel… Ich weiß überhaupt nicht, wo ich zuerst hinschauen soll. Der Weißbauch Nektarvogel (White-bellied Sunbird) ist jedenfalls besonders stark vertreten.

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Daneben tummeln sich hier Bindennektarvögel (Marico Sunbird), ein Maskenpirol (Black-headed Oriole) und ein Braunkopfpapagei (Brown-headed Parrot).

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Da geht die Strichelracke (Purple Roller), die daneben auf einem abgestorbenen Ast ruht, fast schon unter…

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Nach dieser „Pause“ im Camp, die für mich ohnehin keine war, fahren wir am Nachmittag ein Stück entlang des Flusses in nördlicher Richtung mit dem Ziel Matambeni Birdhide.
Nicht weit außerhalb des Camps freuen wir uns über eine Erstsichtung: Auf einem alten Baumstamm ruht ein riesiger Südlicher Felsenpython. Ausgewachsene Tiere erreichen eine Länge von bis zu fünf Metern, wir schätzen, dass dieses Exemplar gute drei Meter lang sein wird…

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Auf dem Weg parallel zum Letaba-Fluss trafen wir auch auf die ersten Büffel, die auch Richtung Wasser trotteten, dabei aber keinen Grashalm verschmähten und deshalb nur langsam vorwärts kamen.

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Eine Gabelracke (Lilac-breasted Roller) mühte sich mit ihrer Baute, sonst war es aber auch hier relativ ruhig.

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Kurz vor der Abzweigung von der Hauptstraße trafen wir dann auf die ersten Elefanten, einige der Dickhäuter fraßen entlang der Straße, dabei wurde natürlich auch kräftig an den Büschen gezogen…

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Ein Impala-Bock beobachtete das große Fressen aus sicherer Entfernung…

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Der Bird-Hide von Matambeni liegt wunderschön oberhalb des Letaba-Flusses. Von hier aus genießt man einen herrlichen Rundumblick über die schöne Flusslandschaft, zudem sind hier auch meistens zahlreiche Tiere zu bestaunen.
Zunächst hat es uns eine Riesenschildechse angetan. Die bis zu 60 cm großen Reptilien mit ihren abgeplatteten Körpern liegen auf den Felsen in der Sonne.

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In einem Baum auf der anderen Seite des Hides sitzen einige Angola-Schmetterlingsfinken (Blue Waxbill).

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In relativ großer Entfernung pflügen ein paar Elefanten durch die Schwimmpflanzen im Letaba-Fluss.

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Obwohl sie mitten im Grün stehen, scheinen die Pflanzen, die weiter weg sind, einen noch größeren Reiz auszuüben – irgendwie menschliche Züge…
Dahinter grasen auch einige Impala, noch weiter weg sind auch wieder Wasserböcke zu sehen.

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Vor einigen Gezahnten Pelomedusen setzt sich plötzlich ein Graufischer (Pied Kingfisher) mit einem großen Fisch auf einen Ast. Immer wieder schlägt er seine Beute auf das Holz; für uns hat es den Anschein, dass er den Fisch irgendwie versucht auseinanderzubrechen… unaufhörlich schlägt er zu…

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Ein anderer Graufischer sitzt daneben und beobachtet den Vorgang, etwas weiter in unsere Richtung sitzt zudem ein Braunkopfliest (Brown-hooded Kingfisher).

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Wir bleiben hier wirklich lange sitzen, es gibt ständig etwas Neues zu beobachten und wir fühlen uns einfach rundum wohl. Gerade als wir unsere Sachen zusammenpacken und aufbrechen wollen, eskaliert die Situation in einer Gruppe von Flusspferden, die ebenfalls unter uns herumtümpeln… Unter lautem Gegrunze reißt eines der Tiere sein Maul weit auf…

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Wir brechen nun endgültig auf und fahren zurück in das Camp, wo wir vor unserem Bungalow den Griller bemühen und ein paar schöne Fleischstücke zubereiten. Dazu kochen wir Kartoffeln und marinieren den Salat. Besonders freuen wir uns darüber, dass wir während des Abendessens Besuch bekommen, zwei Ginsterkatzen, die sich mit uns das Häuschen teilen, kommen immer wieder kurz auf Besuch… Die Tiere sind nicht sonderlich scheu und lassen sich sogar ablichten!

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Zufrieden mit diesem ersten Tag im Kruger Nationalpark fallen wir bald in unsere Betten, denn morgen erwartet uns sicher auch wieder ein spannender Tag…

Gefahrene Tageskilometer: 212
zuletzt bearbeitet 29. März 2022
2'167 Beiträge · seit 200929. März 2022 · #164
Hallo Peter,
Vielen Dank fuer deinen Bericht und die vielen tollen Fotos, meine Vorfreude auf den Kruger wird nun immer groesser!
Das Strassenschild - no vendors - ist doch typisch Suedafrika? 😮 Es gibt zwar Regeln, aber enforced werden sie nicht...

Sorry, noch ein paar Korrekturen, wenn ich darf...

Dein Kanarienvogel ist ein Yellow-fronted Canary (kleiner, der Schnabel ist schlanker - Verbreitungsgebiet)
Der Storch am Sable Dam ist ein junger Saddle-billed Stork.
Der Star ist ein Cape (glossy) Starling.
Schoen hast sie erwischt, die Sunbirds! Da ist aber kein Purple-banded, es sind beides Marico Sunbirds.

Soo suess, die kleinen Hyaenen!
Und die Rock Python ist toll, so auch der Genet!

