Allen Ernstens...

Reisebericht 182 Antworten · 43,0k Aufrufe · gestartet 13. Juni 2018 von Gromi
Themenstarter1'415 Beiträge · seit 201401. Aug. 2018 · #81
und weiter geht’s. Wem es nicht zu heiss ist 😊 , bitte einsteigen. Ansonsten hat es Eisbeutel im Tiefgefrierer 🤪

Donnerstag, der 12. April

Es hatte in der Nacht wieder einmal heftig gewittert und geregnet, doch der Morgen strahlte uns freundlich lächelnd entgegen.
Zum Frühstück erwartete uns wieder ein reichhaltiges Buffet. Ernstens kultigen Speckeier wurden von der Küchenmannschaft mit grosser Freude zubereitet. Solche deftigen Esser hatte man gern.
Vorwurfvolle Blicke hingegen erntete mein Toast mit Konfi und Käse.
Britta fehlte am Tisch, denn die Farmerfamilie war von ihrer Reise zurück und sie musste sich um die Kinder kümmern. Dafür gesellte sich Chefin Karoline zu uns. Chef David musste sich nach einer kurzen Begrüssung um die Arbeitseinsätze der Mitarbeiter kümmern. Seinem düsteren Gesicht zufolge war offensichtlich währen seiner Abwesenheit nicht alles so optimal gelaufen.
Das heute Morgen endlich wieder funktionierte Wlan nutzte ich um der Familie wieder einmal ein Lebenszeichen zu whatsappen.
Das gab (für uns unverständlich) viele erleichterte Rückmeldungen und wir wurden virtuell abgeschmatzt, geknuddelt und mit guten Wünschen und Ermahnungen auf die weitere Reise geschickt.
Diese nahmen wir gegen halb Zehn in Angriff.
Auf der Weiterfahrt über die B8

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sinnierten wir darüber, warum bei Kindern schneller gefahren werden durfte als im "normalen" Bereich.

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wir sahen traditionelle Dörfer

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modernistisches Wellblech

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in Stein gemauerte Gotteshäuser

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Bauruinen

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Super Minimärkte

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ländliche Gartenbeizen

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und wurden von Nutzvieh eskortiert

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Es war bereits nach zwölf und die Schüler der umliegenden Schulen machten sich auf ihren X- Kilometer langen Heimweg, ohne Velo oder Muttis Taxi!

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In Rundu betankten wir noch das Auto, zupften 3000 NA$ aus dem ATM und kamen anschliessend
gegen fünfzehn Uhr in der

Shametu River Lodge
an.

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Als absoluter Blickfang stand dieser üppige Blütenbaum am Weg

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Wir durften uns auf CS8 einrichten

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sie ist wunderbar gelegen, schattig und perfekt eingerichtet

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das Küchenhäuschen mit Kalt- und Warmwasser

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das Waschhäuschen
links WC, rechts Du + Lavabo getrennt, frische Badetücher inklusive!
also Luxus pur!
Wir richteten uns ein, stiessen mit einem (mit mehr) Gin (als) Tonic auf unser gut gewähltes Quartier an.
Dann grillten wir uns ein paar Pouletflügeli. Dazu gab's Tomaten-Gurkensalat. Ein guter Schluck Rotwein brachte uns dann genügende Bettschwere.

Am Freitagmorgen nach Kaffee und Müesli widmeten wir uns der Hausarbeit. Anschliessend gingen wir auf Camperkundigung.
Wir fanden eine schöne Terrasse

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und ein nettes Planschbecken, in welchem allerdings nur die Bungalowmieter planschen durften.

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Im Haupthaus war man dabei, die riesige Strohdachuntersicht gegen Ungeziefer zu imprägnieren. Auf dem hohen Dachgebälk turnten die Arbeiter natürlich ohne Sicherung herum. Unsere SUVA oder die DGUV hätten den Laden sofort dicht gemacht und die Betreiber schwer gebüsst.
Es stank fürchterlich, wie früher in Omas Kleiderkasten, nach Mottenkugeln.
Die Chefin brachte einen Kaffee und erzählte uns, dass im oberen Eck eine grosse Eule wohnt, diese aber wegen der Arbeiten erst mal das Weite gesucht hatte und sie hofft, dass sie später wieder zurück kommt.

Am Empfang hatten wir eine gute Wlan-Verbindung und konnten sogar ein paar Fotos nach Hause schicken.
Im Internet informierten wir uns kurz über das allgemeine und spezielle Weltgeschehen und fanden uns dann um 16.30 mit vier anderen Gästen zu einem Sundowner-Bootstripp ein.
Zuerst ging es zu den Stromschnellen, dann brauste der Skipper über den wie ein Riesensee anmutenden Kavango.

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an den Bungalows der Lodge vorbei

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Überall wässerten Hippos, welche uns aber nur oberflächlich zur Kenntnis nahmen

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einige schliefen

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und andere fanden es zum Gähnen langweilig.

