Da würde ich den juvenilen Weißbürzelsinghabicht vorschlagen....
Liebes Grüßle von Bele
Das ist ja lustig, dass ihr hier nahezu zeitgleich das gleiche Bestimmungsproblem vorlegt! 😄
Hier ist unser Exemplar (wobei man schon erkennen kann, dass die Färbung offensichtlich deutlich variieren kann - und ich denke nicht, dass das nur am Licht liegt):
Viele Grüße Birgit
P.S.: Ich hab noch einiges aufzuholen beim Lesen eures Berichts! Komme zur Zeit nur unregelmäßig dazu, mal reinzuschnuppern... Aber das hole ich noch mal von A-Z nach! Wir sind SEHR begeistert von euren Aufnahmen und auch von euren unterhaltsamen Texten!
Champagner8'674 Beiträge · seit 201030. Dez. 2016 · #162
Birgit und Werner schrieb:
Hier ist unser Exemplar (wobei man schon erkennen kann, dass die Färbung offensichtlich deutlich variieren kann - und ich denke nicht, dass das nur am Licht liegt)
Das mit den unterschiedlichen Färbungen ist mir beim Studium des Raptor Guides auch aufgefallen (wobei die Beiden ja auch recht weit voneinander entfernt aufgenommen wurden, vielleicht variieren die Farben auch schon deshalb - weiß das jemand?) - und bei dem Eulenmuckelschen Southern Pale Chanting Goshawk könnte es sich auch schon um ein sub-adultes Exemplar handeln...(man könnte sich einbilden, dass der Schnabel schon anfängt sich orange zu verfärben). Vielleicht aber auch alles nur Kaffeesatzleserei..... oder Bleigießen oder so 🙄 😉
Und wisst Ihr was: mein größter Wunsch seit heute ist ein immaturer Dark Chanting Goshawk - der sieht ja irre aus 🤩 (zumindest auf dem Foto im Raptor Guide)!
fotomatte2'513 Beiträge · seit 200931. Dez. 2016 · #163
Hallo,
Bele´s Bestimmungen schliesse ich mich an. Da ja nicht nur räumlich viel Luft zwischen den beiden Weissbürzel- Singhabichten liegt, sondern auch zeitlich ( Dezember versus Juli ), liegt es nahe, daß das ein halbes Jahr ältere Ex. auch schon anders aussieht. Nicht nur der Schnabel ist am Verfärben, sondern auch das Bauchgefieder direkt über dem auf dem Foto rechten, tatsächlich aber linken Ständer gibt es schon ein "Fenster" mit Querbänderung zu sehen. Und auch die Ständer sind schon rötlich.
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200631. Dez. 2016 · #164
@Bele, Birgit, Werner und Matthias: Vielen Dank für eure Unterstützung mit der Vogelbestimmung. Bei den Greifen und Lerchen haben wir immer große Mühe.
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200631. Dez. 2016 · #165
Tag 18 – Montag, 25. Juli 2016 – Immer noch ruhig und kühler
Nossob, KTP – Polentswa, KTP
Auch in Nossob war es morgens bitter kalt. Das Problem ist nicht alleine der morgendliche Frost, sondern auch, dass es tagsüber nicht richtig warm wird. Die Luft erwärmt sich nie über 15 Grad. Uwe stand ein bisschen früher auf und kochte heißes Wasser für Kaffee und Tee. Dann klappten wir schnell das Zelt zusammen und starteten den Motor. Zunächst fuhren wir ein paar Kilometer nach Süden und machten den „Marie se Gat“-Loop. Dort sahen wir nichts Besonderes. Als wir auf dem Rückweg waren, entdeckten wir ein Löwenrudel in weiter Entfernung, das zunächst parallel zur Straße lief und sich dann über die Düne noch weiter entfernte. Wieder über Nossob ging es dann nach Norden. Bei Cubitje Quap blieben wir ca. eine Stunde und beobachteten die Tauben und Flughühner, die zum Wasser kamen. Die Flughühner drehten immer erst einige Runden, bevor sie zur Landung ansetzten. Dann standen sie im Wasser und pumpten sich das Nass in ihr Gefieder, bevor sie hektisch wieder starteten. Dieses Mal waren keine Schakale zur Stelle, um sich ein Hühnchen zu rupfen.