Gruss aus Sodwana
Maddy
Reiseberichte: Camping Tour Northern Namibia, August 2010 Dlinza Forest, Eshowe, KZN, South Africa Die erste Reise - Loggerhead Camping trip 2020: KNP-Mapungubwe-Magoebaskloof-Mt.Sheba
Themenstarter411 Beiträge · seit 201929. März 2022 · #165
Vielen Dank Maddy, du bist einfach die Expertin... gut dass wir dich haben, da können wir alle etwas lernen! Ich werde das gleich ausbessern im Text! Zum Straßenschild: Ich kenne natürlich die Bedeutung, nur dass der seinen Stand direkt darunter aufbaut...
Vielen Dank und glG
Peter
zuletzt bearbeitet 29. März 2022
397 Beiträge · seit 202129. März 2022 · #166
Hallo Peter,

auch ich möchte mich noch einmal explizit für Deinen wunderbaren Reisebericht bedanken! 100 Tage im südlichen Afrika ist ein absoluter Traum, den wir uns nächstes Jahr zumindest zur Hälfte auch erfüllen wollen. Da werde ich Deinen Bericht in ein paar Monaten zur Inspiration noch mal ganz genau durchgehen! Jetzt freue ich mich aber erstmal auf Deinen Krüger-Teil, denn der liegt dieses Jahr noch vor uns!

Deine Fotos gefallen mir ausnehmend gut!

Viele Grüße
Elke
Themenstarter411 Beiträge · seit 201930. März 2022 · #167
Guten Morgen, Elke! Auch dir ein herzliches Dankeschön für deine wohlwollende Rückmeldung zu meinem Bericht. Ich freue mich für euch, dass es noch heuer in den Kruger gehen wird - das wird sicher ein super Erlebnis mit vielen tollen Sichtungen!
100 Tage am Stück sind eine lange Zeit - aber rückblickend war da kein Tag zuviel dabei 😄 - wir haben das genossen und es geht ja ohnehin nur "once in a lifetime"...
Alles Liebe, Peter
Themenstarter411 Beiträge · seit 201930. März 2022 · #168
Reisetag 34 (4. September 2021) – Kruger NP (rund um Letaba)

Der gestrige Einstieg war schon einmal sehr vielversprechend. Diese Pirschfahrten haben tatsächlich ihren besonderen Reiz, man weiß nie was einen erwartet. Für den heutigen Tag haben wir einen Ausflug in nördliche Richtung vorgesehen, wir wissen noch nicht wie weit wir fahren werden, aber es soll jedenfalls ein Stück Richtung Mopani gehen.

Wir haben gestern am Abend noch Eier gekocht, dazu haben wir Käse, Biltong und Äpfel mitgebracht. Auch Karotten liegen für ein kleines Picknick bereit, das wir unterwegs einnehmen wollen. Pünktlich mit der Toröffnung rollen wir mit einigen wenigen anderen Autos durch das Gate. Von den Hyänen ist noch nichts zu sehen, vielleicht sehen wir sie ja nochmals, wenn wir wieder zurück kommen…

Hier im Park sitzt zumeist unsere Tochter am Steuer, erstens liebt sie es, mit dem Auto im Park zu fahren, zweitens ist es für mich leichter, mich auf die Tiere und auf das Fotografieren zu konzentrieren. Sie hat es inzwischen gelernt, auch auf den Blickwinkel beim Stehenbleiben zu achten – ich finde, sie macht das sehr gut…
Weit fahren wir nicht, da treffen wir dennoch auf eine erste Tüpfelhyäne, die einsam im Gras liegt. Noch leuchtet die Sonne die Landschaft nicht zur Gänze aus, aber diese Morgenstimmungen liebe ich einfach, die kalte Luft, gelegentlich ein leichter Nebelschleier – das ist Afrika…

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Unweit davon entfernt liegt eine weitere Hyäne, auch ihr wärmen die ersten Sonnenstrahlen gerade einmal die Nackenhaare.

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Auch heute dauert es nicht lange und wir treffen auf die ersten Löwen: Zunächst sehen wir eine Löwin, die eben dabei ist, die Straße zu überqueren. In ihrem Schlepptau sind zumindest vier junge Männchen. Beim Queren der H1-6 interessieren sie sich sehr für ein frischen Elefantendung, der überall herumliegt. Sie marschieren dann aber geradewegs weiter, drehen sich kurz um und sind auch schon wieder verschwunden…

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Zur rechten Zeit am rechten Platz – wenige Augenblicke früher oder später und wir hätten diese Gruppe nie und nimmer gesehen.
Wenige Kilometer weiter kreuzt eine Gruppe Büffel. Es ist keine riesige Herde, auf die wir hier treffen, aber doch eine recht stattliche Anzahl von Tieren aller Altersklassen. Fast auf jedem der Tiere hockt zumindest ein Gelbschnabel-Madenhacker (Yellow-billed Oxpecker).

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Vorbei an einer Elefantenherde und zwei Riesentrappen (Kori Bustard), die sich im Paarlauf üben folgen wir weiter der Hauptstraße in nördlicher Richtung.

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Es dauert allerdings nicht recht lange und wir können bereits wieder eine Löwin sichten, die durch das Gras schleicht. Sie nähert sich dabei immer mehr der Straße und so müssen wir nicht viel tun, als den Motor abstellen und zu warten…

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Inzwischen waren zwei weitere Wagen zu uns gestoßen und die Löwin marschiert zwischen den Autos auf und ab, ist teilweise direkt neben unseren offenen Wagenfenstern.

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Nicht weit von uns nähert sich eine Büffelherde. Während wir uns bereits auf ein Aufeinandertreffen von Löwe und Büffel freuen, sehen wir, dass eine weitere Löwin die Büffelherde versucht in eine bestimmte Richtung zu lenken – dieses Unterfangen scheitert aber im Ansatz, da die Tiere nur wild auseinanderstoben.

