Oliver74Themenstarter158 Beiträge · seit 201607. Juli 2020 · #1
Liebe Fomis,
nun habe ich mich nach längerer Überlegung ebenfalls dazu entschlossen, erstmals einen Reisebericht zu schreiben. In der Regel bin ich leidenschaftlicher Mitleser - und das seit sicherlich mehr als 10 Jahren 😉 . Wie oft habe ich von all den guten Empfehlungen unter anderem von Carsten, Hanne, Sonja, Bele, Christian und vielen, vielen mehr profitiert.
Aufgrund der aktuellen Situation habe ich mir gedacht, dass nun – entgegen meiner üblichen Herangehensweise - doch ein kurzer Bericht unserer Reise nach Südafrika von Ende Februar bis Mitte März 2020 fällig wird.
Da es kein Tagebuch zu unserer Reise gibt, versuche ich mich aus dem Kopf heraus einige Monate zurückzuversetzen.
Es war eine Art Jubiläums-Reise: 20 Jahre Afrika – der Auslöser war damals unsere Hochzeitsreise im Jahr 2000. Also haben wir durch die Reise auch unseren 20. Hochzeitstag abgedeckt. Für meine Frau und mich war es nach knapp 3,5 Jahren Afrika-Pause wieder ein Herantasten an das südliche Afrika. Die Ereignisse Ende 2016 rund um Heike und Uli in Botswana sind uns doch sehr nahegekommen und nahegegangen.
Zunächst haben wir die Flüge gebucht: Am Freitag, 28. Februar mit der Turkish Airlines von Salzburg über Istanbul nach Durban (mit kurzem Zwischenstopp in Johannesburg) / Weiterflug von Durban nach Kapstadt am 11.3.2020 / Rückflug von Kapstadt über Istanbul nach Salzburg sollte am Dienstag, 17. März 2020 stattfinden. Das hat dann in dieser Form leider nicht geklappt – dazu später mehr.
Unsere Leihautos haben wir jeweils direkt an den beiden Flughäfen bei Budget übernommen.
Unsere geplante Route der kurzen Wege in KwaZulu-Natal und in der Kapregion: 29.02. bis 02.03.2020: Ballito / Lalaria Lodge (F) 02.03. bis 04.03.2020: Hluhluwe-iMfolozi Park / Rhino Ridge Safari Lodge (VP) 04.03. bis 07.03.2020: St. Lucia / Lodge Afrique (F) 07.03. bis 10.03.2020: Manyoni Private Game Reserve / Leopard Mountain Safari Lodge (VP) 10.03. bis 11.03.2020: Umdloti / Fairlight Beach House (F) 11.03. bis 17.03.2020: Franschhoek / Lavender Farm Guest House
Vielleicht hat der eine oder andere Lust, zusammen mit uns durch Südafrika im Spätsommer 2020 zu reisen - das würde mich sehr freuen.
Bald starte ich mit dem ersten Tag – bis dahin liebe Grüße, Oliver
NONOGRILA1'794 Beiträge · seit 201307. Juli 2020 · #2
Hi Oliver74, bin dabei 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 ! Wir planen für nächstes Jahr so Gott, äh Corona will, einen Schlenker durch KZN und sind daher gespannt auf deinen Bericht! Besonders interessiert mich die RRSL und die LMSL, da beide auch bei uns im Focus sind!
LG NOGRILA
Oliver74Themenstarter158 Beiträge · seit 201608. Juli 2020 · #3
Hi Nogrila, schön, dass Du mit dabei bist. Unser Ziel in KZN war weniger Fahrerei, mehr Genuss vor Ort 😉 - dazu eignet sich der Osten von KZN nahezu perfekt! Gerade die Rhino Ridge Lodge und die Leopard Mountain Lodge kannst Du jedenfalls dick in Deiner Planung unterstreichen 😎 - dazu folgen die Details hoffentlich demnächst. Liebe Grüße Oliver
Oliver74Themenstarter158 Beiträge · seit 201608. Juli 2020 · #7
P601 schrieb:Hallo Oliver, ich fahre gerne mit euch.
