Die Eulenmuckels auf der Nordschleife

Reisebericht 365 Antworten · 72,5k Aufrufe · gestartet 03. Dez. 2018 von Eulenmuckel
4'382 Beiträge · seit 201507. Jan. 2019 · #141
Guten Abend, Ihr Zwei Eulenmuckels,
das ist ja wirklich irre, was Ihr an einem einzigen Tag gesehen habt! Beneidenswert! Bitte so weitermachen!
Was mich auch beeindruckt, ist, was Ihr an einem einzigen Tag dazu noch zubereiten und verspeisen könnt 😄
....und das bringt mich zu der Frage: Hat das Brotbacken mit Kartoffelmehl Vorteile und wenn ja, in welche?? Wer diese braune Plempe auf Toastbrot schmiert, dem ist ja einiges an kulinarischen Sonderbarkeiten zuzutrauen 😉 😛
Viele Grüße Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200607. Jan. 2019 · #142
Hallo Friederike,

nein, Kartoffelmehl hat keine Vorteile, außer, dass es als eine der wenigen Fertigbackmischungen erhältlich war. Wir pimpen dann immer noch mit ein paar Kernen auf. Dieses Mehl werden wir aber nicht noch einmal wählen. Uwe hat so dermaßen geflucht.
Und die braune Plempe muss man gar nicht aufs Brot schmieren. Man kann auch gleich den großen Löffel ins Glas tauchen! 😛

Liebe Grüße
Ruth
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4'382 Beiträge · seit 201507. Jan. 2019 · #143
Man kann auch gleich den großen Löffel ins Glas tauchen! 😛
...gute Idee!
Danke für den Kartoffelmehlantitipp. Wir hatten manchmal Glück und fanden bei Spar Fertigbackmischung Roggenlandbrot.
Viele Grüße
Friederike
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Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200611. Jan. 2019 · #144
Tag 16 – 29. Juli 2018 – Welcome to Zambia!?

Nyamepi Camp, Mana Pools – Eureka-Camp, Lusaka

Unser letzter Morgen in Mana Pools begann wir die beiden vorherigen: Der Wecker war auf halb sechs gestellt, aber Ruth war schon vorher wach, weil irgendein Hippo Rabatz machte. Uwe setzte Wasser auf, wir besuchten das Ablutionhäuschen und klappten anschließend das Zelt ein. Mit Kaffee und Tee erfreuten wir uns ein letztes Mal am außergewöhnlich schönen Licht über dem Sambesi.

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Kurz nach sechs hatten wir alle Sachen verstaut und verabschiedeten uns von dem wirklich tollen Stellplatz Nummer 11.
Der erste Weg führte uns zum Long Pool, wo wir gestern Morgen die Löwen gesehen hatten. Aber bis auf einige Impalas war hier heute alles ruhig, es waren keine Katzen zu finden.

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Wir fuhren ein wenig ziellos durch die Gegend und waren ein bisschen wehmütig, da wir gerne noch zwei Tage verlängert hätten. Auch dieses Mal haben uns Landschaft und Tierwelt in Mana Pools wieder ausgesprochen gut gefallen.

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Helmperlhuhn

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Dann statteten wir dem Chowe-Pool noch einen Besuch ab. Ein großer Silberreiher stand unbeweglich im Grün und spähte nach Beute. Kopf und Hals bewegten sich in Zeitlupe nach vorne, um dann vorzuschnellen und zuzustechen. Leider blieb sein Jagdversuch erfolglos.

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Lilli mit dem orangen Zebra-Auto kam vorbei, und wir wechselten noch ein paar Worte, bevor wir uns auch von ihr verabschiedeten.

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Pünktlich um 8.00 Uhr fanden wir Karin und Peter am vereinbarten Treffpunkt und verließen den Park. Die beiden fuhren voran und waren ganz schön flott unterwegs, so dass wir uns sputen mussten mitzuhalten.

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Am ersten Tor nahmen sie noch einen Mann, der eine Mitfahrgelegenheit gesucht hatte, mit zur Hauptstraße. Nach einem kurzen Fotostopp neben einem großen Baobab hatten wir unsere Mitfahrer endgültig aus den Augen verloren.

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Hier ist das Vergleichsbild aus 2012:

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Das war jedoch nicht weiter schlimm, da sie am zweiten Tor auf uns warteten.

