Kinder und Katzen in der Kalahari

Reisebericht 88 Antworten · 24,9k Aufrufe · gestartet 19. Apr. 2016 von H.Badger
8 Beiträge · seit 201617. Mai 2016 · #61
Hallo H. Badger!!
Ein ganz toller Reisebericht, den ich bereits 2x gelesen habe, einmal als ich ihn "entdeckt" habe und einmal als ich ihn meinem Freund gezeigt habe 😉
Und die Fotos sind wirklich wunderschön! Auch die, mit denen du offenbar nicht ganz zufrieden bist , würden mich sehr glücklich machen 😛 .
Vor allem aber wegen deiner kleinen Kinder habe ich den Reisebericht mit allergrößtem Interesse gelesen, denn unsere Tochter wird bald ein Jahr und wir spekulieren ständig wie und wann Afrika uns alle 3 wiedersieht, denn, große Überraschung 😗 , wir sind seit der ersten Reise vor zwei Jahren von Afrika begeistert! Aber ich denke, man muss sich nur trauen, alles andere findet sich vor Ort...
Jedenfalls vielen Dank, dass wir teilhaben dürfen!

LG Sabine
Themenstarter1'823 Beiträge · seit 201617. Mai 2016 · #62
Hallo Sabine,
danke für euer Intesse und das Fotolob.
Ich kann nach unseren Erfahrungen der letzten drei Jahr nur sagen, dass es im südlichen Afrika ganz wunderbar funktioniert mit Kindern zu reisen und möchte euch daher uneingeschränkt Mut machen. Natürlich wird eine solche Reise etwas anders sein, als wenn man zu zweit unterwegs ist und man muss sich klar darüber sein, dass die Etappen nicht allzu lang ausfallen sollten (haben wir dieses Jahr schmerzlich selbst erfahren müssen) und dass man nicht meditativ über Stunden an einem Wasserloch stehen kann. Auch haben wir gute Erfahrungen damit gemacht, Spielplätze und Pools in großer Zahl einzuplanen und im Auto auf ein ausreichendes Platz- und Spielzeugangebot großen Wert zu legen.
Die Menschen, denen wir auf den letzten Reisen begegnet sind, waren allesamt wahnsinnig kinderfreundlich und verständnisvoll.
Kinder zu haben ist wundervoll, aber auch anstrengend. So ist der Alltag zu Hause und so ist es auch auf Reisen.
Website: www.picturesgonewild.de SA, Namibia, Mauritius 2016 / Kruger NP 2016, 2018, 2021, 2023, 2025 / Namibia 2017 / Sri Lanka 2018 / Namibia und Botswana 2019 / Costa Rica 2022 / Namibia 2022 / Norwegen 2024 / Indien 2025 Alle Reiseberichte unter: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/304512-h-badger-reiseberichte.html
Themenstarter1'823 Beiträge · seit 201617. Mai 2016 · #63
11.02.2016

Heute haben sich alle Wolken verzogen und ich fahre allein in den Park auf eine kleine Morgenpirsch.
Zur Gateöffnungszeit bin ich da. Außer mir wartet noch ein weiteres Auto. Das Gate aber ist unbesetzt und so bleibt es auch die nächste halbe Stunde... Immer länger wird die Autoschlange. Immer wieder kommen Kleinbusse an, die in beeindruckend großer Zahl Lodgeangestellte ausladen, so dass ich mich wundere, wie diese vielen Menschen in den Wagen Platz gefunden haben können.
Irgendwann kommt ein Auto in hoher Geschwindigkeit angefahren, eine Dame steigt aus, murmelt ein ganz knappes "Sorry" und macht sich daran, das Tor zu öffnen.
So geht der heutige Tag mit einer kleinen Verspätung los. Die erste Fahrt nutze ich, um noch einmal den zentralen Bereich des Parks um den Mankwe Dam zu besuchen. Heute morgen scheint nicht viel los zu sein. Wenn man mit den Guides der recht zahlreichen geführten Touren spricht, die vor allem von großen asiatischen Reisegruppen gebildet werden, erfährt man, dass auch sie ziemlich ergebnislos im Park herumfahren. Teilweise kommt es daher bereits bei einem gesichteten Warzenschwein zu Aufläufen mit etwa vier Gamedrive-Fahrzeugen...

Ich genieße die frische Luft und das sanfte Licht der aufgehenden Sonne und treffe schließlich noch auf einen Blackshouldered Kite und einen Elefanten, der im Rahmen seines Frühstücks ganze Bäume rodet.

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Auf der Rückfahrt zum gemeinsamen Familienfrühstück komme ich dann noch an einer Breitmaulnashornfamilie vorbei, die sich lange beim Grasen beobachten lässt.

