MAMarkus6151'042 Beiträge · seit 201625. Feb. 2017 · #61
Edit: Den Unsinn wieder gelöscht...
Derjenige der die guten Bilder gemacht hat, hat mich verstanden.... 😉
Gruß Markus
Blende18.21'165 Beiträge · seit 201725. Feb. 2017 · #62
Hallo Wolfgang,
ich bin bei Kolmanskuppe immer hin und hergerissen. Bei deinen Fotos denke ich mir: Cool, lohnt sich alleine der LostPlaces Bilder wegen.
ABER, nur deshalb fände meine Freundin das sicher nicht spannend und ich sehe uns schon eher genervt, wenn ich da alles ablichten will. Wie schätzt du das generell ein. Interessanter Flecken oder wirklich nur als Foto-Point für einen kurzen Stopp geeignet?
Das steht zwar nicht für uns auf dem Programm dieses Jahr, aber bei der Planung hatten wir immer die Diskussion. War mit einer der Punkte warum wir Lüderitz rausgeschmissen hatten. (leider kommen wir dadurch auch gar nicht so weit in den Süden, gerade die D707 soll ja super sein)
Gila.Bend522 Beiträge · seit 201725. Feb. 2017 · #63
Es ist doch jetzt alles gesagt, aber offensichtlich noch nicht von jedem.
Diese Aktion hat schon ein "Geschmäckle". Es gibt hier genügend Reiseberichte mit qualitativ weit schlechteren Bildern (mir persönlich ist das völlig egal) und niemand schreibt dazu ein Wort. Mich wundert, dass der TO so gutmütig ist und überhaupt hier weitergemacht hat.
Da meine Bilder sicherlich nicht den hohen Anforderungen hier genügen, werde ich auf meinen geplanten Reisebericht verzichten. Das spart mir viel Zeit und den Kritikern ebenfalls.
Yoda911873 Beiträge · seit 201625. Feb. 2017 · #64
Gila.Bend schrieb:werde ich auf meinen geplanten Reisebericht verzichten. Das spart mir viel Zeit und den Kritikern ebenfalls.
Eine unnötige Überreaktion. Wir haben hier toll geschriebene Reiseberichte mit sehr einfachen Knips-Schnappschüssen und keiner sagt was. Wenn aber eine Diskussion erst mal anfängt, dann entwickelt die sich eben manchmal umgesteuert in diverse Richtungen. Und dieser Thread bot sich da nun mal an. Er hat schon im Titel den Hinweis auf Kameraequipment, und auf die erste Frage nach der benutzten Kamera und der Nachbearbeitung kam die Antwort "ich bearbeite die Bilder sehr wenig". Dass sich bei so deutlich bearbeiteten Bildern dann eine Diskussion entwickelt, halte ich für völlig normal. Und die große Mehrheit der Kommentierenden - mich eingeschlossen - haben die Bilder doch sogar ausdrücklich gelobt. Alles Gründe, sich nicht abschrecken zu lassen. Und wenn's Dir wichtig ist, schreibst Du halt am Anfang "bin ein Foto-Rookie, bitte seid nicht so streng mit mir", so werde ich es machen, wenn ich im Juli zurückkomme.
Gila.Bend522 Beiträge · seit 201725. Feb. 2017 · #65
@Yoda911
Ohne diesen Thread belasten zu wollen:
Ok. Du hast mich überzeugt. Hatte mich gewundert über verschiedene Beiträge, insbesondere wie mit jemandem umgegangen wird, der sich viel Mühe macht..
🙂
Gila
HeydeThemenstarter248 Beiträge · seit 201527. Feb. 2017 · #66
Die ersten knapp 300km bis Rosh Pinah ist Teerstrasse, geradeaus und so gut wie leer. Es ist Sonntag und bis Rosh Pinah kommen mir 4PKWs und ein LKW entgegen und einen LKW habe ich überholt. Ja, da die Strecke sonst nicht viel zu bieten hat sind andere Fahrzeuge ein Highlight und man zählt sie.
