Antons 4x4-Selbstfahrer-Tipps

104 Antworten · 14,2k Aufrufe · gestartet 13. Jan. 2017 von GinaChris
Bilder klein
Antworten
Themenstarter4'984 Beiträge · seit 201613. Jan. 2017 · #1
Schönen Nachmittag allen!

In Anlehnung an den thread "Niemals ohne Wasser", und als Ergänzung dazu,
möchte ich hier ein paar Tipps die Anton du Plessis (Mwandi View) formuliert hat, einstellen;
siehe Anhang

Diese Tipps richten sich vor allem an 4x4-Selbstfahrer in Botswana,
die noch keine eigene Erfahrung in diesem Bereich gesammelt haben,
aber auch an jene, die vielleicht noch eine Entscheidungshilfe brauchen,
ob sie sich selbst zutrauen können und wollen, Botswana als 4x4-Selbstfahrer zu bereisen.

Gruß Gina
📎 Antonsmail.pdf
831 Beiträge · seit 200913. Jan. 2017 · #2
"... und prüft speziell ob das Reifendruckmessgerät präzise arbeitet, und die Gasflaschen befüllt sind."
Danke, Gina, für diese Ratschläge, die ich alle sehr befürworte und auch bei unseren Touren immer beherzige. Das einzige, was mir immer Bauchweh macht, ist die Sache mit den Gasflaschen. Da weiß ich bis heute nicht, wie man die Menge des Inhalts prüfen kann. Bisher hatten wir damit noch nie Probleme auf Tour, aber einmal ist immer das erste Mal... Hat da jemand einen guten und durchführbaren Tipp?
Vergessene Kontrolle des Reifendruckmessers haben wir bei der ersten Reise schmerzhaft gespürt, als wir mehrmals mit der Hand pumpen mussten.
Liebe Grüße
Marga
890 Beiträge · seit 201613. Jan. 2017 · #3
Hi,
im "heißen Tiefsand" ausschließlich im "High Range" fahren - na dann.......
Gruß
2'167 Beiträge · seit 200913. Jan. 2017 · #4
buma schrieb:"... und prüft speziell ob das Reifendruckmessgerät präzise arbeitet, und die Gasflaschen befüllt sind."
Danke, Gina, für diese Ratschläge, die ich alle sehr befürworte und auch bei unseren Touren immer beherzige. Das einzige, was mir immer Bauchweh macht, ist die Sache mit den Gasflaschen. Da weiß ich bis heute nicht, wie man die Menge des Inhalts prüfen kann.
Hallo Marga,
Stell sie auf die Waage. Das Leergewicht sollte auf der Flasche aufgedruckt sein, die Differenz ergibt den Gas Inhalt der Flaschen.
Aber das sollte doch eigentlich der Vermieter pruefen.... ?

Gruss aus Sodwana
Maddy
Reiseberichte: Camping Tour Northern Namibia, August 2010 Dlinza Forest, Eshowe, KZN, South Africa Die erste Reise - Loggerhead Camping trip 2020: KNP-Mapungubwe-Magoebaskloof-Mt.Sheba
142 Beiträge · seit 201613. Jan. 2017 · #5
buma schrieb:"... und prüft speziell ob das Reifendruckmessgerät präzise arbeitet, und die Gasflaschen befüllt sind."
Danke, Gina, für diese Ratschläge, die ich alle sehr befürworte und auch bei unseren Touren immer beherzige. Das einzige, was mir immer Bauchweh macht, ist die Sache mit den Gasflaschen. Da weiß ich bis heute nicht, wie man die Menge des Inhalts prüfen kann. Bisher hatten wir damit noch nie Probleme auf Tour, aber einmal ist immer das erste Mal... Hat da jemand einen guten und durchführbaren Tipp?
Vergessene Kontrolle des Reifendruckmessers haben wir bei der ersten Reise schmerzhaft gespürt, als wir mehrmals mit der Hand pumpen mussten.
Liebe Grüße
Marga
Einfach mit der Koffer-Waage wiegen.
142 Beiträge · seit 201613. Jan. 2017 · #6
Can schrieb:Hi,
im "heißen Tiefsand" ausschließlich im "High Range" fahren - na dann.......
Gruß
Wie denn sonst? Doch wohl nicht mit Low Range!
828 Beiträge · seit 201613. Jan. 2017 · #7
Can schrieb:Hi,
im "heißen Tiefsand" ausschließlich im "High Range" fahren - na dann.......
Gruß
Das Dokument ist sehr gut, es steht viel wesentliches darin. Ich fahre fast immer High Range....wo ist das Problem ?
890 Beiträge · seit 201613. Jan. 2017 · #8
Hi,
Khaudum oder Guinjata Bay Camp z.B. im High Range? Dann seid ihr alles Überflieger mit Hyperautos......
Manche kommen im 4x4 nicht zum Soussusvlei hinter....aber dann im "High Range" is klar, dann ist es kein Wunder, dass es gleich die Tipps zum Ausbuddeln gibt...........Aber es soll auch jeder so fahren wie er denkt bzw. wie er es empfohlen bekommt. Meine Kupplumg ist es auch nicht.
Aber vielleicht ist meine Definition von Tiefsand eine andere - kann sein.
VG
zuletzt bearbeitet 13. Jan. 2017
7'263 Beiträge · seit 200613. Jan. 2017 · #9
Hallo Can,