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Pünktlich zum Aufwachen der Kinder bin ich zurück, sodass wir gleich gemeinsam zum Restaurant des Camps fahren und unser Frühstück genießen können. Dieses findet in Buffetform statt und bietet eine tolle Auswahl an kalten und auch ungewöhnlichen warmen Speisen (Rinderleber...). Gut gesättigt packen wir zusammen, um gemeinsam zu einem erneuten Parkausflug aufzubrechen.
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1'796 Beiträge · seit 201417. Mai 2016 · #64
Hallo H. Badger!

zwischendurch wieder mal ein Dankeschön von mir für den schönen Bericht!

Wildhunde zu sehen ist ein absolutes Highlight und war uns leider noch nicht vergönnt 🤩 🙁

Liebe Grüße
Sabine
Kaoko BA Light //"Nix als Wüste" // Botswana Bush Adventure Light // Von Wilderness zum Addo NP // Karibuni Tansania // ... und das Beste kommt zum Schluss! // Ein 80ster Geburtstag // Neulinge auf Tour
3'883 Beiträge · seit 201118. Mai 2016 · #65
Applegreen schrieb:
Wildhunde zu sehen ist ein absolutes Highlight und war uns leider noch nicht vergönnt 🤩 🙁
Liebe Grüße
Sabine
Ja gelle,
da kommt ein klitzekleines bisschen Neid auf 😉 .
Vielleicht haben wir das nächste Mal Glück.

Die Fotos von den Kerlen sind herrlich, man möchte sie knuddeln.

LG freshy
Reiseberichte und Videos Video:Bootsafari auf dem Kwando 2018 Forum(2016): Südafrika & KTP Forum(2013): Zwei Gruftys in Botswana Forum(2013): Fünf Tage in Johannesburg Web:Namibia & Botswana 2017 Video:Sani Pass 2015 Web:Südafrika & Lesotho 2015 Web:Auf Pad im südl. Afrika 2014 Video:Elefanten im Senyati Safari Camp 2013 Web:Namibia 2011
zuletzt bearbeitet 18. Mai 2016
Themenstarter1'823 Beiträge · seit 201620. Mai 2016 · #66
Fortsetzung 11.02.2016

Nach dem Frühstück fahren wir in den bergigen Ostteil des Parks. Hier gibt es einige schöne Aussichtspunkte über die tiefergelegenen Teile der eingestürzten Caldera, aus der das Parkgebiet besteht.

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Von hier oben sehen wir am Makorwane Dam eine trinkende Elefantenherde und beschließen, den See zu unserem nächsten Ziel zu machen. Vielleicht sind die Elfanten ja geduldig und wir kommen noch rechtzeitig, bevor sie wieder im Busch verschwunden sind.
Bereits auf der Straße zum See begegnet uns eine kleine Elefantengruppe, die am Straßenrand futtert und irgendwann in Richtung unseres Autos marschiert. Wir wollen ihnen Platz gewähren und schalten in den Rückwärtsgang. Die Fahrt zurück kommt aber nach wenigen Metern zum Stillstand, denn hinter uns bricht plötzlich eine weitere Herde aus dem Busch. Derart umzingelt von Elefanten fühlen wir uns in unserem Wagen nicht sehr wohl und versuchen bewegungslos innezuhalten, während eine ganze Reihe von grauen Riesen in ein bis zwei Metern Entfernung an uns vorbeizieht und uns zum Glück keines Blickes würdigt. Schnurstracks biegen die Tiere dann bald von der Fahrbahn in Richtung Wasser ab und wir können ganz erleichtert zum Hide weiterfahren, wo wir die Elefanten in beeindruckender Nähe (auch hier trennen uns von einigen Tieren nur zwei bis drei Meter) lange beim Trinken und Schlamm- und Wasserbad beobachten. Die nächste halbe Stunde wird für uns zu einem der intensivsten Elefantenerlebnisse, die wir bisher haben durften.

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Nach einer Vielzahl von begeisterten "Da-Rufen" unserer Kleinen verabschieden wir uns von den Elefantenherden und fahren Richtung Parkmitte zum Mankwe Hide. Dem Mankwe Dam, dem größten See im Park, ist die Dürre deutlich anzusehen - weite Teile, die in der Trockenzeit 2014 überflutet waren, liegen nun trocken.

Wir können u.a. einige Maskenweber und erneut junge Krokodile entdecken.

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Im Schilf vor dem Hide wartet dann noch eine ganz besondere Sichtung auf uns, zu der wir einen respektvollen Abstand halten- unsere erste Black Mamba.

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Hocherfreut über dieses Erlebnis fahren wir langsam in Richtung Camp, denn in der herrschenden Mittagshitze hat sich das meiste Wild sowieso in den dichten Busch zurückgezogen und die Kinder haben auch so langsam keine Lust mehr auf das Auto.
Während der Fahrt begegnen uns noch einige neugierige Kudus.