Für 2022 planen wir eine ähnliche Route und freuen uns daher besonders auf deinen Bericht.
LG Andreas
Hallo Andreas, die Vorfreude ist die schönste Freude. Der von uns bereiste Osten von KwaZulu-Natal bietet wirklich viel auf sehr engem Raum. Ich hoffe, ich kann mit meinem Erstversuch eines Reiseberichtes die Schönheit der Gegend halbwegs transportieren 😉 Schöne Grüße, Oliver
Oliver74Themenstarter158 Beiträge · seit 201608. Juli 2020 · #8
Freitag, 28. Februar & Samstag, 29. Februar 2020
Die letzte Februar-Woche verlief in Salzburg sehr stürmisch – daher waren wir froh, dass der Flug von Salzburg nach Istanbul tatsächlich pünktlich starten konnte. Die 2-stündige Pause gegen Mitternacht am überdimensionierten neuen Flughafen in Istanbul war überschaubar – der Nachtflug mit einer gut ausgestatteten, aber doch relativ eng bestuhlten Boing 777 der Turkish Airlines nach Johannesburg ziemlich ereignislos. Der Zwischenstopp in OR Tambo dauerte in der Mittagszeit rd. 1,5 Stunden (alle Weiterfliegenden mussten/durften in dieser Zeit im Flugzeug bleiben), bevor es an unser Ziel nach Durban ging, wo wir gegen 14:30 Uhr landeten.
Der King Shaka International Airport ist modern und sehr übersichtlich (wurde erst 2010 kurz vor Beginn der Fußball-WM eröffnet). Die Budget-Autoverleihstation erreichten wir schnell; unser Auto in den nächsten 11 Tagen war ein Nissan Qashqai. Kurze Zeit später waren wir dann auch schon auf dem Weg zur Lalaria Lodge in Ballito/Salt Rock, wo wir den Urlaub richtig gemütlich begonnen haben. Nur ca. 15-20 Minuten vom Flughafen entfernt ist die Lalaria Lodge naturgemäß eine hervorragende Möglichkeit für den Beginn oder das Ende eines KZN Aufenthaltes.
Die Lodge ist ein von Linda und Tony sehr persönlich geführtes Guesthouse mit großartigem Blick auf den indischen Ozean / Dolphin Coast. Wir bekamen ein Upgrade in die Honeymoon Suite - das war natürlich ein richtig feiner Start in den Urlaub. Zwei Terrassen, entweder Pool- oder Meerblick ein riesiges Bad und verschwenderisch viel Platz – einfach herrlich.
Am Abend gingen wir dann in das Two Shrimps Restaurant im Canelands Beach Club und ließen den Ankunftstag in gemütlicher Atmosphäre ausklingen.
Distanz King Shaka International Airport – Lalaria Lodge: 24 km
Oliver74Themenstarter158 Beiträge · seit 201609. Juli 2020 · #9
Sonntag, 1. März 2020
Nach einem ausgiebigen Frühstück und anregenden Gesprächen mit Tony machten wir uns auf zum Umhlali Beach. Der Weg ist ziemlich kurz, aber relativ steil – in knapp 10 Minuten waren wir aber bereits unten am Indischen Ozean. Der Strand ist sehr weitläufig und ideal für einen kurzen Spaziergang – wir gingen dort rund 6 Kilometer durch den Sand und ließen zwischendurch die Seele baumeln.
Auch den restlichen Tag verbrachten wir sehr entspannt – ganz ohne Stress und ideal zum Ankommen. Ballito und Salt Rock sind natürlich stark von Appartementhäusern, Gästehäusern, Hotels und Restaurants geprägt; ein richtiges Zentrum gibt es in den Ortschaften eigentlich nicht - abgesehen von den Einkaufszentren 😉. Bei uns war es aber – trotz Spätsommer-Wochenende – ziemlich ruhig an den Stränden und auf den Straßen. Ideal für den ersten kompletten Tag in Südafrika.