Ich fahre im Sand überwiegend im Hi Range. Das auch im Khaudum oder auf mehreren Touren in den Dünen nördlich von Lüderitz. Gelernt habe ich das von einem Buchter (Lüderitzer), der auf der ersten Tour da unten neben mir sass und mir sehr viele Tipps gegeben hat. Ich bin da auch einiges im Low Range gefahren, trotzdem ist Hi Range im Sand bei mir die erste Wahl. Natürlich ist der Reifendruck, die Geschwindigkeit uvm. für die Entscheidung verantwortlich.

Übrigens habe ich vor kurzem Kontakt mit Sabine und Burkhard Koch (www.pistenkuh.de) gehabt. Diese haben eine hervorragende DVD zum Thema Offroad Fahrtraining. Wenn ich diese DVD früher angeschaut hätte, hätte ich mir viel Buddelei ersparen können. Wir haben diese DVD nun in unseren Shop aufgenommen.

Herzliche Grüsse
Chrigu
zebra.reisen: Individuelle und Begleitete Selbstfahrerreisen, Kleingruppenreisen und Reiseberatung Satellitentelefon: Satellitentelefon für die weltweite Nutzung Reiseplanung / Reiseberatung: Besprechung per Videokonferenz Der Zebra Shop: Karten, Bücher und Infos für das südliche Afrika Erlebnisse: Einige unserer Reiseerlebnisse aus Namibia, Botswana und Sambia
890 Beiträge · seit 201613. Jan. 2017 · #10
Hi Chrigu,
ich war bei der Armee Fahrlehrer,zwar auf LKW, und habe Leuten das Offroad Fahren gelernt , damit meine ich Offroad. Das beinhaltete auch möglichst schonend mit der Technik umzugehen. Und wenn jetzt jemand erzählt, dass ich im Tiefsand, mit einem beladenen Fahrzeug, im High Range im 1. Gang los fahre (falls es überhaupt möglich ist, ohne schleifende Kupplung) dann schlagartig die Kupplung trete, um den 2 Gang durchzureißen um nicht stehen zu bleiben und falls das nicht gelingt, dann beim nächsten Anfahrversuch im 1. Gang zu bleiben um genügend Kraft zu haben und so über 30, 40...km fahre, dann ist das schlchtweg falsch. Es heißt nicht, dass man es nicht so machen kann. Nur der Low Range ist nicht dazu gedacht, ein stecken gebliebenes Auto aus dem Sand zu fahren...Wer es so macht, soll mal nach so einer Fahrt unters Auto gucken und das Getriebe aanfassen bzw. nach dem 3. Anfahren seine Kupplung "beschnuppern" und die Kupplungsglocke anfassen....
Solche Tipps sind für mich persönlich unverständlich. Ich fahre im Tiefsand bei niedriger Geschwindigkeit grudsätzlich im Low Range im 3.-4 Gang. Auch beim Anfahren und dann ohne zu schalten die Strecke durch. ggf wähle ich auch im Low Range den 6. Gang. Wie bekannt bei Untersetzung - doppeltes Drehmoment bei halber Geschwindigkeit. Somit kenne ich das Problem einer eventuellen Überhitzung gar nicht, wie auch bei 900 bis 1000 Umrehungen p.M. Und ich muss auch nicht mit aller Macht im 3 Gang (falls ich es bis dahin schaffe zu schalten) auf Geschwindigkeit bleiben, damit ich nicht stehen bleibe...
Aber so iwie manche Youtube Videos vom Kaokoveld ist dort scheinbar der beste Tipp, dass die Kupplung und die Bremsen die meiste Arbeit bei Felspassagen übernehmen müssen.....
Aber ich hatte ja schon geschrieben - es kann jeder fahren wie er möchte.
Und wenn ich so manchen "Südwester" auf seinem Auto "rumhacken"sehe, dann will ich das nicht lernen.....
Und wie haben wir immer gesagt, wer stecken bleibt hat vorher etwas falsch gemacht.....
VG

