Wir sind nun seit einer Woche von unserer diesjährigen Botswana-Reise zurück und würden am liebsten gleich wieder losfahren 😗 . Was hilft aber meistens gegen das Fernweh? Genau das Schreiben eines Reiseberichtes 🤩 .
Vor zwei Jahren waren wir ja das erste Mal in Botswana unterwegs. Und weil es uns dort so gut gefallen hat, war relativ bald klar, dass es 2019 wieder nach Botswana gehen sollte. Dass wir wieder im Mai/Juni fahren werden, war schnell klar und auch, dass es (natürlich) wieder ein Buschcamper von Bushlore sein wird. Doch der Rest warf noch jede Fragen auf 😐 . Wohin genau soll es gehen? Moremi? Chobe? Caprivi? Nxau Pan? Nach einigem Hin und Her war klar, dass es unbedingt in den KPT gehen soll. Somit war der KTP gesetzt. Aber der Park liegt nicht so wirklich zentral. Und die nächste Frage war dann auch die Auswahl des Startortes. Johannesburg? Windhoek? Kasane? Und es gab noch viele weitere Fragen zu beantworten: Was machen wir alles im KTP? Wie läuft das mit dem Buchen im KTP? Wohin soll die weitere Route führen? Rundtour oder One-Way? Landcruiser oder Hillux? Hansi wollte gerne mal einen Landcruiser fahren, somit war auch diese Frage schnell beantwortet. Und auch die anderen Fragezeichen haben sich im Laufe der Zeit geklärt. Wir haben uns für eine Rundtour ab Johannesburg entschieden. Und diese Tour ist dann dabei herausgekommen. Anmerkung: Wir waren vier Wochen unterwegs
Gebucht haben wir nicht selber, sondern wir haben nach der Planung wieder alles an Namibia klick& travel übergeben, die dann die Buchungen für uns übernommen haben. Soweit hat auch dieses Mal wieder alles geklappt. Es waren viele neue Locations dabei – einige haben uns "enttäuscht" von anderen waren wir total begeistert. Wer also Lust hat, uns auf unserer Reise zu begleiten, der darf gerne mitkommen. Ach so: Wer uns noch nicht kennt: Wir sind Nina und Hansi, in den Mitfünfzigern und nun bereits das vierte Mal im südlichen Afrika mit dem Camper unterwegs.
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Teil 217. Juni 2019
Tag 1: 15. Mai 2019 - Anreise Nach über einem Jahr Planung geht es heute endlich los 🤩 . Wir fliegen direkt mit South African ab Frankfurt. Wir starten schon mittags und sind natürlich viel zu früh dort. Wie immer gehen wir erst einmal zu MCDonald, um dort die Zeit mit Kaffeetrinken, Zeitunglesen und dem inzwischen obligatorischen Telefonat mit meiner Schwester totzuschlagen 😈 . Dann endlich öffnet der Check-In Schalter - es ist noch gar nichts los, so dass wir im Nullkommanichts eingecheckt sind. Auch am Security-Schalter ist noch nichts los und so sind wir ohne grössere zusätzliche Kontrollen auch da schnell durch. Wir schlendern noch ein bisschen auf dem Flughafen herum, trinken das erste Gläschen Wein, sind beruhigt als wir unseren Flieger schon stehen sehen und dann beginnt auch schon das Boarding.
Pünktlich um 20:45 Uhr startet der Flieger dann in Richtung Johannesburg. Er ist kaum ausgebucht und so hat Hansi die Fensterreihe für sich und ich kann mich auf vier Sitzen zum Schlafen ausbreiten – Luxus pur.
Teil 317. Juni 2019
Tag 2: 16. Mai 2019 – Übernahme und Einkaufen
So pünktlich wie wir gestartet sind, sind wir dann auch in Johannesburg angekommen. Relativ ausgeschlafen und fit sogar. Und auch beide Reisetaschen haben den Weg bis zum Gepäckband geschafft. Perfekt.
Ein ATM war schnell gefunden, so dass wir also erst einmal mit Rand versorgt waren. Doch wir brauchten auch Pula. Dazu mussten wir in eine Wechselstube gehen. "Pulas? Aha!?! 😊 Kann ich bitte den Ausweis und die Boardingcard für Botswana sehen?" - "Äh, wir fahren mit dem Auto dorthin !?!" Das hat die Dame am Schalter etwas aus dem Konzept gebracht. Sie ist mit den Ausweisen und dem Geld nach hinten verschwunden und sehr sehr lange nicht mehr aufgetaucht 😐 . Dann kam sie wieder zurück und wollte die Buchungsbestätigung für den Camper sehen. Kein Problem – hier ist sie. Sie hat sie kommentarlos genommen und ist wieder verschwunden. Nach einer gefühlten Ewigkeit kam sie dann wieder heraus – mit Ausweisen, Buchungsbestätigung und den begehrten Pulas 🤪 . So, nun sind wir für die nächsten Tage "flüssig" und es kann losgehen.
Der Fahrer von Bushlore hat auch schon ganz ungeduldig auf uns gewartet. Schnell das Gepäck eingeladen und zum Depot gefahren. Dort stand er schon – Unser Landcruiser.
Es war ein älteres Modell von 2016 und hatte auch schon über 150.000 km auf dem Buckel. Der Mechaniker hat noch schnell die Reserveräder ausgetauscht, die nicht mehr ganz so frisch aussahen und hier und dort herumgeschraubt. Wir haben inzwischen den ganzen Papierkram erledigt. Dann konnte die Einführung beginnen:
Der Bushcamper von Landcruiser ist echt ein tolles Gefährt 😎 :
* Zwei Reservereifen, die nach dem Austausch gut in Schuss sind * Zwei Kühlschränke – wir haben einen Kühlschrank nur für Getränke verwendet. * Ein Solarpanel, zum Laden der Batterie * Der Camper kann – sofern vorhanden – am Campground an den Strom angeschlossen werden. Für diesen Fall ist eine Steckerleiste mit deutschen und botswanischen Anschlüssen fest eingebaut * Es gibt einen fest eingebauten Inverter, der auch während der Fahrt genutzt werden kann, um elektrische Geräte aufzuladen * Und es gibt eine total easy auf- und abbaubare Markise. Die hat uns das ein oder andere Mal schönen Schatten gespendet
* Auch eine Aussendusche - sogar mit Duschvorhang - ist eingebaut. Auf die Dusche hätten wir aber echt verzichten können * Und es gibt ein Porta Potti, das wir aber gleich im Depot gelassen haben – so haben wir zusätzlich Stauraum gehabt * Es gibt zwei getrennte 90 Liter Diesel Tanks mit getrennten Tankanzeigen. Wenn der eine Tank leer ist, stellt man auf den zweiten Tank um. Die lästige Warter beim Betanken des Doppeltankes entfällt somit. Und man hat immer die Füllmenge im Blick * Der Wassertank fasst 120 Liter – damit kommt man ganz schön weit. * Überhaupt hat der Camper jede Menge Stauraum im Innern: Hinten zwei sehr tiefe Fächer und je drei Fächer rechts und links. Alle Fächer können mit einem Reissverschluss verschlossen werden
Das BIld ist von der Bushlore-Homepage
Im "Fach" für das Porta Potti haben wir den Kompressor und Wasserflaschen untergebracht. Über und neben den Kühlschränken hat es ebenfalls noch jede Menge Stauraum für all die Dinge, an die man gerne von aussen herankommen möchte
* Einziges "Manko" ist die SingleCab-Kabine. Es fehlt schlicht und einfach die Ablagefläche der Rücksitzbank. Es gibt keine "Fächer" in der Türe und wir hatten auch keine zusätzlichen Getränkehalter an der Konsole (aber in der Mittelkonsole hat es Platz für zwei kleine Wasserflaschen) Hinter den Sitzen lässt sich aber schon einiges verstauen. Im hinteren Bereich der Kabine befindet sich ein grösseres «Fach» wo reichlich Platz ist für Fernglas, Kamerazubehör, Objektive und anderen Kruscht. Damit haben wir uns dann also ganz gut arrangiert. * Es gab nur einen Zigarettenanzünder. Deshalb haben wir einen «Verteiler» dabeigehabt. So konnten, wir sowohl USB-Geräte laden, als auch das Navi und einen weiteren Inverter anschliessen. So ausgerüstet wären wir auch ohne Stromanschluss die vier Wochen hingekommen
* Und der Mechaniker hat uns dann auch noch den Highlift-Jack erklärt. Vor diesem Werkzeug haben wir wirklich Respekt – hoffentlich brauchen wir den nicht
Und dann konnten wir auch schon vom Hof fahren. Die Reisetaschen haben wir bei Bushlore gelassen. Auch dieses Jahr haben wir wieder die grossen rechteckigen IKEA-Taschen mit Reisverschluss dabei. Die passen perfekt in unsere Reisetaschen. So ist immer ein schnelles Umpacken möglich und wir müssen nicht bei Bushlore mit dem Packen anfangen.
Unsere erste Station war die African Footprint Lodge. Obwohl wir so früh dran waren, durften wir unser Zimmer schon beziehen. Am Tag der Übernahme wollen wir nicht weit fahren und die Lodge lag gerade mal 5 Minuten von Bushlore entfernt. Perfekt also.
Wir haben unser Gepäck ins Zimmer gebracht, haben uns etwas frisch gemacht und sind dann gleich weitergefahren.
Hansi, der sich normalerweise immer schnell mit neuen Autos zurechtfindet, hatte da die ersten "Probleme" mit dem Landcruiser – wendig ist was anderes. Vielmehr fährt er sich eher wie ein Truck mit einem entsprechend grossen Wendekreis.
Unser Ziel war das Sunninghill Village, wo wir erst einmal was gegessen haben. So gestärkt konnte der Grosseinkauf starten. Nach drei Stunden und viele Rand ärmer ging es dann zurück zur Lodge, wo wir auf dem Parkplatz erst einmal alles in die Fächer verstaut haben. Dann hat es uns aber gereicht. Wir waren nun einfach fix und fertig.
Zum Abendesssen – es gibt kein Restaurant in der Lodge, lediglich ein paar Pizzaservice-Vorschläge – gab es die Reste vom Mittagessen und Wein dazu. Wir waren aber so müde, dass das vollauf gereicht hat. Gute Nacht.
African Footprint Lodge: Die Lodge liegt in einem Wohngebiet. Sie ist natürlich umzäunt und hat zwei getrennten Zugangstore. Es gibt Frühstück, eine Bar, einen (BBQ-) Bereich für Selbstversorger und einen Pool, aber kein Restaruant. Die Zimmer mit einer kleinen Terrasse sind in kleinen Häuschen untergebracht. Die Lodge ist einfach, aber sauber. Für die erste Nacht in Bushlore-Nähe perfekt. Was mir gerade noch eingefallen ist: Für die kalten Nächte gibt es eine Heizdecke im Bett!
Teil 418. Juni 2019
Tag 3: 17. Mai 2019 – Ein langer Fahrtag
Wir hatten heute etwa 550 km vor uns, deshalb sind wir auch gleich nach dem Frühstück losgefahren.
Natürlich sind wir in Johannesburg in die morgendliche Rush-Hour gekommen und haben ewig gebraucht, um endlich aus Johannesburg rauszukommen. Und dann hatte Hansi noch mit einem weiteren "Nachteil" des Landcruisers zu kämpfen – Für Highways und "mal schnell Strecke machen" ist er definitiv nicht gemacht. Überholmanöver müssen lange - sehr lange - vorhergeplant werden und sind schon sehr mühsam – von 0 auf Hundert in 10 Minuten oder so 😈 .