Gegen Mittag komme ich in Rosh Pinar an. Die C13 führt etwas an dem Städtchen vorbei, also biege ich ab Richtung Zentrum. Mir ist nach einem Snack und will mal etwas durch die ,,Stadt,, fahren. Sehr clean und gepflegt sieht es aus. Die Größe der Stadt, habe ich gelesen, ist aber eher durch die Mienen im Umkreis entstanden und diese hätten hier wohl auch etwas in die Stadt investiert.
Kleines Einkaufscenter und ein Super-Spar, super! Kleiner Nebeneinkauf und ich verzehre meinen Snack im Hilux und schaue den Leuten bei ihrem sonntäglichen Flanier-Spaziergang zu. Alle rausgeputzt in Sonntagsdress.
Nebenan ein kleiner Platz mit weiteren Geschäften, von denen aber nur der Frisör und die Telefonwerkstatt geöffnet hat.
Die Fahrt geht noch ca. 5km weiter auf Asphalt, dann wechselt es wieder auf Gravel wenn man Richtung Fish-River Canyon fährt. Reifen wieder etwas von Luft befreien und weiter. Der Ai-Ais National Park beginnt. Ein Häuschen das leer ist und eine Schranke die geöffnet ist. Sonntag? Wenn Schranke oben, weiterfahren sagt das Schild, ich füge mich und gehorche.
Nach ein paar Kilometern wird es auf der rechten Seite immer etwas grüner und nach einer Kurve fließt neben mir der Oranje in einem wunderschönen grün bewachsenen Tal. Die Strasse geht direkt neben ihm entlang. Auf der anderen Seite liegt RSA. Die Böschung hinunter zum Fluss ist nicht sehr hoch und sehr steil. Fahre ein paar Kilometer und finde einen Platz zum halten und einen Weg runter zum Fluss. Pause inklusive Abkühlung der Füße .
Es geht ca. 50km den Oranje entlang. Fast immer am Fluss entlang. Eine sehr schöne Strecke, abwechslungsreich, Fluss mit grünem Tal rechts, schroffe Felsen und Berge mit vielen Baboons auf der linken Seite der Road. Ich genieße die Strecke in vollen Zügen.
Meiner Meinung nach lohnt sich der Umweg über Rosh Pinah. Kurz vor Aussenkehr ein großes grünes Tal. Ich nehme an Weinbau. Grün, grün, grün….. Meine Augen müssen sich erst mal etwas daran gewöhnen. Ich hatte nicht viel Infos über Aussenkehr, Campside usw. Spielte erst mit dem Gedanken dorthin zu fahren und vielleicht dort zu übernachten, aber nach der langen Strecke bis jetzt und dem restlichen Stück vor mir, wollte ich keine Zeit verschwenden und es ging dann wieder Richtung Norden Richtung Ai-Ais. Ich hatte meinen südlichsten Punkt der Reise erreicht. Nach einer bergauffahrt kam eine große leere Ebene, kahl, flach, steinig und staubig und außer dem riesigen blauen Himmel ohne eine Wolke…. Nichts. Wer hier lebt/ überlebt. Meinen Respekt. ( Ich liebe diese Gegenden mit dem gewissen Nichts aber) Es dauerte ca. eine halbe Stunde, ehe sich die Landschaft wieder etwas veränderte.
Gegen 16:30 Uhr komme ich in Ai-Ais an. Gate, Wagen wird vom Sicherheitsmann notiert und weiter zur Reception. Alles frei, habe die Wahl. Ai-Ais ist eine große Ferienanlage, Häuser und Wohnungen zum Mieten und Campsides. Outdoorpool mit 30° Wassertemperatur, Indoor Schwimmbad, Restaurant usw. Campsides sin des bestimmt über 50zig, wenn ich nach den Schildernummern gehe. Alles in einem kleinen grünen Tal.
