BeatnickThemenstarter1'712 Beiträge · seit 201609. Feb. 2020 · #41
Liebe Ruth und lieber Uwe,
Eulenmuckel schrieb:wir folgen euch auch sehr gerne auf eurer Reise durch schöne Gegenden. Wie die ersten – übrigens ganz hervorragenden – Bilder bereits andeuten, hattet ihr eine tolle Zeit und schöne Erlebnisse. Wir freuen uns auf den weiteren Bericht.
wir freuen uns wirklich sehr darüber, dass ihr dabei seid und auch über das schöne Foto-Kompliment aus berufenem Munde. Vor ein paar Tagen beim DFB-Pokal haben wir noch an euch gedacht, ihr wisst ja, immer weiter, immer weiter...
Liebe Grüße aus Hamburg in meine alte Heimat, Bettina
BeatnickThemenstarter1'712 Beiträge · seit 201609. Feb. 2020 · #42
Hallo Burkhard,
Kaeptn Haddock schrieb:Das ist ja eine tolle Dokumentation der Mühen dieses kleinen Baumeisters. Hoffentlich hat sich das für ihn gelohnt und er hat ein genau so hübsches Weibchen gefunden.
das hoffe ich auch 😄 Es sah unserer Einschätzung nach nicht schlecht für ihn aus... Hatten wir einmal den Bogen raus, war die Klappe kein Problem mehr. It's magic 🙂 Vielen Dank und dir einen schönen Sonntag,
BeatnickThemenstarter1'712 Beiträge · seit 201610. Feb. 2020 · #43
Filmreif
Die Spitzkoppe war schon lange mein Sehnsuchtsort. Die Eindrücke und Fotos, die mich immer bezaubert hatten, übten eine magische Anziehungskraft auf mich aus. Warum genau, weiß ich nicht. Aber sie war unleugbar da.
Eine der drängendsten Fragen war die nach der Unterkunft. Die Anmietung eines Dachcampers für nur eine Nacht hätte schon aus Kostengründen keinerlei Sinn ergeben. Ich liebäugelte damit, einfach im Auto zu schlafen. Oder in einer der schlichten Cabanas, die auf dem Gelände angeboten wurden. Noch während ich die Möglichkeiten gegeneinander abwog, erfuhr ich hier im Forum vom geplanten Bau der Spitzkoppen Lodge. Alles klar. Da wollten wir hin!
Mit hohen Erwartungen ist es so eine Sache. Oft hält die Realität nicht stand. Ich war also gespannt. Ich hatte - ebenfalls hier im Forum - von beängstigenden Überfällen auf dem Weg dorthin gelesen, die allerdings schon eine Weile zurückliegen. Tatsächlich begegnet uns bis auf den Gerader nichts und niemand. Wir kommen wunderbar voran, zumal neben viel Asphalt nur 40 Kilometer Schotterpiste vor uns liegen.
Das imposante Felsmassiv ist schon von Weitem sichtbar, immer näher rückt die Silhouette. Sie wirkt vertraut. Wir steigen aus, und die Magie hält an.
Wir lassen die Abzweigung zum Village und zur Campsite links liegen, auf nun etwas rumpliger Straße geht es noch ein paar Kilometer weiter nordwärts um das Gelände herum, bis wir vor dem Eingangstor zur Lodge stehen. Dahinter führt der Weg durch eine rote, karge, stille Landschaft, in die ich mich sofort verliebe.
Es ist Mittag und brüllend heiß, wir parken das Auto im Schatten und werden per Golfcart zu unserem Chalet in Zeltoptik bugsiert. Die Hauptgebäude der Lodge mit Rezeption, Speiseraum und kleinem Pool sind in die Felsen gebaut, ...
... während die Häuschen etwas entfernt mit weitem Blick großzügig verteilt in einer Ebene liegen. Beides ist über lange Holzstege miteinander verbunden.
Alles wirkt gepflegt und noch ziemlich neu, erst drei Jahre zuvor wurde die Lodge eröffnet.
Auch das Interieur ist freundlich und trifft unseren Geschmack. Wir sind schwer beeindruckt und wissen sofort: Hier werden wir uns wohlfühlen!
Wir setzen uns mit einem kühlen Getränk auf die Veranda und genießen die Stille, die von Zeit zu Zeit von einem leisen Surren durchbrochen wird. Nach einigem Rätselraten mache ich eine Videokamera auf den Felsen neben uns als Verursacher des ungewohnten Geräuschs aus. Als störend empfinden wir es nicht, und trotz aller Gedanken an George Orwell beruhigt mich diese Vorsichtsmaßnahme sogar.
