Kenia 2021: Die Entdeckung der Langsamkeit

Reisebericht 282 Antworten · 31,0k Aufrufe · gestartet 19. Dez. 2021 von Beatnick
1'366 Beiträge · seit 201102. Apr. 2022 · #221
Bushtruckers schrieb:Hallo miteinander

Betti schrieb: Offroad-Fahren ist verboten und wird im Unterschied zur Narok-Seite auch konsequent geahndet. Stimmt nur teilweise. Es gibt Gebiete, wo man bei Katzensichtungen vom Weg weg darf. Nicht um sie zu suchen! sondern nur, um sie zu sehen. Minimalabstand 15 oder 20 m und Autoanzahl ist auf ein paar limitiert und somit auch die Zeit, die man da verweilen darf.

Ich bin nicht generell gegen die Narok Mara, da man da echt gut Katzen finden kann und auch die Crossingstellen interessant sind. Aber man muss mit Stress durch undisziplinierte Fahrer (die darf man nie Guides nennen!) rechnen. Es gibt abscheuliche Bilder..... doch ein bisschen muss man auch die Touristen an der Nase nehmen. Sie wollen im Nu alles sehen, sie wollen mit dem Handy ein bildfuellendes Portrait etc. Viele wissen einfach nicht, was es heisst, der Natur und seinen Bewohnern Sorge zu tragen. Einige Fotografen kennen auch nichts, das Bild zaehlt, aber nicht was vernuenftig und sicher ist. Sie denjenigen, der im offenen Auto liegend vorne die Leopardenmutter fotografierte, waehrend das Junge mit seinen Fuessen spielt, was ihm offensichtlich Spass machte. Er wurde aus der Mara gejagt, Fahrer, Fahrzeug und Camp gebannt. Aber am Auto nimmt man einfach den Kleber ab und faehrt 2 Tage spaeter wieder rum.... das Camp ist auch offen, da es zur Maasai Clique gehoert...

Mit diesen Fahreren reden bringt gar nicht. Der einzige Weg ist, sie beim Chief Ranger zu rapportieren. Zumindest gibt es dann einen Rueffel und ein paar Muenzen werden wohl auch den Besitzer wechseln.

Liebe Gruesse aus dem etwas regnerischen (zum Glueck) Kenia
Elvira
Die Entwicklung in der Mara sehe ich auch mit Sorge. Die letzten Jahre wurde das Verhalten mancher Fahrer immer respektloser der Natur gegenüber. Der von dir geschilderte Fall ist nur eins der Beispiele. Unverständlich für mich. Es hat den Anschein, dass man heute um jeden Preis ein Foto machen muss und damit man auf dem Handyfoto etwas sehen tut, muss man natürlich direkt vorne dran stehen. Aber auch renommierte Fotografen zeigen dieses Verhalten.
Die Guides/ Fahrer melden sich nicht gegenseitig bei Fehlverhalten. Ich habe das schon mehrfach angesprochen und die Antwort bekommen "Don´t do that" 🙄
Ich bin wirklich gespannt wie es in der Mara weiter geht, vor allem wenn der normale Tourismus wieder zurück kommt. Stehen dann 500 Fahrzeige am Mara? Muss man eine halbe Stunde anstehen, wenn man den Talek überqueren will? Sieht man den Leopard im Baum dann nur noch aus der 4. Reihe? 😗 Das ist nicht die Natur die ich erleben möchte.
Gruß Thorsten :) Thorsten Hanewald Photography Auf den Spuren der Gnus - Tansanias Norden Zu Besuch im Angama Mara Camp (Mara Triangle) Masai Mara intensiv " Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
Themenstarter1'712 Beiträge · seit 201602. Apr. 2022 · #222
26. September, Vormittag: Ein Morgen mit Leoparden, Teil I

In der Nacht hat es wie aus Eimern geschüttet. Nicht, dass ich etwas davon mitbekommen hätte. Ich habe das Unwetter, das anscheinend über uns hinweggezogen ist, schlichtweg verpennt. Aber als ich meinen Kopf um halb Sechs durch den Reißverschluss unseres Zeltes stecke, stehen überall riesige Pfützen und es tropft von den Bäumen. Sogar die benachbarte Straße nicht gerade sympathisch aussehender roter Ameisen hat sich aufgelöst. Brrr, ist das ungemütlich...

Wir stehen natürlich trotzdem pünktlich wie die Maurer am Auto. Zumal an diesem Morgen klar ist, dass wir den Baum ansteuern werden, in dem wir am Vorabend bei Einbruch der Dämmerung die beiden Leoparden gesehen hatten.