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Nach einer ausgedehnten MIttagsrast und Spieleinheit in unserer Hütte fahren wir zu einem kurzen Abendausflug erneut in den Park. Im schönen Licht des Abends begegnen uns einige Breitmaulnashornfamilien. Über die Sichtung eines Buschhasen in natürlicher Beleuchtung freuen wir uns besonders. Am Ende der Fahrt steigen wir noch einmal Rathlogo Wasserloch aus, es sind aber leider keine Trinkgäste dort. Dafür können wir viele schlammverkrustete Krabben beobachten, die aktiv werden, sobald die Sonne nicht mehr direkt scheint.

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Zu Abend essen wir erneut im großen und leeren Speisesaal des Restaurants und ziehen uns bald in unsere Hütte zurück, um unseren letzten Abend im Pilanesberg gemeinsam ausklingen zu lassen.
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Themenstarter1'823 Beiträge · seit 201622. Mai 2016 · #67
12.02.2016

Heute bricht unser letzter voller Tag in Südafrika an. 🙁
Früh am Morgen machen meine Frau und ich zwei kurze Solo-Ausflüge in den Park, damit sich unsere Kinder noch etwas ausruhen und ihren Bewegungsdrang stillen können, schließlich müssen wir heute noch bis nach Johannesburg fahren.
Auf unseren Morgentouren sehen wir noch einmal die typischen Huftiere der Buschsavanne und auch Breitmaulnashörner zeigen sich erneut. Katzen haben sich dieses Jahr im Pilanesberg jedoch gegen uns verschworen, aber das stört uns nach unserer Zeit im KTP kaum.

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Fotos machen wir aber vor allem von einigen Vögeln, so von Maskenwebern und einem prachtvollen Oryxweber.

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In den späten Morgenstunden werfen wir dann unser Gepäck ins Auto und durchqueren letztmalig den Park in Richtung Bakubung Gate. Unterwegs freuen wir uns über unsere erste Sichtung eines Ellipsenwasserbockkalbes und über ein übermütiges Zebrafohlen, das ausdauernd Kapriolen schlägt und sich des Lebens freut und wir uns mit ihm.

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Kurz vor dem Gate machen wir am Lemgau Dam unseren letzten Halt und beobachten eine große Zahl von Sommergästen. Bestimmt fünfzig Weißstörche waten durch das flache Wasser. Gesellschaft leisten ihnen einige Marabus, deren enorme Größe im Vergleich mit unserem heimischen Adebar erst so richtig deutlich wird.

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Mit diesen Eindrücken verabschieden wir uns vom Pilanesberg und treten unsere Rückreise nach Johannesburg an, die flott und ohne erwähnenswerte Ereignisse verläuft - einzig ein Gewitter, das wir durchfahren müssen, macht die Reise etwas abenteuerlich, da Blitze in schneller Taktung zur Erde fahren und die Sichtweite wegen des Regens arg reduziert ist. Zum Glück kommen wir aber sicher durch das Unwetter und erreichen den O.R. Tambo Airport am späten Nachmittag.
Dort geben wir unser Auto ab und werden bereits von einem überaus freundlichen und hilfsbereiten Mitarbeiter der Africa Sky Lodge erwartet, der uns in einem Kleinbus zu unserer letzten Übernachtungsdestination bringt.
Die Lodge gefällt uns gut: Niedrige Gebäudeflügel gruppieren sich um einen schönen Garten, die Zimmer sind geräumig und luxuriös eingerichtet. Auch das Abendessen schmeckt uns und die Angestellten fallen durch ihre ausgeprägte Kinderfreundlichkeit auf.
Nach dem Essen bringen wir unsere Kinder ins Bett und packen alles für den morgen anstehenden Flug nach Mauritius zusammen. Intelligentes Packen benötigt Zeit und so sind wir bis spät in die Abendstunden beschäftigt, bevor auch wir erschöpft und voller schöner Erinnerungen einschlafen können.

13.02.2016

Nach einem recht schnellen Frühstück werden wir zurück zum Flughafen gebracht. Gilbert, der Angestellte, der uns auch gestern abgeholt hat, hilft uns aufs Liebenswürdigste dabei, das Gepäck einzuchecken (wir müssen am Schalter nochmal alle Koffer umpacken, da zwar das Gewicht des Gepäcks in Summe unter der Obergrenze liegt, aber ein Gepäckstück leider allein zu schwer ist...). Die Verabschiedung fällt herzlich aus - wir sind uns sicher, dass wir, wenn wir während einer der nächsten Reisen mal wieder eine Zwischenübernachtung in Flughafennähe benötigen sollten, uns erneut für die Africa Sky Lodge entscheiden würden.

