Die Eulenmuckels auf der Nordschleife

Reisebericht 365 Antworten · 72,5k Aufrufe · gestartet 03. Dez. 2018 von Eulenmuckel
8'672 Beiträge · seit 201017. Feb. 2019 · #221
Eulenmuckel schrieb:@Katrin: Ja, das Malen mit den Taschenlampen in der Dunkelheit macht immer viel Spaß.
🤩 😈 Fragt sich nur: wem???? 🤢

Die Vogelbilder sind mal wieder outstanding, aber das habt Ihr schon oft gehört - von daher möchte noch erwähnen, dass ich diese Fotos mit der Morgensonne, die sich im See spiegelt, wunderschön finde! 😘
mahango schrieb:
Ich suche ein Buch über Vögel im südlichen Afrika mit den deutschen Namen (aus meinen Büchern und von den Rangern erfährt man immer die englischen....
Hallo Iris,
ich bin zwar weder Ruth noch Uwe, aber ich nutze, wenn ich Internet habe, immer gerne diesen Link:
http://www.babelbird.de/babelbirdy.php
(Zum Glück ist Matthias noch unterwegs, sonst würde er hier gleich einhaken und sagen, dass eigentlich nur die wissenschaftlichen Namen gelten und Sinn machen 😎 )

LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 17. Feb. 2019
49 Beiträge · seit 201917. Feb. 2019 · #222
Danke Bele !
Werde den Link mal testen 🙂 aber jeweils erst zu Hause....
Denn im Urlaub verweigern wir uns grundsätzlich Internet und Co. Da wollen wir möglichst nur Natur pur.
LG
Iris
106 Beiträge · seit 201317. Feb. 2019 · #223
Grüß euch, ihr beiden!
Das geht übrigens auch von Deutschland oder Österreich aus. 😁
Das ist eine sehr gute Idee! Dass ich da nicht selber drauf gekommen bin. 😎
Und hier war das zufriedene Krokodil schuld, das bereits Kopf und Schwanz gefressen hatte. Da kann man ja nun auch nichts machen!
Herrlich!!! 😄
Erstaunlich, dass Karin und Peter so viel Geduld mit uns hatten und sehr brav nicht einmal drängelten weiterzufahren. Danke!
Sehr gerne doch. Wir lieben es ja, langsam zu reisen. Ich erinnere mich irgendwie, dass es da auch so Tage gab, an denen wir nur fahrend im Auto saßen. 😗
Da kamen so ein paar nur-in-die-Landschaft-schauen-Stunden immer wieder gerade recht.

Wünsche fröhliches Weiterschreiben!
Karin
zuletzt bearbeitet 17. Feb. 2019
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200617. Feb. 2019 · #224
@Maddy: Erneut vielen Dank für deine Expertise.

@Konni und Gromi: Immer diese Fangfragen 😉 Unser Handgepäck ist auch am Limit. Wir teilen die Fotoausrüstung auf unsere beiden Rucksäcke so auf, dass beide die akzeptierten 10 Kilogramm wiegen. Das beinhaltet die Kameragehäuse und Objektive. Das ganze Zubehör landet im Aufgabegepäck. Wenn die Rucksäcke zu schwer sind, machen wir es wie ihr und nehmen eine Kamera mit Objektiv noch in einer separaten Kameratasche in die Hand.

@Hartwig: Danke für euer Coming-Out. 😉 Wir haben die Vögel nicht überrascht, sondern standen vor ihnen dort. Sie sind für ihr Liebesspiel freiwillig vor unserem Auto gelandet. Selbst wenn wir uns nicht so sehr für sie interessiert hätten, wäre es sehr unhöflich gewesen, weiterzufahren und sie damit zu stören.
Der Neid auf einige Fotos ist schon immens.
Das Kompliment können wir genau so zurückgeben (Stichwort Karminspinte).

@Iris: Herzlich willkommen im Namibia-Forum! Ihr bringt ja jede Menge Erfahrung mit. Für uns war es auch der erste Besuch im Hwange, und der hat uns sehr gefallen.
Es gibt ein schönes, keines Taschenbuch, den "Taschführer für Vögel im südlichen Afrika" von Burger Cillié und Ulrich Oberprieler. Er enthält zwar lange nicht so viele Arten wie Sasol, Roberts usw., ist aber sehr handlich und auf Deutsch.