Zimmer mit Aussicht: Blick von unserer Veranda auf die Spitzkoppe
Am frühen Nachmittag ist es mit meinem Sitzfleisch vorbei und ich scheuche Thomas aus dem Haus.
In der Bildmitte unser Zuhause für die nächsten zwei Tage, ich glaube, Nummer 8
Die Umgebung mit den spektakulären Felsformationen ist wunderschön, die Kulisse wirkt surreal und wie im Film.
Diese Vorzüge haben wenig überraschend schon andere vor mir erkannt. Das Gelände ist ein beliebter Drehort, und vor einigen Jahren zählten auch Zebras zu den Statisten. Nach Drehschluss wurden sie dort belassen. Ich denke, sie haben kein schlechtes Leben hier, gehe aber zunächst davon aus, dass die Herde nach und nach kleiner und dann aussterben wird. Doch die Population ist intakt. So kam erst im vergangenen Jahr ein Fohlen zur Welt, das dann aber leider im Wasser ertrank 🙁 (die genauen Umstände habe ich nicht erfragt). Die Belegschaft war darüber sehr traurig, freut sich aber nun auf neuerlichen Nachwuchs, denn wieder ist eine der Stuten trächtig.
Wir erkunden das Gelände und haben einen Heidenspaß daran, auf die Felsen zu klettern, ...
... am späteren Nachmittag zieht es uns auf die andere Seite des Areals. Gleich bei der Ankunft haben wir uns einen Schlüssel für das Tor geben lassen, das Campground und das noch einsamere Lodgelände, das nur den Übernachtungsgästen der Lodge vorbehalten ist, direkt miteinander verbindet. Wir können ihn für die Dauer unseres Aufenthalts behalten. Nur wenige Minuten benötigen wir auf diese Weise für den Weg, der geradewegs zum Felsenbogen führt. Toll!
Das Campinggelände ist zerfahrener als die Lodge-Seite, was logisch ist, weil unter anderem Wege zu den Stellplätzen führen müssen, aber ebenfalls großartig. Wir fahren zunächst der Nase nach und schauen uns um, ...
... bevor es zum berühmten "Rockarch" geht.
Bis Sonnenuntergang ist es noch eine Weile hin, doch zwei Mitglieder einer Foto-Reisegruppe aus Slowenien haben sich bereits ein Plätzchen unterhalb des Bogens gesichert. Thomas gesellt sich dazu.
Wir saugen die Atmosphäre und die friedliche Stimmung auf - was zumindest bis kurz vor Sonnenuntergang wunderbar gelingt.
Dann rücken mehrere Gruppen an. Sie entern den Felsenbogen. Ohne Rücksicht auf Verluste. Eine Horde "Next Topmodels" nebst peinlichen Posen und - zumal auf ungewohntem Terrain - manch wackeligem "Walk". Wir schwanken zwischen Fremdscham und Faszination, Ärger und Amüsement. Die Gefühlslage des Slowenen ist klarer: Er ist stinksauer; und verliert vollends die Fassung, als eine der Gruppen den direkt angrenzenden Felsen dauerhaft belagert. Vergeblich bitten wir die Sonnenanbeter, ihren Aktionsradius etwas weiter nach oben oder nach links zu verlagern, was problemlos möglich wäre. Keine Reaktion. Da ist nun nix zu machen. Wir hatten im Vorfeld schon fast mit solchen Szenen gerechnet, bleiben möglichst locker und suchen das Weite.
Hier gibt es so viele schöne Plätze. Und schließlich erglühen die Granitfelsen in den letzten Sonnenstrahlen, wie ich es mir immer ausgemalt hatte.
Als das Spektakel vorbei ist, fahren wir zurück zum Tor, ...
... und gehen dann auf direktem Weg ins schöne Restaurant zum sehr guten Abendessen. Die Atmosphäre ist wunderbar unverkrampft, was nicht zuletzt an den sympathischen Mitarbeitern liegt, die zu großen Teilen aus dem nahe gelegenen Village stammen. Eine junge Frau ist besonders aufgeweckt und neugierig. Wir kommen ins Quatschen, und noch heute haben wir von Zeit zu Zeit Kontakt.
