Topobär5'479 Beiträge · seit 200901. Juli 2019 · #81
Hallo Nina,
ich habe gerade ein Deja Vue. Wir waren mit einem identischen Bushcamper von Bushlore unterwegs und hatten, wie Ihr, einen Riss am Übergang von der Lauffläche zur Flanke des Reifens. Die Aufnahmen für den Highlift am Heck des Bushcampers sind in der Tat eine Fehlkonstruktion. Wir hatten noch das Pech, dass unser Hydraulikwagenheber defekt war und wir allein mit dem Highlift auskommen mussten, was bedeutete, dass wir ihn bis zum Ende ausfahren mussten. Dafür reichte es bei uns den 1.Gang einzulegen, um denn Wagen am wegrollen zu hindern.
LolaKatzeThemenstarter846 Beiträge · seit 201401. Juli 2019 · #83
Topobär schrieb:Hallo Nina,
ich habe gerade ein Deja Vue. Wir waren mit einem identischen Bushcamper von Bushlore unterwegs und hatten, wie Ihr, einen Riss am Übergang von der Lauffläche zur Flanke des Reifens.
Boh, das hört sich aber gar nicht gut an, weil bei uns sollte das nicht der einzige Riss sein 😊 - dazu dann später mehr....
Die Aufnahmen für den Highlift am Heck des Bushcampers sind in der Tat eine Fehlkonstruktion. Wir hatten noch das Pech, dass unser Hydraulikwagenheber defekt war und wir allein mit dem Highlift auskommen mussten, was bedeutete, dass wir ihn bis zum Ende ausfahren mussten. Dafür reichte es bei uns den 1.Gang einzulegen, um denn Wagen am wegrollen zu hindern.
Alles Gute Thomas
da sage ich nur uiuiuiuiui 🙄 . Ohne den Hydraulikwagenheber - jetzt weiss ich auch wie der heisst 🤩 - wäre bei uns gar nichts gegangen. Da sieht man glaube ich ganz gut, dass das mit dem Reifenwechsel nicht immer so ganz einfach ist. Wir wollten nicht wissen, wie man in richtig üblem Tiefsand so einen Wechsel hinbekommen soll...... Aber ist ja alles gut gegangen und Hansi und auch Du, Thomas, hast das Rad gewechselt bekommen.
Topobär5'479 Beiträge · seit 200901. Juli 2019 · #85
LolaKatze schrieb: Wir wollten nicht wissen, wie man in richtig üblem Tiefsand so einen Wechsel hinbekommen soll......
Hallo Nina, wenn der Wagenheber nicht die benötigte Höhe erreicht, ist weicher Untergrund sogar von Vorteil. Da kann man tricksen, indem man den Wagen soweit anhebt, wie es möglich ist und dann den Sand unter dem Reifen wegschaufelt, bis das Rad frei hängt. Dann kann man den Reifen wechseln, wie gewohnt. Alles Gute Thomas
LolaKatzeThemenstarter846 Beiträge · seit 201401. Juli 2019 · #87
Tag 12: 26. Mai 2019 – Es geht in die Kalahari – Passarge 2
Wir erreichen das Gate und sind etwas irritiert! Ist das Gate etwa verschlossen?
Nein, nur das Dach ist eingestürzt. Der «Officer» sitzt unter einem Zelt an seinem Schreibtisch.
Er selber darf die Parkgebühr nicht entgegennehmen, deshalb schickt er eine weitere Person los, um den Verantwortlichen zu holen. Während wir warten, halten ein bisschen Smalltalk und erfahren, dass vor zwei Tagen das letzte Mal jemand hier durchgekommen ist 😄 Da hätten wir aber lange warten müssen mit unserer Panne 😈 . Irgendwann ist das Anmeldeprozedere erledigt, wir haben uns in alle Bücher eingetragen und können weiterfahren. Erst geht es etwa weitere 45 Minuten am Zaun entlang weiter. Wir schrecken ein Kudu auf....
..... das dann schnell über den Zaun springt und verschwindet.
Und dann – Löwen 🤪 ?
Nein 😵 , nur Warzenschweine 😈 .
