100 Tage quer durch das Südliche Afrika

Reisebericht 394 Antworten · 43,5k Aufrufe · gestartet 05. Jan. 2022 von Luigi15
Themenstarter411 Beiträge · seit 201904. Feb. 2022 · #141
Guten Morgen, Maddy!
Das Sichtungsglück war uns wirklich treu ergeben und hinsichtlich Wetter dürfen wir auch nicht jammern - ausgenommen zwei Tage in den Drakensbergen - Schüttregen über Stunden... 🙁
Südafrika ist ja wirklich ein ganz wunderbares Land, ich genieße jeden Aufenthalt dort in vollen Zügen...
Auch dir nochmals Danke für deine Unterstützung! Bzgl. des Gleitaars, da habe ich die Bezeichnung "Black-winged Kite" aus meinem Bestimmungsbuch von Roberts... der fügt "Black-shouldered Kite" als Klammerausdruck dazu; es dürfte also tatsächlich beide Bezeichnungen geben - aber danke für den Hinweis!
Beste Grüße, Peter
Themenstarter411 Beiträge · seit 201904. Feb. 2022 · #142
Guten Morgen, Ingrid! Vielen Dank für deine tolle Rückmeldung zu meinem Bericht, das tut gut! Ich bemühe mich jedenfalls... Hinsichtlich KTP ist das natürlich so eine Sache - auch wir sind oft lange gefahren, ohne etwas zu sehen und wenn die Vögel nicht wären, dann kann man auch mal leicht ohne viel Brauchbares zurückreisen, denn die Katzen sind ja tatsächlich Glücksache - vor allem Löwen haben auch wir nicht bei jedem Besuch gesehen, Geparde gabs immer mal irgendwo... Eine Schwierigkeit besteht auch darin, dass man oft sehr weit weg ist von den Tieren... Ich liebe dort aber die Landschaft, mir gefallen die roten Dünen und die knorrigen Bäume.
Vielleicht musst du deinen Ranger einfach mal wieder überreden...
Beste Grüße, Peter
6'152 Beiträge · seit 200604. Feb. 2022 · #143
hallo Peter,
grosses Kino - was für ein toller Reisebericht, tolle Tour , super super Unterkünfte - da habt Ihr 2 Männer Euch wirklich was tolles gegönnt , dann die grandiosen Bilder ob von Landschaft, Blumen oder Tiere - spitze . Ich glaube schon, dass eure Männertour was Besonderes war und der Freundschaft gut getan hat. Ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung. Dir eine gute Zeit bleib gesund das wünscht herzlichst Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
548 Beiträge · seit 201604. Feb. 2022 · #144
Hallo Peter,

als bislang stille Mitleserin bzw. besser Genießerin deines Reiseberichtes, möchte ich an dieser Stelle auch mal ein geschriebenes Dankeschön loswerden.
Was für eine Reise und das Schöne, sie ist ja noch nicht zu Ende ! Deine Bilder sind wirklich wunderschön und ich freue mich jetzt schon darauf wenn es weitergeht.
Bis dahin wünsche ich dir einen tollen Aufenthalt in den USA! Habt eine gute Zeit.