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Wir wechselten auch hier ein paar Worte mit einer ausgesprochen netten Rangerin, die fröhlich scherzend ihren Job machte und dabei gute Laune verbreitete. Ruth wollte sie schon für die Schule abwerben. Solche Leute kann man immer gut gebrauchen.
Auf der Hauptstraße bogen wir auf die Straße nach Mokuti ein, die das Sambesi Escarpement hinauf führte. Auch der nette Herr an der Tsetse-Fliegenkontrolle war bestens gelaunt und wünschte uns eine gute Fahrt.

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Bis Kariba kannten wir die kurvenreiche Strecke ja bereits.

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Die letzten Möglichkeiten, sich über das Prozedere für die morgen stattfindende Wahl zu informieren, fanden sich auch hier am Straßenrand:

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zuletzt bearbeitet 11. Jan. 2019
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200611. Jan. 2019 · #145
Hinter der Stadt gelangten wir zum Staudamm, wo sich die Grenzgebäude befinden. Nicht nur Lilli hatte uns geraten, diesen Grenzübergang zu wählen, da dort deutlich weniger Betrieb herrsche und daher alles ein wenig zügiger ablaufen solle als in Chirundu. Nur vor einem etwas missmutigen Officer auf der sambischen Seite hatte sie uns gewarnt. Der Herr sei völlig spaßbefreit. Uns egal, wir wollten uns ja nicht mit ihm anfreunden. Außerdem konnten wir so doch noch einen Blick auf die große Staumauer werfen.

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Die Ausreise aus Simbabwe ging recht schnell vonstatten. Die Pässe wurden gestempelt und die Fahrzeugpapiere kontrolliert. Dann konnten wir bereits weiterfahren. Obwohl alles überschaubar war, wuselten auch hier viele Menschen durch die Gegend, die mehr oder weniger beschäftigt waren. Sie alle machten auf uns einen fröhlichen Eindruck. Einige Ladys, die vor sich hinsingend auf einem Begrenzungspoller saßen, ließen sich gerne von uns ablichten.

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Der mächtige Sambesi-Staudamm ist wirklich eindrucksvoll. Es gibt einen Parkplatz, von dem aus man zu Fuß über den Staudamm laufen kann.

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Außer uns waren noch einige Einheimische unterwegs. Wie wir machten sie Fotos von sich und stellten sich für Selfies in Pose. Ungewohnt für uns war, dass sie sich mit uns fotografieren wollten.

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Wir spazierten ein wenig über die Mauer und betrachteten beide Seiten der Anlage, dann setzten wir unseren Weg fort.

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Hier war noch alles gut.