Ich entdecke in einer Ecke noch einen Camper, das war es dann auch. So kann man es hier aushalten, in der High Season möchte ich mir aber nicht vorstellen, was hier los ist, zumal die Plätze direkt aneinander liegen. Suche mir einen Platz am Rand mit einer Begrenzungsmauer viel Grün dahinter und großem Baum. Richte mich ein und erkunde den Platz. Am Ende des Platz und der Mauer geht ein Weg entlang und gleich dahinter ich sehe ein Flusstal. Es liegt direkt neben dem Platz und erst geht man über eine breite Sandfläche und erreicht den Fluss. Knöchelhoch an der Stelle und sehr schön kühl. Man kann auch etwas am Fluss entlang spatzieren .
Habe viele Spuren auf der Sandbank gefunden. Kleine Fußabdrücke. Bin kein Fährtenleser aber konnte mir es denken. Baboons. D.h. alles über Nacht wegstellen und nichts draußen stehen lassen.
So war es dann auch. Gegen sechs am Morgen wurde ich durch Klappern und Scheppern geweckt. Schaute raus und sah die Bande. Eine Gruppe von ca. 20 Baboons inspizierte den Platz. Mülltonnen, Waschhäuschen usw. Habe dem Treiben dann bei einem Kaffe etwas zugeschaut. Selbst auf die Balkone der Appartements haben sie Wege gefunden. Also auch dort wäre nichts sicher. Zogen sich dann aber langsam zum Fluss und auf die andere Seite des Berges zurück. Eine Stunde später wurde es wieder laut. Jetzt tauchte eine Gruppe von ca. einem Dutzend Gärtner auf, die den Müll, der ausgelehrt und inspiziert wurde, wieder einräumten. Genauso Laut.
Gegen 10:00 Uhr war ich dann auf dem Weg Richtung Hobas zum Fish River Canyon.
In Hobas bezahlt man am Gate den Eintritt und fährt ein paar Kilometer Richtung Aussichtsplattform zum Canyon. Es gibt auch Campsides dort, aber ich muss sagen, dass mir da Ai-Ais besser gefallen hat. Hatte aber auch nicht die Absicht hier zu bleiben.
Nach kurzer Zeit erreicht man eine Aussichtsplattform. Bänke, etwas Überdachung gegen die Sonne und Schilder mit der Historie und Fauna und Flora des Canyons
Und einem beeindruckenden Ausblick.
Vor der Plattform gabelt sich der Weg nach beiden Seiten. Nach rechts geht es zu einem weiteren Aussichtspunkt ca. 1km entfernt. Ein Parkplatz und ca. 200m laufen. Dann hat man einen weiteren schönen Ausblick.
Zur anderen Seite fährt man auf ein Platoe. Keine Mauer, kein Zaun, kein Schild am Rand, wo es ca. 200m direkt und steil runter geht.
Das ist der Unterschied. Hier bei uns ist jeder kleine Graben usw. mit Mauer oder Zaun und ca. 20 Hinweisschildern gesichert. Achtung/ Gefahr/ Vorsicht usw. Hier werden alle Instinkte bald nicht mehr gebraucht, weil ja immer auf uns aufgepasst wird oder uns irgendein I-Phone oder was auch immer warnen wird. Dort, ist doch klar, wenn ich zu nah hingehe oder fahre, dass ich dann abstürzen kann. Also passe ich auf mich auf. (persönliche Anmerkung!)
Ok, bin im Abstand von ca. 2m am Rand entlang gefahren und lebe noch.
Auch hier war nicht viel los, an allen drei Stellen. Mal ein Wagen hier und dort. Das war’s auch schon.
Es war Mittag und sehr heiß. Größere Exkursionen hatte ich hier nicht geplant und überhaupt. Wo, was, wie das nächste Camp für heute auch nicht. Die Richtung war klar, Nord-Osten Richtung KTP über Keetmanshoop. Hatte vom Canyon-Roadhouse gelesen, welches auf dem Weg lag. Also mal schauen.
Gegen 12:30 Uhr sehe ich das erste Schild vom Roadhouse. Kurze Zeit später die Einfahrt. Ich kam mir eigentlich vor als ob ich die Route 66 in den USA fahre, so in etwas sah es aus.