Wir haben einen Platz mit eigenem Duschhäuschen, Dinner und Frühstück gebucht. Das war auch gut so – zum Kochen hätten wir jetzt echt keine Lust mehr gehabt. Das letzte Tageslicht – um 18 Uhr ist es bereits stockdunkel - haben wir dazu genutzt, um noch ein bisschen hin und her zu räumen und unser (Kuschel-)Bett für die nächsten Wochen vorbereiten und noch schnell unter die Dusche zu springen.
Durch Zufall fällt unser Blick auf den linken Hinterreifen – Schluck, da ist ein Riss drin 😵 . Der war bei Bushlore nicht zu sehen. Wir ahnen schon, was das bedeuten wird..... 😮 Und dann sind wir endlich ins Restaurant gegangen. Das Essen war lecker, der Wein auch und wir haben Malva-Pudding mit Vanille-Eis für uns entdeckt. Hm ist der lekker…… 🤩
Auf ein Lagerfeuer haben wir heute abend verzichtet. Es war ein langer und anstrengender Tag und nach einem letzten Glas Wein auf dem Campground sind wir in unser Dachzelt gekrochen.
Fazit Red Sands Country Lodge: Auf dem Gelände gibt es sowohl (Selbstversorgungs-) Chalets, als auch Campsites, z.T. mit eigenem Sanitärhäuschen. Die Campsites haben Strom, die Sanitärhäuschen sind sauber. Ein guter Zwischenstopp auf dem Weg von Johannesburg zum KTP. Es gibt ein Restaurant, wo es Frühstück und Abendessen gibt. Eine Vorbuchung ist nicht nötig. Es gibt self-guided Game Drives, Bush-trails und Mountainbike-Trails. Uns hat es hier gut gefallen.
Teil 518. Juni 2019
Tag 4: 18. Mai 2019 – es geht in den KTP / Roiiputs
Auch heute steht eine lange Fahrstrecke mit gut 500 km auf dem Programm und wir haben zwei Deadlines: Der Metzger in Upington hat nur bis 13 Uhr auf (heute ist Samstag) und der Immigration-Schalter im KTP schliesst um 16 Uhr seine Pforten. Also heisst es, keine Zeit zu verlieren. Zuerst geht es nach Upington – zeitlich überhaupt kein Problem. Wir haben im Forum so viel gutes über die Metzgerei Upington Slaghuis gehört, dass wir beschlossen haben, über Upington zu fahren und dort unser Fleisch einzukaufen. Von daheim aus haben wir eine ansehliche Bestellung aufgegeben, die dann auch schon abgepackt und vakuumiert für uns bereit lag. Wir haben dann noch Salami – in Stücke geschnitten und vakuumiert – Schwarzwälder Schinken, Kudu-Carpaccio und Biltong eingekauft. Das Fleisch hat gut drei Wochen gereicht, die Salami noch länger und war superlecker. Bezahlt haben wir etwa 80 Euro dafür. Der Umweg hat sich also definitiv gelohnt.
Das war unsere Bestellung: 2 x T-Bone Steak 2 x Sirloine Steak 2 x Kudu loin fillets à 200 g 2 x Gemsbock loin fillets à 200g 2 x Ostrich fillets à 200g 1 x Eben se Wenwors 1 x Kasegrillers 1 x Kaasrussion 1 x Pork Rashers 1 x Chicken Flatties with peri-peri flavour
Dann nehmen wir die letzten 250 km zum KTP unter die Räder.
Einschub zur Buchung des KTP: Bereits im Vorfeld hat alleine die Erwähnung des Namens KTP schon die ein oder andere Schweissperle bei mir verursacht. 😵 Dass die Buchungen für den KTP nicht ganz einfach sind, war mir schon bewusst, aber…… . Geplant waren Roiiputs (2 Nächste), Nossob (1 Nacht), Polentswa (2 Nächte) und Thupapedi (1 Nacht). Nach Öffnung des Buchungsfensters kam von Namibia Klick&Travel die Hiobsbotschaft, dass Polentswa nicht mehr zur Verfügung steht, die anderen Camps wären gebucht. Schluck – aussgerechnet Polentswa in der Mitte. Was sollen wir nun tun? Ein Ersatz war damals nicht in Sicht. Durch Zufall konnte ich recht zeitnah Gharagab und nochmal Nossob ergattern. Bei der Bezahlung habe ich dann noch ein paar Probleme mit der Kreditkarte gehabt, aber schliesslich war alles gebucht. Somit hatten wir wenigstens für jeden Tag eine Übernachtung. Bis hierher hat der KTP nur "genervt" 🤨 . Um Weihnachten rum habe ich mich dann mit den Feinheiten unserer Tour beschäftigt, u.a. mit der Geldbeschaffung, dem Grenzübertritt,….. . Dazu habe ich dann auch eine Frage hier im Forum gepostet und eher durch Zufall hat sich herausgestellt, dass irgendwas mit unserer Buchung für die Botswana-Camps nicht stimmt. Letztendlich hat sich herausgestellt, dass die Camps beim DWNP noch nicht bezahlt sind - gut vier Monate nach der Buchung 😠 . Oh je, was nun? Aber: Zum Glück hat das DWNP die Buchungen noch nicht storniert und somit konnten wir uns trotz verspäteter Zahlung die Camps sichern. Da ist uns aber mal ein Stein vom Herzen gefallen. 🤩 Und uns wundert es nun überhaupt nicht mehr, dass die Camps oft leer sind, obwohl sie angeblich ausgebucht sind. Dann im Frühjahr erhalte ich morgens auf dem Weg zum Büro eine Mail vom Notifier – erst habe ich das gar nicht so richtig registriert – schliesslich kommt da ja jeden Tag eine Mail. Aber doch nicht um 10 Uhr am Morgen 😄 ! Also im Büro schnell den Rechner hochgefahren und geschaut, was frei geworden ist – Grootkolk (anstelle von Nossob) – auch nicht schlecht. Also noch schnell gebucht – während am Telefon schon ein Kollege auf mich eingeredet hat 😈 . Die doppelten Camps zu stornieren, habe ich mich aber nicht getraut 😵 . Somit konnte also der Urlaub beginnen – Wir und der KTP waren bereit. Hoffentlich hat sich auch die ganze "Aufregung" im Vorfeld gelohnt. ----------------- Kurz vor 15 Uhr fahren wir also auf den Parkplatz vom Twee Rivieren. Eine Stunde sollte doch ewig reichen für das nun folgende Prozedere. Zuerst also mal zum Schalter von Sanparks: Vor uns eine (Gross-) Familie, die ewig gebraucht hat. Dann sind wir dran: Checkin, Parkgebühren bezahlen, Laufzettel ausstellen lassen- das hat gut und gerne 15 Minuten gebraucht. Also schnell weiter zum Checkin für die Botswana Campsites: Da waren wir die einzigen und somit ging das alles ganz schnell – für afrikanische Verhältnisse. Perfekt. Wir verlassen den Park am Kaa-Gate und reisen also dort nach Botswana ein. Deshalb müssen wir also bereits hier zur Immigration für Botswana. Es ist nun bereits 15:30 Uhr. Die Dame am Schalter war mehr wie gelangweilt, was sie uns durch ein langes ausgiebiges Gähnen auch demonstriert hat. Musste sie doch ihr angeregtes Schweigen mit einem Kollegen wegen uns unterbrechen. Mitten im Anmeldeprozess fällt ihr ein, dass wir ja erst aus Südafrika ausreisen müssen. !?! 🤪 Ja klar, stimmt ja. Kaum eingereist, reisen wir ja auch gleichzeitig wieder aus. Also Unterlagen gepackt und zum südafrikanischen Schalter gegangen. War die Dame von Botswana erleichtert – es bestand die Hoffnung, dass wir es heute nicht mehr schaffen und sie ihren Schalter rechtzeitig um 16 Uhr schliessen kann. Doch die Immigration am Südafrika-Schalter ging flott voran und somit waren wir noch rechtzeitig vor 16 Uhr wieder bei der Botswana-Dame an. Das hat ihre Stimmung nicht unbedingt gebessert. Aber schliesslich haben wir rechtzeitig vor Dienstschluss unsere Einreisestempel erhalten (und vor ihren Augen geprüft). Fertig! Nein – halt. Mir ist noch eingefallen, dass wir ja noch das Roadpermit – oder wie auch immer das heisst – für Botswana brauchen. Also nochmals hin – Die Dame war nun sichtlich genervt. Und ihre Antwort dann auch nicht wirklich befriedigend: "dieser "Service" wird hier nicht durchgeführt." - "Und wo bekommen wir dann unser Permit?" - "Kann sie uns auch nicht sagen, vielleicht ja in Maun". 🙄
Kann die nicht oder wollte die nicht? Diese Frage hat mich die nächsten Tage umgetrieben. Und auch die Frage, was passsiert dann bei der Ausreise, wenn wir das Permit nicht vorweisen können?
Draussen haben wir dann noch irgendeine Autokontrolle über uns ergehen lassen. Der Beamte hat uns dann nach rechts Richtung Two Rivers Camp weitergeschickt, um nach Roiiputs zu kommen. Komisch, ich dachte wir müssten die Piste nach Nossob nehmen, um zum Camp zu fahren, also links. Wir waren schon ziemlich angenervt und sind also erst mal losgefahren ohne nachzudenken - in Richtung Two Rivers. Dort stehen wir dann aber vor einem verschlossenen Tor !?! Am Zaun entlang führt eine Tiefsandpiste hoch – doch das kann jetzt wirklich nicht sein, da hätte ich was darüber gelesen. Dann kam auch schon ein hilfsbereiter Camper an, der uns zurück zur Strasse nach Nossob geschickt hat. Hier geht es – natürlich – nicht weiter 😵 . Wir haben jetzt die Nase gestrichen voll – von dem ganzen administrativen Gedöns hier, den unfreundlichen Beamten und auch vom Park und wir wollen jetzt nur noch ins Camp kommen.
Eigentlich war die Fahrt zum Camp schon als erster Gamedrive gedacht. Wir wollen aber wirklich nur noch ins Camp. Als wir dann dort ankommen, steigt unsere Stimmung gleich mal wieder an: So gefällt uns das.
Es ist schon spät, es wird bald dunkel, also erst mal alles herrichten, ein Savanna trinken, schnell ein paar Nudeln kochen und dann gibt es endlich ein Lagerfeuer mit dem ein oder anderen Glas Wein. Der Urlaub kann beginnen.
Bisher hat uns der KTP wirklich nur Nerven gekostet, jetzt sind wir mal gespannt, was er uns die nächsten Tage so bringen.
Ab morgen wird es dann auch mehr Bilder wie Text geben – versprochen.
Teil 619. Juni 2019
Tag 5: 19. Mai 2019 – Der erste Game Drive / Roiiputs
Wir wachen durch ein "seltsames" Geräusch auf – Was ist das nur? Schluck, das ist ein Löwe der brüllt 😗 . Der ist nicht weit weg, der ist im Camp! Hach ist das Aufregend, wir werden Löwen sehen 🤩 Also ist erst einmal nichts mit Aufstehen. Regungslos sitzen wir in unseren Betten und trauen uns erst nach draussen, als das Brüllen sich mehr und mehr vom Camp entfernt. Wir ärgern uns grün und blau, dass wir gestern abend zu faul waren, die Wildkamera aufzustellen 🙄 . Die Buschzeitung ist eindeutig – der oder die Löwen waren definitiv im Camp. Noch müssen wir ständig in den Camper, um was zu suchen, zu holen, aufzuräumen. Das wird sich erst in ein paar Tagen ändern, wenn alles seinen Platz hat und eine gewisse Routine eingekehrt ist. Wir lassen uns also Zeit mit dem Frühstück und der "Katzenwäsche". Doch dann geht es los.