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Auf der Sambia-Seite der Grenze waren wir die einzigen Besucher. Das Beantragen und Ausfüllen der Visa ging vergleichsweise schnell. Dann kamen die Autos an die Reihe. Nachdem der Beamte alle Dokumente durchgesehen hatte, wollte er die sog. Police Clearance sehen. So etwas hatten wir dummerweise nicht dabei. Bei der Fahrzeugübernahme bei Savanna hatte schon Unklarheit darüber bestanden, ob dieses Dokument notwendig sei. Uns war versichert worden, dass bei einem Mietfahrzeug keine Police Clearance notwendig sei. Darauf hatten wir uns verlassen. Nun bestand der wichtige Herr aber darauf. Doofe Situation für uns, denn der gute Mann erledigte anscheinend seinen Job recht gründlich. Was sollten wir also tun? Bestimmt wurden wir darauf verwiesen, im Land des Mietfahrzeugs bei der Polizei eine Bescheinigung zu besorgen und dann wieder zu kommen. Keine Option für uns, denn der Umweg wäre ein bisschen weit gewesen. Dann hätten wir Pech.
Der LOA von Savanna für die angegebenen Länder interessierte den Beamten kaum, ebenso wenig unsere Argumentation, dass wir die kommenden Tage im Kafue bereits gebucht und bezahlt hätten. Das wäre halt schlecht für uns.
Mit der Autovermietung wollte er nicht sprechen. Was blieb uns noch? War dies wohl der Beamte, von dem Lilli gesprochen hatte? Vielleicht wäre Anfreunden doch eine gute Alternative. Peter versuchte es auf seine Art: Er sei ebenfalls Polizist … Der Officer lächelte mitleidig und erklärt dann gelangweilt, dass er ihn dann ja erst recht verstehen müsste. So kamen wir also auch nicht weiter, Mist aber auch!
Uns wurde geraten, mit der Autovermietung zu sprechen. Was das genau bringen sollte, war uns nicht klar. Heute war Sonntag – unwahrscheinlich, dass man uns irgendetwas von der Polizei faxen könnte, noch dazu, wo das Auto gar nicht vor Ort war. Trotzdem telefonierte Peter mit Savanna und schilderte unser Problem. Man riet uns, die Angelegenheit mit Geld zu regeln. Na prima! Darin sind wir ja geübt.
Leicht überfordert mit der Situation kehrten wir verunsichert ins Büro zurück und erklärten so selbstbewusst wie möglich, dass uns empfohlen wurde, die fehlende Police Clearance hier zu kaufen. – Wie, das sei gar nicht möglich? Wir drehten uns im Kreis, kamen einfach nicht weiter, waren aber auch nicht bereit, deutlicher zu werden und einfach ein paar Dollar über den Tisch zu schieben. Wer weiß, was der furchteinflößende Mensch dann mit uns machen würde? Oder erwartete er genau das? Wir schwiegen uns ein bisschen an.
Nach einer gefühlten Ewigkeit, in der wir immer ratloser dreinschauten, waren wir dem Officer wahrscheinlich genug auf den Wecker gefallen (er uns aber mindestens ebenso) und konnten plötzlich – Überraschung – auch ohne die Police Clearance einreisen. AHA!?
Dann begann die Schnitzeljagd um das Grenzgebäude, um nacheinander die Straßengebühr, die Versicherung und die Carbon Tax zu bezahlen. Am Ende waren wir inkl. der Visa über 180 US-Dollar und weitere Nerven los. Dass es am Alternativgrenzübergang noch komplizierter geworden wäre, können wir uns kaum vorstellen.

von Karin:
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von Karin:
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Auf sambischer Seite waren viel mehr Personen unterwegs als in Zimbabwe. Das erste Stück bis zur T1 war noch recht ruhig. Kinder warfen sich fast vor das Auto, um Baobabfrüchte oder andere kleine Snacks zu verkaufen. Am Straßenrand waren oft Stände mit Obst oder Körben und Trommeln.

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Bei einer Schranke wurden wir erneut zur Kasse gebeten. Irgendeine Levy wurde entrichtet, und man zeigte uns stolz eine getötete Schlange, die wir unbedingt fotografieren sollten – nicht so ganz unser Ding.
Auf der T1 waren viele Autos und Lastwagen unterwegs. Die Straße wand sich wie bereits den gesamten Tag bergauf und bergab. Es gab viel buntes Afrika-Leben zu sehen.

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von Karin:
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In der Stadt Kafue hielten wir und suchten einen Geldautomaten. Im Choppies Supermarkt fanden wir ein Standgerät, das bereitwillig Kwachas für Peter und uns ausspuckte. Während die Männer bei den Autos blieben, kauften Karin und Ruth ein. Draußen beobachtete Uwe die Fahrzeuge und das Geschehen an der Kreuzung. Es war sehr interessant. Zwei Mädchen boten Kehrbesen und Erdnüsse an. Schließlich versuchten sie, uns ein paar Brocken ihrer Sprache beizubringen, was jedoch sehr schwer war. Unsere ersten Lautierungsversuche gingen in allgemeiner Heiterkeit unter. Schließlich ließ sich Ruth die beiden Wörter notieren. Dann klappte es besser.

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Der Einkauf verschlang mehr Zeit als geplant, und so fuhren wir erst mit Sonnenuntergang weiter. Die letzten Kilometer bis Lusaka gerieten wir in die Dunkelheit, fanden das Eureka-Camp aber ohne Probleme. Wir checkten auf dem Campingplatz ein und gingen zur Bar hinüber. Einige junge Leute spielten Billard. Es war sehr trubelig, und die Musik war laut. Das störte uns aber nur wenig, obwohl es nach den Tagen im Park eine ganz schöne Umstellung für uns war. Wir bestellten Burger mit Pommes und meldeten uns per Handy zu Hause.
Zurück am Auto krochen wir ins Zelt und hörten beim Einschlafen den Gesang eines Nightjars.

