Dann fahren wir mal weiter... 😉
Mit Öffis durch Ostafrika u. Ost-Kongo
Kigali – Kigoma
Die Straßen Kigalis sind um diese morgendliche Zeit vollgestopft mit Fahrzeugen aller Größen, PKWs, LKWs, Busse und jede Menge Motorräder. Dazwischen strömen Fußgänger, Frauen mit Körben auf dem Kopf und Babys im Wickeltuch. Unser Bus, eigentlich mehr ein Kleinbus, kommt nur langsam voran, immer wieder sind die Straßen verstopft, heißt es warten.
Kigali habe ich als recht angenehme Stadt erlebt. Die Stadt ist flächenmäßig sehr groß, zieht sich über zahllose Hügel hin. Zumindest die Viertel der Stadt, die wir besucht haben, wirken sauber und ordentlich, fast europäisch. Es fehlen Gestank und Chaos anderer afrikanischer Großstädte. Im Zentrum werden Bankhäuser und riesige Einkaufszentren aus dem Boden gestampft. Irgendwo las ich einmal, Kigali träume davon „zum Singapur Afrikas aufzusteigen“.

Bus zur Grenze
Bis zur Grenze nach Tansania (Rusumo) liegen 160 km, oder ca. drei Stunden Fahrt vor uns. Die Straße ist ordentlich, trotzdem zieht sich die Fahrt über fünf Stunden hin. Das liegt an den häufigen Stopps. In jedem Kaff fahren wir einen Busbahnhof an. Das kostet Zeit. Je weiter wir uns von Kigali entfernen, umso einfacher und ärmlicher werden die Häuser. Auch der Verkehr nimmt ab.
Da wir keine Zeit zum Frühstück hatten, kaufen wir ein paar Samosas. Verhungern ist in afrikanischen Bussen so gut wie unmöglich, sobald sie irgendwo anhalten, stehen Händler bereit, die was zu futtern verkaufen.
Grenze. Gegen 13 Uhr sind wir endlich am ruandisch/tansanischen Grenzübergang bei den Rusumo Falls. Die Grenzanlage ist neu und wirkt, da es kaum Grenzverkehr gibt, überdimensioniert. Vielleicht hat man hier für die Zukunft geplant. Von der ruandischen Grenzstation zur tansanischen Grenzstation muss man ca. 2 km zurücklegen. Man hat unterwegs die Chance, den beeindruckenden Rusumu Wasserfall zu sehen.

Rusumo Falls

Rusumo Falls
Kaum steigen wir aus dem Bus, werden wir sofort von Geldwechslern und Motorradfahrern umringt. Ruandisches Geld haben wir praktisch keines mehr, die letzten Ruanda-Francs und 20 USD tausche ich in Tansanische Shilling. Mir ist schon klar, dass der Kurs nicht der Beste ist, aber ganz ohne tansanisches Geld möchte ich auch nicht bleiben.
Dann fahren wir mit den Motorradboys über die Brücke zur tansanischen Grenzstation. Auch hier ist alles neu und weitläufig gebaut. Auch hier gibt es aber kaum Grenzgänger. Die Gebäude und Hallen sind menschenleer, hinter den Schaltern sitzen gelangweilt gähnende Beamte. Nachdem ich den üblichen Papierkram ausgefüllt und 50 USD bezahlt habe, bekomme ich den Einreisestempel in meinen Pass. In einem anderen Raum, auch hier sitzt ein ganzer Trupp Uniformierter gelangweilt um einen Tisch, wird unser Gepäck oberflächlich gecheckt und wir dürfen weiterreisen.
Als wir aus dem Gebäude treten, regnet es in Strömen. Es sieht nicht so aus, als ob der Wolkenbruch bald nachlassen würde. Soweit ich es durch die Regenschleier erkennen kann, gibt es nirgendwo einen Bus, Daladala, Matatu oder sonst etwas, was nach öffentlichem Transport aussieht. Während wir leicht fröstelnd unter dem Vordach des Zollgebäudes stehen, spricht mich ein Mann an. Er habe ein Sammeltaxi und wenn wir wollen, könne er uns bis Nyakasanza mitnehmen. Das ist der nächste Ort und von dort gäbe es wahrscheinlich einen Bus. Natürlich wollen wir. Mit ein paar weiteren Fahrgästen quetschen wir uns in das Taxi.
Die Fahrt nach Nyakasanza dauert nicht sehr lange. Dort angekommen, setzt er uns auf einem ziemlich verlassen wirkenden Areal ab. Ein paar einfache Schuppen stehen um einen ungeteerten Platz herum. Bis auf einen sind sie geschlossen. Das sei der Busbahnhof meint der Taxifahrer. Allerdings sehe ich nirgendwo einen Bus und auch sonst gibt es wenig, was Hoffnung macht, dass bald ein Bus kommen könnte.
Wir fragen die einzigen zwei Menschen, die sich auf dem Platz finden lassen nach Bus, aber sie zucken nur mit den Schultern und sagen unbestimmte Dinge, wie „Ja ein Bus wird kommen“ oder „Setzt euch und wartet bis ein Bus kommt“ usw.
Tatsächlich bringen sie aus einem der Schuppen zwei wacklige Plastikstühle hervor, auf die wir uns setzen sollen. Meine Frau setzt sich, ich beschließe mal zur Straße zulaufen und zu schauen, ob sich etwas ergibt. Vor dem Busbahnhof lungern ein paar Leute um einen PKW herum. Ich frage sie nach Bus, Taxi, Daladala, doch sie schütteln nur den Kopf. Ich gehe wieder zurück und setze mich auf den anderen Plastikstuhl, der unter meinem Gewicht beinahe in sich zusammenbricht.
Wir sitzen eine Weile, nichts passiert. Nach einer weiteren Weile, in der auch nichts passiert, ruft plötzlich einer der herumlungernden Männer: „Kommt schnell es gibt ein Auto nach Nyakanazi“. Keine Ahnung wo das ist, aber besser weiterfahren, als in Nyakasanza verkümmern. Wir springen auf, mein Stuhl bricht endgültig in sich zusammen, schnappen unsere Rucksäcke und eilen zur Straße. Dort steht ein verstaubtes und verbeultes Sammeltaxi. Wir quetschen uns zu acht weiteren Personen in den PKW. Unterwegs werden weitere Fahrgäste aufgenommen. Die Fahrt dauert so ein oder zwei Stunden. Plötzlich, ohne dass ein Grund erkennbar wäre, hält das Taxi an einer staubigen Kreuzung und alle Fahrgäste steigen aus, packen ihre Bündel und verschwinden in unterschiedliche Richtungen.
Ich frage den Fahrer, ob wir schon in Nyakanazi seien. Immerhin sieht man in der Ferne ein paar Hütten. Der schüttelt den Kopf und deutet in eine etwas unbestimmte Richtung. Dort drüben gäbe es einen „Bus-Stop“, wo wir auf einen Bus warten könnten.
Die Stelle auf die er zeigt, ist ein paar hundert Meter entfernt. Mit dem Gepäck auf dem Rücken laufen wir die staubige Straße entlang zum Bus-Stop.. Außer, dass ein paar Leute herumstehen, deutet nichts darauf hin, dass hier Busse abfahren würden. Wir stellen uns zu den Leuten dazu und stehen auch eine Weile herum. Meine Frau versucht von den Wartenden Infos über Transportmöglichkeiten zu bekommen, aber auch hier ist keine eindeutige Information zu bekommen. Zudem ist die Verständigung schwer, Englisch spricht kaum jemand, Swahili klappt auch nicht so recht und örtlich Dialekte spricht keiner von uns.

Sammeltaxi in Nyakanazi
Plötzlich taucht ein Fahrzeug auf. Wir, und ein paar andere Fahrgäste sprinten hinter dem bremsenden PKW her. Wenn viele Leute auf eine Fahrgelegenheit warten, ist es nicht immer einfach einen Platz zu ergattern. Wir quetschen uns auf die Rückbank und fragen erst dann den Fahrer, wohin er fährt. Wir haben Glück, er fährt tatsächlich nach Nyakanazi.
Inzwischen habe ich Nyakanazi auf meinem Handy per GPS gefunden. Das Städtchen liegt an der Verbindungsstraße Mwanza – Kigoma. Von dort aus müsste es deutlich bessere Transportmöglichkeiten geben. Da es inzwischen schon später Nachmittag ist, rechne ich damit, dass wir eventuell in Nyakanazi übernachten müssen. Nach Nyakanazi beginnt eine 300 km lange Staubstraße durch dünn besiedeltes Land. Wir wurden schon mehrfach gewarnt, diese Strecke bei Dunkelheit zu fahren.
Als wir in Nyakanazi ankommen, ist aus dem späten Nachmittag bereits früher Abend geworden. Ich schwanke zwischen Hotel suchen oder weiterfahren, als, eine dicke Staubfahne hinter sich herziehend, ein etwas größerer Bus heranrauscht. Er stoppt direkt neben uns. Der Beifahrer springt auf uns zu ruft „Kibondo, Kibondo“.
Kibondo liegt knappe 100 km Richtung Kigoma. Das könnten wir noch schaffen. Wir fragen den Busfahrer, wie es in Kibondo so mit Übernachtungsmöglichkeiten aussieht und ob man leicht nach Kigoma weiterkommt. Alles „no problem“ sagt der Fahrer und drückt mir zwei Bustickets in die Hand. Der Bus ist halb leer, was in diesem Teil Afrikas eher ungewöhnlich ist.
Obwohl der Bus von außen recht groß aussieht, ist er innen eng und unbequem. Die Sitze sind völlig durchgesessen, alles wirkt kaputt und zerschlissen. Da der Busfahrer nach verlassen Nyakanazis mit Vollgas über die Waschbrettpiste brettert, fallen diverse Gepäckstücke aus der Ablage den darunter sitzenden Leuten auf die Köpfe. Bald ist alles ist mit einer rötlichen Staubschicht bedeckt. Vor allem bei entgegenkommendem Verkehr füllt sich der Bus mit feinem Staub der einen ständigen Hustenreiz auslöst.