Pappsatt und hundemüde laufen wir die wenigen Minuten über den Steg zu unserer schmucken Behausung, dann kippe ich ins Bett und schlafe wie ein Baby. Was gut ist, denn es wird eine kurze Nacht. Schon lange vor Sonnenaufgang ist sie vorbei.
Sadie1'835 Beiträge · seit 201510. Feb. 2020 · #44
Ich Danke euch dass ihr so großzügig eure top Bilder zeigt. Die überzeugen mich und ich muss da auch mal hin anstatt nur dran vorbei zu fahren. Berühmte Plätze zu teilen mit seriösen Photographen und iPhone users is nicht immer leicht. Uns geht es so beim Delicate Arch in Utah, da wollen auch alle unter dem Arch stehen und machen die blödsten Posen. Dort geht es aber gesittet mit eine Schlange zum Anstehen zu. Und wenn einer zu lange bleibt wird gegrölt und peer pressure wirkt Wunder! Danke für all die goldenen Felsen. Und du in weißer Hose? Amazing. LG Katrin
Martina56573 Beiträge · seit 201410. Feb. 2020 · #45
Mensch Bettina, Ich habe ja nun schon in vielen Berichten, Fotos von der Spitzkoppe gesehen. Aber eure sprengen alle Erwartungen. 🤩 Wirklich ganz großes Kino und das trotz der teilweise widrigen Umstände. Ich danke dir nochmals für diesen tollen Bericht. Ganz besonders warte ich ungeduldig auf eure Erlebnisse in Drotzkys und am Sambesi in der mubala Lodge. Denn in diesen beiden Unterkünften waren wir ja im Juni auch. Und in der Spitzkoppen Lodge hätte es mir auch gefallen. Vielleicht ein Grund nochmals Namibia zu bereisen? Wenn es nur nicht soviele Traumziele auf unserem Planeten gäbe. GLG Martina
leo1962102 Beiträge · seit 201810. Feb. 2020 · #46
Hallo ihr Beiden,
wie immer wunderschöne Fotos ...… danke fürs Zeigen. Wir waren im Mai 2018 in der Spitzkoppen-Lodge und können eure Eindrücke nur bestätigen. Die Landschaft ist beeindruckend und die Lodge liegt traumhaft in die Felsen gebettet. Auch wir hatten sehr nettes Personal und haben richtig gut gegessen. Wir waren zwei Abende am Felsenbogen und hatten etwas mehr Glück, da nicht viele Menschen dort waren. Und die, die dort waren, waren durchaus bereit auch mal aus dem Bild zu gehen. So ist mir dann unter anderem das folgende Bild gelungen. Liebe Grüße Birgit
vor ein paar Jahren waren wir im Erongo. Ameib und Bull´s Party und das gesamte Umfeld. Und wir dachten damals, dass es wohl kaum einen schöneren Ort auf dieser Welt gäbe.
Und jetzt kommt Ihr daher mit diesen unglaublichen Bildern von der Spitzkoppe. Einfach nur KLASSE, das ist wirklich sehr schön, was Ihr uns zeigt. Danke für´s "Teilen". 😘
Als aufmerksamer Leser und überaus neugieriger Mensch ist mir aufgefallen:
dann kippe ich ins Bett und schlafe wie ein Baby. Was gut ist, denn es wird eine kurze Nacht. Schon lange vor Sonnenaufgang ist sie vorbei.
Was war da los? Dass man bereits vor Sonnenaufgang unterwegs ist, ist mir schon klar. Aber "lange davor"....? 🤨
mal wieder ein toller Bericht, mit Spitzenfotos! danke!
Auch für uns ist die grosse Spitzkoppe eines der Highlights Namibias schlechthin und meiner Meinung nach oftmals in Berichten und im Forum überhaupt deutlich unterbelichtet! Diese grandiose, so "sauber" wirkende Landschaft gehört seit Jahrzehnten für uns zum Muss-Programm einer jeden Namibiareise.....nicht zuletzt weil sie eigentlich recht gut in sowohl Süd- als auch Nordrunden integriert werden kann. Nun freut es uns sehr, dass ihr, ganz offensichtlich, auch die Magie dieses Ortes spürt und schätzt.....offensichtlich zieht es "Landschaftsbegeisterte" in ähnliche Richtungen!