Anmerkung: Ja, wir haben diese karierten "Fimse-Taschen" mitgenommen. Wofür? Da kommt unser Feuerholz rein. Die letzten Jahre haben wir immer wieder festgestellt, dass die IKEA-Taschen fürs Feuerholz nicht wirklich geeignet sind. Und so bleibt mögliches Krabbelgetier schön in der Tasche
Unser erster Gamedrive, wir sind ganz aufgeregt 🤩 . Schliesslich soll uns hier ja hinter jeder Strassenbiegung ein Löwe erwarten, auf jedem Baum ein Leopard sitzen – so hat man zumindest den Eindruck, wenn man die Reiseberichte hier liest 😈 🤩 😗 🤪 .
Unser erstes Ziel ist das Wasserloch Kij Kij. Unterwegs sehen wir unseren ersten Bataleur/junger Gaukler und dieses süsse Ground Squirrel.
Am Wasserloch selber Oryx und Strauss.
Wir fahren hier weiter ins Auob-Tal. Diese "Querverbindung" ist schön zu fahren und wir sind ganz alleine unterwegs. Also bis auf diese zwei Trappen auch keine Tiersichtungen.
Kori Bustard, das Nationaltier Botswanas
die Namatrappe Weissflügeltrappe (danke Konni)
Dafür ist die Landschaft aber umso schöner.
In Auchterlonie fahren wir zum Museum und Aussichtspunkt hoch. Es tut gut, mal aus dem Auto auszusteigen, sich die Füsse zu vertreten.
Weiter geht es nach Twee Rivieren, wo wir noch schnell in den Shop gehen, um die Tinkers-Karte zum KTP und Feuerholz zu holen. Ausserdem versorgen wir uns noch einmal mit Rand am ATM.
Unterwegs beobachten wir noch diese Springböcke und Oryxe, die unter Bäumen Schatten suchen .....
..... und bewundern den schönen Köcherbaum mit Siedlerwebernestern (danke Friederike
Aber unser absolutes Highlight heute ist diese wunderschöne Schildkröte, unsere Ersichtung 🤩 .
Und dann sind wir wieder auf unserem Campground. Den restlichen nachmittag nutzen wir zum Relaxen.
Wir machen uns heute nur ein paar Würstchen, sind froh, als wir endlich am Lagerfeuer sitzen. Doch so langsam kommen wir an, kommen in Urlaubsstimmung. Und heute abend vergessen wir die Wildkamera natürlich nicht.
Dafür passiert uns ein echter Anfängerfehler. Als wir im Bett liegen, hören ein lautes Rascheln. Mist, wir haben den Müll vergessen. Ein Rudel Schakale freut sich darüber und macht sich lautstark darüber her.
Fazit Roiiputs-Camp: Wir hatten die Campsite 3. Zusammen mit der 4 haben wir uns die Toilette und die Dusche geteilt. Das Camp hat uns gut gefallen. Die Dusche hat funktioniert, war aber – natürlich – kalt, die Toilette war relativ sauber. Hier hat es uns sehr gut gefallen.
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Teil 720. Juni 2019
Tag 6: 20. Mai 2019 – Auf den Spuren der Löwen - Nossob
Wir schauen natürlich gleich mal unsere Wildkamera an. Doch da sind nur die Schakale zu sehen, die unseren Müll durch die Gegend schleppen. Den suchen wir jetzt zusammen und fahren auch gleich los. Frühstück soll es erst am Picknickplatz Melkvlei geben.
Unterwegs sehen wir frische Löwenspuren, die wir verfolgen. Doch irgendwann verschwinden sie im Busch und von Löwen ist nichts zu sehen 😵 .
Am Wasserloch Kij Kij treiben sich heute nur Gnus herum, die panisch über die Ebene rennen. Ja, wir halten auch für Gnus 🤩 .
Also weiter nach Melkvlei. Ein echt schöner Platz für das Frühstück.
Wir sind – noch – die einzigen. Doch das ändert sich bald. Schnell werden wir von allen Seiten belagert.
Hallo, keine Selbstbedienung bitte!
Fiskalwürger / Common Fiscal Mahaliweber danke Friederike
Wir packen zusammen und fahren weiter. Dann sehen wir wieder Katzenspuren, denen wir sehr lange folgen können – aber auch hier: Fehlanzeige 😠 .
Was wir unterwegs alles gesehen haben?
Jede Menge Oryxe natürlich...
... die Springböcke springen ebenfalls überall herum.
Dann stoppt Hansi abrupt - Löwen 😈 Nein! Ein er hat einen Tausendfüssler entdeckt.
Weiter geht´s. Wenn wir schon keine Löwen sehen, auch wenn überall Spuren zu sehen sind, dann fotografieren wir wenigstens noch etwas Landschaft.
Und zum Schluss sehen wir noch einen Singhabicht.
Schliesslich erreichen wir Nossob. Hier haben wir eine Premium Campsite gebucht. Im Office melden wir uns an und geben unseren Laufzettel ab, holen uns im Shop noch Feuerholz und tanken auch noch einmal.
Der Platz kann natürlich nicht mit den Camps auf der Botswana Seite mithalten. Es gibt nur einen Hochgrill, aber kein Lagerfeuer und der Blick geht auf den Zaun. Aber es hat Strom. Den schliessen wir gleich mal an unseren Camper an und nutzen die Zeit, um ein paar Geräte zu laden. Nicht, dass es schon nötig gewesen wäre, aber man weiss ja nie 🤪 . Wie schon geschrieben, haben wir durch den "Verteiler" am Zigarettenanzünder auch während dem Fahren die Möglichkeit, Smartphone& Co zu laden. Mit dem Inverter am Zigarettenanzünder und im Camper haben wir immer die Akkus für unsere Fotos geladen.
Darüber müssen wir immer wieder schmunzeln 🤪
Am nachmittag holen wir uns dann nochmals unseren Laufzettel und machen einen kleinen Gamedrive, sollen sich doch Löwen 🤩 auf der Zufahrt zum Camp befinden. So sehr wir auch Ausschau halten: Die haben sich gut versteckt und wir finden sie nicht 😵 . Dafür ist aber am Wasserloch und drum herum Wild zu sehen:
Zurück am Camp bereiten wir den Grill vor. Heute abend gibt es bei uns ein Flattie – Über das plattgeklopfte Hühnchen haben wir hier im Forum mal was gelesen und da es in der Metzgerei auf dem Bestell-Formular stand, haben wir es einfach mal bestellt. Das sieht nicht nur lecker aus – es hat auch echt lecker geschmeckt.
Obwohl überall Spuren von Löwen zu sehen sind, haben wir leider immer noch keine zu Gesicht bekommen 😵 . Aber morgen ist ja schliesslich auch noch ein Tag 🤩 . Gute Nacht!
Fazit Nossob Premium Camp: So ein eigenes Sanitärhäuschen ist natürlich schon sehr komfortabel und war auch sauber. Der Stromanschluss war praktisch, aber nicht wirklich nötig. Es ist ein eingezäuntes Camp mit wenig Privatsphäre. Es gibt einen Hochgrill, aber kein Lagerfeuer. Was auch genervt hat, ist das Abgeben und Abholen des Laufzettels. Das Camp kann überhaupt nicht mit den Camps auf der Botswana Seite mithalten.
Teil 820. Juni 2019
Tag 7: 21. Mai 2019 – Weiter geht´s ins Gharagab Camp
Wir geben die Hoffnung nicht auf. Vielleicht klappt es ja heute mit den Löwen 🤩 . Auf dem Weg nach Unions End gibt es noch einige Wasserlöcher. Einmal folgen wir wieder frischen Löwenspuren, die sich dann aber verlieren. Das Wasserloch ist jedoch nicht weit entfernt, vielleicht sind sie ja dort? Aber auch nach einer Stunde warten und beobachten, tut sich hier nicht viel. Also wieder Fehlanzeige 😵 .
Ein paar Sichtungen haben wir aber trotzdem.
Gabelracke
An Unions End – hier trifft die eingezäunte Grenze von Namibia, Südafrika und Botswana aufeinander – essen wir eine Kleinigkeit.
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Und dann fahren wir den 4x4-Trail weiter bis nach Gharagab. Das ist ein (einfacher) 4x4 Trail, der viel mehr Spass macht, wie die Pisten im restlichen Park. Und auch landschaftlich gefällt uns das sehr gut.
Und dann "darf" ich mal das Steuer übernehmen. Einfach um ein bisschen das Gefühl für den Landcruiser, das Fahren damit zu bekommen. Man weiss ja nie - und eigentlich sollte ich viel mehr fahren, um im Notfall auch das Steuer übernehmen zu können. Wir sind aber beide froh, als Hansi wieder das Steuer übernimmt 🤪
In Gharagab werden wir von Erik dem Host empfangen und können auch gleich unser Chalet Nr. 2 mit direktem Blick aufs Wasserloch beziehen. Das ist aber schön hier, mit direktem Blick von der Terrasse aufs Wasserloch.
Den nachmittag verbringen wir auf unserer schattigen Veranda damit, die Tiere am Wasserloch und an der Vogeltränke zu beobachten. Gestern abend soll es einen Leo ans Wasserloch verschlagen haben – die Hoffnung steigt schon wieder 🤩 .
Wie viel Spass kann man doch mit einer Vogeltränke haben. Sowohl die Vögel, als auch die Beobachter 🤪 .
Gelbbauch Girlitz / yellow canary
Rotstirn Bartvogel / Acacia Pied Barbet
Es wird Zeit für den Sundowner und das Abendessen. Es gibt Gemsbock mit ein paar Nudeln. Wir sitzen noch lange mit einer guten Flasche Wein draussen.
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Dann Aktivität am Wasserloch – zwei Hyänen sind zu sehen.
Und Hansi holt heute das erste Mal seine Canon für Nachtbildaufnahmen heraus.
Fazit Gharagab Camp: Die Abgelegenheit des Camps ist toll, der Blick auf das Wasserloch auch. Das Camp hat eine schöne Stimmung. Für Camper heisst eine feste Unterkunft aber auch, dass man alles, was man sonst ja griffbereit im Camper hat, erst einmal ins Haus und später wieder in den Camper schleppen muss. Es gibt kein Lagerfeuer, nur einen kleinen Standgrill. Für uns war das Trotzdem eine Notlösung, weil die Buchung in Polentswa nicht geklappt hat. Für Nicht-Camper und Selbstversorger ist es aber eine tolle Möglichkeit, mitten im Park in einem Wilderness Camp zu übernachten. Das Chalet hat alles, was man braucht.
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Der kurze 4x4 Trail dorthin ist auf jeden Fall schöner und abwechslungsreicher zu fahren, wie die Pisten im Park selber.
Teil 922. Juni 2019
Tag 8: 22. Mai 2019 – Wo sind all die Löwen hin? Unsere ganz eigene Theorie 😈 - Grootkolk
Wir haben es heute nicht eilig, wachen aber beide rechtzeitig zum Sonnenaufgang auf geniessen die schöne Stimmung beim Frühstück.
Dann heisst es jedoch alles wieder zusammenpacken und den lästigen Laufzettel holen. Vom Aussichtspunkt werfen wir noch einen letzten Blick auf das Camp und die Umgebung.
Und dann geht es weiter. Zuerst noch einmal der 4x4 Trail und dann die kurze Strecke nach Grootkolk. Das ist einfach schön zu fahren. Untewegs haben wir natürlich auch die ein oder andere Sichtung.