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Auch auf der anderen Straßenseite tauchen plötzlich sowohl Büffel als auch Löwinnen auf.

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Inzwischen sind bereits mindestens 6 Löwinnen rund um uns, sie schleich auf und ab,

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doch es kommt zu keiner weiteren Attacke, da auch die restlichen Büffel ihre Lage erkannt haben und das Weite suchen. Zuletzt bleibt eine – hoch trächtige – Löwin über, die zwischen den Autos steht; die anderen Tiere sind offenbar in angemessenem Anstand der Büffelherde hinterher…

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Derartige Tierbegegnungen sind äußerst eindrucksvoll und man weiß oft nicht, wohin man seine Aufmerksamkeit zuerst richten soll.
Beinahe hätten wir unsere Aufmerksamkeit nur den Löwen und Büffeln gewidmet und den Raubadler (Tawny Eagle), der nicht weit entfernt auf einem Ast sitzt, übersehen.

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Es mutet schon fast skurril an, doch wir haben unsere Fahrt Richtung Mopani noch nicht lange fortgesetzt, da haben wir die dritte Löwenbegegnung an diesem Vormittag. Ein Löwenpärchen kopuliert direkt neben der Straße. Wir nehmen zunächst nur die Köpfe der beiden wahr.

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Schließlich stehen die beiden aber auf – offensichtlich fühlen sie sich durch unsere Anwesenheit gestört, denn es dauert nicht lange und sie suchen die Deckung mehrerer Büsche…

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Ein großer Kudubulle stellt sich uns ebenfalls noch vor und dann haben wir bereits die Abzweigung nach Mopani erreicht.

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Inzwischen haben wir so richtig Hunger, der Magen knurrt bereits und da wir eine Tierbegegnung nach der anderen hatten, haben wir auch die mitgebrachten kulinarischen Köstlichkeiten bisher nicht angerührt… Wir entscheiden uns, das Essen in Ruhe im Mopani-Camp einzunehmen und uns dort im Anschluss eine gute Tasse Cafe zu gönnen.
In der Zwischenzeit ist der Himmel stellenweise ein wenig mit Wolken verhangen, im Osten zeichnet sich eventuell ein Gewitter ab. Wir fahren die kurze Strecke hoch zum Camp und machen eine ausgedehnte Pause.
Auf den Hügeln der Umgebung stehen einige mächtige Baobab-Bäume und im Camp selbst huschen natürlich wieder Vögel herum, zudem toben einige Baumhörnchen…

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Wir sehen hier einen Haubenbartvogel (Crested Barbet), weitere Waldhopfe (Green Wood Hoopoe), einen Wassertriel (Water Thick-knee) und einen Piepmatz, den ich nicht wirklich zuordnen kann… Vielleicht gibt es an dieser Stelle wieder Hilfe?!

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Der Blick von der Terrasse des Restaurants in Mopani ist wunderschön:

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Verschiedene Gruppen von Antilopen stehen auf den kleinen Halbinseln, die in den See ragen, nicht selten nehmen Elefanten hier ein Bad. Auch einige Flusspferde stapfen herum. Auf dem Wasser tummeln sich verschiedene Wasservögel, in unserem Fall sind es Witwenpfeifgänse (White-faced Whistling Duck), die aber leider etwas entfernt schwimmen.

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Unter uns liegen zudem einige Streifenskinke auf den Felsen.

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Wo in aller Welt wird in einem Kaffeehaus ein derartiges Schauspiel mitgeliefert?
Zufrieden treten wir schließlich die Rückfahrt nach Letaba an. Unterwegs bestaunen wir eine weitere Strichelracke (Purple Roller) und einige Rotschopftrappen (Red-crested Korhaan). Auch eine weibliche Schwarzbauchtrappe (Black-bellied Bustard) zeigt sich.

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In der Nachmittagshitze rechnen wir eigentlich nicht mit vielen Sichtungen, zudem sind wir mit der heutigen Ausbeute mehr als zufrieden. Unterwegs treffen wir aber völlig unverhofft auf eine Gruppe von Geparden, die die teilweise weiten Lichtungen nördlich von Letaba natürlich sehr schätzen. Die drei Tiere sind etwas weiter entfernt, aber dennoch kann man den liebevollen Umgang der Geschwister (?) untereinander deutlich ausmachen. Gegenseitig pflegen sie sich ihr Fell, schlecken sich ab… Wir beobachten sie einige Zeit, bis sie dann nacheinander im Unterholz verschwinden.

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Da wir noch etwas Zeit haben, fahren wir entlang des Tsendze Loops (S48) zurück. Hier stoßen wir noch auf eine Gruppe von Leierantilopen, die gemeinsam mit einigen Gnus die Mopanewälder durchstreifen.

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Begeistert von unseren Sichtungen kehren wir zurück nach Letaba. Ich war bei der Buchung der Camps eigentlich etwas skeptisch, was Letaba betrifft, denn es ist doch ein großes Camp. Da die Bungalows aber bei weitem nicht voll belegt sind, gestaltet sich der Aufenthalt sehr entspannt. Das Abendessen im Restaurant ist in Ordnung – nicht mehr und nicht weniger, die Bedienung eigentlich sehr bemüht. Leider wird mit dem Licht etwas gespart, man muss sich ziemlich darauf konzentrieren, zu sehen, was am Teller ist…

Gefahrene Tageskilometer: 142
zuletzt bearbeitet 02. Apr. 2022
2'167 Beiträge · seit 200930. März 2022 · #169
Hallo Peter,
Wow, ihr hattet ja so ein Sichtungs-Glueck!

