nun habe ich mich nach längerer Überlegung ebenfalls dazu entschlossen, erstmals einen Reisebericht zu schreiben. In der Regel bin ich leidenschaftlicher Mitleser - und das seit sicherlich mehr als 10 Jahren 😉 . Wie oft habe ich von all den guten Empfehlungen unter anderem von Carsten, Hanne, Sonja, Bele, Christian und vielen, vielen mehr profitiert.
Aufgrund der aktuellen Situation habe ich mir gedacht, dass nun – entgegen meiner üblichen Herangehensweise - doch ein kurzer Bericht unserer Reise nach Südafrika von Ende Februar bis Mitte März 2020 fällig wird.
Da es kein Tagebuch zu unserer Reise gibt, versuche ich mich aus dem Kopf heraus einige Monate zurückzuversetzen.
Es war eine Art Jubiläums-Reise: 20 Jahre Afrika – der Auslöser war damals unsere Hochzeitsreise im Jahr 2000. Also haben wir durch die Reise auch unseren 20. Hochzeitstag abgedeckt. Für meine Frau und mich war es nach knapp 3,5 Jahren Afrika-Pause wieder ein Herantasten an das südliche Afrika. Die Ereignisse Ende 2016 rund um Heike und Uli in Botswana sind uns doch sehr nahegekommen und nahegegangen.
Zunächst haben wir die Flüge gebucht: Am Freitag, 28. Februar mit der Turkish Airlines von Salzburg über Istanbul nach Durban (mit kurzem Zwischenstopp in Johannesburg) / Weiterflug von Durban nach Kapstadt am 11.3.2020 / Rückflug von Kapstadt über Istanbul nach Salzburg sollte am Dienstag, 17. März 2020 stattfinden. Das hat dann in dieser Form leider nicht geklappt – dazu später mehr.
Unsere Leihautos haben wir jeweils direkt an den beiden Flughäfen bei Budget übernommen.
Unsere geplante Route der kurzen Wege in KwaZulu-Natal und in der Kapregion: 29.02. bis 02.03.2020: Ballito / Lalaria Lodge (F) 02.03. bis 04.03.2020: Hluhluwe-iMfolozi Park / Rhino Ridge Safari Lodge (VP) 04.03. bis 07.03.2020: St. Lucia / Lodge Afrique (F) 07.03. bis 10.03.2020: Manyoni Private Game Reserve / Leopard Mountain Safari Lodge (VP) 10.03. bis 11.03.2020: Umdloti / Fairlight Beach House (F) 11.03. bis 17.03.2020: Franschhoek / Lavender Farm Guest House
Vielleicht hat der eine oder andere Lust, zusammen mit uns durch Südafrika im Spätsommer 2020 zu reisen - das würde mich sehr freuen.
Bald starte ich mit dem ersten Tag – bis dahin liebe Grüße, Oliver
Teil 208. Juli 2020
Freitag, 28. Februar & Samstag, 29. Februar 2020
Die letzte Februar-Woche verlief in Salzburg sehr stürmisch – daher waren wir froh, dass der Flug von Salzburg nach Istanbul tatsächlich pünktlich starten konnte. Die 2-stündige Pause gegen Mitternacht am überdimensionierten neuen Flughafen in Istanbul war überschaubar – der Nachtflug mit einer gut ausgestatteten, aber doch relativ eng bestuhlten Boing 777 der Turkish Airlines nach Johannesburg ziemlich ereignislos. Der Zwischenstopp in OR Tambo dauerte in der Mittagszeit rd. 1,5 Stunden (alle Weiterfliegenden mussten/durften in dieser Zeit im Flugzeug bleiben), bevor es an unser Ziel nach Durban ging, wo wir gegen 14:30 Uhr landeten.
Der King Shaka International Airport ist modern und sehr übersichtlich (wurde erst 2010 kurz vor Beginn der Fußball-WM eröffnet). Die Budget-Autoverleihstation erreichten wir schnell; unser Auto in den nächsten 11 Tagen war ein Nissan Qashqai. Kurze Zeit später waren wir dann auch schon auf dem Weg zur Lalaria Lodge in Ballito/Salt Rock, wo wir den Urlaub richtig gemütlich begonnen haben. Nur ca. 15-20 Minuten vom Flughafen entfernt ist die Lalaria Lodge naturgemäß eine hervorragende Möglichkeit für den Beginn oder das Ende eines KZN Aufenthaltes.
Die Lodge ist ein von Linda und Tony sehr persönlich geführtes Guesthouse mit großartigem Blick auf den indischen Ozean / Dolphin Coast. Wir bekamen ein Upgrade in die Honeymoon Suite - das war natürlich ein richtig feiner Start in den Urlaub. Zwei Terrassen, entweder Pool- oder Meerblick ein riesiges Bad und verschwenderisch viel Platz – einfach herrlich.
Am Abend gingen wir dann in das Two Shrimps Restaurant im Canelands Beach Club und ließen den Ankunftstag in gemütlicher Atmosphäre ausklingen.
Distanz King Shaka International Airport – Lalaria Lodge: 24 km
Schöne Grüße,
Oliver
Teil 309. Juli 2020
Sonntag, 1. März 2020
Nach einem ausgiebigen Frühstück und anregenden Gesprächen mit Tony machten wir uns auf zum Umhlali Beach. Der Weg ist ziemlich kurz, aber relativ steil – in knapp 10 Minuten waren wir aber bereits unten am Indischen Ozean. Der Strand ist sehr weitläufig und ideal für einen kurzen Spaziergang – wir gingen dort rund 6 Kilometer durch den Sand und ließen zwischendurch die Seele baumeln.
Auch den restlichen Tag verbrachten wir sehr entspannt – ganz ohne Stress und ideal zum Ankommen. Ballito und Salt Rock sind natürlich stark von Appartementhäusern, Gästehäusern, Hotels und Restaurants geprägt; ein richtiges Zentrum gibt es in den Ortschaften eigentlich nicht - abgesehen von den Einkaufszentren 😉. Bei uns war es aber – trotz Spätsommer-Wochenende – ziemlich ruhig an den Stränden und auf den Straßen. Ideal für den ersten kompletten Tag in Südafrika.
