Antons 4x4-Selbstfahrer-Tipps

104 Antworten · 14,2k Aufrufe · gestartet 13. Jan. 2017 von GinaChris
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890 Beiträge · seit 201616. Jan. 2017 · #41
....ein neuer Hilux wird lt. Datenblatt Toyota SA mit 17 Zoll werksseitig ausgeliefert......
http://www.toyota.co.za/ranges/hilux-double-cab#specifications

Viel Nichtwissen führt auch zu einer Meinung......
zuletzt bearbeitet 16. Jan. 2017
2'530 Beiträge · seit 201117. Jan. 2017 · #42
Auf sandigen Strecken sollte man immer die Luft ablassen, egal welches Auto, welche Reifen etc, erst auf 1.5-1.8 und wenn es richtig dicker und loser Sand ist, wie Khaudum oder Sossus dann auf jedenfall bis 1.2, vielleicht noch 1.0bar und 0.8 nur für den Ernstfall und Profis, da der Reifen sehr schnell von der Felge springen kann beim leichten Einlenken.
Reifen nicht abzulassen ist absoluter Schwachsinn.

Man kann selber wählen ob im H4 oder L4 gefahren wird, aber mit abgelassenen Reifen ist das anfahren auf gerade Strecke und wenig Gas absolut problemlos, und das auch im ersten H4.
Die einzigen Reifen welche man nicht unter 2bar lange fahren sollte sind die mit Schlauch und Sprengring.

Can, ich gebe Dir auch gerne Offroadtraining. Man kann nie auslernen! 😈
Best Regards Adolf Conservation is our passion! Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'! Sponsor of Desert Elephant Conservation. Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA. Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
zuletzt bearbeitet 17. Jan. 2017
1'042 Beiträge · seit 201617. Jan. 2017 · #43
Hallo Cruiser,
Cruiser schrieb:Auf sandigen Strecken sollte man immer die Luft ablassen, egal welches Auto, welche Reifen etc, erst auf 1.5-1.8 und wenn es richtig dicker und loser Sand ist, wie Khaudum oder Sossus dann auf jedenfall bis 1.2, vielleicht noch 1.0bar und 0.8 nur für den Ernstfall und Profis, da der Reifen sehr schnell von der Felge springen kann beim leichten Einlenken.
dem kann ich nicht ganz zustimmen bzw. ich war früher auch ganz anderer Meinung, aber es gilt auf jeden Fall für die 4x4 Mietwagen die man in Namibia bekommt.

@ Can: Selbst wenn man einen so neuen Hilux bekommt mit 17" Bereifung, so ist die Reifengröße: 265/65R17 das bedeutet dass die Reifenflanke 65% der Reifenbreite (265 mm), also etwas mehr als 170 mm hoch ist. Das ist kein Niederquerschnittsreifen, bei dem Luft ablassen nicht viel bringt, das ist immer noch ein "Ballon" und da kannst Du locker ein bar ablassen von den angegebenen ca. 2,5 bar auf Asphalt.
Cruiser schrieb:
Reifen nicht abzulassen ist absoluter Schwachsinn.
Da gebe ich Dir völlig Recht (für alle "normalen" 4x4 Mietwägen in Namibia), vor allem eine "Möhre" von altersschwachem 2,5 Liter Hilux tut sich ohne Luft ablassen doch sehr schwer durch den Sand zu kommen.
Cruiser schrieb:
Man kann selber wählen ob im H4 oder L4 gefahren wird, aber mit abgelassenen Reifen ist das anfahren auf gerade Strecke und wenig Gas absolut problemlos, und das auch im ersten H4.
Da kann man sich drüber trefflich streiten... ich würde das abhängig von der Motorleistung machen. Wenn wenig Leistung zur Verfügung steht dann lieber im L4 (mit maximal 40 km/h), hat man Leistung satt (mit möglichst noch wenig Gewicht) dann im H4 (zweiter Gang und bis zu 50 km/h schnell).
Cruiser schrieb:
Die einzigen Reifen welche man nicht unter 2bar lange fahren sollte sind die mit Schlauch und Sprengring.
Ausnahmen bestätigen die Regel... genau so ist es ziemlich sinnlos bei einem 265/40R21 der "nur" noch eine 100 mm hohe Reifenflanke hat Luftdruck abzulassen, der hat zwar fast denselben Abrollumfang wie der 17" Reifen vom Hilux, aber da ist viel mehr Felge und viel weniger Reifen da... Aber einen Mietwagen mit dieser Bereifung wirst Du in Namibia kaum finden. Das ist nur cool wenn man mit dem Auto keine Gravel Pads fahren möchte, also Innenstadt geeignet... 😄
Cruiser schrieb:
Can, ich gebe Dir auch gerne Offroadtraining. Man kann nie auslernen! 😈
Ein Vergleich wäre schöner... zwei identische Fahrzeuge im Tiefsand und nur unterschiedlichen Luftdruck in den Reifen... wer kommt weiter?

