PKPapa Kenia541 Beiträge · seit 201229. März 2017 · #101
Bisher habe ich nur den Button gedrückt – jetzt muss ich aber doch mal einige Zeilen schreiben:
Zuerst muss ich mich selbst mal loben – habe ich doch den Zweck erfüllt!
„Durch Papa Kenias Reisebericht war der Januar für Kenia zum ersten Mal in mein Bewusstsein gedrungen.“
Das ist ganz großes Kino! Toller Bericht, gespickt mit ebenso tollen Bildern! (Ich könnte schon wieder den Koffer packen!) Samburu und Meru sehen sehr vielversprechend aus! Vielleicht komme ich da auch noch mal hin! Ich setze die Parks mal auf meine Wunschliste! Die Zelte des Elephant Pepper Camp bieten ja wohl einen traumhaften Blick auf die Savanne. Toll! Ganz nach meinem Geschmack! Und Eure Sichtungen sind ja wohl der absolute Hammer! Gratulation zu so viel Glück und zu den tollen Fotos.
Hier noch zwei Fotos von Malaika in jungen Jahren.
Liebe Grüße Papa Kenia
sphinxThemenstarter1'624 Beiträge · seit 201530. März 2017 · #102
Hallo Papa Kenia Danke für die Bilder, da sind Maleika´s Zähne noch richtig spitz. Ich war ja enttäuscht, das die Drei nicht auf oder in den Wagen kamen, aber nachdem ich durch Ursula weiß, dass die Guides angehalten sind in diesem Fall wegzufahren (und ich bin mir sicher George hätte sich daran gehalten), bin ich natürlich froh, dass Maleika keinerlei Anstalten machte. Und Danke für die „Blumen“. Viele Grüße Elisabeth
sphinxThemenstarter1'624 Beiträge · seit 201530. März 2017 · #103
Tag 8: Der heutige Tag führte zum Titel des Reiseberichtes. Ich hoffe Ihr könnt noch Löwen sehen. George versucht zunächst eine Löwenmutter mit vier älteren Jungtieren aufzufinden. Dort wo sie gesehen wurden, sind sie nicht mehr und das Gelände ist so steil, voller Felsen und Gestrüpp, dass George aufgibt und wieder zu „unseren“ Löwenbabys fährt. Wir sind diesmal nicht alleine, aber am längsten! Die Löwen sind im dichten Gebüsch nur sehr schlecht zu sehen. Ständig kommt ein neues Fahrzeug, fährt aber immer schnell weiter - wir bleiben! Die zwei Männer sehen es an meinem Blick, heute wird ausgeharrt. Meiner Meinung nach werden die Babys irgendwann zum Spielen aus dem Gebüsch rauskommen und bestimmt wollen sie wieder ans Wasser. Und als kein anderes Fahrzeug mehr kommt, kommen die Drei tatsächlich aus dem Busch. George schaut mich an und meint „Die Löwen mögen Dich“.
Und zum Wasserloch geht es auch noch und wir begleiten sie auf dem Weg dahin.
Erneut schmachtet mein Mann und ich die kleinen Rabauken an,
die meiste Zeit allerdings mit dem Fernglas. So entstehen in den 40 Minuten, in denen wir die Drei ein weiteres Mal beobachten dürfen, mit beiden Kameras zusammen nur 150 Bilder. Für das was wir da sehen dürfen erstaunlich wenige. Mein Mann meint übrigens dazu später, ich solle mal über die niedrige Serienbildgeschwindigkeit unserer Kamera nachdenken. 🤨 😉
sphinxThemenstarter1'624 Beiträge · seit 201530. März 2017 · #104
Die folgenden Bilder stammen von einer Szene, von der ich bereits ganz am Anfang eine Serie gezeigt habe. Bei diesen Fotos sieht man aber die gesamte Szene und auch das zweite Jungtier, dass sehr aufmerksam Mutter und Geschwisterchen beobachtete.
Nach ausgiebigen Trinken der Mutter und Herumtollen der Kleinen, verschwinden die Drei zur Siesta im Gebüsch – ich hätte den ganzen Tag mit Ihnen verbringen können. Leider sehen wir sie heute das letzte Mal.
You can't get tired. Danke Elisabeth für die Fortsetzung mit den süßen kleinen Kerlen.
