3 Generationen auf großer Namibia-Erstlingstour

Reisebericht 257 Antworten · 64,2k Aufrufe · gestartet 03. Feb. 2017 von Sasa
1'823 Beiträge · seit 201631. März 2017 · #141
Hallo Sasa,
was für eine schreckliche Geschichte! Die Familie tut mir ausgesprochen leid.
Ganz unabhängig davon hattet ihr eine wirklich schöne Ausfahrt. Aber bist du dir sicher, dass es sich bei dem gesichteten Wal um einen Buckelwal handelt? Von der blauschwarzen Färbung und den Hautwucherungen her sieht er für mich aus wie ein Südkaper.

Lieber Gruß
Sascha
Website: www.picturesgonewild.de SA, Namibia, Mauritius 2016 / Kruger NP 2016, 2018, 2021, 2023, 2025 / Namibia 2017 / Sri Lanka 2018 / Namibia und Botswana 2019 / Costa Rica 2022 / Namibia 2022 / Norwegen 2024 / Indien 2025 Alle Reiseberichte unter: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/304512-h-badger-reiseberichte.html
Themenstarter2'391 Beiträge · seit 201601. Apr. 2017 · #142
Danke für Eure Antworten. Es ließt also doch noch jemand, auch wenn es so schleppend voran geht. Danke euch und den Danke Button Drückern.
@freddykr: Danke für die Info. Ich ändere es im Bericht.
@Netti: Ja, die Geschichte war schrecklich. Das schwebte auch die ganze Zeit über der Boottour
@Sascha: Du hast wahrscheinlich Recht. Elisabeth hat mir in einer PM bereits das selbe geschrieben. Ich war ziemlich sicher, dass von einem humback gesprochen wurde. Aber ich kann mich trotzdem geirrt haben. Leider hat Carol-Ann sehr leise gesprochen und es war windig genug zum Segelsetzen. Elisabeth tippt auch auf den southern right. Ihr werdet da wohl richtig liegen.

Viele Grüße
Sasa
Die Freiheit des Einzelnen endet da, wo seine Faust die Nase eines anderen trifft. 3 Generationen zum ersten Mal auf Pad, Namibia 2016: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/291659-3-generationen-auf-grosser-namibia-erstlingstour.html
zuletzt bearbeitet 04. Apr. 2017
2'516 Beiträge · seit 200904. Apr. 2017 · #143
Hallo Sasa,

auch ich bin der Ansicht, daß es sich bei dem Wal um einen Southern Right Whale handelt. Ein Humpback sieht doch deutlich anders aus. Die kenne ich aus Alaska, während ich einen Südkaper noch nie sehen durfte... bissle Neid. 😉

Viele Grüsse, Matthias
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019
Themenstarter2'391 Beiträge · seit 201604. Apr. 2017 · #144
fotomatte schrieb:Hallo Sasa,

auch ich bin der Ansicht, daß es sich bei dem Wal um einen Southern Right Whale handelt. Ein Humpback sieht doch deutlich anders aus. Die kenne ich aus Alaska, während ich einen Südkaper noch nie sehen durfte... bissle Neid. 😉

Viele Grüsse, Matthias
Hallo Matthias,
ich habe es im Text bereits geändert, Danke für die Richtigstellung.
Der Neid ist auch vollkommen berechtigt 😉 , dieses Tier war einfach unfassbar schön. Unsere Sichtungsfee war schon erste Sahne. Erdferkel und Wal auf der ersten Namibiareise, das ist schon was. Dafür waren uns die Katzen verwehrt. Man kann nicht alles haben. Man muss ja auch noch Wünsche für das nächste mal haben.
Allerdings hoffe ich natürlich wieder auf Wale, weil wir dieses Jahr etwas später da sein werden und die Wahrscheinlichkeit dann steigt, Letztes Jahr war der Wal schon sehr früh mit Ende Juli.
Danke für´s Mitfahren.

Viele Grüße
Sasa
Die Freiheit des Einzelnen endet da, wo seine Faust die Nase eines anderen trifft. 3 Generationen zum ersten Mal auf Pad, Namibia 2016: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/291659-3-generationen-auf-grosser-namibia-erstlingstour.html
zuletzt bearbeitet 04. Apr. 2017
1'624 Beiträge · seit 201506. Apr. 2017 · #145
Sasa schrieb:Der Neid ist auch vollkommen berechtigt 😉 , dieses Tier war einfach unfassbar schön. Unsere Sichtungsfee war schon erste Sahne. Erdferkel und Wal auf der ersten Namibiareise, das ist schon was.
Hallo Sasa
ich würde mich da auch nicht beschweren. Südkapern sind viel netter zu beobachten. Und über das .... werde ich sowieso nicht mehr sprechen oder schreiben! 😉

Wann geht es hier eigentlich weiter?
Schöne Grüße
Elisabeth
Reiseberichte/ Fotos im Namibiaforum: Namibia, 2x Kenia, Äthiopien/Djibouti, Südafrika, Marokko, Ecuador Festland Reiseberichte/Fotos in Ingrids Forum: Baja California, Delta und Krüger, Simbabwe, Réunion, Ecuador/Galapagos, 2x Indien, Milos/Santorini, Kanada "Viele sagen, man soll gehen, wenn es am schönsten ist, aber ich finde, man soll lieber dahin gehen, wo´s am schönsten ist." Das Känguruh
Themenstarter2'391 Beiträge · seit 201606. Apr. 2017 · #146
Hallo Elisabeth,
reib unter die Nase...... 😗

