PuffiThemenstarter49 Beiträge · seit 201129. Jan. 2017 · #21
Hallo Lisolu, ich hoffe, ihr hattet mehr Erfolg mit Tiersichtungen in Savuti. Wegen der Feier hatte ich am nächsten Tag schon bereut, nicht hingegangen zu sein. Um so mehr nach Deinem Beitrag hier. Solche Gelegenheiten gibt´s nicht alle Tage. Viele Grüße, Sabine
Hallo Puffi, das hat man von seiner Sensationsgier - die gruseligen Vorstellungen, die ich mir gemacht hatte, lösen sich in DÜNNPFIFF auf.... ...aber im Ernst: Hätte auch böse ausgehen können! Gruß Friederike
felix__w705 Beiträge · seit 201430. Jan. 2017 · #23
Puffi schrieb:Nun geht es auf Pirsch und wir sehen....NICHTS! Wirklich kein einziges Tier und das in Savuti. Oh Mann, ist das frustrierend.
Wir haben beim Game Drive am 5.10. ausser Elefanten beim Wasserloch auf der anderen Channel Seitre auch kein einziges Tier in Savuti gesehen. Am Abend kamen sie dann den Kanal runter. Der nächste Tag an der Marsh Road war besser (inc 2x Löwen).
PuffiThemenstarter49 Beiträge · seit 201112. Feb. 2017 · #24
Fortsetzung Senyati Campsite 30.09. Der Campingplatz gefällt uns sofort, obwohl er voll ist. Man hat seine eigenen Sanitäreinrichtungen und eine kleine Terrasse, was uns sehr luxuriös erscheint nach all den Tagen im Sand. Wir sind nun daran gewöhnt, dass überall im Auto der Sand knirscht, und dass alles staubig ist. Ete Petete muss bei einem solchen Vorhaben zu Hause bleiben.
Es gibt ein Wasserloch mit Bar, die zur Sundowner Zeit aber so rummelig ist, dass es uns keinen Spass macht.
01.10. Morgens bin ich gleich ans Wasserloch, es war nichts los.
Heute ist rumgammeln geplant- und Haushaltstag. Wir geben die Bettwäsche zum waschen (wir haben für 6 Wochen tatsächlich nur eine Garnitur bekommen) und machen die Kühlbox zum wiederholten male sauber. Es ist unvorstellbar, was bei den ruppigen Fahrten alles kaputtgeschuckelt wird. Wir buchen für den nächsten Tag einen Ausflug zu den Victoria Falls und für den übernächsten Tag eine Bootsfahrt auf dem Chobe. Am nachmittag entdecke ich unterhalb der Bar einen Platz, wo man ungestörter und noch näher am Wasserloch sitzen kann. Ich beobachte Warzenschweine, Paviane und eine Giraffe. Später kommt eine Herde Elefanten mit zwei Kleinen angelaufen. Je näher sie dem Wasser kommen, desto schneller werden sie, denn jeder will zuerst an die Frischwasserquelle. Die Großen lassen den Kleinen den Vortritt.
Abends gibt es wieder Mücken und ein köstliches Potje-Gericht.
02.10 Um 7h am Morgen werden wir abgeholt. Mit uns in dem ziemlich klapprigen Kleintransporter sitzen zwei ältere Damen aus Südafrika und ein Honeymoon Pärchen aus Holland. Eine nette Gesellschaft. Der Fahrer ist ein Zimbabwer und er fährt einen heissen Reifen. er kennt jede Menge Abkürzungen und ist sehr gesprächig. Am Grenzübergang geht es afrikanisch zu und es dauert ca. eine Stunde bis wir sechs durch sind. Als wir da sind, haben wir drei stunden zur freien Verfügung. Wir gehen in jede zugängliche Ecke und bestaunen das Naturschauspiel aus jeder möglichen Perspektive.
Der Sambezi führt nicht viel Wasser, das hat für uns den Vorteil, dass es nicht allzuviel Gischt gibt und man immer eine klare Sicht auf die Fälle hat. Der Nachteil ist, dass das Wasser nicht in voller Breite ´runterrauscht. Auf dem rückweg machen wir einen Abstecher zum berühmten Victoria Falls Hotel, in dem wir sogar herumlaufen und die Terrasse hinuntergehen dürfen bis zum Aussichtspunkt.
Auf der Rückfahrt verteilen die Ladies aus Südafrika ihre Schnittchen, die ihre Gatten in den frühen Morgenstunden hergestellt haben. Wir greifen alle gerne zu. Abends gibt es plötzlich einen extrem heftigen Sturm. Volle Wasserflaschen werden vom Tisch geweht. wir werfen uns über alles dessen wir habhaft werden können. Nach ca. einer Minute ist alles vorbei...und verwüstet. Eine Riesenschweinerei, alles voller Sand. Putzen ist angesagt! Der Tag klingt aber dennoch schön aus, aber das beim nächsten mal...