Um dorthin zu gelangen, müssen wir eine knappe halbe Stunde zügig fahren, und das bei diesen Bedingungen. Ich fürchte, dass uns die berüchtigte Black Cotton Soil einen Strich durch die Rechnung macht. Doch Livingstone meistert die Herausforderung, ohne mit der Wimper zu zucken.

Immerhin: Der Sonnenaufgang ist einigermaßen vielversprechend, als wir an den riesigen Elandherden in unserer Nachbarschaft vorbeiholpern, und der Regen zumindest erst einmal Geschichte.

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Als wir in der Gegend der Leoparden ankommen, halten wir an. Aber warum? Wie so oft bin ich ungeduldig. Ob die Katzen wohl noch da sind? Immerhin haben wir am Abend einen Kill in den Ästen hängen sehen. Das spräche dafür, überlege ich. Andererseits...

Livingstone holt mich aus meinen Gedanken. Er hat einen Plan - und braucht dafür unser Okay. Wie wir ja vom Vorabend wüssten, so erläutert er, sei auf dieser Seite des Grabens die Sicht auf die Leoparden - sofern noch an Ort und Stelle - etwas eingeschränkt. Auch dürften sich dort einige Autos einfinden, denn die Sichtung hat sich natürlich herumgesprochen.

Von gegenüber aber hätten wir nicht nur mutmaßlich einen recht freien Blick, sondern wohl auch länger unsere Ruhe. Denn die Autos, die aus der anderen Richtung kommen, haben eine ziemlich weite Anreise und werden bei diesen Wegeverhältnissen sicher lange dafür brauchen. Von unserer Seite werde sich darüber hinaus bei dem tiefen, glitschigen Boden kaum jemand durch die Furt mit ihrer steilen Ab- und Auffahrt trauen, die uns zwar nicht gefährden, aber gehörig durchrütteln wird. Ob wir nun also...? Wir zögern keine Sekunde. Das machen wir!

"Hold on", sagt Livingstone, und dann noch vorsorglich: "Very tight." Ein unnötiger Hinweis, denn ich beiße ohnehin schon auf die Zähne. Die Furten sind immer ruckelig und die großen, scharfkantigen Steine im Wasser mir nicht geheuer. Und nun noch der Matsch...

Mein lieber Schwan, es rumst! Wir setzen ein paarmal auf und der Wagen wackelt mit dem Hinterteil wie J.Lo zu ihren besten Zeiten. Doch alles in allem ging es besser und schneller als erwartet. "Still there?", fragt Livingstone, und wir bejahen fröhlich.

Die Belohnung folgt auf dem Fuße: Die Leopardin und ihre knapp einjährige Tochter liegen entspannt auf einem dicken Ast und sind noch im Schlummermodus. Was wohl auch dem nächtlichen Unwetter und dem kühlen Morgen geschuldet ist. Noch hat der Tag für beide nicht begonnen.

Links die Mutter, rechts die Tochter
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Nach zehn Minuten kommt Bewegung in die Sache. Das Jungtier regt sich zuerst und gähnt ein paarmal herzhaft. Das untrügliche Zeichen, das sich etwas tun wird. Es steht auf, klettert den Baum herunter und legt sich - für uns anhand des Gezeters der Vögel mehr zu hören als zu sehen - ans Wasser im Graben hinter dem Baum.

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Wenn Jugend im Alleingang forscht, sind Mütter häufig alarmiert.

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Das ist auch hier nicht anders, und so schüttelt sich die Leopardin vorsorglich den Schlaf aus den Kleidern.

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Erst einmal frühstücken. Die Vorratskammer ist gut gefüllt.

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Die Leo-Dame demonstriert es eindrücklich, als sie sich die Antilope so zurechtlegt, dass sie nicht versehentlich herunterpurzeln kann.

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Zwischendurch immer mal checken, was der Nachwuchs so treibt. Der hat sich mittlerweile zwischen die Büsche am Fuß des Baums gelegt und wartet einfach ab.

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Alles im Blick und alles geregelt, dann kann's ja losgehen.

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Livingstone, ohnehin immer auf Abstand bedacht, rollt vorsorglich noch ein paar Meter zurück. Leoparden seien unberechenbar, schärft er uns ein, und außerdem fix. Fühlen sie sich bedrängt, greifen sie an, "no matter what". Nicht erst seit diesem Blick glaube ich ihm jedes Wort.

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Wir hören das Reißen und Kauen, das Knirschen der Zähne auf Knochen.

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Und manchmal auch, wie jenseits der Senke die Autos rangieren, um einen Blick auf die Leoparden ringen. Der Plan ging auf, wir sind allein, und das ist fraglos großartig. Und doch tun mir die anderen auch leid, denen diese Szene verwehrt bleibt.

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Was dann passiert, wäre allerdings wohl auch nicht eingetreten, hätte es einen Massenauflauf gegeben: Die Leopardin verlässt den Baum und legt sich direkt neben unser Auto; was keine Gefahr für uns bedeutet, weil die Katze zu uns kam und somit für harmlos hält.