@Karin: Ja, das Langsam-Reisen kam an manchen Tagen ein bisschen zu kurz.

Viele Grüße
Uwe
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1'003 Beiträge · seit 200817. Feb. 2019 · #225
Hallo Ruth und Uwe,

Toller Bericht, den ich gerne mitlese. Besonders der Zim/ Sambia Teil, interessiert mich, denn der steht auch noch auf unserer Liste.
Ich hoffe und glaube doch sehr, dass Ihr bei dieser Tour kaum frieren musstet ? 😉 Das habt Ihr auch mal verdient!
Hat sich der Abstecher nach Sambia gelohnt? Ich meine mich zu erinnern, das Ihr bei Eurer ersten Tour durch Sambia nicht so sehr begeistert wart? Wir fanden Sambia toll, vorallem wegen de Menschen und möchten es auch gerne wieder bereisen, am liebsten noch mit Malawi, aber da braucht man viel Zeit. Vorallem wenn man aus Windhoek startet, wegen dem Auto. Aber Ihr kennt das ja...
Weiterhin gute Fahrt und liebe Grüße von
Doro
5'479 Beiträge · seit 200918. Feb. 2019 · #226
Eulenmuckel schrieb:
Auch Karin versuchte sich bald in der Lichtmalerei. Die einbeinige Giraffe war für den allerersten Versuch schon gar nicht schlecht, insbesondere auch, weil der Timer der Kamera nicht unbedingt zu ihren Gunsten arbeitete.

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Das ist keine Giraffe, sondern ein Flamingo. Das ich Euch mal beim Vogel bestimmen helfen muss, hätte ich nicht gedacht. 😄
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
49 Beiträge · seit 201918. Feb. 2019 · #227
Hi Uwe !
Danke für den Buch-Tipp. Dieses habe ich bisher nur in englischer Fassung erjagt und werde mir mal ein paar deutsche Vogelnamen reinschreiben. Das ist bestimmt die richtige Beschäftigung, wenn man gerade eine Erkältung auskuriert 🙁
Danke auch für die Willkommensgrüße. Habe gerade vorhin eine kurze Vorstellung unter Mitglieder eingestellt.
Beste Grüße
Iris
106 Beiträge · seit 201318. Feb. 2019 · #228
Topobär schrieb:
Das ist keine Giraffe, sondern ein Flamingo.
Danke, Topobär! Jetzt erinnere ich mich wieder 😄
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200618. Feb. 2019 · #229
@Doro: Richtig. Die Temperaturen waren sehr angenehm. Der kälteste Morgen mit 3 Grad war bei der Gwango Lodge. Sonst hatten wir morgens oft schon um die 10 Grad. Das kann man mit der Kalahari in dieser Jahreszeit nicht vergleichen.
Der Besuch in Sambia hat sich absolut gelohnt. Es war unsere dritte Reise durch dieses Land, und wir fanden es jedes Mal spannend. Und du hast Recht: Das Besondere sind auch dort die freundlichen Menschen (wenn man mal von dem Grenzbeamten absieht, der uns fast nicht hatte einreisen lassen).
Malawi ist von Windhoek aus wirklich das Äußerste, das man im Rahmen einer sechswöchigen Rundreise erreichen kann. Und auch dann hat man viele Kilometer zu fahren.

@Thomas: Stimmt! Ich habe nochmal in unserem Vogelbuch nachgeschlagen. Du hast absolut Recht, das hätten wir auch selbst herausfinden können:

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Wir werden dich in Zukunft öfter fragen, wenn wir Schwierigkeiten bei der Bestimmung nachtaktiver Flamingos haben. 🙂

@Iris: Wie du siehst, finden sich in unserem deutschen Taschenbuch auch ganz besondere Spezies. 😉

Viele Grüße
Uwe
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zuletzt bearbeitet 18. Feb. 2019
49 Beiträge · seit 201918. Feb. 2019 · #230
Uwe, dieser Rosaflamingo fehlt uns noch in der birding list. To-do für die nächste Tour 🙂

Grüße
Iris
3'883 Beiträge · seit 201119. Feb. 2019 · #231
Eulenmuckel schrieb:
Malawi ist von Windhoek aus wirklich das Äußerste, das man im Rahmen einer sechswöchigen Rundreise erreichen kann. Und auch dann hat man viele Kilometer zu fahren.
Es gibt ja die Möglichkeit, ab und bis Kasane zu fahren, dann wäre die Tour bis Malawi kürzer. Es sei denn, man legt Wert auf einen bestimmten Fahrzeugvermieter. Nach einigem Grübeln haben wir uns für den Bushcamper eines Vermieter entschieden, der hier im Forum bisher nicht negativ aufgefallen ist. Wir steigen in Jo'burg ein und geben das Auto in Kasane wieder ab, um eine längere Tour durch Sambia zu unternehmen.