Der Flug nach Mauritius startet pünktlich und wir sind gespannt, was uns in der nächsten Woche auf der Insel als Kontrastprogramm zu unserer Zeit in Südafrika und Namibia erwarten wird.
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6'152 Beiträge · seit 200623. Mai 2016 · #68
hallo Badger,
eine wunderschöne Tour die Ihr gerade macht mit vielen wunderschönen Tiererlebnissen.
Habe eine Frage, wie ist genau die Adresse der African Sky Lodge in Johannesburg - denn habe mal nachgesehen , es gibt 2 Gästehäuser
in der Umgebung von Johannesburg. Vielen Dank und schöne Tage auf Mauritius - bin gespannt was Du darüber berichtest.
Liebe Grüsse
Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
Themenstarter1'823 Beiträge · seit 201623. Mai 2016 · #69
Hallo Hanne,
die Unterkunft heißt korrekt Africa Sky Guest House und befindet sich in 182 Outeniqua Ave, Pomona, Kempton Park.
Schön war, dass wir von der Mietwagenrückgabe direkt abgeholt wurden und am nächsten Tag auch um nichts Sorgen machen mussten. Außerdem war es etwas günstiger als die City Lodge im OR Tambo, die wir sonst immer gebucht hatten, da sie uns dort mit zwei kleinen Kindern nicht mehr in einem Zimmer schlafen lassen wollten und wir dann zwei Doppelzimmer hätten buchen müssen.

LG
Badger
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Themenstarter1'823 Beiträge · seit 201623. Mai 2016 · #70
Fortsetzung 13.06.2016

Der Flug nach Mauritius geht recht schnell vorbei. Bereits der Landeanflug präsentiert uns die grüne Insel, die von einem weißen Korallengürtel malerisch umgeben ist.
Am kleinen Flughafen wundern wir uns darüber, warum es im Gebäude so schwül ist, bemerken aber beim Heraustreten, dass die feuchte Hitze, die uns hier erwartet, das Flughafeninnere geradezu kühl erscheinen lässt.
Wir fahren mit einem Sammeltaxi vom Flughafen, der im Süden der Insel liegt ganz in den Norden zu unserem Hotel für die nächste Woche, das in Grand Gaube gelegene Zilwa Attitude. Die Fahrt zieht sich enorm, denn es werden verschiedene Hotelanlagen angefahren und wir sind als letztes dran. Einen solchen Touristentransfer hatten wir lange nicht mehr - überhaupt ist der (durchaus schicke) Massenbetrieb auf der Insel ein deutlicher Kontrast zur weitgehenden Einsamkeit unserer letzten Reiseetappen. Ein Umstand, an den wir uns erst nach Ablauf der ersten Tage gewöhnt haben werden.

Im Hotel werden wir mit einem kleinen Snack begrüßt und genießen die herrliche Aussicht auf den indischen Ozean, die sich vom Eingangsbereich des Hotels aus bietet.

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Danach bringt man uns in ein schlichtes und trotzdem schickes Zimmer, dessen Aircondition in den nächsten Tagen unser bester Freund werden wird, denn die feuchte Hitze hat es hier wirklich in sich.
Wir machen heute nur noch einen kleinen Rundgang auf der Hotelanlage, deren Ausmaß architektonisch geschickt kaschiert ist, und erkunden den Strand, Nach Sonnenuntergang essen wir im Freiluftrestaurant des Hotels ein Dinner in Buffetform, das gut, aber nicht überragend ist. Überhaupt muss man sich daran gewöhnen, warme Speisen bei 35 Grad und extrem hoher Luftfeuchtigkeit zu sich zu nehmen und mit wirklich vielen Menschen gemeinsam die Mahlzeiten zu verbringen. Die Kinder haben damit die kleinsten Probleme... Unsere kulinarisch versierte Große spricht dann auch den Nudeln am Kinderbuffet reichlich zu - natürlich pur und ohne jede Soße.
Gesättigt und erledigt geht es für uns alle vier ins Bett.

Hier noch einige Eindrücke, die sich uns bei der Erkundung des Hotels geboten haben:

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Die nächste Woche werden wir einerseits damit verbringen, das Meer zu genießen, Sandburgen zu bauen und zu schnorcheln oder mit den Kindern Glasbodenboot zu fahren (...oder der Hitze zu entkommen und im heruntergekühlten Zimmer zu liegen...). Andererseits wollen wir natürlich die Insel erkunden und vor allem auf diese Ausflüge möchte ich euch in den nächsten Tagen gern mitnehmen.
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1'543 Beiträge · seit 201323. Mai 2016 · #71
Hallo Badger,
danke erst einmal für den schönen Reisebericht. Für eure Kinder ist das bestimmt eine tolle Mischung gewesen. Genau das meinten unsere beiden Mädchen auch. Fahrt mal erst nach Südafrika in den Krügerpark und dann einen langen Stopover mit uns auf Mauritius. Mal schauen, wie es wird. Hoffe mal, dass es Mitte Oktober noch nicht so schwül sein wird, ansonsten ist das ja die reinste Frischzellenkur, wenn man alles Gift ausschwitzt 😈
LG und ich hoffe, du lässt uns noch ein wenig teilhaben an deinen Erlebnissen auf Mauritius
Beate
Reiseberichte: Patagonien 2020: Zwischen Anden, Pampa und Eis: https://namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299353-patagonien-2020-zwischen-anden-pampa-und-eis.html Das schönste Ende der Welt-Südafrika März 2017 https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/292402-das-schoenste-ende-der-welt-suedafrika-maerz-2017.html Südafrika 2018-Ohne Braai gibt es keine Katzen https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/296432-suedafrika-2018-ohne-braai-gibt-es-keine-katzen.html
Themenstarter1'823 Beiträge · seit 201625. Mai 2016 · #72
Erster Ausflug: Erkundung des Nordens

