GromiThemenstarter1'415 Beiträge · seit 201408. Juli 2018 · #61
Doch vorher mussten wir ja noch zu den Fällen gucken. Im Forum wurden diese in diversen Berichten recht unterschiedlich bewertet. Von "kann man sich sparen, wenn man die Vic-Fälle kennt" bis "ein wunderschöner idyllischer Wasserfall zum Verweilen". Hatte ich schon erwähnt, dass es regnete? Es regnete! Wir wurden von einem tobenden Cunene begleitet.
und hielten dann am unteren Parkplatz an. Wir waren allein. Logisch, bei DEM Wetter! Und wir hatten keinen Schirm und an den Regenjacken keine Kapuze.
Die allseits verteufelten Plastiksäcke! Ich war froh, ich hatte noch einen! Um es vorweg zu nehmen, an dem Punkt beschlossen wir im nächsten Supermarkt einen Schirm zu kaufen! Am View Point war alles verweist. Der Kiosk leer. Unter einem der überdachten Aussichtspunkte bot sich uns dann dieses gewaltige Naturschauspiel.
Von idyllisch konnte da keine Rede sein. Die Vicfälle damals waren dagegen ein stilles Rinnsal! Wir standen und staunten.
Aber wir mussten weiter. Am Kiosk war dann doch noch ein junger Mann mit verschlafenen Augen aufgetaucht, Er hatte heute nicht mit Besuchern gerechnet. Kaffee gab es natürlich keinen. Wir zahlten ihm unseren Eintritt von den unten angekündigten 40 NA$/P und machten uns auf den Weg zur Cunene River Lodge. Nach 156km und 6 Stunden über die D3700
sah das Auto so aus
CS8 lag wunderschön am Ufer des mittlerweile wieder gesittet daherkommenden Cunene. Wir richteten uns ein und gingen zu einem Vorstellungsgespräch zu unseren Nachbarn, einem europäischen Paar aus Kenia und verabredeten uns mit ihnen zum Nachtessen auf der Terrasse am Fluss.
Bei interessanten Gesprächen und schwül-warmen Wetter verging der Abend schnell. Erst als das Personal demonstrativ die Stühle hoch stellte, war es Zeit das Feld zu räumen.
am Dienstag, den 3. April
stand Waschtag im Kalender.
Nach getaner Arbeit machten wir uns auf, das Camp zu inspizieren. Es war weitläufig in einer dschungelartigen Anlage zwischen Bananenbäumen und anderen Exoten angelegt.
Die Ablution sehr sauber und die Einrichtung (noch) unversehrt. Im Office trafen wir auf zwei herum lümmelnde Jugendliche. Der Sohn vom Chef und ein deutscher Volontär. Wir fragten, ob sie einen willigen Mitarbeiter wüssten, welcher bereit wäre unser verschlammtes Auto zu putzen. Sie wollten sich darum kümmern. Wir stellten das Auto auf den Platz mit dem Wasserschlauch und meldeten uns bei der Chefin für die Sundowner Bootstour am Nachmittag an. Zurück am Platz erwattete uns Besuch
sie waren auf Futtersuche. Lautstark machte sich dann eine Affenherde bemerkbar, welche die Campsites nach fressbarem abklapperte Doch bei uns gab's nichts und so zogen sie unter Protestgeschrei rasch weiter. Wisst ihr, dass die auch einen Mittelfinger haben?
Später auf dem Weg zur Bootstour sahen wir, dass unser Auto bereits picobello sauber herumstand. Die beiden Buben waren gerade noch am aufräumen und hatten sich somit ein ordentliches Sackgeld verdient. Zur versammelten Tourgesellschaft fanden sich auch unsere Nachbarn ein. Chef, Sohn und Volontär fuhren uns dann durch eine einzigartige Flusslandschaft
Die tierischen Bewohner glänzten jedoch durch Abwesenheit. Aus gutem Grund, erklärte uns der Chef. In Angola wurde von den zahlenden Trophäenjägern der Wildbestand stark dezimiert. Somit hatten die Krokodile nichts mehr zu fressen. , auch die Hippos stehen dort auf der Abschussliste. Man versuchet Krokodile wieder anzusiedeln, doch das hat wohl nicht funktioniert. Während des Sundowners am angolanischen Flussufer gelang mir dieses Schattenselfie
Ein spektakuläres Wolkenszenario begleitete uns auf der Rückfahrt
Nach einem kleinen Imbiss und einer halben Flasche Rotwein war dann Schlafenszeit.
vom Mittwoch, dem 4. April gibt es (aus Gründen müssiger Geschehnisse) nur einen Zeitraffer: aufstehen, Müeslifrühstück, Kaffee, im und ums Camp herumspazieren,
Körperpflege (kein Bild), relaxen, Zvieri mit Käsebrot GT-Sundowner, zum Znacht: Pouletflügeli vom Grill mit Reis und Salat, Rotwein, früh ins Bett.
