fussohle381 Beiträge · seit 200914. Dez. 2019 · #41
ja der nsefu Sektor ist nicht so befahren wie der mfuwe Sektor und ist wunderschön...bin ja mal gespannt, wie es weitergeht....jetzt seid ihr ja da wo meine 2. Heimat ist.....ich war allerdings bei meinen vielen Aufenthalten nicht in der glücklichen lage so oft Wildhunde zu sehen. tolle Sichtungen hattet ihr.
spirit-of-zambia.com
fotomatte2'516 Beiträge · seit 200914. Dez. 2019 · #42
Hallo Mabe,
um die Kronenkraniche und die Lovebirds beneide ich dich sehr. Toll. 🙂
Aber der Graufischer sieht ganz schön riesig aus, findest du nicht? 😗
MabeThemenstarter1'068 Beiträge · seit 201314. Dez. 2019 · #43
Hei Matthias,
danke, natürlich hast du recht...ich ändere mal direkt...
Gruß Mabe
MabeThemenstarter1'068 Beiträge · seit 201314. Dez. 2019 · #44
Bei der Weiterfahrt nach Norden kreuzen wir erneut den Nsefu-Sektor, sehen viele Zebras, machen noch mal den Abstecher über die Hot Springs, sehen die Kraniche aber nur aus Entfernung und keine Wildhunde. Haben wir gestern ein Glück gehabt! Na, immerhin kommen wir den sonst so scheuen Hornraben mal etwas näher.
Auf dem weiteren Weg durchfahren wir den kleinenLuambe NP. Der Transit ist hier ebenfalls kostenlos und bis auf –trockene- Flussdurchfahrten auch ereignislos.
Um die heutige Fahrtstrecke abzukürzen, suchen wir das Kamukonzo Community Camp auf (direkt hinter dem Luambe Parkausgang links). Es ist nach den bisherigen Erfahrungen erstaunlich gut ausgeschildert.
Das Camp liegt in der Nähe eines Dorfes, sehr nett am Fluss. Es ist alles einfach, aber sehr liebevoll gestaltet – Seife und Handtuch bekommt man längst nicht überall. Es gibt sogar eine „Bar“ mit solarbetriebenem Kühlschrank.
Wir bleiben jedoch nicht lange alleine. Als eine uns bereits bekannte Reisegruppe (ca 12 Personen) eintrifft, bricht plötzlich Hektik aus. Die Wasservorräte für Toilette und Duschen müssen aufgefüllt werden und die Dorfbewohner legen sich mächtig ins Zeug – Wasserpumpen, Eimerkette…
Für so viele Leute ist das Camp eigentlich etwas klein, aber die Gruppe ist echt nett und sehr rücksichtsvoll.
Am nächsten Tag stehen nur 157 km auf dem Plan, aber die haben es in sich. Es geht teilweise mitten durch die Dörfer, nichts ist ausgeschildert, die Abzweige finden wir nicht immer auf Anhieb, kein anderes Auto ist unterwegs.
Hier geht der Weg mitten über ein Schulgelände, zum Glück ist gerade keine Pause.
Sobald wir in Hör-/Sichtweite sein, kommen Kinder angerannt und rufen nach sweeties oder wollen Mangos verkaufen, winken aber auch nur freundlich zurück. Irgendwann kommen wir zum Ponton über den Luangwa. Keiner da.
Wir überlegen kurz, ob wir selber übersetzen sollen… suchen dann aber doch lieber das nahegelegene Buschcamp auf und siehe da, auch der örtliche Ranger ist hier ansässig.
Einige Dollar später fahren wir durch den nicht mal knietiefen Luangwa in Richtung Nordluangwa NP.
Es schließt sich eine weitere eintönige Gurkerei, tierarm (von den Tausenden Tsetse einmal abgesehen) , bis zum Buffalo Camp an.
MabeThemenstarter1'068 Beiträge · seit 201315. Dez. 2019 · #45
Danke erst mal an alle "Danke-Button-Drücker"!
