Graskop960 Beiträge · seit 201327. Okt. 2016 · #21
bayern schorsch schrieb:dass diese Kiste gepiepst hat nach Gutdünken. Nicht so , wie´s normalerweise der Fall sein sollte, nämlich dass nach dem Angurten die Piepserei aufhört. Nein, der Duster hat das gemacht, was er wollte. Mal gepiepst, mal nicht. Und wenn er gepiepst hat, dann knapp drei Minuten lang.
Hallo Schorsch, scheint mir mehr ein Auto für Ornithologen zu sein. Die Piepmätze müssen doch euer Auto geliebt haben 😄 😄 LG Silvio Graskop 😉
Kleo196285 Beiträge · seit 201528. Okt. 2016 · #22
Hallo Schorsch, auch ich spring irgendwo mit auf, aber die Rückbank reizt mich so gar nicht 😎. Ich kletter auf`s Dach und halt mich gut fest. Unsere Südafrika Reise ist nun schon 9 Jahre her und Cape Town hat uns besonders gefallen. Freue mich aber auch auf weitere Erlebnisse von Euch. Ich denke Südafrika sieht uns auch nochmal wieder.
Auf geht`s 🙂 LG Kerstin
Liebe Grüße
Kerstin
bayern schorschThemenstarter3'383 Beiträge · seit 200928. Okt. 2016 · #23
Eigentlich ist das Wetter viel zu schön für Reiseberichte schreiben, aber was sein muss muss sein. Zunächst herzlichen Dank für Euer Interesse.
Hallo Kerstin, ja, die Rückbank ist zugegenermaßen nicht grad das Gelbe vom Ei, und am Dach oben war so ne Reling. Da müsstest Du Dich halt festgurten. Pass aber auf, nicht dass es oben am Dach auch zum piepsen anfängt. 😄
Hallo Silvio Graskop, ich weiß nicht, ob die Piepmätze uns geliebt haben. Zumindest haben sie gleich immer gewusst bzw. gehört, wenn wir angepirscht kamen. 😉
Hallo Elisabeth, Du hast mit Sicherheit Recht. Wenn jemand viel auf Achse ist, dann kann er durchaus mal Pech haben. Aber - es gäbe ja noch viel Schlimmeres. Da ist das Piepsen eigentlich doch nicht ganz so schlimm.
Hallo Andreas,
..von einem Auto das pro Tag umgerechnet 35 Euro kostet erwarte ich persönlich überhaupt nichts 😎 ... nimm das nächste mal einen Toyota Fortuner... der ist je nach Model 70-80 Euro, aber sein Geld wert ...lg Andreas
Weißt Du, bei 35 Euro würd´ich mich ja noch viel mehr aufregen. Aber das Auto hat exakt 400 Euro für 19 Tage gekostet, also pro Tag 21,05 Euro mit Vollkaskoversicherung ohne SB, was willst Du da sagen? Eigentlich nichts, da kann man fast nicht mehr verlangen. Nur - für nächstes Jahr Namibia wär der Duster, wenn er denn wieder so ne Schräglage mit der Piepserei hätte, nichts für uns.
Hallo Hartwig, schön, dass Du auch mit dabei bist, wenn auch nur für kurze Zeit. Bist ja dann schon wieder unterwegs. Ich glaube, Ihr seid in Kapstadt und Umgebung noch nicht gewesen, oder täusch ich mich da?
So, jetzt werd ich mich an den ersten Teil in Kapstadt ranmachen, Bilder verkleinern usw. usw., Ihr wisst ja, wie das läuft.
casimodo4'528 Beiträge · seit 200728. Okt. 2016 · #24
Ja Sakrament
da fährt man einmal kurz nach Afrika, liegt bei 42 Grad im Viewtent Nr 20 in Lower Sabie, macht , Smartphone an und erwischt den guten, alten Freund Claus beim Reisebericht . Und ich kann jetzt gar nicht richtig dabei sein.... Schade
Liebe Grüße von uns beiden Casimodo und seine Esmeralda
bayern schorschThemenstarter3'383 Beiträge · seit 200928. Okt. 2016 · #25
Tag 1 Kapstadt mit der Waterfront, nur mal kurz reingeschnuppert:
Jetzt sind wir also tatsächlich in Kapstadt. Das muss man sich mal vorstellen - Tags zuvor um die gleiche Zeit, also rund 3 Uhr nachmittags waren wir noch zu Hause und haben die letzten Vorbereitungen für unseren Flug getroffen. Und nun, 24 Stunden später, sitzen wir in unserem Renault Duster und steuern zu unserer ersten Unterkunft, dem "Atlantic-Gold" Guesthouse in Campsbay.
