Ungarnfreund74 Beiträge · seit 201915. Aug. 2020 · #61Was für ein Quatsch von links!
Wir wurden (gemischte Ehe) in Swakopmund von Farbigen beschimpft. Das ist Rassismus - ich stehe darüber.
Wenn ich in Arandis spazieren gehe wurde ich auch schon doof angesehen, eine Tür nach der anderen geht zu wenn ich vorbei gehe.
Da stehe ich darüber, die müssen sich daran gewöhnen.
Der Glaube das Rassismus ein weißes Problem ist ist an sich schon rassistisch!
Also können Farbige nicht rassistisch sein, oder Asiaten , so ein Blödsinn!
LOloserGast18. Aug. 2020 · #62Hallo Ungarnfreund, über das was RASSISMUS darstellt, wird es wohl, und nicht weiter verwunderlich, unterschiedliche Auffassungen geben. Der Bogen reicht von Diskriminierung von Personen und Gruppen bis zur Überzeugung, dass es „rassische“ Überlegenheit bzw. Minderwertigkeit gäbe.
Ob das von dir erlebte durch RASSISMUS motiviert war/ist, wissen nur die, die sich so verhalten haben. Mieses Benehmen ist es aber auf alle Fälle, und dass sowas überall auf der Welt anzutreffen ist, ist auch klar.
Aber all das hat mit dem Thema des Themas mE überhaupt nichts zu tun, nur deswegen habe ich auf die These von Pollux geantwortet. Das Thema ist nämlich die bilaterale Aufarbeitung des „Hererokrieges“ und Reparationszahlungen dafür. Es geht dabei auch um Geschichtswahrnehmung, hauptsächlich aber um Politik, Taktik und Geld. Das ist ein stinknormaler Vorgang, den es schon x-fach gab. Aber sofort wurde gewarnt, dass es weltweit mittlerweile sogar gewagt wird, „weiße“ Geschichte und Kultur zu diffamieren (!! man beachte die Wortwahl), und das noch dazu von Weißen selber (Nestbeschmutzern?), Weißenhatz sei angesagt. Und mit Rassismus soll das auch noch was zu tun haben.
Grüße
Übrigens ist das "Rassenkonzept nach Hautfarben" nach modernem Kenntnisstand schon längst Makulatur.
Ungarnfreund74 Beiträge · seit 201918. Aug. 2020 · #63Hallo,
mir hat mal ein Linker gesagt das jede Art von Differenzierung Diskriminierung oder Rassismus ist und in Auschwitz endet.
Ich sage es mal anders, die Menschen sind nicht gleich. Aber sie sind gleichberechtigt zu behandeln.
Die einen sind Weiß, die anderen schwarz, dick, dünn, gebildet, ungebildet, dumm, intelligent, Frau, Mann usw.
Aber die Justitia hat verbundene Augen um die Menschen nur nach "Wort und Tat" zu beurteilen.
An das fühle ich mich gebunden.
Und "alle Menschen sind gleich" ist einfach falsch.
Aber Rassismus ist sicher nicht nur ein weißes Problem, Scheisse bauen alle irgendwie.
Und das "Social Media Team von ZDFheute diese bemerkenswerten Zeilen: „Aus gegebenem Anlass möchten wir gerne eine Sache aus dem Weg räumen: Es gibt keinen Rassismus gegen Weiße" ist einfach nur dumm und blind. Einfach weltfremd.
Unterschiede sind halt gegeben aber nicht schlimm, ganz im Gegenteil, das ist gut so!
Zum Herero-Aufstand, ich gehe mal davon aus das sowohl die Deutschen als auch die Herero nicht gewaltfrei waren.
Aber das ist ein schwieriges Thema, den man wird schnell falsch interpretiert.
Wir sollten friedlich zusammen leben damit so etwas nicht passiert.
Wie wäre es wenn Deutschland Schulen in den Township unterstützen würde um der Gleichberechtigung zu verhelfen?
Gruß
Michael
Farbenwunder48 Beiträge · seit 202018. Aug. 2020 · #64Im Grunde stammt die Rassenlehre aus der Evolutionstheorie und wurde u.A. von Darwin so gesehen.
"Es gebe Lebewesen, die noch nicht so weit entwickelt sind wie andere, dachte man damals ( sozusagen eher noch Tier als Mensch)".