Die Lalaria Lodge selbst lässt keine Wünsche offen, ebenso der Pool im Innenhof. Linda und Tony haben immer ein offenes Ohr und sind vor Ort auf der Anlage zu Hause. Wir können jedenfalls die Lodge als Start- oder Endpunkt nahe dem Flughafen Durban absolut empfehlen!
Die nächste Station unserer Reise war dann die Rhino Ridge Safari Lodge im Hluhluwe-iMfolozi Park. Bis demnächst,
Oliver
Teil 410. Juli 2020
Montag, 2. März 2020
Distanz Lalaria Lodge – Rhino Ridge Safari Lodge 213 km
Nach einem weiteren ausgiebigen Frühstück verabschiedeten wir uns von Linda und Tony und fahren auf der N2 auf direktem Weg zum Hluhluwe-iMfolozi Park. Bereits kurz nach 11:30 Uhr erreichen wir das Nyalazi Gate ganz im Osten des Parks.
Am Weg zur Rhino Ridge Safari Lodge fuhren wir wie empfohlen auf der Teerstraße bis zur Ausfahrt 7 und von dort rund 12 km weiter auf der Schotterstraße zur Lodge. Der Anfahrtsweg war Anfang März völlig unproblematisch. Zwei Tage später sollten wir dann beim Weg aus dem Park die Süd-Ost Route (rd. 14 km) Richtung Abzweigung 1 nehmen – dies war ebenfalls kein Problem. Die zweitgenannte Strecke sollte man allerdings nur dann fahren, wenn die Straßenbedingungen trocken sind. Dafür ist diese Strecke landschaftlich aber definitiv noch schöner.
Die Fahrt zur Lodge war bereits eine erste Pirschfahrt im Hluhluwe-Teil des Parks. Gleich zu Beginn ein ziemlich weit entfernter Elefantenbulle, er war aber nicht sehr neugierig auf uns und wollte uns auch nicht näher ansehen. Dann eine Menge der üblichen Verdächtigen; für uns waren aber alle Sichtungen in unseren ersten Minuten (aber eigentlich auch im Rest des weiteren Urlaubs) in einem afrikanischen Park seit Jahren ein purer Genuß. Was für ein Privileg, so eine wunderbare Region bereisen zu dürfen.
Gegen 13:15 Uhr erreichten wir die wunderbare Rhino Ridge Safari Lodge. Die Lodge liegt erhöht mit einem großartigen Blick auf den Hluhluwe-iMfolozi Park. Gleich bei der Ankunft wurden wir außerordentlich herzlich durch Chennai empfangen (die uns jeden Tag getestet hat, ob wir uns den Namen gemerkt haben - es hat funktioniert 🤩 !!!). Wir feierten unseren Hochzeitstag; auch daran wurde schon bei der Ankunft gedacht - ein ausgezeichneter Champagner aus der Kapregion wartete auf uns im Zimmer. Die Zimmer sind neuwertig und modern gestaltet, uns gefällt das sehr gut. Die gesamte Anlage fügt sich ausgezeichnet in die Hügellandschaft ein.
Damit Ihr wisst, mit wem Ihr es zu tun habt 😉
Was für eine Aussicht vom Pool! 😎
Nach einer kurzen Mittagspause ging es dann am Nachmittag zum Evening Drive .... dazu aber später 😉
Teil 510. Juli 2020
Nun startet also unser erster Evening Drive 😄 !
Als Rangerin wurde uns Thobeka zugeteilt, es sollte sich herausstellen, dass sie ist eine großartige Rangerin ist, mit der wir viele Stunden in wunderbarer Umgebung verbrachten. Sie ist versiert, taff, hat ein wirklich breites und fundiertes Wissen - einfach exzellent, kompetent und sehr sympathisch! Sie ist sicher ein weiteres Juwel der Rhino Ridge Lodge, den die Unterkunft hoch schätzen muss!
Gleich zu Beginn treffen wir zum ersten, aber bei weitem nicht letzten Mal auf Breitmaul-Nashörner, welche sich gerade um das Revier streiten.
Eine eher scheue Elefanten-Familie
Nashörn-Kleinfamilie 🤪
Abendstimmung in der Rhino Ridge Safari Lodge
Es war ein wirklich gelungener erster Tag im Hluhluwe Park. Wie in Afrika üblich schaffen wir es am Abend kaum bis 22:00 Uhr - am nächsten Tag geht es ja sehr zeitig um 5:30 Uhr mit dem Morning Drive weiter.
Bis demnächst,
Oliver
Teil 613. Juli 2020
Dienstag, 3. März 2020
Morning Drive: Knapp vor Sonnenaufgang starteten wir in den zweiten Hluhluwe Tag. Von der Rhino Ridge Safari Lodge ging es gleich relativ steil abwärts in den Park. Der Landcruiser war relativ neu und mit einem Sonnen- und Regenschutzdach ausgestattet. Wir durften den Tag zu viert verbringen - zwei sehr nette Hamburger waren mit dabei. Die Landschaft ist wunderbar abwechslungsreich – noch dazu bei perfektem Wetter den ganzen Tag über 😎 .
Genaue Informationen bezüglich der Menge an Nashörnern durfte uns Thobeka bewusst nicht weitergegeben. Der Bestand an Nashörnern im Hluhluwe Park ist trotz sichtbarer Wilderei aber gesund. Selten bekommt man allerdings ein Spitzmaul-Nashorn zu Gesicht – wir hatten Glück, allerdings aus einiger Entfernung!
Insgesamt waren wir mit der Ausbeute am Vormittag durchaus zufrieden. Die Fahrten mit Thobeka und unseren Mitreisenden waren absolut entspannend, aber auch sehr informativ.