Zwischen Nyakanazi und Kibondo

Zwischen Nyakanazi und Kibondo

Zwischen Nyakanazi und Kibondo

Zwischen Nyakanazi und Kibondo
Hinter Nyakanazi wird die Gegend zunehmend einsamer, Siedlungen werden seltener, auch sind kaum noch Fahrzeuge unterwegs. Ab und zu hält der Bus kurz um ein paar Leute ein- oder aussteigen zu lassen. Schnell wird es dunkel. Es ist eine mondlose, finstere Nacht.
Auch Kibondo ist dunkel, als wir ca. zwei Stunden später dort ankommen. Es gibt kaum so etwas wie Straßenbeleuchtung, lediglich aus den Häusern dringt hier und da schummriges Licht. Irgendwann meint der Busfahrer jetzt sei Endstation. Wir fragen ihn, ob es noch ein Weiterkommen Richtung Kigoma gäbe. Er meint es wäre nachts schwierig ein Fahrzeug zu finden und wir sollten besser hier übernachten.
Er macht uns mit einem Kollegen bekannt, der ebenfalls Busfahrer ist und am nächsten morgen mit seinem Bus nach Kigoma fahren wird. Dieser andere Busfahrer zeigt uns eine Hotel, indem wir die Nacht verbringen können. Er verspricht, uns am nächsten Morgen um 5.30 Uhr dort mit seinem Bus dort abzuholen.
Das Hotel ist ziemlich einfach, man könnte sagen, eine Absteige, aber zum Übernachten reicht es. Der Hotelmanager ist sehr freundlich, einen Mzungu bekommt er bestimmt nicht oft als Gast. Die Dusche ist ein Eimer, der sich mit rötlichem Wasser füllt, wenn man den Wasserhahn aufdreht. Der Hotelmanager bringt uns sogar einen Eimer mit heißem Wasser, was schon an Luxus grenzt...
Die Straßen Kigalis sind um diese morgendliche Zeit vollgestopft mit Fahrzeugen aller Größen, PKWs, LKWs, Busse und jede Menge Motorräder. Dazwischen strömen Fußgänger, Frauen mit Körben auf dem Kopf und Babys im Wickeltuch. Unser Bus, eigentlich mehr ein Kleinbus, kommt nur langsam voran, immer wieder sind die Straßen verstopft, heißt es warten.
Kigali habe ich als recht angenehme Stadt erlebt. Die Stadt ist flächenmäßig sehr groß, zieht sich über zahllose Hügel hin. Zumindest die Viertel der Stadt, die wir besucht haben, wirken sauber und ordentlich, fast europäisch. Es fehlen Gestank und Chaos anderer afrikanischer Großstädte. Im Zentrum werden Bankhäuser und riesige Einkaufszentren aus dem Boden gestampft. Irgendwo las ich einmal, Kigali träume davon „zum Singapur Afrikas aufzusteigen“.
Bus zur Grenze
Bis zur Grenze nach Tansania (Rusumo) liegen 160 km, oder ca. drei Stunden Fahrt vor uns. Die Straße ist ordentlich, trotzdem zieht sich die Fahrt über fünf Stunden hin. Das liegt an den häufigen Stopps. In jedem Kaff fahren wir einen Busbahnhof an. Das kostet Zeit. Je weiter wir uns von Kigali entfernen, umso einfacher und ärmlicher werden die Häuser. Auch der Verkehr nimmt ab.
Da wir keine Zeit zum Frühstück hatten, kaufen wir ein paar Samosas. Verhungern ist in afrikanischen Bussen so gut wie unmöglich, sobald sie irgendwo anhalten, stehen Händler bereit, die was zu futtern verkaufen.
Grenze. Gegen 13 Uhr sind wir endlich am ruandisch/tansanischen Grenzübergang bei den Rusumo Falls. Die Grenzanlage ist neu und wirkt, da es kaum Grenzverkehr gibt, überdimensioniert. Vielleicht hat man hier für die Zukunft geplant. Von der ruandischen Grenzstation zur tansanischen Grenzstation muss man ca. 2 km zurücklegen. Man hat unterwegs die Chance, den beeindruckenden Rusumu Wasserfall zu sehen.
Rusumo Falls
Rusumo Falls
Kaum steigen wir aus dem Bus, werden wir sofort von Geldwechslern und Motorradfahrern umringt. Ruandisches Geld haben wir praktisch keines mehr, die letzten Ruanda-Francs und 20 USD tausche ich in Tansanische Shilling. Mir ist schon klar, dass der Kurs nicht der Beste ist, aber ganz ohne tansanisches Geld möchte ich auch nicht bleiben.
Dann fahren wir mit den Motorradboys über die Brücke zur tansanischen Grenzstation. Auch hier ist alles neu und weitläufig gebaut. Auch hier gibt es aber kaum Grenzgänger. Die Gebäude und Hallen sind menschenleer, hinter den Schaltern sitzen gelangweilt gähnende Beamte. Nachdem ich den üblichen Papierkram ausgefüllt und 50 USD bezahlt habe, bekomme ich den Einreisestempel in meinen Pass. In einem anderen Raum, auch hier sitzt ein ganzer Trupp Uniformierter gelangweilt um einen Tisch, wird unser Gepäck oberflächlich gecheckt und wir dürfen weiterreisen.
Als wir aus dem Gebäude treten, regnet es in Strömen. Es sieht nicht so aus, als ob der Wolkenbruch bald nachlassen würde. Soweit ich es durch die Regenschleier erkennen kann, gibt es nirgendwo einen Bus, Daladala, Matatu oder sonst etwas, was nach öffentlichem Transport aussieht. Während wir leicht fröstelnd unter dem Vordach des Zollgebäudes stehen, spricht mich ein Mann an. Er habe ein Sammeltaxi und wenn wir wollen, könne er uns bis Nyakasanza mitnehmen. Das ist der nächste Ort und von dort gäbe es wahrscheinlich einen Bus. Natürlich wollen wir. Mit ein paar weiteren Fahrgästen quetschen wir uns in das Taxi.
Die Fahrt nach Nyakasanza dauert nicht sehr lange. Dort angekommen, setzt er uns auf einem ziemlich verlassen wirkenden Areal ab. Ein paar einfache Schuppen stehen um einen ungeteerten Platz herum. Bis auf einen sind sie geschlossen. Das sei der Busbahnhof meint der Taxifahrer. Allerdings sehe ich nirgendwo einen Bus und auch sonst gibt es wenig, was Hoffnung macht, dass bald ein Bus kommen könnte.
Wir fragen die einzigen zwei Menschen, die sich auf dem Platz finden lassen nach Bus, aber sie zucken nur mit den Schultern und sagen unbestimmte Dinge, wie „Ja ein Bus wird kommen“ oder „Setzt euch und wartet bis ein Bus kommt“ usw.
Tatsächlich bringen sie aus einem der Schuppen zwei wacklige Plastikstühle hervor, auf die wir uns setzen sollen. Meine Frau setzt sich, ich beschließe mal zur Straße zulaufen und zu schauen, ob sich etwas ergibt. Vor dem Busbahnhof lungern ein paar Leute um einen PKW herum. Ich frage sie nach Bus, Taxi, Daladala, doch sie schütteln nur den Kopf. Ich gehe wieder zurück und setze mich auf den anderen Plastikstuhl, der unter meinem Gewicht beinahe in sich zusammenbricht.
Wir sitzen eine Weile, nichts passiert. Nach einer weiteren Weile, in der auch nichts passiert, ruft plötzlich einer der herumlungernden Männer: „Kommt schnell es gibt ein Auto nach Nyakanazi“. Keine Ahnung wo das ist, aber besser weiterfahren, als in Nyakasanza verkümmern. Wir springen auf, mein Stuhl bricht endgültig in sich zusammen, schnappen unsere Rucksäcke und eilen zur Straße. Dort steht ein verstaubtes und verbeultes Sammeltaxi. Wir quetschen uns zu acht weiteren Personen in den PKW. Unterwegs werden weitere Fahrgäste aufgenommen. Die Fahrt dauert so ein oder zwei Stunden. Plötzlich, ohne dass ein Grund erkennbar wäre, hält das Taxi an einer staubigen Kreuzung und alle Fahrgäste steigen aus, packen ihre Bündel und verschwinden in unterschiedliche Richtungen.
Ich frage den Fahrer, ob wir schon in Nyakanazi seien. Immerhin sieht man in der Ferne ein paar Hütten. Der schüttelt den Kopf und deutet in eine etwas unbestimmte Richtung. Dort drüben gäbe es einen „Bus-Stop“, wo wir auf einen Bus warten könnten.
Die Stelle auf die er zeigt, ist ein paar hundert Meter entfernt. Mit dem Gepäck auf dem Rücken laufen wir die staubige Straße entlang zum Bus-Stop.. Außer, dass ein paar Leute herumstehen, deutet nichts darauf hin, dass hier Busse abfahren würden. Wir stellen uns zu den Leuten dazu und stehen auch eine Weile herum. Meine Frau versucht von den Wartenden Infos über Transportmöglichkeiten zu bekommen, aber auch hier ist keine eindeutige Information zu bekommen. Zudem ist die Verständigung schwer, Englisch spricht kaum jemand, Swahili klappt auch nicht so recht und örtlich Dialekte spricht keiner von uns.
Sammeltaxi in Nyakanazi
Plötzlich taucht ein Fahrzeug auf. Wir, und ein paar andere Fahrgäste sprinten hinter dem bremsenden PKW her. Wenn viele Leute auf eine Fahrgelegenheit warten, ist es nicht immer einfach einen Platz zu ergattern. Wir quetschen uns auf die Rückbank und fragen erst dann den Fahrer, wohin er fährt. Wir haben Glück, er fährt tatsächlich nach Nyakanazi.
Inzwischen habe ich Nyakanazi auf meinem Handy per GPS gefunden. Das Städtchen liegt an der Verbindungsstraße Mwanza – Kigoma. Von dort aus müsste es deutlich bessere Transportmöglichkeiten geben. Da es inzwischen schon später Nachmittag ist, rechne ich damit, dass wir eventuell in Nyakanazi übernachten müssen. Nach Nyakanazi beginnt eine 300 km lange Staubstraße durch dünn besiedeltes Land. Wir wurden schon mehrfach gewarnt, diese Strecke bei Dunkelheit zu fahren.
Als wir in Nyakanazi ankommen, ist aus dem späten Nachmittag bereits früher Abend geworden. Ich schwanke zwischen Hotel suchen oder weiterfahren, als, eine dicke Staubfahne hinter sich herziehend, ein etwas größerer Bus heranrauscht. Er stoppt direkt neben uns. Der Beifahrer springt auf uns zu ruft „Kibondo, Kibondo“.
Kibondo liegt knappe 100 km Richtung Kigoma. Das könnten wir noch schaffen. Wir fragen den Busfahrer, wie es in Kibondo so mit Übernachtungsmöglichkeiten aussieht und ob man leicht nach Kigoma weiterkommt. Alles „no problem“ sagt der Fahrer und drückt mir zwei Bustickets in die Hand. Der Bus ist halb leer, was in diesem Teil Afrikas eher ungewöhnlich ist.
Obwohl der Bus von außen recht groß aussieht, ist er innen eng und unbequem. Die Sitze sind völlig durchgesessen, alles wirkt kaputt und zerschlissen. Da der Busfahrer nach verlassen Nyakanazis mit Vollgas über die Waschbrettpiste brettert, fallen diverse Gepäckstücke aus der Ablage den darunter sitzenden Leuten auf die Köpfe. Bald ist alles ist mit einer rötlichen Staubschicht bedeckt. Vor allem bei entgegenkommendem Verkehr füllt sich der Bus mit feinem Staub der einen ständigen Hustenreiz auslöst.
Zwischen Nyakanazi und Kibondo
Zwischen Nyakanazi und Kibondo
Zwischen Nyakanazi und Kibondo
Zwischen Nyakanazi und Kibondo
Hinter Nyakanazi wird die Gegend zunehmend einsamer, Siedlungen werden seltener, auch sind kaum noch Fahrzeuge unterwegs. Ab und zu hält der Bus kurz um ein paar Leute ein- oder aussteigen zu lassen. Schnell wird es dunkel. Es ist eine mondlose, finstere Nacht.
Auch Kibondo ist dunkel, als wir ca. zwei Stunden später dort ankommen. Es gibt kaum so etwas wie Straßenbeleuchtung, lediglich aus den Häusern dringt hier und da schummriges Licht. Irgendwann meint der Busfahrer jetzt sei Endstation. Wir fragen ihn, ob es noch ein Weiterkommen Richtung Kigoma gäbe. Er meint es wäre nachts schwierig ein Fahrzeug zu finden und wir sollten besser hier übernachten.
Er macht uns mit einem Kollegen bekannt, der ebenfalls Busfahrer ist und am nächsten morgen mit seinem Bus nach Kigoma fahren wird. Dieser andere Busfahrer zeigt uns eine Hotel, indem wir die Nacht verbringen können. Er verspricht, uns am nächsten Morgen um 5.30 Uhr dort mit seinem Bus dort abzuholen.
Das Hotel ist ziemlich einfach, man könnte sagen, eine Absteige, aber zum Übernachten reicht es. Der Hotelmanager ist sehr freundlich, einen Mzungu bekommt er bestimmt nicht oft als Gast. Die Dusche ist ein Eimer, der sich mit rötlichem Wasser füllt, wenn man den Wasserhahn aufdreht. Der Hotelmanager bringt uns sogar einen Eimer mit heißem Wasser, was schon an Luxus grenzt...
Am nächsten Morgen sind wir um 5 Uhr wach. Viel Schlaf war das nicht. Schnell mache ich mit unserem kleinen Reisetauchsieder Wasser heiß und braue einen Tee. Den Tauchsieder habe ich auf Reisen immer dabei. Er ist sehr nützlich, wenn man unterwegs ist. Oft fahren Busse sehr früh los, oder man kommt spät irgendwo an und so kann man sich schnell einen Kaffee oder Tee zubereiten. Ich habe ihn auch schon benutzt, um Wasser zu desinfizieren. Zu essen gibt es lediglich die restlichen Samosas vom Vortag.
Gegen sechs Uhr ist vom Bus noch nichts zu sehen. Meine Frau hat die Telefonnummer des Fahrers in ihrem Handy gespeichert. Als sie ihn anruft, sagt er, er sei schon unterwegs und komme gleich. Tatsächlich klopft es kurz darauf an die Zimmertür und der Hotel-Manager ruft: „Der Bus ist da.“
Wir nehmen unser Gepäck und eilen auf die Straße. Dort reibe ich mir erst mal verwundert die Augen. Der ‚Bus‘ ist ein uraltes, verbeultes Daladala, heruntergewirtschaftet, staubig, mit mindestens einer Million Kilometer auf dem Buckel. Die besten Sitze sind schon besetzt, sodass wir uns auf die vorletzte Hinterbank quetschen müssen.
Bevor es wieder auf die Piste Richtung Kigoma geht, kreuzt unser Daladalafahrer noch eine halbe Stunde durch Kibondos Straßen, um weitere Passagiere zu gewinnen. Mit jedem neuen Passagier wird es enger. Als wir Kibondo endlich verlassen, dämmert bereits der Morgen. Zwischen den Büschen und Baumgruppen entstehen ausgedehnte Nebelbänke, was im Morgenlicht zauberhaft aussieht. Auch regnet es leicht, sodass sich die rote Staubstraße in eine rote Matschstrasse verwandelt.
Um diese Zeit ist es noch recht kühl, erst Stunden später, als die Sonne schon deutlich höher steht, wird es wärmer.

Zwischen Kibondo und Kigoma
Daladala - Zwischen Kibondo und Kigoma
Daladala - Zwischen Kibondo und Kigoma
Der Innenraum ist so niedrig, dass ich ständig aufpassen muss, bei den Schlaglöchern, die wir reichlich durchfahren, nicht mit dem Kopf an die Decke zu knallen. Ich mache mich im Sitz so klein wie möglich. Gleichzeitig muss ich aufpassen, dass ich meine Knie nicht an scharfkantigen Metallteilen der vorderen Sitzbank aufschlitze.
Zeitweilig zähle ich bis zu 22, mit den Babys sogar 24 Personen im Daladala. Alle paar Kilometer steigt jemand ein oder aus. Jeder hat mindestens ein Gepäckstück dabei. Säcke werden zwischen die Sitzbänke geschoben, Körbe auf den Füßen der Mitreisenden abgestellt.
Bei den vielen Stopps strömen Händler herbei, bieten allerhand Waren an. Selbstgemachte Getränke in Plastikflaschen oder Plastikbeutel, Süßigkeiten, Kekse, gegrillte Maiskolben, Bananen, aber auch Zwiebeln und Karotten, eben alles, was die örtliche Landwirtschaft so hergibt. Manchmal wird das Fahrzeug regelrecht umlagert. Frauen und Kinder strecken mit lautem Geschrei ihre Waren durch die Fenster.
Natürlich bin ich als Mzungu besonders interessant. Vor allem für die Kinder, die sich, wenn sie mich entdeckt haben, vor meinem Fenster versammeln und mich neugierig anstarren. Manchmal schieben sie das Fenster von außen auf und halten mir ihre Waren unter die Nase. Mit Zwiebeln und Karotten kann ich wenig anfangen, gelegentlich kaufe ich ein paar Erdnüsse oder gekochte Maiskolben. Die sind lecker und machen satt.
Als wir einmal auf freier Strecke halten, steht plötzlich ein Polizist neben dem Daladala. Er sieht mich und meine Kamera und kommt sofort ans Fenster.
Polizist: „Good morning Sir, how are you? How is your morning? “
Ich antworte: „Thank you, everything is fine.“
Polizist (auf meine Kamera deutend): “What are you recording?”
Ich: “Oh, only the beautiful landscape”
Polizist (streng): “It is not allowed to take pictures in this area.”
Ich weiß ja nicht, welche Geheimnisse die „Area“ verbirgt, soweit ich sehen kann, gibt es nur Busch, ein paar Bäume und eine schlammigen Erdstraße. Bevor ich ihn jedoch nach dem ‚warum‘ fragen kann, fährt das Daladala schon wieder los und ich mache noch schnell ein Foto. 😉