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Wir sahen wunderschöne Vögel

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Bei den Spinten ging es immer schön der Reihe nach

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Die Sonne begann sich langsam zu verabschieden und präsentierte uns mit dem dramatischen Wolkenhimmel und dem ruhigen Kavango ein fabelhaftes Schauspiel.

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Der Skipper liess uns dies allerdings abstinent bewundern. Wie sich herausstellte hatte er doch die dafür vorgesehene Kühlbox glatt vergessen.
Nun, dafür fiel der Tip auch nicht so üppig aus.
Mit einem deftigen Nachtessen (Eier, Speck und Bier) beendeten wir den Tag und gingen früh schlafen.

Unausgeschlafen standen wir am Samstagmorgen viertel vor sieben auf.
Die Einheimischen der umliegenden Dörfer befeierten das Wochenende mit lauter Discomusik. Das fanden die in der Gegend lebenden Hunde auch nicht so toll und verbellten diese stundenlang.
Bei wolkenlosen Himmel und angenehmen 25° machten wir uns auf, um den

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zu inspizieren.
Wir wussten von Forumsberichten und Tante Google, dass in diesem einmal ein ehemaliger Militärstützpunkt der Südafrikanischen Truppen gewesen war.
Das konnte man an den Hinterlassenschaften, welche seit Jahrzehnten hier verrotteten gut erkennen

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Die Wege waren teilweise sehr tiefsandig
Uns begegneten ein paar

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welche sich aber im Schweinsgalopp schnell davon machten, ein kamerascheues Kuduweibchen,
sowie schöne Vögel

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wobei wir von diesem

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heftig beschimpft wurden.
Diese warteten auf gestorbenen Ästen

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auf totes Fleisch.
Viel mehr Tiere sahen wir aber nicht, geschweige denn Büffel!
In Divundu kauften wir noch ein paar Lebensmittel und tankten Diesel nach.
Zurück im Camp grillten wir uns ein feines Kudusteak, dazu gab es Bratkartoffeln mit Zwiebelsauce.
Anschliessend tranken wir an der Bar noch 2 Gläser Rotwein (jeder), hatten dort interessante Diskussionen (vornehmlich natürlich Ernst) mit einer tschechischen Reisegruppe über Tschechien und dessen Frühlingserwachen.
Halb Neun war es aber dann an der Zeit unser Schlafmanko auszugleichen.

Leider blieb das nur ein frommer Wunsch! Bis morgens um Sieben wurden wir wieder mit lauter Discomusik und Hundegebell zugedröhnt!
Nach einem heute etwas stärkeren Kaffee und einem Müesli packten wir unsere Sachen und machten uns auf in Richtung Grenze.
Beim Mahangu Game Park gab es noch einen Zwischenstopp.
Hier hatten wir das letzte Mal sehr wenig bis gar keine Sichtungen und wollten es noch mal wissen.
Am Eingang trafen wir auf ein älteres englisches Paar in einem relativ kleinen PW. Sie waren sich nicht sicher, ob dieses parktauglich sei. Die Rezeptionistin meinte aber nach einem prüfenden Blick, das ginge schon. Wir boten ihnen an, voraus zu fahren. Doch schon nach ein paar hundert Meter sah es dann so aus

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und sie kehrten wieder um.
Das war ein weiser Entschluss, denn die Wege wurden nicht besser. Bei den meisten Schlammlöchern waren Umfahrungen gespurt, aber diese waren bereits ebenso fast unpassierbar und Ernstens fahrerisches Können wurde wieder einmal auf die Probe gestellt.
An einem grösseren Schlammloch sahen wir diesen Eli. Er hatte offensichtlich grössere Probleme. Eine grosse Wunde klaffte an seiner Seite

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An einer dieser Schlammumfahrungen mussten wir ziemlich lange warten, bis sich diese

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gemächlich verzogen hatten.
Eine Giraffe schaute tadelnd einem geschäftstüchtigen Impala zu

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und diese Säbelantilope

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liess sich geduldig die Maden weghacken.
An dieser Strassensperre ging's dann auch lange nicht mehr weiter

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weil einer dringend ein Passbild brauchte

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und schlussendlich erwischten wir doch noch ein paar Büffel