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Fortsetzung folgt in Teil II
Alle Reiseberichte von Betti und Thomas im Überblick
zuletzt bearbeitet 02. Apr. 2022
Themenstarter1'712 Beiträge · seit 201603. Apr. 2022 · #223
26. September, Vormittag: Ein Morgen mit Leoparden, Teil II

Die junge Leopardin kommt dazu und nun wird sich gegenseitig gejagt, gerauft und geschmust, dass selbst Livingstone seine Kamera hervorkramt. Ein untrügliches Zeichen dafür, dass etwas Bemerkenswertes vor sich geht.

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Die Tochter probt den Zwergenaufstand und setzt sich mit ihrem ganzen Gewicht auf die Mutter.

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Die dreht den Spieß aber ruckzuck um und demonstriert eindrücklich, wer das Sagen hat. Manchmal denke ich sogar, das wird hier ernst. Was aber natürlich Quatsch ist. Es muss wohl Liebe sein - auf Leopardenart.

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Zwischendurch schallt aus der Ferne das jammervolle Wehklagen eines Tieres in höchster Not zu uns hinüber. Es dauert minutenlang, eine gefühlte Ewigkeit. Dann Stille. "Vorbei", sagt Thomas und mich schaudert's ein wenig. Ein Hyänenkill, erläutert Livingstone, wahrscheinlich ein Gnu. Das wird sich später bestätigen.

Hyänen machen am reichgedeckten Tisch der Mara regelmäßig eigene Risse und beginnen ähnlich wie Wild Dogs mit dem Fressen, wenn das Opfer noch lebt. Ich mag mir das nicht ausmalen und vertiefe mich schnell wieder in den Anblick der kuschelnden Katzen.

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Nach einer Viertelstunde löst sich das Knäuel aus Flecken und Fell voneinander. Und dann geht alles retour. Erklimmt zuerst die junge Leopardin den Baum und schnuppert an dem Kadaver, scheint aber nicht hungrig zu sein,...

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...bevor die Mutter deutlich weniger stürmisch folgt.

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Während sich die beiden Leoparden oben im Baum wieder häuslich einrichten, bekommen wir Zuwachs.

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Ein Kollege von Livingstone und seine Gäste haben den Hyänenriss live verfolgt und es nun als zweites Auto auch auf unsere Seite geschafft. Gemeinsam beobachten wir nun, wie es sich die Mutter auf ihrem offenbar angestammten Platz gemütlich macht,...

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...während Junior der Sinn nach Höherem steht.

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Der Youngster klettert in die oberste Etage und kann wahrscheinlich bis Paris gucken. Ganz schön hoch. Aber immerhin ein eigenes Stockwerk - ein Teenagertraum.

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Bei den Leoparden kehrt Ruhe ein, für uns ist es das Ende einer großartigen Show. Wir sind seit Stunden auf den Beinen und haben Frühstückshunger.

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Noch ein bye bye in Richtung des anderen Autos, dann wenden wir - und kommen nicht weit. "Oh my Goooood", sagt Livingstone nach kaum 100 m.

Ich bin verwirrt. Drehe den Kopf. Kann nichts Aufregendes entdecken. Sind die Katzen doch noch einmal aktiv geworden? Haben wir einen Platten? Was bekomme ich nicht mit? Livingstone zeigt mit dem Finger durch die Scheibe, und endlich sehe auch ich den kleinen Vogel, der nur eine Armlänge von meinem Fenster entfernt in einem Strauch sitzt. "Malachite", entfährt es mir, und weiß schon während ich es ausspreche, dass das nicht stimmt.

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Egal, für Korrekturen ist noch später Zeit. Ganz langsam und möglichst leise öffnen Thomas und ich unsere Fenster, um den Pygmy Kingfisher nicht zu verschrecken, der eine Erstsichtung für uns ist und über den ich mich riesig freue. Stand er doch weit oben auf der imaginären Wunschliste.

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Mein Kopf schwirrt von all den Eindrücken noch vor zehn Uhr. In der offenen Graslandschaft finden wir ein schönes Plätzchen für eine Pause und haben die Picknickdecke schon auf die Kühlerhaube gelegt, da heißt es Kommando zurück. Livingstone meint, wir seien wahrscheinlich noch in Sichtweite der Leoparden. Was keine Gefahr für uns bedeutet, aber möglicherweise eine Irritation für die Tiere. Laufen wir hier so in der Landschaft herum, stören wir vielleicht ihre Siesta. Vorsorglich fahren wir noch ein Stück, bis wir sicher außerhalb ihrer Reichweite sind.