Die Nationalsozialisten und viele andere, haben sich diese "wissenschaftliche" Theorie zu ihrem Nutzen gemacht.
Man hat einfach übersehen, dass den Menschen vom Tier ein paar Künste trennen: z.B. das Feuer machen, Kunst und Musik. Affen können das nicht.
Die biblische Schöpfung hingegen hat hier bessere Antworten. Hier kann ein Rassenhass nicht begründet werden, da es nur EINE Art Mensch gibt, und mehrere Arten Tiere. Hier ist schwarz oder weiß einfach egal.
Black lives matter ist im Grunde ein tief rassistischer Spruch. All lives matter, wäre zwingend notwendig.
Black lives matter fördert ganz klar die weitere Spaltung. Jede der beiden Seiten hat ein Rassismus Problem. Übrigens auch links, nicht nur rechts. Denn links hasst auch, nämlich rechts. Die Menschen haben oft generell ein Problem damit, sich stehen zu lassen.
Um aufs Thema zurückzukommen: Es ist legitim zu prüfen ob den Herero bis heute noch ein Anspruch aus einer längst vergangenen Generation zusteht... Aber sollte das durchgehen, muss man tatsächlich auch die Italiener verklagen, denn die Römer waren ja auch nicht so ganz unschuldig unterwegs... wie weit will man das treiben?
Was haben die Waldenser von der Katholischen Kirche bekommen, dass sie verfolgt und umgebracht wurden?
Conny + Micha1'055 Beiträge · seit 201618. Aug. 2020 · #65Eigendlich diskutiere ich solche Themen ungern in einem Forum , aber nach den letzten Beiträgen geht mir ein Lied von Udo Jürgens nicht mehr aus dem Kopf . Ich habe es als Kind vor ca. 50 Jahren auf einer Schallplatte ( !!!) rauf und runter gedudelt , weil es mir so gut gefiel . Ich denke es ist immer noch zutreffend :
Die Menschen sind alle verschieden ,
die Menschen sind hart oder weich ,
aber überall hofft man auf Frieden
und die Blumen blühn überall gleich ( gut , das stimmt nicht ganz - aber sinnbildlich doch schön )
Kein Mensch gleicht auf Erden dem Andern ,
die Welt ist an Sprachen so reich .
Aber wo wir auch gehn oder wandern
die Blumen blühn überall gleich .
in diesem Sinne liebe Grüße
Conny
Namibia zum 1.
Elefantenrunde
Abschied für immer
Auf neuen Wegen ins Kaokoveld (hummeldumm?")
[url//namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/306123-der-kreis-hat-sich-geschlossen-bot-nam.
Conny + Micha1'055 Beiträge · seit 201618. Aug. 2020 · #66Hallo Farbenwunder ,
ich finde es ein wenig befremdlich ,wenn man einem Beitrag noch Sätze hinzufügt , obwohl schon jemand den Dankebutton gedrückt hat .
Ich mußte mich ersteinmal belesen , wer denn die Waldensener sind und was es damit auf sich hat - man ist ja nun nicht mit Allem vertraut !
Wäre da nun etwas in deinem Beitrag hinzugekommen , womit ich garnicht einverstanden bin , hätte dennoch mein " Danke " darunter gestanden . Dann lieber noch einen neuen Beitrag schreiben .
Grüße
Conny
Namibia zum 1.
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busko807 Beiträge · seit 201818. Aug. 2020 · #67OT
Als Wissenschaftler fühle ich mich jetzt doch genötigt einige Klarstellungen vorzunehmen.....
Zur Evolutionstheorie:
Die Wissenschaft geht folgendermassen vor: Es werden Beobachtungen der Natur usw. gemacht, dann wird versucht diese zu quali- bzw. quantifizieren und eine Theorie zu generieren die die Beobachtungen beschreibt.....z.B. Newton sitzt unter einem Apfelbaum, sieht einen Apfel zu Boden fallen, denkt drüber nach und entwickelt daraufhin die Gravitationstheorie sowie seine Gesetze der Mechanik. An dieser Stelle ist anzumerken, dass die Gravitationstheorie niemals "Fakt" sein, sondern immer "Theorie" bleiben wird, denn, ein einziger Apfel der vom Boden in den Baum "fällt" würde diese Theorie sofort beerdigen!
