casimodo4'528 Beiträge · seit 200711. Apr. 2020 · #241
Hello Berti,
der Mudumo ist immer so spektakulär unspektakulär. Und Camp Kwando mögen wir ja auch sehr .... Hatte ich eigentlich schon irgendwann mal erwähnt, dass Ihr ganz passable Bilder macht 😉 😘
Nein natürlich nicht ! 😉 😛 Die Paradise Flycatchers sind ja normalerweise sehr schwer komplett mit Schwanzfeder zu erwischen. Für mich sind das so ziemlich die hektischten Vögel überhaupt.
So eine Caprivi, Xaro Tour würde uns irgendwann auch mal wieder gut zu Gesicht stehen. Bis dahin reise ich hier sehr gerne weiter mit 🙂
Viele Grüße vom Weißwurschtäquator und Danke für den Bericht in Profimanier Carsten
BeatnickThemenstarter1'712 Beiträge · seit 201612. Apr. 2020 · #242
Hallo Retro-Carsten 😉 ,
casimodo schrieb:der Mudumo ist immer so spektakulär unspektakulär.
Das stimmt. Die Elefantenbegegnung war allerdings - naja, ich bin schon eher der Typ Drachentöter, aber da flatterte das Hemd 😉 Leider haben wir um ein Haar Wildhunde verpasst. Das wäre dann schon spektakulär gewesen, aber wir waren 20 Minuten zu spät dran.
casimodo schrieb:Hatte ich eigentlich schon irgendwann mal erwähnt, dass Ihr ganz passable Bilder macht 😉
Neinnein. Sprich's dir ruhig von der Seele 🙂
casimodo schrieb:Die Paradise Flycatchers sind ja normalerweise sehr schwer komplett mit Schwanzfeder zu erwischen. Für mich sind das so ziemlich die hektischten Vögel überhaupt.
Das sind sie in der Tat 😮 Das Nest hat geholfen, da mussten sie dann wenigstens für einen Moment stillsitzen...
casimodo schrieb:So eine Caprivi, Xaro Tour würde uns irgendwann auch mal wieder gut zu Gesicht stehen. Bis dahin reise ich hier sehr gerne weiter mit 🙂
Das freut uns! Vielen Dank für deine treue Begleitung und euch frohe Ostern aus dem Norden der Republik! 😘
Champagner8'684 Beiträge · seit 201012. Apr. 2020 · #243
Hi Berti,
ich mag den Mudumu total, weil er mich so an Botswana erinnert 😉 Naja, Kunststück - ist ja nicht weit entfernt . Aber tatsächlich ging mir 2015 das Herz auf, als ich mich unerwartet mitten in dieser wilden Landschaft mit den Tiefsandstrecken, dem gelben Gras, den Termitenhügeln und den entsprechenden Tieren wiederfand, nachdem mich der sonstige Caprivi mit seiner hohen Infrastruktur, dem Asphalt und den vielen Lodges ein wenig erschreckt hatte.
Casimodo schrieb:
Die Paradise Flycatchers sind ja normalerweise sehr schwer komplett mit Schwanzfeder zu erwischen.
Der Witz des Tages! 😄 Paradise Flycatcher sind normalerweise GAR NICHT zu erwischen, weder mit noch ohne Schwanzfeder 🙄 🤩 😈
Hierzu noch eine kleine Anmerkung:
Beatnick schrieb: Im Mudumu treffen wir eine Gruppe Südafrikaner, sie campen wild. Das sei zwar an bestimmten Stellen erlaubt, doch auch ziemlich verrückt, meint unser Guide. Aber warum denn, fragen wir, was ihn ehrlich überrascht und wohl auch amüsiert: "Viel zu gefährlich", ist er überzeugt.