Ich hoffe, ich komme die nächsten Tage dazu weiter zu schreiben. Aber im Moment ist einfach die Hölle los. Auf der Arbeit geht es rund, unsere Tochter schreibt eine Arbeit und einen Test nach dem anderen, die Pferde sticht der Frühling und der Hund haart die Bude voll wie nur etwas. Wie das eben so ist als arbeitende Mama. Da komme ich manchmal vor Mitternacht nicht dazu mich mal hinzusetzen. Außerdem geht es nächste Woche in den Skiurlaub und da ist auch noch einiges zu erledigen.
Es dauert halt bei unserer Internetverbindung mit den Bildern so furchtbar lange 🙁
Ich gebe mir Mühe vor unsere nächsten Namibia Reise fertig zu sein 🤩

Liebe Grüße
Sasa
Die Freiheit des Einzelnen endet da, wo seine Faust die Nase eines anderen trifft. 3 Generationen zum ersten Mal auf Pad, Namibia 2016: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/291659-3-generationen-auf-grosser-namibia-erstlingstour.html
zuletzt bearbeitet 11. Apr. 2017
Themenstarter2'391 Beiträge · seit 201611. Apr. 2017 · #147
Walvis Bay - Swakopmund
Wir schauen uns noch ein bisschen am Hafen um und werden dann von Steve wieder zu unserem Hotel gebracht. Dort hatten wir morgens schon ausgecheckt und das Auto gepackt. Den Fortuner durften wir noch im bewachten Hinterhof stehen lassen.
Wir beschließen nochmal zum Meer zu fahren. Wir wollen gerne die Flamingokolonie sehen. Die Flamingos sind nicht schwierig zu finden, denn sie befinden sich direkt an der Uferpromenade.

1469275630971.jpg


IMG_20160722_133421.jpg


P1040343.JPG


P1040345.jpg


P1040346.JPG


P1040352.JPG


P1040360.jpg


P1040363.JPG


P1040356.jpg


P1040362.JPG


Anschließend fahren wir noch ein wenig an der Küste vorbei bis zu den Salzgewinnungsanlagen. Die riesigen Salzberge sehen aus wie Schneeberge.
Dann fahren wir nach Swakopmund, weil wir dort die nächsten beiden Nächte gebucht haben. Als wir auf der Küstenstraße zwischen Walvis Bay und Swakopmund sind, fällt uns aus, dass an allen Straßeneinfahrten von Park- oder Rastplätzen uniformierte stehen. Es scheinen Polizisten und Soldaten zu sein. Wir sind irritiert. Da wir ans Meer wollen, sind wir unsicher, ob wir auf einen der Parkplätze auffahren dürfen. Wir probieren es einfach und können ohne Problem dort parken. Als wir aussteigen werden wir beobachtet, aber als wir zum Meer gehen, entspannen die Uniformierten sich.

P1040367.JPG


P1040368.JPG


P1040369.JPG


Als wir wieder zum Auto zurück kommen und auf die Straße zurück fahren wollen, ist auch dies kein Problem. Wir sind noch nicht weit gekommen, da kommt uns ein Konvoi aus Polizei-und Militärautos und dunklen Limousinen entgegen gerast. Wir müssen äußerst Links fahren, damit es nicht zu einem Unfall kommt. Das ist wohl der Grund für die Wachen.

In Swakopmund steuern wir das Fischreiher Guesthouse in der Fischreiherstr. an.

P1040371.jpg


Dort werden wir von Constantia, genannt Consti, freundlich begrüßt. Sie zeigt uns unsere Zimmer. Diese sind recht groß und nett eingerichtet, aber es ist kalt. Es gibt keine Heizung oder ähnliches. Die Fenster sind auch eher klein, so dass da auch keine wärmenden Sonnenstrahlen reinkommen. Meine Eltern haben ein Zimmer mit größerem Fenster, aber warm ist es dort auch nicht. Dazu fühlt sich alles auch ein wenig klamm an. Hier am Meer im Winter ohne Heizung, kann es ja auch nicht wirklich trocknen.

Unsere Tochter möchte gerne an den nahe gelegenen Strand, der Rest gerne in die Stadt. Mein Mann will unsere Tochter zum Strand begleiten. Meine Eltern und ich fahren in die City.

Am Strand gibt es hohe Wellen und mein Mann fotografiert das Kind, das riesigen Spaß dabei hat, den Wellen auszuweichen.

P1040374-2.jpg


P1040376.jpg


P1040379.JPG


P1040380.JPG



Wir machen einen Stadtbummel und kaufen unter anderem Souvenirs. Ich finde einen Buchladen, der deutsche Bücher führt. Dort frage ich nach Gregs Tagebuch. Es ist vorrätig, aber nur als Hardcover und es hat einen recht gepfefferten Preis. Aber was acht man nicht alles, damit das Kind glücklich ist? Das Buch wird gekauft. Im Safariladen gibt es noch ein schönes T-Shirt mit Afrika-Silhouette aus afrikanischen Tieren dargestellt. So sollte doch die Laune wieder gebessert werden.