Dein Triel ist ein Water Thick-knee.
Der andere ist etwas schwieriger: das ist entweder ein weiblicher Village Indigobird, oder eine Shaft-tailed Whydah. Hast du noch andere Bilder?

Liebe Gruesse
Maddy
Reiseberichte: Camping Tour Northern Namibia, August 2010 Dlinza Forest, Eshowe, KZN, South Africa Die erste Reise - Loggerhead Camping trip 2020: KNP-Mapungubwe-Magoebaskloof-Mt.Sheba
Themenstarter411 Beiträge · seit 201930. März 2022 · #170
Hallo Maddy, vielen Dank für die Korrektur auf Wassertriel... leider habe ich kein weiteres Foto von dem Kleinen... ich hätte persönlich auch eher auf Whydah getippt bzgl. Schabel...
Vielen Dank jedenfalls
glG Peter
Themenstarter411 Beiträge · seit 201901. Apr. 2022 · #171
Reisetag 35 (5. September 2021) – Kruger NP (rund um Olifants)

Inzwischen ist schon mehr als ein Drittel der Zeit im Südlichen Afrika verstrichen und ich freue mich immer noch wie ein Kleinkind auf Weihnachten, wenn ich in einem Nationalpark unterwegs sein darf. Die Tage in Letaba sind ebenfalls schon wieder vorüber, heute geht es für uns weiter nach Olifants. Das Camp Olifants gehört für mich zu den schönsten im Park, allein die Lage ist einfach nur genial. Aufgrund der kurzen Distanz zwischen den beiden Unterkünften werden wir bereits in Olifants unser „Frühstück“ einnehmen, bis dorthin begnügen wir uns mit einem Tee und ein paar Keksen, auch die Karotten kann man gut zwischendurch knabbern.
Pünktlich zur Gate-Öffnung geht’s auch schon wieder los, der Schlüssel kommt in die Drop-Box und wir rollen einem neuen Abenteuer entgegen.
Der heutige Tag beginnt mit einem Haubenbartvogel (Crested Barbet). Er flattert vor uns auf und ab und zeigt sich von allen Seiten. Am Boden hockt ein Kronenkiebitz (Crowned Lapwing). Leider sind die Lichtverhältnisse noch nicht optimal, sodass der Paradiesschnäpper (African Paradise Flycatcher) nur sehr schwer festzuhalten ist…

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Bevor wir heute Säugetiere sehen, treffen wir auch noch auf ein Swainson-Frankolin (Swainson’s Spurfowl).

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Eine Versammlung von Weißrückengeiern (White-backed Vulture) lässt uns kurz auf einen Kill hoffen, doch offensichtlich treffen sich die vielen Aasfresser nur, um die Lage zu besprechen…

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Der kleine Weißschopf-Brillenwürger (White-crested Helmetshrike) schaut da fast schon verloren aus bei den riesigen Nachbarn.

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Es ist tatsächlich erstaunlich, welche Vielfalt an Vögeln es hier in diesem Park gibt. Sobald man langsam die Straßen entlangfährt, sieht man eigentlich immer etwas… Zudem gelingen noch ein paar ganz brauchbare Bilder von einem Wiedehopf (African Hoopoe).

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Ein einsamer Elefantenbulle ist der erste Säuger, dem wir heute begegnen. Er trottet langsam neben der Straße her.

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Einige Kronenducker können wir ebenfalls ablichten. Diese Tiere habe ich bisher noch nicht so oft im Park gesehen, insofern ist das natürlich doch eine große Freude!

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Auch heute begegnen wir wieder Tüpfelhyänen. Es sind mehrere Tiere unterwegs, doch es ist schwierig, sie im hohen Gras auch tatsächlich gut sehen zu können. Diese Raubtiere sind meist in den Morgenstunden unterwegs, um von ihren nächtlichen Streifzügen zum Bau zurückzukehren.

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Die Grünen Meerkatzen sind ebenfalls schon wach – sie suchen am Boden nach Nahrung und graben dabei mächtig um. Frech starren sie ins Wageninnere, aber unsere Fenster sind gut bewacht…

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Eine Gabelracke (Lilac-breasted Roller) hockt auch noch zusammengekauert auf einem Stamm.

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Wir freuen uns einen Namaspecht (Bearded Woodpecker) zu sehen, der aber leider hoch oben in einem Baum vor sich hin hämmert, daher kaum zu sehen sondern mehr zu hören ist.

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Unser aller Adrenalinspiegel steigt merklich, als wir den ersten Leoparden beim diesjährigen Krugerpark-Besuch ausmachen. Die Raubkatze hockt neben einem Baum vermutlich vor ihrer Beute. Immer wieder beugt sie sich nach vor und es hat für uns den Anschein, als wollte sie das Aas wegschleppen. Aufgrund der großen Entfernung zur Straße, können wir leider keinen genauen Überblick gewinnen, was hier tatsächlich vor sich geht.

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Der zweite Paradiesschnäpper des Tages sitzt da schon wesentlich näher, ebenso wie ein weiterer Haubenbartvogel…

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Wir sehen eine Gruppe Impala, die gemeinsam mit ein paar Warzenschweinen am Rand eines fast ausgetrockneten Tümpels steht.