PS: Die Tipps von der Pistenkuh sind trotzdem hilfreich und gut das es so etwas gibt.
zuletzt bearbeitet 13. Jan. 2017
444 Beiträge · seit 201113. Jan. 2017 · #11
Hallo Can und Chrigu,
ich glaube den Stein der Weisen gibt es nicht. Vielleicht sind auch Dinge wie "Fahrzeugtyp" und Bereifung wichtig. Wir sind immer mit einem "Buschtaxi" unterwegs, d.h. Saugdiesel 6-Zylinder, der schlappe 130 PS aus 4,2 Liter Hubraum zieht. Wenn man z.B. nach Norden aus dem Kaudum herausfährt, hat man ca. 50 km feinsten Tiefsand. Ich bin nicht auf die Idee gekommen diese 50 Km in der Untersetzung (Low Range) zu fahren. Allerdings variiere ich den Reifenluftdruck durchaus weiter/tiefer als hier empfohlen. Mit 1,2 bar und auch mit 1,0 bar habe ich keine Probleme. Und der Toyo übrigens auch nicht. Aber irgendwie muss jeder selbst herausfinden, was für ihn das Beste ist.
Gruß NamiBilly
890 Beiträge · seit 201613. Jan. 2017 · #12
Hi Nambilly 🙂 , grüß dich. Bald wieder unterwegs? Ich ja, Mitte Februar...

Hmmm..... der hier stand - mit seinem TOYO - 1,5 Stunde geschaufelt - zu dritt geschoben - auf der nördlichen Khaudum Zufahrt.....und der hatte nur paar Plastik Pipes auf der Ladefläche und ne kleine Pumpe aufm Hänger. Also für das Auto eigentlich nix.....
VG
PS: Ich fahre auch 0,8 im Sand....

Aber kann mir vielleicht noch jemand erklären, warum ihr im High und vl. 2. Gang durch Tiefsand fahrt und n i c h t im Low im 3. oder 4. Gang? Man lernt ja nie aus. Ich bin ja der Meinung, nicht alles was meinAuto schafft, tut ihm auch gut..... sh. meinen obigen Beitrag.
zuletzt bearbeitet 13. Jan. 2017
Gast13. Jan. 2017 · #14
Die Argumente von Can leuchten mir ein, außerdem ist mE ein wichtiger Punkt, welches Auto und welche Beladung man hat. Mit einem Kraftlackel schaut das anders aus, als mit einem schwächer motorisiertem Auto, wobei die PS gar nichts sagen, sondern das Drehmoment und der Hubraum aus welchem es kommt. Das Argument von Can mit der Schonung des Antriebsstranges ist aber davon unabhängig und für mich einleuchtend.
Ein wichtiger Punkt ist auch Streckenkenntnis. Wenn man nicht weiß wie es weitergeht, kann low range vor allem bei schwach motorisierten Autos und für nicht so versierte Fahrer (meine Leistungsklasse) durchaus die bessere Option sein. Man verbraucht vielleicht um 10 % mehr Sprit ist aber immer auf der sicheren Seite, z. B. bei Gegenverkehr wo man langsam werden und ausweichen muss. Mit einem schwächer motorisiertem Auto, wenig Erfahrung, keine Streckenkenntnis ist mE lieber früher low range als zu spät die bessere Option.
Begründung: Nachdem ich, im Gegensatz zu den Meinungssettern hier, nur hin und wieder nach Afrika fahre habe ich mir obige Meinung beim Radfahren auf meiner Hausstrecke erarbeitet, das macht auch nichts, Physik bleibt Physik 😗 . Da gibt es eine lange Steigung, einspurig, eng. Ich bin schon älter, meine Antriebsleistung ist somit beschränkt, hier erfahre ich mein persönliches sandridge, ohne nach Afrika zu fahren. In einer mittleren Übersetzung gehe ich 3 von 10 Mal ein, wenn ich einem Auto ausweichen muss und den Schwung verliere und/oder das Zurückschalten nicht funktioniert, gehe ich ein, muss absteigen. Wenn ich schon am Fuß des Berges in die niedrige Gruppe schalte, kann ich alles durchtreten und bin noch nie hängen geblieben. Ich kann meine Geschwindigkeit variieren, meine Kraft reicht aus. Ein Wermuthstropfen ist zwar, dass Mountainbiker mit schwarzenegger‘schen Oberschenkelmaßen an mir vorbeiziehen, als würde ich stehen, aber was soll‘s, mit voller Hose ist es eben leicht zu stinken. Damit wäre eigentlich alles klar…. Oder? Aber hin und wieder drängt mich eine innere Stimme: Sei doch ein echter Kerl und fahr in einer mittleren Übersetzung! Wozu benützen was sie dafür eingebaut haben? Die niedrigen Gänge sind nur für Weicheier > Ergebnis: siehe oben. Doch meistens siegt mein innerer Schweinehund (den ich Hausverstand nenne) und ich schalte rechtzeitig zurück.
Grüße
Gast14. Jan. 2017 · #15
Hallo,