viele Grüße
Elke
Menschen, mit denen man lachen und weinen kann, sind die Menschen, die das Leben ausmachen.
Themenstarter411 Beiträge · seit 201904. Feb. 2022 · #145
Hallo Hanne, vielen Dank für deine tolle Rückmeldung! Diese lange Zeit mit einem Freund zu verbringen stellt eine Freundschaft auf die Probe, vor allem, wenn man so aneinandergekettet ist, nicht aus kann... Aber es war gut! Wir waren schon mehrfach gemeinsam in Afrika, aber da waren immer auch andere Leute dabei, so zu zweit war es eine Premiere... 😄
Ich freue mich, wenn du auch bei der Fortsetzung wieder dabei bist - einstweilen, Beste Grüße, Peter
zuletzt bearbeitet 04. Feb. 2022
Themenstarter411 Beiträge · seit 201904. Feb. 2022 · #146
Vielen dank, Elke, für deine positive Rückmeldung - freut mich, dass dich die Bilder ansprechen! Ist immer gut zu lesen, wenn jemand den Bericht "genießt"! Jetzt dauert es ein Weilchen, aber dann geht's weiter,,,
glG Peter
423 Beiträge · seit 201304. Feb. 2022 · #147
Hallo Peter
Ich möchte dir vor deiner Abreise auch noch einmal ein herzliches Dankeschön schicken für den fantastischen Bericht und die wunderschönen Bilder. Ihr habt ja ein riesiges Sichtungsglück gehabt im KTP!
Das war uns leider nicht vergönnt als wir vor ein paar Jahren einige Tage dort verbrachten. Du hast nun den Wunsch in mit geweckt, noch einmal dorthin zu reisen. Was ganz zuoberst auf meiner Wunschliste kommt ist das Namaqualand in der Blütenzeit! Ich war schwer beeindruckt von dieser Artenvielfalt dieser Blumen, da ich auch in meinem Garten jeden Sommer selber viele Blumen selber aufziehe.
Die Bilder deines 2. Teils sind vielversprechend und ich freue mich schon auf die Fortsetzung 🙂
Bis dahin wünsche ich dir einen schönen Aufenthalt in den USA!
Viele Grüsse Regina
Reiseberichte: 2015 - von Kapstadt nach Windhoek durch den KTP 2017 - der Leopard kommt nur am Sonntag... 2019 - Namibia Nov.2019 - auf der Suche der Lone Men 2021 - vom Winde verweht - Skeleton Coast Campingtour
zuletzt bearbeitet 04. Feb. 2022
Themenstarter411 Beiträge · seit 201904. Feb. 2022 · #148
Guten Abend, Regina! Vielen Dank auch dir für die super Rückmeldung! Der KTP ist tatsächlich so eine Sache, sind etwa Löwen dort, dann sieht man sie oft Tage hintereinander, ist weniger los, dann kann es auch leicht sein, dass man einen halben Tag lang ziemlich vergebens herumirrt... Außerdem ist dort natürlich auch die Infrastruktur ziemlich limitiert - Tal auf, Tal ab... andererseits hab ich dort eigentlich immer tolle Greifvögel gesehen und zumindest eine Katzenart. Auch zwei meiner absoluten Lieblingsbilder sind dort entstanden - da war es ein Jahr lang aber auch viel grüner... Ich hab die beiden Bilder angehängt, die verwende ich als Bildschirmschoner... also wer weiß - vielleicht zieht es euch doch noch mal dorthin?!
Namaqualand ist zweifellos immer schön und ich würde da auch wirklich empfehlen nach Hondeklipbaai zu fahren, mir gefällt die Fahrt dorthin wirklich gut...
Einstweilen beste Grüße, Peter


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zuletzt bearbeitet 04. Feb. 2022
778 Beiträge · seit 200606. Feb. 2022 · #149
Lieber Peter,

so, außer den Dankebutton zu drücken muss ich mich jetzt ach mal dankend zu Wort melden. Du zeigst wirklich herrliche Aufnahmen. Und die von dir beschriebenen Parks kenne ich bis auf den KTP alle noch nicht - würde aber am liebsten sofort losfahren und sie besuchen. Deine Beschreibungen und Bilder machen unglaublich Lust darauf! 🙂

Ich beneide dich besonders um die wunderbaren Nashorn-Sichtungen, die Wildblumenblüte und bin auch von den vielen Vögeln sehr begeistert.
Freue mich schon auf die Fortsetzung!

