Guten Tag, hier ein Artikel aus der SZ von gestern. Das halte ich nicht für "Medienschrott".
Auch hier wird wieder nur die halbe Wahrheit berichtet. Schlussendlich würde ich auch nicht auf ein Verfahren eingehen, bei denen in den USA gar keine Berechtigung für ein Verfahren besteht. Einfach ignorieren! Die Fakten sind bekannt, auf beiden Seiten, hat man schon mal von Forderungen der Nachkommen der getöteten Farmer gehört? Wie viele Farmer wurden im letzten Jahr in Südafrika umgebracht, gibt es da irgend welche Forderungen gegenüber dem Staat, obwohl Politiker offen dazu aufrufen? Wäre ich deutsche Regierung, würde ich morgen schon sämtliche Zahlungen an Namibia einstellen, solange sich die offizielle Regierung nicht öffentlich dazu Stellung nimmt. Wieso gehen hunderttausende von Deutschen dort unten in den Urlaub, nicht wegen dem von den Hereros oder Namas Geschaffenen, sonst könnte man geradezu in den Congo. Wer bringt Millionen von Dollar in's Land? Es gibt ein altes Sprichwort; Beisse nicht die Hand die dich füttert! Scheinbar haben da einige noch nicht verstanden wer sie füttert. Und nochmal, der Ami hat in der Sache überhaupt nichts zu verhandeln, die sollen mal ihren Mist der Vergangenheit und der Gegenwart aufarbeiten, da sind sie bis zum St.Nimmerleinstag beschäftigt.
Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen.
Die deutsche Bundesregierung hält den von Herero und Nama an einem Bezirksgericht in New York angestrebten Prozess auf Entschädigung von Deutschland wegen des Kolonialkrieges 1904-08 für unzulässig. Das berichtete die Deutsche Presse-Agentur (dpa) am Freitag mit Berufung auf die Aussage einer Sprecherin des Auswärtigen Amts am gleichen Tag. Diese Rechtsauffassung basiere auf dem „Grundsatz der Staatenimmunität“, habe der Anwalt Jeffrey Harris in New York im Auftrag der Bundesregierung formal mitgeteilt. Bei der kurzen Anhörung am Donnerstag war es nur um Verfahrensfragen gegangen (AZ berichtete). ..
Aktuell dazu (sicher später dann via AZ ausführlicher): "Deutschland bietet ein dreistelliges Millionenpaket zur Förderung von Regionen an, in denen die vom Kolonialkrieg betroffenen Herero und Nama leben. Das berichtet die Allgemeine Zeitung unter Berufung auf eine Präsentation, die der deutsche Botschafter Christian Schlaga offenbar beim bislang letzten Treffen mit Vertretern Namibias Ende September in Berlin gehalten habe und die in die Hände von Medien gelangt sei. In einem Jahrzehnt der Versöhnung und Kooperation könnten von 2018 bis 2030 Gelder für Berufsausbildung, Bodenreform, ländliche Elektrifizierung, Wohnungsbau und regionaler Entwicklung fließen. Der Gesamtbetrag liegt laut AZ bei 289 Millionen Euro. Der Zeitraum decke sich mit der Entwicklungsvision 2030 der Regierung. Eine Reaktion Namibias auf den Vorschlag ist nicht bekannt; auch steht laut Bericht noch kein Termin für ein weiteres Treffen fest." (Quelle. Hitradio Namibia, 1.2.2018)
Viele Grüße aus Windhoek Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
freshy3'883 Beiträge · seit 201101. Feb. 2018 · #44
travelNAMIBIA schrieb:Aktuell dazu (sicher später dann via AZ ausführlicher): "Deutschland bietet ein dreistelliges Millionenpaket zur Förderung von Regionen an, in denen die vom Kolonialkrieg betroffenen Herero und Nama leben. Das berichtet die Allgemeine Zeitung unter Berufung auf eine Präsentation, die der deutsche Botschafter Christian Schlaga offenbar beim bislang letzten Treffen mit Vertretern Namibias Ende September in Berlin gehalten habe und die in die Hände von Medien gelangt sei. In einem Jahrzehnt der Versöhnung und Kooperation könnten von 2018 bis 2030 Gelder für Berufsausbildung, Bodenreform, ländliche Elektrifizierung, Wohnungsbau und regionaler Entwicklung fließen. Der Gesamtbetrag liegt laut AZ bei 289 Millionen Euro. Der Zeitraum decke sich mit der Entwicklungsvision 2030 der Regierung. Eine Reaktion Namibias auf den Vorschlag ist nicht bekannt; auch steht laut Bericht noch kein Termin für ein weiteres Treffen fest." (Quelle. Hitradio Namibia, 1.2.2018)
Viele Grüße aus Windhoek Christian
Das hört sich theoretisch gut an, aber wie wird sichergestellt, dass das Geld tatsächlich in die angesprochenen Projekte fließt? Außerdem glaube ich nicht, dass die Kläger der Herero diese Form der Wiedergutmachung im Sinn haben. Ich verstehe es so, dass der Stamm das Geld einnehmen will, um dann selbst zu entscheiden, was er damit machen will. Oder liege ich falsch?