Die Lalaria Lodge selbst lässt keine Wünsche offen, ebenso der Pool im Innenhof. Linda und Tony haben immer ein offenes Ohr und sind vor Ort auf der Anlage zu Hause. Wir können jedenfalls die Lodge als Start- oder Endpunkt nahe dem Flughafen Durban absolut empfehlen!
Die nächste Station unserer Reise war dann die Rhino Ridge Safari Lodge im Hluhluwe-iMfolozi Park. Bis demnächst,
Oliver74Themenstarter158 Beiträge · seit 201609. Juli 2020 · #11
Sorimuc schrieb:Hallo Oliver,
schön, da steige ich auch gerne mit ein und freue mich schon auf eure Erlebnisse!
Schöne Grüße Sonja
Hallo Sonja, das freut mich sehr, dass Du auch mit dabei bist und den Spätsommer 2020 in Südafrika aus einer weiteren Perspektive betrachtest 😎 Liebe Grüße, Oliver
Oliver74Themenstarter158 Beiträge · seit 201610. Juli 2020 · #12
Montag, 2. März 2020
Distanz Lalaria Lodge – Rhino Ridge Safari Lodge 213 km
Nach einem weiteren ausgiebigen Frühstück verabschiedeten wir uns von Linda und Tony und fahren auf der N2 auf direktem Weg zum Hluhluwe-iMfolozi Park. Bereits kurz nach 11:30 Uhr erreichen wir das Nyalazi Gate ganz im Osten des Parks.
Am Weg zur Rhino Ridge Safari Lodge fuhren wir wie empfohlen auf der Teerstraße bis zur Ausfahrt 7 und von dort rund 12 km weiter auf der Schotterstraße zur Lodge. Der Anfahrtsweg war Anfang März völlig unproblematisch. Zwei Tage später sollten wir dann beim Weg aus dem Park die Süd-Ost Route (rd. 14 km) Richtung Abzweigung 1 nehmen – dies war ebenfalls kein Problem. Die zweitgenannte Strecke sollte man allerdings nur dann fahren, wenn die Straßenbedingungen trocken sind. Dafür ist diese Strecke landschaftlich aber definitiv noch schöner.
Die Fahrt zur Lodge war bereits eine erste Pirschfahrt im Hluhluwe-Teil des Parks. Gleich zu Beginn ein ziemlich weit entfernter Elefantenbulle, er war aber nicht sehr neugierig auf uns und wollte uns auch nicht näher ansehen. Dann eine Menge der üblichen Verdächtigen; für uns waren aber alle Sichtungen in unseren ersten Minuten (aber eigentlich auch im Rest des weiteren Urlaubs) in einem afrikanischen Park seit Jahren ein purer Genuß. Was für ein Privileg, so eine wunderbare Region bereisen zu dürfen.
Gegen 13:15 Uhr erreichten wir die wunderbare Rhino Ridge Safari Lodge. Die Lodge liegt erhöht mit einem großartigen Blick auf den Hluhluwe-iMfolozi Park. Gleich bei der Ankunft wurden wir außerordentlich herzlich durch Chennai empfangen (die uns jeden Tag getestet hat, ob wir uns den Namen gemerkt haben - es hat funktioniert 🤩 !!!). Wir feierten unseren Hochzeitstag; auch daran wurde schon bei der Ankunft gedacht - ein ausgezeichneter Champagner aus der Kapregion wartete auf uns im Zimmer. Die Zimmer sind neuwertig und modern gestaltet, uns gefällt das sehr gut. Die gesamte Anlage fügt sich ausgezeichnet in die Hügellandschaft ein.
Damit Ihr wisst, mit wem Ihr es zu tun habt 😉
Was für eine Aussicht vom Pool! 😎
Nach einer kurzen Mittagspause ging es dann am Nachmittag zum Evening Drive .... dazu aber später 😉
Oliver74Themenstarter158 Beiträge · seit 201610. Juli 2020 · #13
Nun startet also unser erster Evening Drive 😄 !