Das war's. Mehr gibt's da nicht zu berichten. Also, mache ich gleich mit
Donnerstag, 5. April
weiter. Um Acht war Abfahrt in Richtung Etosha. Auf uns wartete eine 350km lange Fahrt. Wir hatten uns für die D3700 über Ruacana entschieden. Diese entpuppte sich als perfektes Übungsgelände zum Thema "das Differential im 4x4, dein Freund und Helfer".
Nach zwei Stunden kamen wir in Ruacana an. Im Ortsteil Oshifo fanden wir alles, was uns noch für die vier Tage Etosha fehlte. Es gab einen Shoprite, PEP, Pic Schop, Apotheke ect. Dann fuhren wir auf der gut ausgebauten C35 immer gerade aus
und gerade aus
gääähhhn
huch! da kam doch mal Jemand! Um 15.30 erreichten wir
wiesen unsere Reservationen für Olifantrus und Okaukuejo vor und bezahlten unseren Obolus von 510 NA$ für 3 Tage Etosha. Auf der Fahrt zum Camp sahen wir nur wenige Tiere. Sie hielten sich weit vom Weg entfernt auf und zeigten ein starkes Fluchtverhalten. Als wir später einmal einen Parkangestellten danach fragten, erklärte er uns, das sei ein Problem wegen der Wilderei in der Nähe zum Grenzzaun. Von diesen
und jenen
wurden wir trotzdem neugierig beobachtet. Kurz vor Olifantrus gab es noch eine Strassensperre
bis diese ihre Meinungsverschiedenheiten handfest ausdiskutiert hatten und das Feld endlich einträchtig räumten
verging schon eine Weile. Um 16.30 Uhr kamen wir im Camp an
und durften uns auf der CS5 niederlassen
Wir machten noch schnell einen Woistwas-Rundgang. Es gab einen kleinen Kiosk fürs Nötigste und man konnte dort Frühstück, Dinner und Lunch-Päckli haben. Die Ablution war gepflegt und sah sehr neu aus
Doch dann war es Zeit für einen kleinen GT-Einstimmer und unser Nachtessen. Es gab Lammchpos vom Grill mit Paprikagemüse und einen Restschluck Rotwein. Um 21 Uhr kam dann das Sandmännchen und wir gingen glücklich und zufrieden schlafen.
Das ist wieder einmal der Stand der Dinge. Wer will, kann als nächstes auf eine Runde Etosha mitkommen!
Grüessli von der Gromi
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Champagner8'681 Beiträge · seit 201008. Juli 2018 · #62
Ach Margitta, wie herrlich mal wieder - ich musste lauthals lachen 😄 . Danke für die tollen Fotos von den Epupa-Fällen, die Ihr trotz des miesen Wetters möglich gemacht habt. Das beste ist natürlich dieses hier 🤪 :
Die allseits verteufelten Plastiksäcke! Ich war froh, ich hatte noch einen!
Mal ganz ehrlich - dieser Aufkleber von Savanna ist doch eh ein bisschen zuuuuu auffällig, findest du nicht? Ich hätte das Auto nicht waschen lassen 😗
Ich freu' mich auf mehr - und auf nächsten Samstag natürlich auch 😘 !
GromiThemenstarter1'415 Beiträge · seit 201409. Juli 2018 · #63
@alle Mitfahrer. jetzt hatte ich doch vor lauter Gjufle (zu Gutdeutsch: Eile) 😮 ein paar Bilder unterschlagen und ich sie hiermit ergänzt habe berichtigt die Margitta
Grüessli von der Gromi
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GromiThemenstarter1'415 Beiträge · seit 201409. Juli 2018 · #64
Champagner schrieb: Das beste ist natürlich dieses hier 🤪 :
Danke für dein Lob, werde aber trotzdem nicht in die Zunft der Modedesigner aufgenommen werden 🤪
Grüessli von der Gromi
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Zum einen mit deinem köstlichen Schreibstil über Eure Abenteuer - aber diesmal hauptsächlich mit dem Foto des grünen Trendsetter-Regen-Outfits 🤢 Von wegen nicht in die Zunft der Designer aufgenommen.... Du wirst sehen: demnächst tragen alle die chique Kopfbedeckung.