Es ist doch sehr schön, ab und an mal ein kleines Feedback zu bekommen.
Gleich geht´s weiter
Gruß Mabe
MabeThemenstarter1'068 Beiträge · seit 201315. Dez. 2019 · #46
Das Buffalo Camp wird nur von Mai bis November betrieben und dann komplett ab- und in der nächsten Saison wieder aufgebaut. Von den ursprünglich sieben Chalets stehen bei unserer Ankunft noch vier und wir sind mit zwei weiteren Pärchen die letzten Gäste für diese Saison.
Im ganzen NLNP gibt es keine Campsite. Die Chalets im Buffalo Camp sind als Selbstversorgerchalets angekündigt und bieten bei einem sportlichen Preis zwar einen ganz hübschen und offen gestalteten Schlaf-/Wohnbereich und ein eigenes Bad, aber keine weiteren Einrichtungen. Die Dachkonstruktion löst sich bereits auf und berieselt uns mit einem hellen Pulver. Immerhin wird Trinkwasser rund um die Uhr zur Verfügung gestellt. Man könnte die Campküche mitbenutzen, dort auch mitgebrachte Lebensmittel kochen lassen oder auf das Angebot des Camprestaurants zurückgreifen. Wir haben jedoch alles, was wir brauchen in unserem Bushcamper vor dem Häuschen.
Ich bin ja sonst auch kein Fan von "Klo-Bildern", aber das hier finde ich schon toll!
Im "Chalet"
tierischer Mitbewohner
Abendstimmung am Mwaleshi River
In diesem Park sind walkingsafaris angesagt, selbst fahren ist weitestgehend nicht gerne gesehen.Wir freuen uns auf etwas Bewegung und brechen um 6.00 Uhr zu einem Morningwalk auf. Wir sehen einen -leider sehr weit entfernten- Schalowi-Turako …ansonsten bleibt der Walk ohne besondere Vorkommnisse. Nur die TseTse-Fliegen sind extrem lästig und verleiden den Spaziergang ordentlich. Hier hätte ich jetzt auch keine Lust auf einen gamedrive im offenen Fahrzeug…
Nachmittags sitzen wir etwas im Mwaleshi. Dieser Zufluss des Luangwa ist so flach, dass man nicht einmal im Liegen vollständig überspült wird.
Am nächsten Tag ist spürbar Aufbruchstimmung. Kaum haben unsere Nachbarn ihr Chalet geräumt, rückt auch schon das Abräumkommando an und wirft einfach das Baumaterial Richtung Fluss…so einfach kann Entsorgung sein.Die Installationen werden etwas landeinwärts eingelagert.
2Std 30 benötigen wir für die 55 km zum nördlichen Mano Gate. Ereignislos, ein paar Elefanten und hunderte TseTses, die sich regelrecht am Auto festkrallen. Am Gate wollen wir kaum das Fenster öffnen, um uns in das dicke Buch einzutragen.
Zwischenfazit: Der Südluangwa hat uns sehr gut gefallen. Die beiden von uns besuchten Camps waren prima, die vielfältigen Landschaft sehr schön und mit den Sichtungen kamen wir auch auf unsere Kosten. Nur die angeblich so zahlreichen Leoparden liessen sich leider nicht blicken. Jedenfalls hatten wir hier das Gefühl, dass unsere Dollars gut investiert waren.
Der Nordluangwa und auch das Buffalo Camp dagegen stehen jetzt nicht auf der „Da-muss-ich-unbedingt-noch-mal-hin-Liste“: Aufwändige Anreise, hochpreisig, tierarm, definitiv zuviele Tsetse-Fliegen. Der Park braucht vielleicht noch ein bisschen Zeit sich zu entwickeln.