Weißbürzel-Singhabicht
Namaflughuhn
Fleckenflughuhn
Bei Kang gab es einige Gnus, aber die Wasserstelle sah wie gestern noch trocken aus.
Auch an den nächsten Wasserstellen war nicht viel los. Oryx und Strauße, Springböcke und Gnus waren unsere Begleiter. Zwischendurch saßen immer wieder Greifvögel auf Bäumen, und manchmal hatten wir auch das Glück, dass sie sitzen blieben, wenn wir anhielten und ein paar Meter zurück fuhren.
Felsenbussard
Kurz vor dem Wasserloch Langklaas sahen wir auf der Ebene einen Geparden. Er war sehr weit entfernt und legte sich bald neben einen Busch. Wir blieben einige Zeit dort stehen, aber er machte keine Anstalten aufzustehen. Er war so weit entfernt, dass wir ihn gerade so mit dem Fernglas ausmachen konnten. Daher fuhren wir bald weiter. In Polentswa besuchten wir zunächst das verwaiste Wasserloch und fuhren dann zum Campingplatz. Zum Glück war dieser nicht besetzt, und wir konnten eine ausgedehnte Pause machen. Wir setzten uns in die Sonne und aßen die Brötchen aus Nossob mit Marmelade, Nutella und Wildschinken. Ruth bastelte eine Vogeltränke, und schlich einigen Piepmätzen und Streifenmäusen hinterher.
Gelbbauchgirlitz
Drosselschnäpper
Brustbandprinie
Abgesehen vom kalten Wind war es sehr entspannt und erholsam. Am Nachmittag brachen wir zu einer kleinen Runde auf. Weiter als zwei Wasserlöcher Richtung Süden fuhren wir allerdings nicht. Auch heute sollte uns das Tiersichtungsglück nicht hold sein. Nirgendwo entdeckten wir etwas Spannendes. Zum Schluss standen wir am Wasserloch Polentswa und beobachteten Springböcke und Tauben.
Gaukler
Dann ging es zur Campsite.
Wir verwendeten viel Holz für ein ordentliches Feuer und setzten uns direkt daneben, um von der Wärme möglichst viel abzubekommen. Zum Abendessen grillten wir Wildfleisch und legten Folienkartoffeln und einen eingewickelten Butternut in die Glut. Anschließend backte Uwe Brötchen im Potije, die sogar ganz gut gelangen.
Im Dunkeln leuchtete Ruth immer wieder die Umgebung ab. Dabei entdeckten wir Schakale und Springhasen. Auch heute Abend kühlte es erheblich ab. Als wir nach dem Aufräumen ins Zelt stiegen, waren es keine drei Grad mehr. So langsam setzt uns die Kälte zu.
kalachee1'059 Beiträge · seit 200601. Jan. 2017 · #166
Hallo liebe Muckels
Das ist für mich total unvorstellbar bis jetzt, wie kalt es dort in der Kalahari sein kann. Zum ersten Mal war ich 2001 dort, das müsste August oder so gewesen sein. Ich mag mich nur erinnern, dass es morgens schon recht frisch war. Aber so kalt? Die letzten drei Mal war immer zwischen Januar und März, also ultraheiss, da wurde es auch nachts kaum einmal kälter als 20° C. Wahnsinn.