Ich freu mich auf die humorvolle Fortsetzung und natürlich den Lifebericht nächste Woche in Büsnau 😘
Liebe Grüße Simone
Historie meiner 16 bisherigen Reisen ins südliche/östliche Afrika => 11/2001: NAM die Erste * 12/2003 - 01/2004: NAMIBIA Südtour * 03/2005: NAMIBIA ein runder Geburtstag in Windhoek/Tour mit Witti + Landy * 12/2007 -01/2008: NAMIBIA Südtour zum 2. mit Familie * 10-11/2008: Kurztrip nach NAM/wieder ein runder Geburtstag * 03/2011: NAMIBIA ~ Hochzeit der Schwägerin in Windhoek und kleine Tour * 09-10/2013: TANZANIA ~ 4 Wochen Familienbesuch * 12/2014 - 01/2015: NAM zum ersten Mal mit Dachzelt unterwegs * 07-08/2016: SÜDAFRIKA ~ 4 Wochen Kap und Gardenroute/Familienbesuch * 05/2018: KTP und mal wieder der Süden von NAMIBIA * 01-02/2020: NAMIBIAS Norden, Caprivi und ein bißchen BOTSWANA * 08-09/2021: BOTSWANA ~ Private Campingtour mit Bushways * 09/2O22: 3 Wochen SÜDAFRIKA mit Fokus auf Familie und Drakensbergen * 08-09/2023: BOTSWANA ~ 2. Private Campingtour mit Bushways * 02-03/2024: NAMIBIA ~ KTP und Südtour * 01-02/2026: 3. Private Campingtour mit Bushways
Applegreen1'796 Beiträge · seit 201409. Juli 2018 · #66
Liebe Gromis,
nach einer längeren Forumspause muss ich unbedingt auch bei Euch zusteigen, wobei ich natürlich auch schon auf Euren Livebericht am Wochenende sehr gespannt bin..... werden wir doch auf Euren bisherigen Spuren in knapp einem halben Jahr wandeln 🤪 -- allerdings in der Hoffnung deutlich weniger "Nass" vorzufinden 😉
Ich bin ab jetzt auf jeden Fall dabei und bin schon sehr gespannt auf Eure Erlebnisse!
franzicke2'085 Beiträge · seit 201209. Juli 2018 · #67
Hallo Gromi, ich freu mich auch 🙂 - über deinen Bericht und ganz doll auf Büsnau!!! Und wenn du denkst, Modedesign ist nicht das Richtige für dich - als RegenModeModel stünde dir auf jeden Fall eine große Zukunft bevor! Man muss die Sachen ja auch tragen können 🤪 😗 Liebe Grüße, bis zum Wochenende Ingrid
... der Unterschied zu unserem Rinnsal bei den Epupa Falls ist einfach unglaublich!!!
Hallo, liebe Gromi-Margitta, weißt Du was - ich vermisse den Malt! Superluschtiger Bericht - gibt es vor Samstag noch eine Portion? Viele Grüße Friederike
GromiThemenstarter1'415 Beiträge · seit 201410. Juli 2018 · #69
Liebe Friederike, nein musst du nicht 😗 er wird nur nicht so oft erwähnt, aus Vorsicht vor einem gewissen Imageschaden 😮 🤪 Ansonsten, schaumer mal 🙂
Grüessli von der Gromi
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GromiThemenstarter1'415 Beiträge · seit 201411. Juli 2018 · #70
am Freitag, dem 6. April
waren wir schon um halb Sieben auf den Beinen. Es hatte in der Nacht geregnet (what else!) und unser Panorama schmückte sich mit schönen Regenbögen (hab das komische Wort im Duden kontrolliert!)