ber wie wird sichergestellt, dass das Geld tatsächlich in die angesprochenen Projekte fließt?
so wie es heißt, soll ein gemeinsamer Rat (Deutsche, Herero und Nama) gegründet werden, der die Projekte initiiert und überwacht.
Ich verstehe es so, dass der Stamm das Geld einnehmen will, um dann selbst zu entscheiden, was er damit machen will. Oder liege ich falsch?
Um es im Klartext zu sagen: Ja, die Bonzen wollen sich die Kohle einstecken. Die träumen allen Ernstes davon, dass irgendwann jeder Herero und Nama von Deutschland eine Million Euro bekommt und einen Mercedes vor die Tür gestellt wird. Nur die Obersten sollen natürlich ein klein bisschen mehr bekommen 😉
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Im Rahmen des namibisch-deutschen Genozid- und Versöhnungsdialogs hat die Bundesrepublik ein konkretes Angebot für Wiederaufbau-Leistungen zugunsten der damals betroffenen Völker gemacht. Demnach sollen von 2018 bis 2030 genau 289 Millionen Euro in sieben Regionen investiert werden.
Zur Wochenmitte ist eine Präsentation mit dem Titel „Vorgeschlagener Handlungskurs zur Unterstützung der ehemals betroffenen Gemeinschaften“ in den Besitz von Medien gelangt, die der deutsche Botschafter in Windhoek, Christian Schlaga, offenbar beim jüngsten bilateralen Treffen Ende September 2017 in Berlin gehalten hat. Das interne Dokument befasst sich mit gezielten Interventionen, die den damals betroffenen Gemeinschaften (Herero und Nama) zugute kommen, aber auch zu „Namibias Entwicklungsprioritäten beitragen“ sollen.
Fünf Förderbereiche
Laut der Präsentation sollen folgende Bereich gefördert werden: Berufsausbildung (80 Mio. Euro), Landreform (70 Mio. Euro), ländliche Elektrifizierung (54 Mio. Euro), Wohnungsbau (50 Mio. Euro) sowie Regionalentwicklung und Unterstützungsmaßnahmen (35 Mio. Euro). Insgesamt ergibt sich ein Betrag von 289 Millionen Euro (ca. 4,3 Milliarden N$).
Nachdem sich die Verhandlungspartner bei den bilateralen Gesprächen inzwischen auf zwei Punkte - Definition des Kolonialkrieges 1904-08 als Völkermord sowie Entschuldigung der Bundesrepublik - geeinigt haben, liegt mit dem jetzt öffentlich gewordenen Papier ein konkreter Vorschlag für den dritten Punkt vor. Die deutsche Regierung hat dabei bislang von Wiederaufbau-Leistungen gesprochen, was Botschafter Schlaga vor einigen Monaten wie folgt erklärte: „Der Weg gerichtlicher Klagen mit Konzentration auf juristische Begriffe wie den der ,Reparationen´ wird nicht zu einer Befriedung führen - im Gegenteil: Er führt in die Irre.“ Er machte weiterhin deutlich, „dass die Bundesregierung keine rechtliche Grundlage für die Forderung nach finanziellen Entschädigungen sieht“. Deutschland werde in den Verhandlungen vielmehr von der Überzeugung geleitet, dass der Kolonialkrieg „nur mit einem historisch-moralischen Ansatz aufgearbeitet werden“ könne, so Schlaga (AZ berichtete).