Für Campsbay haben wir uns entschieden, weil uns zum Einen die Unterkunft internettechnisch zugesagt hat, der Preis gestimmt hat und von unserer Forumsfreundin Annick der Ortsteil Camps Bay als das "St. Tropez" 😮 empfohlen wurde. Andere, auch hier im Forum empfohlene Unterkünfte, wie z.B. das Azamare, das Lezard Bleu oder das Boutique@10 waren bereits ausgebucht bzw. es waren die Zimmer, die uns gefallen hätten, nicht mehr frei. Also mal schauen, was das "Atlantic Gold" so hergibt und ob es das hält, was die homepage verspricht.
Knapp eine Stunde brauchen wir vom Flughafen bis zu unserem Gästehaus in der Theresa Avenue, ganz oben in Camps Bay mit einem überragendem Blick auf die Weiten des Meeres. Und so präsentiert sich uns der erste Eindruck und der unglaublich schöne Blick aus unserem Saphire-Room:
Man muss wissen, dass das Gästehaus Atlantic Gold kein Frühstück anbietet. Dafür hat man im Zimmer die Möglichkeit des "light self caterings". Will heißen, es ist alles da, was man zum Frühstück zubereiten braucht und so machen wir uns nachmittags als Erstes gleich mal auf in die Stadt, um den Basiseinkauf vorzunehmen. In Camps Bay, so wurde uns vom Besitzer Gerald gesagt, gibt´s keinen Alkohol zu kaufen, also geht´s ab nach Capetown, dort wo der Bär brummt. Und der brummt in der Tat. Was soll ich erzählen? Alle, die schon mal in Capetown waren wissen, wovon ich spreche. Multikulti, Restaurants, Menschen über Menschen, Straßenmusikanten, Verkäufer - all das haben wir geballt an der Waterfront vorgefunden. Dort wollten wir unbedingt hin, es gehört zu einem "must do" auf der Aktivitätenliste. Seht selbst:
Geparkt haben wir in der Tiefgarage von Pickn Pay, nachdem wir zunächst erfolglos versucht haben, irgendwo in einer Nebenstrasse zu parken. War von uns eine dumme Fahrerei und die Sucherei hätten wir uns sparen können, denn bei Pickn Pay bekommt man sogar die Parkgebühren erstattet, wenn man dort einkauft. Und man hat hier mit dem Pickn Pay einen sehr zentralen Parkplatz. In Gehweite ist die Waterfront, hier könnte man sich stundenlang rumtreiben, ohne dass es langweilig wird. Wobei ich schon zugeben muss, dass man uns mittlerweile die Müdigkeit wohl angesehen hat. Der Nachtflug, die ersten Eindrücke von Kapstadt, der Einkauf bei Pickn Pay, der zwar immer großen Spaß bringt, aber auch müde macht, und schön langsam sind wir der Meinung, dass wir uns ein Dinner verdient haben.
Zu Hause alles genau eruiert, wo man an der Waterfront schön essen kann, stellen wir fest, dass wir unseren selbst geschriebenen Gourmet - Reiseführer in Camps Bay im Zimmer liegen haben. Hmmm... 🙁 Das von etlichen Fomis empfohlene "Den Anker" ist uns nicht mehr eingefallen, wie gut, dass uns dann wenigstens das quay.4 über den Weg gelaufen ist.
Nichts spektakuläres, aber eine schöne Lage direkt am Wasser, laut und schrill, die Hölle los mit unglaublich vielen Menschen, das Lokal absolut fully booked, wir bekommen aber trotzdem einen schönen table und lassen uns eine Meeresfrüchteplatte und die ersten Oystern schmecken.
Dann spazieren wir später noch gemütlich über die Waterfront bis uns die Müdigkeit letztendlich packt und wir ganz schnell schauen, dass wir "nach Hause" ins Atlantic Gold kommen, dort wartet ein wunderbares Kuschelbett auf uns. 😘
Hanne6'152 Beiträge · seit 200629. Okt. 2016 · #29
hallo bayern schorsch, Werner lässt fragen, ob Du bei diesem Wahnsinns Blick vom Zimmer noch Augen für Conny hattest 😛 Na und die Fischplatte lies sich auch nicht lumpen- das hat ja super angefangen in Kapstadt. Liebe Grüsse Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
bayern schorschThemenstarter3'383 Beiträge · seit 200929. Okt. 2016 · #30
Hallo Sabine,
na Euer Bettchen sieht ja wirklich viel besser aus, als unser Seniorenbett in Camps Bay 😄 🤪
oh ja - ich kann mich gut an das Bettenbild erinnern. Sehr senioren-like. Das Atlantic-Gold ist schon ein schöner Platz, am Ende des Capetown-Teils werd´ich noch ein bisserl mehr darüber schreiben.