@Uwe: Danke für den Hinweis zur Strecke zum bzw. ab dem Ithezi Thezi 🙂 .

LG freshy
Reiseberichte und Videos Video:Bootsafari auf dem Kwando 2018 Forum(2016): Südafrika & KTP Forum(2013): Zwei Gruftys in Botswana Forum(2013): Fünf Tage in Johannesburg Web:Namibia & Botswana 2017 Video:Sani Pass 2015 Web:Südafrika & Lesotho 2015 Web:Auf Pad im südl. Afrika 2014 Video:Elefanten im Senyati Safari Camp 2013 Web:Namibia 2011
2'085 Beiträge · seit 201219. Feb. 2019 · #232
Liebe Muckels,
jetzt übertrefft ihr euch so langsam aber wirklich selbst!
Die Morgenstimmung am See finde ich fast überirdisch, aaaber Ruth im Schilf an Mega Linse gefällt mir auch sehrsehr gut. Und nicht nur das! Einmal mehr ein ausgeschriebenes DANKE für den wunderbaren Bericht und viele Grüße dazu
Ingrid
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zuletzt bearbeitet 23. Feb. 2019
2'319 Beiträge · seit 201119. Feb. 2019 · #233
tiggi schrieb:Liebe Ruth, lieber Uwe,
es ist wieder ein toller Bericht! 😉 🙂
Ein bisschen erstaunt bin ich/wir über die neue Managerin der KaingU Lodge aus Australien. Wir waren im Juli 2017 dort und damals hat Julia aus Deutschland mit ihrem schottischen Mann die Lodge betrieben. Beide ließen nicht durchblicken, dass sich ein Eigentümerwechsel anbahnt. Sie stellte sich auch als Managerin vor. Mit Julia haben wir noch das Angestelltendorf besucht, stolz hat sie von ihren unterschiedlichen sozialen Engagemants erzählt, ihre Erfolge in der nahegelegenen Schule haben wir bestaunt, es war so schön!
Die beiden erschienen uns sehr zufrieden auf der Lodge.
Aber eines scheint immer in Afrika sicher zu sein, das nichts endlich ist und Vieles sich schnell verändert! 🤩

Liebe Grüße
Biggi
Hi Biggi,

das mit Lynda von KaingU ist ein "alter Hut", denn eigentlich waren sie und ihr Göttergatte es, die das Etablissement vor Jahren übernommen hatten.

Als wir 2014 dort waren, hatten gerade Julia (aus Bayern) und ihr schottischer Freund/Ehemann sich an der KaingU Lodge beteiligt.

Wir hatten damals viele Gelegenheiten, uns sowohl mit den Australiern als auch mit Julia zu unterhalten.

Alle waren so ziemlich nett, auch wenn uns die Inrechnungstellung von zwei halbvollen, mittelgroßen Plastiktüten mit Eiswürfeln seitens Lynda sauer aufgestoßen war. 7 USD für ein paar Ice Cubes wohlwissentlich, daß wir an zwei von KaingU angebotenen Activities teilnahmen und diese gesalzene Preise hatten, empfanden wir mehr als knauserig.
Überall auf unserer 2014er-Tour begegneten wir großer Hilfsbereitscheit in Campsites betreffend unseres Kühlschrankproblems. Wir mußten mit einem defekten Kühlschrankstecker rumtourten; selbst bei unserem unvorhergsehenem Zwei-Tages-Aufenthalt in Lusaka konnten wir unser Steckerproblem nicht lösen und waren somit auf einen Stromanschluß auf den Campsites angewiesen, um den Kühlschrank aus unserem Wagen hievend an eine Steckdose zu schließen. Stromanschluß gab es aber jedoch nicht auf den KaingU-Campsites und somit mußten wir "manuell" mit Eiswürfeln kühlen.