Viele Grüße von Tanja
Themenstarter411 Beiträge · seit 201926. März 2022 · #150
Liebe Tanja, ich muss mich zunächst mal bei dir entschuldigen, dass ich so lange nicht geantwortet habe - aber der Aufenthalt in Amerika lag dazwischen und da gab es meinerseits eben keine Aktivität im Forum. Deshalb hier nachträglich: Vielen Dank für deine Zeilen, die mich sehr gefreut haben!!! Am Montag geht es nun auch mit meinem Bericht wieder weiter, ich hoffe, du bist wieder dabei!
Beste Grüße
Peter
zuletzt bearbeitet 27. März 2022
2'845 Beiträge · seit 201126. März 2022 · #151
Hallo Peter,

… eigentlich… hatte ich gerade viel zu tun - wollte ich nur kurz in Deinen Reisebericht schnuppern! Eigentlich! Aber Deine Reiseziele sind hier doch etwas unterrepräsentiert.
Wow - was für eine tolle Reise, grandiose Sichtungen und Fotos.
Ganz herzlichen Dank für Deine Mühe - und nun weiß ich, was ich demnächst weiterlesen werde.

Herzliche Grüße
Strelitzie

PS. Und ganz besonderen Dank für die Nachhilfe in Ornithologie, welch wunderschöne bunte Vielfalt!
zuletzt bearbeitet 26. März 2022
897 Beiträge · seit 201727. März 2022 · #152
Hallo Peter,

mir ging es wie Strelitzie - nur kurz mal reinschauen und dann den ganzen Abend gelesen. Recht herzlichen Dank für deinen unterhaltsamen Bericht und die unglaublich schönen Fotos - you made my day 😉 Ich hab mir einiges für unseren nächsten Trip notiert.
Liebe Grüße Makra
Themenstarter411 Beiträge · seit 201927. März 2022 · #153
Liebe Strelitzie, liebe Makra, besten Dank für eure anerkennenden Worte! Das freut mich sehr - ich hoffe, dass etwas für euch dabei ist, das ihr in eure kommende(n) Reise(n) einbauen könnt - das ist ja auch mit ein Sinn dieser Reiseberichte, dass wir uns, die wir mit dem Afrika-Virus infiziert sind, gegenseitig unterstützen und Anregungen geben.
Freut mich, wenn ihr weiter dabei sein werdet. Beste Grüße und einen schönen Sonntag, Peter
13 Beiträge · seit 202227. März 2022 · #154
Lieber Peter,
Vielen Dank für deinen tollen Bericht und die vielen wunderschönen Bilder. Mit etwas Verspätung muss ich noch einen Kommentar zum Karakal abgeben, da im Text der Begriff Glückseligkeit gefallen ist.

Ich kann das SOOO sehr nachvollziehen, da es mir letzten September im Etosha genauso ergangen ist. Unsere Sichtung war noch ein wenig kürzer und leider ist mir kein Foto und meinem Mann sind nur zwei dokumentarische Bilder gelungen (so weit ist er noch nicht in seinem Reisebericht, dahin kommen wir erst 😎 …. ), aber ich war mega happy, da ich damit nicht gerechnet habe, jemals einen Karakal sehen zu können (außer in Tierdokus). Meine jüngere Tochter hat grad gemeint, dass sie mich noch nicht oft so glücklich gesehen hat wie nach der Karakalsichtung… 🤪

Nochmals danke!
Birgit
Themenstarter411 Beiträge · seit 201927. März 2022 · #155
Liebe Birgit, vielen Dank für deine Rückmeldung - ja, diese "Momente der Glückseligkeit" sind es, die unsere Reisen soo sehr bereichern, dass wir uns noch Jahre später an eben diese Momente zurückerinnern. Fast jede Reise hat solche Momente, die uns eindrücklich in Erinnerung bleiben. Die Sichtung eines besonderen Tieres gehört sicher dazu - meist eben in dem Moment, in dem man es überhaupt nicht erwartet. Ich freue mich für euch, dass ihr auch solche Momente erleben konntet - es kommt da überhaupt nicht darauf an, ob man "ein super Foto" ergattern konnte oder nicht - Hauptsache der Eindruck ist im Kopf gespeichert...
Vielen Dank fürs Mitlesen, beste Grüße
Peter
Themenstarter411 Beiträge · seit 201927. März 2022 · #156
Teil B