BeatnickThemenstarter1'712 Beiträge · seit 201613. Apr. 2020 · #244
Hallo Bele,
Champagner schrieb: Der Witz des Tages! 😄 Paradise Flycatcher sind normalerweise GAR NICHT zu erwischen, weder mit noch ohne Schwanzfeder
😄 😄 Schon wahr, ganz schön hektisch, sie haben und schwer auf Trab gehalten...
Champagner schrieb:Vielleicht hat euer Guide damals den Mord an dem Tourguide Andi Maier mitbekommen und meint das mit "viel zu gefährlich"?
😮 Das ist mir gar nicht in den Sinn gekommen, obwohl ich diese traurige Geschichte kannte. Vielleicht hast du recht, wir werden es leider nicht erfahren, es würde mich aber interessieren.
Dir noch ein schönes Rest-Osterfest, du gehst doch bestimmt wieder auf die Pirsch 🙂
casimodo4'528 Beiträge · seit 200713. Apr. 2020 · #245
off topic @ Bele, die mit dem Champagner 😉
Der Witz des Tages! 😄 Paradise Flycatcher sind normalerweise GAR NICHT zu erwischen, weder mit noch ohne Schwanzfeder
Liebe Bele, wenn Du über Deinen Schatten springst und einmal nach Südafrika fährst..... ja dann...... wirst Du Paradise Flycatchers wie die Spatzen sehen können 😛 😉 Aber sie halten eben nicht still 😘 😗 😣
BeatnickThemenstarter1'712 Beiträge · seit 201613. Apr. 2020 · #246
Stinkige Landratten
Obwohl in Hamburg zuhause und nachweislich seetauglich, sind wir ausgesprochene Landratten. Also stinkige Landratten, wie man hier oben (mit spitzem "s") zu sagen pflegt; man darf das nicht persönlich nehmen. Auf dem Wasser sein nur um des Wassers willen, das ist nicht unser Ding. Manche Bootstrips bilden eine Ausnahme. Die in Afrika, in Costa Rica oder im Pantanal zum Beispiel. Oder auch die durch die Fleete unserer Heimatstadt, wenn die Wasservögel Junge haben. Weil es immer etwas zu sehen gibt und die Fahrt zur Safari wird; das sanfte Dahingleiten unter freiem Himmel, die Ruhe und das friedliche, emsige Treiben der Flussbewohner einen ganz eigenen Zauber besitzen. Und die Touren eine andere Welt eröffnen, einen anderen Blick. Von innen nach außen sozusagen. Das mögen wir.
Gegen halb Vier sind wir wie am Vortag verabredet beim Restaurant und warten. Warten zehn Minuten, dann will ich vorsorglich nachfragen, ob auch alles klappt. Rezeption wie Restaurant sind verwaist und zwei Damen im benachbarten Office not amused, als ich bei ihrer Unterhaltung störe. Die Bootsfahrten, belehren sie mich mit tadelndem Blick, beginnen in dieser Jahreszeit erst um Vier. Aha! Also weiter warten.
Um kurz vor Vier finden sich mehr Menschen ein, das ist einerseits gut aber wiederum auch verwunderlich, sollte das Boot doch wegen des niedrigen Wasserstandes kaum besetzt sein. Der Guide kommt und nimmt die anderen Gäste mit, es ist die Tour in den Mudumu. Und wir? Schulterzucken. Von einer Bootstour weiß er nichts. Auch die Rezeption, mittlerweile wieder besetzt, stellt uns vor Rätsel. Derzeit fänden keine Bootstrips statt. Fake News, wie wir wissen, denn erst am Morgen waren die Ornithologen auf dem Fluss und zudem schwer begeistert.
Jetzt sind wir sauer und stehen noch unschlüssig in der Gegend herum, da biegt ein älterer Herr um die Ecke. Fragt mit Bedauern, ob wir die Mudumu-Abfahrt verpasst hätten und kriegt einen Schreck, als wir von der gebuchten Tour berichten. "Come on", sagt er, und keine fünf Minuten sitzen wir bei ihm im Boot. Der Guide ist ausgesprochen nett und unser Stimmungsbarometer in Warp-Geschwindigkeit nach oben geschnellt. Wir sind dankbar für seine ebenso prompte wie unbürokratische Reaktion.