Liebe Grüße

Alm
zuletzt bearbeitet 19. Feb. 2019
2'319 Beiträge · seit 201119. Feb. 2019 · #234
Eulenmuckel schrieb:

Nach diesem Gamedrive erreichten wir die Hippo Bay Campsite. Bis zur Rezeption bei der nahegelegenen Lodge, wo wir uns anmeldeten, waren es nochmal ein paar Minuten. Mit Karin und Peter suchten wir uns einen Stellplatz. Mit uns trafen noch vier Autos einer italienischen Reisegruppe ein. Außerdem waren noch zwei einzelne Fahrzeuge auf dem Platz. Für unseren Geschmack waren das schon viel zu viele andere Leute. Durch die bisherigen Campingplätze, die wir immer für uns alleine hatten, waren wir ziemlich verwöhnt. 😵

Und so beobachteten wir leicht skeptisch und natürlich völlig vorurteilsfrei, wie die Italiener zuerst alle Bänke des Platzes zusammenklaubten, zwischen ihren Autos platzierten und danach das unisex Waschhäuschen in Beschlag nahmen. Und zwar so richtig, denn aus jeder Dusche kam uns fröhlich ein nasser, mehr oder weniger behaarter Mensch mit knapp um die Hüfte geschlungenem Handtuch entgegen. Huh! Es machte ihnen auch wenig aus, ihre Waschsachen praktischerweise gleich neben den Waschbecken zu verstauen. Außerdem war ganz erstaunlich, wie viel Lärm man bei der Essenszubereitung veranstalten kann, wie oft Autotüren zugeschlagen und Gegenstände gegeneinander gehauen werden können, oder auf welche Entfernung man sich immer noch laut schreiend miteinander zu unterhalten vermag.
Vielleicht lag es daran, dass wir etwas genervt waren, vielleicht auch daran, dass Ruth ein wenig unwohl im Magen war. So richtig konnten wir den eigentlich schönen Platz nicht genießen.
Zum Abendessen kochten wir auf einem riesigen Feuer Nudeln mit Tomatensoße, Bohnen und Gemüse. Nicht allzu spät krochen wir in unsere Zelte und versuchten die bis in die Nacht andauernden Unterhaltungen und das permanente Geplapper in Zimmerlautstärke zu ignorieren. Zumindest Uwe ignorierte, und Ruth vermittelte irgendwann schreiend, dass es doch jetzt langsam mal gut wäre … 😈

Kilometer: 93
Ich lach mich kaputt 🤪

Italiener sind per DNA immer laut, besitzergreifend und viel zu oft egoistisch und stets ohne einen Sinn für das Gemeingut.
Ich kenne mich mit diesem Thema bestens aus 😄

Daß im Hippo Bay Camp gerne Italiener absteigen liegt wohl an der Tatsache, daß diese 2014, als wir im Kafue NP waren, zur Konkamoya Lodge gehörte (und vielleicht noch gehört) und vom Italiener Andrea Porro geführt wurde. Wir hatten Andrea auf der Mayukuyuku Campsite im Kafue NP kennengelernt. Er erzählte uns von seinem Unterfangen, Lodge-Inhaber zu sein.
Damals hatte er so einige wirtschaftlichen Sorgen mit der Lodge.

Schöne Grüße vom Alm
2'512 Beiträge · seit 200922. Feb. 2019 · #235
Liebe Ruth, lieber Uwe,

nachdem ich hier wieder aufgeschlossen habe, muss ich mich den vielen Lobeshymnen anschliessen.
Eure authentischen Berichte sind einfach fesselnd, die Fotos spielen in einer eigenen Liga.
Es ist fast nicht möglich, einzelne pics heraus zu stellen, aber die Pratincole-Kopula ist was ganz Besonderes. Da verblasst sogar der Neid über den Trompeter Hornbill, den ich auch dieses Mal leider nicht entdecken konnte. Oder die Barbet, oder Böhm´s Bee-eater, oder..... Grosses Kino hier.

Danke für all die Mühe.

Liebe Grüße,
Matthias
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200623. Feb. 2019 · #236
@freshy: Mit Start und Ende in Kasane habt ihr Recht. Wenn das Ziel der Reise in Sambia oder Malawi liegt (und man sonst nicht durch Namibia fahren will), spart man so eine Woche Fahrerei. Aber man muss bedenken, dass der Flug bis Kasane auch etwas teurer ist.