Hallo Oliver, Du bist ja fast ein "Neuer". Hab grad nachgeschaut, seit April bist Du hier im Forum angemeldet und ich freu mich, dass Du bei unserer Reise dabei bist. Herzlich willkommen nicht nur hier im Forum sondern auch beim meinem RB.
Hallo meine liebe Annick, Du bist mir schon ein wenig abgegangen!!! 😘 Und Eines kann ich Dir schon jetzt sagen: es gibt viele viele und gute "miam´s miam´s". Da ist für Dich garantiert was dabei!
Guten Morgen Hanne,
Werner lässt fragen, ob Du bei diesem Wahnsinns Blick vom Zimmer noch Augen für Conny hattest 😛
Na Du bist gut - natürlich hatte ich. Wobei im ersten Moment die Schorschine schon ein bisschen Federn hat lassen müssen. Der Blick von unserem Gästehaus war wirklich genial. Selten haben wir so eine schöne Lage gehabt. Sag dem Werner einen schönen Gruß, ich find´s gut dass er mit an Bord ist!
Bis dann, bin grad am Ausfeilschen vom nächsten Tag.
bayern schorschThemenstarter3'383 Beiträge · seit 200929. Okt. 2016 · #31
Tag 2 Kapstadt - wir fahren zum Cape of good Hope:
Wir haben hervorragend geschlafen, die Kuschelbetten sind so richtig kuschelig und bequem, genau das richtige für uns. Das Frühstück ist schnell gemacht (ist immer des Schorschens Angelegenheit) und schade, dass wir im Zimmer frühstücken müssen, denn der Wind draußen auf der Terrasse würde uns wahrscheinlich das Spiegelei vom Brot blasen.
Übrigens hat uns der Besitzer des Gästehauses erzählt, wer noch so alles hier im Hause wohnt. Neben uns ein paar Leute aus Nigeria, unter uns zwei holländische Männlein, nochmal unter uns ein IT´ler aus Saudi-Arabien, der hier in Flitterwochen unterwegs ist. Einmal sind uns die Flitterwöchler über den Weg gelaufen, er salopp und lässig mit Flip-Flops, Short´s und T-Shirt, sie in Burka. Eine für uns etwas schwierige Vorstellung, aber das wollen wir jetzt nicht weiter kommentieren.
Von Gerald haben wir einen guten Tipp für´s Mittagessen bekommen, den wir heute in die Tat umsetzen wollen. Es geht an´s Kap der guten Hoffnung, auch eines unserer "must do´s" , die wir unbedingt machen wollten, und schon kurz nach dem zeitigem Frühstück sind wir "on tour".
Als Allererstes schauen wir uns das kleine Dörfchen Llandudno an. Ein toller Strand, und wir sehen , dass die ersten Surfer bereits unterwegs sind. Hier im Vordergrund nochmal unser Renault Duster, sieht eigentlich gar nicht sooooo schlecht aus 🤩 , im Hintergrund der Strand von Llandudno:
Weiter gehts nach Hout Bay, wo wir über den Markt schlendern und schon überlegen, evtl. die ersten Mitbringsel für zu Hause einzukaufen. Das lassen wir aber bleiben, wir müssten ja sonst das Zeugs den ganzen Urlaub über mitschleppen. Die Restaurants auf der anderen Seite des Hafens haben wir uns auch angeschaut. Viele nette kleine Buden und Lokale, nur ist´s zum Mittagessen viel zu früh.