Gegen 8:30 Uhr kehrten wir in die Lodge zurück, genossen das Frühstück und anschließend die Pause am Pool 😉 bis zur Nachmittagsfahrt.
Bald folgt die Nachmittagsausfahrt,
liebe Grüße Oliver
Teil 713. Juli 2020
..... und schon geht es weiter mit dem Evening Drive:
Um 15:30 Uhr ging es dann los mit unserem zweiten Evening Drive im Hluhluwe-iMfolozi Park. Jede Ausfahrt in dieser Gegend ist absolut genial - die sanfte Hügel-Landschaft ist einfach herrlich. 😎
Wieder werde ich Euch mit Fotos überhäufen - ich hoffe, dass ist ok; das richtige Maß ist nicht einfach zu finden 🙄
Büffel auf Tuchfühlung - wer kann diesem Blick wiederstehen 😉
Thobeka - die erste Rangerin im Hluhluwe Park kommt aus einem angrenzenden Dorf nahe der Rhino Ridge Safari Lodge.
Es ist wirklich nicht schwierig, Breitmaul-Nashörner zu sehen:
Auf der Suche nach der Mutter (war aber nur in den Büschen dahinter versteckt 😉 )
Was für eine grandiose Landschaft beim Sundowner!
Da ist wer zufrieden mit dem Tag 🤩
Dann mussten wir vom Hilltop Aussichtspunkt rund 45 Minuten zurück zur Rhino Ridge Lodge fahren - es war wieder ein richtig feiner Tag!
Nach dem Abendessen und nach ein oder zwei oder drei kleineren Drinks 😗 waren wir für diesen Tag streichfähig, aber voll motiviert für den nächsten Tag.
Bis demnächst, Oliver
Teil 814. Juli 2020
Mittwoch, 4. März 2020
Morning Drive: Wieder ging es sehr zeitig in der Früh los – wir waren an diesem Morgen überhaupt nur noch zu zweit zusammen mit Thobeka unterwegs. Praktisch eine Privat-Safari! 😁
Hier bin ich mir nicht ganz sicher: ist das ein Striped kingfisher oder Brown-hooded kingfisher? Oder vielleicht gar etwas ganz anderes? 🙄
Gorgeous bush-shrike
Unsere letzte Ausfahrt mit Thobeka ging langsam zu Ende. Dann hatten wir richtig Glück und waren zur richtigen Zeit am richtigen Platz. Neben der Teerstraße zwischen den Ausfahrten 3 und 7 lagen in ca. 20 Meter Entfernung uns 3 Löwen – ein Bruder mit seinen beiden Schwestern. Nach rund 5 Minuten hatten die drei genug von uns und dem einen weiteren Auto neben uns und verzogen sich in den Busch.
Warzenschweine gibt es im Park natürlich ebenfalls genug 😉
Ebenso Nyalas:
Dann ging es zurück in die Lodge und nach dem Frühstück verabschiedeten wir uns vom Hluhluwe-iMfolozi Park und fuhren gemütlich die kurze Strecke nach St. Lucia. Noch ein entfernter Abschiedsgruß aus diesem wunderbaren Park:
Fazit Rhino Ridge Lodge: Die Rhino Ridge Lodge hat für uns ein absolut stimmiges Konzept mit rundum hervorragendem und herzlichem Personal und hat unsere Erwartungen noch übertroffen. Leider machten wir nicht den Bush Trail mit dem legendären Nunu Jobe (The Rhino Whisperer). Das hätte uns sehr gereizt, aber manchmal ist vor Ort die Zeit dann einfach zu kurz.
Viele der Mitarbeiter inklusive Thobeka kommen aus den angrenzenden Dörfern. Die aktuelle Situation der letzten Monate (beginnend kurz nach unserer Abreise) muss für die Menschen vor Ort extrem belastend sein. Sicherlich hat jedes aktive Forumsmitglied einen eigenen Zugang zu der aktuellen Thematik - so soll und muss es auch sein. Nur ganz kurz: für uns persönlich war als Hilfe vor Ort die Isibindi Foundation - COVID 19 RELIEF FUND - stimmig (die Kampagne wurde ins Leben gerufen, um Spenden in Form von Nahrungsmitteln, Wasser, Händedesinfektionsmitteln, Gesichtsmasken und Thermometern für ungefähr 30.000 Menschen zu sammeln, die in den Gemeinden leben, die die 4 Lodges umgeben, die den Isibindi Africa Lodges gehören und von diesen betrieben werden). Auch Thobeka war in den letzten Monaten diesbezüglich bei der Verteilung persönlich mit eingebunden.
Demnächst geht es weiter, schöne Grüße Oliver
Teil 914. Juli 2020
Mittwoch, 4. März 2020 Distanz Rhino Ridge Safari Lodge – Lodge Afrique / St. Lucia: 73 km
Bereits kurz nach Mittag erreichen wir St. Lucia und unsere Unterkunft für die nächsten 3 Nächte - die Lodge Afrique.
Nach einem kurzen Rundgang durch das ziemlich überschaubare Zentrum von St. Lucia machten wir noch einen ausgeprägten Spaziergang von der Lodge zum Ingwe Beach und von dort weiter über den Boardwalk und dem Boat Club retour zur Lodge. Nach einigen Tagen im Busch war es auch am Indischen Ozean wieder richtig fein.
Nach einem sehr guten Abendessen im eher durchschnittlich besuchten Ocean Basket machten wir uns auf den Rückweg zur Lodge Afrique.
Einen wunderschönen Sommer-Abend wünscht Euch, Oliver
Teil 1015. Juli 2020
Donnerstag, 5. März 2020
Eastern Shores / iSimangaliso Wetland Park:
Das Frühstück in der Lodge Afrique wurde jeden Tag in Nuancen verändert - liebevoll und individuell. Die engagierte Gastgeberin hatte immer ein offenes Ohr und stand für Fragen hilfsbereit und kompetent zur Verfügung. In der Anlage und in den Chalets fühlten wir uns sehr wohl – ein tropisches Paradies.