Darwin, Wallace und andere haben die biologische Welt beobachtet, Experimente durchgeführt und haben daraus die Evolutionstheorie entwickelt. Ich persönlich halte diese Theorie für die wichtigste Erkenntnis der Menschheit überhaupt, aber darüber darf und kann man ruhig auch anderer Meinung sein!
Der Evolutionstheorie zufolge haben alle Heute lebenden biologischen Spezies eine gleich lange Entwicklung hinter sich, alle stammen nämlich vom ersten lebenden Organismus ab.....alle sind also gewissermassen gleich weit entwickelt! Nach erscheinen des ersten Lebewesens setzt dann zwangsläufig der zweistufige Prozess der Evolution ein, der durch seine klare, einfache Wirkungsweise besticht.
Die Evolution funktioniert folgendermassen: Erstens finden regelmässige, willkürliche Genänderungen statt, die durch seltene Fehler in der Genreplikation hervorgebracht werden. (dieser Schritt ist gut belegt und wurde schon oft beobachtet). Zweitens werden diese Änderungen selektiert oder nicht, abhängig davon ob sie dem jeweiligen Organismus unten den jeweiligen Aussenbedingungen Vorteile oder eben nicht bringen gegenüber den Individuen die diese Änderung nicht erfahren haben!.....und, das wars auch schon.....es reicht voll und ganz um alles was wir um uns herum sehen, über die (für uns Menschen) unvorstellbare Zeitspanne von einige milliarden Jahre, hervorzubringen.
Die Evolutionstheorie ist eine wissenschaftliche Theorie und ist daher nicht mit den Schöpfungsmythen, z.B. der Ägypter, Griechen, Römer, Juden, Christen, Muslime, Buddhisten, Hindus.....usw., usw., usw. zu vergleichen, wovon es, nach konservativer Schätzung, einige zehntausende, vielleicht sogar über hunderttausend im Laufe der Menschheitsgeschichte gegeben hat!
Der Evolutionstheorie zufolge ist der Mensch lediglich eine Spezies unter vielen. Ja, wir haben gewisse geistige Fähigkeiten die uns hervozuheben scheinen aber, ein Adler hat viel besseres Sehvermögen, die meisten Säugetiere einen viel besseren Geruchs- und Gehörsinn als wir. Delfine und Fledermäuse haben sogar einen Sinn den wir uns gar nicht wirklich vorstellen können.....genau so wenig wie sich ein bereits blind geborener Mensch die Farbe rot vorstellen kann!
Selbst bei der vermeintlichen geistigen Überlegenheit ist Vorsicht und Differenzierung angebracht, denn selbst eine simple Libelle, die ein Insekt im Fluge fängt, ist offensichtlich in der Lage das gesehene viel, viel schneller geistig zu verarbeiten und in Aktionen umzusetzen als jeder Mensch!!!
P.S.: Meines Erachtens ist der beste Beleg für das Evolutionsprinzip die Vielfalt die der Mensch durch Züchtung hervorgebracht hat. Hierbei ist es beispielsweise über einem, weltgeschichtlich gesehen, extrem kurzen Zeitraum von lediglich einige Jahrtausende gelungen den Wolf in solch unterschiedliche Geschöpfe wie Dachshund, dänische Dogge, Windhund und Pudel zu differenzieren! Hierbei ist zu beachten, dass der erste Schritt der Evolution, die willkürliche Mutation, bis vor Kurzem (die Gentechnologie wird erst seit Kurzem eingesetzt um diesen zu beschleunigen und zielgerichtet zu steuern) die Basis der Züchtung darstellt. Danach wird allerdings die "Selektion" durch "Umgebungsdruck" durch die des menschlichen Auges ersetzt. Fazit ist allerdings, dass wenn solch grosse Unterschiede in einer solch winzigen Zeitspanne erzeugt werden kann, dann ist, bei der nahezu unendlichen Zeitspanne die der Evolution zur Verfügung gestanden hat, die wunderbare Vielfalt der Natur nicht verwunderlich.
Zum Begriff "Rasse":
Wenn dieser Begriff uns aus der Vergangenheit zu sehr "belastet" vorkommt, können wir ihn meinetwegen abschaffen.....wissenschaftlich ist dies jedoch nicht!