Als Rangerin wurde uns Thobeka zugeteilt, es sollte sich herausstellen, dass sie ist eine großartige Rangerin ist, mit der wir viele Stunden in wunderbarer Umgebung verbrachten. Sie ist versiert, taff, hat ein wirklich breites und fundiertes Wissen - einfach exzellent, kompetent und sehr sympathisch! Sie ist sicher ein weiteres Juwel der Rhino Ridge Lodge, den die Unterkunft hoch schätzen muss!
Gleich zu Beginn treffen wir zum ersten, aber bei weitem nicht letzten Mal auf Breitmaul-Nashörner, welche sich gerade um das Revier streiten.
Eine eher scheue Elefanten-Familie
Nashörn-Kleinfamilie 🤪
Abendstimmung in der Rhino Ridge Safari Lodge
Es war ein wirklich gelungener erster Tag im Hluhluwe Park. Wie in Afrika üblich schaffen wir es am Abend kaum bis 22:00 Uhr - am nächsten Tag geht es ja sehr zeitig um 5:30 Uhr mit dem Morning Drive weiter.
Oliver74Themenstarter158 Beiträge · seit 201613. Juli 2020 · #14
Dienstag, 3. März 2020
Morning Drive: Knapp vor Sonnenaufgang starteten wir in den zweiten Hluhluwe Tag. Von der Rhino Ridge Safari Lodge ging es gleich relativ steil abwärts in den Park. Der Landcruiser war relativ neu und mit einem Sonnen- und Regenschutzdach ausgestattet. Wir durften den Tag zu viert verbringen - zwei sehr nette Hamburger waren mit dabei. Die Landschaft ist wunderbar abwechslungsreich – noch dazu bei perfektem Wetter den ganzen Tag über 😎 .
Genaue Informationen bezüglich der Menge an Nashörnern durfte uns Thobeka bewusst nicht weitergegeben. Der Bestand an Nashörnern im Hluhluwe Park ist trotz sichtbarer Wilderei aber gesund. Selten bekommt man allerdings ein Spitzmaul-Nashorn zu Gesicht – wir hatten Glück, allerdings aus einiger Entfernung!
Insgesamt waren wir mit der Ausbeute am Vormittag durchaus zufrieden. Die Fahrten mit Thobeka und unseren Mitreisenden waren absolut entspannend, aber auch sehr informativ.
Gegen 8:30 Uhr kehrten wir in die Lodge zurück, genossen das Frühstück und anschließend die Pause am Pool 😉 bis zur Nachmittagsfahrt.
Oliver74Themenstarter158 Beiträge · seit 201613. Juli 2020 · #15
..... und schon geht es weiter mit dem Evening Drive:
Um 15:30 Uhr ging es dann los mit unserem zweiten Evening Drive im Hluhluwe-iMfolozi Park. Jede Ausfahrt in dieser Gegend ist absolut genial - die sanfte Hügel-Landschaft ist einfach herrlich. 😎
Wieder werde ich Euch mit Fotos überhäufen - ich hoffe, dass ist ok; das richtige Maß ist nicht einfach zu finden 🙄
Büffel auf Tuchfühlung - wer kann diesem Blick wiederstehen 😉
Thobeka - die erste Rangerin im Hluhluwe Park kommt aus einem angrenzenden Dorf nahe der Rhino Ridge Safari Lodge.
Es ist wirklich nicht schwierig, Breitmaul-Nashörner zu sehen:
Auf der Suche nach der Mutter (war aber nur in den Büschen dahinter versteckt 😉 )
Was für eine grandiose Landschaft beim Sundowner!
Da ist wer zufrieden mit dem Tag 🤩
Dann mussten wir vom Hilltop Aussichtspunkt rund 45 Minuten zurück zur Rhino Ridge Lodge fahren - es war wieder ein richtig feiner Tag!