Gruß Markus

PS: Im April bin ich wieder im Sossusvlei, da stelle ich mir aber die Frage wie ich das mit dann zum ersten Mal mit Automatik anstelle, werde aber den Fahrzeugvermieter vorher fragen, der wird wissen, was am Besten für das Auto ist. Schätze Luftdruck auf 1,4 bar und L4.
890 Beiträge · seit 201617. Jan. 2017 · #44
@Markus,
ich habe niergendwo etwas von Nierderquerschnttsreifen geschrieben, lediglich den Unterschied von 15 zu 17 Zoll Reifen.
@Cruiser,
danke fürs Angebot aber lass man, ich kenne schon genug ganz schlaue Leute. Die schlauesten aus Schlappohrland..
VG
PS: Es geht hier nicht drum wer wie weit kommt - die Gründe warum, weswegen erklären die Videos am Anfang des Threads.
zuletzt bearbeitet 17. Jan. 2017
131 Beiträge · seit 201517. Jan. 2017 · #45
Luft ablassen oder nicht Luft ablassen ist ganz einfach zu beantworten, und die simple Physik hilft da etwas mit.

Welcher Druck (welche Kraft) wirkt wohl auf den Sand bei 3 Bar und welche bei 0,5 Bar? 😉
Janz jenau - genau das Equivalent zum Reifendruck!
Kraft = Gegenkraft
Die Art der Bereifung (Breite, Niederquerschnitt und, und, und) erscheint im übrigen nicht in obiger (Faust-) Formel! 😎

(überschlägig reicht das vollkommen aus, klar hätte theoretisch die Steifigkeit der Reifenflanke, der allgemeine Reifenaufbau einen Einfluß, ABER, das ist in der Praxis vernachlässigbar und vor Ort so wie so nicht beeinflußbar).

Apropo, 1 Bar ist in entsprechenden Situation sehr wohl opportun, bis runter auf 0,5 Bar in extremen Situationen auch kein Problem, sondern die Lösung!

Mir ist noch nie ein Reifen von der Felge gesprungen, trotz sehr vieler Kilometer bei 1 Bar und darunter auf Sand in der Sahara mit diversen Fahrzeugen bis 6,5 Tonnen mit 80 km/h und auch mal darüber. 🤩
Und wenn er das doch mal tun sollte dann fliegt er ins Felgenbett, dann wir er eben wieder mit Pressluft über den Felgenwulst rübergewuppt, fertig! 😛

Und ob man in H oder L fährt ist so was von Banane.
Kupplungs schonendes fahren ist angesagt, und da tun sich die meisten schlicht in der Untersetzung leichter.

Z.B. in L im 2ten Gang anfahren, dann in 4ten wechseln, dann 5ter
hat sich in der Praxis bewährt. Warum? Wer in L 1ten anfährt ist so langsam dass er beim Wechsel in den 2ten gleich wieder steht!
Alternativ dann eben H 1 auf H2 (oder gleich H3) usw. Muss ein jeder für sich ausprobieren was ihm besser taugt.

Und es ist auch ein Ammenmärchen, dass man nicht während der Fahrt von H auf L wechseln kann und viceversa.
Wer noch die Zeiten unsychronisierter Getriebe und Zwischengas kennt weiß wie das geht, und wie schnell!