Auf Mauritius haben wir darauf verzichtet, einen Mietwagen für die gesamte Woche zu buchen, wir wollen es hier schließlich etwas ruhiger angehen... Um von A nach B zu gelangen, ist ein eigenes Auto aber auch gar nicht nötig (Landstraßen sind auch nur schlecht beschildert...), da Taxifahren sehr verbreitet und erschwinglich ist. Wir lassen uns also am Morgen über den Empfang des Hotels ein Taxi rufen und handeln mit dem Fahrer einen Festpreis für den Besuch der Orte aus, die wir in unserem Reiseführer als für uns interessant befunden haben. Der Fahrer wird uns zu allen Punkten fahren und immer auf uns warten. Die Besichtigungen selbst machen wir auf eigene Faust.
Während wir warten, entdecken wir einige Tiere auf dem Hotelgelände.

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Zuerst führt uns die Route nach Pamplemousses, einer kleinen Stadt gar nicht weit vom Hotel entfernt, die einen wunderschönen botanischen Garten beherbergt. Der Rundgang ist sehr lohnenswert und führt durch unterschiedlichste Vegetationszonen und vorbei an Gehegen mit Javahirschen und Riesenschildkröten, die von den Seychellen importiert wurden, da die heimischen Vertreter bereits vor Jahrhunderten von den Seefahrern ausgerottet worden sind (wie auch der Dodo und der Großteil der übrigen endemischen Fauna. Die gegenwärtige Tierwelt besteht fast gänzlich aus eingeführten Arten).
Trotz der Morgenstunden ist es schon wieder sehr heiß und drückend schwül, daher ist der Spaziergang ziemlich anstrengend und wir sehen auch nicht jede Ecke des Parks.

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Auf der Weiterfahrt sehen wir am Straßenrand einen kleinen tamilischen Tempel und bitten den Fahrer anzuhalten. Die religiöse Vielfalt der Insel ist für uns einer der faszinierendsten Aspekte unseres Aufenthalts, vielleicht auch, weil hinduistische Gotteshäuser für uns eine ganz neue Erfahrung sind.

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Unsere letzte Station dieses Ausflugs führt uns schließlich zum größten Hindutempel der Insel, dem Maheswarnath Tempel. Ein lokaler Führer bietet uns seine Dienste an und wir verständigen uns mit Händen und Füßen, da er keine uns irgendwie bekannt erscheinende Sprache zu sprechen scheint. Er führt uns durch die verschiedenen Schreine der Anlage und stattet vor allem unsere große Tochter mit allerlei Opfergaben aus, die sie den Götterstatuen darbringen soll. Wir sind fasziniert von der Fremdartigkeit der Anlage und genießen die dort herrschende Ruhe, die nur ab und zu durch religiöse Gesänge einer Frauengruppe unterbrochen wird, sodass wir mit allen Sinnen genießen können.

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Ziemlich erschöpft kommen wir wieder im Hotel an und verleben dort entspannt den Rest des Tages.

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zuletzt bearbeitet 25. Mai 2016
Themenstarter1'823 Beiträge · seit 201627. Mai 2016 · #73
Zweiter Ausflug: Die Hauptstadt Port Louis und das malerische Cap Malheureux

Heute brechen wir mit dem Taxi zu einem Halbtagesausflug auf. Wir wollen vor allem die Hauptstadt der Insel erkunden.
An der modern wirkenden Waterfront lässt uns unser Taxi aussteigen.

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Wir spazieren zuerst durch das Hafengebiet, um das Aapravasi Ghat zu besichtigen, das den Status einer Unesco Welterbestätte innehat. Ab 1834 diente es als Zwischenstation für 450.000 Menschen vor allem aus, die als Schuldknechte Arbeit auf den Zuckerrohrplantagen der Insel angenommen hatten und dort nach der Abschaffung der Sklaverei die Sklaven ersetzen sollten. Die Überreste des Gebäudekomplexes beherbergen eine interessante (wenn auch etwas unkritische) Dauerausstellung, die in vielen interaktiven Tableaus und Schautafeln die Ursprünge eines großen Teils der heutigen Bevölkerung auf Mauritius anschaulich darstellen. Ein lohnenswerter Besuch.