Wir kommen mittags in Grootkolk an und am Wasserloch ist eine ganze Herde Red Hartebeest zu sehen. Wir sind begeistert. Wir müssen noch etwas warten, bis unser Chalet Nr. 2 fertig ist.
Aber wir werden gut unterhalten.
Der dortige Host erzählt, dass heute früh 5 Löwen am Wasserloch waren und dass man zwei Löwen auf der Piste nach Gharagab gesehen hat 😊 . Aber wir hatten auch heute kein Katzenglück. Vielleicht liegt es ja wirklich daran, dass wir keinen Bestechungswilli dabei hatten? 😈 Aber wir haben inzwischen uns ganz eigene – nicht ganz ernst zu nehmende – Theorie zu den angeblich vorhandenen Löwen und Leoparden entwickelt 😗 😈 🤩 . Die vielen Katzenbilder vom KTP, die immer wieder gepostet werden, sind alle nur ein guter Marketing-Gag – es gibt nämlich keine Katzen im Park 😈 . Die Fotografen bekommen gutes Geld dafür, dass sie immer wieder Löwen- und Leopardenbilder posten, die angeblich im KTP aufgenommen wurden. Gleich zu Beginn des Parkbesuches – das hat ja bei uns auch gut geklappt – wird man mit Löwengebrüll aus dem Lautsprecher "heiss" gemacht. So wird die Spannung hochgehalten. Und immer dann, wenn so das erste Motivationsloch auftaucht, die ersten Zweifel, ob es hier überhaupt Katzen gibt, werden weitere "Katzenspuren" vorgetäuscht. Ganz oben auf der Trickliste steht da natürlich der Trick mit den Löwenspuren. In Wirklichkeit sind das trainierte Ranger, die auf Stelzen den Weg entlang laufen mit entsprechenden Schablonen am Fuss. Untergebracht sind diese Stelzenläufer an den geschlossenen Wasserlöchern - von denen es ja einige gibt. So wird der enttäuschte Tourist schnell wieder motiviert, weiter nach den nicht vorhandenen Löwen zu suchen. Wenn auch das nicht mehr weiterhilft, dann werden eben Geschichten erzählt, wo gestern, heute morgen, gerade eben,….. Löwen oder Leoparden gesichtet worden sind 🤩 🤩 🤩 .
Auch heute geniessen wir den nachmittag auf der Terrasse und verzichten auf einen weiteren Gamedrive. Uns doch egal, wenn am Wasserloch Löwen sind 🤪 . Wir stellen wieder eine Vogeltränke auf und haben wieder viel Spass damit.
Doch auch am Wasserloch gibt es noch die ein oder andere Aktivität.
Am abend vertreiben wir uns etwas die Zeit, bis die Holzkohle endlich die richtige Temperatur hat.....
.... und wir endlich mit Grillen anfangen können.
Und auch heute versucht sich Hansi wieder in Nachtfotografie.
Fazit Grootkolk Wilderness Camp: Für Grootkolk gilt dasselbe, was ich schon für Gharagab geschrieben haben. Ein schönes Camp, mit guten Gamedrive-Möglichkeiten. Aber auch Grootkolk war für uns nur eine Notlösung. Viel lieber hätten wir die zwei Nächte in Polentswa verbracht. Die Aussenküche hat uns gut gefallen, das Chalet war sauber.
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Teil 1023. Juni 2019
Tag 9: 23. Mai 2019 – Into the wild – Thupapedi Während dem Frühstück geniessen wir nochmals den Blick auf das Treiben am Wasserloch.
Wir wissen heute nicht so genau, was auf uns zu kommt, deshalb brechen wir früh auf. Unser Ziel ist das Thupapedi-Camp in der Kaa-Area. Wenn wir Pech haben, müssen wir erst zum Kaa-Gate ganz hoch fahren und dann weiter (zurück) zum Camp. Laut T4Afrika etwa 5 Stunden Fahrt. Es gibt eine Abkürzung über Gnus-Gnus, die in der Tinkers MAP vom KTP eingezeichnet ist und in anderen Karten nicht, bzw. der Trail zum Thupapedi-Camp soll nur mit Permit fahrbar sein. Wir lassen uns überraschen. Die Fahrt ist abwechslungsreich, einfach weil der Trail die ganze Konzentration erfordert.
Es gibt einiges an Wild, das ist aber extrem schreckhaft und rennt fast schon panisch davon.
Doch es gibt auch anderes zu sehen.
Ein Weissbürzel-Singhabicht verfolgt unsere Fahrt
Ein ganz junges Oryx
Und wir halten nicht nur für Tiere, sondern auch für exotische Früchte 🙂
Der Abzweig nach Gnus-Gnus ist klar und deutlich auszumachen und es steht auch kein Verbotsschild dran. Also "wagen" wir es. Wir kommen an einer Art Pfanne raus und nun ist es nicht mehr weit bis zu unserem Camp. Auf dem Weg dorthin wieder Löwenspuren, die aber kurz vor dem Camp im Sand verlaufen 😗 . Endlich wieder ein Camp ganz nach unserem Geschmack. Und heute bauen wir auch das erste Mal unsere Markise auf – Überhaupt kein Problem, wir brauchen keine fünf Minuten, bis alles aufgebaut ist.
Super. Somit steht einem relaxten nachmittag auf "unserem" Naturcampground nichts mehr im Wege. Es gibt jede Menge Ground Squirrels hier, eines ist aber besonders mutig und weiss unsere «Vogeltränke» zu schätzen.
Das arme Squirrel hat sich wohl mal das Pfötchen gequetscht 😐 .
Abends gibt es dann die leckere Wurst, eine Spezialität der Upington Slaghuis.....
.... und ein extra grosses Lagerfeuer, um die (nicht vorhandenen) Löwen zu vertreiben. Man weiss ja nie 😗 .
Fazit Thupapedi Camp: Auch wenn man immer wieder list, dass das Camp unattraktiv sein soll, uns hat es gefallen. Hier gibt es ausser einem Platz unter einem Baum nichts. Natur pur. Das sind die Campgrounds, die wir lieben 🤩 .
Teil 1123. Juni 2019
Tag 10: 24. Mai 2019 – Da steht ein Gnu im Garten – Kalahari Rest Lodge
Heute ist Fahrtag und der kann lang werden. Deshalb stehen wir früh auf, bereiten das Kaffee-Wasser schon einmal vor und fahren ohne Frühstück los
Erst geht es etwa 1,5 Stunden zum Kaa-Gate. Hoffentlich bekommen wir keinen Ärger, weil wir die Abkürzung genommen und kein Permit haben. Aber völlig unbegründet: Wir werden freundlich begrüsst, man erzählt uns, dass es heute früh Löwen am Wasserloch gegeben hätte (ja,ja, wir wissen schon 😈 ) und wünscht uns eine schöne Weiterfahrt. Ich frage nochmals nach dem "Roadpermit" und der zuständige Beamte ruft sogar im Office in Twee Rivieren an. Dann versichert er uns, dass es das hier wirklich nicht gibt und versichert uns aber auch, dass wir bei der Ausreise keine Probleme bekommen werden. Wir sollen im schlimmsten Fall darauf hinweisen, dass wir am Kaa-Gate eingereist seien. Toll, dass der Officer nochmals angerufen hab aber so richtig beruhigt sind wir immer noch nicht.
Wir fahren dann etwa 3 Stunden lang weiter bis nach Zutshwa. Wir durchqueren viele schöne Pfannen, mal ist die Piste etwas tiefsandig, mal holprig, aber nie langweilig. Auch hier gibt es viel Wild, das aber sehr scheu ist.
In Zutshwa gibt es dann eine Art Zahlstation, wo wir 50 Pula für das Permit bezahlen und dafür eine Karte des Gebietes bekommen.
Bis nach Hukuntsi ist es eine weitere Stunde, jetzt aber auf gravel. Wir halten kurz an und passen den Luftdruck etwas an.
In Hunkuntsi selber ist die Teerstrasse - warum auch immer gesperrt - und die Strassenführung ist meist rechts oder links der geteerten, aber noch nicht freigegebenen Strasse, auf Gravel. Hier in Hukuntsi füllen wir auch mal wieder unsere Tanks auf.
Dann geht es etwa 1,5 Stunden weiter nach Kang (lanweilig) und dann erreichen wir endlich die Kalahari Rest Lodge. Wir werden freundlich begrüsst und bekommen die Campsite "Jackal".
Der Donki ist bereits an, so dass wir auch duschen gehen können.
Doch auf dem Weg dorthin traue ich meinen Augen nicht – da steht ein Gnu vor dem Duschhäuschen. Langsam schiebe ich mich daran vorbei – so ganz wohl ist mir aber nicht dabei. Und gerade sehe ich auf der Homepage steht doch auch ein Gnu mitten im Weg - scheint wohl eine Art Haustier zu sein 🤩 . Im Restaurant soll man gut essen können – Wild vor allem – das lassen wir uns nicht entgehen. Echt superlecker. Und als Nachtisch gibt es sogar Malva Pudding. Wir sind im siebten Himmel. Am Campground sitzen wir noch lange am Lagerfeuer und lassen die ersten Tage Revue passieren.
Fazit KTP: Tja, was soll ich sagen? Für viele ist der KTP ja ein Lieblingspark, mit vielen tollen Sichtungsmöglichkeiten und den schönen Wilderness-Camps. Wir sind aber einfach nicht warm geworden mit dem Park. Vielleicht waren unsere Erwartungen zu hoch, vielleicht haben wir aber auch nur Pech gehabt, vielleicht war das aber auch ganz einfach wirklich nicht unser Park 😵 . Schon im Vorfeld hat der ganze Buchungsaufwand ziemlich an den Nerven gezerrt und hat nicht unbedingt dazu beigetragen, dass der Name KTP bei uns Glücksgefühle ausgelöst hätte 😐 . Das Anmeldungsprocedere im Office in Twee Rivieren hat auch ganz schön genervt 😠 . Was uns aber auch irgendwie auch nicht so gefallen hat, war die lange Fahrerei zwischen den Camps. Die Piste ist holprig und eintönig, oftmals sieht man rechts und links nicht viel, weil alles verbuscht ist. Die Wasserlöcher waren bei uns alle wie ausgestorben. Schön sind die Pans mit dem vielen Game. Das haben wir genossen. Die Camps im südafrikanischen Teil waren jetzt nicht wirklich nach unserem Geschmack, während uns die Camps auf der Botswana Seite wesentlich besser gefallen haben 😄 . Dazu kommt dann eben noch die Tatsache, dass wir wirklich mit der Erwartung hierhergekommen sind, Katzen zu sehen. Aber: Falscher Ort und falscher Zeitpunkt. Es hat einfach nicht sollen sein. Auch haben wir recht wenig Vögel gesehen. Es war trocken, sehr trocken sogar, vielleicht lag es ja daran oder wir hätten wirklich ausreichend Bestechungswilli mitnehmen müssen 😗 . Wir haben die Tage im KTP trotzdem sehr genossen und wer weiss, vielleicht kommen wir ja doch nochmals hierher. Auf jeden Fall gehört der Park zu den "Enttäuschungen" auf unserer Tour – nicht nur wegen dem fehlenden Katzenglück.
Fazit Kalahari Rest Lodge: Es ist ein guter Stopp zwischen dem Kaa-Gate und dem Weg nach Ghanzi. Es gibt akzeptable Sanitärhäuschen, die ständig mit einem Donki beheizt werden. Strom ist abends von 17.30 Uhr bis Mitternacht und von 5 bis 10 Uhr (glaube ich) vorhanden. Es gibt auch Chalets, eine Bar und ein Restaurant. Das Essen dort ist superlecker, vor allem das Wild. Und ja, es ist wohl auch eine Hunting-Lodge 😠 , wovon wir aber gar nichts mitbekommen haben.