Nach dem Abendessen und nach ein oder zwei oder drei kleineren Drinks 😗 waren wir für diesen Tag streichfähig, aber voll motiviert für den nächsten Tag.
tiggi1'557 Beiträge · seit 201113. Juli 2020 · #16
Hallo Oliver, sehr gerne folge ich euch! 😉 Ihr hattet ja gerade noch Glück, diese Reise vor dem großen Coronaausbruch zu erleben. Allerdings wird mein Heimweh nach Südafrika allmählich unerträglich, ich glaube auch ein toller Bericht kann mich nicht trösten. 🙁 🤨 Übermorgen wären wir für 6 Wochen nach SA und in die umliegenden Länder gereist. Es soll dieses Jahr nicht sein... 😊 ...."mit Bildern überhäufen..." Nein, das geht nicht, immer her mit den vielen wilden Tieren! Es ist schön, die Erlebnisse zu teilen.
Oliver74Themenstarter158 Beiträge · seit 201613. Juli 2020 · #17
Hallo Tiggi, das freut mich sehr, dass Du mit dabei bist 🙂 Das ist wirklich sehr schade, dass es mit Deinen 6 Wochen Afrika nicht klappt – vielleicht sieht es ja nächstes Jahr wieder erfreulicher aus. Das ist auch den Menschen dort von Herzen zu wünschen. Wir haben unseren Urlaub noch sehr genossen, mussten am Ende aber reagieren und 3 Tage früher nach Hause fliegen. KZN bietet eine für uns auch im Vergleich zu anderen Regionen im südlichen Afrika ideale Kombination: herrliche Landschaft, wenig Touristen, viel Wildlife, ausgezeichnete Unterkünfte zu recht vernünftigen Preisen. Liebe Grüße, Oliver
Oliver74Themenstarter158 Beiträge · seit 201614. Juli 2020 · #18
Mittwoch, 4. März 2020
Morning Drive: Wieder ging es sehr zeitig in der Früh los – wir waren an diesem Morgen überhaupt nur noch zu zweit zusammen mit Thobeka unterwegs. Praktisch eine Privat-Safari! 😁
Hier bin ich mir nicht ganz sicher: ist das ein Striped kingfisher oder Brown-hooded kingfisher? Oder vielleicht gar etwas ganz anderes? 🙄
Gorgeous bush-shrike
Unsere letzte Ausfahrt mit Thobeka ging langsam zu Ende. Dann hatten wir richtig Glück und waren zur richtigen Zeit am richtigen Platz. Neben der Teerstraße zwischen den Ausfahrten 3 und 7 lagen in ca. 20 Meter Entfernung uns 3 Löwen – ein Bruder mit seinen beiden Schwestern. Nach rund 5 Minuten hatten die drei genug von uns und dem einen weiteren Auto neben uns und verzogen sich in den Busch.
Warzenschweine gibt es im Park natürlich ebenfalls genug 😉
Ebenso Nyalas:
Dann ging es zurück in die Lodge und nach dem Frühstück verabschiedeten wir uns vom Hluhluwe-iMfolozi Park und fuhren gemütlich die kurze Strecke nach St. Lucia. Noch ein entfernter Abschiedsgruß aus diesem wunderbaren Park:
Fazit Rhino Ridge Lodge: Die Rhino Ridge Lodge hat für uns ein absolut stimmiges Konzept mit rundum hervorragendem und herzlichem Personal und hat unsere Erwartungen noch übertroffen. Leider machten wir nicht den Bush Trail mit dem legendären Nunu Jobe (The Rhino Whisperer). Das hätte uns sehr gereizt, aber manchmal ist vor Ort die Zeit dann einfach zu kurz.