Wir schippern in Richtung Mudumu. Zu beiden Seiten erstreckt sich der Nationalpark, eine ganz neue Perspektive und Natur pur.
Der Fluss ist schmal, wir haben beide Ufer fest im Blick. Gut verborgen bewacht ein Krokodil seine Eier.
Das Wasser ist tatsächlich ziemlich seicht, die Hippos sammeln sich an den wenigen tieferen Stellen.
Beim Vorbeifahren steigt wie immer das Adrenalin. Auch, weil wir einmal eine Mokoro-Tour in Botswana Jahre zuvor abgebrochen haben, als ein Nilpferd gar nicht aufhören wollte, uns mit seinem Imponiergehabe zu schocken. Was ihm eindrucksvoll gelang. Hatte wohl was gegen stinkige Landratten in seinem Revier, das Hippo...
Wir freuen und einmal mehr über die vielen schönen Vögel, ...
... auch wenn die Tour in dieser Hinsicht nicht ganz mit denen bei Drotsky's mithalten kann.
Dennoch sind wir wieder sehr begeistert. Viel zu schnell verfliegen die zwei Stunden, die wir auf dem flachen, kleinen Boot verbringen.
Zurück an Land, gibt's einen Sundowner am Feuer, denkwürdige, aber auch amüsante Gesellschaft einer reichlich angeschickerten Amerikanerin und ein tolles Abendessen im Freiluft-Restaurant. Ich wünschte, ich könnte die Zeit anhalten und einfach immer so weitermachen. Gerne auch zu Wasser - mir ist alles recht!
Netti59847 Beiträge · seit 201514. Apr. 2020 · #247
Guten Morgen liebe Bettina,
Mudumu - ich sage nur von Elefanten umzingelt 😉 auch wir hatten dieses Erlebnis. Plötzlich standen sie überall und dann der Tiefsand, das war schon Adrenalin pur, aber auch unvergesslich. Auch die Bootstour ist mir in guter Erinnerung geblieben, wie überhaupt das ganze Camp Kwando. Danke für die schönen Momente.
gespannt verfolge ich jeden Eurer Reisetage und bin immer wieder fasziniert von den Bildern und Tiersichtungen. Dabei wandern auch gerne die ein oder anderen Tipps in meine Aufzeichnungen, denn vielleicht haben wir ja einfach noch ein Jahr Zeit gewonnen (nicht verloren 🙁 ) und können unsere geplante Tour in 2021 (oder 22) noch leicht um diese Tipps ergänzen! Auch wenn man so unverhoffte Bootstouren nicht planen kann, das Glück scheint ja mit euch zu sein. Nur weiter so!
LG
Didi
Pascalinah2'772 Beiträge · seit 200614. Apr. 2020 · #249
Hallo Berti-Beate, auch ich möchte mich in die Reihe der Dankesagenden einreihen. Wir wollen im September 2021 in den Caprivi (hoffe, dass dann reisen wieder möglich sein wird ) und so kann ich durch Euren Bericht schon meine Vorfreude etwas ausleben. Gebucht (gezahlt zum Glück noch nicht...) haben wir die Unterkünfte schon, mal sehen, was davon übrig bleibt. Ihr habt tolle Bilder, die die Sehnsucht schüren.... Danke
Dandelion547 Beiträge · seit 201714. Apr. 2020 · #250
Hallo liebe Berti-Betti,
also dein Bericht und eure Fotos helfen ja nun nicht wirklich, das Afrikavirus erfolgreich in Schach zu halten, ganz im Gegenteil. Besonders auch bei Abendstimmungen, so wie auf dem letzten Bild, steigt die Sehnsucht nach Afrika ins Unermeßliche 🤩 Überhaupt, die Tiere und Landschaft des Caprivi, wunderschön, seufz, schmacht.