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Weil wir ja morgens bewusst zu den Leoparden zurückgekehrt waren, bewegen wir uns nun in der Gegend wie am Vortag. Dennoch ist es ein riesiger Zufall, dass wir zuweilen auch denselben Tieren begegnen: wie zum Beispiel der kleinen Löwenfamilie, deren mögliches Schicksal mir so viel Kummer bereitet hatte. Ich bin natürlich auch froh, die drei mit eigenen Augen wieder vereint zu sehen. Doch ist es mittlerweile 11 Uhr und heiß geworden, und wieder zieht die Löwenmutter mit ihren Babys mitten am Tag umher. Aber warum nur?

Wir haben im Laufe der Zeit mitbekommen, dass Livingstone eine hohe Meinung von Müttern aller Art hat. Besonders, wenn sie einen guten Job machen. An der Qualifikation dieser hier hat er spürbar Zweifel. Ich dagegen zweifle einmal mehr vor allem am Verstand der Menschen, die dem Trio erneut viel zu dicht auf die Pelle rücken. Ich bin daher heilfroh, als wir aus der Ferne beobachten, wie sich die Löwen in den Busch zurückziehen. Zügig und beruhigt fahren wir weiter.
(P.S.: Bei unserer Rückkehr nach Kenia im Januar haben wir Livingstone nach den drei Löwen gefragt. Er hatte sie in den Wochen zuvor noch mehrfach gesehen und sie waren wohlauf.)

Abgesehen von dieser einen Blechansammlung ist es an diesem Vormittag wunderbar ruhig. Vielleicht auch, weil einige Fahrer nach dem großen Regen weitere Wege scheuen, sich also vieles lokaler abspielt. Oder sie sich am Mara River versammeln, weil möglicherweise Crossings stattfinden. Wir haben nicht mehr danach gefragt und genießen es nun, scheinbar ziellos unterwegs zu sein und dem Zufall zu überlassen, was er uns bringt.

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Mit zunehmender Hitze freuen wir uns auf die Auszeit im Camp. Ich brauche sie dringend, um die Eindrücke sacken zu lassen.

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Das gelingt mit Blick auf den Mara River und einer eiskalten Cola in der Hand ganz wunderbar. Der Nachmittagsdrive kann kommen - der letzte auf dieser Reise.
Alle Reiseberichte von Betti und Thomas im Überblick
zuletzt bearbeitet 03. Apr. 2022
1'580 Beiträge · seit 201403. Apr. 2022 · #224
Halloechen

die Leoparden sind ja zum Verlieben! super Fotos, Danke.

Der kleine, mit dem roten Schnabel ist ein Natalzwergfischer / Pygmy Kingfisher. Im Gegensatz zum "Malachite" lebt er nicht am Wasser, sondern oft in trockeneren Gegenden, wo sie Insekten fangen. Ich habe Glueck, sie brueten bei mir 😄 in Nairobi Naehe im Garten.

Graumantelwuerger / Grey-backed Fiscal ist der typische Wuerger in der Mara

Hammerkopf, Gaukler und Schopfadler kennst Du ja wohl selber.

Viele Gruesse
Elvira
Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris
411 Beiträge · seit 201903. Apr. 2022 · #225
Liebe Beatnick - ich habe etwas gebraucht, um diesen Reisebericht zu finden... ich muss sagen, selten sooo schöne Bilder gesehen - die die Katzen, einfach ein Traum!!
Vielen Dank für diese großartigen Eindrücke.
Einen schönen Sonntag, Peter
4'528 Beiträge · seit 200703. Apr. 2022 · #226
Liebe Betty,

ich lese gerade von hinten nach vorne nach (blöde Angewohnheit von mir 😵 ) und bin neben den unfassbaren Leo-Fotos auf diesen Satz gestoßen :
Mein lieber Schwan, es rumst! Wir setzen ein paarmal auf und der Wagen wackelt mit dem Hinterteil wie J.Lo zu ihren besten Zeiten.
Hahhaaaah 🙂 🤪 🙂 Der war gut ! Danke für diesen tollen Bericht in guter Alter Beatnick Manier ! Ich lese jetzt wieder rückwärts 😉

Viele Grüße
Carsten
Profilseite mit 28 Reiseberichten südliches Afrika sowie Kenia, Bangkok Kambodscha, Marokko und Lofoten Vesteralen
1'166 Beiträge · seit 201703. Apr. 2022 · #227
Hallo und ein herzliches Danke an all die informativen Hinweise zur Mara. Ich kopier mir das hier alles mal raus und versuche das für mich zu sortieren.

@ Betti - Livingstone ist aber kein Guide vom Malaika Camp, ihr seid nur dort und mit ihm unterwegs?
(sorry, habe das nicht mehr genau auf dem Schirm)

Eurem Bericht nach ist er sehr gut und ein echter Gewinn für den Trip.