Reisetage 30 und 31 (31. August und 1. September 2021) – Johannesburg OR Tambo – Middelburg – Graskop (inkl. Panoramaroute)

Ich weiß nicht, warum ich während der Nacht nicht wirklich gut geschlafen habe – eigentlich hatte ich gedacht, dass ich die Nacht allein im Zimmer genießen würde, aber es war eine unruhige Nacht… Das Abendessen nahm ich im Irischen Pub des Hotels ein, gönnte mir eine Portion Nachos und zwei Gläser Bier, kalorientechnisch keine Meisterleistung, aber irgendwie eine Abwechslung (zumindest was die Nachos betrifft…).
Es kam zu einer kurzen Unterhaltung mit zwei Männern aus Kapstadt, die nicht genug über Jo’burg herziehen konnten. Ich hörte mir die Leier eine Weile an, zog mich dann aber bald zurück…

Um 09:45 stehe ich jedenfalls wieder einmal vor der Statue von OR Tambo im Flughafen und warte. Der Lufthansa Flug aus Frankfurt kommt recht pünktlich an und so dauert es auch nicht sonderlich lange, bis ich meine Liebsten in die Arme schließen kann. Meine Frau und unsere jüngere Tochter sind angekommen, beide waren schon vielfach hier in Südafrika und lieben das Land genau so wie ich. Für heute haben wir nur eine kurze Etappe eingeplant, denn nach einem langen Flug, auch wenn es ein Nachtflug ist, kann eine längere Autofahrt doch zur Tortur werden. Wir haben auch schon bei früheren Reisen immer wieder mal einen Zwischenstopp in Middelburg eingelegt.
Ich freue mich natürlich riesig über die neuen Reisepartner und wir fahren zunächst mit dem Shuttle-Bus des Hotels zurück zum Garden Court Hotel, wo ich das Auto besser stehen lassen kann. Am Flughafen in Jo’burg kann es relativ schnell unbequem werden, wenn man zu lange vor der Ankunftshalle stehen bleibt – besonders jetzt, wo auch noch Parkplätze für einen COVID-Testbus blockiert sind.
Die Damen können sich im Hotel noch kurz frisch machen, ich verlade inzwischen die Koffer und dann geht es auch schon auf die Autobahn Richtung Middelburg.
Die Fahrt verläuft unspektakulär und wir fahren über die N12 nach Middelburg, wo wir nach rund 2-stündiger Fahrt ankommen. Von der Autobahn geht es noch kurz durch die Stadt und dann sind wir auch schon am frühen Nachmittag im Lamor Guest House. Dort beziehen wir unsere Zimmer und machen eine kurze Nachmittagsrast. Anschließend geht es zurück in die Mall, die praktisch am anderen Stadtrand liegt. Wir stocken unseren Kühlschrank auf, kaufen Wein, Bier, Gin und etwas Gemüse für Snacks zwischendurch. Ich hole mir in einer Drogerie eine Hautcreme, die trockene Luft macht mir gelegentlich etwas zu schaffen. Dann geht es auch gleich zum Spurs, wo wir unser Abendessen einnehmen. Damit geht auch schon der erste Reisetag wieder zu Ende. Wir fahren die kurze Strecke zurück zum Guesthouse und fallen hundemüde in die Betten.

Gefahrene Tageskilometer: 184

Fazit Lamor Guest House: Sehr schönes Guest House etwas außerhalb von Middelburg, aber dennoch in unmittelbarer Zentrumsnähe. Die Lage der Unterkunft in einer Gartensiedlung könnte besser nicht sein, dazu die freundlichen Eigentümer und das leckere Frühstück – meiner Meinung nach immer eine gute Wahl für den Einstieg in den Urlaub…

