Ganz einfach, Physik ist simpel und das Gute - auch noch fair zu Jedermann!
Es geht ausschließlich um den Bodendruck, und der sollte möglichst gering sein PRO cm²
Ergo, wenn du den Luftdruck von 3 Bar auf 0,5 Bar ermäßigst verringert sich der Bodendruck um das SECHSFACHE!! Ja, ich weiß, 0,5 Bar ist sehr wenig, der Laie sollte bei 1 Bar aufhören, und nur dann weiter ermäßigen wenn er wirklich feststeckt!
Hallo KoiAhnung
Völlig OT jetzt... aber es interessiert mich rein von der Physik her.
Ich habe aus jungen Jahren ein Ingenieur Studium in der Tasche. 90% vom gelernten habe ich aber leider wieder vergessen und ein grosser Physiker war ich schon gar nie 😗
Aber diese Aussage oben nagt an mir. Ich versuche es zu begreifen...Ingenieur halt. Du redest vom Bodendruck. Eine vereinfacht Annahme. Das Auto ist 2000 kg schwer. Jedes Rad drück mit etwa 5000 Newton in den Sand.
Der Bodendruck ist Kraft pro Fläche.
Die Kraft bleibt ja in unserem Beispiel immer gleich. Nur wird die Fläche mit der das Rad auf dem Sand aufliegt mit geringerem Luftdruck immer grösser und somit der Bodendruck N/cm2 immer geringer.
Also wenn die Fläche doppelt so gross wird (vereinfacht angenommen), halbiert sich der Bodenruck. Ich begreiffe die Aussage nicht, dass er sich bei 0.5 Bar um das 6 fache verringert. Das wäre ja nur der Fall wenn die Auflagefläche 6mal grösser ist... ?
... es könnte auch sein, dass wir völlig aneinander vorbei reden 😄
Cruiser2'530 Beiträge · seit 201118. Jan. 2017 · #62
Can schrieb: @Cruiser, danke fürs Angebot aber lass man, ich kenne schon genug ganz schlaue Leute. Die schlauesten aus Schlappohrland..
Und manche übertreffen das noch. 🤩 Auch von 'Schlapohren' kann man was lernen, außer man ist als Deutscher Besucher zu hochnässig.
Best Regards
Adolf
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fordfahrer1'003 Beiträge · seit 200818. Jan. 2017 · #63
Hi, außerdem sollte man darauf achten, ob das Fahrzeug ein VSC (Toyota), ESP oder ein ASR (VW) hat, und das ausschalten. Das bremst einen sonst beim Sandfahren (oder wie im Moment auch beim Schnee) erbarmungslos auf Null, wenn die Räfer durchdrehen. Bei Low Range wird das meist automatisch ausgeschaltet. Manchmal aber auch nicht. Da hilft sonst alle Luft etc. nichts. Gruss Christian
Jetzt muß ich aber auch mal richtig Klugscheissen 😉 Auch ich habe ein Ingenieurstudium erfolgreich hinter mich gebracht und ich habe folgendes gelernt
1bar = 10 N/cm² das sind 100000 N/m² und N/m² = Pa
Und der Reifendruck ist nicht der Absolute Druck, sondern der Überdruck zum Umgebungsdruck /Luftdruck. Wenn das Reifendruckmessgerät an der Tankstelle einen Druck von 2 bar anzeigt, dann ist damit der Überdruck gegenüber dem atmosphärischen Druck von ca. 1 bar gemeint. Der Druck im Autoreifen liegt also 2 bar über dem atmosphärischen Druck. Der absolute Druck beträgt somit etwa 3 bar.
Und p = F/A wobei p Druck, F Kraft, A Fläche Erdanziehungskraft 9,81 m/s² also ca. 10m/s² das bedeutet 500 kg (pro Reifen) ergeben eine Gewichtskraft von ca. 500N Reifen bei 3 bar: 3bar = 300000 N/m² A= F/p=500N / 300000 N/m² = 0,0016m²=16cm² Reifen bei 0,5bar: 500N / 50000N/m² = 0,01 m² = 100m² 100 / 16 = 6,25 => also die Fläche wir um das sechsfache größer
KoiAhnung hat recht!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
ENDE DER KLUGSCHEISSEREI!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! 😗 😗 😗 😗
ich bin kein Ingenieur! Und deshalb verstehe ich das alles nicht. Und schon gar nicht verstehe ich wie man bei einem handelsüblichen Reifen durch Druckminderung eine Auflagefläche von 100m² (10m*10m) 🤩 hinbekommt. Aber eventuell sind mir die Ingenieure da technisch voraus 😄
Viel Spaß beim ausprobieren 😉 !