LG Christa
www.botswanadreams.de
"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
sphinxThemenstarter1'624 Beiträge · seit 201501. Apr. 2017 · #106
Botswanadreams schrieb:You can't get tired.
dann geht es jetzt mit großen Löwen weiter, bevor wieder Kleine kommen.......
sphinxThemenstarter1'624 Beiträge · seit 201501. Apr. 2017 · #107
Wir fahren in Richtung des Mara-Flusses innerhalb der Mara North Konzession.
Wir kommen aber ein weiteres Mal nicht sehr weit. Unterwegs entdecken wir Honeymooners, die wunderschön in der Sonne liegen und uns allerdings länger als die üblichen 15 Minuten warten lassen. Ist es nicht ein prächtiges Paar?
Inzwischen ist Frühstückzeit und George fährt nur gute 100m weiter unter einen Baum und packt Tisch und Stühle aus. Da zusätzlich ein kleiner Graben dazwischen liegt und die Zwei sowieso anderes im Sinn haben, können wir uns so nah aufhalten. Was gibt es Besseres als einen Kaffee mit Blick auf Löwen und die Weite der Landschaft, dies macht eindeutig süchtig. Natürlich besuchen wir das stattliche Paar nach dem Frühstück noch einmal. In der Ferne sehen wir Narasha und ihre Kinder. Es ist inzwischen zu spät um zum Marafluß zu fahren und da wir an die Nachmittagsausfahrt eine Nachtfahrt anschließen wollen, beschließen wir früher ins Camp zurückzufahren. Wir haben allerdings die Rechnung ohne den Tieren gemacht.
sphinxThemenstarter1'624 Beiträge · seit 201503. Apr. 2017 · #109
Hallo Laura Voyeurismus hin oder her, die Löwen machen einfach dabei so lustige Grimassen. „Unzensierte“ Fotos gibt es vom nächsten Tag. Und zum Thema „Voyeurismus innerhalb des Tierreiches" komme ich auch noch. Einen schönen Abend wünscht Elisabeth
sphinxThemenstarter1'624 Beiträge · seit 201503. Apr. 2017 · #110
Wir haben eigentlich gedacht unser Glück für diese Reise aufgebraucht zu haben, aber George fragt uns Leopard oder Gepard? Ist das hier wünsch Dir was? Wie soll man sich denn da entscheiden? Nach kurzem Zögern bin ich für Gepard - mein Mann freut sich auf alles. Während alle Autos den Leoparden verfolgen, sind wir bei Narasha mit Kindern alleine. Die Drei liegen faul im Schatten eines schönen Baumes.
Als eine Thomson in die Nähe kommt wird erst eines der Jungtiere wach, dann setzt sich auch Narasha auf
und es dauert nicht lange, sie läuft geradewegs auf die Thompson zu
ein Jungtier folgt ihr im Synchronschritt, das Zweite bleibt faul liegen - nach dem Motto, ich komme wenn angerichtet ist.
Dann nutzt Narasha einen kleinen flachen Hügels, um sich rechts davon anzupirschen
und los geht die Jagd.
Diese dauert nicht lange, vermutlich hat sich die Thomson auch ein Bein gebrochen. Nachdem klar ist, dass die Jagd zu Ende ist, düst George los. Mit uns kommt das zweite Jungtier und versucht sofort zu fressen. Die Antilope rührt sich nicht mehr, aber die Mutter lässt noch nicht los.
Schließlich schleift sie ihre Beute in den Schatten
und legt sich, mit Blick in die offene Fläche, hechelnd nieder. Während der faule Nachwuchs sofort mit dem Fressen beginnt, „übt“ das Geschwister den Kehlbiss. Dieses Junge wechselt sich auch mit seiner Mutter „beim Wache schieben und Fressen“ ab.
Nach 35 Minuten ist von der Antilope nicht mehr viel übrig.
Nun kommen allerdings die 5 Wägen vom Elephant Pepper und Kicheche Camp angebraust und so fahren wir ins Camp zurück.
sphinxThemenstarter1'624 Beiträge · seit 201504. Apr. 2017 · #111
Wir genießen die Mittagpause, faulenzen in der Hängematte vor unserem Zelt und sehen den Zebras und Antilopen beim Äsen zu. Pünktlich geht es zur letzten Nachmittagssafari raus.