Von Hout Bay ging's dann weiter Richtung Süden, über den Chapman´s Peak Drive, der vielgepriesenen und hochgelobten Panoramastraße, von vielen Reisenden als atemberaubend schön beschrieben. In der Tat, die Straße hat schon was Besonderes: 10 km lang, 150 Meter über dem Meer und 400 oder 500 Meter unter den Berggipfeln schlängelt sich diese Küstenstraße dicht am Felsen und direkt am Abgrund entlang. Unbedingt sehenswert, aber den Schorsch aus Bayern haut´s deswegen nicht um. Vielleicht war einfach die Erwartungshaltung zu hoch und wir haben uns Wunder was vorgestellt. Im ersten Moment waren wir fast ein klein wenig enttäuscht, aber trotzdem würden wir sagen, der Drive ist unbedingt empfehlenswert. Hier ein paar Bilder:
Nach dem Chapman´s Peak Drive geht´s durch herrliche Landschaften über Kommetjie und Scarborough, das ist etwas abseits der normalen Touristenroute, zur "Cape Point Ostrich Farm" an der M65. Hier machen wir eine kurze Kaffeepause, schauen uns die Farm und den dazugehörigen Shop an und über die M4 sind wir bald unten am Kap der guten Hoffnung.
Immer wieder wundern wir uns, wie schön hier alles blüht. Wie toll muss das erst im Namaqualand sein, wenn im August oder September die Blütezeit herrscht. Jetzt, also Anfang Oktober, und hier auf der Kaphalbinsel ist das sicher nur ein Bruchteil der Schönheit, die man mit etwas Glück und zur rechten Zeit im Namaqualand erleben könnte. Hier ein paar Beispiele:
Und dann sind wir da - das Cape of good Hope, weltbekannt und ein schon fast mystischer Ort, obwohl es nicht der südlichste Punkt Afrikas ist. Wir sind sehr zeitig hier und haben den Vorteil, dass die Bustouristen noch nicht da sind. So können wir in Ruhe unser obligatorisches Foto am Kap machen und in aller Ruhe die Umgebung erkunden:
Vom Cape of good Hope fahren wir dann die kurze Strecke rüber zum Cape Point und besuchen dort das Lighthouse. Wir gehen natürlich zu Fuß nach oben, für Fußkranke aber gibt´s sogar eine Zahnradbahn, alles sehr touristisch.
Und unten an der "Tal-" Station finden wir auch gleich den Restaurant-Tipp von unserem Gästehausbetreiber. Das "Two Oceans Restaurant", ein von außen absolut durchschnittlich und typisch aussehendes Großlokal, eigentlich gar nicht das, was wir uns vorstellen. Gemütlichkeit sieht anders aus und trotzdem schauen wir uns die Sache näher an. Und siehe da, was von außen eher einer Touristenfalle gleicht, entpuppt sich innen als wirklich tolles Restaurant. Noch schöner ist es draußen auf der Terrasse, mit einem grandiosen Blick auf die Buffels Bay und wir lassen uns ein feines Flascherl Ceder Rose und zwei Portionen Calamari bringen. Ein perfektes Lunch, das passt hervorragend und wir lassen´s uns so richtig gut schmecken. Das Restaurant ist ein guter Tipp gewesen, hier würden wir sofort wieder einen Stop einlegen.
Dieser kleine Piepmatz mit seinen orange-dunkelroten Federn hat´s auf unsere Calamari abgesehen:
So geht das bei uns - die Zeit vergeht im Flug, weil wir erstens immer alles in aller Gemütsruhe anschauen und zweitens, weil wir´s uns einfach gut gehen lassen. Wir genießen ALLES, was uns auch dieser Tag wieder schenkt. Das Mittagessen war klasse, wir genießen die Landschaft und freuen uns über die paar Tiere, die uns über den Weg laufen.
Strauße, Affen, Dassies, Vögel - das ist schon alles eine feine Sache. Und dabei warten ja noch die Highlights, nämlich die Pinguine am Boulders-Beach.
Hier kommen mal zwei besondere Prachtexemplare:
Uns hat´s dort sehr gut gefallen. Es ist zwar immer mal zu lesen, dass die Pinguinkolonie am Boulders Beach sehr überlaufen sei, aber der Ansturm dort hat sich in Grenzen gehalten. Klar waren etliche Leute dort, aber alles war überschaubar und es ging gesittet zu.