Viele Grüße Peter
fordfahrer1'003 Beiträge · seit 200818. Jan. 2017 · #66
da fehlt nur das "c" vor dem "m" ... Gruss Christian
Und p = F/A wobei p Druck, F Kraft, A Fläche Erdanziehungskraft 9,81 m/s² also ca. 10m/s² das bedeutet 500 kg (pro Reifen) ergeben eine Gewichtskraft von ca. 500N Reifen bei 3 bar: 3bar = 300000 N/m² A= F/p=500N / 300000 N/m² = 0,0016m²=16cm² Reifen bei 0,5bar: 500N / 50000N/m² = 0,01 m² = 100m² 100 / 16 = 6,25 => also die Fläche wir um das sechsfache größer
Hallo Sasa
Deine Berechnung ist richtig, ausser dass 500kg > 5000N sind, aber egal, bei der Berechnung der Fläche machst du 2mal den gleichen Fehler, also ist er irrelevant 😉
Jetzt ist es mir klarer. Ihr redet von der Reifengesamtfläche und ich von der Auflagefläche auf dem Sand. Ich kann es mir irgendwie trotzdem nicht ganz vorstellen, dass die Reifenfläche 6 Mal grösser wird, aber die Formel gib dir recht.
Bei der Auflagefläche im Sand hatte ich immer im Kopf, dass sich diese bei geringem Druck in etwa verdoppelt, was zu stimmen scheint... Zum Glück folgt Einstein unserer Diskussion nicht, er würde sich die Haare raufen 😎
Und noch ein Ratschlag für die Fortgeschrittenen: Ab Xade die südl. Durchquerung des CKGR nach Khutse. Da kann man dann das theoretische Wissen in der Praxis ausgiebig üben. Da muss man auch nicht auf den Verkehr achten. 😄
Ihr habt recht. kg ist ca. 10 N und es sind 100 cm², weil ja wie geschrieben 0,01 m²
Und mir kommt das mit der 6 fachen Fläche auch seltsam vor. Ich habe nur versucht die ganzen Meinungen zu versachlichen. War aber ein typischen Fall von gutgemeint ist nicht gut 😗
Muß das nochmal in Ruhe überlegen und dann kommt nach der statischen Betrachtung ja noch die dynamische, wenn das Rad sich dreht, aber dann drehe ich auch am Rad und lass das einfach sein 🙄 🤩 😕 So, und jetzt werde ich praktische Anfahrversuche im Tiefschnee machen und da kann ich mit Bestimmtheit sagen: Zweiter Gang und gaaaanz wenig Gas.
Ich wollte jetzt nur noch mal sicher gehen, ob ich die Berechnungen so richtig verstanden habe oder mal wieder etwas Nachhilfe brauche:
Beste Grüße
Guido
Mzeekenya527 Beiträge · seit 201318. Jan. 2017 · #71
KoiAhnung schrieb:
Sasa schrieb: Die "berühmte Strecke zum Sossousvlei" fahre ich z.B. mit dem Hilux 2,4 Liter lässig in 2WD H, und auch ohne Luft abzulassen (bin ich schlicht zu faul dazu für die kurze Strecke) 😊
Suche gerade bei meinem LC 3,4 ltr. mit 95 PS krampfhaft den 2WD L... Den hat er als altes Cookie (1989) vermutlich noch nicht! Ich bin die Strecke zum S. immer im 4WD H und auf schmalen Reifen (7.50 - 16) gefahren. Hakuna Matata, kein Problem. Gruss aus dem sommerlichen Nanyuki. WILLI
MAMarkus6151'042 Beiträge · seit 201618. Jan. 2017 · #72
Hallo Maputo,
Maputo schrieb: Jetzt ist es mir klarer. Ihr redet von der Reifengesamtfläche und ich von der Auflagefläche auf dem Sand. Ich kann es mir irgendwie trotzdem nicht ganz vorstellen, dass die Reifenfläche 6 Mal grösser wird, aber die Formel gib dir recht.
die Formel beweist nur, dass man in der Physik ein physikalisches Modell aufbauen sollte und nicht einfach physikalische Einheiten, nur weil sie zueinander zufällig passen einfach so aneinander reihen sollte.