Diese wird extrem ruhig, so schaffen wir es endlich bis zum Marafluss zu fahren, aber auch dort sehen wir nicht viele Tiere und kein einziges Krokodil. Die Flusslandschaft gefällt uns sehr gut
und es ist schön ein wenig herumlaufen zu können. Mich macht es allerdings auch sehr traurig, denn es ist sehr ungewiss, ob der Marafluss und damit die ganze Gegend überhaupt eine Chance hat weiter zu bestehen. http://www.wwf.de/themen-projekte/projektregionen/kenia-und-tansania/wasser-fuer-die-serengeti/ Wir nehmen George Vorschlag, bei den Honeymooners im Wagen sitzend unser Abendessen zu verzehren, gerne an.
Als vier junge Schakale auftauchen
und den zwei Löwen zusehen, müssen wir alle sehr lachen. Das sieht schon witzig aus. Leider ist es zu dieser Zeit schon so dunkel, dass alle Bilder unscharf werden. In der Nähe liegt ein weiterer Pascha faul herum. Während wir futtern, steht er auf, brüllt mehrfach, durchquert den Graben und steht plötzlich neben unserem Wagen. Nach dem vorgestrigen Erlebnis ist mir ganz und gar nicht wohl zu Mute, mir zittern die Knie und ich versuche mich keinen mm zu bewegen. Der Löwe ist dagegen sehr entspannt 🙂 , er schaut den Wagen kurz an und legt sich dann in ca 5m Entfernung hin. Kurze Zeit später gesellt sich eine Löwin mit ihren zwei Kindern dazu. Die Zwei tollen herum, besuchen mal kurz die Honeymooners und laufen wieder zur Mutter zurück. Das ist Dinner mit Begleitprogramm nach unserem Geschmack.
Schließlich wird es Zeit uns auf die Suche nach nächtlichen Tieren zu machen. Aber viel Erfolg haben wir nicht. George ist auch verblüfft ob des unüblichen Tiermangels. Immerhin entdecken wir Weißschwanzmangusten, Genets und ein paar Hyänen. Wir nutzen die volle Zeit aus und sind erst um 10 Uhr im Camp. Es ist unser letzter Abend - schnüff. Der Amarula darf natürlich nicht fehlen.
sphinxThemenstarter1'624 Beiträge · seit 201504. Apr. 2017 · #112
Tag 9: Keine Ahnung warum ich heute erst durch das Fliegengitter sehe, bevor ich den Reißverschluss vom Zelt öffne. In nicht einmal 10m Entfernung laufen zwei Löwen vorbei. O.k. Reißverschluss bleibt erst einmal zu und wir blinken mit der Taschenlampe. So schnell wie heute war noch nie einer von den Jungs zur Stelle, er hat ein Walkie-Talkie in der Hand und schaut die ganze Zeit in Richtung Löwenhighway. Beim Kaffeetrinken am Lagerfeuer, erzählt der Manager, die eine Löwin hat sich bei Zelt Nr. 5 in die Büsche geschlagen und niemand weiß so recht wo sie momentan ist. Upps. Bei unserer letzten Ausfahrt weiß ich nicht was wir versuchen sollen. Noch einmal zu „unseren“ Löwenbabys oder versuchen das 2 Wochen alte Hyänenjunge zu sehen oder doch zum Fluss und vorher zu den Honeymooners oder vielleicht die Löwenjunge vom Abendessen finden? George meint, da das Frühstück gemeinsam mit den anderen Gästen im Busch stattfindet, muss er sowieso in Richtung Marafluss fahren. Wir beobachten unsere ersten Masai Mara Elefanten,
sehen einen jungen Kampfadler
und unsere Honeymooner sind noch immer an der gleichen Stelle zu finden. Kuscheln
sphinxThemenstarter1'624 Beiträge · seit 201506. Apr. 2017 · #114
In der Ferne sehen wir einen Wagen stehen und über Funk erfahren wir von Löwenkindern. Es sind die zwei vom Abend. Netterweise fährt George Kollege weiter als wir kommen.
Die Drei sind erst einmal ziemlich faul und schließlich verschwinden die Kleinen im Gestrüpp. George stöbert sie auf der anderen Seite auf und wir können die beiden in ihrem „Kinderspielzimmer“ beobachten. Das dichte Dornengebüsch hat einige offenen Stellen, die sich hervorragend zum Herumtoben eignen.
Das Frühstück wird heute unter einem idyllischen Baum serviert.