Das mit den »Ablutions« in den südafrikanischen Rastlagern ist wirklich so eine Sache. Ganz so übel war es im Januar 2016 nicht, aber man hat auch dort schon feststellen müssen, dass auf den Unterhalt dieser Anlagen nicht allzu viel Wert gelegt wird. Schade eigentlich. Denn mir scheint, dass es eigentlich schon genügend Personal dort hat, die auch für Unterhaltsarbeiten zuständig sind. Wir sind dort ja während sechs Tagen festgesessen wegen einer Autopanne und haben die Leute dort etwas kennen gelernt. Alles flotte Burschen, die definitiv etwas auf dem Kasten haben, aber wenn ihnen keiner sagt, sie sollen die Armaturen in den Duschen reparieren, macht das auch einfach keiner. So zumindest mein Eindruck.
Dann hoffe ich, dass euch das Sichtungsglück anschliessend wieder hold war und ich freue mich schon auf die Fortsetzung.
ALAlex7682 Beiträge · seit 201201. Jan. 2017 · #167
Liebe Eulenmuckels, ein frohes, gesundes Jahr allen hier! Das ist wieder ein sensationeller Reisebericht, einfach super! Wir fahren Ende März wieder durchs Land, die Kameras liegen schon bereit 🙂 Wahrscheinlich wurde die Frage schon ein paar Mal gestellt: Ihr fotografiert mit Canon, richtig? Bin begeistert von der Qualität der Bilder. Welche Kameras und welche Linsen habt ihr für die Wildlife-Aufnahmen meistens genutzt - 5D MKIII und 100-400 IS II oder ist da auch 7DMKII dabei?
So, freue mich tierisch auf weitere Berichte.
LG Alex
Gromi1'415 Beiträge · seit 201402. Jan. 2017 · #168
Auch heute Abend kühlte es erheblich ab. Als wir nach dem Aufräumen ins Zelt stiegen, waren es keine drei Grad mehr. So langsam setzt uns die Kälte zu.
Was meint ihr, wie froh ich um meine Wärmflasche bin 🤩 von mir aus kann's weiter so gehen 😄
Grüessli von der Gromi
Reisebericht 2015: ZA, BW, NA, ZA
Reisebericht 2018: NA, BW, NA
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200602. Jan. 2017 · #169
Euch allen wünschen wir ein frohes Neues Jahr und viele schöne Afrikareisen in 2017.
@Sam: In der Kalahari kann es im Winter schon sehr kalt werden. Frost ist keine Seltenheit. Unsere Beschreibung der Duschen bezog sich nicht ausschließlich auf diejenigen im KTP, sondern lässt sich auf sehr viele Ablutions im südlichen Afrika anwenden, die oft nicht sehr lecker sind.
@Alex76: Ja, wir haben eine Canon-Ausrüstung. Zum Fotografieren der Tiere verwenden wir die Kombinationen 7D + 100-400 und 7DII + 500. Die 5DIII kommt bei den Landschafts- und Sternenaufnahmen zum Einsatz.
@Gromi: So eine Wärmflasche hatten wir früher auch dabei. Seit ein paar Jahren genügt nachts im Zelt der dicke Daunenschlafsack.
Hallo, liebe Eulenmuckels, da wir (Antje und ich) erst am 5.12. von einem 5wöchigen Namibiaurlaub zurück gekommen sind, konnten wir uns leider erst jetzt zuschalten. Wie immer: Unterhaltsam und spannend geschrieben, auch die Fotos wie immer genial. Es macht einfach Spaß, bei Euch mitzufahren (wir haben noch ein Plätzchen bei Euch gefunden 😊 ). Danke für den herrlichen Bericht über einen Pad, der so manches Mal unseren Weg gekreuzt hat. Da wir nicht campen sondern "Lodgehopping" machen, sind Eure Übernachtungsplätze natürlich einsamer und so manches Mal romantischer. Toll, weiter so. Übrigens ganz liebe Grüße von Meike. L.G. Gerd (Southafrican)
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200603. Jan. 2017 · #171
Hallo Gerd und Antje,
vielen Dank für die Grüße. Wir freuen uns über eure Begleitung und dass euch der Bericht gefällt.