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Dann wurde es langsam Zeit, uns auf den Weg Richtung Botswana zu machen.
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Von affigen Aktionen und vampirischen Überfällen bei Drotsky's werde ich euch aber erst das nächste Mal erzählen.
Bis dahin haben wir hoffentlich wieder etwas kühlere Köpfe
Grüessli von der Gromi Reisebericht 2015: ZA, BW, NA, ZA Reisebericht 2018: NA, BW, NA
zuletzt bearbeitet 05. Aug. 2018
4'382 Beiträge · seit 201501. Aug. 2018 · #82
Ach, liebe Margitta, das ist aber schade, daß Ihr es in Shametu nicht so gut getroffen habt (Lärm). Daß die Camper den Pool nicht benützen dürfen, muß ganz neu sein. Als wir im Herbst 2017 dort gewesen sind, kam an einem Tag eine größere Gruppe zum Lunch, die sich erst einmal ins Wasser stürzten.
Viele Grüße
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
Themenstarter1'415 Beiträge · seit 201401. Aug. 2018 · #83
hallo Friederike,
da wir nicht so gerne in öffentlichen Planschbecken wässern, hat uns das aber nicht gestört
Wegen des Nachtlärms, sollte man vielleicht tunlichst unter der Woche dort buchen 😗
rät die Margitta
Grüessli von der Gromi Reisebericht 2015: ZA, BW, NA, ZA Reisebericht 2018: NA, BW, NA
Themenstarter1'415 Beiträge · seit 201412. Aug. 2018 · #84
Den erfreulich frischen Sonntagmorgen möchte ich gleich einmal nutzen, um allen Gwunderigen ein weiteres Stück unserer vortrefflichen Reise zu erzählen. Also dann, wer Lust hat bitte wieder einsteigen, angurten und los gehts...

Es war immer noch
Sonntag, der 15. April

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Meinen fehlenden Tagebuchaufzeichnungen zufolge gab es keine besonderen Vorkommnisse am botswanischen Grenzübergang. Abgesehen von den vielen kleinen Löchern und ausgefransten Rändern, war das Strassenstück bis zum Abzweig Drotzky's gut zu befahren.
Zwanzig vor Drei erreichten wir

Drotzky's Cabins

und durften uns auf CS5 niederlassen, einem sehr grossen Platz direkt am Wasser.

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Die Ablution ca. 20m entfernt war ordentlich, sauber und gepflegt
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Und! Wir waren die einzigen Camper! Damit hatte sich Ernstens Vorstellungsritual erst einmal erledigt und er konnte sich voll und ganz seinen "häuslichen" Aufgaben widmen

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Zur Feier unseres ersten (Sonn-) Tages in Botswana grillten wir uns ein feines Lammrack, mit Peperonigemüse, Teigwaren und gönnten uns eine ganze Flasche Rotwein. Bis um Acht sassen wir noch am Feuer, aber dann forderten die schlaflosen Nächte und die gehörige Portion Wein ihren Tribut und wir krochen todmüde und dankbar in unsere Schlafsäcke.
Das ganznächtliche Hippogeschnarche empfanden wir dann eher als eine wohlige Backgroundmusik.

Der nächste Tag begann um halb Sieben bei 18° und strahle blauen Himmel. Wir waren gerade dran unser gestern versäumtes rituelles Sonntagsfrühstück vorzubereiten,
da kam
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nein nicht Kurt! und er kam nicht allein! Eine ganze Affenhorde brach lautstark mit Kind und Kegel über uns herein und inspizierte alles was wie fressbares aussah.
Ernst war rasch im Gebüsch verschwunden und kam mit zwei ansehnlichen Knüppeln wieder. So konnte ich am Gaskocher meine Eier mit Speck und Ernst den schon gedeckten Tisch erfolgreich verteidigen.
Nur der Gemüsetopf vom Vorabend wurde bis zum letzten Krümel leer geschleckt

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Als sie merkten bei uns gab's nichts mehr zu holen, hauten sie laut kreischend über die Bäume ab.

selbst dem Herrn Wilhelm Busch war dazumal dieses Thema nicht ganz fremd. Ich zitiere:
Der Bauer sprach zu seinem Jungen:
Heut in der Stadt da wirst du gaffen.
Wir fahren hin und seh'n die Affen.
Und um uns schief zu lachen,
Was die für Streiche machen
Und für Gesichter
Wie rechte Bösewichter.
Sie kraulen sich,
Sie zausen sich,
Sie hauen sich,
Sie lausen sich,
Beschnuppern dies, beknuppern das,
Und keiner gönnt dem andern was,
Und essen tun sie mit der Hand,
Und alles tun sie mit Verstand,
Und jeder stiehlt als wie ein Rabe.
Pass auf, das siehst du heute.
O Vater, rief der Knabe,
Sind Affen denn auch Leute?
Der Vater sprach: Nun ja,
Nicht ganz, doch so beinah.

Aber ich bin wieder einmal am abschweifen.
Nach der fälligen Haus- und Hofarbeit machten wir uns auf zur Terrainerkundung.
Die Campinganlage war in einem märchenhaft anmutend dschungelartigen Wald integriert

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Das beflügelte unsere Fantasien.
Hinter vorgehaltenen Fächern

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verbarg sich knorrig gewachsenes

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oder Aladins Wunderlampe?