@Alm: Danke für die zusätzlichen Infos zu KaingU und Hippo Bay.

@Matthias: Schön, dass du wieder zurück bist. Wir haben uns extra nicht so sehr beeilt mit dem Bericht, damit du nicht so viel nachzulesen hast. 😉
Angesichts deiner aktuellen Sichtungserfolge ist es wohl eher an uns, neidisch zu sein.

Viele Grüße
Ruth und Uwe
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Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200623. Feb. 2019 · #237
Tag 22 – 4. August 2018 – Weiter nach Westen

Kasabushi-Camp, Süd-Kafue – Ikithe Luxury Resort, Mongu

Wir standen um halb sieben Uhr auf. Am frühen Morgen hatten wir Löwengebrüll gehört. Sonst waren noch einige Hippos lautstark aktiv. Uwe kochte Kaffee und Tee und aß Müsli. Über dem Kafue hing etwas Nebel, durch den sich die Sonne langsam hindurchkämpfte.

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Unser Plan war, gegen acht Uhr abzufahren. Nachdem wir gespült, die Morgentoilette erledigt, das Zelt eingeklappt und auch sonst alles verstaut hatten, liefen wir zur Lodge, um dort zu bezahlen. Libby war aber nicht zu finden. Erst zurück an der Campsite sahen wir sie mit ihrem Mann Andy. Wir unterhielten uns ein wenig mit ihnen. Sie haben viele Gäste aus Deutschland und Holland. Bislang gibt es zwei Chalets. Sie möchten aber noch weitere bauen. Während wir quatschten und die Übernachtung von 200 Kwacha pro Person bezahlten, spülte ein aufmerksamer Caretaker Peters Frühstücks-Geschirr, das er an der Spüle hatte stehen lassen.
Ruth schaute noch ein wenig nach Vögeln und erwischte ein Goldbrust-Glanzköpfchen an der Blüte eines Leberwurstbaumes (mit Besucher).

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Schließlich war es bereits neun Uhr, als wir uns auf den Weg machten. Die Spinal-Road war wie auch am Vortag in einem sehr guten Zustand und ließ sich einfach fahren. Wir sahen noch ein paar Letschwes und Wasserböcke, die auf dem größtenteils abgebrannten Waldboden sehr gut getarnt waren. Auch einige Warzenschweine liefen über die Ebenen.

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Am Abzweig zur Hauptstraße hielten wir am Gate des Kafue-Nationalparks und bezahlten die Parkgebühr für den südlichen Teil. Da wir mit Hippo Bay und Kasabushi zwei Nächte im Park verbracht hatten, bezahlten wir die gleichen Gebühren wie für die beiden Tage bei McBride’s: 130 US-Dollar je Paar. Bis das Formular und die Quittung ausgefüllt waren, verging eine Viertelstunde. Während Peter und Uwe im Häuschen den Papierkram erledigten, reinigten Karin und Ruth die Scheiben an den Autos.

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Auf einer zunächst guten Teerstraße fuhren wir Richtung Kaoma. Bald jedoch begann die Straße sich aufzulösen. Immer größere Schlaglöcher taten sich auf, bis die Fahrbahn nur noch aus einer Aneinanderreihung von Teerlücken bestand. Wir fuhren Schlangenlinien bzw. neben der Fahrbahn.

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Wieder sammelten wir (wie Frederick) Farben, Bilder und Eindrücke für die grauen Tage daheim. Und tatsächlich erinnern wir uns mit Hilfe der Fotos an so manch kleine Situation, an der man im Urlaub so schnell vorbeigefahren ist.

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Besonders das Betrachten der Bilder von Menschen entschleunigt doch sehr in unserem hektischen Alltag, in welchem man zeitweise kaum ein Stündchen findet, um zum Beispiel diesen Bericht fortzusetzen.