Man kann es gar nicht oft genug sagen, schön, dass wir mit euch reisen dürfen 🙂
Viele liebe Grüße Kordula 🙂
Martina56573 Beiträge · seit 201414. Apr. 2020 · #251
Liebe Berti, Soo schön deine Beschreibung vom Mudumu und der Bootsfahrt. Im Mai 2019 waren wir auch dort. Du weckst bei mir die Träume. Allerdings hatten wir nicht so viele Elis im Mudumu. Mir wär glaube ich das Herz stehen geblieben. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung. Und nochmals DANKE für den wunderschönen Bericht. GLG in den hohen Norden, der auch einige Zeit meine Heimat war.... Auch als Landratte. Martina
BeatnickThemenstarter1'712 Beiträge · seit 201615. Apr. 2020 · #252
Hallo ihr Lieben,
zunächst einmal: Vielen vielen Dank, dass ihr immer noch so fleißig dabei seid. Das freut uns wirklich sehr! Und so laaaaangsam kommen wir ja auch auf die Zielgerade...
Netti59 schrieb:auch wir hatten dieses Erlebnis. Plötzlich standen sie überall und dann der Tiefsand, das war schon Adrenalin pur, aber auch unvergesslich. Auch die Bootstour ist mir in guter Erinnerung geblieben, wie überhaupt das ganze Camp Kwando. Danke für die schönen Momente.
Sehr gerne, Netti! Gerade im Moment ist das Erinnern ja bitter-süß, aber für mich auch wie ein Lebenselixier...
Didi on Tour schrieb:Dabei wandern auch gerne die ein oder anderen Tipps in meine Aufzeichnungen, denn vielleicht haben wir ja einfach noch ein Jahr Zeit gewonnen (nicht verloren 🙁 ) und können unsere geplante Tour in 2021 (oder 22) noch leicht um diese Tipps ergänzen!
Das ist doch toll, Didi! Es freut mich sehr, wenn ihr Nutzen aus dem Bericht ziehen könnt. Das mit dem gewonnen statt verloren, also an der Sichtweise arbeite ich noch... 😵
Pascalinah schrieb:Wir wollen im September 2021 in den Caprivi (hoffe, dass dann reisen wieder möglich sein wird ) und so kann ich durch Euren Bericht schon meine Vorfreude etwas ausleben. Gebucht (gezahlt zum Glück noch nicht...) haben wir die Unterkünfte schon, mal sehen, was davon übrig bleibt.
Ich drück euch ganz fest die Daumen! Und uns auch, wir wollen im Dezember nach Südafrika - und haben auch schon gebucht.
Dandelion schrieb:also dein Bericht und eure Fotos helfen ja nun nicht wirklich, das Afrikavirus erfolgreich in Schach zu halten
Jein. Siehe oben 😉
Dandelion schrieb:Man kann es gar nicht oft genug sagen, schön, dass wir mit euch reisen dürfen 🙂
Und ich kann gar nicht oft genug sagen, wie schön es ist, dass ihr uns begleitet 🙂 🤪
Martina56 schrieb:Soo schön deine Beschreibung vom Mudumu und der Bootsfahrt. Im Mai 2019 waren wir auch dort. Du weckst bei mir die Träume.
Und träumen ist ja zum Glück erlaubt. Also nur zu, Martina!
Ich hoffe, wir können nachher noch weiterfahren, mal sehen, was das Homeoffice so hergibt 😉 Ansonsten spätestens morgen.
Malbec661 Beiträge · seit 201515. Apr. 2020 · #253
Meine Schwiegermutter erhielt den Vornamen Bertha. Jedermann sagte ihr Berty. von Grosi 😄 Liebe Betti Meine sehr runde Tante geboren im 19. Jahrhundert hiess Berta und wurde Berthi gerufen....du passt so gar nicht in dieses Bild!!!