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200603. Jan. 2017 · #172
Tag 19 – Dienstag, 26. Juli 2016 – Thermischer Tiefpunkt
Polentswa, KTP
OK, wir haben bereits über die Kälte gejammert. OK, wir sind nicht zum ersten Mal um diese Jahreszeit in der Kalahari. OK, wir haben gerade eine Kältewelle. Aber heute Morgen war es fast schon nicht mehr lustig, und Ruths Laune entsprechend den Temperaturen frostig. Uwe kochte Wasser für Tee und Kaffee, wir packten – so schnell man dies mit eiskalten Händen eben erledigen kann – zusammen und waren kurz vor halb sieben startklar.
Am Polentswa-Wasserloch war ein einzelner Springbock, der gerne etwas getrunken hätte. Er lief von einer Ecke der großen Wasserstelle zur anderen, aber immer wieder stieß er mit der Nase auf eine dünne Eisschicht. Etwas verwirrt versuchte er es immer wieder. So kann man in der Wüste auch verdursten.
Wir fuhren südwärts nach Kousant. Dort stand ein großer Kudubulle am Dünenhang. Allerdings konnte er sich auch nach längerer Wartezeit nicht dazu entschließen, sich dem Eiswasser zu nähern. Vielleicht war er aber auch ganz einfach an dieser Stelle festgefroren und konnte sich gar nicht mehr bewegen. Ruth hätte es auf jeden Fall nicht gewundert.
Weiter ging es nach Langklaas und Bedinkt über eine frisch gezogene Piste. Der herrliche Sonnenschein täuschte über die frostige Luft hinweg.
Wie am Vortag sahen wir kaum Tiere, bestenfalls ein paar Antilopen, Strauße oder Ratten. Aber so mussten wir wenigstens nicht allzu oft das Fenster herunterlassen.
Über Kwang gelangten wir nach Cubitje Quap und kamen noch rechtzeitig, um die Flughühner zu beobachten. Leider ließen sich die Schakale auch heute nicht blicken, obwohl wir fast zwei Stunden am Wasserloch blieben. Während Uwe die Hühner im Flug erwischen wollte, weigerte sich Ruth, auch nur einen winzigen Hauch der eisigen Luft ins Auto zu lassen. Auf ihrer Seite konnte der Fensterheber heute Urlaub machen.
Außer den Hühnchen gab es noch jede Menge Tauben, ein paar Böckchen und eine größere Herde Gnus.
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200603. Jan. 2017 · #173
In Nossob hatten wir ein paar Sachen zu erledigen: Duschen, Geschirr spülen, Picknick mit den selbstgebackenen Brötchen (die übrigens ganz lecker waren), nochmal spülen, tanken und Brennholz kaufen.
Rotschulter-Glanzstar
Nach einem kurzen Besuch im Hide ohne nennenswerte Sichtungen fuhren wir vollbepackt nach Norden.
In der Dusche hatte Uwe von einem Südafrikaner den Tipp bekommen, dass bei Kwang ein männlicher Löwe gegenüber dem Wasserloch liege und schlafe. Tatsächlich entdeckten wir ihn dort reglos unter einem Busch. Wir positionierten uns und warteten. Und warteten. Und warteten. Ein vorwitziger Schakal leistete uns Gesellschaft.
Insgesamt blieben wir zwei Stunden dort. Bis der Löwe zum ersten Mal eine Pranke hob, dachten wir bereits, er wäre tot. Dann kamen immer mehr Fahrzeuge und rangierten hin und her, um auch einen Blick auf das schlafende Tier zu erhaschen. Letztendlich tat sich aber nichts. Wir erfuhren, dass der Löwe wohl schon seit sechs Stunden dort schlief. Weitere Stunden wollten wir dann doch nicht lediglich mit der Aussicht auf ein paar Mähnenhaare dort verbringen und fuhren weiter.
Steppenfalke
Kurz vor Kousant entdeckte Ruth auf der Ebene eine Gepardenmutter mit vier Jungen an einem frisch gerissenen Springbock. Da hätten wir besser nicht so lange beim faulen Löwen gewartet, denn eine Jagd auf der offenen Ebene wäre auf jeden Fall spannender gewesen. Die Geparde fraßen, wobei die Jungen ständig um ihre Mutter herumwuselten. Wir beobachteten die Szene aus ca. 80-100 Metern Entfernung. Schade, dass wir nicht näher an die Tiere heran kamen.