Dann kommt der Abzweig ins Passarge-Valley. Zuerst geht es ewig durch buschiges Gebiet, wo unser Camper ganz schön verkratzt wird durch die stacheligen Äste, die in die Piste reinragen. Sehen tut man hier nicht viel. Später fahren wir dann durch die ein oder andere Pan und sehen unsere erste Giraffe des Urlaubs 🤩 .
Am Passarge Wasserloch werden wir von den zwei Geiern begrüsst. Auf der einen Seite des Wasserlochs der Ohrengeier....
... und auf der anderen Seite der Weissrückengeier.
Sie wechseln noch das ein oder andere Mal das Ufer und dann ist es beiden wohl zu dumm und verschwinden.
Später kommt dann noch eine Giraffe vorbei - wir sind begeistert 🤩 . Endlich Giraffen 🤪 .
Und endlich mal wieder Giraffenyoga 🤩 Sorry, da müsst ihr jetzt durch 😈 .
Die schauen einfach zu doof aus der Wäsche 🤩 .
Doch auch das gehört zur Kalahari.
Es macht - meistens - Spass, die Piste zu fahren.
Und dann gibt es noch weitere Giraffen zu bewundern.
Nun ist es nur noch ein «Katzensprung» bis zu unserem Campground - Passarge 2.
Wir richten uns ein, und freuen uns an der schönen Aussicht....
...... stellen eine kleine Wassertränke auf und beobachten die Vögel ....
..... und wir bekommen Gesellschaft - auch ein Schakal hat mal Durst.
Hach, so lieben wir das 🤩
Abends gibt es leckeren Schweinebauch mit Butternut und Folienkartoffeln – Schmackofatz.
Gegen später als es schon dunkel ist, fotografiert Hansi noch ein bisschen rum und erschreckt dann plötzlich zu Tode 🙄 – ein grosser Vogel mit einer riesen Spannweite fliegt zwei Mal knapp über seinem Kopf vorbei. Und noch später sucht er nach einem weiteren Standort zum Fotografieren und auf einmal schaut ihn eine Eule aus einem Baum heraus an - dann war das vorher wohl eine Eule. 🤩 Da sind wahrscheinlich beide zu Tode erschrocken 🙄 . Hansi hat noch nicht einmal dran gedacht, ein Foto zu machen, die Eule hat ganz schnell das Weite gesucht. Dann war Stille am Campground. Fazit Passarge 2: Das war mal wieder ein Campground ganz nach unserem Geschmack. Weit und breit keine Menschenseele, unter einem schönen Baum und mit etwas Blick auf eine Pan. Im Eimer der Dusche war ein toter Vogel drin, die Toilette was so wie die Toiletten halt sind - das schwarze Loch des Grauens 😈 . Hier hat es uns echt gut gefallen.
@Zugvogel547 Beiträge · seit 201402. Juli 2019 · #88
Hallo Nina
Bisher war ich eine stille, aber begeisterte Mitleserin. Nun muss ich mich doch mal zu Wort melden 😉
Wir werden im Oktober dieses Jahr drei Nächte im CKGR und davon eine Nacht auf Passarge (Nr. 03) verbringen. Da kommen mir deine Fotos und dein Bericht gerade recht! Auch wir lieben die einfachen, nicht umzäunten, einsamen botswanischen Campsites sehr!
Nadine3112460 Beiträge · seit 201802. Juli 2019 · #89
LolaKatze schrieb:
Nadine3112 schrieb:Ui, was für eine Aktion mit dem Reifenwechsel! 😮
Hallo Nadine,
oh ja, da hast Du Recht. Aber wir - nein Hansi - haben es ja hinbekommen 🤩 . Zum Glück.
Liebe Grüsse Nina
Da hätte ich noch mal eine Frage zu. 🙂 Wo hattet ihr das Brett her, das ihr unter den Wagenheber gelegt habt? War das schon im Camper oder habt ihr euch das besorgt? Seit gestern mach ich mir echt Sorgen um einen Reifenwechsel im Tiefsand. 😮
LolaKatzeThemenstarter846 Beiträge · seit 201402. Juli 2019 · #90
@Zugvogel schrieb:Hallo Nina
Bisher war ich eine stille, aber begeisterte Mitleserin. Nun muss ich mich doch mal zu Wort melden 😉
Wir werden im Oktober dieses Jahr drei Nächte im CKGR und davon eine Nacht auf Passarge (Nr. 03) verbringen. Da kommen mir deine Fotos und dein Bericht gerade recht! Auch wir lieben die einfachen, nicht umzäunten, einsamen botswanischen Campsites sehr!
Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Teil.
Gruss, Stefanie
Hallo Stefanie, Schön, dass Du auch dabei bist. Und auf den CKGR kannst Du Dich wirklich freuen. Wir fanden es sehr "besonders" im positiven Sinne 😄
@Nadine:
Da hätte ich noch mal eine Frage zu. 🙂 Wo hattet ihr das Brett her, das ihr unter den Wagenheber gelegt habt? War das schon im Camper oder habt ihr euch das besorgt? Seit gestern mach ich mir echt Sorgen um einen Reifenwechsel im Tiefsand. 😮
Das Brett war bei uns mit dabei. Ich bezweifle aber, dass dies immer so ist 😗 . Mach Dir nicht zuviel Sorgen. Schaut ein paar YouTube Videos an, lasst euch den Highlift-Jack ganz genau erklären, dann müsste das eigentlich schon funktionieren - sag ich jetzt mal so 😈
LolaKatzeThemenstarter846 Beiträge · seit 201402. Juli 2019 · #91
Tag 13: 27. Mai 2019 – Weiter geht´s – Sunday 2
Heute früh werden wir durch anhaltendes Vogelgezwitscher geweckt - Ist das schön 🤩 . Wir stehen wieder mit der Sonne - also um 6:30 Uhr - auf und geniessen diese Idylle.
Hier in der Kalahari ist es teilweise schon recht frisch, deshalb versucht Hansi das Feuer wieder anzubekommen - mit Erfolg 😎 .
Frühstück am Lagerfeuer - gibt es was schöneres?
Eigentlich wollten wir ja die «grosse» Runde über das Deception Valley fahren. Doch letztendlich haben wir uns entschlossen, direkt zum nächsten Campground – Sunday 2 – zu fahren. So können wir es heute früh ganz langsam angehen lassen. Und ich muss ja auch noch mit Bushlore telefonieren, damit wir irgendwo – in Maun? – einen neuen Reservereifen bekommen. Wir zücken also unser Satellitentelefon und rufen bei Bushlore an. Das ist alles ganz unproblematisch und in zwei Tagen wird ein Bushlore-Mitarbeiter am späten nachmittag ins Maun Rest Camp kommen, um ein neues Reserverad vorbeizubringen. Das ist dann auch der Grund, weshalb wir bei Bushlore gemietet haben - wenn was schief geht, dann kümmern die sich 🤪 .
Dann kann es endlich weitergehen. Wir haben heute höchstens drei, vier Stunden Fahrt vor uns und so können wir uns alle Zeit der Welt lassen. Und unterwegs sehen wir jede Menge Tiere – das ist einfach toll.
Wow, so viele Springböcke auf einmal
Und das ist mit ein Grund, weshalb es uns hier so gut gefallen hat 🤩 . All diese Tiere – und da war jetzt nichts «Besonderes» dabei - haben wir innerhalb von etwa 4 Stunden gesehen. Immer wieder mal hat eines aus dem Busch geschaut, ist uns über den Weg gelaufen oder standen einfach so unterm Baum. Diese Vielfalt hat uns auch etwas gefehlt im KTP – Sorry, dass ich da jetzt schon wieder damit anfange. Es waren eben nicht nur die fehlenden Katzen 😗 .
Dann erreichen wir auch schon unsere Campsite – vermeintlich. Im Navi haben wir einfach eine Campsite mit der Nummer 2 ausgewählt. Doch wir landen immer wieder auf den Campsites 3 und 4 !?! 😊 . Dann fällt mir auf, dass die Buchstaben im Navi vor der 2 nicht mit den Bezeichnungen auf unserer Buchungsbestätigung übereinstimmen. Aha. Da muss man erst einmal drauf kommen. Doch dann haben wir endlich unsere Campsite Nummer 2 gefunden. Schön etwas abseits der Hauptpiste gelegen, mit Blick auf die Pan. Das gefällt uns wieder sehr gut. 🤩
Den restlichen nachmittag relaxen wir, beobachten Squirrels.....