„No Foto“ - Zwischen Kibondo und Kigoma

Zwischen Kibondo und Kigoma

Zwischen Kibondo und Kigoma

Busbahnhof in Kasulu

Busbahnhof in Kasulu

Busbahnhof Kasulu

Busbahnhof Kasulu

Busbahnhof in Kasulu

Busbahnhof Kasulu

Zwischen Kasulu und Kigoma
Kurz vor Kigoma
Irgendwann gegen Vormittag landen wir auf einem Busbahnhof in einem Ort namens Kasulu. Hier ist Endstation mit dem Daladala. Aber kein Problem, unser Driver übergibt uns einem anderen Daladaladriver, sodass wir nicht lange suchend umherirren müssen. Allerdings vergeht noch gut ein Stündchen bevor es weitergeht. Diesmal haben wir die Sitze vorne neben dem Fahrer, was sehr viel bequemer ist und man hat natürlich die bessere Sicht.
Bis Kigoma sind es noch ca. drei Stunden. Die Straße ist immer noch Piste, aber recht gut befahrbar. Je näher wir Kigoma kommen, umso mehr Menschen und Fahrzeuge sind unterwegs. Als wir gegen Mittag in Kigoma aus dem Daladala steigen, sind wir von einer rötlichen Staubschicht überzogen. Unser Gepäck ist rot, unsere Kleider und Schuhe sind rot, alles ist rot.
Mit den allerletzten tansanischen Schillingen chartern wir ein Taxi vom Busbahnhof ins Zentrum Kigomas. Wir müssen ein bisschen herumsuchen, bis wir schließlich ein Zimmer in einem netten kleinen Hotel finden.
Gegen sechs Uhr ist vom Bus noch nichts zu sehen. Meine Frau hat die Telefonnummer des Fahrers in ihrem Handy gespeichert. Als sie ihn anruft, sagt er, er sei schon unterwegs und komme gleich. Tatsächlich klopft es kurz darauf an die Zimmertür und der Hotel-Manager ruft: „Der Bus ist da.“
Wir nehmen unser Gepäck und eilen auf die Straße. Dort reibe ich mir erst mal verwundert die Augen. Der ‚Bus‘ ist ein uraltes, verbeultes Daladala, heruntergewirtschaftet, staubig, mit mindestens einer Million Kilometer auf dem Buckel. Die besten Sitze sind schon besetzt, sodass wir uns auf die vorletzte Hinterbank quetschen müssen.
Bevor es wieder auf die Piste Richtung Kigoma geht, kreuzt unser Daladalafahrer noch eine halbe Stunde durch Kibondos Straßen, um weitere Passagiere zu gewinnen. Mit jedem neuen Passagier wird es enger. Als wir Kibondo endlich verlassen, dämmert bereits der Morgen. Zwischen den Büschen und Baumgruppen entstehen ausgedehnte Nebelbänke, was im Morgenlicht zauberhaft aussieht. Auch regnet es leicht, sodass sich die rote Staubstraße in eine rote Matschstrasse verwandelt.
Um diese Zeit ist es noch recht kühl, erst Stunden später, als die Sonne schon deutlich höher steht, wird es wärmer.
Zwischen Kibondo und Kigoma
Daladala - Zwischen Kibondo und Kigoma
Daladala - Zwischen Kibondo und Kigoma
Der Innenraum ist so niedrig, dass ich ständig aufpassen muss, bei den Schlaglöchern, die wir reichlich durchfahren, nicht mit dem Kopf an die Decke zu knallen. Ich mache mich im Sitz so klein wie möglich. Gleichzeitig muss ich aufpassen, dass ich meine Knie nicht an scharfkantigen Metallteilen der vorderen Sitzbank aufschlitze.
Zeitweilig zähle ich bis zu 22, mit den Babys sogar 24 Personen im Daladala. Alle paar Kilometer steigt jemand ein oder aus. Jeder hat mindestens ein Gepäckstück dabei. Säcke werden zwischen die Sitzbänke geschoben, Körbe auf den Füßen der Mitreisenden abgestellt.
Bei den vielen Stopps strömen Händler herbei, bieten allerhand Waren an. Selbstgemachte Getränke in Plastikflaschen oder Plastikbeutel, Süßigkeiten, Kekse, gegrillte Maiskolben, Bananen, aber auch Zwiebeln und Karotten, eben alles, was die örtliche Landwirtschaft so hergibt. Manchmal wird das Fahrzeug regelrecht umlagert. Frauen und Kinder strecken mit lautem Geschrei ihre Waren durch die Fenster.
Natürlich bin ich als Mzungu besonders interessant. Vor allem für die Kinder, die sich, wenn sie mich entdeckt haben, vor meinem Fenster versammeln und mich neugierig anstarren. Manchmal schieben sie das Fenster von außen auf und halten mir ihre Waren unter die Nase. Mit Zwiebeln und Karotten kann ich wenig anfangen, gelegentlich kaufe ich ein paar Erdnüsse oder gekochte Maiskolben. Die sind lecker und machen satt.
Als wir einmal auf freier Strecke halten, steht plötzlich ein Polizist neben dem Daladala. Er sieht mich und meine Kamera und kommt sofort ans Fenster.
Polizist: „Good morning Sir, how are you? How is your morning? “
Ich antworte: „Thank you, everything is fine.“
Polizist (auf meine Kamera deutend): “What are you recording?”
Ich: “Oh, only the beautiful landscape”
Polizist (streng): “It is not allowed to take pictures in this area.”
Ich weiß ja nicht, welche Geheimnisse die „Area“ verbirgt, soweit ich sehen kann, gibt es nur Busch, ein paar Bäume und eine schlammigen Erdstraße. Bevor ich ihn jedoch nach dem ‚warum‘ fragen kann, fährt das Daladala schon wieder los und ich mache noch schnell ein Foto. 😉
„No Foto“ - Zwischen Kibondo und Kigoma
Zwischen Kibondo und Kigoma
Zwischen Kibondo und Kigoma
Busbahnhof in Kasulu
Busbahnhof in Kasulu
Busbahnhof Kasulu
Busbahnhof Kasulu
Busbahnhof in Kasulu
Busbahnhof Kasulu
Zwischen Kasulu und Kigoma
Kurz vor Kigoma
Irgendwann gegen Vormittag landen wir auf einem Busbahnhof in einem Ort namens Kasulu. Hier ist Endstation mit dem Daladala. Aber kein Problem, unser Driver übergibt uns einem anderen Daladaladriver, sodass wir nicht lange suchend umherirren müssen. Allerdings vergeht noch gut ein Stündchen bevor es weitergeht. Diesmal haben wir die Sitze vorne neben dem Fahrer, was sehr viel bequemer ist und man hat natürlich die bessere Sicht.
Bis Kigoma sind es noch ca. drei Stunden. Die Straße ist immer noch Piste, aber recht gut befahrbar. Je näher wir Kigoma kommen, umso mehr Menschen und Fahrzeuge sind unterwegs. Als wir gegen Mittag in Kigoma aus dem Daladala steigen, sind wir von einer rötlichen Staubschicht überzogen. Unser Gepäck ist rot, unsere Kleider und Schuhe sind rot, alles ist rot.
Mit den allerletzten tansanischen Schillingen chartern wir ein Taxi vom Busbahnhof ins Zentrum Kigomas. Wir müssen ein bisschen herumsuchen, bis wir schließlich ein Zimmer in einem netten kleinen Hotel finden.
Kleine Statistik der Strecke Kigali – Kigoma:
Gesamtstrecke ca. 600 km, davon ca. 330 Erdstraße
Benötigte Fahrzeuge 9 (von Hotel Kigali zu Hotel Kigoma):
1. Motorradtaxi Hotel Kigali zum Busbahnhof Kigali
2. Bus Kigali – Grenze
3. Sammeltaxi Grenze – Nyakasanza
4. Sammeltaxi – Nyakasanza – Kreuzung
5. Sammeltaxi Kreuzung – Nyakanazi
6. Bus Nyakanazi – Kibondo
7. Daladala Kibondo – Kasulu
8. Daladala Kasulu – Kigoma Busbahnhof
9. Taxi Kigoma Busbahnhof - Hotel
Zeit: ca. 30 Stunden
davon geschlafen: ca. 8 Stunden
Nettofahrtzeit: 22 Stunden
Durchschnittsgeschwindigkeit: 27 kmh
Fazit: Sehr interessante Strecke durch nichttouristisches Afrika.
Gesamtstrecke ca. 600 km, davon ca. 330 Erdstraße
Benötigte Fahrzeuge 9 (von Hotel Kigali zu Hotel Kigoma):
1. Motorradtaxi Hotel Kigali zum Busbahnhof Kigali
2. Bus Kigali – Grenze
3. Sammeltaxi Grenze – Nyakasanza
4. Sammeltaxi – Nyakasanza – Kreuzung
5. Sammeltaxi Kreuzung – Nyakanazi
6. Bus Nyakanazi – Kibondo
7. Daladala Kibondo – Kasulu
8. Daladala Kasulu – Kigoma Busbahnhof
9. Taxi Kigoma Busbahnhof - Hotel
Zeit: ca. 30 Stunden
davon geschlafen: ca. 8 Stunden
Nettofahrtzeit: 22 Stunden
Durchschnittsgeschwindigkeit: 27 kmh
Fazit: Sehr interessante Strecke durch nichttouristisches Afrika.
Hei Gu-ko,
deine Tour wäre ja nichts für mich, aber ich lese den Bericht total gerne.
Ich finde das superspannend, so abseits der üblichen Reiserouten und Fortbewegung.
Danke, ich freue mich auf die Fortsetzung
Viele Grüße
Mabe
deine Tour wäre ja nichts für mich, aber ich lese den Bericht total gerne.
Ich finde das superspannend, so abseits der üblichen Reiserouten und Fortbewegung.
Danke, ich freue mich auf die Fortsetzung
Viele Grüße
Mabe
Mabe schrieb:Hei Gu-ko,Danke für dein feedback. 🙂 Ich kann verstehen, dass es nicht jedermanns Sache ist in klapprigen Minibussen durch Afrika zu reisen und immer wollte ich das auch nicht machen. Abgesehen von den Strapazen ist es aber sehr interessant und spannend. Der Weg ist für mich hier das Ziel.
deine Tour wäre ja nichts für mich, aber ich lese den Bericht total gerne.
Ich finde das superspannend, so abseits der üblichen Reiserouten und Fortbewegung.
Danke, ich freue mich auf die Fortsetzung
Viele Grüße
Mabe
Grüße
Gu-Ko
Na das nenn' ich ja abgeklärt - den Polizisten zu fotografieren, der gerade erklärt hat, daß fotografieren verboten ist... 😉
War ja ein ganz schöner "Ritt" für 600km...erinnert mich daran, vor einigen Jahren mit einem Rucksack 5h an einer Kreuzung im nowhere in Botswana gehangen zu haben, um am Ende bei Kälte und Dunkelheit auf der Pritsche von einem Pick-up 150km mitgenommen zu werden...da war der Weg nicht mehr ganz das Ziel 😕
VG, auf Fortsetzung hoffend,
Qayse
War ja ein ganz schöner "Ritt" für 600km...erinnert mich daran, vor einigen Jahren mit einem Rucksack 5h an einer Kreuzung im nowhere in Botswana gehangen zu haben, um am Ende bei Kälte und Dunkelheit auf der Pritsche von einem Pick-up 150km mitgenommen zu werden...da war der Weg nicht mehr ganz das Ziel 😕
VG, auf Fortsetzung hoffend,
Qayse
Hallo Guko,
vielen dank für den tollen Bericht.
Du hast den Alltag auf und neben der Strasse richtig gut eingefangen und die Landschaftsbilder sind wirklich klasse.
Danke auch für die vielen und detaillierten Informationen über Deine Reise, die helfen uns bei der Planung unserer nächsten Reise sicherlich weiter, mal schauen ob wir es im nächsten Jahr schaffen uns auf ähnliche Weise fortzubewegen.
Viele Grüsse
Christian
vielen dank für den tollen Bericht.
Du hast den Alltag auf und neben der Strasse richtig gut eingefangen und die Landschaftsbilder sind wirklich klasse.
Danke auch für die vielen und detaillierten Informationen über Deine Reise, die helfen uns bei der Planung unserer nächsten Reise sicherlich weiter, mal schauen ob wir es im nächsten Jahr schaffen uns auf ähnliche Weise fortzubewegen.
Viele Grüsse
Christian
Kigoma – Dodoma
Kigoma habe ich schon bei unserem ersten Besuch vor drei Jahren als relaxtes Hafenstädtchen an den Ufern des Tanganjikasees erlebt. Damals kamen wir mit dem Passagierfrachter M.V. Liemba von Mpulungu (Sambia) nach Kigoma und fuhren von dort weiter Richtung Mwanza am Viktoriasee. Dieses Mal ist unsere Reiserichtung umgekehrt, unser Ziel ist der Malawisee.
Kigoma ist Endhaltepunkt der von Daressalam kommenden Tanganjikabahn. Ebenso wie die M.V. Liemba hat auch die Tanganjikabahn deutsch/koloniale Wurzeln.
Zitate aus Wikipedia:
„Die Tanganjikabahn war nach der Usambarabahn das zweite Bahnprojekt der Kolonie Deutsch-Ostafrika. Dazu wurde die Ostafrikanische Eisenbahngesellschaft (OAEG) gegründet, der Bahnbau ab 1904 vom Deutschen Reich mit 21 Millionen Mark finanziert und 1905 in der Hafen- und damaligen Hauptstadt Daressalam begonnen.“
„Die Tanganjikabahn verbindet die tansanische Metropole Daressalam am Indischen Ozean über die heutige Hauptstadt Dodoma im Zentrum des Landes mit Tansanias wichtigsten Binnenhafen am Tanganjikasee, Kigoma. Dabei durchquert sie auf rund 1.250 Kilometer ganz Zentraltansania und überwindet die Höhe des Ostrandes des Ostafrikanischen Grabenbruchs. Eine Fahrt von Daressalam nach Kigoma dauert laut Fahrplan heute rund 40 Stunden.[7] Dies ist unter anderem auf die überalterte Infrastruktur zurückzuführen, die größtenteils noch aus der deutschen Kolonialzeit stammt.“
Als wir die Leute von unserem Hotel fragen, wann der nächste Zug Richtung Dodoma fährt und wo wir am schnellsten ein Ticket bekommen, wiegt dieser bedauernd seinen Kopf und meint, dass wahrscheinlich alle Züge der nächsten Tage oder sogar Wochen ausgebucht seien. Der Zug fährt auch nicht täglich, sondern nur dreimal pro Woche.
Das hört sich nicht gut an. Ich habe mich auf diese Zugfahrt gefreut und die Aussicht, mit weiteren Bussen und Matatus Richtung Malawi fahren zu müssen, begeistert uns überhaupt nicht. Wir wollen auch nicht länger als nötig in Kigoma bleiben.
Ein Tuktuk bringt uns zum Bahnhof. Kigomas Tuktuks sind erstaunlich leise und stinken deutlich weniger als ihre Kollegen in Mombasa. Vielleicht so eine Art Öko-Tuktuk 😉 Vor drei Jahren gab‘s die noch nicht, lediglich die Motorrad-Boys. Jetzt schnurren sie unablässig durch Kigomas Straßen, während die Motorrad-Boys gelangweilt auf ihren Motorrädern herumlungern.