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oder Rapunzels Zopf

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oder ein Knusperhäuschen

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oder Aschenbrödels verrottete Kutsche

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Im Dickicht erspähten wir kleine Kobolde

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diese aber landete am nächsten Abend, ganz profan, in unserem GT

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Das Haupthaus präsentierte sich dann real als klassisch konzipierte Anlage

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mit einem sehr gepflegten und mit verschiedenen Plastiken dekorierten Park

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Wir tranken an der Bar einen Kaffee und meldeten uns für die am Nachmittag stattfindende Bootsfahrt an.
Dort waren wir immer noch die Alleinigen

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Der Bootsführer fuhr mit uns zu diesen Seerosen. Dort riss er einige mitsamt den Wurzeln heraus und nahm sie mit. Seine Frau würde diese kochen und man isst sie wie Gemüse. Naja, soll ja gesund sein.

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Daneben sonnte sich ein kleines Krokodil auf dem Schwemmholz

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Kurz danach erspähten wir diesen Drachenkopf

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Als es uns bemerkte schob es sich in seiner vollen Grösse nach vorn

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seinem Leibesumfang nach hatte es sicher vorher einen ziemlich grossen Happen verschluckt.
Ausser einem schönen Weissling in Art deco

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und blumendekorierte Ufer

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sahen wir keine weiteren Wasserlebewesen.

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zurück in der Lodge genossen wir noch einen Sundowner an der Bar.
Wir hatten bis anhin noch keine Pula kaufen können und konnten somit weder den Bootsfahrer noch den Barmann ein Tip geben. Wir fragten an der Rezeption, ob sie NA$ tauschen. Doch das machen sie nicht, wir könnten aber auf unserer Rechnung, welche wir mit der Creditcard bezahlen, das Trinkgeld vermerken und dieses kommt dann in die grosse Tipbox für alle.

Zurück auf unserem Platz kochten wir Spaghetti und verbrauchten die schon leicht matschigen Tomaten für eine Sauce.
Anschliessend wollten wir noch in aller Ruhe ein Glas Rotwein und die schöne Abenddämmerung geniessen, hatten aber die Rechnung ohne das Dschungelintertainment gemacht. Unter dem Titel "der Tanz der Vampiere" stürzten sich gefühlte tausende von diesen bluttrünstigen Tierchen auf uns und richteten ein regelrechtes Blutbad an.
Zurückblickend hatten wir uns bei dem ersten Grosseinkauf in Windhoek mit einigen Flaschen "Peacefullsleep" eingedeckt, diese aber wegen Nichtgebrauchs irgendwo verräumt!
Nach einer ewigen hecktischen Sucherei fanden wir sie endlich und versprühten schon mal eine Flasche leer!
Frustriert und unter dem Slogan "ja nicht kratzen!!" begaben wir uns schon um acht! auf unser nunmehr etwas kummervolles Lager.

Am Dienstag, den 17. April
standen wir um halb sieben auf. Es war ein wunderschöner Morgen nach einer Nacht voller melodiöser Hipposchnarcherei.
Wir machten uns ein Müesli und schalteten den Intertainmentsender ein. Es gab die Komödie "So ein Affentheater".
Die Affenhorde hatte wahrscheinlich schlecht geschlafen und kam zankend, sich prügelnd und Zähne zeigend durchs Camp gejagt. Sie wirkten total von der Rolle. Der Gruppenchef sass derweilen unbeteiligt abseits und beobachtete das Ganze.
Doch dann hatte er begriffen, dass es wiederum hier nichts zu holen gab und pfiff zum Aufbruch. Nachdem sie sich immer noch schimpfend verzogen hatten, packten wir alles ein und machten uns gegen Neun auf in Richtung Maun.

Das ist wiederum der momentane Stand der Dinge.
Was die A35 mit dem Emmental zu tun hat und Maun mit einer haarigen Geschichte, was uns in diesem unaussprechlichen Pan so erwartet und ob das mit der Verschiffung funktioniert hat, erzähle ich euch das nächste Mal.
Grüessli von der Gromi Reisebericht 2015: ZA, BW, NA, ZA Reisebericht 2018: NA, BW, NA
zuletzt bearbeitet 12. Aug. 2018
4'382 Beiträge · seit 201512. Aug. 2018 · #85
Hallo Gromi,
gaaanz großes Theater
kichert
Friederike
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3'883 Beiträge · seit 201112. Aug. 2018 · #86
Liebe Margitta, du wirst immer besser! Übst du für einen Reise-Erlebnis-Preis? Meine Stimme hättest du 😘 .