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Auch heute gelingt es uns wieder, Löwen zu sehen: Unweit der Abzweigung nach Olifants liegen zwei junge Kater im Schatten eines Busches. Als wir stehenbleiben richten sie sich auf, starren uns an und gähnen…

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Bisher haben wir an jedem Tag Löwen gesehen – wir sind mega-glücklich!
Die Lage des Nationalpark-Camps Olifants ist wirklich unbeschreiblich imposant – auf der Kuppe eines Berges überblickt man von hier aus die wunderschöne Umgebung, darunter auch die Arme des Olifantsflusses. Wir legen hier eine längere Pause ein, durchstreifen das Camp, genießen die Aussicht und beziehen schlussendlich auch wieder das Zimmer für die kommenden beiden Nächte. Direkt am Aussichtspunkt stehen einige Aloen, an denen mehrere Braunkopf-Papageien (Brown-headed Parrot) herumtoben.

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Von hier heroben beobachten wir Elefanten, Impala, Wasserböcke und weiter entfernt auch einige Kudus. Welch ein Ausblick, gleichzeitig freuen wir uns über eine Stärkung und lassen den bisherigen tollen Tag revue passieren.
Für den Nachmittag entscheiden wir uns zu einer Fahrt in den Süden des Camps, um entlang der S91, S92 und weiter im Osten entlang der S44 unser Glück zu versuchen.
Noch vor der Abzweigung der S91 von der Hauptstraße sehen wir einen Kadaver in einem Baum hängen.

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Der Impala ist zwar aufgebrochen, aber die Gedärme sind noch nicht herausgerissen – die Beute scheint also relativ frisch zu sein. Von einem Leoparden fehlt jedoch jede Spur, auch am Fuß des Baumes ist keine Raubkatze auszumachen. Wir warten einige Zeit, außer uns sind auch noch zwei weitere Autos anwesend. Nach einiger zeit entschließen wir uns, zunächst einmal weiterzufahren.
Wir beobachten eine ganze Reihe weiterer Vögel: Darunter einen Weißenbrauen Heckensänger (White-browed Scrub Robin), einen Elsterwürger (Magpie Shrike), einen Schlangenadler (Brown Snake Eagle), einen Sekretär (Secretarybird) und eine Goldbauchammer (Golden-breasted Bunting)

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Ein einsamer Kudu-Bulle zupft die Blätter von den Büschen.

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Ansonsten gestaltet sich der Nachmittag etwas ruhiger, auf der Rückfahrt sehen wir jedoch eine Paviandame sehr einsam auf einem Baum, wir können keine weiteren Tiere ausfindig machen, obwohl das natürlich eher unwahrscheinlich ist…

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Ziel unserer Fahrt ist nochmals der Baum, auf dem wir den erlegten Impala gesichtet hatten, hier wollen wir nochmals unser Glück versuchen. Wir stellen unseren Wagen unter den Baum und warten… der Kadaver ist inzwischen schon etwas mehr aufgequollen, die Sonne hat dazu ihren Beitrag geleistet.
Wir stehen sicher mehr als eine Stunde hier herum, langsam aber sicher wird es Abend. Zwischenzeitlich kommen immer wieder Autos vorbei, die Verweildauer ist aber meist nur kurz.
Endlich lohnt sich unsere Geduld: Die Leopardendame kommt auf der gegenüberliegenden Straßenseite aus den Büschen, spitzt sich an einem Baum die Krallen und legt sich gemütlich in den Schatten.

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Sie macht aber keine Anstalten, zu ihrer Beute auf den Baum zu klettern – vielmehr steht sie bald wieder auf und trottet davon. Dabei sehen wir, dass sowohl ihr Schwanz als auch ihre rechte Vorderpfote eine Verletzung aufweisen…

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Wir genießen die Zeit ganz allein mit diesem wunderschönen Tier und nehmen uns vor, am nächsten Morgen gleich wieder vorbeizusehen – irgendwann wird der Hunger sicher groß genug sein, denn wer lässt schon einen reich gedeckten Tisch so zurück…
Apropos Tisch: Wir fahren zurück in das Camp und kochen unser Abendessen: Heute gibt es Pasta mit Gemüse… Dazu trinken wir wieder einmal eine gute Flasche Wein.

Gefahrene Tageskilometer: 91
zuletzt bearbeitet 01. Apr. 2022
407 Beiträge · seit 201501. Apr. 2022 · #172
Lieber Peter
herzlich willkommen zurück nach deinem USA Abstecher. Ich freue mich sehr, dass es weiter geht auf deiner Reise. Danke für die die schönen Fotos. Dein Wiedehopf ist toll, mein Mann hatte an dem Foto viel Freude, er liebt diesen Vogel sehr.
Ich begleite dich gerne weiter.
lG brisen SA: 2013 mit Tristan da Cunha und St. Helena, 2014, 2015, 2018, 2022 http://meine.flugstatistik.de/brisen01 https://mtp.travel/users/38408/checklists/locations/map/visited_remaining
Themenstarter411 Beiträge · seit 201901. Apr. 2022 · #173
Liebe brisen, vielen Dank für das Kompliment! Super, wenn du weiterhin mitliest, ich hoffe, es gibt noch weitere Fotos, die euch begeistern werden. Ich wünsche euch ein schönes Wochenende, glG Peter