Vom Boulders Beach geht´s zurück Richtung Campsbay, aber vorher machen wir noch einen Abstecher zu den Strandhäusern in Muizenberg. Erst jetzt, beim Nachlesen im Reiseführer weiß ich, dass eigentlich nicht Muizenberg, sondern eher St. James die Hochburg der Bunthäuser wäre, aber uns hat auch Muizenberg gut gefallen. Vor allen Dingen auch der Strand, der hatte es wirklich in sich:
Am frühen Abend sind wir dann wieder zu Hause in unserem Atlantic Gold Guesthouse. Puh, war das ein toller Tag, so viele Eindrücke, wir können alles gar nicht auf einmal verarbeiten. Immerhin sind wir heute um die 150 km hin und zurück zum Kap gefahren, da haben wir uns den Sundowner auf unserer Dachterrasse redlich verdient:
Für den Abend steht ein kulinarischer Leckerbissen auf dem Programm: Gerald hat uns einen Tisch im "Codfather" in Camps Bay reserviert. Wir fahren mit unserem Auto runter ins Dorf, denn zu Fuß wäre es viel zu weit. Das ist sicherlich ein Nachteil unseres Gästehauses. Sehr weit ab vom Geschehen, dafür aber entsprechend ruhig.
Das Codfather war für uns einer der essenstechnischen Höhepunkte in diesem Urlaub. Man wählt an der Theke Fisch, Calamari, Lobster, Gambas und dergl. nach Gutdünken aus, die Ware wird gewogen und dann nach Wunsch zubereitet. Unser Essen war sehr gut, man bezahlt hier aber auch seinen Preis. Zu verlockend ist das Angebot an der Theke, und da lässt man schnell noch die eine oder andere Garnele auf die Waage legen. Am Schluss haben wir 1.400 Rand gelöhnt, also rund 90,-- Euro, wir haben aber einen tollen und feuchtfröhlichen Abend erlebt. Fast ein klein wenig zu feuchtfröhlich für Schorschine, die am nächsten Tag bei der Besteigung des Tafelberg´s anfängliche Konditionsprobleme hatte. Dazu aber morgen mehr.
Oliver74158 Beiträge · seit 201629. Okt. 2016 · #32
Servus Schorsch, herrlich; Kapstadt und die Umgebung sind immer wieder eine Reise wert! Nur wie habt Ihr das geschafft: ein Foto von Euch mit der Kaptafel ohne weitere Touristen 🙂 😗 😄 Llandudno ist für uns der reizvollste Strand in der Umgebung. Und unsere Erwartungen an den Chapmans Peak Drive haben wir ziemlich lange aufgebaut. Erst im dritten Anlauf 2008 war die Straße wieder befahrbar. 2000 war dort ein kräftiger Felssturz und die Straße danach lange gesperrt. Aber die Straße ist schon lässig (auch wenn zB die Stradale Costiera bei Triest gar nicht so viel schlechter ist - und leichter erreichbar). 😉 LG Oliver
tiggi1'557 Beiträge · seit 201129. Okt. 2016 · #33
Hallo Ihr Beiden,
gerade Anfang Oktober unterwegs gewesen und schon einen Bericht zaubern- das ist in meinen Augen eine Höchstleistung und dann schreibst du etwas "von wenig Zeit" - 🤪 Hm ? Also, ich freue mich, dabei sein zu dürfen, so warten doch viele bekannte Highlights auf UNS und Fotos, die den unseren sehr ähneln. Ich habe übrigens im August 2016 unsere Flüge für 2017 gebucht incl. einer Sitzplatzreservierung, die auf dem Langstreckenflug (München-Joh.) noch kostenfrei war. 😉
So. nun nicht lange lesen, schreibe schnell weiter.... 🤩 Liebe Grüße Biggi
Ich hüpf auch noch mit auf - das kann ich mir doch nicht entgehen lassen 🤩 Euer Einstieg in Kapstadt macht ja schon mal einen ganz herrlichen Eindruck 😘
Freue mich auf die Fortsetzung ...