Eine Spezies ist klar definiert: Alle Individuen die fruchtbare Nachkommen miteinander zeugen können gehören der gleichen Spezies an. Löwen und Tiger, bzw. Pferde und Esel gehören nicht zur jeweiligen gleichen Spezies, denn, die "Liger" bzw. Maultiere die einer solchen Kreutzung entstammen, sind nicht fruchtbar.
Alle Menschen gehören zur gleichen Spezies. Es gibt aber offensichtliche Unterschiede zwischen Menschengruppen, die (früher) Rassen genannt werden (wurden). Dieser, in der Biologie universell verwendete Begriff, ist belastet, aber wissenschaftlich nicht falsch, es sei denn wir möchten jetzt anfangen bei Schäferhunden, Boxern, Dackel usw. von "Hunde-ethnien" zu sprechen!?
P.S.: Vorsicht!.....Wenn man den Begriff der "Rasse" abschafft, welche Implikationen hat dies für den Begriff des "Rassismus"?
Liebe Grüsse,
busko
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
Farbenwunder48 Beiträge · seit 202019. Aug. 2020 · #68Hallo Busko,
vielen Dank für deine Mühe, ich finde es gut das du beschreibst, dass es in der Wissenschaft nur Theorien gibt.
Evolution ist genauso wenig nachweisbar (Makroevolution, nicht Mikroevolotion auf einer Ebene) wie Gott. Daher müssen wir am Ende alle etwas glauben.
Auffällig ist da dann nur, dass du dann nicht mehr von Schöpfungstheorie sprichst, sondern plötzlich über Mythos. 😮
Die größten Schwächen der Evolotionstheorie sind für mich:
- Es gibt keinen nachweisbaren Artensprung. Dass plötzlich eine Art zur anderen wird, nur weil man Millionen Jahre dazu gibt, ist einfach nur eine Annahme. Du schreibst so schön von Züchtungen innerhalb der Art des Hundes. Ja, das funktioniert, aber die Art wird nie verlassen.
- Es wurde wissenschaftlich nachgewiesen, das Lebendes nur aus Lebendem entsteht. Etwas anderes konnte die Wissenschaft in KEINEM anderen Experiment nachweisen.
- Es ist in keinem einzigen Ursuppen Experiment gelungen, irgend ein lebendes Bakterium oder sonst irgendeine Zelle zu erzeugen.
- Es fehlen die Übergänge. Damit man nachweisen kann, dass Leben mutiert ist, müsste man zahlreiche Übergänge finden. Diese fehlen aber zu hauf. Man findet wenige Exemplare, bei denen man davon ausgeht hier einen Übergang zu sehen. Ich persönlich vermute hier einfach Missbildungen oder ähnliches. Auch im Bernstein der ja angeblich 50 Millionen Jahre alt ist, also genau die Zeit wo die Übergänge vermutet werden, finden sich AUSSCHLIESSLICH nur Insekten und Pflanzen eingeschlossen, die wir exakt heute noch so vorfinden. Kein Insekt hat irgend ein halbes Beinchen mehr, welches dort ausgebildet wird...oder ähnliches.
- Design. In der Natur findet man unglaubliche Designs. Viele Dinge sind einfach nur wunderschön gemacht, obwohl das Evolutionstechnisch überhaupt nicht nötig gewesen wäre. Man muss sich die Frage stellen, warum der Vogel X so eine Pracht hat. Wenn das nötig fürs überleben gewesen wäre, warum hat Vogel Y nur glänzendes braun mit roten Augen, obwohl er auch dort lebt? Das zählt jetzt für alle Lebewesen, Blüten, Pflanzen usw.
- Der Mensch zählt als Spitze der Evolution. Kein Lebewesen bewegt sich in so hoher Geschwindigkeit durch den Luftraum, baut dermaßen große Maschinen. Wo sind die Zwischenglieder? Warum gibt es keinen Zwischenmenschen der irgendwo zwischen Affe und Mensch ist? Warum hat der Mensch nur zwei Augen vorne? Wäre es nicht viel sinnvoller gewesen, die Evolution hätte im Kopf auch hinten zwei Augen wachsen lassen, damit der Mensch schneller Feinde von hinten kommen hört? Wenn Evolution bedeutet, dass immer nur das ausgebildet wird, was für das Überleben wichtig ist, warum haben wir so eine verletzliche Haut? Müssten wir nicht einen dicken Panzer haben? Warum sind wir so verletzlich und reaktionsschwach etc...wenn wir doch am weitesten "entwickelt" sind?