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Die Wege im Zentrum von Port Louis sind zum Glück sehr kurz, denn es ist wieder einmal heiß und extrem feucht, sodass der folgende Spaziergang durch die Marktstraßen der Stadt anstrengend wird. Trotzdem genießen wir das bunte Treiben an den Marktständen und in der doppeltstöckigen Markthalle.

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Immer wieder werden Bilder unterschiedlicher Religionen an den Ständen verkauft, dieses multireligiöse Selbstverständnis der Insulaner und die Friedlichkeit und Selbstverständlichkeit, wie diese Vielfalt gelebt wird - wie uns viele Einheimische immer wieder versichern - finden wir ausgesprochen sympathisch.

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In diesem Sinne möchten der größten Moschee der Insel, der Jummah Moschee, einen Besuch abstatten und finden in ihr eine ruhige Insel in der (doch recht begrenzten) Hektik der Hauptstadt.

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Zum Abschluss unserer Stippvisite in Port Louis lassen wir uns zur Zitadelle oberhalb der Stadt fahren und erkunden die karge Festungsanlage, genießen aber vor allem schöne Ausblicke auf die zu unseren Füßen liegende Stadt.

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Bevor wir ins Hotel zurückkehren, statten wir noch dem Cap Malheureux an der nördlichen Spitze der Insel. Bekannt ist das Kap durch eine katholische Kapelle mit auffällig rotem Dach, die häufiges Motiv für Postkarten ist. Hier genießen wir die schönen Ausblicke auf den nahen Coin de Mire, die Felseninsel, die auch den Blick von unserer Hotelanlage aus bereichert.

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Anschließend geht es zurück ins Hotel und am Nachmittag noch einmal mit einem Glasbodenboot zum Korallenriff. Vor allem für unsere Große ist das eine tolle Gelegenheit erste Einblicke in die Unterwasserwelt zu bekommen.

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Der nächste Tag ist ein Ruhetag und am übernächsten brechen wir dann zu unserem letzten Ausflug auf, um den Süden der Insel zu erkunden. Und dann geht es auch schon zurück nach Deutschland...
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Themenstarter1'823 Beiträge · seit 201629. Mai 2016 · #74
Nur so nebenbei:
Ich habe gestern Abend Antwort von Matthew Schurch erhalten. Die Leopardin, die wir im Auob-Tal gesehen haben, ist Itumeleng.
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Themenstarter1'823 Beiträge · seit 201629. Mai 2016 · #75
Dritter Ausflug: Erkundung des Südens

Von unserem Hotel in Grand Gaube ist eine Fahrt durch den Süden der Insel ein Ganztagesausflug. Wir greifen dafür etwas tiefer in die Tasche und buchen für den heutigen Tag einen Driverguide, der uns auch kompetent durch die Sehenswürdigkeiten führen wird und außerdem ein Auto mitbringt, das - anders als das Taxi, das wir kennen gelernt haben - eine Klimatisierung besitzt, die den Namen auch verdient. Und die ist uns für die längeren Fahrstrecken des heutigen Tages sehr wichtig.
Als erstes sehen wir uns den Vulkan Trou aux Cerfs an, der ziemlich in der Mitte der Insel nahe der Stadt Curepipe liegt. Der Aussichtspunkt bietet einen Einblick in die bewaldete Caldera und vor allem schöne Blicke über die Insel.

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Als nächstes steuern wir unser persönliches Highlight unter den Sehenswürdigkeiten der Insel an - den Kratersee Grand Bassin. Der wenige Kilometer von Le Pétrin gelegene See, von Hindus auch Ganga Talao («See des Ganges») genannt, ist die größte hinduistische Pilgerstätte außerhalb Indiens.
Der Legende nach ist der Kratersee mit dem heiligen Fluss Ganges in Indien verbunden. Shiva, der Gott der Zerstörung und Erhaltung, und seine Gattin Parvati flogen einst mit einem Schiff um die Erde. Shiva wollte seiner Frau die schönsten Plätze der Erde zeigen, so machten die beiden auf der Insel Mauritius Halt. Shiva trug während seiner langen Reise den Fluss Ganges auf seinem Kopf, um die Welt vor Überschwemmungen zu schützen. Als die beiden auf Mauritius landen wollten, verschüttete Shiva versehentlich Wasser des Ganges. Die Tropfen flossen in einem Kraterloch zusammen- so entstand Grand Bassin. (Quelle: der-mauritius-reiseführer.de)
Wir finden die Anlage einfach nur beeindruckend. Der See strahlt eine ungemein friedliche Stimmung aus und die Statuen innerhalb des Wassers verleihen dem Ort eine ganz besondere Aura. Ganz besonders gefällt uns, dass wir sowohl innerhalb des kleinen Tempels als auch am Ufer des Sees das völlig untouristische religiöse Leben der Hindus kennen lernen können.
Da in wenigen Wochen das Maha-Shivaratree-Fest gefeiert wird, wird die Anlage gerade auf Vordermann gebracht, denn dann begeben sich mehr als 400 000 Gläubige auf Pilgerreise zu dem heiligen See und bringen den Gottheiten Opfer dar.