Nach dem Frühstück brechen wir rasch auf, denn heute warten doch einige Kilometer auf uns, zudem wollen wir entlang der Panoramaroute einige der Aussichtspunkte abklappern und auch den einen oder anderen Wasserfall bei Sabie besichtigen.
Bereits um 7:50 Uhr sind wir startklar und die Fahrt führt uns durch Getreidefelder und Wiesen über die R555, die R577 sowie die R36 und R533 nach Pilgrims Rest, wo wir einen ersten kurzen Cafe-Stopp einlegen. Vor Jahren hatten wir hier übernachtet, unsere Tochter kann sich nur noch dunkel an den netten Abend in der zu einer Bar umgestalteten Kapelle des Royal Hotel erinnern. Diesmal haben wir uns aber für eine Übernachtung in Graskop entschieden, weil das doch die zentralere Lage ist.
Pilgrims Rest ist ein schön gelegener Ort, der auf die Zeit der Goldwäscher zurückgeht, wurde während des Zweiten Burenkrieges sogar eine Münzprägeanstalt. Das Kraftwerk, das hier 1911 errichtet worden war, war seinerzeit sogar das größte der Südhalbkugel – kaum vorstellbar, wenn man durch den heutigen verträumten Ort läuft, der gefühlt nur aus einem Hotel besteht, dessen Zimmer sich auf eine ganze Reihe von Häusern aufteilen…
Nach Cafe und Kuchen bleibt auch noch Zeit für einen kurzen Bummel entlang der Hauptstraße.

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Von Pilgrims Rest geht es schließlich hinauf nach Graskop, das sich direkt am Escarpment ausbreitet, dem Steilabfall des inneren Festlandsockels zum Lowveld am Indischen Ozean. Wir fahren durch Graskop nur kurz durch und gleich weiter in das wenige Kilometer entfernte Sabie, von wo man zu einigen der Wasserfälle abzweigt. Dabei lassen wir die gleich an der Straße liegenden MacMac Falls aus und unser erstes Ziel sind die Lone Creek Falls.
Vom Parkplatz, den man über eine Schotterpiste mit einigen Schlaglöchern erreicht, führt ein schöner Pfad durch einen Wald direkt zum Wasserfall.

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Der Wasserfall selbst wird oft als der „schönste und höchste Wasserfall“ der Panoramaroute bezeichnet – ich will mich an dieser Stelle keiner Wertung hingeben – es ist jedenfalls ein schöner Flecken Erde, auf den man hier trifft. Aus knapp 100 m Höhe stürzt das Wasser in ein schönes Becken – uns gefällt es hier ausnehmend gut, vielleicht auch, weil wir die einzigen Gäste an diesem Spätvormittag sind.

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Der Wind spielt mit dem dünnen Wasserstrahl und lässt ihn manchmal recht mächtig erscheinen. Bewunderung verdienen auch die aufgeschichteten Felsen im Hintergrund, die von riesigen Feigengewächsen zusammengehalten scheinen.

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Von den Lone Creek Falls geht es nur ein kurzes Stück weiter zu den Horseshoe Falls, die mir am wenigsten zusagen, aber dennoch natürlich einen Stopp wert sind. Es ist relativ wenig Wasser vorhanden, das breite, ausgewaschene Bett zeigt aber, dass das vermutlich auch gänzlich anders aussehen kann. An zwei Stellen fließt etwas kühles Nass über eine nicht allzu hohe Stufe.

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Zu guter Letzt geht’s auch noch zu den benachbarten Bridal Veil Falls, wo der Wasserstrahl nicht sonderlich üppig, dafür die Umgebung unendlich schön ist. Auch der kurze Spaziergang vom Parkplatz zum Wasserfall ist absolut lohnend.

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Bei den all den Wasserfällen muss ein kleiner Obolus entrichtet werden, die Eintrittspreise bewegen sich aber ohnehin in sehr bescheidenen Grenzen. Über Sabie fahren wir nun zurück nach Graskop, wo wir unmittelbar an der Ortseinfahrt unser Chalet im Panorama Chalets und Restcamp beziehen. Die Lage der Häuschen, die über einen schönen Garten verstreut direkt an der steilen Abbruchkante des Escarpments stehen, ist großartig.
Vor allem der neben dem Restaurant angelegte Infinity-Pool macht seinem Namen alle Ehre.