Leider mussten wir bald weiter und brachten die letzten Kilometer bis Polentswa hinter uns. Dort mussten wir feststellen, dass unser Campingplatz mal wieder belegt war. Auf Krawall gebürstet fuhren wir auf den Platz und stellten die Südafrikaner zur Rede. Das Pärchen hatte bereits sein Lager aufgeschlagen, das Feuer brannte. Sie hätten eine Reservierung für Polentswa, eine spezielle Stellplatznummer aber nicht. Man habe ihnen gesagt, sie sollten sich einen freien Platz aussuchen. Da bisher noch alle frei waren, hatten sie sich für Nummer 1 entschieden, da dieser der schönste sei. Ach, welch Überraschung! Wir erklärten ihnen deutlich, dass wir eine explizite Reservierung für Nummer 1 hatten und ließen uns ihre Reservierung zeigen. Darauf stand: „Polentswa Reserve“, nichts weiter, keine Nummer. Die beiden weigerten sich, den Platz zu verlassen, da sie aus ihrer Sicht keinen Fehler gemacht hatten. Das konnten wir nicht widerlegen, ärgerten uns aber dennoch. Sie luden uns ein, den Platz mit ihnen zu teilen, wir zogen es aber vor, alleine zu stehen und wichen auf Nummer 2 aus, nachdem wir unsere Vogeltränke, die Kerzen und die Wäscheleine eingesammelt hatten. In Polentswa sollte man auf jeden Fall mit einem größeren, deutlich sichtbaren Handtuch den Platz markieren. Wie letztes Jahr hatten wir Diskussionen und Ärger. Den schoben wir aber schnell beiseite, um uns den Abend nicht verderben zu lassen. Wir machten ein großes Feuer und grillten die letzte Portion Wildfleisch. Zusammen mit Feta-Gurke-Tomaten-Salat ließen wir es uns schmecken. In der Nähe heulten Schakale, ein paar Springhasen hüpften durch die Dunkelheit.
ich bin auch noch dabei 😛 Das mit Polentswa ist ja ärgerlich, und bei den Temperaturen wäre bei mir Schicht im Schacht gewesen 😠 Fand ja unsere Kältewelle im September schon ätzend, und da waren wir grad mal bei 2 Grad 🙄
Aber schöööööne Sichtungen.....der KTP wird mir dieses Jahr fehlen.
Gromi1'415 Beiträge · seit 201404. Jan. 2017 · #175
also! 😈 da brat' mir doch einer einen Storch 😈 (sagt man in D) diese Okupationsmentalität (nicht nur der SA-ler), habe ich letzhin schon mal in einem RB gelesen. Jetzt werde ich uns für unsere nächste Reise wappnen 😠 Da wir ja für unterwegs auch Tisch und Stühle mitnehmen, werde ich viele kleine Schweizer Fähnchen dabei haben und unser Revier abstecken! 😛 😄
Grüessli von der Gromi
Reisebericht 2015: ZA, BW, NA, ZA
Reisebericht 2018: NA, BW, NA
Champagner8'674 Beiträge · seit 201005. Jan. 2017 · #176
🤩 Da ist es wieder, das Horrorfoto 😵 ! Und ich mach mir gerade ins Hemd, weil es heute Nacht -12°C bei uns geben soll.... hei, ich hab gemauerte Wände, ein funktionierendes (okay, das sollte man vielleicht nicht zu laut sagen) Heizungssystem und eine warme Küche..... 🤢
Am Polentswa-Wasserloch war ein einzelner Springbock, der gerne etwas getrunken hätte. Er lief von einer Ecke der großen Wasserstelle zur anderen, aber immer wieder stieß er mit der Nase auf eine dünne Eisschicht. Etwas verwirrt versuchte er es immer wieder. So kann man in der Wüste auch verdursten.