PuffiThemenstarter49 Beiträge · seit 201115. Feb. 2017 · #25
Fortsetzung Senyati 02.10. Am Abend sind die Elefanten wieder am Wasserloch und diesmal gehen wir in den Hide, ein Tunnel unter der Erde mit Guckloch kurz vor der Wasserquelle.. So nah waren wir den großen Tieren noch nie...
Ein ereignisreicher Tag geht zuende.
03.10. Heute machen wir die Bootsfahrt auf dem Chobe. Ausgangspunkt ist Kasane. Wir fahren wieder an der elend langen LKW Warteschlange vorbei. Sie warten auf die Fähre über den Sambezi, die immer nur ein Fahrzeug aufnehmen kann. Unser Fahrer von gestern hat gesagt, die Wartezeit beträgt eine Woche oder länger. Ich zähle 142 LKW. Wir sind zu sechst im Boot, Cherry ist unser Käpt´n. Es geht vorbei an zahllosen Lodges am Ufer und es herrscht ein reger Bootsverkehr. Unangenehm fallen die großen, zweistöckigen Boote auf, die den Kleinen, also auch uns, die Sicht nehmen oder verderben. Aber Cherry ist geschickt und so wird die Fahrt ein Knüller! Wir sehen sehr viele verschiedene Tiere.
Als wir in Kasane wieder ins Auto steigen ist es vorzeitig dunkel und es kommt ein mordsmässiges Gewitter runter. Die Scheibenwischer schaffen ihren Job nicht und die Fahrt wird echt unangenehm. In Kazungula ist es dann vorbei und Senyati hat scheinbar nichts abbekommen.
PuffiThemenstarter49 Beiträge · seit 201116. Feb. 2017 · #26
04.10. Good bye Botswana, hello Namibia Wir verlassen Botswana in Richtung Katima, zunächst an der Chobe Riverfront entlang. Am Eingang parken viele Safari Wagen und auch einige Selbstfahrer. Na, das kann ja was werden...aber nach einigen Kilometern im Park waren wie von Zauberhand fast alle verschwunden. Wir sehen wieder viele Tiere und tolle Baobabs, die Strecke ist sehr schön.
In Ngoma Bridge werden wir schnell entlassen und nehmen Kurs auf Katima. Dort frischen wir unsere Vorräte auf und suchen nach unserer Wunschlodge. Ab heute ist nichts mehr vorgebucht und wir müssen nehmen, was wir kriegen. Das klappt hier schon mal nicht und so weichen wir auf die Sambezi River Lodge aus, die wir nicht weiterempfehlen können. Aber es gibt einen schönen Blick auf den Sambezi, der hier von einer Reihe riesiger, alter Bäume gesäumt ist,und Sambia auf der anderen Uferseite. Die Campsite sieht auch gut aus, aber wir wollten ja unbedingt ein Zimmer... 05.10. Hier gibt es W-Lan und ich suche uns eine schöne Unterkunft in der Nähe von Divundu. Als ich den Namen "Mobola" lese, klingelt was in meinem Kopf...gab es da nicht positive Erwähnungen in diesem Forum? Ich buche ein Selbstversorger Chalet für zwei Nächte. Wir nehmen die ca. 300 Kilometer auf dem Trans-Caprivi-Highway in Angriff. In diesem Streifen ist Namibia wohl am afrikanischsten. Es geht vorbei an vielen Dörfern, Menschen und Nutzvieh auf und an der Strasse. Schliesslich erreichen wir Mobola. Ein Traum! Die Chalets sind ziemlich neu, sehr geschmackvoll eingerichtet, direkt am Okavango, mit Terrasse und Grillstelle. Die Vegetation ist üppig und zum Gelände gehört eine kleine Insel im Fluss, die über eine Hängebrücke zu erreichen ist. Auf dieser Insel kann man herumlaufen und dort gibt es eine hübsche Bar, die auf Stelzen ins Wasser gebaut ist. Hier soll es Hippos, Crocs und Schlangen geben. Wir sehen natürlich nichts davon!