Liebe Grüsse, busko
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
Old Women1'543 Beiträge · seit 201311. Feb. 2020 · #49
Hallo Bettina und Thomas, ganz wunderbar, eure Präsentation dieser "filmreifen" Location. Größer könnte der Kontrast zu unseren schneebedeckten Gipfeln am Lago Carreras in Chile gerade nicht sein. Die Farben, einmalig, und ich hätte mich dort genauso in den Rausch geschossen, wie ihr es gemacht habt. Danke, Bettina, für deine inspirierenden Berichte. Schon zu 2 Reisen wurden wir annimiert: Massai Mara und Chile/Argentinien 😗 Herzliche Grüße Beate & Reinhard
Netti59847 Beiträge · seit 201511. Feb. 2020 · #50
Liebe Bettina,
Erongo - ein wunderbarer Ort. Ob Spitzkoppe oder Bull´s Party, diese Locations erwartet man in Namibia einfach nicht. Uns haben beide Ziele 2017 total begeistert. Ich danke dir sehr für´s erinnern. Deine Berichte sind immer sehr informativ und locker geschrieben, es macht Spaß euch zu folgen. An deinen Fotografen herzliche Grüße - wieder einmal ein Augenschmaus. 🤩 🤩 Und die Lodge - ein wahrer Traum 🤩
mika1606663 Beiträge · seit 201611. Feb. 2020 · #51
Hallo Bettina,
Vielen Dank für Deinen RB und die filmreichen Fotos von der Spitzkoppe. Einfach nur schön 🙂
Steigert unsere Vorfreunde denn am 26. Mai 20 (ist ja bald 😉 ) sind dort für 1 Ü auf der CS.
Hast mit Deinen Fotos natürlich (sicherlich unabsichtlich) die Latte sehr hoch gelegt. 😎 Bin schon neugierig auf Deinen Fortsetzung.
Danke & schöne Grüsse Gerhard
Namibia 1998/2002/2005/12-2020 & 05+06/2021
Namibia/Botswana/Vic-Falls 1987/1995/2017
Namibia 1980 (u. a. 2 Monate auf einer Rinderfarm nördl. Okahandja)
BeatnickThemenstarter1'712 Beiträge · seit 201611. Feb. 2020 · #52
Guten Abend zusammen,
Sadie schrieb:Berühmte Plätze zu teilen mit seriösen Photographen und iPhone users is nicht immer leicht.
I can tell you! Aber man muss auch sagen, wir Fotofreaks sind natürlich auch für so manch einen das reinste Rätsel und auch nicht immer leicht zu haben... 😣
Sadie schrieb:Und du in weißer Hose? Amazing.
Hat sich überraschend lange gehalten im roten Sand, das gute Stück 😎 😉
Martina56 schrieb:Ich habe ja nun schon in vielen Berichten, Fotos von der Spitzkoppe gesehen. Aber eure sprengen alle Erwartungen. 🤩
Vielen Dank, Martina! 😊
Martina56 schrieb:Ganz besonders warte ich ungeduldig auf eure Erlebnisse in Drotzkys und am Sambesi in der mubala Lodge. Denn in diesen beiden Unterkünften waren wir ja im Juni auch.
Weiß ich, habbich doch hier gelesen 🙂
Martina56 schrieb:Und in der Spitzkoppen Lodge hätte es mir auch gefallen. Vielleicht ein Grund nochmals Namibia zu bereisen?
Yep!!! 🤩
Martina56 schrieb:Wenn es nur nicht soviele Traumziele auf unserem Planeten gäbe.
Du sagst es ... 🙄
leo1962 schrieb:Wir waren im Mai 2018 in der Spitzkoppen-Lodge und können eure Eindrücke nur bestätigen. Die Landschaft ist beeindruckend und die Lodge liegt traumhaft in die Felsen gebettet. Wir waren zwei Abende am Felsenbogen und hatten etwas mehr Glück, da nicht viele Menschen dort waren. Und die, die dort waren, waren durchaus bereit auch mal aus dem Bild zu gehen.
Hi Birgit, ist glaube ich alles reine Glückssache, am nächsten Abend soll es auch sehr ruhig gewesen sein, aber da waren wir woanders 😎 Vielen Dank für das schöne Foto, sehr gelungen!
bayern schorsch schrieb:Und jetzt kommt Ihr daher mit diesen unglaublichen Bildern von der Spitzkoppe. Einfach nur KLASSE, das ist wirklich sehr schön, was Ihr uns zeigt.