😄 Dem Armen ist sogar schon ein Horn abgefroren..... 😗
Eure Hühner sind wirklich wunderschön - aber ich kann Ruths Gefühle nachvollziehen..... 🙄 😕 . Zum Glück lacht sie am Tor ja schon wieder - und bald wirds warm, oder????
Freu mich auf mehr - liebe Grüße von Bele
P.S.: @gromi:
Da wir ja für unterwegs auch Tisch und Stühle mitnehmen, werde ich viele kleine Schweizer Fähnchen dabei haben und unser Revier abstecken!
Ich denke momentan über einen niedrigen Gartenzaun nach, also so ne bessere Beetabtrennung - hab ich schon auf heimischen Zeltplätzen gesehen, stelle ich mir sehr effektiv vor..... (hilft sicher auch gegen Elefanten und Co.) 😛
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200605. Jan. 2017 · #177
@Fleur: Zum Glück geht es mit den Temperaturen nun wieder langsam bergauf. Wir fahren ja ab jetzt auch immer weiter nach Norden. Über 2 Grad morgens im KTP hätten wir uns schon echt gefreut.
@Gromi: Auch ohne uns einen Storch zu braten, haben wir uns geärgert. Wir reservieren genau diese Campsite lange im Voraus, dann wird sie unberechtigterweise besetzt, und man kann nichts tun. Es gibt keine Ranger vor Ort, die die Situation klären könnten. Und dass die Südafrikaner wirklich komplett im Unrecht waren, haben wir erst am übernächsten Tag erfahren.
@Bele:
Ich denke momentan über einen niedrigen Gartenzaun nach
Auch mobile Zäune haben wir schon auf Campingplätzen im südlichen Afrika gesehen, die noch um die Wagenburg herum aufgebaut waren (inkl. Elektrozaun). Ist also gar nicht so abwegig. 😉
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200605. Jan. 2017 · #178
Tag 20 – Mittwoch, 27. Juli 2016 – Richtung Norden
Polentswa, KTP – Thupapedi, KTP
Reden wir heute mal nicht vom Frost, obwohl er natürlich da war. Wir hörten schon die halbe Nacht und den ganzen Morgen vor dem Aufstehen Löwengebrüll. Es waren zwei Stimmen, und wir orteten sie aus Richtung der Polentswa-Pan. Sobald wir aufstehen wollten bzw. durften, entdeckten wir die beiden Burschen ganz am anderen Rand der Pfanne, bestimmt einen Kilometer entfernt. Ihr Brüllen reichte aber ohne Schwierigkeiten zu uns herüber.
Wir packten schnell alles zusammen und fuhren pünktlich um halb sieben los. Leider lagen die Löwen von der Straße aus gesehen hinter einer Düne, so dass sie weder von dort noch vom Wasserloch aus zu sehen waren.
Daher blieben wir nicht lange in der Gegend und fuhren nach Süden, um zu sehen, was mit dem Springbock-Kill der Gepardin geschehen war. Wider Erwarten war sie immer noch dort, und ihre vier Jungen spielten in der Morgensonne. Es waren herrliche Szenen, wie die vier einander jagten und mit ihrer Mutter schmusten. Leider lag die Geparden-Familie noch genau so weit von der Straße entfernt wie gestern, und so konnten wir leider nur mit dem Fernglas etwas erkennen und schlechte Fotos mit dem Teleobjektiv machen. Zwischendurch kam ein Schakal vorbei, und wir vermuteten bereits, er würde versuchen, ein Stück Springbock zu stiebitzen, aber er schaute nur interessiert (und wahrscheinlich hungrig) und lief dann wieder weiter.
Wir fuhren wieder zurück nach Norden. Bei Kousant waren in der Zwischenzeit ein paar Oryx und ein Schakal eingetroffen.