Die Reifengesamtfläche wird sogar kleiner wenn man Druck ablässt. Das ist auch bei einem Luftballon (dämliches aber anschauliches Beispiel) so: Lasse ich Luft raus, wird er kleiner!
Die Reifenauflagefläche ist maximal (sehr vereinfacht gesehen, weil dann eigentlich nur noch das Felgenhorn als Tragendes Bauteil auf dem Sand stehen würde), wenn sich keine (Umgebungsdruck) Luft im Reifen befindet, so kann man aber nicht fahren. Je mehr Druck im Reifen ist, desto weniger Auflagefläche hat er.
Bedenken sollte man noch, dass der Reifen im Sand steht (wegen der Auflagefläche, also eine Flächenlast hat die nicht irgendwie linear oder einfach zu berechnen wäre) und dass die Kontur sich nicht linear zur Druckänderung im Reifen ändert.
Wenn ich mir jetzt noch ausmale wie man das fahrdynamisch mit der Verformung des Reifens physikalisch irgendwie erfassen will, dann mag ich mir gar nicht ausmalen, was da für Formeln plötzlich im Raum stehen. Ich steige da vorher ganz sicher aus...
Gruß Markus
picco6'369 Beiträge · seit 201118. Jan. 2017 · #73
Hoi zämä
😄 Solche Diskusionen sind doch immer wieder interessant! 😄 Vieleicht ein kleiner Hinweis an diejenigen welche denken dass die Reifenaufstandsfläche im selben Verhältniss grösser wird wie sich der Druck verringert: Auch Reifenflanken tragen.... 😉 Allen ein fröhliches weiteres Einheiten-Jonglieren... 😎
Guido. schrieb:Ich wollte jetzt nur noch mal sicher gehen, ob ich die Berechnungen so richtig verstanden habe oder mal wieder etwas Nachhilfe brauche:
Beste Grüße
Guido
Ha ha, ja so etwa... 😄 ...nur die Formel stimmt, aber irgendwo ist ein Überlegungsfehler. Eine Herausforderung an den Intellekt...und wieso nicht einmal eine Mathe und Physik Diskussion unter "Laien" ....wenn einer Kilometer lang Elfefanten oder Löwenbilder einstellt stört das ja auch niemanden... Also, das Rätsel mit der Reifenfläche ist noch nicht gelöst... 😎...oder Markus 615 hat es gerade gelöst..
GinaChrisThemenstarter4'984 Beiträge · seit 201618. Jan. 2017 · #75
Wenn ich mir jetzt noch ausmale wie man das fahrdynamisch mit der Verformung des Reifens physikalisch irgendwie erfassen will, dann mag ich mir gar nicht ausmalen, was da für Formeln plötzlich im Raum stehen. Ich steige da vorher ganz sicher aus... Gruß Markus
Ach schade Markus jetzt wo es spannend wird! 🤢 🤩 😄
Danke Erika für die Erdung, mir raucht nämlich schon der Kopf, es ist einfach zu viel zu beachten- 😕 Manches habe ich 3x gelesen und wieder nicht kapiert 😉 😕 . Irgendwie erinnert mich das alles an meine lange zurückliegenden Versuche das Schifahren im Tiefschnee zu erlernen, in der Zeit wo man das mit 2,15 m langen, sehr schmalen und stocksteifen Brettern machen musste, die eher schwierig zu drehen waren. Der Herr Schilehrer rief daher: Falllinie, in der Falllinie bleiben!!! ….und schon fiel ich diese entlang. Und jedes Mal wenn ich dachte, dass mir jetzt der Knopf aufgegangen sei, war der Urlaub aus…so erging es mir dann auch immer beim Sandfahren…Übung ist eben alles. Als Ersatz für Berechnungen und als abschreckendes Beispiel schildere ich hier mein Schlüsselerlebnis durch learning by doing zum Thema Reifendruck in Tiefsand und auf hartem Untergrund: In Jefreys Bay hatte ich mich am Strand total festgefahren und zwar etwas UNTER der Hochwasserlinie. War ein reiner Fahrfehler, anstatt auf den Sand vor mir hatte ich aufs Meer geschaut. Luft hatte ich sicher ordentlich abgelassen, an den Wert kann ich mich nicht mehr erinnern, vielleicht 1,5 bar oder so. Nach viel Schaufeln und noch mehr