Merci, lieber Claus!
bayern schorsch schrieb:Als aufmerksamer Leser und überaus neugieriger Mensch ist mir aufgefallen:
dann kippe ich ins Bett und schlafe wie ein Baby. Was gut ist, denn es wird eine kurze Nacht. Schon lange vor Sonnenaufgang ist sie vorbei.
Was war da los? Dass man bereits vor Sonnenaufgang unterwegs ist, ist mir schon klar. Aber "lange davor"....?
Nein nein, alles halb so wild, bitte keine große Erwartungshaltung! Wir haben uns einfach ein bisschen mit der Zeit verschätzt...
busko schrieb:mal wieder ein toller Bericht, mit Spitzenfotos! danke!
Dankeschön 🙂
busko schrieb:Nun freut es uns sehr, dass ihr, ganz offensichtlich, auch die Magie dieses Ortes spürt und schätzt.....offensichtlich zieht es "Landschaftsbegeisterte" in ähnliche Richtungen!
Das ist bestimmt so, busko. Und dass es sowohl in eine Nord- als auch in eine Südtour gut reinpasst, ist tatsächlich sehr praktisch. Wir kehren definitiv dorthin zurück! Wir ihr offenbar auch immer wieder...
Old Women schrieb:Größer könnte der Kontrast zu unseren schneebedeckten Gipfeln am Lago Carreras in Chile gerade nicht sein.
Das glaube ich gern 🙂 Toll, dass ihr dem Bericht aus aus der Ferne folgt. Vielen Dank dafür! 😘
Old Women schrieb:Danke, Bettina, für deine inspirierenden Berichte. Schon zu 2 Reisen wurden wir annimiert: Massai Mara und Chile/Argentinien
Das war mir nicht klar und freut mich ungemein; vorausgesetzt natürlich, es gefällt 🙂 Wir wünschen euch beiden weiterhin eine ganz tolle Zeit, genießt es und passt auf euch auf!
Netti59 schrieb:Deine Berichte sind immer sehr informativ und locker geschrieben, es macht Spaß euch zu folgen.
Das ist ein wunderbares Kompliment für mich, über das ich mich sehr freue!
Netti59 schrieb:An deinen Fotografen herzliche Grüße - wieder einmal ein Augenschmaus.
Auch Thomas freut sich sehr und lässt danken! You made our day 🤪
mika1606 schrieb:Vielen Dank für Deinen RB und die filmreichen Fotos von der Spitzkoppe. Einfach nur schön 🙂 Steigert unsere Vorfreunde denn am 26. Mai 20 (ist ja bald 😉 ) sind dort für 1 Ü auf der CS.
Ohhhh, Gerhard, da könnt ihr euch auf was freuen. Am liebsten käme ich direkt wieder mit...
Ihr Lieben, ein dickes Dankeschön für euer Interesse, es ist das Salz in der Suppe und so macht das richtig Spaß! Ich bemühe mich nach Kräften, dass es einigermaßen zügig vorwärts geht, wir haben ja noch einiges vor uns 😎
in Namibia konnte ich bereits einige der Fotos von Thomas auf FB, Instagram und Flickr bestaunen und bewundern! 😘 Nachdem wir nun vorgestern von ähnlicher Route aus Windhoek zurück sind, musste ich Deinen Bericht gleich verschlingen.
Ich kann Deine Beigeisterung absolut nachempfinden, könnte meine Eindrücke aber nicht in so schön formulierte Worte fassen, wie Du! 😗 Doch die Ergriffenheit bei dieser grandiosen Landschaft habe ich erleben dürfen.