Hatte etwas von einem Roadmovie. Relativ großer Parkplatz und überall vor dem Haus und der Terrasse leicht von Wind, Sand und Sonne abgekämpfte Classic-Cars. Bin ein großer Classic-Car Freund. Passt.
Innen ein kleiner Souvenierbereich am Anfang und in der Mitte die Bar, mit vielen Nummernschildern aus aller Welt. Ok, weil es dazu passt bestelle ich mir ein Bier und einen Burger. Der Texas Hut hat noch gefehlt… Der Rest des Raumes ist Restaurant, überall geile (sorry) alte Autos und direkt daran Tische zum Essen. Schilder, Werkzeug und alles Mögliche an den Wänden. (Denke Bilder gibt es im Forum genug davon) Viel Personal dort hinter dem Tresen und alle super freundlich und sehr gut gelaunt. Frage an der Kasse nach einer Campside. Wie zu erwarten und wie bis dato immer dieselbe Antwort. No Problem. Campsides sind hinter dem Haus, in Laufnähe. Dazwischen der Pool, der benutz werden kann Ich entschließe mich hier zu bleiben, auch wenn es noch sehr früh ist und ich auch noch etwas weiter fahren könnte. Mir gefällt es und ich denke an einen entspannten, faulen Nachmittag an einem Pool mit einem Buch und einem kalten Getränk.
So kam es dann auch. Pool, nicht groß, aber einer der ersten, in dem das Wasser kühl und erfrischend war. Windrad daneben, ein bis zwei Palmen, natürlich auch mit altem Autowrack und ein schöner Blick in eine trockene, staubige Landschaft. Was ein Kontrast.
Gegen 17:30 Uhr kam eine Gruppe etwas älterer Damen und Herren zum Pool . Alle sehr abgekämpft. War eine kleine Reisegruppe, die am frühen Morgen in WDH gestartet ist und hier nach acht bis neun Stunden Busfahrt ankam. Es gibt wohl auch Hotelzimmer oder ähnliches. Konnte es verstehen, da natürlich aus Deutschland. Natürlich heißt, bis auf Schweizer und Österreicher habe ich nur Deutsche gesehen oder getroffen. Ok, 1x Frankreich.
Hatte eine Stunde für den Pool, dann umziehen und zum Dinner. Dann schlafen und am Mogen geht es dann weiter. Stressurlaub pur. Verziehe mich zum Hilux. Hatte schon überlegt gegen Abend noch einmal zum Canyon zu fahren und mir dort den Sonnenuntergang anzuschauen. Ich war aber zu faul. Zum Glück. Ca. eine Stunde später zogen im Süd-Westen Richtung Canyon Wolken hoch. Groß, dunkel, tiefhängend und schwer. Gleichzeitig wurde es aber auch Abend und die Sonne wollte dahinter langsam verschwinden. Hatte vor zwei Jahren auch mal ein kleines Naturschauspiel auf Gunsbwys (Namib und Tirasberge vs. Regenwolken und Sonnenuntergang) Hier spielte sich langsam etwas ähnliches ab. (Bilder sind zu 0% Bearbeitet liebe Kritiker)
Nach ca. einer halben Stunde war die Natur-Show vorbei. Diese Farben und Wolken Komposition war einfach nur der Hammer und mit Bildern eigentlich gar nicht real einzufangen. Tja die Natur ist besser als jede Lightshow (und damit kenne ich mich wirklich aus) und besser als jedes Foto Bearbeitungsprogramm .