Auf unserer Morgentour sahen wir viele Wasserpfützen und wir ahnten schon, dass wahrscheinlich die Sichtungen mager ausfallen werden. So war es dann auch. Aber ein paar zeigten sich uns dennoch wohlwollend
dieser pfiff uns hinterher (meinte er mich?) und dieser
zeigte uns die kalte Schulter Diese
probten gerade den Tangoschritt der meinte "am jungen Termitenhügel wird nicht herumgestochert!"
und diese
schaltete schnell den Overdrive ein und verschwand im hohen Gras. Später am Wasserloch
waren wir die einzigsten Lebewesen weit und breit, ausser ein paar in dichter Entengrütze herum dümpelnder Wasserschildkröten. Wir besichtigten noch den ehemaligen Elefantenschlachtplatz
mit Betroffenheit. Nach einem relaxten Nachmittag und Nachtessen, riskierten wir noch mal einen Blick aus dem Ausguck, aber da war immer noch nichts los. Also war wieder Nachtruhe angesagt.
am Samstag, den 7. April
fuhren wir um halb zehn in Richtung Okaukujeo. Es war stark bewölkt und der feine Nieselregen regte uns nicht sonderlich auf, wir waren's ja mittlerweile gewöhnt! Uns begegnete laut meiner Tagebucheintragung und statistisch ausgedrückt: eine Herde Kuhantilopen,
hier drei als Stellvertretung zu weit weg ein Elefant, 14 Giraffen
zwei waren kamerascheu. Unmengen Springböcke, eine stolze Riesentrappe
ein Schakal beim Frühstück
ein Zebra bei der Morgengymnastik
und ein betupftes Huhn
In Okaukuejo
erwartete uns das allseits bekannte Touristengewussel. Unser Stellplatz Nummer 21 war klein, trist, ungepflegt und schattenlos.
Wasser gab es auf dem Nachbarplatz. Der Stromanschluss funktionierte erst mal nicht und wir mussten einen Campmitarbeiter bemühen. Dieser brauchte dann schon eine ganze Weile um herauszufinden, dass die Sicherung kaputt war. Eine Neue auftreiben noch mal so lange. Nachdem er diese ausgewechselt hatte, stellten wir fest, dass die Lampe auch kaputt war. Mit deren Neubeschaffung war er dann aber völlig überfordert und wir liessen es gut sein. Später am Wasserloch schauten wir vergebens nach durstigen Vierbeinern, doch die glänzten durch Abwesenheit. Also genehmigten wir uns noch einen kleinen Schlummertrunk und machten uns in die Koje.
Die Nachtruhe wurde gegen Fünf am anderen Morgen durch lautstarke Betriebsamkeiten von den umliegenden Campern und dem Müllsammler beendete.
In der Nacht hatte es wieder, na was wohl? geregnet!
Gegen Zehn machten wir uns auf in Richtung Ausgang Namutoni. Überall war es nass und schlammig. Aus der Ferne wurden wir von einer Oryxherde misstrauisch beobachtet Ein Leopard zeigte sich uns gerade mal fünf Sekunden, bevor er im hohen Gras verschwand. In einer zum fotografieren untauglicher Entfernung lagerten ein paar Löwen im Busch. Am Lookout entdeckten wir die Unendlichkeit!
eine Landschaft wie gemalt (Rothko lässt grüssen).
ob diese Kuhantilope das auch so sah? Es fing wieder an zu regnen und wir rissen uns los um noch rechtzeitig ins Onguma Leadwood Camp zu kommen. Dort durften wir uns auf "Dik Dik" niederlassen. Zum Dinner hatten wir uns im Restaurant angemeldet. Es war mittlerweile etwas frisch geworden. Das Menü wurde uns sehr dekorativ präsentiert.
Nur Ernstens Fleisch war etwas zäh
sieht man ihm doch an, oder?