IMG_20160722_165553.jpg


Als meine Mutter und ich in einem Laden rumstöbern, macht mein Vater die Bekanntschaft mit einem Nüsseschnitzer. Er ist leider unvorsichtig genug seinen und den Namen meiner Mutter Preis zu geben. Ein verhängnisvoller Fehler. Als wir aus dem Laden raus kommen, sehen wir meinen Vater in wilder Diskussion mit dem Schnitzer. Dieser möchte 300N$ für die Nüsse. Als er kapiert, dass wir dazu gehören, fängt er an auf meine Mutter einzureden und zeigt ihr die Nuss mit ihrem Namen. Die Schnitzerei ist wirklich schön, aber 150N$ dafür ist schon ein stolzer Preis. Der junge Mann riecht stark nach Alkohol und es ist erstaunlich, dass er sich in dem Zustand nicht die Finger abschneidet mit dem scharfen Messer. Meine Mutter ist sichtlich angewidert und gibt ihm zu verstehen, dass wir nicht kaufen werden. Schon gar nicht bei solchen Preisen. Er versucht sie weiter zu überzeugen, erzählt von seinen armen Kindern, die Essen brauchen und geht ein wenig im Preis runter. Meine Mutter ist sauer und zeigt das sehr deutlich.Er soll weniger saufen und dafür arbeiten gehen. Langsam scheint der Schnitzer zu merken, dass er bei ihr auf Granit beißt. Er belabert meinen Vater und setzt ihn unter Druck, dass er ihm ja die Namen genannt hätte und er deshalb die Nüsse ja nicht mehr anders verkaufen kann. Meine Mutter zieht meinen Vater weg und sagt wieder "Nein!". Die Situation scheint zu eskalieren. Der Schnitzer will meine Mutter festhalten und fängt an sie zu beschimpfen. Ich gehe auf ihn zu und sage ihm deutlich, dass es jetzt reicht und er verschwinden soll. Da ich fast einen Kopf größer bin, als er, scheint er ein wenig beeindruckt. Wir verschwinden so schnell es geht von dort und steuern zügig einen anderen Laden an.

1469275608008.jpg


IMG_20160722_165509.jpg


IMG_20160722_165517.jpg


Zwischenkommentar:
Das war übrigens die einzige Situation im ganzen Urlaub, wo mir mulmig war. Der Typ wurde sehr aggressiv und auf Grund des Alkohols auch unberechenbar. Die Nüsse haben wir später für 20 bis 50N$ angeboten bekommen, je nach Güte der Schnitzarbeit.

Als wir zum Gästehaus zurück kehren, sind mein Mann und meine Tochter auch schon zurück. Wir bitten Consti uns ein Restaurant zu empfehlen. Sie bietet sofort an, einen Tisch für uns zu reservieren. Da es Samstag ist, scheint das gar nicht so einfach. Nach ein paar Telefonaten, hat sie einen Tisch im Kucki´s für uns bestellt. Wir wollten gerne gegen 19.00 Uhr essen gehen, das geht aber nicht, da es entweder um 18.oo Uhr oder um 20.oo Uhr eine Reservierungszeit gibt. Wir nehmen die spätere, damit wir noch kurz duschen können. Das Wasser ist einigermaßen warm, aber da das Badezimmer und auch das Schlafzimmer sehr kalt sind, macht es nur wenig Spaß.

In der Stadt finden wir fast genau vor dem Restaurant einen Parkplatz. Wir geben dem Wachmann 5N$ und sagen ihm, dass er das Selbe nochmal bekommt, wenn er gut auf das Auto aufpasst. Da wir noch ein wenig Zeit haben, schlendern wir noch runter zur Jetti. Die Wellen schlagen hart gegen die Brücke und die Gicht spritzt sehr weit hoch.

Dann gehen wir zu Kucki´s. Wir bekommen unseren Tisch zugewiesen. Der Laden ist brechend voll und sehr laut. Die Karte typisch namibisch sehr fleischlastig. Große Steaks von vielen unterschiedlichen Tierarten. Wir werden alle fündig. Es dauert ziemlich lange bis da Essen kommt und leider wird auch etwas vergessen. Die Bedienung will das nachreichen, doch in Anbetracht der späten Stunde , verzichten wir darauf.
Für morgen früh ist die Desert Tour gebucht. Ich bin gespannt, ob Gerald sich vom Schreibtisch loseisen kann und selber kommt, so wie er bei der Buchung evtl. in Aussicht gestellt hat.

Trotz weiterer Decke will mir heute Abend im Bett überhaupt nicht warm werden. Mir ist fürchterlich kalt und ich schlafe dementsprechend schlecht ein.