Wir fuhren relativ zeitig zum nur wenige Kilometer entfernten Bhangazi Gate um die Eastern Shores des iSimangaliso Wetland Parks zu erforschen. Selbstverständlich nutzten wir die Möglichkeiten, um von der Hauptstraße nach Cape Vidal (Direktweg knapp mehr als 30 Kilometer) abzuweichen. Zunächst stand der Pan Loop, dann der Aussichtspunkt auf den St. Lucia See am Programm.
Büffelherde aus einiger Entfernung
Die Nashörner werden im iSimangaliso Wetland Park aus Sicherheitsgründen enthornt.
Weiter ging es auf die andere Seite der Eastern Shores nach Mission Rocks.
Den besten Überblick erhielten wir am Aussichtspunkt Kwasheleni (Dune Loop) weiter im Norden. Auf einem Blick sieht man all die vorgenannten Bereiche – einfach herrlich 😎
Am späten Vormittag erreichten wir dann auch Cape Vidal und gönnten uns die am Markt in St. Lucia gekauften frischen Mangos. 😉
Der Park ist landschaftlich fantastisch: subtropisches Klima, herrliche weitläufige Strände am Indischen Ozean, dahinter die zweithöchsten bewachsenen Sanddünen der Welt, dann die wunderbare Fläche bis zum Lake St. Lucia. Zurück ging es dann in einer weiten Schleife den Grassland Loop (vorbei an den Red Dunes) entlang.
Es waren wunderbare Stunden bei perfektem Wetter in den Eastern Shores – auf die Western Shores waren wir ebenfalls schon gespannt. Dort waren wir dann 2 Tage später auf dem Weg Richtung Leopard Mountain Safari Lodge – also noch etwas Geduld! 😉
Am späten Nachmittag machten wir den obligatorischen Sonnenuntergangstour auf dem Fluss. Dazu dann im nächsten Kapitel 😗
Bis demnächst, Oliver
Teil 1116. Juli 2020
Donnerstag, 5. März 2020 / Teil 2
Sunset Cruise / Hippo Tour auf dem Fluss
Am späten Nachmittag machten wir den Sunset Cruise auf dem Fluss. Wir mögen die Abwechslung auf dem Wasser immer sehr gerne. Ist einfach eine gute Ergänzung und eröffnet einen anderen Blickwinkel.
Wir legten von der Siyabonga Jetty gegen 17 Uhr auf einem der etwas kleineren Schiffe ab.
Die riesige Hippo Kolonie war unübersehbar 😉
Immer recht freundlich und entspannt schauen 😎
Besonders war für uns auch das Zusammentreffen mit dem prächtigen Wasserbock, der sich von uns nicht aus der Ruhe bringen ließ 🙂
Dann ging es langsam zurück Siyabonga Jetty
Am Abend waren wir diesmal im Braza Restaurant (neben dem Ocean Basket) essen. Sehr freundlicher Service, das Essen selber war nach unserer Meinung aber nebenan doch besser. Der Tag war herrlich, aber auch ziemlich intensiv: am Vormittag die Eastern Shores hinauf bis zum Cape Vidal mit Rückkehr am frühen Nachmittag - später dann noch der Sunset Cruise auf dem Fluss. Am nächsten Tag wollten wir es dann ein wenig ruhiger angehen 😎 .
Einen schönen Nachmittag wünscht Euch, Oliver
Teil 1217. Juli 2020
Freitag, 6. März 2020
Ein Tag ohne große Planung – auch nicht schlecht 😎 . Wir ließen uns einfach durch St. Lucia treiben, kauften ein paar Dinge ein und machten ausgiebig Siesta. Am späten Nachmittag wanderten wir wieder Richtung Ingwe Beach und genossen den Sundowner im Boat Club.
Am Abend gingen wir ein zweites Mal in den Ocean Basket – die Fisch-Spezialitäten waren dort wirklich gut. Nachdem Abendessen im Ocean Basket machten wir uns auf den Rückweg zur Lodge Afrique und trafen gleich in der übernächsten Seitenstraße auf einen nächtlichen Besucher.
Viel haben wir von den Hippos mitten in St. Lucia gehört – vor Ort war das dann schon ziemlich lässig und doch ein eher seltener Anblick mitten in einer kleinen Stadt.
Es war ein richtig gemütlicher und angenehmer Tag, bevor es tags darauf wieder nordwärts durch die Western Shores des iSimangaliso Wetland Parks zum Manyoni Private Game Reserve ging.
Bis demnächst, Oliver
Teil 1320. Juli 2020
Samstag, 7. März 2020
Western Shores / iSimangaliso Wetland Park: Distanz St. Lucia - Western Shores (iSimangaliso) – Leopard Mountain Safari Lodges (Manyoni Private Game Reserve): 111 km
Den heutigen Tag werde ich aufgrund der besseren Übersicht in 3 Teile aufsplitten: die Western Shores des iSimangaliso Wetland Parks, die Ankunft in der Leopard Mountain Safari Lodge und dann der erste Evening Drive im Manyoni Game Reserve.
Heute stand also die Fahrt in das Manyoni Private Game Reserve auf dem Programm. Die Strecke von St. Lucia war wiederum nur sehr kurz. So beschlossen wir, nicht den Weg auf der Hauptroute Richtung Mtubatuba zu nehmen, sondern wenige Kilometer nach der Brücke von St. Lucia nach rechts in die Western Shores des iSimangaliso Wetland Parks abzubiegen. Das Dukuduku Gate war dann gleich in Sichtweite. Es stellte sich gleich heraus, dass auch die Western Shores landschaftlich wunderschön sind und die Wege besser und besser ausgebaut werden. Bald fuhren den uMphathe Loop ab und sahen wieder viele der üblichen Verdächtigen: Impalas, einen Wasserbock, eine ca. 30 Giraffen umfassende Herde, Zebras, Gnus und dann auch eine große Büffelherde (die wir von der Weite sahen und dann glaubten, wir können einen näheren Weg finden – wir sahen diese Herde nie wieder 😄 ).