Aber nun gut, wenn man vom Südluangwa nach Kapishya will, gibt es nicht zu viele Möglichkeiten. Durch den NLNP einfach durchfahren wäre evtl eine Option…
MabeThemenstarter1'068 Beiträge · seit 201315. Dez. 2019 · #47
Auch die weitere Strecke zu den Kapishya Hot Springs zieht sich. Es geht über Shiwa Ngandu, eigentlich nur eine Strassenabzweigung mit vielen Marktständen und ein paar Geschäften. Wir kaufen Gemüse und Bier und mögen doch bitte unbedingt auf dem Rückweg das Leergut wiederbringen.
Auf dem Abzweig von der Hauptstrasse geht es durch eine etwas unwirkliche Gegend mit Eukalyptuswald , englischem Herrenhaus, alter Dampflok und imposanten Baumalleen.
Die Lodge (Kapishya) liegt total im Grünen mit einem tollen Garten und Pool. Die Campsite ist ebenfalls relativ grün und direkt an einem Fluss - hübsch.
Die Hot Springs sind sehr nett, aber 36 Grad Wassertemperatur machen nach ein paar Minuten auch zu schaffen. Der Pool verschafft Abkühlung.
Es gibt ein paar birdtrails und einen Beobachtungsstand auf Baumhöhe. Die angekündigten Spazierwege sind leider nicht mehr existent.
Auf den ersten Blick entdecken wir auf den birdtrails ebenfalls nichts…aber es ist wie so oft, man muss sich etwas Zeit nehmen.
Dieser Geselle, ein Schwarzkehllappenschnäpper, ist mein absoluter Favorit.
Aber es gab auch ein paar junge Paradiesfliegenschnäpper, nebst fütternden Eltern,
ein noch unbenamster Rötel(?)
Rosenbauchbartvogel
Amethystglanzstar
und das eher unscheinbare Weibchen dazu
Kleinelsterchen
Nach zwei Nächten fahren wir weiter, heute soll es bis Kasanka gehen. Bis ShiwaNgandu fahren wir dieselbe Strecke zurück. Kurz hinter der imposanten Baumallee, im Eukalyptuswald, nehmen meine Augen plötzlich etwas ungewöhnlich gelbes auf der Strasse wahr…STOOOOP! Zwei Meter zurück fahren…
Zwischen den grünlich, gelben Blättern entdecken wir ein Chamäleon (!), das gemütlich im Wiegeschritt die Strasse überquert…
Zurück über ShiwaNgandu (die Pfandrückgabe!) fahren wir gen Mpika, in der Hoffnung dort etwas einkaufen zu können. Es ist Sonntag - Fehlanzeige. Wir tanken und finden im Tankshop immerhin leckere Samosas und Milch. Tomaten gibt es überall und wir kaufen nochmal Bier nach (gibt es zum Glück auch überall).
Die Fahrt zieht sich, viele LKW liegen im Graben oder sogar quer auf der Strasse. Erst gegen 15.45 Uhr erreichen wir das Kasankagate.
Zunächst müssen wir zur Wasa Lodge, um uns dort zu registrieren. Schlappe 30 Minuten ... wir wollen natürlich heute noch die Flughunde sehen und idealerweise vorher zur Campsite. Wir sind auf der etwas weiter entfernten Kabwe-Campsite und düsen los..Dort angekommen müssen wir direkt wieder los, um pünktlich zum publicviewing beim BBC Parkplatz zu kommen.
Das kommt dann aber erst morgen 😗
sphinx1'624 Beiträge · seit 201515. Dez. 2019 · #48
Liebe Mabe es wird wirklich Zeit, Dir ein dickes, fettes Danke zu schreiben. Sambia drückt mich immer mehr und so träume ich mich schon jetzt, Dank Deiner Fotos, dorthin. Vielleicht entdecken wir dann auch ein Chamäleon, wir haben noch nie selber eines entdeckt-schnüff. Einen schönen 3. Advent wünscht Elisabeth
Ich schließe mich ebenfalls gern an: Vielen Dank für den Bericht und Bilder!