ENDE Tag 10
Die Freiheit des Einzelnen endet da, wo seine Faust die Nase eines anderen trifft. 3 Generationen zum ersten Mal auf Pad, Namibia 2016: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/291659-3-generationen-auf-grosser-namibia-erstlingstour.html
zuletzt bearbeitet 18. Apr. 2017
4'382 Beiträge · seit 201512. Apr. 2017 · #148
Moin, Sasa, da hast Du ja eine Nachtschicht für uns Ungeduldige eingelegt! Danke!
Gruß
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
Themenstarter2'391 Beiträge · seit 201612. Apr. 2017 · #149
CuF schrieb:Moin, Sasa, da hast Du ja eine Nachtschicht für uns Ungeduldige eingelegt! Danke!
Gruß
Friederike
Hallo Frederike,
ja, die meisten Teile des Berichts sind nachts entstanden. Erstens, weil ich dann "Zeit" dafür habe und zweitens, weil dann meine Tochter das Internet freigibt und ich die Bilder dann überhaupt geladen bekomme.

Viele liebe Grüße
Sasa
Die Freiheit des Einzelnen endet da, wo seine Faust die Nase eines anderen trifft. 3 Generationen zum ersten Mal auf Pad, Namibia 2016: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/291659-3-generationen-auf-grosser-namibia-erstlingstour.html
zuletzt bearbeitet 13. Apr. 2017
Themenstarter2'391 Beiträge · seit 201612. Apr. 2017 · #150
Tag 11 Swakopmund
Morgens werden wir von Consti freundlich begrüßt. Sie ist mit Schürze und Kopftuch bekleidet und fragt nach unseren Wünschen. Kaffee und Tee gibt es am Buffet. Eier werden nach Wunsch frisch gekocht oder gebraten. Unser Tisch ist nett gedeckt und die Auswahl ist voll in Ordnung. Wir erzählen Konsti, dass wir die Desert Tour gebucht haben und abgeholt werden.
Um halb 9 stehen wir vor dem Gartentor und schon bald kommt ein weißer Van vorgefahren. Der Fahrer stellt sich als Gerald vor. Also hat er es tatsächlich geschafft selber zu kommen. Gerald erzählt, dass wir mit einer zweiten deutschen Familie zusammen die Tour machen werden.
Wir fahren aus Swakopmund raus und Gerald erzählt einige interessante Dinge zur Stadtgeschichte und zum Swakopfluß.

P1040394.JPG


P1040392.jpg


P1040395.JPG


P1040396.JPG


Unter der Brücke treffen wir Geralds Mitarbeiter mit dem zweiten Auto. Zusammen geht es in die Wüste weiter.
Leider ist es heute sehr kalt und feucht, so dass Gerald befürchtet, dass wir evtl. keine Schlangen sehen werden.
Kurze Zeit später halten wir an. Gerald fängt an im Sand zu graben, während sein Mitarbeiter die wenigen Pflanzen in der Nähe inspiziert auf der Suche nach einer Schlange.

P1040393.jpg


Gerald befördert diesen kleinen Kerl ans Tageslicht.

P1040397.jpg


P1040398G.jpg


P1040399G.jpg


P1040401.JPG


An einer anderen Stelle wird wieder sehr vorsichtig gegraben. Aus einem kleinen Loch im Sand oder einer kleinen Röhre kommt diese kleine Kämpferin uns entgegen geschossen. Die Weiße Dame ist ganz schön sauer und in Kampflaune:

P1040411.jpg


P1040415.JPG


P1040414.jpg


P1040421.JPG


P1040424S1890002.JPG


Anmerkung: Die White Lady ist eine wirklich schöne Spinne und es war sehr interessant sie zu sehen. Mittlerweile habe ich aber auch schon des Öfteren gehört bzw. gelesen, dass das Ausgraben der Spinne wahrscheinlich ihren Tod bedeutet. Sie braucht ca. 2 Wochen um ihre Röhre im Sand zu bauen und ist Nachtaktiv. Wenn sie jetzt morgens ausgegraben wird, hat sie keine Möglichkeit sich vor der Sonne zu schützen, denn ihr Bau ist zerstört und schnell kann sie keinen neuen bauen. Ich hoffe, dass „unsere“ White Lady überlebt hat, weil es an dem Tag kalt und bedeckt war.

Gerald erzählt vieles über die Ökologie der Wüste und wie empfindlich und schützenswert dieses Ökosystem ist.
Kurze Zeit später treffen wir auf eine Tour von Tommy. Gerald und Tommy wechseln ein paar Worte und bestätigen sich gegenseitig keinerlei Schlangensichtungen. Tommy ist mit 6 Autos unterwegs. Wir sind froh, dass wir nur 9 Personen sind bei unserer Tour.
Als nächstes halten wir an einem kleinen Sukulentenbusch. Gerald erklärt, dass hier seid zwei Wochen ein Babychamäleon sitzt und sie hoffen, dass es noch dort ist. Es ist noch dort und bekommt einen Käfer zum Frühstück. Kein Wunder, dass es nicht mehr anders wohin will, wenn es hier jeden Tag Essen auf Rädern gibt 😉 Wir erfahren, dass die Farbe des Chamäleons von seinem Gemütszustand abhängt.

P1040424S1890006.JPG


P1040434.JPG


P1040441.jpg


P1040459.jpg


P1040460.jpg


In der Zeit in der wir das Chamäleon von allen Seiten ungefähr hundert Mal fotografieren, hat Geralds Mitarbeiter diesen Wüstenbewohner gefunden:

P1040447.jpg


Natürlich darf der Hängetrick nicht fehlen. Gerald nimmt aber lieber seinen Finger und nicht das Ohrläppchen.