PuffiThemenstarter49 Beiträge · seit 201118. Feb. 2017 · #27
Fortsetzung 05.10. Mobola
Wir verbringen den Abend gemütlich auf unserer Veranda und lauschen den Geräuschen der Nacht, z.B. Hippogrunzen. Was für ein lauschiges Plätzchen! Wir haben auch gleich bei unserer Ankunft das Herz von Helmut, dem Lodge-Dackel, erobert. Er folgt uns auf Schritt und Tritt und wird beide Nächte unter unserer Veranda schlafen. Es fällt auf, dass er immer knurrt oder kläfft, wenn jemand auf dem Weg ist. Später erfahren wir, dass Helmut niemanden ausser den Gästen leiden kann, auch nicht seine Besitzer. Von denen holt er sich nur Futter, aber seine Zeit verbringt er mit Gästen.
06.10. Wir schlafen lange in dem wunderbaren Bett, nach dem Frühstück machen wir einen ausgedehnten Spaziergang auf der Insel. Mit Helmut, der sich sogar über die Hängebrücke traut. Es ist knallheiss, die Luftfeuchtigkeit ist hoch. Wir suchen nach den Tieren, vor denen an der Brücke gewarnt wird, aber weit und breit ist nicht zu sehen. Die Mittagszeit verbringen wir auf der Veranda, um 17h starten wir zu einer Bootsfahrt auf dem Okavango. Mit uns im Boot sitzt ein nettes Paar, auch aus Norddeutschland, und wie sich herausstellt, natürlich Forumsmitglieder! Viele Grüße an dieser Stelle an Lisolu!
Die Fahrt bleibt weitgehend tierlos, bis auf ein paar Vögel und ein Crocbaby. An beiden Ufern herrscht reges Treiben, auf der angolanischen Seite sehen wir Frauen, die Wasser holen, und ein paar Leute, die sich waschen. Ein paar Kinder planschen direkt im Wasser. Unser Bootsführer sagt, es gibt immer wieder "Unfälle" mit Krokodilen. Unterwegs gibt´s ein Gläschen Wein und wir plaudern nett. Als die Sonne untergegangen ist, ist die schöne Fahrt vorbei und wir beschäftigen uns mit einem riesigen Kudu-Braten, den wir gestern tiefgefroren in der Rezeption gekauft haben. Nach dem Essen wollten wir eigentlich in die Bar ´rüber, aber wir waren schon zu tippsy! 07.10. Bedauerlicherweise fahren wir heute weg von diesem schönen Ort. Über diesen Tag gibt es nicht viel zu berichten. Wir sitzen 8 Stunden im Auto und fahren bis nach Otavi, wo wir eine Übernachtung haben auf der Campsite der Farm "Zum Potje". Auf dem Nachbarplatz steht ein riesiges Wohnmobil-ohne Allradantrieb. Der deutsche Mieter dieses Fahrzeugs kommt rüber und blickt neidisch auf unseren Hilux, denn er kommt mit seinem Schiff so gut wie nirgends hin. Ein spontan gebuchter Urlaub, er hat keinen 4x4Camper mehr bekommen. Ich hoffe, er hatte dennoch eine schöne Reise. Hier sehe ich zum ersten mal einen blühenden Jacarandabaum.
PuffiThemenstarter49 Beiträge · seit 201123. Feb. 2017 · #28
08.10. Unser heutiges Ziel ist die Campsite der Eileen Gästefarm. In Omaruru sind die Bürgersteige hochgeklappt, denn es ist Sonntag. Der Ort macht einen gemütlichen Eindruck.
Die Anfahrt auf die Farm stellt einige Anforderungen an den Fahrer. Steinig, holprig, ausgefahren- aber schliesslich erreichen wir die Campsite. In Empfang nimmt uns Wilhelm, der Platzwart. Er sorgt für warmes Wasser, saubere Abloutions, Feuerholz und er harkt jeden Tag schöne Muster in den Sand. Es ist nur ein Platz reserviert und wir können wählen. Der Platz ist groß und Schatten spendet ein Grasdach, die Aussicht geht in die unendliche Weite.
Wir richten uns ein und Wilhelm bringt uns gutes Feuerholz. Sundowner gibt´s heute schon vor dem Sonnenuntergang und wir beginnen früh mit dem Kochen.
Es wird kühl und wir müssen tatsächlich Jacken anziehen, sitzen aber trotzdem noch lange am Feuer. Von den anderen Campern sehen und hören wir nichts. 09.10. Die Nacht war echt kalt und wir haben nicht gut geschlafen. Wir starten spät zu einer kleinen 2,5 Stunden Wanderung auf dem Farmgelände, die uns schöne Ausblicke beschert. Wir geraten in die Mittagshitze und es gibt keinen Schatten.
Wilhelm bringt uns wieder Holz und gemütlich fangen wir am Spätnachmittag schon mit schnippeln an.