Kigoma Railway Station

Kigoma Railway Station

Kigoma Railway Station
Das Bahnhofsgebäude wirkt verlassen und, bis auf ein paar herumlungernde Gestalten, menschenleer. Heute fährt kein Zug, Auf der Rückseite stehen neben rostigen Wellblechbaracken rostige Waggons auf rostigen Geleisen. Durch die Rundbögen der Wartehalle fegt ein angenehm kühler Wind. Fahrkartenschalter und Büros sind geschlossen.
Auf der Suche nach Informationen spazieren wir eine Weile durch die Hallen. Auf einer Anzeigetafel neben dem geschlossenen Ticketschalter steht mit Kreide geschrieben:
„Passenger Train is expected here at...“
„Passenger Train will leave at...“
Sonst nichts.
Endlich entdecken wir ein Büro, dessen Tür einen Spalt offensteht. An einem massiven, altertümlichen Schreibtisch, der gut noch aus der Kolonialzeit stammen könnte, sitzt ein wohlgenährter Beamter. Auf einem Schildchen steht in Großbuchstaben ‚STATION MASTER‘. Etwas erstaunt, aber nicht unfreundlich, blickt er uns an.
„How can I help you?“
Nachdem wir ein bisschen erzählt haben, woher wir kommen („Germany/Kenia“) und was wir machen („Reise durch Ostafrika“) und wo wir hinwollen („nach Malawi“), fragen wir ihn, wann der nächste Zug nach Dodoma fährt und wie wir an eine Fahrkarte kommen.
Der nächst Zug fährt morgen 16 Uhr, sagt er, Fahrkarten könnten wir erst morgen Vormittag kaufen, wenn der Ticketschalter aufmacht. Ich frage, ob wir nicht vielleicht jetzt schon reservieren könnten, da es für uns wichtig sei, einen Platz zu bekommen und morgen sicherlich sehr viele Leute eine Fahrkarte kaufen wollen.
Er verspricht uns zu helfen, notiert unsere Namen auf einem Zettel und sagt, wir sollen morgen gegen zehn Uhr zum Ticketschalter in der Halle kommen.
Am nächsten Morgen sind wir pünktlich gegen 10 Uhr am Bahnhof. Jetzt ist hier die Hölle los. Hunderte Menschen drängeln sich in der Bahnhofshalle. Die wenigen Sitzbänke sind dicht belegt. In farbige Tücher gekleidete Frauen hocken zwischen Gepäckstücken auf dem Boden, auf dem Rücken ihre schlafenden Babys. Vor dem Ticketschalter hat sich eine lange Schlange gebildet, die sich durch die gesamte Wartehalle windet. Wer hier ansteht, muss mit stundenlangen Wartezeiten rechnen.
Wir schauen uns um, können aber nirgends unseren Stationmaster sehen. Als wir uns dem Ticketschalter nähern, erscheint plötzlich das Gesicht des Stationmasters am Fensterchen. Er streckt eine Hand hinaus und sagt:
„Give me your Passports“.
Schnell drücke ich ihm unsere Pässe und ein Bündel Geldscheine in die Hand. Nur ein paar Minuten später schiebt die Hand unsere Pässe, die Tickets und das Wechselgeld zum Fensterchen hinaus.
Juhuuuuh 🙂 Wir haben zwei Tickets nach Dodoma für heute Nachmittag in der Hand.
Als wir ins Hotel zurückkommen, kann es der Hotelmanager kaum glauben. Er hatte vermutlich gehofft, uns noch ein paar weitere Tage als Gäste behalten zu können.
„Was? Ihr habt für heute Tickets bekommen? Für heute? Das ist Glück“ usw.
Den Rest des Tages verbringen wir gemütlich am Strand, essen leckeren Tanganjikasee-Fisch und warten auf die Abfahrt des Zuges.
Gegen 15 Uhr, eine Stunde vor Abfahrt, sind wir am Bahnhof. Der Zug steht schon bereit. Das Gedränge hat sich jetzt von der Bahnhofshalle auf den Zugbereich verlagert. Mit Taschen, Kartons, Bündeln und Säcken beladene Menschen laufen entlang des Zuges, auf der Suche nach ihrem Waggon.
Bevor wir in den Zug steigen suchen wir noch einmal den Stationmaster auf, bedanken uns für seine Hilfe und drücken ihm ein kleines Geschenk in die Hand. Er freut sich und verabschiedet uns mit den Worten:
„Have a safe Safari“

Tanganjikabahn





1. Class
Unser Abteil ist klein, hat aber alles, um bequem reisen zu können. Zwei Betten übereinander, ein Waschbecken, ein Ventilator und eine Tür, die man hinter sich zumachen kann. Verglichen mit der dritten Klasse ist es der reine Luxus. Wir schmeißen die Rucksäcke auf das obere Bett und machen es uns unten bequem.
Allmählich schaukelt der Zug los. Erst langsam, dann immer schneller. Zumindest das Schaukeln nimmt zu, die Geschwindigkeit ist eher moderat. Wir sitzen in unserem Abteil und lauschen dem gleichmäßigen tam-tam, tam-tam der Räder, ab und zu schrilles Kreischen von schleifendem Metall.
Wir durchqueren eine grüne Landschaft mit Palmenwäldchen und niedrigem Gebüsch. Dazwischen Lehm- und Wellblechhütten, kleine und kleinste Ansiedlungen und immer wieder Menschen, die in ihren Beschäftigungen innehalten, um dem Zug hinterherzuschauen. Kinder stoßen spitze Schreie aus, winken, oder laufen dem Zug ein Stückchen hinterher.
Wir halten an jeder kleinen Station. Noch bevor der Zug zum Stillstand kommt, laufen schon Händler und Verkäufer von allem Möglichen den Zug entlang, recken ihre Waren in Richtung der Fenster, verkaufen Getränke, Früchte, Kekse oder Zuckerrohr.
Wir kaufen ein paar größere Stücke Zuckerrohr und kauen während der Fahrt darauf herum. Der Saft ist süß und erfrischend zugleich. Und es ist erstaunlich, wie viel Zuckerrohrsaft in so einem holzigen Stück steckt.
Es sind diese Stopps, die die die Fahrt abwechslungsreich und spannend machen. In manchen Orten bieten Händler lokale Produkte an, große geschnitzte Holzlöffel, geflochtene Körbe und Matten, geschnitzte Mörser, oder zu Blöcken gepresstes Salz. Auch die langsame Geschwindigkeit empfinde ich als angenehm. Man kann in aller Ruhe die vorbeiziehende Landschaft betrachten, das beständige Schaukeln und die monotone Geräuschkulisse üben eine leicht meditative Wirkung aus.













Am frühen Abend macht der Zug in einem etwas größeren Ort halt. Schon von weitem sieht man Rauchschwaden aufsteigen. Entlang des Gleises haben die Bewohner Essensstände aufgebaut. Überall brutzeln Hühnchen- und Fleischteile. Kartoffelschnitze werden in siedendes Öl getaucht und natürlich gibt es auch Ugali und ein grünes Zeug, bei dem ich vermute, dass es sich um Sukumawiki handelt.




Bevor es Nacht wird, zeigt sich Tansania noch von seiner romantischen Seite. Während die untergehende Sonne goldene Farbtöne an den Himmel zaubert, durchqueren wir eine flache, trocken wirkende Landschaft. Dornenbüsche und baumartige Kakteen, dazwischen ragen mächtige Baobab Bäume auf, deren Silhouetten sich malerisch gegen den Abendhimmel abheben.