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Oft diskutieren wir ein wenig neidisch über den Spruch „Die Europäer haben die Uhr, die Afrikaner die Zeit“, obwohl uns natürlich klar ist, dass man das nicht schwarz-weiß sehen kann. Jemand, der kilometerweit sein Brennholz, Lebensmittel oder Wasser auf dem Kopf oder Fahrrad transportiert, ist vielleicht nicht ganz so glücklich über die Entschleunigung in seinem Leben. Er hat nur vielleicht gerade keine Alternative. Trotzdem haben wir bisher nie die Erfahrung gemacht, dass sich Einheimische über ihre Lebenssituation beschweren und herumjammern, wie man es bei uns wegen vieler Kleinigkeiten manchmal mitbekommt.

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An der einen oder anderen Stelle bemühte man sich, unsere Fahrt komfortabler zu gestalten. Die größten Löcher im Straßenbelag wurden notdürftig mit Steinen und Sand aufgefüllt.

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An der Kreuzung von Kaoma stand eine Gruppe von Nonnen, die für irgendetwas sammelten. Sie hatten Musik dabei und tanzten auf der Straße. Wir beteiligten uns mit einer kleinen Spende. Als wir angefahren kamen, machten sie uns Platz und sangen und schunkelten uns über die Kreuzung. Sie verbreiteten äußerst gute Laune.
Unsere Reiseberichte im Namibia-Forum Unsere Bilder in der fotocommunity
zuletzt bearbeitet 24. Feb. 2019
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200623. Feb. 2019 · #238
Wir tankten an der Hauptstraße und fuhren dann um die Ecke zu einem kleinen Laden. Andy von Kasabushi hatte uns einen Bäcker empfohlen. Leider gab es nur ein Restaurant und einen kleinen Laden, der zwar Brot und Brötchen hatte, aber nichts sonderlich Frisches. So kauften wir nur eine Cola und wollten weiterfahren. Beim rückwärts Ausparken passierte es: Uwe fuhr – Peng! – mit dem Landcruiser gegen ein Hindernis. Im Rückspiegel war nichts zu sehen. Im toten Winkel stand ein anderes, zwischenzeitlich geparktes Fahrzeug. Ach du Schreck!

von Karin:
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Wir stiegen aus und schauten uns die Bescherung an. Zum Glück war nichts Schlimmes passiert. Mit unserer Anhängerkupplung hatte Uwe eine kleine Delle in die Stoßstange des sambischen Fahrzeugs gefahren. Für dieses war es ungefähr Delle Nummer 793. Trotzdem kam uns sofort die Geschichte von Antje (Rehema) in den Sinn, deren Familie an einer Tankstelle in Maun etwas ähnlich Harmloses passiert war und die riesige Scherereien und endlose Diskussionen hatte, bis sie sich schließlich zähneknirschend mit einem überhöhten Geldbetrag freikaufte.
Der Fahrer des Wagens kam sofort angelaufen, und Uwe entschuldigte sich für das Missgeschick. Der Mann meinte, die kleine Delle sei kein Problem. Uwes Angebot, ihm etwas Geld für den Schaden zu geben, lehnte er ab. Er war wirklich sehr entspannt, gab uns die Hand und ließ uns fahren, ohne etwas von uns anzunehmen, geschweige denn zu verlangen. Da waren wir zum Glück noch einmal mit einem Schrecken davon gekommen. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn es sich nicht um ein Auto, sondern um einen Radfahrer gehandelt hätte, der plötzlich hinter uns gestanden hätte!

von Karin:
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Die Straße auf dem verbleibenden Abschnitt bis kurz vor Mongu war deutlich besser. Nur noch wenige Schlaglöcher mussten umfahren werden.

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Am Straßenrand tobte wie immer das Leben: An vielen Stellen wurden die großen Kohlesäcke, Lebensmittel oder Süßigkeiten verkauft. Viele Radfahrer waren unterwegs.

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Wo immer ein kleiner Fluss die Fahrbahn unterlief, fand sich eine Siedlung. Um die Mittagszeit suchten viele Menschen im Schatten Schutz vor der Sonne.