Nahe der Makakatana Lodge gab es beim uMthoma Aerial Boardwalk auch die Möglichkeit aus dem Auto auszusteigen und einige Meter zu einem wunderbaren Aussichtspunkt zu gehen.
Immerhin wird das T-Shirt in Südafrika hergestellt 😗 😉 😄
Dann ging es nach nach Charter`s Creek an den Lake St. Lucia. Einige Kilometer weiter war dann bereits unser Ausfahrtstor des Parks, das Nhlozi Gate im Norden der Western Shores, die eine super Alternative auf dem Fahrt in den Norden (aber auch als Ausflug von St. Lucia aus) darstellen. Überschaubar von der befahrbaren Größe des Parks, herrliche Landschaft, mehr Tiere als erwartet - das passt wirklich gut. 🙂
Vom Ausgangstor kamen wir dann relativ schnell an die Hauptstraße N2 und fuhren weiter Richtung Norden bis wir – trotz alle Gemütlichkeit – bereits vor Mittag am Einfahrtstor des Manyoni Private Game Reserve ankamen.
Im nächsten Abschnitt geht es dann um die großartig gelegene Leopard Mountain Safari Lodge - danach wartet dann schon die erste Pirschfahrt im Manyoni Park.
In diesem Sinne bis bald, Oliver
Teil 1420. Juli 2020
Samstag, 7. März 2020 / Teil 2
Ankunft in der Leopard Mountain Safari Lodge / Manyoni Private Game Reserve
Die Abzweigung von der N2 Richtung Manyoni Private Game Reserve befindet sich rund 27 Kilometer nördlich von Hluhluwe. In den Park selbst kommt man nur mit einer Unterkunftsbestätigung – es gibt daher keine Tagesbesucher. Dementsprechend ruhig ist die Frequenz im Park.
Durch die typisch herrliche Zululand Landschaft fuhren wir vom Manyoni Gate gut beschildert ca. 14 Kilometer bis zur Leopard Mountain Lodge, die wunderbar erhöht auf einem Hügel mit Blick auf den Leopard Mountain liegt.
Von der ersten Sekunde an fühlten wir uns richtig wohl 😄 ; der Service sollte an allen Tagen außergewöhnlich gut und angenehm unaufdringlich sein – bei nur 8 Chalets ist die Anlage auch übersichtlich und entsprechend persönlich! Hier wurde im wahrsten Sinn jeder Wunsch von den Lippen abgelesen. 🤩
Was für ein großartiger Ausblick!
Der Weg zu unserem Chalet:
Die Idee mit dem Picknickkorb als Lunch war richtig nett. Wir konnten zwischen 2 Speisen (zB Wrap) auswählen, dazu Getränke und Nachspeise. Der Korb wurde dann vorbereitet und dorthin gebracht, wo wir unser Lunch planten. Entweder auf der spektakulären Aussichtsterrasse im Haupthaus, im kleinen Garten der Lodge oder aber auch auf der eigenen Terrasse. Wir ließen uns den Picknickkorb an allen 3 Tagen auf unsere eigene Terrasse bringen. Das war einfach bequem und herrlich entspannend zwischen den Ausfahrten!
Das Chalet war neuwertig ausgestattet mit gemütlicher Hängematte und Sitzecke auf der eigenen Terrasse. Die Außendusche und das erfrischende Tauchbecken rundeten die Ausstattung ab. Das Tauchbecken wird untertags fast stündlich von Nyalas als Wasserstelle zum Trinken genutzt - faszinierend zum Beobachten aus ca. 2 Metern Entfernung.
Die Leopard Mountain Safari Lodge war wirklich gefühlter und gelebter Luxus (aber keinesfalls unangenehm extravagant 😉 ) und das zu halbwegs vernünftigen Preisen im Vergleich zu ähnlichen Unterkünften im Eastern Cape oder im Norden von Südafrika. Als Rangerin wurde uns für die nächsten Tage Jian zugewiesen - auch hier hatten wir wieder Glück.
Aber dazu gibt es dann demnächst wieder weitere Details. 😉
Bis bald einmal, Oliver
Teil 1521. Juli 2020
Samstag, 7. März 2020 / Teil 3
Evening Drive / Manyoni Private Game Reserve
Unsere Pirschfahrt begann mit einigen Minuten Verspätung. Jian, die uns die nächsten Tage als Rangerin begleitete, musste zuvor in der Lodge noch ausrücken, um eine Speikobra aus dem Bücherregal herauszuholen. Auch dafür muss ein Ranger/Rangerin herhalten. Jian erledigte die Aufgabe ziemlich cool. Mit Jian machten wir überhaupt wieder ein Glückgriff – sie ist sehr herzlich und absolut eins mit der Natur, sieht Details, die man nie wahrnehmen würde. Mit ihr hatten wir eine absolut lässige Zeit.
Wir wurden während der ersten beiden Tage von vier Schweden aus Göteborg begleitet – sehr angenehme Zeitgenossen, die bereits das zweite Mal in der Lodge waren und auch Jian von früher schon kannten. Die Fahrt durch die beeindruckende Landschaft war einfach herrlich. Als erstes machte sich Jian auf die Suche nach einer größeren Elefantenherde, welche sich aber in weiterer Entfernung in unwegsamem Gelände bewegte.
Nach einiger Zeit fuhren wir dann aber ohne Aussicht auf Erfolg bezüglich der Elefanten-Sichtung weiter und kamen nach 20 Minuten zu einer Löwen Mutter mit 2 fast ausgewachsenen, prächtigen Burschen. Jian meinte, dass die beiden erst 1,5 Jahr alt waren und sie selten so große und kräftige Altersgenossen gesehen hat.