Auf Bedarf reagiert
Zum Inhalt des jetzt öffentlich gewordenen Dokument wollte sich der Diplomat nicht äußern: „Kein Kommentar“, hieß es gestern auf AZ-Nachfrage. Er wiederholte allerdings, dass man sich mit Namibias Regierung in „ehrlichen Verhandlungen“ befinde. Nachdem die deutsche Seite den namibischen Vorschlag gründlich studiert und darauf reagiert habe, seien u.a. „verschiedene Vorschläge gemacht worden, wie Infrastruktur-Entwicklungsprojekte realistisch eingeschlossen werden können“. Den Bedarf für weitere Infrastruktur-Entwicklung hätten die betroffenen Gemeinschaften in Besprechungen mit der deutschen Delegation „oft unterstrichen“, so Schlaga.
Im AZ-Interview zum Jahreswechsel 2017/18 hatte der Botschafter noch gesagt, dass er auf ein Verhandlungsende in diesem Jahr hofft; jetzt ergänzte er: „Mit einem positivem Abschluss der Verhandlungen - aber eben nur und erst dann - würde der Weg frei für substantielle Infrastrukturverbesserungen in wichtigen Regionen.“
7 Regionen ausgesucht
Das aktuelle Dokument führt sieben Regionen auf, in denen eine „erhebliche Zahl von vormals betroffenen Gemeinschaften“ lebten: Kunene, Otjozondjupa, Erongo, Omaheke, Khomas, Hardap und //Karas. Die Interventionen würden jedoch „der gesamten Bevölkerung innerhalb der einzelnen Region zugute kommen“, heißt es.
Als Zeitrahmen für die gezielten Maßnahmen wird 2018 bis 2030 angegeben, weil die Projekte im Einklang mit der Vision 2030 und dem Programm für nachhaltige Entwicklung 2030 stünden. „Dieser Zeitraum könnte als Jahrzehnt der Versöhnung und Kooperation erklärt werden“, heißt es weiter.
Die Umsetzung soll entweder über Budgethilfe (Geld geht direkt an die namibsiche Regierung) oder die Entwicklungsagentur GIZ oder über eine zu gründende Stiftung erfolgen, lautet ein abschließender Vorschlag in dem Dokument.
Wie der deutsche Vorschlag angenommen wurde, ist nicht bekannt. Seit September hat noch kein weiteres Treffen der namibischen und deutschen Verhandlungsgruppen stattgefunden. Laut Schlaga steht ein neuer Termin noch nicht fest.
Die 5 Förderbereiche
- Berufsausbildung (80 Mio. Euro): Infrastruktur-Entwicklung und Qualifizierung von Ausbildern
- Landreform (70 Mio. Euro): Beschleunigung der Landumverteilung durch finanzielle Unterstützung des Landakquise-Fonds´ und des Affirmative Action Loan Scheme (AALS)
- ländliche Elektrifizierung (54 Mio. Euro): Beitrag zur Erhöhung der Elektrifizierung von 34% auf 50% (nationales Ziel)
- Wohnungsbau (50 Mio. Euro): Verbesserung des Zugangs zu bezahlbarem Wohnraum durch Grundstückserschließung und Subventionen von Niedrigverdienern
- Regionalentwicklung und Unterstützung (35 Mio. Euro): Sicherstellung lokalen Eigentums durch Regional- und Lokalverwaltungen, Privatsektor und Gemeinschaften
LG Logi
dergnagflow2'535 Beiträge · seit 200701. Feb. 2018 · #47
Hallo Logi,
nur weil's mir hier wieder auffällt: ich würde mit diesen vollständigen kopierten Artikeln aufpassen. Das überschreitet bereits den Urheberrechtsschutz, weil es kein "Zitieren" mehr ist. Umso mehr, als du oft Inhalte 1:1 kopierst, die *eigentlich* hinter einer Bezahlschranke liegen.
Den Link hier zu posten, der den Zugriff auf den Artikel auch hinter der Bezahlschranke ermöglicht, ist sicher OK...
so langsam scheint die Geduld mit den Herero und ihrer "Einmischung" in bilaterale Angelegenheiten am Ende zu sein...