Teil 1224. Juni 2019
Tag 11: 25. Mai 2019 – Die Rocker Gang von Ghanzi – El Fari Camp
Inzwischen ist das Aufstehen schon Routine: Duschen gehen, Frühstück machen, spülen und alles wieder wegräumen. Da wir heute in Ghanzi einkaufen gehen, räumen wir unsere Fahrerkabine auf, so dass nichts mehr sichtbar im Auto ist. Verabschiedet werden wir von diesem schönen Wasserbock? Der stand plötzlich auf unserer Campsite. Erst Gnu nun Wasserbock.
Wir füllen am Camp noch unseren Wassertank auf und dann geht es weiter. Knapp 3 Stunden brauchen wir bis Ghanzi.
Mit viel Glück finden wir einen Parkplatz beim Spar Markt und werden dann gleich von einer Horde bettelnder Kinder umringt. Die sind wirklich dreckig, barfuss und total zerlumpt. Wir geben trotzdem nichts, was uns den Zorn der Kinder einbringt. Zum Glück verstehen wir nicht, was sie sagen. Während wir weitergehen, treiben sich manche Kinder verdächtig nahe an unserem Hinterreifen rum 😵 . Wir gehen weiter. Vor dem Supermarkt sitzt ein bettelnder älterer Rastaman, der sich mit den Kids von gerade eben herumschlägt. Vor ihm scheinen sie etwas Respekt zu haben. Auf jeden Fall hält er sich die Kids mit seinem Gehstock auf einem gewissen Sicherheitsabstand. Am ATM taucht er dann wieder auf, dreht sich in aller Ruhe einen Joint starrt in die Luft und "schimpft" vor sich hin. Dann fährt ein Kleintransporter vor, in dem etwa 6 Rocker sitzen. Das muss man sich mal vorstellen: Die tragen Lederhose, Cowboystiefel und lange Ledermäntel, alles mit Nieten besetzt. Sie haben klobige Ketten um den Hals und entsprechende Ringe an den Fingern, am Gürtel hängt ein langes Messer. Die sehen aus wie aus Mad Max. Langsam und stolz - wie im Wilden Westen - schreiten sie über den Platz. 😮 Nicht das übliche "Schlurfen", das man hier so oft sieht. Irgendwie wird es ruhig als sie auftauchen, der Sicherheitsposten am ATM verschwindet. Einer der Rocker steigt aus, will sich am ATM hinten anstellen, der "Boss" sagt irgendwas zu ihm und dann wird die Situation etwas undübersichtlich. Ich bin gerade am ATM an der Reihe, die Karte steckt schon und ich warte auf das Geld. Da wird Hansi vom "Gang-Boss" angesprochen. Hansi antwortet mit seinem Standardspruch "I don´t speak english", dreht ihm den Rücken zu und ignoriert ihn. Ich stehe am Geldautomaten und hoffe nur, dass dieser die Karte wieder auswirft 🙄 . Ich kann die Situation überhaupt nicht einschätzen, Hansi auch nicht. Karte und Geld werden ausgespuckt, ich stecke die Karte ein, gebe Hansi das Geld und wir schauen, dass wir ganz schnell weiter kommen 🙄 . Im Supermarkt beim Einkaufen ist uns irgendwie nicht ganz wohl. Es laufen viele der Gang-Mitglieder hier rum.... Schnell raus hier. Wir sind froh, als wir im Auto sind und weiterkommen. Auch im Liquorama scheinen wir "verfolgt" zu werden. Boh, ist das unheimlich 🙁 . Nachdem wir getankt haben, fahren wir schnell weiter in Richtung El Fari-Camp – nicht ohne uns immer wieder umzuschauen, ob wir nicht doch verfolgt werden 🙄 . Das war das erste und einzige Mal, dass wir in Afrika ein komisches Gefühl hatten. Mit den aufdringlichen, bettelnden Kinder und dem abgedrehten Rastaman kann man irgendwie umgehen. Das gibt es ja öfters und ist für uns nicht wirklich bedrohlich. Doch als die Gang vor dem Supermarkt vorgefahren ist, da hat sich die Stimmung irgendwie verändert. Ihr Auftreten, das so gar nicht hierherpasst, ihr ganzes Gehabe hat uns – und anscheinend auch die Umgebung – "eingeschüchtert". Als der "Boss" dann auch noch Hansi angesprochen hat, während ich am Geldautomaten stand, da ist uns schon anders geworden. Er war jetzt nicht aggressiv oder so, aber trotzdem. Auf jeden Fall waren wir froh, dass nichts passiert ist, dass sie uns nicht gefolgt sind – nein wir haben keinen Verfolgungswahn, hatten aber beide bei einem Auto, das recht lange hinter uns gefahren ist ohne zu überholen, beide denselben Gedanken 😵 .
Das El Fari Camp hat uns natürlich sehr gut gefallen und den restlichen Tag haben wir einfach nur relaxed.
Im Laufe des nachmittags sind noch zwei weitere Camper eingetroffen – alles Bushlore Fahrzeuge, überhaupt haben wir dieses Jahr überwiegend Bushlore-Fahrzeuge gesehen.
Bald ist auch schon wieder Essenszeit. Hansi gibt alles für ein gutes Lagerfeuer.
Und heute gibt es T-Bone Steak mit Folienkartoffeln.
Den Abend lassen wir dann gemütlich ausklingen.
Fazit El Fari Camp: Es gibt etwa 10 Plätze. Und zu den Sanitärhäuschen wird auf der Homepage mit diesen Worten geworben: The Campsite has the cleanest ablution facilities for campers within the area, if not within Botswana. Na ja, da haben sie wohl schon etwas übertrieben. Die Sanitärhäuschen sind soweit ok, aber weit entfernt von den saubersten (es sei denn die anderen Sanitärhäuschen in der Ecke sind wirklich in einem so viel schlechterem Zustand). Was wir aber zu schätzen gewusst haben, ist der Platz – sowohl in den Duschen als auch am Waschbecken mit ausreichend Ablagemöglichkeit. Das Camp hat uns gut gefallen.
Teil 1328. Juni 2019
Tag 12: 26. Mai 2019 – Es geht in die Kalahri - aber erst einmal müssen wir Reifen wechseln 😈 -
Die Nacht war relativ frisch – mit den Schlafsäcken von Bushlore aber kein Problem 🤪 . Und zum Frühstück gab es deshalb noch ein kleines Lagerfeuerchen 🤩 .
Und endlich geht es weiter und zwar in die Kalahari, genauer in das Central Kalahari Game Reserve (CKGR). Da sind wir ziemlich neugierig drauf, wissen wir einfach so gar nicht, was da genau auf uns zukommt und ob es uns dort überhaupt gefällt. Deshalb haben wir auch nur zwei Übernachtungen hier eingeplant. Heute führt uns unser Navi das erste – und leider nicht das letzte - Mal so richtig an der Nase herum 😊 . Ständig schickt es uns bereits im Ort «Kuke» nach rechts in die Pampa. Der richtige Abzweig zum Tsau Gate ist aber direkt vor dem nicht zu verfehlendem Veterinärzaun nach dem Ort Kuke. Dazu folgt man einfach nur der Hauptstrasse – eigentlich nicht zu verfehlen, wenn einem – wie schon geschrieben – das Navi nicht ständig in die Pampa schicken möchte 🙁 .
Dort folgen wir dann eine lästigen Schüttel-Schotter-Sandpiste und natürlich dürfen hier auc die Suicide-Chickens, auch Helmperlhühner genannt, nicht fehlen.
Dann hält Hansi mit einem lauten «Shit» an 😮 . Was los ist? Ihr erinnert euch vielleicht daran, dass wir in der ersten Lodge einen Riss im Reifen entdeckt haben? Ja und jetzt haben wir hinten links einen Platten 😵 .
So sah der Riss aus.
Tja, da hilft nichts – jetzt müssen wir ihn doch benutzen, den Hihglift-Jack 😵 . Boh, was haben wir Respekt vor dem Teil 🙄 .
Was in den Erklärvideos immer so einfach aussieht, ist in der Realität dann doch nochmals ganz anders – Theorie und Praxis halt 😗 .
Das Problem: Die Aufnahmen hinten für den Hihglift-Jack sind so angebracht, dass das komplette Heck angehoben wird und somit hängen auch beide Räder in der Luft, so dass die Handbremse nicht mehr wirkt. Und dadurch rollt der Camper über die Vorderräder weg. Mist 🙄
Also erstmal mit etwas Feuerholz die Vorder Räder vor dem Wegrollen geschützt und ein neuer Versuch. Mit vollem Einsatz kann Hansi den Camper hochheben…..
Weil aber die Blattfedern so stark nachgeben, bekommt man den Camper immer noch nicht hoch genug, dass die Räder freistehen und ein Reifenwechsel möglich ist. Dazu muss man den Camper so weit anheben, dass der normale kleine Wagenheber - der auch zur Standardausrüstung des Campers gehört - mittig hinter dem Reifen unter die Blattfedern kommt.
Und so funktioniert dann auch der Reifenwechsel 🙂 .
Jetzt wieder ganz langsam und vorsichtig den Camper herunterlassen.....
... den kleinen Wagenheber auch - mit dem nötigen Sicherheitsabstand versteht sich 😗
Und da Hansi schon dabei ist, zieht er auch gleich die anderen Radmuttern an, die nicht richtig fest gezogen sind 😈 .
Fertig 🤩 !
Hier braucht man nicht auf Hilfe hoffen, denn hier kommt nur alle paar Tage jemand vorbei 😵 .
Nun haben wir aber nur noch einen Reservereifen. Das ist nicht gut 🙄 .
Und jetzt haben wir uns aber wirklich erst mal eine Coke verdient, bevor wir die restlichen Kilometer zum Gate fahren.
Teil 1401. Juli 2019
Tag 12: 26. Mai 2019 – Es geht in die Kalahari – Passarge 2
Wir erreichen das Gate und sind etwas irritiert! Ist das Gate etwa verschlossen?
Nein, nur das Dach ist eingestürzt. Der «Officer» sitzt unter einem Zelt an seinem Schreibtisch.
Er selber darf die Parkgebühr nicht entgegennehmen, deshalb schickt er eine weitere Person los, um den Verantwortlichen zu holen. Während wir warten, halten ein bisschen Smalltalk und erfahren, dass vor zwei Tagen das letzte Mal jemand hier durchgekommen ist 😄 Da hätten wir aber lange warten müssen mit unserer Panne 😈 . Irgendwann ist das Anmeldeprozedere erledigt, wir haben uns in alle Bücher eingetragen und können weiterfahren. Erst geht es etwa weitere 45 Minuten am Zaun entlang weiter. Wir schrecken ein Kudu auf....
..... das dann schnell über den Zaun springt und verschwindet.
Und dann – Löwen 🤪 ?
Nein 😵 , nur Warzenschweine 😈 .
Dann kommt der Abzweig ins Passarge-Valley. Zuerst geht es ewig durch buschiges Gebiet, wo unser Camper ganz schön verkratzt wird durch die stacheligen Äste, die in die Piste reinragen. Sehen tut man hier nicht viel. Später fahren wir dann durch die ein oder andere Pan und sehen unsere erste Giraffe des Urlaubs 🤩 .
Am Passarge Wasserloch werden wir von den zwei Geiern begrüsst. Auf der einen Seite des Wasserlochs der Ohrengeier....
... und auf der anderen Seite der Weissrückengeier.
Sie wechseln noch das ein oder andere Mal das Ufer und dann ist es beiden wohl zu dumm und verschwinden.