Wir unterhalten uns mit einem Pärchen aus San Francisco, die bereits 6 Monate auf Hochzeitsreise sind. Nach dem Frühstück lockt der Marafluss. Wir fahren erst noch einmal beim Löwenpärchen vorbei. Die Löwin sieht sehr interessiert einigen Warzenschweinen zu, aber die Honeymoonerzeit ist noch nicht vorbei, denn selbst als eines der Warzenschweine den Löwen sehr nahe kommt sprintet die Löwin nicht los. Stattdessen sehen wir eine weitere Paarung. (Jetzt möchte ich beichten, diese Szene habe ich bereits vorher gezeigt, weil das die besseren Fotos sind 😊 .) Wir spazieren am Flussufer entlang und entdeckten diesmal zwei Krokodile. Die Hippos sind leider schrecklich faul, keine große action für uns,
aber kuscheln können sie super.
Dann müssen wir zum Camp zurück. Jede noch so schöne Reise geht leider zu Ende.
sphinxThemenstarter1'624 Beiträge · seit 201507. Apr. 2017 · #118
Die Zeit zwischen Mittagessen und Abreise verfliegt sehr schnell. Ich gebe dem Manager noch die letzten kenianischen Schillinge von Gerd 1945 und noch ein paar andere Dinge für die Wildlife Warriors und bekomme dafür eine Quittung 🙂 und da ich meine Emailadresse angebe sogar ein paar Tage später ein Dankesschreiben. George bringt uns zum Airstrip und dann heißt es Abschied nehmen. Er ist mir echt ans Herz gewachsen. Am liebsten würde ich sofort den nächsten Aufenthalt mit ihm als Guide buchen. Eigentlich hatte er schon frei, aber er musste noch bis zum nächsten Tag warten, bis er eine Mitfahrgelegenheit für die halbe Strecke nutzen konnte und dann wird er noch einmal vier Stunden nach Hause brauchen (ca 240km). Der Flieger verspätet sich fast eine Stunde, dafür haben wir einen Direktflug nach Nairobi. Ich bin mir nicht sicher, ob wir wirklich über das Elephant Pepper Camp geflogen sind. Von oben sieht es halt dann doch alles anders aus. 😊 Aber von den Wegen, dem Wasserloch und dem Wäldchen würde ich schätzen ja. Ich hoffe, ich blamiere mich jetzt nicht komplett. Auf alle Fälle, sah es zumindest sehr ähnlich aus 🙂
In Nairobi stehen wir natürlich lange im Stau. Da der Flug nach Deutschland spät geht, sehen wir das als "sightseeing tour“ an, bevor es endgültig heim geht.
Fazit: Kenia beschenkte uns mit einer Dichte an Tierbeobachtungen, wie wir sie noch nie zuvor erlebt hatten. Spätestens als wir innerhalb von 3,5 Stunden spielende Löwenbabys, Honeymooner und eine Gepardenjagd sahen, glaubte ich zu träumen. 🙄 Das konnte doch nicht real sein. Zum Glück bin ich nicht aus einem Traum aufgewacht. Und sowohl Joel als auch George haben mir wieder das Vertrauen in full inklusive Lodges gegeben und so kann ich mir doch wieder eine Lodge-Safari vorstellen. Unsere nächste Safari soll trotzdem auf alle Fälle wieder eine Selbstfahrertour werden. Noch immer träume ich vom Zelten und hoffe meinen Mann beizeiten überreden zu können.
Obwohl dieser Reisebericht kaum Informationen zur Planung von Reisen enthält, hoffe ich dem einen oder anderen Lust auf Kenias Parks gemacht zu haben. Klang ja so zwischendurch auch an. 😗
Und Ihr wart eine supertolle Reisegruppe. 🤩 🤩 🤩 Mir hat es extrem viel Spaß gemacht unsere Keniatage mit Euch noch einmal zu erleben. Jetzt galube ich wirklich das alles gesehen zu haben.
Vielen herzlichenDank für Euer Interesse, Euer Dankebuttondrücken, Eure Kommentare und Eure Komplimente. 🤩 🤪 🤩
Viele schöne Reisen und viel Spaß beim Planen selbiger wünscht Euch Elisabeth
Herzlichen Dank für Deine wunderschönen Eindrücke von Kenya.
Ihr könnt Euch wirklich glücklich schätzen mit Euren Sichtungen. Jede Safari ist ein Erlebnis und bietet auf die ein oder andere Weise besondere Highlights. Man muss sie nehmen, wie sie kommen.
Ich wünsche Euch weiterhin spannende Reisen und hoffe, dass Du uns auch in Zukunft daran teilhaben lässt.
LG Christa
www.botswanadreams.de
"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
Daxiang5'050 Beiträge · seit 201407. Apr. 2017 · #120