Danke für‘s Berichten und Mitnehmen und ich bin mega gerne dabei 🤩
Liebe Grüße Simone
Historie meiner 16 bisherigen Reisen ins südliche/östliche Afrika => 11/2001: NAM die Erste * 12/2003 - 01/2004: NAMIBIA Südtour * 03/2005: NAMIBIA ein runder Geburtstag in Windhoek/Tour mit Witti + Landy * 12/2007 -01/2008: NAMIBIA Südtour zum 2. mit Familie * 10-11/2008: Kurztrip nach NAM/wieder ein runder Geburtstag * 03/2011: NAMIBIA ~ Hochzeit der Schwägerin in Windhoek und kleine Tour * 09-10/2013: TANZANIA ~ 4 Wochen Familienbesuch * 12/2014 - 01/2015: NAM zum ersten Mal mit Dachzelt unterwegs * 07-08/2016: SÜDAFRIKA ~ 4 Wochen Kap und Gardenroute/Familienbesuch * 05/2018: KTP und mal wieder der Süden von NAMIBIA * 01-02/2020: NAMIBIAS Norden, Caprivi und ein bißchen BOTSWANA * 08-09/2021: BOTSWANA ~ Private Campingtour mit Bushways * 09/2O22: 3 Wochen SÜDAFRIKA mit Fokus auf Familie und Drakensbergen * 08-09/2023: BOTSWANA ~ 2. Private Campingtour mit Bushways * 02-03/2024: NAMIBIA ~ KTP und Südtour * 01-02/2026: 3. Private Campingtour mit Bushways
BeatnickThemenstarter1'712 Beiträge · seit 201613. Feb. 2020 · #54
Simone, welcome back!!!! 🤪
schön, dass ihr wohlbehalten zurück seid, ich hoffe, ihr hattet eine tolle Zeit! Wie ich euch kenne, sollte das gelungen sein 😎
tigris schrieb:Nachdem wir nun vorgestern von ähnlicher Route aus Windhoek zurück sind, musste ich Deinen Bericht gleich verschlingen. Ich kann Deine Beigeisterung absolut nachempfinden, könnte meine Eindrücke aber nicht in so schön formulierte Worte fassen, wie Du! 😗 Doch die Ergriffenheit bei dieser grandiosen Landschaft habe ich erleben dürfen.
Das klingt gut und sehr vorbildlich übrigens, dass du hier gleich wieder einsteigst. Ich würde dann gerne in deinen virtuellen Wagen klettern, spätestens sobald ich hier durch bin (kein Druck, ich brauch ja noch ne ganze Weile). Meinst du, das lässt sich einrichten?!!
Kommt erstmal wieder richtig an. liebe Grüße, Betti und natürlich Thomas
Guggu2'261 Beiträge · seit 201113. Feb. 2020 · #55
Liebe Bettina,
welch großartige Bilder von der Spitzkopppe 😛 . Unsere Planung ähnelt eure Tour ziemlich, aber der Geldbeutel 🤩 führt uns an der Spitzkoppen Lodge vorbei auf dem Weg zum Brandberg. Ich wollte ursprünglich von Swakop über Cape Cross und Uis fahren, aber den Plan habe ich jetzt geknickt und wir werden die Robben links liegen lassen. Wir möchten wenigstens an der Spitzkoppe ein paar Stunden Halt machen und die wunderschöne Landschaft genießen. Ist dieser Rock Arch auch für Tagesbesucher zugänglich?
BeatnickThemenstarter1'712 Beiträge · seit 201613. Feb. 2020 · #56
Liebste Guggu,
Guggu schrieb:Unsere Planung ähnelt eure Tour ziemlich, aber der Geldbeutel 🤩 führt uns an der Spitzkoppen Lodge vorbei auf dem Weg zum Brandberg.
Ja, das ist leider ein Haken an der Sache 🙁
Guggu schrieb:Wir möchten wenigstens an der Spitzkoppe ein paar Stunden Halt machen und die wunderschöne Landschaft genießen. Ist dieser Rock Arch auch für Tagesbesucher zugänglich?
Dieser Felsenbogen auf den bisherigen Fotos ist für jedermann zugänglich. Ein anderer auf dem Lodgegelände nicht. Das schöne Licht hast du natürlich wie immer morgens und abends, aber auch für ein paar Stunden lohnt es sich in meinen Augen herzukommen, um Atmosphäre zu schnuppern. Ich bin gerade am nächsten Kapitel, das heute noch kommt. Da gibt's noch mehr Eindrücke 🙂
Schön, dass du dabei bist und liebe Grüße auch an den Guggumann, Bettina
BeatnickThemenstarter1'712 Beiträge · seit 201613. Feb. 2020 · #57
Im Paradies
Das Paradies ist an der Spitzkoppe gleich um die Ecke. Viel zu früh stehen wir auf, denn wir wollen bei Sonnenaufgang am Bushman's Paradise sein. Wir laufen durch die milde Nacht über den langen Steg zum Auto, rollen im Dunkeln langsam zum Tor und dann dahinter nach links in Richtung des Plateaus mit seinen von mir heißgeliebten Felskugeln und jahrtausendealten Zeichnungen der San.