@ Leo-Sichtung 🤩 Wahnsinnig schön, die Bilder, in erster Linie dieses Erlebnis hauen mich wirklich um.
Interessant das Livingstone etwas zurücksetzt, weil er den Leos alles zutraut. Das höre ich nicht zum ersten Mal. Habe mich mit einem Lodgebesitzer unterhalten, der meinte, wenn einer in der Nähe ist, dann hat er nichtmals die Fenster im Auto unten.


Gruß,
Robin
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2'085 Beiträge · seit 201203. Apr. 2022 · #228
Hello Betti,
was für ein tolles Erlebnis - und was für ein schönes Tier, ich meine hier vor allem die erfolgreiche Mutter.
Das ist ja sehr nett, dass euer Livingstone die Katzen-Mütter so bewertet, und wahrscheinlich kann er es auch echt beurteilen.
Natürlich bin ich seehehr gespannt, was der letzten Nachmittag so bringt. Und dann gibt's aber sicher auch noch einen letzten Morning-Drive? Ich bleib dran!
Liebe Grüße Ingrid
reisebericht tansania 2016 repeat in mashatu, premiere im kruger 2017 kaokoveld&etosha herbst 2017
608 Beiträge · seit 202003. Apr. 2022 · #229
Danke für diese wunderschönen Fotos und den tollen Bericht dazu! Ich beneide Dich gerade sehr - um diese wunderbaren Sichtungen und Erlebnisse und um Deine Fähigkeit, so tolle Bilder davon zu machen. Welch ein Glück, dass wir hier davon profitieren können! 😘
794 Beiträge · seit 200704. Apr. 2022 · #230
Liebe Betti,

danke für die wirklich fantastischen Leoparden-Fotos!! Es macht einfach nur Freude sich Deine Bilder und die schönen Tiere anzuschauen. Aber auch die Hyäne, die ein Bad nimmt, gefällt mir richtig gut! Sieht putzig aus irgendwie.

Ein Highlight jagt das nächste. Bin gespannt, was Ihr noch erleben durftet zum Endspurt Eurer Reise.

Liebe Grüße
Tina
Aktuell (von 2025): Sri Lanka 2.0: Birders Paradise - diesmal zu zweit https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/306027-sri-lanka-2-0-birders-paradise-diesmal-zu-zweit.html Sri Lanka 2024: Soloreise im Land der vielen Pfauen https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/304773-sri-lanka-2024-soloreise-im-land-der-vielen-pfauen.html Costa Rica 2023: Von Regenwaldfieber bis Tapirsuche https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303351-costa-rica-23-von-regenwaldfieber-bis-tapir-suche.html Uganda 2022: ohne Gorillas aber mit Chamäleons https://www.namibia-forum.ch/forum/160-diverses/301530-uganda-2022-ohne-gorillas-aber-mit-chamaeleons.html
Themenstarter1'712 Beiträge · seit 201605. Apr. 2022 · #231
Hallo zusammen,
Bushtruckers schrieb:Ich habe Glueck, sie brueten bei mir in Nairobi Naehe im Garten.
😮 🤩
Bushtruckers schrieb:Hammerkopf, Gaukler und Schopfadler kennst Du ja wohl selber.
Ich kannte sie tatsächlich alle und Pygmy Kingfisher stand auch im Text, aber trotzdem vielen lieben Dank für deine Erläuterungen. Kann alles nur helfen!
casimodo schrieb:Danke für diesen tollen Bericht in guter Alter Beatnick Manier! Ich lese jetzt wieder rückwärts.
😄 😘
Blende18.2 schrieb:Livingstone ist aber kein Guide vom Malaika Camp, ihr seid nur dort und mit ihm unterwegs?
Eurem Bericht nach ist er sehr gut und ein echter Gewinn für den Trip.
Nein, er gehört zu Sunworld und wir hatten uns dazu entschlossen, die gesamte Reise mit ihm durchzuziehen, wie dann auch im Januar die nächste Tour. (Warum nur ein Guide, s. erstes oder zweites Kapitel). Bei dieser Art von Safaris (also mit Driverguide) hängt praktisch fast alles vom Guide ab. Es gibt sicherlich eine ganze Reihe von Guides, die keine sind; außerdem schlechte Guides; durchschnittliche Guides, sehr gute Guides. Livingstone ist bei Weitem nicht der einzige, aber er zählt auf jeden Fall zur letztgenannten Gruppe. Kenntnisreich, erfahren, selbstbewusst (wichtig, um der Kundschaft wenn nötig auch die Grenzen aufzuzeigen), humorig, im besten Sinne distanziert, verantwortungsbewusst, fleißig, gefasst, souverän, gebildet, interessiert, zuverlässig und nimmermüde - ein Profi durch und durch.
Blende18.2 schrieb:Wahnsinnig schön, die Bilder, in erster Linie dieses Erlebnis hauen mich wirklich um.
Verstehe ich. Und ich denke, in dieser Häufung gibt es solche Katzenerlebnisse tatsächlich nur in der Mara.
franzicke schrieb:Ich bleib dran!
🙂 😘
rik m. schrieb:Ich beneide Dich gerade sehr - um diese wunderbaren Sichtungen und Erlebnisse und um Deine Fähigkeit, so tolle Bilder davon zu machen.
Stoooooop! Erstmal vielen Dank für das Kompliment. Allerdings sind fast alle Bilder von Thomas, im letzten Kapitel z.B. ist gerade einmal das erste Foto von mir. Aber bleibt ja alles in der Familie. 🙂 Insofern: 1.000 Dank von uns beiden.
tina76 schrieb:Es macht einfach nur Freude sich Deine Bilder und die schönen Tiere anzuschauen.
😊 😁
tina76 schrieb:Aber auch die Hyäne, die ein Bad nimmt, gefällt mir richtig gut! Sieht putzig aus irgendwie.
Ich mag sie auch!
tina76 schrieb:Ein Highlight jagt das nächste. Bin gespannt, was Ihr noch erleben durftet zum Endspurt Eurer Reise.
Ein bisschen kommt noch was, zwei Gamedrives.