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Kurz vor Mongu schickte uns das GPS auf eine Gravelroad nach Norden. Unser Ziel war das Ikithe Luxury Resort. Leider überschätzte das Navi den Zustand der Piste erheblich. Und leider ging es uns ähnlich wie vor drei Jahren bei unserer Suche nach einem Campingplatz in Mongu: Anstatt über die Teerstraße via Mongu einen kleinen Umweg zu nehmen, kurvten wir plötzlich wieder im Nirgendwo herum. Hatten wir das nicht erst vor ein paar Tagen im Kafue? GPS an, Gehirn aus. Wir schlängelten uns von Dorf zu Dorf und von dort zur nächsten Hüttenansammlung.

von Karin:
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Die Spur wurde schmaler und staubiger, und schließlich waren wir mal wieder sicher, dass hier schon seit Ewigkeiten kein Auto mehr gefahren war. Die ungefähre Richtung stimmte, aber dieser in Lehm gestanzte Trampelpfad konnte unmöglich noch ein offizieller Weg sein. Leise machten sich erste Zweifel breit. Auch Karin und Peter, die vor uns fuhren, waren unsicher, meldeten aber tapfer, dass der Weg auch bei ihnen eingezeichnet sei. Kunststück, wenn man dasselbe Kartenmaterial verwendet! Vielleicht doch umdrehen? Ach was, das wird schon wieder, das ärgste Stück sei bestimmt schon geschafft. Uwe beruhigte, dass man zur Not ja auch in irgendeinem Dorf um Erlaubnis fragen und die Nacht in der Nähe verbringen könne.
Als wir bei ein paar Hütten um eine Kurve bogen, lag am Wegrand ein Mann im Gras. In der Nähe standen drei Frauen. Ruth witzelte über das Funkgerät: „Guckt mal, der hat auch schon keine Lust mehr. Der liegt da wie tot.“ Peters Antwort folgte prompt: „Du hast Recht, der ist wirklich tot.“ – Wie bitte!? Ruth machte große Augen. Nach Scherzen stand ihr plötzlich gar nicht mehr der Sinn. Ein leichtes Gruseln überkam uns, und die Idee, zur Not nach einem Übernachtungsplatz zu fragen, wurde ganz schnell wieder verworfen. Schließlich trifft man nicht alle Nase lang auf einen Toten am Straßenrand. Nach weiteren 50 Metern war der Entschluss gefasst, dass uns die Pad nicht noch die verbleibenden 12 Kilometer begleiten würde. Wir zogen die Reißleine, kehrten um und kamen somit nochmals an dem liegenden Mann vorbei. Jetzt erkannten wir alle, dass er tot war. Er trug einen Anzug und lag etwas unnatürlich mit verdrehten Gliedmaßen auf dem Rücken. Das war uns unheimlich. Was machte dieser Tote da am Wegesrand? Peter tippte auf Herzinfarkt. Wir fuhren lieber schnell weiter.
Über eine weitere Nebenstrecke, auf der wir kilometerlang hinter einem kriechenden, staubenden LKW herfahren mussten, kamen wir nach Limulunga.

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Dort endete die Teerstraße mit einer hohen Kante. Nun ging es durch Tiefsand noch einige Kilometer weiter.

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Unsere Spannung stieg immer weiter. Was würde uns am Ende der Pad erwarten?
Schließlich gelangten wir an das Ikithe Resort.

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An der Rezeption begrüßte man uns freundlich und zeigte uns die Campingplätze. Als einzige Gäste hatten wir die große Auswahl. Am Ende gelangten wir zu Fuß an einen weißen Sandstrand. Das Resort liegt unmittelbar am Lake Makakaela. Wir stellten unsere Autos auf die Stellplätze, was im Tiefsand gar nicht so einfach war. Beim allabendlichen Wie-stellen-wir-das-Auto-damit-wir-nicht-mit-dem-Kopf-nach-unten-schlafen-Gezirkele bekamen wir uns etwas in die Haare. Ruth war der Auffassung, dass Uwe das Auto genau andersherum hinstellte, als es zuvor besprochen worden war. Komisch nur, dass er sich dann wundern musste, dass wir ja völlig schief standen. Uwe hingegen fand Ruths ganz einfache Anweisungen nicht ganz so eindeutig und war sich sicher, dass er das Auto exakt so wie geplant abgestellt hatte. Das konnte doch nur daran liegen, dass er mal wieder nicht richtig zugehört hatte. Wie auch schon am Abend davor und davor und irgendwann anders bestimmt auch (eigentlich immer!) … Warum fragte er überhaupt vorher, wenn er letztendlich doch alle gut gemeinten Ratschläge ignorierte und völlig alleine entschied. Ruth war plötzlich nicht mehr bereit, sich an der Wahl des Stellplatzes zu beteiligen und rauschte schmollend mit der Kamera ins Gestrüpp davon. Sollte Uwe, der schließlich eh alles besser wusste, das Auto doch alleine positionieren.