Grüßle Soni
Netti59847 Beiträge · seit 201530. Okt. 2016 · #35
Hallo ihr beiden,
Was ein wunderschöner Tag, so ganz nach meinem Geschmack. Ich glaube, ich habe mich bereits in Kapstadt verliebt 🤩 🤩
Champagner8'672 Beiträge · seit 201030. Okt. 2016 · #36
bayern schorsch schrieb: Hier kommen mal zwei besondere Prachtexemplare:
Claus, du hast die Pfeile vergessen 😛
Jetzt aber mal ganz ehrlich - innenarchitektonisch ist eure Unterkunft aber schon hart an der Schmerzgrenze 🤢 😵 Ich dachte es schon bei dem ersten Foto im anderen Kapitel............ 🙄 Jetzt kann ich mich aber nicht mehr beherrschen, die "Herrlichkeit" nochmal zu kopieren 😗
Der Ausblick macht das Ganze aber wieder wett (für meinen Geschmack 😉 )
Ansonsten: wunderschöne Fotos, die so richtig gut tun bei dem Grau draußen (das hoffentlich aber bald aufreißt)! Die Pinguine finde ich besonders nett - natürlich auch die beiden großen Prachtexemplare neben den kleinen 😎 ! Und die Blümlein...und...und....und.... 😘
bayern schorschThemenstarter3'383 Beiträge · seit 200930. Okt. 2016 · #37
Guten Morgen zusammen,
Hallo Bele, also das mit der "Herrlichkeit" des Zimmers ist so ne Sache - der Blick ist in der Tat sensationell und das gesamte Interior total stylisch. Die Badewanne in unserem Zimmer hatte an der Rückwand ringsherum Spiegel. Du kannst Dir vorstellen, wie das ausgesehen hat, wenn man in der Wanne war? Das Dumme daran war, dass man zu Zweit keinen rechten Platz hatte 🤩
Hallo Netti, sich in Kapstadt zu verlieben ist zum Einen keine Schande und zum Zweiten kein Wunder. Das brauchts nicht viel und schon hast Du Dich verguckt!
Hallo Soni, das ist aber eine Überraschung, Dich mit an Bord zu haben. Machst Dich ganz schön rar, von daher ist es um so schöner, dass Du dabei bist. Willkommen!
Hallo Oliver, zum Champman´s Peak Drive schreibst Du:
Aber die Straße ist schon lässig (auch wenn zB die Stradale Costiera bei Triest gar nicht so viel schlechter ist - und leichter erreichbar).
Stimmt, der Drive ist "lässig", aber in unseren Augen nicht soooooo grandios, dass Dir der Atem stockt. Da haben wir, wie Du schon schreibst, schon ganz andere Kaliber bewältigt. Zum Beispiel hat uns von der Schönheit her der Clarence Drive / R44 deutlich besser gefallen. Natürlich hinken solche Vergleiche, denn jede Panoramastraße hat was für sich.
Hallo Biggi, das freut mich sehr, dass auch Du hier mitliest. Wir haben von Deinem Reisebericht viel abgeschaut und auch das Eine oder Andere umgesetzt. Ich denke, dass Dich etliche Bilder und Fotos von uns an Euren Urlaub erinnern wird.
bayern schorschThemenstarter3'383 Beiträge · seit 200930. Okt. 2016 · #38
Tag 3: Wanderung auf den Tafelberg, ein besonderes Erlebnis in jeglicher Hinsicht!
Ja, so loben wir uns das. Perfektes Wetter, nahezu windstill, kein Vergleich zu gestern, als wir zwar auch ganz viel Sonne hatten, aber auch sehr viel Wind. Heute passt das wunderbar, wir werden eine Wanderung auf den Tafelberg unternehmen. Wir können heute auch draußen frühstücken. Das gefällt uns deutlich besser als im Zimmer, allein schon wegen der Bestuhlung.
Ganz nach dem Motto: mit der Cableway kann ja jeder hochfahren, haben wir uns schon zu Hause fest vorgenommen - wir gehen dieses "grad mal 1.086 m hohe Bergerl" zu Fuß hoch. Wär ja gelacht, wenn wir das nicht schaffen sollten.
Also wurde zu Hause bereits alles nachgelesen, hier im Forum gefragt, Tipps und Ratschläge sondiert und in unserem Reiseführer von Iwanowski ist zu lesen: Pipe Track, der 7 km lange Wanderweg mit Start in Camps Bay an der Theresea Avenue sei der am wenigsten anstrengende, Dauer 3 Stunden. Na, das hört sich doch gut an, noch dazu, wo der Einstieg zum Wanderweg grad mal 200 Meter von unserem Gästehaus entfernt liegt. Schon 5 Minuten später stehen wir dann an dieser Tafel und wir wissen, jawohl, hier sind wir richtig.
Also wandern wir los, durch blühende Landschaften, immer schön den Weg entlang, man kann sich eigentlich nicht verlaufen. Aber - wenn man glaubt, die Wege wären hier ähnlich beschrieben und gekennzeichnet wie bei uns in den Alpen, der sieht sich spätestens nach einer Stunde arg getäuscht. Wir erfahren von 2 Kapstädterinnen, die uns auf ihrem morgendlichen Spaziergang entgegenkommen: "hier seid ihr falsch 😈 - ihr müsst nochmal ein Stückerl zurück und dann geht´s da rechts ab nach oben". Aha - zum Glück sind die beiden Damen den Weg mit uns zurückgegangen, denn allein hätten wir den Abzweig nicht gefunden.