Das wunderbare an dem Manyoni Park ist, dass man generell Sichtungen immer nahezu für sich alleine genießen kann. Maximal zwei Autos bei einer Sichtung ist die Vorgabe – in diesem Fall fuhr noch dazu das zweite Geländeauto (war bereits einige Zeit vor uns vor Ort) nach unserer Ankunft gleich weiter.
Die Müdigkeit muss zelebriert werden - wahrscheinlich der Stress der Mutter mit den Söhnen 😉 .
Die beiden Söhne und die bereits wieder trächtige Mutter planten eine Warzenschwein Jagd und pirschten sich immer näher an das Opfer heran. Es war dann wohl vorhin keine Müdigkeit, sondern die Schärfung der Sinne 😉 . Die Spannung war zum Greifen nahe – absolute Stille. Und dann.......
......... fiel einem der Schweden hinter uns der Objektivdeckel auf dem Boden 😐 ; jedenfalls war das Geräusch laut genug; das Warzenschwein war gewarnt, die Löwen starteten trotzdem die Jagd, haben aber die entscheidende Zehntelsekunde verloren. Das Warzenschwein war gerettet. Kommentar Jian: „Sorry boys“ 😗
Zum Sundowner fuhren wir anschließend zu einem wunderbaren Aussichtshügel – in der hereinbrechenden Dunkelheit zogen zwei Breitmaul-Nashörner rd. 50 Meter entfernt von uns vorbei.
Jian, unsere hervorragende Rangerin im Manyoni Park 😎
Der zweite Teil der Nachmittagsausfahrt war dann jeden Tag eigentlich ein Night Drive, wobei Jian bewusst ein rötliches Licht zum Absuchen der Umgebung verwendete. Sie war der Meinung, dass die Tiere damit weniger gestört und geblendet werden. Unter anderem sichteten wir dann noch eine Spottet eagle-owl. Wow – das war ein wirklich gelungener erster Evening Drive 😄.
Sofort nach Rückkehr in der Leopard Mountain Lodge wurden wir mit Erfrischungstüchern begrüßt und in die Boma zum Abendessen geleitet. Generell war das Essen ausgezeichnet - ein vielfältiger Weinkeller rundete das Vergnügen ab; uns ging es wirklich ausgezeichnet 😉 !
Nach dem Abendessen wurden wir in Begleitung zu unserem Chalet geführt (das Areal der Lodge ist ja nicht umzäunt) - wie immer sehr früh im Urlaub; es war sicherlich nicht später als 21:30 Uhr 😗 . Aber am folgenden Tag ging es ja sehr zeitig wieder los; um 05:15 Uhr war dann Treffpunkt im Haupthaus. Also war wirklich Zeit für ein wenig Erholung 😄 .
Auf diesem Weg möchte ich mich wirklich für die tapferen Leser im Forum bedanken, die unsere Erlebnisse und all die Fotos (ich weiß, es sind oftmals viel zu viele 😗 ) auf sich wirken lassen und unseren Spätsommer 2020 in Südafrika gemeinsam Revue passieren lassen.
Liebe Grüße, Oliver
Teil 1622. Juli 2020
Sonntag, 8. März 2020
Erster Morning Drive im Manyoni Private Game Reserve
Kurz vor 5 Uhr in der Früh kam der Wake-up-call – 15 Minuten später waren wir bereits im Haupthaus zum ersten Kaffee des Tages. Ziemlich genau zum Sonnenaufgang um 5:30 Uhr startete dann der erste Morning Drive im Manyoni Park. Zunächst sahen wir eine Zebra-Herde und Giraffen in der Morgenröte.
Jian machte sich sofort auf die Suche nach der Elefantenherde, die wir gestern verpassten. Sie hatte eine vage Vermutung, wo sich die Herde bewegte. Bereits nach 20 Minuten sahen wir auf einem gegenüberliegenden Hügel eine ca. 30 Elefanten umfassende Familie, die sich zügig bewegte 😄.
Jian fuhr zu einem Platz auf einer Kuppe weiter, wo sie vermutete, dass die Tiere in den nächsten 10 Minuten direkt an uns vorbeikommen sollten. Und so kam es dann auch tatsächlich.
Großartige Tiere in wunderbarer Umgebung:
Unser Timing war nahezu perfekt – die Elefanten hatten es ziemlich eilig. Vom Auftauchen unterhalb der Kuppe, dem queren des Weges vor uns, bis zum Verschwinden der Elefanten dauerte es keine 15 Minuten. Wir waren dank Jian einfach zur richtigen Zeit am richtigen Platz 😉.
Weiter ging die Fahrt. Und schon bald kamen wir zu unseren gestrigen Löwen – der Mutter mit ihren beiden fast ausgewachsenen Söhnen. Wir beobachteten wie die drei langsam munter wurden und uns aufmerksam beobachteten.
Katzenwäsche von der Mutter für einen ihrer Söhne 😂:
Ein wirklich perfektes Gebiss, oder? 🤩
Einer der jungen Löwen-Burschen kam dann direkt auf unser Auto zu, setzte sich unmittelbar neben das Auto und visierte rund 3 Minuten direkt unseren Mitfahrer an – den Schweden, dem am Vortag der Objektdeckel runtergefallen ist. Wahrscheinlich war der Löwe noch immer sauer 😉.
Das war absolut atemberaubend – dieser Blick aus max. 3 Meter Entfernung (der Schwede ist im offenen Geländewagen in der letzten Reihe ganz oben am Rand gesessen). Man sagt ja, Löwen können in die Seele blicken. So weit hergeholt schien mir das nicht sein 😗. Der kreidebleiche Schwede wurde im Sitz immer kleiner, schaute nur noch geradeaus - in die Augen wollte er der Katze dann doch nicht sehen 😉. Es war ruhig, so richtig ruhig – Jian meinte: „don`t move - keep calm“ 😎. Natürlich sagt man, dass ein Löwe nicht in ein Geländeauto springt – nur hoffentlich weiß das unser junge Löwe auch? 😄
Irgendwann hatte der junge Löwe dann doch genug gesehen und legte sich wieder hin. Fotos machte ich dann in dem Moment auch nicht – ich war mit dem Luft anhalten beschäftigt 😗.