Allerdings kann es leider erst wieder am Wochenende weitergehen. Lästig, diese Arbeiterei. Am liebsten würde ich jeden Tag hier weitermachen. 🙂

Vielen Dank, dass ihr noch dabei seid, ich freue mich jedes Mal sehr darüber. Und bald sind wir ja auch im Ziel.

Liebe Grüße und eine schöne Restwoche,
Betti
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zuletzt bearbeitet 05. Apr. 2022
6'369 Beiträge · seit 201106. Apr. 2022 · #232
Hoi Betti
Beatnick schrieb:Lästig, diese Arbeiterei. Am liebsten würde ich jeden Tag hier weitermachen. 🙂
Dann überleg Dir mal wie man/frau professionelle/r Reiseberichtschreibende/r werden kann...ich such aber auch noch immer nach Möglichkeiten davon zu leben...also gib mir Deine Resulate bitte durch! 😉

Und wieder mal ein kleines 'danke' für Zwischendurch!
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
Themenstarter1'712 Beiträge · seit 201607. Apr. 2022 · #233
picco schrieb:Dann überleg Dir mal wie man/frau professionelle/r Reiseberichtschreibende/r werden kann...ich such aber auch noch immer nach Möglichkeiten davon zu leben...also gib mir Deine Resulate bitte durch!
Kann man nicht werden, wir müssen leider beide weiterschuften. 😉 Zumindest, wenn man weiterhin schöne Reisen z.B. nach Afrika finanzieren will. Die Zeiten von Hemingway sind leider vorbei. Aber im Ernst: Ich kenne tatsächlich ein Paar, das zumindest einen großen Teil seines Reisebudgets als Blogger verdient. Das ist aber auch ganz schöner Stress und bedeutet eben auch Arbeit im Urlaub. Und fürs Bloggen fühle ich mich irgendwie auch schon einige Jährchen zu alt...
picco schrieb:Und wieder mal ein kleines 'danke' für Zwischendurch!
Vielen Dank fürs Danke. 🙂

Einen schönen Tag wünscht
Betti
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5'049 Beiträge · seit 201407. Apr. 2022 · #234
Hi Betti,

nun bin ich auch bei deinem Bericht wieder up to date. Wenn ich gewusst hätte, was für ein Wechselbad der Gefühle mich mit dem verschwundenen Löwenjungen erwartet, hätte ich mir den Bericht für heute Abend aufgehoben. Zum Glück ist das Kleine ja wieder aufgetaucht und ich muss nicht schon am Morgen zur Flasche greifen! 😗

Liebe Grüße
Konni
Link zu Reiseberichten: http://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/286619-reiseberichte-linksammlung-daxiang.html
Themenstarter1'712 Beiträge · seit 201610. Apr. 2022 · #235
Daxiang schrieb:Zum Glück ist das Kleine ja wieder aufgetaucht und ich muss nicht schon am Morgen zur Flasche greifen!
😄 😄 😄 Hi Konni, welcome back! Da hat sich euer kleiner Zoo aber gefreut... Ich hoffe, ihr hattet eine schöne Zeit und ich freue mich natürlich schon auf den Bericht! 🙂

Einen schönen Sonntag,
Betti

Hier geht es nun weiter...
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Themenstarter1'712 Beiträge · seit 201610. Apr. 2022 · #236
26. September, Nachmittag: Das Unwetter

Am Nachmittag haben wir nach dem intensiven Morgen wieder einen klarem Kopf und sind bereit für neue Safarierlebnisse. Livingstone will eigentlich noch einmal zum Talek River, doch ändert seinen Plan, weil wir den nun reißenden Fluss nicht queren können.