.... und bekommen wieder Besuch - unser Freund, der Schakal 😗
Am nachmittag fahren wir dann nochmals los in Richtung Wasserloch.
Nach ein paar Minuten kommt eine Giraffe daher und möchte ans Wasser. Doch durch zwei, drei Camper, die nun dazukommen und die bei laufendem Motor versuchen, eine gute Position zum Fotografierenzu bekommen, fühlt sie sich gestört und läuft nervös hin und her. 😵 Als endlich wieder Ruhe eingekehrt ist, wagt sie sich ans Wasser. Ist das nicht schön? 🤩 Die Giraffe ist trotzdem sehr sehr vorsichtig und schaut sich ständig um.
Doch dann haben die Camper schon wieder genug gesehen und fahren davon, was die Giraffe natürlich wieder nervös werden lässt. Sie gibt schliesslich auf und verschwindet im Busch.
Schade eigentlich. Das ist übrigens nicht das letzte Mal, dass sich Tiere durch Camper und/oder Safari-Autos gestört fühlen und dann den Rückzug nach hinten antreten. 😠
Den Abend verbringen wir dann wieder am Lagerfeuer.
Good night 🤩
Fazit Sunday 2: Da gibt es wohl nicht viel zu sagen. Auch wenn sie schwer zu finden war, ist das wieder mal eine Campsite, wie wir sie lieben.
Topobär5'479 Beiträge · seit 200903. Juli 2019 · #92
Hallo Nina, auf den beiden Campsites waren wir im Februar. Passarge 2 war schon immer eine meiner liebsten Campsites, aber auch Sunday 2 hat uns gut gefallen.
Mit den Giraffen hattet Ihr wirklich Glück. Wenn man Deinen Bericht liest, hat man den Eindruck, dass es im CKGR nur so von Giraffen wimmelt. Wir haben während mehrerer Aufenthalte in diesem Park noch keine einzige Giraffe gesehen.
LolaKatzeThemenstarter846 Beiträge · seit 201403. Juli 2019 · #93
Topobär schrieb:
Mit den Giraffen hattet Ihr wirklich Glück. Wenn man Deinen Bericht liest, hat man den Eindruck, dass es im CKGR nur so von Giraffen wimmelt. Wir haben während mehrerer Aufenthalte in diesem Park noch keine einzige Giraffe gesehen.
Alles Gute Thomas
Hallo Thomas, das mit den Giraffen war uns gar nicht bewusst. Ja, wir haben praktisch ständig Giraffen gesehen und - was auf den Bildern vielleicht gar nicht so richtig rüberkommt - nicht nur einzelne, sondern teilweise richtig grosse Gruppen. Bei der letzten Begegnung waren das gut und gern 20-25 Giraffen - wir konnten die gar nicht alle zählen (geschweige dann fotografieren). Aber dafür halt wieder keine Katzen 🤩 und auch keine Elefanten. Liebe Grüsse Nina
LolaKatzeThemenstarter846 Beiträge · seit 201403. Juli 2019 · #95
Topobär schrieb:Elefanten habe ich ebenfalls noch nie im CKGR gesehen. Lediglich deren Spuren und Hinterlassenschaften.
ja, wir auch, jede Menge sogar 🤪 . Aber nicht in dem Bereich zwischen Passarge und Deception, sondern nur westlich, bzw. östlich davon (mehr oder weniger). Liebe Grüsse Nina
LolaKatzeThemenstarter846 Beiträge · seit 201403. Juli 2019 · #96
Tag 14: 28. Mai 2019 – Boh das zieht sich – Boteti River Camp
Heute früh werden wir wieder geweckt – aber nicht von Vogelgezwitscher, sondern von Löwengebrüll 🤩 . Da sind ein oder zwei Löwen unterwegs und umrunden das Camp. Mal ist das Brüllen rechts zu hören, dann wieder links. Wir hatten das ja nun schon öfter. Aber trotzdem ist es immer wieder unheimlich 😗 . Dann endlich wird das Brüllen leiser….. . Wir warten noch einen Moment und stehen dann auf. Da das Gelände um den Platz etwas unübersichtlich ist, trauen wir uns auch nicht, hier zu frühstücken. Wir packen ganz schnell zusammen und frühstücken wieder irgendwo unterwegs.