Insgesamt waren wir bei den Löwen sicherlich 45 Minuten – wieder komplett alleine ohne weitere Autos und Touristen. Einfach unglaublich und exklusiv!
Nun hatten wir uns einen Morgendrink verdient. Da diese Morgenausfahrt die letzte Ausfahrt der 4 Schweden war (nein, nicht wegen dem Hunger der Löwen – sie reisten ab 😄), plante Jian noch etwas Besonderes nahe der Lodge.
Eisgekühlter Champagner mitten im Busch – und das um 8:30 Uhr in der Früh. Langsam bekam sogar unser schwedischer Freund wieder etwas Farbe ins Gesicht 😎.
Anschließend ging es dann retour zur Lodge zum reichhaltigen Frühstück. Das Relaxen kam danach auch nicht zu kurz – bis 16 Uhr und dem Start der Abendausfahrt war inklusive Picknickkorb am frühen Nachmittag wirklich noch sehr viel Zeit. Dazu dann später mehr 😉.
Liebe Grüße, Oliver
Teil 1724. Juli 2020
Sonntag, 8. März 2020 / Teil 2
Zweiter Evening Drive / Manyoni Private Game Reserve
Die Siesta in der Leopard Mountain Safari Lodge begann unmittelbar nach dem Frühstück gegen 9:30 Uhr und wurde nur durch unseren Lunch (Picknickkorb wiederum auf unserer eigene Terrasse) gegen 13:30 Uhr kurz unterbrochen 😉. Entspannung pur, Zeit die Gedanken kreisen zu lassen, um zu lesen, sich im Tauchbecken zu erfrischen und die Nyalas und Warzenschweine vor der Terrasse zu beobachten.
Am späteren Nachmittag ging es weiter mit der Abendausfahrt durch den Park. Unsere schwedischen Freunde waren nun nicht mehr mit dabei 🙁. Neu an Bord waren 3 Amerikaner – zwei davon waren Brüder, gebürtig in Pongola auf Besuch in der alten Heimat. Die beiden Brüder (ein weiterer Bruder - der nicht mit war - ist übrigens ein ehemaliger Tennis-Champion aus Südafrika/USA Ende der 70er/Anfang der 80er Jahre 😃) kommen noch relativ häufig zurück nach SA. Sie kannten den Manyoni Park nur aus Erzählungen, waren aber völlig begeistert, von der Art, wie der Park betrieben wird, von der Vielfalt der Tierwelt und der wirklich professionellen, aber auch entspannten Herangehensweise der Parkverwaltung und der Ranger.
Wir fuhren rund 30 Minuten und erreichten einen weiteren tierischen Höhepunkt während unserer Tage im Manyoni Park 🤪.
Die Ansiedelung der Wild Dogs (Painted Wolves) im Manyoni Park begann 2016. Ende 2019 wurden die Manyoni-Männchen mit Weibchen aus Ithala verbunden, und man brachte dieses neue Rudel in den Hluhluwe-iMfolozi Park. Die Manyoni-Hündinnen wurden Anfang 2020 erfolgreich mit 4 Hunden aus dem Hluhluwe-iMfolozi Park verbunden.
Wieder hatten wir alle Zeit der Welt, die Hunde ziemlich lange zu beobachten 😁.
Dann ging die Fahrt doch weiter - es dauerte nicht lange, bis Jian wieder fündig wurde. Leider brach die Abenddämmerung schon herein – das Licht war für Fotos nicht mehr ganz ideal.
Jian suchte in der Nähe einen Platz für den Sundowner. Der Sonnenuntergang war an diesem Tag eine Wucht 😎.
Wir mussten diesmal fast 50 Minuten zurück in die Lodge fahren. Wieder wurden wir sehr herzlich von den Lodge-Mitarbeitern begrüßt und zum Abendessen geleitet. Der Tag war wieder sensationell – wir waren bereits neugierig auf den nächsten vollen Tag im Manyoni Park.
Alles Gute und bis bald, Oliver
Teil 1827. Juli 2020
Montag, 9. März 2020
Zweiter Morning Drive / Manyoni Private Game Reserve
Der Tag begann wieder sehr früh – der morgendliche Kaffee um 5:15 Uhr kurz vor Sonnenaufgang wurde von interessanten Wolkenformationen umrandet. Besonders gefiel uns die Wolke in den Umrissen von Österreich 😄.
Die ersten Sonnenstrahlen tauchten die herrliche Landschaft in warmes Licht und bereits nach kurzer Zeit erreichten wir einen kleinen Teich mit 3 Rhinos auf der gegenüberliegenden Seite.
Ähnlich wie im iSimangaliso Wetland Park werden auch im Manyoni Park die Hörner der Rhinos zum Schutz vor Wilderer abgeschnitten. Dieser Vorgang wiederholt sich in etwa alle 2 Jahre – so lange benötigt das Horn um nachzuwachsen.
Anschließend wurden wir von einer sehr freundlichen Grünen Meerkatze gegrüsst ;):
Sehr neugieriger Nachwuchs 😃:
Kurz darauf erreichten wir erneut eine Löwenfamilie. Eine Löwenmutter mit ausgewachsener Tochter und 3 kleineren Söhnen (ca. 6 Monate alt). Die beiden erwachsenen Löwen machten wohl in der abgelaufenen Nacht eine größere Beute; sie waren komplett fertig und schafften es wohl gerade noch in das schattige und sandige Flussbett und waren ziemlich bewegungsunfähig 😗 – im Gegensatz zu den halbwegs quirligen jungen Löwen. Hier war eher die Frage: überwiegt die Neugierde oder doch die immense Müdigkeit 😉?