am Montag, den 9. April
standen wir schon um sieben am Gate. Kauften uns ein Tagespermit und machten uns auf um den Fischer's Pan zu umrunden. Als erstes begegnete uns eine kleine Impalaherde wo heftig geschmust
und gestritten wurde
ein Marabu stocherte konzentriert im Schlamm nach Essbarem
ein einsames Gnu
trottete missmutig am Wegesrand dahin
offensichtlich war er mit seinem Outfit nicht so ganz zufrieden. Die Pfanne hatten wir schnell umrundet und wir gönnten uns erst mal einen Kaffee am Namutoni Kiosk. Danach fuhren wir zum Kalkheuwel. Dort hatten wir letztes Mal wie auf der Arche Noa Tiere gesehen. Doch das Wasserloch gab es nicht mehr. Nur eine vor sich hin rostende Wasserpumpe zeugte noch von besseren Zeiten. Auf dem Weg in Richtung Okerfontein sahen wir schon von Weitem eine riesen Wagenversammlung. Als wir in dritter Reihe fragten, was es denn zu sehen gäbe, hiess es, zwei schlafende Löwe. Wir wollten nicht an der Drängelei teilnehmen und fuhren weiter. Es wurde langsam Mittagszeit und die Tiere immer seltener, also fuhren wir zurück. Und siehe da, wir fanden die Löwen wieder, und wir waren ganz allein! Und, es war noch ein Dritter dazu gekommen. Sie lagen faul im hohen Gras herum, doch Geduld zahlt sich aus, sie mussten ja wieder mal die Schlafseite wechseln und ein wenig Rundschau halten
Zurück im Camp versuchte Ernst seinem Laptop eine Internetverbindung einzureden. Doch die HiFi-Verbindung im Restaurant war mehr weder lahm. Inzwischen hatte es wieder mit, was wohl? regnen angefangen. Wir machten uns schleunigst zurück auf unseren Platz und kamen noch rechtzeitig an, um vor einem gewaltigen Wolkenbruch ins Trockene zu kommen. Wir hatten am Nachmittag das Sonnen!!segel ausgefahren. Dieses war natürlich völlig ungeeignet für diese Wassermengen. Wir wollten uns im Waschhüsli unterstellen, doch starke Windböen trieben den Regen über das offene Dach hinein. In nullkommanichts waren wir durchnässt und der Platz stand knöcheltief unter Wasser. Nach einer Stunde, als sich das Wasser so langsam wieder verteilt hatte, sah es dann so aus
Danach hatten wir uns erst mal einen sehr kräftiger Schluck Malt verdient. Langsam hatten wir die Nase voll vom wiederholten entschlammen und alles wieder trocken legen! Wir waren ja schliesslich in den Ferien und nicht beim freiwilligen Arbeitseinsatz. Znacht gab's aus der kalten Küche und wir gingen leicht frustriert schlafen.
Ob das mit diesem Sch....wetter so weiter geht und ob es uns auf Wildacker gefallen hat, erzähle ich euch nach Büsnau.
Grüessli von der Gromi
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Reisebericht 2018: NA, BW, NA
das mit dem Malt kann ich absolut verstehen... 🤩 🤩 🤩 Bei soviel Schmodder, Schlamm, Frust und Dreck braucht es die bernsteinfarbene Köstlichkeit zum Ausgleich und zum wohligem Aufwärmen.
Ansonsten hab ich mich mal wieder köstlich über Deine Schilderungen und den launigen Schreibstil amüsiert und reise trotz Regen begeistert mit. Meine Jacke hat eine Kapuze 😛
Liebe Grüße von der Simone und bis Samstag 😘
Historie meiner 16 bisherigen Reisen ins südliche/östliche Afrika => 11/2001: NAM die Erste * 12/2003 - 01/2004: NAMIBIA Südtour * 03/2005: NAMIBIA ein runder Geburtstag in Windhoek/Tour mit Witti + Landy * 12/2007 -01/2008: NAMIBIA Südtour zum 2. mit Familie * 10-11/2008: Kurztrip nach NAM/wieder ein runder Geburtstag * 03/2011: NAMIBIA ~ Hochzeit der Schwägerin in Windhoek und kleine Tour * 09-10/2013: TANZANIA ~ 4 Wochen Familienbesuch * 12/2014 - 01/2015: NAM zum ersten Mal mit Dachzelt unterwegs * 07-08/2016: SÜDAFRIKA ~ 4 Wochen Kap und Gardenroute/Familienbesuch * 05/2018: KTP und mal wieder der Süden von NAMIBIA * 01-02/2020: NAMIBIAS Norden, Caprivi und ein bißchen BOTSWANA * 08-09/2021: BOTSWANA ~ Private Campingtour mit Bushways * 09/2O22: 3 Wochen SÜDAFRIKA mit Fokus auf Familie und Drakensbergen * 08-09/2023: BOTSWANA ~ 2. Private Campingtour mit Bushways * 02-03/2024: NAMIBIA ~ KTP und Südtour * 01-02/2026: 3. Private Campingtour mit Bushways
Guggu2'261 Beiträge · seit 201112. Juli 2018 · #72
Liebe Gromi, ich bin gerade Regen gewohnt und mit Regenklamotten bestens ausgerüstet, ist also kein Problem weiter mitzureisen.