So ein Hilux kann viel, viel mehr als sein Kondukteur, auch wieder egal ob 2,4 Liter oder 3 Liter!
Wobei sich der Anfänger naturgemäß mit dem 3 Liter Automatik leichter tut!
zuletzt bearbeitet 17. Jan. 2017
Themenstarter4'984 Beiträge · seit 201617. Jan. 2017 · #46
Um das Sammelsurium an Meinungen hier noch etwas zu bereichern 😉
möchte ich noch jene einfügen, die wir in schriftlicher Form von Avis Safari Rental bekommen haben.
Ganz besonders mag ich die Überschrift zum Thema passend:

(Zitat) Tyre pressures are the most important 4WD element,
and can make a difference between enjoyment and disaster
😈
1. cold tyre measurement
2. On tar road 120kph (max) Rear 2.7 bar - Front 2.4 bar
(never engage 4WD unless road surface is slippery)
3. Gravel road/Off road 80kph (max) Rear 1.8 bar - Front 1.6 bar (always engage 4H)
these tyre pressures should be more than adequate for even the most challenging rock, sand, and mud conditions.
4. Deep sand/corrugations 50kph (max) Rear 1.4 bar - Front 1.2 bar all round + 4H-
only for extreme conditions - beware large steering input could lead to tyre losing seal with rim or being destroyed.

Weiter unten dann:
Suspension damage and secondary damage therefrom are not covered by any insurance cover.
Gruß Gina
352 Beiträge · seit 201617. Jan. 2017 · #47
Die Luxen haben in der Vermietung meist die 15 Zoll Stahlfelgen drauf anstatt 17 Zoll Alu. Das gleiche meist auch beim Nissan Bakkie.
Can schrieb:....ein neuer Hilux wird lt. Datenblatt Toyota SA mit 17 Zoll werksseitig ausgeliefert......
http://www.toyota.co.za/ranges/hilux-double-cab#specifications

Viel Nichtwissen führt auch zu einer Meinung......
47 Beiträge · seit 201417. Jan. 2017 · #48
ich habe zu dem Thema die beiden folgenden Erfahrungen mit Automatikgetrieben gemacht:
1. länger als 30 Minuten extensives Dünenfahren in Hi Range führt zu Temperaturen des Getriebeöls von über 150 Grad Celsius.
2. Mehr als 45 Minuten Tiefsandfahren in Hi Range führt bei meinem Landcruiser zum Aufleuchten der "Getriebeöl zu heiß " Lampe.
Beide Probleme hörten nach Fahren in Low Range auf.

Viele von Euch fahren Mietwagen, aber für die, die eigene Automatikfahrzeuge haben, dürfte diese Information wichtig sein. Lang lebe das Automatikgetriebe!

Viel Spaß beim Sandfahren 🙂 🙂 🙂

Gruß

Rene
828 Beiträge · seit 201618. Jan. 2017 · #49
KoiAhnung schrieb:

Welcher Druck (welche Kraft) wirkt wohl auf den Sand bei 3 Bar und welche bei 0,5 Bar? 😉
Janz jenau - genau das Equivalent zum Reifendruck!
Kraft = Gegenkraft
Die Art der Bereifung (Breite, Niederquerschnitt und, und, und) erscheint im übrigen nicht in obiger (Faust-) Formel! 😎

Oje Oje, es wird immer akademischer und ein Laie der das liest wird nichts verstehen 🙁


Ich versuche Physik auch immer etwas zu verstehen und einfach zu erklären. Aber was du schreibst begreife ich mit meinen "Hau-ruck" Physikkenntnissen nicht ganz.

Du hast ein Auto, es ist 2000 kg schwer. Dann hast du 500 kg Gewicht auf jedem Rad

Die Formel für die Kraft lautet F = Masse mal Fallbeschleunigung

Die Kraft pro Rad die auf den Sand wirkt ist somit 500 mal 9,81 = 5905 Newton. Die Gegenkraft ist gleich gross. Begreife nicht ganz was der Reifendruck damit zu tun hat 😐

Durch den reduzierten Luftdruck wird der Reifen lediglich breiter und bauchiger, somit verteil sich die Kraft auf eine grössere Fläche.Das nenne man ja dann Flächenpressung.

Es ist doch wie Schneeschuh laufen. Wenn du ohne durch den Tiefschnee läufst sinkst du ein, hast du die Tatzen an, trägt es dich.