- Eine Stechmücke zum Beispiel hat so einen feinen Saugrüssel, dass das Blut in ihm gerinnen würde. Darum hat sie sich einen tollen Trick einfallen lassen: Sie hat eine Drüse, was dem Wirt zuerst ein Verdünnungsmittel einspritzt (das juckt uns später) damit das Blut verdünnt aufgesogen werden kann. Wäre zuerst der Saugrüssel entstanden, wäre die Art ausgestorben. Wäre die Drüse später entstanden, ebenso. Ist es also gleichzeitig entstanden? Von was hat sich die Mücke so lange ernährt? Warum wusste sie, dass sie die Drüse gleichzeitig mit ausbilden muss, da sie in 50.000 Jahren vielleicht von Nutze ist? Das meinte ich, hier gibt es ein intelligentes Design. Wir haben nirgends irgendwelche halben Arten herumliegen, die darauf warten in 5 Millionen Jahren überlebensfähig sein zu können. Alles was wir vorfinden, ist vollständig überlebensfähig.
LG!
busko807 Beiträge · seit 201819. Aug. 2020 · #69Hallo Farbenwunder,
ich hatte mir fest vorgenommen mich nicht auf dieser öffentlichen Plattform in eine hässliche Diskussion zum Thema Religion vs. Wissenschaft hereinziehen zu lassen.....hierbei bleibt es auch!
Gerne würde ich bei Gelegenheit dieses doch sehr spannende Thema mit dir unter vier Augen diskutieren.
Nochmal: Jeder kann, darf und sollte sich seine eigene Meinung zu diesem Thema bilden. Hierbei ist konstruktive Diskussion durchaus erwünscht, vor allem wenn die Diskussionspartner mit offenem Ausgang hineingehen.....wie erfrischend wäre es denn, wenn sich am Ende der Diskussion einer der Teilnehmer zu der Aussage; "Weisst du, deine Argumente sind wirklich überzeugend und ich ändere somit meine Meinung!", durchringen könnte! Das passiert leider viel zu selten!
P.S.: Sehe dir mal die Skelette aller Säugetiere, ob Wal, Fledermaus, Hund oder Mensch an! Abgesehen von "hier ein wenig grösser oder kleiner, dort ein wenig länger oder kürzer" sind diese doch nahezu identisch! Regt das nicht dazu an sich selbst mal die Frage zu stellen ob das alles nicht vielleicht doch den selben Ursprung hat?!
Liebe Grüsse,
busko
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
chrisanna8275 Beiträge · seit 201319. Aug. 2020 · #70Hallo busko! Ich sehe nichts von einer "hässlichen Diskussion" und es geht auch nicht um Wissenschaft vs Religion, sondern um Wissenschaft vs Wissenschaft.
Beste Grüße, chrisanna
...und ja, das hier ist eher nicht die passende Plattform für diese sehr interessante Diskussion 🙂
LOloserGast19. Aug. 2020 · #71PS zur bemerkenswerten Evolution des Themas: Völkermord an Herero
Der real existierende Meinungsaustausch @Schöpfung vs. Evolution wird mE nicht ausschließlich mit Sachargumenten geführt und hat auch Elemente des Klischees: Wer Glauben hat braucht keine Argumente….siehe z. B. das Hin und Her bez. die Vermittlung der Evolutionstheorie in Lehrplänen, insbes. USA.
Umfragen in den USA sehen die Anhänger von creationism in deutlicher Mehrheit, was auch weit über das eigentliche Thema hinausgehende Auswirkungen auf die Gestaltung der Gesellschaft hat; das haben „Gesinnungsgemeinschaften“ so an sich.
Zum „Darwin-Gedenkjahr“ hat das National Geographic ein ganzes Heft nur zu diesem Thema herausgebracht. In einem ausführlichen „editorial“ wurde erklärt, welch schwierige redaktionelle Entscheidungsfindung dem vorherging, weil man damit rechnen musste, eine existenziell wichtige Anzahl von Abonnenten zu verlieren...und/oder PS:11:55 zu verärgern oder zu kränken. Das ist auch eingetreten (an Zahlen kann ich mich nicht mehr erinnern) aber NG hat’s verkraftet.