Liebe Grüße von
freshy
Reiseberichte und Videos Video:Bootsafari auf dem Kwando 2018 Forum(2016): Südafrika & KTP Forum(2013): Zwei Gruftys in Botswana Forum(2013): Fünf Tage in Johannesburg Web:Namibia & Botswana 2017 Video:Sani Pass 2015 Web:Südafrika & Lesotho 2015 Web:Auf Pad im südl. Afrika 2014 Video:Elefanten im Senyati Safari Camp 2013 Web:Namibia 2011
Themenstarter1'415 Beiträge · seit 201412. Aug. 2018 · #87
freshy schrieb:Liebe Margitta, du wirst immer besser! Übst du für einen Reise-Erlebnis-Preis? Meine Stimme hättest du 😘 .

Liebe Grüße von
freshy
selbsverständlich 🤩 aber unter em Pulitzer mach' ich nix 🤪
verrät die die Margitta
Grüessli von der Gromi Reisebericht 2015: ZA, BW, NA, ZA Reisebericht 2018: NA, BW, NA
8'684 Beiträge · seit 201012. Aug. 2018 · #88
freshy schrieb:Liebe Margitta, du wirst immer besser! Übst du für einen Reise-Erlebnis-Preis? Meine Stimme hättest du 😘 .
Meine auch 😄 ! ich muss schon immer grinsen, bevor ich mit Lesen beginne 😁 .

Aber mal kurz dazwischen eine ernsthafte Frage: kann es sein, dass Ihr im Mahango den Track zum Wasserloch gefahren seid 😐 ? Der ist ja eher schwierig zu fahren, der andere am Ufer entlang (auch wenn man es nicht immer sieht), ist viel einfacher und oft sehr ergiebig!

Grübelnde Grüße von Bele (die sich schon auf eine Fortsetzung freut)!
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
Themenstarter1'415 Beiträge · seit 201412. Aug. 2018 · #89
Hallo Bele,
wir sind erst den Uferweg (sehr schön)

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nach Süden gefahren (wir hatten der Pförtnerin nicht gesagt, dass wir anschliessend nach BW wollen 😠 ), dann zurück über die Haupstrasse, dann zum Wasserloch Thingwerengwere und dann wieder zurück zur Grenze. Der Weg vom Wasserloch nach Süden war gesperrt. Müsst mal schauen, ob das immer noch so ist.
📎 IMG_20180812_0002.pdf

berichtet die Margitta
Grüessli von der Gromi Reisebericht 2015: ZA, BW, NA, ZA Reisebericht 2018: NA, BW, NA
8'684 Beiträge · seit 201012. Aug. 2018 · #90
Na da seid Ihr ja lustig durch die Gegend gefahren! 😄
Gromi schrieb: Müsst mal schauen, ob das immer noch so ist.
berichtet die Margitta
In absehbarer Zeit komm' ich da nicht hin..... muss jemand anderes schauen 😎 !

LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 12. Aug. 2018
194 Beiträge · seit 201813. Aug. 2018 · #91
Ich möchte auch gern mit! Hab schon Euren ersten Bericht sehr gerne gelesen und freue mich auf den neuen! LG Stefanie
5 Jahre in Botswana, 3 Jahre in Sierra Leone, 1 Jahr in Lesotho außerdem Reisen in Namibia, Südafrika, Mozambique, Eswatini, Tansania und Äthiopien www.kalahari-calling.com
Themenstarter1'415 Beiträge · seit 201413. Aug. 2018 · #92
kalaharicalling schrieb:Ich möchte auch gern mit! Hab schon Euren ersten Bericht sehr gerne gelesen und freue mich auf den neuen! LG Stefanie
na dann mach dich doch mal dünne und quetsch dich 'rein 😣 , die anderen sollen noch ein bisschen zusammenrücken 😄
meint die Gromi
Grüessli von der Gromi Reisebericht 2015: ZA, BW, NA, ZA Reisebericht 2018: NA, BW, NA
2'261 Beiträge · seit 201113. Aug. 2018 · #93
Liebe Margitta,

ich hatte ein paar Kapitel nachzulesen und du hast mich aufs Allerfeinste unterhalten! Weiter so! Ich freue mich sehr auf die Fortsetzung und meine Stimme für den Pulitzer hast du auch. 😄 😄
Euer Mischverhältnis vom GT gefällt vor allem der Guggumann 😉 😗

Dankegrüße
Guggu
Reiseberich Namibia August 2012: Tagebuchaufzeichnungen einer Wikingerin in Namibia Reisebericht Namibia/Botsuana August 2013: Frau HIRN on the floodplains Reisebericht Namibia 2015:A trip down Memory Lane NAM/BOT 2017 :So weit! So gut! Kenia/Masai Mara 2019 :Der Kreis schliesst sich
1'055 Beiträge · seit 201613. Aug. 2018 · #94
Hallo Margitta , hallo Bele
wir sind den gesperrten Weg gefahhhhren , wie in meinem RB " Elefantenrunde " beschrieben - nur in umgekehrter Richtung und auch nicht bis zum Wasserloch ( Emfehlung am Gate ) ich sage nur - furchtbar und nid wieder