P1040456.jpg


P1040455.JPG


Während wir dort noch die Tiere beobachten wird es ziemlich laut eine große Gruppe Quads rast ein Stück von uns entfernt durch die Wüste. Der Lärm ist furchtbar. Gerald erzählt, dass die Fahrzeuge nur ganz bestimmt Strecken fahren dürfen, leider halten sich einige Touristen nicht immer an die Vorgaben ihrer Guides und scheren dann aus der Kolonne aus und fahren abseits, was natürlich zu mehr Zerstörung führt als nötig.
Anschließend fahren wir noch ein Stück weiter in die Dünen hinein und machen eine Pause. Gerald erzählt, dass er schon länger eine Möglichkeit sucht, seinen Gästen Getränke anzubieten ohne das Müllproblem. In Namibia gibt es keine Mehrwegflaschen für Wasser. Er überlegt die Plastikflaschen zu spülen und wieder zu befüllen, fürchtet aber, dass das gerade von deutschen Touristen nicht akzeptiert wird, weil die Flasche dann ja schon geöffnet ist und nicht klickt beim Öffnen.
Das Müllproblem ist gerade hier in der Wüste gut zu erkenne. Wir haben bei unserer Tour mehrfach angehalten, damit Gerald oder sein Mitarbeiter Müll einsammeln konnten, den sie mitnehmen. Sie erzählen, dass das eigentlich alle Tourguides, auch von den anderen Veranstaltern, machen.
Eines der Kinder fragt nach den schwarzen Streifen in den Dünen. Gerald nimmt etwas aus dem Auto und streift damit durch den Sand. An dem Ding hängt schwarzer Staub. Die Kinder werden gefragt, was es damit auf sich hat. Nach ein paar weiteren Fragen kommen sie auf die Antwort. Das Ding ist ein Magnet und der schwarze Staub ist ferromagnetisch. Es ist Eisenpulver.

P1040429.JPG


P1040427.jpg


Wir genießen noch ein wenig die Dünenlandschaft und fahren dann zurück.

S1890010.jpg


P1040424.JPG


P1040426.JPG


P1040428.JPG



Fortsetzung folgt……
Die Freiheit des Einzelnen endet da, wo seine Faust die Nase eines anderen trifft. 3 Generationen zum ersten Mal auf Pad, Namibia 2016: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/291659-3-generationen-auf-grosser-namibia-erstlingstour.html
zuletzt bearbeitet 18. Apr. 2017
847 Beiträge · seit 201512. Apr. 2017 · #151
Liebe Sasa,
was hat deine Tochter zum gekauften Buch gesagt? Hat sie sich gefreut? Und Glück mit dem Wetter habt ihr auch. Sonne und Swakopmund sind ja nicht immer dicke Freunde.
Ui, die Nussschnitzer .............. da werden wir aufpassen, danke für den Hinweis. Überhaupt DANKE für dein ausführliches berichten. Macht Spaß die Reise mitzuerleben.
Die schönen Fotos machen den Bericht perfekt.

Liebe Grüße
Netti
Jeder Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag 21 Tage Dauergrinsen im Caprivi? - Namibia August 2019 24 Tage Dauergrinsen - Namibia August 2017 Roadbook 2017 & 2019
1'425 Beiträge · seit 201513. Apr. 2017 · #152
Liebe Sasa,

danke für diesen ausführlichen Eintrag über die Little Five Tour 🙂 Steigert meine Vorfreude auf nächstes Jahr nur noch mehr!

Jaja, die Makalani-Schnitzer... Wir nennen sie nur die Nüsschen Mafia 😄 Am besten vorher in Deutschland üben, nein zu sagen, wenn man nach dem Namen gefragt wird, denn wenn man in Gedanken ist, nennt man ihn höflicherweise immer, geht uns auch nach Jahren noch so... Aber 150 N$ ist schon ne Hausnummmer und ziemlich unverschämt. Bei mir haben mittlerweile sämtliche Freunde und Kollegen eine geschnitzte Makalaninuss und jeder hat sich riesig gefreut, ist ein tolles kleines Andenken. Aber mehr als 40 N$ dürften die auch nicht kosten...

Freue mich auf die Fortsetzung, bei uns ist in 7 Wochen Abflug 🤩

Liebe Netti, ihr seid ja bald auch unter der magischen 100er Grenze angekommen! Ab da rennt bei uns immer dermaßen die Zeit und man weiß kaum noch, wann man noch alle Erledigungen, Termine, Verabredungen usw. unterbringen soll!

Liebe Grüße
Laura
I will always have a bit of namibian sand in my shoes! Linksammlung zu den letzten Reiseberichten und Filmen Aktuell: Reisebericht Kenia 2024
847 Beiträge · seit 201513. Apr. 2017 · #153
Flash2010 schrieb:

Liebe Netti, ihr seid ja bald auch unter der magischen 100er Grenze angekommen! Ab da rennt bei uns immer dermaßen die Zeit und man weiß kaum noch, wann man noch alle Erledigungen, Termine, Verabredungen usw. unterbringen soll!

Liebe Grüße
Laura
Liebe Laura, habe dir gerade eine PN geschrieben 😉 und ja, so langsam kann es endlich losgehen.