Später kommt dann noch eine Giraffe vorbei - wir sind begeistert 🤩 . Endlich Giraffen 🤪 .
Und endlich mal wieder Giraffenyoga 🤩 Sorry, da müsst ihr jetzt durch 😈 .
Die schauen einfach zu doof aus der Wäsche 🤩 .
Doch auch das gehört zur Kalahari.
Es macht - meistens - Spass, die Piste zu fahren.
Und dann gibt es noch weitere Giraffen zu bewundern.
Nun ist es nur noch ein «Katzensprung» bis zu unserem Campground - Passarge 2.
Wir richten uns ein, und freuen uns an der schönen Aussicht....
...... stellen eine kleine Wassertränke auf und beobachten die Vögel ....
..... und wir bekommen Gesellschaft - auch ein Schakal hat mal Durst.
Hach, so lieben wir das 🤩
Abends gibt es leckeren Schweinebauch mit Butternut und Folienkartoffeln – Schmackofatz.
Gegen später als es schon dunkel ist, fotografiert Hansi noch ein bisschen rum und erschreckt dann plötzlich zu Tode 🙄 – ein grosser Vogel mit einer riesen Spannweite fliegt zwei Mal knapp über seinem Kopf vorbei. Und noch später sucht er nach einem weiteren Standort zum Fotografieren und auf einmal schaut ihn eine Eule aus einem Baum heraus an - dann war das vorher wohl eine Eule. 🤩 Da sind wahrscheinlich beide zu Tode erschrocken 🙄 . Hansi hat noch nicht einmal dran gedacht, ein Foto zu machen, die Eule hat ganz schnell das Weite gesucht. Dann war Stille am Campground. Fazit Passarge 2: Das war mal wieder ein Campground ganz nach unserem Geschmack. Weit und breit keine Menschenseele, unter einem schönen Baum und mit etwas Blick auf eine Pan. Im Eimer der Dusche war ein toter Vogel drin, die Toilette was so wie die Toiletten halt sind - das schwarze Loch des Grauens 😈 . Hier hat es uns echt gut gefallen.
Teil 1502. Juli 2019
Tag 13: 27. Mai 2019 – Weiter geht´s – Sunday 2
Heute früh werden wir durch anhaltendes Vogelgezwitscher geweckt - Ist das schön 🤩 . Wir stehen wieder mit der Sonne - also um 6:30 Uhr - auf und geniessen diese Idylle.
Hier in der Kalahari ist es teilweise schon recht frisch, deshalb versucht Hansi das Feuer wieder anzubekommen - mit Erfolg 😎 .
Frühstück am Lagerfeuer - gibt es was schöneres?
Eigentlich wollten wir ja die «grosse» Runde über das Deception Valley fahren. Doch letztendlich haben wir uns entschlossen, direkt zum nächsten Campground – Sunday 2 – zu fahren. So können wir es heute früh ganz langsam angehen lassen. Und ich muss ja auch noch mit Bushlore telefonieren, damit wir irgendwo – in Maun? – einen neuen Reservereifen bekommen. Wir zücken also unser Satellitentelefon und rufen bei Bushlore an. Das ist alles ganz unproblematisch und in zwei Tagen wird ein Bushlore-Mitarbeiter am späten nachmittag ins Maun Rest Camp kommen, um ein neues Reserverad vorbeizubringen. Das ist dann auch der Grund, weshalb wir bei Bushlore gemietet haben - wenn was schief geht, dann kümmern die sich 🤪 .
Dann kann es endlich weitergehen. Wir haben heute höchstens drei, vier Stunden Fahrt vor uns und so können wir uns alle Zeit der Welt lassen. Und unterwegs sehen wir jede Menge Tiere – das ist einfach toll.
Wow, so viele Springböcke auf einmal
Und das ist mit ein Grund, weshalb es uns hier so gut gefallen hat 🤩 . All diese Tiere – und da war jetzt nichts «Besonderes» dabei - haben wir innerhalb von etwa 4 Stunden gesehen. Immer wieder mal hat eines aus dem Busch geschaut, ist uns über den Weg gelaufen oder standen einfach so unterm Baum. Diese Vielfalt hat uns auch etwas gefehlt im KTP – Sorry, dass ich da jetzt schon wieder damit anfange. Es waren eben nicht nur die fehlenden Katzen 😗 .
Dann erreichen wir auch schon unsere Campsite – vermeintlich. Im Navi haben wir einfach eine Campsite mit der Nummer 2 ausgewählt. Doch wir landen immer wieder auf den Campsites 3 und 4 !?! 😊 . Dann fällt mir auf, dass die Buchstaben im Navi vor der 2 nicht mit den Bezeichnungen auf unserer Buchungsbestätigung übereinstimmen. Aha. Da muss man erst einmal drauf kommen. Doch dann haben wir endlich unsere Campsite Nummer 2 gefunden. Schön etwas abseits der Hauptpiste gelegen, mit Blick auf die Pan. Das gefällt uns wieder sehr gut. 🤩
Den restlichen nachmittag relaxen wir, beobachten Squirrels.....
.... und bekommen wieder Besuch - unser Freund, der Schakal 😗
Am nachmittag fahren wir dann nochmals los in Richtung Wasserloch.
Nach ein paar Minuten kommt eine Giraffe daher und möchte ans Wasser. Doch durch zwei, drei Camper, die nun dazukommen und die bei laufendem Motor versuchen, eine gute Position zum Fotografierenzu bekommen, fühlt sie sich gestört und läuft nervös hin und her. 😵 Als endlich wieder Ruhe eingekehrt ist, wagt sie sich ans Wasser. Ist das nicht schön? 🤩 Die Giraffe ist trotzdem sehr sehr vorsichtig und schaut sich ständig um.
Doch dann haben die Camper schon wieder genug gesehen und fahren davon, was die Giraffe natürlich wieder nervös werden lässt. Sie gibt schliesslich auf und verschwindet im Busch.
Schade eigentlich. Das ist übrigens nicht das letzte Mal, dass sich Tiere durch Camper und/oder Safari-Autos gestört fühlen und dann den Rückzug nach hinten antreten. 😠
Den Abend verbringen wir dann wieder am Lagerfeuer.
Good night 🤩
Fazit Sunday 2: Da gibt es wohl nicht viel zu sagen. Auch wenn sie schwer zu finden war, ist das wieder mal eine Campsite, wie wir sie lieben.
Teil 1603. Juli 2019
Tag 14: 28. Mai 2019 – Boh das zieht sich – Boteti River Camp
Heute früh werden wir wieder geweckt – aber nicht von Vogelgezwitscher, sondern von Löwengebrüll 🤩 . Da sind ein oder zwei Löwen unterwegs und umrunden das Camp. Mal ist das Brüllen rechts zu hören, dann wieder links. Wir hatten das ja nun schon öfter. Aber trotzdem ist es immer wieder unheimlich 😗 . Dann endlich wird das Brüllen leiser….. . Wir warten noch einen Moment und stehen dann auf. Da das Gelände um den Platz etwas unübersichtlich ist, trauen wir uns auch nicht, hier zu frühstücken. Wir packen ganz schnell zusammen und frühstücken wieder irgendwo unterwegs.
Bis zum Matswere Gate sind es etwa 3 Stunden. An der "Deception-Kreuzung" geniessen wir die Weite der Pans und schauen auch am Wasserloch vorbei. Das ist aber ausgestorben. Und dann geht es wieder durch eher buschiges Gebiet weiter. Eine Pan kreuzen wir noch.
Die Fahrt bis zum Matswere Gate ist schön und mehr oder weniger abwechslungsreich. Dort tragen wir uns aus und dann geht es weiter. Bis nach Rakops aber zieht sich die Piste noch gut zwei Stunden lang 😮 . Die Piste ist staubtrocken, hat viele Wellblechabschnitte und will einfach kein Ende nehmen 😵 . Die letzte Stunde führt dann schon durch «Weidegebiet». Dann haben wir endlich die A30 erreicht 🙂 . In Rakops suchen wir die Puma-Tankstelle. Wir erwarten und suchen eine grosse moderne Tankstelle, können aber nichts finden. Nachdem wir zwei Mal durch den Ort gefahren sind - viel gibt es da nicht zu sehen - fällt uns eine kleine Tankstelle auf: drei oder vier Zapfsäulen vor einer Hütte – die dortige Puma-Tankstelle 🤩 . Wir wären mit unseren zwei Tanks noch gut bis nach Maun gekommen, aber man weiss ja nie.
Und nun haben wir die Qual der Wahl. Wir können sowohl ins Boteti River Camp gehen (früher Tiaans Camp) und wir haben auch eine Reservierung für das Khumaga-Camp. Das Herz schlägt natürlich für Khumaga 🤩 , aber die Vernunft landet im Boteti River Camp 😵 .
Im Vergleich zum Tiaans Camp, in dem wir vor zwei Jahren schon einmal waren, hat sich nicht arg viel getan. Die Begrüssung fanden wir etwas herzlicher, das Aussichtsdeck sieht nicht mehr ganz so wild durcheinandergewürfelt aus, aber ansonsten scheint wirklich alles beim Alten zu sein. Wir geniessen den nachmittag im Schatten, wir duschen mal wieder so richtig ausgiebig, laden Camper und Elektrogeräte auf (was aber gar nicht nötig gewesen wäre) und ich lege den dringend nötigen Waschtag ein.
Zum Kochen haben wir heute abend keine Lust, deshalb melden wir uns zum Dinner an. Das hätten wir mal lieber bleiben lassen – das war das schlechteste Essen, das wir in diesem Urlaub hatten 🙄 . Es war gerade mal so ok.
Aber trotzdem haben wir noch ein Lagerfeuer angezündet und die letzten Tage Revue passieren lassen.
Fazit CKGR: Im Vorfeld waren wir uns überhaupt nicht sicher, ob uns die Kalahari gefällt und was uns dort überhaupt erwartet. Deshalb haben wir es bei zwei Nächten belassen – zum Reinschnuppern sozusagen. Und was soll ich sagen? Uns hat es dort sehr gut gefallen. Wir haben zwar weder die Elefanten gesehen, die es dort inzwischen gibt, noch Katzen, aber die Pans mit ihren Wildbestand und die Wasserlöcher, wo sich tatsächlich auch etwas getan hat, haben uns schon sehr gefallen. Das CKGR war DIE positive Überraschung des Urlaubs. Hier werden wir definitiv nochmals herkommen.
Fazit Boteti River Camp: Die Campsites sind sauber und haben alle ein Schattendach. Manche Campsites scheinen relativ klein zu sein – da steht man mit dem Camper fast schon halb auf der Piste – ich denke da vor allem an die erste Campsite auf der linken Seite, wenn man reinfährt - das ist glaube ich die Campsite Nummer 1. Die Campsites haben Wasser und Strom, die Sanitärhäuschen bieten viel Platz und sind sauber. Der Pool kann auch von Campern genutzt werden. Wie die Chalets aussehen, kann ich leider nicht beurteilen. Das Deck mit Blick auf den Boteti ist etwas liebevoller gestaltet wie früher. Das Personal ist freundlich und hilfsbereit. Das Essen ist aber eher unterdurchschnittlich 😵 .
Teil 1704. Juli 2019
Tag 15: 29. Mai 2019 – Endlich Katzen - Maun Rest Camp
Bevor wir Richtung Makgadikgadi losfahren, räumen wir aber noch die Fahrerkabine leer, müssen wir heute ja auch noch einkaufen gehen in Maun. Bis zum Boteti ist es nicht weit, aber wir sind echt erschrocken: 😮 Der Boteti ist fast ausgetrocknet- ist nur noch eine Pfütze - die Fähre liegt am Ufer und wird im Moment nicht benötigt.