Zeit für das Nachtlager. Bettzeug gibt es keins. Das mach aber nichts, wir haben ja Schlafsäcke dabei. Durch das halbgeöffnete Fenster streift ein angenehmer Luftzug ins Abteil. Draußen ist jetzt nichts mehr zu sehen außer Dunkelheit und ganz selten ein fernes Lichtpünktchen oder der Schein eines einsamen Feuers.
Ich muss gerade eingeschlafen sein, als es laut an die Tür klopft. Draußen steht der Zugbegleiter. Er entschuldigt sich für die Störung und sagt dann:
„Please close your window, we are in a very dangerous area, it is not safe.“
Der Zug fährt oft sehr langsam, bleibt manchmal auf freier Strecke stehen. Es kommt immer wieder vor, dass Diebe den Zug heimsuchen. Es ist auch schon zu Überfällen gekommen.
Ich schließe das Fenster.
Weiter geht es durch die tansanische Nacht. Ich habe wohl ein Weilchen geschlafen, als es wieder an der Tür klopft. Ein Security Mann leuchtet mit seiner Taschenlampe ins Abteil und sagt:
„Be carful, be careful“ und „Keep your door closed“
Muss ja wirklich eine gefährliche Gegend sein. Das Problem ist, bei geschlossenem Fenster wird es schnell sehr warm und stickig im Abteil. Auch funktioniert unser Ventilator nicht. Nach einer Weile halte ich es nicht mehr aus und öffne das Fenster wieder. Aber nur einen Spalt. 😉
Im Halbschlaf spüre ich immer wieder Insekten, die über uns krabbeln. Ich stelle mir lieber nicht vor, was da genau unterwegs ist. Im Nachbarabteil zur linken Seite weint ein Baby, im Abteil zur rechten Seite gackern Hühner.
Gegen 4 Uhr früh erreichen wir Tabora. Für den Rest der Nacht bleibt der Zug hier stehen. Erst gegen halb neun Uhr geht es weiter.
Kurz nachdem wir wieder Fahrt aufgenommen haben, klopft es erneut energisch an die Tür. Diesmal ist der Grund erfreulicher. Es gibt Frühstück. Kaffee, Tee, Omelette und Toast. Da wir das nicht erwartet haben, freuen wir uns doppelt.
Der zweite Tag verläuft ähnlich wie der erste. Nur das Angebot an Lebensmitteln bei den Stopps hat deutlich nachgelassen. Gab es gestern noch Früchte und Nahrung in Hülle und Fülle, sind heute nur noch Honig und Sauermilch im Angebot. Wir hatten gehofft noch ein paar saftige Ananas zu erwischen, aber außer schrumpeligen Mangos ist nichts mehr zu kriegen.
Die Landschaft besticht durch Eintönigkeit, trockenes Gebüsch wächst in trockener Erde, magere Rinder stehen in verdorrendem Gras. Sie sehen stark unterernährt aus, man kann jede Rippe sehen. Manchmal hält der Zug auf freier Strecke, nur um ein paar Säcke auszuladen.
Wir dösen vor uns hin und warten auf Dodoma.
Viele Stopps später, es ist längst wieder Nacht, tauchen die ersten Lichter Dodomas auf. Müde und ziemlich schmutzig verlassen wir die Tanganjikabahn.
Kigoma habe ich schon bei unserem ersten Besuch vor drei Jahren als relaxtes Hafenstädtchen an den Ufern des Tanganjikasees erlebt. Damals kamen wir mit dem Passagierfrachter M.V. Liemba von Mpulungu (Sambia) nach Kigoma und fuhren von dort weiter Richtung Mwanza am Viktoriasee. Dieses Mal ist unsere Reiserichtung umgekehrt, unser Ziel ist der Malawisee.
Kigoma ist Endhaltepunkt der von Daressalam kommenden Tanganjikabahn. Ebenso wie die M.V. Liemba hat auch die Tanganjikabahn deutsch/koloniale Wurzeln.
Zitate aus Wikipedia:
„Die Tanganjikabahn war nach der Usambarabahn das zweite Bahnprojekt der Kolonie Deutsch-Ostafrika. Dazu wurde die Ostafrikanische Eisenbahngesellschaft (OAEG) gegründet, der Bahnbau ab 1904 vom Deutschen Reich mit 21 Millionen Mark finanziert und 1905 in der Hafen- und damaligen Hauptstadt Daressalam begonnen.“
„Die Tanganjikabahn verbindet die tansanische Metropole Daressalam am Indischen Ozean über die heutige Hauptstadt Dodoma im Zentrum des Landes mit Tansanias wichtigsten Binnenhafen am Tanganjikasee, Kigoma. Dabei durchquert sie auf rund 1.250 Kilometer ganz Zentraltansania und überwindet die Höhe des Ostrandes des Ostafrikanischen Grabenbruchs. Eine Fahrt von Daressalam nach Kigoma dauert laut Fahrplan heute rund 40 Stunden.[7] Dies ist unter anderem auf die überalterte Infrastruktur zurückzuführen, die größtenteils noch aus der deutschen Kolonialzeit stammt.“
Als wir die Leute von unserem Hotel fragen, wann der nächste Zug Richtung Dodoma fährt und wo wir am schnellsten ein Ticket bekommen, wiegt dieser bedauernd seinen Kopf und meint, dass wahrscheinlich alle Züge der nächsten Tage oder sogar Wochen ausgebucht seien. Der Zug fährt auch nicht täglich, sondern nur dreimal pro Woche.
Das hört sich nicht gut an. Ich habe mich auf diese Zugfahrt gefreut und die Aussicht, mit weiteren Bussen und Matatus Richtung Malawi fahren zu müssen, begeistert uns überhaupt nicht. Wir wollen auch nicht länger als nötig in Kigoma bleiben.
Ein Tuktuk bringt uns zum Bahnhof. Kigomas Tuktuks sind erstaunlich leise und stinken deutlich weniger als ihre Kollegen in Mombasa. Vielleicht so eine Art Öko-Tuktuk 😉 Vor drei Jahren gab‘s die noch nicht, lediglich die Motorrad-Boys. Jetzt schnurren sie unablässig durch Kigomas Straßen, während die Motorrad-Boys gelangweilt auf ihren Motorrädern herumlungern.
Kigoma Railway Station
Kigoma Railway Station
Kigoma Railway Station
Das Bahnhofsgebäude wirkt verlassen und, bis auf ein paar herumlungernde Gestalten, menschenleer. Heute fährt kein Zug, Auf der Rückseite stehen neben rostigen Wellblechbaracken rostige Waggons auf rostigen Geleisen. Durch die Rundbögen der Wartehalle fegt ein angenehm kühler Wind. Fahrkartenschalter und Büros sind geschlossen.
Auf der Suche nach Informationen spazieren wir eine Weile durch die Hallen. Auf einer Anzeigetafel neben dem geschlossenen Ticketschalter steht mit Kreide geschrieben:
„Passenger Train is expected here at...“
„Passenger Train will leave at...“
Sonst nichts.
Endlich entdecken wir ein Büro, dessen Tür einen Spalt offensteht. An einem massiven, altertümlichen Schreibtisch, der gut noch aus der Kolonialzeit stammen könnte, sitzt ein wohlgenährter Beamter. Auf einem Schildchen steht in Großbuchstaben ‚STATION MASTER‘. Etwas erstaunt, aber nicht unfreundlich, blickt er uns an.
„How can I help you?“
Nachdem wir ein bisschen erzählt haben, woher wir kommen („Germany/Kenia“) und was wir machen („Reise durch Ostafrika“) und wo wir hinwollen („nach Malawi“), fragen wir ihn, wann der nächste Zug nach Dodoma fährt und wie wir an eine Fahrkarte kommen.
Der nächst Zug fährt morgen 16 Uhr, sagt er, Fahrkarten könnten wir erst morgen Vormittag kaufen, wenn der Ticketschalter aufmacht. Ich frage, ob wir nicht vielleicht jetzt schon reservieren könnten, da es für uns wichtig sei, einen Platz zu bekommen und morgen sicherlich sehr viele Leute eine Fahrkarte kaufen wollen.
Er verspricht uns zu helfen, notiert unsere Namen auf einem Zettel und sagt, wir sollen morgen gegen zehn Uhr zum Ticketschalter in der Halle kommen.
Am nächsten Morgen sind wir pünktlich gegen 10 Uhr am Bahnhof. Jetzt ist hier die Hölle los. Hunderte Menschen drängeln sich in der Bahnhofshalle. Die wenigen Sitzbänke sind dicht belegt. In farbige Tücher gekleidete Frauen hocken zwischen Gepäckstücken auf dem Boden, auf dem Rücken ihre schlafenden Babys. Vor dem Ticketschalter hat sich eine lange Schlange gebildet, die sich durch die gesamte Wartehalle windet. Wer hier ansteht, muss mit stundenlangen Wartezeiten rechnen.
Wir schauen uns um, können aber nirgends unseren Stationmaster sehen. Als wir uns dem Ticketschalter nähern, erscheint plötzlich das Gesicht des Stationmasters am Fensterchen. Er streckt eine Hand hinaus und sagt:
„Give me your Passports“.
Schnell drücke ich ihm unsere Pässe und ein Bündel Geldscheine in die Hand. Nur ein paar Minuten später schiebt die Hand unsere Pässe, die Tickets und das Wechselgeld zum Fensterchen hinaus.
Juhuuuuh 🙂 Wir haben zwei Tickets nach Dodoma für heute Nachmittag in der Hand.
Als wir ins Hotel zurückkommen, kann es der Hotelmanager kaum glauben. Er hatte vermutlich gehofft, uns noch ein paar weitere Tage als Gäste behalten zu können.
„Was? Ihr habt für heute Tickets bekommen? Für heute? Das ist Glück“ usw.
Den Rest des Tages verbringen wir gemütlich am Strand, essen leckeren Tanganjikasee-Fisch und warten auf die Abfahrt des Zuges.
Gegen 15 Uhr, eine Stunde vor Abfahrt, sind wir am Bahnhof. Der Zug steht schon bereit. Das Gedränge hat sich jetzt von der Bahnhofshalle auf den Zugbereich verlagert. Mit Taschen, Kartons, Bündeln und Säcken beladene Menschen laufen entlang des Zuges, auf der Suche nach ihrem Waggon.
Bevor wir in den Zug steigen suchen wir noch einmal den Stationmaster auf, bedanken uns für seine Hilfe und drücken ihm ein kleines Geschenk in die Hand. Er freut sich und verabschiedet uns mit den Worten:
„Have a safe Safari“
Tanganjikabahn
1. Class
Unser Abteil ist klein, hat aber alles, um bequem reisen zu können. Zwei Betten übereinander, ein Waschbecken, ein Ventilator und eine Tür, die man hinter sich zumachen kann. Verglichen mit der dritten Klasse ist es der reine Luxus. Wir schmeißen die Rucksäcke auf das obere Bett und machen es uns unten bequem.
Allmählich schaukelt der Zug los. Erst langsam, dann immer schneller. Zumindest das Schaukeln nimmt zu, die Geschwindigkeit ist eher moderat. Wir sitzen in unserem Abteil und lauschen dem gleichmäßigen tam-tam, tam-tam der Räder, ab und zu schrilles Kreischen von schleifendem Metall.
Wir durchqueren eine grüne Landschaft mit Palmenwäldchen und niedrigem Gebüsch. Dazwischen Lehm- und Wellblechhütten, kleine und kleinste Ansiedlungen und immer wieder Menschen, die in ihren Beschäftigungen innehalten, um dem Zug hinterherzuschauen. Kinder stoßen spitze Schreie aus, winken, oder laufen dem Zug ein Stückchen hinterher.
Wir halten an jeder kleinen Station. Noch bevor der Zug zum Stillstand kommt, laufen schon Händler und Verkäufer von allem Möglichen den Zug entlang, recken ihre Waren in Richtung der Fenster, verkaufen Getränke, Früchte, Kekse oder Zuckerrohr.
Wir kaufen ein paar größere Stücke Zuckerrohr und kauen während der Fahrt darauf herum. Der Saft ist süß und erfrischend zugleich. Und es ist erstaunlich, wie viel Zuckerrohrsaft in so einem holzigen Stück steckt.
Es sind diese Stopps, die die die Fahrt abwechslungsreich und spannend machen. In manchen Orten bieten Händler lokale Produkte an, große geschnitzte Holzlöffel, geflochtene Körbe und Matten, geschnitzte Mörser, oder zu Blöcken gepresstes Salz. Auch die langsame Geschwindigkeit empfinde ich als angenehm. Man kann in aller Ruhe die vorbeiziehende Landschaft betrachten, das beständige Schaukeln und die monotone Geräuschkulisse üben eine leicht meditative Wirkung aus.
Am frühen Abend macht der Zug in einem etwas größeren Ort halt. Schon von weitem sieht man Rauchschwaden aufsteigen. Entlang des Gleises haben die Bewohner Essensstände aufgebaut. Überall brutzeln Hühnchen- und Fleischteile. Kartoffelschnitze werden in siedendes Öl getaucht und natürlich gibt es auch Ugali und ein grünes Zeug, bei dem ich vermute, dass es sich um Sukumawiki handelt.
Bevor es Nacht wird, zeigt sich Tansania noch von seiner romantischen Seite. Während die untergehende Sonne goldene Farbtöne an den Himmel zaubert, durchqueren wir eine flache, trocken wirkende Landschaft. Dornenbüsche und baumartige Kakteen, dazwischen ragen mächtige Baobab Bäume auf, deren Silhouetten sich malerisch gegen den Abendhimmel abheben.
Zeit für das Nachtlager. Bettzeug gibt es keins. Das mach aber nichts, wir haben ja Schlafsäcke dabei. Durch das halbgeöffnete Fenster streift ein angenehmer Luftzug ins Abteil. Draußen ist jetzt nichts mehr zu sehen außer Dunkelheit und ganz selten ein fernes Lichtpünktchen oder der Schein eines einsamen Feuers.
Ich muss gerade eingeschlafen sein, als es laut an die Tür klopft. Draußen steht der Zugbegleiter. Er entschuldigt sich für die Störung und sagt dann:
„Please close your window, we are in a very dangerous area, it is not safe.“
Der Zug fährt oft sehr langsam, bleibt manchmal auf freier Strecke stehen. Es kommt immer wieder vor, dass Diebe den Zug heimsuchen. Es ist auch schon zu Überfällen gekommen.
Ich schließe das Fenster.
Weiter geht es durch die tansanische Nacht. Ich habe wohl ein Weilchen geschlafen, als es wieder an der Tür klopft. Ein Security Mann leuchtet mit seiner Taschenlampe ins Abteil und sagt:
„Be carful, be careful“ und „Keep your door closed“
Muss ja wirklich eine gefährliche Gegend sein. Das Problem ist, bei geschlossenem Fenster wird es schnell sehr warm und stickig im Abteil. Auch funktioniert unser Ventilator nicht. Nach einer Weile halte ich es nicht mehr aus und öffne das Fenster wieder. Aber nur einen Spalt. 😉
Im Halbschlaf spüre ich immer wieder Insekten, die über uns krabbeln. Ich stelle mir lieber nicht vor, was da genau unterwegs ist. Im Nachbarabteil zur linken Seite weint ein Baby, im Abteil zur rechten Seite gackern Hühner.
Gegen 4 Uhr früh erreichen wir Tabora. Für den Rest der Nacht bleibt der Zug hier stehen. Erst gegen halb neun Uhr geht es weiter.
Kurz nachdem wir wieder Fahrt aufgenommen haben, klopft es erneut energisch an die Tür. Diesmal ist der Grund erfreulicher. Es gibt Frühstück. Kaffee, Tee, Omelette und Toast. Da wir das nicht erwartet haben, freuen wir uns doppelt.
Der zweite Tag verläuft ähnlich wie der erste. Nur das Angebot an Lebensmitteln bei den Stopps hat deutlich nachgelassen. Gab es gestern noch Früchte und Nahrung in Hülle und Fülle, sind heute nur noch Honig und Sauermilch im Angebot. Wir hatten gehofft noch ein paar saftige Ananas zu erwischen, aber außer schrumpeligen Mangos ist nichts mehr zu kriegen.
Die Landschaft besticht durch Eintönigkeit, trockenes Gebüsch wächst in trockener Erde, magere Rinder stehen in verdorrendem Gras. Sie sehen stark unterernährt aus, man kann jede Rippe sehen. Manchmal hält der Zug auf freier Strecke, nur um ein paar Säcke auszuladen.
Wir dösen vor uns hin und warten auf Dodoma.
Viele Stopps später, es ist längst wieder Nacht, tauchen die ersten Lichter Dodomas auf. Müde und ziemlich schmutzig verlassen wir die Tanganjikabahn.
Qayse schrieb:Na das nenn' ich ja abgeklärt - den Polizisten zu fotografieren, der gerade erklärt hat, daß fotografieren verboten ist... 😉Er hats ja nicht gemerkt 😉
Qayse
Hallo Gu-ko
Das ist ja mal eine freudige Überraschung! Nach längerer Zeit bin ich endlich wieder mal etwas im Forum unterwegs und da ich gerade zwei Wochen Urlaub habe, kann ich mich ausgiebig den vielen neuen Reiseberichten hier widmen. Ganz besonders gerne habe ich dabei deinen entdeckt, habe ich doch schon deinen letzten so gerne gelesen.
Also mich langweilt das ganz und gar nicht und ich freue mich schon jetzt, wenn es dann wieder weiter geht. Ob ich wirklich nochmals auf diese Weise durch Afrika reisen würde, weiss ich nicht. Aber ich finde es total faszinierend und ich erinnere mich sehr gerne an die drei Reisen durch Uganda, Ruanda und Tansania, die ich/wir ebenfalls in grösstenteils öffentlichen Verkehrsmitteln unternommen habe(n). Einige Stationen in Ruanda habe ich gekannt, von Kigali hatte ich den selben Eindruck und im Home St. Jean sind wir auf der genau gleichen Terasse gesessen und haben dort die so fantastische Aussicht über den Kivusee genossen. 🙂
Nun denn, mach ruhig weiter. Ich bin dabei.
Safari njema!
Liebe Grüsse aus dem Tessin
Sam
Das ist ja mal eine freudige Überraschung! Nach längerer Zeit bin ich endlich wieder mal etwas im Forum unterwegs und da ich gerade zwei Wochen Urlaub habe, kann ich mich ausgiebig den vielen neuen Reiseberichten hier widmen. Ganz besonders gerne habe ich dabei deinen entdeckt, habe ich doch schon deinen letzten so gerne gelesen.
Also mich langweilt das ganz und gar nicht und ich freue mich schon jetzt, wenn es dann wieder weiter geht. Ob ich wirklich nochmals auf diese Weise durch Afrika reisen würde, weiss ich nicht. Aber ich finde es total faszinierend und ich erinnere mich sehr gerne an die drei Reisen durch Uganda, Ruanda und Tansania, die ich/wir ebenfalls in grösstenteils öffentlichen Verkehrsmitteln unternommen habe(n). Einige Stationen in Ruanda habe ich gekannt, von Kigali hatte ich den selben Eindruck und im Home St. Jean sind wir auf der genau gleichen Terasse gesessen und haben dort die so fantastische Aussicht über den Kivusee genossen. 🙂
Nun denn, mach ruhig weiter. Ich bin dabei.
Safari njema!
Liebe Grüsse aus dem Tessin
Sam
Reiseberichte:
#safaribrothers on Tour Vol. IX- safaribrothers.ch Blog «In Gedenken - Kurzer Kgalagadi-Trip 2024»
#safaribrothers on Tour Vol. VIII - safaribrothers.ch Blog «Du hast es so gewollt - 8 Wochen Campingsafari in Namibia und Botswana 2021/2022»
#safaribrothers on Tour Vol. VII - «Kalahari»
#safaribrothers on Tour Vol. VI - «Wo Problem?»
kalachee schrieb:Hallo Gu-koDanke für deinen Kommentar. Landschaftlich ist für mich Ruanda und insbesondere der Kivusee ein Highlight in Ostafrika. Ich denke, es war nicht das letzte mal, dass ich dort war.
Das ist ja mal eine freudige Überraschung! Nach längerer Zeit bin ich endlich wieder mal etwas im Forum unterwegs und da ich gerade zwei Wochen Urlaub habe, kann ich mich ausgiebig den vielen neuen Reiseberichten hier widmen. Ganz besonders gerne habe ich dabei deinen entdeckt, habe ich doch schon deinen letzten so gerne gelesen.
... und im Home St. Jean sind wir auf der genau gleichen Terasse gesessen und haben dort die so fantastische Aussicht über den Kivusee genossen. 🙂
Nun denn, mach ruhig weiter. Ich bin dabei.
Safari njema!
Liebe Grüsse aus dem Tessin
Sam
Langsam nähern wir uns unserem Ziel. Mit Öffis kommt man in Afrika halt nicht so schnell voran... 😉
Dodoma – Makambako - Mbeya
Nächster Morgen, 6 Uhr in der Frühe. Wir sitzen in einem Bus von Dodoma nach Makambako. Unser Tagesziel ist eigentlich Mbeya, einem Städtchen im Dreiländereck Tansania, Sambia, Malawi. Von dort wollen wir zum Malawisee weiterreisen.
Gestern Abend, direkt nach unserer Ankunft in Tansanias Hauptstadt, versuchten wir noch ein Busticket nach Mbeya zu bekommen. Dabei half ein netter Taxifahrer, der uns von einer Busgesellschaft zur anderen brachte. Busbahnhöfe und Büros der Busgesellschaften liegen in Ostafrikas Städten oft weit auseinander und wenn man sich nicht auskennt, schwer zu finden. Das Ergebnis unserer Suche war enttäuschend, alle Direktbusse waren ausgebucht. Es sind wohl gerade Ferien angebrochen und alle wollen verreisen. Die einzige Möglichkeit der Weiterreise, die man uns anbot, war, einen Bus nach Makambako zu nehmen, und von dort, so versicherte man uns, gäbe es sicher Anschlussbusse Richtung Mbeya.