ERErnst541'079 Beiträge · seit 201627. Feb. 2017 · #68
Hallo Heyde! Wie heist es doch "Die Schönheit liegt im Auge des Betrachters" Deine Bilder sind ein Hammer. Da wir (meine Gattin und ich) in etwa die selbe Tour planen, SAUGE ich deinen Bericht förmlich auf. Wann warst du in etwa unterwegs??? BITTE weiter schreiben, ungeachtet etwaiger Kritiker !!!!!!!!!!! 😄 Gruß Ernst
HeydeThemenstarter248 Beiträge · seit 201527. Feb. 2017 · #69
Hallo Ernst, danke. Ich war von Ende Januar bis mitte Februar unterwegs, also vor gut 2 Wochen wieder gekommen. War bis dato immer zwischen Januar und März dort. Alles schön leer. Kann diese Zeit nur empfehlen, auch wenn es mal regnen kann. Grüße Oliver
ERErnst541'079 Beiträge · seit 201627. Feb. 2017 · #70
Hallo Oliver! Auch wir waren dieses Jahr von Anfang Jänner 13 Tage unterwegs. Südlichster Punkt: Desert Homestead Lodge. Die klassische Einsteiger Tour halt. In Tsuneb und Grootfontein hat uns dann auch der Regen erwischt. So what. Die D2512 zur Waterberg Wilderness Lodge war dann allerdings etwas heftig. So what! Die nächste Tour (Anfang Jänner 2018, Job bedingt) wird uns dann in den Süden führen. Wobei wir auch die Augrabies Falls (ZA) besuchen möchten. Mal sehen. WEITER SCHREIBEN !!!!!!! Gruß Ernst
Fortuna77839 Beiträge · seit 201428. Feb. 2017 · #71
Hallo Heyde, vielen Dank für Deinen Bericht! Es ist schön, die Strecke mit Dir nochmal zu bereisen... Die Route am Oranje entlang ist wirklich toll und die Baboons scheinen auf der linken Seite ansässig zu sein... 😗
Bei dieser Stelle musste ich schmunzeln:
Heyde schrieb: Nach einer bergauffahrt kam eine große leere Ebene, kahl, flach, steinig und staubig und außer dem riesigen blauen Himmel ohne eine Wolke…. Nichts.
Mir kam es 2015 so vor, als wären wir auf dem Mond gelandet! 😄 Ein einzelnes Oryx haben wir am Wegesrand gesehen und das arme Tier tat mir so leid, dass ich es am liebsten mitgenommen hätte... Schon wirklich krass, unter Bedingungen dort Leben existiert. 😐
Gibt es von Deiner Tour über Gunsbewys auch einen Bericht?! Da bin ich ja schon ein wenig neidisch, denn Frau Gräbner war leider nicht vor Ort, als wir dort waren... 😉
Berg-Eule2'060 Beiträge · seit 201301. März 2017 · #73
Hallo,
bisher habe ich still mitgelesen, fand deine Fotos sehr individuell und charaktervoll. Die Gewitterstimmung hat mich besonders berührt, weil wir in der gleichen Gegend eine ähnliche erlebt hatten - tolle Bilder!
Für mich ist dieser Abschnitt mit vielen Erinnerungen verbunden, allerdings sind wir die Tour umgekehrt gefahren. Deine Vorliebe für das Nichts in Landschaften teile ich auch. Warst du schon einmal im Nordwesten Namibias? Da gibt es auch viel Nichts. 😉
Eine kleine Info: Der Fluss, in dem du in Ai Ais deine Füße gekühlt hast, ist der Fish River. Du solltest ihn auch auf der Fahrt am Oranje entlang überquert haben, denn der Fish River mündet in den Oranje - wenn er denn fließt.
Ich freue mich auf die Fortsetzung!