Gruß Conny
Namibia zum 1. Elefantenrunde Abschied für immer Auf neuen Wegen ins Kaokoveld (hummeldumm?") [url//namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/306123-der-kreis-hat-sich-geschlossen-bot-nam.
Themenstarter1'415 Beiträge · seit 201420. Aug. 2018 · #95
Zum Wochenstart will ich die Gunst des endlich wieder moderateren Sommerwetters nutzen und euch, liebe Mitfahrwillige noch ein paar Meilen Schleichgeschichte erzählen.
Wenn man sich speditiv von A nach B begeben will, heisst das ja bekanntlich "sich zügig vorwärts bewegen". oder?
Aber grau ist alle Theorie! Unsere Praxis sah in diesem Falle folgendermassen aus:
Wie geschrieben, wollten wir von Drotzky's zügig nach Maun fahren. Das Navi rechnete uns gemütliche 4 3/4 Stunden vor.

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Wir meinten, wenn die Strasse diesen Zustand beibehält, wäre (Konjunktiv!) das wohl gut zu schaffen.

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Ernst umfuhr dieses ganz elegant und wir machten uns noch keine grossen Sorgen.
Nachdem er diese kleine Blockade und Löcher auch noch souverän umschlenkert hatte

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war's dann fertig mit lustig und Eleganz!

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"Stärneföifi! Ein Emmentaler ist ja dagegen ein kompakter Klumpen!", fluchte Ernst. Wie die Löcher in diesen kommen, ist ja mehr oder weniger bekannt, aber in so eine Strasse, flach, schnurgerade ohne killenden Winterfrost und hunderten von 40-Tönnern/Tag? An zwei besonders deftigen hielten wir kurz an und ich beguckte mir das mal von Nahen.

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Da war saumässig gepfuscht worden. Die hatten höchstens 2cm Deckschicht direkt auf einen schlecht verdichteten Untergrund gepappt!
So ging es dann munter weiter. Da half kein ausweichen und rumkurven mehr, 1 bis 2 Räder sackten immer in diese Gruben! Aber plötzlich dieses

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mit Randstreifen und Mittellinie!
Doch der Komfort währte nicht lange, höchsten 12 km. Dann ging es wieder wie gehabt bis kurz vor Maun schleichend, fluchend und schlenkernd weiter.
Wir kamen um 15 Uhr nach nunmehr 6 stündiger Fahrt total zerrüttelt aber erleichtert in Maun an

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Das "Sedia Hotel" war uns schon von früher bestens bekannt und so versuchten wir es erst einmal dort. Wir durfte uns den Campingplatz selber aussuchen und so fanden wir diesen schönen Platz etwas abseits aber in kurzer Laufdistanz zum Hotel.

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wir richteten uns ein. Währen dessen kurfte ein zweites Fahrzeug auf der Suche nach einem Stellplatz herum und siehe da es war auch eines von Savanna. Nachdem sie sich in Blickdistanz platziert hatten hörten wir vertraute Laute. Ernst war natürlich sofort auf Erkundungstour. Es war ein junges schweizer Paar und es gab sofort einen regen Austausch von woher und wohin.
Im Städtli versorgten wir uns im Spar, Bottleshop und beim ATM noch mit Lebensnotwendigen und Pula.
Am Abend hatten wir uns im Hotel zum essen angemeldet. Das Essen hier hatten wir vom letzten Mal als hervorragend in Erinnerung. Doch das war über zwei Jahren her und in zwischen hatten wahrscheinlich die Köche gewechselt, jedenfalls war es nicht besonders erwähnenswert. An der Bar genehmigten wir uns noch ein feines flüssigmaltigs Bettmümpfeli (proscht Friederike) und verschwanden dann bald unter die Bettdecken.

Am anderen Morgen gesellten sich wieder diverse Adoptionswillige zu uns.

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das Hundchen kam mit seinem Zwilling, welcher aber ungeduldig zum nächsten Platz weiter schnüffelte

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und lies sich gleich mal häuslich nieder.
Gegen elf fuhren wir ins Städtli. Wir mussten für die nächsten sieben Tage unsere Vorräte aufstocken.
Im Spar sah unser Wagen optisch einem XXL Grossfamilien-Wochenendeinkauf ähnlich. Anschliessend versorgten wir uns beim Metzger nebenan mit ein paar guten Stücken Wildfleisch.
Als wir dann anschliessend so durchs Städtchen schlenderten, weckte dieses Geschäft Ernstens Interesse und er meinte, seine Haupthaare bedürften dringend eine Kürzung.