ich bin jetzt nicht der Offroad-Held, vermute aber auch, das Anton du Plessis von den Fahrzeugen ausgeht, die er so fährt. Mit einem starken Motor wird das funktionieren. Auf das, was Touris aktuell typischerweise unter dem Hintern haben, ist das aber nicht übertragbar. Der bislang gebräuchlichste Hilux mit dem 2.5 Einstiegsdiesel hat je nach Modelljahr teilweise nur 75kW/200Nm (Jüngere Jahrgänge haben etwas mehr Drehmoment). Der Hilux muß damit bei Campingfahrzeugen je nach Details 2,5 bis 3 Tonnen bewegen. (Der aktuelle 1.4 Einstiegsdiesel eines VW Polo in Deutschland hat übrigens mehr Drehmoment).

«in sehr tiefem Sand, wählt den 2. oder 3. Gang und haltet den Motor bei etwa 2000 Umdrehungen.»
Im 3. Gang bleibt der Hilux mit dem Motor im tiefen Sand dann schlicht stehen und bewegt sich keinen Zentimeter. Zu hohe Übersetzung und zu wenig Kraft. Im 2. reicht die Kraft in wirklich weichem Sand erfahrungsgemäß teilweise auch nicht. Untersetzung und 3. Gang, manchmal 4. Gang passen meistens. Und wenn man sich im Sand festgefahren hat, wird man den Reifendruck weiter senken als auf 1.4. Es geht darum, die Auflagefläche des Reifens zu vergrößern und gerade das letzte bißchen Absenken bringt am meisten.

Untersetzung und 3. Gang ist im Übrigen auch das, was die hier neuerdings gern als Referenz angeführte Pistenkuh für tiefen Sand und Strand empfiehlt. Wenn die neue Hilux-Generation bei den Vermietern Einzug hält, könnte sich das Thema etwas entspannen. Der neue Einstiegsdiesel hat nun 400Nm.

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 14. Jan. 2017
224 Beiträge · seit 201314. Jan. 2017 · #16
Hallo zusammen,

@Gina: danke, ich habe so etwas schon lange gesucht

ich glaube, ihr führt hier eine sehr philosophische Diskussion um einen technischen Aspekt, der von vielen, vielen Faktoren bestimmt wird und sich nicht pauschal beantwortet lässt. Die Frage ist doch: schaffe ich es noch im Hi- Modus oder muss ich schon in die Untersetzung. Diese Frage kann man nur individuell beantworten und hängt ab von:

1. Erfahrung der Crew
2. Fähigkeit in die Maschine reinzuhören
3. Allrad: permanent vs zuschaltbar
4. Automatik vs Schaltgetriebe
5. Sperre: wieviele und welche
6. Bodenfreiheit
7. Reifeprofil und Luftdruck
8. Reifendurchmesser (wenn umgerüstet)
9. Beladung
10. Kraft des Motors
11. etc pp.