Farbenwunder48 Beiträge · seit 202019. Aug. 2020 · #72busko schrieb:Regt das nicht dazu an sich selbst mal die Frage zu stellen ob das alles nicht vielleicht doch den selben Ursprung hat?!
Liebe Grüsse,
busko
Hallo Busko,
genau die Frage habe ich mir ja gestellt, Antwort: Ja, ich glaube das es denselben Ursprung hat und das das Rad nicht zweimal erfunden werden muss 🙂
Freut mich wirklich, dass du im fairen Umgangston bleibst, so sollte das sein. Leider wird es überall immer schnell emotional, schließlich geht's ums LEBEN! 😄
MAMarkus6151'042 Beiträge · seit 201619. Aug. 2020 · #73Hallo busko,
busko schrieb:
Nochmal: Jeder kann, darf und sollte sich seine eigene Meinung zu diesem Thema bilden.
und natürlich hat auch jeder das Recht seine Meinung für sich zu behalten oder erst gar keine Meinung zu bilden... 😉
Das Thema ist dennoch spannend.
busko schrieb:
z.B. Newton sitzt unter einem Apfelbaum, sieht einen Apfel zu Boden fallen, denkt drüber nach und entwickelt daraufhin die Gravitationstheorie sowie seine Gesetze der Mechanik. An dieser Stelle ist anzumerken, dass die Gravitationstheorie niemals "Fakt" sein, sondern immer "Theorie" bleiben wird, denn, ein einziger Apfel der vom Boden in den Baum "fällt" würde diese Theorie sofort beerdigen!
Die Erfahrung zeigt, dass Äpfel nicht vom Boden in Bäume fallen und der Theorie würde selbst dieser Vorgang nicht wiedersprechen. Es müsste nur ein genügend massereiches Objekt gerade im Baum sein und der Apfel (sowie alles andere nicht fest gewachsene in der Umgebung) würde wieder in den Baum fallen. 😄
busko schrieb:
Der Evolutionstheorie zufolge ist der Mensch lediglich eine Spezies unter vielen. Ja, wir haben gewisse geistige Fähigkeiten die uns hervozuheben scheinen aber,
und eine extrem destruktive Art den Planeten nachhaltig zu zerstören. Wir leben im "Anthropozän" wenn man das so sehen will und dass wir nicht vom Affen abstammen können, sondern in der Evolution bei unseren Vorfahren irgendein "Unfall" passiert sein muss, das gibt so gut wie gesichert.
busko schrieb:
ein Adler hat viel besseres Sehvermögen, die meisten Säugetiere einen viel besseren Geruchs- und Gehörsinn als wir. Delfine und Fledermäuse haben sogar einen Sinn den wir uns gar nicht wirklich vorstellen können.....genau so wenig wie sich ein bereits blind geborener Mensch die Farbe rot vorstellen kann!
Für fast alle dieser Defizite haben wir eine technische Lösung gefunden. 😉
Wir fliegen schneller und weiter als ein Adler und sehen sogar aus dem Weltall mit beeindruckender Auflösung unseren Planeten. Beim Geruchssinn, da sind wir den Hunden nur marginal unterlegen, setzen wir entsprechende Technik ein. Wir hören bis in die Tiefen des Weltalls und was Fledermäuse können, das können wir eigentlich auch. Ok manchmal übertreiben wir maßlos, vor allem wenn wir das unter Wasser einsetzen und andere Säugetiere die Orientierung verlieren und stranden.
busko schrieb:
Selbst bei der vermeintlichen geistigen Überlegenheit ist Vorsicht und Differenzierung angebracht, denn selbst eine simple Libelle, die ein Insekt im Fluge fängt, ist offensichtlich in der Lage das gesehene viel, viel schneller geistig zu verarbeiten und in Aktionen umzusetzen als jeder Mensch!!!
Deswegen haben wir den Microprozessor erfunden... 😉
busko schrieb:
bis vor Kurzem (die Gentechnologie wird erst seit Kurzem eingesetzt um diesen zu beschleunigen und zielgerichtet zu steuern) die Basis der Züchtung darstellt.
Da bin ich auch gespannt, wie man daraus die nächsten Probleme generieren kann, nur weil man wieder einmal mit "Halbwissen im Dunkeln" stochert. 😄
Farbenwunder schrieb:
vielen Dank für deine Mühe, ich finde es gut das du beschreibst, dass es in der Wissenschaft nur Theorien gibt.