Der Sonnenuntergang ist ein Knaller, allerdings wird es dann sofort wieder kühl. 10.10. Wir hinterlassen Wilhelm ein üppiges Trinkgeld und machen uns auf den Weg zum Brandberg. In Uis geraten wir an einen neuen Campingplatz mit Cafe und Gärtnerei, in der Hauptsache für Sukkulenten und Kakteen. Der Platz ist kahl und staubig, die Stellplätze sind mit Schattendächern aus Palmenblättern o.ä. ausgestattet. Ausserdem hat jeder eine eigene Aussendusche und Toilette . Das ist sehr ansprechend gemacht.
Wir suchen uns einen Platz aus und gehen dann erstmal ins Cafe, da gibt es WiFi. Als wir später wieder am Platz sind und uns auf den gemütlichen Teil des Tages vorbereiten, kommt der Owner des Campingplatzes mit einem Quad den Hügel, auf dem sein festungsähnliches Haus steht, herabgebraust, schreit unterwegs ein paar Angestellte an und unterhält sich eine halbe Stunde lautstark mit jemandem bei laufendem Motor . Hmm, wussten wir vorher schon nicht so richtig, wie wir das hier finden sollen, ist das jetzt klar. Wir beschliessen, den Brandberg nicht näher in Augenschein zu nehmen, und zur Spitzkoppe weiterzufahren.
PuffiThemenstarter49 Beiträge · seit 201123. Feb. 2017 · #30
Hi myrio, hab´ich gern gemacht! Freut mich, dass sie dir gefallen. VG, Sabine
PuffiThemenstarter49 Beiträge · seit 201128. Feb. 2017 · #31
11.10. Spitzkoppe Vor 5 Jahren waren wir schon mal hier. Wir wohnten damals auf Ameib und hatten einen Tagesausflug hierher gemacht. Ich war total begeistert von dem Gelände und den tollen Campsites, so dass ich mir vornahm, hier irgendwann mal zu campen. Jetzt ist es soweit!
Zunächst sind wir allein an der Rezeption, aber nach und nach trudeln immer mehr Anwärter auf Campsites ein. Da man sich hier die Plätze selbst aussucht, machen wir uns schnell auf den Weg. Unser Favorit am Rockarch ist leider schon belegt, aber wir finden einen anderen schönen Platz.
Hier gibt es nur ein Buschklo, duschen kann man an der Rezeption. Zwischen den Felsen leben Dassies und geben erschütternde Geräusche von sich. Am nachmittag machen wir uns zu einem ausgedehnten Spaziergang auf. Da, wo wir vor 5 Jahren noch herumlaufen konnten, ist jetzt ein Zaun. Ausserdem gibt es wahnsinnig viele Fliegen, die verzweifelt nach Feuchtigkeit suchen. In unseren Gesichtern! Wir machen unablässig den "Outback-Gruß" (mit den Armen vor dem Gesicht rumfuchteln) und sind nach einer guten Stunde so genervt, dass wir zurück gehen und noch ein bisschen mit dem Auto rumfahren. Auch das ist nicht sehr ergiebig, denn es gibt jetzt "only with Guide-areas". Wglgrmpf!! Ok, also zurück zum Platz. Da tobe ich meinen Bewegungsdrang mit Felskraxeln aus.
Hier ist es immer noch wunderschön, aber wegen der Fliegen und der eingeschränkten Möglichkeiten, beschliessen wir, einen Tag früher als vorgesehen zur Küste aufzubrechen. 12.10. Kurz nach Sonnenaufgang wärmen sich die Dassies auf den Felsen auf.
Wir machen noch einen allerletzten Fliegentest, der leider positiv ausfällt, und so verlassen wir diesen schönen Platz. Fortsetzung folgt.
Yoda911873 Beiträge · seit 201628. Feb. 2017 · #32
Puffi schrieb:(...) dass wir zurück gehen und noch ein bisschen mit dem Auto rumfahren. Auch das ist nicht sehr ergiebig, denn es gibt jetzt "only with Guide-areas".
Wir sind leider nur 'auf der Durchreise' dort. Kann man trotzdem in ein oder zwei Stunden auch nur zu Fuß noch einen vernünftigen Eindruck bekommen und schöne Fotos schießen (ich finde die Felsformationen schon optisch einfach toll)? Hier im Forum hatte mal jemand die beigefügte Karte gepostet (ich hoffe, ich darf die noch mal einstellen). Sind die eingezeichneten Wege also heute nicht mehr frei befahrbar?
PuffiThemenstarter49 Beiträge · seit 201101. März 2017 · #33
Hallo Yoda 911, das, was du vorhast, ist auf jeden Fall ´drin und auch sehr lohnenswert. Den Weg auf der westlichen Seite gab es nicht mehr und auch das Restaurant am Eingang ist nicht mehr da. Viel Spass, Sabine
PuffiThemenstarter49 Beiträge · seit 201102. März 2017 · #34
12.10. Da wir einen Tag zu früh sind für unsere Hotelbuchung in Swakopmund, fahren wir heute nach Hentiesbay. Was für ein seltsamer Ort!