Zu der aktuellen Diskussion.
Ich bin im Khaudum fast immer im 2. oder 1. Gang im Normalmodus gefahren. Ging es nicht mehr weiter, haben wir uns in der Reduktion rückwärts rausgewühlt und sind dann in der Untersetzung solange weiter gefahren, bis es wieder besser wurde.

Warum mache ich das in dieser Form. Ich fahre permanent Allradmodus. Solange die Mittelsperre aus ist, kann man den Wagen wunderbar auch um Kurven navigieren ohne, dass das Heck übersteuert.
Hinten werkelt bei mir ein LSD. Es arbeitet von Geisterhand. Bei allen Nachteilen, die ein Limited Slip hat, ist das Fahren im Tiefsand nach dem Umbau auf LSD um gefühlte 100% besser geworden.
Sollte man sich in dieser Kombi festfahren, gibt es noch Luft nach "OBEN" als Plan B, um wieder freizukommen. Z.b. Mittelsperre, Untersetzung, Seilwinde, Hi-Lift und Schaufel, Kaffee und Kuchen---- in dieser Reihenfolge.
Das ist meine Herangehensweise zu diesem Thema. Mit einer anderen Kombi aus Fahrer und 4x4 kann die Sache schon wieder ganz anders aussehen.


LG, RB
zuletzt bearbeitet 14. Jan. 2017
890 Beiträge · seit 201614. Jan. 2017 · #17
Hi,
@RB - es ist keine philosophische Betrachtung - vieleicht für 5% der speziellen Fahrzeuge die umgebaut bzw.aufgerüstet sind ja.

Aber 95% der hier verwendeten Fahrzeuge sind normale Serienfahrzeuge,die vielleicht maximal eine Höherlegung haben, keine V8 mit Chiptuning, kein Sperrenschnickschnack, keine Spezielreifen etc......

Und selbstverständlich kennt hier nicht jeder das gemietete Fahrzeug aus dem FF wie jemand, der ein privates Auto hat. Und auch selbstverständlich ist,dass jeder seinen Fahrstil bevorzugt - so wie ich auch und der lautet, ehe ich mich fest fahre um mich mit Plan B "herauszuwühlen", lasse ich es unter Zuhilfenahme aller technischer Möglichkeiten, welche mein Fahrzeug bietet, gar nicht soweit kommen und fahre durch. Denn meist ist es so, dass man eventuell aus Unerfahrenheit schon mit dem Fahrzeugboden aufsitzt und in dieser Situation kein Low Range, keine Sperre und abgelassene Luft mehr reicht, um das Fahrzeug "zu befreien". Das ist auch schonender fürs Auto, wenn man nicht "wühlen" muss. Ich bin kein Freund von Werkstätten...... Natürlich ist klar, dass ich nicht ständig alle Sperren nutze, nur hier ging es um die Verwendung von Low und High Range bei normalen Fahrzeugen und ich denke, unter diese Kategorie fallen alle Mietwagen.
VG
zuletzt bearbeitet 14. Jan. 2017
873 Beiträge · seit 201614. Jan. 2017 · #18
Für einen 4x4-unerfahrenen stinknormalen Namibia-Touristen (womöglich sogar Ersttäter) ist dieser Thread eher verwirrend als hilfreich. Es ist schon erstaunlich, wie unterschiedlich anscheinend die technischen Strategien und Meinungen bei den 'Spezialisten' sind. Das soll keine Kritik, sondern nur eine Beschreibung meines Eindrucks sein.
Ich lese mit Neugier und einem gehörigen Maß an Respekt die verschiedenen Reiseberichte und Tipps zum Fahren im tiefen Sand und bin am Ende kaum schlauer als am Anfang. Können sich die Cracks denn auf eine einheitliche sinnvolle Vorgehensweise für das ganz normale Szenario einigen, vor dem die meisten wahrscheinlich als Erstes stehen, also