Das stimmt so ja nicht ganz.
Farbenwunder schrieb:
- Es wurde wissenschaftlich nachgewiesen, das Lebendes nur aus Lebendem entsteht.
Das lässt sich so gar nicht beweisen. 😄
Wie denn auch. Nur der Gegenbeweis fehlt soweit mir bekannt bisher.
Farbenwunder schrieb:
-Kein Insekt hat irgend ein halbes Beinchen mehr, welches dort ausgebildet wird...oder ähnliches.
Aber ettliche haben halbe Beinchen weniger... 😉
Farbenwunder schrieb:
- Design. In der Natur findet man unglaubliche Designs. Viele Dinge sind einfach nur wunderschön gemacht, obwohl das Evolutionstechnisch überhaupt nicht nötig gewesen wäre. Man muss sich die Frage stellen, warum der Vogel X so eine Pracht hat. Wenn das nötig fürs überleben gewesen wäre, warum hat Vogel Y nur glänzendes braun mit roten Augen, obwohl er auch dort lebt? Das zählt jetzt für alle Lebewesen, Blüten, Pflanzen usw.
Weil Vogel X so zur Paarung kommt und Vogel Y als Singel sein dasein fristet. Vogel X pflanzt sich fort und Vogel Y stirbt aus. Ähnliches gilt dann auch für viele Pflanzen mit ihren Blüten, die locken Insekten an (manche auch mit Gestank um selbige zu fressen). 😄
Farbenwunder schrieb:
- Der Mensch zählt als Spitze der Evolution. Kein Lebewesen bewegt sich in so hoher Geschwindigkeit durch den Luftraum, baut dermaßen große Maschinen. Wo sind die Zwischenglieder? Warum gibt es keinen Zwischenmenschen der irgendwo zwischen Affe und Mensch ist?
Dann bringe einmal eine logischere Antwort als die bisher bekannten Theorien!
Farbenwunder schrieb:
Warum hat der Mensch nur zwei Augen vorne?
Weil Augen im Hinterkopf total dämlich wären.
Farbenwunder schrieb:
Wäre es nicht viel sinnvoller gewesen, die Evolution hätte im Kopf auch hinten zwei Augen wachsen lassen, damit der Mensch schneller Feinde von hinten kommen hört?
Also wenn dann sieht man mit den Augen... hören kann man mit den Ohren in jede Richtung. 😉
Farbenwunder schrieb:
Wenn Evolution bedeutet, dass immer nur das ausgebildet wird, was für das Überleben wichtig ist, warum haben wir so eine verletzliche Haut? Müssten wir nicht einen dicken Panzer haben? Warum sind wir so verletzlich und reaktionsschwach etc...wenn wir doch am weitesten "entwickelt" sind?
Eine Ritterrüstung gab es schon mal (Stichwort dicker Panzer), die hat sich aber nicht durch gesetzt.
Farbenwunder schrieb:
- Eine Stechmücke zum Beispiel hat so einen feinen Saugrüssel, dass das Blut in ihm gerinnen würde. Darum hat sie sich einen tollen Trick einfallen lassen: Sie hat eine Drüse, was dem Wirt zuerst ein Verdünnungsmittel einspritzt (das juckt uns später) damit das Blut verdünnt aufgesogen werden kann. Wäre zuerst der Saugrüssel entstanden, wäre die Art ausgestorben. Wäre die Drüse später entstanden, ebenso. Ist es also gleichzeitig entstanden? Von was hat sich die Mücke so lange ernährt?
Wer sagt Dir, dass der Saugrüssel immer so dünn war?
Vielleicht war der erst so dick, dass die Fliege beim Stechen schneller entdeckt wurde und sich später eine Art durchgesetzt hat, deren Rüssel immer dünner wurde, aber dafür dann ein Gerinnungshemmer im Speichel der Mücke dazu kam?
Die Mücke hat sich vorher gleich ernährt wie heute auch. Der evolutionäre Vorteil war, dass der Nachwuchs schneller heran wächst, wenn Eiweiß reiche Nahrung dazu kommt und die holt sich die Mücke unter Lebensgefahr (nicht selten wird eine Mücke dabei auch erschlagen) bei ihren Opfern.