Liebe Grüße von Gabriele
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Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
HeydeThemenstarter248 Beiträge · seit 201502. März 2017 · #74
Hallo Gabriele, ja das ist richtig, habe den Fish River unten am Oranje überquert, ich erinnere mich. Der Nordwesten ist noch relativ unbekannt für mich, aber die nächste Reise geht in den Norden, nachdem ich den Süden nun relativ gut kenne. Bin nur noch unschlüssig ob Richtung Kaokoland oder Caprivi. Hoffe da aber auf viel Input aus dem Forum hier. Oliver
Dein Bericht ist Musik in meinen Ohren. Wir werden Ende März/April in dieser wunderschönen Gegend unterwegs sein. ....und ich freue mich auf die Fortsetzung deiner Reise. Du schreibst, dass du gerne in den Norden Namibias fahren möchtest. Auf alle Fälle Kaokoveld....so wie ich dich einschätze liebst du die Wüste und das "Nichts".....und deren Farben. Im 2003 fuhren wir ab Palmwag, Opuwo, Van Zylt, Hermannstal an den Kunene nach Sierra Cafema..... und durch die Skeleton Wüste und Purros zurück.....traumhaft schön, einsam und abenteuerlich war diese unvergessliche Reise. Viel Spass beim Planen. Grüessli Judith
Berg-Eule2'060 Beiträge · seit 201302. März 2017 · #76
Hallo Oliver,
Caprivi und Kaokoveld - zwei totale Gegensätze - haben beide ihren Reiz. Wir haben beide gesehen, und wenn ich nochmal die Wahl hätte, würde ich das Kaokoveld vorziehen; , es ist noch nicht so touristisch, man fährt stundenlang, ohne auf Menschen oder Autos zu treffen. Die Landschaften, die Weite, das Nichts, ganz viel noch unberührte Natur ... unbeschreiblich. Dazu dann Begegnungen mit Himbas in fast noch urtümlicher Umgebung. Das würde ich gern noch einmal erleben.
Liebe Grüße von Gabriele
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Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
HeydeThemenstarter248 Beiträge · seit 201502. März 2017 · #77
@ Judith ....wie ich dich einschätze liebst du die Wüste und das "Nichts".....und deren Farben.... Bingo 100 Punkte 🙂 🙂 🙂
Kann man den an /duch die Skeleton Wüste fahren. Ich dachte dieses geht nur mit Permit, welches nur reiseveranstalter bekommen.
@ Bergeule Dein Beitrag hat auch meine Endscheidung auf 95% Richtung Kaokoveld erhöt. 🙂 🙂 🙂
Auf meiner neuen Liste stehen so oder so schon mehr Namen aus dem Nord-Westen als aus dem Nord-Osten. Da ich meine Namibia Touren bis auf eine Ausnahme bis jetzt generell alleine mache, habe ich aber schön öfters gelesen, dass man im Kaokoveld nicht unbedingt alleine unterwegs sein sollte, da wirklich nicht viel los dort ist. Also im Falle einer Panne usw. und die Verbindung zur ,,Außenwelt,, sehr schlecht ist. Ist da was drann?
HeydeThemenstarter248 Beiträge · seit 201503. März 2017 · #78
Der Morgen danach fing entspannt an, mit dem Bild, dass ihr alle kennt, oder noch kennen lernt.
Aber der psychodelische Abendhimmel hatte mich noch eine Weile beschäftigt, da diese Formen und Farben mir immer noch etwas im Kopf schimmerten. Ich hatte gelesen, dass es am Canyon Road House einen Trail gibt der durch den Gondwana Cañon Park führt. Hatte eigentlich vor mir mit diesem den Vormittag zu gestalten. Leider gibt es diesen nicht mehr, wurde mir im Roadhouse gesagt. Der Anfang, der im zur Campside angrenzenden Rivier lag war auch mit Steinen und einem Schild gesperrt. So kam ich also relativ zeitig vom Road House los. Hatte aber auch keine besonders lange Strecke vor mir. Next Stopp ,Mesosaurus Fossil Site , ca 180km entfernt. Liegt an der C17 hinter Keetmanshoop Richtung KTP.