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Über Mittag war es wieder heiß und sonnig, doch es deutet sich ein weiterer Wetterwechsel an. Ich habe völlig die Orientierung verloren, als wir durch die weiten Ebenen der Mara fahren, lasse mich treiben und genieße das schöne Licht, das die Gewitterstimmung zaubert.

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Wir begegnen kaum anderen Autos, weisen nur einmal einem anderen Guide den Weg zu einem Löwen, den Livingstone anhand diverser Indizien (Blut im Gras, Schleifspur etc.) aufgespürt hat. Das sich das Tier aber mit seinem Kill weit ins hohe Gras zurückgezogen hat, fahren wir zügig weiter.

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Die Sonne steht schon einigermaßen tief, als wir auf zwei weitere jugendliche Löwenkater treffen. Sie liegen in einigem Abstand faul im Gras herum. "Just sleeping lions", sagt Livingstone wenig begeistert. Wir geben uns zehn Minuten Wartezeit. Wer weiß...

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Tatsächlich kommt etwas Bewegung in die Sache. Kopf hoch und ein paarmal herzhaft gegähnt, das grenzt ja schon an Aktionismus. Wir schauen uns an, "nicht schlecht", und sind zufrieden.

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Doch nun gesellt sich der eine Löwe zum anderen. Das wird ja immer besser!

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Als sich dann noch zwei weitere Tiere in unserem Rücken nähern, sind wir ganz bei der Sache. Das Kater-Quartett strotzt vor Kraft und Tatendrang, und das bekommt nun ein Nilwaran leidvoll zu spüren, der leichtsinnigerweise die Wege der Löwen kreuzt.

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Die Löwen beobachten dieses Dingsda voller Interesse, das mit dem Hinterteil wie mit einer Peitsche nach ihnen schlägt, sobald sie es mit den Pfoten berühren wollen.

Ein schöner Fund, denken sie bestimmt. Nur: Was bloß damit anfangen?

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Wie das wohl ausgehen wird? Auch Livingstone hat etwas Vergleichbares noch nicht beobachtet und kann keine Prognose abgeben. Doch wahrscheinlich, so mutmaßen wir alle, werden die Löwen den Waran töten.

Der hat seine Strategie nun geändert; regt sich nach zwei, drei vergeblichen Fluchtversuchen einfach überhaupt nicht mehr und liegt wie ein toter Ast im Gras.

Keine schlechte Idee. Das Interesse der Löwen, die immer mal wieder mit ihrem Opfer herumgespielt hatten, erlahmt.

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Sie lassen ihren Fund allerdings nicht aus den Augen. Kaum rührt er sich, sind die Belagerer zur Stelle.

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Schließlich hilft Mutter Natur dem Waran aus der Not. Das Gewitter ist mittlerweile zu uns herübergezogen und kaum fallen die ersten Tropfen, stehen die Löwen auf und etwas unschlüssig in der Gegend herum.

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Der Waran reagiert prompt und sprintet los. Ein-, zweimal versuchen die Kater noch, die Fluchtversuche zu stoppen. Doch weil sie der Regen nun ablenkt, macht sich der Waran tatsächlich schnurstracks aus dem Staub. "Oh my Goooood", sagt Livingstone, und kann es kaum glauben: "It survived!"

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Während der Waran mit peitschendem Hinterteil das Weite sucht, drehen die Löwen richtig auf. Schärfen die Krallen an bedauernswert schütteren Sträuchern, die danach nur noch ramponierter aussehen,...

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...und machen sich bereit für die Nachtschicht.

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Doch dann öffnet der Himmel seine Schleusen. Aus den Tropfen werden in Nullkommanichts Sturzbäche und schließlich Hagel, der so heftig aufs Autodach prasselt, dass wir unser eigenes Wort nicht mehr verstehen.

Schützende Bäume sind weit und breit nicht zu sehen. Die Löwen fliehen auf einen überwachsenen Termitenhügel, der zur einsamen Insel wird, während die Mara drumherum zur Seenlandschaft mutiert.

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Eng aneinander gekuschelt, pitschnass und mit finsterem Blick harren die Tiere aus.

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Rund 20 Minuten dauert der Spuk, dann ist er so schnell vorbei, wie er gekommen war. Das Wasser steht knöcheltief.

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Die Löwen heben die Köpfe. Sie werden das viele Nass nicht mögen. Denke ich. Und denke schon wieder falsch.