Zuerst mal ist der Temperatursturz enorm. Sind wir bei ca. 28 grad losgefahren, sind jetzt noch 16 grad. Und dann haben wir den Eindruck, in einem ganz anderen Land zu sein als noch vor 3 Stunden. Camping ist uns zu kalt, wir suchen ein B&B und finden auch ein schönes. Dann machen wir uns auf die Suche nach Austern und finden auch welche.
Anschliessend machen wir einen ausgedehnten Strandspaziergang. Jetzt scheint die Sonne und es ist etwas wärmer.
Am Strand stehen z.T. sehr pompöse Häuser. Die meisten sehen unbewohnt aus. Abends essen wir schlecht und vermissen unseren Potje. 13.10. Swakopmund Vor 5 Jahren waren wir zwei Nächte hier, waren aber tagsüber immer woanders unterwegs, so dass wir wenig von der Stadt gesehen haben. Das soll jetzt anders werden. Wir haben uns ausserhalb im Hotel "Atlantic Villa" eingemietet und haben das Restaurant "The Wreck" auf der Nachbarschaft. Bevor wir einchecken geht es erstmal in die Stadt zum bummeln. Wir finden ein super Fisch-Deli, in dem wir Austern und Sushi essen bis kurz vorm Eiweißschock. Nachdem wir das Hotel geentert haben, machen wir wieder einen langen Strandspaziergang. Leider hat meine online Reservierung für "The Wreck" nicht funktioniert und so steigen wir ins Auto und finden unterwegs in die Stadt eine Pizzeria mit dem Namen "Wurstbude", die sehr gemütlich aussieht. Da nehmen wir noch einen Snack und fallen dann, todmüde von der ungewohnten Seeluft, in die weichen Betten. 14.10. Heute ist wieder Stadt angucken angesagt. Wir halten uns ziemlich lange bei "Peters Antiquitäten" auf. Hier gibt es unendlich viel zu stöbern und natürlich finden wir auch was zum kaufen. Mittags suchen wir wieder das Fisch-Deli auf. Hier sind , so wie gestern auch, kleinere Reisegruppen zum essen. Interessant, den Gesprächen zu lauschen. Wir strollen weiter durch die Läden und die Strassen, kaufen hier eine Kleinigkeit, dort ein Buch und erwerben ein Permit für die Blutkuppe
Zopfbande
Uns gefällt die Stadt gut, auch weil es so eine seltsame Mischung aus afrikanischem und europäischem Leben ist mit all den Gebäuden aus der Kolonialzeit. Abends geht es dann aber endlich in das Restaurant. Wir essen sehr gut und sind mit unserem Besuch in Swakop rundum zufrieden.
PuffiThemenstarter49 Beiträge · seit 201109. März 2017 · #35
15.10. Blutkuppe Raus aus der Stadt und hinein in die Einsamkeit! Der Weg zur Blutkuppe ist nicht weit und schon vor Mittag kommen wir an. Die Stellplätze sind mit einem Buschklo, Tisch und Sitzgelegenheiten aus Beton und drei Mülltonnen ausgestattet. Wir suchen uns einen schönen Platz und am nachmittag besteigen und umrunden wir die Blutkuppe. Dabei sehen wir, dass nur drei andere Plätze belegt sind. Ausserdem sehen wir zwei lebende und ein totes Zebra. Es liegt in einer Felsspalte und ist wahrscheinlich abgerutscht, das arme Ding. Die Landschaft hier gefällt uns ausgesprochen gut.
16.10. Am nächsten Morgen merken wir, dass die Kühlbox nicht mehr läuft. also müssen wir ein bisschen fahren. Von Tinkas nach Groot Tinkas und wieder zurück. Wir sehen relativ viele Tiere aber aus sehr grosser Distanz. Sie haben eine Riesenangst und hauen schon ab, bevor man genau bestimmen kann, was es eigentlich ist. Am Nachmittag bewölkt es sich wieder, so wie schon gestern. Wir machen einen sehr schönen,ausgedehnten Spaziergang auf dem "Rock Art Trail". Heute sind wir völlig alleine, alle Stellplätze bleiben leer, zumindest auf unserer Seite der Blutkuppe. Es gibt einen tollen Vollmond.