Viele der Mitarbeiter inklusive Thobeka kommen aus den angrenzenden Dörfern. Die aktuelle Situation der letzten Monate (beginnend kurz nach unserer Abreise) muss für die Menschen vor Ort extrem belastend sein. Sicherlich hat jedes aktive Forumsmitglied einen eigenen Zugang zu der aktuellen Thematik - so soll und muss es auch sein. Nur ganz kurz: für uns persönlich war als Hilfe vor Ort die Isibindi Foundation - COVID 19 RELIEF FUND - stimmig (die Kampagne wurde ins Leben gerufen, um Spenden in Form von Nahrungsmitteln, Wasser, Händedesinfektionsmitteln, Gesichtsmasken und Thermometern für ungefähr 30.000 Menschen zu sammeln, die in den Gemeinden leben, die die 4 Lodges umgeben, die den Isibindi Africa Lodges gehören und von diesen betrieben werden). Auch Thobeka war in den letzten Monaten diesbezüglich bei der Verteilung persönlich mit eingebunden.
Oliver74Themenstarter158 Beiträge · seit 201614. Juli 2020 · #19
Mittwoch, 4. März 2020 Distanz Rhino Ridge Safari Lodge – Lodge Afrique / St. Lucia: 73 km
Bereits kurz nach Mittag erreichen wir St. Lucia und unsere Unterkunft für die nächsten 3 Nächte - die Lodge Afrique.
Nach einem kurzen Rundgang durch das ziemlich überschaubare Zentrum von St. Lucia machten wir noch einen ausgeprägten Spaziergang von der Lodge zum Ingwe Beach und von dort weiter über den Boardwalk und dem Boat Club retour zur Lodge. Nach einigen Tagen im Busch war es auch am Indischen Ozean wieder richtig fein.
Nach einem sehr guten Abendessen im eher durchschnittlich besuchten Ocean Basket machten wir uns auf den Rückweg zur Lodge Afrique.
Einen wunderschönen Sommer-Abend wünscht Euch, Oliver
Oliver74Themenstarter158 Beiträge · seit 201615. Juli 2020 · #20
Donnerstag, 5. März 2020
Eastern Shores / iSimangaliso Wetland Park:
Das Frühstück in der Lodge Afrique wurde jeden Tag in Nuancen verändert - liebevoll und individuell. Die engagierte Gastgeberin hatte immer ein offenes Ohr und stand für Fragen hilfsbereit und kompetent zur Verfügung. In der Anlage und in den Chalets fühlten wir uns sehr wohl – ein tropisches Paradies.
Wir fuhren relativ zeitig zum nur wenige Kilometer entfernten Bhangazi Gate um die Eastern Shores des iSimangaliso Wetland Parks zu erforschen. Selbstverständlich nutzten wir die Möglichkeiten, um von der Hauptstraße nach Cape Vidal (Direktweg knapp mehr als 30 Kilometer) abzuweichen. Zunächst stand der Pan Loop, dann der Aussichtspunkt auf den St. Lucia See am Programm.
Büffelherde aus einiger Entfernung
Die Nashörner werden im iSimangaliso Wetland Park aus Sicherheitsgründen enthornt.
Weiter ging es auf die andere Seite der Eastern Shores nach Mission Rocks.
Den besten Überblick erhielten wir am Aussichtspunkt Kwasheleni (Dune Loop) weiter im Norden. Auf einem Blick sieht man all die vorgenannten Bereiche – einfach herrlich 😎
Am späten Vormittag erreichten wir dann auch Cape Vidal und gönnten uns die am Markt in St. Lucia gekauften frischen Mangos. 😉
Der Park ist landschaftlich fantastisch: subtropisches Klima, herrliche weitläufige Strände am Indischen Ozean, dahinter die zweithöchsten bewachsenen Sanddünen der Welt, dann die wunderbare Fläche bis zum Lake St. Lucia. Zurück ging es dann in einer weiten Schleife den Grassland Loop (vorbei an den Red Dunes) entlang.
Es waren wunderbare Stunden bei perfektem Wetter in den Eastern Shores – auf die Western Shores waren wir ebenfalls schon gespannt. Dort waren wir dann 2 Tage später auf dem Weg Richtung Leopard Mountain Safari Lodge – also noch etwas Geduld! 😉
Am späten Nachmittag machten wir den obligatorischen Sonnenuntergangstour auf dem Fluss. Dazu dann im nächsten Kapitel 😗