Thats it, glaube ich... keep it simple... lg A
zuletzt bearbeitet 18. Jan. 2017
1'042 Beiträge · seit 201618. Jan. 2017 · #50
Hallo Maputo,
Maputo schrieb:
Du hast ein Auto, es ist 2000 kg schwer. Dann hast du 500 kg Gewicht auf jedem Rad
Nur bei optimaler Gewichtsverteilung ist das so...
Maputo schrieb:
Die Kraft pro Rad die auf den Sand wirkt ist somit 500 mal 9,81 = 5905 Newton. Die Gegenkraft ist gleich gross. Begreife nicht ganz was der Reifendruck damit zu tun hat 😐
500 mal 9,81 = 4905... und ja das Auto wird nicht deswegen nennenswert leichter weil man Druck aus den Reifen ablässt. Was das bisschen Luft wiegt ist zu vernachlässigen... 🤩
Maputo schrieb:
Durch den reduzierten Luftdruck wird der Reifen lediglich breiter und bauchiger, somit verteil sich die Kraft auf eine grössere Fläche.Das nenne man ja dann Flächenpressung.
Eben, es geht darum mehr Auflagefläche zu bekommen und damit eine geringere Flächenpressung, damit man nicht so tief einsinkt.
Maputo schrieb:
Es ist doch wie Schneeschuh laufen. Wenn du ohne durch den Tiefschnee läufst sinkst du ein, hast du die Tatzen an, trägt es dich.
Total OT:
Zum Thema Schnee, weil wir ja gerade genug davon haben: Lasst auf keinen Fall bei modernen Winterreifen Druck ab! Im Gegenteil der Reifendruck sollte sogar etwas höher (ca. 0,2 bar) als vom Hersteller angegeben ist sein. Das verbessert die Haftung auf schneebedeckter Straße weil damit die Lamellen des Reifens geöffnet bleiben und somit der Reifen besser greifen kann. Man drückt im Schnee sowieso das weiße Zeugs so weit zusammen, bis der platt unter dem Reifen auf dem Asphalt klebt.

Gruß Markus,

dem die Physik eigentlich beim Fahren egal ist so lange er noch voran kommt und auf der Strecke bleibt...
131 Beiträge · seit 201518. Jan. 2017 · #51
Maputo schrieb:
KoiAhnung schrieb:

Welcher Druck (welche Kraft) wirkt wohl auf den Sand bei 3 Bar und welche bei 0,5 Bar? 😉
Janz jenau - genau das Equivalent zum Reifendruck!
Kraft = Gegenkraft
Die Art der Bereifung (Breite, Niederquerschnitt und, und, und) erscheint im übrigen nicht in obiger (Faust-) Formel! 😎

Oje Oje, es wird immer akademischer und ein Laie der das liest wird nichts verstehen 🙁

Die Kraft pro Rad die auf den Sand wirkt ist somit 500 mal 9,81 = 5905 Newton. Die Gegenkraft ist gleich gross. Begreife nicht ganz was der Reifendruck damit zu tun hat 😐
Ganz einfach, Physik ist simpel und das Gute - auch noch fair zu Jedermann!

Es geht ausschließlich um den Bodendruck, und der sollte möglichst gering sein
PRO cm²

BAR ist nichts anderes als Kraft pro cm² oder genauer

1 Bar = 0,1 N / mm²


Ergo, wenn du den Luftdruck von 3 Bar auf 0,5 Bar ermäßigst verringert sich der Bodendruck um das SECHSFACHE!!
Ja, ich weiß, 0,5 Bar ist sehr wenig, der Laie sollte bei 1 Bar aufhören, und nur dann weiter ermäßigen wenn er wirklich feststeckt!

Das hochwohlgelobte unbedingt notwendige genaue Manometer ist im übrigen auch recht überflüssig.
Einfach einmal zu Beginn der Reise einen Reifen ablassen und sich anschauen wie er sich verformt (und merken)!
Dieser "Annäherungswert" reicht dann vollkommen.