17.10 Sossusvlei Wir haben etwas gezögert, noch mal zum Sossusvlei zu fahren, denn vor fünf Jahren waren wir für eine ganze Stunde völlig allein im Deadvlei und auch sonst war erstaunlich wenig los. Ob wir das noch mal so erleben würden? Wir haben uns dafür entschieden und nach einem obligatorischen Halt in Solitaire ( das sich ganz enorm verändert hat) mit Apfelkuchen und so,
nehmen wir Kurs auf die Sesriem Campsite. Der Platz ist voll, aber wir bekommen einen "Notplatz". Der stellt sich als einer der schönsten Stellplätze hier überhaupt heraus, denn er liegt am Rand und wir haben eine Bombenaussicht!
Später fahren wir Richtung Dünen, aber das Wetter macht nicht mit. Dicker Nebel wabert uns entgegen und man sieht die Hand vor Augen nicht. Wir kehren um und nehmen den Abzweig zur Elim Düne.
Abends gehen wir zu Fuß in die Sossus Lodge zum Essen, wo wir zwischen verschiedenen Sorten Wildfleisch in guter Qualität wählen können. Morgen klingelt der Wecker um 5, bei anderen auch, denn als wir wieder auf dem Campingplatz ankommen ist kaum noch jemand draussen.
PuffiThemenstarter49 Beiträge · seit 201119. März 2017 · #36
18.10. Sossusvlei Der Wecker klingelt um 5!! Das Wetter ist schlecht, zugezogener Himmel, starker Wind. Wir kochen erstmal Kaffee und Tee und gucken was die anderen machen. Alle rüsten zum Aufbruch und so machen wir es dann auch. Wenn wir schon mal hier sind....! Wir fahren los und geraten in einen fetten Sandsturm. Viele kehren um, unsere Erwartungen, was das Wetter angeht, sind nicht allzu groß, doch plötzlich ist der Sturm vorbei und die Sicht wird klar. Die Sonne kann sich noch nicht so richtig durchsetzen, dadurch erscheint die Landschaft in sanften Pastellfarben. Auch nicht schlecht!
Wir wühlen uns durch den Tiefsand und am Vlei packen wir Tisch und Stühle aus und frühstücken. So richtig gemütlich wie vor 5 Jahren, wo es nur eine kleine Reisegruppe gab, die schnell mit dem Aufstieg beschäftigt war, ist es heute nicht. Ein Shuttle nach dem anderen kommt an, sogar so eine Art Heuwagen mit Sitzbänken drauf, alle voll besetzt. Auf dem Dünenkamm kämpft sich eine dichte Reihe von Menschen nach oben. Wir hatten das eigentlich auch vor, aber uns vergeht die Lust. Mittlerweile geht es auf Mittag zu und wir machen uns auf zum Deadvlei in der Hoffnung darauf, dass die Reisegruppen jetzt langsam ans Mittagessen denken und das Vlei verlassen. Tatsächlich ist das auch so. Sehr viele Leute kommen uns entgegen und nur wir gehen hinein. Wir sind dann zwar nicht ganz allein, aber wir teilen uns diesen magischen Ort mit nur etwa 10 anderen. Die Sonne ist jetzt auch da und es gibt ein paar dekorative Wolken. Es ist wieder ganz wunderbar und besonders hier.
Irgendwann reissen wir uns los und treten den tiefsandigen Rückweg an. Wir nehmen die C27 in Richtung D707. die Strecke ist sehr schön. Wir hatten eine Übernachtung in Duwisib angepeilt aber angesichts der fortgeschrittenen Stunde nehmen wir einen Platz in Betta. Dieser Campingplatz hat als Besonderheit an jedem Stellplatz eine Aussichtsplattform. Hier ist es ganz gemütlich und wir lassen diesen extraschönen Tag wie gewohnt mit Sundowner und Potje ausklingen. Fortsetzung folgt
PuffiThemenstarter49 Beiträge · seit 201119. März 2017 · #37
19.10. Ranch Koiimasis Die weitere Fahrt zur Ranch führt wieder durch eine sehr schöne Landschaft und auch das Farmgelände gefällt uns auf Anhieb.
An der Rezeption ist niemand und so gehen wir schon mal zu Fuß zur Campsite. Die liegt sehr schön und wir gucken uns einen Platz aus, aber ob wir den auch bekommen? Wir haben ja nicht reserviert. Das Waschhaus ist aussergewöhnlich schön und geräumig. Zurück an der Rezeption schauen wir uns die vielen Tiergehege an. Die meisten sind mit Hühnern und anderem Federvieh belegt. Wir entdecken dann ein Gehege mit Löffelhunden. Später erfahren wir, dass sie hier in Rehab sind, aber nicht, was das nötig gemacht hat. Nach langem Warten kommt eine Reiterin angeprescht und wir können unsere favorisierte Campsite beziehen. Hier der Blick nach hinten hinaus, von dem Platz selber habe ich seltsamerweise kein Foto gemacht.