Dillinger796 Beiträge · seit 201516. Dez. 2019 · #51
Hallo Mabe,
danke für den super Bericht mit den klasse Fotos.
Eine kleine Anmerkung zu dem Klobild kann ich mir nicht verkneifen.
Wenn ich mir die Böschung zum Fluss anschaue, sollte man vor der Benutzung dieser Toilette, keine Bohnen oder sonstige Bauchwinde verursachende Lebensmittel zu sich genommen haben. Beim kleinsten Toilettenbeben würde die Böschung nachgeben und man würde im Wasser landen.
MabeThemenstarter1'068 Beiträge · seit 201316. Dez. 2019 · #52
Hallihallo,
vielen Dank für die aufmunternden Kommentare 🙂 Da werde ich doch gleich zum Weiterschreiben motiviert.
@Elisabeth Das war jetzt bereits unser zweites selbstentdecktes Chamäleon. Aber sowas ist halt doch eine echte Glückssache...das Auge nimmt irgendwas wahr und ein paar Momente später reagiert das Gehirn und meldet "Moooment, da war doch was!". Bewusst sucht man auf solchen Strecken ja doch eher nicht. Wenn ich hier fertig bin, werde ich mich mal deinen zahlreichen Berichten widmen. Deine Fotos machen mir ebenfalls Appetit auf mehr.
@Dillinger Die Aussicht von dort ist eigentlich nicht zu toppen. Aber wenn nur so wenig Wasser im Fluss ist, muss man schon mal schauen, ob nicht gerade jemand Baden geht. Im Mwaleshi gibt´s nämlich weder Krokodile, noch Hippos - zumindest bei dem extremen Flachwasser
@picco warst du nicht gerade erst unterwegs?
@Stefan auch dir hier ein persönliches Danke
Gleich geht´s mit den Flughunden los....
MabeThemenstarter1'068 Beiträge · seit 201316. Dez. 2019 · #53
Kaum sind wir am Parkplatz angekommen, geht´s auch schon los. Mit uns ist noch ein Selbstfahrer vor Ort und ein Safari-Fahrzeug von der Wasa Lodge. Zudem scheint heute das gesamte Personal mal zum Schauen vorbei zu kommen. Zwei bewaffnete Ranger begleiten den Trupp durch hohes Schilf zum public viewing, eine große Wiese mit ausreichenden Sitzmöglichkeiten.
Langsam sammeln sich die fruitbats über den Bäumen wie ein Mückenschwarm. Mit zunehmender Dämmerung machen Sie sich auf den Weg und fliegen über uns hinweg, Millionen Flughunde- ein irres Spektakel.
Ich habe an diesem ersten Abend fast keine Bilder gemacht...und schon gar keine Brauchbaren. Ich war wegen der hektischen Anfahrt etwas unvorbereitet und habe das Schauspiel einfach nur genossen. Aber es kommt noch was 🙂
Im Dunkeln geht es zurück zum Camp – unsere erste eigene Nachtfahrt. Gut, dass wir die Strecke vorher schon einmal gefahren sind. Das Feuer brennt schon und flugs wird sogar die Eimerdusche von unseren camp attendants mit warmem Wasser bestückt, sehr aufmerksam.
Das Kabwe Camp besteht aus zwei Stellplätzen, die hinreichend voneinander entfernt sind. Der andere Platz ist aber ohnehin nicht belegt. Es gibt jeweils eine eigene Grillstelle, eine überdachte und eine offene Sitzgelegenheit, WC und eine Freiluft-Eimerdusche. Zwei Camp attendants haben ihr Quartier in der Nähe und kümmern sich unauffällig um alles.
Wir haben einen schönen Ausblick, leider ziehen nur selten ein paar Antilopen vorbei.
Eigentlich wollten wir lieber auf die Pontoon Campsite, weil sie näher an den Flughundeplätzen liegt. Kabwe ist schon rund 20-30 Minuten entfernt. Im Nachhinein bin ich froh, dass wir auf Kabwe gelandet sind, dort ist es viel schöner.