PS: Obwohl ich in den USA eigentlich zu einer Taufe war bzw. Freunde besucht habe, konnte ich auch dort nicht von meinem "Steckenpferd" loslassen - ich habe auch dort Vögel fotografiert 😄
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174 Beiträge · seit 201202. Apr. 2022 · #174
Hallo Peter,
ich habe wieder aufgeschlossen und freue mich auf Fortsetzung. Vielen Dank für die zeitintensive Einstellung des Reiseberichtes. Ein Genuss deine Fotos zu betrachten und deine informativen Beschreibungen zu lesen. Danke!
LG Austria
49 Beiträge · seit 201802. Apr. 2022 · #175
Vielen Dank für den wundervollen Bericht und natürlich die super Bilder. Ich komme fast in Versuchung meine Fototechnik aufzurüsten. Vielleicht schreibst du noch im Verlauf etwas zu eurer Ausrüstung?
Auf euer Sichtungsglück im KTP bin ich wirklich neidisch...
Und danke auch für die Berichte über die "kleineren" Parks. Denen haben wir bisher dummerweise keine Aufmerksamkeit geschenkt.
Aber jetzt bin ich gespannt wie es bei euch im KNP weitergeht. Wir sind bald für gut 2 Wochen im KNP/Sabi Sands Gebiet und haben die Camps noch nicht komplett gebucht.
Und 100 Tage südliches Afrika sind natürlich toll.
10/25 Masai Mara/ Naboisho; 8/25 KNP/Sabi Sands; 9/24 KNP, 2/24 Western Cape, 9/23 Kenia, Meru, Samburu/ Masai Mara; 4/22 KNP/ Sabi Sand, 9/21 Namibia; 11/20 KNP/Sabi Sands und Kapstadt; 1/20 Gardenroute; 10/19 Hluhluwe, KNP, Sabi Sands und KTP; 9/18 Simbabwe; 09/17 Tansania; 09/16 Uganda/Masai Mara; 12/14 Gardenroute mit Freunden; 1/14 Gardenroute; 9/13 Botswana/Sambia; 10/12 SA NorthernCape und KTP, 09/11 Kenia, 11/10 Krüger und Kapstadt, 10/08 Namibia, 11/06 Krüger, Eastern Cape und Kapstadt,
zuletzt bearbeitet 02. Apr. 2022
Themenstarter411 Beiträge · seit 201903. Apr. 2022 · #176
Liebe(r) Austria, vielen Dank für die tolle Rückmeldung - ich freue mich, dass du wieder mit dabei bist und dass dich meine Fotos ansprechen. Ich wünsche dir ein gutes Wochenende. LG Peter
Themenstarter411 Beiträge · seit 201903. Apr. 2022 · #177
Liebe Simone, vielen Dank für die tolle Rückmeldung zum Bericht und zu den Bildern - das spornt an!
Hinsichtlich Fototechnik nutze ich eine Canon 5D, MarkIII - an Objektiven verwende ich für die Landschaften meist mein 24-105 und für die Tierfotografie ein Sigma 150-600 - ich finde das ist vom Preis-/Leistungsverhältnis her natürlich eine gangbare Lösung! Zudem habe ich ein 100mm Makro mit und ggf. ein größeres Weitwinkelobjektiv, aber das hab ich kaum in Verwendung. Ist natürlich viel Schlepperei, vor allem bei den Wanderungen - aber im Auto ist das ja kein Problem 😄
Wir hatten auch immer wieder Reisen, wo die Sichtungsfee nicht mit uns war - in der letzten Zeit ist es aber zumeist ganz gut gelaufen, da darf ich mich nicht beschweren. Oft ist es aber nicht nur Glück, sondern echte Warterei... Im Etosha bin ich im vergangenen Sommer von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang in Tsumcor gesessen und habe auf zwei Löwenkater gewartet - die anderen rundum haben schon gelacht, wenn die alle drei, vier Stunden mal vorbeigeschaut haben... aber das ist (mit einem spannenden Buch und etwas zum Essen und Trinken) kein Problem.
Ich wünsche dir ein gutes WE, LG Peter
Themenstarter411 Beiträge · seit 201903. Apr. 2022 · #178
Reisetag 36 (6. September 2021) – Kruger NP (rund um Olifants)

Zwei Nächte in einem Quartier bringen es mit sich, dass man nicht jeden Tag seine Koffer packen muss. Auch heute können wir wieder sofort loslegen und haben dabei natürlich ein Ziel: Wir wollen nachsehen, was aus dem Impala im Baum geworden ist…
Wir stehen nach wenigen Minuten unter dem Baum und stellen fest, dass der Kadaver deutlich an Volumen eingebüßt hat – die Raubkatze hatte während der Nacht großen Appetit und liegt nun auf einem anderen Ast und döst vor sich hin…

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Wir parken unser Auto so ein, dass wir gute Sicht auf die Katze haben und werden dabei genau beobachtet.

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Immer wieder fallen ihr die Augen zu und der Kopf gleitet runter – die Leopardin ist sichtlich noch müde.

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Wir warten darauf, dass ersten Sonnenstrahlen auf ihren Rücken fallen und genießen den Anblick…

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Mehr als eine Stunde verbringen wir hier in aller Ruhe, dann entscheiden wir uns, wieder weiterzufahren. Auch am Abend am Rückweg wollen wir nochmals hier vorbeikommen, der Weg zum Camp ist ja ein sehr kurzer.
So kann ein Morgen beginnen – was gibt es Schöneres?
Wir stoppen für einen Raubadler (Tawny Eagle) und fahren dann weiter Richtung Balule.

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Auch heute treffen wir wieder auf Tüpfelhyänen, während die Jungtiere auf der Straße herumtollen, schlummern die älteren Tiere und genießen die wärmenden Sonnenstrahlen.

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In der Flussniederung sind relativ große Herden anzutreffen – eigentlich das erste Mal, seit wir im Park sind. Zebras, Impala und Gnus zupfen hier das frische Grün aus, das aus dem verkohlten Boden sprießt. Auch eine Elefantenherde zieht vorbei.

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Langsam bricht auch heute die Sonne durch, zwischenzeitig war wieder so etwas wie ein Morgennebel aufgezogen. Es ist drückend schwül, der Tag wird wohl wieder sehr warm werden.
Die Elefanten treten mit Getöse auf, zwischen einzelnen Tieren gibt es offenbar Unstimmigkeiten, manchmal werden die Auseinandersetzungen durchaus heftig.