Du hast einen tollen Schreibstil und offensichtlich viel Humor. Ich muss manchmal richtig schmunzeln 🤪 . Ich bin gespannt auf die weiteren Abenteuer. Liebe Grüße und bis Samstag *freu* Guggu
GromiThemenstarter1'415 Beiträge · seit 201412. Juli 2018 · #73
Ha! Kunststück! dreifach gesichert 🤪 haste dem Fotograf auch noch den Schirm weggenommen 😮 Ist er mittlerweile wieder trocken 😉 fragt besorgt die Gromi
Grüessli von der Gromi
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GromiThemenstarter1'415 Beiträge · seit 201429. Juli 2018 · #74
Am Dienstag, den 10. April
kitzelte uns eine aufgehende Sonne von einem unschuldig strahle blauen Himmel wach, so als wäre gestern nur ein böses Träumli gewesen. Also machten wir uns schnellstens auf den Weg nach Tsumeb. Wir mussten uns wieder einmal mit Lebensnotwendigen eindecken und versuchen das Problem mit einer offensichtlich leeren Gasflasche zu lösen. Am "Bild it" wollten wir diese abmontieren, doch sie weigerte sich ihre Verschraubung zu lösen. Wir brauchten massiveres Werkzeug! Eine nette Dame vom Kiosk rief einen Securitas mitarbeiter zur Hilfe. Dieser wusste wie, holte relativ schnell das richtige Werkzeug, schleppte die Flasche zur Auffüllstation in den Hinterhof, wartete bis diese wieder gefüllt war, schleppte sie zurück zu unserem Auto und montierte sie wieder fachgerecht! Für diesen überdurchschnittlichen Service war dann auch ein gutes Trinkgeld fällig. In der Apotheke, dem Bottleshop und Shoprite deckten wir uns anschliessend mit allem Notwendigen ein. Im letzteren suchten wir sehr zeitaufwendig (wir hatten die namibische Warenpräsentationslogistik noch nicht so recht im Griff) nach diesem und jenem, unter anderem auch nach einem Schirm bzw. Knirps. Ich stöberte einen jungen Mitarbeiter auf, welcher uns bereitwillig zu einem mit Stockschirmen vollgestopften Kübel führte. Dort tappte er voll in Ernstens Kommunikationsfalle. Nach dem beide erst einmal über längere Zeit den Begriff "Knirps" linguistisch definiert hatten und es sich herausstellte, dass es einen solchen nicht gab, smalltalkten sie ewigs weiter über Land und Leute. Da liess ich die beiden allein um mich der Nahrungsbeschaffung zu widmen. An der Kasse erwartete mich ein zufriedener Ernst mit einem Stockschirm, welcher dann auf unserer restlichen Reise als ein sperriges Teil immer irgendwie im Weg war. Wir verschenkten diesen am Ende ungebraucht an eine dankbare Abnehmerin, welche meinte, man kann ihn schliesslich auch als Sonnenschirm gebrauchen. Doch ich schweife schon wieder ab!
So fuhren wir bald auf den nachfolgend bebilderten Strassen und Wegen in Richtung Wildacker Game Farm
im wahrsten Sinne des Wortes.
Gegen 15.30 Uhr wurden wir von Rosalia auf der Wildacker Game Farm herzlich empfangen. Unsere Daten waren schon auf einem Tablet (nicht zu verwechseln mit unserem Tablett von Mutti, auf dem nicht geschrieben werden durfte!) gespeichert und wir mussten darauf unterschreiben (easy! wir waren das ja gewöhnt! Bei unserem Pöschtler müssen wir das schon lange). Die Krakeleien kann aber später sicher keiner entziffern. Unser Bungalow Nr. 5 entpuppte sich als das komfortabelste Quartier unserer Reise.
Ein gut abgerichteter Kampfhund sorgte für unsere Sicherheit
Diese hatte mich sofort als Katzenmutter identifiziert und adoptiert
die Innenausstattung war sehr behaglich,
Nur mit dem Bodenbelag hatte ich so meine Mühe und versuchte ihn grossräumig zu umlaufen, was nicht immer gelang. Nach dem dritten Mal darüber stolpern kam ich mir vor wie James, nur nüchterner! die sanitäre Einrichtung: sauber und neuwertig.