Dann ging es weiter nach Polentswa. Am Wasserloch stand ein Safariwagen der Lodge, und wir sahen gerade noch, wie sich der zweite der beiden Mähnenlöwen vom Wasserloch erhob und seinem Begleiter folgte. Die beiden entfernten sich rasch, ohne sich noch einmal umzusehen. Schade. Da waren wir wohl ein paar Minuten zu spät gekommen. Wir gaben dem Fahrer des anderen Wagens noch den Tipp mit den Geparden und machten uns dann auf den Weg weiter nach Norden. Bei Lijersdraai frühstückten wir. Während wir Müsli und Brötchen aßen und Kaffee und Tee tranken, kamen viele Vögel zu Besuch: Glanzstare, Chestnut Tit Babbler, Marico Flycatcher und Schnurrbärtchen. Teilweise waren sie so zutraulich oder vorwitzig, dass sie auf den Tisch und unsere Teller hüpften. Außerdem liefen wieder zahlreiche Streifenmäuse unter den Büschen umher. Die Luft war zwar noch kalt, aber in der Sonne konnten wir es gerade so aushalten.
Maricoschnäpper
Siedelweber
Auf der weiteren Strecke entdeckten wir keine besonderen Tiere. Dafür aber zahlreiche, kleine Termitenhügel. Die Landschaft war plötzlich übersäht von den kleinen weiß-grauen Hullerchen.
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200605. Jan. 2017 · #179
Hinter dem Wasserloch Kannaguas bogen wir auf die Strecke Richtung Kaa-Gate ein. Sofort wechselte die Straße zu einer einspurigen Sandstraße mit viel Wellblech. Wir fuhren Kalahari-Sanddünen hinauf und hinunter und rappelten uns vorwärts.
Über Gnus-Gnus ging es weiter Richtung Kaa. Hier im nördlichen KTP sahen wir einige Wiedehopfe, konnten aber keinen einzigen fotografieren. Ruth entdeckte noch einen Streifenliest. Auf den letzten 25 Kilometern sahen wir zwei Erdmännchen-Kolonien. Bei der ersten wuselten die flinken Kerlchen im hohen Gras umher, stellten sich aber sehr kooperativ auf einem umgestürzten Baum in Pose, als wir anhielten.
Die zweite Kolonie war eher eine Art Wohngemeinschaft. Auf der Ebene saßen sie mit Zebramangusten und Erdhörnchen in einer großen Gruppe beisammen. Ein paar Kilometer vor unserem Ziel passierte es. Nichts wirklich Schlimmes, aber Uwe passte nicht auf und fuhr mitten durch einen großen Scheißhaufen, der genau auf der Spur lag. Leider war dieser riesig und noch sehr frisch, und es gibt auch keine Elefanten oder Zebras im KTP. Das feuchte Zeug spritzte mit Schmackes in die Radkästen und klebte auch seitlich an den Reifen. Im ersten Moment könnte man meinen, das ist ja ganz lustig. Fortan stank es aber so bestialisch, dass wir das Fenster nicht mehr öffnen konnten. So ein Mist. Bei Thupapedi errichteten wir unser Lager etwas weiter vom Auto entfernt als üblich. Ruth ordnete das Bettzeug neu, und wir lüfteten die Schlafsäcke.
Kalahari-Heckensänger
Uwe probierte die ins Auto integrierte Dusche mit Gas-Durchlauferhitzer aus. Sie funktionierte prima, und er duschte neben dem Wagen. Dann machten wir Feuer und backten im Potije Pizza. Sie gelang sehr gut, und da wir sie dick belegten, reichten heute „nur“ zwei Stück aus.
Ruth stellte rund um das Lager Kerzen auf, und wir genossen den Abend. Ein Weißbürzel-Singhabicht landete direkt neben dem Auto. Möglicherweise hatten wir uns neben seinen Schlafbaum gestellt. Morgen erwarten uns eine lange Fahretappe bis Ghanzi und heute Nacht mal wieder Minusgrade. Beim Zubettgehen waren es unter drei Grad. Aber wir wollten heute ja nicht von Frost reden.