Und wenn Ihr feststeckt, dann ist der absolute Reifendruck vollkommen irrelevant.
Bitte einfach massiv ablassen, den Sandkeil vor allen Reifen wegwischen (nicht wild herumbuddeln, das verschlimmbessert nur),
und in L1 mit viel Gefühl langsam anfahren, es geht drum mit möglichst wenig Aufwand wieder in Gang zu kommen.
Voraussetzung ist natürlich dass das KFZ nicht schon aufliegt, aber dann wurden meist im Vorfeld Fehler gemacht, wie durchdrehende Reifen (Schaufelradbagger).

GUTE FAHRT und VIEL SPASS! (ich fahre am liebsten im Sand, in großen Dünengebieten).
zuletzt bearbeitet 18. Jan. 2017
2'391 Beiträge · seit 201618. Jan. 2017 · #52
Maputo schrieb:
KoiAhnung schrieb:

Welcher Druck (welche Kraft) wirkt wohl auf den Sand bei 3 Bar und welche bei 0,5 Bar? 😉
Janz jenau - genau das Equivalent zum Reifendruck!
Kraft = Gegenkraft
Die Art der Bereifung (Breite, Niederquerschnitt und, und, und) erscheint im übrigen nicht in obiger (Faust-) Formel! 😎

Oje Oje, es wird immer akademischer und ein Laie der das liest wird nichts verstehen 🙁


Ich versuche Physik auch immer etwas zu verstehen und einfach zu erklären. Aber was du schreibst begreife ich mit meinen "Hau-ruck" Physikkenntnissen nicht ganz.

Du hast ein Auto, es ist 2000 kg schwer. Dann hast du 500 kg Gewicht auf jedem Rad

Die Formel für die Kraft lautet F = Masse mal Fallbeschleunigung

Die Kraft pro Rad die auf den Sand wirkt ist somit 500 mal 9,81 = 5905 Newton. Die Gegenkraft ist gleich gross. Begreife nicht ganz was der Reifendruck damit zu tun hat 😐

Durch den reduzierten Luftdruck wird der Reifen lediglich breiter und bauchiger, somit verteil sich die Kraft auf eine grössere Fläche.Das nenne man ja dann Flächenpressung.

Es ist doch wie Schneeschuh laufen. Wenn du ohne durch den Tiefschnee läufst sinkst du ein, hast du die Tatzen an, trägt es dich.

Thats it, glaube ich... keep it simple... lg A
Hallo Maputo,
genau. Denn Druck ist gleich Kraft mal Fläche. Die Kraft die hier einwirkt ist die Gewichtskraft.
Durch das Lufablassen wird das Gewicht auf eine größere Fläche verteilt. Also wirkt pro cm² Sand weniger Gewichtkraft ein, das Auto sinkt weniger tief in den Boden.
Aber wie schon gesagt, dass hilf keinem jetzt bei seinem Tiefsandfahrproblem wirklich viel weiter. Das Luftablassen ist ja nur ein Aspekt. Wenn ich dann die Kupplung flitschen lasse und Vollgas gebe hilft die größere Auflagefläche auch nicht 😉
Und ich weiß immer noch nicht, welche Untersetzung die sicherste ist.
Viele Grüße

Sasa
Die Freiheit des Einzelnen endet da, wo seine Faust die Nase eines anderen trifft. 3 Generationen zum ersten Mal auf Pad, Namibia 2016: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/291659-3-generationen-auf-grosser-namibia-erstlingstour.html
zuletzt bearbeitet 18. Jan. 2017
131 Beiträge · seit 201518. Jan. 2017 · #53
Sasa schrieb:[
Und ich weiß immer noch nicht, welche Untersetzung die sicherste ist.
Viele Grüße

Sasa
Die ist auch Wurscht, wie du selbst schon geschrieben hast kommt es ausschließlich darauf an
mit Gefühl zu fahren, die Räder nicht durchdrehen zu lassen, und noch viel, viel wichtiger, die Fahrtroute bedacht, gut und vorausschauend auszuwählen. Und so ganz nebenbei, die Kupplung nicht zu ruinieren, und das fällt dem Laien in L leichter!

Ah, so ganz Wuscht is es denn doch nicht, die Geschwindigkeit ist in L ja limitiert!
Aber die Gänge überschneiden sich so wie so, und irgendwann schaltest du dann eben von L in H hoch (und gleichzeitig aus dem 5ten in den 3ten) wenn es dir zu langsam voran geht!