Weil diese in unserer so wunderbar entwickelten Neuzeit vor Vandalen nicht gefeit waren, ist der Aufstieg eigentlich nur noch mit Guide erlaubt. Es seien dort immer welche anzutreffen, hieß es in der Lodge, doch hatte wohl niemand mit unserem nächtlichen Aktionismus gerechnet. 😉 Jedenfalls ist unten am kleinen Parkplatz weit und breit keine Menschenseele zu sehen, und da uns nichts ferner liegt, als den Zeichnungen mit Hammer, Meißel oder Filzstift zu Leibe zu rücken, klettern wir alleine hoch.
Der steile Anstieg ist kurz, aber giftig, ich bin dankbar für eine eigens installierte Eisenkette, an der ich mich zuweilen regelrecht hochziehe. Etwas kurzatmig kommen wir zehn Minuten später oben an, gerade rechtzeitig.
Zu unserem Bedauern rückt von unten eine kleine Reisegruppe nach, die offenbar mit einem eigenen Driver-Guide unterwegs ist. Oben angelangt, startet dieser einen wortreichen Vortrag. Die Sonne werde nun langsam aufgehen, im Zuge dessen ihre Farbe verändern und dann - oh Wunder! - werde es immer heller. Soso.
Ganz erschlagen von diesen bahnbrechenden Erkenntnissen kehren wir der Gruppe, die sich etwas weiter unten niederlässt, den Rücken und gehen noch ein Stück weiter hoch.
Hier oben ist es traumhaft schön, wir fühlen uns zeitlos und wie die ersten Menschen.
Die Sonnenstrahlen tauchen die Felsen in ein intensives Orangerot, die Reisegruppe hat wohl selbst genug von dem Sunrise-Palaver und sich vorzeitig zu den Felszeichnungen verzogen. Wir sind ganz für uns und im Rausch der Sinne.
Die eineinhalb Stunden an diesem Ort werden zu meinen schönsten Erinnerungen an diese Reise zählen. Alles fügt sich perfekt zusammen: die Stimmung, das Licht, die Umgebung, die eigene Wahrnehmung. Sie machen süchtig, diese Momente. Süchtig nach Reisen und nach Afrika, denn hier stehen die Chancen darauf besonders gut. Hyänen, die uns in den Schlaf heulen, sternklare Nächte auf dem Tok Tokkie Trail, einsame Stunden im Dead Vlei - das lässt uns immer wieder zurückkehren.
Doch wir sind wohl Banausen, ich will ehrlich sein: Wir sparen uns den Besuch bei den Felsmalereien. Die Reisegruppe ist noch immer dort, auch haben wir schon viele Zeichnungen der San gesehen. Ohnehin werden wir wohl eines Tages zurückkehren an diesen Platz. Vielleicht ja dann...
Auf dem Weg hinunter bin ich erneut dankbar für die Kette, die ich fast wie zum Abseilen benutze. Alles in allem sind Auf- und Abstieg aber gut machbar.
Im Hintergrund das Village
Wieder unten ist es noch immer früh, von den angekündigten Guides ist allerdings weiterhin nichts zu sehen. So sparen wir uns eventuelle Erklärungen. Weil wir ohnehin fast daran vorbeikommen, stoppen wir auf dem Rückweg erneut beim "Rockarch".
Noch so ein wunderbarer Ort, und anders als am Vorabend sind wir diesmal allein.
Naja, fast zumindest 🙂
Insgesamt sind wir von der Einsamkeit an der Spitzkoppe überrascht. Offenbar sind die wenigsten Stellplätze belegt, und auch die Lodge ist nur zur Hälfte ausgelastet. Mag sein, dass es an der Jahreszeit liegt. Aber wir haben natürlich nichts dagegen.
Zurück bei der Lodge sind zwei Monteirotokos eine schöne Erstsichtung für uns. Einer der Vögel hält mit erstaunlicher Ausdauer ein Steinchen im Schnabel. Mal legt er es ab, dann hebt er es wieder auf. Erklären können wir uns dieses Verhalten nicht.
Wir lassen uns das tolle Frühstück schmecken, schließlich sind wir schon seit Stunden auf den Beinen. Auch bei den vielen Klippschliefern, die auf dem Gelände die Felsen bevölkern, funktioniert die innere Uhr einwandfrei.