Ich geniesse deinen RB sehr....witzig und wunderschön bebildert. Liebs Grüessli Malbec
BeatnickThemenstarter1'712 Beiträge · seit 201616. Apr. 2020 · #254
Hallo liebe Malbec,
Malbec schrieb:Meine sehr runde Tante geboren im 19. Jahrhundert hiess Berta und wurde Berthi gerufen....du passt so gar nicht in dieses Bild!!!
😄 😄 😉
Malbec schrieb:Ich geniesse deinen RB sehr....witzig und wunderschön bebildert.
BeatnickThemenstarter1'712 Beiträge · seit 201616. Apr. 2020 · #255
Am Sambesi
Es gibt eine lange Liste mit Dingen, die ich gesehen oder erlebt haben möchte. Meistens haben sie mit Reisen zu tun und ziemlich häufig mit Afrika und seinen Tieren. Sehr weit oben rangieren seit Jahren die Karminspinte bei Katima Mulilo, deren ungewöhnliche Kolonie sich nicht in einer steilen Uferwand, sondern auf einer sandigen Ebene eingerichtet hat. Diese schönen, rotbunten Bienenfresser tauchen alljährlich ab Mitte August auf und verlassen ihr Teilzeit-Zuhause nach den ersten Regenfällen im November wieder.
Ich hatte während dieser Reise mehrfach Sorge, wir könnten einen Tick zu spät dran sein und die Vögel verpassen. Doch die Ornithologen, die wir immer wieder getroffen haben, beruhigten mich.
Und so freue ich mich am Tag unserer Weiterreise zum Sambesi unbändig und hoffe inständig, sie würden mit ihrer Prognose recht behalten.
Der Start in den großen Tag wird mir beim Frühstück durch den allmorgendlichen Flugbetrieb rund ums Restaurant des Camp Kwando versüßt.
Das Paradiesschnäpper-Paar präsentiert sich nicht nur in voller Pracht, sondern auch progressiv und bastelt in gerechter Arbeitsteilung penibel an seinem Nest weiter.
Der eine oder andere tierische Besucher ist auf Beutezug, ...
Nein, wir haben nicht gefüttert...
... und schafft es sogar, das morgendliche Frühstücksidyll ordentlich aufzumischen. Hektisches Gepolter aus dem Küchenbereich hinter der dünnen Trennwand liefert erste Hinweise darauf, dass etwas nicht stimmt. Einer der Gärtner eilt herbei, und ich kann nicht sehen wie, aber er fackelt nicht lang und schnappt sich den meterlangen Python, der sich am Eimer mit den Küchenabfällen zu schaffen macht.
Ein Guide kommt zu Hilfe, die Schlange wird per Boot die wenigen Meter über den Fluss nach Botswana bugsiert, wo sie nicht nur recht unkonventionell die Nationalität wechselt, sondern auch ein neues Leben beginnt - hoffentlich ein glückliches.
Die 165 Kilometer bis nach Katima Mulilo im äußersten Osten der Sambesi-Region sind kaum der Rede wert. Ein Zusatz in unseren Reiseunterlagen "Achtung: Die Lodge ist mit den meisten Fahrzeugen erreichbar, 4x4 wäre jedoch anzuraten" lässt uns kurz stutzen, erweist sich aber als überholt. Auf makelloser Straße rollen wir bis zum Zambezi Mubala Camp, das nicht zu verwechseln ist mit der Zambezi Mubala Lodge - was uns natürlich zunächst passiert.
Doch das Camp, übrigens fest in Anglerhand (es riecht auch ein wenig streng nach Fisch), ist die Heimat für unser Auto in den nächsten zwei Tagen und zudem Ausgangspunkt des Bootstransfers bis zur Lodge. Wir schnappen unsere Taschen und warten am Anleger, wo wir zehn Minuten später eingesammelt werden. Das Wasser des großen, breiten Sambesi ist so seicht, dass wir mit dem flachen Boot nur langsam vorwärts kommen.
Rund 20 Minuten dauert die Fahrt, und es ist nicht mehr weit bis zur Lodge, da entdecke ich in einiger Entfernung die Scharlachspinte. Ich bin elektrisiert und buche nach dem Einchecken zuallererst eine Bootstour für den Nachmittag, die uns auch zur Kolonie führen wird.
Die Lodge macht Eindruck auf uns, mit ihrer tollen Lage direkt am Sambesi, dem großen, offenen Restaurant im Schatten riesiger alter Bäume und den schmucken Bungalows, die hell, freundlich und modern eingerichtet sind; ähnlich wie die Häuschen der Spitzkoppen-Lodge. Der Hemingway-Safari-Style, den ich allerdings schätze, ist scheinbar passé.
Die Räume sind großzügig geschnitten, es ist alles sehr gepflegt und noch neu, erst zwei Jahre zuvor hat die Unterkunft, die zu Gondwana gehört, auf dem Gelände der ehemaligen Kalizo Lodge ihre Pforten geöffnet. In der Küchenecke gibt's eine Tee-und Kaffeestation sowie Kaltgetränke im Kühlschrank, alles complimentary und jeden Tag neu. Viel Liebe zum Detail, doch das Beste sind die Stille und der Blick auf den Sambesi; vom Bett, von der Terrasse, sogar aus der riesigen Dusche, unschlagbar! Ich weiß, wir werden uns an diesem Ort wohlfühlen, doch er gibt uns auch Rätsel auf - später.
Wir checken unsere E-Mails, was in den letzten beiden Tagen ohne Netz nicht gelang, unsere Agentur hat einen Vorschlag der Air Namibia erhalten und wir müssen noch zustimmen. Unser Rückflug geht demnach nicht abends, sondern am nächsten Morgen, wir sollen den Mietwagen an dem verabredeten Tag - also unserem ursprünglich letzten - zum Flughafen bringen, werden dann von der Airline um 13 Uhr per Shuttle zu einem Hotel in Windhoek gebracht und am nächsten Tag wieder zurück zum Airport. Klingt nach einer gangbaren Lösung und so ist für uns erstmal alles geritzt.
Viel zu früh gehen wir in Richtung Bootsanleger, doch weit kommen wir nicht. Hören ein hohes, mehrstimmiges Fiepen aus dem dicken Baum direkt am Holzsteg, der quer über die Anlage führt, und rätseln, was das wohl ist.
Obwohl mehr oder minder direkt am Weg, hätte ich die Flughunde normalerweise niemals entdeckt, die da kopfüber zwischen den Blättern hängen.
Die eigentlich nachtaktive Kolonie ist in Aufruhr, denn es ist ein Baby an Bord, das erst die Mutter und schließlich den Rest der Bande aus dem Schlaf reißt. Wie bei Schafen gerät die ganze Gruppe in Bewegung: Regt sich ein Tier, regen sich am Ende alle.
Kaum sind Hunger und Durst gestillt, kehrt wieder Ruhe ein. Bewegungslos baumeln die Tiere im Baum.
Die Show ist vorbei und das kommt mir gelegen, denn ich habe eine Verabredung mit den Karminspinten - die möchte ich keinesfalls verpassen.
Namibia zum 1.
Elefantenrunde
Abschied für immer
Auf neuen Wegen ins Kaokoveld (hummeldumm?")
[url//namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/306123-der-kreis-hat-sich-geschlossen-bot-nam.
tigris767 Beiträge · seit 200717. Apr. 2020 · #257
Berti-Betti ich bin schon wieder geflasht! 😄
Was warte ich die ganze Zeit sehnsüchtig auf Eure Kolonie der Karminspinte, dann sind wir endlich am Ziel und nun ? ..... 😗 Jetzt kommt Ihr nochmal mit den Aufnahmen der Paradiesschnäpper um die Ecke - herzallerliebst - und ich bekomme Schnäpperatmung 😘
Und als Krönung Am Ende die Flughunde mit Baby 🙄
Nicht wirklich hübsch, aber dennoch niedlich und beim Blick des Kleinen werde ich schwach! Der schaut irgendwie so hilflos und gleichzeitig neugierig aus Mutters Wäschesack!