LG Netti
Jeder Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag 21 Tage Dauergrinsen im Caprivi? - Namibia August 2019 24 Tage Dauergrinsen - Namibia August 2017 Roadbook 2017 & 2019
Themenstarter2'391 Beiträge · seit 201618. Apr. 2017 · #155
Netti59 schrieb:Liebe Sasa,
was hat deine Tochter zum gekauften Buch gesagt? Hat sie sich gefreut? Und Glück mit dem Wetter habt ihr auch. Sonne und Swakopmund sind ja nicht immer dicke Freunde.
Ui, die Nussschnitzer .............. da werden wir aufpassen, danke für den Hinweis. Überhaupt DANKE für dein ausführliches berichten. Macht Spaß die Reise mitzuerleben.
Die schönen Fotos machen den Bericht perfekt.

Liebe Grüße
Netti
Hallo Netti,
das Buch habe ich ganz vergessen nochmal zu erwähnen. Meine Tochter hatte sich natürlich gefreut und es hat leider nicht bis zum Ende der Reise gehalten. Aber immerhin ein paar Tage.
Das Wetter war nicht wirklich so toll. Es war maximal 15°C und es war nass. Das sieht auf den Bilder viel besser aus, als es war.
Bei Euch ist es ja bald so weit. Ihr werdet es selber erleben und ich bin sicher, dass du begeistert sein wirst. Du bist jetzt schon so eingenommen, das kann gar nicht anders sein. Ich weiß wovon ich spreche, mir ging es ja genauso. 🤩

Viele liebe Grüße auch dem Schneesturm in Tirol

Sasa
Die Freiheit des Einzelnen endet da, wo seine Faust die Nase eines anderen trifft. 3 Generationen zum ersten Mal auf Pad, Namibia 2016: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/291659-3-generationen-auf-grosser-namibia-erstlingstour.html
Themenstarter2'391 Beiträge · seit 201618. Apr. 2017 · #156
Flash2010 schrieb:Liebe Sasa,
danke für diesen ausführlichen Eintrag über die Little Five Tour 🙂 Steigert meine Vorfreude auf nächstes Jahr nur noch mehr!

Jaja, die Makalani-Schnitzer... Wir nennen sie nur die Nüsschen Mafia 😄 Am besten vorher in Deutschland üben, nein zu sagen, wenn man nach dem Namen gefragt wird, denn wenn man in Gedanken ist, nennt man ihn höflicherweise immer, geht uns auch nach Jahren noch so...
Liebe Laura,
Nüsschen Mafia ist der richtige Ausdruck. 😎
Flash2010 schrieb:
Freue mich auf die Fortsetzung, bei uns ist in 7 Wochen Abflug 🤩
Wieso freust Du Dich auf nächstes Jahr, wenn es in 7 Wochen wieder los geht?
Das mit der Fortsetzung versuche ich jetzt gleich mal anzugehen, da es hier so stark schneit, dass wahrscheinlich morgen das Skifahren ausfällt. 😈