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Wir würden es hier eine Zeit lang aushalten können – aber wir haben ja noch einiges vor am heutigen Nachmittag. Obwohl wir alle drei die Sehenswürdigkeiten der Panorama-Route kennen, wollen wir dennoch aufbrechen, und die Hauptsehenswürdigkeiten nochmals besuchen.
Da wir am kommenden Tag ja weiter nach Tzaneen fahren, hätten wir zumindest einen Teil der Sehenswürdigkeiten auch da abhacken können – dem widerspricht aber die Sonneneinstrahlung, die meiner Meinung nach am Nachmittag wesentlich schöner ist – diese Zeilen nur zur Info, dass wir nicht wie Nichtsahnende völlig planlos durch die Gegend irren…

Von Graskop geht es nun in nördlicher Richtung zunächst zu den Bourkes Luck Potholes, wo sich der in der Blyde River einmündende Treur River tief in den Sandstein eingeschnitten und dabei einen schönen Cayon mit Strudeltöpfen gebildet hat.
Überall entlang der fast ausgetrockneten Flussbette blühen die Aloen.

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Die von sich drehenden Steinen geformten Sandsteintöpfe am Zusammenfluss der beiden Flüsse sind besonders schön anzusehen.

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Entlang des Blyde River plätschert ein Rinnsal über die eine oder andere kleinere Steilstufe und lässt so einen kleinen Wasserfall entstehen. Es scheint sehr trocken in diesem Winter.

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Von hier geht es nun weiter zum Aussichtspunkt auf das Lowveld und zu den Three Rondavells. Es ist inzwischen knapp vor 16:00 Uhr und die Sonne steht bereits recht tief – optimal, wie ich in diesem Fall finde. Wir halten das ein oder andere Mal am Straßenrand, es ist kaum Verkehr und so stören wir auch niemanden.

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Den Höhepunkt für uns bildet aber der Blick auf die Rondavells und den sich davor ausbreitenden Blyderivierdamm.

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Von den Rondavells müssen wir nun wieder zurück nach Graskop, nicht ohne zum Abschluss auch noch bei den Berlin Falls einen kurzen Stopp einzulegen, wo aufgrund des fortgeschrittenen Nachmittags nicht einmal mehr ein Eintritt kassiert wird.
Doch gerade jetzt, knapp bevor der Wasserstrahl in den Schatten fällt, leuchtet die tiefe Schlucht in den schönsten Farben…

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Zufrieden treten wir die Rückfahrt in das nahe Graskop an, wo wir direkt im „Hotel“ das Abendessen einnehmen. Das Restaurant bietet einfache, aber hervorragend mundende Gerichte in einem wohligen Ambiente zu unschlagbaren Preisen… Wir entscheiden uns für Salate mit Pizza und sind voll zufrieden mit der getroffenen Wahl! Dazu trinken wir zur Feier des Tages eine Flasche Weißwein – nun sind auch die Damen richtig angekommen und es liegen schöne Reisetage vor uns!

Gefahrene Tageskilometer: 417
zuletzt bearbeitet 27. März 2022
768 Beiträge · seit 201728. März 2022 · #157
Hallo Peter, irgendwie bin ich auf dieser Reise verloren gegangen. Warum auch immer…
Zum guten Glück habe ich den Anschluss wieder gefunden, ich hätte viel Schönes verpasst und nun konnte ich dafür ganz viel nachlesen. Was für eine wunderschöne Reise mit ganz tollen Fotos und so geschrieben, dass man deine Liebe zu Afrika förmlich spürt! Vielen herzlichen Dank für‘s Teilen mit uns.
Ich freue mich, dass es weitergeht und bin gespannt auf eure weiteren Erlebnisse.
Liebe Grüsse Caroline
2016: Südafrika mit Gardenroute 2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius 2020: Kapstadt und Gardenroute 2022: Namibia 2024: Namibia und Südafrika 2026: Namibia und Botswana in Planung :-)
794 Beiträge · seit 200728. März 2022 · #158
Hallo Peter,