1. Erfahrung der Crew: wenig bis keine, aber keine Angst vor 'Mut und Schwung'
2. Fähigkeit in die Maschine reinzuhören: ??
3. Allrad: permanent vs zuschaltbar: ?? Standard-Hilux, also zuschaltbar ?
4. Automatik vs Schaltgetriebe: Schalt
5. Sperre: wieviele und welche: ?? Standard-Hikux
6. Bodenfreiheit: ?? Standard-Hilux
7. Reifenprofil und Luftdruck: Profil evtl. nicht so dolle, Druck veränderbar
8. Reifendurchmesser (wenn umgerüstet): ?? Standard-Hilux
9. Beladung: eher schwer wg. Gepäck, Dachzelt etc.
10. Kraft des Motors: eher schwach, Standard-Hikux 2,5 l
11. etc
12. Strecke: letzte Kilometer Sossusvlei (für den Anfang)

Gibt's mit solchen detaillierten Kriterien eine eindeutige Mainstream-Empfehlung der erfahrenen 4x4er für Gang, Geschwindigkeit etc. ? Oder kommen dann immer noch vier Meinungen bei drei Ratgebern, "kommt drauf an, in welchem Gang du anfängst, wie schnell du schalten kannst, wie gut du die Drehzahl im Blick behalten kannst, wie tief die Fahrspur aktuell ausgefahren ist, wie warm oder feucht das aktuelle Klima ist etc....." ?

Ich weiß, dass das schon zig mal thematisiert wurde, aber ich bin eigentlich auf der Suche nach der zu-95%-stimmt's-so-Antwort und nicht nach den "kommt-drauf-an-Sonderfällen".
Danke im Voraus.

Christoph
NAM 09/2017 mit Galerie NAM 07/2019 mit Galerie NAM 08/2021 mit Galerie Südafrika 08/2023 mit Galerie NAM 08/2025 mit Galerie
zuletzt bearbeitet 14. Jan. 2017
828 Beiträge · seit 201614. Jan. 2017 · #19
Yoda911 schrieb:


Ich weiß, dass das schon zig mal thematisiert wurde, aber ich bin eigentlich auf der Suche nach der zu-95%-stimmt's-so-Antwort und nicht nach den "kommt-drauf-an-Sonderfällen".
Danke im Voraus.
Das ist bei Foren immer so, es artet schnell in einen Glaubenskrieg aus. 😄

Mein Moto "keep it simple"

Bei Sand Luft ablassen, auf 1,2-1,5 bar.

Versuch zuerst mit 4 High zu fahren. Die meissten Tracks lassen sich so bewältigen.

Wenn das Auto schon beim Anfahren "schwer" geht, oder wenn der Sand unterwegs plötzlich schwerer/tiefer wird, stoppst du sofort und machst den 4 Low rein.Eventuell musst du dann etwas rückwärts fahren, weil du dich schon etwas eingegraben hast. Immer "vernünfig" mit dem Gaspedal umgehen.

So mache ich das seit 25 Jahren, mit Mietwagen und meinem Toyota Landcruiser br A
zuletzt bearbeitet 14. Jan. 2017
1'715 Beiträge · seit 200614. Jan. 2017 · #20
Wir sind mit unserem eigenen 4x4 Bus unterwegs. Er ist mit einem 2.3 Liter Benzinerausgerüstet der nur 105PS bringt und das bei einem einem Gewicht < 4 Tonnen. Keine Sperren und um auf Low Gear schalten muss das Autmatikgetriebe auf Neutral stehen. Deshalb schalte ich schon bei Verdacht auf Tiefsand auf Low. Das Automatikgetriebe hat sich bis jetzt m.E. als Vorteil erwiesen, denn so schnell kann ich manuell nicht herunterschalten.

Unser Bus hat wahrscheinlich etwas mehr Bodenfreiheit als die meisten Mietwagen, was nicht zuletzt an den etwas höheren Reifen (85 statt normal 65) liegt. Sandbleche haben wir dabei, aber erst einmal benutzt, um einen Südafrikansichen SUV mit Offroadanhänger im Moremi zu bergen. Dieser Typ Fahrzeuge haben ja eine Unterbodenschale und damit eine optimal grossflächig im Tiefsand aufzuliegen.

Den Reifendruck senke ich von 4 auf höchstens 2,5 Bar, weil ich schiss vor einer Beschädigung der Seitenwand habe. Was aber dann im Hwange leider trotzdem passierte.


Gruss
Emanuel
http://africanomads.wordpress.com/ www.nelson2africa.blogspot.com https://europenomads.travel.blog/ YouTube Kanal https://bit.ly/3uEEK59