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Es wird ordentlich Staub aufgewirbelt, letztendlich sind die Streithähne aber wieder versöhnt und sie reichen sich den Rüssel…

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Der vierte Tag im Park und wir treffen schon wieder auf eine Gruppe von Löwen. Mussten wir bei früheren Besuchen oft tagelang ohne diese Katzen auskommen, so sind sie bisher zu ständigen Begleitern geworden. Aber der Anblick dieser wunderbaren Tiere ist immer wieder ein besonders Highlight und wir möchten das natürlich keinesfalls missen. Die Gruppe, die wir heute gegen Mittag vorfinden, ist schlapp und vollgefressen… Vermutlich gab es während der Nacht- oder Morgenstunden ein üppiges Festmahl. Die jungen Mähnen sind stellenweise blutverklebt, die Kater müssen sich erst wieder frisch machen…

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Eine große Büffelherde kann nicht zum kleinen Wasserloch vordringen, weil sich dort Elefanten breitgemacht haben – die Dickhäuter verweilen lange und stillen genüsslich den Durst.

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An der S90 südlich von Balule sehen wir neben Büffeln auch noch Zebras und Wasserböcke.

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Aber auch ein paar Vögel kommen uns wieder vor die Linse, darunter Rotbrustschwalben (Red-breasted Swallow), eine weitere Gabelracke (Lilac-breasted Roller), Hornraben (Southern Ground Hornbill), ein Schwarzkehlchen (African Stonechat) und ein Graufischer (Pied Kingfisher).

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Als wir dann in größerer Entfernung einen weiteren Leoparden auf einem Baum liegen sehen, entscheiden wir uns zur Rückfahrt. Wir wollen nicht zu weit Richtung Satara, denn auch dort werden wir ja zwei Nächte verbringen. Zudem haben wir unsere Augen heute bereits genug angestrengt und sind dafür auch reichlich belohnt worden…

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Am Olifants-Fluss beobachten wir nochmals eine Herde von Elefanten sowie Wasserböcke und Impala. Später am Abend landet ein wunderschöner Raubadler im Camp, leider ist das Licht schon etwas schwierig…

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Wir verbringen den restlichen Nachmittag mit Lesen und Schreiben, zudem putze ich wieder an meiner Kamera herum. Außerdem gehen wir zum Shop und kaufen Eiscreme. Auf der Lehne eines Stuhls sitzt ein Haubenbartvogel in der Nachmittagssonne – der Kontrast zum dunklen Hintergrund ist enorm, da kann ich mich etwas mit meinem Fotoapparat spielen…

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Das Abendessen nehmen wir heute im Restaurant des Camps ein, ich habe aber leider auf die Aufzeichnungen dazu vergessen – daher gibt es keine Info an dieser Stelle zur Qualität der Speisen – ich kann nur anfügen, dass mir dieses Mahl nicht als besonderes Highlight in Erinnerung geblieben ist…

Gefahrene Tageskilometer: 92
zuletzt bearbeitet 03. Apr. 2022
Themenstarter411 Beiträge · seit 201905. Apr. 2022 · #179
Reisetag 37 (7. September 2021) – Kruger NP (Olifants – Satara)

Heute müssen wir auch Olifants schon wieder verlassen – das Procedere ist überall das gleiche: Schlüssel in den dafür vorgesehenen Kasten am Ausgang einwerfen und schon kann es losgehen – das Gate wird wieder einmal pünktlichst geöffnet, jedenfalls keine Minute früher als vorgesehen. Es stehen schon mehrere Wagen aufgereiht und die Fahrer tauschen sich aus, in welche Richtung es gehen soll. Bei uns ist das heute mehr als klar: Wir fahren langsam über die Hauptstraße nach Satara. Gestern hat uns die S90 auch sehr gut gefallen – aber wir wollen dennoch nicht nochmals dort entlangfahren, zumal fest eingeplant ist, von Satara aus eine Schleife über die S100 – eine meiner Lieblingsstrecken im Park – und die S41 zurück auf die S90 zu fahren.
Wir rollen also langsam den Berg runter und fahren gleich wieder zu dem Baum, auf dem wir gestern die Leopardin gesichtet hatten. Das Impala-Skelett ist inzwischen vom Baum gestürzt und auch die Leopardin ist nirgendwo auszumachen. Also fahren wir weiter in südlicher Richtung.
Tiertechnisch beginnt der heutige Tag mit einem Zebra, das vor uns die Straße kreuzt, weitere Artgenossen warten zunächst an der Seite, stürmen dann aber auch hinterher.

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Eine Riesentrappe (Kori Bustard) stolziert im schönen Morgenlicht durch das hohe Gras.

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Wir haben inzwischen bereits einige Giraffen gesehen, aber ich finde immer, dass es schwer ist, diese Tiere gut abzulichten. Das weiche Licht am Morgen ist dabei aber eine große Unterstützung.

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Auf einem Baum sitzen zwei Gaukler (Bateleur) – auch da bin ich froh, diese wunderschönen Vögel im Morgenlicht anzutreffen, weil sich dadurch die Farben viel besser abheben.

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Natürlich sind auch wieder Impala zu sehen, das sind mit Sicherheit jene Tiere, denen wir am häufigsten im Park begegnen…

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Wir entschließen uns dazu, über den Picknickplatz Timbervati zu fahren, eine Strecke, die auch oft schon für viel Freude gesorgt hat. Die S127 und die S40 sind sehr schöne Pisten, die auch in den Foren als sehr wildreich angesehen werden.
Unterwegs begegnen uns hier Honigdachse, die sich aber leider auf der falschen Straßenseite aufhalten, sodass wir die Sonne gegen uns haben – aber es ist immer wieder schön, diese putzigen Kerle anzutreffen.