Die "berühmte Strecke zum Sossousvlei" fahre ich z.B. mit dem Hilux 2,4 Liter lässig in 2WD H, und auch ohne Luft abzulassen (bin ich schlicht zu faul dazu für die kurze Strecke) 😊
Mit etwas Schwung überhaupt kein Thema!
zuletzt bearbeitet 18. Jan. 2017
890 Beiträge · seit 201618. Jan. 2017 · #54
ftl53 schrieb:ich habe zu dem Thema die beiden folgenden Erfahrungen mit Automatikgetrieben gemacht:
1. länger als 30 Minuten extensives Dünenfahren in Hi Range führt zu Temperaturen des Getriebeöls von über 150 Grad Celsius.
2. Mehr als 45 Minuten Tiefsandfahren in Hi Range führt bei meinem Landcruiser zum Aufleuchten der "Getriebeöl zu heiß " Lampe.
Beide Probleme hörten nach Fahren in Low Range auf.

Viele von Euch fahren Mietwagen, aber für die, die eigene Automatikfahrzeuge haben, dürfte diese Information wichtig sein. Lang lebe das Automatikgetriebe!

Viel Spaß beim Sandfahren 🙂 🙂 🙂

Gruß

Rene
...das sieht bei manuellen Getrieben auch nicht groß anders aus.
VG
33 Beiträge · seit 201118. Jan. 2017 · #55
Wobei der Reifen nur unwesentlich breiter wird, dafür der "Footprint" aber länger.
Das macht es aus.
785 Beiträge · seit 200818. Jan. 2017 · #56
Hi,

so, jetzt habe ich auch noch einen Tipp, damit es noch etwas mehr Verwirrung gibt:

Wichtig ist es, "auf dem Sand zu fahren" und dies mir möglichst viel Gefühl und nicht versuchen mit brachialer Gewalt "durch den Sand" zu pflügen!

Wenn man dies berücksichtigt, macht das Fahren auf Sand Spaß!

Jetzt alles klar? 😗


Gruß

Markus
zuletzt bearbeitet 18. Jan. 2017
1'042 Beiträge · seit 201618. Jan. 2017 · #57
KoiAhnung schrieb:
Ganz einfach, Physik ist simpel und das Gute - auch noch fair zu Jedermann!

Es geht ausschließlich um den Bodendruck, und der sollte möglichst gering sein
PRO cm²
Bis dahin stimmt es noch...
KoiAhnung schrieb:
BAR ist nichts anderes als Kraft pro cm² oder genauer
1 Bar = 0,1 N / mm²
Ja nur die Schlussfolgerung:
KoiAhnung schrieb:
Ergo, wenn du den Luftdruck von 3 Bar auf 0,5 Bar ermäßigst verringert sich der Bodendruck um das SECHSFACHE!!
Quatsch, die Auflagefläche des Reifens vergrößert sich nicht auf das Sechsfache, egal wie viel Druck Du ablässt!
KoiAhnung schrieb:
Ja, ich weiß, 0,5 Bar ist sehr wenig, der Laie sollte bei 1 Bar aufhören, und nur dann weiter ermäßigen wenn er wirklich feststeckt!
Der Laie ermäßigt den Luftdruck auf 0 bar, dann hat er 0 N/mm² und sinkt nicht in den Sand... der Profi evakuiert den Reifen und senkt den Druck darin unter den Umgebungsdruck und schwebt somit über den Sand. 😄
KoiAhnung schrieb:
Bitte einfach massiv ablassen, den Sandkeil vor allen Reifen wegwischen (nicht wild herumbuddeln, das verschlimmbessert nur),
Wie wäre es damit: Einfach rückwärts wieder weg fahren, die Sandkeile vor den Reifen Sandkeile sein lassen und sich eine neue, bessere Spur suchen?
KoiAhnung schrieb:
GUTE FAHRT und VIEL SPASS! (ich fahre am liebsten im Sand, in großen Dünengebieten).
Danke, das wünsche ich Dir auch! Ich glaube Dir auch, dass Du im Sand gut voran kommst, egal wie man Du jetzt das physikalisch interpretierst. Luftdruck absenken hilft ja doch, leider aber nicht so wie von Dir dargestellt. Mit etwas Glück bekommt man doppelt soviel Auflagefläche und vor allem rollt der Reifen "weicher" ab, da die Reifenflanken mehr arbeiten. Nach dem Sand fahren allerdings unbedingt den Luftdruck wieder erhöhen, bei höheren Geschwindigkeiten können sich die Reifenflanken sonst so stark erwärmen dass der Reifen zerstört wird.
Can schrieb:
...das sieht bei manuellen Getrieben auch nicht groß anders aus.
Stimmt eine rutschende Kupplung verbrennt, ein im Wandlerbetrieb laufendes Automatikgetriebe mit dauerhaft genutzter Drehmomentüberhöhung überhitzt das ATF... ganz einfach... 🙂