Kilometer: 368
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zuletzt bearbeitet 11. Jan. 2019
1'166 Beiträge · seit 201712. Jan. 2019 · #146
Ist zwar fast langweilig das zu wiederholen, aber einfach eine richtig tolle Reise. Mich faszinieren die Menschen auf den letzten Seiten mehr als Landschaft und Tierwelt. (wobei Mana-Pools, jetzt in Kombi Hwange auch Zimbabwe auf die Karte rücken) 😉

Löwen kennen wir ja praktisch nur in schlafend. Ganz schön, schön.


Gruß,
Robin
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8'682 Beiträge · seit 201012. Jan. 2019 · #148
Nabend Ihr Zwei,

da ich den Ausgang des Police-Clearance-Dramas schon kannte, konnte ich die Stelle entspannt und mit einem leichten Schmunzeln lesen. Dabeisein hätte ich aber nicht wollen. Ich weiß schon, warum wir dieses Jahr über keine Grenzen fahren 😎 !

Beim Sprachkurs wäre ich aber sehr gerne Mäuschen gewesen - ich kann mir Ruth vor Ort so richtig gut vorstellen 🤪

Mana Pools - ich kenne es ja gar nicht, aber auch auf euren (wie immer wunderschönen) Fotos sehe ich dieses ganz besondere Licht zwischen den Bäumen, von dem man immer liest (auch tagsüber, nicht nur so wie auf dem Bild). Ich glaube, ich will da auch mal hin.... 😮 .


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Hast du nicht heute schon erwähnt, dass du am Fotosichten für's nächste Kapitel bist? Ich wäre bereit 😗 !

Liebe Grüße von Bele
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zuletzt bearbeitet 12. Jan. 2019
106 Beiträge · seit 201313. Jan. 2019 · #150
Grüß euch ihr beiden!

Hier musste ich das erste Mal lachen 😄
Die beiden fuhren voran und waren ganz schön flott unterwegs, so dass wir uns sputen mussten mitzuhalten.
Ja, die unerwartet gut präparierte Piste raus aus dem Park hat Peter anscheinend verleitet.

Und hier das zweite Mal
Hier war noch alles gut.
Super beschrieben unsere "Grenzerfahrung"! Im Nachhinein ist es ja lustig sich diesen Beamten vorzustellen. Wir werden aber leider nie erfahren, warum er plötzlich seine Meinung geändert hat.

Danke für's Schreiben und Auffrischen der Erinnerungen!
Karin
82 Beiträge · seit 201213. Jan. 2019 · #151
Januar in Deutschland und Afrika im Herzen - ihr macht es möglich mit euren tollen Reiseberichten, liebe Eulenmuckels!

Seid ihr wahrscheinlich schon ein paar Mal gefragt worden: Welches Kamera-Equipment nutzt ihr aktuell? Nutzt ihr die großen Tele-Objektive freihändig mit Telekonverter?

Viele liebe Grüße
Alex
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200614. Jan. 2019 · #152
@Robin: Die Begegnungen mit den Leuten waren auf jeden Fall das, was die Tage in Simbabwe und Sambia ganz besonders gemacht hat.

@Bele: Das Licht in Mana Pools ist wirklich einmalig schön. Wenn du mal dorthin kommst, sag aber vorher dem Beleuchter Bescheid. 🙂

@Martin: Mit dem Druck können wir umgehen. 🙂

@Karin: Ich glaube, er wollte uns einfach eine Zeit lang zappeln lassen. Reine Machtdemonstration.

@Alex: Wir fotografieren mit Canon EOS 5D III und 7D II. Das große Canon EF 500 ist ziemlich schwer. Man kann schon einige Fotos damit freihand machen, ich ein paar mehr, Ruth ein paar weniger. Auch wenn man sich an das Gewicht gewöhnt, muss man zwischendurch aber immer wieder absetzen. Im Auto legen wir das Objektiv auf einem Schaumstoffrohr auf die offene Scheibe (längs aufgeschnittenes Stück Schwimmnudel). Bei Bootstouren ist ein Einbeinstativ das Mittel der Wahl.
Einen Telekonverter verwenden wir nicht. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Bilder damit sichtbar an Qualität verlieren.