Wir machen uns auf zu einer Wanderung über das Farmgelände, das wirklich sehr schön ist. Leider sind überall Zäune, aber es ist nun mal eine Farm und kein Freizeitpark. Wir geniessen es trotzdem und laufen, soweit es geht.
Der Sonnenuntergang hier ist toll und der Sternenhimmel später fantastisch! Morgen geht es weiter nach Klein Aus.
20.10. Klein Aus Vista Entlang der D707 fahren wir nach zunächst nach Aus.
Hier findet Versorgung aller Art statt und wir strollen ein bisschen durchs Dorf. Nun hoffen wir, noch einen Stellplatz in Klein Aus Vista zu bekommen. Wir ergattern den letzten!. Der Platz ist schön gelegen, aber die einzelnen Stellplätze sind recht dicht beieinander, so dass es wenig Privatspäre gibt.
Wir werden zwei Nächte bleiben und beide werden lausig kalt sein. Schon nach Sonnenuntergang ziehen wir uns mehrere Schichten an und verschwinden gleich nach dem Essen im Auto. 21.10. Wir sind total durchgefroren und gehen zum frühstücken in die Lodge. R. leiht sich ein Mountainbike. Der Inhaber oder Geschäftsführer der Lodge ist begeisterter Mountain Biker und hat auf dem Gelände verschiedene Trails eingerichtet. Nach dem Frühstück machen wir aber erst mal eine kleine Wanderung. Am nachmittag macht R. seine Tour und ich sitze in der Sonne und lese.
PuffiThemenstarter49 Beiträge · seit 201103. Apr. 2017 · #38
22.10. Nicht zu fassen,die letzten Tage brechen an... heute gehts nach Keetmanshoop zum Köcherbaumwald. Dort findet die letzte Nacht im Bushcamper statt, denn auf Bagatelle haben wir ein Zimmer gemietet (was wir noch bedauern werden). Wir fahren zum Mesosaurus Camp, aber die Rezeption ist nicht besetzt und es gibt keinen Hinweis oder Tel.Nr. Wir laufen etwas umher, nach 40 Min. ist immer noch niemand da, die Zeit wird knapp und wir fahren zurück zum Quiver Tree Camp. Dort sind wir zunächst fast allein und können uns einen Platz aussuchen. Die Anlage liegt nahe der Strasse und es gibt keinen Schatten, dafür sind wir direkt am "Wald".
Leider ist es heute bedeckt und ich fürchte, dass das Licht zum fotografieren zu schlecht ist. Gegen 17h tut sich noch ein ganz anderes Problem auf: es tauchen immer mehr Besucher für den Wald auf, so dass es schwierig wird, ein Foto ohne bunte T-Shirts `drauf zu bekommen. Na gut, dann eben nicht-wir bereiten schon mal unser letztes Essen im Potje vor. Aber dann, 30 Min. vor Sonnenuntergang kommt die Sonne `raus und fast alle Besucher sind weg. Ich strunkele solange es geht zwischen den Bäumen herum und schiesse ein paar schöne Fotos.
Und nun macht sich langsam die Wehmut breit: Das letzte Feuer, der letzte Abend in Camper-Freiheit, die letzte Nacht im Bushcamper...wir brauchen heute zwei Gin&Tonic!! Am nächsten Morgen laufen überall auf dem Platz diese hübschen Vögel herum
Fortsetzun folgt...
PuffiThemenstarter49 Beiträge · seit 201104. Apr. 2017 · #39
23.10. Letzte Station: Bagatelle Kalahari Game Ranch Nachdem wir alle Notwendigkeiten erledigt haben, wie z.B. Kühlkiste saubermachen und alles entsorgen was wir nicht mehr brauchen (ausser Lebensmittel, die man bei Asco abgeben kann für ein Waisenhaus), machen wir uns auf den langweiligen Weg nach Bagatelle. Nach dem Abzweig Richtung Ranch wird die Landschaft immer schöner. Blauer Himmel, weiße Wölkchen, rote Erde, gelbes Gras und grüne Bäume und Büsche und dazwischen diverse Tiere...einfach wunderschön! Die Lodge ist knallvoll, am Pool ist jede Liege belegt. Wir haben ein bisschen das Neckermann-Gefühl...wenn Ihr wisst, was ich meine... Das Zimmer an sich ist ganz schön, liegt aber schlecht, ist dunkel und hat keine Privatsphäre. Tja, wir sind eben verwöhnt von den vielen schönen Stellplätzen! Und auch hier sind die Campsites phantastisch gelegen...warum wollten wir bloß ein Zimmer? Wir trinken erstmal einen (sehr guten) Rock Shandy an der Bar. Überall browsen Tiere herum: Ziegen, Kühe, Hunde, Elandantilopen, Impalas (das ist natürlich gar nicht Neckermann) und schliesslich tauchen auch meine langersehnten Erdmännchen auf.