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Wir sehen einen Riesenglanzstar (Burchell’s Starling), einen Angola Schmetterlinksfink (Blue Waxbill), ein Natalfrankolin (Natal Spurfolwl), weitere Gabelracken (Lilac-breasted Roller) und eine Sabota-Lerche (Sabota Lark).

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Das tägliche Löwenrudel darf auch heute nicht fehlen – wir haben schon darüber gewitzelt, dass wir heute vielleicht leer ausgehen, aber auf die Katzen ist in diesem Jahr Verlass: Wir können die genaue Zahl der Tiere nicht wirklich ausmachen, denn sie liegen verstreut im Schatten der Büsche – lediglich ein Jungtier spielt noch mit den Resten eines Warzenschwein-Kopfes…

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Wir sehen ihm eine Weile zu, dann erhebt sich aber eine der Löwinnen und schlendert mit ihm auch in die nächste Buschreihe…

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Bei Timbervati legen wir eine Pause ein, freuen uns, die Füße vertreten zu können. Wir packen ein paar Snacks aus und setzen uns an einen der Tische. Der Platz ist gut besucht, einige Gäste haben auch den Griller angeheizt – uns wäre das hier Mitten am Tag definitiv zu warm – wir sind froh, dass wir die Kühlbox für kalte Getränke im Auto haben. Wir beobachten die Rotschnabeltokos (Southern Red-billed Hotnbill), die am Picknickplatz tatsächlich sehr zutraulich sind…

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Daneben beobachten wir auch ein kapitales Warzenschwein, das die Reste der Besucher fein säuberlich aufsammelt.

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Auf der Weiterfahrt begegnen wir weiteren Giraffen, einigen Kudus und einem Kampfadler (Martial Eagle), der aber leider etwas zu weit entfernt auf einem Busch sitzt.

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Irgendwie habe ich es geschafft, bei Timbervati nicht auf die S40, sondern auf die S39 abzubiegen. Zunächst fällt uns das nicht auf, aber irgendwann werden wir stutzig und ich schalte das Navi an… da müssen wir nun durch, aber es ist ja noch genügend Zeit vorhanden, also können wir da auch weiterfahren.
Langsam wird nun auch das Licht am Nachmittag wieder besser und wir bestaunen eine Gabelracke (Lilac-breasted Roller), die brav neben der Straße auf einem Baumstumpf sitzen bleibt…

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Als wir plötzlich einen Büffelkadaver neben der Straße entdecken, vermuten wir, dass Löwen nicht allzu weit entfernt sein könnten…

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Wir entschließen uns, hier etwas zu warten, denn wir sind nun bereits relativ nah an der Einmündung der S39 in die H7, die uns dann nach Satara bringen wird.
Zunächst ist tatsächlich keine Spur von einer Katze – plötzlich erhebt sich eines der Tiere aus dem hohen Gras und starrt uns vollgefressen entgegen.

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Das junge Männchen kann sich kaum bewegen – sein Buch ist mehr als gefüllt. Nach einiger Zeit nähern sich zwei weitere junge Löwen-Kater dem Büffelkadaver. Die Sonne ist leider etwas ein Spielverderber, denn sie nähert sich dem Horizont und strahlt uns entgegen. Es wird kaum gefressen – eher nur geknurrt und bewacht…

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Fast übersehen wir ein kleines Vogelküken, das neben dem Auto steht. Da die Mutter nicht auszumachen ist, kann ich da leider auch keine Aufklärung geben, wer sich uns so weit genähert hat…

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Auf der anderen Seite der Pad stehen einige Zebra – die haben nun sicher nichts von den Löwen zu befürchten, denn der Geschwindigkeitsvorteil wäre in diesem Fall eindeutig aufseiten der Pferde…

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Kurz vor Satara halten wir noch bei einigen Gnus, Zebras und einer weiteren Giraffe, die wunderschön im Abendlicht stehen. Auch die Büffelweber (Red-billed Buffalo Weaver) sind inzwischen zu ihren Nestern zurückgekehrt.

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Satara ist für mich eines der schönsten Camps im gesamten Kruger NP und eigentlich jedes Mal fixer Bestandteil unserer Reisen. Die Straßen rund um das Camp sind extrem wildreich – einen kleinen Vorgeschmack dazu haben wir auch heute bereits erhalten. Wir checken im Camp ein und entschließen uns, heute das Abendessen im Restaurant einzunehmen, denn wir sind doch einigermaßen müde.

Gefahrene Tageskilometer: 162
zuletzt bearbeitet 06. Apr. 2022
2'167 Beiträge · seit 200905. Apr. 2022 · #180
Hallo Peter,
So ein Katzenglueck moechte ich auch mal haben! Der Leopard ist ja ganz toll! Und dann Honey Badgers auch noch!! 🤩
Das Kueken ist allerliebst - vermutlich eine Spurfowl, aber welche kann ich natuerlich nicht sagen! 🙂
Schau dir mal deinen White-browed Scrub Robin ewas genauer an - der Schnabel ist zu schwer und der Schwanz zu kurz, und auch sonst passt einiges nicht....

Liebe Gruesse
Maddy
Reiseberichte: Camping Tour Northern Namibia, August 2010 Dlinza Forest, Eshowe, KZN, South Africa Die erste Reise - Loggerhead Camping trip 2020: KNP-Mapungubwe-Magoebaskloof-Mt.Sheba