Und dann sind wir gelaufen, gelaufen und gelaufen. Nach drei Stunden (da hätten wir ja schon oben sein sollen), hatten wir gefühlt grad mal die Hälfte des Berges geschafft, und Schorschine, die abends zuvor doch erheblich vom guten Wein und der guten Stimmung im Codfather angetan war, war nun gar nicht mehr so erbaut von der Idee, den Tafelberg zu Fuß zu erklimmen.
Wenn man nämlich glaubt, dass das eine normale Wanderung wäre, dem können wir sagen, dass das hier für uns eine der schwersten Besteigungen der letzten Jahre war. Zwar extrem schön, aber unglaublich anstrengend. Von wegen Pipe Track, und von wegen drei Stunden. Es ging ständig nach oben, teilweise über ausgesetzte Positionen, über Leitern, wenn´s gar nicht mehr anders ging, und nur manchmal hatten wir Wege, die mühelos zu bewältigen waren. Hier ein paar Bilder zu unserer Wanderung:
Wir haben dann am Abend nachgelesen und dann ist uns ein Lichtlein aufgegangen: nicht den Pipe-Track sind wir gelaufen, sondern den Kasteelspoort/Valley of the red Gods. Und über diese Strecke ist zu lesen: ... dieser Trail ist bei den Wanderfreunden der beliebteste, aber auch deutlich schwieriger, länger und anstrengender als der Pipe-Track.
Na toll - so haben wir uns das nicht vorgestellt, aber nach sage und schreibe 6 1/2 Stunden (incl. Verschnaufpausen) sind wir dann endlich oben angelangt. Was uns dann dort erwartet hat, hat uns nicht gefallen. So viele Leute, es wuselte regelrecht und spätestens da wussten wir, dass wir die richtige Entscheidung getroffen hatten, den Berg zu Fuß hochzulaufen. Auch im Nachhinein würden wir den Weg wieder so wählen, denn die herrliche Natur hat uns mehr als belohnt für die Strapazen, die wir auf uns genommen haben. Und beim nächsten Mal bekommt die Schorschine am Vorabend ausschließlich Wasser zu trinken!
Von der Plattform bei der Seilbahn konnten wir dann noch schöne Bilder von Capetown mit dem neuen Stadion und der Waterfront machen, bevor es dann mit der Cableway wieder runterging.
Unten an der Bahnstation bestellten wir uns ein Taxi, das uns für wenige Rand zurück nach Camps Bay brachte. Dort angekommen haben wir mit unserem Gästehaus eine kleine Enttäuschung erleben müssen. Die Poolanlage im Untergeschoß mit großen Flügeltüren raus auf eine kleine Terrasse war leider geschlossen, der Pool war zwar voll, aber weder der Pool selbst, noch der Whirlpool noch die Liegen waren hergerichtet, man konnte sehen, dass hier wahrscheinlich monatelang nichts mehr gemacht wurde.
Wir empfinden das schon eigenartig, denn schließlich wirbt das Atlantic Gold mit einem Pool, hat auch auf der homepage tolle Bilder vom Pool und dann kann man das gesamte Spa hier nicht nützen. Natürlich haben wir Gerald gefragt, was da los ist, die Antwort war unbefriedend denn er meinte, er könne das mit der vom Haus eingeschlagenen "grünen Welle" nicht vereinbaren, jetzt im Oktober einen Pool zu unterhalten, den eh niemand nützen würde, weil´s zu kalt sei.
Egal, wir haben das nicht für gut befunden und haben uns aber deshalb die Laune nicht verderben lassen . Die Badesachen eingepackt, dazu ein paar Handtücher sind wir runter an den Strand von Camps Bay. Dort hat´s uns sehr sehr gut gefallen, mitten bei den Einheimischen, eine gute Stimmung, viele Leute, und das Meer mit den meterhohen Wellen war schon die Schau. Selbstverständlich sind wir rein ins Wasser (ich schätze um die 18 Grad), wobei bei den hohen Wellen an Schwimmen nicht zu denken war. Bereits die erste Welle hat uns von Kopf bis Fuss nass gemacht, wir konnten uns nicht mal auf den Beinen halten, zu stark war die Brandung. Aber das macht Spaß, sich im wahrsten Sinne des Wortes in die Wellen zu schmeißen. Man wird da wieder richtig kindisch und uns hat´s saugut gefallen!