Gruß Markus
Gast18. Jan. 2017 · #58
Hi, …….wird immer lustiger 🙂 und aus den Berechnungen halte ich mich raus…..es gibt ja schließlich auch die Empirie 😗 … und dazu gab es im alten Internetauftritt von Andrew St.Pierre White @ Reifendruck ein einfaches und anschauliches Experiment und Videos, die ich leider auf die Schnelle nicht mehr finden kann.
Es wurden die Räder einzeln hoch gehoben, die Reifenauflage mit schwarzer Schuhpaste eingeschmiert und auf untergelegtes Papier wieder abgesenkt und der Reifenabdruck (foot print) vermessen, und das ausgehend von 2,5 bar in Schritten herunter bis 0,7 bar. Bis 1,7/1,8 war die Vergrößerung der Reifenauflage vernachlässigbar bzw. innerhalb der Streuung dieses einfachen Experiments. Bei 1 bar war die Auflagefläche um ca. 40 %, bei 0,7 bar um 60 % gegenüber 2,5 bar vergrößert, wobei insbesondere die Länge des footprints vergrößert wird, wie schon von Matobo gesagt wurde (das schreibe ich aus dem Gedächtnis). Ob man so lange fahren sollte/kann ist eine andere Sache….aus der ich mich ebenfalls raushalte 😗
Ebenfalls von White gab es ein anschauliches Video von den Vorderrädern bei Sandfahrt: Bei zu harten Reifen wird vor dem Rad ein Sandwulst GESCHOBEN, bei ausreichend reduziertem Reifendruck wird der dann weniger hohe Sandwulst immer wieder ÜBERROLLT.
Grüße
zuletzt bearbeitet 18. Jan. 2017
2'338 Beiträge · seit 200718. Jan. 2017 · #59
Mein Ratschlag:
Sämtliche Meinungen, Tipps und Ratschläge ausdrucken und wenn man dann zum Start der Sandstrecke zum Sossusvlei kommt, genau nach diesen Gebrauchsanweisungen fahren.

Aber Obacht, vor lauter lesen nicht vergessen, zwischendurch mal auf den Verkehr zu achten 🙂 .

Viele Grüsse
Erika
Meine Reiseberichte: 1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/197270-unterwegs-in-den-1970er-jahren.html?start=120 2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle) http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/278559-am-anfang-war-die-huelle.htm 2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania http://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/279223-reisebericht-nordmosambik-mal-schoen-mal-haesslich.html 2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html 2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia http://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/285693-eine-reise-wird-zum-alptraum.html
890 Beiträge · seit 201618. Jan. 2017 · #60
Erika schrieb:Mein Ratschlag:
Sämtliche Meinungen, Tipps und Ratschläge ausdrucken und wenn man dann zum Start der Sandstrecke zum Sossusvlei kommt, genau nach diesen Gebrauchsanweisungen fahren.

Aber Obacht, vor lauter lesen nicht vergessen, zwischendurch mal auf den Verkehr zu achten 🙂 .

Viele Grüsse
Erika
Hallo Erika,
wenn man unterwegs so manche Leute beobachtet, wäre der Tipp wohl der Beste. Deswegen sitze ich zu gerne vor der Tiger Reef Bar und gucke mir das Schauspiel auf dem Parkplatz an..... 🙂
VG