Gruß Markus
joli3'491 Beiträge · seit 200619. Aug. 2020 · #74Hallo Busko,
ich danke Dir dafür, dass Du mit Deinem Beitrag dem Forum zumindest bei diesem Thema ein Niveau verschafft hast, das es bisher nicht hatte. Ja - Du hast micht überzeugt.
Danke, Joli
busko807 Beiträge · seit 201819. Aug. 2020 · #75Hallo Markus,
danke für deinen Beitrag! Sehr sachlich und (überwiegend) korrekt.
An einer Stelle muss ich jedoch nochmal präzissieren.....
Das die Newtonsche Gravitationstheorie ewig eine "Theorie" bleiben wird, liegt daran, dass man nur eine einzige Gegenbeobachtung braucht um sie zu kippen! Da man dies nicht zu 100% ausschliessen kann, wird sie auf ewig eine Theorie bleiben!
.....in der Tat.....wenn man es ganz genau nimmt, ist diese Theorie bereits wiederlegt, und zwar von der Einsteinschen Relativitätstheorie, die gezeigt hat, dass Newton nicht bei sehr grossen oder sehr kleinen Teilchen bzw. bei sehr hoher, an die Lichtgeschwindigkeit heranreichenden Geschwindigkeiten gilt! Newton ist eine sehr gute Approximation in unserer "normalen" Welt wo es um mittelgrosse Gebilde und relativ mässigen Geschwindigkeiten geht!
@joli: Gerne doch!
Liebe Grüsse,
busko
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
Logi16,9k Beiträge · seit 201203. Feb. 2021 · #76Genozid-Gedenktag https://www.az.com.na/nachrichten/genozid-gedenktag-2021-02-03/Die Durchsetzung des nationalen Genozid-Gedenktags müsse vorangetrieben werden. Das sagte Medienberichten zufolge der Sprecher der Nationalversammlung, Peter Katjavivi....LG
Logi
M@rie1'680 Beiträge · seit 200715. Mai 2021 · #77Versöhnungsabkommen zwischen Deutschland und Namibia paraphiert
Nach jahrelangen Verhandlungen hat sich Deutschland mit Namibia auf ein Abkommen zur Wiedergutmachung deutscher Kolonialverbrechen verständigt. Darin erklärt sich Deutschland bereit, den Vernichtungskrieg gegen die Herero und Nama aus heutiger Sicht als Völkermord anzuerkennen. Ein gemeinsam erarbeitetes Dokument wurde nach Informationen des Deutschlandfunks in Berlin von den Verhandlungsführern, dem früheren CDU-Abgeordneten Polenz und dem namibischen Ex-Diplomaten Ngavirue, paraphiert.
lG und bleibt gesund! M@rie
M@rie's on the road again - Namibia-Botswana 2012
"Es kommt nicht darauf an, ob du gewinnst oder verlierst, es kommt nur darauf an nicht aufzugeben!"
~ "It always seems impossible until it is done." Nelson Mandela ~
Logi16,9k Beiträge · seit 201217. Mai 2021 · #78Genozid: Wende im Rahmenabkommensstreit https://www.az.com.na/nachrichten/genozid-wende-im-rahmenabkommensstreit2021-05-17/Nach jahrelangen Verhandlungen zur Aufarbeitung der deutschen Kolonialzeit haben sich die Bundesrepublik und Namibia laut Deutschlandfunk auf ein Rahmenabkommen geeinigt... LG
Logi
Logi16,9k Beiträge · seit 201218. Mai 2021 · #79Genozid-Abkommen abgelehnt: Herero und Nama verurteilen Vereinbarung als PR-Coup https://www.az.com.na/nachrichten/genozid-abkommen-abgelehnt-2021-05-18/Das Genozid-Rahmenabkommen muss noch erst vom Bundestag verabschiedet werden und bisher wurden keine Einzelheiten bekanntgegeben, trotzdem lehnen Vertreter der Ovaherero- und Nama-Kommunalverwaltung bereits im Vorfeld den bilateralen Vertrag Deutschlands und Namibias als „Spielerei“ ab...LG
Logi
FIFischkopf28 Beiträge · seit 202018. Mai 2021 · #80Natürlich lehnen die das ab, die werden es erst akzeptieren, wenn das Geld in ihrer eigenen Tasche klimpert. Zweckgebundene Bauprojekte zur Förderung der Allgemeinheit sind für die korrupten "Anführer" halt nichts, wovon man ein gutes Leben hat.