😃
[attachment=195354]P1040226.JPG">📎 P1040183.JPG[/attachmen Als die Hitze etwas nachlässt machen wir einen ausgedehnten Spaziergang, bei dem wir auch die Campsites sehen. Hier ist es wirklich superschön! Das Abendessen ist auch sehr gut. 24.10. Letzter Tag Als ich vor dem Frühstück schon mal etwas herumlaufe, sehe ich, dass wir einen Platten haben. Am letzten Tag! In diesem schönen weichen Sand! Ein Angestellter der Ranch ist schon ganz scharf darauf, den Reifen zu wechseln. R. geht ihm zur Hand und als ich das so sehe, was für ein Aufwand das ist, kann ich erst so richtig schätzen, was für ein Glück wir die ganze Zeit hatten. Wäre uns das im Tiefsand der Central Kalahari in der glühenden Hitze passiert... 😃
[attachment=195354]P1040226.JPG Für den Nachmittag haben wir einen Combination Drive gebucht. Gamedrive über das Farmgelände mit Geparden Fütterung, was garnicht unser Ding ist, und Sundowner. Wir sind zu sechst im Wagen, der guide ist nett und zwei der Mitfahrer auch. Die Fahrt ist sehr abwechslungsreich...die rote Düne hoch, hinunter in die Ebene, dort stehen Gnus. Die nächste Düne hoch, hinunter, dort laufen Strausse mit Küken, und hinter der nächsten Düne Elandantilopen, Giraffen, eine Oryxantilope mit Baby, usw. Das Licht ist auch so besonders schön!
Dann fahren wir zunächst zurück zur Lodge, dort steigt eine Frau zu, die offensichtlich für die Geparden zuständig ist. Es handelt sich um drei Tiere in zwei Gehegen. Sie sehen sehr räudig aus und ich bin eher abgestossen von der Szene. Es ist traurig, solche Tiere in so einem Zustand zu sehen. Dann gibt es auf einem Hügel mit schöner Aussicht den Sundowner und wir geniessen den letzten Sonnenuntergang dieser Reise.
So, das war´s. Es kommt noch ein Fazit!
PuffiThemenstarter49 Beiträge · seit 201104. Apr. 2017 · #40
Fazit Dafür, dass wir wenig Erfahrung mit einem solchen Fahrzeug und Camping im Allgemeinen hatten, ist alles sehr gut gelaufen und wir wollen es wieder tun! Das, was ich mir erhofft hatte, nämlich ein intensives Naturerlebnis, hat sich zu 100% erfüllt. Auch die Einsamkeit und die damit verbundene tiefe Ruhe ist für Großstadtmenschen etwas ganz Besonderes. Der Bushcamper war ein sehr komfortabler Begleiter, wenn er auch seine kleinen Mängel hatte. Es bräuchte dringend eine Kamera hinten an der Kabine, denn man sieht absolut nix. Der Aufbau machte an einigen Stellen den Eindruck des Selbstgebastelten. Z.B. das Schloss an der Kabine ist ein Witz, auch die Schliesser an den Schränken funktionieren nicht gut. Ohne Gewebeklebeband wäre nichts gegangen. Eine absolute Schwachstelle ist auch die Befestigung des Canvas an den Ecken. Wenn man das Dach schliesst, muss man am Canvas ziehen, um es komplett hineinzuziehen. Dabei löst sich immer wieder die Befestigung, so dass es an den Ecken Löcher gibt. Zwar hatten wir es nicht mit Regen zu tun, aber mit Mücken. Die Strecke fand ich im Großen und Ganzen gut gewählt. Es war viel Abwechslung drin und 5.500 km in 6 Wochen ist nicht zu viel gefahren. Die große Trockenheit hat manche Landstriche recht trostlos aussehen lassen und mit Tiersichtungen hatten wir nicht das ganz große Glück, aber das sind nun mal die Unwägbarkeiten. Es war eine "Once in a Lifetime" Reise, denn 6 Wochen am Stück kriegen wir vor der Rente nicht mehr hin. Aber dann... Sonntag geht´s erstmal wieder für 16 Tage nach Südafrika durch den Nordosten und für eine nächste Reise mit Bushcamper oder Dachzelt sind Sambia und Zimbabwe im Visier. Viele Grüße, Sabine