Landschaft unweit von Dodoma

Landschaft unweit von Dodoma
Es wird langsam Tag. Die Gegend ist immer noch flach und trocken, die Vegetation besteht hauptsächlich aus Unmengen Baobab-Bäumen. Dazwischen ärmliche Häuser, Steine, rotbraune Erde und blattlose Trockenbüsche. Die Straße ist gut, wir kommen flott voran. Einmal werden wir aufgeschreckt, als der der Busfahrer wild hupend eine Beinah-Vollbremsung hinlegt, aber es sind nur ein paar magere Rinder, die nicht schnell genug von der Straße gesprungen sind.
Eine Frau, die eine große Schüssel bei sich trägt, steigt unterwegs zu. Sofort durchzieht ein herber Fischgeruch den Bus. In der Schüssel schwappt eine dunkle Brühe, in der kleine, tote Fische schwimmen. Sie läuft durch den Bus um die Fische zu verkaufen. Bei dem Geruch wird mir beinahe übel, acht Uhr morgens ist einfach noch nicht die Zeit für stinkenden Fisch. Soweit ich sehe geht es den anderen Reisenden ähnlich, keiner im Bus interessiert sich für Fisch.
Etwas später steigt ein Prediger zu. In seinen Händen hält er eine abgegriffene Bibel. Er stellt sich in den Mittelgang und beginnt zu predigen. Auf Swahili. Zunächst noch ganz moderat, redet er sich nach und nach in Rage. Irgendwann brüllt er nur noch, den Arm mit der Bibel drohend erhoben, als wolle er sie dem nächsten Sünder um die Ohren hauen. Da er direkt vor mir steht, schmerzen mir die Ohren. Ich überlege, ob ich mir etwas in die Ohren stopfen soll, aber dann befürchte ich, das wäre zu unhöflich. Wer nach dieser Predigt noch nicht bekehrt ist, dem ist nicht mehr zu helfen. 😉
Je näher wir Makambako kommen, umso schlechter wird die Straße. Baustellen, Umleitungen, Schotterpiste. Und dann beginnt es heftig zu regnen. Aus Erdstraßen werden Matschstraßen. Makambako erreichen wir gegen 14 Uhr mit zwei Stunden Verspätung.
Auf dem Bushalteplatz steht abfahrbereit ein Anschlussbus nach Mbeya. Wir schnappen unser Gepäck und klettern in den Bus. Aber der Bus ist so voll, dass nicht mal mehr eine Maus hineinpassen würde. Wir müssen wieder aussteigen.
Die Bus-Leute schicken uns zu einem Büro der Busgesellschaft, welches gleichzeitig Warteraum für die Fahrgäste ist. Dort sitzen schon ca. zehn Personen, die alle nach Mbeya wollen. Ich kaufe Bustickets nach Mbeya, auf mein mehrmaliges Fragen, wann der Bus käme, meint der Angestellte immer nur:
„Bus is coming“, „Bus is coming“
Wir setzen uns zu den Wartenden. Eine Stunde vergeht. Es regnet immer noch in Strömen. Plötzlich erscheint am anderen Ende des Bushalteplatzes ein großer, alter, dreckiger Reisebus. Jemand ruft:
„Sieben Plätze frei nach Mbeya“
Alle springen auf, packen ihr Gepäck und rennen los. Wir natürlich auch. Es sind mehr als sieben Personen, die da rennen. Es ist klar, wer zuerst im Bus ist, darf mit. Trotz meines nicht ganz leichtern Rucksackes bin ich einer der ersten, die den Bus erreichen. Ich klettere sofort in den Bus, ganz hinten auf der Rückbank sind noch zwei Sitzplätze frei. Das war Glück.
Bis Mbeya sind es noch 170 km. In Tansanias Bussen finden neben Predigten auch gerne Verkaufsveranstaltungen statt. Oft werden Seifen oder andere (Wunder-)Kosmetikartikel verkauft. So auch in diesem Bus. Ein Verkäufer positioniert sich im Mittelgang und hält einen langen Vortrag über die wunderbaren Wirkungen seiner Produkte. Seine Kräuterseife z.B. hilft so ziemlich gegen jedes Hautproblem, Zahnpasta für strahlend weiße Zähne, Öl gegen rheumatische Beschwerden usw. Seine Creme macht jedes Gesicht mindestens 20 Jahre jünger. Zum Beweis cremt er sich das Gesicht weiß ein, lediglich die Augenhöhlen bleiben dunkel, wodurch er einem Zombies ziemlich ähnlich wird. Dann wischt er die Creme wieder ab. Ich finde er sieht genauso aus wie zuvor, bloß glänzt er jetzt mehr. Wir kaufen eine Kräuterseife. 😉
Wir sitzen auf den letzten Plätzen. Die Straße ist teilweise ungeteert, es gibt Umleitungen über Schotterpisten und bei jeder größeren Bodenwelle fliegen wir fast bis an die Decke. Vorne im Bus flimmern auf einem Monitor schwachsinnige Videos, aber den Leuten scheint es zu gefallen.
Irgendwann sind auch in tansanischen Bussen 170 km zurückgelegt, in diesem sind etwa vier Stunden vergangen, als wir Mbeya erreichen.
Direkt gegenüber vom Busbahnhof liegt das New Millennium Inn Hote. Sie haben nur noch ein einziges, winziges Zimmer frei. Das Zimmer ist tatsächlich so klein, dass es von dem Doppelbett fast komplett ausgefüllt wird. Nachdem wir unserer Rucksäcke auf dem Boden abgestellt haben, können wir uns kaum noch bewegen. An den Wänden des Zimmers sitzen unzählige blutrünstige Moskitos. Zum Glück hängt über dem Bett ein Moskitonetz, fast ohne Löcher. Wir sind müde und wollen gleich morgen früh weiter nach Malawi, deshalb mieten wir uns trotzdem ein.
Ich wäre am liebsten sofort ins Bett gekrochen, aber wir müssen noch die morgigen Abfahrtszeiten der Busse zur Grenze checken. In Tansania fahren die Busse oft in den frühesten Morgenstunden los. Wir gehen also nochmals zum Busbahnhof. Wir fragen die dort herumlungernden Busbahnhofboys nach Bussen Richtung Malawi, ernten aber nur Kopfschütteln und Schulterzucken. Endlich führt uns einer zu einem kleinen Büro, in dem sich zwei Schreibtische und mehrere gelangweilt herum sitzende Personen aufhalten. Wir bekommen die Auskunft, dass morgen früh um 5 Uhr ein Bus nach Kasumulu, einem Ort nahe der Grenze, führe. Von dort könne man mit Mototaxis die Grenze erreichen.
Erstaunlich hoch ist der Preis von 35000 TZS, soviel kostet nicht mal die Fahrt bis Daressalam. Ich frage mehrmals nach, doch der Mann hinter dem Schreibtisch beharrt darauf, dass dies der reguläre Preis sei. Die anderen Anwesenden beobachten uns schweigend. Da wir keine Alternative haben, kaufen wir zwei Tickets. Bevor wir in unser moskitoverseuchtes Zimmerchen zurückgehen, essen wir in einem schäbigen Mini-Restaurant ein zähes Chicken-with-Rice Gericht.
Nächster Morgen, 6 Uhr in der Frühe. Wir sitzen in einem Bus von Dodoma nach Makambako. Unser Tagesziel ist eigentlich Mbeya, einem Städtchen im Dreiländereck Tansania, Sambia, Malawi. Von dort wollen wir zum Malawisee weiterreisen.
Gestern Abend, direkt nach unserer Ankunft in Tansanias Hauptstadt, versuchten wir noch ein Busticket nach Mbeya zu bekommen. Dabei half ein netter Taxifahrer, der uns von einer Busgesellschaft zur anderen brachte. Busbahnhöfe und Büros der Busgesellschaften liegen in Ostafrikas Städten oft weit auseinander und wenn man sich nicht auskennt, schwer zu finden. Das Ergebnis unserer Suche war enttäuschend, alle Direktbusse waren ausgebucht. Es sind wohl gerade Ferien angebrochen und alle wollen verreisen. Die einzige Möglichkeit der Weiterreise, die man uns anbot, war, einen Bus nach Makambako zu nehmen, und von dort, so versicherte man uns, gäbe es sicher Anschlussbusse Richtung Mbeya.
Landschaft unweit von Dodoma
Landschaft unweit von Dodoma
Es wird langsam Tag. Die Gegend ist immer noch flach und trocken, die Vegetation besteht hauptsächlich aus Unmengen Baobab-Bäumen. Dazwischen ärmliche Häuser, Steine, rotbraune Erde und blattlose Trockenbüsche. Die Straße ist gut, wir kommen flott voran. Einmal werden wir aufgeschreckt, als der der Busfahrer wild hupend eine Beinah-Vollbremsung hinlegt, aber es sind nur ein paar magere Rinder, die nicht schnell genug von der Straße gesprungen sind.
Eine Frau, die eine große Schüssel bei sich trägt, steigt unterwegs zu. Sofort durchzieht ein herber Fischgeruch den Bus. In der Schüssel schwappt eine dunkle Brühe, in der kleine, tote Fische schwimmen. Sie läuft durch den Bus um die Fische zu verkaufen. Bei dem Geruch wird mir beinahe übel, acht Uhr morgens ist einfach noch nicht die Zeit für stinkenden Fisch. Soweit ich sehe geht es den anderen Reisenden ähnlich, keiner im Bus interessiert sich für Fisch.
Etwas später steigt ein Prediger zu. In seinen Händen hält er eine abgegriffene Bibel. Er stellt sich in den Mittelgang und beginnt zu predigen. Auf Swahili. Zunächst noch ganz moderat, redet er sich nach und nach in Rage. Irgendwann brüllt er nur noch, den Arm mit der Bibel drohend erhoben, als wolle er sie dem nächsten Sünder um die Ohren hauen. Da er direkt vor mir steht, schmerzen mir die Ohren. Ich überlege, ob ich mir etwas in die Ohren stopfen soll, aber dann befürchte ich, das wäre zu unhöflich. Wer nach dieser Predigt noch nicht bekehrt ist, dem ist nicht mehr zu helfen. 😉
Je näher wir Makambako kommen, umso schlechter wird die Straße. Baustellen, Umleitungen, Schotterpiste. Und dann beginnt es heftig zu regnen. Aus Erdstraßen werden Matschstraßen. Makambako erreichen wir gegen 14 Uhr mit zwei Stunden Verspätung.
Auf dem Bushalteplatz steht abfahrbereit ein Anschlussbus nach Mbeya. Wir schnappen unser Gepäck und klettern in den Bus. Aber der Bus ist so voll, dass nicht mal mehr eine Maus hineinpassen würde. Wir müssen wieder aussteigen.
Die Bus-Leute schicken uns zu einem Büro der Busgesellschaft, welches gleichzeitig Warteraum für die Fahrgäste ist. Dort sitzen schon ca. zehn Personen, die alle nach Mbeya wollen. Ich kaufe Bustickets nach Mbeya, auf mein mehrmaliges Fragen, wann der Bus käme, meint der Angestellte immer nur:
„Bus is coming“, „Bus is coming“
Wir setzen uns zu den Wartenden. Eine Stunde vergeht. Es regnet immer noch in Strömen. Plötzlich erscheint am anderen Ende des Bushalteplatzes ein großer, alter, dreckiger Reisebus. Jemand ruft:
„Sieben Plätze frei nach Mbeya“
Alle springen auf, packen ihr Gepäck und rennen los. Wir natürlich auch. Es sind mehr als sieben Personen, die da rennen. Es ist klar, wer zuerst im Bus ist, darf mit. Trotz meines nicht ganz leichtern Rucksackes bin ich einer der ersten, die den Bus erreichen. Ich klettere sofort in den Bus, ganz hinten auf der Rückbank sind noch zwei Sitzplätze frei. Das war Glück.
Bis Mbeya sind es noch 170 km. In Tansanias Bussen finden neben Predigten auch gerne Verkaufsveranstaltungen statt. Oft werden Seifen oder andere (Wunder-)Kosmetikartikel verkauft. So auch in diesem Bus. Ein Verkäufer positioniert sich im Mittelgang und hält einen langen Vortrag über die wunderbaren Wirkungen seiner Produkte. Seine Kräuterseife z.B. hilft so ziemlich gegen jedes Hautproblem, Zahnpasta für strahlend weiße Zähne, Öl gegen rheumatische Beschwerden usw. Seine Creme macht jedes Gesicht mindestens 20 Jahre jünger. Zum Beweis cremt er sich das Gesicht weiß ein, lediglich die Augenhöhlen bleiben dunkel, wodurch er einem Zombies ziemlich ähnlich wird. Dann wischt er die Creme wieder ab. Ich finde er sieht genauso aus wie zuvor, bloß glänzt er jetzt mehr. Wir kaufen eine Kräuterseife. 😉
Wir sitzen auf den letzten Plätzen. Die Straße ist teilweise ungeteert, es gibt Umleitungen über Schotterpisten und bei jeder größeren Bodenwelle fliegen wir fast bis an die Decke. Vorne im Bus flimmern auf einem Monitor schwachsinnige Videos, aber den Leuten scheint es zu gefallen.
Irgendwann sind auch in tansanischen Bussen 170 km zurückgelegt, in diesem sind etwa vier Stunden vergangen, als wir Mbeya erreichen.
Direkt gegenüber vom Busbahnhof liegt das New Millennium Inn Hote. Sie haben nur noch ein einziges, winziges Zimmer frei. Das Zimmer ist tatsächlich so klein, dass es von dem Doppelbett fast komplett ausgefüllt wird. Nachdem wir unserer Rucksäcke auf dem Boden abgestellt haben, können wir uns kaum noch bewegen. An den Wänden des Zimmers sitzen unzählige blutrünstige Moskitos. Zum Glück hängt über dem Bett ein Moskitonetz, fast ohne Löcher. Wir sind müde und wollen gleich morgen früh weiter nach Malawi, deshalb mieten wir uns trotzdem ein.
Ich wäre am liebsten sofort ins Bett gekrochen, aber wir müssen noch die morgigen Abfahrtszeiten der Busse zur Grenze checken. In Tansania fahren die Busse oft in den frühesten Morgenstunden los. Wir gehen also nochmals zum Busbahnhof. Wir fragen die dort herumlungernden Busbahnhofboys nach Bussen Richtung Malawi, ernten aber nur Kopfschütteln und Schulterzucken. Endlich führt uns einer zu einem kleinen Büro, in dem sich zwei Schreibtische und mehrere gelangweilt herum sitzende Personen aufhalten. Wir bekommen die Auskunft, dass morgen früh um 5 Uhr ein Bus nach Kasumulu, einem Ort nahe der Grenze, führe. Von dort könne man mit Mototaxis die Grenze erreichen.
Erstaunlich hoch ist der Preis von 35000 TZS, soviel kostet nicht mal die Fahrt bis Daressalam. Ich frage mehrmals nach, doch der Mann hinter dem Schreibtisch beharrt darauf, dass dies der reguläre Preis sei. Die anderen Anwesenden beobachten uns schweigend. Da wir keine Alternative haben, kaufen wir zwei Tickets. Bevor wir in unser moskitoverseuchtes Zimmerchen zurückgehen, essen wir in einem schäbigen Mini-Restaurant ein zähes Chicken-with-Rice Gericht.
Am nächsten Morgen sind wir um 4:30 Uhr auf den Beinen. Schnell alles zusammenpacken und los zum Busbahnhof. Frühstück gibt es um diese Zeit sowieso noch nicht, deshalb reicht eine halbe Stunde und wir stehen wie abgemacht um 5 Uhr vor dem Ticket-Büro im Busbahnhof. Im Büro brennt ein trübes Licht. Auf einem Bänkchen davor kauert eine in eine Decke gehüllte Gestalt. Sonst ist niemand da.
Der Busbahnhof ist nur spärlich beleuchtet, im Halbdunkel sehe ich mehrere große Reisebusse, die mit laut aufheulendem Motor ihre Abfahrtbereitschaft signalisieren. Es sind schon einige Leute unterwegs. Mit Koffern und Bündeln beladene Reisende laufen zwischen den Fahrzeugen umher, Angestellte der Busgesellschaften verstauen Gepäckstücke in den Laderäumen. Wir fragen mehrere Personen, wo der Bus zur malawischen Grenze sei, doch sie wissen nichts. Einer schaut sich unser Ticket an und sagt dann, wir sollen vor dem Büro warten. Wir warten also ein Weilchen und befürchten schon, einem Ticketbetrüger auf den Leim gegangen zu sein, als plötzlich unser Ticketmann von Gestern auftaucht.
Er fordert uns auf ihm ihm folgen und führt uns zu einem der kleineren Busse. Wir fahren quer durch die Stadt zu einer anderen Busstation. Dort führt er uns zu einem Kleinbus. Das sei der Bus zur Grenze, sagt er und verschwindet.
Inzwischen ist uns klar geworden, was hier läuft. Die Tickets, die er uns gestern teuer verkauft hatte, sind natürlich fake. Statt uns auf dem ersten Busbahnhof (Mbeya Bus Terminal) zu informieren, dass die Busse zur Grenze vom Mwanjelwa Busstop fahren, verkaufte er uns ein Fantasieticket zum Fantasiepreis…
Davon abgesehen verläuft die Fahrt bis zur Grenze ohne Probleme. Die Strecke führt uns durch eine grüne, teils bergige Landschaft. Während sich in den Schatten der Täler noch einzelne Nebelbänke halten, beginnen die Berggipfel im warmen Licht der Morgensonne zu leuchten. Gerne wäre ich hier ausgestiegen und hätte die schöne Gegend genossen, aber Malawi ist nicht mehr weit, und wir hoffen, heute noch zum See, wenn möglich bis Nkhata Bay zu kommen.
Im Grenzort Kasumulu ist Endstation. Bis zur eigentlichen Grenze sind es noch ca. 2 km. Sofort werden wir von Mototaxis umringt. Alle reden auf uns ein. Einige Fahrer versuchen uns das Gepäck aus der Hand zu reisen um uns als Kunden zu gewinnen. Um aus dem Tumult herauszukommen handle ich mit einem der Motoboys schnell einen Preis für die Fahrt zur Grenzstation aus. Kurz vor der Grenzstation werden wir von einer Horde Geldwechsler beinahe genötigt Geld zu wechseln. Ich wechsle einige Dollars und unsere letzten tansanischen Schillinge in Malawische Kwachas. Wir wissen nicht, was uns jenseits der Grenze erwartet und wo und wann eine Bank oder ein Geldautomat auftauchen wird.
Malawi
An der Grenze geht es ruhiger zu. Nach der Ausreise aus Tansania begrüßt mich die Zollbeamtin auf malawischer Seite mit freundlichem Lächeln:
„Good morning, Sir, how can I help you?“
Komische Frage, natürlich möchte ich ein Visum. Nachdem ich die üblichen Formulare ausgefüllt habe, muss ich 75 USD bezahlen. Ganz schön teuer für so ein kleines Land, denke ich, sage aber nichts. Ich gebe ihr einen 50 USD Schein, einen Zwanziger und fünf 1-Dollar-Scheine. Den Fünfziger untersucht sie lange auf Echtheit, die 1-Dollar-Scheine gibt sie mir wieder zurück.
„We dont accept one-dollar-notes“
Ich habe noch einen 10 USD Schein, den ich ihr gebe. Auf einem Bänkchen sollen wir auf das Wechselgeld warten. Eine halbe Stunde vergeht und ich befürchte schon, das Wechselgeld sei in den Weiten des Zollgebäudes verlorengegangen, als sie plötzlich vor uns steht und mir das Wechselgeld überreicht.
„Have a nice stay in Malawi“, sagt sie mit strahlendem Lächeln.
Wir sind in Malawi. Auf der malawischen Seite befindet sich kein Ort, es gibt auch keinen Grenz-Bus zur nächsten Stadt, keine Motorradtaxis, oder ähnliches. Wir müssen warten und schauen ob sich eine Transportmöglichkeit ergibt.
Wir warten noch nicht lange, als uns ein Mann anspricht. Er fragt meine Frau, ob wir ein Taxi bräuchten. Die Fahrt bis Mzuzu würde 6000 Kwacha kosten. Er führt uns zu einem nagelneuen japanischen Kleinwagen. Außer dem Fahrer warten zwei weitere Fahrgäste. Mit uns sind wir zu fünft und es kann losgehen. Der Fahrer fährt bis Lilongwe, aber soweit wollen wir nicht. Unser Ziel ist Mzuzu, bzw. das nahe gelegene Nkhata Bay.
Die Fahrt beginnt flott und bequem. Der Kleinwagen flitzt über Malawis Landstraßen, wir haben genug Platz um uns auszustrecken. Doch nach wenigen Kilometern stoppen wir. Der Fahrer steigt aus und verschwindet in einem Häuschen am Straßenrand. Etwa eine halbe Stunde später kommt er zurück, er musste noch duschen und was Frisches anziehen, meint er. Und geht es flott weiter. Eine Viertelstunde später halten wir erneut an. Diesmal ist es eine Polizeikontrolle.
Nachdem die Polizisten die Papiere des Fahrzeugbesitzers genauestens gecheckt haben, stellen sie fest, dass etwas fehlt. Irgendeine Bescheinigung, die der Fahrer an der Grenze vergessen hat. Einer der Polizisten telefoniert mit der Grenzstation. Wir müssen warten, bis das nächste Fahrzeug von der Grenze kommt und das Dokument mitbringt. Wieder eine halbe Stunde warten.
Und es geht weiter. Der Fahrer gibt ordentlich Gas und ich bekomme schon Angst, dass der Kleinwagen von der Straße hüpft. Aber es macht auch Spaß, so flott voranzukommen. Reisen ist in Afrika oft eine eher langsame Angelegenheit.
Aber schon 10 Minuten später stehen wir schon wieder. Die nächste Polizeikontrolle. Diese Kontrollen laufen immer nach dem gleichen Schema ab. Ein Polizist nähert sich dem Auto, schaut sich nacheinander jeden einzelnen Fahrgast an, sagt zu jedem in etwa:
„Good morning/afternoon, how are you/are you fine?
Where are you going?
You have all your travel documents?“
usw.
Dann Pass-/Ausweiskontrolle. Bei meiner Frau finden sie keinen Einreisestempel. Einen Moment lang glauben sie, sie wäre illegal eingereist. Sie soll aussteigen und mitkommen. Während der Polizist immer weiter in ihrem Pass blättert, steigen wir aus. Ich befürchte schon, unsere flotte Fahrt sei hiermit beendet, als der Polizist plötzlich den Stempel findet. Allgemeines erleichtertes Aufatmen.
Und weiter geht es.
Bis zur nächsten Polizeikontrolle. So langsam nerven die Kontrollen. Wenn es so weitergeht, erreichen wir Mzuzu heute nicht mehr. Aber glücklicherweise ist es die letzte Kontrolle.
Ist Malawi in der Grenzgegend recht flach, wird die Landschaft allmählich bergiger. Das Sträßchen windet sich den einen oder anderen Bergrücken empor. Ab und zu sehe ich Affen am Wegesrand hocken. Plötzlich, nach einem steilen Anstieg sehen wir das Ziel unserer Reisei: Den Malawisee! Da es gerade wieder zu regnen beginnt, blicken wir zunächst nur auf eine durch Regenschleier verschleierte graue Wasserfläche. Später kommt die Sonne durch und wir haben tolle Ausblicke auf den See.
Dank der flotten Fahrweise unseres Fahrers erreichen wir Mzuzu am späten Nachmittag. Der Ort macht einen quirligen Eindruck. Wir fragen uns zu einem Minibus durch, der und die letzten 50 km bis Nkhata Bay bringen soll.
Während wir auf die Abfahrt warten, kaufen wir Samosas und andere Snacks von den Händlern, die den Minibus umlagern. Jetzt merke ich erst, wie hungrig ich bin. Wir sind ja heute Morgen ohne Frühstück in Mbeya losgefahren und unterwegs bis Mzuzu gab es keine Gelegenheit Nahrung zu finden.
Die Straße nach Nkhata Bay ist zum Teil eine zähe, rote Schlammpiste. Kurz vor dem eigentlichen Ort steigen wir aus. Hier liegt das Big-Blue-Backpacker. Die Adresse habe ich mal irgendwo aus dem Internet notiert.
Von der Straße kommend steigen wir einen schmalen Weg zu den Rezeptionsgebäuden ab. Das Gelände wirkt verlassen und irgendwie düster. Die Bungalows, eigentlich sind es eher Hütten, sind über das felsige, mit Bäumen bewachsene Gelände verteilt. Ein paar stehen direkt am kleinen Strand. Der Strand könnte ganz schön sein, wenn er nicht so verdreckt wäre. Überall Plastikmüll, Dosen, Flaschen und anderer Unrat.