So sah das im Mai vor zwei Jahren - also 2017- aus.
Die Rinder sind so nett und testen für uns die Wassertiefe 🤩 .
Wir kommen gut durch, obwohl das Wasser doch tiefer war, wie gedacht. Aber alles gut gegangen 🤪 . Anscheinend soll man etwas weiter links ganz trocken über den Boteti kommen. Wir sind heute die ersten und bezahlen unsere Parkgebühr (290 Pula). Wie wir uns auf den vormittag freuen 🤩 – war das doch vor zwei Jahren mit unser Lieblingspark.
Kudu geht immer
Geierbaum 🤩
Nein, der Schädel liegt schon länger 😗
Aber oh weh 🙄 . Da wo wir letztes Jahr gerade mal so am Ufer entlang fahren konnten, ist jetzt alles trocken, der Boteti hat nur noch ein paar Wasserlachen..... Was haben wir hier beim letzten Mal Vögel und Tiere gesehen? Nicht umsonst ist/war das unser Lieblingspark. Aber es ist einfach alles trocken. Wie ist das dann erst im September/Oktober? Was machen die Tiere dann? Die ganzen Tiere hier sind auf das Wasser angewiesen.
Die Zebras haben Durst...
So wenig Wasser für so viele Tiere 😵
Dann sehen wir nur noch Staub ....
..... auch die Gnus scheinen Durst zu haben 😄
Das hört gar nicht mehr auf...
Geschafft - endlich am Wasser 😄
Leider können wir nicht den ganzen Tag hier bleiben, sondern wir müssen ja noch weiter nach Maun. Noch ein letzter Blick zurück auf den ausgetrockneten Boteti....
... in Gedanken sind wir aber bei unserem "Lieblingsbild" von 2017
Auf dem Weg zum Puduhudu-Gate läuft uns dann das erste Mal ein Elefant über den Weg - endlich Elefanten 🤩
Die Piste hoch zum Gate war letztes Mal richtig übler Tiefsand, dieses Mal ist jedoch auch viel "Wellblech" mit dabei. Oder liegt das doch tatsächlich an unserem Landcruiser? Der "pflügt" einfach so durchs Gelände, nimmt Tiefsand wirklich den Schrecken. Man muss ihn aber anders fahren wie den Hillux. Beim Hillux ist Hansi eher mit etwas höheren Drehzahlen durch Tiefsand gefahren, jetzt eher mit 1500 Umdrehungen im dritten Gang – Untersetzung. Der Landcruiser ist durch fast nichts aus der Ruhe zu bringen, dafür ist der Hillux in engen Kurven aber etwas wendiger. Aber uns beunruhigt das Geräusch, das der Keilriemen immer öfter von sich gibt. Das hört sich nicht gut an 😵 .
Am Gate angekommen, tragen wir uns aus und da es ab jetzt auf Teer weitergeht, füllen wir die Reifen wieder mit Luft. Und da trauen wir unseren Augen nicht 😊 : Der ausgewechselte Reservereifen hat einen Schnitt – einen tiefen geraden Schnitt 😊 – aber nicht Richtung Lauffläche, sondern eher Richtung Felge. Den können wir uns nicht wirklich erklären. Haben etwa die bettelnden Kids in Ghanzi den Reifen aufgeschlitzt, weil wir ihnen nichts gegeben haben? Die waren ja schon auffällig dicht hinter unserem Camper…….. . Egal, wir werden es nie erfahren, hoffen aber nur, dass der Reifen jetzt vollends hält 🙄 . Bevor wir weiterfahren rufen wir aber ein weiteres Mal bei Bushlore an, um nach einem weiteren Reifen für heute abend zu fragen. Kein Problem, der kommt 🤪 .
Die Strasse nach Maun ist ja schon oft beschrieben worden. Die ersten 30 Minuten in Richtung Maun sind ja noch ganz gut zu fahren, doch dann beginnt die Pothole-Piste 🙁 – ein Pothole am anderen, meist sieht man erst in letzter Sekunde, wie tief es eigentlich ist. Jeder versucht da irgendwie heil durchzukommen. Dann kommt der frisch geteerte Part und die letzte Stunde bis Maun ist wieder gut zu fahren. Zum Glück. Aber der Pothole-Part scheint im Moment frisch geteert zu werden, auf jeden Fall waren Bauarbeiter mit entsprechenden Arbeiten beschäftigt.
Bevor wir zum Spar fahren, gehen wir erst einmal Essen. Und zwar zu Hillarys. Das Restaurant/Bistro befindet sich an der Flughafenstrasse und hat einen eigenen Parkplatz gleich neben dem Restaurant. Hier hat es uns gleich sehr gut gefallen. Man sitzt unter einem Pflanzendach und fühlt sich wie in einer Oase. Wir bestellen Lunch und geniessen diese kleine Auszeit.
Doch es hilft nichts – wir müssen noch einkaufen gehen. Wir lieben ja das Ngami-Shopping-Center. Da ist der Spar-Markt mit einem ATM, um die Ecke sind die Beef Boys, gegenüber ist die Engen-Tankstelle, Choppies und der Alkohol-Laden. Hier bekommen wir einfach alles. Und ein Stück die Strasse hoch ist der Handwerkermarkt, wo man u.a. die schön bemalten Stoffe bekommen kann. Alles in Laufnähe. Und hier in Maun haben wir uns noch nie unsicher, bedroht gefühlt. Klar leeren wir die Fahrerkabine, aber ansonsten haben wir hier noch nie ein komisches Gefühl gehabt. Trotzdem dauert es seine Zeit, bis wir alles haben und wir müssen uns etwas ranhalten, weil ja noch der Mechaniker von Bushlore auf dem Campground vorbeikommen wird. Wir sind dieses Mal im Maun Rest Camp. Als wir gebucht haben, gab es eigentlich nur positive Kritiken von dem – neuen - Camp. Inzwischen gab es aber auch die ein oder andere negative Bewertung. Wir sind gespannt. Aber zuerst einmal verpassen wir die Abfahrt. Das Camp ist nicht ausgeschildert und unser Navi wollte uns in eine kleine Gasse reinführen – was dieses Mal sogar gestimmt hätte. Nach der Shell-Tankstelle macht die Strasse eine Kurve bevor es dann über den Thamalakane River geht. Und gleich am Anfang der Kurve - am «Friseursalon» - geht es rechts ab. Wenn man das Schild zur Island Safari Lodge sieht, ist man schon zu weit. Wir werden freundlich begrüsst und endlich bekommen wir eine Katze zu Gesicht 🤩 😈 😗 – die Campgroundkatze. Wir haben Campground Nummer drei. Schön schattig unter Bäumen am Thalamakane gelegen – oder das was noch übrig ist. Letztes Mal sind hier Motorboote auf und ab gefahren, jetzt ist er ausgetrocknet und man kann zu Fuss von einem Ufer zum anderen kommen. Das ist schon sehr erschreckend mit der Dürre im Moment. Und es ist noch lange hin bis zur nächsten Regenzeit.
Letztes Mal sind hier ständig die kleinen Motorboote entlanggefahren und haben ziemlich Lärm gemacht....
Jetzt hat man die Boote an Land gezogen.
Wir richten uns ein und dann kommt auch schon der Mechaniker. Er hat zwei passende Ersatzreifen dabei, aber auf den falschen Felgen. Mist. Er tauscht den Ersatzreifen aus, nimmt die zwei kaputten Reifen mit und verspricht morgen bis spätestens 9 Uhr wieder da zu sein. Hunger haben wir keinen und so verzichten wir aufs Kochen. Wir naschen noch ein bisschen rum, trinken das ein oder andere Glas Wein dazu, geniessen das Lagerfeuer.
Und dann miaut es plötzlich hinter uns. Eine süsse kleine schwarze Katze - wir lieben alle Katzen 🤩 . Die sah so hungrig aus, dass wir doch glatt eine Dose Thunfisch geopfert haben. Diese Katze war heute auf jeden Fall im siebten Himmel…..
Fazit Maun Restcamp: Das Camp liegt schön am Thalamakane River. Durch die vielen Bäume ist es angenehm schattig. Die Campsites sind schön gross und gepflegt. Jede Campsite hat Wasser und Strom sowie eine Sitzbank-Kombination. Die Sanitärhäuschen sind recht alt und könnten eine Renovierung vertragen, sind aber sauber. Es gibt eine Bar – na ja, eher einen Getränkeautomaten - eine Selbstversorgerküche und Internet. Ein Restaurant gibt es nicht, doch kann man im Old Bridge Backpackers essen gehen. Es gibt auch Chalets, die wir aber nicht angeschaut haben. Alles in allem hat es uns hier gut gefallen. Wesentlich besser wie in der Island Safari Lodge, wo wir das letzte Mal untergebracht waren.
Teil 1805. Juli 2019
Tag 16: 30. Mai 2019 – Es geht in den Moremi – South Gate
Da der Mechaniker von Bushlore ja erst gegen 9 Uhr kommen wird, können wir uns etwas Zeit lassen. Wir frühstücken ganz gemütlich, gehen nochmals duschen, checken das erste Mal im Urlaub unsere Mails und räumen die Fahrerkabine wieder ein.
Und wirklich Punkt 9 Uhr fährt der Mechaniker vor. Er hat zwei funkelnagelneue Reifen dabei, die schnell montiert sind. Er zieht noch etwas den Keilriemen nach, notiert sich unsere Autonummer und ist dann auch schon wieder weg nachdem er von uns natürlich ein gutes Trinkgeld bekommen hat 🤪 Das hat er sich aber auch verdient - das ging jetzt aber schnell und wirklich unkompliziert. Ob das immer so unkompliziert ist oder ob es daran lag, dass wir die CDW2-Versicherung abgeschlossen, in der u.a. Reifenschäden übernommen werden, wissen wir nicht. Wir sind aber total begeistert von Bushlore und dem Service.
So, jetzt kann es losgehen. Erst auf Teer bis Shorobe, dann weiter auf übel staubendem Schotter bis zum Abzweig zum Moremi und schliesslich die Piste bis zum South Gate. Hier bezahlen wir unsere Parkgebühren - nur Barzahlung möglich - und können dann gleich auf unsere Campsite gehen. Wir haben die Nummer 5, die mittendrin ist. Das gefällt uns nicht so gut 😵 . Wir warten bis die "Verwalter" der Campsites bei uns vorbeikommen, ordern Feuerholz und fragen, ob wir nicht eine etwas abgelegenere Site bekommen können. Wir dürfen auf die 8 wechseln – die gefällt uns schon viel besser 🤩 .
Unsere alte Campsite wird dann gleich von einem Safarianbieter in Beschlag genommen. Es werden gut und gerne 10 Zelte mit Versorgungszelt und allem was dazugehört aufgestellt. Da haben wir wohl beide Glück gehabt: Der Safarianbieter, dass er so eine grosse Campsite bekommen konnte und wir, dass wir etwas abseits unsere Ruhe haben 😈 . (aber an dem Tag sind die Safari-Teilnehmer gar nicht vorbeigekommen). Wir essen noch eine Kleinigkeit und lassen uns von den Vögeln bespassen 🤪 .
Südlicher Gelbschnabeltoko
Maskenbülbül Drossling, genauer ein Arrow-marked Babbler. Danke maddy und fotomatte
Dann fahren wir los auf unseren ersten Gamedrive dieses Jahr im Moremi 😄 . Schon auf dem kurzen Weg bis zum ersten Wasserloch sehen wir die ersten Elis – Hach ist das schön 🤩 .
Am Wasserloch – oder das was davon übrig ist - stehen auch welche rum.