Liebe Grüße
Sasa
Die Freiheit des Einzelnen endet da, wo seine Faust die Nase eines anderen trifft. 3 Generationen zum ersten Mal auf Pad, Namibia 2016: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/291659-3-generationen-auf-grosser-namibia-erstlingstour.html
zuletzt bearbeitet 18. Apr. 2017
38 Beiträge · seit 201618. Apr. 2017 · #157
Vielen Dank Sasa für diesen Bericht. Jetzt kommst du in die Regionen, die wir auch bereisen im Juli. Warte schon auf die Fortsetzung! 🙂
zuletzt bearbeitet 18. Apr. 2017
Themenstarter2'391 Beiträge · seit 201619. Apr. 2017 · #158
Britta68 schrieb:Vielen Dank Sasa für diesen Bericht. Jetzt kommst du in die Regionen, die wir auch bereisen im Juli. Warte schon auf die Fortsetzung! 🙂
Hallo Britta,
danke fürs Lesen. Ich schreibe gerade den nächsten Teil. Mal sehen, ob er heute Abend noch fertig wird.
Wir sind auch im Juli wieder dort. Diesmal auch nur nördlich von Windhuk und Swakopmund mit viel Etosha.
Viele Grüße
Sasa
Die Freiheit des Einzelnen endet da, wo seine Faust die Nase eines anderen trifft. 3 Generationen zum ersten Mal auf Pad, Namibia 2016: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/291659-3-generationen-auf-grosser-namibia-erstlingstour.html
Themenstarter2'391 Beiträge · seit 201619. Apr. 2017 · #159
TAG 11 - Swakopmund
Wieder zurück im Fischreiher Guesthouse unterhalten wir uns mit Consti. Wir fragen nach dem Waschservice. Ob das wohl bis morgen früh noch geht. Wenn wir die zu waschenden Sachen direkt abgeben, dürfte das noch möglich sein. Sie gibt uns einen Wäschekorb und wir alle suchen schnell die Klamotten zusammen, die wir gerne gewaschen hätten. Socken, Unterwäsche, ein paar T-Shirts und Hosen wandern in die Wäschewanne. Als wir diese bei Consti abgeben möchten, steht dort schon eine junge schwarze Frau und erklärt uns, dass sie unsere Wäsche gerne mit nimmt und diese spätestens morgen vor 8.00 Uhr wieder zurück bringt.
Ich frage Consti, ob sie die Besitzerin vom Gästehaus sein. Sie schaut mich vollkommen verständnislos an und fängt dann an zu lachen. Sie glaubt, dass ich einen Witz mache. Ich erkläre ihr, dass die Frage tatsächlich ernst gemeint sein. Schließlich war sie gestern Abend als wir vom Essen zurück kamen och hier an der "Rezeption" beschäftigt und heute morgen schon sehr früh zu hören gewesen. Da nehme ich an, dass sie hier wohnt und warum sollte sie nicht die Besitzerin sein. Sie erzählt uns, dass die weißen Besitzer in Urlaub seien und sie die Managerin des Gästehauses sei. Sie wohne mit ihrem Mann und ihren 2 Kinder in der Nähe von Swakopmund in einer schwarzen Siedlung. Hier wohnen nur Weiße. Ihr Mann uns sie arbeiten viel, um den Mädchen eine gute Ausbildung zu ermöglichen und damit sie sich vielleicht ein kleines Häuschen in einem anderen Teil von Swakop irgendwann leisten können. Von so einem Haus wie diesem könnten sie nur träumen.
Ich finde es erschreckend, dass es für Consti nicht vorstellbar scheint, dass sie mit ihrer Familie in diesem Viertel wohnt. Sie erzählt auch, dass die Junge Frau, die unsere Wäsche geholt hat eine Nachbarin und Freundin ist, die damit ihre Familie unterhält, da ihr Mann nur selten Arbeit findet. Ich bereue schon, dass ich nicht alle Dreckwäsche mitgegeben habe. Die Preise für den Wäscheservice liegen umgerechnet zwischen 15 und 50 Cent, je nachdem was gewaschen werden soll.
Consti erzählt stolz von ihren beiden Mädchen, die ungefähr im Alter unserer Tochter sind. Wenn Mama arbeitet und wie heute über Nacht wegbleibt, dann machen sie den Haushalt. Sie sind beide gut in der Schule und sollen genauso erfolgreich werden, wie die Mama. Man hört sehr gut heraus, dass Consti auch stolz auf ihren Job ist. Managerin eines Gästehauses ist eine erfolgreiche Kariere. Man sollte denken, dass man sich damit dann doch ein Häuschen leisten könnten, aber erfolgreich und gut verdienen scheint nicht unbedingt das gleiche zu sein - zumindest nicht für eine schwarze Frau.
Nachdem wir uns noch eine ganze Zeit über Verschiedenes unterhalten haben, wobei Consti betont, dass es nicht so oft vorkommt, dass sich Gäste für sie und ihr Leben interessieren, bitten wir Consti für uns einen Tisch für das Abendessen zu reservieren. Gerne etwas in der Nähe, so dass wir nicht mehr in die Innenstadt fahren müssen.
Sie schlägt eine Pizzeria ein paar Straßen weiter vor - die "Wurstbude". Consti sagt: Wurrrschtbude. Wir müssen uns das Lachen sehr verkneifen und fragen nochmal nach, ob das wirklich Wurstbude heißt. Ja, bestätigt und Consti. Das wäre auch früher mal eine Wurstbude gewesen, aber die neuen Besitzer haben daraus eine Pizzeria gemacht. Das klingt so kurios, da müssen wir einfach hin. Das jetzt folgende Telefonat von Consti mit der Wurstbude ist aber noch viel kurioser. Wir lachen jetzt noch oft Tränen, ob dieses von uns nur einseitig zu verfolgenden Dialogs. Jeder Geheimdienst dieser Welt, wird schier verzweifeln über diesen schlichtweg nicht zu knackenden Code.
Es spielte sich ungefähr so ab:
Consti nimmt ihr Notizbuch und sucht die Nummer der Pizzaria raus. Dann nimmt sie das Telefon.
Consti: "Wurrrrschtbude? Wurrrschtbude, here Consti from Fischreiher, I want to book 5 at 8. Okay." Dann legt sie das Telefon zur Seite. Mein Mann und ich gucken uns an und grinsen einmal rundum.
Kurze Zeit später lachen wir uns in unserem Zimmer scheckig und wir spekulieren darüber, was man aus diesem Telefonat als Geheimagent so raus hören könnte. Wer ist dieser ominöse Wurrrschtbude und wer ist Consti und was hat er oder sie mit diesem Vogel zu tun und warum will er 5 buchen und welche 5? Fragen über Fragen. 🙂 Handelt es sich um illegale Wettgeschäfte oder Artenschmuggel, man weiß es nicht.....
Anschließend fahren wir noch einmal in die Stadt. Da es Sonntag ist, sind die Läden dicht, aber auch so ist Swakopmund einen Bummel wert.

P1040474.jpg


P1040476.jpg


Das ist übrigens die Buchhandlung:
P1040477.jpg


Wir gehen runter zur Jetti. Es weht eine steife Brise und die Wellen schlagen hoch bis über den Steg.