ich bin erst jetzt auf Deinen tollen Reisebericht aufmerksam geworden und habe eben voller Begeisterung Deine letzten Stationen nachgelesen. Fantastische Bilder!!! Wirklich ein Genuss anzuschauen und das Sichtungsglück war auch auf Eurer Seite! An drei Tagen im KTP neben all den anderen Tieren auch Geparden, Löwen, Leoparden und vor allem noch einen Karakal (!) zu sehen, ist ja schon fast etwas unverschämt. 😉 Ich liebe diesen stimmungsvollen Park ebenfalls und Dein Bericht macht Lust, wieder einmal dorthin zu fahren. Aber auch die vielen Wasserfälle auf der Panorama-Route und wie Du sie abgelichtet hast, gefallen mir ganz besonders. Wie schön, dass Ihr die Lone Creek Falls alleine erleben durftet! Mir geht es so, dass ich immer ein bisschen demütig werde, wenn ich das Glück habe, solche Naturschönheiten für mich zu haben.

Ich freue mich schon auf die Fortsetzung!
Viele Grüße
Tina
Aktuell (von 2025): Sri Lanka 2.0: Birders Paradise - diesmal zu zweit https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/306027-sri-lanka-2-0-birders-paradise-diesmal-zu-zweit.html Sri Lanka 2024: Soloreise im Land der vielen Pfauen https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/304773-sri-lanka-2024-soloreise-im-land-der-vielen-pfauen.html Costa Rica 2023: Von Regenwaldfieber bis Tapirsuche https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303351-costa-rica-23-von-regenwaldfieber-bis-tapir-suche.html Uganda 2022: ohne Gorillas aber mit Chamäleons https://www.namibia-forum.ch/forum/160-diverses/301530-uganda-2022-ohne-gorillas-aber-mit-chamaeleons.html
zuletzt bearbeitet 28. März 2022
Themenstarter411 Beiträge · seit 201928. März 2022 · #159
Liebe Caroline, liebe Tina, besten Dank für eure Beiträge. Es freut mich, dass ihr aus meinen Zeilen meine Begeisterung für Afrika herauslesen könnt - die ist nämlich wirklich allgegenwärtig. Es gibt kaum etwas Schöneres als auf diesem Kontinent unterwegs zu sein. Gott sei Dank gibt es viele - etwa auch euch - die diese Leidenschaft teilen und die ebenfalls von diesem positiven Virus befallen sind...
Schön, dass ihr hier mitlest! Vielen Dank für eure Rückmeldungen, beste Grüße
Peter
zuletzt bearbeitet 28. März 2022
Themenstarter411 Beiträge · seit 201928. März 2022 · #160
Reisetag 32 (2. September 2021) – Graskop – Tzaneen

Heute haben wir nur eine kurze Reise von Graskop nach Tzaneen, zumal wir die Besichtigungspunkte entlang der Panoramaroute bereits am Vortag abgearbeitet haben. Dennoch wache ich wie üblich sehr früh auf, gerade rechtzeitig, um zum Sonnenaufgang über dem Lowveld zurecht zu kommen. Langsam verfärbt sich der Himmel – ein wahrlich bewegender Moment. Die Schönheit dieses Landes lässt mich immer wieder staunen, ich genieße jeden Tag, hier sein zu dürfen!

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Die Damen schlummern noch, also gehe auch ich wieder zurück in das Chalet und reinige meine Kamera, mache sie sozusagen fit für den Großeinsatz der kommenden Tage im Kruger Nationalpark – zumindest hoffe ich, dass sie dort ordentlich gefordert sein wird…
Da heute eine relativ anspruchslose Etappe ansteht, lassen wir es langsam angehen. Kurz nach 09:00 Uhr schlendern wir zum Frühstück und genießen Cafe, Obst und Joghurt. Die Auswahl ist ausreichend, für jeden ist etwas dabei.