Hier geht es dann auch gleich in Richtung Blackpools. Da wollen wir hin – war doch beim letzten Mal sowohl Blackpool als auch Xini-Lagoon nicht befahrbar – alles unter Wasser.
Wir geniessen die Fahrt....
Das ist doch eine Halbmondantilope oder nicht? Laut meinem Handbuch der Säugetiere gibt es die hier aber gar nicht 😗
... und sehen Elis ohne Ende. Sie stehen rechts und links im Gebüsch oder kreuzen unseren Weg.
Wir können gar nicht alles fotografieren, freuen uns nur, dass wir endlich auch wieder die Dickhäuter sehen. 🤩 Irgendwann haben wir in dem Trailwirrwarr die Orientierung verloren 🙄 und lassen uns einfach wieder zur Hauptpiste zurückführen und fahren glücklich - weil wir doch einige Tiere gesehen haben - zurück auf unsere Campsite.
Dort beobachten wir wieder die zahlreichen Vögel - alle Tokos zusammen 🤪
Rotschnabeltoko
Südlicher Gelbschnabeltoko
Und der Grautoko
Dann gibt es den obligatorischen Sundowner und bereiten unser Abendessen vor, das letzte Stück Fleisch - Kudu - aus Upington.
Auf Anraten der Locals hier machen wir ein besonders grosses Lagerfeuer – das muss man uns nicht zwei Mal sagen 😗 – um die Elis vom Camp abzuhalten. Wir hören sie mal näher mal weiter weg trompeten – irgendwie hört sich das aggressiv an, aber wir können uns auch täuschen – der ein oder andere Eli nascht auch an den Bäumen in der Nähe vom Camp, aber irgendwie ist es sehr idyllisch hier. Da die Safarigruppe (noch) nicht gekommen ist, waren vielleicht 4 Campsites belegt. Dann hören wir was am Mülleimer. Ein Schakal? Nein, schaut mal, ein Honeybadger. 🤪
Den haben wir noch nie gesehen und schon gar nicht in Action. Der hat es doch tatsächlich geschafft, den Mülleimer, der affensicher verschlossen war, aufzubekommen, in den Müllkäfig reinzukrabbeln und – da hatte ich so meine Bedenken – auch wieder herauszukommen – natürlich mit "Beute" 🤩 .
Wir waren total fasziniert. 😄 Die Bilder sind jetzt nicht der Hit, aber für uns war das echt eine schöne Begegnung 🤩 .
Heute Nacht stellen wir auch mal wieder unsere Wildkamera auf. Da wir das letzte Mal unzählige Bilder mit nichts hatten ausser unserem Camper – die Kamera wurde durch das Flackern des Feuers ausgelöst – haben wir dieses Mal vorgesorgt und einen Sichtschutz gebaut 🤪 . Ob wir was erwischt haben? Tja, das gibt es morgen 😈
Fazit South Gate: Wir finden das Camp am South Gate ist ein guter Ausgangspunkt um die Blackpools zu erkunden. Wenn man morgens von Maun her kommt, dann hat man fast noch den ganzen Tag Zeit für Gamedrives. Die Camps in der Mitte des Platzes gefallen uns jetzt weniger, es gibt aber auch einige etwas abgeschiedenere Sites (7-10 und ich glaube auch 1-3), die wir viel lieber haben. Die Sanitätshäuschen waren ok.
Teil 1906. Juli 2019
Tag 17: 31. Mai 2019 Part I – Wir sehen Löwen – richtige Löwen – auf dem Weg nach 3rd Bridge
Die Nacht war "unruhig": Wir haben jede Menge Besuch gehabt 😊 . Elis waren ganz nah am Camp und haben dort an den Ästen geknabbert – leider sind sie aber nicht in die Kamera gelaufen 😵 . Der oder die Honeybadger waren auch nochmals da und haben einen Höllenlärm veranstaltet – zum Glück wussten wir, dass das die Honeybadgers sind, da hätten wir echt Schiss gehabt 😮 . Doch auch die haben die Kamera gemieden. Und das haben wir alles auf unserer Wildkamera. Einbrecher?
Nein, nur Nina und Hansi, die nochmals nach dem Rechten sehen 🤩 .
Doch das war nicht unser einziger Besuch – auch eine Hyäne hat sich im Camp herumgetrieben und wurde von der Kamera erfasst.
Heute früh dann waren dann noch Löwen zu hören. Es waren auf jeden Fall mehrere, weil die sich – über unser Camp sozusagen – "unterhalten" haben und ziemlich nahe…. 😊
Wir wagen uns trotzdem raus und fahren gleich los. Frühstücken wollten wir am Picknick Platz an den Blackpools. So der Plan. Auf dem Weg zum Wasserloch hält Hansi an, zückt seine Kamera und deutet nach links – da ist ein Löwe 😮 . Ach Quatsch, das ist doch eh nur wieder ein Springbock 😗 .
Aber: Er hatte recht – da spaziert eine Löwin herum 🤩 .
Wir verfolgen sie, verlieren sie aber aus den Augen, und dann taucht sie - sind das nicht zwei Löwinnen? – bzw. ein Hinterteil wieder auf und ist verschwunden.
Die wollen sicher zum Wasserloch – nichts wie hin. Doch wir warten vergebens 🙄 . Schade. Was nun?
Dann lass uns doch Richtung Blackpool zum Frühstücksplatz fahren! Da wo wir gestern jede Menge Wild gesehen haben, ist heute gar nichts zu sehen 😵 . So gut wie keine Springböcke, keine Elis. Nur ein einsames Safariauto fährt mitten in der Pampa rum und scheint etwas zu verfolgen – warum macht er das? Löwen!
Wir fahren die Pad zurück, in der Hoffnung die Pad zum Safarifahrzeug – nein zu den Löwen – zu finden und können gerade noch anhalten: Eine Löwin kreuzt unseren Weg – endlich. Wir können es kaum fassen.
Und wo geht sie hin? Vorbei einem Löwen – der da gaaaaanz faul herumliegt.
Lag er da vorhin auch schon und wir haben ihn nur nicht gesehen? Egal – jetzt haben wir ihn ja.
Wie aus dem "Nichts" ist jetzt auch ein zweites Weibchen aufgetaucht - sind das etwa die zwei, denen wir heute früh schon gefolgt sind? Nach was halten die nur Ausschau?
Sie bleiben aber nicht zusammen.
Der "King" beobachtet das Treiben gelangweilt
Ihr scheint allerdings auch langweilig zu sein 🤩
Was ist da hinten nur so interessant?
Dann kommt plötzlich Bewegung in die Szene 😄
Was wird das denn?
Wird das was? Boh, wir sind ganz aufgeregt 🤩
Hm, sie scheint nicht zu wollen 😊
Na ja, dann macht sich der Löwe halt wieder vom Acker - wenn sie nicht will, dann will sie halt nicht 😈 ....
.... und macht es sich wieder bequem.
Sie trottet von dannen....
.... und er hat wohl auch keine Lust mehr, einfach nur so herumzuliegen und von uns "begafft" zu werden 🤪 . Also verschwindet auch er.
Wir schauen noch, ob es doch einen Weg gibt in Richtung Pan - da wo wir das Safari-Auto gesehen haben - finden allerdings nichts. So machen wir uns wieder auf den Weg in Richtung South Camp - das Frühstück fällt heute aus. Doch dafür haben wir endlich Löwen gesehen 🤩 . Wie lange haben wir darauf gewartet!
Teil 2007. Juli 2019
Tag 17: 31. Mai 2019 Part II – Badetag bei Familie Eli – auf dem Weg nach 3rd Bridge
Auf dem Weg in Richtung South Camp, bzw. der Main Road in Richtung 3rd Bridge sehen wir doch noch ein paar Tiere.
Die Gabelracke darf natürlich nicht fehlen.
Auch Giraffen hat es jede Menge.
Familie Warthog unterwegs.
Ganz neugierig schaut die Giraffe fast zum Fenster rein.
Und dann sind wir wieder am Wasserloch, das vorhin so ganz verlassen war. Aber hier geht´s gerade wirklich ab 🤩 . Badetag bei Familie Eli 🤪
Aber was liegt da im Wasser? Ist das ein Eli?
Nein, das ist ein Hippo 🤪
Dann kommt noch eine Gruppe Elis angerannt.
Boh, macht das Spass 🤩
Und wir können es kaum glauben - da kommt eine weitere Gruppe Elis aus dem Busch getrottet 🤩
Man beschnuppert sich kurz, scheint sich zu kennen und rückt zusammen, damit die Neuankömmlinge auch ins Wasser können.
Dann bläst die Anführerin aber zum Aufbruch - Abmarsch 🤩
Und dann wird es auch für uns Zeit weiterzufahren. Wir wollen noch in die Xini Lagoon - auch das ist das letzte Mal nicht möglich gewesen - alles nass und matschig. Dieses Jahr ist es schön zu fahren, doch wir haben hier kein richtiges Sichtungsglück 🙄
Weiter nach 3rd Bridge.....
....gibt es nur noch die Marabus zu sehen.
Dann – gegen 14 Uhr – sind wir im Camp. Wir haben die Nummer 1, die uns eigentlich ganz gut gefällt. Nur gibt es keinerlei Sichtschutz zur Nachbar Campsite. Was im Moment aber egal war, weil leer. Wir beschliessen, dass wir heute genug gesehen haben und verbringen den nachmittag mit relaxen auf unserer schönen Campsite. Schliesslich haben wir ja Urlaub 🤩
Wir sind immer wieder erstaunt, wie gross und schwer die "Leberwürste" sind. Da will man ganz sicher nicht drunterstehen, wenn die runterfällt......
Der Glanzstar macht seinem Namen alle Ehre....
Ist das ein Meyer´s Parrot? Dank Konni jetzt ohne Fragezeichen 🤩
Als es schon dunkel ist, grunzt es aus dem Dickicht – Hansi leuchtet und so erwischen wir noch das Rhino das ist natürlich ein Hippo 🤩 , das auf dem Platz herumläuft.
Und dann – so gegen 19 Uhr – wird es laut 😵 . Eine Gruppe Südafrikaner mit 3 Trailern kommen angefahren. Die schrecken auch vor nichts zurück – in der Dunkelheit und mit Trailer fahren die nach 3rd Bridge. Und welchen Platz haben sie? Natürlich die Nummer 2 neben uns 😗 . Somit war es vorbei mit der Ruhe. Die haben gut und gerne 1,5 Stunden gebraucht, bis die Autos und Trailers alle so standen, wie sie es sich vorgestellt haben und man fertig war fürs Abendessen. Ohne Worte. Wir versuchen uns den Abend nicht verderben zu lassen und lassen den tollen und ereignisreichen Tag nochmals Revue passieren.
Fazit 3rd Bridge:: Ja, was soll ich sagen? Das ist schlicht und ergreifend unsere Lieblingscampsite im Moremi. Sie ist schön an der Lagune gelegen und auf den meisten Campsites hat man auch genügend Privatsphäre. Nur nicht bei der 1 - 3 - Leider. Trotz Niedrigwasser konnte man hier noch Bootsausflüge im Tuck-Shop buchen und mit Kreditkarte bezahlen. Hier kann man auch noch ein paar kalte Getränke, Gin und Whiskey, Kekse, Feuerholz und sogar Haarsträhnchen 🤩 kaufen. Und hier trägt man sich - ganz wichtig - auch für die Campsites ein. Es gibt zwei Sanitärhäuschen, die auch sauber waren. Ob die Toilettenspülungen funktioniert haben - da schreibe ich später noch was dazu - kann ich jetzt nicht sagen. Und die Game-Drive Möglichkeiten hier sind natürlich unschlagbar.