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Danach fahren wir weiter in den Black River Gorges Nationalpark, der einen gebirgigen Landstreifen schützt, der uns auf beeindruckende Weise vor Augen führt, wie die Insel ursprünglich ausgesehen hat, bevor der größte Teil des Inselinneren entwaldet und von Zuckerrohrfeldern bedeckt worden ist. Der Blick in die Urwaldschlucht ist wundervoll. Das satte Grün der Urwaldbäume ist unterbrochen von zahlreichen kleinen Wasserfällen. Über allem kreisen einige Tropenvögel, von unten aus dem Dickicht dringt das Gebrüll von Affen zu uns hinauf. Falls wir noch einmal nach Mauritius zurückkehren sollten, würden wir hier gern wandern gehen - aber das wäre ein Unterfangen für eine andere Jahreszeit...

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Die letzte Station unserer Rundfahrt ist der Chamarel-Wasserfall. Der Rivière de Cap stürzt hier über eine Felskante knapp 100 m malerisch in die Tiefe.

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Ganz in der Nähe befindet sich eine weitere Naturschönheit: die Siebenfarbige Erde. Die Hügellandschaft ist wie die ganze Insel vulkanischen Ursprungs. Die Farben kommen durch die Umwandlung von Basaltlava in Tonminerale zustande. Alle unter tropischen Verwitterungsbedingungen wasserlöslichen Bestandteile wie z. B. Kieselsäuren sind weggewaschen, es bleiben nur noch das rötlich/schwarze Eisenoxid und Aluminiumoxid übrig, das Farben von blau über violettblau bis blaugrün erzeugt. In unterschiedlichen Zusammensetzungen kommt es zu den verschiedenen Farben.
Auch gibt es hier ein kleines Gehege mit Riesenschildkröten.

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An der Ostküste geht es dann wieder gen Norden, wo wir am späten Nachmittag erschöpft und voll mit neuen Eindrücken im Hotel ankommen.

Den letzten Tag verbringen wir noch einmal im Hotel mit Strandaktivitäten und beginnen auch damit zu packen.

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Au revoir île Maurice!

Die Rückreise verläuft schließlich (zum Glück) ruhig und unspektakulär - ist aber allein wegen ihrer Länge sehr anstrengend. Zuerst der etwa zweistündige Transfer zum Flughafen der Insel, dann der Flug nach Johannesburg und nach einigen Stunden Pause direkt via Nachtflug weiter nach Deutschland. Puh...

An dieser Stelle schon einmal ein großes Dankeschön für euer Interesse, die netten Kommentare und das bestätigende Danke-Drücken! (Es folgt nur noch ein kurzes Fazitkapitel).
Es hat mir großen Spaß gemacht, die Reise noch einmal zu erleben und ich bin reiseberichttechnisch wirklich auf den Geschmack gekommen. Die Möglichkeit eine Reise noch einige Monate länger im Kopf derart lebendig zu erhalten ist schon wirklich großartig.
Wenn ihr mögt, geht es von unserer Seite im Herbst reiseberichtlich weiter. Dann wird es wohl heißen: Kinder und (u.a. hoffentlich einige) Katzen im Kruger.
Website: www.picturesgonewild.de SA, Namibia, Mauritius 2016 / Kruger NP 2016, 2018, 2021, 2023, 2025 / Namibia 2017 / Sri Lanka 2018 / Namibia und Botswana 2019 / Costa Rica 2022 / Namibia 2022 / Norwegen 2024 / Indien 2025 Alle Reiseberichte unter: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/304512-h-badger-reiseberichte.html
zuletzt bearbeitet 29. Mai 2016
8'684 Beiträge · seit 201029. Mai 2016 · #76
So, dann gestehe ich mal schnell, dass ich die ganze Zeit schon mitgereist bin und irgendwie den Hintern nicht hochbekommen habe, um mal zwischendurch ein Dankeschön zu schreiben 😊 .

Ich hoffe, du nimmst es trotzdem noch an - ich bewundere eure Art mit kleinen Kindern zu reisen, vorallem weil ich das damals mir niemals zugetraut hätte (ich war aber auch eine sehr uncoole Mutter 😵 😗 ).