Liebe Grüße
Uwe
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3'883 Beiträge · seit 201115. Jan. 2019 · #153
Eulenmuckel schrieb:
@Alex: Wir fotografieren mit Canon EOS 5D III und 7D II. Das große Canon EF 500 ist ziemlich schwer. Man kann schon einige Fotos damit freihand machen, ich ein paar mehr, Ruth ein paar weniger. Auch wenn man sich an das Gewicht gewöhnt, muss man zwischendurch aber immer wieder absetzen. Im Auto legen wir das Objektiv auf einem Schaumstoffrohr auf die offene Scheibe (längs aufgeschnittenes Stück Schwimmnudel). Bei Bootstouren ist ein Einbeinstativ das Mittel der Wahl.
Einen Telekonverter verwenden wir nicht. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Bilder damit sichtbar an Qualität verlieren.

Liebe Grüße
Uwe
Danke Uwe, du bestätigst meine Erfahrung mit dem Konverter. Wir glaubten mit einem 300er Objektiv plus Konverter gut aufgestellt 😉 - wie man heutzutage so sagt - zu sein, was sich aber als Trugschluss erwies! Die fotografierten Löwen-Motive im Etoha NP 2017 enttäuschen! Gut, dass wir vor der Reise 2018 ein 400er Objektiv gekauft haben. Damit sind wir zufrieden. 500er Brennweite wäre natürlich noch besser, aber das Gewicht stört mich.
Reiseberichte und Videos Video:Bootsafari auf dem Kwando 2018 Forum(2016): Südafrika & KTP Forum(2013): Zwei Gruftys in Botswana Forum(2013): Fünf Tage in Johannesburg Web:Namibia & Botswana 2017 Video:Sani Pass 2015 Web:Südafrika & Lesotho 2015 Web:Auf Pad im südl. Afrika 2014 Video:Elefanten im Senyati Safari Camp 2013 Web:Namibia 2011
2'460 Beiträge · seit 200617. Jan. 2019 · #154
Jetzt bin ich wieder auf dem aktuellen Stand bei eurem tollen Rb. Besonders gefallen mir die vielen Fotos von den Piepmätzen.

Da wir in Zimbabwe teilweise die gleichen Destinationen hatten, bin ich beim Lesen mitunter etwas neidisch geworden: Löwen und wilddogs in Mana Pools oder das Bushbaby bei Lomagundii– das Sichtungsglück hatten wir nicht 🙁 . Außerdem habt ihr zum Fotografieren das bessere Wetter gehabt (besonders bei Kariba ist mir das aufgefallen): bei uns war es oft diesig. Aber davon abgesehen, euren super Fotos hätte ich selbst mit perfekten Licht nicht das Wasser reichen können. 😗

Freue mich auf die Fortsetzung.
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
8'682 Beiträge · seit 201019. Jan. 2019 · #155
Eulenmuckel schrieb:
@Bele: Das Licht in Mana Pools ist wirklich einmalig schön. Wenn du mal dorthin kommst, sag aber vorher dem Beleuchter Bescheid. 🙂
Uwe
Mach ich ! 😄

Und du sag bitte mal Ruth Bescheid, dass für heute genug korrigiert ist - und euren Kickern, dass sie bisschen schneller spielen sollen. Ich würde nämlich jetzt gerne weiterlesen 😎 !

Liebe Grüße von Bele
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zuletzt bearbeitet 19. Jan. 2019
55 Beiträge · seit 201220. Jan. 2019 · #156
Hallo Uwe,
Erstmal vielen Dank für den sehr schönen Bericht und die wunderschönen Bilder.
Nachdem hier schon einer die Frage nach eurem Eqipment gestellt hat würde mich noch eines interessieren.
Welchen Fotorucksack beutzt Ihr denn?
Ich bin auf der Suche nach einem geeigneten, weil mpmentan benutzte ich zwei Rucksack Inlets, dies ist aber manchmal etwas umständlich.
Vielen Dank für Eure Antwort.
Gruß Jochen
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200620. Jan. 2019 · #157
@freshy: Das Gewicht des 500mm Objektivs kann wirklich ein Hinderungsgrund sein. Aber die Bildqualität überzeugt. 🙂

@Chrissie: Vielen Dank. Ja, unsere Routen haben sich oft überschnitten. Wir schauen uns auch gerne deine Sicht auf die Orte an. Zum ungleich verteilten Sichtungsglück verweise ich mal auf euren Löwenauflauf im Hwange. 😉

@Bele: Nun habe ich es endlich geschafft, Ruth von den Zeugnissen loszueisen. Somit folgt jetzt der nächste Tag der Reise.