Big Blue Backpacker - Malawisee

Big Blue Backpacker - Malawisee

Malawisee

Malawisee

Malawisee
Vielleicht hat die Anlage einmal bessere Zeiten gesehen, aktuell wirkt sie nicht sehr einladend. Da es schon Nacht wird, und wir einen langen Tag hinter uns haben, beschließen wir, erst mal zu bleiben. Fast alle Hütten sind frei, sodass wir uns eine direkt am Strand aussuchen können. Es ist eine einfache Bambushütte mit Strohdach. Die Einrichtung ist mehr als spartanisch: Ein Bett mit Moskitonetz und sonst nichts. Für Dusche und Toiletten muss man einen felsigen Hang hochklettern.
Natürlich fällt der Strom die meiste Zeit aus, wodurch das ohnehin dunkle Gelände noch dunkler wird. Auf dem Strandabschnitt vor unserer Hütte bewegen sich schemenhafte Gestalten, meist Jugendliche, die mit ihren Angeln vom Fischen kommen.
Der Malawisee gehört nicht gerade zu den sichersten Orten Afrikas, man liest immer wieder von nächtlichen Überfällen auf Touristenunterkünfte. Unsere Hütte bietet diesbezüglich keinerlei Sicherheit, Türe und Fensterläden werden lediglich durch rostige Nägel verschlossen. Von Angestellten oder Wächtern hab ich nachts nichts gesehen.
Irgendwann in der Nacht fängt es wieder heftig zu regnen an. Um vier Uhr früh werde ich durch eine laute Sirene geweckt. Ich vermute das Signal kommt von einer Fischfabrik oder ähnlichem in der Nähe. Dann höre ich tropfende Geräusche. Im Schein meiner Taschenlampe sehe ich, dass Wasser an mehreren Stellen durch das Strohdach tropft. Ich stelle unsere Rucksäcke an eine trockene Stelle, während sich ringsherum große Wasserpfützen auf dem Boden bilden.
Langsam wird es hell. Nicht wirklich hell, eher hellgrau. Kleine Passagierboote kreuzen durch die Bucht. Die Menschen darauf schützen sich mit Schirmen gegen den Regen.
Um zur Toilette zu kommen, muss ich einen steinigen Hang emporklettern. Durch den Regen haben sich die Wege in schlammige Sturzbäche verwandelt. Um meine Schuhe nicht gänzlich zu ruinieren, gehe ich barfuß. Als ich wieder zurückkomme, bin ich durchnässt und meine Füße voller Schlamm.