Bis zum Matswere Gate sind es etwa 3 Stunden. An der "Deception-Kreuzung" geniessen wir die Weite der Pans und schauen auch am Wasserloch vorbei. Das ist aber ausgestorben. Und dann geht es wieder durch eher buschiges Gebiet weiter. Eine Pan kreuzen wir noch.
Die Fahrt bis zum Matswere Gate ist schön und mehr oder weniger abwechslungsreich. Dort tragen wir uns aus und dann geht es weiter. Bis nach Rakops aber zieht sich die Piste noch gut zwei Stunden lang 😮 . Die Piste ist staubtrocken, hat viele Wellblechabschnitte und will einfach kein Ende nehmen 😵 . Die letzte Stunde führt dann schon durch «Weidegebiet». Dann haben wir endlich die A30 erreicht 🙂 . In Rakops suchen wir die Puma-Tankstelle. Wir erwarten und suchen eine grosse moderne Tankstelle, können aber nichts finden. Nachdem wir zwei Mal durch den Ort gefahren sind - viel gibt es da nicht zu sehen - fällt uns eine kleine Tankstelle auf: drei oder vier Zapfsäulen vor einer Hütte – die dortige Puma-Tankstelle 🤩 . Wir wären mit unseren zwei Tanks noch gut bis nach Maun gekommen, aber man weiss ja nie.
Und nun haben wir die Qual der Wahl. Wir können sowohl ins Boteti River Camp gehen (früher Tiaans Camp) und wir haben auch eine Reservierung für das Khumaga-Camp. Das Herz schlägt natürlich für Khumaga 🤩 , aber die Vernunft landet im Boteti River Camp 😵 .
Im Vergleich zum Tiaans Camp, in dem wir vor zwei Jahren schon einmal waren, hat sich nicht arg viel getan. Die Begrüssung fanden wir etwas herzlicher, das Aussichtsdeck sieht nicht mehr ganz so wild durcheinandergewürfelt aus, aber ansonsten scheint wirklich alles beim Alten zu sein. Wir geniessen den nachmittag im Schatten, wir duschen mal wieder so richtig ausgiebig, laden Camper und Elektrogeräte auf (was aber gar nicht nötig gewesen wäre) und ich lege den dringend nötigen Waschtag ein.
Zum Kochen haben wir heute abend keine Lust, deshalb melden wir uns zum Dinner an. Das hätten wir mal lieber bleiben lassen – das war das schlechteste Essen, das wir in diesem Urlaub hatten 🙄 . Es war gerade mal so ok.
Aber trotzdem haben wir noch ein Lagerfeuer angezündet und die letzten Tage Revue passieren lassen.
Fazit CKGR: Im Vorfeld waren wir uns überhaupt nicht sicher, ob uns die Kalahari gefällt und was uns dort überhaupt erwartet. Deshalb haben wir es bei zwei Nächten belassen – zum Reinschnuppern sozusagen. Und was soll ich sagen? Uns hat es dort sehr gut gefallen. Wir haben zwar weder die Elefanten gesehen, die es dort inzwischen gibt, noch Katzen, aber die Pans mit ihren Wildbestand und die Wasserlöcher, wo sich tatsächlich auch etwas getan hat, haben uns schon sehr gefallen. Das CKGR war DIE positive Überraschung des Urlaubs. Hier werden wir definitiv nochmals herkommen.
Fazit Boteti River Camp: Die Campsites sind sauber und haben alle ein Schattendach. Manche Campsites scheinen relativ klein zu sein – da steht man mit dem Camper fast schon halb auf der Piste – ich denke da vor allem an die erste Campsite auf der linken Seite, wenn man reinfährt - das ist glaube ich die Campsite Nummer 1. Die Campsites haben Wasser und Strom, die Sanitärhäuschen bieten viel Platz und sind sauber. Der Pool kann auch von Campern genutzt werden. Wie die Chalets aussehen, kann ich leider nicht beurteilen. Das Deck mit Blick auf den Boteti ist etwas liebevoller gestaltet wie früher. Das Personal ist freundlich und hilfsbereit. Das Essen ist aber eher unterdurchschnittlich 😵 .