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Kaum sind die letzten Tropfen gefallen, da schütteln sich die Kater und toben los.

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Jagen wild umher, bespritzen sich gegenseitig mit Wasser, lassen sich rücklings in die Pfützen fallen und wissen kaum wohin mit ihrer überbordenden Lebensfreude.

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Uns ist nicht klar, was dieses Heu den Löwen getan hatte, aber sie zerrupften es gnadenlos und mit großer Ausdauer 😉
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Es dämmert schon, das Licht ist schlecht, doch es macht einen Riesenspaß, die Löwen herumtollen zu sehen. Sie sind ganz in ihrem Element, das überraschend Wasser heißt.

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Dann ziehen sie weiter, entdecken in der Ferne Gnus, werden aber auch umgekehrt gesehen. Die Gnus galoppieren davon.

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Für uns ist es höchste Zeit für den Rückweg, denn wir sind weit weg vom Camp. Doch kaum wollen wir los, sehen wir ein anderes Auto - das erste seit Stunden - in halsbrecherischem Tempo und im Schlingerkurs aus der Ferne auf uns zurasen. "My Goodness", sagt Livingstone: "What is this guy doing?"

Sein junger Kollege, so berichtet er uns später, hat sich heillos verirrt und sucht seit Stunden nach dem richtigen Weg. Wie es der Zufall so will, wohnen seine Gäste im Camp neben uns und wir eskortieren das Paar nach Hause, das keine Ahnung hat, in was für Nöten sein Guide steckte. Sie hatten wohl einfach einen schönen Gamedrive. Manchmal ist vielleicht ganz gut, wenn man nicht alles weiß. 🙂

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Alle Reiseberichte von Betti und Thomas im Überblick
zuletzt bearbeitet 10. Apr. 2022
1'580 Beiträge · seit 201410. Apr. 2022 · #237
Einen schoenen Sonntag

Das sind Gewaltsaufnahmen von den Loewen! Danke fuers Zeigen.

Liebe Gruesse
Elvira
Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris
49 Beiträge · seit 201810. Apr. 2022 · #238
Oh wow,
mir gefallen deine Löwenaufnahmen soooo gut. Auch dein Schreibstil ist klasse.
Ganz lieben Dank für den tollen Bericht
Liebe Grüße und noch einen schönen Sonntag
Sonja
135 Beiträge · seit 202210. Apr. 2022 · #239
Beatnick schrieb:

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Ein herrliches Bild! Vielen Dank dafür 🙂 Man kann richtig mit den Löwen mitfühlen!
767 Beiträge · seit 200710. Apr. 2022 · #240
Meine liebe Berti-Betti,

Eure Unwetter-Löwen hauen mich um! Das war ja unglaublich…..
😮

Passend zum heute meist regnerischen Sonntag kann ich das grimmige Gesicht der Boys sehr gut nachempfinden 😛
Aber der absolute Knaller für mich ist dieses Foto mit Deinem Kommentar:

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😄 😄 😄

Damit hast Du, wie schon die ganze Berichte-Dauer über, für richtig gute Laune bei mir gesorgt!
Herzlichen Dank dafür 😘

Wie heißt es so schön: leicht beschwingt ins Wochenende….. 😛
Ich schwinge jetzt mal aus dem Forum raus und bereite mich auf den Wochenanfang vor.

Ganz viele gut gelaunte Grüße
Simone
Historie meiner 16 bisherigen Reisen ins südliche/östliche Afrika => 11/2001: NAM die Erste * 12/2003 - 01/2004: NAMIBIA Südtour * 03/2005: NAMIBIA ein runder Geburtstag in Windhoek/Tour mit Witti + Landy * 12/2007 -01/2008: NAMIBIA Südtour zum 2. mit Familie * 10-11/2008: Kurztrip nach NAM/wieder ein runder Geburtstag * 03/2011: NAMIBIA ~ Hochzeit der Schwägerin in Windhoek und kleine Tour * 09-10/2013: TANZANIA ~ 4 Wochen Familienbesuch * 12/2014 - 01/2015: NAM zum ersten Mal mit Dachzelt unterwegs * 07-08/2016: SÜDAFRIKA ~ 4 Wochen Kap und Gardenroute/Familienbesuch * 05/2018: KTP und mal wieder der Süden von NAMIBIA * 01-02/2020: NAMIBIAS Norden, Caprivi und ein bißchen BOTSWANA * 08-09/2021: BOTSWANA ~ Private Campingtour mit Bushways * 09/2O22: 3 Wochen SÜDAFRIKA mit Fokus auf Familie und Drakensbergen * 08-09/2023: BOTSWANA ~ 2. Private Campingtour mit Bushways * 02-03/2024: NAMIBIA ~ KTP und Südtour * 01-02/2026: 3. Private Campingtour mit Bushways