Viele Grüße aus Windhoek Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Danke, gut das einer mal Vernunft in diese Debatte einbringt. Aufgekommen ist der angebliche Herero-Genozid erst in den letzten zwei Jahrzehnten. Ansonsten wurde das nur in der marxistischen Literatur zur Geschichtsumdeutung aufgetischt (z.B. Horst Drechsler). Vorher gabs das britische Propagandamachwerk Blaubuch, das allerdings nicht von Voelkermord/Genozid sprach. Man wollte die Deutschen als schlechte Kolonialverwalter hinstellen und bediente sich daher unverifierter Berichte. Mittlerweile sollten solche Methoden eigentlich jedem bekannt und Menschen daher zur Vorsicht gemahnt sein. Mir kommt das aber oft nicht so vor.
Germany wants to wrap up genocide negotiations WINDHOEK, 15 JUL (NAMPA) – Germany’s Bundesrat President, Daniel Günther, on Monday told President Hage Geingob that his government wants to finalise and find good solutions to the ongoing genocide negotiations between is country and Namibia. Speaking during a meeting with Geingob and Vice President Nangolo Mbumba, who is part of the Namibian government genocide negotiation team, at State House on Monday, Günther said in order for the two countries to shape their future together, they also need to look at the past together. “Because we in Germany are aware of our guilt, we are aware of the suffering that we have brought to Namibia and we know that our past both unites and divides us. In the future it’s very important that we look at this together and find a solution,” he said. He also said that Germany is interested in finding a quick resolution to the negotiations. “I know that they have been going on for a long time especially in your country, for you it’s very important that the process speeds up and is concluded,” he noted. The Bundesrat (Federal Council) president explained that he is not speeding up the negotiation process because he wants to hasten it, but because Germany does not want to give the impression that they are causing delays. “For us it’s very important that we find a joint solution to the process. It’s really not the speed that’s the focus of this, but it’s that both sides are happy, at the end are happy with the outcome,” he stated. Replying to Günther, Mbumba said the progress of the negotiations is slow because of the items involved. “A lot of research was done to make sure that we know what we are talking about and we have the facts right, also the interpretation in terms of law and all related matters,” Mbumba said. He, however, said that progress has been made even though the negotiation progress is slow. “The political declaration is very close to being finalised, that we agree with, what we mean by genocide with apology and we have reparation,” he said, adding that the translation should be the same in both English and German languages. “The genocide issue, the apology issue, those are things I think we only need the legal people to go through. The elephant in the room as the negotiators always call it, is the reparation - making right of what was wrong,” he explained. The next negotiation session Mbumba said, will deal with the outstanding matters. “On our side they are preparing the full briefing towards the highest authority in the country [President Geingob].” He also highlighted that in the ongoing town hall meetings conducted by the Office of the President, community members emotionally expressed that the history between Germany and Namibia was not very kind towards them. Mbumba further mentioned that issues of drought, land and water were part of the negotiations. “We also want a clear definition or separation between development assistance as it has been going on and the major items we are going to address when doing right in terms of land, water, infrastructure construction and education of the children of those who survived those injustices (genocide),” he explained. Mbumba told the German delegation that once the negotiators are done, it will then be up to the politicians to decide but even so, it might not be easy as the decisions might not be accepted by all community members, “but hopefully acceptable by the majority of the people”. The last time a German Bundesrat president visited Namibia was in 1997. (NAMPA)
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Der Bundesratspräsident Daniel Günther hat die Verbrechen während der deutschen Kolonialherrschaft in Namibia als Völkermord charakterisiert, eine offizielle Entschuldigung für dieses Unrecht zum Ärgernis von Herero-Oberhäuptling, Adv. Vekuii Rukoro, jedoch vermieden...
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Entgegen wiederholter Versprechen seitens des Präsidialamtes, namibische Medien zu wichtigen Ereignissen einzuladen, hat sich der namibische Präsident, Hage Geingob, am Dienstag nur im Beisein von Staatsmedien mit dem Sondergesandten Dr. Zed Ngavirue getroffen, um sich über den Fortschritt bei den Genozid-Unterhandlungen mit Deutschland zu informieren...
LG Logi
michi1111192 Beiträge · seit 200814. Aug. 2020 · #56
@rhh64:
Vergiss die Schweden nicht, die standen fuffzehnhundertdingsbums vor Leipzig. Wenns nicht reicht, von Frankreich gibt's auch noch was wegen Napoleon. So, wer war noch hier? Wikinger sind doch bestimmt auch mal in den südlichen Ostseeraum eingedrungen, oder? Ostgoten?