Bei Pontoon gibt es drei etwas näher beieinander liegende Stellplätze und man teilt sich einen (geschlossenen) Ablutionblock. Unmittelbare Aussicht hat man dort nicht, allerdings gibt es einen Beobachtungsplatz von dem man relativ sicher Sitatungas sehen kann, wie wir am nächsten Tag feststellen.
Über Mittag machen wir eine Rundfahrt durch den Park und stossen neben zahlreichen TseTses auch auf eine nette Kolonie von diversen Störchen.
Um 16.00 Uhr müssen wir schon wieder los. Der "Pontoon" ist übrigens eine Betonbrücke, wenn auch nicht besonders breit...
Wir schauen kurz nach den Sitatungas und um 17.00 Uhr treffen wir am BBC Parkplatz unseren Ranger (kommt mit dem Moped). Heute haben wir eine „bat experience“ im BBC hide, einer Aussichtsplattform hoch oben im Baum.
Auf halber Höhe hat sich bereits ein südafrikanisches Pärchen mit Weisswein niedergelassen - sie schaffen es and em Abend nicht bis oben. Etwas später kommt noch eine Familie mit Kind. Zu fünft + Ranger, viel mehr sollten es auf der Plattform auch nicht sein.
Das Flugspektakel gibt es heute auf Augenhöhe - einfach gigantisch und gefühlt sogar noch mehr Flughunde als gestern!
MabeThemenstarter1'068 Beiträge · seit 201316. Dez. 2019 · #54
Irgendwann macht das Fotografieren aufgrund der zunehmenden Dunkelheit keinen Sinn mehr... Gefühlt schauen wir mindestens eine weitere halbe Stunde dem geräuschlosen Geflatter zu.
Als wir schließlich auch aus dem Baumhaus herabsteigen, sind wir mit dem Ranger alleine. Die anderen hatten offensichtlich schon nach kurzer Zeit genug und unten den schönen Abend ausgiebig begossen. Ich glaube, ich möchte in der Dunkelheit nicht betrunken Auto fahren und schon gar nicht über die Pontoonbrücke...
picco6'369 Beiträge · seit 201116. Dez. 2019 · #55
Hoi Mabe
Mabe schrieb:@picco warst du nicht gerade erst unterwegs?
😵 Hmmm...da ich über 50 bin und definitiv schon mehr vergesse als noch vor 20 Jahren frag ich mich das nun auch....aber auch meine Sabine weiss von nichts dass wir über 8 Tage weg waren oder Europa verlassen hätten...zumindest nicht seit Januar 2019, als wir nach Costa Rica fremdgegangen sind...nicht uns natürlich, aber Afrika... 😎 ...und die 8 Tage Arezzo und Elba meinst Du wohl nicht, odrr? 🙄
MabeThemenstarter1'068 Beiträge · seit 201317. Dez. 2019 · #56
Hi picco, ja, so ist das mit der subjektiven Wahrnehmung 🙂 Vielleicht liegt es daran, dass ich auch schon 50 bin?
😄
Salü Mabe
MabeThemenstarter1'068 Beiträge · seit 201317. Dez. 2019 · #57
In Kasanka gibt es aktuell noch ein Camp abseits der Lodge und noch etwas weiter entfernt als Kabwe. Den Namen habe ich vergessen, aber wir haben uns das Camp auf einer Rundfahrt einmal angeschaut: feste Safarizelte, ganz hübsch an einem Gewässer gelegen. Die Zelte hatten Feldbetten, man teilte sich zu zweit jeweils Freiluftablutions und es gab eine Art Restaurantbereich. Nett, aber wohl eher nicht für Selbstversorger.
Fazit Kasanka: Die Flughunde-Migration ist schon einzigartig, ein tolles Erlebnis! Man kann auch frühmorgens zur "Show" gehen, aber 4.00 Uhr aufstehen ist dann doch nicht so unser Ding. Die Campsite hat uns sehr gut gefallen und insgesamt ist man im Park sehr bemüht. Vielleicht hätten wir noch eine birding-tour machen sollen. Aber die Aussicht auf Spaziergang mit Tsetsefliegen hat uns nicht überzeugt. Wir haben eine sehr umfangreiche Liste mit im Park "inventarisierten" Tieren bekommen - schwer zu glauben, was es dort alles geben soll. Ausser ein paar Antilopen und Vögeln haben wir leider nichts gesehen.
Eigentlich wollten wir am nächsten Tag an den Lake Waka Waka. Wir erfahren, dass es die Campsite dort wohl nicht mehr gibt. Hmm, schade !
Wir entscheiden daher, schon Richtung Lusaka zu fahren. Der LKW-Verkehr nimmt deutlich zu und die Überholmanöver nerven ordentlich.
Nach rund 350 km haben wir genug und stoppen im Forest Inn. Was für eine nette grüne Oase, sehr sauber und einige Vögel gibt es auch. Rotschnabeldrossel
Dieser putzige Rotkopfweber hatte es immer wieder auf sein Abbild in unserem Seitenspiegel abgeshen
Am nächsten Tag starten wir erst spät, durchqueren den Ort Kabwe, eine erstaunlich große und quirlige Stadt und machen ausgiebig Rast im Fig Tree Cafe. Solche netten Rastmöglichkeiten gab es bislang auf der ganzen Tour nicht. Vor Kabwe gab es übrigens noch ein weiteres Cafe, Tony´s oder so ähnlich. Da sind wir allerdings zu schnell dran vorbei gefahren.
Man unterschätze nicht die Macht einer solchen Blechtonne auf der Strasse...
Wir kommen wieder an Fringilla vorbei, nein hier wollen wir nicht bleiben, fahren nach Lusaka, nehmen die bekannte Abkürzung, tanken und erreichen um 16.30 Uhr das Pioneer Camp, froh, diesen stressigen Verkehr unversehrt hinter uns gebracht zu haben.
Den Abend verbringen wir mit einem älteren alleinreisenden Franzosen mit Auto in Sparversion- klein, kein Kühlschrank, kein Kocher…!
An unserem letzten Tag haben wir nun ausgiebig Zeit den Wagen auszuräumen und unsere Taschen zu packen. Über Mittag fahren wir zum Zeitvertreib in die East Park Mall und verbringen den Rest des Nachmittags am Pool des Camps.
Auch hier gibt es bei näherem Hinsehen einiges zu entdecken...
Schwarzohrpirol (w)
Maskenpirol
Sehr unterhaltsam ist auch die Ankunft eines amerikanischen Pärchens mit einem Fahrzeug, das ungefähr dreimal so groß wie das des Franzosen ist. Die Box für Motorrad, Fahrräder und Kanu nicht mitgerechnet. Ja, die Welt ist bunt… Irgendwann wird unser Auto abgeholt und wir vertrödeln den Nachmittag/ Abend bis es zum Flughafen und ab nach Hause geht.
Ein Fazit bzw. ein paar Erkenntnisse gibt es dann morgen…
Daxiang5'050 Beiträge · seit 201418. Dez. 2019 · #58
Hallo Mabe,
da Sambia in nächster Zeit nicht in unsere Reiseplanung passt, habe ich erst heute mal in deinen Bericht geschaut. Ich war so begeistert, dass ich deinen tollen Bericht in einem Rutsch gelesen habe. Beim Anblick der tollen Bilder kann man direkt schwach werden - aber zum Glück ist 2020 bei uns schon total verplant.
MabeThemenstarter1'068 Beiträge · seit 201318. Dez. 2019 · #59
Konni schrieb:
aber zum Glück ist 2020 bei uns schon total verplant.
Na, da bin ich ja mal gespannt, was ihr vorhabt. Eure Berichte lese ich auch immer sehr gerne...
Gruß Mabe
MabeThemenstarter1'068 Beiträge · seit 201318. Dez. 2019 · #60
Hier noch ein paar Erkenntnisse aus unserer Tour:
Einkaufen Ausgiebig einkaufen und die Vorräte aufstocken ging eigentlich nur in Livingstone und Lusaka. 5l-Wasserkanister gab es z.B. nur hier – wir hatten uns zum Glück hinreichend eingedeckt. Gemüse und Bier gibt es fast überall. Alles andere ist Glückssache.
Bezahlung Einkaufen und Tanken in den beiden großen Städten haben wir mit Karte bezahlt. Unterwegs ging Tanken manchmal mit Karte. Die Parkeintritte und Camps haben wir fast nur in Dollar gezahlt. Kwacha hatten wir anfangs in Livingstone aus dem ATM gezogen, aber nur wenig gebraucht. Die Preise für die Parks haben es in sich und einzelne Camps sind auch eher hochpreisig. Sambia ist kein Billigland, aber ich finde es schon ok, wenn man sich seine einzigartige Natur von den Touris gut bezahlen lässt.
Luft ablassen? Luft haben wir nicht einmal aus den Reifen gelassen. Richtig sandig war es eigentlich nur bei den (Trocken)flußdurchfahrten.
Entfernungen Die Entfernungen zwischen den verschiedenen Parks sind nicht zu unterschätzen. Die schlechten Strassen, die langsamen LKW sowie die Bodenschwellen und checkpoint reduzieren die Durchschnittsgeschwindigkeit erheblich.
Verkehr Es gibt nur relativ wenig Individualverkehr. Gerade auf den großen Fernstrassen sind zahlreiche LKW unterwegs, die gerade an Steigungen fast zum Stillstand kommen. Das Überholen ist nicht ohne – kann man die Strecken aufgrund der Berg- und Talfahrten oft nicht weit überblicken. Die Strassen sind an den Seitenrändern oft unbefestigt, der Belag weisst unvermittelt unglaubliche Schlaglöcher auf. Wir haben viele verunfallte LKW gesehen, mit PKW eher nicht. Doch, einmal sind zwei Fahrzeuge frontal ineinander gefahren – beides Regierungsfahrzeuge! Warum auch immer….offensichtlich aber zum Glück ohne Personenschaden. Die Fernbusse fahren und überholen als gäbe es kein Morgen.
Strom Dort, wo es eigentlich Strom geben könnte/müsste, scheint es regelmäßig Ausfälle zu geben. Da wird einem immer wieder bewusst, wie gut wir es haben und wie selbstverständlich eine zuverlässige Versorgung für uns ist. Wie schwierig ist es dagegen z.B. ein Business zu betreiben, wenn nicht die grundlegende Infrastruktur funktioniert
Tierwelt Wir hatten eine hohe Erwartungshaltung, die nur partiell erfüllt wurde. Im Nachhinein haben wir schon recht viel gesehen, aber hatten auch Tage, wo es keine besonderen Sichtungen gab. Wir können aber auch gut mal „nur“ Antilopen geniessen. Die Tsetse-Fliegen sind schon eine Pest. Die Camps waren in der Regel Fliegen-frei, aber wehe man ist außerhalb unterwegs. Schade, denn das verleidet sowohl Touren im offenen Safari—Fahrzeug als auch zu Fuß-Aktivitäten.
Gerne möchten wir das Eine oder Andere nochmal besuchen, vor allem mit etwas mehr Wasser und Grün. Es ist schwer vorzustellen, wie weite Landstriche in der Regenzeit komplett unter Wasser stehen.
Wir haben uns insgesamt sehr wohl gefühlt. Alles sehr freundlich, hilfsbereit, unkompliziert und vor allem angenehm unaufdringlich.
Danke an alle, die die Reiseerinnerungen mit uns geteilt haben