Die Kaffeepause machten wir wieder in einer wunderbaren Umgebung B):
Wir kehrten schließlich zufrieden in die Leopard Mountain Safari Lodge zurück und erholten uns nach dem ausgiebigen Frühstück erst einmal von den Strapazen des Vormittags 😄.
Bald geht’s dann mit der zweiten Hälfte des Tages weiter.
Bis demnächst, Oliver
Teil 1928. Juli 2020
Montag, 9. März 2020 / Teil 2
Dritter und letzter Evening Drive und eine Überraschung zu unserem Hochzeitstag 🙂
Die Zeit bis zum Nachmittag verbrachten wir mit Lesen, in der Hängematte liegend Nyalas und Warzenschweine zu beobachten, im Tauchbecken unterzutauchen (wenn die Nyalas getrunken hatten ;)), uns eine hervorragende Rückenmassage zu gönnen und neuerlich unser Lunch-Picknick auf der Terrasse zu genießen.
Das war Genuss pur – das hatten wir uns an unserem Hochzeitstag verdient (noch dazu war es ja ein rundes Jubiläum – der 20er! 😗).
Dann startete unsere letzte Abendausfahrt durch den Manyoni Park. Zunächst passierten wir eine große Gruppe von Giraffen. Die kleine Meinungsverschiedenheit der Giraffenbullen dauerte mehrere Minuten. Als der Revierkampf entschieden war ging es dann weiter.
Die beiden Breitmaulnashörner suchten nach einem Weg zu einer kleinen Wasserstelle …
… diese wurde jedoch bereits überwacht! 😉
Die Rhinos nahmen sich viel Zeit und brauchten rund 30 Minuten, bis sie sich dann die wenigen Meter bis zum Wasser trauten.
Später kamen wir dann nochmals bei unserer Löwenfamilie vom Vormittag vorbei. Die fünf hatten sich inzwischen tatsächlich 20 Meter bewegt, um wieder ausreichend Schatten im sandigen Flussbett vorzufinden. Danach war dann die Energie augenscheinlich wieder zu Ende und der ausgiebige Verdauungsschlaft ging bis auf wenige kurze Störungen unvermindert weiter 😄.
Nach dem Sundowner kamen wir gegen 19:30 Uhr in völliger Finsternis zurück in die Leopard Mountain Safari Lodge. Die aufmerksamen Mitarbeiter der Lodge ließen sich für unseren persönlichen Feiertag eine besondere Idee einfallen. Wir wurden zum Abendessen in eine eigene Boma begleitet - ein Candle Light Dinner mit absolut herzlicher und persönlicher Betreuung :):
Das war ein großartiger Einfall – wirklich etwas Besonderes. So werden wir unseren 20. Hochzeitstag ganz sicher in Erinnerung behalten.
Bis bald einmal und schöne Grüße 😎, Oliver
Teil 2029. Juli 2020
Dienstag, 10. März 2020
Letzter Morning Drive im Manyoni Private Game Reserve und Weiterfahrt nach Umdloti Distanz Manyoni Private Game Reserve – Umdloti: 283 Kilometer
Nun ging es also in den letzten Game Drive des Urlaubs – noch einmal 3 Stunden Afrika pur bevor es dann nach dem Frühstück wieder retour in Richtung Durban ging 😎.
Die spektakulär gelegene Leopard Mountain Safari Lodge im Morgengrauen:
Wer Breitmaul-Nashörner liebt, der muss eigentlich in das Zululand. Hier kann man die sanften Riesen nach wie vor in ausreichender Zahl genießen.
Im Hintergrund sieht man übrigens ziemlich klein die Leopard Mountain Safari Lodge 😉.
Aber auch das Birding kommt in dieser Region generell sicherlich nicht zu kurz. Hier ein African harrier-hawk (Schlangensperber):
Ein herrlicher Teich mit Hippo Familie und Webervogel-Kolonie:
Den afrikanischen Strauss habe ich in dem Reisebericht noch nicht abgebildet – bitte sehr 😁:
Neuerlich kamen wir zu einem wunderbaren kleinen See mit Hippos im Hintergrund (mit dem Graureiher obenauf), einem eleganten Nimmersatt und jede Menge Impalas. Ein wirklich schönes Szenario war das :):
Graureiher auf einem besonderem Aussichtspunkt 😉
Der Gelbschnabel-Toko ist für uns ein Symbol für das südliche Afrika – ohne einen Toko fahren wir nicht wieder heim 😉. Ich mag diesen Vogel einfach! 😎
Wunderbar üppige Natur:
Dann ging es zurück zur Lodge zum Frühstück. Gegen 10 Uhr checkten wir dann aus und verließen gemütlich die Leopard Mountain Safari Lodge und in weiterer Folge das Manyoni Private Game Reserve. Die Zeit hier war wirklich phantastisch; die Lodge und natürlich auch der Manyoni Park sind für uns eine wirkliche Empfehlung.
Generell könnte man den Reisebericht nun nach dem Dreigestirn Hluhluwe-iMfolozi Park, iSimangaliso Wetland Park und Manyoni Private Game Reserve auch noch umbenennen: ALLES AUSSER LEOPARDEN. Es gab wirklich nichts, was wir nicht sahen! Und das noch dazu in einer sehr schönen Landschaft. Herz was willst du mehr!
Wir hoffen wirklich, dass wir eines Tages an diese wunderschönen Orte zurückkehren dürfen!
Nach einer rund 3 stündigen Fahrt erreichten wir dann – immer auf der N2 fahrend – den Küstenort Umdloti und unsere letzte Unterkunft in KwaZulu-Natal, das Fairlight Beach House. Umdloti ist nur ca. 11 Kilometer vom King Shaka International Airport entfernt. Von hier wollten wir einen Tag später weiter nach Kapstadt fliegen.
Das Fairlight Beach House liegt direkt an der Küstenstraße mit Blick auf den Indischen Ozean wird sehr persönlich geführt, die Zimmer sind großzügig und sehr sauber. Unser Blick von der Terrasse auf den Indischen Ozean 😎.