Sorry, ein ernstes Thema, ja. Aber ich konnte jetzt einfach nicht anders, ein bissl Spass muss auch sein 😉
"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit - aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." (Einstein)
pollux1'678 Beiträge · seit 200715. Aug. 2020 · #57
Das Problem ist ja nicht auf Namibia beschränkt. Inzwischen geht es ja weltweit darum, "white culture" und ihre Historie zu diffamieren. Und das ausgerechnet oft durch Weiße selbst. In USA werden ja inzwischen Plünderungen mit "Reparation" gerechtfertigt (kein Witz). Komischerweise wird aber z.B. kaum über den arabischen Sklavenhandel geredet, oder über den aktuellen Rassismus der Han-Chinesen, oder gerade im südlichen Afrika das Vorgehen der eindringenden Bantu-Stämme gegen die Khoisan etc.
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
Hallo Pollux, deine Sorge ist mE unbegründet, weil das einfach eine unbedeutende Randerscheinung ist. Außerdem ist die Abwehr und PR zum Thema (einer nicht wirklich vorhandene Gefahr) bei Southern, Murdoch und kongenialen Geistern in guten Händen, um nur ein paar unverfänglich/salonfähige Protagonisten zu nennen. Google mal das Thema + far right + white nation network etc. https://www.bbc.com/news/world-australia-45861433
pollux schrieb:Komischerweise wird aber z.B. kaum über den arabischen Sklavenhandel geredet, oder über den aktuellen Rassismus der Han-Chinesen, oder gerade im südlichen Afrika das Vorgehen der eindringenden Bantu-Stämme gegen die Khoisan etc.
PS @ Pollux Es stimmt mE nicht, dass z. B. Kolonialismus und Sklaverei ausschließlich als Geschichte des (europäischen!!) Kolonialismus ab dem 16. Jahrhundert dargestellt wird. Den Randgruppen, die das machen, muss man ja nicht glauben, man kann sich auch selber eine Meinung über Geschichte und Qualität der Darstellung bilden. Wer das Thema ausschließlich auf Hautfarbe reduziert, oder, wenn das gemacht wird, reflexartig mit „Hautfarbensolidarität“ reagiert, hat ein Problem, mE! Auch populärwissenschaftliche Vermittlungen des Themas können seriös sein, z. B. unlängst auf ARTE gelaufen, ist noch abrufbar. Menschenhandel: Eine kurze Geschichte der Sklaverei Die Geschichte der Sklaverei beginnt nicht erst auf Baumwollfeldern. Sie reicht bis in die frühesten Hochkulturen der Menschheit zurück. Bis zur Abschaffung der Sklaverei eroberte der Menschenhandel riesige Territorien, setzte seine eigenen Grenzen und schuf seine eigenen Gesetze in einer Welt der Gewalt, Machtbesessenheit und Profitgier.
pollux1'678 Beiträge · seit 200715. Aug. 2020 · #60
@loser: ja, alles hat zwei Seiten. Ich will das gar nicht alles weiter ausbreiten. Ich bin nur der Meinung, dass es keine "unbedeutende Randerscheinung" ist. Dazu nur ein Beispiel: Auf Instagram postete das Social Media Team von ZDFheute diese bemerkenswerten Zeilen: „Aus gegebenem Anlass möchten wir gerne eine Sache aus dem Weg räumen: Es gibt keinen Rassismus gegen Weiße. Das, was hier einige vermutlich meinen, kann man als Diskriminierung bezeichnen. Zwar können Weiße auch als Minderheit Diskriminierung erfahren, es handelt sich jedoch nicht um ein strukturell verankertes Phänomen. Demgegenüber hat Rassismus machtstrukturelle Ursachen, ist geschichtlich verwurzelt und lässt sich auf allen gesellschaftlichen Ebenen wiederfinden. Weiterführende Informationen zum Thema Rassismus und warum es keinen Rassismus gegen Weiße gibt, findet ihr z.B. bei der Amadeu Antonio Stiftung.“ (die Stiftung geleitet von einer ehemaligen Stasi-IM)
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten