Kinder und Katzen in der Kalahari

Reisebericht 88 Antworten · 24,9k Aufrufe · gestartet 19. Apr. 2016 von H.Badger
2'772 Beiträge · seit 200621. Apr. 2016 · #21
Hallo H.Bager,

das letzte Löwenbild ist der Hammer! 😄 So chillig sieht man die Löwen selten.
Danke für deinen Bericht.

Gruß Pascalinah
Nimm dich vor Leuten in Acht, die damit angeben, wer sie sind. Ein Löwe wird dir nie sagen müssen, dass er ein Löwe ist. Fotobuch Caprivi/Botswana 2024: https://www.cewe-community.com/next/example/schwerpunkt-naturparadies-sambesi-region-und-botswana-69955 Fotobuch Kruger National Park 2025: https://www.cewe-community.com/next/example/kruger-national-park-november-2025-71278
655 Beiträge · seit 201421. Apr. 2016 · #22
H.Badger schrieb:
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Hier musste ich erstmal 2x gucken, bis ich die Löwen entdeckt hab.

Toller Bericht bisher und sehr interessant zu lesen, wie ihr eure Reise mit kleineren Kindern erlebt habt.
Bin gespannt, wie's weitergeht!
LG, Sarah 2015: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285830-plattlaendler-zum-ersten-mal-auf-pad-in-namibia.html 2016: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/288966-i-bless-the-rains-down-in-africa-namibia-2016.html
Themenstarter1'823 Beiträge · seit 201621. Apr. 2016 · #23
Ja, die Löwen auf dem Landschaftsfoto sind winzig. Eigentlich war es der Plan, auf dem Foto herabzuckende Blitze zu verewigen, das hat aber leider nie klappen wollen. Der Unterschied zwischen dem Bild mit den kleinen Löwen und dem Foto, auf dem beide miteinander spielen beträgt 450mm.
Website: www.picturesgonewild.de SA, Namibia, Mauritius 2016 / Kruger NP 2016, 2018, 2021, 2023, 2025 / Namibia 2017 / Sri Lanka 2018 / Namibia und Botswana 2019 / Costa Rica 2022 / Namibia 2022 / Norwegen 2024 / Indien 2025 Alle Reiseberichte unter: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/304512-h-badger-reiseberichte.html
zuletzt bearbeitet 21. Apr. 2016
Themenstarter1'823 Beiträge · seit 201621. Apr. 2016 · #24
31.01.2016

Heute verlassen wir Twee Rivieren. Der Aufenthalt hat uns gut gefallen. Das Camp ist zwar nicht das kleinste, aber im Vergleich zu den meisten Krüger-Camps oder bspw. Okaukuejo im Etosha doch sehr überschaubar. Und wenn man es mit der Hotelerie rund um den Pilanesberg vergleicht, ist es geradezu winzig. Aber dazu später mehr...
Vielleicht hat auch zu unserem positiven Eindruck beigetragen, dass wir das letzte Chalet im Camp hatten und neben uns nur noch die Borstenhörnchen wohnten und der Blick in den Busch unverstellt war. Außerdem ist der Shop gut bestückt und es gibt ein Restaurant, was uns als Familie schon etwas entlastet hat. Und die Wildernes Camps dürfen ja sowieso erst Kinder ab 12 Jahre besuchen, was, wenn man Fotos aus aktuellen Reiseberichten ansieht, auch seine Berechtigung hat.

Nach einem kurzen Frühstück fahren wir also gen Nossob und verabschieden uns von "unserem" Löwenrudel, das uns wenigstens im Schein der aufgehenden Sonne noch eine Repräsentantin schickt.

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Die nun vor uns liegenden knapp 200 Kilometer führen oft durch schöne Landschaften, die sich uns jedoch hartnäckig tierlos präsentieren. Die gesamte Fahrt verläuft ohne große Sichtungen.

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An den Wasserlöchern ist oft gähnende Leere, einzig ein paar Oryx- und Kuhantilopen zeigen sich uns.
Die Straße ist oft von riesigen Pfützen des Gewitters der letzten Nacht bedeckt und gerade der Teil ab etwas Dikbaardskolk ist ziemlich üble Wellblechpiste, die auch den Kindern zusetzt.

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In der Mittagshitze erreichen wir schließlich Nossob.
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zuletzt bearbeitet 21. Apr. 2016
248 Beiträge · seit 201521. Apr. 2016 · #25
Hallo Badger,
Das letzte Löwen Foto finde ich auch super! Wir waren mit unserer Tochter im KTP als sie zarte 18 Monate alt war und wir haben es sehr genossen. Wir sind eigentlich eingefleischte Camper, aber wir wollten mit Kleinkind einfach ein wenig mehr Platz haben und haben uns für Chalets entschieden. Diese Art der Unterkunft haben auch wir im KTP als gute Alternative zum Campen mit Kleinkind empfunden.
Bin gespannt wie es weitergeht.

LG, Mellie
2006: Botswana und Sued Afrika 2009: Botswana und Sued Afrika 2012: Sued Afrika (KTP) 2014: Marokko 2016 endlich wieder Botswana und Sued Afrika :)
Themenstarter1'823 Beiträge · seit 201621. Apr. 2016 · #26
Hallo Melli,
ja, platztechnisch bieten die Chalets echt viel. In Mata Mata hatten wir ein Riverfrontchalet. Das hatte wahrscheinlich mehr qm als unsere Wohnung. 😁
Der Vorteil gegenüber dem Dachzelt war für uns aber auch die Möglichkeit uns aufzuteilen, sodass einige daheim bleiben könnten, wenn es zu früh war oder zu viel wurde.
LG
Badger
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Themenstarter1'823 Beiträge · seit 201622. Apr. 2016 · #27
Fortsetzung 31.01.2016

Nossob erleben wir als ein sehr übersichtliches Camp, in dem uns wegen der Backofenhitze jeder Gang schwer fallen wird. Die Bauarbeiten, die gerade stattfinden, stören die Ruhe im Camp kaum.
Wir beziehen eines der Reihenhaus-Chalets und machen erst einmal eine lange Mittagspause mit Besuchen am verwaisten Wasserloch und im kühlenden Pool.

Hier ein kleiner Eindruck unserer Räuberhöhle, in die sich jede Unterkunft nach kurzer Zeit unweigerlich verwandelt.

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Ein abendlicher Gamedrive rund um Marie se draai ist ähnlich ereignislos wie die Anfahrt nach Nossob. Es scheint derzeit einfach recht wenig Wild in der Region zu sein.

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Abends besuchen wir hoffnungsvoll erneut das Wasserloch, aber bis auf zwei Schabrackenschakale, die fleißig die vom Scheinwerferlicht angezogenen Insekten vertilgen, will sich den ganzen Abend über kein Tier zeigen.

Und dann kommt die Nacht.
Über den Tag hat sich unser Häuschen schon sehr aufgeheizt. Lüften kann man kaum, da die Räume als Schlauch angelegt sind und das Schlafzimmer einen Raum von den Außenwänden entfernt ist. Und es gibt hier keine Klimaanlage, aber zum Glück müht sich der Deckenventilator redlich, die Hitze erträglich zu machen, die auch das abendliche Gewitter nicht wirklich mindert. Bis der Strom um 22 Uhr abgestellt wird. Gefühlt wird es dann in der Hütte sofort 10 Grad wärmer. Diese Nacht (und auch die nächste) wird ein Alptraum. Wir Erwachsenen schlafen kaum, die Kinder zum Glück besser als erwartet, wir kühlen sie jedoch regelmäßig mit kalten Wickeln herunter...
Mitten in der Nacht hören wir häufiges Löwengebrüll. Das entschädigt ein klein wenig.
Und es kommt näher...
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Themenstarter1'823 Beiträge · seit 201622. Apr. 2016 · #28
01.02.2016

Während Frau und Kinder noch schlafen, schleiche ich gegen fünf Uhr früh aus der Hütte und gehe zum Hide am Wasserloch. Es sind schon ein paar Leute da, die anscheinend auch nicht schlafen konnten.
Es ist völlig finster, die Luft ist sehr angenehm.
Irgendwann geht der Generator an und das Wasserloch wird in schummriges Licht getaucht. Lange dauert es nicht, dann kann man schemenhafte Bewegungen ausmachen. Da Leute mit starken Taschenlampen anwesend sind, kann die Umgebung wirkungsvoll abgesucht werden - und siehe da: Nach und nach schält sich ein ganzes Löwenrudel aus der Dunkelheit. Zuerst ziehen zwei prächtige Kater durch, bleiben aber leider nicht am Wasserloch und betreten nicht einmal den Lichtkegel. Das Foto ist allein im Taschenlampenlicht aufgenommen und daher nicht wirklich berauschend...

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Danach kommen die Löwinnen und sie bleiben zum Glück am Wasserloch, bis die Sonne aufgeht. Sie trinken und die Halbwüchsigen toben ausgelassen im Flussbett herum. Ein junger Löwe ist besonders neugierig, er inspiziert das Hide von unten und platziert sich schließlich direkt neben dem Palisadengang, der zum Beobachtungsposten führt.
Nach einigen Fotos laufe ich schnell zurück zu Hütte, um den Rest der Familie dazuzuholen.

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Mit dem Aufgang der Sonne ziehen sich die Löwen immer weiter in die Böschung zurück. Auf der anderen Seite des Flussbetts haben sich nun aber gut sichtbar die beiden Kater niedergelassen, um den Tag zu verdösen.

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zuletzt bearbeitet 22. Apr. 2016
1'543 Beiträge · seit 201322. Apr. 2016 · #29
Hallo H. Badger,
eure Sichtung hat euch dann ja noch reichlich entschädigt für die unerträgliche nächtliche Hitze.
Da habt ihr sicher ordentlich zu tun gehabt, euren Kindern ausreichend Flüssigkeit einzuverleiben.
Ich freue mich schon auf weitere Berichte eurer interessanten Runde.
Gruß
Beate
Reiseberichte: Patagonien 2020: Zwischen Anden, Pampa und Eis: https://namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299353-patagonien-2020-zwischen-anden-pampa-und-eis.html Das schönste Ende der Welt-Südafrika März 2017 https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/292402-das-schoenste-ende-der-welt-suedafrika-maerz-2017.html Südafrika 2018-Ohne Braai gibt es keine Katzen https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/296432-suedafrika-2018-ohne-braai-gibt-es-keine-katzen.html
Themenstarter1'823 Beiträge · seit 201623. Apr. 2016 · #30
Fortsetzung 01.02.2016

Nach der ausgiebigen Löwenbeobachtung haben wir erstmal gefrühstückt: Baked Beans aus der Dose und Rührei geht immer...
Danach haben wir eine kleine Morgenfahrt unternommen, nochmals die Schleife um Marie se draai.

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Wir begegnen einigen Kuhantilopen und diesem Oryx. Der Eindruck von gestern erhärtet sich: Hier ist derzeit wenig Wild - zumal in Antilopenform - präsent.
Auf einmal machen wir aus den Augenwinkeln eine Bewegung links von der Straße aus. Etwas Kleines bewegt sich durch das niedrige Buschwerk. Es ist ein Honigdachs, der, flankiert von zwei Weißbürzelsinghabichten, auf Nahrungssuche ist. 😁 Immer wieder gräbt er im Sand und die Habichte passen auf, ob ihm dabei etwas entwischt, das sie sich dann schnappen könnten. Wir können das Trio eine ganze Weile beobachten, bis der Honigdachs schließlich die Straße vor uns quert und im dichten Buschwerk verschwindet.
Über diese Sichtung freuen wir uns besonders, denn Honigdachse gehören für uns zu den faszinierendsten Vertretern der afrikanischen Fauna und wir hatten noch nicht oft die Gelegenheit, einen Vertreter der Art für eine so lange Zeit bei seinem Tagesgeschäft zu beobachten.

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Zufrieden fahren wir nach Nossob zurück und verbringen die Mittagszeit im Camp. Am frühen Nachmittag geht es dann noch einmal auf einen kurzen Ausflug gen Norden. Sichtungstechnisch ist nicht viel los, bei Cubitje Quap lässt sich aber ein prächtiger Gaukler beim Trinken beobachten. So schön haben wir diesen Greifvogel bisher noch nie gesehen.

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Ein abendlicher Gamedrive in die gleiche Richtung ist auch wenig ergiebig, beschert uns aber unsere einzige Sichtung einer Braunen Hyäne auf dieser Reise. Das Erlebnis dauert jedoch nur zwei Sekunden, denn die Hyäne quert in hohem Tempo vor uns die Straße und verschwindet dann sofort im dichten Buschwerk. So können wir sie also auch nicht fotographisch verewigen. Das ist sehr schade, denn ich hatte gehofft, endlich mal ein passables Foto einer brauen Hyäne schießen zu können. Wir haben zwar schon auf zwei vergangenen Reisen welche gesehen (einmal auf unserer ersten Namibiatour 2008 im Namib Naukluft in sehr weiter Entfernung und 2014 im Madikwe GR, hier aber nur nachts, dafür aber zwei in einen blutigen Revierkampf verwickelt), jedoch ist uns nie ein schönes Foto gelungen. Naja, das ist wenigstens ein guter Grund, ggf. im nächsten Sommer wiederzukommen - um dann evtl. auch Erdmännchen zu sehen, die sich auch standhaft unseren Blicken entzogen haben.

Als wir ins Camp zurückkommen, sehen wir das Löwenrudel wieder in der Nähe des Wasserlochs liegen. Wir lassen den Abend also wieder mit "Lionwatching" ausklingen.

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Und dann kommt die zweite Nacht in Nossob, die leider ganz so verläuft wie die erste - nur leider ohne nächtliches Löwengebrüll.
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Themenstarter1'823 Beiträge · seit 201624. Apr. 2016 · #31
02.02.2016

Nach langen Stunden stickiger Nacht erwacht ein neuer Tag. Heute geht es für uns von Nossob ins Rastlager Mata Mata. Wir fahren also ein letztes Mal durch das Flusstal des Nossob, queren dann die Dünen zwischen den Flusstälern und werden unsere letzten Tage im KTP im Auob-Flusstal verbringen.

Bevor wir uns auf den Weg machen, besuchen wir das Wasserloch, das aber leider verwaist vor uns liegt und machen noch eine kleine Rundfahrt in südlicher Richtung.

Im Morgenlicht sehen wir diesen Wiederhopf.
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Auf der Rückfahrt ins Camp entdecken wir dann erneut Löwen nah an der Pad. Wahrscheinlich sind es Teile des Rudels, das wir gestern am Wasserloch in Nossob gesehen haben. Da es noch früh am Morgen ist, sind die Katzen noch recht rege. Alsbald legen sie sich aber zum Dösen hin.

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Themenstarter1'823 Beiträge · seit 201624. Apr. 2016 · #32
Fortsetzung 02.02.2016

Zurück im Camp packen wir zusammen und beobachten in der Umgebung unserer Hütte noch einige Borstenhörnchen und Fuchsmangusten mit Nachwuchs.

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Nach einem kleinen Frühstück steigt die Familie in ihren VW-Bus und los geht die Fahrt gen Süden, die so einige schöne Momente bereit halten wird.

Rückblickend hat uns der Aufenthalt in Nossob vor allem wegen der vielen Löwen und des Honigdachses gefallen. Die klimatischen Bedingungen in der Unterkunft waren aber gerade für eine Reise mit kleinen Kindern nicht optimal. Wir würden - falls wir noch einmal im Sommer zurückkommen sollten - auf die gerade neu zu bauenden Hütten hoffen.
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Themenstarter1'823 Beiträge · seit 201624. Apr. 2016 · #33
Fortsetzung 02.02.2016

Am späten Morgen machen wir uns also auf nach Mata Mata.
Die an der Strecke liegenden Wasserlöcher sind meist einsam und verlassen und da wir ein gutes Stück Weg vor uns haben, wagen wir es auch nicht lange an den Wasserstellen zu verweilen, um auf etwaige Besucher zu warten.

Wir bewundern immer wieder die erblühende Wüste und freuen uns über ab und an auftauchende Bewohner.

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Plötzlich müssen wir scharf bremsen, weil sich eine Schlange über die Straße bewegt. Wir vermuten, dass es eine Kapkobra ist, auch wenn sie nicht so leuchtend gelb erscheint, sind uns aber nicht sicher.

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Auch bei diesem Greifvogel sind wir etwas unsicher. Ist es ein Schlangenadler?

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Irgendwann steht ein Wagen vor uns auf der Strecke und wir fragen, was der Fahrer gesichtet hat. Er meint, dass immer wieder ein Löffelhund auf die Straße käme, um Termiten zu fressen. Derzeit sei er aber nicht zu sehen und so macht sich das Auto dann auch auf die Weiterfahrt.
Wir beschließen, eine Viertelstunde zu warten, einen Löffelhund wollen wir nämlich gern sehen. Aber er zeigt sich in unserem gesetzten Zeitfenster nicht und wir fahren weiter, nur um hinter der nächsten Kurve auf ihn zu stoßen. 😁
Er ist ganz in seine Jagd vertieft und lässt uns erstaunlich nah an sich heran kommen.

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Alsbald folgt eine Straußenvater mit seinem halbwüchsigen Nachwuchs.

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Und schließlich ein im Schatten dösender Gepard, den wir ein wenig beobachten, der aber natürlich keine Anstalten macht, sich bei der Hitze des Tages großartig zu bewegen. Wir haben also Zeit, unsere Blicke schweifen zu lassen und entdecken in der Straßenböschung eine Kolonie von Barking Geckos. Diese für uns neuen Tiere beobachten wir fasziniert für eine ganze Weile.

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Bald nachdem wir weitergefahren sind, treffen wir auf unser einziges Eland auf dieser Reise.


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Mit Blicken auf zwei Oryx verlassen wir das Tal des Nossob schließlich.

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3'883 Beiträge · seit 201125. Apr. 2016 · #34
Erstaunlich, dass ihr an dem Knochenhaufen ein Eland erkannt habt.

Verblüfft
freshy
Reiseberichte und Videos Video:Bootsafari auf dem Kwando 2018 Forum(2016): Südafrika & KTP Forum(2013): Zwei Gruftys in Botswana Forum(2013): Fünf Tage in Johannesburg Web:Namibia & Botswana 2017 Video:Sani Pass 2015 Web:Südafrika & Lesotho 2015 Web:Auf Pad im südl. Afrika 2014 Video:Elefanten im Senyati Safari Camp 2013 Web:Namibia 2011
248 Beiträge · seit 201525. Apr. 2016 · #35
@freshy: auf dem Bild sieht man ein Horn das recht eindeutig zu einem Eland gehoert(e) 😉

Tolle Bilder und Eindruecke und auf Euren Honey Badger bin ich ja sooooo neidisch. Ich kann mir vorstellen, dass die Temperaturen Euch zu schaffen gemacht haben. Ich bin gespannt wie es weitergeht 🙂

LG, Mellie
2006: Botswana und Sued Afrika 2009: Botswana und Sued Afrika 2012: Sued Afrika (KTP) 2014: Marokko 2016 endlich wieder Botswana und Sued Afrika :)
Themenstarter1'823 Beiträge · seit 201626. Apr. 2016 · #36
Fortsetzung 02.02.2016

Hinter Dikbaardskolk biegen wir in die Dünenstraße in Richtung Auob ein. Landschaftlich ist das für uns einer der schönsten Abschnitte des Parks. Die sanften roten Dünen und die wunderbare Weite und Einsamkeit ziehen uns in ihren Bann. Da beide Kinder schlafen, halten wir aber leider kaum einmal an, wir wollen nicht Gefahr laufen, sie zu wecken. Daher machen wir kaum Fotos von dieser traumhaften Landschaft. Tierbegegnungen haben wir auf den rund 40 km der Strecke nur wenige. Der Höhepunkt in dieser Hinsicht sind zwei Sektretäre, die aus einer Straßenpfütze trinken. Auf dem Weiß der Straße sehen sie ganz unwirklich aus.

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Im Flusstal des Auob ist es bereits recht grün. Auf der Ebene zwischen den Dünenkämmen grasen große Springbockherden. Paradiesische Bilder.

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Nach einigen Kilometern, die wir das Flusstal gen Norden durchfahren, treffen wir einmal mehr auf Löwen. In diesem Fall ist es ein Pärchen, das sich wohl zu Paarungszwecken vom Rudel separiert hat. In der Hitze des Tages ist an Paarung aber nicht zu denken und daher liegen beide nur faul unter einem Baum am Straßenrand und würdigen uns nur weniger müder Blicke.

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Wir bleiben eine Weile bei den beiden Löwen und fahren dann weiter Richtung Mata Mata, stoppen aber nach kurzer Zeit ein weiteres Mal, da wir unter einem Baum rechts von der Straße eine Falbkatze entdecken, die uns müde entgegenblickt. Wir hatten gehofft eine Afrikanische Wildkatze im KTP zu entdecken und freuen uns, dass dieser Wunsch nun in Erfüllung gegangen ist.

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Die weitere Fahrt führt uns an vielen Vertretern der Giraffen des Parks vorbei, was vor allem unsere ältere Tochter freut, da sie die Tiere sehr gern hat. Auch unsere Kleine beobachtet fasziniert: Hier zeigt sich etwas Großes, das sich dazu auch noch bewegt...

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Am späten Nachmittag erreichen wir das Rastlager Mata Mata, erledigen schnell die Formalitäten und beziehen unser wirklich ganz wunderbares Riverfrontchalet, das mit einem großzügigen Wohnbereich, zwei Schlafzimmern und Bädern und einer ausgedehnten Terrasse mit Blick auf das Flussbett unsere Erwartungen weit übertrifft.

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Nach dem abendlichen Gewitter zieht es uns alsbald ins Bett.
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zuletzt bearbeitet 26. Apr. 2016
Themenstarter1'823 Beiträge · seit 201626. Apr. 2016 · #37
03.02.2016

Den heutigen Tag verbringen wir mit kleineren Ausfahrten und größeren Pausen in und um Mata Mata.
Während meine Frau mit den Kindern noch im Chalet bleibt, fahre ich zur Gateöffnungszeit auf eine kurze Pirschfahrt, die jedoch über weite Teile nur ein wildloses Flusstal zeigt. Neben der Straße entdecke ich dann aber doch noch eine Afrikanische Wildkatze auf einem dicken Ast und beobachte sie ein wenig.

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Während ich mit dem Auto herumfahre und die Fotoausrüstung bei mir habe, können meine Frau und die Kinder aus dem Schlafzimmerfenster zwei Löwenkater beobachten, die zum Trinken zu der Wasserstelle kommen, die vielleicht dreißig Meter hinter unserer Hütte liegt. Für mich bleibt dieser Tag der einzige ohne Löwen im KTP.

Nach einem gemeinsamen Frühstück fahren wir gemeinsam ins Auobtal.
Neben einigen noch ganz frischen Springböcken stoßen wir schon wieder auf eine Wildkatze. Mit so regelmäßigen Sichtungen hatten wir wirklich nicht gerechnet.

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In der Nähe des Vierzehnten Bohrlochs treffen wir dann auf unseren Sichtungshöhepunkt des Tages. Mitten im Flussbett - und damit zwar relativ weit entfernt, aber man will sich ja nicht beschweren - spaziert ein Leopard und inspiziert sein Revier. Wir können ihn lange dabei begleiten.
Seelenruhig marschiert er an Büschen und Bäumen vorbei, schnuppert mal hier und mal da und verschwindet auch mal für einige Minuten im Gebüsch.
Plötzlich aber bricht Hektik aus: Der Leopard setzt zu einem Sprint an und springt von unten an die Äste eines Kameldornbaums. Er lässt wieder ab und setzt dann zu einem zweiten Versuch an. Dieses Mal jagt er drei Wildkatzen aus dem Baum heraus. Zwei entwischen sofort, der dritten setzt er nach und erwischt sie kurze Zeit darauf. Beide Katzen kugeln sich als Knäuel über den Boden, bis sich die Wildkatze irgendwie befreien kann und davonrast. Der Leopard schaut ihr noch kurz hinterher und zieht dann weiter seiner Wege, wohl auf weitere Jagdchancen hoffend. Wir sind wie elektrisiert. Einen Leoparden bei der Jagd haben wir noch nie zuvor beobachten können. Auch wenn die Fotos in Sachen Schärfe nicht unsere besten sind - die Distanz und vor allem die Aufregung haben dafür schon gesorgt - werden diese Momente sicher zu den bleibendsten Tiererlebnissen dieser Reise zählen.

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Den Nachmittag verbringen wir im Camp. Am Pool treffen wir tatsächlich zwei Familien aus Deutschland, die unabhängig voneinander Elternzeittouren in Südafrika und Namibia verbringen. Wir bestätigen uns gegenseitig, dass das Reisen mit kleinen Kindern doch eine wunderbare Sache ist - allen Unkenrufen von Daheimgebliebenen zum Trotz.

Den Abend lassen wir bei einem gemütlichen Lagerfeuer auf unserer Terrasse ausklingen.

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Website: www.picturesgonewild.de SA, Namibia, Mauritius 2016 / Kruger NP 2016, 2018, 2021, 2023, 2025 / Namibia 2017 / Sri Lanka 2018 / Namibia und Botswana 2019 / Costa Rica 2022 / Namibia 2022 / Norwegen 2024 / Indien 2025 Alle Reiseberichte unter: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/304512-h-badger-reiseberichte.html
Themenstarter1'823 Beiträge · seit 201627. Apr. 2016 · #39
04.02.2016

Auch an unserem letzten vollen Tag im KTP bleiben wir in der Nähe von Mata Mata und fahren vor allem im Auob-Tal herum, unterbrochen von einer langen Mittags- bzw. Nachmittagsrast im Camp.

Unsere erste nennenswerte Sichtung ist wieder eine Wildkatze, dieses Mal ein noch recht junges Exemplar. Im Baum daneben entdecken wir kurz darauf eine ausgewachsene Katze, vielleicht die Mutter der kleinen. Beide lassen sich von uns nicht stören und so können wir sie für eine lange Weile beobachten. Ein schöner Start in den Tag.

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Wir fahren an vielen Springböcken, Gnus und Giraffen vorbei, die allesamt das junge Grün genießen.

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Bis uns schließlich am Ende der Dalkeith-Schleife vier männliche Geparde entgegenkommen, vor uns die Straße kreuzen und neben uns an der Düne entlangwandern. Wir folgen ihnen und können sie immer wieder zwischen den Büschen dabei erspähen, wie sie Pausen einlegen oder ihr Revier markieren.

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Wir verabschieden uns irgendwann von den Vieren und fahren Richtung Dreizehntes Bohrloch, zu der Stelle, wo der Leopard gestern im Gebüsch verschwunden und nicht wieder aufgetaucht ist. Tatsächlich erblicken wir ihn für einen kurzen Moment, aber bevor der Fotoapparat gezückt ist, verschwindet er schon wieder in seiner Deckung, um in der nächsten Zeit nicht mehr aufzutauchen.

Zum Sonnenuntergang bekommen wir Besuch, während wir auf der Terrasse sitzen. Zwei Löwinnen kommen zum Trinken die Dünen herab und wählen die Wasserstelle vor unserem Häuschen. Ganz ohne den Schutz des Autos und nur durch eine nicht sehr hohe Mauer und einen eher symbolisch wirkenden kleinen elektrischen Draht von den Tieren getrennt, nimmt man die großen Katzen doch noch einmal ganz anders wahr. Wir versuchen möglichst still und bewegungslos zu sein, auch unsere große Tochter beobachtet ganz konzentriert. Wir freuen uns riesig darüber, dass die Löwen zum Abschluss unseres KTP-Aufenthalts noch einmal vor unserer Haustür vorbeikommen und speichern das Riverside-Chalet endgültig als Pflichtunterkunft für unseren nächsten Besuch ab. Haben wir die letzten Nächte die Fenster unseres Schlafzimmers, die auf das Flussbett hinausgehen geöffnet gelassen, um nach Abstellung des Stroms noch an ein wenig Frischluft zu kommen, so verzichten wir nach dieser Begegnung lieber darauf. Denn vor den Fenstern ist nicht einmal der kleine Stromdraht gespannt. (Nicht, dass wahrscheinlich wäre, dass etwas passieren könnte...)

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Und so bricht unsere letzte Nacht im wundervollen Kgalagadi an und ich bedanke mich an dieser Stelle schon einmal bei allen Kommentatoren, Danke-Drückern (beides motiviert sehr!) und stillen Mitlesern.
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778 Beiträge · seit 200627. Apr. 2016 · #40
H.Badger schrieb:04.02.2016

Und so bricht unsere letzte Nacht im wundervollen Kgalagadi an und ich bedanke mich an dieser Stelle schon einmal bei allen Kommentatoren, Danke-Drückern (beides motiviert sehr!) und stillen Mitlesern.
Schade, du schreibst so schön, dazu die klasse Fotos. Ich wünschte ihr wärt noch länger geblieben 🤪

Gruß von Tanja