@Jochen: Für den Großteil der Fotoausrüstung habe ich einen Tamrac Expedition 7. Da passen zwei DSLR Bodys, das große 500 mm und ein paar kleine Objektive hinein. Außen gibt es noch ein Laptopfach und Außentaschen für Speicherkarten und Akkus. Der Rucksack ist für mich ganz praktisch, gefüllt aber auch ziemlich schwer. Ich benutze ihn hauptsächlich für die An- und Abreise, aber z. B. nicht zum Wandern. Daher kann ich nicht sagen, ob er sich auch länger gut tragen lässt.

Viele Grüße
Uwe
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Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200620. Jan. 2019 · #158
Tag 17 – 30. Juli 2018 – Lusaka, eine spannende Stadt

Eureka-Camp, Lusaka – McBride’s Camp, Nord-Kafue

Heute Morgen war es angenehm ruhig im Eureka-Camp. Die Reisegruppe mit den jungen Leuten hatte gestern noch lange gefeiert und schlurfte heute entsprechend kleinäugig und graugesichtig um ihre Chalets. Wir standen erst mit Sonnenaufgang auf, ließen uns etwas Zeit und frühstückten mal wieder etwas länger mit Müsli, Nutella- und Marmeladenbroten.

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Dann hörten wir wieder einen Nightjar rufen und versuchten uns anzuschleichen. Ein wenig irritiert waren wir schon, da sie ja üblicherweise nicht tagsüber rufen. Als wir den Baum erreicht hatten, hörten wir nichts mehr. Dafür fanden wir aber selbst mit Fernglas keinen Vogel. Zu gerne würden wir eine Nachtschwalbe mal am Tag entdecken. Später stellte Ruth fest, dass wir hier wohl ewig hätten suchen können, denn anstelle des vermeintlichen Nightjars waren wir dem Trällern eines Haubenbartvogels hinterhergelaufen, der einen ähnlichen Laut von sich gibt.
Beim Spülen knüpfte Uwe an den gestrigen Mini-Sprachkurs in Kafue an und fragte eine Angestellte nach dem Namen der lokalen Sprache: Chowa. Und er ließ sich nochmal genau vorsprechen, wie man „How are you?“ sagt. Wir übten diesen Gruß den ganzen Tag und zauberten heute allen Einheimischen, mit denen wir zu tun hatten, ein Lächeln ins Gesicht.
Ruth duschte und suchte anschließend weitere Vögel auf dem Gelände.

Senegal-Amarant

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Angola-Schmetterlingsfink

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Laubbülbül

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Sumpfwürger

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Ziernektarvogel

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Trauerdrongo

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Uwe sicherte noch Fotos, dann hatten wir alles parat und starteten erst gegen 9.30 Uhr. Entlang der T2 ging es weiter Richtung Innenstadt. Als erstes hielten wir bei einer Shopping-Mall auf einem bewachten Parkplatz. Draußen waren mehrere Geldautomaten, wo wir nochmal Bargeld abhoben. Dann gingen wir in einen großen Shoprite-Supermarkt. Das Angebot ließ uns staunen. Bis auf Salami fanden wir alles, was wir brauchten und sogar noch ein paar Dinge mehr. Alles war peinlichst sauber und ordentlich. Nachdem wir alle Einkäufe im Wagen verstaut hatten, holten wir noch eine Riesenportion Pommes bei Hungry Lion, sozusagen als zweites Frühstück.
Weiter ging es zu einer Tankstelle. Nach Uwes Berechnungen lief wieder mal nicht genügend Diesel in die Tanks, denn er konnte sich nicht vorstellen, dass wir nur so wenig verbraucht hatten. Außerdem kontrollierten wir Öl und ließen Waschwasser auffüllen. Nun hatten wir alles erledigt und hätten eigentlich nur noch aus Lusaka herausfahren müssen. Dazu führte unser Weg jedoch ein kleines Stück durch das Zentrum der Stadt. Das reichte, um Teil des dortigen Staus zu werden.