Von daher freue ich mich jetzt schon auf den angekündigte nächsten Bericht, wünsche euch aber vorher viel realen Spaß auf der entsprechenden Reise 🙂

Liebe Grüße von Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 29. Mai 2016
Themenstarter1'823 Beiträge · seit 201629. Mai 2016 · #77
Hallo Bele,

vielen Dank für deinen Dank und deine guten Wünsche!
Reisen mit Kindern ist schon ein kleines Abenteuer. Meine Frau und ich sind schon immer sehr gern gereist und wir haben uns damals versprochen, dass wir das auch mit Kindern weiter machen werden. Zum Glück hat sich die praktische Umsetzung dieses Versprechens als wirklich gut machbar herausgestellt und so waren wir mit unserer Großen neben einigen innereuropäischen Touren bereits quer durch die USA und zweimal im südlichen Afrika unterwegs - auch wenn daheim so einige Leute dies für Wahnsinn hielten. Wir haben die Zeit immer sehr genießen können und von echten Problemen sind wir zum Glück auch immer verschont geblieben. Auf jeden Fall hat sich bei unserer großen Tochter dadurch bereits eine Art Reisesehnsucht entwickelt und sie meldet uns regelmäßig zurück, wenn wir einige Monate ununterbrochen zuhause waren, dass dies doch sehr langweilig sei und fragt, wann wir mal wieder woanders schlafen würden.
Als unsere Kleine geboren wurde, haben wir unser Reiseversprechen erneuert, denn mit zwei Kindern unterwegs zu sein, erschien uns schon als eine ganz andere Kategorie. Daher haben wir das Reisen zu viert auch erstmal in Europa ausprobiert und sind durch Großbritannien getourt und das hat fabelhaft geklappt. Und die Afrikareise, die gerade hinter uns liegt, hat das einmal mehr bestätigt.
Natürlich muss man sich auf die Bedürfnisse der Kleinen einstellen, aber das Entdecken neuer Dinge ist auch für sie ganz toll und ausgerüstet mit tonnenweise Pixibüchern u.ä. klappen auch Durststrecken ganz gut.
Wir sind jedenfalls sehr froh darüber, dass wir damals einfach den Schritt gemacht haben und uns getraut haben, denn auch als Familie ist das Reisen eine wunderbare Sache.

Liebe Grüße
Badger
Website: www.picturesgonewild.de SA, Namibia, Mauritius 2016 / Kruger NP 2016, 2018, 2021, 2023, 2025 / Namibia 2017 / Sri Lanka 2018 / Namibia und Botswana 2019 / Costa Rica 2022 / Namibia 2022 / Norwegen 2024 / Indien 2025 Alle Reiseberichte unter: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/304512-h-badger-reiseberichte.html
zuletzt bearbeitet 29. Mai 2016
1'543 Beiträge · seit 201330. Mai 2016 · #78
Hallo Badger,

noch einmal "Dankeschööööön" für den tollen Bericht. 🙂 Obwohl wir uns damals mit unseren kleinen Kindern nicht aus Europa herausgetraut haben, würde ich es heute genauso machen wie ihr. Reiner Strandurlaub oder Ähnliches, das wäre für uns heute auch nichts mehr. Wir haben uns damals nur nicht getraut, sondern erst, als die Kids größer waren, also das Bereisen der großen weiten Welt.
Wenn ihr im Herbst im Krügerpark seid, "fahren" wir uns ja vielleicht über den Weg. Wir sind die 1. Oktoberwoche im Park und können es kaum noch abwarten, wieder auf Pirschfahrt zu gehen.
Lasst es euch gut gehen, und lasst euch bloß nicht einreden, dass solche Reisen für Kleinkinder zu anstrengend sind. Alles Quatsch! Die Mischung macht es, und so einen abwechslungsreichen Urlaub bekommen die wenigsten Kinder. Da habt ihr wirklich sehr, sehr sorgfältig geplant, da gibt es nichts zu meckern, und an eure Sichtungen wird sich eure "Große" bestimmt noch lange erinnern. Unsere Kinder haben am Ende eines jeden Urlaubstages das schönste Erlebnis gemalt, und die Mappen habe ich immer noch, nur gab es da leider nicht die schönen afrikanischen Tiere zu sehen. 🙁
Viel Spaß bei der Planung eurer nächsten Reisen! Herzliche Grüße
Beate
Reiseberichte: Patagonien 2020: Zwischen Anden, Pampa und Eis: https://namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299353-patagonien-2020-zwischen-anden-pampa-und-eis.html Das schönste Ende der Welt-Südafrika März 2017 https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/292402-das-schoenste-ende-der-welt-suedafrika-maerz-2017.html Südafrika 2018-Ohne Braai gibt es keine Katzen https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/296432-suedafrika-2018-ohne-braai-gibt-es-keine-katzen.html
4'382 Beiträge · seit 201530. Mai 2016 · #80
Liebe Badgers,
uff, schon wieder ein Reisebericht zuende - und dazu noch ein so ungewöhnlicher! Danke für alle schönen Eindrücke!
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html