LolaKatzeThemenstarter846 Beiträge · seit 201404. Juli 2019 · #97
Tag 15: 29. Mai 2019 – Endlich Katzen - Maun Rest Camp
Bevor wir Richtung Makgadikgadi losfahren, räumen wir aber noch die Fahrerkabine leer, müssen wir heute ja auch noch einkaufen gehen in Maun. Bis zum Boteti ist es nicht weit, aber wir sind echt erschrocken: 😮 Der Boteti ist fast ausgetrocknet- ist nur noch eine Pfütze - die Fähre liegt am Ufer und wird im Moment nicht benötigt.
So sah das im Mai vor zwei Jahren - also 2017- aus.
Die Rinder sind so nett und testen für uns die Wassertiefe 🤩 .
Wir kommen gut durch, obwohl das Wasser doch tiefer war, wie gedacht. Aber alles gut gegangen 🤪 . Anscheinend soll man etwas weiter links ganz trocken über den Boteti kommen. Wir sind heute die ersten und bezahlen unsere Parkgebühr (290 Pula). Wie wir uns auf den vormittag freuen 🤩 – war das doch vor zwei Jahren mit unser Lieblingspark.
Kudu geht immer
Geierbaum 🤩
Nein, der Schädel liegt schon länger 😗
Aber oh weh 🙄 . Da wo wir letztes Jahr gerade mal so am Ufer entlang fahren konnten, ist jetzt alles trocken, der Boteti hat nur noch ein paar Wasserlachen..... Was haben wir hier beim letzten Mal Vögel und Tiere gesehen? Nicht umsonst ist/war das unser Lieblingspark. Aber es ist einfach alles trocken. Wie ist das dann erst im September/Oktober? Was machen die Tiere dann? Die ganzen Tiere hier sind auf das Wasser angewiesen.
Die Zebras haben Durst...
So wenig Wasser für so viele Tiere 😵
Dann sehen wir nur noch Staub ....
..... auch die Gnus scheinen Durst zu haben 😄
Das hört gar nicht mehr auf...
Geschafft - endlich am Wasser 😄
Leider können wir nicht den ganzen Tag hier bleiben, sondern wir müssen ja noch weiter nach Maun. Noch ein letzter Blick zurück auf den ausgetrockneten Boteti....
... in Gedanken sind wir aber bei unserem "Lieblingsbild" von 2017
Auf dem Weg zum Puduhudu-Gate läuft uns dann das erste Mal ein Elefant über den Weg - endlich Elefanten 🤩
Die Piste hoch zum Gate war letztes Mal richtig übler Tiefsand, dieses Mal ist jedoch auch viel "Wellblech" mit dabei. Oder liegt das doch tatsächlich an unserem Landcruiser? Der "pflügt" einfach so durchs Gelände, nimmt Tiefsand wirklich den Schrecken. Man muss ihn aber anders fahren wie den Hillux. Beim Hillux ist Hansi eher mit etwas höheren Drehzahlen durch Tiefsand gefahren, jetzt eher mit 1500 Umdrehungen im dritten Gang – Untersetzung. Der Landcruiser ist durch fast nichts aus der Ruhe zu bringen, dafür ist der Hillux in engen Kurven aber etwas wendiger. Aber uns beunruhigt das Geräusch, das der Keilriemen immer öfter von sich gibt. Das hört sich nicht gut an 😵 .
Am Gate angekommen, tragen wir uns aus und da es ab jetzt auf Teer weitergeht, füllen wir die Reifen wieder mit Luft. Und da trauen wir unseren Augen nicht 😊 : Der ausgewechselte Reservereifen hat einen Schnitt – einen tiefen geraden Schnitt 😊 – aber nicht Richtung Lauffläche, sondern eher Richtung Felge. Den können wir uns nicht wirklich erklären. Haben etwa die bettelnden Kids in Ghanzi den Reifen aufgeschlitzt, weil wir ihnen nichts gegeben haben? Die waren ja schon auffällig dicht hinter unserem Camper…….. . Egal, wir werden es nie erfahren, hoffen aber nur, dass der Reifen jetzt vollends hält 🙄 . Bevor wir weiterfahren rufen wir aber ein weiteres Mal bei Bushlore an, um nach einem weiteren Reifen für heute abend zu fragen. Kein Problem, der kommt 🤪 .