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Und schon sass er wohlpräpariert auf dem Coiffeurstuhl und ich auf dem Wartebänkli.
Nachdem er dem jungen Coiffeur seine Wünsche mitgeteilt hatte, musste dieser erst einmal für Ernsten feines, schon etwas schüttere Haar das nötige Werkzeug suchen. Begreiflich, denn für das krüselig-drahtige Kurzhaar der einheimischen Männer braucht's etwas anderes. Er fand nach längeren Suchen eine Schere, welche aber total stupf war.

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Aber er wusste sich zu helfen

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und das Resultat

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konnte sich sehen lassen. Der Preis von 100 Pula aber auch! Hierzulande kommt Mann nicht unter 30 CHF weg!
Während dem ganzen Prozedere wurde mir das Warten aber nicht langweilig. Neben mir sassen immer wieder abwechseln und kichernd die gerade beschäftigungslosen Coiffeusen und an der Tür tauchten immer mal Neugierige auf. Was sie miteinander austauschten, konnte ich aber (leider) nicht verstehen.
Dann war es Zeit unsere knurrenden Mägen zu besänftigen und wir machten uns auf zur "Marcs' Eatery". Den Tipp hatte ich mir aus dem Forum herausgepickt und wir wurden nicht enttäuscht. In einem angenehmen, Brasserie ähnlichem Ambiente, mit sehr freundlichen Chef, aufmerksamen und speditiven Mitarbeitern genoss ich einen exzellenten Roastbeefburger und Ernst sein heiss geliebtes Eier-Speck-Omelett.
Rundum zufrieden und gesättigt traten wir den Heimweg an. An der Bar tranken wir noch ein Verdauerli, hackten uns in das sehr gut funktionierende Wlan ein, berichteten der Familie das Neueste und gingen bald einmal schlafen.

In der Nacht war es etwas lärmig. Immer wieder hörten wir Flugzeuge und wurden mehrmals von Stimmen und komischen Geräuschen geweckt. als diese näher kamen, sahen wir zwei Männer welche sich in der Nähe ein Feuer gemacht hatten. Offensichtlich Securitasleute die sich immer wieder nach einem Rundgang am Feuer aufwärmten und uns das Gefühl gaben, wohlbehütet zu sein.
Der Morgen war schön und mit 17° sehr angenehm. Wir packten zusammen und begaben uns frohen Mutes in Richtung Nxai Pan.
An der Strasse versorgten wir uns erst mal mit Holz.

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Doch nach ca. 50 km war es wieder fertig mit froh!

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Dieser ohnmächtige Löcherparcours verlangte wieder unsere volle Konzentration.
Kurz nach eins waren wir am Gate,

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meldeten uns an und wurden zur CS 6 geschickt.
Den sehr tiefsandigen Weg bewältigten wir (d.h. Ernst) mit Bravour und Routine.
Um viertel vor drei kamen wir an.
Am Wasserloch vor dem Camp fand gerade ein geschäftiger Wasch-und Badetag statt

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diese berieten wer zuerst darf

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der war noch am überlegen...

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und diese spielten Huckepack

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Unsere CS war schön gross, schattig, ohne Wasser und Strom

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Die Ablution sehr sauber und elefantensicher

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Nachdem wir alles inspiziert hatten fuhren wir noch eine Runde. Doch ausser ein paar neugierigen Langhälslern

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und einem Solisten mit Sundownerhintergrund

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erspähten wir keine Tiere.
Nach einer feinen gegrillten Borewors mit grünen Salat und einem kühlen Schluck Windhoek Lager war Nachtruhe.

Der nächste Tag war
Freitag, der 20.April
wir standen früh auf und wollten es nochmal vor dem Frühstück wissen.
Doch die Sichtungsfee war uns wieder nicht wohl gesonnen.
Ausser einem Rudel Gnus, deren Chef völlig gestresst hin und her rannt um die aufmüpfigen Jungbullen in ihre Schranken zu weisen

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und einer jungen Mutter mit hungrigem Baby

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sahen wir "nur" eine fantastische Landschaft.
Wir frühstückten und machten uns gegen 11 Uhr auf den Weg Richtung Boteti.
Nach dem Phuduhudu Gate erwartete uns eine 32 km lange Tiefsandpiste
Die wunderbare Aussicht auf den Boteti entschädigte uns aber für die Mühsamkeiten

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Wir fuhren hinab zum "Fluss" und sahen sehr viele Elefanten und Giraffen

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Um 15.30 standen wir am reichlich Wasser führenden Boteti und konnten "Fährmann hol' über" rufen.
Dieser kam auch sofort angetuckert.

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Ernstens erster zaghafte Hinauffahrversuch scheiterte zwar. Doch beim zweiten beherzteren gelang ihm besser

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Unser schwergewichtiger Camper machte allerdings dem Fährimann, bzw. seiner Fähre Probleme und er musste mit handgreiflicher Unterstützung diese zum ablegen motiviere


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Dann tuckerte uns das kleine Aussenbordmotörli

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gen anderes Ufer

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Die Abfahrt gelang dann aber besser weder die Auffahrt.
Ich wusste, dass die Überfahrt 150 Pula kostet und wollte sie ganz unbürokratisch dem Fährimann in die Hand drücken. Dieser deutete mir an kurz zu warten, holte einen Quittungsblock, füllte diesen (mit Durchschlag) aus und gab mir das Original!
Das hat mich sehr beeindruckt.