Schaufeln hatte ich das Auto zwar ein paar Meter näher an weniger tiefen Sand herangebracht aber mittlerweile kam die Flut und einzelne Wellen kamen schon bis zum Auto. Mit jeder Welle lag dieses etwas tiefer und ich hatte schön langsam damit begonnen mich von meinem schönen Auto zu verabschieden und daher noch rasch meinen Schutzengel angefordert…ein Forum konnte ich ja nicht befragen 😉 . Der kam dann in Gestalt eines Surffischers, der in Sichtweite gefischt hatte. Beim Standortwechsel rief er mir, im Vorbeigehen, zu: YOU MUST DEFLATE YOUR TIRES!!! Ich antwortete, dass ich das gemacht hatte und über die Schulter rief er noch: „NOT ENOUGH“. OK, genug ist nie genug, und ich habe dann Luft rausgelassen bis das Auto auf den Latschen stand, sicher unter ein bar…wäre ja sowieso egal gewesen ob das Auto nun mit ganz flachen oder ½ vollen Reifen im Meer verschwindet. Damit ist das Auto im 1. Gang H ohne irgendeine Mühe herausgefahren. Das hat sich in der Zeit vor dem Kompressor abgespielt und meine zweite Lektion des Tages zum Thema Reifendruck folgte bei Erreichen der Teerstraße. Ich war nämlich zu faul zum Aufpumpen und wollte daher die paar hundert Meter zur Tankstelle fahren. Die bin ich dann auch ganz langsam gefahren und ich habe butterweich gebremst als hätte ich ein rohes Ei am Bremspedal. Im nächsten Augenblick stand ich mit blockierten Rädern in einer blauen Rauchwolke und wie durch ein Wunder bleiben die Reifen auf der Felge. Die Lektionen dieses Tages lauteten für mich: Genug ist nicht genug aber zu viel ist trotzdem zu viel. Ich habe dann später noch eine große Karriere im Festfahren hingelegt, weil ich wegen der zermürbenden Arbeit mit der Handpumpe (100 Stöße = 0,3 bar, nach meiner Erinnerung) immer zu wenig und zu spät abgelassen habe, mich aber mit starkem Luftablassen auch immer selber befreien können. Und weil ich gerade in Fahrt bin: Vor Jahren, als das Mietwagenangebot noch nicht so toll war, bin ich von Chobe nach Moremi mit einem Isuzu 2,2 l Benziner gefahren, der wenig Drehmoment und (zu) wenig Bodenfreiheit hat. Und das war nicht angenehm. Wenn ich richtig Luft raus gelassen habe, waren wieder ein paar Cm an Bodenfreiheit weg, eine Wahl zwischen Pest und Cholera. Jemand der mich einmal auf die Schnelle wieder flott gemacht hat und dann hinter mir nachgefahren ist, hat mir gesagt, dass ich ununterbrochen aufgesessen bin. Und wenn mir jetzt jemand sagt, dass das in der hohen Übersetzung gegangen wäre, verstehe ich gleich gar nichts mehr 🙁 , auch wenn die Kapazunder jetzt wieder über mich lachen 😄 , Grüße
@Leser....als ich das erste mal vor 30 Jahren in Kapstadt war, wollte ich den coolen Macher an der Beach spielen und bin am Bloubergstrand mit einem Uralt Landcruiser vor versammelter Menge grandios abgesumpft... Einem Südafrikaner der mir helfen wollte habe ich mitgeteilt, dass der 4*4 nicht richtig funktionieren würde...er hat nur gesagt...you must turn the locks... 🙄 ....keine Ahnung damals was er genau meinte, bin sogar noch leicht sauer geworden, weil er sich immer wiederholt hat und es mir schliesslich gezeigt hat, dass man an den Rädern diese komischen Naben drehen muss... 😗 ... das Leben ist ein ständiger Lernprozess...
GinaChrisThemenstarter4'984 Beiträge · seit 201618. Jan. 2017 · #80
Leute, Leute,
wenn ich mir die Zielgruppe des Threads ansehe und was daraus geworden ist frage ich mich schon ob das der Sinn war? Gratuliere Euch herzlichst!
Chris PS: Wir fahren privat General Grabber AT2 auf einem Jeep GC und wissen was wir tun.