Die Strasse nach Maun ist ja schon oft beschrieben worden. Die ersten 30 Minuten in Richtung Maun sind ja noch ganz gut zu fahren, doch dann beginnt die Pothole-Piste 🙁 – ein Pothole am anderen, meist sieht man erst in letzter Sekunde, wie tief es eigentlich ist. Jeder versucht da irgendwie heil durchzukommen. Dann kommt der frisch geteerte Part und die letzte Stunde bis Maun ist wieder gut zu fahren. Zum Glück. Aber der Pothole-Part scheint im Moment frisch geteert zu werden, auf jeden Fall waren Bauarbeiter mit entsprechenden Arbeiten beschäftigt.
Bevor wir zum Spar fahren, gehen wir erst einmal Essen. Und zwar zu Hillarys. Das Restaurant/Bistro befindet sich an der Flughafenstrasse und hat einen eigenen Parkplatz gleich neben dem Restaurant. Hier hat es uns gleich sehr gut gefallen. Man sitzt unter einem Pflanzendach und fühlt sich wie in einer Oase. Wir bestellen Lunch und geniessen diese kleine Auszeit.
Doch es hilft nichts – wir müssen noch einkaufen gehen. Wir lieben ja das Ngami-Shopping-Center. Da ist der Spar-Markt mit einem ATM, um die Ecke sind die Beef Boys, gegenüber ist die Engen-Tankstelle, Choppies und der Alkohol-Laden. Hier bekommen wir einfach alles. Und ein Stück die Strasse hoch ist der Handwerkermarkt, wo man u.a. die schön bemalten Stoffe bekommen kann. Alles in Laufnähe. Und hier in Maun haben wir uns noch nie unsicher, bedroht gefühlt. Klar leeren wir die Fahrerkabine, aber ansonsten haben wir hier noch nie ein komisches Gefühl gehabt. Trotzdem dauert es seine Zeit, bis wir alles haben und wir müssen uns etwas ranhalten, weil ja noch der Mechaniker von Bushlore auf dem Campground vorbeikommen wird. Wir sind dieses Mal im Maun Rest Camp. Als wir gebucht haben, gab es eigentlich nur positive Kritiken von dem – neuen - Camp. Inzwischen gab es aber auch die ein oder andere negative Bewertung. Wir sind gespannt. Aber zuerst einmal verpassen wir die Abfahrt. Das Camp ist nicht ausgeschildert und unser Navi wollte uns in eine kleine Gasse reinführen – was dieses Mal sogar gestimmt hätte. Nach der Shell-Tankstelle macht die Strasse eine Kurve bevor es dann über den Thamalakane River geht. Und gleich am Anfang der Kurve - am «Friseursalon» - geht es rechts ab. Wenn man das Schild zur Island Safari Lodge sieht, ist man schon zu weit. Wir werden freundlich begrüsst und endlich bekommen wir eine Katze zu Gesicht 🤩 😈 😗 – die Campgroundkatze. Wir haben Campground Nummer drei. Schön schattig unter Bäumen am Thalamakane gelegen – oder das was noch übrig ist. Letztes Mal sind hier Motorboote auf und ab gefahren, jetzt ist er ausgetrocknet und man kann zu Fuss von einem Ufer zum anderen kommen. Das ist schon sehr erschreckend mit der Dürre im Moment. Und es ist noch lange hin bis zur nächsten Regenzeit.
Letztes Mal sind hier ständig die kleinen Motorboote entlanggefahren und haben ziemlich Lärm gemacht....
Jetzt hat man die Boote an Land gezogen.
Wir richten uns ein und dann kommt auch schon der Mechaniker. Er hat zwei passende Ersatzreifen dabei, aber auf den falschen Felgen. Mist. Er tauscht den Ersatzreifen aus, nimmt die zwei kaputten Reifen mit und verspricht morgen bis spätestens 9 Uhr wieder da zu sein. Hunger haben wir keinen und so verzichten wir aufs Kochen. Wir naschen noch ein bisschen rum, trinken das ein oder andere Glas Wein dazu, geniessen das Lagerfeuer.
Und dann miaut es plötzlich hinter uns. Eine süsse kleine schwarze Katze - wir lieben alle Katzen 🤩 . Die sah so hungrig aus, dass wir doch glatt eine Dose Thunfisch geopfert haben. Diese Katze war heute auf jeden Fall im siebten Himmel…..