Und somit wäre das wieder einmal der momentane Stand der Dinge.
Was uns im "Tiaan's Camp" erwartet und wie wir unsere Jungfernfahrt durch das CKGR erlebt haben, erzähle ich euch das nächste Mal.
Grüessli von der Gromi Reisebericht 2015: ZA, BW, NA, ZA Reisebericht 2018: NA, BW, NA
zuletzt bearbeitet 20. Aug. 2018
4'382 Beiträge · seit 201520. Aug. 2018 · #96
An der Bar genehmigten wir uns noch ein feines flüssigmaltigs Bettmümpfeli (proscht Friederike)
Pröschtli zurück, liebe Margitta, allerdings erst in ca. 4 Stunden und dann mit dem von Simone/Tigris empfohlenen Oban!
Was die potholes betrifft, so sprichst Du uns da aus der Seele. Die Diamantenerlöse wandern wohl alle in die Schweiz 🤩
Liebe Grüße Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
4'382 Beiträge · seit 201520. Aug. 2018 · #97
Die Ablution sehr sauber und elefantensicher
...ja, von wegen! Bei uns hatte sich nächtens ein Elefant dorthin begeben und die gesamte Wasserleitung rausgerissen, auch ein bisschen Dachstroh probiert. Wir hatten abends noch bewundernd vor den elefantensicheren 😄 Barrieren gestanden.
Grüßle
Friederike
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1'412 Beiträge · seit 201320. Aug. 2018 · #98
Liebe Gromis,

jetzt bin ich allen ernstes auch endlich wieder auf dem Laufenden und habe bei der Lektüre viel Vergnügen.
Zudem schließe ich mich später auf euer Wohl dem Gemeinschafts-Pröschterln an und zwar mit diesem hier:

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Ein Pröschtli auf euren Reisebericht
LG Stefan Die Reise unseres Lebens: Antarktis 2018/19 Unsere Reiseberichte
zuletzt bearbeitet 20. Aug. 2018
767 Beiträge · seit 200720. Aug. 2018 · #99
Mensch Gromi,

kratertiefe Schlaglöcher, stumpfe Scheren, atemberaubende Landschaften, tiefsandige Pad und die Elis - Ihr habt da gerade kein Abenteuer ausgelassen... 🤩
Zum Glück war die Versorgung und der Nachschub Dank XXL Einkaufswagen gesichert! 🙄
Begleite Euch immer noch mit Freude und bin auf die Fortsetzung gespannt.

Ein Cheers und gute Nacht - ich gönn mir gerade schon meinen hochprozentigen schottischen Schlummertrunk 😘

Simone
Historie meiner 16 bisherigen Reisen ins südliche/östliche Afrika => 11/2001: NAM die Erste * 12/2003 - 01/2004: NAMIBIA Südtour * 03/2005: NAMIBIA ein runder Geburtstag in Windhoek/Tour mit Witti + Landy * 12/2007 -01/2008: NAMIBIA Südtour zum 2. mit Familie * 10-11/2008: Kurztrip nach NAM/wieder ein runder Geburtstag * 03/2011: NAMIBIA ~ Hochzeit der Schwägerin in Windhoek und kleine Tour * 09-10/2013: TANZANIA ~ 4 Wochen Familienbesuch * 12/2014 - 01/2015: NAM zum ersten Mal mit Dachzelt unterwegs * 07-08/2016: SÜDAFRIKA ~ 4 Wochen Kap und Gardenroute/Familienbesuch * 05/2018: KTP und mal wieder der Süden von NAMIBIA * 01-02/2020: NAMIBIAS Norden, Caprivi und ein bißchen BOTSWANA * 08-09/2021: BOTSWANA ~ Private Campingtour mit Bushways * 09/2O22: 3 Wochen SÜDAFRIKA mit Fokus auf Familie und Drakensbergen * 08-09/2023: BOTSWANA ~ 2. Private Campingtour mit Bushways * 02-03/2024: NAMIBIA ~ KTP und Südtour * 01-02/2026: 3. Private Campingtour mit Bushways
151 Beiträge · seit 201620. Aug. 2018 · #100
Die Strasse von Drotzky`s nach Maun gilt gemäss Einheimischen als eine der schlechtesten in Botswana....Eure Bilder sprechen für sich. Dafür hattet Ihr bei Tiaans eine richtige Fährüberfahrt. Im Juli musste man nur noch die Fähre wie eine Brücke «überfahren», da es wenig Wasser hatte.