Wie von Geisterhand gelenkt jagen sie plötzlich in Scharen im Schweinsgalopp über die Felsen. Kurz darauf sehen wir, warum: Eine Mitarbeiterin füttert sie in der Nähe der Rezeption mit Salat und Gemüse; wie sie sagt, um die Tiere während der anhaltenden Dürre zu unterstützen. Ich kann nicht beurteilen, ob das eine gute Idee ist oder nicht, aber die Klippschliefer haben nachweislich keine Zweifel an der Richtigkeit dieser Maßnahme.
Mittags sind wir faul, vertrödeln die Zeit und holen Schlaf nach. Später erkunden wir die Lodge-Seite des Geländes, die nur von wenigen Wegen durchzogen ist und noch unberührter wirkt als am Campground.
Wieder komme ich mir vor wie in einer Filmkulisse.
Betty Geröllheimer mit architektonisch an Gaudi erinnerndem Eigenheim 😉
Überlebenskünstler
Am kleinen, aber herrlich in den Felsen gelegenen Pool machen wir später Pause. Wir bedauern, dass unsere Schwimmsachen im Chalet geblieben sind und auch zum ersten Mal die relative Entfernung von den Hauptgebäuden zu den Unterkünften. Wir sind beide zu bequem, sie zu holen.
Die anderen Gäste sind allesamt ausgeflogen, doch ein Hörnchen leistet mir nach einigem Zögern und Zaudern...
...am Wasser Gesellschaft.
Es hat Durst, und wir auch. Es ist superheiß, erst nach gefühlt eimerweise Kaltgetränken fühlen wir uns für den zweiten Teil unserer Expedition gerüstet, der uns der Nase nach mitten durch und über die Felsen führt.
Merke: Weiße Hosen sind zum Kraxeln eher ungeeignet 😎
Durch puren Zufall machen wir die Entdeckung des Tages. Ein weiterer Felsenbogen, niemand in der Lodge hatte uns etwas davon gesagt.
Wir sind ganz aus dem Häuschen - und wieder allein (wie wir später erfahren, war allerdings auch an dem anderen Rockarch auf der Campingseite an diesem Abend praktisch nichts los, das nur fürs Protokoll). Es ist nun schon kurz vor Sonnenuntergang und das hier wohl der perfekte Platz dafür. Einen Moment lang erstrahlt alles in Pink ...
...und dann in Orangerot. Ein Traum!
Beseelt von diesem wundervollen Tag und den vielen schönen Eindrücken schlendern wir schließlich auf direktem Weg vom Felsenbogen zum Restaurant zurück und werden dort von der Belegschaft begrüßt wie alte Freunde. Wir fühlen uns einfach sauwohl an diesem Ort und in dieser fabelhaften Landschaft, die uns völlig verzaubert hat.
Ich bin Hin und Weg von Euren tollen Fotos, wir waren 2014 auch in Bushman's Paradis, die Kette habe ich noch lebhaft in Erinnerung, speziell für den Abstieg. Wir waren nachmittags da, aber bei Sonnenaufgang toppt alles.
Hallo Bettina, auch für mich waren es dort magische Momente. Leider war es bei Sunrise unterm Rockarch schon recht voll und ein Foto ohne Menschen kaum möglich. Im Dunklen das Bushmans Paradise hochzuklettern--- da war ich doch etwas zu ängstlich, würde ich aber nachdem ich nun die Lokation kenne, auch gerne noch mal machen. Bei den Felszeichnungen hast du nichts verpasst, die sind sehr verblasst und es gibt wirklich schönere ...
franzicke2'085 Beiträge · seit 201213. Feb. 2020 · #60
Liebe Betti, wiiieee toll ist das denn!!! Jetzt bin ich aber doch sehr froh, dass ich noch eine kleine Pause eingelegt habe, obwohl der Schreibtischtag heute ja aus gutem Grund gar kein so sehr langer wird 🤪 Phantastische Bilder, großartige Stimmung - und zur Spitzkoppe fahren wir dieses Jahr im September auch zum ersten Mal, das wird unsere erste Camper-Nacht mit unseren Afrika-Neulingen. Allerdings muss ich denen noch beibringen, dass wir dann wohl eher nicht ausschlafen können 🤩 Am besten nehm ich deinen Reisebericht für unser nächstes Treffen mit. Ich freu mich auf dieses Fleckchen Erde sowieso schon sehr - und jetzt noch mehr 😘 Ganz herzliche Grüße in den hohen Norden aus dem immer noch und schon wieder reichlich stürmischen Süden Ingrid und der Ranger