Rund um Graskop gibt es eine ganze Reihe von Attraktionen, die darauf warten würden, dass wir uns ihrer annehmen. Aber weder eine Fahrt mit der Zippline noch mit dem Gorge Lift (beides liegt nur unwesentlich von den Panorama Chalets entfernt) haben es uns so richtig angetan – wir wollen den Tag eher ruhig und gemächlich verbringen und uns auf die kommenden Tage im Kruger Park einstimmen.

Fazit Panorama Chalets und Restcamp: Für mich ist diese Unterkunft eine sehr gute Wahl, es passt so ziemlich alles. Die Chalets sind sogar mit Kochnischen ausgestattet, hier könnte man also durchaus länger verweilen, ein großer Kühlschrank ist ebenso integriert. Die Lage am Steilabbruch ist sensationell schön, das Restaurant bietet gutes Essen zu einem guten Preis. Die Häuschen sind etwas in die Jahre gekommen, aber alles ist gut in Schuss gehalten und sehr sauber. Also jederzeit wieder…

Wir verzichten auch auf einen Besuch der beliebten MacMac-Falls, an denen wir gestern grundsätzlich ja vorbeigefahren sind, die mir fototechnisch aber bereits vom letzten Besuch nicht sonderlich zugesagt haben, weil man vom Parkplatz aus einen etwas gewöhnungsbedürftigen Blickwinkel auf die Fälle hat – zu den Pools selbst bin ich noch nicht gewandert, vielleicht wäre das eine lohnende Alternative…
Wir packen langsam unsere Sachen und stoppen noch kurz in Graskop, um ein paar Getränke einzuladen, Obst und vor allem auch die beliebten Macadamia-Nüsse zu bunkern und dann fahren wir gegen Mittag los in nördliche Richtung. Wir haben bei der Planung viel überlegt, wo wir in den Kruger NP hineinfahren sollten, haben uns dann aber dazu durchgerungen, durchs Phalaborwa-Gate reinzufahren und den Park sozusagen von Norden nach Süden zu durchstreifen. Vermutlich wäre wohl jede andere Option auch gut gewesen; natürlich hätte sich von Graskop aus auch eine Fahrt direkt zum Kruger Gate angeboten…

Wir folgen also wieder der Panoramaroute über die R532, die teilgesperrt ist, weil Straßenreparaturen durchgeführt werden. Immer wieder werden wir kurz angehalten und kommen so nur schleppend vorwärts. Im Gegensatz zum Vortag ist doch relativ viel Verkehr auf der Aussichtsstraße. Über die R36 und die R71 erreichen wir nach rund drei Stunden die Tzaneen Country Lodge, ein Quartier, das ich auch schon mehrfach bei meinen Reisen durch Südafrika aufgesucht hatte. Ich fühle mich hier immer sehr wohl. Bei der Fahrt in den Ort muss ich kurz anhalten, weil mir die Sinnhaftigkeit eines Verkehrszeichens einfach nicht ganz einleuchten will…

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Wir checken im Zimmer ein und machen es uns am Swimmingpool gemütlich, während die Damen lesen, unternehme ich einige Rundgänge durch die sehr gepflegte Anlage mit dem großen, parkähnlichen Garten.

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Dabei kann ich auch einige Vögel entdecken, darunter einenMosambikgirlitz (Yellow-fronted Canary), eine Rotschnabeldrossel (Kurrichane Thrush), eine Weißbrauen Rötel (White-browed Robin-Chat), einen Scharlachweber (Red-headed Weaver) und ein Kleinelsterchen (Bronze Mannikin).

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Wir lassen den Abend im Restaurant des Hotels bei einem guten Steak ausklingen, dazu trinken wir heute wieder einmal ein Bier. Danach geht es relativ bald in die Federn, denn am kommenden Morgen wollen wir möglichst rasch aufbrechen, um in den Kruger Nationalpark zu kommen. Da wird es dann wieder mehr Fotos geben – versprochen!

Gefahrene Tageskilometer: 222
zuletzt bearbeitet 29. März 2022