Wir waren die einzigen Gäste und Britta, eine Volontärin aus Deutschland leistete uns bei Kaffe+Kuchen und auch an dem sehr üppigen Nachtessen Gesellschaft. Rosalias Schwester in Stellvertretung der abwesenden Mutter, kochte für uns ein perfektes Menü. Es gab Elendvoressen, Reis, Salat, Blumenkohl, Dessert. Rundum satt und zufrieden gingen wir gegen zehn schlafen.
Am nächsten Tag war erst einmal aufräumen und putzen angesagt. Die Restfeuchte von Onguma und der Dreck von den Schlammschlachten mussten entfernt werden. Ein Mitarbeiter der Farm half uns freundlicher Weise dabei. Anschliessend inspizierten wir das Gelände. Die Farm liegt in einem sehr dekorativ gestalteten, parkähnlichen Gelände. Liebevoll mit diversen Skulpturen dekoriert.
Die Bungalows im respektablen Abstand voneinander angeordnet.
An den immer noch stattfindenden Grabarbeiten merkte man, dass die Gestaltung der Infrastruktur noch nicht ganz abgeschlossen war
sieben fleissige Mitarbeiter bemühten sich über den Tag hin, einen zwanzig Meter langen, spatenbreiten und -tiefen Graben für ein dünnes Lichtkabel zu unserer Hütte auszuheben. Am Abend fanden wir uns wieder zu dritt zum Nachtessen ein. Es gab Gnusteaks mit viel Zwiebeln, Pilzsauce, Teigwaren, Pastinakenmus, Zitronencreme. Ein weiterer mit vielen neuen Eindrücken gefüllter Tag ging zu Ende und wir krochen müde und dankbar in unsere Betten.
Morgen geht's zur Shametu River Lodge. Was uns dort so erwartete, erzähle ich euch das nächste Mal.
Grüessli von der Gromi
Reisebericht 2015: ZA, BW, NA, ZA
Reisebericht 2018: NA, BW, NA
Champagner8'681 Beiträge · seit 201030. Juli 2018 · #77
Gromi schrieb: Im letzteren suchten wir sehr zeitaufwendig (wir hatten die namibische Warenpräsentationslogistik noch nicht so recht im Griff)
Dort tappte er voll in Ernstens Kommunikationsfalle. Nach dem beide erst einmal über längere Zeit den Begriff "Knirps" linguistisch definiert hatten und es sich herausstellte, dass es einen solchen nicht gab, smalltalkten sie ewigs weiter über Land und Leute.
Nur mit dem Bodenbelag hatte ich so meine Mühe und versuchte ihn grossräumig zu umlaufen, was nicht immer gelang. Nach dem dritten Mal darüber stolpern kam ich mir vor wie James, nur nüchterner!
Ach Margitta, ich lach mich gerade schlapp - zumal ich mir das alles bildlich soooo gut vorstellen kann 😄 🤪 .
Danke für die gute Unterhaltung und liebe Grüße in die Schweiz von Bele
GromiThemenstarter1'415 Beiträge · seit 201431. Juli 2018 · #78
@Friederike: nur nicht drängeln 😛 du kennst doch die Verhältnismässigkeit zwischen einer angetagten Frau und einem TGV 😄
@ Logi: wir hatten auf Grund eines Berichtes hier im Forum dort gebucht und haben es nicht bereut 🙂
@ Bele: jaja, lach nur 🙁 ich hab's nicht immer ganz leicht, allen Ernstens 🤪
Grüessli von der Gromi
Reisebericht 2015: ZA, BW, NA, ZA
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franzicke2'085 Beiträge · seit 201231. Juli 2018 · #79
Nur mit dem Bodenbelag hatte ich so meine Mühe und versuchte ihn grossräumig zu umlaufen, was nicht immer gelang. Nach dem dritten Mal darüber stolpern kam ich mir vor wie James, nur nüchterner!
Ach Miss Sophie, ähm Gromi - höchste Zeit für ein ausgeschriebenes DANKE zwischendurch! Und liebe Grüße Ingrid
Dandelion547 Beiträge · seit 201731. Juli 2018 · #80
Hallo Gromi,
auf Wildacker werden wir in den nächsten 2 1/2 Wochen auch übernachten. Ich versprech dir jetzt schon, jedes Mal, wenn ich über das Fell tappe, werde ich mit einem Grinsen im Gesicht an dich denken 😉