Also die C12 hoch nach Keetmanshoop. Dort wollte ich mal wieder ein paar Vorräte auffüllen und den Doppeltank glücklich machen. Hate auf der Karte gesehen, dass von der C12, die D545 durch den Naute Park geht und auch auf der B4 landet. Ein See ist auch auf der Karte eingezeichnet. Nach einer ganzen Weile Fahrt hoffte ich endlich auf die D545, aber es kam nur eine Abzweigung mit einer Strassennummer, die auf der Karte (Tracks4Afrika) nicht eingezeichnet war. Ich war mittlerweile auch in einem zur Linken riesigen grünen Tal. Dort sind auch einige Agrarbetriebe angesiedelt, wie mir die Schilder an den großen Toren sagten. Ich war mir unschlüssig und fuhr weiter gerade aus. Nach einer Kurve und ein paar hundert Metern, stand auf der linken Seite ein schönes Häuschen, davor 2-3 Hilux und ein Schild sagte,, Distillerie,, Also anhalten und fragen. Als ihr hereinkam begrüßte mich eine Dame hinter einem Tresen (direkt auf Deutsch), während sie Gin Proben für die Gäste vor der Theke einschenkte. Waren verschiedene Reisende, die ich in Ai-Ais und am Fish River Canyon schon gesehen hatte. Na kennt sich also vom sehen. (Doch echt klein dieses Namibia, dachte ich mal so kurz) Jedenfalls wurde mir von ihr erklärt, dass ich schon längst auf der D545 bin und es keine wirkliche Abzweigung gab, sondern die C12 eher etwas an einer leichten Kurve verkümmert und diese D545 mittlerweile die eigendliche Hauptroute ist. Ok, ich bin richtig und die Abzweigung führt hoch zu dem Stausee, der auf der Karte ist. Das war das einzige Mal bis jetzt, dass mich die Karte etwas verwirrt hat. Ansonsten muss ich das Team von Tracks4Afrika echt loben, denn auf die Karte ist meiner Meinung nach echt verlass und Distanzen und Zeiten stimmen sehr genau. Nun wurde ich auch freundlich genötigt den gebrannten Gin zu kosten. Na klar, ist ja immerhin schon 11 Uhr am Morgen. Nicht schlecht, obwohl ich nicht der Gin Trinker bin, sondern eher zu einem guten alten 7-15 Jährigen Rum stehe. Mir wurden noch weitere verschiedene Sorten und Brände angeboten, aber musste freundlich ablehnen, da ich nun wusste wo ich war und weiter wollte. Der Stausee ist ca. 5km entfernt, die Straße die ich nicht zuordnen konnte. Also kleiner Abstecher dort hin. Von einem Hügel aus hat man einen schönen Blick, besonders, da er etwas ungewohnt ist in dieser trockenen Gegend.
Es gibt von dieser Seite 2 Wege ans Ufer. Die erste kleine Abzweigung ignoriere ich und fahre die Straße direkt weiter. Gut, dass es bei dem einen Gin geblieben ist. Angetrunken oder im dunkeln merkt man vielleicht erst zu spät, dass die Straße nicht einfach endet, sondern direkt in den See führt. Nein kein Schild oder ähnliches!
Zurück zum anderen Weg. Der hat es etwas in sich. Abzweigung von der Straße und es wird sehr steinig und schmal. Der Hilux passt gerade so auf den Pad und in manchen engen Kurven kann man auf dem ein oder anderen Felsen aufsetzen.
Das Bild zeigt noch den bequemen Teil, aber es ist jetzt nicht so anspruchsvoll und für einen durchschnittlichen Offroader wie ich es bin zu schaffen. Zuletzt kommt ein Sandstück und ein steiler Abhang aus Sand mit einer Spur, die direkt unten ans Ufer führt. Habe das mal sein gelassen. Alleine unterwegs, vielleicht dort nicht mehr hochkommen, festfahren, viele Kilometer laufen. Nein Danke.
Mache eine kleine aber feine Rast dort, zweites Frühstück und genieße. Darum auch das grüne Tal, da es vom Damm den ich später passiere versorgt wird.
Keetmanshoop, entgegen der letzten Tage seit Lüderitz ,,Zivilisationsschock,,. Liegt aber alles relativ am Anfang der Stadt. Tankstelle und Supermarkt.
Vorne rein und nach einer knappen Stunde hinten wieder raus. C17 und Koes ist bald ausgeschildert und ich freue mich über ein Schild.