Fazit Maun Restcamp: Das Camp liegt schön am Thalamakane River. Durch die vielen Bäume ist es angenehm schattig. Die Campsites sind schön gross und gepflegt. Jede Campsite hat Wasser und Strom sowie eine Sitzbank-Kombination. Die Sanitärhäuschen sind recht alt und könnten eine Renovierung vertragen, sind aber sauber. Es gibt eine Bar – na ja, eher einen Getränkeautomaten - eine Selbstversorgerküche und Internet. Ein Restaurant gibt es nicht, doch kann man im Old Bridge Backpackers essen gehen. Es gibt auch Chalets, die wir aber nicht angeschaut haben. Alles in allem hat es uns hier gut gefallen. Wesentlich besser wie in der Island Safari Lodge, wo wir das letzte Mal untergebracht waren.
Hallo Nina, toller Bericht, spannende Reise mit so einigen Reifenproblemchen. Genau deswegen habe ich mal eine Frage. Wir fahren ja im Juli / August eine z.T. eine ähnliche Strecke. Deswegen wollte ich wissen, ob ein Satellitentelefon notwendig ist. Die einsamsten Strecken, die wir wohl fahren werden, sind die in der Magkadigadi Pfanne (Khumaga nach Phuduhudu) und Nxai Pan (South Camp). Ins CKGR fahren wir nicht direkt, nur zur Haina Kalahari Lodge. Ins Moremi fahren wir nicht. Kann man auf diesen Strecken, falls man eine Panne hat, damit rechnen, dass jemand vorbei kommt, oder ist man auf sich allein gestellt und ein Satellitentelefon wäre ratsam? Die Aussagen sind hier im Forum recht unterschiedlich, bzw. es werden keine Aussagen darüber gemacht, wie frequentiert diese Strecken sind.
Vielen Dank schon mal für deine Auskunft. Liebe Grüße von Andrea
LolaKatzeThemenstarter846 Beiträge · seit 201405. Juli 2019 · #99
Hallo Andrea,
die Frage zum Satellitentelefon ist immer schwierig zu beantworten. In der Nxai Pan kommt sicher öfter mal jemand vorbei wie auf dem Weg vom Boteti nach Phuduhudu-Gate. Doch Du weisst nie, ob tatsächlich noch jemand kommt, der Dir helfen kann oder ob Du wirklich das Pech hast, dass niemand mehr kommt. Dann müsst ihr euch selber helfen oder auf der Piste übernachten. Klar kann man das machen, aber da wäre mir schon wohler, wenn ich jemanden anrufen kann. Klar, muss ich mir vorher auch die entsprechenden Nummern notieren oder - noch besser - ins SatPhone eingespeichert haben. Und was Dir natürlich auch passieren kann ist, dass gerade das Auto das vorbeikommt, auch kein Sat Phone hat oder Dir auch nicht helfen kann. Es muss ja nicht unbedingt, die Reifenpanne sein, wegen der Du stehenbleibst. Also uns wäre das alles zu unsicher. Die 7,50 Euro am Tag sind meiner Ansicht nach sehr gut angelegt. Selbst als wir in Namibia unterwegs waren, haben wir immer ein SatPhone dabeigehabt (und nie benötigt). Letztes Mal hatten wir Probleme mit der Batterie und konnten so von Savuti aus - da hatte es noch jede Menge anderer Touris - das Problem mit Bushlore klären. Ich hoffe, ich konnte Dir etwas helfen und wünsche euch schon mal einen tollen Trip
franzicke2'085 Beiträge · seit 201205. Juli 2019 · #100
Liebe Nina, mit eurer Stippvisite in den CKGR habt ihr ja schon mal das Gate ein Stückchen aufgemacht - da würd ich wirklich auch gern mal hin (und von brüllenden Löwen geweckt werden)! Aber wirklich geschockt bin ich über die Trockenheit am Boteti - wir fanden es im Oktober 2016 schon echt heftig, aber auf euren Bildern vom Mai ist das ja noch viel extremer ... Jetzt warte ich mal mit euch auf den neuen Reifen und dann freu ich mich auf den Moremi. Bis-morgen-Grüße Ingrid