Der Ärger über den Pool war spätestens unten am Strand bei der ersten Welle vergessen, und nach einer Stunde Spaß sind wir wieder zurück in unser Gästehaus gefahren, wir haben schließlich heute noch verschiedene Punkte abzuarbeiten. 😉
Schnell "frisch" gemacht, sind wir die paar Kilometer zum "Twelve Apostels Hotel" zum sundowner gefahren. Eine absolut krasse Sache ist das dort, schon allein die Einfahrt von der M6 weg durch die kleine Unterführung und dann der livrierte Diener, der zur Begrüßung an der Eingangspforte stand - wirklich krass. Und dann die Terrasse mit einem sensationellen Blick. Sehr schön war das, und zu unserer Überraschung war der Gin-Tonic mit 54 Rand (3,50 Euro), perfekt inszeniert in perfekt gestylten Gläsern mit entsprechender Süßigkeitenbegleitung ein Schnäppchen. Und der Sonnenuntergang an dieser Stelle war was ganz was einmaliges:
Was wäre aber ein sundowner, wenn man sich nicht während des sundowners schon auf´s Dinner freuen könnte. Gerald hat uns für heute abend einen Tisch im "Paranga" reserviert, am Nachmittag bin ich, als wir unten am Strand waren, noch kurz zum Tischeeinteiler reingesprungen und hab ihm gesagt, welchen Tisch wir gerne hätten. Und den haben wir dann auch bekommen. Etwas erhöht, mit Blick über die Leute, mit Blick zum Strand und zur Straße, und gegessen haben wir im Paranga außerordentlich gut.
Tempura Prawns, Baby-Kingklip, Grilled Kalamari und dazu die entsprechende Weinbegleitung, 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 das Alles für 933 Rand, also rund 60 Euro, da gibt´s nichts zu meckern. Ein schlechtes Gewissen hatten wir ob der Fülle der Mahlzeiten nicht, schließlich haben wir heute eine anstrengende Wanderung gemacht. Leider haben wir nur ein Bild von den Tempura Prawns gemacht, und irgendwie haben wir auch vergessen, die Stimmung bildtechnisch einzufangen, aber wir können das Parange wärmstens empfehlen.
So geht auch dieser Tag zu Ende, zum Glück wartet ein feines Kuschelbett auf uns, denn die Bergsteigerei steckte uns am Abend dann doch ganz schön in den Knochen.
Lotusblume1'933 Beiträge · seit 200930. Okt. 2016 · #39
bayern schorsch schrieb: ... Zum Beispiel hat uns von der Schönheit her der Clarence Drive / R44 deutlich besser gefallen. Natürlich hinken solche Vergleiche, denn jede Panoramastraße hat was für sich. der bayern schorsch
Hallo bayern schorsch, genauso ging es uns auch. Wir sind den Chapman verg. Jahr zum 2. Mal gefahren (gehört ja bei einer Kapstadt Tour irgendwie dazu), aber der Clarence Drive hat uns um vieles besser gefallen. Da habt ihr euch tatsächlich eine schwierige Tour zum Tafelberg ausgesucht, spätestens bei der Leiter wäre ich umgekehrt. Wir sind das letzte Mal gar nicht mit auf den Tafelberg, erstes weil wir schon oben waren und zweitens weil uns auch der Tourirummel nervt. Wir fanden es auf dem Lions Head viel ruhiger und die Aussicht ist auch atemberaubend.
Ich freue mich sehr auf deinen weiteren Bereicht, tolle Fotos und schwelge gerne in Erinnerungen.
PS: Übrigens finde ich es sehr schön, dass du deinen RB Tageweise schreibst und nicht wie in letzter Zeit hier üblich Stundenweise.... 😗
Strelitzie2'844 Beiträge · seit 201130. Okt. 2016 · #40
Moin Schorsch,
natürlich lese auch ich mit - da wären wir uns ja fast begegnet! Wie schade, dass ihr den Chapmans Peak nicht anders herum gefahren seid, dann sind die Aussichten und das Gefühl nämlich ungleich gigantischer! Wir sind ihn gerade das 6.Mal gefahren - und der Weg hat (fast) nichts von seiner Faszination verloren. Gratulation zur Besteigung des Tafelberges - das haben wir noch nie geschafft! 🙂 Bei uns war in diesem Jahr allerdings der Tisch wieder gut gedeckt, die Wolken waberten eindrucksvoll!