Mal wieder 1000 Dank für diese geniale Bett(i)lektüre 🙂
Liebe Grüße Simone
Historie meiner 16 bisherigen Reisen ins südliche/östliche Afrika => 11/2001: NAM die Erste * 12/2003 - 01/2004: NAMIBIA Südtour * 03/2005: NAMIBIA ein runder Geburtstag in Windhoek/Tour mit Witti + Landy * 12/2007 -01/2008: NAMIBIA Südtour zum 2. mit Familie * 10-11/2008: Kurztrip nach NAM/wieder ein runder Geburtstag * 03/2011: NAMIBIA ~ Hochzeit der Schwägerin in Windhoek und kleine Tour * 09-10/2013: TANZANIA ~ 4 Wochen Familienbesuch * 12/2014 - 01/2015: NAM zum ersten Mal mit Dachzelt unterwegs * 07-08/2016: SÜDAFRIKA ~ 4 Wochen Kap und Gardenroute/Familienbesuch * 05/2018: KTP und mal wieder der Süden von NAMIBIA * 01-02/2020: NAMIBIAS Norden, Caprivi und ein bißchen BOTSWANA * 08-09/2021: BOTSWANA ~ Private Campingtour mit Bushways * 09/2O22: 3 Wochen SÜDAFRIKA mit Fokus auf Familie und Drakensbergen * 08-09/2023: BOTSWANA ~ 2. Private Campingtour mit Bushways * 02-03/2024: NAMIBIA ~ KTP und Südtour * 01-02/2026: 3. Private Campingtour mit Bushways
Champagner8'684 Beiträge · seit 201017. Apr. 2020 · #258
Mir geht es wie Simone - ich kann mich schlecht zwischen Flughundebaby und Kaminsprinte.... äh....Karminspinte entscheiden 🤩 !
Zum Glück muss ich das ja aber auch nicht 🤪 - die süßen Fotos verschwinden ja nicht und ich bin sicher, dass mit den Bee-Eatern noch was geht 😎 .
Die Schlangengeschichte finde ich übrigens auch spannend - und zu den Schnäppern sag ich jetzt mal einfach nichts. Ich habe beschlossen, dass Vögel, die ich noch nicht gesehen habe, einfach nicht existieren für mich 😗 .
Liebe Grüße und ich freu mich aufs nächste Kapitelchen!
franzicke2'085 Beiträge · seit 201217. Apr. 2020 · #259
Liebe Betti, da sind sie ja 😘 ich hatte mich auch schon sehr auf die Kolonie gefreut - und ich hab's da wohl auch etwas leichter ... Zweifellos sind das ausgesprochen tolle Fotos von den Flughunden, aber diese Tiere werden mein Herz wohl nie erreichen (und zur Zeit weniger denn je), aber dieser rote Vogelschwarm ist einfach großartig 😘 Und auch das einzelne Vögelchen nach dem Wasserstart ist ganz meins!
Jetzt sprinte ich mal schnell in die Küche, ob mir jemand einen GT macht - ganz vielleicht gibt's ja hier noch ne Fortsetzung zum Sundowner. Ganz viele Grüße in leicht geknickter Wohl-eher-nicht-Reise-Stimmung Ingrid
Liebe Berti, wie war denn das Wohnen in den neuen Bungalows? Wir sind 2017 daran vorbeigeschippert als sie noch im Bau waren und haben uns über die Wellblechdächer gewundert und das viele Glas.................. Die Karminspinte sind toll - ich habe mir gerade nochmal unsere Fotos von 2017 angeschaut und wurde sehr wegmütig! Liebe Grüße Friederike