Sind bis zur Mesosaurus Fossil Site noch ca. 40 km aber davor mache ich noch einen kleinen Stopp am Quiver Tree Forest and Giant's Playground.
Gut, ist nichts weltbewegendes aber so viele Köcherbäume auf einem Platz hatte ich noch nicht. Wobei die Definition Wald für unsere Verhältnisse natürlich etwas anderes ist.
Man fährt auf die Quivertree Forest Rest Camp Farm ca. 25 km hinter Keetmanshoop. Office, man zahlt ich glaube 90,- und bekommt einen Zettel in seiner Sprache, jedenfalls auch in Deutsch, mit Infos über die Köcherbäume. Dann wird der Weg zum ,,Wald,, erklärt, der auf dem Gelände liegt. Der Giants Playground ist ein paar Kilometer weiter. Man muss wieder auf die C17. Sind bis zur Mesosaurus Fossil Site noch ca. 40 km aber davor mache ich noch einen kleinen Stopp am Quiver Tree Forest and Giant's Playground.
Gut, ist nichts weltbewegendes aber so viele Köcherbäume auf einem Platz hatte ich noch nicht. Wobei die Definition Wald für unsere Verhältnisse natürlich etwas anderes ist.
Man fährt auf die Quivertree Forest Rest Camp Farm ca. 25 km hinter Keetmanshoop. Office, man zahlt ich glaube 90,- und bekommt einen Zettel in seiner Sprache, jedenfalls auch in Deutsch, mit Infos über die Köcherbäume. Dann wird der Weg zum ,,Wald,, erklärt, der auf dem Gelände liegt. Der Giants Playground ist ein paar Kilometer weiter. Man muss wieder auf die C17.
Es war Mittag, ca. 14:00 Uhr und verdammt heiß. Habe den Forrest ca. 20 Minuten besucht. Etwas herumgelaufen, auf Felsen herum geklettert für eine schöne Aussicht, die man hat, da man zum Teil weit über die Kalahari schauen kann. Aber ich habe mich auch nach Stufe 3 der Klimaanlage und der Lüftung im Hilux gesehnt.
Das gleiche Spiel am Giants Playground. Auch hier brannte die Sonne noch auf einen mit gefühlten 50°
Es ist ein sehr großes Gelände. Viele bizarre Steinhaufen, die dem Namen Recht geben, dass hier Riesen gespielt hatten. Oder waren es doch die Deutschen damals, denen es alles zu unordentlich war und die hier aufgeräumt haben. Ordnung muss sein.
Endlich im kühlen Wagen und nach 2 Litern Flüssigkeit, die ich in meinem Körper aufgefüllt hatte ging es weiter Richtung Mesosaurus Fossil Site. Hatte mich übrigens für diese Camp entschieden, da hier im Forum sehr positiv berichtet wurde.
Die Köcherbäume von unten sind einfach genial. Danke dafür. Ich habe selber gefühlt hunderte Bilder von den Köcherbäumen gemacht , aber auf die Idee bin ich nicht gekommen. Wir hatten aber auch nicht so schöne Wolken.
Hallo Oliver Mit der Skeleton Wüste/ Permit könntest du recht haben. Die Gegend ist sehr einsam. Wir, mein Mann, ich und unser Sohn waren zusammen mit einem Guide in einem Auto unterwegs. Der Guide schlief draussen am Vorderrad des Autos, unser Sohn auf dem Dach des Autos und wir in einem Zelt. Alleine hätten wir den Weg nicht gefunden, weil Andi unser Guide immer wieder eigene "geheime" Pads kannte. Kaokaveld ist sooo schön, dass sich alleine diese Reise duch das Mariental und das Hartmanntal über den Van Zylt Pass lohnt.... 😕 falls du alleine fahren möchtest, wobei der Van Zylt Pass eine grosse Herausforderung für einen Single Fahrer ist. Ich freue mich auf die Fortsetzung deines Berichts....der Richtersveld NP wäre doch auch etwas für dich. Vielen Dank für die schönen Bilder. Grüessli Judith