Malawisee - Nkhata Bay bei Regenwetter


Malawisee - Nkhata Bay bei Regenwetter
Der Busbahnhof ist nur spärlich beleuchtet, im Halbdunkel sehe ich mehrere große Reisebusse, die mit laut aufheulendem Motor ihre Abfahrtbereitschaft signalisieren. Es sind schon einige Leute unterwegs. Mit Koffern und Bündeln beladene Reisende laufen zwischen den Fahrzeugen umher, Angestellte der Busgesellschaften verstauen Gepäckstücke in den Laderäumen. Wir fragen mehrere Personen, wo der Bus zur malawischen Grenze sei, doch sie wissen nichts. Einer schaut sich unser Ticket an und sagt dann, wir sollen vor dem Büro warten. Wir warten also ein Weilchen und befürchten schon, einem Ticketbetrüger auf den Leim gegangen zu sein, als plötzlich unser Ticketmann von Gestern auftaucht.
Er fordert uns auf ihm ihm folgen und führt uns zu einem der kleineren Busse. Wir fahren quer durch die Stadt zu einer anderen Busstation. Dort führt er uns zu einem Kleinbus. Das sei der Bus zur Grenze, sagt er und verschwindet.
Inzwischen ist uns klar geworden, was hier läuft. Die Tickets, die er uns gestern teuer verkauft hatte, sind natürlich fake. Statt uns auf dem ersten Busbahnhof (Mbeya Bus Terminal) zu informieren, dass die Busse zur Grenze vom Mwanjelwa Busstop fahren, verkaufte er uns ein Fantasieticket zum Fantasiepreis…
Davon abgesehen verläuft die Fahrt bis zur Grenze ohne Probleme. Die Strecke führt uns durch eine grüne, teils bergige Landschaft. Während sich in den Schatten der Täler noch einzelne Nebelbänke halten, beginnen die Berggipfel im warmen Licht der Morgensonne zu leuchten. Gerne wäre ich hier ausgestiegen und hätte die schöne Gegend genossen, aber Malawi ist nicht mehr weit, und wir hoffen, heute noch zum See, wenn möglich bis Nkhata Bay zu kommen.
Im Grenzort Kasumulu ist Endstation. Bis zur eigentlichen Grenze sind es noch ca. 2 km. Sofort werden wir von Mototaxis umringt. Alle reden auf uns ein. Einige Fahrer versuchen uns das Gepäck aus der Hand zu reisen um uns als Kunden zu gewinnen. Um aus dem Tumult herauszukommen handle ich mit einem der Motoboys schnell einen Preis für die Fahrt zur Grenzstation aus. Kurz vor der Grenzstation werden wir von einer Horde Geldwechsler beinahe genötigt Geld zu wechseln. Ich wechsle einige Dollars und unsere letzten tansanischen Schillinge in Malawische Kwachas. Wir wissen nicht, was uns jenseits der Grenze erwartet und wo und wann eine Bank oder ein Geldautomat auftauchen wird.
Malawi
An der Grenze geht es ruhiger zu. Nach der Ausreise aus Tansania begrüßt mich die Zollbeamtin auf malawischer Seite mit freundlichem Lächeln:
„Good morning, Sir, how can I help you?“
Komische Frage, natürlich möchte ich ein Visum. Nachdem ich die üblichen Formulare ausgefüllt habe, muss ich 75 USD bezahlen. Ganz schön teuer für so ein kleines Land, denke ich, sage aber nichts. Ich gebe ihr einen 50 USD Schein, einen Zwanziger und fünf 1-Dollar-Scheine. Den Fünfziger untersucht sie lange auf Echtheit, die 1-Dollar-Scheine gibt sie mir wieder zurück.
„We dont accept one-dollar-notes“
Ich habe noch einen 10 USD Schein, den ich ihr gebe. Auf einem Bänkchen sollen wir auf das Wechselgeld warten. Eine halbe Stunde vergeht und ich befürchte schon, das Wechselgeld sei in den Weiten des Zollgebäudes verlorengegangen, als sie plötzlich vor uns steht und mir das Wechselgeld überreicht.
„Have a nice stay in Malawi“, sagt sie mit strahlendem Lächeln.
Wir sind in Malawi. Auf der malawischen Seite befindet sich kein Ort, es gibt auch keinen Grenz-Bus zur nächsten Stadt, keine Motorradtaxis, oder ähnliches. Wir müssen warten und schauen ob sich eine Transportmöglichkeit ergibt.
Wir warten noch nicht lange, als uns ein Mann anspricht. Er fragt meine Frau, ob wir ein Taxi bräuchten. Die Fahrt bis Mzuzu würde 6000 Kwacha kosten. Er führt uns zu einem nagelneuen japanischen Kleinwagen. Außer dem Fahrer warten zwei weitere Fahrgäste. Mit uns sind wir zu fünft und es kann losgehen. Der Fahrer fährt bis Lilongwe, aber soweit wollen wir nicht. Unser Ziel ist Mzuzu, bzw. das nahe gelegene Nkhata Bay.
Die Fahrt beginnt flott und bequem. Der Kleinwagen flitzt über Malawis Landstraßen, wir haben genug Platz um uns auszustrecken. Doch nach wenigen Kilometern stoppen wir. Der Fahrer steigt aus und verschwindet in einem Häuschen am Straßenrand. Etwa eine halbe Stunde später kommt er zurück, er musste noch duschen und was Frisches anziehen, meint er. Und geht es flott weiter. Eine Viertelstunde später halten wir erneut an. Diesmal ist es eine Polizeikontrolle.
Nachdem die Polizisten die Papiere des Fahrzeugbesitzers genauestens gecheckt haben, stellen sie fest, dass etwas fehlt. Irgendeine Bescheinigung, die der Fahrer an der Grenze vergessen hat. Einer der Polizisten telefoniert mit der Grenzstation. Wir müssen warten, bis das nächste Fahrzeug von der Grenze kommt und das Dokument mitbringt. Wieder eine halbe Stunde warten.
Und es geht weiter. Der Fahrer gibt ordentlich Gas und ich bekomme schon Angst, dass der Kleinwagen von der Straße hüpft. Aber es macht auch Spaß, so flott voranzukommen. Reisen ist in Afrika oft eine eher langsame Angelegenheit.
Aber schon 10 Minuten später stehen wir schon wieder. Die nächste Polizeikontrolle. Diese Kontrollen laufen immer nach dem gleichen Schema ab. Ein Polizist nähert sich dem Auto, schaut sich nacheinander jeden einzelnen Fahrgast an, sagt zu jedem in etwa:
„Good morning/afternoon, how are you/are you fine?
Where are you going?
You have all your travel documents?“
usw.
Dann Pass-/Ausweiskontrolle. Bei meiner Frau finden sie keinen Einreisestempel. Einen Moment lang glauben sie, sie wäre illegal eingereist. Sie soll aussteigen und mitkommen. Während der Polizist immer weiter in ihrem Pass blättert, steigen wir aus. Ich befürchte schon, unsere flotte Fahrt sei hiermit beendet, als der Polizist plötzlich den Stempel findet. Allgemeines erleichtertes Aufatmen.
Und weiter geht es.
Bis zur nächsten Polizeikontrolle. So langsam nerven die Kontrollen. Wenn es so weitergeht, erreichen wir Mzuzu heute nicht mehr. Aber glücklicherweise ist es die letzte Kontrolle.
Ist Malawi in der Grenzgegend recht flach, wird die Landschaft allmählich bergiger. Das Sträßchen windet sich den einen oder anderen Bergrücken empor. Ab und zu sehe ich Affen am Wegesrand hocken. Plötzlich, nach einem steilen Anstieg sehen wir das Ziel unserer Reisei: Den Malawisee! Da es gerade wieder zu regnen beginnt, blicken wir zunächst nur auf eine durch Regenschleier verschleierte graue Wasserfläche. Später kommt die Sonne durch und wir haben tolle Ausblicke auf den See.
Dank der flotten Fahrweise unseres Fahrers erreichen wir Mzuzu am späten Nachmittag. Der Ort macht einen quirligen Eindruck. Wir fragen uns zu einem Minibus durch, der und die letzten 50 km bis Nkhata Bay bringen soll.
Während wir auf die Abfahrt warten, kaufen wir Samosas und andere Snacks von den Händlern, die den Minibus umlagern. Jetzt merke ich erst, wie hungrig ich bin. Wir sind ja heute Morgen ohne Frühstück in Mbeya losgefahren und unterwegs bis Mzuzu gab es keine Gelegenheit Nahrung zu finden.
Die Straße nach Nkhata Bay ist zum Teil eine zähe, rote Schlammpiste. Kurz vor dem eigentlichen Ort steigen wir aus. Hier liegt das Big-Blue-Backpacker. Die Adresse habe ich mal irgendwo aus dem Internet notiert.
Von der Straße kommend steigen wir einen schmalen Weg zu den Rezeptionsgebäuden ab. Das Gelände wirkt verlassen und irgendwie düster. Die Bungalows, eigentlich sind es eher Hütten, sind über das felsige, mit Bäumen bewachsene Gelände verteilt. Ein paar stehen direkt am kleinen Strand. Der Strand könnte ganz schön sein, wenn er nicht so verdreckt wäre. Überall Plastikmüll, Dosen, Flaschen und anderer Unrat.
Big Blue Backpacker - Malawisee
Big Blue Backpacker - Malawisee
Malawisee
Malawisee
Malawisee
Vielleicht hat die Anlage einmal bessere Zeiten gesehen, aktuell wirkt sie nicht sehr einladend. Da es schon Nacht wird, und wir einen langen Tag hinter uns haben, beschließen wir, erst mal zu bleiben. Fast alle Hütten sind frei, sodass wir uns eine direkt am Strand aussuchen können. Es ist eine einfache Bambushütte mit Strohdach. Die Einrichtung ist mehr als spartanisch: Ein Bett mit Moskitonetz und sonst nichts. Für Dusche und Toiletten muss man einen felsigen Hang hochklettern.
Natürlich fällt der Strom die meiste Zeit aus, wodurch das ohnehin dunkle Gelände noch dunkler wird. Auf dem Strandabschnitt vor unserer Hütte bewegen sich schemenhafte Gestalten, meist Jugendliche, die mit ihren Angeln vom Fischen kommen.
Der Malawisee gehört nicht gerade zu den sichersten Orten Afrikas, man liest immer wieder von nächtlichen Überfällen auf Touristenunterkünfte. Unsere Hütte bietet diesbezüglich keinerlei Sicherheit, Türe und Fensterläden werden lediglich durch rostige Nägel verschlossen. Von Angestellten oder Wächtern hab ich nachts nichts gesehen.
Irgendwann in der Nacht fängt es wieder heftig zu regnen an. Um vier Uhr früh werde ich durch eine laute Sirene geweckt. Ich vermute das Signal kommt von einer Fischfabrik oder ähnlichem in der Nähe. Dann höre ich tropfende Geräusche. Im Schein meiner Taschenlampe sehe ich, dass Wasser an mehreren Stellen durch das Strohdach tropft. Ich stelle unsere Rucksäcke an eine trockene Stelle, während sich ringsherum große Wasserpfützen auf dem Boden bilden.
Langsam wird es hell. Nicht wirklich hell, eher hellgrau. Kleine Passagierboote kreuzen durch die Bucht. Die Menschen darauf schützen sich mit Schirmen gegen den Regen.
Um zur Toilette zu kommen, muss ich einen steinigen Hang emporklettern. Durch den Regen haben sich die Wege in schlammige Sturzbäche verwandelt. Um meine Schuhe nicht gänzlich zu ruinieren, gehe ich barfuß. Als ich wieder zurückkomme, bin ich durchnässt und meine Füße voller Schlamm.
Malawisee - Nkhata Bay bei Regenwetter
Malawisee - Nkhata Bay bei Regenwetter
Super spannender Bericht!!!
Von Langeweile kann ja wohl keine Rede sein. 😉 Abseits der touristischen Pfade und vor allem mit öffentli. Verkehrsmitteln; das muß man sich erst mal zutrauen. Und übrigens sehr stimmungsvolle Bilder von Land und Leuten.
Toll...vielen Dank.
Von Langeweile kann ja wohl keine Rede sein. 😉 Abseits der touristischen Pfade und vor allem mit öffentli. Verkehrsmitteln; das muß man sich erst mal zutrauen. Und übrigens sehr stimmungsvolle Bilder von Land und Leuten.
Toll...vielen Dank.
Hallo Guko,
ich bin schwer beeindruckt von Eurer abenteuerlichen Art zu reisen. Mir wäre das alles zu unsicher und zu unkomfortabel. Umso mehr meine Hochachtung, dass Ihr so offensichtlich gelassen und genügsam seid.
Natürlich bekommt man als "normaler" Tourist vom Alltag der Bevölkerung und vom Land lange nicht soviel mit, aber ich würde mich schwertun, meine Komfortzone zu verlassen und nicht zu wissen, wie ich weiterkomme und wo ich abends landen würde.
Bin gespannt auf die Fortsetzung.
Viele Grüße
Helga
ich bin schwer beeindruckt von Eurer abenteuerlichen Art zu reisen. Mir wäre das alles zu unsicher und zu unkomfortabel. Umso mehr meine Hochachtung, dass Ihr so offensichtlich gelassen und genügsam seid.
Natürlich bekommt man als "normaler" Tourist vom Alltag der Bevölkerung und vom Land lange nicht soviel mit, aber ich würde mich schwertun, meine Komfortzone zu verlassen und nicht zu wissen, wie ich weiterkomme und wo ich abends landen würde.
Bin gespannt auf die Fortsetzung.
Viele Grüße
Helga
Reisebericht: Namibia für Anfänger - Sept. 2016
moin gu-ko, ich lese schon von anfang deinen reisebericht mit. ich finde eure tour total interessant und wie ihr reist ist auch genau meine art zu reisen. ich war 2mal in der gegend unterwegs und es weckt viele erinnerungen. ein tip wäre noch sambia, in das land habe ich mich verliebt, aber man kann nicht alles auf einer reise besuchen. übrigens tolle fotos, bist du profi?
liebe grüsse franz
liebe grüsse franz
Hallo Gu-ko,
ich habe eben deinen Bericht von der ersten bis zur letzten Seiten in einem Rutsch gelesen. Toll was Ihr alles erlebt. Deine Art zu reisen und Land und Leute zu erleben, beneide ich.
Danke für die tollen Eindrücke und Fotos.
Gruß Markus
ich habe eben deinen Bericht von der ersten bis zur letzten Seiten in einem Rutsch gelesen. Toll was Ihr alles erlebt. Deine Art zu reisen und Land und Leute zu erleben, beneide ich.
Danke für die tollen Eindrücke und Fotos.
Gruß Markus
Andi1234 schrieb:Super spannender Bericht!!!Danke 🙂 Das mit den öffentlichen Verkehrsmitteln läuft eigentlich ganz gut in diesem Teil Afrikas.
Von Langeweile kann ja wohl keine Rede sein. 😉 Abseits der touristischen Pfade und vor allem mit öffentli. Verkehrsmitteln; das muß man sich erst mal zutrauen. Und übrigens sehr stimmungsvolle Bilder von Land und Leuten.
Toll...vielen Dank.