P1040485.jpg


P1040486.jpg


Als mein Mann den vorderen Teil, der in der Mitte offen ist überschreitet, schlägt von unten eine Welle so hoch, dass er klatschnass geduscht ist. Wer den Schaden hat, spottet keiner Beschreibung oder so ähnlich. Jedenfalls wird er obendrein auch noch herzhaft ausgelacht von uns vier. Wir beschließen im Restaurant zu fragen, ob wir dort einen Kaffee trinken können. Der nette junge Kellner, der uns an der Türe empfängt, sagt uns, dass sie "fully booked" sind. Wir erklären, dass wir gar nicht zu Abend essen wollen, sondern nur einen Kaffee oder oder etwas anderes trinken möchten und in spätestens einer Stunde wieder weg sein werden. Er fragt seinen Chef und dieser meint, dass wir entweder gerne draußen sitzen können oder höchstens eine dreiviertel Stunde bleiben können. Weil ab 18.00 Uhr alles gebucht sei. Es ist jetzt 17.oo Uhr und mein Mann sehr froh im Warmen zu sein, um ein wenig zu trocknen.

P1040489.JPG


Wir bestellen Tee, Kaffee oder warmen Kakao. Der überaus freundliche Kellner sagt: Hot Chocolate und er hat Recht damit. Der Kakao ist in heißer Milch geschmolzene Schokostücke oder eben noch nicht ganz geschmolzen und deshalb zu erkennen. Die Schokolade ist extrem lecker und der Kakao erst Recht. Allerdings reicht die Schokoportion auch ohne Problem für 2 oder 3 Glaser heiße Milch. Alle Getränke sind sehr schön angerichtet und die Bedienung ist wirklich sehr professionell. Zu den Getränken genießen wir den Sonnenuntergang über dem Meer. Was will man noch mehr? Das nennt man Urlaub, oder?
Wir sind uns einige, dass es eine hervorragende Idee war am Nachmittag hierher zu kommen. Zu Abendessen hätten wir nur noch in die schwarze Nacht geschaut. Das Meer ist dann nicht mehr zu sehen. Im Sommer ist das natürlich was ganz anderes, da muss es traumhaft schön sein hier zu sitzen, ein gutes Abendessen und einen guten Wein mit Blick auf der Meer zu genießen.

P1040494-2.jpg


P1040495.JPG


Mein Mann ist mittlerweile auch wieder etwas trockener und wir machen uns auf Richtung Auto. Dabei fallen uns die hohen Mauern mit Natodraht oben drauf und die Videoüberwachung und die großen Hunde an den Wohnhäusern auf. Scheusslich. Da überkommen einen Schauer. Ob das wirklich nötig ist? Uns kommt die Stadt sehr friedlich und sicher vor, auch jetzt in der Dunkelheit. Der Eindruck ändert sich auch nicht bei uns.
Wir fahren zum Gästehaus urück, stellen fast dass Constis Nachbarin schon die Wäsche gebracht hat. Alle Achtung, das ging schnell. Ich habe noch nie in meinem Leben so akribisch und fest zusammengefaltetet Unterhosen gesehen. Die T-Shirts und Hosen sind nicht nur gewaschen, sondern auch gebügelt und akurat zusammengelegt. Ich bereue noch einmal nicht alle Wäsche abgegeben zu haben. Wir müssen für uns alle keine 5 Euro bezahlen und haben die Hälfte unserer Kleidung gewaschen und auch noch gebügelt bekommen.
Ich nehme mir fest vor, bei der letten Unterkunft alles waschen zu lassen und mit einem Koffer sauberer Kleidung nach Hause kommen.
Nachdem mein Mann sich trocken angezogen hat, brechen wir zur Wurstbude auf. Der Laden ist nur ein paar Strassen weiter und macht von draussen schon einen sehr gemütlichen Eindruck. Draussen gibt es einen Pizza to go Schalter an dem einen lange Schlange Menschen, weisse und schwarze, steht. Drinnen gibt es nur drei Tische, wovon zwei bereits besetzt sind. Die Wurstbude ist auch drinnen gemütlich und urig. Fünf schwarze junge Frauen sieht man hinter der Theke springen und hantieren. Wir bestellen bei einer Pizza für uns alle und Salat.
Als die Speisen kommen, sind wir alle begeistert die Pizzen sehen toll aus und schmecken auch noch richtig gut und sehr preiswert ist das auch noch hier.
Wir können die Wurrrschtbude nur wärmstens empfehlen.

Ende TAG 10
Die Freiheit des Einzelnen endet da, wo seine Faust die Nase eines anderen trifft. 3 Generationen zum ersten Mal auf Pad, Namibia 2016: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/291659-3-generationen-auf-grosser-namibia-erstlingstour.html
zuletzt bearbeitet 19. Juni 2017
1'425 Beiträge · seit 201519. Apr. 2017 · #160
Sasa schrieb:

Guten Morgen Sasa,
ich freue mich unheimlich auf die Wüste und Küste nächstes Jahr! Aber natürlich mindestens genauso wieder auf dieses Jahr. Wir haben jetzt im Januar für 2018 gebucht, da war es irgendwie aktueller im Kopf als unser diesjähriges Vorhaben - meine Mutter kommt ab und zu schon ganz durcheinander mit 2017 und 2018 😄

Liebe Grüße
Laura
I will always have a bit of namibian sand in my shoes! Linksammlung zu den letzten Reiseberichten und Filmen Aktuell: Reisebericht Kenia 2024