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Nachdem sich auf unserer Linksabbieger-Spur minutenlang nichts bewegte, machten wir es wie die Einheimischen, fuhren quer über Bordsteine und Mittelstreifen auf die Parallelstraße und kamen dort schneller vorwärts. Beim Einfädeln in den Verkehr mussten wir uns der aggressiven Fahrweise der Kleinbusfahrer anpassen, weil wir sonst niemals über die Kreuzung gekommen wären.
Karin und Peter kamen ebenfalls gut mit, und so näherten wir uns der gesuchten Ausfallstraße. Während wir im Stau standen, tobte um uns herum das gefühlte Chaos. Wohin man schaute, waren Leute unterwegs, mit oder ohne Gepäck, viele mit großen Schubkarren voller Waren, Eiern, Baumwolle oder alten Autobatterien.

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Überall waren Stände mit Waren aller Art: Werkzeuge, Rucksäcke, Metalle, Obst, Gemüse, Plastiksachen, Tücher, Klamotten, lebende Hühner, Bettgestelle, Türrahmen. Wir kamen aus dem Staunen nicht heraus. Menschen und Fahrzeuge bahnten sich ihren Weg, wie sie nur konnten. Eine Zeit lang fuhren wir parallel zu einem Markt. Ruth wäre am liebsten aus dem Auto gesprungen, um das wuselige Leben aus der Nähe zu bestaunen. Da wir aber nicht einschätzen konnten, wie lange der Stau anhalten würde und ob sie tatsächlich am anderen Ende wieder rechtzeitig aus dem Wirrwar an Ständen und Gässchen auftauchen würde, musste sie sich damit begnügen, die Hüttchen, die dudelige Musik, das Stimmengewirr und die Megaphonsprüche im Vorbeifahren aufzuschnappen. Es war herrlich!

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zuletzt bearbeitet 20. Jan. 2019
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200620. Jan. 2019 · #159
Irgendwann wurde der Trubel weniger, wir entfernten uns vom Zentrum und konnten schneller fahren. Etwa 150 Kilometer führte die Teerstraße nach Nordwesten.

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In Mumbwa bogen wir ab, tankten nochmal voll und fuhren dann auf Schotter und Sand Richtung Kafue-Nationalpark.

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Zu Beginn kamen uns einige große, übertrieben beladene LKWs entgegen, die man im aufgewirbelten Bulldust kaum erkennen konnte.

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Später kamen wir durch Wald, und Tsetses flogen um die Autos. Die Strecke zog sich wieder ewig hin, ließ sich aber einigermaßen gut fahren.

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Kurz vor fünf erreichten wir das McBride’s Camp und lernten Chris McBride kennen. Er ist ein sehr netter älterer Herr, der uns begrüßte und zum Kaffee/ Tee einlud. In den kommenden Tagen sollten wir noch merken, dass er in dieser Hinsicht sehr aufmerksam war. Wo und wann immer wir ihm begegneten, bot er uns eine Tasse Tee an. Dabei wurde er nicht müde zu erklären, dass ihm seine Frau beigebracht habe, dass es den Gästen nie an Tee mangeln dürfe. Außer uns waren zurzeit keine Gäste im Camp. Wir setzten uns vor sein offenes Wohnzimmer auf ein Sofa mit Blick auf den Kafue-Fluss und unterhielten uns angeregt. Chris und seine Frau, die für ein paar Tage in Lusaka war, betreiben das Camp seit 16 Jahren. Er erzählte uns von hier heimischen Löwenrudeln, von Leoparden, den Hippos und Krokodilen.
Seine Frau gibt den Tieren Namen. So heißt das dominante Hippo-Männchen Paul Pott, von dem sich das andere Flusspferd Lone Ranger fernhält. Bartholomew ist der Mähnenlöwe und alleiniger Chef des Löwenrudels. Es war sehr interessant, mit Chris zu plaudern. Er empfahl uns, morgen früh eine Bootsfahrt zu machen.
Auf der Campsite zeigte uns der Angestellte Patrick die Duschen, machte Feuer und heißes Wasser für uns. Wir parkten die Autos und ruhten uns ein wenig aus. Dann bereiteten wir Abendessen. Wir grillten Springbock und aßen Gurke-Feta-Tomaten-Salat. Im Dunkeln huschte eine kleine Ginsterkatze vorbei. Nach dem Spülen gingen wir schnell ins Zelt, um morgen früh fit für den Bootstrip zu sein.

Kilometer: 271
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55 Beiträge · seit 201221. Jan. 2019 · #160
Hallo Uwe,
Danke für deine Information.
Noch eine weitere Frage, welches Navi benutzt Ihr auf euren Touren?
Danke
Gruß
Jochen