Priritschnäpper

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Nachdem Ruth sich wieder eingekriegt hatte, spazierten wir noch ein wenig am Strand und im Camp umher.

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Es dauerte nicht mehr lange, bis die Sonne unterging.

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Wir duschten und machten Abendessen. Es gab die aufgewärmten Nudeln von vorgestern und dazu einen Rote-Beete-Salat. Als wir den Abwasch erledigen wollten, entdeckten wir im tiefen Spülbecken eine Agame. Sie war wohl abgerutscht und hineingefallen und konnte an den glatten Wänden nicht mehr alleine hinausklettern.

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Ruth schnappte sich den Feuerhandschuh, um sie zu retten, aber immer wenn wir uns näherten, wurde die Agame hektisch und versuchte verzweifelt und wild zappelnd zu fliehen. Ruth traute sich aber nicht, sie zu packen. Peter war da weniger zimperlich. Mit einem beherzten Griff schnappte er das Tier und setzte es auf den Boden.
Nach der langen Fahrt waren wir wieder mal ziemlich erschöpft, und nachdem Ruth und Karin sich per Satphone zu Hause gemeldet hatten, gingen wir sehr bald ins Zelt.

Kilometer: 375
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zuletzt bearbeitet 24. Feb. 2019
30 Beiträge · seit 201724. Feb. 2019 · #239
Liebe Ruth, lieber Uwe,
ha, da bin ich doch tatsächlich die Erste 😛 , habe jetzt erst aufgeholt und möchte keinesfalls, wie schon gehabt, inkognito weiter mitreisen. Genieße eure traumschönen Bilder und den packenden Bericht sehr. Unsere Tochter ist gestern von einem 7 monatigen Aufenthalt/ Studium/ Reise aus dem südlichen Afrika zurückgekehrt, und so verfolge ich mit doppeltem Interesse eure Erlebnisse, finde viele ihrer Eindrücke, Erzählungen, erlebten Stimmungen...... hier wieder.
Eure Fotos natürlich ohne jeden Neid: Unübertroffen!
Also ganz herzlichen Dank für Mühe und Zeit 😄
Regine
3'883 Beiträge · seit 201124. Feb. 2019 · #240
Eulenmuckel schrieb:@freshy: Mit Start und Ende in Kasane habt ihr Recht. Wenn das Ziel der Reise in Sambia oder Malawi liegt (und man sonst nicht durch Namibia fahren will), spart man so eine Woche Fahrerei. Aber man muss bedenken, dass der Flug bis Kasane auch etwas teurer ist.
Viele Grüße
Ruth und Uwe
Meine Nachricht von gestern Abend ist verschwunden 😠 . Wie das?
Guten Tag ihr Zwei, ja, die Bequemlichkeit hat ihren Preis. Sowieso ist ein Flug mit der SAA teurer als mit der Nam Fluglinie. Doch er spart Nerven 🙂 .
Eure Fotos mit Straßenszenen samt Menschen im Alltagsgeschehen gefallen mir außerdordentlich gut. Welch ein Unterschied zu Namibia und Südafrika! Hier erkenne ich zum ersten Mal ein "richtiges" Afrika! Obwohl ein toter Mensch am Straßenrand nicht unbedingt dazugehören muss. Ich vermute, ihr wart geschockter als die drei einheimischen Frauen, nachdem ihr erkannt hattet, dass er tatsächlich tot ist. Meine Schwester berichtete nach einem halben Jahr in Mali, dass das Sterben dort öffentlicher und mit viel mehr Gleichmut aufgenommen wurde als bei uns. Natürlich würden die Menschen auch trauern , aber sie würden das Sterben als einen dazu gehörenden Teil des Lebens akzeptieren.
Spannend auch euer Bericht über die Strecke bis zur Ikithe Luxury Campsite. Ich hoffe, dass wir uns aus der Gegenrichtung besser orientieren können.
Ich habe mich sehr über eure Bemerkung über Frederic gefreut. Obwohl ich dem Bilderbuchalter schon lange entwachsen bin, liebe ich diesen kleinen Philosophen immer noch.

Viele Grüße in den sonnigen Sonntag,
freshy
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